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Erlösformen und Nutzerakzeptanz von mobilem Fernsehen, Interaktivität und Werbung

Magisterarbeit 2007 151 Seiten

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Fragestellung und Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit

2 Technologische Grundlagen zur mobilen Fernsehrezeption
2.1 Rundfunksysteme
2.1.1 DVB-H: Digital Video Broadcasting Handheld
2.1.1.1 IP Datacast
2.1.1.2 Pilotprojekte und Regelbetrieb
2.1.1.3 DVB-SH: Satellite services to Handhelds
2.1.2 T-DMB: Terrestrial Digital Multimedia Broadcasting
2.1.3 MediaFLO
2.1.4 Weitere Rundfunkstandards
2.2 Mobilfunksysteme
2.2.1 Von GSM bis HSDPA
2.2.2 MBMS
2.3 Drahtlose Netzwerke
2.3.1 Wireless LAN
2.3.2 WiMAX
2.4 Empfangsgeräte
2.5 Fazit

3 Eigenschaften der mobilen Fernsehrezeption
3.1 Merkmale der mobilen Nutzung
3.1.1 Ubiquität
3.1.2 Kontextspezifität
3.1.3 Datenproaktivität
3.1.4 Abschlussmöglichkeit
3.1.5 Interaktion
3.1.6 Integration von Unterhaltung
3.2 Mediennutzungsverhalten von mobilem Fernsehen
3.2.1 Nutzerakzeptanz
3.2.2 Zahlungsbereitschaft
3.2.3 Nutzungszeiten
3.2.4 Nutzungsdauer
3.2.5 Nutzungssituationen
3.2.6 Nutzungsmotive
3.2.7 Nutzervorbehalte
3.2.8 Nutzererwartungen
3.3 Medieninhalte von mobilem Fernsehen
3.3.1 Kategorisierung nach Programmkonzeption
3.3.1.1 Exklusive Produktion von Inhalten
3.3.1.2 Packaging von Video-Inhalten
3.3.1.3 Live-Signale bestehender Fernsehprogramme
3.3.1.4 Spartenkanäle mit Rückkanal
3.3.2 Ergebnisse der Pilotprojekte und Befragungen
3.3.3 Formate
3.3.3.1 Nachrichten
3.3.3.2 Seifenopern und Dramaserien
3.3.3.3 Reality-TV und Gameshows
3.3.3.4 Film
3.3.3.5 Animation und Comedy
3.3.3.6 Sport
3.3.3.7 Musik
3.3.3.8 Erwachseneninhalte
3.3.3.9 Kinderprogramme
3.3.3.10 Shoppingsender
3.4 Erfolgsfaktoren und Erlösprognosen
3.5 Fazit

4 Erlösformen für die mobile Fernsehrezeption
4.1 Preispolitik
4.2 Erlösformen
4.2.1 Direkte nutzungsabhängige Erlösformen
4.2.2 Direkte nutzungsunabhängige Erlösformen
4.2.3 Indirekte Erlösformen via Unternehmen
4.2.4 Indirekte Erlösformen via Staat
4.3 Werbung
4.3.1 Werbeformen im Fernsehen
4.3.2 Interaktive Werbung im Fernsehen
4.3.3 Werbeformen im Internet
4.3.4 Web 2.0 und Mobile Web 2.0
4.3.5 Werbung auf dem Mobiltelefon
4.3.6 Werbung im mobilen Fernsehen
4.4 Fazit

5 Quantitative Befragung via Internet
5.1 Zur Wahl der Methode
5.2 Zur Wahl der Befragungssoftware
5.3 Fragebogengestaltung
5.4 Ablauf der Befragung und Rekrutierung der Teilnehmer
5.5 Auswertung der Online-Befragung
5.5.1 Demografische Angaben
5.5.2 Erfahrungen und Interesse an mobilem Fernsehen
5.5.2.1 Erfahrungen mit mobilem Fernsehen
5.5.2.2 Nutzungswahrscheinlichkeit von mobilem Fernsehen
5.5.2.3 Nutzervorbehalte
5.5.2.4 Nutzungssituationen
5.5.3 Programmformate und interaktive Dienste
5.5.3.1 Inhalte im mobilen Fernsehprogramm
5.5.3.2 Interaktive Dienste
5.5.3.3 Zahlungsbereitschaft für interaktive Dienste
5.5.4 Werbung im mobilen Fernsehen
5.5.4.1 Werbeformate
5.5.4.2 Interaktive Werbung
5.5.4.3 Werbeakzeptanz
5.5.5 Zahlungsbereitschaft und Preismodelle
5.5.5.1 Zahlungsbereitschaft für mobiles Fernsehen
5.5.5.2 Preismodelle
5.5.5.3 Zahlungsbereitschaft für Mobile TV-Empfangsgeräte
5.6 Kritische Betrachtung

6 Zusammenfassung

A Anhang
A.1 Übersicht der Pilotprojekte und Studien
A.2 Startseite und Veröffentlichungen
A.3 Fragebogen und Auswertung

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2a Unicast
Abbildung 2b Multicast
Abbildung 2c Vergleich verschiedener Übertragungstechnologien
Abbildung 2.1.1 Time-Slicing
Abbildung 2.1.1.1 Übersicht der IP-Datacast-Architektur
Abbildung 2.1.1.3 DVB-SH Systembeschreibung

Abbildung 3.2.1 Diffusion-of-Innovations-Modell nach Rogers

Abbildung 4.2 Systematik der Erlösformen

Abbildung 5.5.1a Frage nach dem Geschlecht des Befragten
Abbildung 5.5.1b Frage nach dem Alter des Befragten
Abbildung 5.5.1c Welches ist Ihr höchster Schul- bzw. Bildungsabschluss? Wenn Sie noch in der Ausbildung sind, geben Sie bitte den Abschluss an, den Sie gerade anstreben.
Abbildung 5.5.1d Zu welcher Berufsgruppe gehören Sie?
Abbildung 5.5.1e Zu welcher Lebensstilgruppe würden Sie sich zählen?
Abbildung 5.5.2.1a Haben Sie schon einmal auf dem Mobiltelefon ferngesehen?
Abbildung 5.5.2.1b Vergleich Gesamtanteil und erfahrene Mobile TV-Nutzer unter Einbeziehung demografischer Merkmale
Abbildung 5.5.2.2a Unter der Voraussetzung, dass sich Mobile TV in den nächsten Jahren etablieren und zu einem angemessenen Preis angeboten wird, wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Mobile TV nutzen werden?
Abbildung 5.5.2.2b Potenzielle Mobile TV-Nutzer
Abbildung 5.5.2.3 Aus welchen Gründen würden Sie Mobile TV nicht nutzen?
Abbildung 5.5.2.4 In welchen Situationen können Sie sich vorstellen, Mobile TV zu nutzen?
Abbildung 5.5.3.1a Für wie interessant halten Sie folgende Programmformate/-kanäle im Mobile TV?
Abbildung 5.5.3.1b Gruppierung der Programmformate
Abbildung 5.5.3.1c Kategorisierung nach Programmkonzeption
Abbildung 5.5.3.2 Für wie interessant halten Sie folgende interaktiven Dienste im Mobile TV?
Abbildung 5.5.3.3 Wie viel würden Sie für die einmalige Nutzung der interaktiven Dienste bezahlen?
Abbildung 5.5.4.1 Welche Art von Fernseh- / Internet- / Handywerbung halten Sie im Mobile TV für geeignet?
Abbildung 5.5.4.2 Welche der folgenden Werbeangebote wäre ein Anreiz, um auf die Werbung zu reagieren, d.h. zu klicken?
Abbildung 5.5.4.3a Welches der folgenden Modelle entspricht in Bezug auf Werbung im Mobile TV am ehesten Ihren Vorstellungen?
Abbildung 5.5.4.3b Wenn spezielle Vergünstigungen für mehr Werbung angeboten werden, wie sollten diese Vergünstigungen aussehen?
Abbildung 5.5.5.1 Wie viel wären Sie bereit, monatlich für Mobile TV zu
entrichten?
Abbildung 5.5.5.2 Welches Abrechnungsmodell entspricht am ehesten Ihren Vorstellungen?
Abbildung 5.5.5.3 Wie viel wären Sie bereit, für ein Mobiltelefon mit TV-Funktion mehr zu bezahlen?

Tabellenverzeichnis

Tabelle 4.3.4a Gegenüberstellung von ausgewählten „Web 1.0“- und „Web 2.0“-Elementen
Tabelle 4.3.4b Gegenüberstellung von „Mobile 1.0“ und „Mobile 2.0“

Tabelle 5.5.2.2 Nutzerakzeptanz und Interesse
Tabelle 5.5.2.3 Nutzervorbehalte und Ablehnungsgründe
Tabelle 5.5.2.4 Nutzungssituationen
Tabelle 5.5.3.1 Bevorzugte Programmformate
Tabelle 5.3.3.2 Interaktive Dienste
Tabelle 5.5.4.1 Werbeformate im Fernsehen, Internet und auf dem Mobiltelefon
Tabelle 5.5.4.2 Interaktive Werbung
Tabelle 5.5.5.1 Zahlungsbereitschaft
Tabelle 5.5.5.2 Preismodelle

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der digitale Mobilfunk verzeichnet seit der Einführung im Jahre 1992 kontinuierliche Zuwachsraten. Gegen Ende des Jahres lag die Anzahl aller Mobilfunkanschlüsse noch bei unter einer Million. Mit der Einführung von Prepaid-Karten stieg die Teilnehmerzahl in den Jahren 1999 und 2000 von 23 auf 48 Millionen an. Im August 2006 erhöhte sich die Zahl der Mobilfunkanschlüsse auf 82,8 Millionen: Erstmals gab es in Deutschland mehr Anschlüsse als Einwohner. Am Ende des 2. Quartals 2007 lag die Penetrationsrate bei 110,7 Prozent.[1]

Durch die zunehmende Miniaturisierung der Mobiltelefone und durch technische Revolutionen und Innovationen konnte das Mobiltelefon in den vergangenen Jahren eine ungeahnte Popularität erlangen. Das erste Mobiltelefon, das Motorola DynaTac 8000X, war ab 1983 erhältlich. Es wog 800 Gramm und kostete fast 4.000 US-Dollar. Bereits ein Jahr nach der Markteinführung befand es sich im Besitz von ca. 300.000 Menschen.[2] Mittlerweile avancieren Mobiltelefone zu multimedialen Alleskönnern und können nicht nur zum Telefonieren und zum Versenden von Textnachrichten genutzt werden. Einige Mobiltelefone verfügen über integrierte Digitalkameras, Music-Player oder einem GPS-Modul zur Navigation. Sie können als mobile Büros mit E-Mail-Funktion und Office-Anwendungen genutzt werden und zeichnen sich durch diverse Verbindungsmöglichkeiten wie UMTS, HSDPA, Bluetooth oder W-LAN aus. Durch den erhöhten Speicherbedarf, aufgrund von Foto- und Videoaufnahmen oder durch die Nutzung des Music-Players verfügen viele Geräte über einen auswechselbaren Speicher. Mit der kontinuierlichen Verbesserung der Displays und der Möglichkeit, farbige Bilder, Fotos und Videos auf dem Mobiltelefon zu betrachten, führt die Entwicklung zur Fernsehnutzung auf dem Mobiltelefon als logische Konsequenz.

1.1 Ausgangssituation

Aufgrund der Marktpenetration des Mobilfunks, der technischen Entwicklung der Mobiltelefone und der Popularität des Fernsehens scheint eine Verknüpfung naheliegend. Das Fernsehen zählt zu den beliebtesten Medien der Deutschen. Die durchschnittliche Sehdauer liegt bei 212 Minuten pro Tag und hat sich seit 1988 stetig erhöht.[3]

Einige Netzbetreiber bieten in Deutschland seit 2005 mobiles Fernsehen über UMTS an. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ausgestrahlte Rundfunkinhalte, sondern um Live-Streaming. Die Broadcasttechnologie DMB wird seit Mitte Mai 2006 durch den Plattform­betreiber Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und seine Vertriebspartner mobilcom, debitel und Simply angeboten. In 13 Ballungsgebieten können Fernsehsignale über DMB mit einem geeigneten Mobiltelefon empfangen werden.

Der Regelbetrieb des Rundfunkstandards DVB-H soll in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2008 aufgenommen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt steht eine Entscheidung über den Plattformbetreiber noch aus. Ein großer Vorteil gegenüber DMB ist die Möglichkeit der Inte­gration eines Rückkanals über das Mobilfunknetz. Ein Rückkanal stellt für die Erlösgenerierung durch interaktive Dienste und Werbung eine wirtschaftliche Überlegenheit dar.

Aus diesem Grund wurde bei der Konzeption der Online-Befragung und bei der Darstellung bestimmter Sachverhalte Bezug auf die Technologie DVB-H genommen. Bei den Empfangsgeräten für mobiles Fernsehen liegt der Fokus auf den Mobiltelefonen. Die Begriffe „Mobile TV“ und „mobiles Fernsehen“ werden synonym verwendet.

1.2 Fragestellung und Methodik

In zahlreichen Studien und Pilotprojekten wurden bereits die Nutzerakzeptanz von mobilem Fernsehen, das generelle Interesse und die Zahlungsbereitschaft untersucht. Weitergehende Untersuchungen, die sich auf die Erlösgenerierung durch interaktive Dienste und Werbung im Mobile TV beziehen, wurden bisher vernachlässigt oder nicht veröffentlicht. Aus der Analyse der vorliegenden Untersuchungen ergaben sich folgende Fragestellungen, deren Ergebnisse im Kontext neue Erkenntnisse zu mobilen Fernsehdiensten liefern können.

- Wie hoch ist das Interesse an mobilem Fernsehen?
- Welche Programmformate sollten sich im Angebot befinden?
- Welche interaktiven Dienste sind von Interesse?
- Welche Werbeformen werden im mobilen Fernsehen akzeptiert?
- Wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft für mobiles Fernsehen und für die Empfangsgeräte?
- Welche Preismodelle werden bevorzugt?

Zur Erhebung dieser Daten wurde die Online-Befragung „Nutzerakzeptanz von mobilem Fernsehen, Interaktivität und Werbung“ konzipiert, deren Ziel es ist, eine Teilnehmerschaft von potenziellen Nutzern zu ihrem Interesse an interaktiven Diensten, ihrer Akzeptanz von Werbung und ihren bevorzugten Werbeformen im mobilen Fernsehen zu befragen. Zusätzlich werden Fragen zum Interesse, zu den gewünschten Programmformaten und zur Zahlungsbereitschaft gestellt. Im Anschluss werden die Ergebnisse denen der vorliegenden Studien gegenübergestellt und analysiert und Erlösformen zur Umsatzgenerierung durch den Nutzer im mobilen Fernsehen abgeleitet.

Während der Felddauer vom 20. April 2007 bis zum 20. Juli 2007 haben 517 Personen den Fragebogen vollständig ausgefüllt.

1.3 Aufbau der Arbeit

Das 2. Kapitel widmet sich den verschiedenen Technologien zur Rezeption von mobilen Fernsehinhalten. Besondere Beachtung gilt den mobilen Rundfunkstandards DVB-H und DMB. Weitere Rundfunkstandards, die sich in der Entwicklung oder der Standardisierung befinden oder die bereits im Ausland etabliert sind, werden kurz vorgestellt. Im Verlauf des Kapitels wird auf die Entwicklung der Mobilfunkstandards in Hinblick auf die Übertragung von audiovisuellen Inhalten und als Technologie für den Rückkanal eingegangen. Im Anschluss werden die Technologien der drahtlosen Netzwerke thematisiert. Den Abschluss bilden ein Kapitel über Mobiltelefone als Empfangsgeräte und ein Fazit zu den technologischen Grundlagen.

Im 3. Kapitel werden die Merkmale der mobilen Nutzung vorgestellt und das Mediennutzungsverhalten von mobilem Fernsehen wird untersucht. Die Grundlage dafür bilden zahlreiche Studien und Pilotprojekte, deren Ergebnisse zusammengeführt und ausgewertet werden. Anschließend werden potenzielle Programmformate und mögliche Programminhalte vorgestellt. Nach den Erlösprognosen und Erfolgsfaktoren für mobiles Fernsehen folgt eine Zusammenfassung des Kapitels.

Das 4. Kapitel befasst sich mit den Grundlagen der Preispolitik und dem Erlösmodell von Zerdick[4]. Die Erlösformen werden auf die Generierung von Umsätzen durch die Nutzung des mobilen Fernsehens bezogen. Aus den Bereichen Fernsehen, Internet und mobiles Marketing werden diverse Werbeformate vorgestellt. Ebenso werden die Ergebnisse von Pilotprojekten und Studien zu mobiler Fernsehwerbung thematisiert.

Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit der Online-Befragung „Nutzerakzeptanz von mobilem Fernsehen, Interaktivität und Werbung“. Zu Beginn wird die Methodik der Befragung erläutert, worauf im Anschluss die Auswertung, teilweise unter Berücksichtigung der demografischen Merkmale, erfolgt. Die ausgewerteten Daten werden den Ergebnissen der vorliegenden Studien und Pilotprojekte gegenübergestellt.

Im letzten Kapitel werden die Inhalte und die Ergebnisse der Befragung zusammengefasst und in Hinblick auf die Erlösformen dargestellt.

2 Technologische Grundlagen zur mobilen Fernsehrezeption

Für die mobile Rezeption von multimedialen Inhalten existieren verschiedene Übertragungs­systeme, die sich in die Kategorien Mobilfunk- und Rundfunksysteme, ferner auch in draht­lose lokale Netzwerke, unterteilen lassen. Diese Systeme unterscheiden sich in der Art der Daten­übermittlung vom Sender zu einem oder mehreren Empfängern und lassen sich in Uni­cast-, Multicast- und Broadcasttechnologie rubrizieren.

Mobilfunksysteme sind bidirektionale Verteilmedien, bei denen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Sender und Empfänger hergestellt werden (Unicast). Vorteil dieser Systeme sind die direkte Adressierung des Teilnehmers und die Rückkanalfähigkeit. Unicast bietet den höchsten Individualisierungsgrad. Der Nachteil von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ist, dass jede Datenübertragung zwischen Sender und Empfänger eine eigene Verbindung benötigt, auch wenn es sich um dieselben Inhalte handelt, die angefordert werden. Dadurch verringert sich die zur Verfügung stehende Datenrate. Sobald eine hohe Anzahl von Mobilfunknutzern in einer Funkzelle einen multimedialen Dienst bezieht, stößt die Übertragungskapazität an ihre Grenzen. Zu den Punkt-zu-Punkt-Verbindungen gehören die Mobilfunkstandards GSM[5], GPRS, UMTS sowie Wireless LAN als drahtloses Netzwerk.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2a: Unicast (Brodt, 2004)

Bei Punkt-zu-Multipunkt-Übertragungen (Multicast) wird ein Datenstrom zeitgleich an eine geschlossene Benutzergruppe gesendet, so dass bei einer großen Anzahl von Nutzern die Datenraten konstant bleiben. Die Übertragungstechnologie MBMS, die auf UMTS aufsetzt, zählt einerseits zum Multicast, sofern es sich bei den Empfängern um eine geschlossene Benutzer­gruppe handelt und eine Authentifizierung notwendig ist, andererseits zu Broadcast, bei dem alle Endgeräte, die MBMS unterstützen, den Datenstrom empfangen können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2b: Multicast (Brodt, 2004)

Rundfunksysteme wie DVB-H und DMB nutzen offene Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen (Broadcast). Da es sich hierbei um unidirektionale Verbreitungsmöglichkeiten handelt, stellt der fehlende Rückkanal ein Defizit dar. Für die synchrone Übertragung von multimedialen Signalen sind Rundfunksysteme besser geeignet, da wie beim Multicast das Signal nur einmal gesendet werden muss. Alle Endgeräte, die mit der entsprechenden Technologie ausgestattet sind, können das Signal empfangen. Die beschriebenen Rundfunkstandards können auch unter Unicast oder Multicast kategorisiert werden, da unter bestimmten techno­lo­gi­schen Voraussetzungen eine Übertragung an einzelne Empfänger oder an eine Empfängergruppe möglich ist.

Bei der Übertragung von Datenströmen über die Mobilfunksysteme liegt der größte Vorteil in der Individualisierung sowie in der Rückkanalfähigkeit (vgl. Abbildung 2c). Bei der Nutzung von Multicast- oder Broadcasttechnologien kann jedoch die zur Verfügung stehende Bandbreite effizienter genutzt werden. Um eine optimale Übertragung von multimedialen Diensten zu gewährleisten, muss ein System geschaffen werden, welches die Vorteile von Unicast, Multicast und Broadcast vereint.[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2c: Vergleich verschiedener Übertragungstechnologien (3G Americas, 2005, S. 6)

In den folgenden Kapiteln werden verschiedene Rundfunkstandards vorgestellt, die in Deutschland oder im Ausland bereits zur kommerziellen Nutzung freigegeben sind oder sich in der Entwicklung bzw. in der Standardisierung befinden. Das darauffolgende Kapitel thema­tisiert die gängigen Mobilfunksysteme und liefert einen Überblick zur Geschichte der Mobilkommunikation. Zur Ergänzung werden Systeme der drahtlosen Netzwerke skizziert, wo­rauf im Anschluss ein kurzes Fazit zu den vorgestellten Technologien erfolgt.

2.1 Rundfunksysteme

Neben UMTS als Mobilfunksystem sind in Deutschland DVB-H und DMB die populärsten Rundfunksysteme zur Übertragung von Fernsehinhalten auf portable Endgeräte. In einigen Bereichen, wie z. B. in der Audio- und Videokompression, ähneln sich die Techno­logien, weisen aber auch große Unterschiede in der Kanalbandbreite, bei den Nutzdaten­raten und im Energieverbrauch der Endgeräte auf. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Kapitel auf diesen beiden Systemen, weitere Technologien werden kurz thematisiert.

2.1.1 DVB-H: Digital Video Broadcasting Handheld

DVB-H ist ein Standard der DVB-Familie, welcher im Rahmen des DVB-Projektes entwickelt wurde. Das DVB-Projekt ist ein Zusammenschluss von mehr als 260 Firmen aus über 35 Ländern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Standards und Systeme für die digitale Übertragung von multimedialen Inhalten zu entwickeln und zu fördern. Es wurde im Jahre 1991 als European Launching Group (ELG) gegründet. Durch die Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ (MoU) im September 1993, in dem die gemein­samen Absichten festgehalten wurden, erhielt das DVB-Projekt seinen endgültigen Namen. Das gemeinsame Ziel war zunächst die Einführung der digitalen Fernseh­übertragung via Kabel (DVB-C), via Satellit (DVB-S) und auf dem terrestrischen Wege (DVB‑T, Digital Video Broadcasting Terrestrial) in Europa.[7]

DVB-H wurde im November 2004 durch das European Telecommunication Standard Insti­tute (ETSI) als Derivat von DVB-T standardisiert, welcher für die digitale terrestrische Über­tragung von Fernsehsignalen genutzt wird.[8] Am 1. November 2002 hat in Deutschland die Umstellung des analogen Fernsehempfangs auf DVB-T begonnen, welche Ende 2008 bundes­weit abgeschlossen sein soll. Mindestens 90 Prozent der Bevölkerung sollen dann mit DVB-T versorgt werden können.[9]

DVB-H erweitert die Übertragung von digitalen Rundfunksignalen sowie anderen Video- und Audiosignalen und Daten jeglicher Art auf portable und batteriebetriebene Empfangsgeräte. Die Anforderungen der mobilen Nutzung, wie z. B. der Empfang bei hohen Geschwindig­keiten, Wechsel der Funkzelle (Handover), Leistungsverbrauch des Endgerätes und das Antennendesign, wurden bei der Entwicklung des Standards berücksichtigt. Als Empfänger sind nicht nur Mobiltelefone denkbar, sondern auch Personal Digital Assistents (PDAs) oder Poc­ket PCs, wobei es für Nutzer und Anbieter einen Mehrwert bieten könnte, wenn das Empfangsgerät über einen Zugang zum Mobilfunknetz verfügt.[10]

Generell ist es möglich, DVB-T auf mobilen Geräten zu nutzen, da der Empfang von DVB‑T bei Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h möglich ist und sehr hohe Übertragungs­kapazitäten bietet.[11] Der Energieverbrauch eines mobilen DVB-T-Empfängers beträgt 500 mW[12], so dass die Akkulaufzeit des Endgerätes stark verringert wird und die Nutzung mit batteriebetriebenen Endgeräten wenig geeignet erscheint. Für die mobile Rezeption ist außerdem eine höhere Signalrobustheit erforderlich.[13]

Aufgrund der geringen Displaygröße der mobilen Empfangsgeräte muss die Übertragung nicht mit der Datenrate von DVB-T erfolgen, um eine gute Bildqualität zu erzielen. Einsparungen in der Übertragung der Datenraten ergeben sich durch die verwendeten Codecs zur Audio- und Videokompression. Für die Audio-Codierung wird der MPEG[14] 4 High Efficiency Advanced Audio Coding Plus (MPEG 4 HE AAC+) verwendet. Um die Daten­raten möglichst gering zu halten, wurde der MPEG-2-Codec, der bei DVB-T zur Videokompression verwen­det wird, durch den effizienteren H.264-Codec ersetzt.[15] Eine Datenrate von 256 kbit/s ist für die Darstellung auf einem QVGA-Display von 320 × 240 Pixel ausreichend.[16]

Des Weiteren nutzt DVB-H im Gegensatz zu DVB-T das Time-Slicing-Verfahren, welches die Akkulaufzeit des Empfängers wesentlich erhöht. Mit diesem Zeitmultiplexverfahren werden die Daten nicht kontinuierlich gesendet, sondern nur in definierten Zeitschlitzen, sogenannten Bursts. Das Empfangsgerät ist nur während eines Bursts aktiv, dessen Dauer sich auf einhundert Milli­sekunden beläuft. In dieser Zeit wird der angeforderte Dienst empfangen. Die Abschaltzeit zwischen zwei Bursts beträgt in der Regel einige 100 ms bis einige Sekunden, was zu einer Energieersparnis von über 90 Prozent führen kann.[17] Dadurch kann der Leistungsverbrauch des Tuners auf typisch 30 mW gesenkt werden.[18] Die Höhe der Energieersparnis hängt jedoch von mehreren Parametern ab, u. a. von der gesamten Datenrate oder der zulässigen Größe eines Bursts.[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1.1: Time-Slicing (Kornfeld, 2004, S. 4)

Ein weiterer Vorteil des Time-Slicing-Verfahrens ist, dass das Empfangsteil während der Stand-by-Zeit in der benachbarten Zelle nach dem angefragten Dienst suchen kann. Bei einem Wechsel der Funkzellen erfolgt ein vom Nutzer unbemerkter Kanalwechsel, ein sogenanntes „Soft“-Handover.[20] Bei dem Empfang über DVB-T oder über einen kontinuier­lichen Empfang des DVB-H-Signals wären zwei Tuner erforderlich.

Durch die Einführung eines zusätzlichen Fehlerschutzes mit dem Namen Multiprotocol Encapsu­lation Forward Error Correction (MPE-FEC) wurde die Leistung und die Zuverlässig­keit beim mobilen Empfang über DVB-H verbessert. Ein weiterer Parameter für die Steige­rung der Empfangsleistung ist die Verwendung eines zu DVB-T veränderten Modulations­modus.

Die Ausstrahlung von DVB-H ist bereits über digitale Fernsehsender möglich, da DVB-H zu DVB-T abwärtskompatibel ist und beide Signale die gleiche Transportstromschnittstelle verwenden. DVB-H kann in Rundfunkbändern mit den Kanalbandbreiten 5, 6, 7 und 8 MHz ausgestrahlt werden. Die Nutzdatenrate liegt bei ca. 5 bis 10 Mbit/s in einem 8 MHz-Kanal, abhängig von den zum Einsatz kommenden Parametern.[21]

2.1.1.1 IP Datacast

"This initiative combines the advantages of broadcast with those of the mobile networks and delivers the best of both worlds."

Allan Arthurs, DataCast Europe, Sony Business Europe.[22]

Bei DVB-H handelt es sich um ein unidirektionales Rundfunksystem, bei dem die Daten auf Basis des Internetprotokolls übertragen werden. Durch IP Datacast kann ein bidirektionaler Interaktionskanal eingebunden werden, woraus sich durch die Kombination von Rundfunk- und Mobilfunknetz ein sogenanntes hybrides Netz ergibt.[23] In Abbildung 2.1.1.1 wird das Prinzip dargestellt: Es existiert eine unidirektionale Verbindung zwischen dem Endgerät des Nutzers und dem DVB-H-Netz sowie eine Verbindung auf birektionalem Weg zwischen End­gerät und Mobilfunknetz für die Integration interaktiver Dienste.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1.1.1: Übersicht der IP-Datacast-Architektur (May / Heuck, 2006, S. 126)

IP Datacast ist eine weitere Spezifikation der DVB-Familie, welche für die Verwendung mit DVB-H entwickelt worden ist, wobei auch andere IP-fähige Systeme IP Datacast nutzen können, z. B. DVB-SH[24]. In den Spezifikationen werden u. a. die Systemarchitektur, die Transportsicherungsschicht, die Datenverschlüsselung und der Electronic Service Guide (ESG) definiert.[25] Der Electronic Service Guide liefert eine Übersicht über alle zu beziehenden Dienste, wobei die Umschaltzeit zwischen den Diensten ein bis zwei Sekunden beträgt. Die Anbieter können sich präsentieren sowie Bilder, Logos und weitere Inhalte hinzufügen.[26] Darüber hinaus wurde innerhalb der Spezifikationen ein Dokument verfasst, welches verschiedene Anwendungsfälle beschreibt, die von den involvierten Unternehmen und Institutionen entwickelt wurden.[27]

2.1.1.2 Pilotprojekte und Regelbetrieb

Seit 2004 wird DVB-H weltweit erprobt, und derzeit laufen Pilotprojekte in mehr als 20 Län­dern.[28] Das erste deutsche Pilotprojekt wurde vom Broadcast Mobile Convergence (bmco) in Kooperation mit Nokia, Philips, Universal Studio Networks und Vodafone im Juli und August 2004 in Berlin durchgeführt. Es wurden neben der Empfangsqualität und den technischen Anforderungen auch die Nutzung von interaktiven Diensten und das Nutzung­s­verhal­ten der 40 Tester untersucht. Der Standard DVB-H war zu diesem Zeitpunkt noch nicht als solcher festgelegt, so dass die Ergebnisse des Projektes in die weitere Entwicklung einflossen. Als Empfangsgeräte dienten das Nokia 7700 mit dem zusätzlichen Empfangs­modul Nokia Streamer SU-6 und der Philips Hotman 2, welche nicht im Handel erhältlich sind und nur für Pilotprojekte genutzt wurden.[29]

Die Bundesnetzagentur hat Ende April 2007 mit dem Frequenzzuteilungsverfahren begonnen.[30] Zum gleichen Zeitpunkt veröffentlichten die Direktoren der Landesmedienanstalten eine Liste der 29 Bewerber, die sich bis zu diesem Zeitpunkt für den bundesweiten Plattformbetrieb oder die Verbreitung ihrer Programme beworben haben.[31] Darüber hinaus gibt es einige Unternehmen, die einen Antrag für die landesweite Ausstrahlung gestellt haben. Die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 planen, sich zu einem Betreiberkonsortium zusammenzuschließen, um mobiles Fernsehen mit mindestens 16 Programmen ab Frühjahr 2008 anbieten zu können. Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben geprüft und erhebt gegen die Gründung eines gemeinsamen Tochterunternehmens keine Einwände. Somit tritt das Konsortium in Konkurrenz zu der Allianz, die sich aus MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH gebildet hat, die ebenso die Einführung von DVB-H in Deutschland anstreben.[32] Die Vergabe der Lizenzen ist an einige Vorgaben der Bundesnetzagentur geknüpft. Mindestens 50 Prozent der Bevölkerung aller Landeshauptstädte und 20 Prozent der Gesamtbevölkerung müssen bis Ende 2008 mit DVB-H versorgt werden. 2015 soll die Versorgung aller Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern und möglichst 70 Prozent der Gesamtbevölkerung erreicht werden.[33]

In Albanien, Finnland, Italien, Vietnam und einigen anderen Ländern wurde der Regelbetrieb bereits aufgenommen. Die Empfangsgeräte werden in diesen Ländern von LG Electronics, Nokia, Sagem und Samsung angeboten. Frankreich, Russland und Spanien streben die Einführung des Regelbetriebes noch für 2007 an, Deutschland, Österreich und die Schweiz sollen 2008 folgen.

2.1.1.3 DVB-SH: Satellite Services to Handhelds

Zu Beginn des Jahres 2006 stellte das französische Telekommunikationsunternehmen Alcatel das Projekt „Unlimited Mobile TV for the Mass Market“ vor, bei dem der terrestrische Stan­dard DVB-H um eine Satellitenoption zu DVB-SH erweitert wird.[34] Durch DVB-SH soll eine hohe Netzabdeckung erzielt werden, so dass auch in ländlichen Gebieten der mobile Empfang gewährleistet werden kann (vgl. Abbildung 2.1.1.3, Ziffer 1). Es wird eine direkte Sicht­verbindung zum Satelliten benötigt, was den Indoor-Empfang erschwert, so dass das Signal in Ballungszentren über terrestrische Repeater weitergeleitet werden muss.[35] Dazu wird die bestehende Infrastruktur des Mobilfunks genutzt. Der Repeater empfängt das Satelliten- sowie das terrestrische Signal und wählt das stärkere Signal zur Weiterleitung aus (2). Die Mobilfunksysteme sollen auch dahingehend integriert werden, dass über UMTS Video-on-Demand, Interaktivität und Streaming er­möglicht wird (3).[36]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1.1.3: DVB-SH Systembeschreibung (Alcatel-Lucent, 2007)

Das DVB-Konsortium hat im Februar 2007 die Spezifikationen für DVB-SH verabschiedet und dem European Telecommunications Standard Institute (ETSI) zur Prüfung vor­gelegt. Ein Satellit ist bei Alcatel bereits in Auftrag gegeben worden, so dass voraussichtlich Anfang 2009 mit der Übertragung von zwölf bis 20 Kanälen begonnen werden kann.[37]

2.1.2 T-DMB: Terrestrial Digital Multimedia Broadcasting

T-DMB wurde auf der Grundlage des terrestrischen digitalen Hörfunkstandards Digital Audio Broadcasting (DAB) entwickelt, der neben dem Hörrundfunk auch eine Ausstrahlung von Datendiensten erlaubt. Das 1987 gegründete Firmenkonsortium EUREKA 147 hat sich zum Ziel gesetzt, einen Standard zur mobilen Rezeption zu entwickeln, durch den der analoge Rundfunk über UKW abgelöst wird.[38] 1995 wurde DAB als Standard verabschiedet und wird seit 1999 in Deutschland zusätzlich zum analogen Rundfunk angeboten.[39] Der Erfolg blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, wobei die DAB-Studie der Universität Bonn von Ja­nuar 2007 auf die fehlenden Marketingaktivitäten schließt.[40] Weitere Ergebnisse der Studie zeigen, dass 36 Prozent der Befragten DAB kennen, allerdings nur acht Prozent DAB nutzen (drei Prozent eher häufig, fünf Prozent eher selten). Sechs Prozent der Umfrage­teilnehmer sind in Besitz eines DAB-tauglichen Empfängers, weitere drei Prozent planen die Anschaffung. Die bundesweite Umstellung auf digitalen Hörfunk soll im Jahre 2015 ab­geschlossen werden.[41]

Die Idee, Videosignale über DAB zu übertragen, stammt von der Robert Bosch GmbH, wurde aber in Korea übernommen und weiterentwickelt. DAB wurde um die Übertragung von Videosignalen erweitert und als DMB im Jahre 2005 für den europäischen Markt standar­disiert. DMB ist abwärtskompatibel zu DAB, so dass mit DMB-Empfängern auch DAB-Radioprogramme empfangen werden können. Für Europa wurden der Videocodec H.264 und MPEG 4 HE AAC+ sowie alternativ Bit Sliced Arithmetic Coding (BSAC) zur Audio­codierung festgelegt. Der Leistungsverbrauch von DMB-Empfängern liegt bei 80 mW.[42]

Zur Erhöhung der Empfangssicherheit im mobilen Einsatz wurde ein zusätzlicher Fehler­schutzmechanismus hinzugefügt. Aufgrund der geringen Sendeleistung ist die Empfangs­qualität in geschlossenen Räumen nicht optimal.[43] Als Ergebnis der Regional Radio­communication Conference (RRC-06) Mitte 2006 in Genf wurde die Leistungsbeschränkung auf der internationalen Ebene aufgehoben, so dass eine Erhöhung der Sendeleistung durch­geführt werden könnte. In Deutschland existieren jedoch Beschränkungen durch das Militär, das Problem muss auf nationaler Ebene gelöst werden. In Süddeutschland wurde die Sendeleistung versuchsweise angehoben.[44] Die Nutzdatenrate liegt bei ca. 1 Mbit/s. Ein weiterer Nachteil besteht in der fehlenden IP-Fähigkeit, so dass eine Integration des Rück­kanals über das Mobilfunknetz nicht erfolgen kann. Es gibt jedoch Bestrebungen des WorldDMB, ein System zu spezifizieren, welches auf dem Internet Protocol basiert und eine höhere Effizienz bieten soll (DAB-IPDC).[45]

Der Plattformbetreiber Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) besitzt in Deutschland als einziger Anbieter die Sendelizenzen im DMB-Standard. Vertriebspartner sind die Mobil­funkprovider mobilcom und debitel sowie Simply. Das Programmangebot wird unter dem Namen watcha TV vermarktet, indem die Sender ARD, ZDF, N24, MTV und der für den mobilen Empfang konzipierte Sender ProSiebenSat.1 Mobile zur Auswahl stehen. Außerdem kann der visuelle Radiosender bigFM2see empfangen werden. 16 Millionen Menschen in 13 Ballungsgebieten können bereits mobiles Fernsehen über DMB nutzen.[46] Das Mobilfunk­unternehmen debitel startete den Dienst am 31. Mai 2006 und bot ihn zunächst für einen monatlichen Betrag von 9,95 Euro bzw. 14,95 Euro an. Im Januar 2007 nutzten jedoch nur ca. 5 000 Kunden das Angebot,[47] so dass der Preis auf 4,95 Euro pro Monat gesenkt wurde. Mittlerweile beträgt die einmalige Gebühr für die Freischaltung von watcha TV 99,00 Euro und ermöglicht damit die lebens­lange Nutzung. Die Endgeräte werden zurzeit von LG Electronics und Samsung angeboten.[48] In Korea kann das mobile Fernsehangebot über DMB kostenlos genutzt werden.

2.1.3 MediaFLO

MediaFLO (Forward Link Only) ist ein System zur Medienübertragung über CDMA[49] -Netze und wurde vom amerikanischen Unternehmen Qualcomm entwickelt. Dem FLO-Forum, welches sich zum Ziel gesetzt hat, MediaFLO als internationalen Standard zu etablieren, haben sich mehr als 75 Firmen und Organisationen angeschlossen. Dazu zählen auch die Mobiltelefonhersteller LG Electronics, Motorola und Samsung.[50]

Da dieses System nicht wie bei DVB-H und DMB auf einem vorhandenen Standard aufsetzt, konnte MediaFLO von Grund auf für die mobile Rezeption auf batteriebetriebenen End­geräten entwickelt werden. Die MediaFLO-Standards werden von der Telecommunications In­dustry Association (TIA) seit Juli 2006 verabschiedet. MediaFLO nutzt mit MPEG 4 HE AAC+ und H.264 dieselben Kompressionsverfahren für Audio- und Videosignale wie DVB-H und DMB, ebenso sind Fehlerschutz und Modulationsverfahren mit DVB-H vergleichbar. Über den Leistungsverbrauch des Empfängers sind keine Informationen verfügbar; laut Her­steller wird eine Akkulaufzeit von ca. vier Stunden bei der Rezeption von Fernsehinhalten gewähr­leistet.[51]

Der europäische Einsatz von MediaFLO wurde bereits in Großbritannien in Kooperation mit der Programmplattform British Sky Broadcasting getestet. Laut Qualcomm wurden die Leistungsvorgaben übertroffen. Die Testreihe demonstrierte unter anderem, dass in einer Bandbreite von 5 MHz 20 Kanäle bei 25 Bildern pro Sekunde in QVGA-Qualität und in Stereo wiedergegeben werden können.[52]

In den USA wird MediaFLO in über 20 Bundesstaaten vom Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless eingesetzt. Derzeit können acht Programme empfangen werden, und die Endgeräte werden von LG Electronics und Samsung angeboten.[53] Der Vorstandschef der Qualcomm, Paul Jacobs, sagte in einem Interview mit der Financial Times Deutschland, dass sich das Unternehmen für einen Wettbewerb in Europa gute Chancen ausrechne.[54] Somit wäre Me­dia­FLO neben DVB-H und DMB der dritte Mitbewerber auf dem deutschen Markt.

2.1.4 Weitere Rundfunkstandards

DVB-H und DMB sind derzeit die konkurrierenden Standards für mobiles Fernsehen auf dem deutschen Markt. Darüber hinaus gibt es noch andere Rundfunkstandards, die sich entweder in der Entwicklungsphase befinden oder bereits im Ausland etabliert sind.

Digital Extended Broadcasting (DXB) war ein von 2005 bis 2007 laufendes Projekt der Fraunhofer Gesellschaft,[55] welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Das Konzept sah die Harmonisierung von DVB-H, DMB und UMTS bzw. MBMS vor, so dass der Nutzer mit nur einem Empfangsgerät über alle Technologien multimediale Inhalte empfangen kann. Dadurch sollte eine Fragmentierung des Marktes ausgeschlossen und eine optimale Ausnutzung der Frequenzressourcen erreicht werden.[56] Die Systeme könnten durch die Erweiterung von DAB bzw. DMB um eine IP-Schicht zum sogenannten Extended DAB (eDAB) angeglichen werden. Dadurch wird eine Verknüpfung mit dem Mobilfunkstandard UMTS möglich. Die Standardisierung wurde jedoch Ende Juli 2006 von den Gremien der Organisation WorldDAB abgelehnt, so dass eine Harmonisierung der Technologiestandards zunächst als gescheitert gilt.[57] Die Bestrebungen nach einer einheitlichen Plattform dauern jedoch an. So hat die japanische Firma Sharp im Mai 2007 verkündet, den ersten Dual-Empfänger für DVB-H und DMB entwickelt zu haben, dessen Produktionsbeginn voraussichtlich im Juli 2007 erfolgt.[58]

Zu den bereits im Ausland etablierten digitalen terrestrischen Rundfunksystemen gehört ISDB‑T (Integrated Services Digital Broadcasting Terrestrial), welches in Japan betrieben wird und das Pendant zu DVB-T darstellt.[59] Im Sommer 2006 hat sich Brasilien ebenfalls für die Einführung von ISDB-T entschieden, um die analoge Übertragungstechnologie bis zum Jahre 2016 zu ersetzen. Verschiedene Signale und Dienste für den stationären und den mobilen Empfang können hier aufgrund der hierarchischen Übertragung in einem Funkkanal ausgestrahlt werden.[60]

Die nordamerikanische Organisation Advanced Television Systems Committee (ATSC) arbeitet an einem weiteren Standard für den mobilen Fernsehempfang mit dem Namen ATSC‑M/H (mobile and handheld services). Dieses System ist eine Weiterentwicklung des bereits etablierten Standards ATSC, der in den USA bis Februar 2009 die analoge ter­restri­sche Übertragungstechnologie NTSC (National Television Systems Committee) ablösen soll.[61] ATSC-M/H ist abwärtskompatibel und integriert einen Rückkanal für interaktive Dienste. Die Organisation strebt den kostenlosen Empfang von Fernsehkanälen an (evtl. durch die Unterstützung der Werbewirtschaft) sowie hohe Übertragungsraten, Streaming über UMTS für eine begrenzte Anzahl von Nutzern, interaktive Dienste in Echtzeit und Video-on-Demand.[62]

Im Januar 2007 stellte die Firma Samsung auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine weitere Technologie zur mobilen Rezeption von Multimediainhalten vor. Das System AVSB (Advanced Vestigial Side Band) setzt auf die vorhandene Infrastruktur zur Übertragung von digitalen Fernsehsignalen auf. Der Hauptvorteil liegt laut Aussagen des Herstellers in einer größeren Programmauswahl. Es handelt sich bei AVSB ausschließlich um ein Rundfunknetz, so dass interaktive Dienste mittels eines Mobilfunknetzes nicht integriert werden können. Samsung hat AVSB zur Standardisierung eingereicht.[63]

2.2 Mobilfunksysteme

Nach dem zweiten Weltkrieg starteten weltweit viele Projekte zur drahtlosen Kommunikation. Das erste analoge Mobilfunknetz in Deutschland wurde 1958 unter dem Namen A-Netz eingeführt.[64] 1971 nutzten bereits 11.000 Kunden das A-Netz, welches eine Flächen­deckung von 80 Prozent erreichte. 1972 kam es zur Einführung des B-Netzes, welches im Gegensatz zum A-Netz bereits die Weiterleitung eines Festnetzanrufs auf einen mobilen An­schluss ermöglichte. 1979 hatte das System 13.000 Kunden. 1985 folgte die Einführung des analogen C-Netzes,[65] bei dem erstmalig die Gesprächsübergabe zwischen zwei Funkzellen möglich war (Handover). Das C-Netz erreichte bei einer sehr hohen Flächenabdeckung im dritten Quartal 1993 eine Teilnehmerzahl von ca. 810.000.[66] A-, B- und C-Netz stießen nach und nach an ihre Kapazitätsgrenzen und wiesen zahlreiche Unzulänglichkeiten auf. Das C-Netz wurde als letztes der drei analogen Netze am 31. Dezember 2000 abgeschaltet.[67]

2.2.1 Von GSM bis HSDPA

Da bereits zu Beginn der Achtziger Jahre zahlreiche inkompatible analoge Mobilfunksysteme in Europa existierten, einigten sich die europäischen Länder im Jahre 1982 darauf, einen gemeinsamen Standard zu schaffen, der auch Roaming[68] unterstützen sollte.[69] Die Groupe Spéciale Mobile (GSM) wurde zur Entwicklung eines digitalen Standards gegründet, der auf einer Trägerfrequenz von 900 MHz arbeitet und Sprach- und Datendienste unterstützt. 1991 wurde der GSM-Standard verabschiedet, der mittlerweile für Global System for Mobile Communications steht. Die Vorteile gegenüber den Vorgängernetzen sind u. a. inter­nationales Roaming, automatische Teilnehmerlokalisierung, eine relativ gute Sprachqualität und die Integration eines Kurznachrichtendienstes (Short Message Service, SMS) sowie von Fax- und Datendiensten. GSM zählt als Standard zur zweiten Generation der digitalen Mobil­funksysteme, welche 1992 von der DeTeMobil GmbH und der Mannesmann Mobil­funk GmbH als D1- und D2-Netz auf der Basis der Trägerfrequenz von 900 MHz in Betrieb genommen wurde.[70] 1994 folgte die E-Plus Mobilfunk GmbH mit der Inbetriebnahme des GSM-1800-Netzes; Viag Interkom GmbH & Co. startete 1998 als letzter Anbieter mit einem eigenen Netz (E1- und E2-Netz).

Seit Mitte der neunziger Jahre haben das Internet und die Übertragung von Daten zu­neh­mend an Bedeutung gewonnen. GSM wurde für die Übermittlung von Sprache konzipiert und ist bei einer nutzbaren Datenrate von 9,6 kbit/s für Datenübertragungen ungeeignet.[71] Um die Datenraten für die Übertragung von multimedialen Inhalten zu steigern, kamen ver­schiedene Standards zum Einsatz. HSCSD (Highspeed Circuit Switched Data) ist die direkte Erweiterung von GSM, bei der mehrere Kanäle gebündelt werden, um höhere Datenraten von bis zu 57,6 kbit/s zu ermöglichen. Der Nachteil dieses Systems ist, dass die Übertragung, wie auch bei GSM, auf leitungsorientierten Mechanismen erfolgt. Bei der Internet­nutzung erfolgt die Datenübertragung in der Regel „schubweise“, so dass die reservierten Ka­näle auch ohne Datentransfer blockiert bleiben, was sich in den Kosten für den Nutzer niederschlägt. Die Technologie ist eher für einen konstanten Datenverkehr geeignet. HSCSD wird in Deutschland von E-Plus und Vodafone angeboten, welche nach eigenen Aussagen Datenübertragungsraten von 56 kbit/s bzw. 38,4 kbit/s ermöglichen.[72]

Die paketorientierte Datenübertragung konnte erstmals mit dem Transfersystem GPRS (Ge­neral Packet Radio Service) erfolgen, welcher auch als 2,5. Generation bezeichnet wird. Die Abrechnung erfolgt volumenbasiert und nicht, wie bei HSCSD, nach Verbindungsdauer. Die Datenraten betragen in der Praxis ca. 50 kbit/s; theoretisch können Datenraten von 170 kbit/s erreicht werden.[73] EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) erweitert GPRS um eine Modulationsart und kann die Übertragungsraten auf 230 kbit/s steigern. Der Weltrekord lag im September 2004 bei 235,6 kbit/s.[74] In Deutschland wird EDGE von O2, T-Mobile und Vodafone angeboten, GPRS wird von allen Netzbetreibern angeboten.

Der Mobilfunkstandard der dritten Generation UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist die Weiterentwicklung von GSM und GPRS und vereinigt die leitungsorientierte Sprach- sowie die paketorientierte Datenübertragung.[75] Die UMTS-Lizenzen wurden im Jahre 2000 von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) versteigert. Diese sind heute unter der Kurzbezeichnung Bundesnetzagentur bekannt (Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen). Die sechs Lizenznehmer bezahlten jeweils mehr als acht Milliarden Euro für zwei Frequenzpakete, die ab 2003 ge­nutzt werden durften.[76]

Das Standardisierungsgremium 3GPP (3rd Generation Partnership Project) pflegt die Weiter­entwicklung des UMTS-Standards. Die einzelnen Schritte werden in Releases unterteilt, wobei Release 99 aus dem Jahre 1999 die wesentlichen Spezifikationen enthält. UMTS Release 99 unterstützt Datenraten bis zu 384 kbit/s im Downlink sowie 64 bis 128 kbit/s im Uplink (be­grenzt durch die aktuellen Netze), was durch eine zu GSM veränderte Übertragungs­technologie erreicht werden kann. Statt des Zeit- und Frequenzmultiplexverfahrens wird das Codemultiplexverfahren Wideband Code Division Multiple Access (W-CDMA) eingesetzt, bei welchem die Nutzer durch individuelle Codes unterschieden werden können.[77] Seit 2004 wird UMTS von allen vier Netzanbietern kommerziell angeboten. Aus dem Jahresbericht 2006 der Bundesnetzagentur geht hervor, dass 4,5 Millionen Mobilfunkteilnehmer regel­mäßig UMTS-Dienste nutzen.[78] Die Netzabdeckung liegt, abhängig vom Anbieter, zwischen 55 und 80 Prozent. 2006 stiegen die Umsätze der Netzbetreiber, die durch Datendienste erzielt wurden (ohne SMS), im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent. Die Zahl der UMTS-SIM-Karten und der UMTS-fähigen Mobiltelefone erhöhte sich von Ende 2005 bis Ende 2006 von ca. 2,3 auf 6,5 Millionen.[79] Nach Schätzungen des Bundesverbands Informationswirtschaft, Tele­kommunikation und Neue Medien e. V. (BITKOM) soll die Anzahl der UMTS-fähigen Mobil­telefone im Jahre 2007 auf ca. 10,5 Millionen ansteigen. Die Bundesnetzagentur kündigte im Februar 2007 die Versteigerung weiterer UMTS-Lizenzen an.[80]

Mit dem UMTS Release 5 wurde ein neues Übertragungsverfahren eingeführt. HSDPA (Highspeed Downlink Packet Access) soll Übertragungsraten von 1,8 bis 3,6 Mbit/s pro Teil­nehmer ermöglichen.[81] HSUPA steht für Highspeed Uplink Packet Access und wird im UMTS Release 6 spezifiziert. Geplante Datenraten des Uplinks betragen 480 kbit/s bis theoretisch 6 Mbit/s. Zurzeit wird HSDPA von O2, T-Mobile und Vodafone angeboten, E-Plus zieht die Einführung in Erwägung (Stand Juni 2007). Laut T-Mobile wird die Steigerung der Datenrate im Downlink auf 7,2 Mbit/s angestrebt.[82]

2.2.2 MBMS

Da es sich bei den beschriebenen Mobilfunktechnologien um Unicast-Verfahren handelt, bei denen die Kapazi­täten schnell erschöpft wären, sind diese Systeme nicht als Massenmedien für mobiles Fernsehen geeignet. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde mobiles Fernsehen über UMTS von einem Mobilfunkanbieter zu einem günstigen Preis angeboten. Dieser Dienst wurde von den Nutzern sehr gut angenommen und angefordert, so dass sich die verfügbaren Datenraten verringerten und der Service letztendlich zusam­men­brach. UMTS ist als Übertragungsmöglichkeit für mobiles Fernsehen nur bedingt geeig­net, da die synchrone Übertragung nur bei geringen Nutzerzahlen durchführbar ist. Ein wei­terer Nachteil ist, dass die mögliche Datenrate mit zunehmender Bewegungsgeschwindigkeit des Nutzers abnimmt. Unter Verwendung von HSDPA werden die Nachteile gemindert, aber die Begrenzung auf eine maximale Nutzerzahl bleibt bestehen. Mobiles Fernsehen über UMTS wird in Deutschland von T-Mobile und Vodafone als Livestream angeboten.

Bei MBMS (Multimedia Broadcast Multicast Service) handelt es sich um einen weiteren UMTS-Dienst, der im UMTS Release 6 enthalten ist. Durch MBMS wird UMTS um einen Broadcast- bzw. um einen Multicastmodus erweitert, wodurch die Netzwerkressourcen durch Punkt-zu-Multipunkt-Übertragungen geschont werden. Dabei werden die einzelnen Verbin­dungen in einem Kanal gebündelt, so dass mehrere Nutzer die gleichen Inhalte empfangen können. Als Rückkanal dient das klassische UMTS-Netz. Die MBMS-Technologie soll eine Datenrate von maximal 256 kbit/s erreichen und frühestens im Jahr 2007/08 marktfähig sein, wobei nach anderen Schätzungen nicht vor 2009/10 davon auszugehen sei.[83]

Das nordamerikanische Unternehmen IP Wireless hat eine weitere Technologie entwickelt, bei der ungepaarte Frequenzbänder aus den UMTS-Netzen genutzt werden, die in Asien und Europa bei 1900 und 2010 MHz zur Verfügung stehen. Dadurch können die Netzbetreiber multimediale Dienste anbieten, ohne dass die Sprach- und Datenkommunikation über UMTS eingeschränkt wird.[84] Der weltweit erste TDtv -Testlauf wurde im Oktober 2006 in Groß­britannien gestartet und in Kooperation mit Vodafone, Telefónica, Orange und 3UK durch­geführt. Die Unternehmen äußerten sich positiv über die Ergebnisse und sehen in TDtv eine Lösung für den Massenmarkt.[85]

2.3 Drahtlose Netzwerke

Die drahtlosen Übertragungssysteme Wireless LAN (Wireless Local Area Network) und WiMAX (Wireless Interoperability for Microwave Access) sind aufgrund ihrer Bandbreite und der nutzbaren Datenraten prinzipiell für multimediale Anwendungen geeignet. Die Funk­netz­werke unterliegen jedoch denselben Restriktionen wie Mobilfunkanwendungen, da die Da­ten­rate bei zunehmender Nutzerzahl abnimmt. Technologisch ist es jedoch möglich, über WiMAX Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen aufzubauen, so dass mobiles Fernsehen über WiMAX eine Alternative zu den bisher vorgestellten Systemen darstellen könnte.[86]

2.3.1 Wireless LAN

WLAN-Netze sind drahtlose lokale Funknetze, deren Reichweiten von den Räumlichkeiten, den Antennen und der Sendeleistung abhängen. Die maximalen Reichweiten werden von den Herstellern mit 30 bis 50 Meter in Gebäuden und 100 bis 300 Meter im Freien unter optimalen Bedingungen ange­geben.[87] WLAN wird zur Einrichtung von privaten Heimnetzwerken genutzt oder auch zum Aufbau eines öffentlichen Hotspots, welches dem Nutzer an öffentlichen Plätzen, wie Flug­häfen, Bahnhöfen, Hotels oder Cafés, einen schnellen Zugang zum Internet bietet. Dieses System wurde vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) unter der Bezeich­nung 802.11 standardisiert. Die verschiedenen Standards unterscheiden sich in den verwen­deten Frequenzbändern sowie in den verfügbaren Datenraten. Der weit verbreitete Standard IEEE 802.11g unterstützt Datenraten bis zu 54 Mbit/s.[88] Bei der Nutzung eines Hotspots ist der limitierende Faktor jedoch die Geschwindigkeit der Anbindung des Zugangspunktes an das Internet.[89] Bei einer DSL-Anbindung, die eine Downloadgeschwindigkeit von 768 kbit/s verwendet, kann die maximale Übertragungskapazität, die WLAN bietet, nicht ausgenutzt werden. Die Geschwindigkeit kann zusätzlich durch eine hohe Auslastung des Netzes beein­trächtigt werden, da sich die Nutzer die verfügbare Bandbreite teilen müssen.

Weitere Standards erreichen im Außenbereich maximale Datenraten bis zu 108 Mbit/s auf 20 km Reichweite,[90] wobei zukünftige Standards Datenraten bis zu 320 Mbit/s errei­chen sollen. Ein Nachteil liegt jedoch in der Mobilität. Ein Handover von Access Point zu Access Point ist zwar möglich,[91] aber aufgrund der fehlenden Flächendeckung ist die Reich­weite von WLAN auf ein Gebäude oder einen Bereich insofern begrenzt, als der Einsatz in fah­renden Fahrzeugen bislang nicht realisiert werden konnte.

2.3.2 WiMAX

WiMAX ist ein neuer Standard des IEEE, welcher unter der Bezeichnung 802.16 verab­schiedet wurde. Die regionalen Funknetze ermöglichen einen hohen Datentransfer bei gro­ßer Reichweite. Die Reichweiten betragen theoretisch bis zu 50 km bei einer Datenrate von 109 Mbit/s, wobei allerdings eine Sichtverbindung vorhanden sein muss.[92]

Der IEEE 802.16e-Standard, auch WiMAX mobile genannt, ist an die Anforderungen der mobilen Nutzung angepasst. Es ist keine Sichtverbindung mehr nötig, und ein Funkzellen­wechsel im laufenden Betrieb wird unterstützt. Wie auch bei WLAN und UMTS muss die Bandbreite von den Nutzern geteilt werden. Die Datenraten sollen bis zu 15 Mbit/s in 5 MHz-Kanälen betragen, die Reichweite beträgt maximal 5 km, wobei der durchschnittliche Wert bei 1,5 km liegt.[93]

Seit Ende 2005 können Endkunden aus Berlin-Pankow das erste kommerzielle WiMAX-An­gebot nutzen. Die Reichweite der Basisstation beträgt 0,8 bis 1,2 Kilometer. Der Aufbau und die Vermarktung von WiMAX-Netzen finden hauptsächlich in Gebieten statt, in denen kein DSL verfügbar ist, so dass WiMAX als Alternative zu DSL genutzt wird.[94] Die Vergabe der WiMAX-Lizenzen fand im Dezember 2006 statt. Die Abdeckung muss bis zum Ende des Jahres 2009 15 Prozent im jeweiligen Versorgungsgebiet betragen, bis zum Jahre 2011 25 Prozent.[95] Mehr als 400 Unternehmen und Organisationen haben sich im WiMAX-Forum zusammengeschlossen, um Produkte, die im WiMAX-Standard der beteiligten Firmen hergestellt werden, auf Interoperabilität und Kompatibilität zu prüfen und zu zertifizieren. Ein weiteres Ziel ist die beschleunigte Markteinführung dieser Produkte.[96]

2.4 Empfangsgeräte

Neben Mobiltelefonen ist eine Vielzahl weiterer portabler Endgeräte auf dem Markt verfüg­bar, wie z.B. PDAs, Pocket PCs oder Notebooks, mit denen die Rezeption von Fernseh­inhalten realisiert werden kann. Aufgrund der hohen Marktpenetration und der möglichen Nutzung von Rundfunknetz und Mobilfunknetz in einem Endgerät beschränken sich die fol­genden Darstellungen auf Mobiltelefone. Exemplarisch werden hier die DVB-H-fähigen Mobil­telefone von Nokia hervorgehoben, wobei die technischen Spezifikationen von Mitbewerber­produkten sowie DMB-fähige Mobiltelefone ähnliche Eigenschaften aufweisen.

In den ersten technischen Pilotprojekten für DVB-H wurde das Nokia 7700 in Kombination mit dem Nokia-Streamer SU-6 eingesetzt. Das Modell verfügte über ein großes Display von 640 x 320 Pixel mit 65.536 Farben, einem internen Speicher von ca. 25 Mbyte und wog 183 g. Bei folgenden Pilotprojekten wurde das Nokia 7710 mit dem SU-22-Streamer ge­nutzt. Dieses Modell konnte auch im Handel erworben werden, allerdings ohne Streamer. Der interne Speicher wurde auf 90 Mbyte erhöht, und insgesamt wurde das Modell etwas handlicher.[97] Mittlerweile können in den Ländern, in denen DVB-H kommerziell verfügbar ist, Mobiltelefone von den Firmen LG Electronics, Nokia, Sagem und Samsung käuflich erwor­ben werden, wobei auch andere Firmen, wie Motorola, bereits Empfangsgeräte entwickelt haben.

Die Endgeräte müssen an die veränderten Bedingungen der mobilen Fernsehrezeption (klei­nes Display, Unabhängigkeit vom Stromnetz) angepasst werden. Die Displays der erhält­lichen Modelle haben eine Bilddiagonale von 2,2 bis 2,8 Zoll und weisen laut Herstellerangaben in der Regel eine Auflösung von 320 x 240 Pixel aus (QVGA).[98] Die Anzahl der verwendeten Farben liegt zwi­schen 262.144 und 16.777.216. Beim Nokia N77, welches seit Juni 2007 im Aus­land erhältlich ist, wird ein Aktivmatrix-TFT-Bildschirm verwendet, welcher für eine kon­trastreiche Darstellung und einen schnellen Bildaufbau sorgt und einen größeren Betrach­tungswinkel ermöglicht.[99] Die Bildwiederholrate kann entweder 15 Bilder pro Sekunde (QVGA) oder 30 Bilder pro Sekunde (QCIF)[100] betragen. Der japanische Hersteller Sharp hat ein LCD-Display für Mobile TV-fähige Empfangsgeräte entwickelt, welches einen hohen Kontrast, einen Sichtwinkel von 178 Grad und eine Reaktionszeit von acht Millisekunden bieten soll.[101]

Zum mobilen Fernsehkonsum wird eine leistungsfähige, vom Stromnetz unabhängige Ener­giequelle benötigt. Während bei den Prototypen auf Lithium-Ionen-Akkus zurückgegriffen wurde, werden in den neueren Modellen Lithium-Polymer-Akkus verwendet. Diese Akku­mulatoren haben den Vorteil einer bis zu 20 Prozent höheren Energiedichte.[102] Sie zeichnen sich durch eine hohe Stand-by-Zeit aus und haben keinen Memory-Effekt. Des Weiteren sind Lithium-Polymer-Akkus auslaufsicherer als Lithium-Ionen-Akkus, verfügen über einen höheren Explosionsschutz und sind in der Form leichter anpassbar. Für das LG U900, welches in Ita­lien verfügbar ist, wird die maximale Akkulaufzeit für mobiles Fernsehen mit drei Stunden angegeben. Die Akkus des N77 und des N92 von Nokia liefern bis zu fünf Stunden Strom.

Der Speicherbedarf ist in den letzten Jahren durch die Integration von Fotokamera und Music­player im Mobiltelefon stark angestiegen. Die meisten Multimedia-Mobiltelefone bieten die Möglichkeit, den internen Speicher durch Speicherkarten zu erweitern. Das Nokia N77 verfügt über einen internen Speicher von 20 Mbyte, der durch MicroSD-Karten mit einer Kapa­zität von maximal 2 Gbyte aufgerüstet werden kann. Es ist möglich, eine Sendung auf dem Speichermedium aufzunehmen und zu gegebener Zeit anzuschauen, ohne sich im Sende­bereich aufzuhalten.

Der französische Chip-Hersteller DiBcom hat zwei Chipsätze für die portable und mobile Nutzung von DVB-H-fähigen Endgeräten entwickelt. Der nach Herstellerangaben weltweit erste DVB-H-Chip DIB7000-H zeichnet sich durch einen geringen Leistungsverbrauch von 20 mW aus. Der Nachfolger DIB7070-H kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h betrie­ben werden.[103] Der Chipsatz DIB1908x-H ist in der Lage, DVB-T, DVB-H, T-DMB, DAB und DAB-IP zu decodieren, so dass mehrere Standards mit einem Chipsatz unterstützt werden können.[104] Olli-Pekka Kallasvuo, der CEO von Nokia, erwartet, dass der Stückpreis eines DVB-H-Chipsatzes ab 2008 sieben US-Dollar betragen wird, so dass die Inte­gration von DVB-H zu geringen Mehrkosten möglich wäre.[105]

Des Weiteren verfügt das Nokia N77 über Stereo-Surround-Sound, damit auch Audio-In­halte in angemessener Weise wiedergegeben werden können. Die dedizierte Fernsehtaste ermöglicht einen direkten Einstieg in die TV-Funktion. Der Electronic Service Guide zeigt die Programminformationen bis zu sieben Tage im Voraus an und erleichtert die Navigation. Die Aufnahme- und die Erinnerungsfunktion für favorisierte Sendungen, die Möglichkeit, das TV-Programm der letzten 30 Sekunden zu wiederholen und die Kanäle nach eigenem Wunsch anzuordnen, sind Funktionen, die das mobile Fernseherlebnis steigern sollen.

Kai Froese, Business Manager für Mobile TV aus dem Hause Nokia, äußerte sich in einem Statement wie folgt: „Ein klares Ergebnis der Pilotprojekte war, dass Endkunden sich zwar ein Gerät mit größtmöglichem Display zum Fernsehen wünschen, jedoch nicht bereit sind, Kom­promisse hinsichtlich der Gerätegröße und der Benutzung der Telefonfunktionen in Kauf zu nehmen. Kurz gesagt wünschen sich die Kunden ein zum Fernsehen angepasstes Mobil­telefon. Bei der Entwicklung des Nokia N92 und auch des N77 wurde daher insbesondere auf die Nutzbarkeit als Telefon Wert gelegt. Daneben ermöglichen beide Modelle nicht nur die ein- und beidhändige Nutzung im Fernsehbetrieb, sondern auch die "freihändige Nut­zung" d. h. die Geräte können auf dem Tisch stehend genutzt werden. Einen weiteren Kun­denwunsch stellt die integrierte Antenne dar." [106]

Der Endgeräteaustauschzyklus, der in Deutschland durch die Subventionspolitik der Netz­betreiber beeinflusst wird, wird nach Expertenmeinung durch die Verfügbarkeit von DVB-H-fähigen Endgeräten nicht verkürzt. Die Netzbetreiber bieten bei Abschluss eines Ver­trags mit einer Laufzeit von 24 Monaten vergünstigte Mobiltelefone an. Der Austauschzyklus, auch Replacement Rate genannt, dauert in Deutschland nach Angaben des Markt­forschungsunter­nehmen Telephia 26,7 Monate. Dieser kann durch besondere Angebote der Anbieter verkürzt werden, z. B. durch vorzeitige Vertragsverlängerungen.[107]

2.5 Fazit

DVB-H und DMB sind zurzeit die konkurrierenden Rundfunksysteme, die in Deutschland durch verschiedene Organisationen und Unternehmen gefördert werden. Die EU-Medien­kommissarin Viviane Reding sprach sich zur CeBIT 2007 für DVB-H als gemeinsamen euro­päischen Standard aus.[108] Eine Umfrage der EU-Kommission bei den europäischen Ländern ergab, dass sich 17 Länder für DVB-H und fünf Länder für DMB ausgesprochen haben. In Interviews mit Experten der Branche, welche im Rahmen einer Masterarbeit stattgefunden haben, gingen alle Interviewteilnehmer davon aus, dass sich DVB-H in Deutschland durch­setzen wird.[109] Der Standard DVB-H ist DMB technologisch überlegen, so dass der Wett­bewerbsvorteil durch die kurzfristige Frequenzverfügbarkeit kompensiert werden kann. Ins­besondere die Integration eines Rückkanals mittels IP Datacast verschafft DVB-H einen gro­ßen wirtschaftlichen Vorteil. Die höhere Programmkapazität von 20 bis 30 Kanälen pro Multiplex bei DVB-H gilt als weiterer Vorteil gegenüber DMB, bei dem nur drei bis fünf Fernsehprogramme übertragen werden können.[110]

MediaFLO könnte der dritte Mitbewerber auf dem deutschen Markt werden, wobei nähere Informationen zu einer geplanten Einführung in Deutschland nicht verfügbar sind. Ebenso kann zur DXB-Entwicklung keine Aussage gemacht werden, da das Projekt zunächst als ge­scheitert gilt. Es bleibt abzuwarten, ob dieses oder ein alternatives Projekt zur Harmonisie­rung der Technologien fortgesetzt wird.

Die Einführung von ISDB-T und ATSC-M/H auf dem europäischen Markt ist sehr unwahr­scheinlich, da beide Technologien auf eine im Ausland vorhandene Infrastruktur auf­setzen. Bei AVSB bleibt zunächst die Standardisierung abzuwarten.

Die Mobilfunksysteme sind für die Individualkommunikation und zur Bereitstellung des Rückkanals für interaktive Dienste von großer Bedeutung. HSDPA erweitert UMTS um eine höhere Nutzdatenrate, und der UMTS-Standard MBMS könnte die Eigenschaften von UMTS in Bezug auf mobiles Fernsehen erweitern.

WiMAX muss sich zunächst auf dem deutschen Markt etablieren. Sobald der Ausbau der Funknetze weiter vorangeschritten ist, wird sich zeigen, ob die Integration einer Broadcast­technologie von Seiten der Betreiber angestrebt wird.

Im folgenden Kapitel wird auf die Merkmale und das Mediennutzungsverhalten der mobilen Fernsehrezeption eingegangen. Dazu werden die Ergebnisse verschiedener Befragungen und Pilotprojekte detailliert aufgeschlüsselt, welche im 5. Kapitel den Ergebnissen der Online-Befragung gegenübergestellt werden. Ein weiterer Abschnitt bezieht sich auf die potenziellen Programminhalte und Dienste. Die Darstellung erfolgt im Hinblick auf die Interessen und die Akzeptanz der Nutzer und wird mit zahlreichen Beispielen unterlegt.

[...]


[1] Vgl. Bundesnetzagentur (2007a) / vgl. BITKOM (2007)

[2] Vgl. Chip (2003)

[3] Vgl. AGF (2007)

[4] Vgl. Zerdick (2001) S. 26

[5] Eine ausführliche Erklärung der verwendeten Abkürzungen befindet sich in den dazugehörigen Kapiteln.

[6] Vgl. Kapitel 2.1.1.1: IP Datacast

[7] Vgl. DVB Project (2007)

[8] Vgl. ETSI (2004): Die Standardisierung erfolgte unter der Bezeichnung ETSI EN 302 304 V1.1.1 (2004-11), Digital Video Broadcasting (DVB); Transmission System for Handheld Terminals (DVB-H)

[9] Vgl. Überallfernsehen (2007)

[10] Vgl. Kapitel 2.1.1.1: Internet Protocol Datacast / vgl. Kapitel 4.2.1: Direkte nutzungsabhängige Erlösformen

[11] Vgl. Stamm (2004) S. 10

[12] Vgl. Kornfeld (2006) S. 13

[13] Vgl. Faria et al. (2005) S. 194

[14] MPEG: Moving Picture Experts Group, Name der Expertengruppe. Bezeichnung eines Standards zur Video- und Audiokompression.

[15] Vgl. Faria et al. (2005) S. 195 / vgl. Daoud (2006) S. 18

[16] Vgl. T-Systems Media & Broadcast GmbH (2007) S. 1. QVGA: Quarter Video Graphics Array.

[17] Vgl. Kornfeld (2006) S. 12

[18] Vgl. Daoud (2006) S. 18

[19] Vgl. Kornfeld (2004) S. 3

[20] Vgl. Kornfeld (2006) S. 11

[21] Vgl. Daoud (2006) S. 18

[22] Vgl. IPDC Forum (2007)

[23] Vgl. DVB-H Global Mobile TV (2007a)

[24] Vgl. Kapitel 2.1.1.3: DVB-SH: Satellite services to Handhelds

[25] Vgl. May / Heuck (2006) S. 125

[26] Vgl. Kornfeld (2006) S. 19

[27] Vgl. ETSI (2006)

[28] Vgl. DVB-H Global Mobile TV (2007b)

[29] Vgl. Nokia Mobile TV Forum (2007a) / vgl. DVB-H Global Mobile TV (2007c)

[30] Vgl. Heise (2007a)

[31] Vgl. Digitalfernsehen (2007)

[32] Vgl. DVB-H Global Mobile TV (2007c) / vgl. Heise (2007b)

[33] Vgl. Opitz (2007)

[34] Vgl. Alcatel-Lucent (2006)

[35] Vgl. Pasch (2007)

[36] Vgl. Alcatel-Lucent (2007)

[37] Vgl. Pasch (2007)

[38] Vgl. WorldDMB (2007)

[39] Vgl. Technische Kommission der Landesmedienanstalten (2005) S. 1

[40] Vgl. Trinloc (2007)

[41] Vgl. Goldmedia (2006) S. 86 / vgl. Mobiles Fernsehen Deutschland (2007a)

[42] Vgl. Daoud (2006) S. 14ff

[43] Vgl. Sieber / Weck (2004)

[44] Vgl. Brugger (2006), S. 22 / vgl. Wikipedia/DMB (2007)

[45] Vgl. Schäfer (2007) S. 4

[46] Vgl. Mobiles Fernsehen Deutschland (2007b)

[47] Vgl. Inside digital (2007)

[48] Vgl. Watcha-Shop (2007)

[49] CDMA: Code Division Multiple Access, Bezeichung eines Multiplexverfahrens.

[50] Vgl. FLO Forum (2007)

[51] Vgl. Qualcomm (2007a)

[52] Vgl. Qualcomm (2006)

[53] Vgl. Verizon Wireless (2007)

[54] Vgl. Heise (2007c)

[55] Vgl. Thiele (2005) S. 3

[56] Vgl. Deutsche TV-Plattform (2006) S. 25

[57] Vgl. Dehn (2006)

[58] Vgl. Sat + Kabel (2007)

[59] Vgl. Digital Fernsehen (2006)

[60] Vgl. 3G Americas (2005) S. 10

[61] Vgl. Heise (2007d) / vgl. Federal Communications Commission (2007)

[62] Vgl. ATSC (2007)

[63] Vgl. Müller / Weidner (2007)

[64] Vgl. Schiller (2000) S. 30f

[65] Vgl. Bundesnetzagentur (o.J.) S. 1

[66] Vgl. Bundesnetzagentur (2007a)

[67] Vgl. Heise (2001)

[68] Roaming: Bezeichnung für die Nutzung eines anderen Mobilfunknetzes als das Heimatnetz (z. B. im Ausland).

[69] Vgl. Schiller (2000) S. 31ff

[70] Vgl. Bundesnetzagentur (o.J.) S. 1

[71] Vgl. Schiller (2000) S. 174ff

[72] Vgl. E-Plus (2007) / vgl. Vodafone (2007)

[73] Vgl. Sauter (2006) S. 90

[74] Vgl. Heise (2004)

[75] Vgl. Sauter (2006) S. 149

[76] Vgl. Heise (2000)

[77] Vgl. Sauter (2006) S. 151

[78] Vgl. Bundesnetzagentur (2007b) S. 70ff

[79] Vgl. BITKOM (2007)

[80] Vgl. Tagesschau (2007)

[81] Vgl. Sauter (2006) S. 159f

[82] Vgl. T-Mobile (2007)

[83] Vgl. Deutsche TV-Plattform (2006) S. 33

[84] Vgl. Presseportal (2006)

[85] Vgl. IP Wireless (2007)

[86] Vgl. Lackner (2006) S. 5

[87] Vgl. Chip (2006)

[88] Vgl. Sauter (2006) S. 256

[89] Vgl. ebd. S. 291ff

[90] Vgl. Deutsche TV-Plattform (2006), S. 35f

[91] Vgl. Sauter (2006) S. 292f / vgl. Heise (2003)

[92] Vgl. Deutsche TV-Plattform (2006) S. 35f

[93] Vgl. Lipfert (2006) S. 4

[94] Vgl. Hill (2005)

[95] Vgl. Heise (2006a)

[96] Vgl. WiMAX-Forum (2007)

[97] Vgl. Nokia (2007), vgl. Pauler (2003)

[98] Vgl. Nokia Mobile TV Forum (2007b) / vgl. Samsung Mobile (2007)

[99] Vgl. Handys-Mobile (2007) / vgl. N-Series (2007)

[100] QCIF: Quarter Common Intermediate Format.

[101] Vgl. Horn (2007)

[102] Vgl. IT-Wissen (2007)

[103] Vgl. DiBcom (2007)

[104] Vgl. Fuhr (2007)

[105] Vgl. Weßlowsky (2007)

[106] Der verwendete Kommentar wurde der Autorin am 25.06.2007 per E-Mail von Kai Froese übermittelt.

[107] Vgl. Buchwald / Greiber / Milosevic (2004) S. 9 / vgl. Kaumanns / Siegenheim (2006) S. 500

[108] Vgl. Heise (2007e)

[109] Vgl. Killenberg (2006)

[110] Vgl. Breunig (2006b) S. 551f

Details

Seiten
151
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836633208
Dateigröße
2.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227064
Institution / Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig – Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Medienwissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
mobiles fernsehen mobile interaktivität werbung erlösformen

Autor

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Titel: Erlösformen und Nutzerakzeptanz von mobilem Fernsehen, Interaktivität und Werbung