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Entwicklung und Umsetzung einer mitgliederorientierten Unternehmensstrategie in mittelgroßen Genossenschaftsbanken

Am Praxisbeispiel des Mitgliedermehrwertprogramms VR-AktivPlus der Raiffeisenbank Lohr am Main eG

©2007 Bachelorarbeit 154 Seiten

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Aktuell wird in der Öffentlichkeit oft über den Wertewandel diskutiert. Auf der Suche nach Antworten zur Hauptfrage: Welche Werte sind heute noch wichtig? Schlagworte wie Qualität, Ethik und Nachhaltigkeit werden in diesem Kontext in einem Atemzug als Antworten genannt. Ein Blick in die mittelständische Wirtschaft sowie Gespräche mit den dortigen Entscheidungsträgern machen deutlich, dass auch im Management über einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung nachgedacht wird. Internationale Investoren, die sich auf kurzfristigen Shareholder-Value konzentrieren, haben deutsche Unternehmen und auch Großbanken stark verändert. Doch jetzt überdenken viele Manager ihre Strategien und achten mehr auf langfristige, nachhaltige Ziele. Von der Wiederentdeckung der Langfristigkeit ist die Rede und über die Rückkehr von Werten, die nie richtig out waren. Im Spannungsfeld zwischen ökonomischen und gesellschaftspolitischen Zielen ist dabei die Unternehmensführung auf der Suche nach dem Optimum, welches zu einem hohen nachhaltigen Legitimationspotenzial führt.
Die Genossenschaft bietet dieses Optimum schon durch ihre Rechtsform an sich und passt daher gut in die heutige Zeit. Sie stellt quasi als „wirtschaftlicher Verein“ bzw. „wirtschaftliche Zweckgemeinschaft“, die Mitgliederförderung in den Mittelpunkt und nicht die reine Gewinnmaximierung. Die Kernprinzipien „Selbsthilfe“, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung“ bringen den Mitgliedern wirtschaftliche Vorteile. Die Kooperative als Vereinigung von Personen mit gleichen Zielen erreicht mehr als ein Einzelner. Als Mitglied wird man aufgenommen, wenn man gleichzeitig als Kunde mit der Genossenschaft zusammenarbeitet (Identitätsprinzip). Die Idee zu dieser Organisationsform geht auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888) und Hermann Schulze-Delitzsch (1808 - 1883) zurück und verbindet Eigennutz, d.h. die Förderung der eigenen Interessen, mit „Solidarität“, d.h. nämlich die Berücksichtigung der gleichberechtigten Interessen der anderen Mitglieder. Vor über 163 Jahren wurden die ersten Darlehenskassen-Vereine in Deutschland gegründet, die die Vorläufer der heutigen Volksbanken und Raiffeisenbank darstellen. In den heutigen Genossenschaftsbanken bilden diese langjährigen Traditionen, die entsprechende Philosophie und die besonderen Werte die Grundlagen für die strategische Unternehmensführung und Zukunftsplanung.
In der deutschen Bankenbranche schreitet die Konsolidierung seit […]

Leseprobe

Bernd Jacobs ist Dipl. Bankbetriebswirt (ADG) und seit 22 Jahren Bankpraktiker mit umfang-reicher Vertriebs-, Führungs-, Beratungs- und Projekterfahrung. Seit 2002 setzt er sich eingehend mit dem Themen Kunden- und Mitgliederbindung und den dazu nutzbaren Instrumenten auseinander. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich auch mit unterschiedlichen Bonussystemen, die speziell zur Mitgliederförderung beitragen.

Bernd Jacobs wurde 1970 in Viersen am Niederrhein geboren. In seiner Jugend war er bereits im elterlichen Einzelhandelsunternehmen engagiert. Während seiner Realschulzeit absolvierte er ein mehrwöchiges Bankpraktikum, was sein starkes Interesse für Menschen und Finanzen weiter festigte. In der Folge absolvierte er von 1986 bis 1988 eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Von 1990 bis 1992 vertiefte er anschließend sein Fachwissen bei der Bankakademie und machte den Abschluss zum Bankfachwirt bei der IHK. Nach vierjähriger Beratungspraxis übernahm er 1993 die Filialleitung einer Privatkundenbank in Dresden. Nach seinem Wechsel zur genossenschaftlichen DZ BANK AG in den Bereich Betreuung Kreditgenossenschaften Anfang 1995 absolvierte er 1997 mit Erfolg das Bankbetriebswirt-Studium an der Bankakademie in Berlin. Im Finanzverbund hat er in dieser Zeit durch seine Abschlüsse zum Qualifizierten Vermögensberater (ABG) und zum Betreuer vermögender Privatkunden (ADG) seine Fachqualifikation im Wertpapier- und Vermögensanlagegeschäft ausgebaut. Parallel zur Leitung der Kundenbetreuung bei der DZ BANK AG in den Neuen Bundesländern als Prokurist erreichte er im Jahr 2000 nach dem zweijährigen Managementstudium den Abschluss zum Diplomierten Bankbetriebswirt (ADG). Nach dem Wechsel zur Volksbank Bautzen eG als Bereichsleiter und Prokurist im Jahr 2001 stärkte er durch die Zusatzqualifikation zum Diplomierten Systemischen Coach (ADG/DGCO) in 2003 seine methodische und soziale Kompetenz. 2004 wechselte er in den Vorstand der Raiffeisenbank Lohr am Main eG. Von 2005 bis 2007 studierte er berufsbegleitend an der School for Management and Innovation der Steinbeis-Hochschule Berlin. Dort erreichte er im November 2007 den akademischen Abschluss zum Bachelor of Business Administration. Weiter Informationen finden Sie unter www.berndjacobs.de.

Lohr am Main, Mai 2008

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Details

Seiten
154
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836612692
DOI
10.3239/9783836612692
Dateigröße
2.5 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin – unbekannt, Management and Finance
Erscheinungsdatum
2008 (April)
Note
1,7
Schlagworte
unternehmensstrategie kundenorientierung mitgliederförderung bonussystem genossenschaftsbanken

Autor

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Titel: Entwicklung und Umsetzung einer mitgliederorientierten Unternehmensstrategie in mittelgroßen Genossenschaftsbanken