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Kriegspropaganda in der Habsburgermonarchie im Zuge des Ersten Weltkriegs

Eine Analyse anhand fünf ausgewählter Zeitungen

Diplomarbeit 2010 154 Seiten

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Eingrenzungen
1.1.1 Erster Weltkrieg
1.1.2 Österreich-Ungarn
1.1.3 Ziele der Arbeit, Problemstellung und Literatur

2 Propaganda

2.1 Begriffsgeschichte
2.2 Folgerungen
2.3 Typen des Verständnisses von Propaganda
2.4 Definitionen von Propaganda
2.5 Kommunikationsmodelle
2.6 Paradigmen der Propagandaforschung
2.7 Zusammenfassung

3 Historischer Kontext
3.1 Zeitungen in Österreich-Ungarn zur Zeit des Ersten Weltkrieges
3.1.1 Zeitungen als Träger und Produzenten von Propaganda
3.1.2 Zeitungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts
3.1.3 Zeitungen im Krieg
3.1.4 Zugeschriebene und tatsächliche Medienwirkung
3.2 Zeitungslandschaft Österreich-Ungarns 1848-1915
3.3 Die analysierten Zeitungen
3.3.1 Die Illustrierte Kronen-Zeitung (Österreichische Kronen-Zeitung)
3.3.2 Die Neue Freie Presse
3.3.3 Die Arbeiter-Zeitung
3.3.4 Die Reichspost
3.3.5 Die Wiener Zeitung
3.4 Die Situation um 1914
3.4.1 Warum Krieg?
3.4.2 Die Situation Österreich-Ungarns
3.4.3 Die Presselenkung in Österreich-Ungarn
3.4.4 Zusammenfassung

4 Entwicklung des Analyseschemas
4.1 Theoretische Annäherungen an die Analyse von Propaganda
4.1.1 Merkmale von Propaganda nach Bussemer
4.2 Eckpunkte der Analyse der Propaganda
4.2.1 Definition von Propaganda
4.2.2 Ziel und Umfang der Analyse

5 Die Methodik
5.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
5.2 Strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring
5.2.1 Die strukturierende Inhaltsanalyse im Zuge dieser Arbeit
5.2.2 Ablaufplan der Analyse

6 Die Ergebnisaufbereitung
6.1 Die Ablehnung der Begehrnote durch Serbien: 25. Juli 1914
6.1.2 Zusammenfassender Vergleich der Berichterstattungen
6.2 Der Kriegsbetritt Italiens: 23. Mai 1915
6.2.2 Zusammenfassender Vergleich der Berichterstattungen
6.3 Die Brussilow-Offensive: 4. Juni 1916
6.3.2 Zusammenfassender Vergleich der Berichterstattungen
6.4 Der Tod von Kaiser Franz Joseph: 21. November 1916
6.4.2 Zusammenfassender Vergleich der Berichterstattungen
6.5 Der Kriegseintritt der USA: 6. April 1917
6.5.2 Zusammenfassender Vergleich der Berichterstattungen
6.6 Zeitungsinterner Vergleich
6.6.1 Neue Freie Presse
6.6.2 Die Reichspost
6.6.3 Wiener Zeitung (Wiener Abendpost)
6.6.4 Die Arbeiter-Zeitung
6.6.5 Die Illustrierte Kronen Zeitung
6.7 Gesamtvergleich der Berichterstattungen
6.7.1 Zusammenfassung
6.7.2 Interpretation der Ergebnisse nach Rosenberger

7 Schlussbemerkungen und Ausblick

8 Literatur und Abbildungen
8.1 Auflistung der analysierten Zeitungsartikel
8.2 Abbildungen

9 Anhang

„In the Great Society it is no longer possible to fuse the waywardness of individuals in the furnace of the war dance; a new subtler instrument must weld thousands and even millions of human beings into one amalgated mass of hate and will and hope. A new flame must burn out of the canker of dissent and temper the steel of bellicose enthusiasm. The name of this new hammer and anvil of social solidarity is Propaganda.”[1]

1 Einleitung

„Den Serb´ ich verderb!

Serbien muß sterbien!

Jeder Schuß, ein Ruß!

Jeder Stoß ein Franzos!

Jeder Tritt ein Britt`!

Jeder Klaps ein Japs!

Uns in Belgien nicht behelligen!

Und über die Montenegriner da lachen die Hühner!“[2]

„[…] It is arguable that the success of business propaganda in persuading us, for so long, that we are free from propaganda is one of the most significant propaganda achievements of the twentieth century.“(Alex Carey 1997)[3]

Propaganda ist zeitlos. Sie ist nicht an bestimmte Gesellschaftsformen gebunden und tritt überall dort in Erscheinung, wo es um die Durchsetzung von Machtansprüchen geht. Der Erste Weltkrieg stellt in der Geschichte der Propaganda einen wichtigen Markstein dar, da man in der Zeit zwischen 1914 und 1918 begann, die propagandistischen Techniken zu verfeinern und systematisch auszubauen. Die beiden anfangs angeführten Zitate versinnbildlichen – auch in ihrer zeitlichen Aufeinanderfolge – die Entwicklung von Propaganda im 20. Jahrhundert. Das erste hat seinen Ursprung am Anfang des 20. Jahrhunderts und illustriert den Beginn der sukzessiven und systematischen Verwendung von Propaganda als Mittel der Kriegsführung. Das Zweite, zum Ende des 20. Jahrhunderts angesiedelt, macht deutlich, dass sich Propaganda in ihren Ausprägungen nicht nur auf Kriegszeiten beschränkt, sondern dass auch in Friedenszeiten sowohl ihre Techniken weiter Verwendung finden als auch die Strukturen der propagandageleiteten Kommunikation weiter bestehen. [4]

Warum eine Arbeit zum Thema Propaganda? Sinn und Zweck der Geschichtsschreibung und somit auch meines Studiums der Geschichte ist es, Vergangenes verständlich zu machen, Sinnstrukturen aufzudecken. Hierbei war und ist der Begriff der Propaganda von gesellschaftlicher Relevanz. Dies zeigt auch Thymian Bussemer auf, der sein Buch „Propaganda: Konzepte und Theorien“ mit folgendem Satz beginnt: „Die Auseinandersetzung mit politischer Propaganda ist eines der zentralen Themen des 20. Jahrhunderts gewesen“[5].

1.1 Eingrenzungen

Der Titel der Arbeit beinhaltet die Begriffe „Kriegspropaganda“ und „Habsburgermonarchie“, welche schon auf eine zeitliche und räumliche Abgrenzung des Themas hindeuten. Die Beschäftigung mit einem Begriff, der in einem solch umfassenden Ausmaß gebraucht wird, wie es beim Terminus „Propaganda“ der Fall ist[6], verlangt eine dementsprechende Verengung des Arbeitsfeldes. Diese erfolgt zum einen durch die Fokussierung auf den Ersten Weltkrieg, da dieser in mehrerlei Hinsicht eine Zäsur darstellt. Eine Eingrenzung wird hierbei durch zwei zeitliche Eckpunkte erreicht, welche den Themenbereich auf einen ganz bestimmten zeitlichen Abschnitt begrenzen – die Ermordung des Kronprinzen und seiner Gattin (29. 06. 1914), sowie der Zeitpunkt der österreichisch-ungarischen Kapitulation (03. 11. 1918). Zum anderen schränkt der Fokus auf die Propaganda der Habsburgermonarchie den Themenkomplex in räumlicher und sozialer Hinsicht ein.

1.1.1 Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg bewirkte in politischer, wirtschaftlicher sowie kultureller Hinsicht den Zusammenbruch des „alten Europas“. 1) politisch, da die bisherige europäische Mächtekonstellation kollabierte; 2) wirtschaftlich, da die Weltwirtschaft des 19. Jahrhunderts zusammenbrach; 3) kulturell, da durch den Krieg und die Kriegspropaganda Gemeinsamkeiten ins Abseits rückten und stattdessen Egoismus und Nationalismus in den Vordergrund traten.[7] Dies sind nur einige der Gründe, weshalb der Erste Weltkrieg oftmals als „Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ benannt wird.[8]

In Bezugnahme auf das Feld der Propaganda stellt der Erste Weltkrieg insofern einen Einschnitt in deren Entwicklung dar, als das Techniken und Mittel der Beeinflussung in einer bisher noch nicht da gewesenen Art und Weise systematisiert angewandt wurden. Dies betrifft sowohl die Qualität als auch die Quantität der Kommunikation. Technische Errungenschaften machten es möglich, ein Massenpublikum binnen kurzer Zeit anzusprechen. Eigens dafür geschaffene Institutionen beschäftigten sich mit dem Feld der Meinungslenkung. In Österreich-Ungarn wurden dazu Institutionen wie das Kriegspressequartier (KPQ) oder das Kriegsüberwachungsamt (KÜA) ins Leben gerufen.[9]

1.1.2 Österreich-Ungarn

Dass der Fokus auf Österreich-Ungarn gelegt wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen kommt hier persönliches Interesse ins Spiel, da sich die Thematik der Habsburgermonarchie im Laufe meines Studiums der Geschichte als für mich interessant herausstellte. Zum anderen hat die vermehrte Beschäftigung mit der Thematik gezeigt, dass die Habsburgermonarchie in Darstellungen den Ersten Weltkrieg betreffend selten als eigener Akteur vertreten ist bzw. oftmals mit dem Deutschen Reich gleichgesetzt wird.[10]

1.1.3 Ziele der Arbeit, Problemstellung und Literatur

Obwohl es schon zahlreiche Monographien, Studien und Aufsätze gibt, welche sich mit dem österreichisch-ungarischen Kaiserreich zur Zeit des Ersten Weltkriegs befassen[11], fällt der Fokus auf den Bereich der Propaganda meist spärlich aus. So gibt es Literatur zu speziellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten der Habsburgermonarchie in der Zeit zwischen 1914 und 1918.[12] Was das Feld der Propaganda in der österreichisch-ungarischen Monarchie betrifft, so wurden bereits einige Arbeiten zu speziellen Aspekten dieses Themas veröffentlicht.[13] Was die Thematik der Propaganda in österreichisch-ungarischen Zeitungen betrifft, so finden sich dazu nur sehr wenige Werke.[14] Es zeigt sich somit, dass bereits eine rein quantitative Betrachtungsweise der zur Thematik verfügbaren Literatur Forschungslücken aufzeigt. Bei der analytischen Aufarbeitung der hier verwendeten Literatur wurden zudem einige Punkte offensichtlich, welche für die Beschäftigung mit dem Thema typisch erscheinen.

1. Es gibt nur sehr wenige Arbeiten, welche sich explizit mit der Propaganda im Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Ist dies der Fall, dann beschränkt sich die Auseinandersetzung entweder auf einen Teilaspekt von Propaganda[15] oder es fehlt eine genaue Begriffsbestimmung bzw. -abgrenzung.[16] So ist zum Beispiel in der „ Enzyklopädie Erster Weltkrieg“ der Propaganda ein eigenes Kapitel[17] gewidmet. Dort wird zwar auf die Wirkung und Art der Propaganda eingegangen, eine Beschreibung der angewandten Techniken ist jedoch nur andeutungsweise zu finden.[18]
2. Es gibt Arbeiten, die sich speziell mit dem Begriff der Propaganda auseinandersetzen.[19] Hier wird Propaganda definiert und meist nur überblicksmäßig an verschiedenen historischen Kontexten angewandt. Diese Anwendung ist jedoch – alleine schon aus Platzgründen – meist nur sehr allgemein gehalten.
3. Der dritte Punkt, der augenscheinlich wird, ist, dass, – wie schon oben erwähnt –, Österreich-Ungarn meist ausgespart wird. Wenn von der Propaganda der Mittelmächte die Rede ist, beziehen sich die Schilderungen zum überwiegenden Teil auf das Deutsche Reich.

Diese Arbeit versucht den festgestellten Aspekten Rechnung zu tragen. Es soll eine Definition von Propaganda gefunden werden, welche Propaganda vom historischen Kontext unabhängig beschreibt. Strukturen von Vergangenem sind natürlich nicht eins zu eins auf die Gegenwart übertragbar – das trifft auch auf die Strukturen von Propaganda zu –, dennoch stellen sie ein Grundgerüst dar, welches sich im Laufe der Zeit verändert und welches als Schablone genutzt werden kann, um Kontinuitäten bzw. Veränderungen aufzuzeigen. Bei diesem Unterfangen wird die Geschichte des Begriffs von Bedeutung sein.

Ist der Begriff geklärt, so kann das erarbeitete Schema auf den historischen Kontext der Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg angewendet werden. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, um den in den Punkten 2. und 3. aufgezeigten Forschungslücken Rechnung zu tragen. Im Zuge dessen kommen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden zum Einsatz. Diese Analyse kann jedoch nur fragmentarisch ausfallen. Die Arbeit ist also als Versuch zu sehen, das komplexe Phänomen der Propaganda in der Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg in einen Rahmen zu kleiden.

Als Objekte der Analyse wurden Tageszeitungen der Habsburgermonarchie in deutscher Sprache mit unterschiedlichen politischen Gesinnungen gewählt. Die Analyse soll mögliche Unterschiede der Berichterstattung zwischen den Tageszeitungen zu bestimmten Zeitpunkten aufzeigen. Die Zeitpunkte wurden so gewählt, dass sie einschneidende Entwicklungen im Kriegsverlauf markieren. Ebenso kann ein Längsschnitt, also der Vergleich der Berichterstattung der gewählten kriegswichtigen Zeitpunkte untereinander, aufschlussreich sein.

Als Hypothese wird angenommen, dass sich in Österreich-Ungarn ab Kriegsbeginn 1914 ein Propagandaapparat herausbildete – bzw. der bereits vorhandene auf die Gegebenheiten des Krieges umstellt wurde –, mithilfe dessen es der kaiserlichen Regierung und der Militärführung mittels der Presse möglich war, Einfluss auf die Bevölkerung – im In- und Ausland – zu nehmen. Weiters wird angenommen, dass die dabei verwendeten Techniken sukzessive weiterentwickelt, verfeinert und professionalisiert wurden. Ziel soll es sein, propagandadurchsetzte Kommunikation bei den ausgewählten Medien im Untersuchungszeitraum aufzuzeigen. Der Fokus liegt also klar auf der Enttarnung der Propaganda und weniger auf dem Enttarnen der einzelnen Propagandisten/-innen.

Genau diese Aspekte werden im Folgenden beleuchtet. Begonnen wird dabei mit der Begriffsklärung und Definition von Propaganda. Ich stütze mich dabei auf einen von mir verfassten, 2007 in der Online-Zeitschrift Rheton erschienenen Artikel „Was ist Propaganda?“ [20] , welcher zum Zweck dieser Arbeit weiter ausgebaut und speziell – dort, wo es notwendig erscheint – an die Thematik des Ersten Weltkrieges angepasst wurde.

2 Propaganda

Was ist nun eigentlich Propaganda? Rechts-, Linkspropaganda, politische Propaganda, Propaganda der Tat, Wirtschaftspropaganda etc. sind thematische Eingrenzungen, die gepaart mit dem Begriff Propaganda in den Medien vorkommen. Die Rede ist zum Beispiel von Kriegs- oder Wahlpropaganda. Vielen fällt im Kontext von Propaganda wahrscheinlich auch das NS-Regime ein. Es handelt sich also um sehr heterogene Ereignisse, mit denen Propaganda in Beziehung gesetzt wird. Ein Tenor scheint sich dennoch herauszubilden: der Begriff „Propaganda“ ist im alltäglichen Sprachgebrauch meist negativ konnotiert. Doch dies war nicht immer so. Hat doch das Wort „Propaganda“ seinen Ursprung im lateinischen Verb „ propagare“, was soviel wie erweitern oder fortpflanzen bedeutet.[21] Warum also diese negative Konnotation? Die nun folgende Begriffsgeschichte hat zwei Aufgaben: Zum einen soll – wie schon aus dem Namen ersichtlich – die Geschichte des Begriffs fassbar gemacht werden. Zum anderen wird dabei auch auf die praktische Verwendung des Begriffs eingegangen, da die theoretische Bestimmung eines bestimmten Vokabulars immer mit dessen praktischen Verwendung einhergeht.

2.1 Begriffsgeschichte

Der Begriff „Propaganda“ war über Jahrhunderte hinweg einem vielschichtigen Bedeutungswandel unterzogen. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass einem Begriff – so auch dem der Propaganda – nicht einfach eine neue Bedeutung zugeordnet wird, welche die bisherige zur Gänze überschreibt. Vielmehr unterliegen Begriffe einer Art „Wandel“ (es gibt also keine abgeschlossene Sinnzuordnung), welcher auf den bisherigen Bedeutungsmustern aufbaut und den Begriff „weiterentwickelt“. Beim Begriff der Propaganda zeigt sich dies sehr deutlich.[22]

Propaganda und Herrschaftsgeschichte sind eng miteinander verwoben. So könnte man den Ursprung der Propaganda schon in der Antike verorten. Eine lineare Verlaufsdeutung bis heute ist jedoch nicht zulässig. Viele Strukturelemente heutiger Gesellschaften, welche für Propaganda essenziell sind, fehlten in der Antike entweder vollends oder hatten sich zumindest noch nicht hinreichend herausgebildet. Der vergleichsweise statische Aufbau antiker Gesellschaften und das fehlende oder nicht hinreichend ausgebildete Informationsnetz, welches die Verbreitung von Meinungen erst ermöglicht, sind nur zwei Beispiele dafür. Auch waren die Kommunikationstechniken noch nicht so weit fortgeschritten, dass dies eine Verbreitung von Informationen in hohen Auflagen zugelassen hätte.[23]

Des Weiteren ist der Begriff der „Öffentlichkeit“ in der Antike eher mit „Publikum“ gleichzusetzen und die staatlichen Eliten übten sich mehr in Selbstdarstellung durch Repräsentation, als dass sie sich die ohnehin durch Tradition gestützte Herrschaft durch das Volk legitimieren ließen. Laut Klaus Merten erzwingt zum Beispiel eine Rede zwar eine „frühe Form von Öffentlichkeit“, wodurch sich „Informations- und Persuasionspotenziale“ ergeben. Jedoch verwendet auch er für die Adressaten der Rede den Begriff „Publikum“. [24] Das Aufkommen eines Massenpublikums sowie die Möglichkeiten einer Massenpresse sind somit Grundbedingungen für die Begriffsverwendung von Propaganda im hier gemeinten Sinn.[25]

2.1.1.1 Congregatio de propaganda fide

Bei seiner ersten Verwendung war der Begriff Propaganda religiös geprägt. Papst Gregor XV. schuf mit der „Congregatio de propaganda fide“ eine Institution, deren Aufgabe es war, den „richtigen“ Glauben zu verbreiten. Der zunehmende Protestantismus wurde als Gefahr gesehen. Es sollte mit gezielten Techniken eine freiwillige, nicht aufgezwungene Akzeptanz der religiösen – in diesem Fall katholischen – Glaubensgrundsätze und Richtlinien beim „Zielpublikum“ erreicht werden. Somit war der Grundstein für die weitere Entwicklung der „modernen“ Propaganda gelegt.[26] Der Begriff behielt seine katholisch angehauchte Sinnzuschreibung bis ins 19. Jahrhundert. Dies führte zu einer Unstimmigkeit in der Bewertung des Begriffs. Von katholischer Seite wurde er positiv konnotiert, die evangelische Seite stand ihm negativ gegenüber. Im Laufe der Zeit änderte sich diese dichotome Sichtweise und verschob sich in Richtung einer generell positiven Deutung. Die Französische Revolution verschaffte der Kommunikationstechnik und somit dem Begriff eine zunehmende Bedeutung.[27]

2.1.1.2 18. und 19. Jahrhundert

Durch den vermehrten Einsatz der Technik des Buchdrucks war es fortan möglich, ein breites Publikum anzusprechen. Auch die Schreibtechniken wurden verfeinert. Da ein Großteil der Bevölkerung weder des Lesens noch des Schreibens mächtig war, verbreitete man die zu transportierenden Botschaften durch Zeichnungen und Karikaturen. So spielte die Bildpropaganda eine wichtige Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.[28]

Im Zuge des 18. und 19. Jahrhundert wurde Propaganda immer mehr zu einem politischen „Kampfbegriff“. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts trat eine weitere Bedeutung des Begriffs Propaganda in Erscheinung. Die bis dahin „religiöse“ Sinnzuschreibung wurde mehr und mehr zu einer „politischen“. Der Begriff wurde während der Französischen Revolution und der Julirevolution von 1830 als Bezeichnung für das Tun von politischen Gruppierungen verwendet.[29] Die Erfindung der Dampfmaschine und die Einführung der Elektrizität ermöglichten es, die Leistung der Druckerpressen zu steigern und so ein noch größeres Publikum schneller und kostengünstiger anzusprechen. Die Etablierung eines telegraphischen Netzes, ermöglichte das, Nachrichten mit bisher undenkbarer Geschwindigkeit von A nach B zu versenden. All diese Errungenschaften benützten Propagandist/-innen im Amerikanischen Bürgerkrieg (1860-1865) für ihre Zwecke.[30]

Unabhängig davon entwickelte sich parallel eine wirtschaftliche Bedeutungszuschreibung. Propaganda, Reklame und Werbung wurden nahezu synonym verwendet. Die Ereignisse des Ersten Weltkrieges und die daraus resultierenden Folgen für die Bewertung von Propaganda ließen diese Verschmelzung der genannten Begriffe aufbrechen und konnotierten Propaganda künftig negativ – die Entwicklung in den USA stellt hierbei eine Ausnahme dar.[31]

2.1.1.3 Erster Weltkrieg

Die vermehrte, allmählich wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Propaganda führte zu neuen Sichtweisen und Vorstellungen. Eine davon ist die in der Zeit des Ersten Weltkrieges vorherrschende Massentheorie, auf welche später noch genauer eingegangen wird. Propaganda war eine Art „Geheimwaffe“, mit welcher die Meinung der Bevölkerung gelenkt werden konnte.[32]

Der Erste Weltkrieg stellt auch insofern ein Novum dar, da nun erstmals Millionenheere gegeneinander antraten. Es galt die Unterstützung der Bevölkerung und somit die Legitimation für das Handeln der Regierungen zu erlangen.[33] Drei zeitlich nebeneinander und sich gegenseitig bedingende gesellschaftliche Ausprägungsformen bildeten sich in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im europäischen und amerikanischen Raum heraus und führten dazu, dass der Propaganda im Ersten Weltkrieg eine entscheidende Rolle zukam. Die Herausbildung und die neuen „Qualitäten“ der sich im Zuge des 19. Jh. etablierenden Kommunikations- und Publikationsformen führten zum Entstehen eines Massenpublikums, welches ein gänzlich neues wirtschaftliches Potential für die Herausgeber von Zeitungen und Zeitschriften barg. Ein Beispiel für die während dieses Zeitraums eintretende Veränderung der Informationslandschaft ist die sogenannte „penny press“. Diese machte einem großen Publikum für wenig Geld Informationen zugänglich. Die zweite große Veränderung war das – durch die vorangegangenen Revolutionen bedingte – Aufkommen der Demokratie als Regierungsform. Der dritte Punkt ist schließlich die immer wichtiger werdende Rolle der (kapitalistischen) Wirtschaft. Massenpublikum, Demokratie und wirtschaftliche Interessen treffen aufeinander und bedingen sich gegenseitig. Daraus resultierend, wird die Meinung der „Massen“ zu einem wichtigen Faktor, sei es um Herrschaft zu legitimieren oder um Profit zu machen.[34]

Parteien, Verbände und Regierungen richteten Propagandastellen ein, welche neue Strategien und Taktiken entwickeln sollten. Institutionen wie das eingangs schon erwähnte habsburgische Kriegspressequartier oder das amerikanische Center for Public Information (CPI) sind Beispiele dafür. Bezüglich der Selbstwahrnehmung und der Aufgabenstellung der genannten Institutionen geben folgende Zitate Auskunft: „Wir haben es nicht Propaganda genannt, weil jeder dieses Wort mit Korruption und Hinterlist verbunden hätte. Unser Ansatz war ein bildungspolitischer, wir wollten informieren. Wir hatten ein so starkes Vertrauen in unsere Sache, daß wir der festen Überzeugung waren, wir bräuchten gar kein anderes Argument, als die Fakten einfach klar und deutlich zu präsentieren.“ Hierbei handelt es sich um ein Zitat des Leiters des CPI, George Creel. [35] Zum Vergleich eine Formulierung des habsburgischen Innenministeriums vom 25. Juli 1914: „Die Ausnahmeverfügungen werden sonach [nach Kriegsbeginn] in energischer, erforderlichen Falles rücksichstloser Weise zu handhaben sein, um den […] Zweck zuverlässig zu erreichen. Andererseits wird darauf Bedacht zu nehmen sein, daß durch die Ausnahmsmaßnahmen gut gesinnte und verläßliche Elemente nicht mit unnötiger Härte betroffen werden. [36]

Zwei Punkte werden aus den zitierten Stellen ersichtlich. Es kommen die unterschiedliche Problemstellung und damit die differierende Herangehensweise der Art und Weise, wie Propaganda betrieben wird, zum Vorschein. Das CPI sieht seine Aufgabe darin, die amerikanische Bevölkerung von der Notwendigkeit des Krieges – bzw. der des Kriegseintritts – zu überzeugen. Dies versucht man durch die Bereitstellung von Informationen zu realisieren. Das KPQ hat die Aufgabe, etwaige Eskalationen innerhalb des Kaiserreiches zu verhindern, und ist hauptsächlich auf die Anwendung von repressiven Mitteln bedacht.[37] Neben den durch den unterschiedlichen systemischen und politischen Hintergrund bedingten differierenden Problemstellungen[38] sind die beiden Zitate zudem Indiz für den vorherrschenden Zeitgeist. In beiden wird deutlich, wie Propaganda – einmal in Form von Informationsbereitstellung, im anderen Fall von repressiven Mitteln – gesehen wird. Der Propaganda wird in beiden Fällen eine starke Wirkung zugeschrieben. Meinung soll und kann – nach Ansicht der zuständigen Personen – mittels geeigneter Techniken gelenkt werden. „Propaganda war jetzt [nach dem Ersten Weltkrieg] eine auf konkrete Effekte gerichtete kommunikative Technik, die auf dem Schlachtfeld und an der Heimatfront Verwendung fand und von speziell hierfür geschulten Militärs betrieben wurde.“ [39]

Propaganda wurde/wird sowohl von Diktaturen als auch von Demokratien zur Steuerung der Willensbildung der Bevölkerung benutzt, wobei bei totalitären Regimen die Verbreitung der eigenen Weltsicht im Vordergrund steht, bei der dem Regime alleinige Macht zukommt, wohingegen bei Demokratien die Meinungen auf einem Markt konkurrieren sollten, den es mittels gezielter Techniken zu beeinflussen gilt.[40] „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land“[41], meinte Edward Bernays 1928.

Ein weiteres Merkmal der Kriegspropaganda des Ersten Weltkriegs sind die Diffamierungen des Gegners. Mit Gräuelpropaganda wurde versucht der eigenen Bevölkerung Angst vor den – zum Beispiel – „deutschen Hunnen“ zu machen. Massaker, Verstümmelungen der gegnerischen Soldaten und Misshandlungen waren drei der am häufigsten verwendeten Beispiele für Grausamkeiten zur Gräuelpropaganda des jeweiligen Gegners. Erwähnenswert hierbei ist zunächst die Hinrichtung der englischen Krankenschwester Edith Cavell, welche am 12. Oktober 1915 wegen Mithilfe zur Flucht englischer und französischer Soldaten von deutscher Seite hingerichtet wurde. Daraufhin kursierten viele Gerüchte um Carvells Tod und sie wurde in England als Kriegsmärtyrerin verehrt. Zwei weitere Beispiele sind zum einen das Sinken des Luxusliners „Lusitania“ durch deutschen U-Boot-Beschuss und zum anderen der kurz danach (am 12. Mai 1915) veröffentlichte „Bryce Commission Report“, welcher von englischer Seite herausgegeben wurde, um deutsche Gräueltaten aufzuzeigen. Vor allem der englischen Propaganda gelang es, ein furchterregendes Bild des Gegners zu zeichnen. Die deutsche Propaganda versuchte zwar Selbiges, konnte aber nie der Effizienz der britischen und später auch amerikanischen Propaganda Paroli bieten.[42]

2.1.1.4 Auswirkungen des Ersten Weltkrieges

Als der Erste Weltkrieg endete, wurden mit dem Begriff Propaganda fast ausschließlich Hass- und Gräuelpropaganda und Diffamierung der Gegner verbunden. Vor allem im europäischen Raum war – auch schon vor dem Ersten Weltkrieg – eine pessimistisch ausgerichtete Kultur- und Gesellschaftskritik vorherrschend. Die zunehmende Urbanisierung, Individualisierung und Säkularisierung wurden als gesellschaftliche Probleme gesehen. Begriffe wie Durkheims „Anomie“ zeugen davon.[43] Die Angst vor Manipulation der öffentlichen Meinung und der Lenkbarkeit der Massen war in wissenschaftlichen Kreisen vorherrschend und so stand man der Propaganda – nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen des Ersten Weltkrieges – negativ und skeptisch gegenüber.[44]

In den USA entwickelte sich parallel dazu eine andere Form der Kritik. Propaganda wurde als Form der Massenkommunikation gesehen. Die Fragestellungen bewegten sich entlang des Themenbereichs, wie und ob es der Öffentlichkeit möglich sei, politische Entscheidungen zu treffen. Walter Lippmann und John Dewey sind zwei Vertreter für die wissenschaftliche Aufbereitung des Themas in dieser Zeit. Man führte die Diskussion unter „aufklärerischen“ Aspekten und Information schien ein adäquates Mittel gegen Propaganda zu sein, da ein „informiertes“ Publikum durchaus die Kompetenzen hätte, frei zu entscheiden. So kam nicht nur das CPI – aufgrund seiner Tätigkeiten im Ersten Weltkrieg – in den Fokus der Kritiker/-innen. Dieser umfasste vielmehr die gesamte Gesellschaft – Bereiche von religiösen Predigten und Lehren bis hin zur Unterhaltungsindustrie galten als propagandaverdächtig. Eine etwas differierende Position nimmt D. Lasswell ein. Er war – dem Zeitgeist entsprechend – der Ansicht, Meinungslenkung sei machbar, und begründete dies mit seinen durch den Ersten Weltkrieg gesammelten Erfahrungen, welche Lasswell 1927 in seinem Buch „Propaganda technique in the world war“[45] veröffentlichte.[46]

2.1.1.5 Entwicklung bis heute

Die Entwicklung des Begriffes in all seinen speziellen Deutungen zu beschreiben, würde den Umfang dieser Arbeit bei Weitem sprengen. Darum wird nunmehr auf die richtungsweisenden Veränderungen eingegangen. So veränderte sich die Deutung des Begriffs nach dem – und durch den – Zweiten Weltkrieg zu einer generell negativ konnotierten und Ausdrücke wie Public Relations und Persuasion rückten als neutralere in den Vordergrund. Propaganda wurde als etwas Negatives angesehen, das unter anderem direkt mit dem NS-Regime in Verbindung gebracht wurde. Ab den 1960ern begann man in wissenschaftlichen Kreisen – durch die vermehrte Beschäftigung – den Begriff der Propaganda umzudefinieren. Der einheitliche Charakter des Begriffs verschwamm. Vielmehr ging man von einer „mit Propagandakommunikation durchsetzten Welt“ [47] aus. Propaganda wurde als Kommunikationstypus gesehen, der für die Moderne typisch scheint. Daraus resultierend, erscheint es heute möglich, Propaganda „[…] wertneutral als soziales Phänomen in unterschiedlichen geschichtlichen Phasen der Ausdifferenzierung […]“ [48] darzustellen und somit als historisch-kommunikationswissenschaftlichen Begriff zu fassen.[49]

2.2 Folgerungen

Wie aus den vorigen Ausführungen ersichtlich, machte der Begriff „Propaganda“ im Laufe der Zeit einen vielschichtigen Wandel durch. So stehen wir heute vor dem Problem einer uneinheitlichen Begriffsdefinition. Manche Wissenschaftler bezeichnen Propaganda als „vorwissenschaftlichen Begriff“.[50] Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff „Propaganda“ in einem meist völlig anderen Bedeutungszusammenhang genannt, als dies im wissenschaftlichen Diskurs der Fall ist. Daher scheinen zwei Dinge unerlässlich zu sein. Zum einen ist es notwendig, den Begriff so weit einzugrenzen, dass er einerseits seine allumfassende Deutungsweise verliert und andererseits noch als Instrument der Analyse dinghaft gemacht werden kann. „Es geht um eine Annäherung an die ‚Idee‘, die hinter dem Phänomen Propaganda in all seinen unterschiedlichen Ausprägungen steckt: dass persuasive Kommunikation in politischen Auseinandersetzungen eine zentrale Rolle spielt und über die Verteilung von Machtchancen maßgeblich mit entscheidet.“ [51] Zum anderen müssen die unterschiedlichen Sichtweisen auf Propaganda angeführt werden, um im vorherrschenden sprachlichen Gewirr nicht den Überblick zu verlieren. Letztgenanntes soll nun im Anschluss geschehen. Als Grundlage dient die von Thymian Bussemer ausgearbeitete Einteilung der „Typen des Verständnisses von Propaganda“ [52] .

2.3 Typen des Verständnisses von Propaganda

Wie oben angeführt, ist die Auslegung und Bedeutungszuschreibung des Begriffes „Propaganda“ von dem jeweiligen Begiffsverständnis abhängig. Dadurch wird der Begriffsumfang, also dessen Wirkungsbereich (kurzfristig vs. langfristig bzw. gruppenspezifisch vs. gesamtgesellschaftlich) und dessen Wertung (positiv vs. negativ), eingegrenzt. Nach Thymian Bussemer lassen sich vier Arten des Verständnisses von Propaganda unterscheiden:

- Polemisches Verständnis von Propaganda: Hier wird der Propagandabegriff sehr vereinfacht gebraucht. Ein/-e Vertreter/-in einer Partei oder Interessensvertretung behauptet etwas und eine andere oder ein anderer bezeichnet diese Behauptung als Propaganda. Somit wird jede subjektive (selektive) Wahrnehmung und Auslegung der Realität als Propaganda bezeichnet.
- Kampagnenverständnis von Propaganda: Die Kampagne an sich wird mit dem Begriff Propaganda gleichgesetzt. Alle verfügbaren Ressourcen werden auf ein Ziel hin gebündelt. So zum Beispiel bei den Wahlkämpfen der Nationalsozialistischen Partei in den 1930iger Jahren.
- Propaganda als primäre Integrationsagentur der Gesellschaft: Propaganda dient zur Integration des und der Einzelnen in die Gesellschaft und stellt daher einen Kommunikationstypus dar. Dies impliziert, dass sie geplant, zum Beispiel durch gesellschaftliche Institutionen (etwa das Erziehungssystem), aber auch unbewusst von den Mitgliedern der Gesellschaft ausgehend sein kann.
- Propaganda als Normalmodus gesellschaftlicher Kommunikation: Eine medienzentrierte Öffentlichkeit und ein gesellschaftlicher Pluralismus bringen Propaganda automatisch hervor, da unterschiedliche Interessengruppen um Aufmerksamkeit kämpfen. Öffentlichkeit ist durch Propaganda geformt und wird durch sie auch zusammengehalten. Propaganda wird somit als strukturierendes Element der Massenkommunikation begriffen.

Was unter dem Begriff „Propaganda“ subsumiert wird, hängt sehr stark vom dahinterliegenden Menschenbild und der vorherrschenden Ideologie ab. Ideologie soll im Kontext dieser Arbeit verstanden werden als: „[…] world view that determines how arguments will be recieved and interpreted. The common sense of the world view provides the basis for determining what is good, bad, right, wrong, and so forth.“ [53] In gleichem Maße spielt die zeitliche Differenzierung eine entscheidende Rolle, da man Propaganda, der man selbst ausgesetzt ist, nur schwer fassen kann, wohingegen Kampagnen aus der Vergangenheit sehr schnell als Propaganda entlarvt werden.[54]

Die genannten Typisierungen von Propaganda differieren untereinander oftmals aufgrund ihrer unterschiedlichen Sichtweisen auf den Begriff. Einmal wird die Funktion des Phänomens betont, ein anderes Mal stehen die gewählten Mittel im Vordergrund oder aber es wird auf die Eigenschaften von Propaganda Bezug genommen. Jowett und O´Donnell unterscheiden vier (historische, soziologische, politische und psychologische) Bertachtungsweisen von Propaganda.[55] Im Folgenden werden einige Definitionen des Begriffs vorgestellt und in Beziehung zueinander gesetzt, um schlussendlich zu einer befriedigenden Definition zu gelangen, welche die Basis für die weitere Beschäftigung mit Propaganda im Zuge dieser Arbeit bildet.

2.4 Definitionen von Propaganda

- Johann Plenge (1922): Propaganda ist die „Verbreitung geistiger Antriebe, die Handlungen auslösen sollen“[56]
- Edward Bernays (1928): „Propaganda ist der Mechanismus, mit dem Ideen im großen Stil gesteuert werden, hier im weiteren Sinn verstanden als der wohlorganisierte Versuch, einen bestimmten Glauben oder eine Doktrin zu verbreiten.“ [57]

Aus diesen beiden – frühen – Definitionen von Propaganda geht zum einen die Fokussierung auf geistige Antriebe bzw. Ideen, zum anderen die Intentionen Handlungen auszulösen, oder das Verbreiten eines Glaubens hervor. Bernays spricht zudem von einem „wohlorganisierten Versuch“, womit er den systematischen Einsatz beschreibt.

- Gerhard Maletzke (1972): „Propaganda sollen geplante Versuche heißen, durch Kommunikation die Meinung, Attitüden, Verhaltensweisen von Zielgruppen unter politischer Zielsetzung zu beeinflussen.“[58]
- Harold D. Lasswell (1995): “Propaganda in the broadest sense is the technique of influencing human action by the manipulation of representations.”[59]

Maletzke und Lasswell weisen beide auf die Beeinflussung von menschlichen Handlungen hin. Maletzkes Definition beinhaltet zudem noch die Termini „geplant“ und „Zielgruppen“. Er grenzt seine Definition von Propaganda auf den Bereich der Politik ein.

Klaus Merten (2000): Propaganda sei „[...] eine Technik zur Akzeptanz angesonnener Verhaltensprämissen, bei der die kommunizierte Botschaft durch Reflexivisierung generalisierte Wahrheitsansprüche erzeugt, deren Akzeptanz durch Kommunikation latenter Sanktionspotentiale sichergestellt wird.“[60]

Mertens sozialpsychologische Definition arbeitet mit den Begriffen „Verhaltenprämissen“ und „Reflexivisierung“. Verhaltensprämissen stellen Verhaltensweisen dar, welche der Propagandist oder die Propagandistin beim Zielpublikum erreichen möchte. Unter Reflexivisierung versteht Merten die Absicherung der Wahrheit eines Sachverhaltes (fiktiv) durch „[…] eine weitere fiktive (unterstellte) Wahrheit mit Bezug auf die erste unterstellte Wahrheit […]“ [61] Als Beispiel für diese Technik nennt Merten den Eid, bei dem eine Aussage durch den Schwur auf die Wahrheit als wahr beschworen wird.[62]

- Historisches Wörterbuch der Rhetorik (2005): „Der moderne Begriff der P. bezeichnet den gezielten Versuch von Personen oder Institutionen, einen bestimmten Adressatenkreis durch Informationslenkung für eigennützige Zwecke zu gewinnen und diese Zwecke zugleich zu verschleiern.“[63]
- Jowett and O`Donnell (2006): „Propaganda is the deliberate, systematic attempt to shape perceptions, manipulate cognitions, and direct behavior to achieve a response that furthers the desired intent of the propagandist.“[64]

Die beiden letzten und auch aktuellsten Definitionen von Propaganda geben ein sehr umfassendes Bild von ihrem Wirkungsumfang, der Wirkungsweise und dem zugrundeliegenden Zweck. Als zentrale Punkte sind zu nennen:

1) Propaganda ist systematisch (ausgehend von Personen oder Institutionen)
2) Propaganda ist beabsichtigt, intentional
3) Propaganda ist zielgerichtet (auf eine bestimmte Gruppe von Menschen)
4) Propaganda versucht Meinungen und Einstellungen zu verändern
5) Propaganda arbeitet mit Informationskontrolle
6) Es soll der vom Propagandisten oder von der Propagandistin erwünschte Effekt eintreten

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass alle genannten Definitionen Propaganda als eine Art der Beeinflussung definieren, wobei die zeitliche Aufeinanderfolge eine Veränderung in der Deutung des Begriffs aufzeigt. Die ersten Definitionen scheinen noch sehr geprägt von dem dahinterliegenden Stimulus-Response-Modell, welches dem damaligen Zeitgeist – und damit einhergehend dem vorherrschenden Paradigma – entsprach. Die darauf folgenden Definitionsversuche beschreiben Propaganda immer mehr als Technik und im weiteren Verlauf als eine Form von Kommunikation. So benennen Jowett und O`Donnell Propaganda als eine „[…] form of communication […]“[65] und auch Bussemer meint: „Zunächst einmal ist Propaganda Kommunikation in dem Sinne, dass sie keine objektiven Veränderungen der Realität vornimmt, sondern Veränderungen in der subjektiven Realitätskonstruktion der Menschen, die dann allerdings zu fassbaren Realitätsänderungen führen.“[66] Auf die Thematik des Ersten Weltkrieges übertragen würde dies bedeuten, dass das vehement suggerierte Bild eines Verteidigungskrieges auf Seiten der Mittelmächte dazu führte, dass der Verteidigungskrieg für die Bevölkerung zur Realität wurde.

Bussemer definiert Propaganda wie folgt: Propaganda kann verstanden werden „[…] als die in der Regel medienvermittelte Formierung handlungsrelevanter Meinungen und Einstellungen politischer oder sozialer Großgruppen durch symbolische Kommunikation und als Handlung von Öffentlichkeit zugunsten bestimmter Interessen […]“[67] Diese Definition scheint alle notwendigen Inhalte aufzuweisen, um als Grundlage dieser Arbeit benutzt zu werden.

2.5 Kommunikationsmodelle

Nachdem Propaganda als eine Form von Kommunikation definiert wurde, gilt es nun, diese mittels eines passenden Kommunikationsmodells zu verorten. Diese Verortung ist notwendig, da sonst keine zufriedenstellende Analyse machbar wäre. Im nächsten Abschnitt werden deshalb verschiedene Modelle vorgestellt, erklärt und auf ihren Analysegehalt hin beschrieben.

2.5.1.1 Aristoteles (333 v. Chr.)

Aristoteles entwickelte bereits im 4. vorchristlichen Jahrhundert ein Modell von Kommunikation:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kommunikationsmodell Aristoteles[68]

Dieses sehr „einfache“ Schema beinhaltet drei Aspekte: eine Person, welche mittels einer Rede mit einem Publikum kommuniziert. Zugrunde liegend ist ein lineares Modell von Kommunikation. Propaganda wäre hier der Rede zuzuordnen und somit nur im Kontext einer ganz bestimmten Situation – Redner oder Rednerin hält Rede vor Publikum – analysierbar.

2.5.1.2 Lasswell-Formel (1948)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Lasswell-Formel[69]

Die Lasswell-Formel, entwickelt von Dwight Lasswell, verfeinert das zuvor beschriebene Modell, indem nach dem (persönlichen, sozialen, politischen, …) Hintergrund des Propagandisten oder der Propagandistin gefragt wird. Lasswell nennt die Frage nach dem „Wer?“: „control analysis“. Die Fragen „Was? („content analysis“), (in welchem) „Kanal?“(„media analysis“) und (mit welchem) „Effekt“(„effect analysis“) geben Aufschluss über den Inhalt der Nachricht, das Medium, mit dem die Nachricht übermittelt wurde, und den Effekt, die Wirkung, welche erzielt wurde. Das Publikum wird durch die Frage, zu „Wem?“(„audience analysis“) etwas gesagt wird, miteinbezogen.[70] Das Modell eignet sich zur Analyse des Kommunikationsaktes. Propaganda wäre als Form von Kommunikation nicht von anderen Arten der Kommunikation unterscheidbar. Es scheint also notwendig, genauer auf die Art und Weise und den Inhalt der Kommunikation einzugehen.

2.5.1.3 Schultz von Thun (1981)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieses sogenannte SABS-Modell aus dem Jahr 1981 geht auf die Nachrichtenebenen der Kommunikation im Speziellen ein:

Abbildung 3: Kommunikationsmodell nach Schultz von Thun[71]

Dieses Modell basiert auf der Annahme, dass sich jede Nachricht in vier Ebenen untergliedern lässt. So ist es möglich, Aussagen über Sachinformationen, den Appell (die Aufforderung), Hinweise zur Beziehung zwischen Sender und Empfänger und Selbstoffenbarung des Senders (Werte, Anschauungen, Einstellungen) zu machen. Für eine Entschlüsselung ist jedoch die Kenntnis des historischen Kontextes notwendig, da sich ansonsten die Sachinformation nicht zwangsläufig ergibt. Im obigen Beispiel wurde versucht, das Schema auf die Aussage: „Serbien muss sterbien“ anzuwenden. Die Sachinformation: „Es geht um ein Land Namens Serbien“ wäre ohne Kenntnis des soziokulturellen Kontextes nur schwer ergründbar, da Serbien auch etwas anderes als ein Land sein könnte.

2.5.1.4 Jowett & O´Donnell (2006)[72]

Abbildung 4: Kommunikationsschema nach Jowett & O´Donnell[73]

Das Modell von Jowett & O´Donnell unterscheidet zunächst direkte („non-mediated“) und indirekte („mediated“) Kommunikation. Kommunikation ist des Weiteren unterteilbar in informative und persuasive Informationsvermittlung. Eine Kommunikation, welche reinen Informationsaustausch zum Ziel hat, setzt Einigkeit über das Thema, den Sachverhalt, voraus. Es werden Informationen ausgetauscht, um zu einem besseren Verständnis, das Thema betreffend, zu gelangen. Persuasion, also Überredung, Überzeugung[74], hat laut diesem Schema drei Aspekte, wobei diese als aufeinanderfolgend gelesen werden können (persuasive Kommunikation):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- „response shaping“: Darunter fällt das Formen von bestimmten Reaktionsweisen und Verhaltensweisen.
- „response reinforcing“: Wird verwendet, wenn schon eine positive Grundeinstellung der Thematik gegenüber vorhanden ist. Dient zur Verstärkung dieser bzw. zur Erinnerung an diese.
- „response changing“: Ist die Veränderung einer Einstellung und Verhaltensweise. Hierbei werden sogenannte „Anker“ (Einstellungen, Werte, Verhaltensweisen, Meinung, Normen) angesprochen, welche dann mit neuen Inhalten überschrieben werden.

Unter dem Begriff „Persuasion“ ist laut Jowett und O’Donnell „[…] a communicative process to influence others“ [75] zu verstehen. Diese Beeinflussung ist zunächst wertneutral zu deuten und muss nicht immer zum Schaden der oder des Beeinflussten sein. Propaganda jedoch arbeitet manipulativ[76], das heißt A (Propagandist bzw. Propagandistin) versucht mittels persuasiver Kommunikation B (Rezipientin oder Rezipient) von der Thematik zu überzeugen, auch wenn dies zu deren Schaden ist.

Erreicht wird dies durch die Lenkung des Informationsflusses. Personen, Regierungen und Medien können als „Gatekeeper“ fungieren. Diese steuern den Informationsfluss und bestimmen, was wann wo wie und welchem Publikum präsentiert wird. Dadurch kann die öffentliche Meinung beeinflusst und in gewisser Weise gelenkt werden. Im Fall des Ersten Weltkriegs wäre für Österreich-Ungarn in diesem Kontext als Beispiel das KPQ zu nennen. Ziel ist es, schlussendlich die Verhaltensweisen des Zielpublikums zu verändern. Dies geschieht durch die Anknüpfung und im Weiteren die Manipulation sogenannter „Anker“. Anker sind in diesem Zusammenhang Werte, Überzeugungen, Verhaltensmuster und Gruppennormen.[77]

2.6 Paradigmen der Propagandaforschung

Die Kommunikationsmodelle, in welche Propaganda eingebettet ist, sind im Lichte der historisch differierenden gesellschaftlichen Vorstellungen von Propaganda zu sehen und zu interpretieren. Propaganda oder besser gesagt das, was Menschen unter Propaganda verstehen, hat sich also im Laufe der Zeit verändert und die jeweiligen Sinnzuschreibungen waren/sind – vor allem – vom vorherrschenden Menschenbild abhängig. Grob lassen sich laut Thymian Bussemer insgesamt vier Paradigmen[78] unterscheiden: Die Massentheorie, die Humanistische Gegenbewegung, die Empirische bzw. Quantitative Schule und das Pluralistische Paradigma, welche im Folgenden zusammengefasst dargestellt werden:

2.6.1.1 Die Massentheorie[79]

Dieses Paradigma konstituierte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Durch die Revolutionen des vorangegangenen Jahrhunderts hatten sich weite Teile der Bevölkerung – nicht eingeschlossen waren zum Beispiel Frauen oder Menschen ohne Beschäftigung – ein Mitspracherecht erkämpft. Doch das liberale Gesellschaftsbild kam bald in eine Sinnkrise. Man – die politischen Eliten – befürchtete eine „Herrschaft der Massen“. Die Masse wurde jedoch als nicht diskursfähig, denkfaul und außengeleitet angesehen. Das primäre Ziel war es also, die Kontrolle über sie zu erlangen. Die Massentheorie geht von einer starken Medienwirkung aus, der das Individuum schutzlos ausgeliefert ist. Ebenso dient dieser Auffassung nach das Mediensystem nur zur Übermittlung der Botschaften. Einer der bedeutendsten Vertreter dieser Theorie war Gustave Le Bon[80]. Wie auch andere Vertreter der Massentheorie verortete er eine Gefahr in den Massen. Diese sollten von „oben“ kontrolliert werden. Das ist ein weiteres Merkmal der Theorie, sie geht von einer „Top-Down“-Meinungsbildung aus.

2.6.1.2 Die liberale bzw. humanistische Gegenbewegung Die liberale bzw. humanistische Gegenbewegung[81]

Die liberale bzw. humanistische Gegenbewegung entwickelte sich quasi gleichzeitig mit der Massentheorie und stellt ihr Gegenstück dar. Das Bild des frei und rational handelnden Individuums sollte verteidigt werden. Der Schutz der Gesellschaftsmitglieder vor persuasiven Kräften stand im Vordergrund. Medien sind in diesem Kontext meist nur der Träger von Propaganda. Propaganda an sich ist bei dieser Denktradition ein „Störfaktor im gesellschaftlichen Kommunikationsfluss“. [82] Hieraus ergibt sich, dass die liberal-humanistische Schule den Menschen zwar als eigenhandelndes Individuum sieht, dennoch aber von einer starken Medienwirkung ausgeht.

2.6.1.3 Das empirische Paradigma[83]

Das empirisch-quantitative Paradigma betrachtet Propaganda im Hinblick auf die zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen, die sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ereigneten. Die alten Bindeglieder der Gesellschaft (Kirche, Großfamilie, ...) seien zunehmend obsolet geworden und die Medien stellten nun den Zusammenhalt der Gesellschaft her, so die Auffassung der Theoretiker/-innen dieser Schule. Wissenschaftliche und geplante Propaganda kann der Gesellschaft somit Sicherheit und Sinn geben. Gleichzeitig ging man aber von einer schwachen Medienwirkung aus. Es herrscht eine Art Meinungsmarkt, in dem die unterschiedlichen Meinungen miteinander konkurrieren. Propaganda wurde zu einem Bestandteil der Gesellschaft. Forschergruppen sollten das Publikum in kleine Zielgruppen unterteilen und diese empirisch erforschen. Der Mensch ist laut diesem Paradigma „messbar“.

2.6.1.4 Das pluralistische Paradigma[84]

Ab Mitte der 1950er Jahre verwarf man die Vorstellung von direkter Medienwirkung auf den Menschen und das Bild vom „aktiven Rezipienten“ [85] setzte sich durch. Die Zielgruppenforschung wurde insofern erweitert, als man die Bevölkerung nicht mehr nur nach demographischen Kriterien unterteilte, sondern vielmehr Einzelpersonen oder Kleingruppen als Zielobjekte erkannte. Man ging nun von einer „durch und durch mit Propagandakommunikation durchsetzten Welt“ [86] aus. „ Insofern lässt sich hier von einem pluralistischen Paradigma sprechen, welches die Omnipräsenz von Propaganda in modernen Gesellschaften kritisiert und ihr kommunikationspolitisch zu begegnen versucht, gleichzeitig aber persuasive Kommunikation als Bestandteil der Moderne akzeptiert.“ [87] Das Paradigma spaltete sich zudem in zwei Denktraditionen auf. Der neomarxistische, ideologiekritische Strang betont das manipulative Potential von Propaganda, während sich die kommunikationswissenschaftliche Forschung bemühte, einen Nachweis dafür zu finden, dass Public Relations mit einer demokratischen Öffentlichkeit zu vereinbaren sind.

2.7 Zusammenfassung

Durch die nähere Betrachtung hat sich gezeigt, dass Propaganda eine Art der Kommunikation ist. Man kann Propaganda als „sozial geprägten Prozess“ [88] beschreiben. Propaganda und Kultur stehen in Wechselwirkung zueinander. Einerseits wird Propaganda von der Kultur, in der sie verortet ist, beeinflusst und andererseits verändert sie wiederum die Kultur. Michael Jiesmann beschreibt die gesellschaftlichen, ideologischen Veränderungen, welche durch die Propaganda des Ersten Weltkrieges in Gang gesetzt wurden: “Es ging längst nicht mehr nur um wahre oder falsche Nachrichten, um gute Stimmung an der Heimatfront oder darum, den Gegner zu beeindrucken. Vielmehr warfen die europäischen Nationen alles in die Waagschale, was das Erbe ihrer gemeinsamen Geschichte war und worauf man stolz sein konnte, was man sich auf beiden Seiten zugute hielt. Dabei wurde nicht um etwas Partikulares, Begrenztes gekämpft, bei keinem der Kontrahenten. Es ging vielmehr um ein Ganzes: Nicht allein um die Existenz des eigenen Volkes, sondern um einen universellen Wert, für den dieses einstand […]“. [89] Krieg wurde zu einem sinnstiftenden Mythos. Es ging nicht mehr „nur“ um Sieg und Niederlage, es ging um „Alles oder Nichts“. Dieser Einstellungswandel war mit der Beendigung des Krieges nicht ebenfalls beendet. Er setzte sich in den Köpfen der Menschen fest, er beeinflusste die Kultur und legte mit den Grundstein für den Zweiten Weltkrieg.[90] Der soziokulturelle Kontext, in dem Propaganda stattfindet, ist von entscheidender Bedeutung. „To understand how propaganda works, we must consider how the existing social-historical context allows it to work.“[91] Eine Betrachtung kann also nur unter Beachtung der Bedingungen der Zeit, in der der Prozess stattfand, erfolgreich sein.

Was wir heute ganz eindeutig als persuasive Kommunikation und als Akte von Propaganda entlarven, war für die Menschen der damaligen Zeit nicht offensichtlich. Lässt man die historischen Gegebenheiten außer Acht, so fällt es oftmals schwer, die Art der Beeinflussung nachzuvollziehen. Sprüche auf Feldpostkarten erscheinen als überzogen. Botschaften wie „Österreich wird ewig stehen“[92] erscheinen aufgesetzt und klar als Propaganda enttarnbar. An diesem Punkt sei jedoch auf Wahlplakate unserer Zeit hingewiesen, welche sich weder im sprachlichen Niveau noch im Inhaltlichen stark von dem vorig Genannten unterscheiden. So war auf österreichischen Plakatwänden und Plakatständern jüngst zu lesen: “Daham statt Islam“ oder auch „Abendland in Christenhand“.

Das unten dargestellte Modell zeigt den Prozess und die Verortung von Propaganda in einem gesellschaftlich umfassenden Kontext:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Process of propaganda[93]

Das Schema zeigt die Einbettung in einen soziohistorischen Kontext sowie den Prozess der Kommunikation. Gesellschaftliche Ereignisse, die Wirtschaft, gesellschaftliche Mythen, die Regierung und die Ideologien bilden den „kulturellen Rahmen“, welcher die Infrastruktur und die Ausgangsvoraussetzungen für Propaganda darstellt. „How propaganda is developed, used, and recieved is culture specific.“[94] Ob eine Gesellschaft – im Hinblick auf die Nutzung der Medien – „offen“ oder „geschlossen“ ist, kommt hierbei genauso zum Tragen wie wirtschaftliche Faktoren oder religiöse bzw. mythische Sinnkonstruktionen. Institutionen und die Bevölkerung sind als Ausgangs- bzw. Endpunkt der Kommunikation eingezeichnet. Die „Propaganda Agent(s)“ fungieren als primäre „Gatekeeper“, welche Informationen an die Medien (sekundäre „Gatekeeper“) weiterleiten. Pfeile stellen Richtungen der Beeinflussung und Kommunikation dar. Ebenso sind die Wechselwirkungen zwischen Institutionen, Medien, der Öffentlichkeit und dem „kulturellen Rahmen“ ersichtlich.[95]

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass eine Analyse von Propaganda – nach der Definition als solche – neben den aus den Kommunikationsmodellen hervorgehenden Punkten (z. B. Lasswell-Formel) vor allem den historischen Kontext beleuchten muss. Eben dieses soll im nächsten Kapitel für die Presselandschaft der Habsburgermonarchie sowie die spezielle historische Situation von Österreich-Ungarn zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemacht werden.

3 Historischer Kontext

3.1 Zeitungen in Österreich-Ungarn zur Zeit des Ersten Weltkrieges

In diesem Abschnitt wird es um die Betrachtung der deutschsprachigen Zeitungslandschaft der Donaumonarchie gehen. Noch weiter eingegrenzt: um die deutschsprachige Zeitungslandschaft der Donaumonarchie in der Zeitspanne 1914 bis 1918. Doch bevor sich der Fokus auf diese Thematik verengt, soll zunächst noch ein allgemeiner Blick auf die gesellschaftliche Rolle des Mediums Zeitung insgesamt und im Speziellen auf dessen Rolle zu Beginn des 20. Jahrhunderts geworfen werden. Dieses erscheint wichtig, da sich – wie im vorigen Kapitel aufgezeigt – Kommunikationsstrukturen extrahieren lassen, welche für eine propagandadurchsetzte Kommunikation typisch erscheinen[96] und sich vom zeitlichen Rahmen unabhängig betrachten lassen. Jenes erscheint von Relevanz, da jede Zeit ein „Leitmedium“ besitzt. Dies lässt dem jeweiligen Medium einen tragenden Charakter zukommen. Wie sich anhand der weiteren Ausführungen noch zeigen wird, können Zeitungen als „das“ Leitmedium des beginnenden 20. Jahrhunderts bezeichnet werden.[97] Zudem müssen die journalistischen Aspekte von Medien im generellen sowie im spezifischen historischen Kontext Beachtung finden. Abschließend sollen gängige Konzepte der Medienwirkungsforschung vorgestellt und im Kontext der Arbeit verortet werden.

3.1.1 Zeitungen als Träger und Produzenten von Propaganda

Medien – in diesem Fall Zeitungen – kommt kommunikationstechnisch eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen können sie Träger von Propaganda sein, zum anderen ist es denkbar, dass die Zeitungen selbst als Propagandisten in Erscheinung treten.[98] Erstgenanntes erscheint aufgrund der Fragestellung dieser Arbeit vor allem von Interesse. Zweitgenanntes muss jedoch immer mitberücksichtigt werden – nicht zuletzt aufgrund der historischen Gegebenheiten –, da es zu verzerrenden Effekten kommen kann, welche die beiden angeführten Rollen verschmelzen lassen. Ein solcher Effekt wäre zum Beispiel die journalistische Selbstzensur: so dass etwa eine den Krieg positiv darstellende Berichterstattung aufgrund der persönlichen, subjektiven Einstellung der Journalistin oder des Journalisten stattfindet.[99] Der Berichterstatter oder die Berichterstatterin wird somit selbst zum/zur Propagandist/-in – bewusst oder unbewusst – und die Zeitung stellt das Trägermedium dar. „Der Journalist fungierte nicht nur als Berichterstatter, sondern auch als Akteur und Regisseur auf der (politischen) Bühne“[100], stellt Rosenberger zum Verhältnis von Journalismus und Berichterstattung für den Beginn des Ersten Weltkriegs im Deutschen Reich fest. Für die Donaumonarchie kann Ähnliches festgestellt werden: Noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zeigt sich dies in der Reaktion der einzelnen Blätter auf die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand sehr deutlich. Es gab sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man nun mit Serbien weiter verfahren sollte. Während die christlich-soziale und deutschnationale Presse eine harte Gangart gegenüber Serbien und südslawischen Bevölkerungsteilen forderte, reagierten die sozialdemokratischen und alldeutschen Medien eher gemäßigt. Die Reichspost trat für einen Krieg gegen Serbien ein, die Arbeiterzeitung und das Alldeutsche Tagblatt waren gegen einen solchen. Ein Großteil der Wiener Blätter sprach sich für Frieden aus, war jedoch der Meinung, dass dieser nicht um jeden Preis zu verwirklichen sei.[101] Die Aussage, dass Zeitungen sowohl Träger als auch Produzenten von Propaganda sein können, trifft somit nicht nur allgemein für das Medium Zeitung zu, sondern kann auch ganz konkret für die Zeit des Ersten Weltkrieges festgestellt werden.

Diese Feststellung führt zu der Frage, welche Reichweite das Medium Zeitung zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte. Aufgrund der Reichweite lässt sich auf die Bedeutung schließen. Welchen Stellenwert hatten also Zeitungen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts? Welche gesellschaftspolitische Bedeutung kam ihnen zu?

3.1.2 Zeitungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Den Zeitungen kam seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine immer gewichtigere Rolle zu. Sie gewannen seit den 1830ern zunehmend an Bedeutung. Das Erscheinen von sogenannten „penny papers“ in den USA oder Blättern wie zum Beispiel dem „Pfennig-Magazin“ in Deutschland führten zu einer publizistischen Umwälzung. Durch die Entwicklung neuer Techniken wurden die aktuellen Informationen, die für die Berichterstattung der Zeitungen notwendig waren, in immer kürzerem Zeitraum übermittelt. Es kam zur Etablierung von Nachrichtenagenturen, welche sich auf das Sammeln und Verteilen von Informationen spezialisiert hatten.[102]

Die Bedeutung des Mediums Zeitung in diesem Zeitabschnitt verdeutlicht ein Zitat von Edith Walter: „Das Interesse am gedruckten Werk, genauer genommen an der Tagespresse, war wohl niemals größer als während der fünf Dezennien, in denen die Österreichisch-ungarische Monarchie bestand: als die junge Demokratie laufen lernte, als die Bilder es noch nicht konnten, als die Zeitung das einzige Informations- und Kommunikationsmittel war.“ [103]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kann von einer „Mediatisierung“ [104] der internationalen politischen Beziehungen gesprochen werden. „Ständig waren Zeitungsberichte im Spiel, ständig wurde die Presse benutzt, ständig wurde […] die Auslandpresse kritisch ‚beäugt‘.“ [105] Daraus lässt sich laut Rosenberger auf die gesellschaftliche Relevanz der Zeitungen schließen.[106] Lothar Burchardt meint dazu: „In allen beteiligten Ländern trug der in den Medien angeschlagene aggressive Ton mehr zur Eskalation bei, als oft angenommen wird. Er brachte die Akteure auf der eigenen Seite in Zugzwang und lieferte der Gegenseite Anlass und Rechtfertigung für krisenverschärfende Maßnahmen. Sie wirkten ihrerseits wieder auf die eigene Seite zurück und initiierten damit eine neue Eskalationsrunde.“ [107]

Laut Andreas Elter sind die Medien in einer Mediengesellschaft für das politische Klima und die politische Ausrichtung der Gesellschaft mit verantwortlich. Er stellt für Medien im Allgemeinen fest, dass diese bei ihrer Einschätzung der politischen Lage in Bezug auf bevorstehende Kriege eines nicht berücksichtigen “nämlich die Tatsache, dass sie selbst erst – zumindest in Teilen – den allgemeinen politischen Konsens konstruieren“[108]. Er verweist dabei auf folgende Dynamik:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Kreismodell nach Elter[109]

Elters „meinungspolitisches Perpetuum mobile“[110] funktioniert nicht nur, wenn die Medien eine kritiklose Rolle dem Konflikt gegenüber einnehmen, sondern auch, wenn diese selbst ganz gezielt Stimmung für eine bestimmte Sache machen.

3.1.3 Zeitungen im Krieg

Krieg beinhaltet Steuerung, Intensivierung und Ausdehnung von Kommunikation. Die Öffentlichkeit, die Militärs und die politischen Entscheidungsträger haben das Bedürfnis und den Bedarf an aktuellen Informationen. So steigt nicht nur die Bedeutung von Massenmedien, sondern auch der informelle Informationsaustausch nimmt zu. Dem gegenüber steht das Interesse der Regierungen, kriegswichtige Informationen geheim zu halten und dem Kriegsziel hinderliche Meinungen und Informationen – zum Beispiel durch Zensur – zu unterdrücken.[111]

Eine weitere Besonderheit, welche sich – speziell – in Kriegssituationen bei der medialen Berichterstattung zeigt, ist die Herausbildung von Feindbildern und eine zunehmende Schwarz-Weiß-Malerei: „Über kurz oder lang ist die mediale Konstruktion von Krieg durch Stereotypen und Kollektivsingulare geprägt, strukturieren also Feindbilder den Krieg in den Medien und bestimmen die Beobachterperspektive. Etablierte Feindbilder rechtfertigen den Krieg: Sobald die mediale Thematisierung von Krieg Partei ergreift, verschafft sie diesem selbst Sinn. Dadurch wird der Krieg in den Medien zum Bestandteil des Krieges selbst.“[112]

Insgesamt lassen sich nach Kurt Imhof zumindest drei Merkmale von Kriegskommunikation feststellen:[113]

1) Zum einen eine Personifizierung (Glorifizierung oder Dämonisierung) des Kriegsgeschehens, welche sich durch eine Kollektivtypisierung auszeichnet.
2) Zum anderen ist eine Historisierung der Gegenwart und Politisierung der Geschichte erkennbar. Vergangenes wird zur Legitimierung von Gegenwärtigem bzw. Zukünftigem verwendet.[114]
3) Als dritter Punkt kann eine generelle Asymmetrie der Berichterstattung festgestellt werden, welche ihr Schwergewicht auf die Handlung von jeweils einer Kriegspartei legt.

Medien – in diesem Fall Zeitungen – nehmen und nahmen Einfluss auf wichtige Gruppierungen der Gesellschaft. Durch ihre Berichterstattung wurden und werden die gesamte Leser /-innenschaften beeinflusst und in die eine oder andere Richtung – sei es auch nur marginal – gelenkt.[115] Wie stark dieser Einfluss ist bzw. war, hängt zum einen von der Situation, in der sich die jeweiligen Individuen befinden, ab: Gibt es Möglichkeiten, andere Meinungen zum Vergleich heranzuziehen? Zum anderen sind auch hier die spezifischen historischen Gegebenheiten zu beachten: Welche Wirkungs- und Aussagekraft, welcher Status wird dem Medium zugeschrieben? Rosenberger stellt zum Abschluss seines Aufsatzes fest : “Politik wurde und wird nach wie vor von Politikern gemacht. Aber Medien konstruieren ihr eigenes Bild der Realität, sie vermitteln, beeinflussen, erzwingen, stören, begünstigen Politik.“[116]

[...]


[1] Zitat Lasswell, Harold D.: Propaganda technique in World War I.- Cambridge, Mass.: M.I.T. Press, 1971. S. 221.

[2] Zitat Historisches Museum: "So ist der Mensch ...": 80 Jahre Erster Weltkrieg ; 195. Sonderausstellung, Historisches Museum der Stadt Wien, 15. September bis 20. November 1994.- Wien: Museen der Stadt Wien, 1994. S. 12.

[3] Zitat nach Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 5.

[4] Vgl. Elter, Andreas: Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917 - 2005.- Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005. S. 50 - 56.

[5] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S.11.

[6] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S.11.

[7] Vgl. Michalka, Wolfgang (Hg): Der Erste Weltkrieg: Wirkung, Wahrnehmung, Analyse.- Weyarn: Seehamer, 1997. S. 4 - 12., Horne, John (Hg): A companion to World War I.- Malden, Mass. u.a.: Wiley-Blackwell, 2010.

[8] Als Beispiele: Arand, Tobias: Die "Urkatastrophe" als Erinnerung: Geschichtekultur des Ersten Weltkriegs.- Münster: FfL-Verl., 2006., Burgdorff, Stephan: Der Erste Weltkrieg: die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.- München u.a.: Dt. Verl.-Anst. u.a., 2004., Ernst, Schulin: Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.- in: Michalka, Wolfgang (Hg): Der Erste Weltkrieg. Wirkung.Wahrnehmung.Analyse.- Weyarn: Seehamer Verlag, 1997., Bihl, Wolfdieter: Der Erste Weltkrieg: 1914 - 1918 ; Chronik - Daten - Fakten.- Wien u.a.: Böhlau, 2010.

[9] Vgl. Jiesmann, Michael: Propaganda.- in: Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Renz, Irina (Hg): Enzyklopädie Erster Weltkrieg.- Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh, 2009., Klaus, Mayer: Die Organisation des Kriegspressequartiers beim k. u. k. AOK im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918.- Wien: Dis., 1963. S. 202.

[10] Ehrenpreis, Petronilla: Kriegs- und Friedensziele im Diskurs : Regierung und deutschsprachige Öffentlichkeit Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs.- Innsbruck u.a.: Studien-Verl., 2005. S. 11 - 15.

[11] Vgl. als neuere Beispiele Hamann, Brigitte: Der Erste Weltkrieg : Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten.- München u.a.: Piper, 2008., Brucker, Mathias: Die Kriegswirtschaft Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg. Rüstungsproduktion, Mannschafts- und Offiziersersatz, Transportsystem, Ernährungs- und Finanzwirtschaft sowie Kriegssozialismus.- 2010., Cornwall, Mark: The last years of Austria-Hungary. a multi-national experiment in early twentieth-century Europe.- Exeter: Univ. of Exeter Press, 2006.

[12] Vgl. zum Beispiel Rettenwander, Matthias: Der Kampf um die Milch! Die Milchnot in Innsbruck im Ersten Weltkrieg und ihre propagandistische Ausbeutung.- in: Tiroler Heimatländer, 4, , Winkelbauer, Thomas: Wer bezahlte den Untergang der Habsburgermonarchie? Zur nationalen Streuung der österreichischen Kriegsanleihen im Ersten Weltkrieg.- , Stadler, Angelika: Ärztinnen im Krieg. am Beispiel der Ärztinnen Österreich-Ungarns.- 2003.

[13] Vgl. zum Beispiel Schiel, Wolfgang F.: Die Flugblatt- und Flugschriftpropaganda der Entente im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918.- Wien: Diss. Univ. Wien, 1980., Bociurko, Michaela-Maria A.: Flugblattpropaganda an der Front 1914-1918 - Wien: Dipl., 2002., Friedrich, Claudia: Propaganda im Ersten Weltkrieg. die Postkarte als Propagandamedium in Österreich-Ungarn.- Graz: Dipl., 2002., Tomenendal, Kerstin: DasTürkenbild in Österreich-Ungarn während des Ersten Weltkriegs im Spiegel der Kriegspostkarte.- Wien: Diss., 2008.

[14] Vgl. zum Beispiel Haid, Elisabeth: Galizien im Ersten Weltkrieg im Spiegel österreichischer und russischer Zeitungen.- Wien: Dipl., 2009., Ehrenpreis, Petronilla: Kriegs- und Friedensziele im Diskurs : Regierung und deutschsprachige Öffentlichkeit Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs.- Innsbruck u.a.: Studien-Verl., 2005.

[15] Vgl. zum Beispiel: Fischer, Peter: Die propagandistische Funktion von Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg.- in: Quandt, Siegfried (Hg): Der erste Weltkrieg als Kommunikationsereignis.- Gießen: Offset Köhler KG, 1993.

[16] Vgl. zum Beispiel Ehrenpreis, Petronilla: Kriegs- und Friedensziele im Diskurs : Regierung und deutschsprachige Öffentlichkeit Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs.- Innsbruck u.a.: Studien-Verl., 2005. , welche auf den Begriff der Öffentlichen Meinung ausweicht.

[17] Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Renz, Irina (Hg): Enzyklopädie Erster Weltkrieg.- Paderborn: Schöningh, 2009.

[18] Jeismann, Michael: Propaganda.- in: Hirschfeld, Gerhard / Krumreich, Gerd / Renz, Irina (Hg): Enzyklopädie Erster Weltkrieg.- Paderborn : Schöningh, 2009.

[19] Vgl. zum Beispiel Lasswell, Harold D.: Propaganda technique in World War I.- Cambridge, Mass.: M.I.T. Press, 1971., Taylor, Philip M.: Munitions of the mind : a history of propaganda from the ancient world to the present era.- Manchester u.a.: Manchester Univ. Press, 2003., Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006., Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005.

[20] Vgl. Schwendinger, Christian: Was ist Propaganda?- in: Rheton. Online-Zeitschrift für Rhetorik und Wissentransfer http://www.rheton.sbg.ac.at, 20.08.2010.

[21] Vgl. Kirchner, A.: Begriff: Propaganda.- in: Gert, Ueding: Historisches Wörterbuch der Rhetorik.- Tübingen: Niemeyer, 2005. S. 266.

[22] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 10f.

[23] Vgl. Merten, Klaus: Struktur und Funktion von Propaganda.- in: (Hg): Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommuniukationsforschung.- 2000. S.143 - 144.

[24] Vgl. Merten, Klaus: Struktur und Funktion von Propaganda.- in: (Hg): Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung. 2000. S. 144.

[25] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 17.

[26] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 72 - 73. Exkurs: Im Jahr 1967 wurde diese Institution im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils in „Kongregation für die Evangelisierung der Völker“ umbenannt und sie besteht bis heute. Vgl. Miller, Mark C.: Nachwort.- in: Bernays, Edward L. / Schnur, Patrik (Hg): Propaganda. Die Kunst der Public Relations.- Orange Press, 2007.

[27] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 25.

[28] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 74 - 75.

[29] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 74 - 76.

[30] Vgl. Kirchner, A.: Begriff: Propaganda.- in: Gert, Ueding: Historisches Wörterbuch der Rhetorik.- Tübingen: Niemeyer, 2005. S. 275 - 277.

[31] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 26.

[32] Vgl. Ebd. S. 15.

[33] Vgl. Ebd. S. 54.

[34] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 95.

[35] Zitat Creel, George nach Elter, Andreas: Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917 - 2005.- Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005. S. 28.

[36] Zitat nach Scheer, Tamara: Kontrolle, Leitung und Überwachung des Ausnahmezustandes während des Ersten Weltkriegs. Ausnahmsverfügungen und Kriegsüberwachungsamt.- Wien: Diss., 2006. S. 63.

[37] Zu den Aufgabenbereichen des KPQ siehe Klaus, Mayer: Die Organisation des Kriegspressequartiers beim k. u. k. AOK im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918.- Wien: Dis., 1963. S. 4. Es wird im Zuge diese Arbeit auch noch genauer auf das KPQ eingegangen.

[38] Gilt es doch im ersten Fall eine demokratische Öffentlichkeit zu überzeugen, während im zweiten Fall die Aufrechterhaltung eines autoritären Systems die Aufgabe darstellt.

[39] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 26.

[40] Vgl. Daniel, Ute / Siemann, Wolfram / Arnold, Sabine Rosemarie / Bauman, Zygmunt: Propaganda : Meinungskampf, Verführung und politische Sinnstiftung 1789 - 1989.- Frankfurt, Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1994. S. 15.

[41] Zitat Bernays, Edward / Schnur, Patrick: Propaganda: die Kunst der Public Relations.- Freiburg im Breisgau: Orange Press, 2007. S. 19.

[42] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 215 - 217.

[43] Vgl. Durkheim, Emile: Der Selbstmord.- Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006.

[44] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 99 - 100.

[45] Lasswell, Harold D.: Propaganda technique in World War I.- Cambridge, Mass.: M.I.T. Press, 1971.

[46] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 100 - 103.

[47] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 51.

[48] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 16.

[49] Vgl. Ebd. S. 24.

[50] Vgl. Ebd. S. 24.

[51] Zitat Ebd. S. 35.

[52] Vgl. Ebd. S. 53.

[53] Zitat Cooper, Martha nach Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 271.

[54] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 35.

[55] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 1 - 2.

[56] Zitat Plenge, Johann nach Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 27.

[57] Zitat Bernays, Edward / Schnur, Patrick: Propaganda: die Kunst der Public Relations.- Freiburg im Breisgau: Orange Press, 2007. S. 28.

[58] Zitat Maletzke, Gerhard nach Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 28.

[59] Zitat Lasswell, Harald D.: Propaganda.- in: Jackall, Robert (Hg): Propaganda.- New York: New York Univ. Press, 1995. S. 13.

[60] Zitat Merten, Klaus: Struktur und Funktion von Propaganda.- in: (Hg): Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommuniukationsforschung. 2000. S. 144.

[61] Zitat Ebd. S. 154.

[62] Vgl. Ebd. S. 155.

[63] Zitat Kirchner, A.: Begriff: Propaganda.- in: Gert, Ueding: Historisches Wörterbuch der Rhetorik.- Tübingen: Niemeyer, 2005. S. 267.

[64] Zitat Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 7.

[65] Zitat Ebd. S. 1.

[66] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 30.

[67] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 29 - 30.

[68] Quelle eigene Grafik Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 28 - 29.

[69] Quelle eigene Grafik Vgl. Arens, Markus: Lasswell-Formel.- in: Sander, Uwe / von Gross, Frederike / Hugger, Kai-Uwe (Hg): Handbuch Medienpädagogik.- Wiesbaden: verlag für Sozialwissenschaften, 2008. Vgl. S. 198.

[70] Vgl. Arens, Markus: Lasswell-Formel.- in: Sander, Uwe / von Gross, Frederike / Hugger, Kai-Uwe (Hg): Handbuch Medienpädagogik.- Wiesbaden: verlag für Sozialwissenschaften, 2008.S. 198 - 199.

[71] Quelle eigene Grafik Vgl. Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden.- Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 2006. S. 25 - 31.

[72] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 28 - 31.

[73] Quelle Ebd. S. 29.

[74] Wobei Überredung kurzfristiger, Überzeugung längerfristiger ist.

[75] Zitat Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 31.

[76] Manipulation soll in diesem Zusammenhang in seiner negativen Konnotation verstanden werden. Der oder die Manipulierende versucht seine Ziel zu erreichen und bedient sich dabei manipulativer Mittel. Vgl. Manipulation: Ueding, Gert / Jens, Walter: Historisches Wörterbuch der Rhetorik.- Tübingen: Niemeyer, 2001. Sp. 931 - 932.

[77] Vgl. Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 33 - 36.

[78] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 50 - 60.

[79] Vgl. Ebd. S. 50.

[80] Vgl. Le Bon, Gustave / Hofstätter, Peter R.: Psychologie der Massen.- Stuttgart: Kröner, 1982.

[81] Vgl. Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S.50 - 51.

[82] Zitat Ebd. S. 55.

[83] Vgl. Ebd. S. 51.

[84] Vgl. Ebd. S. 51 - 52.

[85] Zitat Ebd. S. 57.

[86] Zitat Ebd.

[87] Zitat Bussemer, Thymian: Propaganda: Konzepte und Theorien.- Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005. S. 51.

[88] „Propaganda as a process is sozially determined.“ Zitat Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 358.

[89] Zitat Jiesmann, Michael: Propaganda.- in: Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Renz, Irina (Hg): Enzyklopädie Erster Weltkrieg.- Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh, 2009. S. 198.

[90] Vgl. Ebd. S. 198 - 208.

[91] Zitat Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 358.

[92] Vgl. Dohle, Oskar / Weiß, Andrea: ,,Österreich wird ewig stehn" - Postkarten als Mittel der Propaganda in Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Sammlung des Salzburger Landesarchivs.- in: Landeskunde, Gesellschaft für Salzburger (Hg): Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde - Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 2001. S. 299.

[93] Quelle Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S. 359.

[94] Zitat Jowett, Garth S. / O'Donnell, Victoria: Propaganda and persuasion.- Thousand Oaks, Calif. u.a.: Sage, 2006. S 360.

[95] Vgl. Ebd. S. 359 - 364.

[96] Mehr noch! Propaganda wird durch diese erst manifest.

[97] Vgl. Lehnert, Detlef: Die geschichtlichen Schattenbilder von "Tannberg". Vom Hindenburg-Mythos im ersten Weltkrieg zum ersatzmonarchischen Identifikationssymbol in der Weimarer Republik.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 43.

[98] Vgl. Rosenberger, Bernhard: Schreiben für Kaiser und Vaterland? Die Rolle der Presse beim Kriegsausbruch der Ersten Weltkrieges.- in: Quandt, Siegfried (Hg): Der Erste Weltkrieg als Medienereignis.- Gießen: Justus-Liebig-Universiät, 1993. S. 20.

[99] Vgl. Lang, A. Gustav: Krieg als journalistisches Thema.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 151 - 152, der auf die speziellen Faktoren der Berichterstattung in Kriegszeiten genauer eingeht.

[100] Zitat Rosenberger, Bernhard: Zeitungen als Kriegstreiber? Die Rolle der Presse im Vorfeld des Ersten Weltkrieges.- Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag, 1998. S. 326.

[101] Vgl. Ehrenpreis, Petronilla: Kriegs- und Friedensziele im Diskurs : Regierung und deutschsprachige Öffentlichkeit Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkriegs.- Innsbruck u.a.: Studien-Verl., 2005. S. 61 - 64.

[102] Vgl. Bollinger, Ernst: Pressegeschichte.- Freiburg, Schweiz: Univ.-Verl., 1996. S. 19ff., Wilke, Jürgen: Krieg als Medienereignis - Konstanten eines endlosen Themas.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien - Zürich: Seismo, 1995. S. 24 - 30., Walter, Edith: Österreichische Tageszeitungender der Jahrhundertwende.- Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag, 1994. S. 35 - 39.

[103] Zitat Walter, Edith: Österreichische Tageszeitungender der Jahrhundertwende.- Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag, 1994. S. 42.

[104] Zitat Rosenberger, Bernhard: Zeitungen als Kriegstreiber? Die Rolle der Presse im Vorfeld des Ersten Weltkrieges.- Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag, 1998. S. 325.

[105] Zitat Ebd.

[106] Vgl. Ebd.

[107] Zitat Burchardt, Lothar: Warum kam es zum Ersten Weltkrieg?- in: Pfetsch, Frank R. / Burchardt, Lothar / Roth, Günter / Junker, Detlef (Hg): Wie Kriege enstehen.- Konstant/Stuttgart: 1990. S. 53.

[108] Zitat Elter, Andreas: Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917 - 2005.- Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005. S. 340.

[109] Quelle Vgl. Ebd. S. 340 - 341.

[110] Zitat Elter, Andreas: Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917 - 2005.- Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005. S. 341.

[111] Vgl. Quandt, Siegfried: Krieg und Kommunikation. Der Erste Weltkrieg als Beispiel.- in: Quandt, Siegfried (Hg): Der Erste Weltkrieg als Kommunikationsereignis.- Gießen: Justus-Liebig-Univ., 1993. S. 5.

[112] Zitat Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 10.

[113] Vgl. Imhof, Kurt: Kriegskommunikation im sozialen Wandel.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 124.

[114] Siehe dazu auch: Iten, Andreas: Medien und Krieg - Krieg in den Medien. Die Sprache bereitet den Krieg vor.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 17.

[115] Zur prozentuellen Zunahme der Kriegsberichterstattung in den Medien am Beispiel der Schweiz: Imhof, Kurt: Kriegskommunikation im sozialen Wandel.- in: Imhof, Kurt / Schulz, Peter (Hg): Medien und Krieg - Krieg in den Medien.- Zürich: Seismo, 1995. S. 127.

[116] Zitat Rosenberger, Bernhard: Schreiben für Kaiser und Vaterland? Die Rolle der Presse beim Kriegsausbruch der Ersten Weltkrieges.- in: Quandt, Siegfried (Hg): Der Erste Weltkrieg als Medienereignis.- Gießen: Justus-Liebig-Universiät, 1993. S. 26.

Details

Seiten
154
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783842808348
Dateigröße
2.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v228210
Institution / Hochschule
Universität Salzburg – Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, Geschichte
Note
1
Schlagworte
propaganda österreich ungarn kommunikationsanalyse presse

Autor

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Titel: Kriegspropaganda in der Habsburgermonarchie im Zuge des Ersten Weltkriegs