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Deviante Nutzungsmuster bei synchroner Computer-Mediated Communication (CMC)

Einzelfallstudien ausgehend von Chat- und MUD-Angeboten - Explorativ-deskriptive Untersuchung

Magisterarbeit 2002 162 Seiten

Soziologie - Medien, Kunst, Musik

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Zusammenfassung:
Diese Magisterarbeit stellt die Befunde zur „Internetsucht“ grundsätzlich in Frage. Im Zentrum der explorativ-deskriptiven Untersuchung von synchronen CMC-Angeboten (Chat, MUD, MOO etc.), verbunden mit Einzelfallanalysen ihrer Nutzer, stehen „Vielnutzer“ von Chat- und MUD (Multi-User-Dungeons)-Angeboten, deren Nutzungsverhalten deviante Züge aufweist. Ihre Nutzungsmotive sowie die Angebote selbst werden unter dem Fokus postmoderner Identitätstheorien, insbesondere der „Patchwork-Identität“ von Heiner Keupp, untersucht. Dabei werden Zusammenhänge zwischen CMC-Nutzung und Identitätsprozessen aufgedeckt, sowie Hypothesen entwickelt, die das Verhalten der Subjekte als Produkt normaler Identitätsarbeit fassbar machen. Es wird dabei in Ansätzen die Theorie der „dominanten, virtuellen Teilidentität“ skizziert, die durch die begleitenden Einzelfallanalysen gestützt wird.
Forschungsleitende Fragen:
Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist:
Wie und unter welchen Umständen beeinflussen die Erfahrungen mit synchroner Computer mediated Communication (CMC) die Erlebens-, und Verhaltensweisen der Nutzer so, dass diese zu devianten Nutzungsmustern führen?
Die Beantwortung dieser Frage führt unter Punkt 2.1 zunächst zur Vorstellung der Patchwork-Identität von Heiner Keupp und deren Funktionsweise im Spannungsfeld des postmodernen Diskurses. Diesem Teil liegen die folgenden zentralen Fragen zugrunde:
Wann und unter welchen Umständen werden Teilidentitäten entwickelt?
Wann wird eine Teilidentität dominant?
Welche Ressourcen sind für eine gelingende Identitätsarbeit notwendig?
Zur Beantwortung dieser Fragen werden die wesentlichen Konstrukte (Teilidentität, Dominante Teilidentität, Identitätsressourcen etc.) der Identitätsarbeit erklärt und Kriterien der Identitätsbildung herausgearbeitet. Es werden weiter Situationen mit hoher Ambiguität beschrieben und definiert, da diese den Prozess der Identitätsbildung besonders relevant werden lassen.
Unter Punkt 2.2 werden die unterschiedlichen CMC-basierten Angebote und deren Spezifika, im Besonderen rekurrierend auf Döring, Turkle, Batinic, Götzenbrucker und Bahl beschrieben.
Punkt 2.3 steht unter dem Fokus der zentralen Fragen:
Kann im virtuellen Raum eine Teilidentität entstehen?“
Gibt es Unterschiede zwischen den Teilidentitäten im realen und im virtuellen Raum?“
Hierbei wird erläutert, warum es, ausgehend von den Kriterien aus Teil 2.1, möglich ist, dass sich im CMC-Raum […]

Details

Seiten
162
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783832494575
ISBN (Buch)
9783838694573
Dateigröße
987 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v224588
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, Kommunikations- und Medienwissenschaft
Note
2,0
Schlagworte
internet-sucht patchwork-identität chat identitätsressourcen teilidentität

Autor

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Titel: Deviante Nutzungsmuster bei synchroner Computer-Mediated Communication (CMC)