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Die Intervention der USA in Vietnam

Erklärungsmuster in westdeutschen und britischen Zeitungen 1964-1969

Magisterarbeit 2003 206 Seiten

Geschichte - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Zusammenfassung:
Die Arbeit untersucht die Wahrnehmung der US-Vietnampolitik in westdeutschen Zeitungen und zieht zum Vergleich die britische Perspektive hinzu. Sie konzentriert sich dabei darauf, wie westdeutsche und britische Journalisten zwischen 1964 und 1969 die Frage beantworten: Warum führen die USA Krieg in Vietnam? Der Krieg in dem südostasiatischen Land war ein bedeutendes Ereignis in der westdeutsch-amerikanischen Beziehungsgeschichte. Je stärker das militärische Engagement der USA wurde, desto tiefer wurde in der westdeutschen Öffentlichkeit die Spaltung zwischen Befürwortern und Gegnern des Kriegs.
Obwohl die Sechziger in der Bundesrepublik wie in Großbritannien eine Zeit der Expansion audiovisueller Medien waren, konzentriert sich diese Untersuchung auf Zeitungen, denn sie hatten als „Leitmedien“ oder „Meinungsführermedien“ einen hohen Einfluss auf die anderen Medien und auf die Gesellschaft. (Wilke, Jürgen 1999)
Diese Arbeit fragt sowohl nach expliziten Erklärungsversuchen deutscher Zeitungen für die Intervention in Vietnam als auch nach unausgesprochenen Annahmen über die Beweggründe der Vereinigten Staaten. Dabei wird auch auf die Erkenntnisse anderer wissenschaftlicher Disziplinen zurückgegriffen, insbesondere der Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie der sozialwissenschaftlichen Kognitionsforschung. Neben der Suche westdeutscher und britischer Journalisten nach fest umrissenen, eindeutig fassbaren und explizit angesprochenen Gründen für das amerikanische Vorgehen – als Beispiel sei die „Domino-Theorie“ genannt – wird das manifest oder latent aufgebaute Image der USA und ihrer Bürger im Zentrum der Arbeit stehen, sofern dieses in Zusammenhang mit der Intervention in Vietnam gebracht wird. Es geht hierbei also auch um Erklärungsversuche nach folgendem Schema: Die Amerikaner betreiben diese Politik und keine andere, weil ihnen bestimmte Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften zu eigen sind.
Die leitende Frage, nämlich die nach westdeutschen und britischen Antworten auf die Frage „Warum führen die USA Krieg in Vietnam?“, schließt weitere ein: Welchen Quellen wird am meisten Vertrauen geschenkt? Wie verändern sich die Erklärungsmuster im Kriegsverlauf? Wie unterscheiden sich die Zeitungen in den vorgebrachten Ansätzen voneinander? Wie werden aktuelle Entscheidungen und konkretes militärisches Vorgehen in Vietnam beschrieben? Wie verhalten sich die Aussagen der Journalisten über die Intentionen der USA zu […]

Details

Seiten
206
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783832478445
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v223101
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Geschichts- und Kulturwissenschaften
Note
1
Schlagworte
medien krieg journalismus golfkrise berichterstattung

Autor

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Titel: Die Intervention der USA in Vietnam