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Sportrechte-Vermarkter im Fußball - Geldgeber und Einflußnehmer?

Eine kritische Analyse

Magisterarbeit 2002 161 Seiten

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
„Es darf nicht so weit kommen, daß Entscheidungen über den Ausgang der Spiele montags in Gütersloh oder Hamburg statt samstags in den Stadien fallen“ äußerte sich der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, anno 1999 kritisch zum Thema einer möglichen Einflussnahme auf den Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga durch Sportrechte-Vermarkter. Anlass für Hoeneߒ Aussage war die damals kursierende Diskussion über die Möglichkeit einer Wettbewerbsverzerrung seitens des Vermarkters Ufa Sports. Am letzten Spieltag der Saison 1998/99 trafen nämlich Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV im direkten Duell aufeinander und in beiden Vereinen hatte Ufa Sports Vertreter in den Führungsgremien positioniert. Der Gedanke der Wettbewerbsverzerrung hinsichtlich des Spielausgangs dieser Partie kam auf und warf ein schlechtes Bild auf den hiesigen Fußballsport und den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Deshalb intervenierte dieser mit einem Beiratsbeschluss zur so betitelten „Lex Ufa“ um „einen Akt sportpolitischer Hygiene“ durchzuführen, so Gerhard Mayer-Vorfelder, damaliger Ligaausschuss-Vorsitzender. Seit diesem Beschluss sind mehr als zwei Jahre vergangen und über eine mögliche Einflussnahme der Sportrechte-Agenturen auf den Spielbetrieb wird nur noch selten debattiert, weil sie in der Öffentlichkeit scheinbar kategorisch ausgeschlossen wird.
Doch konnte mit dem Inkrafttreten dieses Beschlusses eine Einflussnahme der verschiedenen Sportrechte-Vermarkter fortan wirklich verhindert werden? Werden vielleicht nicht doch geheime Absprachen an Konferenztischen über Spielausgänge getroffen? Fungieren die Agenturen ausschließlich als Geldgeber bzw. Geldbeschaffer oder üben sie nicht doch vielleicht aktiv Einfluss aus? Gibt es deshalb sogar Grund zur Annahme eines zweiten Bundesligaskandals nach 1971?
Mit diesen Fragestellungen setzt sich diese Arbeit auseinander. Ziel ist es anhand der Rückrunde in der Fußball-Bundesligasaison 2000/01 Indizien für mutmaßlich manipulierte Spiele zu finden. Grundlage sind dabei die Partien, in denen Mannschaften, die hinsichtlich der Fernsehrechte für Europapokalspiele mit derselben Vermarktungsagentur in vertraglicher Beziehung stehen, gegeneinander gespielt haben. Dafür werden insgesamt 23 Spiele analysiert und bewertet.
Gang der Untersuchung:
Zu Beginn der Arbeit wird ein geschichtlicher Abriss der Entwicklung der Vermarktung in der Sportart Fußball gegeben. Einen direkten Bezug dazu hat sowohl die […]

Details

Seiten
161
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783832457709
ISBN (Buch)
9783838657707
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v221229
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen – Sozialwissenschaften, Sportwissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
vermarktung zentralvermarktung rechtssprechung sportrechte-agenturen kooperation

Autor

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Titel: Sportrechte-Vermarkter im Fußball - Geldgeber und Einflußnehmer?