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Ursachen und Folgen von Kommunikationsstörungen in Teams sozialer Einrichtungen

Diplomarbeit 2001 128 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Ausgewählte Theorien der Kommunikation und sozialer Wahrnehmung
1.1. Einführung
1.2. Ausgewählte Kommunikationsmodelle
1.2.1. Das Organon-Modell
1.2.2. Das Kommunikationsmodell nach Claude E. Shannon
1.2.3. Das Kommunikationsmodell nach J. C. McCroskey
1.2.4. Das Kommunikationsmodell der Schule von Palo Alto
1.2.5. Das Kommunikationsmodell nach F. Schulz von Thun
1.3. Schulz von Thuns „Inneres Team“
1.4. Körpersprache
1.4.1. Masken, hinter denen wir uns verstecken
1.4.2. Andere Orte und weitere Körperhaltungen
1.4.3. Bewegung und Botschaft
1.4.4. Einige Körperhaltungen in Gruppen
1.4.5. „Schau mir in die Augen, Kleines“.
1.4.6. Kann der Körper doch lügen?
1.4.7. Kritischer Blick auf die Kinesik
1.5. Ausgewählte Theorien sozialer Wahrnehmung
1.5.1. Attribution
1.5.2. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung
1.5.3. Die Kognitive Dissonanztheorie
1.6. Zwischenüberlegung
1.7. Zusammenfassung

2. Das Team
2.1. Einleitung
2.2. Gruppendifferenzierung
2.3. Arbeitsgruppen
2.4. Kommunikation in Arbeitsgruppen
2.5. Gruppendynamik
2.5.1. Gruppenphasen
2.5.2. Konformität
2.5.3. Rollen und Rollenstruktur
2.6. Die Hawthorne – Studie
2.6.1. Kommunikationsstrukturen und ihre Auswirkungen
2.6.2. Einfluss auf Effektivität
2.6.3. Einfluss auf Zufriedenheit
2.6.4. Einfluss auf Flexibilität
2.6.5. Die Macht der Gruppe
2.7. Zusammenfassung
2.8. Zwischenüberlegung

3. Praxisbeispiel
3.1. Einleitung
3.2. Die Institution
3.3. Der Fragebogen
3.4. Von Frage zu Frage
3.5. Inhaltliche Betrachtung der Interviews
3.6. Die Gruppendiskussion
3.7. Abschließende Anmerkungen

4. Ausgewählte Lösungsansätze in Fällen gestörter
Kommunikation
4.1. Einleitung
4.2. Supervision
4.2.1. Methoden der Supervision
4.3. Themenzentrierte Interaktion nach R. Cohn
4.3.1. Interdependenz
4.3.2. Gründe für gestörte Kommunikation
4.3.3. Wie vermeide ich Kommunikationsstörungen
4.3.4. Konflikt-Management
4.4. Metakommunikation
4.4.1. Kommunikationsstörungen und Metakommunikation
4.4.2. Bedingungen für Metakommunikation
4.4.3. Ziele der Metakommunikation

5. Persönliches Resümee

Anhang

Literaturverzeichnis

Erklärung

Einleitung

Vorweg gestatten wir uns formale Hinweise. Da wir diese Arbeit zu zweit geschrieben haben sollte ersichtlich sein, welche Textpassage von wem geschrieben wurde. Da es sich jedoch um ein Gesamtwerk handelt haben wir uns auf folgende Regelung geeinigt: Alle Seiten mit gerader Zahl wurden von Herrn Nitschke, alle ungeraden von Herrn Haarbeck verfasst.

Wir haben in unserem Text nicht zwischen männlicher und weiblicher Schreibweise differenziert. Wir sind uns bewusst, dass es mittlerweile unterschiedlichen, mithin geschlechtsspezifischen Sprachgebrauch gibt. Dass wir die männliche Schreibweise gewählt haben bedeutet nicht, dass sich unsere Erkenntnisse nur auf Personen männlichen Geschlechtes beziehen, sondern selbstverständlich auch auf Personen weiblichen Geschlechtes. Wir bitten daher Leserinnen im Vorfeld um Nachsicht.

Ein Mitarbeiter einer sozialen Einrichtung ist wegen des breiten Aufgabenspektrums häufig nicht in der Lage, alle Anforderungen, die an ihn gestellt werden, alleine zu bewältigen. Er ist darauf angewiesen, mit seinen Kollegen zusammen zu arbeiten. Hier setzt die Idee der Teamarbeit an. Ein Team sollte sich dadurch auszeichnen, dass unterschiedliche Kompetenzen aller Teammitglieder so aufeinander abgestimmt sind, dass es zu synergetischen Effekten kommt. Dies wiederum bedarf der Absprache, mithin der Kommunikation untereinander.

Gerade in der Sozialen Arbeit ist Kommunikation eines der Hauptthemen überhaupt, stellt sie doch unserer Meinung nach das wichtigste Handwerkszeug eines Sozialarbeiters- oder Pädagogen dar. Über das Medium Sprache sollte dieser dazu in der Lage sein, Zugang zu seinen Klienten zu finden. Er muss sich mit Ämtern, Behörden, Kostenträgern und anderen Kooperationspartner austauschen. Dem professionellen Helfer werden oft Problemlagen geschildert, die mitunter vielschichtiger sein können als es auf den ersten Blick zu sein scheint. In Beratungsgesprächen ist Kommunikationskompetenz besonders wichtig.

Auch einzelne Methoden der Sozialen Arbeit basieren in erster Linie auf Kommunikationsfertigkeiten. Man stelle sich vor, dass ein Casemanager, der die zentrale Stellung innerhalb eines Hilfeprozesses einnimmt, das kleine einmaleins der Kommunikation nicht beherrscht. Wie sollte er dann dazu in der Lage sein, die unterschiedlichen Fäden des Hilfenetzwerkes aufeinander abzustimmen bzw. sinnvoll miteinander zu verknüpfen? Wie sollte ein Sozialarbeiter- oder Pädagoge dazu in der Lage sein, den Empowermentansatz umzusetzen, wenn er nicht Personen mit gleichen oder ähnlichen Problemlagen zusammenbringen kann? Wie sollte er es schaffen, Individuen und deren jeweilige Potentiale zu fördern, wenn er nicht motivierend einwirkt, was sehr häufig kommunikativ geschieht?

Und nicht zuletzt ist die Soziale Arbeit auch politische und öffentliche Arbeit. Man denke zum Beispiel an Stadtteilarbeit. Wie oft kommt es vor, dass mit Vertretern der Politik oder der öffentlichen Verwaltung das Gespräch gesucht werden muss, wenn es darum geht, Projekte zu verwirklichen.

Soweit die Theorie. Was aber haben wir des öfteren in der Praxis erlebt, im Rahmen von Praktika oder Festanstellungen? Teambesprechungen dienen einzelnen Mitgliedern als Bühne für Selbstdarstellung, andere reagieren darauf mit Rückzug usw. Man hört sich nicht zu, fällt sich ins Wort bzw. geht nicht aufeinander ein. Somit sind Wege der Absprache zumindest erschwert. Dies legt den Gedanken nahe, dass Kompetenzen auf dem Gebiet der Kommunikation nicht besonders ausgeprägt sind.

Unserer Meinung nach ist eine Erweiterung der kommunikativen Kompetenzen dazu geeignet, zu einer zufriedenstellenderen Teamsituation zu kommen, den Grad der gegenseitigen Informiertheit zu erhöhen, individuelle Motivation zu fördern und persönliche wie fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern. Damit gewinnt nicht nur jedes einzelne Mitglied, sondern das Produkt der Sozialen Arbeit wird verbessert.

Der Titel dieser Diplomarbeit ergibt sich aus unserer Annahme, dass Kommunikation grundsätzlich gestört ist. Es hat uns interessiert, herauszufinden, wie Störungen dieser Art entstehen. Daher stellen wir zunächst in Kapitel eins dieser Arbeit Kommunikationsmodelle vor. Im weiteren Verlauf befassen wir uns mit dem >Inneren Team< Schulz von Thuns, nonverbaler Kommunikation und der Aufnahme von Kommunikationseinheiten, mithin mit sozialer Wahrnehmung.

In Kapitel zwei unserer Arbeit befassen wir uns mit dem Einfluss der Kommunikation auf die Gruppen und den Arbeitsablauf.

Um zu überprüfen, ob wir die theoretischen Erkenntnisse aus den ersten beiden Kapiteln auch in der Praxis wiederfinden, haben wir in einer sozialen Institution mit Sitz in Bielefeld mittels eines standardisierten Fragebogens offene Einzelinterviews und anschließend eine Gruppendiskussion geführt, auf die wir in Kapitel drei näher eingehen werden.

Abschließend stellen wir in Kapitel vier ausgewählte Lösungsansätze vor, mit deren Hilfe Kommunikationsabläufe in Teams positiv beeinflusst werden können.

1. Ausgewählte Theorien der Kommunikation und sozialer Wahrnehmung

1.1. Einführung

Kommunikation ist ein existentieller Bestandteil unseres Daseins. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Kommunikation ein völlig selbstverständlicher und unproblematischer Vorgang, der für uns so normal erscheint wie Atmen und Essen.

In der Regel wird dieser Prozess mit einem Gespräch gleichgesetzt, also mit verbalem Verhalten. Im Gegensatz dazu fasst die Wissenschaft diesen Begriff wesentlich weiter. Viele wissenschaftliche Disziplinen beschäftigen sich mit dem Phänomen der Kommunikation, wie z.B. die Psychologie, Soziologie, Linguistik, Physik oder auch die Informatik.

Daher ist es naheliegend, dass es keine einheitliche Definition des Begriffes Kommunikation geben kann. Eine ausführliche Diskussion um das Für und Wider der verschiedenen Definitionsversuche ist im Rahmen unserer Diplomarbeit nicht notwendig. Daher beschränken wir uns darauf, eine für unsere Zwecke einheitliche Begriffsverwendung zu finden.

Grundsätzlich geht es um einen Vorgang der Übermittlung einer Information von A nach B, wobei es sich bei A um einen Sender und bei B um einen Empfänger handelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieses sehr unspezifische Modell umfasst alle Beziehungen, in denen Menschen miteinander in Kontakt treten und aufeinander einwirken. Die wissenschaftliche Fachterminologie verwendet für diesen Vorgang den Begriff Interaktion.

Doch auch die Beziehungen zwischen sozialen Gruppen, wie z.B. Organisationen oder Institutionen, werden, insofern sie beobachtbare oder messbare Wechselwirkungen sind, als Interaktion bezeichnet ( vgl. Graumann 1972, S. 1109 ).

Kommunikation hingegen ist eine spezifische Form der Interaktion, die alles Verhalten in unmittelbaren ( face-to-face ) zwischenmenschlichen Situationen meint. Watzlawick, weist darauf hin, dass „...das ‚Material’ jeglicher Kommunikation keineswegs nur Worte sind, sondern auch alle paralinguistischen Phänomene (wie z.B. Tonfall, Schnelligkeit oder Langsamkeit der Sprache, Pausen, Lachen und Seufzen), Körperhaltung, Ausdrucksbewegungen (Körpersprache) usw. innerhalb eines bestimmten Kontextes umfaßt - kurz, Verhalten jeder Art“ ( Watzlawick, Beavin, Jackson, 1972, S. 51 ).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1. Ausgewählte Kommunikationsmodelle

1.2.1. Das Organon-Modell

Das Organon-Modell ( 1934 ) des Psychologen Karl Bühler, gilt als einer der ersten wissenschaftlichen Darstellungsversuche der Funktionen von Kommunikation. Im Vordergrund steht die inhaltliche Bedeutungsanalyse einer Nachricht, nicht die formale Konstellation von Sender und Empfänger.

Die Erkenntnisse von Bühler zeigen, dass die Nachricht nicht nur aus dem besteht, was der Sender zu übermitteln beabsichtigt, sondern bewusst und/oder unbewusst versteckte Aussagen mitgesendet werden.

Bühler unterteilt jede Nachricht in drei Aspekte:

1. Das Symptom ist eine Aussage über die Situation des Senders, also eine Selbstoffenbarung.
2. Das Signal hat Appellfunktion, es soll den Empfänger beeinflussen.
3. Das Symbol beschreibt einen Sachverhalt, der auch unabhängig vom Sender und Empfänger existiert (vgl. Gehm, 1994, S.30).
Dabei haben die drei Ebenen von Nachricht zu Nachricht eine unterschiedliche Gewichtung, die sowohl durch den Ausdruck des Senders, als auch durch die Wahrnehmung des Empfängers geprägt wird.

Bühler öffnete damit den Weg für weiterführende Theorien in dieser Tradition. Die Schule Palo Alto ( siehe 1.2.4. ), wie auch Schulz von Thun ( siehe 1.2.5. ), nehmen seine Erkenntnisse über die verschiedenen Bedeutungsebenen einer Nachricht, als Grundlage ihrer Überlegungen auf.

Claude E. Shannon wurde am 30.04.1916 in Poskey, Michigan, USA geboren. Seine Studien der Elektrotechnik und Mathematik begann er 1932 an der University of Michigan.

Nach seinem Abschluss begann er 1938 seine Promotion, die er 1940 unter dem Titel „Algebra für theoretische Genetik“ einreichte. Anschließend arbeitete Shannon mehrere Jahre in den Bell Laboratories. Dort entwickelte er seine bekannteste Arbeit, die „Mathematische Theorie der Nachrichtenübertragung“, die sowohl den Grundstein als auch die ersten und wichtigsten Grundlagen der Informationstheorie bildete.

1.2.2. Das Kommunikationsmodell nach Claude E. Shannon

Die lineare Theorie von Shannon und Weaver weist einen „Sender“ und einen „Empfänger“ auf und befasst sich in erster Linie mit der Frage, wie Menschen linear mit Informationen versorgt werden können und ob die Information adäquat rezipiert worden ist, mithin mit der Frage, ob alle Informationen bei den Rezipienten ( Empfängern ) auch angekommen sind.

Grundannahme ist hierbei, dass die Übermittlung von Information prinzipiell möglich ist und dass es ausschließlich darauf ankommt, die Information effektiv zu codieren. Dabei wird zwischen technischen und semantischen Sendern und Empfängern keine Unterscheidung getroffen, oder anders ausgedrückt: die semantische Bedeutung einer Information spielt in seiner Theorie keine Rolle. Shannons Paradigma lautet, eine Information von einer „source“ ( Sender ) muss durch einen „channel“ übermittelt werden. Zwischen „source“ und „channel“ wird ein „encoder“, zwischen „channel“ und Empfänger ein „decoder“ platziert. Die Theorie befasst sich mithin mit der Frage, wie schnell bzw. wiederholbar kann eine Information vom Sender durch einen „channel“ übermittelt und dennoch vom Empfänger rezipiert werden. Das Sender/Empfänger-Modell von Shannon und Weaver impliziert, dass alle Menschen einen mehr oder weniger gemeinsamen Code haben müssen, um sich zu verständigen. Als Code können z.B. Worte angenommen werden, die überall die gleiche Bedeutung haben. Abweichungen davon stellen jedoch Kommunikationsstörungen dar.

An einem Kommunikationsprozess sind per Definition mindestens 2 Personen
( Kommunikationseinheiten ) beteiligt. An dieser Stelle sei auf das Modell von McCroskey aus dem Jahr 1968 hingewiesen, das intrapersonale Vorgänge, wie zum Beispiel Meinungsbildung und Verhaltensselektion, mitberücksichtigt.

1.2.3. Das Kommunikationsmodell nach J. C. McCroskey

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An diesem Modell wird deutlich, dass kommunikativer Austausch immer in mehreren Stufen erfolgt. Das, was mitgeteilt werden soll, wird verschlüsselt, ein Signal wird ausgesendet, dieses wird rezipiert und entschlüsselt. Jede dieser Stufen im Kommunikationsprozess bedeutet auch die Möglichkeit einer Störung. Die Verschlüsselung ( Kodierung ) einer Nachricht kann ganz oder teilweise misslingen. Auch kann die Nachricht während der Übermittlung ganz oder teilweise verändert oder gestört werden. Mögliche Ursachen dafür können zum Beispiel Nebengeräusche oder ähnliches sein. Der Empfänger der Nachricht könnte einen Hörfehler haben, und die Dekodierung der Nachricht kann etwas ganz anderes erbringen als der Sender überhaupt beabsichtigt hat. Den Beispielen für mögliche Störquellen können etliche hinzugefügt werden.

1.2.4. Das Kommunikationsmodell der Schule von Palo Alto

Die sogenannte Schule von Palo Alto, um den Analytiker und Philosophen Paul Watzlawick, untersuchte ab den 60er Jahren Störungen und Paradoxien in der Kommunikation. Aus der Praxis der Familientherapie kommend, entwickelten sie ein systemisches Kommunikationsmodell. 1969 veröffentlichten sie dessen Grundsätze.

Die Grundannahme des systemischen Modells ist die Rückkopplung, d.h. die wechselseitige Beeinflussung aller Faktoren aufeinander.

Bei diesen Axiomen wurde nicht der Anspruch auf unbedingte Gültigkeit erhoben, sondern der provisorische Charakter ihrer Annahmen betont ( vgl. Watzlawick, Beavin, Jackson, 1972, S. 50 ).

Die fünf Axiome des Kommunikationsmodells der Schule von Palo Alto sind:

1. Die Unmöglichkeit nicht zu kommunizieren

Kommunikation findet nicht erst statt, sobald Worte gesendet und empfangen werden, sondern jedes Verhalten in face-to-face-Situationen ist Kommunikation. Dazu zählen auch nonverbale Signale, wie z.B. der Versuch, nicht zu kommunizieren.

2. Inhalt und Beziehung

Wichtiger als die Sachinformation ist der Beziehungsaspekt im Kommunikationsprozess. Aus der Beziehungsinformation geht hervor, wie der Sender zum Empfänger steht, was er von ihm hält.

Beziehungsinformationen sind entscheidend für die Interpretation der Sachinformation. Der Inhaltsaspekt wird dabei bewusst, der Beziehungsaspekt häufig unbewusst gesendet. Beide Ebenen beeinflussen sich also ständig wechselseitig.

3. Subjektive Interpunktion

Die Interpunktion der Kommunikation ist deren Strukturierung in Abschnitte. Jeder der Kommunikationspartner hat eine eigene subjektive Struktur des Kommunikationsablaufs und sieht den anderen als Auslöser für das eigene Verhalten. Klassisches Beispiel für eine solche Situation ist ein Streit, in dem der eine dem anderen vorwirft, er verhalte sich nur aggressiv, weil er vom anderen provoziert worden sei.

4. Digitale und analoge Kommunikation

Die Informationsübertragung mit Hilfe vereinbarter Zeichen ( Wörter, Buchstaben ) wird, in Anlehnung an die Sprache der elektronischen Datenübertragung, als digitale Kommunikation bezeichnet. Verbale Kommunikation ist also digitaler Natur.

Auf der nonverbalen Ebene ist Kommunikation analog. Analoge Informationen
( Gestik, Mimik ) sind schwieriger zu dekodieren, sie haben lediglich eine Ähnlichkeitsbeziehung zum Objekt. Es entsteht ein subjektiver Interpretationsspielraum, der häufig zu Missverständnissen führt. Auf der Beziehungsebene wird größtenteils auf die Analogie
( Tonfall, Augenkontakt usw. ) zurückgegriffen, wenn es darum geht, Gefühle für eine andere Person auszudrücken. Konflikte durch Dekodierungsfehler können wiederum oft nur mit Hilfe digitaler Kommunikation gelöst werden, d.h. im Gespräch.

5. Symmetrische und komplementäre Kommunikationsabläufe

Symmetrische Kommunikation basiert auf der Gleichheit der Interagierenden, oder zumindest darauf, dass die Partner versuchen die Unterschiede auszugleichen bzw. das Gleichgewicht zu wahren.

Komplementäre Kommunikation dagegen lebt im positiven Fall von der Unterschiedlichkeit der Kommunikationspartner. Diese wird anerkannt und akzeptiert, die Partner ergänzen sich.

1.2.5. Das Kommunikationsmodell nach F. Schulz von Thun

Friedemann Schulz von Thun definiert Kommunikation als einen Vorgang, „bei dem Sender und Empfänger Nachrichten zum Zwecke der Verständigung austauschen“

( Schulz v.Thun in: Fittkau 1980, S.9 ).Dabei gehe es zum einen um den Sachinhalt einer Nachricht, aber auch um die persönliche Bedürfnisbefriedigung der Kommunizierenden. Diese „Gleichzeitigkeit“ beinhalte Zielkonflikte. Diese Konflikte zu bewältigen mache Kommunikation so kompliziert und vielschichtig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein Sender übermittelt einem Empfänger eine Nachricht und erhält über die Wirkung seiner Nachricht eine Rückmeldung, ein feedback. An der Nachricht werden 4 psychologisch bedeutsame Aspekte unterschieden: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Diese 4 Aspekte einer Nachricht sind stets gleichzeitig im Spiel. Somit enthält eine Nachricht viele Botschaften.

Eine verbale Nachricht besitzt zunächst einen Informationsaspekt, einen Inhalt. In dem Satz:„Das Radio ist ziemlich laut“ ist dies die Aussage über die Lautstärke des Rundfunkempfängers. Neben dem bloßen Inhalt ist in jeder Nachricht auch eine Mitteilung über den Sender enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Informationen über die Art, zu sprechen oder Sätze zu formulieren, aber auch Informationen über seine Reaktion auf die gegenwärtige Situation. Am Beispiel des Radios hieße das, dass er die Lautstärke als zu hoch empfindet.

Die in einer Nachricht enthaltene Selbstoffenbarung ist häufig versteckt. Außerdem kann sie mehrdeutig sein. So könnte der Hinweis auf die Lautstärke unter Umständen auch eine Anerkennung zum Ausdruck bringen, und zwar dafür, dass sich jemand über Nachbarschaftsnormen hinwegsetzt.

Der Beziehungsaspekt gibt Auskunft darüber, was der Sender vom Empfänger hält, wie er ihn in Beziehung zu sich selbst sieht bzw. sich in Beziehung zu ihm. Am Beispiel des Radios könnte dies etwa bedeuten: “Du bist rücksichtslos, und ich finde das nicht gut.“ Oder aber auch:„das finde ich gut“.

Schließlich enthält fast jede Nachricht eine Art Aufforderung, einen Appell. In unserem Beispiel könnte dieser lauten: „Mach das Radio leiser!“. Oder aber auch: „..mach weiter so...“.

Feedback ist derjenige Anteil aus der Rückantwort des Empfängers, aus dem der Sender entnehmen kann, wie seine Nachricht angekommen ist. Ein Feedback bietet die Chance, Kommunikation zu verbessern. Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation folgt das Feedback jedoch nicht immer automatisch. Der Sender erfährt in diesem Fall die wahren Auswirkungen seines Handelns nicht. Schulz von Thun macht die Auswirkung eines verweigerten Feedbacks an einem schönen Beispiel deutlich:

„ Es ist wie auf einem Festbankett, wo der Präsident mit offenem Hosenschlitz erscheint: Ein bisschen peinlich, ihn darauf hinzuweisen. Aber welche bodenlose Gemeinheit, ihn den ganzen Abend so herumlaufen zu lassen! Und wir laufen alle mit „offenen Verhaltens-Schlitzen“ herum und sind auf Feed back angewiesen“
( Schulz v. Thun in: Fittkau 1980, S. 27 ).

Eine Nachricht hat es also in sich. Eine Vielzahl von Botschaften auf allen vier Seiten steckt darin, teils explizit, teils implizit, absichtlich vom Sender hineingesteckt oder auch nur unbeabsichtigt mit hineingerutscht. Das alles kommt nun also beim Empfänger an. Aber das, was empfangen wird, ist nicht immer identisch mit dem, was abgeschickt wurde. Wie kommt das? Um zu kommunizieren muss der Sender einen Teil seines „inneren Zustandes“ in Zeichen umsetzen, was mit dem Begriff „Kodierung“ identisch ist. Aber es kann nicht alles mit auf die Reise zum Empfänger geschickt werden. Das sind zum Beispiel die Bedeutungen, die der Sender mit diesen „Zeichen“ verbindet. Also muss der Empfänger mehr oder weniger hineinlesen, was mit dem Vorgang der „Dekodierung“ gemeint ist. Dabei ist allerdings der Empfänger ziemlich auf sich allein gestellt. Das Ergebnis der Dekodierung hängt von dessen Erwartungen, Vorerfahrungen oder auch den Befürchtungen ab. So kann es vorkommen, dass eine Botschaft gar nicht erst ankommt, so zum Beispiel dann, wenn ein begleitender mürrischer Unterton überhört wird. Oder es wird zuviel in die Nachricht hineininterpretiert. Es könnte ja ein Vorwurf auf der Beziehungsseite herausgehört werden, den der Sender gar nicht erheben will usw. In die ankommende Nachricht investiert der Empfänger gleichsam seine ganze Person – sie ist quasi sein eigenes Werk.

Um permanente Übermittlungsfehler zu vermeiden, müssen sich Sender und Empfänger also darüber verständigen, ob die angekommene Nachricht auch wirklich halbwegs mit der gesendeten übereinstimmt, und zwar auf allen vier Seiten. Als Sender weiß ich sonst nicht, was mein Gegenüber mit der Nachricht macht. Diese Funktion der Verständigungshilfe hat das „Feedback“. Denn um Kommunikation zu verändern oder zu verbessern muss ich erst die Wirkung meiner Kommunikation kennen lernen.

Nachdem wir uns der Kommunikationstheorie und ausgewählten Modellen gewidmet haben werfen wir noch einen Blick auf intrapersonale Vorgänge, wie sie Schulz von Thun in seinem Modell des „Inneren Teams“ vorstellt.

1.3. Schulz von Thuns „Inneres Team“

Ein „Inneres Team“? Die Vorstellung, lauter kleine „grüne Männchen“ seien in mir, ist erst einmal befremdlich. So ist das wohl auch nicht gemeint. Wie aber dann?

Bei einem Blick in die Literaturlandschaft stoße ich unweigerlich auf die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. In R. L. Stevensons Roman lese ich folgendes: „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ sagen, „der Fluch der Menschheit“ sei, dass „der Mensch in Wahrheit nicht eins, sondern wahrlich zwei“ sei, und dass „diese inkongruenten Teile so miteinander verbunden“ seien, dass „in dem qualdurchzuckten Schoße des Bewusstseins diese miteinander feindlichen Zwillinge ständig im Kampfe liegen“ müssten. Aha. Ein Hinweis auf multiple Persönlichkeiten? Nein, diese Vorstellung schmeckt mir auch nicht.

Schulz von Thun bedient sich ebenso der Literatur und Dichtung, um seine Idee des Modells vom „Inneren Team“ plastisch und greifbar zu machen, denn in Literatur und Dichtung scheine die Erkenntnis von der inneren Pluralität des Menschen häufig durch und werde zum Teil ausdrücklich zum Thema gemacht ( vgl. Schulz von Thun 1998, S. 59 ). „Genannt sei auch Tolstoi, der zum Beispiel in seinem Roman << Krieg und Frieden >> immer wieder die << inneren Stimmen >> ausformuliert, die dem Handeln der Menschen vorangehen oder ihm nachfolgen, verbunden mit der Aussage, dass die << Einigkeit mit sich selbst >> ein kostbares Entwicklungsziel darstelle, aber kaum je der reale Zustand sei“ ( Schulz von Thun 1998, S. 59 ).

Das „Innere Team“ ist also eine Metapher, derer sich Schulz von Thun bedient. „Sind nicht [...] ganz ähnliche Gestalten in uns allen vorhanden, wenn wir einer Arbeit, einem Beruf nachgehen? Auch in mir, während ich dieses Buch schreibe: Da ist der seriöse Wissenschaftler, der nach der Wahrheit strebt [...]. Dann ist da der Erfolgsautor dem eine hohe Auflage nicht ungelegen kommt [...]. Und da ist drittens ein schöpferischer Gestalter, der an dem Ganzen seinen Spaß haben will, [...]“ ( Schulz von Thun 1998, S. 62 – 63 ).

Nachdem diese Metapher geboren ist entwickelt sich bei ihm „eine erkenntnisspendende Kraft“ und führt ihm „immer deutlicher vor Augen, welch verblüffende Parallelen sich zwischen der Gruppendynamik in Arbeitsteams und der im seelischen Team ziehen lassen“ ( Schulz von Thun 1998, S. 63 ).

Ein Team, wenn es den Namen verdient und nicht bloß eine zusammengewürfelte Gruppe oder einen zerstrittenen Haufen darstellt, zeichnet sich durch das geordnete und sich ergänzende Zusammenspiel von Mitgliedern mit unterschiedlichen Qualitäten und Kompetenzen aus. Die gemeinsam erbrachte Leistung ist von besserer Qualität, als wenn man die Einzelbeiträge lediglich addiert. Voraussetzung dafür ist die Beachtung, Beherrschung und Entwicklung der zwischenmenschlichen Dynamik, so dass ein Teamgeist entstehen und sich erhalten kann. Deshalb liege die Chance in Teambildung – und Entwicklung. Die Vereinigung hochentwickelter Teilkräfte mache das Ganze zu viel mehr und zu etwas anderem als der Summe einzelner Teile ( vgl. Schulz von Thun 1998, S. 64 ).

Was für Arbeitsteams gilt trifft ebenso auf das „Innere Team“ zu. Hier wie dort, draußen wie drinnen, müssen Chef und Team miteinander leben und auskommen; langjährigen Mitarbeitern kann schlecht gekündigt werden, und einen schwachen Chef wird man auch nicht einfach los. Also ist das „Oberhaupt“, wie Schulz von Thun den Chef des „Inneren Teams“ nennt, gut beraten, mit jedem seiner Mitarbeiter intensiven Kontakt aufzunehmen und jedem aufmerksam zuzuhören, wenn er sich, auch unaufgefordert, zu Wort meldet. Nur wer sich wahrgenommen, gewürdigt und berücksichtigt fühlt, kurz: wer sein Mitspracherecht erfüllt sieht, wird zum Gelingen einer Aufgabe beitragen wollen und können. Er wird auch Kompromisslösungen mittragen. Wer sich aber übergangen fühlt, nicht gehört wird, der wird sich möglicherweise „rächen“, sich unerhört aufführen.

Das Kräfteverhältnis und das Zusammenspiel zwischen Chef und Mitarbeitern ist kompliziert und labil. Beide Extreme sind denkbar: einerseits kann es sein, dass das „Oberhaupt“ seine Mitarbeiter unterdrückt und mundtot macht. Aus Angst vor Chaos und Kontrollverlust übt er seine Macht repressiv aus und nimmt den Mitarbeitern die freie Entscheidung. Andererseits können die Mitarbeiter ihre Gefolgschaft aufkündigen und ihrem Chef auf der Nase herumtanzen. Will das Oberhaupt zwischen diesen beiden unheilvollen Extremen hindurch, muss er wohl oder übel die Eigendynamik vitaler und „unbequemer“ Mitglieder des „Inneren Teams“ zulassen, aushalten, „ja sogar provozieren, und gleichzeitig diese Dynamik in geordnete Bahnen lenken und für gemeinsame Ziele fruchtbar werden lassen“ ( Schulz von Thun 1998, S. 64 ). Keine leichte Aufgabe, wie man sich denken kann.

Aber Konflikte können produktiv ausgetragen werden, wenn es eine „innere Streitkultur“ gibt, in der Gegensätze offen zur Sprache kommen, wenn nötig vehement ausgetragen werden, aber im Geiste einer Wertschätzung des Meinungsgegners. Der kann schließlich ein bisschen Recht haben, und diesen kleinen Zipfel Wahrheit gilt es zu fassen und durch gutes Zuhören zu erobern. Das Ziel ist ein Wir-Gefühl bei gleichzeitigem Ich-Bewusstsein jedes Mitglieds des „Inneren Teams“, Herausbildung von anerkannten Regeln, Normen und Kooperationsstilen.

„Ganz entsprechend verstehe ich die innere Teamentwicklung ebenfalls als situationsübergreifendes Langzeitprojekt und synonym mit << Persönlichkeitsentwicklung >>. Der Begriff des << Inneren Teams >> versteht sich als Kompasswort, lässt ein Ideal, eine Entwicklungsrichtung, anklingen“ ( Schulz von Thun 1998, S. 65 ).

Die innere Dynamik im Seelenleben des Menschen entspreche in weiten Teilen der Dynamik in Gruppen und Teams. Das Geheimnis für ein produktives Arbeits- und Seelenleben liege im gelungenen Zusammenspiel von kooperativer Führung und Teamarbeit. Dieses führe zu Effektivität nach außen und gutem Betriebsklima nach innen ( vgl. Schulz von Thun 1998, S. 66 ).

Den Parallelen zwischen dem „Inneren Team“ und einem Arbeitsteam gehen wir im weiteren Verlauf unserer Überlegungen nach. Doch zunächst ist es unerlässlich, die non-verbale Kommunikation etwas genauer zu betrachten. Wie wir ja einleitend bemerkt haben ist Kommunikation weitaus mehr als nur das Senden einer Nachricht von A nach B. Und wenn wir sagen, man kann nicht nicht kommunizieren, so gibt es also noch andere Wege, einem Gegenüber etwas mitzuteilen, zum Beispiel über die Körpersprache.

1.4. Körpersprache

Zu Beginn eine durchaus provokative Äußerung: Der Körper lügt nicht. Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Körper Botschaften aussendet, die, richtig gedeutet, die verbalen Mitteilungen ergänzen oder Lügen strafen. Die neue Wissenschaft von der nicht-verbalen Kommunikation, die sogenannte Kinesik, interpretiert die Zeichensprache, wir haben es auch analoge Kommunikation genannt, mit der der Körper die nicht ausgesprochenen Gedanken des Menschen verrät. Wir wissen, dass unsere Gesten Ausdruckskraft haben: der erhobene Zeigefinger, die hochgezogenen Augenbrauen, die gerümpfte Nase und der wippende Fuß zum Beispiel sprechen eine unmissverständliche Sprache. Doch die subtileren Botschaften, die der Körper ständig aussendet, erkennen wir nur selten bewusst. Interessant ist, dass zum Beispiel die Japaner 43 bezeichnende Stellungen der Augenbrauen unterscheiden.

Wissen wir immer, was es bedeutet, die Arme zu verschränken oder die Hände hinter dem Kopf zu falten, die Hände in die Hüften zu stützen, die Beine in dieser oder jener Richtung übereinander zu schlagen, die Hände im Schoß zu falten, die Schultern hängen zu lassen oder den Bauch einzuziehen? Warum stecken eigentlich in den Western die Schurken immer die Daumen unter den Gürtel und wölben dabei den Unterleib vor? Warum fühlen wir uns unbehaglich, wenn uns im Fahrstuhl ein Fremder zu sehr auf den Pelz rückt? Warum verneigen wir uns, wenn wir jemandem vorgestellt werden? Auf all diese Fragen versucht die Kinesik Antworten zu geben. Untersuchungen weisen nach, in welchem Ausmaß die Körpersprache den verbalen Äußerungen widersprechen kann. Ein geradezu klassisches Beispiel ist eine junge Frau, die ihrem Gesprächspartner erklärt, sie liebe ihren Freund, wobei sie mit einem Kopfschütteln unbewusst ihre Äußerung widerruft.

Wie zum Beispiel auch herausgefunden wurde, weitet sich unbewusst die Pupille des Auges, wenn man etwas Erfreuliches oder Angenehmes wahrnimmt. In der Praxis kann diese Entdeckung beispielsweise beim Pokerspiel eine große Hilfe sein. Weitet sich die Pupille eines Mitspielers, so kann ich sicher sein, dass er ein gutes Blatt in der Hand hält.

„Wie Dr. Hess erwähnt, lässt sich dieses neue Gesetz anwenden, um die Werbewirksamkeit eines Fernseh-Spots zu testen. Während der Spot einem ausgewählten Publikum vorgeführt wird, filmt man die Augen der Zuschauer. Später wird der Film genau daraufhin untersucht, wann sich die Pupillen der Zuschauer geweitet haben. Mit anderen Worten: man stellt fest, wann sich unbewusste positive Reaktionen auf den Werbespot zeigen“ ( Fast 1990, S. 9 ). Einschränkend ist jedoch hinzuzufügen, dass kulturelle und umweltbedingte Unterschiede beim Menschen berücksichtigt werden müssen. Ein Laie, der sich in den kulturell bedingten Nuancen der Körpersprache nicht auskennt, missversteht oft das, was er sieht.

Das wirksamste und deutlichste Verfahren der Körpersprache ist eine Berührung. Wer die Schulter eines Menschen mit der Hand oder mit dem Arm berührt, kann eine lebendigere und direktere Botschaft übermitteln, als er es mit Dutzenden von Wörtern tun könnte. Aber eine solche Berührung muss im richtigen Augenblick und im richtigen Zusammenhang erfolgen. Es gibt Menschen, die zu den zwanghaften Berührtypen gehören und ihr Gegenüber ständig berühren müssen, aber sonst Botschaften von Freunden und Bekannten anscheinend nicht wahrnehmen. Diese Menschen berühren und tätscheln andere auch dann, wenn man sie in der Körpersprache mit Bitten und Aufforderungen bombardiert, es zu unterlassen.

Wir alle senden in der einen oder anderen Art unsere kleinen Botschaften in die Umwelt. Wir stellen unseren jeweiligen Zustand durch die Sprache unseres Körpers dar. Wenn wir etwas nicht glauben, ziehen wir eine Augenbraue hoch. Wenn wir ratlos sind reiben wir uns mit dem Finger an der Nase. Wir verschränken die Arme, wenn wir uns isolieren oder schützen wollen. Zum Zeichen der Gleichgültigkeit zucken wir die Achseln, mit einem Augenzwinkern deuten wir Vertrautheit oder Einverständnis an. Wir trommeln mit den Fingern, wenn wir ungeduldig sind, und schlagen uns auf die Stirn, wenn wir etwas vergessen haben. Es gibt unzählige solcher Gesten. Einige werden überlegt und andere fast überlegt eingesetzt, wieder andere bleiben meist unbewusst – wie das Reiben der Nase, wenn wir ratlos sind, oder das Verschränken der Arme, wenn wir uns instinktiv schützen wollen.

Studium der Körpersprache bedeutet also ein Studium der Mischungen und Kombinationen aller Körperbewegungen, von den sehr genau überlegten bis zu den vollkommen unbewussten, von denen, die nur in einer bestimmten kulturellen Umgebung verstanden werden, bis zu denen, die über alle Kulturgrenzen hinweg gelten.

1.4.1. Masken, hinter denen wir uns verstecken

Wir bedienen uns vieler Methoden, um unsere persönlichen Räume / Zonen zu verteidigen. Eine davon ist das Maskieren. Das Gesicht, das wir der Außenwelt zeigen, ist selten unser wahres Gesicht. Es gilt als außergewöhnlich, wenn unsere Handlungen oder unser Gesichtsausdruck das zeigen, was wir wirklich fühlen. Wenn es um den Ausdruck unseres Gesichtes oder um die Bedeutung unserer Körperbewegungen geht, kontrollieren wir uns sehr sorgfältig. Der Eindruck unseres Äußeren übermittelt unserem Gegenüber eine Botschaft in der Körpersprache.

Manchmal aber lassen wir unsere sorgfältig gepflegten Masken fallen. Zum Beispiel in einem überfüllten Bus, in einer Art vorübergehendem, unbekümmertem und gerechtfertigtem Erschöpfungszustand zeigen wir, wie wir wirklich sind. Wir lassen quasi unsere Verteidigungswaffen sinken und vergessen aus Müdigkeit oder Ärger usw., unser Gesicht weiter zu kontrollieren. Während der Stoßzeiten nach Geschäfts- oder Büroschluss lassen sich in überfüllten Bussen oder U-Bahnen Fahrgäste beobachten, die ungeschminkt und unkontrolliert die menschliche Existenz in ihren Gesichtern zeigen.

Wir kontrollieren uns sorgfältig, damit unser Körper nicht eine Botschaft aussendet, die unser Bewusstsein nicht mehr verheimlichen könnte. Wir lächeln pausenlos, denn ein Lächeln zeugt nicht nur von guter Laune und Lebensfreude, sondern dient auch als Bitte, als Mittel zur Selbstverteidigung oder auch als Entschuldigung usw. Ich muss mich z.B. in einem vollbesetzten Fahrstuhl gegen jemanden drängen, und mein Lächeln sagt: “Ich bin nicht aggressiv, ich bitte Sie auf jeden Fall um Entschuldigung.“ Und so lächeln wir uns durch den Tag, auch wenn wir in Wirklichkeit hinter dem Lächeln möglicherweise Ärger oder Wut verbergen. An unserem Arbeitsplatz lächeln wir den Klienten, den Vorgesetzten und die Kollegen an. Aber nur sehr selten hat unser Lächeln eine bestimmte Bedeutung. Es ist oft ganz einfach eine Maske, die wir tragen.

Wir tragen allerdings nicht nur Gesichtsmasken, sondern benutzen den ganzen Körper als Maske. Frauen lernen, auf eine bestimmte Weise zu sitzen, um ihre Sexualität zu verbergen, besonders dann, wenn sie kurze Kleider tragen. Wir halten uns betont gerade und knöpfen unsere Hemden zu, ziehen den Reißverschluss an unseren Hosen hoch, bändigen mit Muskelkraft und Gürteln unseren Bauch und praktizieren die verschiedensten Arten von Gesichtsmasken. Wir haben ein Partygesicht, ein Dienstgesicht, ein Beerdigungsgesicht usw. (vgl. Fast 1990, S. 66 – 68 ).

In unserer Gesellschaft werden Kinder, auch Bedienungspersonal in Cafes, Restaurants etc. ziemlich oft als Nichtpersonen behandelt. Bewusst oder unbewusst sind wir der Meinung, vor diesen Nichtpersonen sei keine Maskierung nötig. Wir brauchen auch keine Angst davor zu haben, die Gefühle einer Nichtperson zu verletzen. Um es noch weiter auf die Spitze zu treiben: Wie kann eine Nichtperson überhaupt Gefühle besitzen?

Eine solche Haltung tragen Menschen mit vermeintlich höherem Status gerne vor Leuten mit vermeintlich niedrigerem Status regelrecht zur Schau. Julius Fast gibt für eine solche Situation ein schönes Beispiel:

„Kürzlich saß ich mit meiner Frau in einem Restaurant. Am Nebentisch genossen zwei offensichtlich wohlbetuchte ältere Witwen ihre Cocktails. Von den Pelzen bis zu den Frisuren roch alles an ihnen nach Geld, und ihr Benehmen bestätigte diese Annahme. Obwohl sie über ganz private und vertrauliche Dinge sprachen, unterhielten sie sich in dem vollbesetzten Restaurant so laut und ungeniert, dass ihre Stimmen überallhin drangen. Wir anderen Gäste kamen in eine peinliche Lage: Entweder mussten wir so tun, als hörten wir sie nicht, oder mussten uns so intensiv um unsere Begleiter kümmern und uns so absichtsvoll intensiv mit ihnen unterhalten, dass wir dadurch die beiden Wohlstandswitwen vergessen konnten. Nur so konnten wir uns die Illusion einer privaten Sphäre bewahren. In der Körpersprache verkündeten die beiden Frauen: „Sie sind für uns völlig unwichtig. Sie sind für uns noch nicht einmal wirklich Leute. Sie sind Nichtpersonen. Es kommt nur darauf an, was wir wollen, und deshalb können wir die anderen Anwesenden doch gar nicht richtig in Verlegenheit bringen.“ Zufällig nutzten diese Damen nicht ihren Körper, um uns ihre Botschaft zukommen zu lassen, sondern ihr Stimmvolumen, und es war nicht der Sinn ihrer Sätze, der uns die Botschaft übermittelte, sondern die Lautstärke, mit der sie sich unterhielten“ ( Fast 1990, S. 72 )

In den meisten Fällen behalten wir unsere Masken jedoch aus irgendeinem wichtigen Grund auf. Um nicht auf der Straße von einem Bettler angesprochen zu werden, dem wir nichts geben wollen, ist es wichtig, dass wir so tun, als hätten wir ihn überhaupt nicht gesehen. Wir machen ein möglichst undurchdringliches Gesicht, schauen weg und eilen an ihm vorbei. Denn wenn wir die Maske abnehmen würden und den Bettler als Individuum sähen, dann könnten wir einer Konfrontation mit unserem eigenen Gewissen nicht mehr ausweichen. Wenn wir in einer solchen Situation unsere Masken abnehmen würden, gäben wir anderen die Möglichkeit für Interpretationen. Und wie oft wäre uns das sehr unangenehm, oder?

1.4.2. Andere Orte und weitere Köperhaltungen

Die Einsicht, dass der Mensch nicht nur ein einziges Kommunikationsmittel besitzt, bringt im übrigen auch Fachleuten sowie dem „Normalbürger“ entschiedene Vorteile. So kann zum Beispiel ein Psychiater, Psychologe aber durchaus auch ein Sozialarbeiter- oder Pädagoge erfahren, was er von seinem Gegenüber zu erwarten hat, und wir alle können ziemlich gut herausfinden, was wir von unseren Mitmenschen zu erwarten haben, wenn wir begreifen, dass diese Mitmenschen nicht nur mit der Sprache, sondern auch mit dem Körper reagieren. Diese Kenntnis der Körpersprache ist oft ein Schlüssel für persönliche Beziehungen. Sie ist vielleicht das Geheimnis vieler Leute, die mit anderen umgehen und fertig werden. Manche Menschen scheinen die Fähigkeit zu besitzen, die Körpersprache vollkommen zu beherrschen und andere Leute sowohl mit ihrem Körper als auch mit ihrer Stimme zu manipulieren.

Wer die Körpersprache eines anderen kennt und die Fähigkeit besitzt, die Signale der Körpersprache richtig zu deuten, lernt auch seine eigene Körpersprache mehr und mehr zu beherrschen. Wenn wir anfangen, die von anderen Menschen ausgesandten Signale zu empfangen und zu deuten, beginnen wir unsere eigenen Signale bewusst zu steuern und uns besser zu kontrollieren. Dadurch können wir wiederum wirkungsvoller auftreten. Es ist jedoch schwierig, all die verschiedenen Kommunikationsvorgänge tatsächlich wirksam zu kontrollieren. Innerhalb von Augenblicken werden buchstäblich Tausende von Informationssplittern zwischen menschlichen Wesen ausgetauscht. Stellt sich die Frage, ob dies nicht auch ein Produkt der uns umgebenden Gesellschaft und Kultur ist? Wir müssen mit minimalen Informationseinheiten zurecht kommen. Und in dem Augenblick, wo wir sie in unser Bewusstsein heben, laufen wir Gefahr, sie falsch zu gebrauchen und / oder einzuordnen. Wenn wir jeden Moment daran denken müssten, uns vergegenwärtigen müssten, was wir eigentlich tun, dann fällt es uns oft schwer, wirklich etwas zu tun. Effektivität ist eben keine Sache des Bewusstheitsgrades. In seinem Buch führt Julius Fast aus:

„Es gibt nicht mehr als rund dreißig allgemein verbreitete und häufig angewandte Gesten in Amerika“, schreibt Prof. Scheflen und fügt hinzu, dass es noch weniger verschiedene Körperhaltungen gibt, die beim Kommunikationsvorgang eine bestimmte Bedeutung haben, und dass jede dieser Körperhaltungen nur bei einer begrenzten Zahl von Situationen zu beobachten ist. Um das zu verdeutlichen, gibt er ein einleuchtendes Beispiel: Eine Körperhaltung wie bequemes Zurücklehnen in einem Sessel wird relativ selten von Geschäftsleuten eingenommen, die wichtigen Kunden etwas verkaufen wollen. Jedermann in den USA kennt das Repertoire der Körperhaltungen, die Amerikaner einnehmen können, aber das heißt nicht, dass jeder Amerikaner alle diese Haltungen auch einmal einnimmt. Ein neunzehnjähriger College-Student aus New York wird ganz andere Haltungen einnehmen als eine Hausfrau aus dem Mittelwesten, und ein Bauarbeiter aus dem Staate Washington wird sich anders halten als ein Verkäufer aus Chicago“ ( Fast 1990, S. 122 ).

1.4.3. Bewegung und Botschaft

Bei wissenschaftlichen Untersuchungen hat man versucht festzulegen, welche Geste welche Botschaft enthält. Dabei entdeckte man unter anderem, dass Amerikaner ihren Kopf mehrere Male bewegen, während sie sich mit einem anderen unterhalten. Wenn man eine typische Unterhaltung zweier Amerikaner filmt und den Film anschließend in Zeitlupe abspielt, um die Haltungselemente genau zu untersuchen, wird man feststellen, dass sich der Kopf immer dann bewegt, wenn der Betreffende gerade mit einer Antwort rechnet. Die Kopfbewegung am Schluss jeder Äußerung ist für den Gesprächspartner das Signal, eine Antwort zu geben ( vgl. Fast 1990,
S. 123 ).

Dies ist offenbar eine Technik, wie wir unsere Gespräche wohl eher unbewusst dirigieren. Es ist quasi eine Art Rückkoppelungseffekt, der es unnötig macht nachzufragen, ob der Gesprächspartner mit seinen Äußerungen fertig ist. Allerdings ist dies wohl auch abhängig von der jeweiligen Kultur. Im Englischen zum Beispiel könne eine Änderung des Tonfalls am Ende des Satzes verschiedene Dinge bedeuten. Werde die Stimme am Satzende gehoben, stelle der Sprecher eine Frage. Dies sei eine linguistische Markierung. Es seien eine Reihe von Markierungen in der Körpersprache entdeckt worden, die die linguistischen Markierungen ergänzten. Wie die Stimme, so hebe sich auch der Kopf am Ende einer Frage. Diese Aufwärtsbewegung des Kopfes beschränke sich jedoch nicht nur auf Stimmlage und Kopf, sondern auch die Hände tendierten dazu, mit der Hebung des Tonfalls in die Höhe zu gehen. Die scheinbar bedeutungslosen Handbewegungen, die wir beim Sprechen ausführen würden, seien mit dem Heben der Stimme und der Bedeutung der Wörter gekoppelt. Auch die Augenlider würden beim letzten Ton einer Frage reagieren. Sie würden sich ebenfalls heben und die Augen würden enger zu werden scheinen. Beabsichtige der Sprecher jedoch, mit einer Feststellung fortzufahren, werde er denselben Tonfall einhalten, sein Kopf bleibe gerade, seine Augen veränderten sich nicht und auch die Hände würden in ihrer ursprünglichen Stellung bleiben ( vgl. Fast 1990, S. 123 - 124 ).

Dies sind einige Veränderungen an Augen, Kopf und Händen, die wir exemplarisch herausgegriffen haben. Jedoch sind Kopfbewegungen auch vom jeweiligen emotionalen Gehalt von Worten abhängig. Die Vielfalt der individuellen Bewegungen macht es einem aber oft auch nicht gerade einfach, eine spezifische Bewegung mit einer ganz bestimmten Botschaft zu verbinden. Bei den Bewegungen des Kopfes, der Augenlider und der Hände handelt es sich wohl eher nicht um Stellungs-, sondern um punktuelle Bewegungen. Erst eine Abfolge von punktuellen Bewegungen macht eine Stellung aus. Eine Stellung kann ungefähr 5 Minuten lang eingehalten werden. Bei geselligen Anlässen oder Begegnungen welcher Natur auch immer benutzen die meisten Menschen zwei bis vier Stellungen, wie man herausgefunden haben will.

Um sich den Anwendungsbereich von Stellungen zu verdeutlichen, stelle man sich eine Situation vor, in der ein Redner über ein bestimmtes Thema endlos monologisiert. Zunächst wird der Zuhörer mit überschlagenen Beinen und verschränkten Armen zurückgelehnt auf dem Stuhl sitzen und den Gedankengängen folgen. Aber wehe der Punkt ist erreicht, wo die Meinungen des Redners und des Zuhörers differieren. Der Zuhörer wird seine Stellung verändern und sich dadurch für jedermann sichtbar darauf vorbereiten, seine Einwände zu formulieren. Vielleicht beugt er sich nach vorn. Oder er stellt seine Beine wieder nebeneinander und verschränkt seine Arme nicht mehr. Vielleicht ist er so mutig eine Hand hochzuheben und auf den Redner zu weisen, um anschließend seine Einwände verbal loszuwerden. Wenn er damit fertig ist wird er sich wahrscheinlich in seine ursprüngliche Position zurückbegeben. Vielleicht ist er jetzt auch aufnahmebereiter und drückt dies in einer entsprechenden Stellung aus? Die Gesamtheit aller Stellungen während einer Unterhaltung wird als Darstellung bezeichnet. Eine Darstellung kann einige Stunden dauern und wird durch den Wechsel des Ortes beendet, an dem sie stattgefunden hat.

Wie bereits erwähnt ändern sich die Grundtypen der Körperhaltung von Kultur zu Kultur. In romanischen Ländern z.B. spielen die Arme meist eine größere Rolle für die zwischenmenschliche Kommunikation als in anderen Ländern. Jede Äußerung wird von umfassenden Handbewegungen begleitet, wohingegen Bewohner nördlicher Breiten ihre Hände beim Sprechen eher weniger bewegen.

1.4.4. Einige Körperhaltungen in Gruppen

Julius Fast betont, dass eine Körperhaltung nicht nur dem Akzentuieren eines Gespräches diene, sondern auch ein Mittel sei, Beziehungen aufzunehmen. Dabei könne man die Haltungen, die Menschen einnehmen, in 3 Hauptgruppen einteilen: 1. einschließende – ausschließende Haltung, 2. die parallele oder Vis – a – vis – Haltung und 3. die übereinstimmende oder nicht übereinstimmende Haltung. Einschließend oder ausschließend bezeichne die ganz bestimmte Haltung des Körpers, der Arme und Beine von Mitgliedern einer Gruppe. Wenn wir bei einer Feier oder einem anderen Ereignis, bei dem sich viele Menschen treffen, sind, so können wir oft beobachten, dass sich Grüppchen bilden. Oft bilden sie einen kleinen Kreis, der alle anderen Anwesenden ausschließt. Wenn drei Mitglieder einer Gruppe auf einem Sofa sitzen, können die beiden außen sitzenden so was wie Stützen bilden, sich also einander zuwenden und den dritten in die Mitte nehmen. Andere Leute bleiben dann ebenfalls ausgeschlossen, und dementsprechend haben die beiden Außensitzenden eine einschließende Haltung eingenommen ( vgl. Fast 1990,
S. 129 ).

Mitglieder einer Gruppe benutzen oft Arme und Beine unbewusst zum Schutz der Gruppe vor Eindringlingen. Beobachtet man Gruppen bei allen möglichen geselligen Anlässen, so wird man eine ganze Reihe von Methoden bemerken, mit denen die Mitglieder einer Gruppe ihre Gruppe abschirmen. Die Machtverteilung in einer Gruppe lässt sich deutlich erkennen, wenn die betreffenden Mitglieder in einer Reihe sitzen. Die wichtigsten Mitglieder nehmen meistens die äußeren Plätze ein.

Die zweite Gruppenhaltung bedeute, so Julius Fast, dass zwei Menschen durch ihre Körperhaltung in Verbindung treten können, wenn sie sich entweder einander gegenüber oder parallel hinsetzen und sich dabei vielleicht einer dritten Person zuwenden. Bei einer Dreiergruppen würden zwei fast immer parallel zueinander sitzen, und der dritte sitze oder stehe ihnen gegenüber.

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Details

Seiten
128
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783832445928
ISBN (Buch)
9783838645926
Dateigröße
672 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v220208
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bielefeld – Sozialwesen
Note
Schlagworte
körpersprache gruppendynamik kommunikationsmodelle lösungsansätze wahrnehmung

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Titel: Ursachen und Folgen von Kommunikationsstörungen in Teams sozialer Einrichtungen