Lade Inhalt...

Crossmedia-Kampagnen

Gestaltungsvarianten und Wirkungsmechanismen

Diplomarbeit 2004 121 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Management von Crossmedia-Kampagnen
2.1 Grundlagen des Kampagnenmanagements
2.1.1 Auffassung des Kampagnen-Begriffs
2.1.2 Einordnung des Kampagnenmanagements in den Marketing-Mix
2.1.3 Regelkreis des Kampagnen-Managements
2.1.4 Werbewirkungsmodelle
2.1.4.1 Stufenmodelle
2.1.4.2 Involvementmodelle
2.1.4.3 Elaboration-Likelihood-Model
2.2 Crossmedia-Kampagnen
2.2.1 Prinzip der integrierten Kommunikation
2.2.2 Beweggründe und Ziele crossmedialer Vernetzung
2.2.3 Medienbegriff im Crossmedia-Kontext
2.2.4 Definition und Abgrenzung von Crossmedia
2.2.5 Steckbriefe ausgewählter Kommunikationsinstrumente
2.2.5.1 Werbung in Printmedien
2.2.5.2 Fernseh-Werbung
2.2.5.3 Hörfunk-Werbung
2.2.5.4 Werbung im Internet
2.2.5.5 Direkte Werbekommunikation

3 Planung von Crossmedia-Kampagnen
3.1 Zielsetzung der Kampagne
3.2 Budgetierung des Projektes
3.3 Bestimmung der Zielgruppe
3.4 Inhaltliche und formale Gestaltung
3.5 Timing der Kampagne
3.6 Selektion der Medien
3.6.1 Grundlagen der Mediaselektion
3.6.2 Individuelle Qualitäten der Medien
3.6.3 Transferqualitäten der Medien im Mix
3.6.3.1 Print und TV im Mix
3.6.3.2 Radio und TV im Mix
3.6.3.3 Online im Mix
3.6.3.4 Direktkommunikation im Mix
3.6.4 Vernetzte Intra- und Intermediaselektion
3.7 Organisation der Crossmedia-Planung

4 Wirkungsanalyse crossmedialer Kampagnen
4.1 Grundlagen der Werbewirkungsanalyse
4.1.1 Ziele der Analyse von Wirkungszusammenhängen
4.1.2 Zurechnungsproblematik der Werbewirkung
4.1.3 Methoden der Werbewirkungsmessung
4.1.3.1 Pretests, Posttests und Tracking
4.1.3.2 Studiotests und Feldtests
4.1.3.3 Beobachtung und Befragung
4.2 Ex-Ante-Test von Crossmedia-Wirkungen
4.2.1 Design und Ergebnisse des TV-Movie-Tests
4.2.2 Kritische Beurteilung des TV-Movie-Tests
4.2.3 Eignung von Studiotests bei Crossmedia
4.3 Besonderheiten crossmedialer Erhebungen
4.3.1 Online-Befragungen
4.3.1.1 Vorteile von Web-Befragungen
4.3.1.2 Repräsentativität von Web-Befragungen
4.3.1.3 Verknüpfung von Online- und Offline-Befragungen
4.3.2 Online-Beobachtungen
4.3.2.1 Web-Tracking-Kennzahlen
4.3.2.2 Methoden des Web-Tracking
4.3.2.3 Einsatz des Web-Tracking
4.3.3 Online-Rekrutierung der Stichprobe
4.3.4 Direkt-Response-Tracking
4.3.5 Single-Source-Erhebung und Datenfusion
4.4 Ex-Post-Analyse von Crossmedia-Wirkungen
4.4.1 Verknüpfung von Mediennutzung und Werbewirkung
4.4.1.1 Erhebung der Mediennutzung
4.4.1.2 Verknüpfung von Medianutzung und Mediaplänen
4.4.1.3 Verknüpfung von Kontakten und Wirkungsparametern
4.4.2 Effizienzbeurteilung von Kontaktkombinationen
4.4.3 Entscheidungsbaum für Posttest-Designs
4.5 Simulation von Media-Mix-Modellen
4.6 Ermittlung des Vernetzungsgrades
4.6.1 Cross-Impact-Modell
4.6.2 Beziehungskategorien
4.6.3 Scoring-Modelle

5 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anhang A – Kostenbasiertes Berechnungsbeispiel

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

(Abb. 1) Kampagnen-Begriffe in der Betriebswirtschaft

(Abb. 2) Prozessschritte des Kampagnenmanagements

(Abb. 3) Zusammenhänge zwischen Werbewirkungskategorien

(Abb. 4) Modell der Wirkungspfade

(Abb. 5) Beispiele der Konvergenz von Online und Offline

(Abb. 6) Interdependente Crossmedia-Planung

(Abb. 7) Sinus-Mileus

(Abb. 8) Media-Flight-Plan

(Abb. 9) Systematisierung klassischer Mediaselektionskriterien

(Abb. 10) Qualitative Leistungen der Kommunikationsinstrumente

(Abb. 11) Medienselektionskriterien bei Vernetzung

(Abb. 12) Crossmedia-Projektmanagment

(Abb. 13) Prozess der On-Site-Selektion

(Abb. 14) Design der EIAA Cross Media Research Study

(Abb. 15) Entscheidungsbaum für crossmediale Posttest-Designs

(Abb. 16) Cross-Impact-Modell zu Bestimmung des Vernetzungsgrades

1 Einleitung

Ein gestiegener Werbedruck auf deutschen Märkten und die zunehmende Informationsüberlastung der Konsumenten zwingen die Werbewirtschaft heute zu neuen und effizienteren Konzepten. Crossmedia scheint sich dabei als ein zukunftsweisendes Paradigma herauszukristallisieren. Machen Crossmedia-Angebote heute nur 1 Prozent der Werbeumsätze aus, so sollen es 2008 bereits 13 Prozent sein.[1]

Der erste Schritt in dieser Arbeit ist eine eingehende Begutachtung, was unter Crossmedia-Kampagnen zu verstehen ist. Zunächst wird mit Grundlagen zum Kampagnenmanagement ein Rahmen abgesteckt, in dem sich Crossmedia-Management bewegt. Kapitel 2 mündet schließlich in eine ausführliche Definition des Crossmedia-Konzeptes und die Beschreibung ausgewählter Kommunikationsinstrumente. Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Kampagnenplanung, die sich für Crossmedia-Projekte ergeben. Es wird sich zeigen, dass alle klassischen Teilbereiche der Planung und auch deren Verknüpfung von der Vernetzung der Kommunikation crossmedialer Kampagnen beeinflusst werden. Besonders die Mediaselektion wirft in crossmedialem Kontext zusätzliche Komplexität auf und wird ausführlich besprochen.

“I know half the money I spend on advertising is wasted, but I can never find out which half.”[2]

Dass Crossmedia synergetische Wirkungen erzeugt, ist in der Praxis bereits weitgehend konsensfähig. Es existieren allerdings nur wenige theoretisch fundierte Methodologien zur Bestimmung der Wirkung von vernetzten Kampagnen.[3] Die Komplexität der vernetzten Kommunikation erfordert neue Ansätze der Werbewirkungsforschung. Im Kern dieser Arbeit steht daher eine ausführliche Überprüfung vorhandener Analysemethoden crossmedialer Werbewirkung auf ihre Stärken und Schwächen.

Ziel ist es, ein Set an Methoden zu liefern, die für eine crossmediale Werbewirkungsanalyse angewendet werden können, sowie Erweiterungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Kapitel 4 beginnt mit einer grundlegenden Beschreibung von Erhebungsmöglichkeiten und Testverfahren der Werbewirkungsforschung. Durch die Komplexität der mehrmedialen Vernetzung ergeben sich einige Besonderheiten für die Analyse crossmedialer Kampagnen. Hier ist besonders der Einsatz des Internets im Medienmix hervorzuheben. Es wird ausführlich erläutert, wie sich das Internet als Beobachtungs- und Befragungsinstrument einsetzen lässt. Zudem wird betrachtet, wie sich Pretests, Posttests, Tracking-Verfahren und Simulationsmethoden für die Wirkungsanalyse von Crossmedia eignen. Den Abschluss dieser Arbeit macht ein Systematisierungsansatz des Vernetzungsgrades von Crossmedia-Kampagnen.

2 Management von Crossmedia-Kampagnen

Bevor Gestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsmechanismen von Crossmedia-Kampagnen genauer besprochen werden, ist die Betrachtung einiger Grundlagen zum Kampagnenmanagement sinnvoll. Zudem ist eine genaue Erörterung des Crossmedia-Begriffs - im zweiten Teil dieses Kapitels – notwendig.

2.1 Grundlagen des Kampagnenmanagements

Die im Folgenden besprochenen Grundlagen des Kampagnenmanagements umfassen neben einer begrifflichen Auseinandersetzung die Einordnung in die Marketing-Theorie sowie die Beschreibung des Kampagnenmanagement-Regelkreises. Darüber hinaus werden Werbewirkungsmodelle beschrieben, die für die Planung und Analyse von Crossmedia-Kampagnen von Bedeutung sind.

2.1.1 Auffassung des Kampagnen-Begriffs

Der aus dem Französischen stammende Begriff der „Kampagne“ bedeutet ursprünglich „Feldzug“[4]. Heute wird darunter allgemein eine „zeitlich begrenzte Aktion für oder gegen jemanden oder etwas“[5] verstanden. Eine solche Aktion kann beispielsweise eine politische Wahlkampagne oder eine Kampagne sozialen Engagements (z. B. Kampagne gegen Atomkraft) sein. In der Betriebswirtschaft können die in (Abb. 1) ersichtlichen Kampagnen unterschieden werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 1) Kampagnen-Begriffe in der Betriebswirtschaft

Eine Marketing-Kampagne umspannt den gesamten Marketing-Mix oder einige Teilbereiche davon.[6] Kommunikationskampagnen sind Kampagnen, die im Rahmen der Kommunikationspolitik als integraler Bestandteil des Marketing-Mix eines Unternehmens eingesetzt werden. Ausgestaltungsformen von Kommunikations-Kampagnen sind im Wesentlichen Werbung, Verkaufsförderung und Öffentlichkeitsarbeit.[7] Vereinfacht stellt Werbung zielgerichtete Kommunikation unter Einsatz spezieller Kommunikationsinstrumente dar, „mit denen beim Adressaten mehr oder minder überdauernde Verhaltensänderungen bewirkt werden sollen.“[8] Die Verkaufsförderung ist hinsichtlich ihrer Maßnahmen der Werbung sehr ähnlich und wird häufig ergänzend zu dieser eingesetzt. Das Hauptunterscheidungsmerkmal liegt darin, dass Verkaufsförderung eher auf eine kurzfristige Steuerung der Absatzzahlen abzielt. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) ist die Verbesserung des Images eines Unternehmens oder dessen Leistungen im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Zielgruppe sind alle Personen, die mit dem Unternehmen in irgendeiner Form in Kontakt geraten können. Somit also beispielsweise Absatzmittler, Zulieferer etc.[9]

In dieser Arbeit wird die Werbekampagne im Blickpunkt stehen. Steffenhagen definiert diese als „Gesamtheit von Werbemaßnahmen für beispielsweise ein Produkt in einem bestimmten Zeitraum. Eine Kampagne kann mehrere Medien und Werbeträger umfassen.“[10] Da jedoch auch die anderen Ausgestaltungsformen der Kommunikationspolitik teilweise über Medien kommuniziert werden und gewisse Überschneidungen zur Werbung aufweisen, sind sie nicht vollständig auszuschließen. Ein Instrument, das in den Überschneidungsbereich von Werbung und Verkaufsförderung fällt, ist beispielsweise die Direktkommunikation, die sowohl Werbung als auch persönlichen Verkauf ermöglicht.[11] Auch die Öffentlichkeitsarbeit weist Schnittbereiche zur Werbung auf. Die Firmenwerbung kann z. B. nicht trennscharf einem der beiden Bereiche zugeordnet werden.

In Übereinstimmung mit Parente und Broadbent kann von einer Werbekampagne gesprochen werden, wenn der Schwerpunkt auf Medienwerbung liegt, diese aber flankierend von verkaufsfördernden Maßnahmen und Public Relations unterstützt wird.[12] Somit wird ab jetzt mit „Kampagne“ der auf diese Weise erweiterte Begriff der „Werbekampagne“ gemeint sein.

2.1.2 Einordnung des Kampagnenmanagements in den Marketing-Mix

Wie bereits aus der Ableitung des zugrunde liegenden Kampagnenbegriffs erkennbar, leiten sich die Ziele des Marketing-Mix eines Unternehmens aus den übergeordneten Zielen der Unternehmung ab, d. h. von der Vision oder Mission bzw. der Strategie des Unternehmens.[13] Die Ziele einer kommunikationspolitischen Maßnahme sind als Teilsystem der Ziele dieses Marketing-Mix aufzufassen. Da zwischen der Kommunikationspolitik und den übrigen Aktionsfeldern des Marketing-Mix jedoch vielfältige Interdependenzen bestehen, wird die Zielbildung einer Kommunikationskampagne mix-übergreifend beeinflusst.[14]

Werbekampagnen sind schließlich als Teilelemente des Kommunikationsmix eng mit der kommunikationspolitischen Orientierung des Unternehmens verknüpft. Die Ziele einer solchen Kampagne müssen daher im Einklang mit den anderen Marketing-Instrumenten definiert werden. Dabei ist zu beachten, dass auch die anderen Instrumente des Marketing-Mix kommunikative Wirkung entfalten.[15] Als einfaches Beispiel kann hier die Bewerbung eines tiefpreisigen Konsumgutes genannt werden: Aus preispolitischer Sicht muss ein geeigneter Preis gefunden und durchgesetzt werden, und aus distributionspolitischer Sicht muss das Produkt im Handel entsprechenden Regalplatz bekommen, um die Sonderpreisaktion auffällig werden zu lassen. Die Werbekampagne dient schließlich der Bekanntmachung der Aktion.

2.1.3 Regelkreis des Kampagnen-Managements

Das Kampagnenmanagement befasst sich mit der Planung, Durchführung, Steuerung und Kontrolle von Werbekampagnen. Im Wesentlichen läuft es daher in 3 Prozessschritten ab: Kampagnenplanung, Kampagnendurchführung und Kampagnenanalyse – siehe (Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 2) Prozessschritte des Kampagnenmanagements

Quelle: Gronover, S. / Reichold, A. / Riempp, G. (2002), S. 27.

In der Planungsphase werden Ziele der Kampagne abgesteckt und die Kampagnenstrategie entwickelt.[16] Die Durchführung beinhaltet das Auslösen, den Ablauf und die Erfassung der Kundenreaktionen. Die Analyse beschäftigt sich abschließend mit der Bewertung des Kampagnenerfolgs und der Zielerreichung.[17] Im Rahmen der Wirkungskontrolle wird dabei überprüft, ob das Kampagnenbudget effektiv und effizient eingesetzt worden ist. Aber auch während der Durchführungsphase werden Methoden der Wirkungskontrolle eingesetzt. Durch ein derartiges Tracking der Kampagne ist ein akutes Gegensteuern während des Kampagnenlaufs möglich. Zudem ermöglicht die Analyse der Trackingdaten Informationen über die Entwicklung der Wirkung im Zeitablauf. Dadurch können mögliche Gründe für eventuelle Abweichungen eruiert werden. Diese Erkenntnisse können für die optimierte Entwicklung einer Fortsetzungskampagne oder neuer Kampagnen verwendet werden.[18]

Die Wirkungsanalyse mündet demnach in eine Wirkungsprognose, indem gewonnene Erkenntnisse für weitere Kampagnen genutzt werden. Daher ist eher von einer Wirkungsanalyse als von Wirkungskontrolle zu sprechen, die sich sowohl auf die Planung als auch auf die Kontrolle einer Kampagne erstreckt. Planung und Messung sind somit eng miteinander verzahnt und stellen einen ständigen Kreislauf dar. Im Sinne dieses Closed-Loop-Marketing wird der Aufbau einer Lernkurve verfolgt, um Kampagnen permanent verbessern zu können.[19]

2.1.4 Werbewirkungsmodelle

Die Werbewirkung einer Kampagne kann als „jede Art von Reaktion [..] [eines] Adressaten auf einen Werbereiz“[20] bezeichnet werden. Dazu zählt sowohl nicht-beobachtbares als auch beobachtbares Verhalten infolge eines Werbekontaktes. Grundsätzlich kann zwischen außerökonomischer (d. h. psychographischer bzw. kommunikativer) h und ökonomischer Werbewirkung unterschieden werden.[21] In der Literatur existiert eine Vielzahl an Erklärungsmodellen der Werbewirkung. Ziel von Werbewirkungsmodellen ist es, aus der Erklärung von Beziehungen und Abhängigkeiten Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.[22] Somit sind sie nicht nur für die Wirkungsanalyse von Bedeutung, sondern auch für die Planung von Kampagnen.[23]

Die Wirkungsmodelle fußen hauptsächlich auf die grundsätzlichen Stufen der Kommunikationswirkung: Wahrnehmung, Verarbeitung und Verhalten. Im Folgenden werden die beiden wesentlichen Kategorien von Werbewirkungsmodellen erläutert. Dabei handelt es sich einerseits um die klassischen (oder hierarchischen) Stufenmodelle, die als Ursprung aller Werbewirkungsmodelle gelten. Zum anderen werden Modelle des so genannten Involvement-Konstruktes erläutert, welchem eine zunehmend hohe Beachtung zuteil wird.[24] Außerdem wird das Elaboration-Likelihood-Model kurz betrachtet, da auch dieses für die Crossmedia-Planung hilfreiche Erkenntnisse liefert.

2.1.4.1 Stufenmodelle

Bei den Stufenmodellen werden unterschiedliche kommunikative Wirkungsstufen in einem strikt hierarchischen System zu einer Art Ablaufmodell miteinander verknüpft. Der Ursprung der klassischen Wirkungsstufenmodelle ist im auf Lewis zurückgehenden und bereits 1898 vorgestellten AIDA-Konzept zu finden. AIDA steht für Aufmerksamkeit (Attention), Interesse (Interest), Kaufwunsch (Desire) und Kaufakt (Action). Dem Modell nach wird bei erfolgreicher Werbung durch kommunikative Reize die Aufmerksamkeit des Konsumenten auf eine Leistung gelenkt; diese Aufmerksamkeit führt über das auf die Leistung gerichtete Interesse zu dem Bedürfnis nach Erwerb der Leistung. Es handelt sich daher um ein präskriptives Modell, das Soll-Wirkungen von Werbereizen beschreibt.[25]

Das AIDA-Modell verdankt seine noch heute andauernde Beliebtheit in der Werbewirkungsforschung seiner „vordergründigen Plausibilität, einer gewissen konzeptionellen Simplizität sowie einer kaum zu leugnenden Eingängigkeit.“[26] Hinsichtlich der Übertragbarkeit der AIDA-Regel auf die Werbewirkungsforschung ist jedoch anzumerken, dass lediglich die Auswirkungen bis zum finalen Kaufverhalten Bestandteil des Modells sind. Da der Werbung jedoch ebenfalls eine langzeitliche Wirkung beizumessen ist, kann der Geltungsbereich der AIDA-Regel nur die Kurzfristwirkung sein.[27] Steffenhagen berücksichtigt in seinem Stufenmodell auch Langfristwirkungen. Er unterscheidet zwischen momentanen Wirkungen (spontane Reaktion auf einen Werbekontakt), dauerhaften Gedächtniswirkungen (Einstellung, Erinnerung, Kaufbereitschaft etc.) und finalen Verhaltenswirkungen (Kauf-, Informationsverhalten etc.).[28]

Die momentanen Reaktionen sind den dauerhaften Gedächtniswirkungen vorgelagert. Sie umfassen sowohl affektive und kognitive Auswirkungen und äußern sich im inneren und äußeren (beobachtbaren) Verhalten. Eine dauerhafte Gedächtniswirkung entsteht nach Steffenhagen nicht ad-hoc sondern durch als das Resultat aktivierender und kognitiver Prozesse. Das finale Verhalten entsteht schließlich mit einem gewissen zeitlichen Abstand nach dem Werbekontakt.[29] Die Zusammenhänge sind aus (Abb. 3) ersichtlich. Trotz einiger Kritik an den klassischen Stufenmodellen tragen sie bis heute wesentlich zur Erklärung der Werbewirkungsprozesse bei.[30]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 3) Zusammenhänge zwischen Werbewirkungskategorien

Quelle: Steffenhagen, H. (2000), S. 11.

2.1.4.2 Involvementmodelle

Involvementmodelle berücksichtigen verstärkt den Einfluss von Einstellungen auf die Werbestimulusverarbeitung. Das Involvement gibt die Ich-Beteiligung, d. h. das innere Engagement eines Individuums, an einem Sachverhalt wieder. Dabei wird meist zwischen den dichotomischen Ausprägungen Low-Involvement und High-Involvement unterschieden.[31] Das Modell der Wirkungspfade nach Kroeber-Riel und Weinberg geht von unterschiedlichen Wirkungsmustern der Kommunikation, je nach Art der Werbung (emotional vs. informativ) und je nach Ausprägungsgrad des Involvement (hoch vs. gering) aus.[32] Daraus resultieren die in (Abb. 4) ersichtlichen Wirkungspfade der Werbung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 4) Modell der Wirkungspfade

Quelle: Kroeber-Riel, W. / Esch, F.-R. (2000), S. 159 u. 161.

Im Rahmen von Wirkungspfad 1 wird der informativen Botschaft aufgrund des Involvements eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt, was bei Akzeptanz der Informationsinhalte zur Entwicklung einer Kaufabsicht führen kann. Durch emotionale Vorgänge kann diese Wirkung unterstützt werden, da bei hohem Involvement die Vermittlung von Informationen Emotionen auslöst. Ist das Involvement geringer (Wirkungspfad 2), resultieren infolge der geringen Aufmerksamkeit nur geringe kognitive Vorgänge. Das macht eine leichte Verständlichkeit der Informationen notwendig. Die Wiedererkennung dieser Informationen in der Kaufphase führt unter Umständen schließlich zum Kaufakt. Geht emotionale Werbung mit einem hohen Involvement einher (Wirkungspfad 3), werden zunächst emotionale Vorgänge beim Rezipienten ausgelöst, die ihrerseits auf die Kognition wirken. Emotionale Eindrücke und Produktkenntnisse führen infolge dessen zur Einstellungsbildung und möglicherweise zum Kauf. Wirkungspfad 4 beschreibt schließlich, wie ein wenig involvierter Konsument erst durch den mehrmaligen Kontakt mit emotionaler Werbung aufmerksam wird und unter Umständen eine emotionale Bindung erst nach dem Erstkauf aufbaut.[33]

In diversen Publikationen zum Involvement-Konzept ist erkennbar, dass das Involvement von einer Vielzahl von Einflüssen abhängt. Mühlbacher unterscheidet hier situationsbedingte Stimuli (Umfeld, Ausgangszustand, Zeitpunkt etc.) von objektbezogenen Stimuli (Medium, Produkt, Botschaft etc.) und die damit zusammenhängende persönliche Prädisposition (wahrgenommene Bedeutung) dieser Stimuli. Das Gesamt-Involvement setzt sich demnach aus Produktinvolvement, Markeninvolvement, Werbeträgerinvolvement etc. zusammen.[34] Diese Unterscheidung macht die Bildung von Zielgruppen mit homogenen Involvement-Profilen möglich. Diese können dann „sehr effizient mit den Instrumenten der Kommunikationspolitik bearbeiten werden“[35].

Auch wenn Meffert Zweifel an der Relevanz des zentralen Modellkonstruktes der Einstellung anmeldet und er dem Involvement schwierige Operationalisierbarkeit unterstellt,[36] ist das Involvement eine entscheidende Determinante zur Beschreibung und Erklärung von Werbewirkungen.[37] Aufgrund der Reizüberflutung und der Sättigung der Märkte wird heute ein allgemeines Low-Involvement der Konsumenten postuliert.[38]

2.1.4.3 Elaboration-Likelihood-Model

Die Werbewirkungsforschung ist besonders im US-amerikanischen Raum in den letzten Jahrzehnten sehr aktiv gewesen. Resultat waren komplexe Fortentwicklungen der vorhandenen Werbewirkungsmodelle. Substantielle Erkenntnisfortschritte sind jedoch trotz eines großen Forschungsaufwandes auch dort nicht erzielt worden. Daher sei hier nicht näher auf diese Modelle eingegangen.[39] Ohne auf Details einzugehen, soll als bekanntestes dieser komplexen Modelle im Folgenden kurz das auf Petty und Cacioppo zurückgehende Elaboration Likelihood-Model (ELM)[40] erläutert werden. Kroeber-Riel behauptet, das auch als Mode ll vom zentralen und peripheren Weg der Beeinflussung bekannte ELM werde „in der gegenwärtigen Werbeforschung ohne wesentliche Gegenpositionen vertreten“[41]. Es integriert „Differenzierungsfaktoren, Wechselwirkungen und Rückkopplungen“[42] und spielt im Rahmen der kognitiven Informationsverarbeitung eine bedeutende Rolle.

Grundannahme des ELM ist die Existenz zweier unterschiedlicher Wege der Einstellungsveränderung: ein zentraler und ein peripherer Weg. Welcher Weg eingeschlagen wird, hängt zunächst von der Motivation zur Auseinandersetzung mit der Werbebotschaft ab. Der zentrale Weg wird demnach nur bei hohem Involvement eingeschlagen. Die zentrale Route wird beibehalten, wenn Gelegenheit bzw. Fähigkeit zur weiteren kognitiven Informationsverarbeitung bestehen. Das Ergebnis ist schließlich eine dauerhafte Einstellungsänderung. Bei geringem Involvement oder Überforderung mit der Botschaft wird der periphere Weg eingeschlagen. Dieser zeichnet sich durch geringe kognitive Verarbeitungsprozesse aus. Dadurch werden Informationen schneller und ohne eingehende Überprüfung aufgenommen. Jedoch sind diese sehr kurzlebig und nur geringfügig mit Verhaltensänderungen verknüpft.[43]

2.2 Crossmedia-Kampagnen

Crossmedia ist ein moderner Begriff der Werbepraxis, dem noch keine theoretisch einheitlich fundierte Definition zugrunde liegt. Die meist praxisorientierten Begriffsdefinitionen sind häufig sehr aufwändig konstruiert und beinhalten bereits Ziele und Beweggründe, denen im anschließenden Kapitel ein gesondertes Augenmerk zuteil kommen wird.[44] Daher erfolgt die Ableitung einer Arbeitsdefinition auf der Grundlage einer sehr vereinfachten Ausgangsdefinition. Damit soll der Spagat zwischen einer detailgenauen – und daher oft nicht auf Anhieb verständlichen – und einer intuitiv verständlichen Definitionen gewagt werden:

Crossmedia bezeichnet die vernetzte Kommunikation über mehrere Medien.

Die Hauptbestanteile dieser Kurzdefinition sind der Aspekt der Integration bzw. Vernetzung und der Begriff der Medien. Beide werden im Folgenden näher untersucht und sollen schließlich zur Herstellung einer eindeutigeren Definition führen.

2.2.1 Prinzip der integrierten Kommunikation

Das Besondere und Neue an Crossmedia-Strategien ist, dass die einzelnen Mix-Elemente sich komplementär unterstützen und ergänzen.[45] „Crossmedia heißt nicht Aneinanderreihen, sondern die effiziente Verzahnung der einzelnen Medien und ihrer Wirkungsbeiträge“[46]. Anstatt der in der Praxis geläufigen Vernetzung kann der in der Literatur üblichere Begriff der integrierten Kommunikation verwendet werden.

Integrierte Kommunikation ist ein facettenreiches und beliebtes Schlagwort [..] in Marketingpraxis und -wissenschaft“[47]. In der Literatur umfasst die integrierte Kommunikation sowohl (unternehmens-)interne als auch externe Kommunikation. Die Forschungsansätze beschäftigen sich inhaltlich mit Gestaltungs- und Wirkungsaspekten sowie organisatorischen oder prozessualen Fragestellungen.[48] Im Kontext der Kampagnenwirkung dieser Arbeit ist nur die externe Kommunikation und deren wirksame Gestaltung von Interesse. Im Rahmen der Gestaltung von integrierter Kommunikation können im Wesentlichen die formale und inhaltliche Integration der Kommunikationsmaßnahmen sowie die Integration der Kommunikationsmittel im Zeitablauf und zwischen ihnen betrachtet werden.

Die inhaltliche Integration stellt einen Schwerpunkt der integrierten Kommunikation dar. Sie setzt auf die thematische Verbindung der Kommunikationsmittel durch beispielsweise einheitliche Slogans, Kernbotschaften oder Schlüsselbilder.[49] Die formale Integration zielt primär auf die Wiedererkennung durch einheitliche Gestaltungsprinzipien ab. Dazu zählen beispielsweise Logos oder formale Richtlinien wie Schriftgröße, -farbe, -typ etc.[50] Die zeitliche Integration bestimmt die kurz- bis mittelfristige Abstimmung der Kommunikation im Zeitablauf. Dabei liegt der Fokus im Wesentlichen auf der Konsistenz und Kontinuität der Kommunikation innerhalb eines Kommunikationsinstrumentes und instrumentübergreifend.[51] Die neuen Medien ermöglichen darüber hinaus eine Integration des Konsumenten. Gerade über das Internet besteht die Chance, den Kunden zu einer direkten Kontaktaufnahme zu bewegen. Dieser Aspekt der Connectivity zum Konsumenten ist nicht Bestandteil des klassischen Gedankens der integrierten Kommunikation, spielt jedoch eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung von Werbekampagnen und sei daher an dieser Stelle erwähnt.[52]

Häufig wird auch eine enge Beziehung der integrierten Kommunikation zu Corporate Identity gesehen. Corporate Identity kann man als „strategisch geplante und operativ umgesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen auf Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten (Soll-)Images“[53] kennzeichnen. Das Corporate Design umfasst die Gestaltung aller Elemente des Erscheinungsbildes eines Unternehmens und ist somit die optische Umsetzung der Corporate Identity durch ein unverwechselbares, einheitliches Bild. Corporate Communication beschreibt die Anwendung des Corporate Identity-Gedanken im Rahmen der Nutzung der Kommunikationsinstrumente, d. h. die Kommunikationsmittelauswahl im Einklang mit der Soll-Corporate Identity. Im Kontext von Werbekampagnen ist es sinnvoll, das Identity-Paradigma auf Marken oder Produkte zu übertragen. Erfolgt die Integration der Kommunikation auf Markenebene, dann ist beispielsweise von Brand Identity zu reden.[54] Die Vermittlung einer Corporate, Product oder Brand Identity steht in der Praxis häufig an erster Stelle bei der Begründung integrierter Kommunikationsmaßnahmen.[55]

Ein Blick in die Praxis zeigt, dass integrierte Kommunikationskonzepte noch die Ausnahme und eher Wunsch als Wirklichkeit sind.[56] Häufige Kampagnenwechsel, die den Aufbau von dauerhaften Bildern vermeiden, sowie unterschiedliche kommunikative Auftritte innerhalb einer Kampagne, führen häufig zur Zersplittung der Kommunikation. Die Abstimmung der Kommunikationsinstrumente innerhalb einer Kampagne und kampagnenübergreifend stellt somit eine wesentliche Herausforderung heutiger Crossmedia-Planung dar, um der „Kannibalisierung der Kommunikation für die eigenen Marke“[57] zu entkommen.

Im Folgenden werden Begriffe wie „Vernetzung“ oder „Verzahnung“ dem Integrationsbegriff meist vorgezogen, da diese dem Wort „Cross“ (englisch: quer, sich kreuzend)[58] näher kommen als „Integration“. Gerade im englischsprachigen Raum wird im Kontext von Crossmedia häufig auch von Multi-Channel-Campaigns gesprochen. Da dieser Begriff den Integrationsgedanken nicht widerspiegelt und ursprünglich aus der Distributionspolitik stammt[59], wird er hier keine weitere Berücksichtigung finden.

Wird eine Kampagne über mehrere Medien geschaltet, aber dabei keinerlei Vernetzung verfolgt, so ist nicht von Crossmedia zu sprechen, sondern von einem Media-Mix. Crossmedia und Media-Mix sind also deutlich voneinander abzugrenzen.[60] Die Auseinandersetzungen mit Media-Mix-Strategien begannen bereits in den 70er Jahren.[61] Es sei angemerkt, dass die Grenzen zwischen Media-Mix und Crossmedia fließend verlaufen. Denn schließlich ist der Integrationsgrad der Kommunikation nur bedingt zu bemessen. Zudem kann schwerlich eine Vorgabe gemacht machten, ab welchem Grad der Integration von einer vernetzten Kampagne zu sprechen ist.[62] Laut einer Studie von Foote, Cone & Belding sind nur ein Drittel aller Mix-Kampagnen tatsächlich vernetzt.[63]

2.2.2 Beweggründe und Ziele crossmedialer Vernetzung

Die Wettbewerbssituation auf deutschen Märkten hat sich in den letzten Jahren stark zugespitzt und zu einer angespannten Konjunkturlage geführt.[64] Da die Differenzierung von Wettbewerbern über Produktmerkmale (Produktpolitik) auf gesättigten Märkten mit zunehmender Produkthomogenität immer schwieriger wird, der Wettbewerb über den Preis in den vergangenen Jahren eher zu ruinösen Preiskriegen führte (Preispolitik) und auch ausgefeilte Distributionskonzepte im Zeitalter fortschreitender Globalisierung nur geringen Erfolg versprechen (Distributionspolitik), erfordert es zwingend auch der Betrachtung kommunikationspolitischer Differenzierungsmöglichkeiten.[65] Gleich schätzt die Kommunikation sogar als den zentralen Erfolgsfaktor ein.[66] Daher kommt der integrierten Kommunikation heute eine hohe Bedeutung zu.

Eine Analyse hinsichtlich der wichtigsten Beweggründe der integrierten Kommunikation kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem die wachsende Zahl der Kommunikationsinstrumente (Medienfragmentierung) sowie die steigende Informationsüberlastung der Konsumenten Unternehmen zur Integration ihrer Kommunikation drängt. Eine hohe Bedeutung wird zudem dem steigenden Werbedruck beigemessen.[67] Der Zusammenhang stellt sich folgendermaßen dar: Das rapide zunehmende Medienangebot der letzten Jahre hat zu einer Zersplittung oder Fragmentierung der Medienmärkte geführt. Die immer schnellere Diffusion neuer Kommunikationsinstrumente und –mittel hat auf Seite der Anbieter zu einer Erhöhung der Anzahl der Werbetreibenden und der Werbeausgaben geführt.[68] Parallel versuchten die Wettbewerber, dieser Konkurrenz durch Erhöhung des Wettbewerbsdrucks zu begegnen und haben dadurch gegenseitig ihre Werbeanstrengungen hochgeschaukelt. Dies hat auf Seiten der Konsumenten zu einer Informationsüberlastung geführt, die in eine geringe Wahrnehmung der Werbeinformationen und begrenzte Verarbeitungskapazität mündete.[69] „Monomediale Lautstärke“[70] ist daher weder geeignet, definierte Kommunikationsziele zu erreichen, noch die Reizüberflutung zu beseitigen.

Crossmedialer Konzepte zielen darauf ab, der selektiven Wahrnehmung des Konsumenten durch genauere Ausrichtung auf seine Informations-, Kommunikations- und Medienkonsumbedürfnisse zu begegnen und dadurch Streuverluste zu vermeiden (Targetingziele).[71] Die geringe Aufnahme von Werbekampagnen resultiert zudem aus der allgemein empfundenen Gleichheit der Botschaftsgestaltung von Werbemaßnahmen.[72] Denn Konsumenten haben ein ausgesprochenes Maß an Erlebnisorientierung entwickelt und erwarten abwechslungsreiche Kampagnen.[73] Crossmedia-Konzepte können dieser Anforderung durch erweiterte Möglichkeiten der Kreation Rechnung tragen. Dabei beschränkt sich die Kreativität nicht auf die Gestaltung der einzelnen Werbemittel sondern ermöglicht die Steigerung der kreativen Wirkung über einfallsreiche Ansätze in der Verknüpfung und im Zusammenspiel der Medien (Kreativitätsziele).[74] Dies kann dazu führen, dass die Kampagne in der Vielfalt der Werbebotschaften besser auffällt. Mediale Vernetzung kann also der geringen Aufmerksamkeit aufgrund allgemein geringen Werbeinvolvements begegnen.[75] Zudem wird der Punkt der Werbesättigung bei erlebnisreich vernetzten Kampagnen nicht so schnell erreicht wie bei monomedialen Strategien.[76]

Das entscheidende Merkmal integrierter Kommunikationsauftritte ist jedoch das Ausnutzen von Synergieeffekten, um der „Zersplitterung der Kommunikationswirkung“[77] (abnehmende Werbeerinnerungen, Inflation der Werbung) zu begegnen. Der integrierte Einsatz verschiedener Kommunikationsinstrumente kann zu deren gegenseitigem Verstärken und Ergänzen führen. Es wird vom Verstärkereffekt gesprochen, der „konsistente Gedächtnisspuren [und] ein tiefer verankertes Bild des Unternehmens und seiner Leistung“[78] hinterlässt. Dass Werbekampagnen bei medialer Verzahnung eine höhere Wirkung entfalten als die Summe ihrer Teile, ergibt sich aus der überproportionalen Wahrnehmung crossmedialer Werbung im Vergleich zu monomedialen Kampagnen (Mutliplyingziele). Dieser Multiplyingeffekt (engl.: Media Multiplier Effect oder Media Multyplying Effect – MME) wirkt sich überdies auf ein sehr wesentliches Ziel von Crossmedia aus Anbietersicht aus: auf die Wirkungseffizienz der Kampagne. Durch schnellere und wirksamere Zielerreichung lassen sich unter Umständen Kosteneinsparungen realisieren. Entfaltet eine vernetzte Kampagne eine höhere Wirkung als ein vergleichbarer, unabgestimmter Media-Mix, so sind möglicherweise Budgetreduzierungen zu realisieren (Effizienziele), die gerade in konjunkturschwachen Perioden gefordert werden.

Aufgrund ihrer Merkmale ist integrierte Kommunikation besonders für die Langfristziele von Werbekampagnen nutzbar. Ziele der integrierten Werbe-Kommunikation sind somit meist Marken- und Imageziele, d. h. Steuerung der Markenassoziationen (Markenimage) oder Stärkung der Wiedererkennung und Erinnerung (Markenbekanntheit).[79] Crossmedia hat also im Wesentlichen die Verbesserung der Konsumentenkommunikation zum einen, die Differenzierung von Wettbewerbern zum andern, sowie eine gesteigerte Wirkungseffizienz im Auge.

2.2.3 Medienbegriff im Crossmedia-Kontext

Für eine genauere Durchleuchtung von Crossmedia bietet sich die Betrachtung des Begriffs Media an. Wie bereits erläutert, stehen im Fokus dieser Arbeit Werbekampagnen, die über Medien kommuniziert werden - also Mediawerbung. Aber auch Verkaufsförderung oder Public Relations können dazu gehören, insofern die Kommunikation auf medialen Werbeträgern beruht. Im Kern der Mediawerbung steht die Kommunikation über klassische Massenmedien.[80] In der Literatur werden als Instrumente der klassischen Mediawerbung hauptsächlich die Printmedien, das Fernsehen und der Hörfunk genannt.[81] Diese können als klassische Medien in engerem Sinne verstanden werden. Dazu werden häufig unter anderem das Kino, Plakate und Verzeichnis-Medien (Branchen- oder Adressbücher) gezählt[82], so dass von klassischen Medien in erweitertem Sinne gesprochen werden kann.

Auch wenn weitere Werbeformen – häufig als Sonderwerbeformen bezeichnet – wie Events, Messen, Sponsoring oder Point-of-Sale-Werbung sich zumeist der Unterstützung von Medien bedienen (wie z. B. Plakate, Prospekte, Videofilme), können diese nicht als Instrumente der Mediawerbung bezeichnet werden. Dennoch wird in Theorie und Praxis häufig von Crossmedia-Kampagnen gesprochen, wenn derartige Werbeformen Bestandteil der Kampagnen sind – d. h. sowohl mediale als auch non-mediale Kommunikationsinstrumente zum Einsatz kommen. Dies widerspricht nicht grundsätzlich dem unterstellten Verständnis von Crossmedia. Zudem würde eine Limitierung des Crossmedia-Begriffs auf klassische Medien keinen Mehrwert für die Praxis genießen. Jedoch macht der Umfang dieser Arbeit eine Beschränkung auf die klassischen Medien in engerem Sinne notwendig.

Darüber hinaus findet Online-Kommunikation bzw. -Werbung explizit Berücksichtigung. Das Internet – häufig noch als „neues Medium“[83] bezeichnet – ist mittlerweile auf dem Sprung zum Massenmedium[84] und aufgrund seiner besonderen Eigenschaften als Werbemedium[85] kaum noch wegzudenken. Es ist möglich, dass in Zukunft das Internet daher auch in der Literatur zu den klassischen[86] Werbemedien zählt, da es in kaum einem Kommunikationsmix unberücksichtigt bleiben wird. Einher mit dem Trend zur Online-Kommunikation geht die Zunahme von direkter Werbekommunikation.

Die Direktwerbung wird in der Literatur heute noch von den klassischen Werbemedien abgegrenzt.[87] Die Betrachtungsweise scheint mit Blick auf zukünftige Entwicklungen bald überholt, da auch die herkömmlichen Medien bereits oder in naher Zukunft durch verbesserte Technologien die direkte Ansprache von Konsumenten ermöglichen. Hier ist zum Beispiel die in Kürze anstehende Verbreitung von Interactive TV (iTV) zu nennen, die auch als Verschmelzung von Internet und Fernsehen gesehen wird.[88] Diese technische und konzeptionelle Annäherung ursprünglich monolithisch getrennter Medien bis zur Auflösung der Grenzen zwischen verschiedenen Kommunikationsdiensten wird als Medienkonvergenz bezeichnet.[89] Gerade die Konvergenz von Online und Offline-Medien schreitet heute verstärkt voran und eröffnet diverse Interaktionsmöglichkeiten zwischen Werbenden und Umworbenen. Zudem ist zukünftig eine starke Verbreitung der mobilen Werbekommunikation zu erwarten[90], die aufgrund ihres Dialogcharakters eine zunehmende Verankerung des Paradigmas der Direktkommunikation in der Werbewirtschaft nach sich ziehen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 5) Beispiele der Konvergenz von Online und Offline

Quelle: In Anlehnung an Unger, F. et al. (1999), S. 332 f.

2.2.4 Definition und Abgrenzung von Crossmedia

Die gemachten Ausführungen zur Integration bzw. Vernetzung und zum Medienverständnis erlauben nun eine präzisere Definition von Crossmedia:

Crossmedia bezeichnet

[1] die formale, inhaltliche und zeitliche Vernetzung
[2] externer Kommunikationsmaßnahmen
[3] über mehrere Kommunikationskanäle.

Abzugrenzen von der crossmedialen Kommunikation ist hier noch das Crossmedia-Publishing, das besonders bei Content-Anbietern zum Einsatz kommt. Es bezeichnet die Veröffentlichung wiederverwendbarer Inhalte. Derartige Technologien ermöglichen die medienübergreifende Publikation eines einzigen Inhalts durch automatische Anpassung an die entsprechenden Medienformate.[91] Eine solche technische Integration ist dem Content Managment zuzurechen und keineswegs zwangsläufig Bestandteil einer crossmedialen Kommunikation.

2.2.5 Steckbriefe ausgewählter Kommunikationsinstrumente

Aus den Erläuterung des vorangegangenen Kapitels zum Verständnis von Media ergeben sich die fünf Mediengattungen, die für crossmediale Werbekonzepte von hoher Bedeutung sind: Printmedien, Fernsehen, Hörfunk, Internet und Direktkommunikation. Auch wenn Direktkommunikation streng genommen nicht zu den Medien zählt sondern eher ein Marketing-Paradigma darstellt, wird es hier als Kommunikationsinstrument dargestellt. Im Folgenden werden die jeweilige Marktsituation des Mediums und seine Bedeutung als Werbemedium umrissen. Grundlegenden Medien- und Werbeformen sowie deren Reichweiten werden dargestellt. Zudem werden in den einzelnen Mediensteckbriefe wesentliche Eigenschaften der Medien als Werbemittel skizziert und ein Trend bezüglich der Entwicklung für die Werbewirtschaft formuliert.

2.2.5.1 Werbung in Printmedien

Deutschland gilt aufgrund der Quantität und Qualität der Printmedien im Vergleich zu anderen Ländern als Leseland.[92] Der so genannte Blätterwald in Deutschland setzt sich hauptsächlich aus Tages- und Wochenzeitungen, Publikums, Fach-, Kunden- und Programmzeitschriften sowie Anzeigenblättern und Supplements zusammen.[93] Nach Schätzungen der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers stellen Zeitungen den Werbeträger mit den höchsten Netto-Werbeeinnahmen von ca. 5,275 Mrd. € in 2003 dar. Zusammen mit den Zeitschriften kommt die Printmedien-Branche auf Werbeeinnahmen von ca. 7 Mrd. €.[94] Der deutsche Zeitschriftenmarkt besteht zu 60 Prozent aus Publikumszeitschriften. Vier große Verlagshäuser kontrollieren 60 Prozent der Auflagen und 80 Prozent der Werbeumsätze, jedoch nur 20 Prozent der Zeitschriftentitel.[95] Nach der Allensbacher Werbeträgeranalyse (AWA 2003) und der Media-Analyse (MA 2003 – Printmedien II) weisen die drei populärsten Zeitschriften in Deutschland Reichweiten zwischen 6 und 9 Mio. auf. Die ADAC-Motorwelt ist der Primus unter den Kundenmagazinen mit einer Reichweite von ca. 18 Mio. Lesern. Die allgemeine Reichweite der Tageszeitungen liegt bei knapp 80 Prozent.[96] D. h. „acht von zehn deutschen lesen täglich eine Zeitung.“[97] Klassische Werbeformen in Printmedien sind Anzeigen, Beilagen, Beihefter oder Beikleber. Zudem existiert eine Vielzahl an Sonderwerbeformen, wie z. B. AdSpecials (ausklappbare Seiten, abnehmbare Heftnotizen, Warenproben u. ä.) oder Advertorials (Mischung aus redaktionellem Bericht und Produktwerbung).[98]

Hinsichtlich der Vorteile der Printmedien muss bei Zeitschriften zwischen Publikums-, Fach- und Kundenzeitschrift unterschieden werden. So ermöglicht eine Publikumszeitschrift die Ansprache weiter Bevölkerungskreise aber auch einzelner Special-Interest-Segmente. Publikumszeitschriften zeichnen sich überdies durch eine hohe Kontaktdichte sowohl in Massen- als auch in Nischenmärkten aus sowie durch intensiven und in der Regel wiederholten Kontakt.[99] Bei Fachzeitschriften sind vor allem ein hohes Produktinvolvement und eine lange Verwendungsdauer zu konstatieren. Kundenzeitschriften zeichnen sich durch die Möglichkeit einer zielgruppengenauen Ansprache aus. Zeitungen sind nahezu unbegrenzt räumlich sowie zeitlich verfügbar und besonders für „informierende und aktionsbezogene Kommunikation im regionale und lokalen Bereich“[100] geeignet. Zeitungswerbung weist zudem eine hohe Akzeptanz bei der Leserschaft auf. Sie wird kaum als Fremdkörper betrachtet und geradezu erwartet.[101] Zeitungen zeichnen sich vor allem durch ihre flächendeckende Reichweite und ihre Aktualität aus. Die gestalterischen Limiterungen nehmen immer mehr ab.[102]

In einer Medien-Studie von Mercer Management Constulting wird dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt Sättigung, Stagnation und kein nennenswertes Wachstum bis 2006 attestiert. Während Print-Auflagen rückläufig seien, steige hingegen der Konsum von Gratis-Online-Zeitungen deutlich. Der Renditedruck werde zudem zu einer verstärkten Konsolidierung kleinerer Verlage führen, wird in der Studie geschätzt.[103] Zeitungen gewönnen jedoch zunehmend an Relevanz für nationale Werbekampagnen.[104]

2.2.5.2 Fernseh-Werbung

„Das Fernsehen ist mit einer Penetration von 97 Prozent das dominierende Massenmedium in Deutschland“[105]. Hinsichtlich der Netto-Werbeeinnahmen steht es hinter den Zeitungen an Platz zwei der Medien.[106] Die Programm- und Sendervielfalt ist im europäischen Ländervergleich bei über 30 Sendern extrem hoch[107]. Es kann im Wesentlichen unterschieden werden in: privat-wirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Sendern, gebühren- oder beitragsfinanzierte Sendern, regionale oder (inter-)nationale Sendungen, Voll- oder Spartenprogramme.[108] Die Reichweite (Zahl der Zuschauer pro Tag) der beiden großen öffentlich-rechtlichen Kanäle betrug 2003 bis zu 65 Prozent im Durchschnitt, die bekannten privaten Sender rangieren mit 20 bis 50 Prozent dahinter.[109] Übliche Formen der Fernsehwerbung sind TV-Spots, Werbesendungen, Werbekanäle, Videotext, Product Placement[110] und Programmsponsoring.[111]

Der entscheidende Vorteil des TV als Werbemedium ist die szenische Darstellung von Botschaften und die damit verbundenen Einwirkungsmöglichkeiten auf visuelle und auditive Sinne.[112] Das Fernsehen ist damit gut geeignet für eine emotionale und argumentierende Zuschaueransprache und somit zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades und des Image in kürzester Zeit. Auch die Demonstration erklärungsbedürftiger Produkte ist im Fernsehen möglich.[113] Wesentliche Nachteile des Massenmediums Fernsehen sind die starke Streuung der Werbung und ein prinzipielles Akzeptanzproblem von Fernsehwerbung, das sich in bewusstes Umgehen der Werbung (Zapping) niederschlägt, sowie eine geringe Aufmerksamkeit gegenüber Fernsehwerbung durch zunehmend passive Nutzung (Ausüben von Nebenbeschäftigung während des TV-Konsums).[114]

Laut Mercer Management Consulting sei in Zukunft ein „Collapse of the middle“ absehbar: Das bedeutet, dass Werbende einerseits Sender mit breiter Massenwirkung und andererseits zielgruppenfokussierte Nischensender berücksichtigen, so dass mittelgroße Sender sich neu orientieren müssen.[115] Wachstumsimpulse in der TV-Branche gingen von neuen digitalen Endgeräten und interaktiven TV-Diensten aus. So wird dem Pay-TV und Video-on-demand-Angeboten ein starkes jährliches Wachstum vorausgesagt.[116] Die Verbreitung des digitalen Fernsehens macht auch neue Werbeformen möglich: Hier sind z. B. interaktive Werbespots, individualisiertes Programmsponsoring und individualisierte Product Placements zu nennen.[117]

2.2.5.3 Hörfunk-Werbung

Mit 35 Mio. Radio-Haushalten weist das Hörfunk-Medium eine Penetration von fast 99 Prozent auf. Nach Ergebnissen der Media-Analyse (MA) Radio 2004 I werden vom Hörfunk täglich über 80 Prozent aller Erwachsenen erreicht. Es weist damit eine beachtliche Reichweite auf. Aufgrund einer täglichen Nutzungsdauer von durchschnittlich 209 Minuten ist das Radio damit „auch weiterhin das meistgenutzte Medium der Deutschen“[118]. Der mit über 300 Sendern stark fragmentierte Radio-Markt setzt sich zu ca. 80 Prozent aus den Gebühren für öffentlich-rechtliche Sender und fast 20 Prozent Werbeerlösen zusammen. Die Werbeeinnahmen im Hörfunk-Sektor beliefen sich 2003 auf geschätzte 570 Mio. €. Damit gilt das Radio als „deutlich unterbewertetes Medium“[119]. Neben dem klassischen Hörfunk-Spot reicht das Spektrum der Werbeformen vom anmoderierten Spot, über Sponsoring, Promotions, Events, der Exklusivbelegung zu einem bestimmten Zeitpunkt, bis zur Tandem-Werbung für ein Produkt direkt vor und nach Einspielen eines Musiktitels und weiteren Sonderwerbeformen.[120]

Das Radio ist ein „relativ günstiges Medium“[121] und zeichnet sich durch eine hervorragende Reichweite aus. Es ist aufgrund der Sendervielfalt gut für regionale Kampagnen einsetzbar. Nachteile sind die fehlende Zielgruppenspezifikation und die reduzierten Gestaltungsmöglichkeiten.[122] Zudem weist der Kontakt mit dem Medium eine starke Flüchtigkeit auf, da Radio häufig nur als Nebenbeschäftigung gehört wird.[123]

Ähnlich wie das Fernsehen steht der Hörfunk vor einer Umstellung von Analog- auf Digitalradio. Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit massenmarktfähiger Endgeräte wird sich dieser Umschwung jedoch noch hinauszögern. In Zukunft ist eine verstärkte Konsolidierung von kleineren Sendern unter einem Dach zu vermuten, um eine verstärkte Mehrfachverwertung von Inhalten und somit Kostensenkungen zu ermöglichen.[124] Hinsichtlich der Ausrichtungsversuche auf bestimmte Hörerschaften ist ein Trend zum Formatradio (Formate: Oldies, News, Sport etc.) erkennbar. Dies ermöglicht werbetreibenden Unternehmen die Belegung „zielgruppennaher Sendezeiten“[125].

2.2.5.4 Werbung im Internet

Das Internet wird als Online-Medium bezeichnet. Obwohl zu den Online-Medien prinzipiell alle Systeme mit einem Hin- und Rückkanal über eine Leitung gehören (wie z. B. BTX), wird sich in dieser Arbeit stets auf das Internet bezogen, wenn beispielsweise von Online-Werbung gesprochen wird. In der Literatur wird häufig die Zuordnung des Internet zu den Kommunikationsinstrumenten kritisiert, da es auch als Transaktionsmedium eingesetzt wird.[126]

Die Nutzung des Internet hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen und gilt als das Kommunikationsmedium mit der schnellsten Diffusion.[127] Heute ist über die Hälfte der Deutschen der über 14-jährigen online – davon über 20 Prozent täglich. Vereinzelt wird bereits davon gesprochen, dass das Internet den Sprung zum Massenmedium geschafft habe.[128] Denn Web-Seiten wie T-Online oder google.de weisen bereits tägliche Nutzerzahlen auf, die mit den Reichweiten von TV-Sendungen konkurrieren können.[129] Hinsichtlich der Nutzerstruktur zeigt sich ein deutliches Übergewicht junger und männlicher Nutzer. Im Alterssegment 14-49 Jahre nutzen 76 Prozent das Internet, über 50-jährige sind nur zu 27 Prozent online. Männer sind zu ca. 60 Prozent unter den Onlinern vertreten, Frauen dagegen nur mit 44 Prozent.[130] Der durchschnittliche Internetuser gilt als „männlich, jung, gebildet, mit hohem Haushaltseinkommen“.[131]

Die rasante Entwicklung und Nutzung des Internet hat die Bedeutung des Internet als Werbeträger in den letzten Jahren enorm gesteigert.[132] Die Ausgaben für Internetwerbung haben sich in den Jahren 2002 und 2003 jeweils um ca. 20% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und trotzten damit dem europäischen Trend der Werbewirtschaft. Aufgrund der Zunahme von breitbandigen Internetanschlüssen werden auch für die folgenden Jahre zweistellige Wachstumsraten der Werbeausgaben erwartet.[133] In Deutschland nutzt heute bereits jeder Vierte das Internet über eine Breitbandleitung, wie z. B. ADSL.[134] „2005 wird Online-Werbung das Plakat als ersten klassischen Werbeträger überrunden“[135], prognostiziert die Bauer Media KG bezüglich der Werbeausgaben, und bis 2008 werden sich die Bruttoaufwendungen vervierfacht haben.[136]

Werbeträger in der Online-Werbung können Websites, E-Mails[137] und Software sein. Laut einer Erhebung von Jupiter MMXI gab es Ende 2001 rund 4.000 verschiedene Online Werbeformate. Die populärste Werbeform im Web ist das Banner. Es ermöglicht aufgrund der einheitlichen Werbegröße auf allen Werbeträgern Kampagnen mit großer Reichweite bei geringen Kosten. Wirksamer vor allem im Branding als klassische Banner sind Sonderwerbeformen, wie Pop-ups, Skyscraper, Scroll Ads bzw. Sticky Ads, Interstitials und Content Ads bzw. Rectangles. Rich Media Technologien erlauben zudem komplexere Werbeformen, wie Flash Banner, HTML-Banner bzw. interaktive Banner, DHTML bzw. Flying Banner und Streaming Banner.[138] Diese nähern sich mehr und mehr den Formaten aus Print und TV an. Als Werbeträger für die genannten Formen der Werbung bieten sich reichweitenstarke Webseiten an. Dazu sind vor allem Suchmaschinen, Portale und Content-Anbieter zu nennen.[139]

Neben der Werbung, die das Interesse des Internetusers auf die eigene Webseite lenken soll, spielt auch die Webseite des werbenden Unternehmens eine wichtige Rolle im Kampagnen-Konzept. Das Internet kann dabei sowohl Informations- als auch Transaktionsleistungen erfüllen. Zudem besteht die Möglichkeit, Zusatzdienste (Add-Ons) anzubieten, um den Mehrwert der Webseite zu erhöhen.[140]

Aufgrund der Vielzahl verschiedener Werbeformen ist es schwer, eine generalisierende Bewertung des Internet als Werbemittel vorzunehmen. Prinzipiell kann jedoch gesagt werden, dass es aufgrund der Multimedialität, Interaktivität und Dialogfähigkeit, globaler Reichweite sowie Möglichkeit der direkten Kontrolle und Auswertung für Werbezwecke sehr interessant ist.[141] Zudem eignet es sich zur Ansprache ausgewählter Zielgruppen und automatischen Platzierung von nutzer- und zielgruppenorientierter Werbung. Aufgrund der Pull-Eigenschaft des Internet zeigt der Nutzer im Allgemeinen ein hohes Involvement, allerdings auch eine starke Selektivität der Angebotsnutzung. Letztere äußert sich in einer hohen Gefahr des Zappings (Wechsel zu einer anderen Webseite) und durchschnittlich geringen Aufrufchancen einzelner Webseiten.[142]

2.2.5.5 Direkte Werbekommunikation

Der Begriff des Direktmarketing ist nicht völlig trennscharf von anderen Kommunikationsinstrumenten abzugrenzen, da direkte Kommunikation z. B. auch in der klassischen Mediawerbung Einzug hält.[143] Direktmarketing umfasst „alle Marketingaktivitäten, bei denen Medien mit der Absicht eingesetzt werden, eine interaktive Beziehung zu den Zielpersonen herzustellen, um sie zu einer individuelle Reaktion (Response) zu veranlassen“[144]. „Das konstitutive Merkmal der Direktkommunikation bezieht sich auf die individualisierte Ansprache des Konsumenten“[145] und nicht zwingend auf einen zeitgleichen Dialog. Daher kann Dialog- bzw. One-to-One-Marketing nicht mit Direktmarketing gleichgesetzt werden.

Die Instrumente der Direktkommunikation sind zu unterscheiden in Direktwerbung und klassische Medien mit Response-Elementen. Zu den Instrumenten der Direktwerbung zählen die klassischen Werbesendungen (adressiert, teiladressiert oder unadressiert), passives und aktives Telefonmarketing, Telefax, Mobile Marketing (SMS) und E-Mail-Marketing (Newsletter). Response-Möglichkeiten sind in fast allen klassischen Medien integrierbar. Etwa 70 Prozent aller Anzeigen in Printmedien sind beispielsweise mit Response-Möglichkeiten versehen.[146] Auch das Internet muss als individualisierbares Massenmedium zu den Instrumenten des Direktmarketings gezählt werden – beispielsweise aufgrund von Personalisierungsmöglichkeiten.

Im Fokus des Direktmarketings stehen heute die Direct Mailings (sowohl postalisch als auch elektronisch). Elektronische Mails bieten besonders in Form von Newslettern Möglichkeiten der Direktwerbung. Newsletter sind aufgrund der Spam-Problematik ein aktuell viel durchleuchtetes Thema. Das auf dem Einverständnis des Empfängers beruhende Zusenden von E-Mails im Sinne des so genannten Permission Marketing ist die Voraussetzung für den Erfolg von Newsletter-Werbung.[147] Neben den Direct Mailings rückt zunehmend auch das Mobile Marketing, insbesondere das SMS-Marketing, in das Interesse der Direktwerbung. Der Einsatz von SMS eignet sich als Response-Kanal. In naher Zukunft wird die Werbeattraktivität mobiler Endgeräte aufgrund der steigenden Multimediafähigkeit durch z. B. UMTS steigen.[148] Die Stärken der mobilen Medien liegen in der Möglichkeit zur Personalisierung und der ständigen Erreichbarkeit des Konsumenten.

Grundvoraussetzung für die direkte Adressierung von Konsumenten ist das Vorliegen von Adressdaten. Darüber hinaus ist eine gezielte Ansprache nur möglich, wenn individuelle Information über die einzelnen Konsumenten vorliegen. Diese Daten werden in der Regel in einer Kundendatenbank gehalten. Ziel des Database Marketing ist der Aufbau, die Pflege und Analyse der Kundendatenbank, um schrittweise eine engere, datengestützte Zielgruppenkommunikation zu ermöglichen.[149]

Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Direktmarketinginstrumente sind schwerlich verallgemeinernde Vor- und Nachteile herauszustellen. Aufgrund der Datenbank als Grundbaustein der Direktansprache, kann jedoch die gute Messbarkeit der Responsequoten, eine damit einhergehende gute Prozesskontrolle und die Möglichkeit der Personalisierung hervorgehoben werden. Zudem wird Streuung fast komplett vermieden und eine Vielzahl an Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber der Konkurrenz gewährleistet. Als nachteilig werden häufig die Störung der Privatsphäre und eine Überflutung mit Direktwerbestücken genannt. Daraus resultiert eine hohe Gefahr, der Nichtwahrnehmung.[150]

3 Planung von Crossmedia-Kampagnen

Im englischsprachigen Raum erfolgt die Ausformulierung von Kampagnenplänen in einem so genannten Plans Book. Dieses umfasst die Präzisierung der Ziele, formuliert die strategische und taktische Planung und dient meist der Rechtfertigung der Investition in eine Kampagne.[151] Der Kampagnenplan enthält also eine ausführliche Beschreibung des Kampagnenkonzeptes. Die Gliederung des Plans spiegelt mitunter auch die Reihenfolge der Planung wieder. Bei Crossmedia-Kampagnen ist jedoch aufgrund von Interdependenzen die integrierte Betrachtung aller Planungsteilbereiche notwendig und ein wasserfallartiges Vorgehen nur bedingt möglich. Die in (Abb. 6) dargestellten Entscheidungstatbestände crossmedialer Kampagnenplanung werden in den folgenden Kapiteln erörtert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb. 6) Interdependente Crossmedia-Planung

Quelle: In Anlehnung an Meffert, H. (1998), S. 689 und Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 984 ff. sowie Ahrens, K. (2003b), S. 46.

[...]


[1] Vgl. Bauer Media KG [Hrsg.] (2003), S. 22.

[2] Diese Aussage wird Lord Leverhulme, dem “Seifenkönig” und später John Wanamaker, dem „Warenhaus-Pionier“, zugesprochen. Wahrscheinlich stammt das Zitat jedoch von Adolph S. Ochs, Verleger der New York Times, aus dem Jahre 1916. Vgl. Disch, W. (2000), S. 330 ff.

[3] Vgl. White, R. (1997), S. 121.

[4] Duden [Hrsg.] (2003), Suchbegriff ‚Kampagne’ abgerufen 29.01.2004.

[5] Brockhaus [Hrsg.] (2002), Suchbegriff ‚Kampagne’ abgerufen 29.01.2004.

[6] Der Marketing-Mix – häufig auch als „die 4 P“ bezeichnet – besteht aus Programm- bzw. Produktpolitik (engl.: product), Preis- bzw. Kontrahierungspolitik (price), Distributionspolitik (place) und Kommunikationspolitik (promotion). Häufig zählen Personalpolitik (personnel), Ausstattungspolitik (physical facilities) und Prozesspolitik (process) zum Marketing-Mix, so dass von den „7 P“ gesprochen wird.

[7] Vgl. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), S. 883.

[8] Meffert, H. (1998), S. 664.

[9] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 994.

[10] Diller, H. (2001), S. 731.

[11] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 991 f.

[12] Vgl. Parente, D. (2000), S. 16 und Broadbent, S. / Haarstick, K. (1999), S. 27.

[13] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 223 f.

[14] Vgl. Parente, D. (2000), S. 10.

[15] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 986.

[16] Kapitel 3 beschäftigt sich ausführlich mit der Planung und Gestaltung von Crossmedia-Kampagnen.

[17] Vgl. Schimmel-Schloo, M. (2003), S. 56.

[18] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1104 ff.

[19] Vgl. Steffenhagen, H. (1999), S. 298.

[20] Steffenhagen, H. (2000), S. 6.

[21] Vgl. Zentes, J. / Swoboda, B. (2001), S. 578 f.

[22] Vgl. Felser, G. (2001), S. 13 f.

[23] Siehe zu einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den Themen „Planung von Crossmedia-Kampagnen“ und “Wirkungsanalyse von Crossmedia-Kampagnen“ Kap. 3 und 4.

[24] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 685.

[25] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1061 ff.

[26] Bongard, J. (2002), S. 211.

[27] Vgl. Bongard, J. (2002), S. 225 ff.

[28] Vgl. Steffenhagen, H. (1999), S. 292 ff.

[29] Vgl. Steffenhagen, H. (2000), S. 13.

[30] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 678.

[31] Vgl. Zentes, J. / Swoboda, B. (2001), S. 250.

[32] Vgl. Kroeber-Riel, W. / Esch, F. R. (2000), S. 157 f.

[33] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 678 ff.

[34] Vgl. Mühlbacher, H. (1988), S. 85 ff.

[35] Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1015.

[36] Vgl. Meffert, H. (S. 680).

[37] Vgl. Kroeber-Riel, W. / Weinberg, P. (2003), S. 370.

[38] Vgl. Brosius, H.-B. / Fahr, A. (1998), S. 27.

[39] Vgl. Bongard, J. (2002), S. 329.

[40] Siehe Petty, R E. / Cacioppo, J. T. (1986): Communication and Persuasion. Central and Peripheral Routes to Attitude Change. New York.

[41] Koschnick, W. J. (2003), S. 734.

[42] Bongard, J. (2002), S. 327.

[43] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1045 f.

[44] Eine Zusammenstellung einiger Crossmedia-Definitionen von Praktikern findet sich in Kracke, B. (2001), S. 15 f.

[45] Vgl. Gleich, U. (2003), S. 511.

[46] Ahrens, K. (2003), S. 36.

[47] Esch, F.-R. (1999), S. 25.

[48] Vgl. McArthur, D. N. / Griffin, T. (1997), S. 19 f.

[49] Vgl. Bruhn, M. (2003b), S. 58

[50] Vgl. Bruhn, M. (2003), S. 80.

[51] Vgl. Bruhn, M. (2003b), S. 67.

[52] Vgl. Stradtmann, P. / Kurt, K. (2004), S. 3.

[53] Birkgit, K. / Stadler, M. / Funck, H. J. (1993), S. 23.

[54] Vgl. Aaker, D. A. (1996), S. 56 ff.

[55] Vgl. Hölscher Market Research [Hrsg.] (2003), S. 8.

[56] Vgl. Hölscher Market Research [Hrsg.] (2003), S. 20 f.

[57] Kroeber-Riel, W. / Esch, F. R. (2000), S. 108.

[58] Brockhaus [Hrsg.] (2002), Suchbegriff ‚cross’ abgerufen 02.02.04.

[59] Vgl. Zentes, J. / Swoboda, B. (2001), S. 386 ff.

[60] Vgl. Gleich, U. (2003), S. 511.

[61] Vgl. Schneekloth, H.-D. (1991), S. 43.

[62] Vgl. Gleich, U. (2003), S. 512.

[63] Vgl. Stradtmann, P. / Kurt, K. (2004), S. 5 f. Wie sich der Grad der Vernetzung bestimmen lässt, wird in Kapitel XX. besprochen.

[64] Vgl. Bauer Media KG [Hrsg.] (2003), S: 1.

[65] Vgl. Ahlert, D. (2002), S. 8.

[66] Gleich, U. (2003), S. 510.

[67] Vgl. Bruhn, M. / Boenigk, M. (2000), S. 69 und Esch, F.-R. (1999), S. 2 ff.

[68] Vgl. Bruhn, M. (2003), S. 26.

[69] Nach einer Studie von Kroeber-Riel lag die Informationsüberlastung 1987 bereits bei 98 Prozent. Vgl. Kroeber-Riel, W. (1987), S. 257.

[70] Saß, R. (2003), S. 18.

[71] Vgl. Bachér, F. / Witteborg, T. (2003), S. 7.

[72] Vgl. Bruhn, M. (2003), S. 26.

[73] Vgl. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), S. 896.

[74] Vgl. Campillo-Lundbeck, S. (2003), S. 15.

[75] Vgl. Kroeber-Riel, W. / Weinberg, P. (2003), S. 372.

[76] Vgl. Bachér, F. / Witteborg, T. (2003), S. 8.

[77] Kroeber-Riel, W. / Esch, F. R. (2000), S. 100.

[78] Esch, F.-R. (1999), S. 68.

[79] Vgl. Esch, F.-R. (1999), S. 42 ff und Bruhn, M. / Boenigk, M. (2000), S. 70.

[80] Auf die Ungenauigkeit der Begriffe klassischer bzw. herkömmlicher Medien sowie Massenmedien sei hier nicht näher eingegangen. Es genügt, diejenigen Medien zu nennen, die in der Literatur übereinstimmend als klassisch bzw. herkömmlich oder Massenmedien bezeichnet werden.

[81] Vgl. beispielsweise Homburg, C. / Krohmer, H. (2003), S. 650.

[82] Vgl. u. a. Meffert, H. (1998), S. 693.

[83] U. a. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), S. 958.

[84] Vgl. Bachér, F. / Witteborg, T. (2003), S. 10.

[85] Siehe zu den Eigenschaften des Internet als Werbemedium Kap. 2.2.5.4.

[86] Klassisch ist hier eher im Sinne von üblich zu verstehen als herkömmlich.

[87] Vgl. u. a. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), S. 882 f.

[88] Vgl. Hanser, P. (2004), S. 202.

[89] Weitere Informationen zum Thema Medienkonvergenz werden von der Universität Leipzip unter http://www.medienkonvergenz-monitoring.de bereitgestellt.

[90] Vgl. Hanser, P. (2004), S. 338.

[91] Köster, M. (2001), o. S.

[92] Vgl. Pepels, W. (2001), S. 433.

[93] Vgl. Rogge, H.-J. (2000), S. 171 f.

[94] Vgl. PwC Deutsche Revision [Hrsg.] (2003), S. 9.

[95] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 11.

[96] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S 147 f.

[97] Bock, W. et al. (2002), S. 10.

[98] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S 119 ff.

[99] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1000 f.

[100] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1000.

[101] Vgl. Rogge, H.-J. (2000), S. 175.

[102] Vgl. Unger, F. et al. (1999), S. 203.

[103] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 3.

[104] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1000.

[105] Bock, W. et al. (2002), S. 6.

[106] Bauer Media KG [Hrsg.] (2003), S. 13.

[107] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 6 f.

[108] Vgl. Pepels, W. (2001), S. 459 ff.

[109] Vgl. Hanser, P. (2004), S. 193 f.

[110] Product Placement = Einblenden von Produkten im Handlungsablauf eines Films.

[111] Darüber hinaus existieren weitere mannigfaltige Möglichkeiten der Werbung. Vgl. dazu Hanser, P. (2004), S. 193 ff.

[112] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 699.

[113] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1000.

[114] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 699.

[115] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 4.

[116] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 6.

[117] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 201 f.

[118] Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 256.

[119] Vgl. PricewaterhouseCoopers [Hrsg.] (2002), S. 28.

[120] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 259 f.

[121] Meffert, H. (1998), S. 700.

[122] Vgl. Meffert, H. (1998), S. 700.

[123] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1001.

[124] Vgl. Bock, W. et al. (2002), S. 8.

[125] Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 259.

[126] Werner, A. (2003), S. 1 ff.

[127] Während die 50 Mio. Nutzer-Marke durch das Radio beispielsweise in einem Zeitraum von 38 Jahren und durch das Fernsehen in einem Zeitraum von 13 Jahren erreicht wurde, übertraf das Internet dieses Anzahl bereits nach fünf Jahren. Vgl. Zerdick, A. (2001), S. 142 f.

[128] Vgl. Dravillas, J. / Broussard, G. / Graham, J. (2003), S. 9 oder Bachér, F. / Witteborg, T. (2003), S. 10.

[129] Vgl. G+J Electronic Media Sales [Hrsg.] (2003), S. 17.

[130] SevenOne Interactive / IP NEWMEDIA / Lycos Europe [Hrsg.] (2003), S. 6.

[131] G+J Electronic Media Sales [Hrsg.] (2003), S. 12.

[132] Das Jahr 2004 gilt als das Jahr des 10-jährigen Jubiläums der Online-Werbung. Siehe dazu beispielsweise www.10jahreonlinewerbung.de.

[133] Vgl. PricewaterhouseCoopers [Hrsg.] (2002), S. 32.

[134] o. V. (2003), S. 89.

[135] Bauer Media KG [Hrsg.] (2003), S. 22.

[136] Vgl. Marketing Partner [Hrsg,] (2003), S. 5.

[137] Der E-Mail als Werbeträger wird sich im folgenden Kapitel Direktmarketing gewidmet.

[138] Vgl. Wolfes, A. (2003), S. 13.

[139] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1038. Der Deutsche Multimedia Verband (DMMV) setzt sich unter http://www.dmmv.de/ww/de/7_pub/themen_neu/e_marketing/werbeformen/marketingkonzepte/werbeformensuchmaschinen.cfm kritisch mit dem Suchmaschinenmarketing auseinander.

[140] Interessante Beispiele derartiger Add-Ons sind der Nivea Lichtschutzfaktortest oder der Funnyfrisch Chipskonfigurator. Vgl. Stradtmann, P. (2004), S. 7 f.

[141] Vgl. Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1035.

[142] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 327.

[143] Homburg, C. / Krohmer, H. (2003), S. 666.

[144] Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 390.

[145] Meffert, H. (1998), S. 720.

[146] Vgl. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), 1203 ff. , Deutsche Post [Hrsg.] (2003), S. 47 ff. und Nieschlag, R. / Dichtl, E. / Hörschgen, H. (2002), S. 1001.

[147] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 408 ff.

[148] Vgl. Hanser, P. [Hrsg.] (2004), S. 332.

[149] Vgl. Kotler, P. / Bliemel, F. (2001), 1198 ff.

[150] Vgl. Pepels, W. (2001), S. 737 ff. und Homburg, C. / Krohmer, H. (2003), S. 666 f.

[151] Vgl. Parente, D. (2000), S. 16.

Details

Seiten
121
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783842803725
ISBN (Buch)
9783832440473
Dateigröße
981 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v219676
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
werbekampagne kommunikations-mix medien diversifikation werbung marketing crossmedia crossmedia-kampagnen

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Crossmedia-Kampagnen