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Narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Führungsetage

Bachelorarbeit 2012 78 Seiten

Psychologie - Allgemeine Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Narzissmus?
2.1 Narzissmus nach Sigmund Freud
2.2 Nach Otto F. Kernberg
2.3 Nach Heinz Kohut
2.4 Pathologischer und normaler Narzissmus

3 Narzisstische Persönlichkeitsstörung
3.1 Entstehung und Ursachen einer NPS
3.1.1 Genetische Übertragung
3.1.2 Erziehung des Kindes
3.1.2.1 Die sichere Bindung
3.1.2.2 Die unsicher-vermeidende Bindung
3.1.2.3 Die unsicher-ambivalente Bindung
3.1.2.4 Die desorganisierte / desorientierte Bindung
3.1.2.5 Übermäßige Verwöhnung
3.1.3 Freiwillige Entwicklung eines falschen Selbstbildes
3.2 Diagnostische Kriterien einer NPS nach dem DSM-IV
3.3 Weiblicher Narzissmus
3.4 Männliche und weibliche NPS

4 Narzissmus in der Führungsebene
4.1 Narzissmus und Macht
4.2 Der gesunde Führungsstil im Unternehmen
4.2.1 Voraussetzungen für erfolgreiche und gesunde Führungskräfte
4.2.2 Führer-Typen nach Maccoby
4.2.3 Weiblicher und Männlicher Führungsstil
4.3 Narzisstische Manager/Führer
4.3.1 Leiden der Geführten
4.3.2 Gefahr für das Unternehmen
4.3.3 Positive Seite einer narzisstischen Führung
4.4 Gegenüberstellung narzisstischer/gesunder Führungsstil
4.5 Coaching von narzisstischen Führern

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Michelangelo da Caravaggio (1573-1610) Narzissos, sein Spiegelbild im Wasser betrachtend

Abbildung 2: Normale Selbstwertregulierung und narzisstische Persönlichkeitsstörung, Kernberg 1996

Abbildung 3: Pathologischer Narzissmus, Kernberg, Narzisstische Persönlichkeitsstörungen, 1996

Abbildung 4: Sechs Dimensionen gesunder Führung (Quelle A.K. Matyssek)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Männliche NPS / Weibliche NPS, Wardetzki, 1991

Tabelle 2: Männliches und weibliches Führungsverhalten, 1994, Hesse/Schrader

Tabelle 3: Weiblicher/männlicher Narzisst – weiblicher/männlicher Führungsstil, eigene Darstellung

Tabelle 4: Gesunde Führung und narzisstische Führung, eigene Darstellung

Tabelle 5: Emotionale Intelligenz und narzisstische Führer, eigene Darstellung

Tabelle 6: Führer-Typen nach Maccoby und narzisstisches Führen, eigene Darstellung

1 Einleitung

Das Problem der narzisstischen Persönlichkeitsstörung in der Führungsetage ist seit ca. 5 Jahren ein heiß begehrtes Thema im Personalwesen. Bevor wir jedoch in die eigentliche Thematik der narzisstischen Persönlichkeitsstörung in Spitzenpositionen einsteigen, werden vorerst die ersten Definitionen des Begriffes des Narzissmus erläutert. Außerdem ist es ebenso hilfreich zu wissen, was denn die Ursachen und Gründe für eine Entwicklung der narzisstischen Störung sind. Obwohl Menschen immer ein gewisses Maß an Selbstliebe für ein glückliches Leben benötigen, muss strikt zwischen dem normalen und dem pathologischen Narzissmus differenziert werden. Denn der krankhafte Narzissmus bringt fatale Folgen im Privat- und Berufsleben mit. Nicht nur die eigene Person, sondern auch Mitmenschen können unter dieser Krankheit leiden.

2 Was ist Narzissmus?

Der Begriff des Narzissmus wird allgemein als „Selbstverliebtheit“ oder „Selbstliebe“ angesehen.[1] Die weltbekannte Sage von Narzissos des römischen Dichters Publius Ovidios, Naso genannt Ovid, erklärt uns, wie der Begriff Narzissmus entstand. Es handelt sich hierbei um einen Jungen mit Namen Narzissos, der sein eigenes Spiegelbild, wie in Abbildung 1 zu sehen ist, betrachtet. Als er sich selber in der Quelle sah, verliebte er sich so sehr in sich selbst, dass er diesen Ort nie mehr verlassen wollte. Narzissos starb an Schwäche und verwandelte sich in die Blume Narzisse, welche an Quellgründen wächst. Die Narzisse entstand durch sein Blut.[2] Narzissos selbst ließ sich täuschen, indem er nur den großartigen Teil seines Spiegelbildes sah, nicht aber seinen Schatten oder seine Rückseite. Er wollte nichts anderes sein und sehen und verleugnete somit sein wahres Selbst. Dies führte am Ende zu seinem Tod oder zu seiner Verwandlung in die Blume. Diese Sage berichtet uns davon, dass ein Mensch nur durch seine guten wie auch negativen Gefühle lebendig sein kann. Gefühle wie Neid, Eifersucht, Scham und tiefe Trauer verstärken unser Dasein und verhelfen uns zu wichtigen Selbst-Einsichten. Das eigene Verlieben in ein falsches Selbst wird in diesem Mythos mit dem Tod als logische Schlussfolgerung erklärt.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Michelangelo da Caravaggio (1573-1610) Narzissos, sein Spiegelbild im Wasser betrachtend

Um jedoch dem Begriff des Narzissmus eine eindeutige Bedeutung zuschreiben zu können, müssen verschiedene Definitionen, die sich mit den Jahren verändert haben, erläutert und interpretiert werden. Der Begriff wurde seit dem 18. Jahrhundert seitens verschiedener Autoren wie Freud, Kernberg und Kohut aus unterschiedlichen Sichtweisen definiert. Durch diese Entdeckung wurde die narzisstische Persönlichkeitsstörung geformt und in ihren unterschiedlichen Verhaltensweisen analysiert. In den folgenden Kapiteln wird die Entstehung und Entwicklung des Narzissmus sowie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung des Menschen näher gebracht.

2.1 Narzissmus nach Sigmund Freud

Die ersten Ausarbeitungen des Begriffs des Narzissmus wurden 1914 von Sigmund Freud (1856-1939) getroffen. Lediglich verweist er selbst auch auf andere Autoren wie z.B. Paul Näcke, Henry Havelok Ellis, Isidor Sadger, welche ihm dazu verholfen haben, den Terminus des Narzissmus in seiner Endfassung zu definieren. In der ersten Definition laut Sigmund Freud behandelt ein narzisstisch denkender Mensch den eigenen Leib wie ein Sexualobjekt. Das heißt, er streichelt und liebkost diesen, bis er zu seiner vollsten Befriedigung gelangt. Klar und deutlich wird der Begriff als eine Art Perversion angesehen.[4] Mit diesem Grundgedanken nach Freud wurde die Definition weiterentwickelt und vervollständigt. Nach Otto Rank wird im Jahre 1911 der Narzissmus mit den Begriffen der Selbstbe-wunderung und Eitelkeit verglichen. Die Perversion wird nach Rank als eine Extremform des Narzissmus betrachtet.[5] Freud selbst hat in den Jahren den Begriff des Narzissmus unter Beobachtung der Definitionen der bereits oben erwähnten Autoren immer weiterentwickelt. 1912/13 erläutert Freud in seinem Werk „Totem und Tabu“, dass die sexuellen Triebe eines Menschen von Anfang an, d.h. von der Kindheit bis hin zur Reifephase, vorhanden sind. Jedoch seien diese nur auf Lust gerichtet und bleiben im eigenen Körper, bis sie zur Befriedigung gelangen. Dieses Stadium des Narzissmus wird als Autoerotismus bezeichnet und ist objektlos. Das nächste Stadium wird als Objektliebe bezeichnet, indem die Person ihre sexuellen Triebe auf ein Objekt richtet. Das Objekt in diesem Falle ist der eigene Körper, also das „zum Liebesobjekt genommene Selbst“. Ist dieser Zustand des Narzissmus dauerhaft, kann dies laut Freud bei einem Menschen sogar zu einer Psychose führen, da die Entwicklung zur Objektliebe als krankhaft eingestuft wird.[6] Als Psychose ist im Allgemeinen eine psychische Störung des Selbst gemeint. Beispielsweise kann ein solcher Zustand zu einer Schizophrenie führen.[7]

Im Jahre 1931 beschreibt Freud als Endfassung seiner Untersuchungen den Charaktertypen eines Narzissten, indem er behauptet, dass ein Narzisst in seinem Liebesleben das Lieben dem Geliebt werden bevorzugt. Narzissten nach Freud imponieren anderen in ihrem Umfeld damit, dass sie Führerpersönlichkeiten besitzen, beispielsweise bei Kulturentwicklungen neue Anreize geben oder existierende Anregungen vernichten können.[8] Diese Beschreibung nach Freud gilt als die erste Definition einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. In den folgenden Kapiteln werden des Weiteren andere Sichtweisen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erläutert und interpretiert.

2.2 Nach Otto F. Kernberg

Basierend auf den ersten Ausformulierungen des Begriffs des Narzissmus nach Freud erläutert Kernberg (1926) die narzisstische Persönlichkeitsstörung als eine intensive Beschäftigung mit sich selbst, ausgeprägter Ehrgeiz, das Streben nach Anerkennung durch andere wie auch gewisse Grandiositätsvorstellungen von sich selbst. Kernberg betont jedoch, dass derartige Menschen neben der Vorstellung von Grandiosität auch Minderwertigkeitskomplexe in sich tragen, wenn andere in ihrer Gegenwart bewundert werden.[9] Unter Grandiosität versteht Bärbel Wardetzki, eine Autorin des weiblichen Narzissmus, Menschen, die immer besser, immer schneller und immer mehr wollen. Sie definiert dies als die gelebte Grandiosität, die uns unser Umfeld aufzwingt, indem wir immer versuchen, einen gewissen Standard zu erreichen, um beispielsweise erfolgreich zu werden. Laut Wardetzki fühlt sich ein derartiger Mensch unwichtig und klein, aber gleichzeitig als etwas Besonderes und großartig. Bei Konfliktlösungen tritt immer nur eine Seite dieses Menschen in Erscheinung, jedoch niemals beides gleichzeitig. Auch sind sie problematisch in zwischenmenschlichen Beziehungen, da diese Menschen keine Mitte besitzen, sondern immer zwischen beiden Gefühlen schwanken. Beispielsweise öffnen sie sich in Beziehungen sehr schnell, ziehen sich aber bei Konflikten abrupt zurück oder brechen sogar den Kontakt ab.[10] Nach Kernberg verachten Narzissten Menschen in ihrem Umfeld und zeigen oft ausbeuterisches Verhalten. Sie schwanken zwischen einem Allmachtsgefühl und dem Gefühl der Wertlosigkeit, wie auch Bärbel Wardetzki bereits erwähnte.[11] Kernberg behauptet auch, dass Narzissten ständig starke Neidgefühle verspüren und diese durch auffälliges Verhalten zu bekämpfen versuchen. Kernberg beschreibt hier lediglich den pathologischen Narzissmus, der vom normalen Narzissmus strikt getrennt wird.[12] Der pathologische Narzissmus ist die Störung des Selbstwertgefühls bei Menschen, die ebenso in ihrer Objektbeziehung gestört sind.[13] Der normale bzw. gesunde Narzissmus wird im zweiten Kapitel nochmals speziell aufgegriffen und vom pathologischen Narzissmus getrennt erläutert. Nach Kernberg also ist die narzisstische Persönlichkeitsstörung ein Gefühl von Grandiositätsvorstellung und Wertlosigkeit, welche in ihren Extremformen gleichzeitig auftreten können. Heinz Kohut hingegen hat eine andere Sichtweise der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS), welche im folgenden Kapitel beschrieben wird.

2.3 Nach Heinz Kohut

Anders als Kernberg analysiert Kohut (1913-1981) die narzisstische Persönlichkeitsstörung anhand narzisstischer Übertragung und ihrer fehlenden elterlichen Empathie.[14] 1978 veröffentlicht Kohut mit Wolff einige Charaktermerkmale eines Narzissten, wie zum Beispiel perverse Phantasien, mangelndes sexuelles Interesse, Schwierigkeiten in der Kontaktknüpfung, mangelnde Empathie für Gefühle anderer und starkes Bedürfnis zu lügen, welches schon als krankhaft angesehen wird. Des Weiteren wird auch von Kohut ein Gefühl von übertriebener Grandiosität, übersteigertes Selbstwertgefühl und das Verlangen nach Aufmerksamkeit erwähnt. Hier wiederum überschneiden sich die Meinungen von Kohut und Kernberg. Kohut beschreibt nicht nur einen Charaktertypen des Narzissmus, sondern unterscheidet zwischen fünf narzisstischen Persönlichkeitstypen, nämlich: 1. spiegelhungrige Persönlichkeiten, die ständig die Aufmerksamkeit anderer suchen, um das innere Gefühl der Wertlosigkeit zu verdrängen; 2. idealhungrige Persönlichkeiten, welche versuchen, durch andere für ihr Prestige, ihre Fähigkeiten oder für ihre Macht bewundert zu werden; 3. Alter-Ego- Persönlichkeiten, die eine Beziehung benötigen, die ihren eigenen Werten entspricht und sie in ihrer eigenen Realität über sich selbst unterstützt; 4. fusionshungrige Persönlichkeiten, welche versuchen, andere zu kontrollieren, um eine eigene innere Struktur zu schaffen, und als letzter und 5. Typ: kontaktscheue Persönlichkeiten, welches nach Kohut der am häufigsten auftretende Typus ist. Sie vermeiden den sozialen Kontakt zu anderen, um ihr starkes Verlangen nach zwischenmenschlicher Beziehung zu verschleiern. Nach Kohut und Wolff werden die drei ersten Persönlichkeiten als normal und menschlich eingestuft. Lediglich die letzten beiden Typen werden dem pathologischen Narzissmus zugeordnet.[15] Die Kritik an Kohuts Aussage ist, dass er nicht eindeutig einen narzisstischen Charaktertypen festlegt, sondern diese in fünf Typen unterteilt, welche leider keine ausführliche Beschreibung liefern. Deshalb stellt sich uns weiterhin die Frage, an welchen Kriterien man eine narzisstische Persönlichkeitsstörung feststellen kann.

2.4 Pathologischer und normaler Narzissmus

Der Terminus des Narzissmus führt uns zu der Krankheit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Bevor man jedoch von einer Krankheit sprechen kann, sollte der normale Narzissmus von einem pathologischen, also krankhaften Narzissmus unterschieden werden. Jeder Mensch benötigt ein Stück Selbstliebe, um überhaupt ein glückliches Leben führen zu können. Inwieweit jedoch der Narzissmus in uns gesund oder krankhaft ist, haben Autoren wie Otto F. Kernberg, Kohut, Moore und Fine und van der Vaals definiert. Unter einem normalen Narzissmus wird die libidinöse bzw. sexuell triebhafte Besetzung des eigenen Selbst verstanden. Die normale Struktur eines Menschen beinhaltet libidinöse wie auch aggressive Komponenten, soweit diese nur auf einen selbst konzentriert sind. Der pathologische Narzissmus hingegen ist die libidinöse Besetzung einer krankhaften, also pathologischen Selbststruktur. Das bedeutet, dass in einem Menschen sich ein grandioses Selbst als Abwehr gegen die prä-ödipalen und ödipalen Konflikte entwickelt hat. Der normale Narzissmus wird in Abbildung 2 ausführlich erklärt. Die Spannung zwischen dem Real-Selbst und dem Ideal-Selbst ermöglicht eine realistische Einschätzung des externen Objekts. Dadurch werden das Ideal-Objekt, bspw. eine liebende Mutter, das Ideal-Selbst und der Über-Ich-Vorläufer progressiv integriert. Das reale Selbst kann von dem Ideal-Selbst und von dem Ideal-Objekt unterschieden werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Normale Selbstwertregulierung und narzisstische Persönlichkeitsstörung, Kernberg 1996

Bei dem pathologischen Narzissmus sind meist das Real-Selbst, das Ideal-Selbst und das Ideal-Objekt miteinander verschmolzen und können nicht getrennt eingeschätzt werden.[16] In Abbildung 3 werden der pathologische Narzissmus und die Vorgänge in einem Menschen mit einer NPS beschrieben. Durch die Verschmelzung mit dem Real-Selbst verliert die Person das Ideal-Selbst und das Ideal-Objekt.[17] Das Kind verliert hier die liebevolle Seite der Eltern und projiziert seine Wut auf die Eltern, die wiederum noch einschränkender und sadistischer werden. Das Kind zieht sich deshalb in das Selbst zurück, welches von den Eltern geschätzt und akzeptiert wird. Dies wird als das grandiose Selbst bezeichnet. Die Eltern betrachten das grandiose Selbst als das vollständige Selbst des Kindes, welches wiederum zu der Verschmelzung des idealen Selbst mit den positiven Aspekten des Selbst führt. Das Bild des idealen Selbst verbindet sich mit der Phantasievorstellung einer liebenden Mutter (Ideal-Objekt) und entwickelt das grandiose Selbst. Das nicht akzeptable Selbstbild des bspw. neidischen, entwerteten Kindes und das nicht akzeptierte Bild einer unerreichbaren und selbstzentrierten Mutter werden dissoziiert, also eliminiert, jedoch auf andere projiziert.[18] Dies wird wiederum als ein Leben zwischen dem grandiosen Selbst und dem minderwertigen bzw. entwerteten Selbst bezeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Pathologischer Narzissmus, Kernberg, Narzisstische Persönlichkeitsstörungen, 1996

3 Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Der Vorreiter für die Ausformulierung des Begriffs des Narzissmus und für den narzisstischen Charaktertypen ist, wie oben bereits erwähnt, Sigmund Freud. Nach und nach haben Autoren wie Otto F. Kernberg und Heinz Kohut, basierend auf der Aussage von Freud, eigene Definitionen eines narzisstischen Charaktertypen gesetzt, beispielsweise, dass Grandiositätsvorstellungen und Minderwertigkeitskomplexe zeitgleich auftreten können. Mithilfe dieser Autoren wurde ein grober Überblick über die narzisstische Persönlichkeitsstörung gegeben. Wie bereits im ersten Kapitel erwähnt, gehört die narzisstische Persönlichkeitsstörung zu dem pathologischen Narzissmus, der der Kategorie der Frühstörungen zugeordnet wird.[19]

In diesem Kapitel wird als Erstes die Entstehung einer NPS beschrieben, die unmittelbar mit der Frühstörung in Verbindung steht. Des Weiteren werden Ursachen für eine NPS erläutert und letztendlich eindeutige, für die Allgemeinheit gültige Kriterien einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung geschildert. Ferner wird in diesem Kapitel die NPS bei Frauen und Männern miteinander verglichen und Unterschiede herausgearbeitet, welche bei der Analyse der NPS im Berufsleben eine große Rolle spielen wird. Im folgenden Abschnitt wird die Entstehung und Entwicklung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung nähergebracht.

3.1 Entstehung und Ursachen einer NPS

Die NPS wird den Frühstörungen bzw. zu den prä-ödipalen Störungen zugeordnet und beginnt bereits im Kindesalter, sich zu formen. Unter prä-ödipal versteht man die Beziehung eines Säuglings oder Kleinkindes zu seiner Mutter, bevor der Vater in diese Beziehung eintritt.[20] Die ödipale Phase hingegen beschreibt die Situation, in dem das Kind versucht, die sexuellen Affekte gegenüber seiner Mutter und seinem Vater unter einen Dach zu bringen.[21] Nach Freuds Aussagen beginnt die ödipale Phase eines Kindes, wenn es anfängt, sich für das andere Geschlecht erotisch zu interessieren. In dieser Phase steht die Mutter-Kind-Beziehung im Vordergrund. Da derartige Störungen im frühen Kindesalter beginnen, erinnert sich das Kind auch meist nicht an die Entstehung der NPS und betrachtet daher seine Kindheit als äußerst normal und unauffällig. Durch die Entstehung der NPS in der frühkindlichen Phase wird die Entwicklung des Kindes gehemmt oder blockiert. Einer der Gründe dafür ist, dass die Mutter selbst narzisstische Charaktereigenschaften besitzt, die sie das Kind in der Entwicklung spüren lässt. Beispielsweise erlauben narzisstische Mütter ihrem Kind nicht, bestimmte Gefühle wie z.B. Neid und Wut auszuleben. Hierbei handelt es sich um die Blockierung bestimmter Handlungen, die wiederum die Entwicklung des Kindes hemmen. Diese Kinder fühlen sich dazu verpflichtet, ihre Gefühle anzupassen und zu verdrängen und sind ständig auf der Suche nach einem Gleichgewicht.[22]

Die Ursachen für die narzisstische Persönlichkeitsstörung werden durch drei Komponenten erläutert: genetische Übertragung; Erziehung des Kindes und die freiwillige Entwicklung des Selbst.[23]

3.1.1 Genetische Übertragung

Die genetischen Aspekte der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind bis heute nicht eindeutig beantwortet und geklärt worden. Trotzdem können laut Forschungen zumindest einige indirekte Antworten auf die Beeinflussung der NPS durch die Gene gegeben werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, bis zu welchem Grad die Gene und bis zu welchem Grad die Umweltfaktoren verantwortlich sind. Um eine genauere Differenzierung zwischen der genetischen oder umweltspezifischen Beeinflussung zu schaffen, gibt es unterschiedliche Methoden, die uns hierbei behilflich sind.

Zusammengefasst lauten diese Methoden: Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien; Studien von getrennt aufwachsenden Zwillingen und die direkte und indirekte Lokalisierung von Genen auf einem Chromosom. Bei der Familienstudie wurde festgestellt, dass Verwandte ersten Grades bezüglich ihrer Charaktereigenschaften bspw. Extrovertiertheit leicht korrelieren, jedoch bei Familienmitgliedern des zweiten oder dritten Grades diese Korrelation geringer wird. Deshalb kann hier von einem genetischen Einfluss die Rede sein. Da jedoch bei der Familienstudie nicht zwischen dem Einfluss eines Gens und dem umweltspezifischen Einfluss auf die Person unterschieden werden kann, kamen nicht Familien, sondern Zwillinge in erster Linie in Betracht. Von großer Bedeutung waren getrennt aufwachsende Zwillingspaare für die schwedische Zwillings-Adoptionsstudie. Sie untersuchten alle Persönlichkeitsdimensionen, die mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung in Verbindung waren. Alle Untersuchungen wiesen einen genetischen Einfluss auf.

Laut Livesley (1998) gibt es eine genetische Verbindung zwischen den folgenden Begriffen und Narzissmus:

- Unterwürfigkeit
- Identitätsprobleme
- Widerspruchsgeist
- soziale Vermeidung
- Ängstlichkeit
- kognitive Dysregulierung[24]
- Affektlabiliät[25]
- eingeschränkte Expressivität
- Misstrauen
- Bindungsunsicherheit

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Studien über gemeinsam aufwachsende Zwillinge sowie getrennt aufwachsende Zwillinge auf einen hohen genetischen Einfluss zurückzuführen sind. 25 % der Familienähnlichkeiten sind auf umweltspezifische Faktoren zurückzuführen. Die restlichen 75 % hingegen ereignen sich durch genetische Einflüsse.[26] Neben dem genetischen Faktor spielt die Erziehung des Kindes bzw. die Mutter-Kind-Beziehung hinsichtlich der narzisstischen Persönlichkeitsstörung ebenfalls eine wichtige Rolle.

3.1.2 Erziehung des Kindes

Zusammen mit der kanadischen Psychologin Mary S. Ainsworth hat John C. Bowlby, ein englischer Kinderpsychiater, in den 50er und 60er Jahren ein Modell zur Beschreibung der Mutter-Kind Beziehung entwickelt. Dieses Modell ist als die Bindungstheorie bekannt. In dieser Theorie wurde insbesondere der Einfluss der Mutter-Kind-Bindung auf die Erziehung des Kindes untersucht. Unterschieden werden insgesamt vier verschiedene Bindungstypen: Die sichere; unsicher-vermeidende; unsicher-ambivalente und die desorganisierte / desorientierte Bindung.[27]

3.1.2.1 Die sichere Bindung

Für die körperliche und gesunde Entwicklung eines Kindes benötigt dieses eine sichere Bindung zu einer primären Person. Die primäre Bezugsperson ist in den meisten Fällen die Mutter. Um im erwachsenen Alter eine stabile und soziale Beziehung in der eigenen Umwelt aufbauen zu können, benötigt das Kind in der Erziehung die Erfahrung einer sicheren bzw. stabilen Bindung. Diese Bindung zur Mutter wird als eine starke emotionale Beziehung beschrieben, welche dem Kind das Vertrauen gibt, sich auf die Mutter verlassen zu können. Beispielweise weiß das Kind, dass es etwas zu essen bekommt wenn es Hunger hat, weil das Kind der Mutter vertraut. Auch wird das Kind von der Mutter beschützt, wenn es Angst hat oder bekommt Zuwendung, wenn es sich alleine und einsam fühlt. Der Punkt hier ist das Einfühlungsvermögen der Mutter, die auf die Signale wie z.B. schreien, weinen, lachen des Kindes richtig reagiert. Durch dieses Verhalten entwickelt das Kind Vertrauen und Zuversicht, welches die eigene Erkundung und Erforschung der Welt ermöglicht. Um die Welt auf eigene Faust zu erforschen, wird die Nähe zur Mutter für eine kurze Zeit reduziert bzw. unterbrochen. Da das Kind der Mutter vertraut, ist es auch mutig genug, die Welt Stück für Stück zu erkunden und sich sogar auf andere Menschen einzulassen. Wenn jedoch Gefahr droht oder das Kind Angst hat, sucht es die Nähe der Mutter. Bei diesem Verhalten wird das Bindungssystem aktiviert. So lernt das Kind, mit ungewollter Trennungssituation umzugehen. Bei hierbei entstehendem Schmerz suchen sie Trost bei anderen Personen und wissen, dass sie nicht allein-gelassen werden.

Durch die enge Beziehung zur Mutter lernt das Kind, dass Gefühle wie Angst, Schmerz, Freude und Kummer zu ihm gehören und ihnen auch einen freien Lauf lassen kann. Somit fühlen sie sich akzeptiert, verstanden und wahrgenommen. Durch die sichere Bindung in der Kindheit entwickeln sich die normale Selbstliebe der Person und die Fähigkeit zu konstruktiven Beziehungen zu anderen Mitmenschen. Im erwachsenen Alter kennen sie ihren eigenen Wert und die Werte anderer Menschen und verfügen über ein realistisches Selbstbild.[28] Bei einer narzisstischen Persönlichkeits-störung hingegen ist dies nicht der Fall, da diese Menschen ein falsches Selbstbild besitzen und dieses auch weiterentwickeln. Einer der Gründe dafür ist also eine nicht sichere Bindung zur primären Bezugsperson in der Kindheit, also zur Mutter.

3.1.2.2 Die unsicher-vermeidende Bindung

Die unsicher-vermeidende Bindung wird dadurch charakterisiert, dass Kinder in derartigen Bindungen oft von den Eltern zurückgewiesen werden. Beispielsweise reagiert die Mutter nicht auf die Signale des Kindes. Wenn es schreit, weil es Hunger hat, reagiert die Mutter genervt und kümmert sich nicht um das Kind. Sucht das Kind nach Zuwendung bei dem Vater, wird es grob zur Seite geschoben, da dieser etwas Wichtigeres zu tun hat. Hat das Kind Angst vor der Dunkelheit und möchte nicht alleine schlafen, wird es beispielsweise von seinem Vater als Angst-hase bezeichnet. Somit taucht bei dem Kind der Gedanke auf, dass Gefühle wie z.B. Angst, Liebe, Hunger und Schmerz nicht akzeptabel sind. Ebenso verspürt das Kind keine Unterstützung von den Eltern und denkt, es sei nicht liebenswert und benötige daher auch keinen Rückhalt. Um derartige Situationen – wie das Zurückweisen – aus dem Wege zu gehen, zieht sich das Kind zurück, begrenzt den Kontakt zur Mutter und/oder Vater, zeigt keine wesentlichen Gefühle mehr. Dies wird als die Notwehrhaltung des Kindes bezeichnet, da es nicht zurückgewiesen und verletzt werden möchte. In einigen Fällen zieht sich das Kind sogar dauerhaft aus seiner gewohnten Umgebung zurück. Auf ungewollte Trennungen von der Bezugsperson zeigen solche Kinder nach außen hin keinerlei Gefühle. Sie lassen sich schnell durch andere trösten und leben ihr Leben ohne Einschränkungen weiter. Bei der Rückkehr der Bezugsperson reagieren sie kaum oder ignorieren diese sogar. Untersuchungen ergaben jedoch, dass diese Kinder wesentlich höhere Stressindikatoren besitzen als Kinder einer sicheren Bindung.

Eine derartige Erziehung wird sich im Erwachsenenalter sichtbar, da diese Menschen viel distanzierter sind als andere. Sie entwickeln häufig einen emotionalen Panzer und unterdrücken ihre Gefühle. Sie knüpfen keine engen sozialen Kontakte, da sie Angst haben, verletzt zu werden, was sie auch immer wieder erlebt haben. Diese Menschen heben ihre angebliche Unabhängigkeit hervor und reden sich immer wieder ein, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Hier wird die erste Stufe zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erreicht.[29]

3.1.2.3 Die unsicher-ambivalente Bindung

Von einer unsicher-ambivalenten Bindung ist dann die Rede, wenn das Kind die Bezugsperson als unzuverlässig, unberechenbar und wechselhaft erfährt. In einem Moment ist die Bezugsperson, bzw. die Mutter, sehr ein-fühlsam und kümmert sich um das Kind, im anderen Moment reagiert sie genervt, nimmt sich keine Zeit und weist das Kind sogar zurück.

Heinz Kohut sieht diese Unberechenbarkeit und Wechselhaftigkeit der Eltern als Hauptursache bei der Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Kinder spüren, wenn die Mütter ihre eigenen Launen und Stimmungen höher stellen als die ihrer Kinder. Die Mutter wird von den Kindern als unerreichbar empfunden. Sie können nie einschätzen, ob sie sich auf die Mutter verlassen können oder nicht. Um die Aufmerksamkeit der Mutter zu bekommen, versucht das Kind herauszufinden, was die Mutter von ihm erwartet oder in welcher Gefühlslage sie sich gerade befindet. In derartigen Beziehungen wird das Bindungssystem immer wieder aktiviert, es ist jedoch ambivalent, d.h. zwiespältig. Dies führt zu einem klammernden Verhalten und zur übermäßigen Anhänglichkeit des Kindes, was jedoch zeitgleich eine Unzufriedenheit hervorruft. Dadurch hat das Kind kaum die Möglichkeit, eigens die Welt zu erkunden, da es ständig die Aufmerksamkeit der Mutter sucht. Bei einer ungewollten Trennung von der Bezugsperson protestieren derartige Kinder lautstark, lassen sich von nichts und niemandem ablenken. Der Stresspegel wurde anhand von Untersuchungen als übermäßig gemessen. Bei der Rückkehr zeigt das Kind erhebliches Interesse an der Mutter und zeitgleich ein widerstrebendes Verhalten wie z.B. aggressive Ablehnung gegenüber der Mutter.

Im Erwachsenenalter dieser Personen tritt das widersprüchliche Verhalten wieder hervor. Sie sind hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und der Angst, dass es nicht erwidert wird. Bei der unsicher-ambivalenten Bindung entwickelt die Person ebenfalls ein negatives Selbstbild, da sie sich für nicht liebenswert einschätzen. Ein falsches Bild von sich selbst ist ein Merkmal für die narzisstische Persönlichkeitsstörung, die sich durch diese unsichere und zugleich ambivalente Mutter-Kind-Bindung entwickelt.[30]

3.1.2.4 Die desorganisierte / desorientierte Bindung

Die desorganisierte bzw. desorientierte Bindung wird im Gegensatz zu den anderen Bindungstypen als komplex angesehen, da hier von schwerwiegenden familiären Vorfällen die Rede ist. Sie wird als desorganisiert oder desorientiert bezeichnet, da das Kind in der primären Bezugsperson zwei unterschiedliche Personen sieht. Der Vater, welcher Fürsorge und Liebe vermittelt, ist zugleich die Person, die auch eine enorme Bedrohung für das Kind darstellt. Dies ist der Fall, wenn Kinder in der Familie vom Vater misshandelt oder verprügelt werden und gleichfalls auch auf eine andere Art und Weise Liebe verspüren. Das sind widersprüchliche Ereignisse, mit denen ein Kind nicht umgehen und daher auch keine stabile und sichere Bindung herstellen kann.

Einer der extremsten Fälle sind Kinder von drogenabhängigen Eltern. Da bspw. die Mutter meistens mit sich selbst und ihren Drogenproblemen beschäftigt ist, ist sie als Bezugsperson für das Kind nicht erreichbar. Das Kind verspürt hier keinerlei Liebe, Zuwendung, Fürsorge und Sicherheit. Nicht nur das Kind schreit nach Hilfe, sondern auch die Mutter oder der Vater. Von einer sicheren oder stabilen familiären Bindung kann hier leider nicht die Rede sein, was negative Auswirkungen im späteren Leben des Kindes haben wird. Bei ungewollten Trennungen von der Bezugsperson (Mutter) flehen sie nach ihr, fliehen aber vor ihr bei der Rückkehr. Kinder verhalten sich in der Situation der Rückkehr meist schreckhaft oder erstarren sogar. Hier ist abermals die Rede von einer Isolierung des Selbst, besser gesagt des narzisstischen Rückzugs.

[...]


[1] Vgl. Heinz-Peter Röhr, Narzißmus, Das innere Gefängnis, München 2005, S. 9.

[2] Vgl. Schlagmann, Klaus, Das tragische Schicksal von Narziss: Der Mythos, in: http://www.oedipus-online.de/

[3] Vgl., Fiala, Sabine, Die Sage von Narzissos, in: http://www.personcentered.net/site/literatur/texte/fiala/sabine52.htm

[4] Vgl. Hans-Joachim Roth, Narzissmus Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität, München 1990, S. 33.

[5] Vgl. Hans-Joachim Roth, Narzissmus Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität, München 1990, S. 33.

[6] Vgl. Hans-Joachim Roth, Narzissmus Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität, München 1990, S. 34-38.

[7] Vgl. Prof. Dr. Michael Eink, Definitionen, in: http://www.psychotiker.de/psychose.html

[8] Vgl. S. Akhtar, Deskriptive Merkmale und Differentialdiagnose der narzißtischen Störung, in: Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 2.

[9] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 5.

[10] Vgl. Wardetzki, B., Weiblicher Narzissmus, Der Hunger nach Anerkennung, München, Kösel-Verlag, 1991, S. 152-158.

[11] Vgl. Wirth, Hans J., Narzissmus und Macht, Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik, Gießen, Psychosozial-Verlag, 2001, S. 72.

[12] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 5.

[13] Vgl. Hans-Joachim Roth, Narzissmus Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität, München 1990, S. 135.

[14] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 7.

[15] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 7-8.

[16] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 192-193.

[17] Vgl. Kernberg, Otto F., Hartmann, Hans-Peter, Narzissmus, Grundlagen-Störungsbilder-Therapie, Stuttgart, Schattauer GmbH, 2009, S. 13.

[18] Vgl. Kernberg, Otto F., Narzißtische Persönlichkeitsstörung, New York, Schattauer, 1996, S. 194-195.

[19] Vgl. Röhr, Heinz-Peter, Narzißmus, Das innere Gefängnis, München 2005, S. 180.

[20] Vgl. Röhr, Heinz-Peter, Narzißmus, Das innere Gefängnis, München 2005, S. 180.

[21] Vgl. Bielicki, Julian Sigmund, Prä-ödipale psychische Entwicklungsstufen, in: http://www.jsbielicki.com/freud-134.htm

[22] Vgl. Heinz-Peter Röhr, Narzißmus, Das innere Gefängnis, München 2005, S. 182-183.

[23] Vgl. Berschneider, Werner, Wenn Macht krank macht, Narzissmus in der Arbeitswelt, Hünfelden, Präsenz Kunst & Buch, 2011, S. 63.

[24] Unter einer kognitiven Dysregulierung bzw. Dysregulation versteht man beispielsweise die Depersonalisation und Dissoziation eines Menschen. Häufig ist hier auch die Rede von Wahn-vorstellungen. Vgl. Rössler, Wulf, Lauber, Christoph, Psychiatrische Rehabilitation, Vom Behinderungsmodell zum Empowerment, Heidelberg, Springer-Verlag, 2004, S. 264.

[25] Unter der Affektlabiliät versteht man auch die Stimmungslabilität, die von kurzer Dauer ist und Schwankungen unterliegt. Vgl. o.V., Lexikon der Psychologie, in: http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/psycho/287

[26] Vgl. Kernberg, Otto F., Hartmann, Hans-Peter, Narzissmus, Grundlagen-Störungsbilder-Therapie, Stuttgart, Schattauer GmbH, 2009, S. 432-435.

[27] Vgl. Berschneider, Werner, Wenn Macht krank macht, Narzissmus in der Arbeitswelt, Hünfelden, Präsenz Kunst & Buch, 2011, S. 64.

[28] Vgl. Berschneider, Werner, Wenn Macht krank macht, Narzissmus in der Arbeitswelt, Hünfelden, Präsenz Kunst & Buch, 2011, S. 65-67.

[29] Vgl. Berschneider, Werner, Wenn Macht krank macht, Narzissmus in der Arbeitswelt, Hünfelden, Präsenz Kunst & Buch, 2011, S. 67-68.

[30] Vgl. Berschneider, Werner, Wenn Macht krank macht, Narzissmus in der Arbeitswelt, Hünfelden, Präsenz Kunst & Buch, 2011, S. 68-70.

Details

Seiten
78
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783842828698
Dateigröße
614 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v229151
Institution / Hochschule
Fachhochschule Aachen – Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre
Note
1,3
Schlagworte
narzissmus führung führungskraft führungsposition persönlichkeitsstörung

Autor

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Titel: Narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Führungsetage