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Zivilgesellschaftliche Akteure in der burmesischen Diaspora

Einfluss auf die Demokratisierung Myanmars?

Magisterarbeit 2011 95 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
The Lady Walks! – Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wurde am 13. November 2010, zum ersten Mal seit 2003, wieder aus ihrem Hausarrest entlassen. Für einen Moment rückte Burma, oder Myanmar wie das Land heute heißt, wieder in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Erinnerungen wurden wach: an eine grausame Militärjunta, die nach einer verheerenden Naturkatastrophe 2008 keine Hilfskräfte ins Land ließ, oder an Demonstrationen bunt gekleideter Mönche. Aber abgesehen von diesen kurzen Lichtblicken scheint das Interesse des Westens für das abgeschiedene Land gering. Es ist schon bezeichnend, dass die Freilassung von Aung San Suu Kyi mehr mediale Aufmerksamkeit erregt, als die kurz zuvor abgehaltenen Wahlen – die ersten seit 1990.
Myanmar ist für die Meisten ein unbekanntes Land, was auch an der langen Isolationspolitik seitens der burmesischen Militärregierung liegt. Es ist ein widersprüchliches Land mit zahlreichen Problemen, geprägt von der kolonialen Vergangenheit und ethnischer Spaltung. Obwohl reich an Bodenschätzen und in strategisch günstiger Lage, zählt es heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Obwohl tief verwurzelt im Buddhismus, wird es von einer der repressivsten Militärdiktaturen regiert. Myanmar schien zudem lange Zeit immun gegen die zunehmende Demokratisierung oder den wirtschaftlichen Fortschritt, die viele seiner Nachbarländer veränderten. Dies sollte jedoch nicht zu dem Schluss verleiten, innerhalb der burmesischen Gesellschaft gäbe es kein Streben nach Veränderung.
Bereits 1988 hatten Demonstrationen für Demokratie das Land monatelang in Atem gehalten. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straßen und protestierten friedlich gegen die seit 1962 bestehende Militärherrschaft. Mit Aung San Suu Kyi erschien eine charismatische Anführerin, die international zur Ikone der Demokratie und des gewaltlosen Widerstandes wurde. Weltweit fanden Konzerte zur Unterstützung der Befreiung Burmas statt. Die landes- und weltweiten Hoffnungen, dass das Ende der Militärdiktatur kurz bevorstehe waren hoch. Insbesondere, da die Welt in Osteuropa gerade Zeuge wurde, wie Demokratiebestrebungen ‚von Unten‘ Regime zu Fall bringen können. Doch die Junta schaffte es, die demokratische Bewegung zu zerschlagen und ihr System der Unterdrückung sogar noch auszubauen. 2007 flackerte erneut Hoffnung auf Demokratisierung auf, als Zehntausende, angeführt von buddhistischen Mönchen, in Myanmar auf die Straßen gingen. Die häufig als […]

Details

Seiten
95
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783842828421
Dateigröße
601 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v229138
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Politikwissenschaft, Politikwissenschaft
Note
3,3
Schlagworte
zivilgesellschaft diaspora demokratisierung myanmar burma

Autor

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Titel: Zivilgesellschaftliche Akteure in der burmesischen Diaspora