Lade Inhalt...

Die Ballin-Stadt auf der Veddel

Ein sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Beitrag zur Erforschung der Entstehung und Funktion der Auswandererhallen

Magisterarbeit 2006 174 Seiten

Kulturwissenschaften - Europa

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Am 18. Dezember 2004 hat der Hamburger Senat im Rahmen des städtebaulichen Konzepts „Sprung über die Elbe“1 die Realisierung des Auswanderermuseums „BallinStadt“ beschlossen. Mit seiner Eröffnung im Jahr 2007 soll im Wesentlichen die Geschichte der europäischen Auswanderung über Hamburg im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verarbeitet und vermittelt werden. Damit wird Hamburg in eine Museumsszene einsteigen, die in den letzten Jahren die Relevanz der Geschichte der europäischen Migration in einer musealen Präsentation signalisiert. Die Grundlage und den entscheidenden Ort für die Entstehung des Auswanderermuseums bildet die historische Fläche auf dem Veddeler Bogen, dort wo es einst eine der wichtigsten historischen Einrichtungen der Hansestadt residierte: die „Auswandererhallen der Hamburg-Amerika-Linie“. Hierbei handelte es sich um eine besondere „Kleinstadt in der Stadt“, die unter Beachtung aller damals als avanciert geltenden humanitären, hygienischen und technischen Gesichtspunkte die „vergleichsweise beste europäische Unterbringungsanlage für Migranten um die Jahrhundertwende“ bildete. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit auf einen relevanten Bestandteil der hamburgischen Geschichte, der bisher am Rande der öffentlichen Wahrnehmung und der sozialhistorischen Betrachtung geblieben ist: die Geschichte einer Institution, die einst mit ihrem technokratisch durchdachten und für die damaligen Verhältnisse überaus modernen Konzept die Grundlage des Auswandererverkehrs in Hamburg bildete und in der Folge die Stadt zum bedeutendsten Auswandererhafen Deutschlands machte.
Zwischen 1896 und 1913 ließen sich über die Hansestadt ca. 1.707.953 EmigrantInnen nach Übersee befördern.5 Im Rahmen der Beförderung stellte die Unterbringung dieser Menschen zunächst eine staatliche Aufgabe dar, die im Laufe der Jahre jedoch von den Reedereien übernommen und kommerzialisiert wurde. Durch die Initiative von Albert Ballin (1857-1918), dem Generaldirektor des damals weltweit führenden Schifffahrtsunternehmens der deutschen Hamburg-Amerikanische-Packetfahrt-Aktiengesellschaft (kurz „HAPAG“ genannt) wurden die Auswandererhallen im Jahr 1901 errichtet. Sein Anliegen war es, die osteuropäische Massenauswanderung über Hamburg zu organisieren und eine reibungslose und zugleich profitable Abwicklung derselben zu gewährleisten. Der leitende Gedanke bei der Konzeption dieser Einrichtung war jedoch nicht so sehr die Fürsorge für die EmigrantInnen, […]

Details

Seiten
174
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783836604802
Dateigröße
10.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v228974
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Philosophie und Geschichtswissenschaft, Studiengang Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Note
1,0
Schlagworte
hamburg ballinstadt auswanderung auswanderer betreuung geschichte ballin transitstation veddel

Autor

Zurück

Titel: Die Ballin-Stadt auf der Veddel