Lade Inhalt...

Kreativitätstechniken zur Ideenfindung

Diplomarbeit 2011 42 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Kreativitätstechniken zur Ideengewinnung
1.1 Sinn und Zweck der verschiedenen Kreativitätstechniken
1.2. Die 4 Goldenen Regeln der intuitiven Kreativitätstechniken
1.3. Ideenquellen / Ideenproduzent
1.4. Ideengewinnung in der Praxis
1.5. Ideenkiller

2 Kreativitätstechniken
2.1. Brainstorming
2.2. Brainwriting / Methode 635
2.3. Morphologische Analyse / Morphologische Matrix
2.4. Synektik
2.5. Mindmapping
2.6. Laterales Denken
2.7. 6-Hüte nutzen
2.8. Kollektives Notizbuch
2.9. Flip-Flop-Technik
2.10. Walt-Disney-Methode
2.11. Reizwortanalyse
2.12. Osborn-Checkliste

3 Was kommt nach der Ideengewinnung
3.1. Ideenauswahl
3.2. Ideenpräsentation

4 Zusammenfassung / Schlussfolgerung

5 Literaturverzeichnis

6 Bildnachweis

7 Verzeichnis Abbildungen

Einleitung:

Ziel dieser Zertifikatsarbeit ist es einen Einblick in die verschiedenen Kreativitätstechniken zu geben. Sei dies nun als Hilfsmittel für die täglichen Anforderungen in der Schule, für eine Weiterbildung, den Beruf oder aber im Privatleben.

Täglich werden wir mit neuen Aufgaben und Problemen konfrontiert, dies wiederum verlangt nach innovativen Arbeitsweisen und Lösungswegen.

Unser Gehirn hat häufig Lösungen zu einem bestimmten Problem, wenn man sich gerade nicht damit beschäftigt. Mit Hilfe der verschiedenen Kreativitäts-techniken soll dies jederzeit möglich sein.

Ein Künstler lebt seine Kreativität z.B. in der Malerei aus, wiederum gibt es Menschen die Ihre Kreativität im Schreiben ausleben können oder aber Menschen die kreativ mit Zahlen umgehen. Der Inhalt dient als Hilfsmittel, um die eigene Kreativität und den Einfallsreichtum zu fördern und für sich die geeignete Kreativitätstechnik zu finden.

Was bedeutet eigentlich kreativ zu sein? Was ist Kreativität?

Kreativität ist eine Fähigkeit, um an neue Ideen und Lösungsvorschläge zu gelangen. Kreativität findet man im Alltag überall. Grundsätzlich ist jeder von uns in der Lage kreativ zu sein, im Zweifelsfall kann es mit Hilfe dieser schriftlichen Arbeit systematisch erlernt werden. Beim Anwenden der richtigen Kreativitätstechnik lässt sich von jedem einzelnen die Leistungskurve erheblich steigern.

Führen Sie zu den einzelnen Techniken jeweils für sich eine Übung oder ein Beispiel durch. Dies vereinfacht Ihnen das Verständnis dafür und Sie können sich dadurch die verschiedenen Methoden besser merken.

Das Wort Kreativität stammt von dem lateinischen „creatio“ ab. „Creatio“ bedeutet: Schöpfung.

Sollte Ihnen eine oder mehrere der Kreativitätstechniken zusagen, so finden Sie zu jeder dieser Techniken weiterführende Literatur in einer guten Bücherhand-lung.

In dieser Arbeit gehe ich auf die 12 für mich bedeutendsten Kreativitätstech-niken ein. Es gibt natürlich noch unzählige Techniken oder Abwandlungen auf welche aus Platzgründen nicht eingegangen werden kann.

Auf die Ideen-auswahl wird nur kurz eingegangen, da dies wiederum ein eigenständiges Thema für eine weitere Zertifikatsarbeit sein könnte.

Pascal Holzer

Oberentfelden, 06.04.2015

1 Kreativitätstechniken zur Ideengewinnung

1.1 Sinn und Zweck der verschiedenen Kreativitätstechniken

Je nach Problemstellung/Thema oder Komplexität empfiehlt sich die eine oder andere Kreativitätstechnik zur Lösungsfindung. Jede Kreativitätstechnik hat Ihre Eigenheiten, Vor- und Nachteile. Die Kreativitätstechniken führen grundsätzlich zur Ideenfindung oder Ideen-Entwicklung. Je nach Firmengrösse können die Kreativitätstechniken mittels Gruppenarbeiten oder als Einzeltechnik durch-geführt werden.

Zweck aller Kreativitätstechniken ist das Finden von Lösungen oder Ideen (Ideengewinnung).

1.2. Die 4 Goldenen Regeln der intuitiven Kreativitätstechniken

Alle intuitiven Kreativitätstechniken haben dieselben Voraussetzungen. Bestimmte Aspekte haben sich mit der Zeit herauskristallisiert, die die Grundlage für optimale Ergebnisse darstellen. Daraus sind die goldenen Regeln entstanden. Ein Moderator hat die Verantwortung, dass diese Regeln auch beachtet und Eingehalten werden. Sollte kein Moderator vorhanden sein, so ist das ganze Team für die Einhaltung verantwortlich.

- Alle Ideen im kreativen Denkprozess sind erlaubt und brauchbar. Der Fantasie sollen keinerlei Zwänge auferlegt werden. Je spontaner die Äusserungen, desto höher die Erfolgsquote.
- Während der Ideenfindung wird keine Wertung vorgenommen, weder durch Kommentare noch durch Körpersprache. Wichtig ist, dass die Spontanität nicht durch Hemmungen wie Angst oder Kritik beeinflusst wird.
- Kein Teilnehmer hat das Alleinrecht an einer Idee. Daher ist das Aufgreifen und Ausbauen bereits geäusserter Ideen durchaus gewünscht und ein wichtiger Impuls für die angewendeten Techniken.
- Je mehr Ideen die in einer kurzen Zeit gefunden werden sind besser für die Problemlösung. Quantität steht vorerst vor der Qualität.

1.3. Ideenquellen / Ideenproduzent

Das Gehirn als Ideenproduzent kann gezielt trainiert werden. Dafür müssen wir zuerst die Funktion unseres Gehirns verstehen. Gemäss dem Amerikaner Roger Sperry besteht unser Gehirn aus zwei insofern verbundenen aber selbständig arbeitenden Hemisphären (Gehirnhälften).

Dazu erst einmal die Grafik unserer beiden Gehirnhälften mit Ihren einzelnen Funktionen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Hemisphärenmodell

Die linke Gehirnhälfte (linke Hemisphäre)

Die linke Gehirnhälfte steht für Odnung und Struktur. Sie ist für das logische Denken zuständig. In ihr werden die rechnerischen, logischen Prozesse sowie der Umgang mit Zahlen und Begriffen verarbeitet. Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperseite/Körperfunktion.

Die rechte Gehirnhälfte (rechte Hemisphäre)

Die rechte Gehirnhälfte ist für Gefühle und die Fantasie zuständig. Sie ist zudem für das räumliche Denken, das Erkennen von Bildern und Gesichtern zuständig. In der Phase der Ideenfindung bei den Kreativitätstechniken ist vorwiegend die rechte Gehirnhälfte am Arbeiten. Die rechte Gehirnhälfte steuert die linke Körperseite/Körperfunktion.

Die beiden Gehirnhälften sind durch Nervenfasern verbunden. Grundsätzlich hat jeder Mensch eine stärkere Hirnhälfte. Durch einfache Tests (Hirndominanztest) lässt sich herausfinden, ob nun eher die linke oder die rechte Gehirnhälfte dominierend ist.

Soll die Kreativität (rechte Gehirnhälfte) gezielt trainiert werden, ist dies durch Singen, Malen oder Zeichnen, Spielen mit Kindern usw. möglich.

Ebenso wichtig ist es, die beiden Gehirnhälften kontinuierlich zu trainieren, damit sie zusammenarbeiten. Dies ist durch Übungen wie: Sportarten die ein hohes Mass an Körperkoordination erfordern möglich. Oder Sie versuchen als Rechtshänder die Tätigkeiten mit der linken Hand auszuführen, usw.

Mithilfe eines Hirndominanztests lässt sich auf einfache Art feststellen, ob eine Person eher links- oder rechtslastig orientiert ist. Nachfolgend ein Beispiel eines Hirndominanztests:

Die 28 Fragen, die Sie mit JA oder NEIN beantworten sollen, ermitteln, ob Sie mehr links- oder rechtshirnig denken und fühlen. Ein JA heisst, die Frage trifft auf Sie weitgehend zu, ein NEIN heisst, die Frage trifft auf Sie weitgehend nicht zu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Tabelle Hirndominanztest

Auswertung Hirndominanztest

Zählen Sie zusammen, wie viele Testfragen Sie von den Fragen 1 bis 14 mit JA beantwortet haben, diese Punktzahl hat mit dem Gebrauch der linken Hirnhälfte zu tun. Dann zählen Sie zusammen, wie viele von den Fragen 15 bis 28 Sie mit JA beantwortet haben, diese Punktzahl hat mit dem Gebrauch der rechten Hirnhälfte zu tun. Wenn nun eine Hirnhälfte stark zu dominieren scheint (z.B. acht Punkt links und drei rechts), dann weist das auf eine Bevorzugung dieser Hemisphäre hin, steht das Punktverhältnis aber eher unentschieden (z.B. acht Punkte zu sieben Punkte), dann scheinen Sie bei richtiger Fragenbeantwortung eher ausgewogen zu denken und zu fühlen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Tabelle Auswertung Hirndominanztest

(dieser Test stammt aus den Schulungsunterlagen: Mehr Freiräume dank effizienter Arbeitstechnik, Seite 21-23, Matthias Elmer, Zürich 2010)

1.4. Ideengewinnung in der Praxis

Bei der Ideenfindung sollte systematisch vorgegangen werden und man sollte nichts dem Zufall überlassen.

Für die Ideengewinnung gibt es verschiedene Ideenquellen und Kreativitätstechniken. Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Grafik Ideengewinnung

Kundenfeedback

Reklamationen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge seitens der Kundschaft sollten ernst genommen und kontinuierlich weiterverfolgt werden. Aus einer Reklamation kann ein Lern- und Weiterentwicklungsprozess zustande kommen. Kundenfeedbacks lassen sich auch mittels Marktforschung ermitteln, dies ist jedoch ein kostenintensives Verfahren. Kundenfeedback kann auch über die Aussendienstmitarbeiter oder Verkaufsmitarbeiter aus dem Innendienst an die Unternehmung gelangen. Restaurants und Hotels können das Feedback direkt mittels Umfragebogen einholen.

Vorschlagswesen

In modernen Unternehmen werden die Vorschläge von Mitarbeitern ernst genommen. Es sollte jeder Mitarbeiter die Möglichkeit haben seine Vorschläge einzubringen, sei dies auch anonym. Vorschläge müssen nicht unbedingt auf positives Echo treffen.

Marktbeobachtung

Was macht die Konkurrenz? Wohin führt der Trend? Mit welchen Produkten wirbt die Konkurrenz? Der Markt sollte laufend beobachtet werden. Dies ist über das Internet möglich. Der Besuch einer Fachmesse kann dafür ebenso hilfreich sein.

Benchmarketing

Benchmarketing zielt nicht nur auf die eigene Branche, man vergleicht Produkte, Prozesse und Abläufe mit allen Branchen. Wie verhalten sich die Transportkosten unseres Bio-Reiniger Online-Shops im Vergleich zu einem Kleiderversandhaus. Das Benchmarketing verlangt einen gewissen „Weitblick“.

1.5. Ideenkiller

Viele Ideen stossen auf unternehmensinterne Widerstände. Ideenkiller sind Bemerkungen, Fragestellungen die den Erfolg einer Kreativitätssitzung oder eine Ideenrealisierung negativ beinflussen können. Achten Sie bei den verschiedenen Kreativitätstechniken unbedingt darauf, dass negative Bemerkungen (Ideenkiller) vermieden werden. Ideenkiller wirken autoritär und nicht angreifbar.

Nachfolgend einige Beispiele von Ideenkillern (negativen Aussagen):

- Früher haben wir dies immer auf eine andere Art gemacht.
- So haben wir es noch nie gemacht.
- Das ganze kommt viel zu teuer!
- Diese Ideen passen nicht zu unserer Branche.
- Dafür haben wir keine Personalkapazitäten.
- Das ganze ist zu modern!
- Seit Jahren hat unsere Idee funktioniert und nun soll.

Ideenkiller müssen nicht unbedingt durch eine Aussage zu stande kommen. Es gibt sowohl die negative Wirkung durch die Körpersprache (Killerfaces). Dies kann sich wie folgt zeigen:

- Entsetzt schauen
- Demonstratives Lachen
- Gelangweilt um sich schauen
- Hände vor das Gesicht schlagen
- Die Idee abwinken

Um Ideenkillern oder Killerfaces gar keine Chance einzuräumen ist es unabdingbar bei gewissen Kreativitätstechniken einen Moderator einzusetzen welcher die Gruppe führt und lenkt. Zudem sind zum vornherein die Regeln und je nachdem Sanktionen bei Nichteinhaltung festzulegen.

Sind die Regeln bekannt, so lässt sich im Normalfall jede der Kreativitäts-techniken ohne grössere Probleme durchführen.

[...]

Details

Seiten
42
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783842820135
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v228604
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart – Betriebswirtschaftslehre, Betriebswirtschaft
Note
1
Schlagworte
kreativität brainstorming brainwriting mindmapping osborn

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Kreativitätstechniken zur Ideenfindung