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Studien zur Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen BWV 988 durch Josef Gabriel Rheinberger und Max Reger

Magisterarbeit 2011 196 Seiten

Musikwissenschaft - Musikgeschichte - bis Aufklärung

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
‘Im Grunde ist Bach der Erfinder der musikalischen Zeit. In seinen Werken ist nichts zufällig. Es ist davon auszugehen, dass dieses Variationswerk, das nicht umsonst in G-Dur steht und bis heute seinesgleichen sucht, eine besondere und bedeutsame Stellung in der Klavierübung innehat: ihr Höhepunkt ist’.
Es ist eine Herausforderung, den großen Variationszyklus Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach von zwei Manualen eines Cembalos auf zwei Klaviere zu übertragen, schließlich von einem Klavier auf zwei.
Haben sich die Aria und der Zyklus für Liebhaber auf einem Flügel oder gar auf zwei Flügeln verändert? Von zwei Manualen auf zwei Klaviere wurde das große Variationswerk Bachs von Rheinberger umgeschrieben. Wie veränderten sich der Schwierigkeitsgrad und der Klang der Goldberg-Variationen auf zweimal 88 Tasten? Der grundsätzliche Unterschied im Bereich des Ausdrucks am Cembalo mit zwei Manualen, am Clavichord, am Flügel oder gar auf zwei Klavieren spielt bei Bachs Goldberg-Variationen eine erhebliche Rolle. Wie lässt sich ein Werk von 1740 heute, wie ließ es sich 1883 oder 1915 auf einem Klavier oder gar zwei interpretieren? Wie schrieb Rheinberger den großen Zyklus um? Wurden Rheinberger und Reger der Symbolik des Werkes als Archiv der Vergangenheit und der Zukunft gerecht? Wie sieht eine heutige Interpretation aus? Spielt dabei die Stellung des Variationszyklus innerhalb der Klavierübung eine Rolle? Die Komposition, auch die Bearbeitung eines Werkes hängen eng mit der sich vorgestellten Interpretation zusammen, mit dem inneren Hören und Verstehen. Nun waren sowohl Bach als auch Rheinberger und Reger nicht nur Komponisten, sondern auch hervorragende Tastenkünstler, Organisten und Pianisten.
Auf einem heutigen Klavier unverschleiert das Cantabile der Sarabande, gleichzeitig den rhythmischen Charakter und die Auszierungen zu spielen, ist für jede Pianistin und jeden Pianisten eine Herausforderung. Einen neuen Klang zu entwickeln, wie ihn sich Bach zu seinen Lebzeiten selbst nicht hatte vorstellen, aber ersehnen können, oder wie er selbst seine Werke auf einem Flügel spielen würde, sind wichtige Überlegungen und ausschlaggebend für die Bearbeitung der Goldberg-Variationen. Die Bearbeitung Rheinbergers für zwei Klaviere ist daher ein neues Klangerlebnis.
Keller schreibt, der Flügel mit seinem vollen Ton eigne sich nicht in gleicher Weise zur Wiedergabe der Verzierungen der alten Musik wie die alten Instrumente, es […]

Details

Seiten
196
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783842813045
Dateigröße
26 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v228458
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Philosophische Fakultät I, Institut für Musikforschung
Note
Schlagworte
goldberg variationen bach reger rheinberger polyphonie

Autor

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Titel: Studien zur Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen BWV 988 durch Josef Gabriel Rheinberger und Max Reger