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Handel und wirtschaftliche Entwicklung in LDCs - ein Paradox?

Theoretische Betrachtung der handelsinduzierten Wachstumseffekte im Hinblick auf die besondere Lage der Least Developed Countries

Diplomarbeit 2009 95 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
‘Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten’ verkündete Walter Ulbricht im Juni 1961 – zwei Monate vor Beginn des Mauerbaus.
‘Niemand hat die Absicht protektionistische Maßnahmen zu ergreifen’ hätte das gemeinsame Lippenbekenntnis der Regierungen der G-20 auf dem Weltwirtschaftsforum Ende Januar dieses Jahres in Davos lauten können – und wäre damit ebenso glaubwürdig. Zwei Monate später stellte die Weltbank in der Tat zahlreiche protektionistische Maßnahmen in 17 der G-20-Staaten fest. Ihr Ziel ist der Schutz der heimischen Branchen vor den Folgen der Wirtschaftskrise, etwa durch Zölle, Subventionen oder milliardenschwere Konjunkturpakete, die inländische Unternehmen gegenüber ausländischen bevorzugen. Damit nehmen die Regierungen jedoch eine Verstärkung der Krise in Kauf. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist der konstant zunehmende Welthandel der Motor globalen Wachstums. Die gegenwärtige Welle des Protektionismus hingegen führt zu einem massiven Handelseinbruch, vor dem die internationalen Finanz- und Handelsorganisationen warnen (WTO 2009: xi, IMF 2009: xiv, World Bank 2009: 2f., UNCTAD 2009: i). Besonders Entwicklungsländer sind von einem Rückgang der Weltnachfrage negativ betroffen, ihre Exporterlöse sanken bereits um durchschnittlich 14 %, in den Industrieländern lediglich um die Hälfte. Die derzeitige Situation illustriert die immense Sensibilität der Entwicklungsländer gegenüber konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft und des Welthandels. Sie soll daher als Anlass genommen werden, die Rolle des Außenhandels für die wirtschaftliche Entwicklung der 49 ärmsten Entwicklungsländer, den Least Developed Countries genauer zu untersuchen.
Problemstellung:
Mit diesem Vorhaben begibt man sich zwangsläufig auf ein sowohl wissenschaftlich als auch politisch besonders umstrittenes Gebiet. Denn schon immer stellte Handelspolitik in der politischen Diskussion ein emotional sehr aufgeladenes Thema dar, was sich auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung niederschlägt. Laut der klassischen und neoklassischen Handelstheorie profitieren Staaten gesamtwirtschaftlich immer von Handel, dieser verursacht jedoch auch eine starke Umverteilung innerhalb der Gesellschaft, die neben Gewinnern auch Verlierer produziert. Potentielle Verlierergruppen opponieren daher einer Handelsöffnung und prangern negative Auswirkungen von Freihandel an, um so ihre Partikularinteressen zu wahren. Selbst wenn gesamtwirtschaftlich ein Land […]

Details

Seiten
95
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836642637
Dateigröße
7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227601
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Politik- und Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
handel entwicklung handelspolitik handelstheorie wachstumstheorie

Autor

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Titel: Handel und wirtschaftliche Entwicklung in LDCs - ein Paradox?