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Macht und Diskurs bei Michel Foucault

Diplomarbeit 2008 124 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
‘In den Diskurs, den ich heute zu halten habe, und die Diskurse; die ich vielleicht durch Jahre hindurch hier werde halten müssen, hätte ich mich gerne verstohlen eingeschlichen. Anstatt das Wort ergreifen zu müssen, wäre ich von ihm lieber umgarnt worden, um jedes Anfangens enthoben zu sein. […]
Ich glaube, es gibt bei vielen ein ähnliches Verlangen, nicht anfangen zu müssen; ein ähnliches Begehren, sich von vornherein auf der anderen Seite des Diskurses zu befinden und nicht von außen ansehen zu müssen, was er Einzigartiges, Bedrohliches, ja vielleicht Verderbliches an sich hat. Auf diesen so verbreiteten Wunsch gibt die Institution eine ironische Antwort, indem sie die Anfänge feierlich gestaltet, indem sie sie mit ehrfürchtigem Schweigen umgibt und zu weithin sichtbaren Zeichen ritualisiert.’
Paul-Michel Foucault wird am 15. Oktober 1926 in Potiers als das zweite von drei Kindern geboren. Sein Vater ist in der dritten Generation Arzt und gilt als ausgezeichneter Anatom. Die Kriegsjahre hinterlassen einen tiefen Eindruck bei dem Jungen, der den Wunsch hegt, einmal Geschichtslehrer zu werden. 1945 kommt er an das Lycée Henri-IV in Paris, wo er eine Vorbereitungsklasse für die zugangsbeschränkte École normale supérieure (ENS) besucht. Dort nimmt er am Philosophieunterricht von Jean Hippolyte teil, bevor er 1946 an der ENS aufgenommen wird, wo Louis Althusser lehrt. Jean Hippolyte, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Hegelschen Philosophie und Louis Althusser, einer der wichtigsten marxistischen Theoretiker der europäischen Philosophie, spielen eine prägende Rolle im weiteren Werdegang Foucaults. Nach Studien der Philosophie und Psychologie wird er 1955 Direktor des Maison de France an der Universität von Uppsala, 1958 leitet er das Centre de civilisation française an der Universität von Warschau, 1959 das Institut français in Hamburg. Anschließend kehrt er nach Frankreich zurück, wo er in Paris lebt und an der Universität von Clermont-Ferrand lehrt.
An dieser Stelle wird die vorliegende Arbeit einsetzen und sich mit den Themen Macht und Diskurs bei Foucault beschäftigen. Die Ausarbeitung orientiert sich an der Fragestellung nach Stellenwert und Zusammenhang dieser beiden Konzepte im Gesamtwerk. Dessen Bibliographie umfasste schon vor seinem Tode 729 Titel und es lässt sich als äußerst mannigfaltig beschreiben – um einen von Foucaults bevorzugten Begriffen zu verwenden. Der vielschichtige Inhalt des Werkes bewegt sich […]

Details

Seiten
124
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836640428
Dateigröße
902 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227482
Institution / Hochschule
Hochschule für Politik München – Politikwissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
foucault diskursanalyse panoptismus gouvernementalität biopolitik

Autor

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Titel: Macht und Diskurs bei Michel Foucault