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Entwicklung einer Markteintrittskonzeption für deutsche Lebensmittel-Discounter auf dem bulgarischen Absatzmarkt

Wissenschaftliche Studie 2009 152 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

EINLEITUNG

1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND DEFINITION DER OPERATIONELLEN RISIKEN IN BANKEN
1.1 DEFINITION DES RISIKOS
1.1.1 WESENTLICHE RISIKOARTEN
1.1.2 DAS REPUTATIONSRISIKO
1.1.3 DEFINITION DER OPERATIONELLEN RISIKEN
1.2 ENTWICKLUNG VON OPERATIONELLEN RISIKEN
1.3 DIE URSACHEN VON OPERATIONELLEN RISIKEN
1.4 ABRENZUNG DES OPERATIONELLEN RISIKOS VON ANDEREN RISIKOKLASSEN
1.5 DIE FALLBEISPIELE AUS DER PRAXIS
1.5.1 DIE BARINGS BANK
1.5.2 DIE BANK OF NEW YORK
1.5.3 DER JÜRGEN SCHNEIDER´S FALL IN DEUTSCHLAND
1.5.4 DIE BANK PARIBAS

2. GESETZLICHE UND RECHTLICHE REGELUNGEN VON OPERATIONELLEN RISIKEN
2.1 KAPITALANFORDERUNGEN NACH BASEL I
2.2 BASEL II – NEUE KAPITALANFORDERUNGEN
2.2.1 ERSTE SÄULE : MINDESTANFORDERUNGEN
2.2.2 ZWEITE SÄULE : BANKENAUFSICHTLICHE ÜBERPRÜFUNG
2.2.3 DRITTE SÄULE : DIE MARKTDISZIPLIN
2.3 QUANTITATIVE BEMESSUNGSANSÄTZE VON BASEL II
2.4 NATIONALE UMSETZUNG

3. PROZESS DES MANAGEMENTS OPERATIONELLER RISIKEN UND INSTRUMENTE (MAßNAHMEN) ZU DEREN STEUERUNG
3.1 RISIKOIDENTIFIKATION UND BEURTEILUNG (MESSUNG)
3.1.1 SELF ASSESMENT (RISIKOINVENTUR)
3.1.2 SZENARIOANALYSE
3.1.3 RISIKOINDIKATOREN UND SCORECARDANSATZ
3.1.4 GEWINNVOLATILITÄT
3.1.5 BENCHMARKMETHODE
3.1.6 KAUSALDIAGRAMME UND BAYESIANISCHE NETZWERKE
3.2. RISIKOSTEUERUNG (RISIKOBEWÄLTIGUNG)
3.2.1 RISIKOVERMINDERUNG
3.2.1.1 TOTAL QUALITY MANAGEMENT
3.2.1.2 SIX SIGMA
3.2.1.3 EXTERNE QUALITÄTSSTANDARD
3.2.2 RISIKOVERMEIDUNG
3.2.3 RISIKOAKZEPTANZ
3.2.4 RISIKOTRANSFER
3.2.4.1 OUTSOURCING
3.2.4.2 VERSICHERUNG
3.2.5 MAßNAHMEN UND INSTRUMENTE AUS DER SICHT VON BASEL II
3.2.5.1 SYSTEME – INFRASTRUKTUR DER BANK UND IT TECHNOLOGIE
3.2.5.2 INTERNE PROZESSE
3.2.5.3 MITARBEITERRISIKO
3.2.5.4 EXTERNE EREIGNISSEN
3.3 RISIKOÜBERWACHUNG UND BERICHTSWESEN

4. OPERATIONELLE RISIKEN UND DEREN STEUERUNG IM RAHMEN DES KONZERNS DEUTSCHE BANK
4.1 ARTEN VON RISIKEN IM KONZERN
4.2 ORGANISATION UND STRUKTUR DES RISIKOMANAGEMENTS BEI DER DEUTSCHEN BANK
4.3 INSTRUMENTE UND OR-STEUERUNG IM DB KONZERN
4.3.1 OR-PROZESS UND OR-INSTRUMENTE DER DEUTSCHEN BANK
4.3.2 ALLGEMEINE STEUERUNGSINSTRUMENTE DES KONZERNS
4.3.2.1 ÖKONOMISCHES VERSUS REGULATORISCHES KAPITAL
4.3.2.2 KAPITALBERECHNUNG FÜR OPERATIONELLE RISIKEN IM KONZERN
4.4 CORPORATE INSURANCE / DEUKONA
4.5 OUTSOURCING DER DEUTSCHEN BANK AG

FAZIT UND AUSBLICK

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Die Risikokategorien

Abbildung 2: Einfluss von den Risiken auf den Ruf und die Reputation der Banken

Abbildung 3: Operationelle Risiken als Komplementärrisiko

Abbildung 4: Das operationelle Risiko separat ausgewiesen

Abbildung 5 : Ursachen des operationelles Risisko nach Basel II

Abbildung 6 : Überblick der operationellen Risiken im Bankbetrieb

Abbildung 7: Operationelle Risiken können direkt oder über ein Kredit- oder Marktrisiko schlagend werden

Abbildung 8 : Die Struktur von BASEL II

Abbildung 9 : Übergang von einfacheren zu risikosensitiveren Ansätzen von BASEL II

Abbildung 10: Die Phasen des Risikomanagements

Abbildung 11: Operational Risk Management in der Deutschen Bank

Abbildung 12: OR Prozess und OR Intrumente in der Deutschen Bank

Abbildung 13: Risk-assessment-prozess in der Deutschen Bank

Abbildung 14: Hauptunterschiede zwischen regulatorischem und ökomischem Kapital

Abbildung 15: Aufsichtrechtliches und ökonomisches Kapital der Deutschen Bank

Abbildung 16: Ausichtrechtliches (regulatorisches) Kapital der Deutschen Bank

Abbildung 17: Eigenkapitalquote der Deutschen Bank nach Basel II

Abbildung 18: Gliederung des ökonomischen Kapitals nach Risikokategorien

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: Methoden zur Messung operationeller Risiken

Tabelle 2: Mögliche Versicherungslösungen

EINLEITUNG

Die operationellen Risiken gehören zu den ältesten Risiken, welche das Bankgeschäft seit seiner Gründung begleiten, obwohl ihnen keine ausreichende Aufmerksamkeit bisher gewidmet wurde. Die erheblichen Verlustfälle der letzten Jahrzehnten, deren Ursachen auf operationelle Risiken zurückzuführen sind, haben diese Kategorie ins Zentrum des Interesses verschoben. Das geeignete praktische Beispiel dafür ist der Fall Barings Bank. Das ist einer der Gründe, warum sich der Fokus der Banken als auch der Aufsichtsbehörden von anderen Risikoarten bis zu operationellen erweitert hat. Nach der bevorzugten langjährigen Beschäftigung mit Markt- und Kreditrisiken, sind diese auch ein wichtiger Bestandteil für den wirtschaftlichen Erfolg der Bank geworden.

Der Autor zeigt diverse Möglichkeiten, wie die Banken operationelle Risiken identifizieren, quantifizieren und steuern können. Er erklärt die einzelnen Stufen des operationellen Risikomanagementprozesses und möchte darauf aufmerksam machen, dass der Anteil operationeller Risiken am Gesamtrisiko kontinuierlich steigt und deswegen ist derzeit ein unternehmensweit und proaktiv funktionierendes Risikomanagement mit entsprechenden Instrumenten sogar unerlässlich. Das hilft genauere zukunftsorientierte Prognosen ausarbeiten, die Risiken bewusst ohne überflüssige Verluste eingehen und den Unternehmenserfolg langfristig sichern. Der Leser erfährt die Möglichkeiten zur Identifizierung und Steurung (je nach der gewählten Strategie – Akzeptanz, Verringerung, Transfer) der operationellen Risiken und gleichzeitig sollte es ihm klar sein, wie umfassend das verfügbare Instrumentarium ist. Das Ziel ist es, die steigende Wichtigkeit und Dominanz dieser Risikokategorie im Bankensektor zu betonen.

Die Arbeit umfasst neben der Einleitung und der Zusammenfassung vier Kapitel. Im ersten Kapitel wird mit der Definition und Systematisierung der wichtigsten bankbetrieblichen Risiken angefangen. Nachdem die Grundlagen gelegt werden, wird anschließend die Risikokategorie "operationelle Risiken" ausführlicher erläutert. Nach uneinheitlichen Gliederungen und Definitionen werden die operationellen Ursachen "Menschen", "Systeme", "Prozesse" und "externe Ereignisse" sowie die Abgrenzungen zu anderen Risiken beschrieben. Das Kapitel schließt mit der Darstellung mehrerer Fallbeispielen aus der Praxis, in denen das operationelle Risiko erhebliche Verluste verursacht hat.

Im zweiten Kapitel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen behandelt. Insbesondere alte und neue Basler Eigenkapitalverordnung mit ihren Schwächen sind Gegenstand dieser Ausführungen, wobei die aufsichtrechtliche Entwicklung der Kategorie „operationelle Risiken“ den Schwerpunkt dieses Kapitels darstellt. Den Wert wird auf die erste baslere Säule "Mindestkapitalanforderungen" und die regulatorischen Verfahren zur Berechnung der notwendigen Deckungsmittel gelegt. Zum Schluß werden die deutschen rechtlichen Grundlagen, die die operationellen Risiken angehen, kurz vorgestellt.

Nach der Bekanntmachung mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen im vorherigen Kapitel stellt der dritte Teil die einzelnen Stufen des Risikomanagement-prozesses mit zuständigen Instrumenten dar. Insbesondere die Risikoidentifikation, -messung und -steuerung werden detailiert beschrieben. Auf die Überwachungsphase wird nur am Rande eingegangen. Danach werden die praktisch gängigsten Tools zur operationellen Risikosteuerung aus der Sicht der basleren Risikoursachen erwähnt.

Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit dem Verlauf und den Instrumenten des Risikomanagementprozesses im Rahmen des Konzerns Deutsche Bank. Es werden konkrete Schritte zur Identifikation von Verlustereignissen in Praxis veranschaulicht und es wird auf übliche Maßnahmen zur Risikoverringerung und -transferierung eingegangen. Zum Inhalt des vierten Kapitels gehört auch der Teil, der sich mit der Eigenkapitalunterlegung von operationellen Risiken befasst und somit ihre steigende und realistische Bedeutung auf der praktischen Ebene bildet. Zu Unterlagen für das Praxisbeispiel zählen die Geschäftsberichte der Deutschen Bank, die veröffentlichten Präsentationen sowie Interviews mit Mitarbeitern der Bank. Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse und ein Ausblick über mögliche weitere Entwicklungen bezüglich der operationellen Risiken schließen die Masterarbeit ab.

1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND DEFINITION DER OPERATIONELLEN RISIKEN IN BANKEN

1.1 DEFINITION DES RISIKOS

1.1.1 WESENTLICHE RISIKOARTEN

Es ist das tägliche Geschäft der Banken, die Risiken einzugehen. Allerdings werden die Risiken nur dann eingegangen, wenn das Geschäft angemessen entgolten wird und wenn das Risiko durch die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts und die Schadenshöhe bestimmt ist. Das Kreditinstitut entscheidet, ob es diese Risikoposition eingehen will oder nicht. Generell ist unter dem Begriff "Risiko" eine Möglichkeit entweder eines Verlustes oder eines Ertrags – positiver oder negativer Abweichung - zu verstehen, wobei beide sich im Wert der Bank widerspiegeln. In Folgendem wird nur die negative Bedeutung dieses Begriffes - die Verluste - betrachtet. Die Risiken selber gibt es schon, seit es die Banken gibt und sind nicht nur auf das Finanzwesen zu applizieren. Die Tätigkeiten von Finanzinstituten sind mit vielen potentiellen Verlustmöglichkeiten verbunden, deren wichtigste Quellen vor allem als das Markt- und Kreditrisiko gesehen werden. Außerdem gibt es noch die Liquiditäts-, Geschäfts- oder operationellen Risiken.

Das Marktrisiko, bzw. das Preisrisiko bezeichnet die potentiellen Verluste, die aus der Gefahr sich negativ entwickelnder Märkte enstehen. Sie umfassen das Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Währungs- und Rohwarenrisiko[1]. Die Preise von Aktiva reagieren auf die Marktwandlung und weisen häufig extreme Schwankungen auf. Die sich daraus ergebenden Verlustmöglichkeiten werden als Marktrisiko genannt. Für Aktiva, die zur Unternehmenstätigkeit gehalten werden und nicht veräußert werden sollen, sind die Änderungen unbedeutsam. Die Aktiva, deren spätere Veräußerung geplant ist, bergen die erwarteten oder unerwarteten Verlusten in sich.

Das Kreditrisiko hängt mit der Tatsache zusammen, dass die Kreditnehmer, mit denen die Verträge abgeschlossen wurden, nicht in der Lage sind, aus verschiedenen Gründen ihren Verpflichtungen nachzukommen[2].

Die Liquiditätsrisiken enstehen aus der Gefahr, dass die Bank ihre Pflichtzahlungen nich zeitgerecht vornehmen kann. Sie können auch als direkte Folgen von einem der vorherigen Risiken auftreten und umfassen das Refinanzierung- und Abrufrisiko[3].

Die Geschäftsrisiken sind ebenfalls nicht nur für die Banken spezifisch. Sie werden aber häufig nicht berücksichtigt. Sie umfassen die Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen[4].

Abbildung 1: Die Risikokategorien[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Vgl. Lammers F.( 2005),S.9

Jedes Finanzinstitut verfügt meistens über eigene Risikokategorien und -gliederung, aber die Grundzüge der Einteilungen sind ähnlich. Trotzdem ist es möglich, dass die gleichen Risikokategorien bei einzelnen Banken verschiedene Unterarten beinhalten, was in dieser Arbeit keine wichtige Rolle spielt. Das Auftreten jedes Risikos kann in Abhängigkeit von der Art und Größe potentiell folgenschwere Konsequenzen haben wie z.B. die Reputationeinbußen oder in einem Extremfall den Bankrott.

1.1.2 DAS REPUTATIONSRISIKO

Im Bereich Bankwesen ist es typisch, dass die Betonung und der Wert vor allem auf guten Ruf und die Reputation der Banken gelegt wird. Aus der Nachfragesicht sind für die meisten Bankprodukte zwei Merkmale wichtig: sie sind erklärungsbedürftig und vertrauensempfindlich. Diese beiden Aspekte können durch ein Eintreten der verchiedensten Risiken angegriffen werden, was die Abbildung 2 bildlich dastellt. Das Reputationsrisiko ist eine Aggregation von Risiken und anderen internen und externen Faktoren. Es gehört zu den schlimmsten Wirkungen aus der Sicht der Banken – wer würde doch die Gelder in einer Bank mit schlechtem Ruf anlegen?

Abbildung 2: Einfluss von den Risiken auf den Ruf und die Reputation der Banken

Risikoform Schadensform

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Einhaus,Ch. (2002), S. 489 in:Zeitschrift Sparkasse

Einige Risiken kann die Bank kaum beeinflussen, weil sie vom Umfeld, in dem sich sie befindet, vorgegeben sind. Zu solchen Typen gehören z.B. das Markt-, Kredit- oder Liquiditätsrisiko. Bei anderen handelt es sich um diejenige, die durch die Bank gesteuert werden können. Das geeignete Beispiel sind die operationellen Risiken[6], die u.a. durch die Personalschulungen, korrektes Arbeiten oder ständige Information an die Mitarbeiter über mögliche Gefahren minimalisiert werden können. Die erstgenannten Beispiele resultieren bei jeder Bank aus gleichen Gründen, deshalb sind sie bekannter und können im Vergleich mit nicht beeinflussbaren Risiken besser einkalkuliert werden. Das Management sollte auf jeden Fall alle Risikoklasse genau analysieren und einen Weg zu finden, wie man das Risiko umgehen kann.Unter dem Umgang vesteht man die V ermeidung, Verminderung, Überwälzung oder Selbsttragung von Risiken. Diese Strategien werden später ausführlich beschrieben und analysiert.

1.1.3 DEFINITION DER OPERATIONELLEN RISIKEN

Auch wenn es den Kreditnehmer und dem Markt gut geht, d.h. die Markt- und Kreditrisiken bedrohen die Bank nicht, können die Verluste selber entstehen. Diese Verlustmöglichkeit, die eine ganze Reihe von Risikounterarten enthält, wurde als operationalles Risiko bezeichnet. Es nimmt eine Sonderstellung ein und im Vergleich mit den Kredit- und Marktrisiken existiert unabhängig von den konkreten Geschäften einer Bank. Sein Schadenspotenzial ist nicht abhängig von der Höhe eines eingegangenen Geschäfts, sondern hängt hauptsächlich von der Größe der Gesamtbank ab, auf die es zurückfallen kann. Die operationellen Risiken bestehen im Moment, wenn ein Unternehmen die Mitarbeiter und Systeme in die Prozessen einsetzt oder externen Einflüssen unterliegt, meistens bevor das erste Kredit- oder Marktrisiko eingegangen wird. Sie gehören zu den ältesten Risiken überhaupt, betreffen potenziell jede Aktivität, existieren in jedem Unternehmen und begleiten zwangsläufig jede wirtschaftliche Aktivität des Unternehmens von dessen Gründung an[7]. In der Hinsicht auf hohe Verlustfälle in der Vergangenheit sind die Interessen bezüglich dieser Risiken erheblich gestiegen. Wie die letzten Jahren zeigen, stellen operationelle Risiken eine wichtige Quelle finanzieller Verluste im Banksektor dar. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht[8] entwickelte folgende Definition, die dieses Risiko aus seinen Ursachen ableitet:

"Operational Risk is the risk of loss resulting from inadequate or failed internal processes, people and systems or from external events. "[9]

Abgesehen davon, gibt es in der Literatur verschiedene Auffassungen über die Risikoarten und ihre Kategorisierung. Hohe Vielfalt der Risikosituationen macht es ganz schwierig, klare oder eindeutige Gliederung und Struktur vorzunehmen.

Buhr versteht unter den Betriebsrisiken das Risiko, dass die Mängel an Informationssysteme oder interne Kontrollen zu unerwarteten Verlusten führen. Das steht in enger Verbindung mit menschlichen Fehlern, dem Versagen von Systemen und unzureichenden Prozeduren und Kontrollen. Ausgeklammert werden die Bereiche Organisation, Geschäftspolitik, rechtliche und politische Rahmenbedingungen sowie Katastrophen und Terror[10].

Die Ökonomen Schulte und Horsch unterteilen die operativen Risiken in Risiken im Finanzbereich und Risiken im Betriebsbereich. Das Finanzbereich beinhaltet alle finanziellen Beziehungen einer Bank. Unter den Risiken im Betriebsbereich fassen sie die operationellen Risiken und die Abwicklungs- bzw. Betriebsrisiken zusammen, die aus den Fehlern und Defiziten im technischorganisatorischen und personellen Bereich ausgehen[11].

Schierenbeck fasst operative und strategische Risiken zusammen. Die operativen Risiken lassen sich in technische und verhaltensbedingte Ursachen unterteilen, wobei auch externe Ereignisse zu berücksichtigen sind, da sie technische Probleme auslösen können. Strategische Risiken bestehen aus dem Risiko fehlerhafter Management-entscheidungen und aus rechtlichen Risiken[12].

Innerhalb der operationellen Risiken ist es zwischen „high-frequency –low-severity“ Risiken und „low-frequency – high-severity“ Risiken zu unterscheiden. Zur erstgenannten Kategorie zählen die Schäden, die durch die Fehler beispielweise bei der Ausführung von Überweisungsaufträgen entstehen. Sie treten in einer relativ hohen Frequenz auf, stellen aber in der Regel keine Existenzbedrohung für die Bank dar. Bei den „low-frequency - high-severity“ Risiken geht es um die Fälle, die einerseits relativ selten schlagend werden, andererseits ein hohes Schadenspotential haben. Aufgrund der Seltenheit ist es schwer, mögliche Folgen zu quantifizieren, was große Gefahr für die Bank darstellt[13]. Im Zusammenhang mit dieser Gliederung ist darauf hinzuweisen, dass im Prinzip die häufigen, schweren und katastrophalen Verluste unterschieden werden.[14]

Wie oben bereits erwähnt, gibt es mehrere verschiedene Definitionen dieser Risikokategorie. Um die Unklarheiten zu beseitigen, wurde eine Definition vorgestellt, welche sich in der Vergangenheit wachsender Popularität erfreut hat. Diese ist das Ergebnis einer Studie des britischen Bankenverbandes, der International Swap Dealers Association, Robert Morris Associates und Pricewaterhouse Coopers: „Operational is the risk of direct or indirect loss resulting from inadequate or failing internal processes, people or systems or from external events.“[15]

Dieser Interpretationsansatz wurde später vom Basler Ausschuss übernommen und um folgenden Satz erweitert: „…This definition includes legal risk, but excludes strategic and reputational risk.“[16]

1.2 ENTWICKLUNG VON OPERATIONELLEN RISIKEN

Der wichtige Zeitpunkt in der Hinsicht auf die Entwicklung von operationellen Risiken war der Zusammenbruch des Brettonwoodssystems, der in 70-er Jahren zur Deregulation der Weltmärkten und zur Einführung neuer Finanzinstrumenten geführt hat. So sind neue, noch unbekannte Risiken enstanden und aufgrund dessen konnten nicht gesteuert werden. Der bedeutende Faktor ist auch die Globalisation, die praktisch welweite Vernetzung von den Märkten bedeutet. Hiermit hatten die Finanzinstituten viele Angelegenheiten neue Geschäfte abzuwickeln, wodurch der Konkurenzwettbewerbsfähigkeit verschärft wurde. Aus diesen Gründen mussten die Institute immer elastischer auf die Änderungen reagieren. Die härtere Konkurrenz und anspruchsvolle Kunden haben die Kreditinstituten immer mehr zu Produktinnovationen gezwungen. Dadurch wurden die Anforderungen an Angestellten, Informationstechnologie und Geschäftsprozesse strenger, wobei das Versagensrisiko zugleich gewachsen ist. Zu anderen Konsequenzen der wachsenden Konkurrenz gehören die komplexere Produkte und Angebote, die die Aufdeckung und die Übersicht der Risiken schwerer machen; die Bemühung die Kosten zu minimalisieren[17] ; der technische Fortschritt, der vor allem durch die Benutzung von Internet charakterisiert wird; oder die politische, ökologische oder ethnische Faktoren, die mit teroristichen Anschlägen und Naturkatastrophen zu verknüpfen sind. Operationelle Risiken lassen sich zwar an den Beispielen verdeutlichen, aber es ist keine leichte Aufgabe, eine umfassende und praktikable Definition zu finden. Diese Risikoart wurde von Anfang an nicht explizit, sondern als der Bestandteil der restlichen Risiken definiert (Abbildung 3).

Abbildung 3: Operationelle Risiken als Komplementärrisiko

Operationale Risiken

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Österreichische Nationalbank:Leitfaden zum Management des operationellen Risiko (2005), S.8. Erhältlich unter http://www.oenb.at/de/img/lf_operationelles_risiko_tcm14-36314.pdf, besucht am 27.04.2009

Bisher basierte das Risikomanagement der Banken auf den Markt- und Kreditrisiken, da angenommen wurde, dass daraus das größte Schadenspotential ausgeht. Den Verlust verursachende Ereignisse, die auf menschliches Fehlverhalten bzw. Versagen oder unangemessenes internes Kontrollsystem zurückzuführen sind, haben die Notwendigkeit eines operationellen Risikomanagements getrieben. Aufgrund dieser Entwicklung hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im Jahr 1999 den ersten Entwurf für neue Rahmenbedingungen „Basel II“ vorgelegt, der neben der Eigenkapitalunterlegung für die Markt- und Kreditrisiken auch die Unterlegung operationeller Risiken mit dem Eigenkapital verlangt. Im Januar 2001 hat der Ausschuss diese restlichen Risiken eingegrenzt, wobei zum ersten Mal eine Definition des operationellen Risiko eingeführt wurde (Abbildung 4). Das operationelle Risiko war als Gefahr von Verlusten infolge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse, Systeme oder Menschen sowie von externen Ereignissen definiert. Die Definition beinhaltet das Rechtsrisiko, schliesst aber strategisches -und Reputationsrisiko aus. Der Basler Ausschuss orientiert sich auf die Ursache eines Schadensereignisses, um so die Verluste von Ereignissen, die anderen Risikokategorien zuzurechnen sind, abzugrenzen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Das operationelle Risiko separat ausgewiesen

Quelle: Vgl. Österreichische Nationalbank:Leitfaden zum Management des operationellen Risiko (2005), S.9. Erhältlich unter http://www.oenb.at/de/img/lf_operationelles_risiko_tcm14-36314.pdf, besucht am 27.04.2009

Neben der Ermittlung des regulatorischen Eigenkapitals und dessen Einhaltung müssen die Kreditinstitute weitere Voraussetzungen erfüllen. Es werden nicht nur quantitative Anforderungen an die Umsetzung der Eigenkapitalunterlegungsansätze für operationelle Risiken[18], sondern auch einige qualitativer Natur an den Risikomanagementprozess gestellt. Dazu gehören die sogenannten „Sound Practices for the Management and Supervision of Operational Risk“[19], die von der Risk Management Group des Basler Ausschusses erstellt wurden.

1.3 DIE URSACHEN VON OPERATIONELLEN RISIKEN

Der Begriff „operationelles Risiko“ hat innerhalb des Bankensektors unterschiedliche Bedeutungen und die Banken verwenden eigene Definitionen für interne Zwecke. Das wichtigste ist, dass jede Definition das gesamte Spektrum operationeller Risiken berücksichtigt und die wichtigsten Ursachen großer operationell bedingten Verluste erfasst. Zu solchen Risikoereignissen, die der Basler Ausschuss in der Zusammenarbeit mit dem Bankensektor als mögliche Ursachen großer Verluste identifiziert hat, zählen beispielweise:

- interne betrügerische Handlungen, z.B. absichtliche falsche Angabe von Positionen, Diebstahl durch Mitarbeiter und Insidergeschäfte;
- externe betrügerische Handlungen, z.B. Raub, Fälschung, Scheckbetrug und Schäden durch Computerhacker;
- Einstellungspraktiken und Sicherheit am Arbeitsplatz, z.B. Verstoß gegen Vorschriften der Sicherheit, Diskriminierungsklagen
- Kunden, Produkte und Geschäftspraxis, z.B. Missbrauch vertraulicher Kundeninformationen, Verkauf nicht genehmigter Produkte
- Schäden am Sachvermögen, z.B. Terrorismus, Vandalismus, Erdbeben, Brände
- Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle, z.B. Hardware- und Softwarepannen, Telekommunikationsprobleme, Stromausfälle
- Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement, z.B. fehlerhafte Dateneingabe, unvollständige Dokumentation, unzulässiger Zugang zu Kundenkonten

Der Basler Ausschuss unterscheidet gemäß seiner Definition über vier Ursachen - “internal processes, people, systems or external events“. Die ersten Drei sind interne Parameter, die das Unternehmen beeinflussen kann, wobei externe Ereignisse sich außerhalb der Unternehmeneinflüssen befinden. Diese Einsicht entspricht der Abbildung 5.

Aus anderer Sicht sind unter operationellen Risiken und deren Ursachen alle Gefahren zu verstehen, die entweder intern oder extern verursacht sind. Diese Risiken können in die intern verursachten Faktor- oder Abwicklungsrisiken und durch externe Erreignisse verursachten Risiken unterteilt werden (Abbildung 6).

Abbildung 5 : Ursachen des operationelles Risisko nach Basel II

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Einhaus,Ch. (2002), S. 488 in:Zeitschrift Sparkasse

Abbildung 6 : Überblick der operationellen Risiken im Bankbetrieb

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Brösel,G., Rothe,C. (2003), S.378-379

Die Faktorrisiken, die sich aus den Risiken personeller Art - den sogenannten Mitarbeiterrisiken und aus den Risiken sachlich-technischer Art - den Betriebsmittelrisiken - zusammensetzen, wirken sich im Sinne von Kostenrisiken erfolgsmindernd aus und stellen somit hauptsächlich Erfolgsrisiken dar. Die Abwicklungsrisiken oder Risiken ablaufstruktureller Art, die sich aus den Produktionsfaktoren Betriebsmittel und Arbeit ergeben, wirken sich in der Regel nicht direkt kostenwirksam aus, sondern werden meistens in Verbindung mit einzelnen Bankgeschäften liquiditäts- bzw. ertragswirksam. Die Risiken dieser Kategorie lassen sich hauptsächlich in die Organisations-, Haftungs- und in die Vertragsrisiken unterscheiden.

Die Bedrohungen, die auf externe Ereignisse zurückzuführen sind, können in die Risiken doloser, rechtlicher sowie übriger Art gegliedert werden. Die Risiken doloser Art umfassen die Risiken infolge krimineller Handlungen. Dazu gehören beispielsweise Banküberfä1le oder zunehmende Computer- und Internetkriminalität. Rechtliche Risiken betreffen die Veränderungen des Rechtsrahmens. Diese können einerseits aus der Gesetzgebung und andererseits aus der Rechtsprechung resultieren. Die Risiken übriger Art stellen hauptsächlich jene Gefahren dar, die durch physische Einflüsse oder höhere Gewalt bedingt sind. Unter höherer Gewalt werden beispielsweise Kriegsereignisse jeder Art, Epidemien, innere Unruhen oder Erdbeben verstanden. Bis auf die Risiken rechtlicher Art wirken sich die Gefahren dieser Kategorie im allgemeinen direkt liquiditäts- und/oder ertragswirksam aus.

1.4 ABRENZUNG DES OPERATIONELLEN RISIKOS VON ANDEREN RISIKOKLASSEN

Bei genauerer Betrachtung steht ein erheblicher Anteil der Schadensfälle, die in Banken auftreten und dem Markt- oder Kreditrisiko zugerechnet werden, mit dem operationellen Risiko im engen Zusammenhang. Ob ein Verlustereignis einer operationellen Art ist, entscheidet sich definitionsgemäß nicht durch seine Konsequenzen, sondern durch seine Ursachen. So können sie mittelbar und unmittelbar schlagend werden, wobei indirekte Realisierung über ein Markt- oder Kreditrisiko erfolgt. Das bestätigen auch die Studien der Basler Bankenaufsicht, da etwa 60 % aller operationellen Schäden eines Kreditinstituts treten im Privatkunden- oder Firmengeschäft auf[20].

Hiefür sind die im Kapitel 1.5 beschriebenen Fälle geeignet, wo ein Marktrisiko den Verlust in Form von Kursverlusten generiert hat, dieser aber durch operationelles Risiko verursacht wurde. Die Verluste in der Affäre "Schneider" in Deutschland wurden durch den Ausfall von Forderungen (einen typischen Fall von Kreditrisiko) bewirkt, die Ursache lag aber auch im Bereich des operationellen Risikos (in mangelhaften Kreditprüfungs- und Kreditvergabeprozessen). Es existiert also eine gewisse Mitwirkung, bzw. Überschneidung mit dem Markt- und Kreditrisiko, was die Abbildung 7 zeigt. Es gilt, dass bestimmte Form des Risikos zur Aktivierung anderer Formen beitragen kann. Sie können auf das Unternehmen zum gleichen Zeitpunkt wirken oder sich in einer Reihe ergeben. Somit wird das Verlustpotenzial logischerweise erhöht.

Abbildung 7:Operationelle Risiken können direkt oder über ein Kredit- oder Marktrisiko schlagend werden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Österreichische Nationalbank:Leitfaden zum Management des operationellen Risiko (2005), S.11. Erhältlich unter http://www.oenb.at/de/img/lf_operationelles_risiko_tcm14-36314.pdf, besucht am 29.04.2009

Die Definition operationeller Risiken erschwert eine klare Abgrenzung gegenüber anderen Kategorien. Sie sind allgemein als schwer identifizierbar und bewertbar, dynamisch, kaum diversifizierbar und als die Gefahr mit potentiellen Verlustwirkungen zu beschreiben. Sie sind oft die Ursache von den Markt- und Kreditrisiken, bei denen große Ertragsmöglichkeiten mit großen Verlustrisiken verbunden sind. Im Gegenteil dazu sind operationelle Risiken nicht mit erwartetem Ertrag, sondern mit der Unternehmensstruktur verbunden. Sie ergeben sich aus der Tatsache, dass ein Unternehmen über eine technische oder personelle Ressourcen für seine Geschäftstätigkeit verfügt, die unvorstellbare Schaden verursachen können. Deshalb ist diese Risikoart viel unternehmensspezifischer und sensibler als andere und zeigt interne Schwächen auf. Die Hauptunterschiede im Vergleich mit den Kredit- und Marktrisiken sind:

- Beim operationellen Risiko fehlt der zentrale Zusammenhang zwischen dem Risiko und dem Ertrag, d. h. ein Zuwachs an operationellen Risiken bedeutet in der Regel kein Zuwachs an Erträgen.
- Im Unterschied zu anderen Bankrisiken sind operationelle Risiken vollständig innerhalb von Finanzinstitutionen gelegen, die aus Wettbewerbsgründen nicht auf ihre Schwächen aufmerksam machen wollen.
- Beim Kredit- und Marktrisiko lassen sich die Risikofaktoren und bestehende Gefährdungen besser trennen, einfach messen und steuern - beim operationellen Risiko lässt sich eine Verbindung zwischen Risikofaktoren und der Wahrscheinlichkeit von Verlusten schwierig finden.
- Sehr hohe operationell bedingte Verluste mit dem Potenzial, die finanzielle Stabilität eines Kreditinstituts zu bedrohen, sind relativ selten.
- Sie sind überwiegend hausgemacht, nicht diversifizierbar, schwer abgrenzbar und werden normalerweise nicht bewusst eingegangen.

1.5 DIE FALLBEISPIELE AUS DER PRAXIS

In manchen Geschäftsbereichen überweigt das Kreditrisiko, das vom operationellen Risiko und Marktrisiko gefolgt ist, in anderen dominiert das Marktrisiko. Die operationellen Risiken können in allen Bereichen einer Bank auftreten, doch haben sie nicht überall gleichstarke Bedeutung. Der Ausgangspunkt der wachsenden Bedeutung operationeller Risiken im Bankensektor ist eine Reihe von riesigen Verlustfällen. Einige von ihnen werden in folgenden Absätzen beschrieben. Es geht dabei um unterschiedliche Ursachen, die zu den direkten oder indirekten Verlusten, Reputationseinbußen oder auch dem Bankrott geführt haben.

1.5.1 DIE BARINGS BANK

Einer der bekanntesten Fälle der Welt ist mit dem Name Nick Leeson verbunden. Er hatte in der Funktion als Head of trading und Head of settlements in der Konzerntochter Barings Futures Singapore (BFS) die Kunden- und vor allem Eigengeschäfte abzuwickeln, nämlich in Form von Arbitragegeschäften an SIMEX[21] und OSE[22], denen Barings kaum ein Risiko zusgechrieben hat. In dieser Doppelfunktion hat Leeson ungehedgte Positionen aufgebaut, wobei entstehende Verluste über ein Differenzenkonto gebucht wurden. Die Innenrevision von BFS zwar forderte ausdrücklich eine Trennung der Leesons Funktionen, diese wurde aber vom Management nicht umgesetzt. Nach der massiven Kursverlusten japanischer Werte infolge des Erdbebens von Kobe im Januar 1995 hat es nicht mehr funktioniert - die SIMEX verlangte Nachschusszahlungen, für welche Leeson prompt und ohne irgendwelche Fragen die Mittel bereitstellte. Anschließend hat SIMEX noch die Prüfungen bei BFS veranlasst und Leeson ist aufgeflogen. Der Fall hat zu 1,4 Mrd. USD Verlust und nach 230 Jahren zum Bankrott der Barings Bank geführt, die dann von ING übernommen wurde.[23] Auf ähnliche Weise – durch die Kompetenzen überschreitenden Aktivitäten und das Versagen von Sicherheits- und Kontrollsystemen - hat der Handler Jérôme Kerviela von der Societe Generale Bank im Jahr 2007 einen Verlust von fast 5 Mrd. Euro verursacht[24].

1.5.2 DIE BANK OF NEW YORK

Im Jahr 1985 hat die Bank of New York geschätzte Verluste in Höhe von 4 Mio. US-Dollar (Zinsen für den aufgenommenen Kredit) infolge eines Computerausfalls erlitten. Mit den betroffenen Systemen hat die Bank eine Clearingfuktion amerikanischer Staatsanleihen für mehrere Banken und Händler durchgeführt.[25] Um ihren Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Anleihen nachkommen zu können, hat die Bank für einen Tag den Refinanzierungskredit von 20 Mrd. US-Dollar von der amerikanischen Notenbank aufgenommen. Die 20 Mrd. US-Dollar haben sich im Besitz von Banken befanden, die gegenüber der Bank Zahlungsverpflichtungen hatten. Daraus resultierte u.a. auch eine gesunkene Nachfrage nach kurzfristigen Geldern am Interbankenmarkt. Aus diesen Gründen hatten die Marktteilnehmer Angst vor Turbulenzen an den Kapitalmärkten und die Reaktion war steigendes Geschäft mit Rohstoffenen z.B. vor allem mit Platinum. An der New York Mercantile Exchange wurden damals im Handel mit Platinum so viele Kontrakte abgeschlossen, dass es ein Rekord in den letzten 29 Jahren war[26]. Dieser Fall ist der Ursache Systeme zuzuordnen, da er durch einen Systemausfall ausgelöst wurde.

1.5.3 DER JÜRGEN SCHNEIDER´S FALL IN DEUTSCHLAND

Zu den Beispielen, in denen die Menschen und unzureichende Kontrolle erhebliche Verluste verursacht haben, gehört auch folgendes. In Deutschland hat Dr. Jürgen Schneider bis zum Jahr 1994 bei über 50 Banken mit gefälschten Bilanzen und Bauunterlagen sowie Mietverträgen hohe Kredite aufgenommen. Der wirtschaftliche Zusammenbruch seines Immobilienimperium hat einen Nettoverlust von 2,4 Mrd. DEM bei Banken erreicht. Die Kreditinstitute haben die Finanzierungsgeschäfte Schneiders nicht ausreichend geprüft und so große Fehler gemacht. Zum Teil gab es echtes Managementrisiko.[27]

1.5.4 DIE BANK PARIBAS

Die französische Bank wurde im Jahr 1996 von der Rating-Agentur Fitch in Bezug auf ihre Kreditwürdigkeit kurzfristig abgewertet und sie hatte nicht mehr das bestmögliche Rating. Die Gründe dafür waren die Verluste, die die Bank im Jahr 1995 erreicht hatte und die Tatsache, dass das Risikomanagement der Bank nicht mehr dem Geschäft der Bank angemessen war. Eine Abstufung des Ratings ist für eine Bank normalerweise mit höheren Kosten bei der Refinanzierung verbunden, bei der die Bank ihren Gläubigern ( wegen verschlechterter Bonität ) höhere Zinssätze zahlen muss.[28] Es hat sich damit um ein operationelles Risiko der Kategorie interne Verfahren,bzw. Prozesse gehandelt, da die Ratingagentur die im Risikomanagement angewendetes Verfahren für nicht angemessen gehalten hat. In diesem Fall ist das operationelle Risiko mit finanziellen Einbußen, bzw. erhöhten Kosten verknüpft.

Dieses Verzeichnis prominenter Beispiele kann man auch um andere spektakuläre Fälle erweitern. Es steigt zugleich auch die Anzahl an Fälle, die die Öffentlichkeit nie erfahren hat. Das Bedrohungspotenzial durch die Rufschädigung, das sich in Form entgangener Gewinne und des Vertrauensverlustes von Kunden realisieren kann, ist nicht zu unterschätzen. Deshalb wird ein Fall in der Regel nur dann veröffentlicht, wenn es nicht mehr möglich ist zu vermeiden. Aus der beschriebenen Fälle wird deutlich , dass auch die operationellen Risiken sowie andere Risikoklassen sehr gefährlich für die Banken sein können.

Operationelle Risiken haben in den vergangenen Jahren viel an Bedeutung gewonnen. Sie wirken sich im Bankbereich neben den Kredit- und Marktrisiken aus und werden als häufige, schwere oder katastrophale Verluste verstanden, die von fehlerhaften Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder externen Ereignissen ausgelöst werden können. Es gibt grundsätzlich zwei Gründe dafür, dass diese Risikoart immer wichtiger ist und strenger überwacht wird. Einerseits haben die im letzten Unterkapitel beschriebenen Erfahrungen gezeigt, wie ernste Konsequenzen ein operationelles Ereignis verursachen kann. Auf der anderen Seite sind die Banken seit dem Jahr 2007 durch Baslere Eigenkapitalvorschriften dazu verpflichtet, ein bestimmtes Eigenkapitalniveau zur Deckung operationeller Risiken zu halten, wobei die verlangte Kapitalbelastung durch einen effizienten Managementprozess im Rahmen einer Bank deutlich verringert werden kann.

2. GESETZLICHE UND RECHTLICHE REGELUNGEN VON OPERATIONELLEN RISIKEN

Das Thema der aufsichtsrechtlichen Diskussion ist die Bestimmung des notwendigen Eigenkapitals, welches die Institute halten sollen, um mögliche eintretende Risiken eliminieren zu können. Das Eigenkapital, das für operationelle Risiken gebunden ist, kann nicht für andere Aktivitäten genutzt werden. Ohne eine Risikomessung oder Risikooptimierung kann dazu kommen, dass das zur Risikodeckung geforderte Eigenkapital zu hoch ausfällt oder unzureichend festgelegt wird. Die Aufsichtsbehörden verfolgen mit der Kapitalunterlegung vor allem zwei Ziele - die Pflichtunterlegungen sollten den Kreditinstituten die Anreize zu einer effektiven Reduzierung operationeller Risiken geben (und somit die Kapitalentlastung erreichen) und gleichzeitig soll ein Kapitalpuffer geschaffen werden, durch den die enstehenden Verluste aufgefangen werden können. Der Kapitalpuffer für operationelle Risiken ist nicht mit den selben Einflussgrößen wie für Marktpreis - oder Kreditrisiken verbunden, da diese vor allem endogenner Natur sind und liegen im Kontrollbereich eines Instituts. Im Gegensatz sind die Makt- und Kreditrisiken exogene Risikoarten, die von den Märkten bestimmt werden, an denen die Kreditinstitute tätig sind. Zur Messung operationeller Risiken wurden einige quantitative Ansätze vom Basler Auschuss vorgeschlagen, die sich in ihrer Komplexität und Risikosensitivität unterscheiden. An dieser Stelle ist es geeignet zu sagen, dass es mehrere Kapitalkategorien gibt. Es handelt sich konkret um das Buchkapital, regulatorische Kapital und ökonomische Kapital[29]. Im Folgenden wird es um die Bestimmung des regulatorischen Kapitals gehen, welches das von Behörden geforderte Mindestkapital zur Verlustbedeckung darstellt und nach der Haftungsqualität in Kern- und Ergänzungskapital gegliedert wird. In dem letzten Kapitel wird auf ökonomisches und regulatorisches Kapital am Beispiel der Deutschen Bank näher eingegangen.

2.1 KAPITALANFORDERUNGEN NACH BASEL I

Die Entwicklung des globalen Finanzsystems veranlasste den Basler Auschuss im Jahr 1988 eine regulatorische Vorschrift vorzubereiten, welche die Unterlegung der Risiken fordert. Der Hauptgrund war die Angst der Zentralbankpräsidenten der G10-Länder,[30] dass das Eigenkapital der bedeutendsten Banken der Welt auf ein niedrigeres Niveau gefallen war, weil die Banken ihre Risikogeschäfte ohne eine angemessene Eigenkapitalunterlegung aufgebaut haben. Das Ergebnis war die internationale Verordnung bekannt als Basel I, die sich aus unverbindlichen Standards zusammensetzt. Diese Empfehlungen wurden von weit mehr als den im Ausschuss vertretenen Staaten übernommen. Der Ausgangspunkt ist die Forderung von Eigenkapital in Höhe von 8 Prozent der „risikogewichteten Aktiva“. Durch diese Vereinbarung wurde die Kreditvergabe limitiert und das maximale Kreditvolumen mit dem verfügbaren Eigenkapital verknüpft, wobei die Aktiva nach dem Risikogehalt unterschiedlich gemessen werden. Im Jahr 1996 kam es zu einer wichtigen Änderung, als die Eigenkapitalvereinbarung um das Marktrisiko ergänzt wurde. Da Basel I immer mehr kritisiert wurde, führte es im Jahr 1999 zur Entstehung der neuen Eigenkapitalvereinbarung, die als Basel II bezeichnet wurde.

2.2 BASEL II – NEUE KAPITALANFORDERUNGEN

Wesentliches Ziel von Basel II ist, die Kapitalanforderungen risikogerechter als bisher zu gestalten. Der Hintergrund ist der Hauptkritikpunkt an Basel I - es gab eine wenig differenzierende Berechnung der Eigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken, die das tatsächliche Risiko häufig nur unzureichend abbildete. Weitere Ziele neuer Verordnung sind die Schaffung von Grundlagen für eine qualitative Bankenaufsicht sowie Vorgaben für die Offenlegung mit der Absicht die Marktdiszplin zu stärken. Neben der Entwicklung der theoretischen Methoden zur Quantifikation der Kreditrisiken wurde zum ersten Mal die Bemessung der operationellen Risiken berücksichtigt. Prinzipiell werden in BASEL II drei Aspekte zur Sicherung einer funktionierenden Finanzwirtschaft verfolgt. Diese Aspekte werden als die Säulen „Mindestkapitalanforderungen“, „Aufsichtliches Überprüfungs-verfahren“ und „Marktdisziplin“, bzw. erste, zweite und dritte Säule genannt.(Abbildung 8)

Abbildung 8 : Die Struktur von BASEL II

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erste Säule Zweite Säule Dritte Säule

Quelle: eigene Darstellung

2.2.1 ERSTE SÄULE : MINDESTANFORDERUNGEN

Das Hauptziel ist die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit zu reduzieren. Dabei wird eine Untergrenze für das vorhandene Eigenkapital festgelegt, um die Risikopositionen abzudecken. Als Risikopositionen werden alle Bedrohungen im Zusammenhang mit dem Markt, der Kreditvergabe und neuen Gefährdungen durch operationelle Risiken betrachtet. Mit anderen Worten geht es um genauere und angemessenere Risikoberücksichtigung bei der Messung ihrer Eigenkapitalausstattung.

2.2.2 ZWEITE SÄULE : BANKENAUFSICHTLICHE ÜBERPRÜFUNG

Für die Überwachung der Finanzdienstleister sind praktisch die nationalen Aufsichtbehörden verantwortlich. Diese haben die Aufgabe die bankinternen Prozesse und die Methoden bei der Risikomessung und - steuerung zu prüfen und auf die Haltung der Vorschriften zu achten. Bei einer Nichterfüllung werden beispielsweise Dividenden gekürzt oder zusätzliches Eigenkapital verlangt.

[...]


[1] Vgl. Schierenbeck, H. (1997) ,S.5f.; zum Rohwarenrisiko Hartmann -Wendels,T. A. Pfingsten und M. Weber (2000), S.411

[2] Vgl. Schierenbeck,H. (1997),S.5f.

[3] Vgl. Süchting, J., Paul,S. (1998) S. 474f.; Hartmann-Wendels,T.,Pfingsten,A.,Weber,M. (2000), S.6f.

[4] Dazu zählen beispielweise Veränderungen im Marktumfeld, im Kundenverhalten oder in der Konkurrenzsituation. Z.B. bei Schierenbeck ,H. (1997) fehlen diese Risiken und bei Hartmann-Wendels (2000) sind als „normale“ Risiken bezeichnet.

[5] Außerhalb von Liquiditätsrisiken gehören alle anderen zu den Erfolgsrisiken, die in der Praxis über die Zuordnung von ökonomischem Kapital gesteuert werden. Das ökonomische Kapital gibt an, wie viel Mittel benötigt wird, um die Verluste abzudecken. Die Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgt über die Bildung von Liquiditätsreserven, das Setzen von Limiten oder über Verbriefungen am Kapitalmarkt.

[6] Diese Risiken sind in den Quellen unter verschiedenen Begriffen zu finden. Sie werden oft als Betriebsrisiken oder operative Risiken genannt. Da es sich um die Synonymen handelt, wird in dieser Arbeit ausschliesslich den Begriff "operationelles Risiko",bzw. "operationelle Risiken" benutzt.

[7] Vgl. Jovic,D./Piaz,J-M. (2001), S.923-930. in: Der Schweizer Treuhänder

[8] Vgl. www.bis.org: Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (engl. Basel Committee on Banking Supervision) hat das Ziel, einheitliche Wettbewerbs-bedingungen im Rahmen des internationalen Bankensystems zu erreichen und die mögliche Insolvenz der Finanzinstitute zu reduzieren. Der Ausschuss wurde im Jahr 1974 von den G-10 Staaten gegründet. Er setzt sich aus Vertretern der nationalen Bankenaufsichtsbehörden oder der Zentralbanken der führenden Industrienationen zusammen. Der Ausschuss ist ein reines Beratungsgremium und hat keine gesetzgeberischen Kompetenzen. Er kann nur Empfehlungen aussprechen, die vor allem als Basis für die Gesetzgebung der EU dienen. Erhältlich unter http://www.bis.org/bcbs/history.htm , besucht am 21.04.2009

[9] Basel Committee on Banking Supervision (2001A):„Regulatory Treatment of Operational. Risk”, Working Paper No.8,S.2. Erhältlich unter http://www.bis.org/publ/bcbs_wp8.pdf?noframes=1, besucht am 22.04.2009

[10] Vgl. Buhr,R. (2000),S.202 - 206

[11] Vgl. Schulte,M./Horsch,A. (2004), S.26f.

[12] Vgl. Schierenbeck,H. (2003), S.4

[13] Vgl. Hartmann-Wendels,T./Pfingsten,A./Weber,M. (2004), S.668

[14] Vgl.Lammers,F. (2005), S.17f: Die häufigen Verluste werden meistens in Umfragen nicht umgefasst,bzw. in Umfragen und Untersuchungen des Basler Ausschusses sind diese erfasst, wenn sie die Untergrenze von 10.000 Dollars übersteigen. Die katastrophalen Verluste stellen die Extremsituation dar.

[15] ISDA(2000): Operational Risk Regulatory Approach Discussion Paper, S.7. Erhältlich unter http://www.isda.org/press/pdf/orradp900.pdf, besucht am 23.04.2009.

[16] Basel Committee on Banking Supervision : Consultative document: OperationalRisk (2001), S.2. Erhältlich unter http://www.bis.org/publ/bcbsca07.pdf , besucht am 25.04.2009

[17] Manche Aktivitäten in Form nicht geeigneter Rationalisierungsprozessen können operationelle Risiken und Fehler bewirken, z.B. die Entlassung von Mitarbeiter (d.h.Kostensenkung), die mit Arbeitszeit-erhöhung begleitet wird, kann zur schlechteren Konzentration und höheren Fehlerquote von Mitarbeitern führen.

[18] Es geht um Basisindikator-, Standard- und ambitionierte Ansätze, die im zweiten Teil definiert werden.

[19] Unter denen versteht man 10 Grundsätze, die Umgang mit operationellen Risiken durch Empfehlungen regeln. Sie sind im Anhang 1 zu finden.

[20] Vgl. Basel Committee on Banking Supervision (2003): The 2002 Loss Data Collection; Exercise for Operational Risk, S.14f. Erhältlich unter http://www.bis.org/bcbs/qis/ldce2002.pdf?noframes=1, besucht am 29.04.2009

[21] Singapore International Monetary Exchange

[22] Osaka Stock Exchange

[23] Vgl. Report of the board of banking supervision inquiry into the circumstances of the collapse of Barings (1995). Erhältlich unter http://www.numa.com/ref/barings/bar00.htm, besucht am 30.04.2009.

[24] Vgl. www.hnonline.sk (2008): Šéf Société Générale prežil. Dočasne. Erhältlich unter http://hn.hnonline.sk/c1-22861090-sef-societe-generale-prezil-docasne, besucht am 30.04.2009

[25] Die Bank konnte für einen Zeitraum von 28 Stunden keine Anleihen liefern und keine Zahlungen durchführen. Der Ausfall führte zu kurzfristigen Deformationen auf den Geld- und Warenmärkten.

[26] Vgl. Zweig, P.L./Sullivan, A. (1985) in Wall Street Journal am 25.11.1985

[27] Vgl.Utz,R.E. (2002)S.105-106 in: Eller/Gruber/Reif, Handbuch operationeller Risiken, Schäffer-Poeschl, Stuttgart

[28] Vgl. www.prnewswire.de (1996): Banque Paribas Transactions Rating Downgraded to F-1 by Fitch, London. Erhältlich unter http://www.prnewswire.de/cgi/release?id=10376, besucht am 30.04.2009

[29] Vgl. Lammers,F. (2005),S23f. Das Buchkapital ist das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital. Es bildet den Ausagangspunkt zur Bestimmung des regulatorischen Kapitals,das als Risikopuffer zur Verhinderung von unerwarteten Verlusten im Bankbereich zu interpretieren ist und es dient im Insolvenzfall der Bedienung der Gläubigeransprüche. Das ökomische Kapital dient auch der Bedeckung von Verlusten oberhalb des Erwartungswert. Im Gegensatz zum regulatorischen Kapital wird es durch internen Risikomessverfahren ermittelt.

[30] Die Gouvernere der Gruppe G10 repräsentieren die Notenbanken folgenden 11 Länder : Belgien, Frankreich, Niederlanden, Japan, Kanada, Deutschland, Grossbritanien, USA , Schweiz, Schweden und Italien.

Details

Seiten
152
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836640008
Dateigröße
5.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227456
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen – Studiengang Betriebswirtschaftslehre Nürtingen
Note
1,3
Schlagworte
markteintritt markterschließung handel discounter bulgarien

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Titel: Entwicklung einer Markteintrittskonzeption für deutsche Lebensmittel-Discounter auf dem bulgarischen Absatzmarkt