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Das europäische Nachhaltigkeitskonzept

Anspruch, Wirklichkeit und Umsetzung

Diplomarbeit 2008 91 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept nachhaltiger Entwicklung - Ein Definitionsversuch

3. Die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung
3.1 Die ökonomische Dimension nachhaltiger Entwicklung
3.2 Die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung
3.3 Die ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung

4. Die Einführung einer vierten Dimension nachhaltiger Entwicklung

5. Das Nachhaltigkeitskonzept der Europäischen Union
5.1 Die Europäische Strategie für nachhaltige Entwicklung
5.1.1 Intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit
5.1.2 Die ökonomische Dimension nachhaltiger
Entwicklung
5.1.3 Die ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung
5.1.3.1 Der Forstaktionsplan der EU
5.1.4 Die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung
5.1.4.1 EUFOR RD CONGO: Ein Fallbeispiel
5.2 Zwischenfazit
5.3 Die vierte Dimension nachhaltiger Entwicklung und die ENP am Fallbeispiel Georgien
5.3.1 Die ENP
5.3.2 Der Aktionsplan der ENP für Georgien
5.3.2.1 Die ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung
5.3.2.2 Die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung
5.3.2.3 Die ökonomische Dimension nachhaltiger Entwicklung
5.3.2.4 Zwischenfazit
5.4 Die Umsetzung des europäischen Nachhaltigkeits- konzeptes durch die ENP
5.4.1 Das Zivilmachtkonzept und die ENP

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

7. Literaturverzeichnis

Erklärung gemäß der Prüfungsordnung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Integratives Nachhaltigkeitsmodell: Das Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit

Abbildung 2: Effizienz versus andere (wirtschafts- ) politische Ziele

Abbildung 3: Die drei Regeln der sozialen Nachhaltigkeit

Abbildung 4: Die Naturfunktionen

Abbildung 5: Differenzierung der Ausprägung nachhaltiger Entwicklung

Abbildung 6: Die Filterfunktion der politischen Dimension nachhaltiger Entwicklung

1. Einleitung

„Das Geheimnis des Erfolgs liegt bekanntlich in der Nachhaltigkeit der Investitionen.“[1] Dies attestiert ein Sportexperte einem Fußballbundesligisten, als Grund für den unerwartet guten Tabellenplatz. Nicht nur im Sport können Investitionen Nachhaltig getätigt werden. Auch die Hamburger Sparkassen werben mit nachhaltiger Investition in Bezug auf Geldanlagen.[2] Es könnten noch unzählig viele Beispiele für die Verwendung von Nachhaltigkeit aufgeführt werden. Die beiden genannten Exempel reichen jedoch aus, um die Konjunktur und die sukzessive Verbreitung des Begriffes Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung in alle gesellschaftlichen Bereiche aufzuzeigen. Auch die Europäische Union trägt dieser Konjunktur Rechnung und schreibt sich Nachhaltigkeit wo immer es geht auf ihre Fahnen. Dies geschieht aus einfachem Grund: Wenn etwas „nachhaltig behandelt“ wird oder „nachhaltigen Prinzipien“ entspricht, so erhält dies automatisch eine positive Konnotation. Jeder benutzt den Begriff, aber keiner weiß so recht was man darunter versteht. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit in einer politikwissenschaftlichen Perspektive? Zu sagen, dass etwas „sicher ist“ oder „langfristig, umweltgerecht und gut angelegt“, reicht in der wissenschaftlichen Präzisierung nicht aus. Die Definition des Begriffes ist jedoch entscheidend, denn sie stellt den Anspruch dar, den sich die EU selbst auferlegt und in die Realität umsetzen muss. Klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander und wie setzt die EU das schwierige Thema Nachhaltigkeit um? Die Beantwortung des ersten Teils der Fragestellung, wie kann Nachhaltigkeit aus politikwissenschaftlicher Perspektive definiert werden, erfolgt in Kapitel eins der Arbeit, in dem ein wissenschaftliches Konzept nachhaltiger Entwicklung als theoretische Grundlage erarbeitet wird. Dieses Konzept, das den Anspruch der EU beschreibt, wird dann im Laufe der Arbeit mit der Wirklichkeit verglichen. Als Analysegrundlage hierfür dient die erneuerte Strategie für nachhaltige Entwicklung der EU, der Forstaktionsplan und das Grünbuch „Marktwirtschaftliche Instrumente für umweltpolitische und damit verbundene politische Ziele“. Als Fallbeispiel zur fundierteren Betrachtung wird in diesem Zusammenhang die EUFOR RD Congo Mission und der ENP-Aktionsplan für Georgien herangezogen. Im zweiten großen Teilabschnitt, wird schließlich der ENP-Aktionsplan als Fallbeispiel für die Umsetzung der europäischen Nachhaltigkeitspolitik in den internationalen Beziehungen untersucht und somit die Antwort auf den zweiten Teil der Fragestellung gegeben. An dieser Stelle muss eine Beschränkung der Fragestellung formuliert werden. Die Umsetzung wird tiefergehend nur in den internationalen Beziehung analysiert. Die Implementierung innerhalb der EU wird wegen der Komplexität nur angerissen. Im Laufe der Arbeit wird also durch die Erstellung und den Vergleich zwischen einem fundierten wissenschaftlichen Nachhaltigkeitskonzept und den eben genannten Dokumenten und Fallbeispielen, eine Argumentation aufgebaut, die es erlaubt zu sagen, dass Anspruch und Wirklichkeit in Bezug auf europäische Nachhaltigkeitspolitik weit auseinander klaffen. Der Vergleich der Umsetzung von Nachhaltigkeit innerhalb der ENP mit Grundsätzen aus dem Zivilmachtkonzept wird zu dem Ergebnis führen, dass die EU sich einem dem Zivilmachtkonzept entliehenen Anreiz- und Konditionierungssystem bedient. Hier muss eine weitere Abgrenzung vorgenommen werden. Es wird nicht untersucht, ob die EU zu Zeiten der ESVP[3] und der GASVP[4] überhaupt noch eine Zivilmacht ist und ob die ENP mit dem Zivilmachtkonzept kompatibel ist. In den Schlussbetrachtungen werden sowohl die wichtigsten Aspekte hervorgehoben, als auch die Fragstellung zusammenfassend beantwortet. Am Ende wichtiger Kapitel, erfolgt zu dem ein direkter Bezug zur aufgeworfenen Problemstellung. Die Bearbeitung in den Analysekapiteln der Europäischen Union wird unter zur Hilfenahme von Zitaten und Textauszügen eng an den Dokumenten erfolgen. Die verwendeten Begriffe, wie nachhaltige Entwicklung oder Zivilmachtkonzept werden in den dazugehörigen Kapiteln näher präzisiert, so dass sich eine Definition an dieser Stelle erübrigt.

Die für die Arbeit zu Grunde liegende Literatur besteht im Bereich des erarbeiteten Nachhaltigkeitskonzeptes, der ENP und des Zivilmachtkonzeptes aus einschlägigen Monographien und Aufsätzen, während Internetquellen bei der Dokumentenanalyse eine große Rolle spielen. Literatur, die sich mit der Analyse des europäischen Nachhaltigkeitskonzeptes beschäftigt, wird erst erstellt und war nur in sehr begrenztem Maße vorhanden.

2. Das Konzept nachhaltiger Entwicklung – Ein Definitionsversuch

Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung[5] können nur schwer oder sogar überhaupt nicht abschließend definiert werden. Um mit dem Begriff jedoch arbeiten zu können, muss eine nähere Bestimmung erfolgen. Der Versuch, den Begriff aus seiner Geschichte heraus näher zu bestimmen, soll in dieser Ausarbeitung der erste Schritt für eine verwendbare Definition sein.

Zum ersten Mal wurde der Begriff im 18.Jahrhundert von Hans Carl von Carlowitz in seinem Buch „Sylvicultura oeconomica“[6] verwendet. Dort beschäftigt er sich mit dem Holzmangel, der durch den Silberabbau in der Region des Erzgebirges verursacht wurde. In diesem stark die Forstwirtschaft betreffenden Werk, implementiert Carlowitz das Prinzip, dem Wald nur so viel Holz zu entnehmen, wie der Wald selbst nachproduzieren kann[7]:

„Wird derhalben eine gröste Kunst, Wissenschaft, Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane Conservation und Anbau des Holzes anzustellen (sei), daß es eine continuirliche, beständige und nachhaltende Nutzung gebe weiln es eine unentbehrliche Sache ist, ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag.“[8]

In dieser Definition ist bereits ein wichtiger Punkt von Nachhaltigkeit enthalten. Die Versorgung mit Holz kann nur über einen langen Zeitraum gesichert werden, wenn die Aufforstung größer, oder zumindest gleich der Abholzung ist. In der weiteren Verwendung nahm der Begriff nachhaltige Entwicklung eine unscheinbare Rolle ein. Sein Gebrauch beschränkte sich weitgehend auf wissenschaftliche Bereiche.[9] Die nächste wichtige Weiterentwicklung stellt der Abschlussbericht der UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung „Our Common Future“ 1987 dar. Hier nimmt der Begriff Nachhaltigkeit eine exponierte Position ein und wird neu definiert:

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“[10]

Hier wird Nachhaltigkeit also nicht nur auf die Forstwirtschaft bezogen, sondern zum ersten Mal auf menschliche Belange. Herauszuheben ist hier ebenso der intergenerationelle Ansatz, in dem Gerechtigkeit zwischen den in der Gegenwart lebenden Menschen und den Menschen in der Zukunft angestrebt wird. Dazu wird der Zeitaspekt der Nachhaltigkeit erfasst und erstmals in einen politischen Zusammenhang gebracht: „Die Brundtland-Definition verkörpert […] den Aspekt Zukunft in seiner politischen Dimension.“[11]

Die nächste wichtige Weiterentwicklung und eine zunehmende politische Bedeutung erfährt der Begriff Nachhaltigkeit mit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung von 1992 in Rio de Janeiro.[12] Hier wurde festgestellt, dass nachhaltige Entwicklung keineswegs nur den ökologischen Bereich betrifft, sondern auch alle anderen gesellschaftlichen Bereiche, wie zum Beispiel die Ökonomie oder die Politik. Nachhaltige Entwicklung kann also nicht nur begrenzt in einem Teilbereich betrachtet und umgesetzt werden, sondern die Teilbereiche müssen als Einheit betrachtet werden. Mit der Konferenz von Rio de Janeiro verlässt der Begriff der Nachhaltigkeit den ökologischen Bereich und öffnet sich anderen gesellschaftlichen Bereichen wie der Ökonomie und der Politik.[13] Grund hierfür ist die Erkenntnis, dass sich nachhaltige Entwicklung auf einem dieser Bereiche nur erlangen lässt, wenn die anderen Kategorien miteinbezogen werden. Gerade im Rahmen der ständig fortschreitenden Globalisierung und stärkeren Vernetzung gesellschaftlicher Teilbereiche sind diese Überlegungen stringent und nicht von der Hand zu weisen. Damit konnte sich nachhaltige Entwicklung als „integratives Konzept profilieren“[14] und als „internationales Leitbild weltweit [ …] etablieren“[15].

Um nun einer abschließenden Definition näher zu kommen, sollen im folgenden Teil des Kapitels wichtige Punkte aus der Bergriffsgeschichte herausgegriffen werden, um dann Nachhaltigkeit anhand zweier Ebenen zu definieren. Die erste Ebene bezieht sich auf den zeitlichen Aspekt. Nachhaltige Entwicklung ist demnach ein Prozess, der nie in aller Gänze abgeschlossen werden kann. So trifft Coenan folgende Aussage über Nachhaltigkeit:

„Nachhaltige Entwicklung lässt sich nicht abschließend definieren, sondern beinhaltet einen – normativ orientierten – ständigen Such- und Lernprozess, in dem das Verständnis der Nachhaltigkeit, Prioritätensetzung und Abwägungen sowie Maßnahmen einer dauernden Weiterentwicklung.“[16]

Zu diesem temporalen Aspekt gehört ebenso die inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit. Die heute lebenden Generationen müssen in allen Teilbereichen der Gesellschaft so wirtschaften, dass auch spätere Generationen die gleichen Chancen besitzen.

Die zweite Ebene betrifft den angesprochenen integrativen Teil der Nachhaltigkeit. In der Begriffsgeschichte wurde bereits deutlich, dass sich nachhaltige Entwicklung von einem rein der Forstwirtschaft zuzuordnendem Begriff, hin zu einem alle Lebensbereiche abdeckenden Terminus entwickelt hat. Dies ist keineswegs ein sprachliches Phänomen. Die immer stärker voranschreitende Globalisierung und die zunehmende Interdependenz aller Lebensbereiche, führte zur Einsicht, dass Nachhaltigkeit nicht nur in der Ökologie zu verwirklichen ist. Die Politik, soziale Aspekte und auch die Ökonomie spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien und müssen dementsprechend mit betrachtet werden. Anhand dieser Überlegungen trifft Wulsdorf folgende, für diese Arbeit gültige Defininition:

„Kurz und vielleicht auch am eingängigsten dürfte sich Nachhaltigkeit derzeit definieren lassen als Zukunftsfähigkeit. Wer nachhaltig handelt, handelt auf Zukunft hin. Er nutzt die ihm im Moment zur Verfügung stehenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Ressourcen verantwortungsbewusst auf Zukunft hin.“[17]

Abbildung 1 soll diese Definition weiter verdeutlichen und den integrativen Aspekt der Nachhaltigkeit verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Integratives Nachhaltigkeitsmodell: Das Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit[18]

Die wichtigsten Aspekte, der für die Arbeit gültigen Definition sollen an dieser Stelle kurz zusammengefasst werden. Mit dem Dreisäulenmodell nachhaltiger Entwicklung wird der integrative Teil der Begriffsbestimmung abgedeckt. Nachhaltigkeit kann demensprechend nicht in gesellschaftlich abgeschlossenen Teilbereichen erreicht werden, sondern ist durch eine starke Interdependenz geprägt und muss alle gesellschaftlichen Dimensionen miteinschließen. Dieses integrative Verständnis auf horizontaler Ebene, wird ergänzt durch den zeitlichen Aspekt der Intergenerationalität auf der vertikalen Zeitachse. Alle Generationen sollen die gleichen Möglichkeiten besitzen, ihre Existenz nach eigenen Wünschen zu gestalten. Diese intergenerationell verstandene Nachhaltigkeit impliziert des Weiteren den intragenerationellen Aspekt. Nicht nur Menschen verschiedener Generationen sollen die gleichen Möglichkeiten besitzen, sondern auch innerhalb einer Generation. Dieser Punkt bezieht sich vorwiegend auf die Unterschiede zwischen den Industrieländern und den Staaten der „Dritten Welt“. Die intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit zielen auf einen weiteren Aspekt der verwendeten Definition ab. Es muss an dieser Stelle der anthropozentrische Kern des oben beschriebenen Konzeptes nachhaltiger Entwicklung herausgestellt werden. Der Mensch und dessen Bedürfnisse stehen klar im Mittelpunkt der Überlegungen und dürfen nicht anderen Aspekten untergeordnet werden.[19]

Die bis an diese Stelle erarbeitete Definition soll nun vorläufig Gültigkeit besitzen. Im weiteren Verlauf werden die einzelnen Dimensionen erläutert und dargestellt. Auf dieser Grundlage und der daraus zu ziehenden Erkenntnisse, wird im Anschluss eine vierte Dimension der Nachhaltigkeit erarbeitet, die direkt auf die Europäische Union projiziert werden kann.

3. Die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung

Im folgenden Teilabschnitt dieser Arbeit sollen die drei Dimensionen des oben erarbeiteten Modells erläutert und dargestellt werden. Es wird versucht eine Argumentation aufzubauen, die es erlaubt eine vierte Dimension einzuführen, die dann die Grundlage schafft, die in der Fragestellung erfassten Aspekte zu beantworten. Am Ende eines jeden Unterkapitels wird die Brücke zu den Problemstellungen dieser Arbeit geschlagen, um die Bedeutung der drei bereits jetzt eingeführten Dimensionen und der noch folgenden für die Analyse hervorzuheben.

3.1 Die ökonomische Dimension nachhaltiger Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung und Ökonomie scheinen auf den ersten Blick nur schwer miteinander vereinbar zu sein. Der Unternehmer strebt stets nach Gewinnmaximierung und muss sich ständig dem Druck seiner Konkurrenz im Inland, aber auch, zu Zeiten der Globalisierung, im Ausland stellen. Gerade die Globalisierung, die für die Allgemeinheit vorrangig auf dem ökonomischen Sektor spürbar ist, bringt viele Nachteile für Nachhaltigkeit mit sich, sowohl ökologisch als auch sozial. Oft gehen mit diesem Trend der Mondialisierung die Senkung ökologischer und sozialer Standards einher, aufgrund des hohen Kostendrucks durch immer seigende Konkurrenz. Ein Beispiel hierfür ist die Verlagerung von Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer.[20] Die Frage, woran es liegt, dass Unternehmen den wahren Wert der Natur „nicht zu schätzen wissen“, ist leicht erklärt. Die Natur wird als Allgemeingut gesehen und wie die Allmende im Mittelalter übernutzt und zerstört.[21] Dies führt dann im nächsten Schritt zu der Überlegung, dass Naturkapital zur Herstellung von Sachkapital verbraucht werden darf, so lange der Gesamtbestand an Kapitalien über die Zeit anwächst oder zumindest konstant bleibt.[22] Dies kann dann natürlich in allerletzer Konsequenz dazu führen, dass Naturkapital in aller Gänze durch Sachkapital ersetzt wird. Die einzige Bedingung dafür ist, dass das kumulierte Kapital zumindest gleich bleibt. Dies entspricht natürlich nicht den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung. An dieser Stelle sei auf den Unterschied zwischen starker und schwacher Nachhaltigkeit verwiesen, der im Unterkapitel über die ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung weiter erläutert wird.

Trotzdem hat sich in den letzten Jahren auch in der Wirtschaft die Überzeugung durchgesetzt, dass Nachhaltigkeit Wettbewerbsvorteile und nicht nur Nachteile generieren kann.[23] Das Bundesumweltministerium und der Bund Deutscher Industrie sehen die Ziele einer Nachhaltigen Entwicklung in Unternehmen dreigeteilt und damit dem Dreisäulenmodell entsprechend. Zunächst muss der Unternehmenserfolg beständig gesichert werden. Trotz dieser Sicherstellung eines guten Betriebsergebnisses sollen Umwelt- und Ressourcenschutz nicht vernachlässigt werden. Des Weiteren müssen ökonomische Akteure ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden und damit, trotz der Globalisierung und des Konkurrenzkampfs, die sozialen Standards hoch halten.[24] Betrachtet man diese Gedanken in aller Gänze, so taucht eine weitere Problemstellung auf. Die Ökonomie wird von den Verantwortlichen in der Wirtschaft als Hauptlebensgrundlage der Menschen angesehen. Der Natur und dem sozialen Bereich werden eine untergeordnete Rolle zugeschrieben. Somit stehen die Teile des Dreisäulenmodells der Nachhaltigkeit nicht gleichberechtigt nebeneinander, sondern die Ökonomie nimmt eine exponierte Position ein.[25] Dies wird weiter unterstrichen durch ein Konzept von Nachhaltigkeit, das vom Verband der Chemischen Industrie erarbeitet worden ist. Hiernach sind die Vermeidung wirtschaftlicher Instabilitäten, wie Arbeitslosigkeit oder Geldentwertung und angemessenes Wachstum, sowie eine gute Wertschöpfung, nach wie vor die Hauptzeile jeder Volkswirtschaft. Nachhaltigkeit, vor Allem auf dem ökologischen Sektor, müsse sich diesen übergeordneten Zielen unterwerfen. Folgende Graphik beschreibt dies treffend:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Effizienz versus andere (wirtschafts-) politische Ziele[26]

Die rote Linie in der Abbildung 3 stellt die Transformationskurve zwischen dem Effizienzziel und den anderen (wirtschafts-) politischen Ziele[27] dar. Diese Linie begrenzt die realisierbaren Kombinationen der beiden Ziele. Das Effizienzmaximum würde in diesem Falle bei Punkt M liegen. Die gesellschaftliche Zielstruktur bezüglich beider Ziele wird durch die Indifferenz-Kurvenschar I dargestellt. Um andere gesellschaftliche Ziele zu erreichen, muss die Effizienz von Em bis Ec gesenkt werden. Dies liegt wie oben beschrieben natürlich nicht im Interesse der Ökonomie und somit werden ökologische und soziale Ziele, entgegen dem Dreisäulenmodell, den ökonomischen nachgeordnet.[28] Des Weiteren wird sehr großen Wert auf die Eigenverantwortlichkeit der Unternehmen gelegt. Dies führe laut dem Verband der chemischen Industrie zu einer schnelleren und bedarfsgerechteren Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung. Politische Vorgaben senken dementsprechend die Effizienz und die Flexibilität bei der Umsetzung. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen wären hier die bessere Lösung. Umweltschutz könnte den Möglichkeiten der Unternehmen entsprechend umgesetzt werden und somit wäre einer Gefährdung des Wachstums durch eine Überlastung der Betriebe durch politische Vorgaben vorgebeugt. Die inländischen Firmen blieben also international Konkurrenzfähig, da keine überzogen politischen Vorgaben eingehalten werden müssen, die in anderen Ländern fehlen. Etwaige Umweltschäden sollten in diesem Zusammenhang durch eine fortschreitende technologische Entwicklung verhindert werden.[29] Die Gewerkschaften verdeutlichen eine zweite Perspektive der Nachhaltigkeit, die dem ökonomischen Bereich immanent ist. Wirtschaftwachstum und Preisstabilität treten hinter den sozialen Rückhalt für Arbeitnehmer zurück. Die Schaffung von Arbeit, der Ausbau der sozialen Sicherheit zusammen mit sozialstaatlichen Strukturen haben im gewerkschaftlichen Verständnis von nachhaltiger Entwicklung eindeutig Vorrang.[30] Auch hier werden die drei Dimensionen nicht als gleichberechtigt angesehen. Vor Allem die soziale Dimension, die erst im weiteren Verlauf der Arbeit erläutert wird, nimmt eine exponierte Position ein. Arbeit wird in diesem Zusammenhang als „Kernbereich(e) von nachhaltiger Entwicklung“[31] angesehen. Auch der ökonomische Sektor ist in Folge dessen wichtig und tritt somit an zweite Stelle der Hierarchisierung der Nachhaltigkeitsdimensionen. Für den ökologischen Bereich nachhaltiger Entwicklung sollen hingegen positive Nebeneffekte entstehen, wobei die Ressource „menschliche Arbeit“ als wichtigster regenerier barer Rohstoff gilt.[32]

In dem Verständnis von nachhaltiger Entwicklung des ökonomischen Bereiches muss festgelstellt werden, dass Wirtschaftswachstum, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eine wichtigere Rolle spielen, als die beiden anderen Bereiche des Dreisäulenmodells der Nachhaltigkeit. Politische Vorgaben werden im Rahmen der Deregulierungs- und Liberalisierungstendenzen in der Ökonomie strickt abgelehnt und ein höheres Maß an Vertrauen auf das Bewusstsein der Eigenverantwortlichkeit von Unternehmen gefordert.[33] Kritiker greifen dieses schwache Verständnis der Nachhaltigkeit natürlich stark an. Sie behaupten, dass sich die Wirtschaft hinter der aufgezeigten Art des Verständnisses von Nachhaltigkeit versteckt, um nicht den Vorwürfen ausgesetzt zu sein, wenig im Bereich nachhaltiger Entwicklung zu tun.[34] Dies kann natürlich auch als Ausgleich für andere gesellschaftliche Bereiche gesehen werden, die die anderen beiden Dimensionen der Nachhaltigkeit in den Vordergrund rücken. Die Perspektive der Gewerkschaften als Gegenpart zu den Unternehmern betrachtet die Säulen ebenso wenig gleichrangig. Hier nimmt vor Allem die soziale Dimension eine exponierte Position ein, in dem die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Ausbau der Sozialstrukturen besonders betont werden. Insgesamt müssen Akteure der Ökonomie Kompromissbereit sein und andere Wertigkeiten im Verständnis von Nachhaltigkeit anerkennen, um konstruktive Ergebnisse in der Diskussion zu generieren und als gleichberechtigter Partner anerkannt zu werden.[35]

In Bezug auf die Fragestellung enthält die ökonomische Dimension wichtige Punkte zur Analyse. In weiteren Verlauf des Textes soll untersucht werden, wie die EU die Interessen ökonomischer Akteure umsetzt. Nimmt die Ökonomie auch in den Nachhaltigkeitsstrategien Europas eine exponierte Position ein so wie es der Wunsch vieler Unternehmer ist? Es soll die Frage beantwortet werden, ob die EU alle drei Dimensionen gleichrangig behandelt. Diese Fragen ergänzen sich mit den Fragen, die aus der ökologischen Dimension nachhaltiger Entwicklung generiert werden. An dieser Stelle sei der Hinweis auf das Unterkapitel 3.3 gegeben, in dem dieser Zusammenhang weiter verdeutlicht wird.

3.2 Die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung

In diesem Teil der Arbeit werden zwei schwer fassbare Begriffe, das „Soziale“ und die „Nachhaltigkeit“, miteinander verknüpft. Nachhaltige Entwicklung ist im Verlauf dieser Arbeit bereits präzisiert worden. Im Folgenden soll nun das soziale Element der Nachhaltigkeit näher bestimmt werden. Dies geschieht jedoch nicht mit Hilfe einer allgemeingültigen Definition.[36] Es wird vielmehr der Versuch unternommen, aus verschiedenen Konzepten der nachhaltigen Entwicklung, Merkmale für soziale Nachhaltigkeit herauszuarbeiten. Im nächsten Schritt soll die Bedeutung der sozialen Nachhaltigkeit anhand eines Merkmals verdeutlicht werden. Diese Überlegungen dienen in den weiteren Kapiteln zur Analyse der europäischen Nachhaltigkeitspolitik im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit.

In dem Buch „Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland“[37] stellen Coenen und Grunwald „substantielle Nachhaltigkeitsregeln“[38] auf. Diese Regeln integrieren alle drei Bereiche der erarbeiteten Definition von nachhaltiger Entwicklung. In diesem Kapitel werden die Überlegungen von Coenen und Grunwald mit den Ergebnissen der Arbeiten von Kopfmüller (Kopfmüller et al 1999[39], 2001[40] )kombiniert, um eine stabile Basis für die anschließende Analyse zu generieren.

Laut den oben genannten Autoren gibt es drei grundlegende Ziele nachhaltiger Entwicklung[41]:

1.: Die Sicherung der menschlichen Existenz
2.: Die Erhaltung des gesellschaftlichen Produktivpotentials
3.: Die Bewahrung der Entwicklungs- und Handlungsmöglichkeiten

Diesen Zielen untergeordnet sind die Regeln, die als Mindestanforderung gesehen werden, um diese drei Vorgaben zu erreichen. Aus den Regeln werden wie oben bereits angesprochen, diejenigen herausgegriffen, die in den sozialen Bereich der Nachhaltigkeit fallen.[42]

Die erste Regel beschäftigt sich mit der Partizipationsmöglichkeit der Mitglieder einer Gesellschaft an bedeutsamen Entscheidungsprozessen. Diese Maßgabe zielt auf den Erhalt und Ausbau demokratischer Strukturen ab, als Grundlage für das „gedeihlich(e) entwickeln“[43] einer Gesellschaft. Konflikte können demnach besser bearbeitet werden und mehr Menschen können teilhaben an der Gestaltung der Gesellschaft. Dies ist ein zentraler Punkt nachhaltiger Entwicklung und im weiteren Verlauf der Arbeit bedeutsam, da vor Allem die intragenerationelle Gerechtigkeit als Teilaspekt der gültigen Definition von nachhaltiger Entwicklung nur erreicht werden kann, wenn die Bedürfnisse so vieler Menschen wie möglich in politische Entscheidungsprozesse mit einfließen können. Dies ist in diesem Zusammenhang kein Postulat für eine Weltgesellschaft ohne Nationalstaaten, aber die Möglichkeit der Partizipation der Bürger der einzelnen Staaten auf demokratischer Basis, muss als Grundlage für nachhaltige Entwicklung gesehen werden.[44]

Die zweite Regel beschäftigt sich mit der Grundversorgen der Gesellschaftsmitglieder. Dies beinhaltet sowohl Ernährung, Kleidung und Unterkunft, als auch Schutz vor Krankheit oder anderer Lebensrisiken.[45] Der Gesundheitsschutz jetziger und zukünftiger Generationen ist zentraler Punkt bei einem anthropozentrisch verstanden Konzept nachhaltiger Entwicklung. Dazu kommt in einem weiteren Schritt die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse wie ein Obdach, Kleidung und Nahrung, um ein würdevolles Leben führen zu können. Es muss demnach erreicht werden, dass sich jeder Mensch mit diesen Grundlagen des menschlichen Lebens selbst versorgen kann und die Erziehung der Kinder und die eigene Altersversorgung selbst leisten kann.[46] Diese Regel umfasst demnach den Punkt der selbständigen Existenzsicherung, der in der Arbeit „ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung“[47] als eigene Regel dargestellt wird.[48] Die Sicherstellung der Grundversorgung ist also neben der Partizipationsmöglichkeit ein weiterer wichtiger Punkt im Bereich der sozialen Nachhaltigkeitsdimension.

Eine weitere, für diese Arbeit wichtige Regel, betrifft die Chancengleichheit der Menschen in Sachen Bildung, Beruf und Informationsmöglichkeit. Dies sind vorrangig immaterielle Aspekte des menschlichen Daseins, ohne deren dauerhafte Sicherung eine menschenwürdige Existenz kaum vorstellbar ist.[49] In diesem Zusammenhang soll ein Beispiel aufgeführt werden, um zu zeigen wie wichtig nachhaltige Entwicklung im sozialen Bereich ist. Des Weiteren soll durch das Beispiel illustriert werden, dass die Bedeutung eines Aspektes wie Bildung für Nachhaltigkeit nicht auf den ersten Blick erkennbar ist.

Was haben nachhaltige Entwicklung und Bildung gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel.[50] Betrachtet man beide differenzierter, so stellt man fest, dass Bildung eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung ist. Dies soll im folgenden Unterkapitel belegt werden.

Auf Empfehlung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20.12.2002, die Jahre 2005 bis 2014 zu einer Weltdekade der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszurufen. Ziel dieser Aktion ist die unterstützende Funktion bei der Implementierung und Umsetzung der Bildungsmaßnahmen aus Kapitel 36 der Agenda 21.[51] In diesem Kapitel der Agenda lässt sich folgender Satz finden:

„Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinander zu setzten.“[52]

Die Überzeugung, dass Bildung eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung ist, lässt sich anhand zweier Faktoren belegen.[53] Zunächst ist das Ziel eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Bildungssystems Wissen zu generieren, um Lösungsmöglichkeiten für Problemstellungen auf allen drei Ebenen der Nachhaltigkeit zu erhalten. Dieser Faktor trägt dem Umstand Rechnung, dass Nachhaltigkeit und deren Umsetzung und Implementierung Probleme aufwirft. Wie oben gezeigt ist die Ökonomie davon überzeugt, dass wirtschaftliches Wachstum und Naturschutz durch technologischen Fortschritt vereinbar sind, in dem durch das Wachstum eventuell entstehende Umweltschäden durch technologische Neuentwicklungen eingedämmt werden. Für technologischen Fortschritt ist Bildung existentielle Voraussetzung. Auch im sozialen Bereich können zum Beispiel Armut und ungerechte Einkommensverteilung, national wie international, nur durch gut ausgebildete Gesellschafts- und Wirtschaftwissenschaftler ausgeglichen werden. Auch dies ist ein Exempel für die Notwendigkeit und die existentielle Bedeutung von Bildung im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung. Dieses Prinzip soll auf allen Bildungsebenen Anwendung finden. Die Umsetzung in der Schule hat das Ziel, fachübergreifend und gleichzeitig situationsbedingt Zukunftsfragen anzugehen.[54] Das Schlagwort der Gestaltungskompetenz ist in diesem Zusammenhang bedeutend und ist als Kern für nachhaltige Entwicklung der wichtigste Aspekt, der den „Schülern“ vermittelt werden soll. Innerhalb dieser Kompetenz sind für die Nachhaltigkeitsidee sieben wichtige Teilkompetenzen enthalten:[55]

[...]


[1] Aus Internetquelle: http://www.focus.de/sport/fussball/fussballkolumne/bundesliga-kolumne-es-lebe-der-moderne-fussball_aid_345347.html, Stand 08.11.2008.

[2] Aus Internetquelle: http://www.haspa.de/Haspa/Privatkunden/NachhaltigeGeldanlagen/Umweltschutz_20_26_20Nachhaltigkeit/ReinholdMessner/Messner.html, Stand 08.11.2008.

[3] Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

[4] Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.

[5] Vgl.: Beide Begriffe sind synonym zu verwenden; Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 19.

[6] Vgl.: Schmidt, Martina: Grenzen des Wachstums und Nachhaltigkeit; Schriftenreihe der Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bremen, Bremen, 2005, Seite 76.

[7] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 15.

[8] Carlowitz, Hans: Sylvicultura oeconomica; Veröffentlichung der Bibliothek „Georgius Agricola, Reprint Freiberg, 2000.

[9] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 16.

[10] Hauff, Volker (Hrsg.): Unsere gemeinsame Zukunft. Der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung; Greven 1987.

[11] Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 20.

[12] Vgl.: Glück, Alois: Das Prinzip der Nachhaltigkeit – Zukunftsorientiertes Denken und Handeln in ausgewählten Lebensbereichen; in: Politische Studien, Sonderheft 1/2001, Atwerb-Verlag KG, München, 2001, Seite 10.

[13] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 21.

[14] Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 21.

[15] Ebenda.

[16] Coenen, Reinhard: Zusammenfassung; in: Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland, Edition Sigma, Berlin, 2003.

[17] Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 26.

[18] Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 117.

[19] Vertreter einer sehr stark verstandenen Nachhaltigkeit würden diesen Punkt einschränken. Im Kapitel 2.3 diese Unterscheidung in starke und schwache Nachhaltigkeit erläutert.

[20] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 69.

[21] Schmidt, Martina: Grenzen des Wachstums und Nachhaltigkeit; Schriftenreihe der Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bremen, Bremen, 2005, Seite 111.

[22] Vgl.: Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 45.

[23] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 70.

[24] Ebenda.

[25] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 71.

[26] Vgl.: Berg, Hartmut / Cassel, Dieter: Theorie der Wirtschaftspolitik; in: Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, Verlag Franz Vahlen, München,1992, Seite 191.

[27] Andere (wirtschafts-) politische Ziele sind z.B.: Einkommensförderung sozial schwacher Gruppen, Umweltschutz, Angleichhung interregionaler Lebensverhältnisse.

[28] Vgl.: Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 44.

[29] Vgl.: Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 45.

[30] Vgl.: Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 48.

[31] Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 48.

[32] Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 48; zitiert nach: Bartels, Holger: Arbeit und zukunftsfähige Entwicklung das Humane am Nachhaltigkeitsbegriff; in: Dally, Andreas / Heins, Bernd (Hrsg.): Politische Strategien für die soziale Nachhaltigkeit; Rehburg-Loccum, 2002, Seite: 47.

[33] Hipp, Claus: Nachhaltigkeit in der Bürgergesellschaft aus der Sicht der Wirtschaft; in: Politische Studien, Sonderheft 1/2001, Atwerb-Verlag KG, München, 2001, Seite: 23.

[34] Vgl.: Tremmel, Jörg: Nachhaltigkeit als politische und analytische Kategorie; Ökem Verlag, München, 2003, Seite 44.

[35] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 71.

[36] Die Definition und Operationalisierung des Begriffes ist nicht unmittelbar Gegenstand dieser Arbeit und kann aus diesem Grund offen gelassen werden. Die Herausarbeitung von Merkmalen des Sozialen im Bereich nachhaltiger Entwicklung reicht aus, um in folgenden Schritten die Nachhaltigkeitspolitik der EU zu analysieren, ohne eine gültige Definition des Sozialen präsentieren zu müssen.

[37] Vgl.: Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003; hier: Kapitel 2.

[38] Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003, Seite 68.

[39] Jörissen / Kopfmüller / Brandl / Paetau: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung; Wissenschaftliche Berichte FZKA 6393, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, 1999; aus Internetquelle: http://www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/joua99a.pdf, Stand: 01.09.2008.

[40] Kopfmüller, J. / Brandl, V. / Jörissen, J. / Paetau, M. / Banse, G. / Coenen, R. / Grunwald, A.: Nachhaltige Entwicklung integrativ betrachtet; Edition Sigma, Berlin, 2001.

[41] Vgl.: Kopfmüller, J. / Brandl, V. / Jörissen, J. / Paetau, M. / Banse, G. / Coenen, R. / Grunwald, A.: Nachhaltige Entwicklung integrativ betrachtet; Edition Sigma, Berlin, 2001, Seite 172.

[42] Diese Auswahl stützt sich im Besonderen auf: Jörissen / Kopfmüller / Brandl / Paetau: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung; Wissenschaftliche Berichte FZKA 6393, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, 1999; aus Internetquelle: http://www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/joua99a.pdf, Stand: 01.09.2008.

[43] Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003, Seite 73.

[44] Vgl.: Jörissen / Kopfmüller / Brandl / Paetau: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung; Wissenschaftliche Berichte FZKA 6393, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, 1999, Seite 100 - 104; aus Internetquelle: http://www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/joua99a.pdf, Stand: 01.09.2008.

[45] Jörissen / Kopfmüller / Brandl / Paetau: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung; Wissenschaftliche Berichte FZKA 6393, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, 1999, Seite 99; aus Internetquelle: http://www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/joua99a.pdf, Stand: 01.09.2008.

[46] Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003, Seite 69.

[47] Jörissen / Kopfmüller / Brandl / Paetau: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung; Wissenschaftliche Berichte FZKA 6393, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, Karlsruhe, 1999, Seite 99; aus Internetquelle: http://www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/joua99a.pdf, Stand: 01.09.2008.

[48] Auch hier ist eine Zusammenführung der Regeln ist auf Basis von Coenen und Grunwald (Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003, Seite 68,69) möglich, da beide Punkte unter dem Ziel 1 nachhaltiger Entwicklung zusammengefasst sind und dort eine direkte Verbindung hergestellt wird.

[49] Vgl.: Coenen, Reinhard / Grunwald, Armin (Hrsg.): Nachhaltigkeitsprobleme in Deutschland; Edition Sigma, Berlin, 2003, Seite 72.

[50] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 112.

[51] Vgl.:http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/bildung_fuer_nachhaltige_entwicklung_1021.htm; Stand: 08.07.2008.

[52] Agenda 21, Kapitel 36 aus Internetquelle: http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/ag21dok/kap36.htm; Stand: 08.07.2008.

[53] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 114.

[54] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 122.

[55] Vgl.: Wulsdorf, Helge: Nachhaltigkeit – Ein christlicher Grundauftrag in einer globalisierten Welt; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 2005, Seite 118.

Details

Seiten
91
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836637817
Dateigröße
587 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227317
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg – Wirtschafts- und Organisationswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
nachhaltigkeit europäische union europapolitik nachbarschaftspolitik nachhaltige entwicklung

Autor

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Titel: Das europäische Nachhaltigkeitskonzept