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Die Vereinigten Arabischen Emirate - Destination mit Zukunft oder Illusion?

Diplomarbeit 2009 221 Seiten

Touristik / Tourismus

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

VORWORT

1. EINFÜHRUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 AUFBAU UND KERNELEMENTE DER ARBEIT

2. DIE VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE –LÄNDERPROFIL
2.1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
2.2 GESCHICHTE
2.3 POLITISCHES SYSTEM
2.4 WIRTSCHAFT
2.4.1 Wirtschaftfaktor Erdöl und Erdgas
2.4.2 Der Tourismussektor
2.5 TRADITIONEN DER VAE
2.6 VEREINBARKEIT VON TRADITION UND MODERNE

3. DIE TOURISMUSINDUSTRIE IN DEN VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATEN
3.1 REISE- UND SICHERHEITSHINWEISE DER VAE
3.1.1 Landesspezifische Sicherheitshinweise
3.1.2 Allgemeine Reiseinformationen
3.1.3 Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
3.1.4 Besondere Hinweise
3.2 EINFÜHRUNG IN DIE TOURISMUS-ÖKONOMIE
3.2.1 Definition Tourismus
3.2.2 Einflussfaktoren auf die Tourismusnachfrage und das Tourismusangebot
3.2.3 Die Entwicklung des Reisens – Epochen im Tourismus
3.2.4 Reisezeit und Nachfragevolumen
3.2.5 Internationale Gästeankünfte
3.3 TOURISMUSTYPEN IN DEN VAE
3.3.1 Urlaubsreisetourismus
3.3.2 Geschäftsreisetourismus
3.4 TOURISTISCHE LEISTUNGSTRÄGER IN DEN VAE
3.4.1 Hospitality Industry
3.4.2 Fluggesellschaften
3.4.3 Reiseveranstalter und Reisebüros
3.4.4 Flughäfen
3.4.5 Seehäfen
3.4.6 Veranstaltungsbranche
3.5 HINTERGRÜNDE EINER FOKUSSIERTEN TOURISMUS-ENTWICKLUNG

4. DIE TOURISMUSENTWICKLUNG DER VAE: GESTERN, HEUTE, … ÜBERMORGEN: NUR FIKTION?
4.1 DAS EMIRAT DUBAI
4.1.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.1.2 Tourismusprojekte in Bau
4.1.3 Tourismusprojekte in Planung
4.2 DAS EMIRAT ABU DHABI
4.2.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.2.2 Tourismusprojekte in Bau und in Planung
4.3 DAS EMIRAT SHARJAH
4.3.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.3.2 Tourismusprojekte im Bau und in Planung
4.4 DAS EMIRAT AJMAN
4.4.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.4.2 Geplante Tourismusprojekte
4.5 DAS EMIRAT UMM AL QUWAIN
4.5.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.5.2 Geplante Tourismusprojekte
4.6 DAS EMIRAT RAS AL KHAIMAH
4.6.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.6.2 Geplante Tourismusprojekte
4.7 DAS EMIRAT FUJAIRAH
4.7.1 Bereits existierende Touristenattraktionen
4.7.2 Geplante Tourismusprojekte
4.8 DIE UNTERSCHIEDLICHEN STRATEGIEN UND ZIELSETZUNGEN DER SIEBEN EMIRATE
4.9 DIE ERFOLGSFAKTOREN DER DESTINATION VAE

5. TOURISMUSPOLITIK
5.1 TOURISMUSTRÄGER DER VAE UND DEREN AUFGABEN
5.2 TOURISMUSMARKETING
5.2.1 Einsatz der Marketing-Mix-Instrumente in den VAE
5.2.2 Marketingstrategien der einzelnen Emirate
5.2.3 Zielgruppenanalyse

6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER TOURISMUS-ENTWICKLUNG IN DEN VAE
6.1 TOURISMUSKRITIK IM ALLGEMEINEN
6.2 ÖKONOMISCHE AUSWIRKUNGEN
6.2.1 Zunehmender Preisanstieg in anderen Wirtschaftssektoren
6.2.2 Vernachlässigung anderer Bereiche zugunsten des Tourismussektors
6.2.3 Krisenanfälligkeit des Tourismussektors
6.2.4 Hohe Kosten für den Aufbau einer Tourismusindustrie
6.3 SOZIOKULTURELLE AUSWIRKUNGEN
6.3.1 Durch die Regierung begünstigte negative Auswirkungen
6.3.2 Negative Auswirkungen durch die Tourismusindustrie hervorgerufen
6.4 ÖKOLOGIE ALS KRITIKPUNKT
6.4.1 Ressourcenverbrauch
6.4.2 Umweltbelastung und –schäden
6.5 MANGELNDE QUALITÄT IM TOURISMUSSEKTOR
6.5.1 Ausbildung des Personals
6.5.2 Nachhaltigkeit der Bauweise

7. ANSÄTZE ZUR VERRINGERUNG DER NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN DES TOURISMUS
7.1 LÖSUNGSANSÄTZE AUF ÖKONOMISCHER EBENE
7.2 LÖSUNGSANSÄTZE AUF ÖKOLOGISCHER EBENE
7.3 LÖSUNGSANSÄTZE AUF SOZIALER EBENE
7.4 LÖSUNGSANSÄTZE AUF QUALITATIVER EBENE

8. DIE VAE – DESTINATION MIT ZUKUNFT ODER ILLUSION?
8.1 DIE AUSWIRKUNGEN DER GLOBALEN WIRTSCHAFTS-KRISE AUF DIE ENTWICKLUNG IM TOURISMUSSEKTOR
8.1.1 Auswirkungen auf die Bauindustrie
8.1.2 Preissenkungen in der Tourismusindustrie
8.1.3 Entwicklung neuer Marketingstrategien
8.1.4 Positiver Ausblick von Seiten der lokalen Tourismusbehörden
8.1.5 Fazit
8.2 AUSBLICK VON TOURISMUSEXPERTEN

9. EPILOG UND PERSPEKTIVEN DER KERNTHEMEN

ANHANG A: DIE TOURISMUSINDUSTRIE IN DEN VAE

ANHANG B: DER TOURISMUS IN DEN VAE – GESTERN, HEUTE …ÜBERMORGEN

LITERATURVERZEICHNIS

ERKLÄRUNG

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1: Flächenverteilung VAE – in km²

Abb. 2: Flächenverteilung der VAE – grafisch

Abb. 3: Erscheinungsformen des Tourismus

Abb. 4: Epochen im Tourismus

Abb. 5: Gästeankünfte nach Emiraten 2007

Abb. 6: Internationale Gästeankünfte 1988 bis 2016

Abb. 7: Differenzierung von Urlaubsreise- und Geschäftstourismus

Abb. 8: Gliederung des Beherbergungswesens

Abb. 9: Zimmerentwicklung in Dubai: Vergangenheit und Prognose

Abb. 10: Anteil der Emirate an der Gesamtzimmerkapazität 2008

Abb. 11: Prognose Verteilung der Zimmerkapazität bis 2015

Abb. 12: Gästeankünfte nach Nationalitäten 2007

Abb. 13: Wahl der Beherbergungsart 2007

Abb. 14: Gäste nach Hotelkategorie 2007

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

VORWORT

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind seit einigen Jahren als Destination bei vielen Touristen immer beliebter geworden. Das stetig wachsende Angebot an touristischen Leistungen hat dazu geführt, dass sich dieses Land zu einer der führenden Top-Destinationen entwickelt hat. Zahlreiche Reisedokumentationen, Reiseführer und Magazine berichten von der Sonnenseite der luxuriösen Urlaubs- und Geschäftsreisedestination – die negativen Folgen des Tourismusbooms bleiben dabei nur allzu oft unbeachtet. Diese Arbeit zeigt jedoch, dass die bisherige Entwicklung sowie die Visionen, die das Land und seine Herrscher für die Tourismusindustrie haben, durchaus auch kritisch zu betrachten sind.

Durch die Ausarbeitung der Diplomarbeit hier vor Ort in den Emiraten und meine Arbeitserfahrungen im Tourismussektor des Landes war es möglich, die aktuellen Entwicklungen und Geschehnisse mit in die Arbeit aufnehmen zu können und zudem Expertenmeinungen mit einfließen zu lassen.

Mein besonderer Dank gilt meinem Betreuer Professor Dr. Djamal Benhacine für die Möglichkeit, dieses spannende Thema bearbeiten zu können, die gut funk­tionierende Zusammenarbeit und Betreuung auch im Ausland sowie die ein­malige Gelegenheit, vor einer Gruppe Studenten - im Rahmen der jährlichen Exkursion in die VAE - einen Vortrag über meine Diplomarbeit halten zu können.

Ein großes Dankeschön auch an meine Mutter, ohne deren Unterstützung mein Studium und auch mein Auslandsaufenthalt in den VAE nicht möglich gewesen wären.

Dubai, im Juni 2009

1. EINFÜHRUNG

Mit der Destination Vereinigte Arabische Emirate werden meist ähnliche Vorstellungen verbunden: spektakuläre und luxuriöse Hotels, weiße Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser und ein Urlaub wie im Märchen aus 1001 Nacht. Was genau verbirgt sich jedoch hinter dieser orientalischen Destination, die noch vor wenigen Jahrzehnten ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte war? Wie ist es diesem ehemals unbedeutenden Wüstenstaat – der heute in der Tourismusbranche als die „Destination von Übermorgen“ bekannt ist - gelungen, in einer mit kaum einer anderen Destination vergleichbaren Art und Weise innerhalb von nur 40 Jahren eine prosperierende Tourismusindustrie aufzubauen, die anscheinend weltweit ihres Gleichen sucht?

Möglich geworden ist diese Entwicklung durch das „schwarze Gold“, welches dem Land ungeheuren Reichtum bescherte. Noch heute erwirtschaftet der Export von Erdöl einen großen Teil des nationalen Bruttoinlandsproduktes. Jedoch ist man sich auch der Endlichkeit dieser Ressource bewusst geworden und versucht, weitere Wirtschaftszweige aufzubauen. So wurden am Arabischen Golf die vorteilhaften Eigenschaften des Landes erkannt und genutzt, die den erfolgreichen Aufbau einer Tourismusindustrie begünstigen.

1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT

Ziel der hier vorliegenden Diplomarbeit ist es, die Entwicklung der Destination VAE zu analysieren, um abschließend eine Bewertung der Zukunftsträchtigkeit dieses Reiselandes treffen zu können. Wie der Titel der Arbeit andeutet, handelt es sich um eine kritische Betrachtung der touristischen Entwicklung, die sich momentan in einem weltweit nicht vergleichbaren Tempo vollzieht. Da der Entwicklungsstand der Tourismusindustrie in allen sieben Emirate unterschied­lich weit vorangeschritten ist, werden die Scheichtümer getrennt voneinan­der vorgestellt und bewertet, was am Ende jedoch zu einer zu­sammenfassenden Aussage und Schlussfolgerung führen wird.

Besondere Herausforderung bei der Anfertigung dieser Arbeit war, mit den aktuellen Geschehnissen im Tourismussektor Schritt halten zu können. Gerade aufgrund der sehr schnellen Entwicklung war es schwierig, den genauen Entwick­lungsstand aller Projekte exakt festzuhalten.

Zur Hervorhebung des Entwicklungsverlaufs wurden Zahlen der Vergangenheit sowie der Zukunft aus Statistiken und Prognosen der einzelnen Tourismus­behörden des Landes herangezogen. Zum Abgabezeitpunkt der Diplomarbeit lagen die endgültigen Zahlen vom Gesamtjahr 2008 noch nicht komplett vor. Es wurden immer die aktuellsten verfügbaren Zahlen von 2007 verwandt und, soweit vorhanden, um die bereits verfügbaren Teilzahlen des Jahres 2008 ergänzt.

Besonders interessant, aber auch herausfordernd, hat sich die Bearbeitung des Themas durch die Auswirkungen der globalen Rezession gestaltet, die sich parallel zur Entstehungszeitspanne der Diplomarbeit vollzogen hat. Auf diese Weise konnten die aktuellsten Geschehnisse, Entwicklungen und Veränderungen für die Tourismusökonomie der VAE mit aufgenommen werden.

1.2 AUFBAU UND KERNELEMENTE DER ARBEIT

Der Großteil der Informationen, auf denen die vorliegende Arbeit aufbaut, wurde aus Sekundärquellen wie beispielsweise veröffentlichten Studien internationaler Tourismusbehörden und -organisationen gewonnen. Ergänzend wurden Literatur zur Destination, Presseberichte in lokalen Zeitschriften und Magazine heran­gezogen. Die aktuellen, sich überschlagenden Entwicklungen im Tourismussektor wurden in Internetquellen verfolgt. Ferner sind zur unterstützenden Belegung der Aussagen Interviews mit diversen Tourismusbehörden der VAE und mit vor Ort ansässigen sowie deutschen Reise­veranstaltern durchgeführt worden.

Zu Beginn der Arbeit werden die VAE im Rahmen eines kurzen Länderprofils allgemein vorgestellt, bevor sich das nächste Kapitel der Tourismusindustrie der Emirate widmet. Hier wird die Tourismusökonomie des Landes mit ihrer Ent­wicklung, den auftretenden Tourismustypen und den touristischen Leistungs­trägern vorgestellt. Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit den einzelnen Emiraten sowie der dortigen jeweiligen Entwicklung im Tourismus­sektor. Es werden kurz die bereits existierenden Touristenattraktionen vorgestellt und bewertet und zudem auch auf die geplanten Tourismusprojekte und Visionen für die weitere Entwicklung eingegangen. Besonderer Bedeutung kommen in diesem Kapitel auch die unterschiedlichen Strategien und Zielsetzungen der sieben Emirate sowie die Erfolgsfaktoren der Destination VAE zu. Ein weiteres Kapitel der Arbeit befasst sich mit der Tourismuspolitik und dem Tourismus­marketing. Dem Leser soll hiermit aufgezeigt und verständlich gemacht werden, wie sich das Produkt VAE darstellen und verkaufen lässt.

Nach der Darstellung der zweifelsfrei vorhandenen, teilweise atemberaubenden Attraktivitätsfaktoren für Touristen in den sieben Emiraten sollen auch die negativen Auswirkungen, die die Tourismusindustrie für das Land mit sich bringt, analysiert werden. Hier wird auf die ökonomischen, gesell­schaftlichen, ökolo­gischen und qualitativen Bereiche eingegangen. Anschließend werden Lösungs­ansätze, die diesen Folgen entgegenwirken sollen, vorgestellt und bewertet. Zum Schluss der Arbeit erfolgen eine Bewertung der Tourismus­industrie und deren Entwicklung, indem der Titel der Arbeit „ Die Vereinigten Arabischen Emirate – Destination mit Zukunft oder Illusion?“ wieder aufgegriffen wird. Hierbei wird auch umfassend auf die aktuelle wirtschaftliche Situation eingegangen: die Auswirkungen der weltweiten Rezession machen sich momentan besonders auch in der Tourismusindustrie bemerkbar. So bewertet das Fazit schließlich, ob die Destination VAE ein Reiseziel mit Zukunft ist, oder ob die geplanten und dargestellten Entwicklungsstrategien doch nur eine Illusion sind.

2. DIE VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE –LÄNDERPROFIL

2.1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE; arabisch: Daulat al-Imaraat al-Arabiyya al-Muttahida) wurden am 2. Dezember 1971 aus den Emiraten Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Umm Al Quwain und Fujairah gegründet. Das Emirat Ras Al Khaimah trat erst am 10. Februar 1972 als siebter Bundesstaat der Föderation bei.[1] Am 2. Dezember 2008 wurde das 37jährige Bestehen der VAE gefeiert.

Die Hauptstadt ist Abu Dhabi mit ca. 800.000 Einwohnern im gleichnamigen Emirat. Die Stadt Dubai ist mit über 1,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungs­reichste Stadt des Landes, faktisch leben dort aber wohl sogar über 2 Millionen Menschen.[2]

Im Jahr 2007 waren ca. 4,5 Millionen Einwohner in den VAE gemeldet, wovon mehr als 80 Prozent Ausländer sind.[3] Die einheimische Bevölkerung, die im Englischen als Locals bezeichnet wird, stellt im eigenen Land folglich eine Minderheit dar. Innerhalb nur eines Jahres sind unvorstellbare zwei Millionen neue Mitbürger hinzugekommen, sodass im Oktober 2008 bereits knapp 6,5 Millionen Einwohner in den Emiraten verzeichnet werden konnten.[4] Die Landessprache ist Arabisch, als Handelssprache wird Englisch benutzt. Zudem werden aufgrund des hohen Ausländeranteils noch zahlreiche Sprachen der ansässigen Ausländer gesprochen.

Der Islam ist Staatsreligion der VAE und prägt das gesamte Leben des Landes. Besonders der Fastenmonat Ramadan mit seinem abschließenden dreitägigen Zuckerfest (Eid al-Fitr) zählt zu den wichtigsten Feiertagen der Emirate.

Die Landeswährung der VAE ist der Dirham. Der Wechselkurs des Dirham ist seit 1980 an den US-Dollar gekoppelt. Seitdem entspricht 1 US-Dollar einem Mittel­wert von 3,67 AED (Arab Emirates Dirham). Meist erzielt der Euro bessere Wechselkurse, welcher jedoch seit Ende 2008 enormen Schwankungen unterliegt. Derzeit entspricht 1 Euro etwa 4,82 AED (Stand: 26.05.2008)[5]

Das Land verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Die einzelnen Emirate sind über gut ausgebaute Autobahnen zu erreichen. Die Beschilderung sowohl in den Städten als auch auf den Autobahnen ist in arabischer und englischer Sprache. Touristen stehen als Transportmittel zahlreiche Taxis und ein gut erschlossenes Bussystem zur Verfügung. Momentan ist in der Stadt Dubai ein Metrosystem in Bau, welches sich über- und unterirdisch durch die gesamte Stadt ziehen wird. Die erste Teileröffnung ist für September 2009 geplant, die vollständige Inbetriebnahme ist für 2012 vorgesehen.[6]

GEOGRAPHIE UND NATURRAUM

Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen im Nordosten der Arabischen Halbinsel und erstrecken sich entlang der Südküste des Persisch-Arabischen Golfes. Im Süden grenzen die VAE an das Sultanat Oman und im Südwesten an das Königreich Saudi-Arabien. Die zum Oman gehörende Exklave Musandam wird in der äußersten Nordspitze der Arabischen Halbinsel von den VAE eingeschlossen. Im Osten erstreckt sich das Land entlang der Küste des Omanischen Golfes. Während der ca. 750 km lange Küstenstreifen am Persisch-Arabischen Golf von cremefarbenem, feinem Sand und türkisblauem Wasser gekennzeichnet ist, bietet die ca. 100 km lange Ostküste am Golf von Oman dank ihrer zahlreichen Korallenbänke eine vielfältige Unterwasserwelt.[7]

Die VAE erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 83.600 km², wobei das Emirat Abu Dhabi ca. 86 Prozent der Landesfläche einnimmt. Die folgenden beiden Abbildungen veranschaulichen den Flächenanteil und die geografische Lage der sieben Emirate.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Flächenverteilung VAE – in km²

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 107

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Flächenverteilung der VAE – grafisch

Quelle: Wöbcke, 2007, S.33

Der Großteil der VAE ist von Sandwüste bedeckt. Eine landschaftliche Besonderheit bildet die Rub al-Khali Wüste, das „Leere Viertel“,[8] an der Grenze zu Saudi-Arabien im Süden des Landes. Diese größte geschlossene Sandwüste der Erde[9] erstreckt sich entlang der Grenzen der VAE, Saudi-Arabiens, des Oman und des Jemen und umfasst ein Gebiet von ca. 600.000 km².[10] Während der Sand entlang der Küstenlinie cremefarbig ist, verfärbt er sich, je weiter man ins Landesinnere vordringt, kupferrot, wodurch sich die Sanddünen der Rub al-Khali in eben dieser Farbe über das Land erstrecken. Die Wüste stellt eine „[…] lebensfeindliche Öde […]“[11] im Herzen der Arabischen Halbinsel dar, wodurch sich im Laufe der Geschichte die Menschen überwiegend an den Küstenregionen oder in Oasen mit Grundwasservorkommen im Landesinneren ansiedelten. Die Liwa Oasen mit 52 Dörfern im Süden des Emirates Abu Dhabi und die Buraimi/Al Ain Oase im Emirat Dubai gehören zu den größten des Landes und werden auch heute noch landwirtschaftlich genutzt.[12] Weitere namhafte Oasengebiete sind in den Emiraten Sharjah und Ras Al Khaimah zu finden.[13]

Der Hajar-Gebirgszug bildet eine natürliche Barriere, die das Land zwischen den sechs Emiraten am Persisch-Arabischen Golf und dem Emirat Fujairah an der Ostküste trennt. Das Gebirge erstreckt sich von der Halbinsel Musandam nach Süden, parallel zur Ostküste, bis in den Oman. Die höchste Erhebung bildet der Jebel Hafeet in Al Ain mit 1340 m.[14]

FLORA UND FAUNA

Die natürliche Vegetation in den VAE ist aufgrund des trockenen Wüstenklimas auf den ersten Blick sehr spärlich. Jedoch gibt es auch einige Regionen im Land, die eine Vegetation ermöglichen, wie beispielsweise die Küstenregionen, die Oasen oder die Region um das Hajar-Gebirge. Die Oasen des Landes sind berühmt für ihre Dattelpalmen. Ansonsten wird das Land künstlich durch Parkanlagen und Golfplätze begrünt.[15]

Besonders bekannt für die Emirate sind die Dromedare, die sich hervorragend an das Wüstenklima angepasst haben. Ferner findet man noch diverse Wüsten­bewohner, wie die Oryx-Antilope, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Aussterben bedroht war. Mittlerweile hat sich der Bestand durch die Gründung von Naturschutzreservaten, in denen diese Tiere gezüchtet und gehalten werden, erholt.[16]

Die vielen Parks bieten ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Vogelarten, die auch zum Überwintern ins Land kommen. Besonders bekannt sich die Flamingo­kolonien, die sich in den Wintermonaten am Creek von Dubai zum Nisten niederlassen. Zu den beliebtesten Vogelarten gehören unter den Einheimischen die Falken, die v. a. zur Jagd eingesetzt werden.

Die Küstenregion bietet eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt, die v. a. für Taucher attraktiv ist. Es finden sich Meeresschildkröten, diverse exotische Fischarten, farbenprächtige Korallenriffe und sogar Riffhaie. In den Gewässern der Emirate sind auch Delfine und Wale beheimatet.

2.2 GESCHICHTE

Die Region der VAE kann auf eine sehr lange Geschichte, die bis in die Steinzeit reicht, zurückblicken. Archäologische Ausgrabungen im Gebiet von Umm Al Nar und Hili bei Al Ain belegen, dass es bereits um 3000 bis 2000 vor Christus erste Siedlungen einer sesshaften Kultur im heutigen Emirat Abu Dhabi gab. Diese Funde wurden allerdings erst in den späten 1950er Jahren gemacht. Gründe für die späte Erforschung der steinzeitlichen Besiedelung der VAE waren sowohl die fehlenden finanziellen Mittel, teuere Ausgrabungen zu ermöglichen als sicherlich auch das mangelnde Interesse der verantwortlichen Personen. Erst Scheich Zayed Al Nahyan, der Begründer der heutigen VAE, vertrat die Ansicht, dass „Ein Volk ohne Vergangenheit […] keine Zukunft haben [kann]“.[17] Das archäologische Team um den Engländer Geoffrey Bibby entdecke zu jenem Zeitpunkt zwei unterschied­liche Zivilisationen in und um die Hajar-Berge: das legendäre Dilmun und Magan. Durch die Ausgrabungen konnte nachgewiesen werden, dass beide Kulturen bereits Handelsbeziehungen auf dem Seeweg ausübten.[18]

Ab dem späten 15. Jahrhundert standen die VAE unter starkem europäischem Einfluss, der auch noch bis in die Gegenwart hinein zu erkennen ist. Zunächst beanspruchten portugiesische Seefahrer Ende des 15. Jahrhunderts die Golfregion für sich. Zur Demonstration ihrer Macht errichteten sie insbesondere entlang der Ostküste zahlreiche Festungen, die noch heute das Bild einiger Städte und Regionen prägen und zu Touristenattraktionen umfunktioniert wurden. Erst mit Beginn des 17. Jahrhunderts konnten vordringende holländische, französische und britische Händler die Portugiesen zurückdrängen, wobei es besonders Großbritannien gelang, die neue Vorherrschaft über die Golfregion zu erlangen.[19] Der britische Einfluss blieb bis zur Staatsgründung der VAE 1971 und darüber hinaus bestehen. Zudem sicherte sich Großbritannien diese Machtposition, indem es mit den einzelnen Scheichtümern Exklusivverträge schloss, in denen diese zustimmten, anderen ausländischen Vertretungen keine Niederlassung in den Scheichtümern zu gestatten.[20]

Der erste wirtschaftliche Aufschwung war bereits Ende des 19. Jahrhunderts zu spüren, als sich persische sowie indische Seehändler und Kaufleute am Hafen von Dubai ansiedelten, da es hier keine Handelszölle gab. Bis zum Jahr 1904 hat sich der Hafen von Dubai zum bedeutendsten in der Golfregion entwickelt, da der regierende Scheich Dubai zum Freihafen erklärt hatte.[21]

Während das Scheichtum Dubai bereits einen bemerkenswerten Aufschwung erfuhr, sich ausschließlich auf den Handel konzentrierte, ausländische Kontakte pflegte und sich kulturell zu entwickeln begann, war das Scheichtum Abu Dhabi in ständige Streitigkeiten verwickelt. Dies lag mitunter auch daran, dass Abu Dhabi mit seiner territorialen Größe weniger überschaubar und daher auch nur schwer zu regieren war, ganz anders als der „Stadtstaat“ Dubai. Auch war Abu Dhabi hinsichtlich der geografischen Lage benachteiligt, denn der Handel fand im Grunde ausschließlich mit dem für Indien und Persien zentraler gelegenen Dubai statt. Abu Dhabis Haupteinnahmequelle zu jener Zeit war der Perlenhandel, bis japanische Zuchtperlen 1930, den Markt überschwemmten und somit den Perlenhandel in der Golfregion zum Erliegen brachten. Daraufhin zogen die Beduinenstämme wieder in ihr angestammtes Gebiet der Liwa-Oasen zurück, wodurch der Dattelanbau an Bedeutung zunahm. Noch heute spielt die Dattelernte in diesem Gebiet und auch in Al Ain eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.[22]

Das anhaltende wirtschaftliche Wachstum wurde erheblich durch finanzielle Entwicklungshilfen Großbritanniens wie beispielsweise bei den Erdölbohrungen vorangetrieben. Die ersten Erdölvorkommen wurden Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts entdeckt. Im Jahr 1962 wurde erstmals Erdöl von Abu Dhabi und 1969 von Dubai exportiert.[23] Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan wurde nach der Absetzung seines Bruders Scheich Shakhbout Emir von Abu Dhabi und führte das Emirat bis zum Ende seiner Regentschaft in ein neues Zeitalter. Er war „[…] auf­geschlossen und dynamisch, voller Visionen und Ideale. Vor allem wollte er die Stämme und Scheichtümer untereinander einen, […] sein Beduinenvolk aus der Armut herausholen, die anderen Scheichtümer in der Entwicklung unterstützen und Abu Dhabi zu einem modernen Staat umgestalten.“[24]

Scheich Zayed begann zusammen mit den wichtigsten Familien Abu Dhabis eine Infrastruktur aufzubauen. Durch das Öl kamen auch erstmals Ausländer nach Abu Dhabi, da die Ölgesellschaften ihre eigenen Arbeiter mitbrachten. Durch den Zuwanderungsstrom wurden zahlreiche Unterkünfte erforderlich, sodass auch die Bauindustrie zu boomen begann. Ende der 60er Jahre fanden sich schließlich bereits die ersten ausländischen Architekten, Geschäftsleute und Banker in Abu Dhabi ein.[25]

Im Jahr 1968 kündigte Großbritannien seinen Rückzug aus den Gebieten der Golfregion an. Auch auf Anraten der britischen Besatzungsmächte hin, versuchten die sieben Trucial States[26] eine gemeinsame Föderation zu bilden. Dieser Versuch blieb anfangs allerdings erfolglos und konnte erst beim zweiten Anlauf 1971 verwirklicht werden.[27] So wurden am 02.12.1971 schließlich die Vereinigten Arabischen Emirate, bestehend aus den Emiraten Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Umm Al Quwain und Fujairah gegründet. Ras Al Khaimah trat erst am 10.02.1972 bei.[28]

2.3 POLITISCHES SYSTEM

Die VAE sind als Bundesstaat, bestehend aus sieben Emiraten, organisiert. Die Regierungsform wird als patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen bezeichnet. Staatsoberhaupt (Präsident) ist Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan, der nach dem Tod seines Vaters, Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, am 03.11.2004 sein Amt antrat. Der Präsident wird von den Herrschern der sieben Emirate gewählt und ist zugleich Herrscher des Emirats Abu Dhabi. Bisher wurde in der gesamten Geschichte der VAE der Präsident immer vom größten Emirat Abu Dhabi gestellt.[29] Die Amtsperiode beträgt fünf Jahre, eine Begrenzung der Anzahl der Amtsperioden gibt es jedoch nicht.[30] Minister­präsident ist seit 2006 Scheich Mohammed bin Rasheed Al Maktoum, welcher zugleich Herrscher des Emirats Dubai ist, und zudem die Posten des Premierministers und Vizepräsidenten innehat.[31]

Die gemäßigte, auf Ausgleich bedachte Außenpolitik und die guten Beziehungen auch zu europäischen Ländern[32] haben den VAE weltweit den Ruf eines politisch stabilen und damit sicheren (Reise-) Landes eingebracht.

2.4 WIRTSCHAFT

Die VAE haben sich innerhalb kürzester Zeit zu einem besonders dynamischen Wirtschaftsstandort entwickelt. Dieser rasante Aufschwung wurde durch die Endeckung des Erdöls und die dadurch in das Land fließenden Petrol-Dollars begünstigt. So betrug das Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen im Jahr 2007 umgerechnet ca. 170 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von mehr als 9 Prozent entspricht.[33] Jedoch trägt nicht jedes Emirat in gleichem Maße zu dieser sprunghaften Entwicklung bei, da die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den sieben Emiraten doch sehr extrem sind. Lediglich die drei Erdöl exportierenden Emirate (Abu Dhabi, Dubai und Sharjah) forcieren diesen Aufschwung.

Das Land treibt in konsequenter Weise die wirtschaftliche Entwicklung, besonders die Modernisierung und Diversifizierung seiner Wirtschaft, voran. So sollen neben verbesserten Rahmenbedingungen bereits bestehende Wirtschaftszweige modernisiert und ausgebaut, aber auch neue angesiedelt werden. Im Energie­sektor sind massive Investitionen auch in alternative Energietechnologien geplant und die Standortvorteile (niedrige Energiekosten, verfügbares Kapital und Land, kaum Steuern) sollen verstärkt für die Ansiedlung von Betrieben aus der Stahl- und Aluminiumbranche genutzt werden. Ferner wird der Tourismussektor durch den Ausbau von Flughäfen, die Expansion der Airlines und den Bau von zahlreichen neuen Luxushotels massiv gefördert. Ziel dieser Bestrebungen ist es, die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes von Erdöl und –gas zu gewährleisten.[34] Dabei liegt die ökonomische Entwicklung der VAE in der Verant­wortung der einzelnen Emirate.

2.4.1 Wirtschaftfaktor Erdöl und Erdgas

Ende der 1950er Jahre wurden Erdöl und Ergasvorkommen entdeckt und ab den 60ern wurden die beiden Rohstoffe gefördert und exportiert. Bald entwickelten sie sich zum zentralen Wirtschaftsfaktor des Landes. Der Erdöl- und Erdgassektor trug in 2007 mit 37,3 Prozent zum nominalen BSP des Landes bei.[35] In den gesamten Emiraten werden ca. 98 Milliarden Barrel Rohöl vermutet, was in etwa 10 Prozent der Weltreserven entspricht. Davon entfallen auf das Emirat Abu Dhabi 92 Milliarden Barrel, auf Dubai hingegen lediglich vier Milliarden Barrel. Der geringe Rest wird von Sharjah gefördert. Auf Basis der vorhandenen Mengen und der täglichen Förderung wird davon ausgegangen, dass diese Vorräte beispiels­weise in Abu Dhabi noch mehr als 100 Jahre ausreichen, in Dubai dagegen werden die Reserven schon in etwa 10 bis 15 Jahren ausgeschöpft sein.[36] Es ist also notwendig, Alternativen für die Zeit nach dem wertvollen Rohstoff, dem „schwarzen Gold“, zu finden.

Mit der Entdeckung der Erdöl- und Erdgasressourcen und mit ihrer kommerziellen Ausbeutung haben die Emirate innerhalb weniger Jahrzehnte eine in der Welt beispiellose wirtschaftliche Entwicklung erfahren – sie haben dem Land zu Reichtum und Wohlstand verholfen. So entwickelte sich das Land innerhalb kürzester Zeit zu einem Wohlfahrtsstaat mit einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit.[37]

Allerdings erfährt die wirtschaftliche Entwicklung seit Oktober 2008 einen großen Einbruch, der seine Ursache in der Finanzkrise der USA und der durch sie ausgelösten weltweiten Rezession hat. Das Emirat Dubai ist hiervon am meisten betroffen, da es hoch verschuldet und von ausländischen Investoren abhängig ist. Die großen Baufirmen der VAE haben im gesamten Land Bauprojekte gestoppt, da internationale Investoren ihr Kapital zurückgezogen haben. Dies führt zu enormen Verzögerungen in der Fertigstellung der Projekte und hat einen weiteren wirtschaftlichen Einbruch zur Folge, von dem auch der Tourismussektor betroffen ist. Der Boom, mit dem man besonders das Emirat Dubai verbindet, hat sich bereits merklich verlangsamt. Dennoch sehen Experten keinen absoluten Absturz der Konjunktur. Statt der prognostizierten sieben Prozent Wirtschafts­wachstum in der Golfregion werden es in 2009 immerhin noch 4,5 Prozent sein. Zudem wird auch davon ausgegangen, dass das reiche Abu Dhabi das Nachbar­emirat Dubai nicht untergehen lassen wird und im Notfall finanzielle Unter­stützung leisten wird.[38]

2.4.2 Der Tourismussektor

Der Tourismus hat in den vergangenen Jahren in den VAE enorm an wirtschaftlicher Bedeutung für das Land gewonnen. Im Jahr 2008 hat der Sektor mit 22,6 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der gesamten Emirate beigetragen und knapp 50 Milliarden US-Dollar erwirt­schaftet.[39] Vor allem für Dubai ist der Tourismus ein enormer Wirtschaftsfaktor. Hier findet ein unbeschreiblich rasan­ter Ausbau des Tourismus statt und schon in 2007 trug dieser Sektor mit 18 Prozent zum BIP bei.[40] Im nördlichen Emirat RAK dagegen lag der Beitrag des Tourismussektors zum BIP gerade einmal 1,8 Prozent.[41] Daran wird deutlich, wie unterschiedlich die Bedeutung des Tourismussektors in den einzelnen Emiraten ist und wie stark die Entwicklungen differenzieren. Dennoch ist die Tourismusindustrie der VAE als Ganzes als durchaus erfolgreich anzusehen. Im Jahr 2008 durchliefen 37,4 Millionen Passagiere den Dubai International Airport, wobei in dieser Zahl auch die Transit-Reisenden berücksichtigt werden.[42] Auf dem Flughafen von Abu Dhabi konnten im selben Jahr bereits 8,9 Millionen Passagiere verzeichnet werden.[43] Beide Emirate planen den Ausbau ihrer Flug­häfen bis 2010. Unter den zahlreichen Touristen im Land finden sich Geschäftsreisende, Messe- und Kongressbesucher, Sportbegeisterte und selbstverständlich Bade- und Erholungsurlauber.

Momentan ist jedoch auch in den Emiraten ein Einbruch bzw. eine rückläufige Entwicklung im Tourismussektor für den Zeitraum 2008/09 zu spüren. Nach Angaben von Tourismusexperten im Land tragen u. a. der derzeitige schlechte Eurokurs und die allgemeine unsichere wirtschaftliche Lage, die durch die weltweite Finanzkrise bedingt ist, dazu bei, dass beispielsweise viele Europäer ihre Reisepläne verschieben. Die Hotels haben in Zeiten der Hochsaison, welche von Oktober bis April andauert, günstigere Angebote als normalerweise, denn auch sie bekommen die Auswirkungen deutlich zu spüren. Zudem sind aufgrund von Lieferverzögerungen aus der Bauindustrie zahlreiche touristische Bauprojekte vorübergehend unterbrochen worden, wodurch sich die geplante Eröffnung vieler neuer Attraktionen verschieben wird.[44] Innerhalb des vergangenen Jahres mussten entsprechende Korrekturen für die Zukunftsprognosen im Tourismus vorgenommen werden. So wurde in einer Studie des World Travel and Tourism Council für 2008 noch davon ausgegangen, dass der Sektor bis 2018 mit 23,7 Prozent zum BIP des Landes beitragen würde. In der neuesten Studie von 2009 jedoch wird bis 2019 ein Rückgang auf 17,4 Prozent erwartet. Auch bei der Anzahl der Arbeitsplätze im Tourismussektor wird eine rückläufige Entwicklung erwartet: anstelle des bisher erwarteten Anstiegs von 620.000 Jobs in 2008 auf 751.000 in 2018 wird bis zum Jahr 2019 mit einem Abbau auf nur noch 584.000 Arbeitsplätze gerechnet.[45] Eine weitergehende Betrachtung der aktuellen Situation im Tourismussektor ist dem Kapitel 8.1 DIE AUSWIRKUNGEN DER GLOBALEN WIRTSCHAFTS-KRISE AUF DIE ENTWICKLUNG IM TOURISMUSSEKTOR, S.170, zu entnehmen.

Auch wenn der Tourismus generell anhaltend zum Wohlstand und zum Wirtschaftswachstum eines Landes und im speziellen der VAE beiträgt, birgt dessen kontinuierlicher Ausbau zugleich auch immense Probleme mit sich, welche in Kapitel 6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER TOURISMUS-ENTWICKLUNG IN DEN VAE, S. 141, dargestellt werden sollen.

2.5 TRADITIONEN DER VAE

Noch heute sind die alten Traditionen der Beduinen erkennbar, in den ländlichen Regionen natürlich mehr als in den großen Metropolen. So fahren noch heute zahlreiche einheimische Familien an den Wochenenden in die Wüste, halten Kamele und praktizieren die traditionelle Falkenjagd. Auch die Herrscher der VAE haben trotz aller Moderne ihre Wurzeln nicht vergessen. Die Tourismusindustrie hat sich diese Wurzeln zu Eigen gemacht und bietet sie in Form touristischer Leistungen den Besuchern an. Seien es Ausflüge in die Wüste, die Besichtigung historischer Stätten oder Kamel- und Pferderennen, die Reiseveranstalter haben zahlreiche Pakete im Angebot, welche den Touristen einen Einblick in die Lebensweise der Emiratis geben. Allerdings wird hierbei weniger die eigentliche Tradition als vielmehr deren Vermarktung und der damit verbundene Kommerz verfolgt. Für Touristen bietet sich auf diese Weise dennoch die Möglichkeit, einen Einblick in die traditionelle Lebensart der Emiratis zu erhalten.[46]

Auch wenn das Kamel als Fortbewegungsmittel heute weitestgehend gegen Jeeps oder andere Luxuskarossen eingetauscht wurde, bleibt es dennoch ein wichtiges und nicht wegdenkbares Statussymbol. Die Kamelzucht wurde weiter betrieben, es gibt mittlerweile Rennkamele, eine Kamelklinik und selbst Kamel­milch wird in den Supermärkten zum Verkauf angeboten. Ferner dient das Kamel auch als Arbeitstier im Tourismussektor. So bieten verschiedene Reisever­anstalter des Landes Wüstentouren auf Kamelen an. Besonders interessant und ein einmaliges Erlebnis für Touristen bieten sicherlich auch die Kamelrennen, die in den Wintermonaten stattfinden.[47]

Das Araberpferd gilt als das edelste unter allen Tieren und die besondere Liebe der Herrscherfamilien und der gesamten einheimischen Bevölkerung zu dieser Rasse ist durchaus nachvollziehbar. Pferderennen, insbesondere der Dubai World Cup, ziehen zahlreiche Besucher an. Auch die Pferde-Leidenschaft des Regenten Dubais, Scheich Mohammed, wurde kommerzialisiert und in eine Einnahmequelle verwandelt: die Stallungen des Scheichs können von Touristen besichtigt werden.[48] Ferner ist eine Pferdestadt in Planung, die in einigen Jahren das neue Zuhause des königlichen Rennstalls wird und die selbstverständlich auch zahl­reiche Touristen und Pferdeliebhaber anlocken wird.[49]

Falken gelten neben Kamelen und Pferden zu den beliebtesten und edelsten Tieren auf der Arabischen Halbinsel. Mittlerweile gibt es auch schon Falken­schauen, auf denen die Tiere zum Verkauf angeboten werden und die auch zahlreiche Besucher aus der Region anziehen. Touristen können die Falkenfarmen des Landes besichtigen, die besonders bei Studien- und Kulturreisen einen beliebten Programmpunkt darstellen.[50]

2.6 VEREINBARKEIT VON TRADITION UND MODERNE

Die VAE sind ein Musterbeispiel dafür, wie in einem Land Tradition und Moderne nebeneinander existieren können. Der einheimischen Bevölkerung ist es auf bemerkenswerte Weise gelungen, die Moderne des Abendlandes anzunehmen und gleichzeitig darauf bedacht zu sein, die eigene Tradition, Kultur und Religion des Morgenlandes nicht zu vergessen.

Die Toleranz von Seiten der Emiratis gegenüber Ausländern in ihrem eigenen Land musste schon früh geübt werden. Wie bereits oben erwähnt, standen sie schon früh unter europäischem Einfluss, v. a. dem der Briten. Viele Gewohnheiten der ausländischen Mitbürger wurden akzeptiert, einige lediglich toleriert. Während man in den 1960er Jahren noch nichts von Internationalität und Luxus spüren konnte, sondern das Land noch ein einfacher Wüstenstaat war, änderte sich das Bild schlagartig mit der Entdeckung des Erdöls und dem damit einsetzenden Reichtum. Es wurde gebaut - und um bauen zu können, wurden Gastarbeiter ins Land geholt. In den neuen Geschäftskomplexen siedelten sich überwiegend europäische und amerikanische Firmen an. Die meisten Gebäude richteten sich nach westlicher Bauart, mit bemerkenswerten Hochhauskomp­lexen, riesigen Autobahnen und in die Hotels integrierten Bars und Nachtclubs. So konnte man den Touristen, Geschäftsreisenden und westlichen Gastarbeitern alle Annehmlichkeiten bieten, die sie auch zu Hause kannten.

Heute tragen die Locals ihre traditionelle Kleidung genauso selbstverständlich wie Jeans oder Designeranzüge. Genauso wird kaum auf Luxusartikel verzichtet, die durch den Ölreichtum für fast alle Einheimischen erschwinglich sind. Sie haben das Kamel gegen den Ferrari eingetauscht und tragen die Rolex-Uhr zusammen mit der Gebetskette. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour in einer der zahlreichen Malls nach amerikanischem Vorbild geht es zum Gebet in den in der Mall befindlichen Gebetsraum. Egal wo man sich befindet: überall ist es möglich, seine Religion auszuüben. Der Großteil der einheimischen Bevölkerung genießt heute ein unbeschwertes Leben hinter den hohen Mauern ihrer riesigen Villen. Bis auf das Geschäftsleben versucht man sich im privaten Bereich doch sehr von der ausländischen Bevölkerung abzuschotten, nur wenige bieten Einblick in ihr Privatleben. Die Einheimischen versuchen, ihre Traditionen und Kultur für sich bewahren.

Für den erfolgreichen Aufbau der Tourismusindustrie in den Emiraten ist diese Vereinbarkeit von Tradition und Moderne und damit auch die Offenheit der Einheimischen gegenüber Neuem eine Grundvoraussetzung gewesen. Die Emiratis haben sich bewusst dem Tourismus und damit fremden Besuchern geöffnet und dadurch auch ebenso bewusst das Einströmen anderer kultureller Werte begünstigt. Trotz des Festhaltens an traditionellen religiösen Grundsätzen können sich Touristen frei im Land bewegen und erhalten selbst Zugang zu religiösen Einrichtungen wie Moscheen.

3. DIE TOURISMUSINDUSTRIE IN DEN VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATEN

Um die aktuellen touristischen Entwicklungen in den VAE darstellen zu können, soll dieses Kapitel zunächst die Emirate als Destination vorstellen und einen allgemeinen Überblick über die internationale Tourismusindustrie generell geben. Darauf aufbauend werden die Merkmale des Tourismussektors der Vereinigten Arabischen Emirate erläutert.

3.1 REISE- UND SICHERHEITSHINWEISE DER VAE

3.1.1 Landesspezifische Sicherheitshinweise

Die VAE gelten im Mittleren Osten als eines der sichersten Länder. Sie haben eine äußerst geringe Kriminalitätsrate und Anschläge auf Touristen oder Ent­führungen gab es hier bisher nicht. Den Herrscherfamilien der Emirate ist bewusst, dass sie für die Sicherheit der Besucher sorgen müssen, wenn sie weiterhin als touristische Destination erfolgreich sein wollen.[51] In den Emiraten kann man also seinen Urlaub oder die Geschäftsreise unbeschwert genießen.

3.1.2 Allgemeine Reiseinformationen

Innerhalb der Emirate ist ein Reisen ohne Sicherheitsbedenken möglich. Aufgrund des gut ausgebauten Straßennetzes mit Autobahnen und Schnellstraßen mit guter Beschilderung und der effizienten, preiswerten Transportmöglichkeiten gestalten sich Reisen in den Emiraten überaus einfach. Gegenwärtig planen die Emirate Dubai und Abu Dhabi außerdem die Errichtung eines U-Bahn-Netzes.

Während des Fastenmonats Ramadan müssen sich Touristen jedoch auf Ein­schränkungen im öffentlichen Leben einstellen. So bleiben öffentliche Cafés und Restaurants tagsüber geschlossen und auf Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit sollte aus Respekt gegenüber dem Gastland verzichtet werden. Ausflüge gestalten sich in dieser Zeit als sehr schwierig, da touristische Sehenswürdigkeiten oftmals mehrere Stunden am Tag geschlossen sind. Die traditionellen Souqs öffnen in der Regel erst bei Einbruch der Dunkelheit und die Einkaufsmalls wirken wie ausgestorben. Innerhalb der Hotelanlagen können sich Touristen jedoch frei bewegen und auch die Restaurants sind hier ganztags geöffnet.

3.1.3 Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Derzeit erhalten u. a. deutsche Staatsbürger direkt bei der Einreise in die VAE ein Touristenvisum, welches zum Aufenthalt von 30 Tagen berechtigt. Es besteht die Möglichkeit, das Visum einmalig um 30 Tage zu verlängern.[52] Diese neue Regelung trat am 25. Dezember 2008 offiziell in Kraft. Vor Verabschiedung dieses neuen Gesetzes erhielten EU-Bürger bei Einreise direkt eine Aufenthaltserlaubnis für 60 Tage.

Zur Einreise in die VAE benötigt man einen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass. Beide müssen zum geplanten Ausreisedatum noch mindestens sechs Monate gültig ist. Die Einreise mit einem Personalausweis ist nicht möglich.[53]

3.1.4 Besondere Hinweise

Die VAE sind ein islamisches Land. Aus diesem Grund ist Alkoholkonsum nur in lizenzierten Aufenthaltshotels erlaubt. Im Emirat Sharjah ist der Alkoholkonsum gänzlich untersagt. Alkoholverstöße (z.B. Alkohol am Steuer) werden in den VAE auch für Nicht-Muslime streng, meist mit einer Haftstrafe, bestraft.[54]

Touristen sollten in jedem Fall darauf achten, dass sie sich der Kultur des Landes angemessen verhalten. Strandbekleidung ist lediglich am hoteleigenen Strand erlaubt, in der Öffentlichkeit sollten sich sowohl Frauen als auch Männer bedeckt halten und angemessene Kleidung tragen.

3.2 EINFÜHRUNG IN DIE TOURISMUS-ÖKONOMIE

3.2.1 Definition Tourismus

Der Begriff Tourismus ist heute allgegenwärtig, doch was genau versteht man eigentlich darunter? Die Tourismusdefinition der Welttourismusorganisation (WTO) ist wie folgt: „Tourismus umfasst die Aktivitäten von Personen, die an Orte außerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Geschäfts- oder bestimmten anderen Zwecken nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechung aufhalten.“[55] Der Begriff Tourismus schließt also sämtliche Vorgänge ein, die mit dem Verlassen des gewöhnlichen Aufenthaltsortes und dem Aufenthalt an einem anderen Ort verbunden sind.

Da in der späteren Analyse des Tourismussektors der VAE auch die Tourismustypen (3.3 TOURISMUSTYPEN IN DEN VAE, S. 38) berücksichtigt werden, soll hier kurz dargestellt werden, welche Formen des Tourismus es gibt und in welche Bereiche diese Formen eingeordnet werden. Der Tourismus wird durch die Zeit oder auch Reisedauer, die Entfernung des Ortes und die Motive der Reisenden, die durchaus der verschieden sein können, differenziert. Meistens bezieht sich der Gebrauch des Begriffs Tourismus auf eine mehrtägige Urlaubs- oder Erholungsreise. Geschäftsreisen werden, wie in unten stehender Grafik zu erkennen, beispielsweise nicht immer dem Tourismus zugeordnet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Erscheinungsformen des Tourismus

Quelle: Freyer, 2006, S. 3

Aus der Dauer des Aufenthalts - der Reisedauer - ergeben sich verschiedene Formen des Tourismus. So spricht man von Reisen, wenn man „[…] mindestens 5 Tage (4 Übernachtungen) bis zu einem Jahr […]“[56] Entsprechend werden Besucher, die „[…] wenigstens eine Nacht in einem Beherbergungsbetrieb oder einer Privatunterkunft am besuchten Ort verbringen“ als Touristen bezeichnet.[57] Eine Kurzreise dauert zwei bis vier Tage und unter Tagesausflügen versteht man einen Ortswechsel ohne Übernachtung[58] und Personen, die nicht am besuchten Ort übernachten, werden als Tagesbesucher bezeichnet. Dabei können die Reisenden, unabhängig von der Reisedauer, aus dem Ausland oder dem Inland kommen. Je nach Ortsaspekt des Reisens unterscheidet man folgende drei Grundformen des Tourismus:[59]

- Binnentourismus (domestic tourism): Bezieht sich auf Inländer eines gege­benen Landes, soweit diese nur innerhalb dieses Landes reisen. Zum Beispiel alle in Deutschland lebenden Personen, die innerhalb Deutschlands verreisen.
- Einreisetourismus (inbound/incoming tourism): Bezieht sich auf Ausländer, die in ein gegebenes Land reisen. Beispielsweise deutsche Touristen, die in die VAE reisen. Für die VAE stellt dies dann Einreisetourismus dar.
- Ausreisetourismus (outbound/outgoing tourism): Bezieht sich auf Inländer, die in ein anderes Land reisen. Beispielsweise in den VAE lebende deutsche Staatsbürger, die ihren Sommerurlaub in Deutschland verbringen. Für die VAE stellt dies Ausreisetourismus dar.
Durch die Kombination dieser drei Grundformen des Tourismus ergeben sich folgende Tourismuskategorien:[60]
- Inlandstourismus (internal tourism): Umfasst den Binnentourismus sowie den Einreisetourismus. Auf die VAE übertragen stellt dies den im Land stattfindenden Tourismus dar, umfasst also die im Inland (VAE) lebende Bevölkerung (Emiratis, Deutsche etc.), die innerhalb der VAE verreisen sowie Personen mit Wohnsitz außerhalb der Emirate (z.B. Deutsche), die ihren Urlaub in den VAE verbringen.
- Nationaler Tourismus (national tourism): Umfasst den Binnentourismus so­wie den Ausreisetourismus. Am Beispiel der Emirate handelt es sich hier also um Reisen der im Inland (VAE) lebenden Bevölkerung (Emiratis, Deutsche etc.) innerhalb der VAE sowie um Reisen der in den VAE lebenden Bevölkerung, die ihren Urlaub in einem andern Land verbringen.
- Internationaler Tourismus (international tourism): Umfasst den grenzüber­schreitenden Einreise- und Ausreisetourismus. Hierbei handelt es sich also um Ausländer (z.B. Deutsche), die ihren Urlaub in den VAE verbringen bzw. um Inländer (Emiratis), die ihren Urlaub in einem anderen Land als den VAE verbringen.

3.2.2 Einflussfaktoren auf die Tourismusnachfrage und das Touris­musangebot

Sowohl die touristische Nachfrage als auch das touristische Angebot unterliegen gleichermaßen verschiedenen Einflussfaktoren. Hierbei spielen insbesondere die gesellschaftlichen, ökologischen, ökonomischen und staatlichen Einflüsse eine wichtige Rolle. Anhand der Destination VAE sollen diese im Folgenden näher erläutert werden.

Gesellschaftliche Einflüsse

Das touristische Angebot hängt beispielsweise von den Wertvorstellungen und Normen, der Kultur und Tradition sowie von der Sozialstruktur und dem Freizeitverhalten der Tourismusdestination ab. Dabei ist festzustellen, dass „[…] freizeitorientierte Gesellschaften […] touristischen Angeboten aufgeschlossener gegenüber [stehen] als stark traditionell ausgerichtete und relativ abgeschlossene Gesellschaften.“[61] Die VAE sind als muslimisches Land stark geprägt von religiösen Traditionen und Wertvorstellungen, was auch ein Grund dafür war, dass zu Beginn die einheimische Bevölkerung dem Tourismus skeptisch gegenüber stand. Noch heute werden in den sieben Emiraten Unterschiede hinsichtlich der Einstellung gegenüber dem Tourismus deutlich: So öffnete sich Sharjah als erstes der sieben Emirate dem Tourismus, allerdings wurde von den Verantwortlichen bald erkannt, dass Touristen auch Schattenseiten mit ins Land bringen, u. a. ausgelöst durch Alkoholkonsum. Daher herrscht heute in ganz Sharjah ein absolutes Alkoholverbot, was für einige Touristen sicherlich ein Grund ist, nicht in dieses Emirat zu reisen.

Allerdings kann man sagen, dass die VAE dem Tourismus im Allgemeinen sehr offen gegenüberstehen. So umfasst das touristische Angebot, trotz islamischer Traditionen, sämtliche Annehmlichkeiten, die sich ein Tourist nur wünschen kann: Die Strandressorts verfügen über schöne Privatstrände an denen Touristen ohne Probleme ein Sonnenbad genießen können, in den Restaurants und Hotels wird Alkohol ausgeschenkt, Nachtclubs wurden eröffnet. Wenngleich nicht die gesamte emiratische Bevölkerung hinter diesem Tourismuskonzept steht, wird es von den Verantwortlichen doch durchgeführt, wohl wissend, dass - hielte man strikt an althergebrachten gesellschaftlichen Normen fest - ein erfolgreicher Auf- und Ausbau des Tourismussektors im Land nicht möglich gewesen wäre.

Umwelteinflüsse

Die natürlichen Gegebenheiten des Gastlandes, wie Klima, Landschaft, geogra­fische Lage sowie Tier- und Pflanzenwelt haben ebenfalls Einfluss auf das touristische Angebot und damit auch auf die Nachfrage. Teilweise kann man zu diesem Bereich auch die allgemeine Infrastrukturentwicklung zählen, die Grundvoraussetzung für eine touristische Entwicklung ist.[62] So bieten die VAE mit Meer, Strand, Wüste, Bergen, aber auch Metropolen ein abwechslungsreiches Landschaftsbild, welches verschiedene Formen des Touris­mus ermöglicht, und das sogar - aufgrund des milden Klimas - in den Winter­monaten. Eine touristische Entwicklung war dank des hervorragenden Ausbaus der touristischen Infra­struktur im ganzen Land möglich.

Wirtschaftliche Einflussfaktoren

Der Tourismussektor ist ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Ökonomie und des internationalen Handels. Entsprechend haben auch nationale und internationale wirtschaftliche Entwicklungen einen maßgeblichen Einfluss auf das touristische Angebot und die touristische Nachfrage, beispielsweise Einkommensänderungen im Reise- oder Heimatland, Wechselkursänderungen und die Ölpreisentwicklung.[63] Wirtschaftlich schlechte Zeiten machen sich sehr kurzfristig in der Tourismusindustrie bemerkbar und wie bereits erwähnt, sind die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Bankenkrise derzeit auch in den VAE zu spüren. Der momentan schlechte Wechselkurs des Euros hält viele Europäer, besonders auch Deutsche, vom Reisen allgemein und auch in die Emirate ab, denn der Urlaub wird durch die Ausgaben, die vor Ort in der Landeswährung zu dem schlechten Euro-Kurs getätigt werden, unweigerlich teurer.

Staatliche Einflüsse

Zunehmend beeinflusst wird das touristische Angebot eines Landes auch von allgemeinen Bestimmungen wie Freizügigkeit, Gesetzgebungen, Pass- und Zollvorschriften, und den internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Ländern.[64]

Diese Einflüsse auf das touristische Angebot stellen sich in den einzelnen Emiraten teilweise ganz unterschiedlich dar. So ist in Sharjah die Freizügigkeit im Vergleich zu Dubai eingeschränkter. Das nördlichere, doch recht konservative Emirat bietet beispielsweise keinen Alkohol an - während man im Nachbaremirat Ajman sogar ohne die normalerweise notwendige Alkohollizenz diesen problemlos käuflich erwerben kann. Dubai auf der anderen Seite bietet den Touristen sämtliche Annehmlichkeiten eines „westlichen Lebensstils“.

Auch haben sich die Emirate als Reiseziel bei vielen Touristen durch ihr unproblematisches Einreiseprozedere beliebt gemacht. Zudem wirkt sich das hervorragend entwickelte Gesundheitswesen positiv auf die Reiseentscheidung von Touristen aus, denn diese bevorzugen die Reise in ein gesundheitlich stabiles Land, das im Notfall auch eine einwandfreie medizinische Versorgung gewährleisten kann. Besonders wichtiges Kriterium für die Reiseentscheidung von Touristen ist die Sicherheit eines Landes, gerade bei Reisen in arabische Länder. Die Angst vor terroristischen Übergriffen besteht und ist auch gerechtfertigt. Aus zahlreichen arabischen Ländern werden immer wieder negative Schlagzeilen über Entführungen oder Anschläge auf touristische Einrichtungen gemeldet. Nicht so in den Emiraten, sie gelten als eines der sichersten Reiseziele weltweit.[65] Positiv beeinflusst wird diese sichere Lage auch dadurch, dass die Emirate zu diversen westlichen Ländern gute internationale politische und wirtschaftliche Beziehungen pflegen und sich in Konflikten neutral verhalten.

3.2.3 Die Entwicklung des Reisens – Epochen im Tourismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Epochen im Tourismus

Quelle: Freyer, 2006, S. 10

Die in obiger Tabelle aufgezeigten Epochen der Entwicklung des Reisens kann man auf die Entwicklung des Tourismus in den VAE übertragen, wenn auch die einzelnen Phasen der Tourismusentwicklung nicht ganz denen der VAE entsprechen. Unter Berücksichtung der oben aufgeführten Tourismusdefinitionen zählten im Gebiet der heutigen VAE sicherlich bereits die Eroberungszüge des islamischen Weltreiches ab dem frühen 7. Jahrhundert zur Vorphase des Tourismus, genauso wie der Einmarsch der Portugiesen und Briten auf dem Seeweg bis ins 18. Jahrhundert hinein. Ferner unternahmen zahlreiche Gläubige seit der Gründung des Islam Pilgerreisen nach Mekka und Händler aus dem Landesinneren mussten an die Küste wandern um dort ihre Waren gegen andere eintauschen zu können. Transportmittel waren damals auf dem Seeweg Schiffe, und an Land bewegten sich die Menschen überwiegend zu Fuß oder auf dem Kamel fort.

Während im europäischen Raum die Anfangsphase des Tourismus mit der Entwicklung und dem Ausbau des Verkehrswesens durch die Eisenbahn datiert ins späte 19. Jahrhundert wird - siehe obige Tabelle - kann man einen solchen Fortschritt zu jener Zeit auf der Arabischen Halbinsel nicht erkennen. Noch bis heute gibt es beispielsweise kein Eisenbahnsystem, welches den Binnentourismus und Nahtourismus in erheblicher Weise fördern würde. Das Gebiet der heutigen VAE wäre für Touristen auf dem Seeweg durch Dampfschiffe erreichbar gewesen, doch begrenzten sich die Reiserouten damals auf den europäischen Raum bzw. in Richtung Westen.[66] Aufgrund fehlender Industrialisierung im arabischen Raum war zur damaligen Zeit das Gebiet der VAE lediglich für Forscher und Abendteurer wie beispielsweise Wilfried Thesiger interessant, jedoch nicht zur Erholung.[67]

Einige Emirate befinden sich momentan in der Hochphase des Tourismus bzw. versuchen durch die unglaublichen und unzähligen geplanten Projekte den Tourismus weiter auszubauen. Die Frage ist, worin die Gründe liegen, dass diese Hochphase, die in Europa bereits nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte, in den VAE erst zu Beginn des neuen Millenniums kam. Kennzeichen der Hochphase im Tourismus ist der Massentourismus bzw. organisierter oder institutionalisierter Tourismus. Diese Erscheinungsform des Tourismus wird mit modernen betriebswirtschaftlichen Methoden produziert und vermarktet.[68] Tourismus in dieser Art kann nur stattfinden, wenn ein Land einen wirtschaftlichen Aufschwung erfährt, die Einkommen steigen, die Menschen mehr Freizeit haben und die Kommunikations- und Transportmittel entsprechend entwickelt sind.[69] In Deutschland war dies nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall. Das Land erlebte einen Wirtschaftsaufschwung, die Bevölkerung hatte mehr Geld zur Verfügung und der Wunsch nach Reisen wurde größer. In den 1950er Jahren wurden erste Reiseveranstalter gegründet, die Reisen ins Ausland anboten, überwiegend in den Mittelmeerraum. Reisegebiete waren Italien und ab den 60er Jahren auch Spanien. In den 70er Jahren konnten durch die Aufnahme des Charterflugverkehrs auch erstmals Destinationen im östlichen Mittelmeer wie beispielsweise Griechenland erschlossen werden. In den 1980er Jahren wurden schließlich noch exotischere Zielgebiete wie das nördliche Afrika, Zypern und die Türkei ins Angebot aufgenommen.[70] Im Laufe der Entwicklung dieser Phase stieß der Tourismus in diesen Destinationen allerdings an seine Grenzen und sieht sich momentan mit folgenden neuen Heraus­forderungen konfrontiert.[71]

- Grenzen des touristischen Wachstums in den traditionellen Reiseländern
- Verdrängungswettbewerb national und international
- Neue Reiseziele und –formen („Diversifizierung“ des Tourismus)
- Unsicherheit und Strukturbrüche („Krisen“)

So erreichen die traditionellen Reiseländer wie Spanien, Italien oder Griechenland ihre Grenzen dahingehend, dass keine Möglichkeiten mehr bestehen, neue Hotels und touristische Projekte zu entwickeln. Die touristischen Gebiete sind überlaufen, der Massentourismus hat längst Einzug erhalten. Für interessierte und gebildete Reisende bieten diese Urlaubsgebiete nur noch wenige Attraktionen. Zudem gibt es auf dem großen, internationalen Tourismusmarkt unendlich viele Anbieter, die immer neue und zum Teil auch günstigere Produkte anbieten. Unter den Anbietern entwickelt sich so ein Verdrängungswettbewerb. Die bisherigen Märkte, also die aktuell bereisten Destinationen, bieten nichts Neues mehr, keine neuen Entdeckungen und Erkenntnisse. Dieser Trend schlägt sich in rückläufigen Gästeankünften in diesen Regionen nieder, da die Gäste in neue Destinationen abwandern.

Reisen dient längst nicht mehr nur noch der Erholung, sondern auch der Bildung. Der neue Tourist möchte seinen Horizont erweitern, neue Länder und Kulturen kennen lernen - je exotischer desto besser. Diese reiseerfahrenen und kritischen Kunden suchen neue Reiseformen wie Aktivurlaub, sanften Tourismus, Städtetourismus oder Freizeitparks. Diese „Urlaubstypen“ reagieren verstärkt auf Sport-, Kultur-, und Wellnessangebote. Ergänzend aufzuführen ist, dass Reisende immer mehr Wert auf die Sicherheit einer Destination legen. So beeinflussen Naturkatastrophen, Krankheiten und Terroranschläge in großem Maße die Reise­entscheidung der Touristen. Sämtliche Destinationen, die sich mit einer solchen Krise konfrontiert sahen, erfuhren in der Folgezeit enorme Einbrüche in der touristischen Nachfrage.[72] Diese vier Faktoren führten und führen dazu, dass die Nachfrage nach neuen Destinationen nicht enden wird und sind auch die Gründe dafür, dass die VAE als Destination in den letzten Jahren immer größere Beachtung fanden.

Noch vor wenigen Jahrzehnten - bis zur Entdeckung des Erdöls in den 1960er Jahren - zählten die VAE zu einem der zahlreichen Entwicklungsländer dieses Planeten. Laut WTO[73] liegen die „[…] touristischen Wachstumsmärkte der Zukunft […] in den ehemaligen Entwicklungs- oder Schwellenländern […]“[74], somit auch in den VAE. Vor der Entdeckung des „schwarzen Goldes“ gab es dort so gut wie keine Industrialisierung, es gab keine asphaltierten Straßen, die Bevölkerung lebte von Fischfang, Handel und wenig Landwirtschaft. Dadurch war das Land für den Tourismus gänzlich uninteressant. Erst Ende der 1960er Jahre war die Voraus­setzung für die Entwicklung einer Tourismusindustrie gegeben. Durch das Erdöl floss schnell Geld ins Land, mit dem ein Ausbau der Infrastruktur stattfinden konnte. Es wurden Straßen, Brücken und Schulen erbaut sowie ein Tele­kommunikationssystem errichtet. Der Flughafen von Dubai wurde 1960 erstmals eröffnet[75], die ersten Hotels wurden Anfang der 60er Jahre gebaut[76] und die erste einheimische Fluggesellschaft Emirates Airline wurde 1985 gegründet.[77] Sharjah öffnete sich als erstes Emirat in den 70er Jahren dem internationalen Tourismus[78], die anderen Emirate sollten bald folgen. Zudem siedelten sich schon in den 60er Jahren ausländische Firmen am Golf an und aufgrund bestehender Handels­beziehungen kam es dadurch vermehrt zu Geschäftsreisen. Die Vorraus­setzungen für die Entwicklung einer Tourismusindustrie waren damit gegeben und das Land machte sich für den internationalen Tourismus attraktiv.

[...]


[1] Vgl. Abed/ Casey/ Al Jabali, 1996, S. 9

[2] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.01.2009

[3] DTCM Population Statistic 2007

[4] Vgl. arabische Tageszeitung Al Bayan, 29. Oktober 2008, S. 12

[5] Vgl. URL: http://de.finance.yahoo.com, Einsehdatum 10.04.2009

[6] Vgl. URL: http://www.rta.ae, Einsehdatum 12.02.2009

[7] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 106; Heck, 2005, S. 20

[8] GEO Kompakt Nr. 12, 2007, S. 58

[9] Vgl. GEO Kompakt Nr. 12, 2007. S. 23

[10] Anmerkung: In diversen Quellen werden unterschiedliche Größen dieser Sandwüste genannt, sie reichen von 560.000 km² bis zu 800.000 km²

[11] GEO kompakt Nr. 12, 2007, S. 58

[12] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 108

[13] Vgl. Wöbcke, 2007, S. 16

[14] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 108

[15] Vgl. Wöbcke, 2007, S 18 ff.

[16] Vgl. Wöbcke, 2007, S. 20 f.

[17] Quelle: Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 136

[18] Vgl. Bibby, Dilmun, 1973, S. 75

[19] Vgl. Heard-Bey, 1996, S. 19 ff.

[20] Vgl. Heard-Bey, 1996, S. 19 ff.

[21] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 142 ff.; DuMont Reiseführer, 2005, S. 31 ff.

[22] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 149-151

[23] Vgl. URL: http://www.auswaeriges-amt.de, Einsehdatum 23.01.2009

[24] Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 155

[25] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 156

[26] Die Trucial States setzten sich aus den sieben Staaten der VAE zusammen und wurden unter britischem Protektorat im 19. und 20. Jahrhundert geführt. Ziel war es, die teilweise verfeindeten Scheichtümer unter britischer Führung zu vereinen.

[27] Vgl. Heard-Bey, 1996, S. 105 ff.

[28] Vgl. Abed/ Casey/ Al Jabali, 1996, S. 9

[29] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.01.2009

[30] Vgl. Abed/ Casey/ Al Jabali, 1996, S. 14

[31] Vgl. Kabasci/ Oldenburg/ Franzisky, 2007, S. 157

[32] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.01.2009

[33] Vgl. UAE Yearbook – Economy, 2008, S. 67

[34] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 24.01.2009

[35] UAE Yearbook – Economy, 2008, S. 67

[36] Vgl. Kabasci/Oldenburg/Franzisky, 2007, S. 167

[37] Vgl. Dubai Strategic Plan 2015, S. 16

[38] Vgl. URL: http://www.handelsblatt.com, Einsehdatum 24.04.2009

[39] Vgl. WTTC, The 2008 T&T Economic Research UAE, S. 3

[40] Vgl. UAE Report 2008 Dubai, S. 168

[41] Vgl. UAE Report 2008 Ras Al Khaimah, S. 68

[42] Vgl. Gale, The National, 25. Januar 2009, S. 23

[43] Vgl. URL: http://www.abudhabiairport.ae, Einsehdatum 11.03.2009

[44] Von der Verfasserin durchgeführte Interviews mit Reiseveranstaltern und Tourismusexperten vor Ort: Abschrift siehe beiliegende CD

[45] Vgl. The 2008 T&T Economic Research UAE, S. 3, The 2009 T&T Economic Research UAE, S. 3

[46] Vgl. URL: http://www.desertadventures.com, Einsehdatum 26.03.2009

[47] Vgl. URL: http://www.emiratesracing.com, Einsehdatum 27.02.2009

[48] Vgl. URL: http://www.godolphin.com, Einsehdatum 24.03.2009

[49] Vgl. URL: http://www.meydan.ae, Einsehdatum 24.03.2009

[50] Vgl. URL: http://www.studienreisen-bock.de, Einsehdatum 24.03.2009

[51] Vgl. Al-Fil, Dubai Magazin, Ausg. 03/06, S. 31 f.

[52] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.02.2009

[53] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.02.2009

[54] Vgl. URL: http://www.auswaertiges-amt.de, Einsehdatum 23.02.2009

[55] Freyer, 2006, S. 2

[56] Freyer, 2006, S. 2

[57] Freyer, 2006, S. 5

[58] Vgl. Freyer, 2006, S. 2

[59] Freyer, 2006, S. 6

[60] Vgl. Freyer, 2006, S. 6

[61] Freyer, 2006, S. 123

[62] Vgl. Freyer, 2006, S. 123

[63] Vgl. Freyer, 2006, S. 123

[64] Vgl. Freyer, 2006, S. 124

[65] Vgl. Blanke/ Chiesa, 2008, S. 76

[66] Vgl. John, WS 06/07, S. 18

[67] Vgl. Maitland, 2007, S. 57 ff.

[68] Vgl. Freyer, 2006, S. 15

[69] Vgl. Freyer, 2006, S. 15

[70] Vgl. John, WS 06/07, S. 2

[71] Freyer, 2006, S. 16

[72] Vgl. John, WS 06/07, S. 6

[73] World Tourism Organisation

[74] Freyer, 2006, S. 17

[75] Vgl. Abed/Casey/Al Jabali, 1996, S. 12

[76] Vgl. Abed/Casey/Al Jabali, 1996, S. 2

[77] Vgl. Dubai Magazin, Ausg. 03/07, S. 24

[78] Vgl. URL: http://www.sharjahtourism.ae/en, Einsehdatum 12.03.2009

Details

Seiten
221
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836636018
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227206
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften München – Tourismus, Hospitality Management
Note
1,0
Schlagworte
tourismusindustrie marketing leistungsträger geschäftsreisetourismus sicherheit

Autor

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Titel: Die Vereinigten Arabischen Emirate - Destination mit Zukunft oder Illusion?