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Aktueller Stand der Eingangserfassung und Datenverwendung durch RFID im Rahmen von Efficient Consumer Response im Einzelhandel

Diplomarbeit 2009 134 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Grundlegende Begriffe der Arbeit
1.4.1 Begriffserklärung Eingangserfassung
1.4.2 Begriffserklärung Datenverwendung
1.4.3 Begriffserklärung Handel
1.4.3.1 Handel im funktionellen und institutionellen Sinne
1.4.3.2 Groß- und Einzelhandel

2 Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation (RFID)
2.1 Begriffserklärung RFID
2.2 Entwicklung RFID
2.3 Einordnung und Komponenten von RFID
2.3.1 Einordnung von RFID in die automatischen Identifikationssysteme
2.3.1.1 Barcode
2.3.1.2 Optical Character Recognition
2.3.1.3 Magnetstreifen
2.3.1.4 Biometrische Verfahren
2.3.1.5 Chipkarten
2.3.2 Komponenten von RFID
2.3.2.1 Transponder
2.3.2.2 Bauformen
2.3.2.3 Schreib- und Lesegerät
2.3.2.4 Antenne
2.3.2.5 Energieversorgung
2.3.2.6 Frequenzen
2.3.2.7 Standardisiertes Datenkonzept
2.4 Bewertung RFID
2.4.1 Vorteile RFID
2.4.1.1 Kontaktlose Datenübertragung
2.4.1.2 Pulkerfassung
2.4.1.3 Speicherkapazität und Wiederbeschreibbarkeit der
Funketiketten
2.4.1.4 Tracking und Tracing
2.4.1.5 Unempfindlichkeit der Funketiketten
2.4.2 Nachteile RFID
2.4.2.1 Mangelhafte Normierung von Kommunikations- und
Systemstandards
2.4.2.2 Datenschutzrechtliche Bedenken
2.4.2.3 Kosten der Funketiketten
2.4.2.4 Entsorgung und Deaktivierung der RFID Tags
2.4.2.5 Physikalische Einschränkungen
2.4.3 Abschließende Bewertung durch Gegenüberstellung von Vor- und
Nachteilen
2.5 RFID als Technologie zur Rationalisierung von Prozessen im
Einzelhandel
2.5.1 Überblick über den Einsatz mit RFID in Prozessen des
Einzelhandels
2.5.2 Prozess der automatisierten Wareneingangserfassung durch RFID
und Verwendung der erfassten Eingangsdaten als
Untersuchungsgegenstand der Arbeit

3 Eingangserfassung durch RFID
3.1 Vergleichende Gegenüberstellung der Formen der Eingangserfassung
3.1.1 Eingangserfassung ohne RFID
3.1.1.1 Warenannahme ohne RFID
3.1.1.1.1 Befugtes Personal zur Warenannahme
3.1.1.1.2 Identifizierung der Ware
3.1.1.1.3 Qualitative Kontrolle
3.1.1.1.3.1 Optische Prüfung der Ware
3.1.1.1.3.2 Stichprobenüberprüfung der Ware
3.1.1.1.4 Quantitative Kontrolle
3.1.1.1.4.1 Mengenmäßige Erfassung der Waren
3.1.1.1.4.2 Abgleich der Liefer- mit den Bestelldaten
3.1.1.1.4.3 Retouren
3.1.1.1.5 Verarbeitung der Eingangsdaten ohne RFID
3.1.2 Eingangserfassung mit RFID
3.1.2.1 Warennahme mit RFID
3.1.2.1.1 Befugtes Personal zur Warenannahme
3.1.2.1.2 Identifizierung der Ware
3.1.2.1.3 Qualitative Kontrolle
3.1.2.1.3.1 Optische Prüfung der Ware
3.1.2.1.3.2 Stichprobenüberprüfung der Ware
3.1.2.1.4 Quantitative Kontrolle
3.1.2.1.4.1 Mengenmäßige Erfassung der Waren
3.1.2.1.4.2 Abgleich der Liefer- mit den Bestelldaten
3.1.2.1.4.3 Retouren
3.1.2.1.5 Verarbeitung der Eingangsdaten mit RFID
3.2 Verbesserungsmöglichkeiten der Wareneingangserfassung durch
Einsatz von RFID
3.2.1 Abzuleitende Verbesserungspotentiale bei der Warennahme
3.2.1.1 Identifizierung der Ware
3.2.1.2 Qualitative Kontrolle
3.2.1.2.2 Stichprobenüberprüfung der Ware
3.2.1.3 Quantitative Kontrolle
3.2.1.3.1 Mengenmäßige Erfassung der Waren
3.2.1.3.2 Abgleich der Lieferdaten
3.2.1.3.3 Retouren
3.2.1.4 Verbesserungsmöglichkeiten bei der Verarbeitung der
Eingangsdaten

4 Möglichkeiten der Verwendung der mit RFID erfassten Daten für die
Ziele von Efficient Consumer Response
4.1 Qualitative Verbesserungen der unternehmensinternen
Wertschöpfungsprozesse und der Kundenorientierung mit RFID
4.1.1 Qualitative Verbesserungen der unternehmensinternen
Wertschöpfungsorientierung mit Radio Frequenz Identifikation
4.1.1.1 Schnellere Verfügbarkeit, Genauigkeit und Fehlerfreiheit von
Informationen
4.1.1.2 Prozessrationalisierung mit der Folge von Kostensenkungen
4.1.1.3 Vermeidung von Überbeständen und Bestandslücken
4.1.1.4 Verbesserung der Qualitätskontrolle
4.1.1.5 Schutz vor Diebstahl
4.1.2 Qualitative Verbesserungen der Kundenorientierung mit RFID
4.1.2.1 Verbesserung der Sortimentsbildung
4.1.2.2 Verbesserung der Warenverfügbarkeit
4.1.2.3 Optimierung des Preisniveaus
4.2 Qualitative Verbesserungen der unternehmensübergreifenden
Wertschöpfungsprozesse und der Kundenorientierung mit RFID
4.2.1 Qualitative Verbesserungen der unternehmensübergreifenden
Wertschöpfungsprozesse mit RFID
4.2.1.1 Verbesserung des Warenflusses
4.2.1.1.1 Vermeidung von Überbeständen und Bestandslücken
4.2.1.1.2 Prozessrationalisierung mit der Folge von
Kostensenkungen
4.2.1.1.3 Verbesserung der Lieferbereitschaft und
Produktverfügbarkeit
4.2.1.2 Verbesserung des Informationsflusses
4.2.1.3 Verbesserung des Zahlungsflusses
4.2.2. Qualitative Verbesserungen der Unternehmensübergreifenden
Kundenorientierung mit Radio Frequenz Identifikation
4.2.2.1 Point of Sales Daten als Grundlage der Sortimentsoptimierung
4.2.2.2 Optimierung der Verkaufsförderung mittels Daten der Radio
Frequenz Identifikation
4.3 Quantitative Auswirkungen des RFID Einsatzes auf den
Unternehmenserfolg und den Erfolg der gesamten Wertschöpfungskette
4.3.1 Quantitative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg
4.3.1.1 Steigerung von Umsatz und Ertrag
4.3.1.1.1 Steigerung des Umsatzes
4.3.1.1.2 Steigerung der Verkaufsflächenproduktivität
4.3.1.1.3 Steigerung des Lagerumschlages
4.3.1.1.4 Steigerung der Handelsspanne
4.3.1.1.5 Steigerung des Deckungsbeitrags
4.3.1.2 Reduzierung der Kapitalbindung und der Handlungskosten
4.3.1.2.1 Reduzierung der Kapitalbindung
4.3.1.2.2 Reduzierung der Transportkosten
4.3.1.2.3 Reduzierung der Lagerkosten
4.3.1.2.4 Reduzierung der Personalkosten
4.3.1.2.5 Reduzierung der Bestandsabschreibung und
Inventurdifferenzen
4.3.1.2.6 Reduzierung der Werbekosten
4.3.1.3 Steigerung der Rentabilität
4.3.1.3.1 Steigerung des Ergebnisses
4.3.1.3.2 Steigerung der Umsatzrentabilität
4.3.1.3.3 Steigerung der Kapitalrentabilität
4.3.2 Quantitative Auswirkungen auf den Erfolg der Wertschöpfungskette
4.3.2.1 Möglichkeiten zur Steigerung von Umsatz und Ertrag
4.3.2.2 Kosteneinsparungspotentiale
4.3.2.3 Mögliche negative Auswirkungen auf die Kostenhöhe bei
einzelnen Gliedern der Wertschöpfungskette

5 Empirische Untersuchung der Wareneingangserfassung und
Datenverwendung auf RFID–Basis
5.1 Ableitung der Thesen der empirischen Untersuchung
5.2 Design der empirischen Untersuchung
5.2.1 Bestimmung der Erhebungsmethode
5.2.2 Bestimmung der Grundgesamtheit, des Auswahlverfahrens und der
Stichprobe
5.2.3 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
5.2.4 Personelle und zeitliche Untersuchungsplanung
5.2.5 Methoden der Datenanalyse
5.2.6 Methodenkritik
5.3 Durchführungsbericht der Untersuchung
5.3.1 Ablauf der Untersuchung
5.3.2 Ungeplante Abweichungen
5.4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.4.1 Darstellung der Ergebnisse
5.4.2 Interpretation der Ergebnisse
5.4.3 Beantwortung der Untersuchungsthesen

6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit
6.2 Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Radio Frequenzidentifikation
im Einzelhandel

Anlagenverzeichnis

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Automatische Identifikationssysteme

Abbildung 2: Ein- und zweidimensionaler Barcode

Abbildung 3: Zusammensetzung eines RFID Transponder (Smart Label)

Abbildung 4: RFID Lesegerät

Abbildung 5: EPC Code

Abbildung 6: Zeitvergleich - Inventur mit und ohne RFID

Abbildung 7: Material- und Informationsfluss im Wareneingang nach ZVEI

Abbildung 8: Zeitvergleich der Warenerfassung mit und ohne RFID

Abbildung 9: Aufbau Kapitel vier

Abbildung 10: Ursachen für Out of Stock durch die Filiale

Abbildung 11: Reaktion auf Out of Stock

Abbildung 12: Gesamtaufwendungen für Inventurdifferenzen und Prävention

Abbildung 13: Increasing Variability of Orders up to the Supply Chain

Abbildung 14: Lagerkosten im Detail

Abbildung 15: DuPont-System of Financial Control

Abbildung 16: DuPont-System of Financial Control – Ergebnisse zur
Steigerung der Rentabilität

Abbildung 17: Phasen der empirischen Untersuchung

Abbildung 18: Auswahlverfahren

Abbildung 19: Verteilung der versendeten Fragebögen

Abbildung 20: Branchenverteilung

Abbildung 21: Befragung zum Einsatz von RFID in Unternehmen

Abbildung 22: Gründe gegen eine Implementierung von RFID

Abbildung 23: Zielsetzungen mit RFID

Abbildung 24: Einsatz von Transponderarten

Abbildung 25: Ebenen des Transpondereinsatzes

Abbildung 26: Gegenwärtige Techniken der Warenerfassung im
Wareneingang

Abbildung 27: Gründe gegen einen Einsatz im Wareneingang

Abbildung 28: Gründe für einen Einsatz von RFID im Wareneingang

Abbildung 29: Ziele von RFID im Wareneingang

Abbildung 30: Einsatz von RFID am POS

Abbildung 31: Ziele von RFID am POS

Abbildung 32: Datenerhebung am POS

Abbildung 33: Entscheidung über die Datenverwendung

Abbildung 34: Relativer Anteil an Kooperationsbeziehungen

Abbildung 35: RFID Kreislauf

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Biometrische Merkmale nach aktiven und passiven Merkmalen

Tabelle 2: Nutzenpotenziale von RFID-Systemen aus Handelssicht

Tabelle 3: Vergleich der Wareneingangserfassung mit und ohne RFID

Tabelle 4: Preisobergrenzen für passive Transponder

Tabelle 5: Preisobergrenzen für aktive Transponder

Tabelle 6: Einsatz von RFID im Wareneingang

Tabelle 7: Art der Datenerhebung

Tabelle 8: Äußerungen zur Verbundwirkung

Tabelle 9: RFID Implementierung entlang der Wertschöpfungskette

Tabelle 10: Kurzfassung der Untersuchungsthesen

1 Einleitung

1.1 Problemstellung der Arbeit

Die Konsumgüterindustrie und der Handel betrachten die Radio Frequenz Identifikation (RFID) als neue Schlüsseltechnologie zur Ablösung des Barcodes. Das Nutzenpotenzial dieser Identifikationstechnologie geht weit über die Möglichkeiten hinaus, was ein Barcode je im Stande wäre zu leisten. So können gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise durch die Radio Frequenz Identifikation Rationalisierungen vorgenommen werden, die zu Einsparungen führen und so die Folgen von Absatzverlusten abmildern. Die erste Maßnahme vieler Unternehmen ist hierbei die Überprüfung der eigenen Prozesse mit dem Ziel, Kostensenkung zu erreichen. Die Radio Frequenz Identifikation ermöglicht es, die Transparenz und Effizienz eines Unternehmens und der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern. So kann unter anderem durch die Radio Frequenz Identifikation die Warenverfügbarkeit für den Kunden verbessert werden, aufgrund der durchgehenden transparenten Visibilität von Beständen. Ferner können Prozesse im Wareneingang schneller und präziser durchgeführt werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Handelsunternehmen wie Metro, Wal-Mart und Tesco darauf drängen die Radio Frequenz Identifikation sowohl in ihrem eigenen Unternehmen als auch entlang ihrer Versorgungskette zu implementieren. Diesbezüglich erhebt z. B. Wal-Mart von jedem seiner Lieferanten eine Servicegebühr von 2 US Dollar für jede Palette, die angeliefert wird und keinen RFID Transponder enthält[1].

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Radio Frequenz Identifikation im Hinblick auf eine Verbesserung der Wareneingangserfassung im Einzelhandel darzustellen. Hierbei soll aufgezeigt werden, welchen Betrag die Radio Frequenz Identifikation dazu leisten kann, Prozesse innerhalb des Wareneingangs zu rationalisieren bzw. automatisieren und zu beschleunigen.

Darüber hinaus soll der Einfluss und der Mehrwert der Radio Frequenz Identifikation auf die qualitativen Wertschöpfungsprozesse eines Unternehmen und auf die gesamte Wertschöpfungskette sowie deren quantitativen Auswirkungen analysiert werden. Daraus ableitend wird aufgezeigt, welche monetäreren Auswirkungen dies für ein Unternehmen und die gesamte Wertschöpfungskette haben.

1.3 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in einen theoretischen (Kapitel zwei, drei und vier) und einen empirischen Teil (Kapitel fünf).

Im ersten Kapitel wird die Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit definiert. Darüber hinaus wird der Aufbau der Arbeit dargestellt und die wesentlichen Begriffe dieser Arbeit erläutert.

Das zweite Kapitel gibt eine Einführung in die Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation. Dabei werden verschiedene Arten automatischer Identifikationssysteme und die Bestandteile eines Radio Frequenz Identifikationssystems vorgestellt. Darauf aufbauend wird eine Bewertung der Technologie vorgenommen und durch einen Überblick über die Rationalisierungsmöglichkeiten von Prozessen im Einzelhandel abgeschlossen.

Im dritten Kapitel wird ein beispielhafter Vergleich des Wareneingangsprozesses ohne und mit Verwendung der Radio Frequenz Identifikation dargestellt, sowie Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die sich daraus ergeben.

Das vierte Kapitel beschreibt die Möglichkeiten der Verwendung der mit der Radio Frequenz Identifikation erfassten Daten für die Ziele von Efficient Consumer Response. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf die unternehmensinternen und wirtschaftsstufenübergreifenden qualitativen sowie quantitativen Verbesserungen durch die Radio Frequenz Identifikation.

Im fünften Kapitel wird anhand einer empirischen Untersuchung, der aktuelle Stand der Wareneingangserfassung im Einzelhandel, erfasst und dargestellt.

Abschließend werden im sechsten Kapitel die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Radio Frequenz Identifikation im Einzelhandel vorgenommen.

1.4 Grundlegende Begriffe der Arbeit

Bevor im Einzelnen auf die Thematik der Arbeit eingegangen wird, erfolgen zunächst einige Definitionen der erforderlichen Begrifflichkeiten, um ein gemeinsames Verständnis der Arbeit herbeizuführen. Die Begriffserklärung der Radio Frequenz Identifikation wird, aufgrund ihrer Bedeutsamkeit, im Anschluss an dieses Kapitel vorgenommen.

1.4.1 Begriffserklärung Eingangserfassung

Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt, neben der Datenverwendung, auf der Wareneingangserfassung mit Hilfe der Radio Frequenz Identifikation[2]. Demnach soll unter dem Begriff der Eingangserfassung, sowohl der Prozess der physischen Warenannahme als auch der Wareneingangskontrolle und den damit verbundenen Subprozessen, verstanden werden. Die Eingangserfassung erstreckt sich im Rahmen der Arbeit von der Warenannahme und -identifizierung, über deren qualitative und quantitative Überprüfung bis hin zur Verarbeitung der Wareneingangsdaten.

1.4.2 Begriffserklärung Datenverwendung

Der Begriff der Datenverwendung soll in der vorliegenden Thematik als Möglichkeit der Datenverwertung, die sich aus dem Prozess der Eingangserfassung mittels Radio Frequenz Identifikation ergibt, verstanden werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Verwendung der ermittelten Eingangsdaten zur Verbesserung der Effizienz und Kundenorientierung sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend.

1.4.3 Begriffserklärung Handel

1.4.3.1 Handel im funktionellen und institutionellen Sinne

Der Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution, die sogenannte „Katalogkommission“ definiert Handel im funktionellen, institutionellen Sinne wie folgt:

„Handel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelsware), von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an Dritte absetzten. In der Praxis wird der Begriff im Allgemeinen auf den Austausch von Sachgütern, noch häufiger auf den Austausch von beweglichen Sachgütern eingeschränkt.“[3]

Analog zur dieser Definition soll für den Handel im institutionellen Sinne gleichfalls der Katalogkommission gefolgt werden:

„Handel im institutionellen Sinne – auch als Handelsunternehmung oder Handelsbetrieb bezeichnet – umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Handel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist.“[4]

1.4.3.2 Groß- und Einzelhandel

Groß- und Einzelhandel unterscheiden sich im Wesentlichen durch den Absatz gegenüber den eingebundenen Wirtschaftssubjekten[5]. Dabei lassen sich Groß- und Einzelhandel gleichfalls sowohl im funktionellen als auch im institutionellen Sinne abgrenzen:

Großhandel:

„Großhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), vom Hersteller oder anderen Lieferanten beschaffen und an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (z.B. Behörden, Bildungsstätten) oder an sonstige Institutionen (z. B. Kantinen, Vereine), soweit es sich nicht um private Haushalte handelt, absetzen.“[6]

Hierbei spielen weder die Anzahl der abgenommenen Waren, noch der wertmäßige Betrag eine wesentliche Rolle, sondern allein die Absicht einer gewerblichen Verwendung[7].

„Großhandel im institutionellen Sinne, auch als Großhandelsunternehmung, Großhandelsbetrieb oder Großhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Großhandel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist.“[8]

Einzelhandel:

„Einzelhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren) von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an private Haushalte absetzen.“[9]

Zum Begriff der privaten Haushalte werden zum einen Endverbraucher, bei Verbrauchsgütern wie bspw. Lebensmitteln und zum anderen Endgebraucher, bei Gebrauchsgütern wie bspw. Fernsehern und Waschmaschinen zugeordnet.

„Einzelhandel im institutionellen Sinne, auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzelhandelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Einzelhandel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist.“[10]

Nachdem die wesentlichen Begrifflichkeiten in dieser Arbeit erläutert und abgegrenzt wurden, werden im nächsten Kapitel die Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation vorgestellt.

2 Grundlagen der Radio Frequenz Identifikation (RFID)

In Anlehnung an die in Kapitel 1.4 aufgeführten Begriffserklärungen wird anlog dazu der Begriff der Radio Frequenz Identifikation erläutert und dessen geschichtlicher Hintergrund dargestellt. Anschließend werden verschiedene automatische Identifikationssysteme sowie die Komponenten der Radio Frequenz Identifikation vorgestellt. Ferner werden die Vor- und Nachteile der Technologie erörtert und darauf aufbauend einer Bewertung unterzogen. Abschließend werden beispielhaft verschiedene Rationalisierungsformen der Radio Frequenz Technologie aufgezeigt.

2.1 Begriffserklärung RFID

Unter Radio Frequenz Identifikation wird der kontaktlose Datenaustausch mittels Radiowellen zwischen einem Datenträger (auch Transponder bzw. Tag genannt) und einem Lesegerät verstanden[11]. Dabei ermöglicht die Radio Frequenz Identifikation die Kennzeichnung nahezu aller Arten von Objekten und deren eindeutige Identifikation. Ferner kann die Technologie dazu eingesetzt werden, den Warenfluss entlang der Wertschöpfungskette lückenlos zu verfolgen.[12] Eine optische Erfassung wie sie bei einem Barcode erforderlich ist, ist hierbei nicht notwendig.[13]

Auf die genaueren technischen Hintergründe der Radio Frequenz Identifikation wird explizit im Rahmen dieser Arbeit verzichtet, da eine tiefgründige Analyse der Technik den Rahmen dieser Arbeit übersteigen würde. Vielmehr werden nur die wesentlichen Erläuterungen, die zum Verständnis der Radio Frequenz Technologie beitragen, vorgenommen. Bei weiterem Interesse wird auf die einschlägige Literatur verwiesen (Finkenzeller, Gillert/Hansen, Bhuptani/Maradpour). Im weiteren Verlauf der Arbeit, wird aufgrund der Lesefreundlichkeit, der Begriff der Radio Frequenz Identifikation mit RFID abgekürzt.

2.2 Entwicklung RFID

Die historische Entwicklung der RFID Technologie geht bis 1930 zurück. Das Britische Militär ebnete den Weg für die Radio Frequenz Technologie während des 2. Weltkrieges zur Identifizierung eigener Kampfflugzeuge. Damalige Radar Systeme waren in der Lage Kampfflugzeuge zu orten, aber nicht eindeutig zu identifizieren.[14] Durch den Einsatz von Transpondern in Flugzeugen konnten, im Zuge der „Freund-Feind Erkennung“ (Identification, Friend or Foe) (IFF), Alliierte von feindlichen Flugzeugen unterschieden werden. Die Funktionsweise beruht hierbei auf Basis der Kommunikation zwischen einen Abfragegerät der Bodenstation und einem Transponder im Flugzeug. Sendet dies ein korrektes Signal aus, wird das Flugzeug als Freund identifiziert.

Eine der ersten Veröffentlichungen zum Thema RFID von Harry StockmanCommunication by Means of Reflected Power“ stellte 1948 zum ersten Mal das Konzept Passiver RFID-Systeme vor und war seiner Zeit weit voraus. Stockman erkannte die Möglichkeit, reflektierende Energie zu nutzen, um mobile Sender anzutreiben.[15] In den späten 1960er Jahren setzte die U.S. Regierung RFID zur Kennzeichnung und Überwachung von nuklearen und gesundheitsgefährdenden Stoffen ein[16]. Zur selben Zeit wurden die ersten kommerziellen Anwendungen im Bereich der elektronischen Diebstahlsicherung (Electronic Article Surveillance) (EAS) implementiert. Diese Systeme verwenden dazu „1 Bit“ Transponder basierend auf Mirowellen- oder Induktionstechnologie und haben sich zur am meist verbreiteten kommerziellen Anwendung von RFID entwickelt. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von zahlreichen Forschungen zur Weiterentwicklung der RFID Technologie im Hinblick auf die Erschließung neuer Einsatzmöglichkeiten im Zuge der Tieridentifikation, Fahrzeugortung, Logistik und Automationstechnik in Fabriken. In Europa wurde die RFID Technologie gleichermaßen mit großem Interesse verfolgt und in Form von elektronischen Zugangskontrollen, Skipässen, elektronischer Wegfahrsperre und weiteren Anwendungen eingesetzt.[17]

Im Jahre 1999 erfolgte der Zusammenschluss des Uniform Code Council, EAN International, Procter & Gamble (P&G) und Gillette zur Gründung des Auto-ID Center am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dort wurde an der Umsetzung gearbeitet, weltweit Produkte mit RFID Transpondern auszustatten, um diese global entlang der Wertschöpfungskette zu verfolgen. Die Idee bestand darin, eine Seriennummer auf dem Transponder zu hinterlegen und diese mit in einer Datenbank gespeicherten Informationen über das Internet zu verknüpfen. Zusammengefasst, die Entwicklung eines „Internet der Dinge “. Zu den Errungenschaften des Auto-ID Center gehören die Entwicklung des Elektronischen Produktcodes (EPC) sowie der Aufbau einer Netzwerkarchitektur (EPCglobal Netzwerk) mit dem Hintergrund, die RFID Technologie mit im Internet befindlichen Informationen zu vereinen.[18]

Bereits vor einigen Jahren haben internationale Handelsunternehmen wie Wal-Mart, Tesco, Target und REWE RFID bereits entlang ihrer Prozesskette eingeführt. Seit 2004 setzen die Vertriebsmarken Metro Cash & Carry, Galeria Kaufhof und Saturn der Metro Group sukzessive RFID entlang ihrer Prozesskette ein. Der Fokus erstreckt sich dabei vorerst auf das Lagermanagement und die Logistik. Parallel arbeitet die Metro Group an einer umfassenden Implementierung von RFID entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion bis hin zum POS (Point of Sale). Hierfür wurde eigens ein Pilotprojekt, „Advanced Logistics Asia“ (ALA), zur Verbesserung des Internationalen Warenverkehrs zwischen Asien und Deutschland ins Leben gerufen.[19]

2.3 Einordnung und Komponenten von RFID

Im weiteren Kapitel erfolgt die allgemeine Einordnung von RFID in den Kontext verschiedener Formen Automatischer Identifikationssysteme (vgl. Abbildung 1). Darüber hinaus wird eine nähere Betrachtung der Komponenten von RFID-Systemen vorgenommen.

2.3.1 Einordnung von RFID in die automatischen Identifikationssysteme

Automatische Identifikationssysteme (Auto-ID-Systeme) werden heute vielfach für Wiedererkennungszwecke und der Bereitstellung von Informationen hinsichtlich Personen, Tieren und Objekten eingesetzt. Gegenwärtig haben diese Systeme in nahezu allen Bereichen der Wertschöpfungskette Einzug gefunden.[20] Neben RFID werden noch weitere Systeme, in die Kategorie der automatischen Identifikationssysteme eingeordnet (vgl. Abbildung 1). Darunter fallen unter anderem Technologien, die kostengünstig und allen voran in Massenanwendungen zum Einsatz kommen (z. B. Magnetstreifen) sowie fälschungssichere Anwendungen im Bereich der Personenidentifikation (z. B. biometrische Verfahren). Die Eignung dieser Systeme wird dabei durch ihre spezifischen Eigenschaften und Implementierungsfähigkeit für verschiedene Anwendungen bestimmt.[21]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Automatische Identifikationssysteme

Quelle: Eigene Darstellung

2.3.1.1 Barcode

Barcodes oder auch Strichcodes genannt, zählen zu den am häufigsten verwendeten Auto-ID-Systemen. Bis heute hat sich der Barcode als Strichcodesystem für die verschiedensten Anwendungen etabliert. Gemeinhin wird zwischen ein- und zweidimensionalen Strichcodes unterschieden (vgl. Abbildung 2), sowie innerhalb von zweidimensionalen Strichcodes, Stapel- und Matrixcodes.[22]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ein- und zweidimensionaler Barcode

Quelle: Eigene Darstellung

Auf Grundlage von Binärcodes, bestehend aus einer Sequenz von parallel angeordneten Balken und Trennlücken, lassen sich numerische oder alphanumerische Daten darstellen[23]. Die Balken und Trennlücken innerhalb des Strichcodefeldes stellen dabei Elemente von Daten dar, die einer eindeutigen Bildungsvorschrift folgend, nach einem vordefinierten Bild angeordnet sind[24]. Je nach Reflexion der Balken und Trennlücken entsteht ein Impulszug, der die Sequenz des Strichcodefeldes widerspiegelt und die codierten Daten entschlüsselt[25]. Darüber hinaus befindet sich unterhalb der Strichcodierung eine Klarschriftzeile, welche die verschlüsselten Informationen abermals in Klarschrift abbildet und bei Bedarf auch manuell verarbeitet werden kann. Die Erfassung der Daten erfolgt unter dessen optisch durch Abtastung der Oberfläche mittels eines Laserstrahls[26].

Der von GS1 Germany (ehemals CCG - Centrale für Coorganisation) eingeführte EAN Code (European Article Number) ist dabei der bekannteste und speziell für die Belange des Handels konzipierte Handelsstrichcode[27]. Hervorzuheben ist, dass der EAN Code bei der Entwicklung des Elektronischen Produkt Code (EPC) für RFID Pate gestanden hat und vollständig in diesen integriert wurde[28].

2.3.1.2 Optical Character Recognition

Ein weiteres System, das in die Kategorie der Auto-ID-Systeme eingeordnet wird, ist die Optical Character Recognition (OCR). OCR steht hierbei für Klarschriftlesung und ist ein System zur optischen Zeichenerfassung, das meist in der Finanzbranche und in jedem Scanverfahren Anwendung findet.[29] Die Funktionsweise des OCR basiert auf der Umwandlung eines Textes in einen für den Computer verständlichen Binärcode. Dabei werden einzelne Buchstaben oder Zahlen isoliert und anhand ihres Bitmusters und ihrer geometrischen Struktur analysiert. Bei erfolgreicher Identifizierung wird ein entsprechender ASCII[30] Wert ausgegeben.[31] Um dies ermöglichen zu können, wurden eigens dafür simplifizierte Schrifttypen entwickelt. Der technische Fortschritt entwickelt sich dahin, dass zukünftig Handschriften erfasst und in digitale Buchstaben umgewandelt werden können.[32] Besonderheiten des OCR liegen in der Verarbeitung einer hohen Informationsdichte und der Möglichkeit, Daten sowohl maschinell als auch visuell erfassen zu können[33].

2.3.1.3 Magnetstreifen

Magnetstreifen gehören, neben dem Barcode, zu den am meist verbreiteten Auto-ID-Systemen. Ähnlich einem Tonbandgerät wird mit einem Schreibkopf ein magnetisches Bild auf das zu speichernde Medium produziert. Wird der Magnetstreifen zum Lesen der Daten an einem Lesekopf vorbeigeführt, erfolgt wieder eine Umwandlung des magnetischen Bildes in ein elektronisches Signal.[34] Magnetstreifen haben heutzutage fast überall Einzug in den Alltag gefunden. Ihre Anwendung erstreckt sich dabei über Kredit-, Guthaben- (Prepaid-Karten), Bordkarten im Flugzeug bis hin zu Zutrittskarten für Gebäude oder Räume[35]. Eine wesentliche Eigenschaft von Magnetstreifen ist, dass sie unbegrenzt oft gelesen, beschrieben und kostengünstig bezogen werden können. Der Aspekt der Sicherheit ist bei Magnetstreifen allerdings mit kritischen Augen zu beobachten, da diese leicht reproduziert werden können. Des Weiteren sind Magnetkarten anfällig gegenüber Entmagnetisierung.[36]

2.3.1.4 Biometrische Verfahren

Im Vergleich zu den bisher und nachfolgend aufgeführten Auto-ID-Systemen stellt die biometrische Erkennung unterschiedliche Verfahren dar, die eine zweifelsfreie Authentifizierung mittels Verifizierung oder Identifizierung einer Person aufgrund von individuellen Körpermerkmalen ermöglicht[37]. Der Fokus liegt zweifelsfrei auf der Merkmalseindeutigkeit eines Individuums und auf der Fälschungssicherheit[38]. Zur Gewährleistung einer eindeutigen Authentifizierung, wird ein Referenzmuster mit den persönlichen und unverwechselbaren Körpereigenschaften einer Person erstellt. Stimmen die hinterlegten Daten des Referenzmusters mit den, während eines Erkennungsvorgangs, erfassten Daten überein, erfolgt eine Freigabe für die jeweilige Person.[39] Im Allgemeinen werden biometrische Merkmale in verhaltenstypische (aktive) und physiologische (passive) Merkmale unterteilt (vgl. Tabelle 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Biometrische Merkmale nach aktiven und passiven Merkmalen

Quelle: Vgl. Nolde, (2002), S. 21.

Die in der Praxis am weitesten verbreiteten biometrischen Verfahren sind die Fingerabdruck-, Iris-, Stimm- und Handgeometrieerkennung[40]. Überwiegend finden biometrische Verfahren in sicherheitsrelevanten Bereichen, wie bspw. in Form von Grenz- und Einwanderungskontrollen, der Zutrittsprüfung zu Gebäuden sowie beim Zugriff auf sensible Informationen und Informationstechnologien und der Fälschungssicherung, Anwendung.[41] Der Lebenderkennung kommt dabei die Aufgabe zu, das System vor vorsätzlichen Täuschungen zu schützen und somit zu gewährleisten, dass es sich tatsächlich um einen lebendigen Menschen handelt und nicht beispielsweise um Tonbandaufnahmen.[42]

2.3.1.5 Chipkarten

Chipkarten haben aufgrund ihrer einfachen und kostengünstigen Bauweise jeher Einzug in den alltäglichen Tagesablauf gehalten. Überwiegend werden Chipkarten zu Informations- und Transaktionszwecken eingesetzt und aufgrund der besseren Handhabung vielfach in Verbindung mit ISO Kunststoffkarten verarbeitet.[43] Chipkarten verfügen über einen elektronischen Datenspeicher, der mittels eines galvanischen Kontaktes, zwischen Chipkarte und Lesegerät, mit Energie versorgt und somit eine Datenübertragung ermöglicht wird. Weiterhin werden Chipkarten in die Subkategorien Speicher- und Mikroprozessorkarten unterteilt.[44]

Speicherkarten greifen auf einfache Sicherheitsalgorithmen, zum Zugriff auf den internen Speicher zurück. Bedingt durch ihren kostengünstigen Bezug und einer eingeschränkten Flexibilität, finden Speicherkarten überwiegend Einsatz in Massenanwendungen wie Krankenkassen- oder Kundenkarten.[45]

Mikroprozessorkarten kommen vornehmlich in sicherheitssensitiven Anwendungen zum Einsatz. Im Vergleich zu Speicherkarten verfügen Mikroprozessorkarten über einen Prozessor, der mit einem ROM (Read Only Memory), EEPROM (Electrically Erasable and Programmable Read Only Memory) und RAM (Read Access Memory) Speicher verbunden ist. Damit werden Mikroprozessorkarten in die Lage versetzt vielfältige Anwendungen auszuführen. Typische Anwendungsfelder für Mikroprozessorkarten sind Mobiltelefone und EC-Karten.[46]

Werden Chipkarten zusätzlich mit einer Antenne versehen, werden sie in die Kategorie der RFID-Systeme eingeordnet.

2.3.2 Komponenten von RFID

Im folgenden Unterkapitel werden einzelne Komponenten und Standards vorgestellt, die zum Betreiben der RFID Technologie notwendig sind. Ein RFID-System besteht im Wesentlichen aus einem Transponder, einer Antenne sowie einem Schreib- bzw. Lesegerät. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird das Lesegerät jeweils als Synonym für ein Schreib- und Lesegerät verwendet.

2.3.2.1 Transponder

Der Transponder, abgeleitet aus den Termini transmitter (Sender) und responder Empfänger) ist die zentrale Komponente des RFID-Systems und bildet die Funktion des Datenträgers[47]. Dieser beinhaltet, neben einem Silizium Chip zur Speicherung von Daten, eine Antenne zur kontaktlosen Datenübertragung zu einer Empfangseinheit, dem Lesegerät[48]. Je nach Verwendungszweck können unterschiedliche Arten von Bauformen und Speichern verwendet werden. Der Transponder wird hierbei an einem zu identifizierenden Objekt angebracht oder in deren Umverpackung integriert und mit den verschiedensten Informationen über das Produkt sowie einem EPC Code versehen[49].

2.3.2.2 Bauformen

Transponder existieren in den verschiedensten Bauformen und variieren in ihrer physischen Form je nach bevorzugtem Anwendungsgebiet. Die Größe der Bauform wird im Wesentlichen durch die Größe der verbauten Antenne bestimmt.[50] Die am häufigsten verwendeten Bauformen sind Smart Labels, kontaktlose Chipkarten und Glastransponder.

Smart Labels “ sind sehr dünne selbstklebende Etiketten und eignen sich aufgrund ihre Flexibilität für die Kennzeichnung von Produkten und Gepäckstücken[51].

„Kontaktlose Chipkarten“, deren Transponder in eine Plastikkarte eingearbeitet sind, werden oftmals für Zutrittskontrollen oder bargeldlosen Zahlungsverkehr verwendet.[52] In Abbildung 3 wird beispielhaft die Zusammensetzung eines Smart Labels dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Zusammensetzung eines RFID Transponder (Smart Label)

Quelle: Online: Homepage Infineon Technologies AG,

http://www.infineon.com/cms/media/press/Image/migration/RFID-

Tag_HiRes.jpg, Zugriff am 31.12.2008

„Glastransponder“ dienen überwiegend der Identifizierung von Tieren und werden in den Körper eines Tieres injiziert[53].

Generell ist zu beachten, dass unter Umständen sogenannte Störfaktoren, aufgrund der in den Bauformen verarbeiteten Materialien, einen Einfluss auf den einwandfreien Betrieb eines Transponders nehmen können[54].

2.3.2.3 Schreib- und Lesegerät

Das Lesegerät stellt die Erfassungseinheit des RFID-Systems dar und ist dem Systemaufbau eines Transponders gleich. Das Lesegerät verfügt ebenfalls über eine Antenne zur Datenübertragung und über einen Prozessor zum Lesen bzw. Schreiben von Daten[55]. Ein Transponder empfängt das vom Lesegerät ausgesendete Signal und beginnt mit der Datenübertragung der gespeicherten Informationen. Bei wiederbeschreibbaren Transpondern besteht zusätzlich die Möglichkeit das gesendete Signal als Auslese- und Schreibbefehl zu interpretieren.[56] Je nach Verwendungszweck können verschiedene Arten von Lesegeräten angewendet werden:

- Gate Reader (Stationäre Lesegeräte) sind fest installierte Lesegeräte. Zur Identifizierung eines Objekts werden diese an einem Lesegerät vorbeigeführt (vgl. Abbildung 4).
- Mobile Reader (Mobile Lesegeräte) sind Handlesegeräte zur mobilen Verwendung.
- Compact Reader (Kompakte Lesegeräte) werden verwendet, wenn kurze Lesereichweiten vorhanden sind.
- Fahrzeug-gebundene Reader werden an Fahrzeugen befestigt.
- NFC Mobiltelefone (Mobiltelefone mit RFID Ausstattung), die sowohl die Funktion eines Transponders als auch eines Lesegeräts in sich vereinen.[57]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: RFID Lesegerät

Quelle: Online: Homepage Informationsforum RFID e. V. ,

http://www.info-rfid.de/downloads/SBS_RFID_Lesegeraet.jpg,

Zugriff am 10.02.2009

Sämtliche Lesegeräte haben gemein, dass sie eine Schnittstelle zur Datenübertragung an einen Zentralrechner zur Weiterverarbeitung der Informationen benötigen[58]. Diese kann entweder über ein Drahtlosnetzwerk (W-LAN), beispielsweise bei mobilen Lesegeräten, oder über ein lokales Netzwerk (LAN) erfolgen. Weiterhin ist beim Betrieb von mehreren Lesegeräten darauf zu achten, dass keine wechselseitigen Störungen aufgrund von Überlappungen der Lesereichweiten auftreten, da dies sonst zu einer mehrfachen Erfassung führen kann.[59]

2.3.2.4 Antenne

Aufgrund des gleichen Systemaufbaus verfügen sowohl der Transponder als auch das Lesegerät über eine Antenne zum Senden und Empfangen von Daten. Je nach Frequenzband, indem ein Transponder zum Einsatz kommt, variiert die Form der Antenne und das verwendete Material. Im Niedrigfrequenzbereich (LF) werden hauptsächlich Kupferspulen mit Ferritkern, während im Hochfrequenzbereich (HF) überwiegend Luftspulen verwendet werden. Der Ultrahochfrequenzbereich (UHF) arbeitet dagegen mit Dipolantennen.[60]

Die Datenübertragung in Richtung des Lesegeräts wird durch eine Luftschnittstelle hergestellt, die wiederum durch die Antenne des Lesegeräts mittels eines elektromagnetischen Felds aufgebaut wird. Auch hier werden, vergleichbar zu Transpondern, verschiedene Antennenkonstruktionen, je nach Einsatz des Frequenzbereichs angewendet. Prinzipiell gilt, je größer der Wirkungsgrad (Gewinn) einer Antenne werden soll, desto größer wird die physische Form der Antenne.[61] Allerdings wird mit der zunehmenden Größe der Leseantenne auch ihre Störanfälligkeit größer[62].

2.3.2.5 Energieversorgung

Im Gegensatz zu Chipkarten wird die Energieversorgung eines Transponders nicht über einen galvanischen Kontakt, sondern über ein magnetisches oder elektromagnetisches Feld erzeugt[63]. Gemeinhin wird die Energieversorgung eines RFID Transponders in drei Kategorien unterteilt. Aktive, passive und semiaktive Transponder[64].

Aktive Transponder verfügen zur eigenen Energieversorgung über eine Batterie oder Stützbatterie. Dabei verbleibt ein aktiver Transponder zumeist im Modus des Ruhezustands bis dieser von einem Lesegerät aktiviert und zum Senden von Daten aufgefordert wird. Zur Gewährleistung einer andauernden Energieversorgung erfolgt, unter Verwendung einer Stützbatterie, die Wiederaufladung der Batterie durch das von einem Lesegerät erzeugte Hochfrequenzfeld. Demzufolge können Speicher mit einer größeren Kapazität verwendet werden, um komplexe Anwendungen wie bspw. das Aufzeichnen von Temperaturverläufen in Kühlketten zu realisieren. Darüber hinaus erzielen aktive Transponder Reichweiten von bis zu 100 Metern, sind aber im Vergleich zu passiven Transpondern teurer, größer und verfügen über eine kürzere Lebensdauer[65].

Passive Transponder beziehen ihre Energie direkt aus dem magnetischen oder elektromagnetischen Feld des Lesegerätes und verfügen über keine eigene Energiequelle[66]. Infolge dessen bedarf es dem Einsatz von Speichern, die ohne eine eigene Energieversorgung Informationen speichern können[67]. Durch die vereinfachte Bauweise erzielen sie eine geringere Reichweite und sind von ihrer physischen Form kleiner und haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Auf Grund der kostengünstigen Anschaffung der Transponder werden sie überwiegend in der Logistik und im Handel auf Paletten oder Kartonagenebene eingesetzt.[68]

Semiaktive Transponder beziehen ihre Energie sowohl aus einer Batterie als auch über das Elektromagnetische Feld eines Lesegerätes. Die Energiequelle der Batterie wird dazu verwendet, eine höhere Lesereichweite, mittels eines verbesserten Signals zu erreichen[69]. Die Energie des elektromagnetischen Feldes wird zur Datenübertragung an das Lesegerät verwendet[70].

2.3.2.6 Frequenzen

Die Auswahl der Betriebsfrequenz spielt eine eminent wichtige Rolle. Sie bestimmt im Wesentlichen „(…) die Leistung der Transponder in Bezug auf Reichweite (…), Lese- und Programmiergeschwindigkeit (…)“[71]. Je geringer die Betriebsfrequenz ist, desto langsamer ist die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Darüber hinaus nimmt die Lesereichweite zunehmend ab[72]. Eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen Umwelteinflüsse, bei der Auswahl der Betriebsfrequenz. So können Objekte, die ebenfalls mit Radiowellen arbeiten, zu gegenseitigen Beeinträchtigungen führen. Die geläufigsten Frequenzbänder werden unterteilt in:

- Niedrigfrequenz-Bereich (LF)
- Hochfrequenz-Bereich (HF) und
- Ultrahochfrequenz-Bereich bzw. Mikrowellen-Bereich (UHF).[73]

Im LF-Bereich wird überwiegend mit einer Frequenz von 135 kHz gearbeitet. Mithin wird diese Frequenz bei der Identifikation von Tieren und elektronischen Wegfahrsperren verwendet und eignet sich besonders für den Einsatz an metallischen Objekten sowie Objekt mit Flüssigkeiten. Dem gegenüber verfügen LF-Transponder, aber über eine langsamere Datenübertragungsrate.[74]

Der HF-Bereich, mit einer Frequenz von 13,56 MHz sowie der UHF-Bereich werden insbesondere für die Identifizierung von Objekten mit passiven Transpondern angewendet.

UHF Frequenzen werden hauptsächlich in der Logistik eingesetzt und arbeiten mit einer Frequenz von 433 MHz. Überwiegend werden sie zur Bestandkontrolle und Warenverfolgung verwendet.[75] UHF hat dabei den Vorteil über eine größere Lesereichweite zu verfügen.[76] Allerdings sind UHF-Transponder aufgrund von Dämpfungseffekten nicht für den Einsatz an Menschen oder Tieren geeignet und verhalten sich störanfällig gegenüber metallischen Objekten.

Aufgrund dessen, das keines der dargestellten Frequenzbänder über herausragende Vorteile verfügt, ist nicht jedes Frequenzband für die Nutzung einer bestimmten Anwendung geeignet. Vielmehr bedarf es der genauen Analyse, welche Frequenzen sich für welchen Zweck besonders eignen.[77]

2.3.2.7 Standardisiertes Datenkonzept

Für einen weltweiten unternehmens- und branchenübergreifenden Einsatz von RFID müssen globale Datenstandards festgelegt werden, um eine weltweite Kompatibilität von Systemen und die eindeutige Identifizierung von Objekten zu gewährleisten. Hierfür wurde die EPCglobal Inc. ins Leben gerufen, die anwendungs- und branchenübergreifende Standards für die Anwendung von RFID erarbeitet[78]. Der dafür eigens entwickelte EPC Code enthält, im Gegensatz zum Barcode, neben der Produkt- und Herstellernummer eine eindeutige und individuelle Identifizierungsnummer zur weltweiten Erfassung eines Objekts[79]. Der strukturelle Aufbau des EPC wird durch die EPC Tag Data Standard bestimmt. Bisherige Identifikationsnummer wie bspw. EAN (European Article Number), GTIN (Global Trade Item Number) und NVE (Nummer der Versandeinheit) werden in EPC Code integriert, um vorhandene Infrastrukturen zu sichern.[80]

Der Aufbau des EPC Codes wird wie folgt dargestellt (vgl. Abbildung 5):

- Der Datenkopf (Header) gibt an, welcher Ident verschlüsselt ist, z. B. EAN, GTIN, NVE.
- Der Filter wird zur Filterung von Produkten, Umverpackungen und Paletten eingesetzt.
- Die Partition gibt die genaue Trennung zwischen dem EPC-Manager und der Objektklasse wider.
- Der EPC-Manager gibt die Kennzeichnungsnummer des Herstellers wider.
- Die Objektklasse (Object Class) stellt die Objektnummer oder Artikelnummer dar.
- Die Seriennummer (Serial Number) gibt die eindeutige individuelle Seriennummer eines Objektes wieder (vgl. Abbildung 5).[81]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: EPC Code

Quelle: Online: Homepage Gs1 Germany GmbH,

http://www.gs1-germany.de/internet/content/e4/e64/e3406/e522/aufbau_epc_ger.gif,

Zugriff am 10.02.2009

Das Speichern von Daten auf einem Transponder kann sowohl dezentral als auch zentral erfolgen. Dezentral bedeutet, dass sämtliche relevanten Informationen eines Produktes direkt auf dem Transponder gespeichert werden. Bei einer zentralen Speicherung ist das alleinige Speichern des EPC auf einem Transponder ausreichend. Alle weiteren Informationen werden auf einem zentralen, im Internet befindlichen, Verzeichnis (Objekt Name Server) (ONS) bereitgehalten. Somit können sämtliche Informationen über die Produktions- und Bewegungsdaten eines Produktes zusammengeführt werden (EPCglobal Netzwerk[82] ).[83]

2.4 Bewertung RFID

Im nachfolgenden Unterkapitel wird eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Radio Frequenz Identifikation vorgenommen und durch eine Bewertung der Technologie abgeschlossen.

2.4.1 Vorteile RFID

2.4.1.1 Kontaktlose Datenübertragung

Wie in Kapitel 2.1 bereits erwähnt, liegt eines der Vorteile von RFID-Systemen in der kontaktlosen Datenübertragung. Das von einem Lesegerät ausgesendete Funksignal wird von einem Transponder erfasst und dieser übermittelt die auf seinem Datenträger gespeicherten Informationen zurück an das Lesegerät[84]. Hierbei erfolgt die Form der Datenübertragung zum Senden und Empfangen von Informationen ohne jeglichen Sicht- oder Berührungskontakt, drahtlos über eine Luftschnittstelle (Air Interface)[85]. Der manuelle Vorgang zur optischen Erfassung von Objekten über einen Barcode entfällt.

2.4.1.2 Pulkerfassung

Einen weiteren, mit dem Einsatz von RFID verbunden Nutzen stellt die Möglichkeit der Pulkerfassung dar. Anders als bspw. beim Barcode können eine Vielzahl von Objekten, beim Passieren eines Lesegerätes simultan erfasst werden[86]. Um eine gegenseitige Beeinflussung einzelner Transponder im Lesebereich zu vermeiden, werden sogenannte Antikollisionsprotokolle angewendet, welche die einzelnen zu erfassenden Transponder mit hoher Geschwindigkeit der Reihe nach gezielt ansprechen[87].

2.4.1.3 Speicherkapazität und Wiederbeschreibbarkeit der Funketiketten

Eine erweiterte Speicherkapazität, im Bereich von 1 Bit[88] bis zu 128 kByte[89], sowie die Möglichkeit, Transponder beliebig oft beschreiben zu können, zählt zu den bedeutenden Eigenschaften von RFID[90]. Die Speicherfähigkeit und Wiederbeschreibbarkeit eines Transponders ist abhängig vom Ausmaß seines bestimmten Einsatzes.

Der Zustand eines Speichers kann zwischen:

- read only (RO),
- write once-read many (WORM) und
- read-write (RW) unterschieden werden.[91]

Im Zustand des Read only können Daten lediglich unendlich oft ausgelesen, aber nicht erneut beschrieben werden. Wohingegen Write once-read many Speicher einmalig beschrieben und beliebig oft ausgelesen werden können. Die umfangreichsten Speichermöglichkeiten bieten read-write Datenträger. Diese können beliebig oft mit Daten beschrieben und verändert werden.[92]

2.4.1.4 Tracking und Tracing

Die Sendungsverfolgung (Tracking und Tracing), wie sie heute bereits vielfach im Bereich der KEP (Kurier, Express und Paket) Dienste verwendet wird, stellt keine echte Erneuerung im Sinne von RFID dar. Allerdings wird durch den Einsatz von RFID, der Prozess der manuellen Erfassung von Objekten und damit der Prozess der Sendungsverfolgung automatisiert.[93] Oftmals finden Produktion und Absatz von Gütern in verschiedenen Ländern statt. Um eine lückenlose Verfolgung der Güter entlang der Wertschöpfungskette bis hin zur Verkaufsstätte zu gewährleisten, kann der Einsatz von RFID von erheblichem Vorteil sein. So kann durch die automatisierte Erfassung gewährleistet werden, dass einzelne Güter in der richtigen Menge, den richtigen Bestimmungsort erreichen, also Fehl- und Falschlieferungen vermieden werden[94] Zusätzlich können für die Verfolgung und Überwachung von sensiblen Gütern, die der Kühlkettenpflicht unterliegen, Transponder mit integrierten Temperatursensoren eingesetzt werden, um eine entsprechende Qualitätssicherung zu gewährleisten[95].

Darüber hinaus wurde mit der EG-VO 178/2002 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine Verordnung verabschiedet, die eine lückenlose Rückverfolgung von Lebens- und Futtermitteln über alle Stufen der Wertschöpfungskette hinweg bis zum Hersteller sicherstellen muss[96]. Mit einer flächendeckenden Implementierung von RFID könnte die Rückverfolgung einfach, schnell und zweifelsfrei geschehen, da chargengenau nachvollzogen werden kann, wer welche Produkte erhalten hat und somit gezielt Produkte zurückgerufen werden können.

2.4.1.5 Unempfindlichkeit der Funketiketten

Eine fehlerfreie optische Erfassung von Barcodes ist unter Umständen nicht immer möglich. Oftmals führen Verschmutzungen und Beschädigungen an Barcodes bzw. den Barcodelesegeräten dazu, dass diese nicht einwandfrei identifiziert werden können.[97]

Die beschriebene Problematik wird durch den Einsatz von RFID weitestgehend verhindert. Zum Schutz vor Umwelteinflüssen werden Transponder oftmals in verschiedene Bauformen integriert und sind somit weitaus resistenter gegenüber Umwelteinflüssen als Barcodes. Somit steht auch deren Nutzung bei widrigen Bedingungen wie Hitze und Kälte nichts im Wege. Es ist jedoch zu beachten, dass das Anbringen von Transpondern auf bestimmten Materialien, die bspw. Flüssigkeiten beinhalten, die Funktionsfähigkeit stören können.[98]

2.4.2 Nachteile RFID

2.4.2.1 Mangelhafte Normierung von Kommunikations- und Systemstandards

Bisherige RFID-Systeme stellen überwiegend Insellösungen dar, die anwenderspezifisch konfiguriert sind und somit geschlossene Systeme darstellen. Dadurch bleibt der Nutzen eines RFID-Systems lediglich auf das System selbst begrenzt. Damit ein RFID-System weltweit effizient eingesetzt und Skalierungseffekte erzielt werden können, müssen einheitliche Standards geschaffen werden, welche die Anwendung von RFID in einem offenen System unternehmensübergreifend ermöglicht.[99] Diese Standards betreffen zum einen die Kommunikations- und zum anderen die Systemkompatibilität.

Unter Kommunikationsstandards werden einheitliche Dateninhalte verstanden, deren Entwicklung seit einigen Jahren von der EPCglobal Inc. und der International Organization for Standardization (ISO) vorangetrieben wird, mit dem Ziel, Dateninhalte und Datenformate zu standardisieren, um einen globalen, einheitlichen Datenfluss zu gewährleisten. Im Hinblick auf eine kollektive Nutzung von Kommunikationsstandards stellt dies somit einen ersten Schritt in die richtige Richtung dar.

In Bezug auf die Normierung von Systemstandards gilt es, sich noch mit der weltweiten kollektiven Nutzung von gemeinsamen Frequenzen auseinander zu setzen. Die Nutzung von Frequenzbändern ist für jedes Land staatlich streng reglementiert, um einen störungsfreien Betrieb von Objekten, die ebenfalls auf Basis von Funkwellen arbeiten, zu gewährleisten. Auf europäischer Ebene stehen zwar einheitliche Frequenzen für die Nutzung von RFID-Systemen zur Verfügung, allerdings sind diese nicht kompatibel zu denen aus den USA oder Australien.[100] Mit den internationalen ISM -Frequenzen (Industrial Scientific and Medical), die speziell für die Hochfrequenznutzung in Industrie, Wissenschaft und Medizin freigehalten werden, stehen bestimmte Frequenzen frei zur Verfügung, die keiner gesonderten Frequenzzuweisung bedürfen. Allerdings treten bei besonders oft genutzten Frequenzbändern leicht Störungen auf.[101] Damit eine Identifizierung und Verfolgung von Objekten über die komplette Wertschöpfung erfolgen kann, muss sichergestellt werden, dass der an einem Objekt befindliche Transponder von der Produktion in China bis hin zum Verkaufsregal in Deutschland an jeder Stelle der Wertschöpfungskette erfasst werden kann, unabhängig von der Frequenz, mit dem der Transponder arbeitet. In diesem Sinne bleibt es abzuwarten, ab wann sich eine Harmonisierung von gemeinsamen Frequenzen abzeichnen wird, um die beschriebene Problematik zu lösen.

2.4.2.2 Datenschutzrechtliche Bedenken

Die Einführung von RFID ist mit erheblichen datenschutzrechtlichen Bedenken verbunden. Gegner der RFID Technologie befürchten die Verletzung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen und einen noch größeren Schritt in Richtung des „gläsernen “ Menschen. Eines der befürchteten Szenarien ist bspw. das unbemerkte Ausspähen von Daten, das aufgrund der kontaktlosen Datenübertragung nicht erkennbar ist.[102]

Die mit RFID verbundenen Möglichkeiten sind vielfältig, aber diesen sind momentan technische Grenzen gesetzt. Es obliegt der Politik und der Wirtschaft, dafür Sorge zu tragen, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten und eine angemessene Informationspolitik zur Aufklärung der Grenzen und Möglichkeiten der RFID Technologie betrieben wird.[103] Hierzu besteht bereits eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Mitglieder der EPCglobal, die sich zu einem offenen Umgang mit der RFID Technologie und dem Schutz der Privatsphäre der Konsumenten, sowie der Beachtung des geltenden Datenschutzrechts verpflichten[104].

2.4.2.3 Kosten der Funketiketten

Neben datenschutzrechtlichen Bedenken werden immer wieder die hohen Bezugkosten für RFID Transponder angeführt, die momentan eine flächendeckende Einführung von RFID verhindern. Derweil bewegen sich die Kosten für passive RFID Transponder im Bereich von 0,25 Euro pro Stück und für aktive Transponder bei 0,91 Euro pro Stück.[105] Dabei ist zu beachten, dass die Kosten eines Transponders immer in Relation zum Wert der damit auszustattenden Produkte anzusehen sind. Bei Produkten, die über einen relativ geringen Wert von bspw. 0,50 Euro verfügen, würde sich im Gegensatz zu einem teuren Produkt, ein Einsatz von RFID Transpondern auf Produktebene wirtschaftlich nicht rentieren.[106]

2.4.2.4 Entsorgung und Deaktivierung der RFID Tags

Innerhalb der Thematik der datenschutzrechtlichen Bedenken stellt sich ferner die Frage, in welcher Form die Entsorgung und Deaktivierung von RFID Transpondern erfolgen soll.

Die Entsorgung gestaltet sich, aufgrund der noch verhältnismäßig geringen Anzahl von im Umlauf befindlichen Transpondern, unproblematisch. Entweder wird ein Transponder als Bestandteil eines Produktes oder einer Verpackung über den Weg des Hausmülls entsorgt, oder der Transponder wird als Bestandteil eines Elektrogerätes dem Elektroschrott zugeführt.[107] Mit der steigenden Verbreitung der RFID Technologie wird die Frage ihrer Entsorgung zunehmend in den Fokus rücken. Ein Grund dafür ist, dass Transponder über Inhaltsstoffe wie Metalle und Silizium verfügen, die bei einem flächendeckenden Einsatz von RFID zur Überlastung oder Versagung von bestehenden Recyclingprozessen führen können. Daher bedarf es weiterhin der Erforschung neuer Materialien für eine umweltverträgliche Herstellung und Entsorgung von RFID Transpondern.[108]

Ebenso stellt sich die Frage, ob und wie Transponder nach dem Erwerb eines Produktes deaktiviert oder zerstört werden können. Mit Hilfe eines sogenannten „Kill “ Befehls sollen Transponder unkenntlich gemacht werden. Allerdings wird von Verbraucherschützern kritisiert, dass Konsumenten eine wirklich dauerhafte Deaktivierung der Transponder nicht überprüfen können. Eine weitere Variante ist das Abschalten der Transponder durch elektromagnetische Felder ähnlich, dem Prinzip zur Deaktivierung von Diebstahlsicherungen. Jedoch werden solche Verfahren für den Einsatz von RFID-Systemen zuweilen noch nicht angeboten.[109]

2.4.2.5 Physikalische Einschränkungen

In der Praxis können unterschiedliche Störfaktoren dazu beitragen, dass die Funktion eines RFID-Systems gestört wird. Physikalische Einschränkungen ergeben sich durch die Dichte des Materials, in das ein Transponder eingesetzt wird. Dies führt dazu, dass die Lesegeschwindigkeit und Reichweite der Transponder gegenüber einer Freifeld Identifizierung abnimmt.[110]

Darüber hinaus ergeben sich weitere Beschränkungen durch das Anbringen an Materialien, die Wasser oder Metall enthalten, sowie Umgebungen, die von Metallen umschlossen sind[111]. Die Durchdringung von Wasser kann aufgrund von Dämpfungseffekten mit steigender Frequenzhöhe über dem LF-Bereich zu Komplikationen führen. Ähnlich dem Prinzip einer Mikrowelle wird hierbei Energie in Wärme umgewandelt.[112] Ebenso können metallische Umgebungen oder Oberflächen zu einer Abschirmung (Reflexion) führen, die das Erfassen eines Transponders unmöglich machen[113].

Beispiele hierfür sind:

- Transponder auf Getränkeflaschen,
- Transponder, die auf metallischen Gegenständen platziert werden,
- Mit Transponder versehene Produkte, die im Einkaufswagen liegen.[114]

2.4.3 Abschließende Bewertung durch Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen

Nach der eingehenden Betrachtung verschiedener Vor- und Nachteile der RFID Technologie lässt sich konstatieren, dass RFID als Querschnittstechnologie über erhebliche Potentiale verfügt, um die Qualität der Geschäftsprozesse innerhalb und zwischen Unternehmen effizienter zu gestalten. Infolge dessen lassen sich kostensenkende und erlössteigernde Effekte realisieren. Ferner bietet die Technologie einen Mehrwert im Hinblick auf die Optimierung von innerbetrieblichen Prozessen und ermöglicht gänzlich neue Einsatzfelder. Überdies wird die Transparenz sowohl entlang der Wertschöpfungskette als auch innerhalb eines Unternehmens deutlich verbessert und allen voran in Echtzeit dargestellt werden können.

Bei näherer Betrachtung der gegenüberstehenden Nachteile werden bereits erste Ansatzpunkte aufgezeigt, um deren Auswirkung zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund der Deaktivierung von RFID Transpondern werden verschiedene Verfahren erprobt, die eine Abschaltung der Transponder sicherstellen sollen. Das einfachste Verfahren hierzu ist, nach Erwerb eines Produktes den Transponder manuell zu zerstören. Dies setzt aber voraus, dass bekannt sein muss, wo sich die Transponder befinden.[115] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, RFID Transponder einer Wiederverwertung zu unterziehen und diese dem Wirtschaftskreislauf wieder zurückzuführen, bspw. in Form von Mehrwegtransportverpackungen (MTV)[116].

Im Hinblick auf die sich nachteilig auswirkenden Kosten von RFID Transpondern sind erste, viel versprechende Aktivitäten bei der Entwicklung von Transpondern auf Basis der Polymertechnologie zu verzeichnen. Mit Hilfe spezieller Druckverfahren sollen die Bestandteile eines Transponders auf einen Träger aufgedruckt werden können und somit die Herstellungskosten günstiger und umweltverträglicher gestalten[117]. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Kosten eines einzelnen Transponders mit der Stückzahl ihrer Produktion weiter sinken werden. Eine flächendeckende Implementierung von RFID wird erwartet, sobald sich die Kosten eines passiven Transponders auf 0,05 Euro und weniger eingependelt haben. Deshalb wird verstärkt an der Entwicklung neuer Transponder und kostengünstigeren Produktionsmethoden gearbeitet, um die Kosten weiter zu reduzieren.[118]

[...]


[1] Deutsche Logistik-Zeitung (12/2008), (o.S.).

[2] Vgl. Kapitel 2

[3] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 18.

[4] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 19.

[5] Vgl. Lerchenmüller (2003), S. 19.

[6] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 24 f.

[7] Vgl. Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 25.

[8] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 25.

[9] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 32.

[10] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 32.

[11] Vgl. Kern (2007), S. 33.

[12] Vgl. Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 131.

[13] Vgl. Kapitel 2.3.1.1

[14] Vgl. Mullen / Moore (2006), S. 5.

[15] Vgl. Garfinkel / Holtzman (2006), S. 15 f.

[16] Vgl. Mullen / Moore (2006), S. 5.

[17] Vgl. Landt (2001), online S. 4 ff.

[18] Vgl. RFID Journal (o.J.), online (o.S.).

[19] Vgl. Metro Group [1] (2007), online S. 6.

[20] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 1.

[21] Vgl. Kern (2007), S. 13.

[22] Vgl. Kern (2007), S. 16.

[23] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 2.

[24] Vgl. Lenk (2005), S. 8.

[25] Vgl. AIM-D e.V. [1] (o.J.), online (o.S.).

[26] Vgl. Finkenzeller ( 2008), S. 2.

[27] Vgl. GS1 Germany GmbH [1] (o.J.), online (o.S.).

[28] Vgl. Kern (2007), S. 17.

[29] Vgl. Kern (2007), S. 18.

[30] ASCII (American Standard Code for Information Interchange) stellt eine Zeichencodierung in Form von Buchstaben,

Ziffern und Sonderzeichen dar. Vgl. Lenk (2005), S. 665.

[31] Vgl. Limper (1993), S. 240.

[32] Vgl. Kern (2007), S. 18.

[33] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 3.

[34] Vgl. Mullen / Moore (2006), S. 5.

[35] Vgl. AIM Global [1] (o.J.), online (o.S.).

[36] Vgl. Kern (2007), S. 19.

[37] Vgl. Weghaus (2002), S. 168.

[38] Vgl. Kern (2007), S. 20.

[39] Vgl. Nolde (2002), S. 22.

[40] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 4.

[41] Vgl. Weghaus (2002), S. 169.

[42] Vgl. Nolde (2002), S. 24.

[43] Vgl. Kern (2007), S. 28.

[44] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 5.

[45] Vgl. Kern (2007), S. 28.

[46] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 6.

[47] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 39.

[48] Vgl. Garfinkel / Holtzman (2006), S. 17.

[49] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 17.

[50] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 40.

[51] Vgl. Finkenzeller ( 2008), S. 20 f.

[52] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 41.

[53] Vgl. Finkenzeller ( 2008), S. 14.

[54] Vgl. Kern (2007), S. 38. ; Vgl. Kapitel 2.4.2.5

[55] Vgl. Kern (2007), S. 33.

[56] Vgl. Garfinkel / Holtzman (2006), S. 20.

[57] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 151 f.

[58] Vgl. Bhuptani / Moradpour(2005), S. 45.

[59] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 152 f.

[60] Vgl. Kern (2007), S. 42.

[61] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 153.

[62] Vgl. Kern (2007), S. 83.

[63] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 23 f.

[64] Vgl. Kern (2007), S. 47.

[65] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 26. ; Gillert / Hansen (2007), S. 150.

[66] Vgl. Kern (2007), S. 47.

[67] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 27.

[68] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 150.

[69] Vgl. Kern (2007), S. 47.

[70] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 26.

[71] Kern (2007), S. 46.

[72] Vgl. Kern (2007), S. 43.

[73] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 44.

[74] Vgl. Garfinkel / Holtzman (2006), S. 21. ; Bhuptani / Moradpour (2005), S. 46.

[75] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 46.

[76] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 23.

[77] Vgl. Kern (2007), S. 41 ff.

[78] Vgl. EPCglobal Inc. [1] (o.J.), online (o.S.).

[79] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 96.

[80] Vgl. Clasen / Jansen / Hustadt (2005), S. 79.

[81] Vgl. GS1 Germany GmbH [2] (o.J), online (o.S.).

[82] Der Kerngedanke des EPCglobal Netzwerk ist die Verknüpfung von virtuellen Daten mit realen Objekten. Man spricht

hierbei auch vom Internet der Dinge. Vgl. Clasen (2005), S. 181.

[83] Vgl. Clasen (2005), S. 181.

[84] Vgl. Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006), S. 131.

[85] Vgl. Lampe / Flörkemeier / Haller (2005), S. 70.

[86] Vgl. Glasmacher (2005), S. 28.

[87] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 156.

[88] Im Rahmen der Diebstahlsicherung werden 1 Byte Speicher verwendet. Vgl. Kapitel 2.2

[89] 1 KByte entspricht 8.192 Bit und stellt eine Maßeinheit von für Informationsmenge und Speicherkapazität dar.

[90] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 18.

[91] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 39.

[92] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 147.

[93] Vgl. Glasmacher (2005), S. 38.

[94] Vgl. Garfinkel / Holtzman (2006), S. 27 f.

[95] Vgl. Kern (2007), S. 79.

[96] Vgl. EG Verordnung Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates, zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts, zur Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit.

[97] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 241.

[98] Vgl. Glasmacher (2005), S. 28 f.

[99] Vgl. Informationsforum RFID e. V. [2] (2007), online S.6.

[100] Vgl. Resl / Windischbauer (2006), S. 65. ; ten Hompel / Büchter / Franzke (2008), S. 107f.

[101] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 173 f. ; Bundesnetzagentur (2005), online (o.S.).

[102] Vgl. GS1 Germany GmbH [3] (2006), online (o.S.).

[103] Vgl. Franke / Dangelmaier (2006), S. 257.

[104] Vgl. EPCglobal Inc. [2] (2005), online (o.S.).

[105] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 180. ; Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (2005),

online S.92.

[106] Vgl. Gregori (2006), S. 96.

[107] Vgl. Informationsforum RFID e. V. [1] (2007), online (o.S.).

[108] Vgl. Gliesche / Helmigh (o.J.), online, S. 48 f.

[109] Vgl. Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (2005), online, S.48.

[110] Vgl. Kern (2007), S. 81.

[111] Vgl. Glasmacher (2005), S. 28.

[112] Vgl. Kern (2007), S. 42.

[113] Vgl. Finkenzeller (2008), S. 242.

[114] Vgl. Glasmacher (2005), S. 28.

[115] Vgl. Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (2005), online, S.37.

[116] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 73.

[117] Vgl. Gillert / Hansen (2007), S. 135 f.

[118] Vgl. Bhuptani / Moradpour (2005), S. 180. ; Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (2005),

online S.92.

Details

Seiten
134
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836635912
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227199
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen – Betriebswirtschaftslehre
Note
2,0
Schlagworte
radio frequenz identifikation waren einzelhandel efficient consumer response barcode

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Titel: Aktueller Stand der Eingangserfassung und Datenverwendung durch RFID im Rahmen von Efficient Consumer Response im Einzelhandel