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Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union

Diplomarbeit 2009 120 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

Abstract

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit

2 Corporate Social Responsibility
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Definition
2.3 Konzept der nachhaltigen Entwicklung
2.4 CSR-Konzept der Europäischen Union
2.4.1 Allgemein
2.4.2 Säulen des CSR
2.4.2.1 Ökonomie
2.4.2.2 Ökologie
2.4.2.3 Soziales
2.4.3 Kernkomponenten des CSR
2.4.3.1 Betriebswirtschaftliche Komponente
2.4.3.2 Strategische Komponente
2.4.3.3 Dynamische Komponente
2.4.3.4 Kommunikative Komponente
2.4.3.5 Freiwillige Komponente
2.4.4 Instrumente des CSR
2.4.4.1 Gütesiegel
2.4.4.2 Verhaltenskodizes
2.4.4.3 Nachhaltigkeitsberichterstattung

3 Corporate Social Responsibility Reporting
3.1 Entstehungsgeschichte
3.2 Definition Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.3 Adressaten der Nachhaltigkeitsberichterstattung

4 Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Corporate Social Responsibility Reporting
4.1 Bestimmungen auf EU-Ebene
4.1.1 Meilensteine der EU zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung
4.1.2 Modernisierungsrichtlinie 2003/51/EG
4.1.3 Beitrag der EU zur Forcierung eines CSR-Reporting
4.2 Gesetzliche Verpflichtungen zum CSR-Reporting im EU-Raum
4.2.1 Österreich
4.2.2 Deutschland
4.2.3 Schweden
4.2.4 Frankreich
4.2.5 Dänemark
4.2.6 Niederlande
4.2.7 Großbritannien
4.2.8 Fazit

5 Motive einer freiwilligen Berichterstattung
5.1 Allgemein
5.2 Legitimitätstheorie
5.3 Stakeholder-Theorie
5.4 Sonstige Motive
5.4.1 Reputation
5.4.2 Wettbewerbsfähigkeit
5.4.3 Interne und externe Steuerung
5.4.4 Risikomanagement
5.4.5 Innovation und Lerneffekte
5.4.6 Fazit

6 Instrumente zur Umsetzung eines CSR-Reporting
6.1 Allgemein
6.2 OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen
6.3 UN Global Compact
6.4 Global Reporting Initiative
6.4.1 Entwicklung und Ziele
6.4.2 Struktur der Global Reporting Guidelines
6.4.3 Stärken der Global Reporting Guidelines
6.4.4 Schwächen der Global Reporting Guidelines

7 Vergleich der Berichterstattung in ausgewählten Ländern
7.1 Allgemein
7.2 Deutschland
7.2.1 Art und Intensität der Berichterstattung
7.2.2 Leitlinien und Prüfungsstandards
7.2.3 Schwachstellen der Berichterstattung
7.2.4 Trends der Berichterstattung
7.3 Österreich
7.3.1 Art und Intensität der Berichterstattung
7.3.2 Leitlinien und Prüfungsstandards
7.3.3 Schwachstellen der Berichterstattung
7.3.4 Trends der Berichterstattung
7.4 Spanien
7.4.1 Art und Intensität der Berichterstattung
7.4.2 Leitlinien und Prüfungsstandards
7.4.3 Schwachstellen der Berichterstattung
7.4.4 Trends der Berichterstattung
7.5 Schweden
7.5.1 Art und Intensität der Berichterstattung
7.5.2 Leitlinien und Prüfungsstandards
7.5.3 Schwachstellen der Berichterstattung
7.5.4 Trends der Berichterstattung
7.6 Zwischenergebnis
7.7 Messsystem zur Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung in ausgewählten Ländern
7.7.1 Erstellung des Kriterienkatalogs
7.7.2 Prüfung der Indikatoren in den ausgewählten Ländern
7.7.2.1 Ökologie – Energieeffizienz
7.7.2.2 Ökologie – Klimaschutz
7.7.2.3 Ökologie – Umweltschutz im Produktionsprozess
7.7.2.4 Soziales – Präventive Maßnahmen des Arbeitsschutzes
7.7.2.5 Soziales – Beachtung der Menschenrechte
7.7.2.6 Soziales – Korruptionsbekämpfung
7.7.2.7 Ökonomie – wirtschaftliche Leistung
7.7.3 Fazit

8 Entwicklungsperspektiven des CSR-Reporting
8.1 Allgemein
8.2 CSR-Reporting im Konflikt zwischen Freiwilligkeit und Regulierung
8.3 Maßnahmen zur Stärkung der Glaubwürdigkeit
8.3.1 Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten
8.3.2 Stakeholder-Engagement
8.4 Erhöhte Vergleichbarkeit durch Standardisierung

9 Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: „Triple bottom-line“-Nachhaltigkeitskonzept

Abbildung 2: Die Pyramide des Corporate Social Responsibility

Abbildung 3: Umweltzeichen der Europäischen Union (die „Blume“)

Abbildung 4: EU-Entwicklungsprozess zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung

Abbildung 5: Struktur des GRI-Leitfadens zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

Abbildung 6: Ausschnitt des GRI Content Indexes des Unternehmens „Deutsche Telekom“

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Kriterienkatalog in Anlehnung an den GRI-Leitfaden

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Unternehmen erkennen zunehmend, dass die Abbildung der ökonomischen Leistung mittels einer kennzahlenbasierten Finanzberichterstattung nicht mehr ausreichend ist, um den steigenden Ansprüchen der Stakeholder gerecht zu werden. Als Reaktion wurden vielerorts Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht, die neben der ökonomischen Leistung auch soziale und ökologische Aspekte der Unternehmenstätigkeit berücksichtigen.

Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, einen Überblick über den derzeitigen Stand des Corporate Social Responsibility Reporting zu vermitteln, etwaige Lücken im Entwicklungsprozess aufzudecken und daraus gezielte Perspektiven abzuleiten. Im ersten Teil der Arbeit erfolgen ein kurzer Abriss der geschichtlichen Entwicklung zu CSR und CSR-Reporting, die Wahl einer geeigneten Definition zu diesen beiden Begriffen sowie die Vorstellung des CSR-Konzepts der Europäischen Union. Im zweiten Teil wird der aktuelle Stand der Gesetzgebung für ein CSR-Reporting sowie Motive, die Unternehmen auch ohne jegliche Verpflichtungen zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten veranlassen können, aufgezeigt.

Das Kernstück dieser Diplomarbeit stellt ein Vergleich der Berichterstattungspraktiken in vier ausgewählten EU-Ländern dar, welcher die Möglichkeit eröffnen soll, etwaige Parallelen bzw. Unterschiede in der Berichtsintensität von Ländern mit einer gesetzlichen Verpflichtung sowie Staaten ohne dieser aufzudecken. Insbesondere stehen hierbei die Wahl geeigneter Indikatoren sowie die Gestaltung eines Messsystems zur besseren Vergleichbarkeit der Berichtsleistungen im Vordergrund. Abschließend sollen – Bezug nehmend auf die gewonnenen Erkenntnisse – konkrete Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden.

Abstract

Companies recognize increasingly, that an illustration of financial key data is not enough to meet the ascending requirements of their stakeholders. In response to this fact the publishment of sustainability reports was intensified. Beside an illustration of the economic benefit, these reports also consider social and environmental aspects of the companies’ task.

This thesis tend to create an overview of the state-of-the-art of Corporate Social Responsibility Reporting, to show gaps, which arose from the development process and to deduce some future prospects out of it. The first part deals with a short historical abstract of the development of CSR and CSR-Reporting, with the finding of an appropriate definition and the presentation of the European Unions´ CSR-draft. In the second part the current legislation of CSR-Reporting will be presented. Furthermore some reasons were disclosed, which lead companies to publish sustainability reports without any obligation.

The core of this thesis is a comparison of the reporting practices in four selected EU Member States. This analysis should point out potential parallels and differences in the reporting practices in these Member States, from which three States have an obligation to publish such information and one State has not. In particular the focus lies on the choice of adequate indicators and the constitution of a measurement system, which lead to better comparability of the reporting performance. Finally, referring to the gained findings, concrete development prospects should be mentioned.

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Seit geraumer Zeit rückt der Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung unter der Bezeichnung „Corporate Social Responsibility“ (nachfolgend CSR) immer deutlicher in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns.[1] Durch die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Wandel in der Gesellschaft, der zu einer Sensibilisierung der Konsumenten führte, stehen Unternehmen einer Vielzahl von kritischen Anspruchsgruppen gegenüber, die eine erhöhte Verantwortungsübernahme einfordern.[2]

Diesen Entwicklungen zufolge setzten sich Unternehmen verstärkt mit ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinander und erkannten, dass eine reine Finanzberichterstattung nicht mehr ausreichend war, um diesen geänderten Bedingungen nachzukommen.[3] Daher reagierten sie mittels der Veröffentlichung von freiwilligen Nachhaltigkeitsberichten[4], die neben der finanziellen Leistung auch Aussagen zur ökologischen und sozialen Performance des Unternehmens machten. Im Gegensatz zur Darstellung der ökonomischen Leistung mittels Kennzahlen, die sich bereits weitgehend etabliert hat, handelt es sich bei der Abbildung der „Nachhaltigkeitsleistung“ um einen sehr komplexen und weitschichtigen Bereich, für welchen sich bislang noch keine einheitliche Definition herausbilden konnte.[5] Diese Tatsache sowie die weitgehend mangelnde Verankerung im Gesetz resultiert bei Unternehmen nicht selten in einer Uneinigkeit über die inhaltliche Ausrichtung der Nachhaltigkeitsberichte.

Trotz der enormen Anzahl an Leitfäden, die sich im Laufe der Zeit zu dieser Thematik entwickelt haben und Unternehmen den Umgang im Zusammenhang mit CSR-Reporten erleichtern sollen[6], existieren kaum anerkannte Leistungsparameter, die eine Quantifizierung dieser „weichen“ sozialen und ökologischen Faktoren ermöglichen. Aufgrund dieser fehlenden Angaben tendieren Unternehmen in der Regel zu einer sehr subjektiven Ausgestaltung der Berichte und präsentieren vorwiegend positive Informationen, wodurch der Informationsgehalt geschmälert und die Verlässlichkeit der Berichte vielerorts in Zweifel gestellt wird.[7] Aus diesem Grund sollten Unternehmen ihre Schwachstellen bereits von Beginn an offen kommunizieren, um Vertrauen in der Gesellschaft aufzubauen. Darüber hinaus könnte auch die Durchführung einer externen Prüfung, die zwar stets empfohlen wird, aber aufgrund des weitgehend freiwilligen Charakters von CSR-Reporten noch unverbindlich ist, zu einer Stärkung der Glaubwürdigkeit beitragen.[8]

Ein weiteres Problem ergibt sich durch die heftige Diskussion[9] über eine Verpflichtung zum CSR-Reporting bzw. der Beibehaltung des Freiwilligkeitsgedankens. Obwohl die Nachhaltigkeitsberichterstattung grundsätzlich freiwillig ist, kann dieses Instrument dennoch nicht mehr vollständig der freiwilligen Berichterstattung zugerechnet werden, da bereits einige Länder erste Maßnahmen in Richtung eines verpflichtenden CSR-Reporting gesetzt haben. Da die Länder in der Folge eine unterschiedliche Herangehensweise im Bezug auf die Berichterstellung pflegten, haben sich sehr unterschiedliche Berichte herausgebildet, die keine Vergleichsmöglichkeit untereinander zuließen.

Für die interessierten Stakeholder stellt sich somit die Herausforderung, aus der Informationsflut[10], die die Berichte vielerorts bereitstellen, der Realität entsprechende Informationen von reinen Imagebroschüren zu unterscheiden. Denn nur aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen zu einer Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsleistung heißt das noch nicht, dass es sich dabei ausschließlich um qualitativ hochwertige Informationen handelt. Oft nutzen Unternehmen dieses Berichtsinstrument lediglich für eine umfassende Selbstdarstellung[11], verzichten jedoch auf die Offenlegung sensibler Themen und integrieren die Stakeholder nur unzureichend in den Berichterstellungsprozess.

1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit

Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über den derzeitigen Stand des Corporate Social Responsibility Reporting zu generieren, etwaige Lücken darzustellen und daraus gezielte Entwicklungsperspektiven abzuleiten. Dazu wird in einem ersten Schritt versucht, einen geeigneten Bezugsrahmen durch eine CSR-Definition sowie ein CSR-Konzept zu schaffen, welches das derzeitige CSR-Verständnis in der Europäischen Union am geeignetsten abbildet und einen Eckpfeiler dieser Arbeit darstellen wird. Daraus abgeleitet wird sodann eine Definition für CSR-Reporting ausgewählt und die derzeit bestehenden Regulierungen zu einem CSR-Reporting innerhalb der EU aufgezeigt.

Aufgrund des weitgehend freiwilligen Charakters eines CSR-Reporting sollen auch die Beweggründe, die bei Mitgliedsstaaten ohne gesetzliche Verpflichtungen zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten führen, erörtert werden. Das Kernstück dieser Diplomarbeit stellt ein Vergleich der Berichterstattungspraktiken in ausgewählten Ländern dar, welcher die Möglichkeit eröffnen soll, etwaige Parallelen bzw. Unterschiede in der Berichtsintensität von Ländern mit einer gesetzlichen Verpflichtung sowie Staaten ohne einer solchen aufzudecken. Insbesondere stehen hierbei die Wahl geeigneter Indikatoren sowie die Gestaltung eines Messsystems im Vordergrund, durch welches eine bessere Vergleichbarkeit sowie eine objektive Beurteilung in Bezug auf die dargestellte Nachhaltigkeitsleistung der Berichte ermöglicht werden soll. Der Auswahlprozess dieser Indikatoren stützt sich auf eine Analyse unterschiedlicher Instrumente des CSR-Reporting, wobei die Global Reporting Initiative (nachfolgend GRI) aufgrund ihres Bekanntheitsgrades am eingehendsten betrachtet wird. Abschließend sollen – Bezug nehmend auf die gewonnenen Erkenntnisse – konkrete Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden.

Aus den erläuterten Zielen lassen sich die folgenden Forschungsfragen ableiten:

(1) Welche Umstände bewegen Unternehmen, die in Ländern ohne jegliche Verpflichtung zu einem CSR-Reporting agieren, zur Durchführung einer gänzlich freiwilligen Berichterstattung?
(2) Welche inhaltlichen Parallelen bzw. Unterschiede ergeben sich bei der Berichterstattung von Ländern, in denen bereits Verpflichtungen zur Durchführung eines CSR-Reporting bestehen und Ländern, die ihre Nachhaltigkeitsberichte gänzlich auf freiwilliger Basis erstellen?
(3) Welche Indikatoren ermöglichen eine objektive sowie vergleichbare Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung in den untersuchten EU-Mitgliedsstaaten?

2 Corporate Social Responsibility

2.1 Entstehungsgeschichte

Der Begriff Corporate Social Responsibility stellt keineswegs ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit[12] dar, vielmehr weist er eine lange Historie auf. Diese reicht bereits in die Antike bzw. in das Spätmittelalter zurück, in welchem bei Unternehmen vermehrt eine gesellschaftliche Verantwortung beobachtet werden konnte.[13] Ausgehend von den USA wurde diese Thematik in den 1930er Jahren erneut aufgegriffen und gelangte, geprägt durch einen intensiven Dialog mit zahlreichen Stakeholdern, über die Jahre hinweg über das Vereinigte Königreich nach Europa.[14]

Während in den 1970er Jahren das Hauptaugenmerk auf die soziale Verantwortung der Unternehmen gerichtet wurde, als Beispiel sei an dieser Stelle das Davoser Manifest von 1973[15] genannt, so fand im folgenden Jahrzehnt eine Umweltbewegung statt, deren Fokus rein auf der ökologischen Verantwortung der Unternehmen lag.[16] Zur Messung des sozialen Engagements in Unternehmen wurden vielerorts Sozialbilanzen erstellt, welche nach einer Empfehlung des „Arbeitskreises Sozialbilanz-Praxis“ aus einem Sozialbericht, einer Wertschöpfungsrechnung und einer Sozialrechnung bestehen und über die sozialen Kosten und den sozialen Nutzen der Unternehmensaktivitäten berichteten.[17] Sozialbilanzen konnten sich allerdings aufgrund der nur unzureichenden Bewertung von sozialem Nutzen und Kosten sowie einer mangelnden Vergleichbarkeit der Berichte untereinander nicht durchsetzen und wurden durch Umweltberichte abgelöst. Diese werden definiert als „Gesamtheit aller Maßnahmen zur sachgerechten und wahrheitsgemäßen Unterrichtung von unternehmensinternen und/oder –externen Zielgruppen über umweltrelevante Fragen des Unternehmens oder des Standorts“.[18] Diese Erläuterungen über Erfolge, Problembereiche und Umweltwirkungen, welche durch die Unternehmen verursacht werden[19], spiegeln sich in der Betriebswirtschaftlehre bis heute besonders in den Funktionsbereichen Controlling[20] und Produktion[21] wider.[22]

In den 1990er Jahren fanden vermehrt die Begriffe Sustainable Management[23], Corporate Citizenship[24] und Corporate Social Responsibility Anwendung[25], wobei im Vergleich zu der oben dargestellten Entwicklung des Begriffs CSR heutzutage ein deutlich breiteres Themenspektrum umfasst. Demnach stehen nicht mehr einzelne Bereiche wie Soziales oder Aspekte des Umweltschutzes im Vordergrund, vielmehr besteht die Aufgabe von Unternehmen darin, basierend auf dem Gedanken der Nachhaltigkeit[26], sowohl Verantwortung in den drei Bereichen Soziales, Ökonomie und Ökologie zu übernehmen als auch die Ziele derselben aufeinander abzustimmen. Dieses Konzept ist in der Praxis auch unter dem Namen „magisches Dreieck“[27] bzw. „triple bottom-line“ bekannt und soll anhand der folgenden Abbildung verdeutlicht werden.[28]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: „Triple bottom-line“-Nachhaltigkeitskonzept[29]

2.2 Definition

Trotz des umfangreichen Literaturangebots zu dem Themenkomplex CSR hat sich bislang noch keine einheitliche Definition herausgebildet.[30] Hingegen existierten im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Ansätze, Konzepte und Definitionen bezüglich CSR nebeneinander, deren Vielzahl auf regionale, geografische, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.[31]

Im Folgenden werden die bedeutendsten Konzepte und Definitionen zu CSR in chronologischer Form kurz erläutert, um die Weitläufigkeit dieses Begriffs aufzuzeigen. Während Milton Friedman sich 1970 zu dem Begriff der sozialen Verantwortung noch mit dem Statement „The social responsibility of business is to increase its profits“[32] äußerte und somit rein die Gewinnerzielungsabsicht[33] in den Mittelpunkt der unternehmerischen Verantwortung stellte, legten dessen Nachfolger den Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung deutlich umfassender aus.[34] Diese betonten in ihren Ausführungen, dass eine Erfolgserzielung seitens der Unternehmen erst durch eine gezielte Verantwortungsübernahme gegenüber den Stakeholdern[35] möglich wäre, da diese durch ihre Einflussmöglichkeiten die unternehmerischen Handlungsspielräume deutlich einschränken könnten.[36]

Eines der bekanntesten Konzepte in Bezug auf corporate social responsibility wurde im Jahr 1979 von Archie Caroll entwickelt und 1996 überarbeitet. Demnach wird die unternehmerische Verantwortung mittels einer Pyramide dargestellt, die die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten eines Unternehmens im Zeitablauf aufzeigt. Anhand der nachfolgenden Abbildung werden die einzelnen Verantwortlichkeiten voneinander abgegrenzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: Die Pyramide des Corporate Social Responsibility[37]

Basis bzw. Voraussetzung bildet die wirtschaftliche Verantwortung, die den Grundstein für alle weiteren Verantwortlichkeiten legt. Als zweite Stufe fungiert die gesetzliche Verantwortung, welche die Einhaltung der Gesetze von den Unternehmen fordert. Die ethische Verantwortung stellt die nächste Stufe dar, die von den Unternehmen erwartet, Stakeholdern eine gewisse Fairness entgegenzubringen bzw. ungerechtfertigte Handlungen gegenüber diesen Akteuren zu unterlassen. An der Spitze dieses Modells befindet sich die philanthropische Verantwortung, welche sich mit dem unternehmerischen Engagement befasst und somit über die gesetzliche und ethische Verantwortung hinausgeht. Charakteristisch für diese Verantwortlichkeitsstufe sind freiwillige Handlungen für die Gesellschaft wie eine Förderung der örtlichen Schulen, Sponsoring von Sportveranstaltungen oder auch die Förderung von Freizeitaktivitäten für die Mitarbeiter und deren Familien.[38]

Die oben angesprochenen Konzepte wurzeln hauptsächlich im angloamerikanischen Raum. In Europa konnte allerdings erst in den vergangenen Jahren eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex verzeichnet werden. Durch die stetig ansteigende Zahl von Tagungen, Vorträgen und Veröffentlichungen[39] hat dieser Begriff aber sehr schnell an Bedeutung gewonnen und es bildete sich ein übereinstimmendes Verständnis zu CSR heraus.[40] Demnach wird CSR im europäischen Raum als die gesellschaftliche Verantwortung verstanden, die neben der „ökonomischen Logik“[41] auch ökologische und soziale Gesichtspunkte im Unternehmensalltag umfasst. Vielfach wird „Corporate Social Responsibility“ im deutschen Sprachgebrauch mit „sozialer“ Verantwortung übersetzt. Diese Übersetzung ist jedoch nicht besonders treffend, da das englische Wort „social“ ein umfassenderes uneigennütziges Engagement beschreibt.[42]

Eine ähnliche Definition, die dieser Diplomarbeit zugrunde liegt, weist auch das CSR-Grünbuch[43] auf, welches im Jahr 2001 von Seiten der Europäischen Kommission erlassen wurde. CSR wird dabei als ein Konzept definiert, „das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“.[44] Die Europäische Kommission spricht hierbei einen sehr großen Kreis von Stakeholdern an, indem sie bei ihrer Definitionen sowohl Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Kreditgeber, Zulieferer als auch Standorte, Nichtregierungsorganisationen, Medien und staatliche Stellen miteinschließt.[45]

Diese Definition beruht auf dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung[46], weshalb dieses in der Folge in seinen Grundzügen erläutert wird. Weiters gelang es der Europäischen Kommission mit dieser Veröffentlichung die bedeutendsten Rahmenbedingungen des derzeitigen europäischen CSR-Verständnisses zu umreißen. Da der Fokus dieser Diplomarbeit deutlich auf dem europäischen Raum liegt, wird im Anschluss an den Begriff der Nachhaltigkeit das CSR-Konzept, welches von der Europäischen Union erarbeitet wurde, vorgestellt.

2.3 Konzept der nachhaltigen Entwicklung

Im 18. Jahrhundert wurde der Begriff der Nachhaltigkeit sehr oft mit der Forstwirtschaft in Verbindung gebracht. Demnach durfte nur so viel Holz gefällt werden, wie auch wieder nachwachsen konnte.[47] Im Unterschied dazu konzentriert sich der Begriff der Nachhaltigkeit heute nicht mehr rein auf die ökologische Komponente, sondern umfasst auch soziale und ökonomische Aspekte und weist dadurch eine hohe Konformität mit dem europäischen CSR-Verständnis auf.[48] Weiters kann eine enge Verflechtung[49] der beiden Begriffe CSR und Nachhaltigkeit in der Mitteilung der Kommission betreffend die soziale Verantwortung von Unternehmen beobachtet werden, da diese den Untertitel „ein Unternehmensbeitrag zur nachhaltigen Entwicklung“[50] trägt.

Die wohl bedeutendste Definition einer nachhaltigen Entwicklung wurde 1983 von der Brundtland-Kommission erarbeitet[51], welche eine Entwicklung als nachhaltig betrachtet, wenn sie „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.[52] Dieses Verständnis der inter- und intragenerativen Gerechtigkeit wird auch unter dem europäischen CSR-Begriff vertreten. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Begriffen CSR und Nachhaltigkeit ergibt sich jedoch in Bezug auf die bereits angesprochenen Zieldimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Während bei der Nachhaltigkeitsdefinition alle drei Dimensionen gleichgestellt sind, bezieht sich das europäische Verständnis von CSR primär auf die beiden Bereiche Ökologie und Soziales. Der Erfolg als wirtschaftliche Komponente wird hingegen oft als Rahmenbedingung dieses Konzept gesehen bzw. als Folge, die erst aus der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung resultiert.[53]

Neben der Brundtland-Kommission, die auch unter dem Namen „Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“ bekannt ist, haben insbesondere die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (auch bekannt unter dem Namen Erdgipfel) im Jahr 1992 und der Weltgipfel in Johannesburg im Jahr 2002 zur Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens beigetragen.[54] Zahlreiche Veröffentlichungen und Mitteilungen als Ergebnis dieser Zusammentreffen haben das heutige Verständnis einer nachhaltigen Entwicklung sichtlich geprägt.

2.4 CSR-Konzept der Europäischen Union

2.4.1 Allgemein

Basierend auf dem Modell der nachhaltigen Entwicklung wurde von Seiten der Europäischen Union ein Konzept entwickelt, welches das europäische CSR-Verständnis widerspiegelt und in der Folge in seinen Grundzügen erläutert wird. Zu Beginn erfolgt eine Stellungnahme zu den drei Bereichen bzw. Säulen, in welchen Unternehmen aufgefordert werden, Verantwortung zu übernehmen. Desweiteren werden die bedeutendsten Komponenten des Corporate Social Responsibility nach europäischem Verständnis umrissen. Abschließend folgt eine Beschreibung der Instrumente, mit deren Hilfe CSR in den Unternehmen erfolgreich implementiert werden kann.

2.4.2 Säulen des CSR

2.4.2.1 Ökonomie

Um einen wirtschaftlichen Wohlstand in der europäischen Union zu garantieren, wird eine Verantwortungsübernahme in den folgenden Bereichen vorausgesetzt. Zum einen soll in eine innovationsfreudige, wettbewerbsfähige und ökologisch effiziente Wirtschaft investiert werden, zum anderen soll Vollbeschäftigung mit einem angemessenen Einkommen sowie einer hohen Qualität der Arbeitsplätze gewährleistet werden.[55]

Von besonderer Bedeutung ist zudem eine verstärkte Berücksichtigung der Kunden- und Verbraucherinteressen, da es aufgrund der aktuellen CSR-Diskussion zu einer Sensibilisierung derselben kam.[56] Die genannte Stakeholder-Gruppe fordert zunehmend eine gesteigerte Produktsicherheit sowie eine faire Preisgestaltung.[57] Darüber hinaus stellen Korruptionsbekämpfung und Vermeidung von Kinderarbeit einen zusätzlichen wirtschaftlichen Verantwortungsbereich dar.[58] Insbesondere größere Unternehmen, die Teile ihrer Produktion nach außen vergeben, sollten in diesem Zusammenhang bedenken, dass ihre soziale Leistung auch durch die Handlungen ihrer Zulieferer beeinflusst werden kann.[59] Für Großunternehmen ist deshalb eine bedachte Vorgehensweise bei der Lieferantenauswahl im Sinne eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements unabdingbar.

2.4.2.2 Ökologie

Diese Dimension umfasst unter anderem die Erhaltung der Arten- und Landschaftsvielfalt oder die Durchführung gezielter Umweltschutzmaßnahmen.[60] Hierbei seinen beispielsweise die Reduktion der Umweltverschmutzung bzw. des Ressourcenverbrauchs und die damit einhergehenden sinkenden Schadstoff- bzw. Müllentsorgungskosten genannt. Nach der Durchführung solcher Maßnahmen konnten Unternehmen vermehrt feststellen, dass ein zweckmäßiger Umgang der vorhandenen Ressourcen zu einer sichtlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit führt. In diesem Zusammenhang wird in der Regel von „Win-Win“ Situationen gesprochen, da sowohl ein Nutzen für die Umwelt als auch für die Wirtschaft gestiftet wird.[61]

2.4.2.3 Soziales

Bestrebungen im sozialen Bereich konzentrieren sich vor allem auf eine „Förderung einer demokratischen, gesunden, sicheren und gerechten Gesellschaft, die sich auf soziale Integration und Zusammenhalt stützt, die Grundrechte und die kulturelle Vielfalt achtet, die Gleichstellung von Männern und Frauen gewährleistet und Diskriminierung jeglicher Art bekämpft“.[62] Diese Aussage wurde deshalb gewählt, da sie die wichtigsten Eckdaten der sozialen Verantwortung in sehr komprimierter Form wiedergibt. Im Bezug auf den Begriff der Diskriminierung wird von Seiten der Europäischen Kommission ergänzt, dass solch eine Vorgehensweise insbesondere zur Zielerreichung der europäischen Beschäftigungsstrategie beitragen würde, welche eine Reduzierung der Arbeitslosenrate sowie eine Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung vorsieht und bereits unter Kap. 2.4.2.1 erwähnt wurde.[63]

Durch diese Ausführungen soll der starke Zusammenhang zwischen den drei Dimensionen nochmals verdeutlicht werden. Eine isolierte Betrachtung von lediglich einer bzw. zweier Dimensionen würde aufgrund der ständigen Wechselwirkungen[64], denen die drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales ausgesetzt sind, zu keinem wirtschaftlichen Ergebnis führen. Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit sollten deshalb stets unter Einbeziehung aller drei Dimensionen erfolgen.

2.4.3 Kernkomponenten des CSR

2.4.3.1 Betriebswirtschaftliche Komponente

Einer der bedeutendsten Themenbereiche von CSR untersucht die betriebswirtschaftlichen Erfolgswirkungen, die sich durch eine Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für Unternehmen ergeben können und spricht in diesem Zusammenhang von CSR als business case.[65] Demnach können Unternehmen nur dann im Wettbewerb fortbestehen, wenn sie neben der ökonomischen Logik auch gezielt Maßnahmen im sozialen und ökologischen Bereich durchführen.[66]

Um durch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung einen Wertschöpfungsbeitrag[67] für das Unternehmen zu erzielen, ist es von enormer Bedeutung, sich dabei an der Unternehmensstrategie bzw. den –zielen zu orientieren[68]. Viel zu oft werden gesellschaftliche Aktivitäten jedoch unkoordiniert bzw. ohne jegliche Orientierung an den strategischen Interessen des Unternehmens gesetzt. Dadurch entsteht die Gefahr, dass wertvolle Chancen zur Generierung neuer Wettbewerbsvorteile ungenutzt bleiben.[69] Als Beispiel hierfür begannen Unternehmen bereits in den 1960er Jahren nach amerikanischem Vorbild, sich je nach deren favorisierten Interessensgebieten für Sport, Kultur oder Umwelt einzusetzen[70]. Gelingt es dem Unternehmen allerdings, soziale und unternehmerisch strategische Interessen miteinander in Einklang zu bringen, führt dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Identitätssteigerung bzw. zu einem Reputationsaufbau.[71]

2.4.3.2 Strategische Komponente

Sehr eng verknüpft mit der betriebswirtschaftlichen Komponente ist wie bereits angedeutet die strategische Komponente. Strategisches CSR legt den Fokus auf gesellschaftliches Engagement in unternehmensnahen Bereichen, welches zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit führt. Dies machte sich beispielsweise das Unternehmen Toyota zu Nutze, indem es ein innovatives Fahrzeug mit „Hybridantrieb“[72] entwickelte. Durch den geringen Schadstoffausstoß sowie dem geringen Benzinverbrauch im Vergleich zu bestehenden Fahrzeugen anderer Hersteller erzielte Toyota nicht nur einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, sondern konnte durch die umweltfreundliche Bauweise des Automobils auch einen deutlichen Imagezuwachs verzeichnen.[73]

Diese Ausführungen belegen somit die Bedeutung einer strategischen Ausrichtung von CSR. Im Gegensatz zu gesellschaftlichen Maßnahmen, die auf einem moralischen Verpflichtungsgefühl[74] basieren bzw. erkennbar auf den persönlichen Interessen der Unternehmer beruhen, unterstützt strategisches CSR die Unternehmen beim Aufbau einer einzigartigen Wettbewerbsposition und verhilft ihnen zu einem langfristigen Erfolg.[75]

2.4.3.3 Dynamische Komponente

Eine weitere wichtige Komponente des europäischen CSR-Konzepts stellt neben der strategischen Ausrichtung vor allem die dynamische Wechselbeziehung zwischen Stakeholdern und Unternehmen dar.[76] Aufgrund der sich laufend ändernden Anforderungen der Stakeholder sind Unternehmen bestrebt, ihre CSR-Aktivitäten in ständiger Abstimmung mit den Stakeholder-Interessen zu überarbeiten und weiterzuentwickeln, um von der Gesellschaft als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen angesehen zu werden.

2.4.3.4 Kommunikative Komponente

Um die Ergebnisse der geleisteten CSR-Aktivitäten an die Stakeholder zu übertragen, bedarf es einer integrierten und verlässlichen Unternehmenskommunikation.[77] Um dies zu gewährleisten, wird von den Unternehmen ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit, Transparenz und Dialogorientierung[78] sowie eine Einbettung der Aktivitäten in die Gesamtunternehmensstrategie gefordert.[79] Zur sachgerechten Berichterstattung stehen den Unternehmen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung, aus denen sie je nach Interessenslage der Stakeholder geeignete Instrumente auswählen können. An dieser Stelle seien beispielsweise klassische Instrumente wie Printmedien oder das Internet als neuere Kommunikationsform genannt, welches in den letzten Jahren sichtlich an Bedeutung gewonnen hat.[80]

2.4.3.5 Freiwillige Komponente

Die Europäische Kommission definiert CSR als gesellschaftliche Verantwortung, die auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht.[81] In diesem Zusammenhang wird unter Freiwilligkeit eine Verantwortungsübernahme verstanden, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.[82] Unternehmen können hierbei frei entscheiden, in welchem Ausmaß CSR-Aktivitäten gesetzt werden und inwiefern diese in die Unternehmensstrategie eingebunden werden.[83] Einhergehend mit diesem Grundsatz werden Vorschriften von Seiten der Europäischen Kommission nicht befürwortet. Dennoch kommt es immer häufiger vor, dass Druck in Richtung einer Regulierung auf die Unternehmen ausgeübt wird. So beispielsweise Frankreich, welches zusätzlich zur Finanzberichterstattung auch Informationen über soziale und Umweltbelange von den Unternehmen fordert.[84]

2.4.4 Instrumente des CSR

2.4.4.1 Gütesiegel

Zunehmend kann beobachtet werden, dass die Kaufentscheidung der Kunden nicht primär durch eine hohe Produktqualität beeinflusst wird, sondern ebenso von einer hohen sozialverträglichen Produktion bestimmt wird. Viele Verbraucher weisen darauf hin, dass sie für derart produzierte Güter eine deutlich höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen würden, in der Praxis handeln jedoch nur sehr wenige Kunden dementsprechend.[85] In diesem Zusammenhang befürworten Kunden insbesondere Aspekte wie die Einhaltung des Arbeitsschutzes sowie eine Achtung der Menschenrechte über die gesamte Supply Chain hinweg. Darüber hinaus wird auch auf die Rücksichtnahme des Umweltschutzes mit besonderem Hinblick auf eine Reduktion von Treibhausemmissionen Wert gelegt.[86]

In der Folge sind unterschiedliche Gütesiegel für den Sozial- und Umweltbereich der Unternehmen entstanden. Für diese existieren allerdings keine einheitlichen Normierungen[87], vielmehr ist hierbei die Rede von marktgestützten Anreizsystemen, die zu einer Stärkung des Sozialbewusstseins sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern führen sollen. Diese CSR-Instrumente finden derzeit nur beschränkt Anwendung, da sie meist bei Nischenprodukten wie Import oder Luxusgütern wiederzufinden sind. Dementsprechend gering ist auch der Marktanteil dieser Siegel bzw. die Käuferschicht, da solche Nischenprodukte meist nur eine sehr komprimierte Zielgruppe ansprechen. Ein weiterer Nachteil kann in der fehlenden Überprüfung durch eine unabhängige Instanz gesehen werden.[88] Die Tatsache, dass keine offiziellen Regelungen zur Erstellung dieser Siegel existieren, birgt die Gefahr einer ständig ansteigenden Zahl von Gütesiegeln, was lediglich zu einer Verwirrung der angesprochenen Verbrauchergruppen führen würde.[89]

Als regulierende Gegenmaßnahme könnte eine verpflichtende Prüfung der bestehenden und auch der zu veröffentlichenden Gütesiegel eingeführt werden. Bisher gibt es nur sehr wenige Gütesiegel, die aufgrund ihrer Prüfung durch unabhängige Stellen einerseits objektive, vertrauenswürdige Produktinformationen für die Verbraucher bereitstellen und andererseits die Glaubwürdigkeit der zertifizierten Produkte deutlich verbessern.[90]

Als das bekannteste Gütesiegel im europäischen Kontext sei an dieser Stelle das EU-Umweltzeichen, welches als Logo eine Blume trägt, genannt. Dieses wird ausschließlich für Produkte vergeben, die die höchsten umweltschutzrechtlichen Anforderungen[91] innerhalb eines Produktbereichs[92] erfüllen. Die Vergabe dieses EU-Umweltzeichens ist gekoppelt an eine eingehende Prüfung zahlreicher Kriterien, bei der diejenigen Produkte herausgefiltert werden, die bezogen auf den gesamten Produktlebenszyklus den geringsten Einfluss auf die Umwelt ausüben. Beginnend bei einer Untersuchung des Rohmaterials werden systematisch alle Produktionsstufen bis hin zur Distribution und eventuellen Wartungsmaßnahmen durchlaufen. Dieser eingehende Zertifizierungsprozess dieses freiwilligen Gütesiegels führte in der EU, aber auch in Norwegen, Liechtenstein und Island zu einer transparenten Referenz für eine stetig steigende Anzahl von Verbrauchern, die mit dem Kauf von sozialverträglichen Produkten einen Beitrag zur Reduktion der Umweltverschmutzung leisten möchten.[93]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: Umweltzeichen der Europäischen Union (die „Blume“)[94]

2.4.4.2 Verhaltenskodizes

Ein weiteres Instrument zur Bekundung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen stellen Verhaltenskodizes dar. Mithilfe dieser verpflichten sich Unternehmen auf freiwilliger Basis zur Einhaltung von sozialen, ökologischen und sonstigen Prinzipien[95] und verlangen zugleich auch von deren Zulieferern, Nachunternehmen und Lizenznehmern die Befolgung derselben Prinzipien.[96] Unternehmen sehen darin die Möglichkeit, ihr Image zu verbessern bzw. negativen Verbraucherreaktionen vorzubeugen.[97] Darüber hinaus werden Verhaltenskodizes genutzt, um positive Entwicklungen im sozialen und ökologischen Bereich zu erzielen und gleichermaßen ökonomische Erfolge zu verwirklichen.[98]

Bei der Erstellung von Verhaltenskodizes haben Unternehmen die Möglichkeit, sich bereits bestehenden Initiativen anzuschließen oder je nach Zielsetzung des Unternehmens einzelne Prinzipien zu übernehmen. Die bedeutendsten Organisationen[99] auf internationaler Ebene, die sich mit der Erstellung von Verhaltenskodizes auseinandergesetzt haben, sind die „International Labour Organization“ (nachfolgend ILO), die „Organisation for Economic Co-operation and Development (nachfolgend OECD) und „United Nations“ (nachfolgend UN).[100] Je nach Organisation werden unterschiedliche Themenkreise mit unterschiedlicher Intensität in die Standards integriert, wobei die vorherrschenden Themen unter den Schlagworten Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Menschenrechte subsumiert werden können.[101]

Da die Einhaltung der Prinzipien nach der Erstellung eines Verhaltenskodex nicht automatisch garantiert werden kann, bedarf es einer laufenden Überprüfung. Um die Glaubwürdigkeit solch eines verifizierten Kodex zu gewährleisten, sollten Unternehmen einen möglichst großen Kreis an Stakeholdern in den Prüfungsprozess miteinbeziehen, da es ansonsten relativ einfach zu einer Manipulation der Prüfung kommen könnte. Um dieses Risiko zusätzlich zu minimieren, sollten einerseits interne und externe Personen an dem Verifizierungsprozess beteiligt werden[102], andererseits wäre es sinnvoll, klare Regeln und eventuelle Sanktionsmaßnahmen bei Nichteinhaltung der Prinzipien zu definieren.

2.4.4.3 Nachhaltigkeitsberichterstattung

Neben verifizierten Produkten und der Einhaltung von Prinzipien im Zusammenhang mit Menschenrechten, Arbeitsbedingungen und Umweltschutz fordern Stakeholder zusätzlich meist sehr detaillierte Informationen über die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen.[103] Um interessierte Stakeholder gezielt über die geleisteten CSR-Maßnahmen aufzuklären, wurden in der Folge vor allem von größeren Unternehmen sogenannte CSR-Berichte unter dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ veröffentlicht.[104] Für diese dreidimensionale Berichterstattung, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Indikatoren gleichermaßen beinhaltet[105], ist ein gezielter, kontinuierlicher Dialog mit den Stakeholdern unerlässlich. Dadurch können nicht nur die für die Stakeholder relevanten Informationen in Erfahrung gebracht werden, sondern auch die Transparenz der Berichte und das Vertrauen der unterschiedlichen Interessengruppen gestärkt sowie die Dialogbereitschaft und Offenheit des Unternehmens bekundet werden.[106]

Da diese Art der integrierten Berichterstattung im Vergleich zu isolierten Berichtsinstrumenten wie dem einfachen Umweltbericht noch in seinen Anfängen steckt, herrscht unter den Anwendern vielerorts Uneinigkeit über Faktoren wie beispielweise die zu verwendenden Indikatoren, die Art der offenzulegenden Informationen bzw. über das Berichterstattungsformat.[107] Als Folge haben sich stark divergierende Berichte herausgebildet, die kaum miteinander vergleichbar waren. Dementsprechend begannen einige Institutionen mit der Entwicklung von Leitlinien und Standards, die Unternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten unterstützen sollen.[108].

Diese kurze Einführung diente dazu, den Begriff der Nachhaltigkeitsberichterstattung unter die Instrumente des Corporate Social Responsibility einzuordnen. Nach dieser groben Zuordnung dieser Begrifflichkeit widmet sich das folgende Kapitel einer eingehenden Betrachtung der Grundlagen eines CSR-Reporting.

3 Corporate Social Responsibility Reporting

3.1 Entstehungsgeschichte

Ebenso wie der Begriff des Corporate Social Responsibility blickt auch die Bezeichnung des Corporate Social Responsibility Reporting auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurück. So wurde die klassische Finanzberichterstattung, die ihre Ursprünge bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts trägt und die Basis für sämtliche weitere Ausgestaltungsformen der Berichterstattung bildet, stetig um zusätzliche Aspekte ergänzt. Diese Erweiterungen in der Unternehmensberichterstattung spiegeln die gesellschaftlichen und politischen Trends, die sich zu dieser Zeit ereigneten, wider.[109]

Erste Ansätze eines CSR-Reporting reichen bis in die 1970er Jahre zurück, ein tatsächlicher Trend in Richtung einer Nachhaltigkeitskommunikation kann in Europa allerdings erst seit Beginn der 1990er Jahre beobachtet werden. In Folge eines negativen Weltwirtschaftswachstums, welches die 1970er Jahre weitgehend prägte, wurden Unternehmen aufgefordert, über deren soziale Leistungen und gesellschaftliche Verantwortung zu berichten. Aufgrund einer mangelnden Zielgruppenorientierung sowie der Instrumentalisierung des Sozialberichts als bloße PR-Maßnahme[110] konnte sich diese Art der Berichterstattung mit Ausnahme von Frankreich allerdings nicht durchsetzen.[111]

In den 1980er Jahren geriet der Umweltschutz durch Katastrophen wie Tschernobyl oder ähnliche Störfälle[112] immer häufiger in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses und Unternehmen wurden in der Regel als Hauptverursacher für diese Missstände zur Verantwortung gezogen. Als Reaktion veröffentlichten zahlreiche Unternehmen, sowohl aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen als auch freiwillig, Umweltberichte[113], um dadurch einem drohenden Legitimitätsentzug entgegenzuwirken und unterschiedliche Stakeholder über deren ökologische Aktivitäten und Auswirkungen zu informieren.[114] Doch die Anspruchsgruppen empfanden diese Art der Berichterstattung sehr bald als selbstverständlich und forderten zusätzliche Informationen.[115]

Somit entstand nach der traditionellen Finanzberichterstattung, der Sozial- und Umweltberichterstattung schließlich mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung eine neue Gestaltungsform. Mittels dieses Instruments der Unternehmenskommunikation, welches Ende der 1990er Jahre eingeführt wurde, sollten die drei vorab genannten Berichtstypen im Sinne der Nachhaltigkeit zu einem integrierten Bericht zusammengeführt werden. Die dadurch entstehende Gesamtaufnahme der nachhaltigen Unternehmensleistung gewährt den Stakeholdern einen Einblick, inwieweit die Unternehmen zur Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens beitragen.[116] Darüber hinaus sollen durch diese integrierte Sichtweise auch die Wechselwirkungen und Zielkonflikte der drei Nachhaltigkeitssäulen, die bis zu diesem Zeitpunkt durch die isolierte Betrachtung noch keine Berücksichtigung fanden, eingehend analysiert werden.[117] Im Zuge der Beschreibung der Wechselwirkungen könnte beispielsweise betrachtet werden, inwiefern sich eine Übernahme ökologischer Verantwortung (Ressourceneinsparung) auf die wirtschaftliche Dimension (höherer Output und damit verbunden gesteigerter Unternehmenswert) auswirkt.

3.2 Definition Nachhaltigkeitsberichterstattung

Im Laufe der Zeit haben sich zum Begriff der Nachhaltigkeitsberichterstattung sehr unterschiedliche Bezeichnungen und damit einhergehend auch eine Vielzahl an Definitionen herausgebildet. Dennoch kann eine bestimmte Richtung aus den zahlreichen Definitionen abgeleitet werden, die im Folgenden durch beispielhafte Aussagen verdeutlicht werden soll. Einer Definition der GRI zufolge ist Nachhaltigkeitsberichterstattung „die Ermittlung, die Veröffentlichung und die Rechenschaftslegung der unternehmerischen Leistung gegenüber internen und externen Stakeholdern im Hinblick auf die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung“.[118] Eine CSR-Berichterstattung wird auch nicht selten durch eine kombinierte Darstellung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Sachverhalte im Unternehmen definiert.[119] Die zahlreichen Facetten von Nachhaltigkeitsberichten können durch die differierenden Begriffe wie CSR-Bericht, CSR-Reporting, Triple Bottom Line Reporting, Sustainability Reporting und Environment, Health and Safety Report nochmals verdeutlicht werden.[120] Die gesamte Breite dieser Begrifflichkeiten umfasst eine freiwillige Berichterstattung, die neben der wirtschaftlichen Komponente auch ökologische und soziale Aspekte einfließen lässt und wird daher im Umfang dieser Arbeit synonym verwendet.

Dennoch scheint eine Abgrenzung von ähnlich gelagerten Begriffen wie Value Reporting und Sozial- und Umweltberichterstattung notwendig, um Verwechslungen vorzubeugen. Begriffe wie der Umweltbericht bzw. der Sozialbericht lassen sich dahingehend abgrenzen, dass sich diese nur mit einem Teilbereich des CSR-Reporting beschäftigen und diesen isoliert betrachten. Eine integrierte Nachhaltigkeitsberichterstattung kann daher als wesentliche Weiterentwicklung bzw. Ergänzung des bestehenden Konzepts gewertet werden[121], bei welchem noch zahlreiche separate Berichte nebeneinander erstellt werden.

Unter Value Reporting werden sämtliche gesetzliche und freiwillige Komponenten der Berichterstattung verstanden, die durch Angaben zu wertorientierten Managementkonzepten[122] des Unternehmens einen Beitrag zum Abbau der Informationsasymmetrien[123] zwischen Kapitalgebern und dem Unternehmen leisten.[124] Bei diesem zusätzlichen Informationsfluss handelt es sich grundsätzlich um finanzielle, wertorientierte Kennzahlen, die eine erhöhte Relevanz für Shareholder aufweisen und diesen eine Beurteilung des aktuellen Unternehmenswertes ermöglichen.[125] Darüber hinaus wird mit der Durchführung eines Value Reporting zumeist auch eine Steigerung des Unternehmensmarktwertes bezweckt.[126] Im Vergleich zum Value Reporting ist die CSR-Berichterstattung deutlich breiter gefasst. Einerseits beinhaltet diese nicht primär die Darstellung finanzieller Kennzahlen, sondern legt das Hauptaugenmerk auf die Veröffentlichung nichtfinanzieller Indikatoren. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal betrifft den Adressatenkreis, da sich CSR-Reporting nicht lediglich an dem eingeschränkten Leserkreis der Shareholder ausrichtet, sondern sehr unterschiedliche Anspruchsgruppen erreichen möchte.

Ähnlich der Vielfalt an Bezeichnungen, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben, existieren auch mehrere Arten zur Ausgestaltung von CSR-Berichten. Für Unternehmen besteht die Möglichkeit, spezifische Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen, die mittels einer eigenen Publikation über die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens berichten. Überdies können Unternehmen auch erweiterte Geschäftsberichte erstellen, bei welchen ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht in den gewöhnlichen Geschäftsbericht integriert wird.[127] Ein weiterer Weg, der von immer mehr Unternehmen eingeschlagen wird, befasst sich mit der Einbeziehung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistung in den Jahresabschluss oder den Lagebericht. Andere Unternehmen konzentrieren sich hingegen auf die Erstellung separater Unternehmensberichte, die sich gezielt mit Herausforderungen eines bestimmten Nachhaltigkeitsbereichs befassen. Als Vertreter dieser Kategorie, die allerdings aufgrund der fehlenden integrierten Betrachtung der drei Nachhaltigkeitssäulen sowie des eingeschränkten Adressatenkreises einen Randbereich abbildet, seien der Umweltbericht, der Bericht zur gesellschaftlichen Verantwortung oder der Corporate Citizenship Report genannt.[128]

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird aufgrund der aktuellen Diskussion vorwiegend zu den spezifischen CSR-Berichten und zu nachhaltigkeitsorientierten Erweiterungen der Jahresabschlüsse und der Lageberichte Stellung genommen. Jedoch ganz gleich, welche Ausprägung eines Nachhaltigkeitsberichts ausgewählt wird, im Vordergrund sollte stets eine ausgewogene Darstellung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistung stehen, welche sowohl positive als auch negative Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten miteinbezieht.[129]

3.3 Adressaten der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Wie bereits angesprochen, richtet sich die Nachhaltigkeitsberichterstattung an einen sehr weit gefassten Adressatenkreis von Stakeholdern. Diese umfassen neben den Mitarbeitern des Unternehmens unter anderem auch Kunden, Lieferanten, Kapitaleigner, die Öffentlichkeit und verschiedene Behörden.[130] Aus der Vielfalt dieser Interessensgruppen, die sich stetig weiterentwickelt[131], ergeben sich meist sehr unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen[132], deren Befriedigung eine große Herausforderung im Zuge des CSR-Reporting darstellt. Ein Auszug aus verschiedenen Erwartungshaltungen soll deren weitreichendes Spektrum verdeutlichen.

Mitarbeiter fordern Informationen über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens, insbesondere über die nachhaltige Entwicklung, um Rückschlüsse auf die Stabilität des Arbeitgebers bzw. die Arbeitsplatzsicherheit[133] durchzuführen. Darüber hinaus besteht Interesse an Angaben zu Löhnen und Gehältern, Pensionszahlungen und gezielten Weiterbildungsmaßnahmen.[134] Kunden wünschen sich qualitativ hochwertige Leistungen, die einer umweltfreundlichen Produktion entspringen[135] und Lieferanten fordern Angaben zum Risikomanagement des Unternehmens, um auf die zukünftige Zahlungsfähigkeit schließen zu können. Zudem ist auch eine Aufschlüsselung über die geforderten Kriterien, die ein Lieferant erfüllen muss, um innerhalb der Supply Chain des Unternehmens agieren zu können, sinnvoll.[136]

Um die Gesamtheit dieser divergierenden Ansprüche zu befriedigen, sind diese in regelmäßigen Intervallen zu erheben und die veröffentlichten Informationen des Unternehmens daran auszurichten.[137] Als hilfreiches Instrument zur Ermittlung der Interessen hat sich der so genannte Stakeholder-Dialog entwickelt, der in der Literatur auch unter dem Begriff „Multi-Stakeholder-Ansatz“[138] diskutiert wird. Die Idee einer solchen Einbeziehung entstand im Jahre 1999 durch die Gründung des Standards „AccountAbility 1000“ (nachfolgend AA 1000), der als internationaler Standard zur Messung und Berichterstattung von nachhaltig orientierten Geschäftsgebaren agieren sollte und aufbauend auf einem intensiven Stakeholder-Dialog durch die britische Institution „AccountAbility“ gegründet wurde.[139] In ähnlicher Weise wie bei der Gründung des Standards „AA 1000“ sollten sich Unternehmen im Zuge eines intensiven Stakeholder-Dialogs der Außenwelt öffnen, um neue Perspektiven kennenzulernen und eventuell zukünftige Kooperationspartner zu finden.[140]

Als Grundlage für einen erfolgreichen Dialogprozess sollten in einem ersten Schritt sämtliche unternehmensrelevante Stakeholder-Gruppen identifiziert werden.[141] Die Auswahl dieser Gruppen sollte sorgfältig durchgeführt werden und insbesondere auch kritisch eingestellte Stakeholder inkludieren[142], da gerade diese einen entscheidenden Beitrag liefern können.[143] Der daran anschließende Meinungs- und Interessensaustausch zwischen den Unternehmen und den Stakeholdern dient, unerheblich ob pro oder contra, einerseits einem transparenten Aufzeigen möglicher Konfliktpotenziale sowie dem Erwerb eines beachtlichen Know-How, welches im Zeitablauf von den unterschiedlichen Anspruchsgruppen erlangt werden konnte und auf diesem Wege an die Unternehmen weitergegeben wird.[144] Andererseits sollten gegebenenfalls auch bereits veröffentlichte CSR-Reports in den Dialogprozess einfließen[145], um ein Feedback über bereits getätigte Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Seiten der Stakeholder zu generieren.

Obwohl viele Unternehmen diese intensive Auseinandersetzung mit ihren Interessensgruppen scheuen, konnte sich der Stakeholder-Dialog in der Praxis als Bestandteil eines CSR-Reporting etablieren.[146] Während 2005 nur 39%[147] der G250[148] Unternehmen in ihren CSR-Berichten auf die Durchführung eines strukturierten Stakeholder-Dialogs Bezug nahmen, stieg diese Zahl bis 2008 bereits auf 62%[149] an. Dennoch nutzt bislang nur etwa die Hälfte dieser 62% den CSR-Report, um die bestehenden Beziehungen zu unterschiedlichen Stakeholdern zu diskutieren bzw. das Feedback derselben einfließen zu lassen.[150] Doch gerade diese Art von Feedback und die Bekanntgabe der Stakeholder, mit welchen das Unternehmen zusammenarbeitet, stellen eine bedeutende Schlüsselkomponente zur Stärkung der Glaubwürdigkeit und der Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens dar.[151] Abschließend kann angeführt werden, dass ein aktiv gestalteter Stakeholder-Dialog[152] durchaus Nutzenpotenziale für beide Gesprächsparteien enthält und langfristig zu einer stärkeren Verbindung zwischen den Anspruchsgruppen und den Unternehmen beitragen kann.[153]

4 Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Corporate Social Responsibility Reporting

4.1 Bestimmungen auf EU-Ebene

4.1.1 Meilensteine der EU zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung

Den Grundstein für die heftige CSR-Diskussion im europäischen Raum legte die im Jahr 2000 in Lissabon verabschiedete CSR-Strategie[154] mit der Zielvorgabe, die EU bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“[155]. Die bedeutendsten Dokumente, die die Diskussion über CSR weiter vorantrieben und sich auf diese Zielvorgabe stützen, werden nachfolgend in Abbildung 4 dargestellt.

Vorab sei allerdings darauf hingewiesen, dass es sich bei den unter Kap. 4.1.1 angesprochenen Dokumenten rein um Stellungnahmen und Empfehlungen von Seiten der Europäischen Kommission handelt. Diese weisen einen unverbindlichen Rechtscharakter auf[156] und geben den Adressaten (hier Mitgliedsstaaten) lediglich ein bestimmtes Verhalten vor, dass diese in der Folge einhalten können oder nicht.[157] Dennoch ist diese Art der Veröffentlichung keineswegs irrelevant, denn aus Art. 10 EG ergibt sich für die Mitgliedsstaaten die Pflicht zur Gemeinschaftstreue, wodurch diese gleichzeitig zur Berücksichtigung solcher Stellungnahmen angehalten werden.[158]

Beim Erlass einer Richtlinie, wobei die Bedeutendste im Zusammenhang mit der Forcierung eines CSR-Reporting unter Kap. 4.1.2 näher erläutert wird, ergibt sich ein anderer Rechtscharakter. Art. 249 Abs. 3 EG definiert: „Eine Richtlinie ist für jeden Mitgliedsstaat, an den sie gerichtet ist, hinsichtlich des zu erreichenden Zieles verbindlich, überlässt jedoch den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel.“[159] Demnach wird ein gewisser

[...]


[1] Vgl. Kirchhoff, K.R. (2006), S. 13

[2] Vgl. EU Kommission (2002), S. 8 und Wieser (2005), S. 46

[3] Vgl. KPMG (2005), S. 6

[4] Vgl. Preller, E. (2007), S. 51

[5] Vgl. Hofmann, S. (2007), S. 131f und Mast, C./Fiedler, K. (2007), S. 567

[6] Vgl. Clausen, J./Loew, T. (2007), S. 608

[7] Vgl. Hofmann, S. (2007), S. 131

[8] Vgl. Hofmann, S. (2007), S. 135

[9] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 110

[10] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 582

[11] Vgl. Hofmann, S. (2007), S. 131

[12] Vgl. Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 375

[13] Vgl. Loew, T. u.a. (2004), S.18, Wühle, M. (2007), S. 26 und Zeibig, S. (2008), S. 45

[14] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 106

[15] Eine kritische Analyse zum Davoser Manifest findet sich in Steinmann, H. (1973)

[16] Vgl. Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 375 und Wieser, C. (2005), S. 43

[17] Vgl. Weber, W./Kabst, R. (2006), S. 257

[18] Clausen, J./Fichter, K. (1996), S. 6

[19] Vgl. Clausen, J./Fichter, K. (1996), S. 6

[20] Vgl. Schulz, E./Schulz, W. (1993), S. 1 und Holze, B. (2004), S. 557ff

[21] Vgl. Kreikebaum, H. (1992), S. 49ff

[22] Vgl. Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 375

[23] Vgl. Kap. 2.3 Konzept der nachhaltigen Entwicklung

[24] Corporate Citizenship (nachfolgend CC) ist ein Teilbereich von CSR und stellt keinen direkten Bezug zur Nachhaltigkeit her. Mit CC werden lediglich Aktivitäten umschrieben, die über die gewöhnliche Geschäftstätigkeit hinausgehen.

[25] Vgl. Hansen, U. (2004), S. 63

[26] Vgl. Kap. 2.3 Konzept der nachhaltigen Entwicklung

[27] Vgl. Preller, E. (2007), S. 51

[28] Vgl. Wieser, C. (2005), S. 43f

[29] in Anlehnung an Fischer, M.R./Rauberger, R. (2004), S. 205

[30] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 106, Wieser, C. (2005), S. 72 und Zeibig, S. (2008), S. 45

[31] Vgl. Roome, N. (2005), S. 322 und Wieser, C. (2005), S. 73

[32] Friedman, M. (1970)

[33] Vgl. Friedman, M. (2008), S. 164

[34] Vgl. Roome, N. (2005), S. 319. Als bedeutende Vertreter dieser moderneren Auslegung des CSR-Begriffs galten unter anderem Ansoff, Caroll, Freeman und Sethi.

[35] „A stakeholder in an organisation is any group or individual who can affect or is affected by the achievement of an organisation´s objectives“ (Freeman (1984), S. 46)

[36] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 5, Grewe, W./Löffler, J. (2006), S. 5 und Roome, N. (2005), S. 319

[37] in Anlehnung an Caroll, A. (1993), S. 35

[38] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 9, Matten, D./Moon, J. (2005), S. 337 und Wieser, C. (2005), S. 75ff

[39] Vgl. Schäfer, H. (2007), S. 15

[40] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 106

[41] Österreichisches Normungsinstitut (2004), S. 327

[42] Vgl. Kirchhoff, K.R. (2006), S. 17 und Wieser, C. (2005), S. 75

[43] Mit dem CSR-Grünbuch sollte ein Dokument geschaffen werden, welches die Unternehmen und Stakeholder mit dem umfassenden Begriff des CSR vertraut macht und daraufhin für diese Thematik sensibilisiert.

[44] Europäische Kommission (2001a), S. 7

[45] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 107

[46] Vgl. Zeibig, S. (2008), S. 45

[47] Vgl. Wieser, C. (2005), S. 43

[48] Vgl. Holzborn, A. (2006), S. 23

[49] Vgl. Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 376

[50] Europäische Kommission (2002), S. 1

[51] Vgl. Preller, E. (2007), S. 51

[52] Loew, T. (2004), S. 58, zitiert nach Hauff, V. (1987), S. 46

[53] Vgl. Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 376

[54] Vgl. Grünewald, M. (2004), S. 41, Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 375f und Wühle, M. (2007), S. 16

[55] Vgl. Rat der Europäischen Union (2006), S. 4

[56] Vgl. Wieser, C. (2005), S. 19

[57] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 14

[58] Vgl. Österreichisches Normungsinstitut (2004), S. 330ff

[59] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 11

[60] Vgl. Rat der Europäischen Union (2006), S. 3

[61] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 11

[62] Rat der Europäischen Union (2006), S. 4

[63] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 9

[64] Vgl. Schaltegger, S. u.a. (2007), S. 10

[65] Vgl. Hansen, u./Schrader, U. (2005), S. 383

[66] Vgl. Wieser, C. (2005), S. 83

[67] Vgl. Habisch, A. (2006b), S. 81

[68] Vgl. Habisch, A. (2006a), S. 37

[69] Vgl. Porter, M.E./Kramer, M.R. (2007), S. 16

[70] Vgl. Kirchhoff, K.R. (2006), S. 23

[71] Vgl. Habisch, A. (2006a), S. 41 und Hansen, U./Schrader, U. (2005), S. 383

[72] Unter einem Hybridfahrzeug wird ein Automobil verstanden, welches parallel mittels eines Elektro- und Verbrennungsmotors betrieben wird.

[73] Vgl. Porter, M.E./Kramer, M.R. (2007), S. 24

[74] Vgl. Porter, M.E./Kramer, M.R. (2007), S. 18

[75] Vgl. Porter, M.E./Kramer, M.R. (2007), S. 23 und Zeibig, S. (2008), S. 47

[76] Vgl. Europäische Kommission (2002), S. 8

[77] Vgl. Kirchhoff, K.R. (2006), S. 25

[78] Vgl. Kirchhoff. K.R. (2006), S. 27

[79] Vgl. Grewe, W./Löffler, J. (2006), S. 9f

[80] Vgl. Kirchhoff. K.R. (2006), S. 28

[81] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 4 und Kuhlen, B. (2005), S. 12

[82] Vgl. Loew, T. (2004), S. 71

[83] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 12

[84] Vgl. Loew, T. (2004), S. 71

[85] Gründe für diese Vorgehensweise werden weiter unten belegt

[86] Vgl. Europäiche Kommission (2001a), S. 22

[87] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 17

[88] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 22

[89] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 18

[90] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 18

[91] Vgl. Europäisches Parlament (2000b), S. 3

[92] Produktbereiche werden hierbei sehr sorgfältig definiert, indem sämtliche Produkte, die aus Sicht des Konsumenten gleichwertig genutzt werden können, zu einem Produktbereich zusammengefasst werden.

[93] Vgl. European Commission (2000), S. 1

[94] Europäisches Parlament (2000b), S. 10

[95] Vgl. Pommerening, T. (2005), S. 15

[96] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 16 und Kuhlen, B. (2005), 14

[97] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 15

[98] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 14

[99] Für nähere Ausführungen zu den beiden letztgenannten Organisationen wird auf Kap. 6.2 bzw. 6.3 verwiesen.

[100] Vgl. Kuhlen, B. (2005), S. 16f und Pommerening, T. (2005), S. 16

[101] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 15

[102] Vgl. Europäische Kommission (2001a), S. 16

[103] Vgl. Wieser, C. (2005), S. 47

[104] Vgl. Grewe, W./Löffler, J. (2006), S. 9

[105] Vgl. Europäische Kommission (2002), S. 16 und Wühle, M. (2007), S. 55

[106] Vgl. Hecht, J. (2006), S. 113

[107] Vgl. Europäische Kommission (2002), S. 16

[108] Vgl. hierzu Kap. 6

[109] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 579 und Hoppe, J. (2006), S. 158

[110] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 579

[111] Vgl. Hoppe, J. (2006), S. 159

[112] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 580

[113] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2008), S. 6 und Hoppe, J./Riede, M./Schulz, S. (2004), S. 151f

[114] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 580

[115] Vgl. Hoppe, J. (2006), S. 161

[116] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 580

[117] Vgl. Hoppe, J./Riede, M./Schulz, S. (2004), S. 152

[118] Global Reporting Initiative (2006), S. 3

[119] Vgl. Hofmann, S. (2007), S. 131

[120] Vgl. Global Reporting Initiative (2006), S. 3, KPMG (2005), S. 6 und Wühle, M. (2007), S. 55

[121] Vgl. Hoppe, J. (2006), S. 163

[122] Vgl. Fischer, T.M./Rödl, K. (2005), S. 23

[123] Vgl. Ruhwedel, F./Schultze, W. (2004), S. 489

[124] Vgl. Labhart P.A. (1999), S. 30f

[125] Vgl. Ruhwedel, F./Schultze, W. (2004), S. 489

[126] Vgl. Fischer, T.M./Rödl, K. (2005), S. 23

[127] Vergleiche hierzu die Situation in Frankreich: Kap. 4.2.4

[128] Vgl. Herzig, C./Schaltegger, S. (2007), S. 581

[129] Vgl. Global Reporting Initiative (2006), S. 3

[130] Vgl. Gazdar, K. (2008), S. 192, KPMG (2008), S. 33 und Prado-Lorenzo, J.M./Gallego-Alvarez, I./Garcia-Sanchez, I.M. (2009), S. 96

[131] Vgl. Leitschuh-Fecht, H. (2007), S. 600

[132] Vgl. Pommerening, T. (2005), S. 4

[133] Vgl. Pommerening, T. (2005), S. 4

[134] Vgl. WBCSD (2003), S. 19

[135] Vgl. Pommerening, T. (2005), S. 4

[136] Vgl. WBCSD (2003), S. 19

[137] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2008), S. 13 und Hoppe, J. (2006), S. 173

[138] Vgl. Hoppe, J./Riede, M./Schulz, S. (2004), S. 152

[139] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007), S. 17

[140] Vgl. Leitschuh-Fecht, H. (2007), S. 604

[141] Vgl. Ebenda

[142] Vgl. Leitschuh-Fecht, H. (2007), S. 606f und Mast, C./Fiedler, K. (2007), S. 572

[143] Vgl. Vaseghi, S./Lehni, M. (2006), S. 108

[144] Vgl. Leitschuh-Fecht, H. (2007), S. 603

[145] Vgl. Gray, R./Kouhy, R./Lavers, S. (1995), S. 53 und KPMG (2005), S. 21

[146] Vgl. KPMG (2008), S. 33 und Van Huijstee, M./Glasbergen, P. (2008), S. 299

[147] Vgl. KPMG (2005), S. 21

[148] Unter dem Begriff G250 können die 250 größten Unternehmen weltweit subsumiert werden.

[149] Vgl. KPMG (2008), S. 36

[150] Vgl. Ebenda

[151] Vgl. KPMG (2008), S. 33

[152] Vgl. Vaseghi, S./Lehni, M. (2006), S. 108f

[153] Vgl. Leitschuh-Fecht, H. (2007), S. 604

[154] Vgl. Kopp, R. (2008), S. 109

[155] Europäisches Parlament (2000a), S. 2

[156] Vgl. Art. 249 Abs. 5 EG

[157] Vgl. Haratsch, A./Koenig, C./Pechstein, M. (2006), S. 138f

[158] Vgl. Haratsch, A./Koenig, C./Pechstein, M. (2006), S. 139

[159] Art. 249 Abs. 3 EG

Details

Seiten
120
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836635394
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227172
Institution / Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
reporting nachhaltigkeitsberichterstattung global initiative stakeholder sustainability

Autor

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Titel: Stand und Entwicklungsperspektiven des Corporate Social Responsibility Reporting in ausgewählten Ländern der Europäischen Union