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Corporate Social Responsibility in Entwicklungsländern

Bachelorarbeit 2009 126 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

II. Tabellenverzeichnis

III. Anhangverzeichnis

IV. Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Betrachtung: Grundlagen und Definitionen
2.1 Corporate Social Responsibility
2.1.1 Begriffsdefinition CSR
2.1.2 Begriffsabgrenzung CSR
2.1.3 CSR-Maßnahmen
2.2 CSR und Tourismus
2.2.1 System Tourismus und die Beteiligten
2.2.2 Umfeld eines Tourismusunternehmens
2.2.3 CSR in der touristischen Leistungskette
2.2.4 Leitlinien und Standards von CSR im Tourismus
2.3 Entwicklungsländer
2.3.1 Begriffsdefinition
2.3.2 Politische Besonderheiten
2.3.3 Sozio-kulturelle Besonderheiten
2.3.4 Religiöse Besonderheiten
2.3.5 Entwicklungsländer und Tourismus

3 Chancen und Probleme von CSR in Entwicklungsländern
3.1 Für das Unternehmen
3.1.1 Chancen und Vorteile
3.1.2 Probleme und Hindernisse
3.1.3 Potentiale und Zukunftsaussichten
3.2 Für die Mitarbeiter
3.2.1 Chancen und Vorteile
3.2.2 Probleme und Hindernisse
3.2.3 Potentiale und Zukunftsaussichten
3.3 Für die Nachfrager
3.3.1 Chancen und Vorteile
3.3.2 Probleme und Hindernisse
3.3.3 Potentiale und Zukunftsaussichten
3.4 Für die Destination
3.4.1 Chancen und Vorteile
3.4.1 Probleme und Hindernisse
3.4.2 Potentiale und Zukunftsaussichten
3.5 Übersicht über Chancen und Probleme

4 Analyse ausgesuchter CSR-Kriterien
4.1 Das Analyse-Objekt
4.1.1 Das Unternehmen Royal Mountain Travel in Nepal
4.1.2 Rahmenbedingungen
4.2 Analysevorgehen
4.2.1 Begründung der Auswahl des Analyse-Objekts
4.2.2 Auswahl der Kriterien
4.2.3 Vorbereitung und Abfrage ausgewählter Kriterien

5 Results of the Analysis
5.1 Internal Criteria
5.1.1 Criterion 1a: Sustainability Within the Business Conduct Guidelines
5.1.2 Criterion 1b: Ecological Aspects of the Company Location
5.1.3 Criterion 1c: Members of Staff
5.1.4 Criterion 1d: Responsibility to Society
5.1.5 Criterion 1e: Transparency
5.2 External Criteria
5.2.1 Criterion 2a: Transport system
5.2.2 Criterion 2b: Guides
5.2.3 Criterion 2c: Accommodation
5.2.4 Criterion 2d: Responsibility to Customer

6 Interpretation der Ergebnisse

7 Entwicklungsstufen und Evaluation
7.1 Entwicklungsstufen und Optimierungsvorschläge
7.2 Evaluation und Zertifizierungsmöglichkeiten

8 Fazit und kritische Stellungnahme

9 Weiterer Forschungsbedarf

10 Literaturverzeichnis

11 Anhang

Eidesstattliche Versicherung

I. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Erwartungen der deutschen Bevölkerung an ausgewählte Aspekte

Abb. 2: Internationale Touristenankünfte in Industrie- und Entwicklungsländern

Abb. 3: Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit

Abb. 4: The Pyramid of CSR nach CARROLL

Abb. 5: Das Konzept CSR

Abb. 6: Übersicht möglicher CSR-Maßnahmen

Abb. 7: System Tourismus (statisch) und CSR

Abb. 8: Stakeholder-Landkarte

Abb. 9: CSR-Beispiele entlang der touristischen Leistungskette

Abb. 10: DAC-Liste der Entwicklungsländer und -gebiete

Abb. 11: Kulturstandards

Abb. 12: Schichtenmodell der Umweltdifferenzierung und -berücksichtigung

Abb. 13: Benefits of CSR

Abb. 14: Individualismuswerte ausgewählter Länder

Abb. 15: Bedürfnispyramide nach MASLOW

Abb: 16: Bewertung der Kriterien-Analyse und Prioritätensetzung

II. Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Übersicht zu Chancen und Hindernissen von CSR

Tab. 2: Vorgehensweise und Zeitplan der Implementierung von CSR

Tab. 3: Weiterer Forschungsbedarf

III. Anhangverzeichnis

Anh. 1: Tourismuspolitischer Dreiklang der Nachhaltigkeit

Anh. 2: Growth in CSR-reporting worldwide (1993-2006)

Anh. 3: Übersicht und Informationen zu Standards

Anh. 4: Länderliste der Weltbank 2008

Anh. 5: Verteilung der Bevölkerung mit einem Tageseinkommen von unter 1 US-$ 1998 (1,2 Milliarden)

Anh. 6: Länderliste nach dem HDI der UNO

Anh. 7: Befragung der zertifizierten Reiseveranstalter des FAR

Anh. 8: Briefing und Kriterien-Abfrage der Analyse

IV. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Hintergrund und Problemdarstellung

Im Jahr 2008 titelte die Zeitschrift „ die Zeit “ einen ihrer Artikel mit einer naiv-provokanten Frage: „ Können Unternehmen gut sein ?“[1] In Zeiten von Korruption, Krise, Klimawandel und sinkendem Vertrauen der Konsumenten, scheint dies eine plausible Frage zu sein. Immer mehr multinationale Unternehmen wenden sich deshalb dem Thema Corporate Social Responsibility (CSR, vgl. Kapitel 2.1, S.9), der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, zu. Das „Gute“ scheint in Mode zu sein. Der Begriff CSR „ […] wuchert in alle Richtungen […][2] und so positioniert sich eine Art Armee von Experten, Beratern und CSR-Managern auf dem Schlachtfeld der weltweiten Märkte. Die beiden Spitzenorganisationen der deutschen Wirtschaft, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), stellen der Öffentlichkeit ein Internetportal zur Verfügung, um das gesamte gesellschaftliche Engagement der Unternehmen darzustellen, ein Netzwerk der CSR-Akteure zu schaffen und den Erfahrungsaustausch zu fördern.[3] Auch die Bundesregierung Deutschlands hat sich klar zu der Bedeutung von gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen bekannt.[4] Auf der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ am 20.06.2008 forderte Bundeskanzlerin Merkel von Unternehmen und Bürgern nach dem Vorbild von Ludwig Erhard, dass unser heutiges Handeln unter dem Motto „Verantwortungsfreude“ stehen solle.[5] Horst Köhler wies in seiner Berliner Rede vom 24.03.2009 ebenfalls eindringlich auf fehlende Verantwortung von Unternehmen hin und fordert von ihnen weniger Profitgier sowie mehr Transparenz bezüglich ihrer Tätigkeiten.[6] Somit werden fast wöchentlich Nachhaltigkeits- oder CSR-Berichte von börsennotierten Unternehmen veröffentlicht.[7] Soziales und ökologisches Engagement wird gefordert. Oftmals führt dieses zu steigenden Umsätzen und Gewinnen, was Unternehmensberater Gregor Schönborn, Ex-Chef der PR-Agentur ECC Kohtes Klewes[8], mit der Universität St. Gallen in mehr als 60 Untersuchungen nachgewiesen hat.[9] Stiftung Warentest überprüft längst nicht mehr nur die Funktionsfähigkeit von Waschmaschinen und Co, sondern untersucht seit 2004 zusätzlich Fragen der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung[10] wie beispielsweise korrektem Handeln von Betrieben bezüglich ökologischer und sozialer Aspekte sowie Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Auch auf europäischer Ebene wurde CSR zu einem politischen Gestaltungsfeld, seitdem die Europäische Kommission im Juli 2001 ein Grünbuch mit dem Titel „ Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen[11] verabschiedet hat.

Die Touristikbranche hinkt jedoch bezüglich CSR im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen weit hinterher.[12] Obwohl die Nachfrageseite deutlich macht, dass ökologische und soziale Aspekte bezüglich Reisen von großer Bedeutung sind. Dass vor allem Umweltaspekte teils entscheidend zur Urlaubsplanung beitragen, belegen Daten des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung e.V. in der folgenden Abbildung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 : Erwartungen der deutschen Bevölkerung an ausgewählte Aspekte[13]

Die Umfrage unter den Reisenden ergab unter anderem, dass eine intakte Umwelt sowie der Respekt vor Einheimischen von sehr großer Bedeutung sind. Das Marktforschungsinstitut GfK (Growth for Knowledge) präsentierte zu Beginn des Jahres 2009 die erste Studie zum Thema „ CSR – Erwartungen und Verhalten von Verbrauchern im Tourismussektor “. Demnach sind 33% der reiseaktiven Haushalte (65% aller deutschen Haushalte) den CSR-affinen zuzuordnen. 12,5% der reiseaktiven deutschen Haushalte messen dem Thema sogar eine besonders hohe Bedeutung bei.[14] Noch vor einem Jahr widmete man sich auf dem Kongress der internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin, der größten Tourismus-Messe weltweit, dem Thema Klimakatastrophe. Dass die Reisebranche nicht mehr am Thema CSR vorbeikommt, wurde am Konferenzprogramm 2009 deutlich: es gab erstmals einen „CSR-Day“, der sich vor allem mit der Sozialverantwortung von Betrieben auseinander setzte.[15]Jetzt in der Krise kommt es mehr den je darauf an, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen – gegenüber ihren Mitarbeitern und auch gegenüber den Menschen in den Urlaubsländern[.][16], so Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. am 18.März 2009 in Berlin. Dabei war das Thema CSR im Bereich der Touristikbranche vor kurzem noch weitgehend Terra incognita. Doch auch wenn es bis jetzt kaum Konzepte oder gar Umsetzungen gibt, CSR ist im Tourismus angekommen. Auf der ITB 2009 wurden die ersten CSR-Siegel an 15 Mitglieder des Forum Anders Reisen e.V. (FAR) vergeben, einem Unternehmensverband von knapp 150 kleinen und mittleren Reiseveranstaltern.[17] Gemeinsam mit der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) und der Arbeitsstelle Tourism Watch des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) hat dieser den Leitfaden „CSR-Reporting im Tourismus“ entwickelt. Nach der Überprüfung von verschiedenen Kriterienkatalogen und der anschließend erfolgreichen Kontrolle durch externe Berater, steht am Ende das Qualitätssiegel „CSR-tourism-certified“.[18] Weltweit sind in der Tourismusbranche weniger als 1% der Unternehmen überhaupt bezüglich ökologischer oder sozialer Aspekte zertifiziert. Meist handelt es sich um Zertifizierungen im Bereich Umwelt und Ökotourismus.[19] Der Anteil der CSR-Zertifizierungen ist demnach bedeutend geringer.

Vor allem in Entwicklungsländern (vgl. Kapitel 2.3, S.25), jene Länder, die oft am meisten von Klimawandel, Korruption und Kinderarbeit betroffen sind, können vor Ort kaum CSR-Praktiken nachgewiesen werden. Die registrierten Touristenankünfte der Entwicklungsländer nehmen jedoch weltweit zu und umfassten 2004 bereits mit 271 Mio. Ankünften einen Anteil von 36% am weltweiten Gesamtvolumen (1978 waren es noch 11%; 1998: 30%).[20] Grundsätzlich stiegen die internationalen Touristenankünfte der Entwicklungsländer in den letzten Jahren stärker an als die der Industrieländer, was auch die folgende Abbildung verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Internationale Touristenankünfte in Industrie- und Entwicklungsländern[21]

Die Säulen stellen die absoluten Zahlen der Tourismusankünfte dar. Die Linien hingegen zeigen die Anteile auf. Während die Zahlen für Zentral- und Osteuropa konstant bleiben und sich in den letzten Jahren nicht geändert haben, ändert sich das Verhältnis der Ankünfte zwischen den Industrie- und Entwicklungsländer zugunsten der letztgenannten. Laut einer Befragung von Reiseveranstaltern und Fremdenverkehrsämtern in Deutschland verheißen diese einen Anstieg der deutschen Urlauberzahlen bis 2015 in 39 von 40 ausgewählten und untersuchten Entwicklungsländern. Lediglich auf den Philippinen rechnet man mit einem sehr leichten Rückgang. Vor allem Länder wie Südafrika, Namibia, Türkei, China, Vietnam, Kambodscha, Indien, Chile, Peru und Costa Rica erwarten ein enormes Wachstum.[22] Für 2020 prognostiziert die World Tourism Organization (UNWTO)[23] 1,56 Mrd. internationale Touristenankünfte, vor allem mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten für Entwicklungsländer.[24] Steigende Touristenzahlen bedeuten steigende Umsätze. Der Tourismus stellt inzwischen für jedes dritte Entwicklungsland die Haupteinnahmequelle für Devisen dar. Für insgesamt mehr als vier Fünftel spielt er eine wichtige Rolle bezüglich Devisen.[25] Allerdings gehen mit ihm meist auch Beeinträchtigungen der Umwelt, Verlust der kulturellen Identität und Anstieg der Bodenpreise und der Lebenserhaltungskosten einher.[26] Damit stehen diese Länder vor weiteren, noch größeren Aufgaben. Ob und inwieweit die Umsetzung eines CSR-Konzepts in kleinen Tourismusunternehmen in Entwicklungsländern einen Sinn macht, ist bisher nicht bekannt. Die bisherige CSR-Diskussion wird fast ausschließlich aus Sicht großer multinationaler Unternehmen geführt. Vielleicht kann jedoch die Implementierung von CSR-Praktiken in kleinen Reiseagenturen vor Ort dazu beitragen, sich diesen Herausforderungen besser stellen zu können und dabei gleichzeitig dem jeweiligen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist in drei unterschiedliche Aspekte gegliedert:

1. Einordnung der Inhalte CSR, Tourismus und Entwicklungsländer in einen gemeinsamen theoretischen Kontext
2. Aufzeigen von Chancen, Problemen und Besonderheiten der CSR in Entwicklungsländern
3. Praktische Überprüfung anhand eines ausgewählten Beispiels

Zuerst sollen die einzelnen Inhalte zu CSR, Tourismus und Entwicklungsländern, in einen gemeinsamen Kontext eingeordnet werden. Dabei erfolgt die Erörterung grundlegender Erkenntnisse über die bislang unerforschte Thematik. Des Weiteren gilt es, Zukunftsaussichten aber auch hypothetischen Annahmen bezüglich der Frage nach möglichen Chancen und Problemen der Implementierung von CSR in kleinen touristischen Unternehmen in Entwicklungsländern zu diskutieren. Dabei sollen Vorteile, Probleme und Zukunftsaussichten der CSR aufgezeigt werden. Es gilt herauszustellen, welche Bedingungen und Voraussetzungen eine Rolle spielen bzw. inwieweit CSR interkulturell anwendbar ist. Anschließend sollen anhand eines ausgewählten Beispiels unterschiedliche Kriterien für CSR untersucht werden. Es soll deutlich werden, ob und wer von der Entwicklung profitieren kann und welche Probleme bzw. Hindernisse es bei der praktischen Umsetzung zu beachten und zu überwinden gilt. Aus dieser Analyse sollen notwendige Erkenntnisse abgeleitet werden, die für die Implementierung von CSR in Entwicklungsländern essentiell sind. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden schließlich Handlungsempfehlungen sowie Entwicklungsstufen abgeleitet, die einer denkbaren Umsetzung in die Praxis dienen. Des Weiteren werden Erläuterungen einer möglichen Evaluation sowie Überlegungen zu deren Notwendigkeit dargestellt.

1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

Grundsätzlich dringt die vorliegende Arbeit in eine bislang wenig bis nicht untersuchte Thematik ein. Da keine Forschungsergebnisse hinsichtlich der CSR in heimischen Tourismusunternehmen in Entwicklungsländern vorliegen, versucht die vorliegende Arbeit die Thematik in einen bisher nicht vorhandenen Kontext einzuordnen. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der theoretischen Aufbereitung. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit ist dies nur oberflächlich möglich. Anschließend wird an einem konkreten Beispiel überprüft, ob bzw. wie eine Umsetzung von CSR in Entwicklungsländern möglich ist.

Nach der Einleitung, in welcher Hintergründe aufgezeigt werden, sowie die Problemdarstellung erfolgt, wird im zweiten Kapitel eine theoretische Grundlage durch Definitionen und Erläuterungen zum Verständnis geschaffen. Die Begriffe CSR und Entwicklungsländer werden definiert bzw. abgegrenzt. Dies sorgt für eine einheitliche Basis, die das Bearbeiten des Textes erleichtert. Dabei werden Inhalte und Zusammenhänge erfasst und erklärt. Außerdem werden die Beteiligten des System Tourismus dargestellt, sowie Erläuterungen zum Umfeld eines Un- ternehmens gegeben. CSR innerhalb der touristischen Leistungskette und relevante Standards und Leitlinien werden aufgezeigt. Nachdem die Einordnung der Thematik in einen theoretischen Kontext erfolgt ist, demonstriert das dritte Kapitel die Bedeutung von CSR in Entwicklungsländern und befasst sich mit den jeweiligen Chancen und Hindernissen der Beteiligten, die für sie im Rahmen der Implementierung von CSR entstehen können. Ferner werden Zukunftsaussichten angeführt, um so die Aktualität und Relevanz des Themas zu unterstreichen. Die folgende Abbildung verdeutlicht den Aufbau bzw. die Vorgehensweise der Arbeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit[27]

In Kapitel vier wird die Analyse von ausgewählten CSR-Kriterien anhand eines Beispiels durchgeführt. Neben der Vorstellung des Analyseobjekts und der Skizzierung des Analysevorgehens, werden die ausgewählten Kriterien abgefragt. Anschließend erfolgt im fünften Kapitel eine Darstellung der Ergebnisse. Dabei wird ein Vergleich des SOLL-IST-Zustandes aufgezeigt. Kapitel sechs nutzt die Ergebnisse, um einen bewerteten Gesamtüberblick zu geben und als Grundlage zur Interpretation. Das Resultat, eine Darstellung des Verbesserungspotentials, wird graphisch demonstriert, erläutert und interpretiert. Im siebten Kapitel werden wichtige Erkenntnisse und herausgearbeitete Schlüsselelemente der Einbindung von CSR in die strategische Unternehmensführung genannt. Mögliche Entwick- lungsstufen und Handlungsempfehlungen werden aufgezeigt, die sich aus den Ergebnissen der Untersuchung ableiten lassen. Die Möglichkeit einer Evaluation bzw. Überlegungen zu deren Notwendigkeit werden kurz skizziert. In Kapitel acht erfolgt ein kritischer Rückblick auf die Thematik. In Kapitel neun wird die Dringlichkeit von weiteren Forschungsergebnissen angesprochen, ehe in Kapitel zehn das Literaturverzeichnis folgt. Die Anlagen in Kapitel elf bilden den Schlusspunkt der Arbeit.

2 Theoretische Betrachtung: Grundlagen und Definitionen

Für den Einstieg in das Thema werden in den folgenden Kapiteln zunächst die wichtigsten Grundbegriffe und Grundlagen, die zur Bearbeitung der Thematik wichtig sind, definiert bzw. erklärt. Damit soll das Verständnis der nachfolgenden Erläuterungen und der Analyse gewährleistet und eine einheitliche Basis geschaffen werden. Die Begriffe der CSR und der Entwicklungsländer werden dabei in den touristischen Kontext eingeordnet.

2.1 Corporate Social Responsibility

In Kapitel 2.1.1 wird dabei zunächst der Begriff CSR genauer vorgestellt, mögliche Begriffsbestimmungen aufgeführt und anschließend die für den Verlauf der Arbeit gültige Definition benannt. Bekannte Konzepte und Begriffe werden in Kapitel 2.1.2 von CSR abgegrenzt bzw. in den Kontext eingeordnet und erklärt. Damit soll das Konzept CSR verständlich gemacht, sowie Verwechslungen mit anderen Begriffen ausgeschlossen werden. Kapitel 2.1.3 benennt anschließend mögliche Maßnahmen von CSR und zeigt damit praktische Umsetzungen auf, um die Thematik der CSR greifbar zu machen.

2.1.1 Begriffsdefinition CSR

Der Begriff CSR und das dazugehörige Konzept sind nicht unumstritten.[28] Dennoch ist „ […] the idea of a corporate social conscience or corporate social responsibility […] not a new one. It is a practice with a long history.”[29] CSR stellt kein grundsätzlich neues Phänomen dar. Die historischen Wurzeln reichen bis in das alte Ägypten und nach China, wo wirtschaftlich und politisch brisante Themen wie Sklavenarbeit oder Ausbeutung ethisch hinterfragt wurden.[30] Die wissenschaftliche Debatte um den im angelsächsischen Wirtschaftsraum entwickelten Begriff CSR begann in den 50er Jahren in den USA.[31] 1953 betont Bowen erstmalig die Bedeutung der Verantwortung für die Zukunft von Unternehmen: “It refers to the obligations of businessmen to pursue those policies, to make those decisions, or to follow those lines of action which are desirable in terms of the objectives and values of our society.”[32] Eine allgemein anerkannte Definition von CSR gibt es auf internationaler Ebene bislang jedoch nicht. Vielleicht ist dies einer der Gründe dafür, dass dem Management vieler Unternehmen nach wie vor eine ganzheitliche Vorstellung der Bedeutung von CSR fehlt.[33] Björn Stigson, Präsident des Weltwirtschaftsrats für nachhaltige Entwicklung (WBCSD) begründet die fehlende globale Begriffsbestimmung wie folgt und merkt dabei an, dass

„[…] CSR über Philanthropie[34] hinausgeht und Gegenstand strategischer Auseinandersetzung ist. Es existiert keine allgemeingültige Definition von CSR, da das Konzept immer wieder neu definiert wird, um wechselnden Bedürfnissen und Zeiten gerecht zu werden. Es liegt bei jedem Unternehmen, die Werte und Prinzipien für die es steht, selbst zu definieren.“[35]

Das wohl bekannteste CSR-Konzept, die 1979 entwickelte Verantwortungspyramide, stammt von CARROLL. Er unterscheidet vier aufeinander aufbauende Stufen der unternehmerischen Verantwortung. Die Pyramide spiegelt die zunehmenden Verantwortlichkeiten der Unternehmung im Zeitablauf wider.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: The Pyramid of CSR nach CARROLL[36]

Die Basis bildet die ökonomische Verantwortung. Das Unternehmen muss wirtschaftlich rentabel sein. Dabei handelt es sich um die Grundvoraussetzung für das Erreichen der weiteren Stufen. Darauf aufbauend schließt sich die rechtliche Verantwortung, welche von Außen vorgegeben wird und die in der Gesellschaft verankerten Normen aufzeigt. Dies bedeutet, dass das Unternehmen als gesetzestreuer Bürger seine wirtschaftliche Verantwortung innerhalb dieser Grenzen erbringen muss. Die ethische Verantwortung spiegelt die Erwartungen der Gesellschaft wider. Die Leistungen des Unternehmens müssen folglich im Rahmen der jeweiligen Normen und Werte der Gesellschaft erbracht werden. Die Spitze der Pyramide stellt die philanthropische Verantwortung als Wunsch der Gesellschaft dar. Unternehmen sollen gute Bürger (good corporate citizen) sein, die sich in die Gesellschaft einbringen. Grundsätzlich betont CSR folglich die Verantwortung und die gesellschaftliche Eingebundenheit von Unternehmen.[37] CAR- ROLL formuliert mit der Pyramide auch eine der ersten wissenschaftlichen CSR-Definitionen:

The social responsibility of business encompasses the economic, legal, ethical and discretionary expectations that society has of organisations at a given point in time.“[38]

Allerdings gibt es mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen Definitionen und Leitlinien. Dabei wird das englische Wort „social“ fälschlicherweise oft im Deutschen mit „sozial“ übersetzt und nicht, wie es korrekt wäre, mit „gesellschaftlich“.[39] Dadurch wird der soziale Bestandteil von CSR häufig überbewertet, der ökologische und ökonomische hingegen vernachlässigt.[40] Diese Schwäche offenbart sich auch im Titel der deutschen Übersetzung des Grünbuchs zu CSR der EU-Kommission. Allerdings behebt diese den Fehler innerhalb ihres Textes und beschreibt CSR als ein

„[…] Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange in ihre Tätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern (vgl. Kapitel 2.2.2, S.20; Anmerkung des Autors) zu integrieren.“

Und weiter heißt es,

„Sozial verantwortlich handeln heißt, […] über die bloße Gesetzeskonformität hinaus ‚mehr‘ zu investieren in Humankapital, in die Umwelt und in die Beziehungen zu anderen Stakeholdern.“[41]

CSR ist demnach laut EU-Kommission „ […] eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen, auf eine bessere Gesellschaft und eine saubere Umwelt hinzuwirken.[42] Mit dieser Auslegung liegt ein sehr allgemeines Begriffsverständnis vor. Einige Organisationen, Fachzeitschriften etc. beabsichtigen deshalb, wohlwissend um Defizite, auf das CSR-Forschungsgebiet aufmerksam zu machen und zukünftige Forschung anzuregen.[43] Die International Organization for Standardization (ISO) plant für 2010 die Veröffentlichung eines internationalen Standards bezüglich CSR unter dem Namen ISO 26000. Dieser soll eine allgemeingültige Richtlinie für Konzepte, Definitionen und Evaluierungsmethoden vorweisen.[44]

Der WBCSD definiert CSR folgendermaßen:

CSR is the continuing commitment by business to behave ethically and contribute to economic development while improving the quality of life of the workforce and their families as well as of the local community and society at large.[45]

Grundsätzlich umfasst CSR laut vielen Definitionen die soziale, ökologische und ökonomische Tätigkeit von Unternehmen. Dieses „magische Dreieck“, oft auch als „triple-bottom-line“ bezeichnet, erinnert stark an den tourismuspolitischen Dreiklang der Nachhaltigkeit, welcher ebenfalls von den drei Zielbereichen der ökonomischen, ökologischen und sozio-kulturellen Nachhaltigkeit spricht (vgl. Anhang 1, S.100). Viele CSR-Definitionen der wissenschaftlichen Literatur basieren auf den gleichen Grundsätzen. Die folgende Abbildung fasst die wichtigen Aussagen der unterschiedlichen Begriffsbestimmungen zusammen und formuliert damit die für den Verlauf der Arbeit gültige Definition.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Das Konzept CSR[46]

Es soll noch einmal deutlich werden, dass CSR über Charity-Engagements und Mäzenatentum hinausgeht[47] und wie in der Definition dargelegt, dem Unternehmen auch selbst von, wenn auch nicht immer direktem Nutzen sein soll. CSR, richtig angewandt, muss mehr als nur ein Lippenbekenntnis und „ […] more than a cosmetic treatment […][48] sein. Die Umwandlung von „doing good to look good“ soll hin zu „doing well and doing good“ vollzogen werden.[49] Dennoch wird CSR noch von vielen Wissenschaftlern unterschiedlich beschrieben und interpretiert. Es besteht weiterhin Bedarf an einer einheitlichen und international anerkannten Definition.[50] Der Begriff „Corporate Social Responsibility“ (CSR) und die „gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ werden in der vorliegenden Arbeit synonym verwendet.

2.1.2 Begriffsabgrenzung CSR

Parallel zur Vorstellung von CSR haben sich in der Praxis weitere Konzepte für eine gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung etabliert, wie beispielsweise Corporate Citizenship, Sustainable Developement oder Corporate Governance. Unterschiede der einzelnen Konzepte ergeben sich vorrangig in der Theorie. Doch bis heute besteht in der wissenschaftlichen Literatur keine Einigkeit darüber, inwieweit sich CSR und andere Konzepte gegenseitig abgrenzen bzw. beeinflussen oder auch zusammengehören können.[51] Im Folgenden soll versucht werden, in Verbindung mit CSR häufig auftretende Begriffe zu definieren bzw. zu unterscheiden.

Corporate Citizenship (Unternehmerisches Bürgerengagement) wird dabei häufig als Teilaspekt und Konkretisierung von CSR erfasst und versteht sich als „[…] Versuch, ein Unternehmen auf möglichst vielfältige Weise positiv mit dem Gemeinwesen zu verknüpfen, in dem es tätig ist.“[52] Corporate Citizenship spiegelt die Rolle des Unternehmens wider, sich wie ein guter, gesellschaftlicher Bürger zu verhalten.[53] Dieses Verständnis geht davon aus, dass ein Unternehmen, wie beispielsweise auch seine Mitarbeiter, ein Bürger ist. Viele Interpretationen setzen deshalb Corporate Citizenship vor allem mit der sozialen Komponente von CSR gleich. Dabei spielen Zusammenarbeit, Dauerhaftigkeit, Kompetenz und Wirkung als entscheidende Kriterien und Erfolgsfaktoren eine wichtige Rolle.[54] Die Europäische Kommission benennt mit dem unternehmerischen Bürgerengagament die „ […] Gestaltung der Gesamtheit der Beziehungen zwischen einem Unternehmen und dessen lokalem, nationalem und globalem Umfeld.“[55] Viele Kritiker sind allerdings überzeugt, dass Corporate Citizenship ein Äquivalent zu CSR darstellt. Ihrer Meinung nach handelt es sich dabei um ein reines Rebranding und es ist nicht gerechtfertigt, neue Namen zu verwenden. Grundsätzlich handelt es sich bei Corporate Citizenship um „ […] Aktivitäten, mit deren Hilfe Unternehmen selbst in ihr gesellschaftliches Umfeld investieren und ordnungspolitische Mitverantwortung übernehmen.“[56]

Sustainable Development (Nachhaltiges Wirtschaften) wird definiert als “[…] Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.”[57] Das Konzept zielt somit auf eine dauerhafte Sicherung der Grundlagen unternehmerischen Erfolgs ab. Während auch hier viele Quellen von einem Teilaspekt der gesellschaftlichen Verantwortung sprechen[58], weist der Begriff tatsächlich die größte Nähe zur gesellschaftlichen Verantwortung auf.[59]

Corporate Governance (Angemessene Unternehmensführung; Unternehmensverfassung) ist eine Initiative zur Untersuchung der Qualität der Unternehmensaufsicht.[60] Ein Begriff, der erst in jüngster Zeit mit CSR in Verbindung gebracht wird.[61] Corporate Governance bezeichnet „ [] den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens.“[62] Darunter werden vor allem die Einhaltung von Gesetzen und Leitlinien sowie die Transparenz in deren Berichterstattung verstanden. Die Steigerung des Unternehmenswertes und die Gewährleistung einer wert- und erfolgsorientierten, unabhängigen Unternehmensführung stehen dabei im Fokus.[63] Corporate Governance kann folglich „[…] as the design of institutions that induce or force management to internalize the welfare of stakeholders […][64] verstanden werden.

2.1.3 CSR-Maßnahmen

Nachdem der Begriff CSR definiert und abgegrenzt wurde, rücken Beispiele der praktischen Umsetzung in den Fokus dieses Kapitels. Im Folgenden sollen die Voraussetzungen sowie mögliche Beispiele für eine entsprechende Maßnahme genannt werden.

Die Umsetzbarkeit und die Glaubwürdigkeit spielen die Hauptrolle bezüglich der Implementierung von CSR-Maßnahmen. Grundsätzlich werden sie von unterschiedlichen Ethiken bestimmt. Es sind drei verschiedene Ebenen der Wirtschaftsethik zu unterscheiden:[65]

1. Ordnungsethik: politische, ökonomische, kulturelle Rahmenbedingungen
2. Unternehmensethik: Kodizes, Ethikkommission, Leitbilder
3. Individualethik: Führungsethik, individuelle Verantwortung

Die Umsetzbarkeit hängt folglich von politischen Rahmenbedingungen wie Gesetzen oder Regelungen ab, jedoch auch von Leit- und Vorbildern des Unternehmens. Ganz entscheidend trägt auch die Individualethik zum Gelingen von Umsetzungen bei. Sie ist abhängig von der Führungsethik und der individuellen Einstellung und Persönlichkeit der Mitarbeiter, in erster Linie aber vor allem des Managers. Einsichtsfähigkeit und Handlungsvermögen sind dabei die Grundvoraussetzungen innerhalb der Individualethik. Nur wenn die Voraussetzungen wie beispielweise individuelle Bereitschaft und Verantwortungsbewusstsein des Unternehmers geschaffen sind, kann es überhaupt erst zur Implementierung von CSR-Maßnahmen kommen.

Grundsätzlich existiert „ […] not one way to act responsibility […][66], sondern es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten. Ein wesentliches Instrument zur Umsetzung von CSR sind Umwelt- und Sozialstandards. Eine Übersicht zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gibt Abbildung sechs.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Übersicht möglicher CSR-Maßnahmen[67]

Die Graphik unternimmt den Versuch, die wichtigsten Komponenten der drei jeweiligen CSR-Bereiche darzustellen. Die verschiedenen Zielsetzungen sollen dabei möglichst gleichzeitig und gleichberechtigt erreicht werden.[68] Dass die drei Zweige sehr stark miteinander verknüpft sind, soll das folgende Beispiel verdeutlichen: Fördere und bilde ich meine Mitarbeiter weiter, welche aus der lokalen Bevölkerung stammen, so profitiert nicht nur die lokale Wirtschaft (Mitarbeiter/in bezieht (mehr) Einkommen), sondern auch das Unternehmen selbst, durch erhöhte Produktqualität (Mitarbeiter/in kann Aufgabe effizienter lösen) und damit verbundener steigender Kundenzufriedenheit. Dies könnte sich in Form höherer Buchungen bemerkbar machen, was steigende Gewinne und somit Geld für weitere Investitionen bedeuten könnte. Grundsätzlich ist eine CSR-Maßnahme, bei welcher hinreichend sicher gestellt ist, dass sie einen unternehmerischen Mehrwert verschafft, ein Muss.[69] Ethisches Handeln bildet die Basis der CSR-Umsetzungen. Dies bedeutet, dass nicht nur die kurzfristigen, sondern auch die langfristigen Wirkungen beachtet und in die Beurteilung von Handlungen mit einbezogen werden.[70] Folgende speziellen Maßnahmen sind für die einzelnen Komponenten Soziales, Ökologie und Ökonomie denkbar und sollen als Beispiele fungieren:

- Sponsoring von oder Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Kunst-, Kultur- oder Sporteinrichtungen
- Teilnahme an Gesellschaftspolitik durch Behindertenintegration, Frauenförderung, Chancengleichheit, Förderung sozialer Projekte
- Betriebliche Sozialleistungen wie Fort-und Weiterbildung, Sicherheit, Gesundheit, Sport
- Forderung globaler Teilnahme an Politik angesichts Menschenrechte, Fair Trade, Sozialstandards, Umweltstandards
- Transparente Kommunikation und faire Informationsgabe an Kunden und Stakeholder
- Anpassung des Angebots an Sozial- und Umweltstandards
- Corporate Volunteering (Freistellung von Personal für die Arbeit in Wohltätigkeitsorganisationen)[71]
- Zusammenarbeit mit Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs[72]

Die geeigneten Schwerpunkte innerhalb der drei Sektoren heraus zu finden und zu benennen ist Aufgabe des Unternehmens. Die Auswahl hängt sehr stark von jeweiligen Ethiken, Rahmenbedingungen und dem Angebot ab.

2.2 CSR und Tourismus

Wie bereits in der Einleitung erwähnt (vgl. Kapitel 1, S.3), ist CSR mittlerweile in der Touristikbranche angekommen. Allerdings ist das Thema „ […] within the tourism industry […] behind other industries in all aspects.“[73] CSR soll in den folgenden Kapiteln mit dem Tourismus verknüpft und in seinen Kontext eingeordnet werden. Die Annäherung an die Thematik erfolgt, indem zunächst ein Blick auf das Gesamtsystem Tourismus in Kapitel 2.2.1 geworfen wird und die Beteiligten genannt werden. Dabei wird deutlich, wie weitgreifend die gesellschaftliche Verantwortung im System verknüpft ist. Anschließend werden die Beteiligten in Kapitel 2.2.2 genauer fokussiert und die aus Sicht des Unternehmens relevanten Stakeholder dargestellt. Das Unternehmensumfeld macht dabei deutlich, wie weit und mit wie vielen Stakeholdern ein Unternehmen in Verbindung steht und wo potentielle Möglichkeiten der CSR-Umsetzung vorhanden sind. Kapitel 2.2.3 fokussiert wiederum das Unternehmensumfeld und beleuchtet die gesellschaftliche Verantwortung entlang der touristischen Leistungskette. Diese, welche die einzelnen Komponenten des touristischen Produkts und ihre Beteiligten in richtiger Reihenfolge verknüpft darstellt, macht dabei denkbare Maßnahmen im direkten Kontext deutlich. Abschließend werden in Kapitel 2.2.4 für den Tourismus relevante Leitlinien und Verhaltenskodizes (Code of Conducts) internationaler Organisationen vorgestellt, die einen Rahmen zur Orientierung bieten, anhand dessen beurteilt werden kann, ob Mindeststandards und Code of Conducts umgesetzt werden und das Unternehmen tatsächlich ethisch verantwortlich agiert. Außerdem wird ein Zertifizierungssystem vorgestellt, welches es erstmals ermöglicht Reiseveranstalter bezüglich ihrer sozialen und umweltverträglichen Praktiken zu überprüfen. Das System wurde von FAR, einem deutschen Verband kleiner und mittelständiger Reiseveranstalter, 2009 ins Leben gerufen.[74]

2.2.1 System Tourismus und die Beteiligten

Tourismus ist ein wirtschaftliches und soziales Phänomen. Laut Tourismuswissenschaftler KASPAR, der mit seiner Abgrenzung eine grundlegende Tourismusdefinition liefert, handelt es sich dabei um „[…] die Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus der Reise und dem Aufenthalt von Personen ergeben, für die der Aufenthaltsort weder hauptsächlicher und dauernder Wohn- noch Arbeitsort ist.“[75] Um passende Maßnahmen zur Realisierung von CSR gezielt vorschlagen und verstehen zu können, ist es unumgänglich einen Blick auf das touristische Gesamtsystem zu werfen. Das Tourismussystem ist äußerst komplex und besteht aus vier Teilsystemen, welche in Interaktion mit ihrer Umwelt stehen. Abbildung sieben stellt die komplexen Verbindungen graphisch dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: System Tourismus (statisch) und CSR[76]

Das System wird beispielsweise durch die Gesellschaft und die Politik mitbestimmt.[77] Die Implementierung von CSR-Maßnahmen wird demnach von vielen Bereichen beeinflusst. Die Gesellschaft als kritischer Konsument fordert gesellschaftliche Verantwortung. Die Politik gibt Rahmenbedingungen anhand von Gesetzen und Regelungen vor. Das Unternehmen innerhalb des Gefüges unterhält eine Vielzahl von Beziehungen zu seiner Umwelt. Die unterschiedlichen Teile des Systems sind derart miteinander verknüpft, „ […] dass kein Teil unabhängig ist von anderen Teilen und das Verhalten des Ganzen beeinflusst wird vom Zusammenwirken aller Teile.“[78] Einsatz und Auswirkungen der CSR auf die Gesellschaft und andere Bereiche hängen zudem von der Komplexität und der Organisationsstruktur der verschiedenen Geschäftsprozesse im Unternehmen ab.[79]

2.2.2 Umfeld eines Tourismusunternehmens

Auf Grund der immer zahlreicheren und komplexeren Verflechtungen des Unternehmens mit seiner relevanten und gesellschaftlichen Umwelt, ist es wichtig, einen Blick auf die Stakeholder eines Unternehmens zu werfen. Ein Stakeholder ist “[…] any group or individual who is affected by or can affect the achievement of an organization’s object.”[80] Deshalb ist der Stakeholder-Ansatz eng mit dem Gedanken der CSR verbunden. Weiter betont dieser das “[…] active management of the business environment, relationships and promotion of shared interests.”[81] Je nach Unternehmen und Produkt- bzw. Dienstleistungsangebot variieren die Anzahl bzw. die Art der Anspruchsgruppen. Abbildung acht stellt mögliche Stakeholder eines kleinen Reiseveranstalters in einem Entwicklungsland graphisch dar. Dabei können sechs Hauptgruppen benannt werden. Die fett-gedruckten Stakeholder sind die für den weiteren Verlauf der Arbeit relevanten Anspruchsgruppen des Analyse-Objektes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Stakeholder-Landkarte[82]

Die durch den Kreis verdeutlichten Anspruchsgruppen Management/Eigentümer und Mitarbeiter werden auch als interne Stakeholder-Gruppe bezeichnet, da sie dem Unternehmen angehören. Alle anderen werden dementsprechend als externe Stakeholder-Gruppe benannt. Ein strategisch ausgerichtetes Engagement, das bedeutet eine geplante und effiziente Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung, birgt eine Win-Win-Situation in sich. Dies bedeutet, dass die unterschiedlichen Beteiligten, im Optimalfall alle Mitwirkenden, gewinnen bzw. einen Vorteil für sich verbuchen können.

2.2.3 CSR in der touristischen Leistungskette

Die einzelnen Stakeholder sind durch die touristische Gesamtleistung miteinander mehr oder weniger stark verbunden. Die touristische Gesamtleistung, die während einer Reise erbracht bzw. konsumiert wird, ist ein „Gesamtbündel“, das im Folgenden genauer untersucht werden soll. Um ein besseres Verständnis für die einzelnen Komponenten eines Produkts bzw. einer Dienstleistung zu erlangen, soll die touristische Leistungskette in diesem Kapitel in den Fokus gerückt werden. Anhand ihr lassen sich mögliche Leistungen erkennen, an welchen CSR-Maßnahmen ansetzen können. Dabei werden drei Grundphasen der touristischen Leistungskette unterschieden:[83]

1. Potentialphase: Vorleistungen (Reisevorbereitungen)
2. Prozessphase: Leistungserstellung und -konsum (Reisedurchführung)
3. Ergebnisphase: Nachkonsumleistung (Reisenachbereitung)

Grundsätzlich existieren unterschiedliche Leistungsketten für verschiedene Tourismusbetriebe wie beispielsweise einem Beherbergungs- oder einem Transportbetrieb. Es handelt sich in Abbildung neun (S.22) um die touristische Leistungskette einer Destination bzw. eines Reiseveranstalters in einer bestimmten Destination. Die einzelnen Sektoren der Leistungskette werden von unterschiedlichen Leistungsträgern erbracht und können variieren. Im Falle des als Beispiel für diese Arbeit fungierenden Analyse-Objektes spielen Auskunft und Information sowie Buchung der Reise und entsprechende Reiseunterlagen in der Potentialphase eine wichtige Rolle. Die An- bzw. Abreise mit dem Flugzeug erfolgt in der Regel individuell und wird von den jeweiligen Kunden separat bei der jeweiligen Fluggesellschaft gebucht. Die Zusammenstellung der Leistungen in der Prozessphase und deren Durchführung zählen zu den Hauptaufgaben. Die Kern- und Nebenleistungen[84] variieren je nach Angebot. Die Ergebnisphase beschäftigt sich mit der Abreise und den Nachbereitungen und bildet den Abschluss einer Leistungskette. Gesellschaftliche Verantwortung kann in alle Bereiche der Leistungskette eingebracht werden. Mögliche Vorgehensweisen und Ansatzpunkte zu den jeweiligen Bereichen der Leistungskette sind der folgenden Abbildung zu entnehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9: CSR-Beispiele entlang der touristischen Leistungskette[85]

Grundsätzlich steht jedes Element der touristischen Leistungskette in einem interaktiven Verhältnis zu Teilen der Gesellschaft[86] bzw. zu den unterschiedlichen in Kapitel 2.2.1 (S.19) erwähnten und dargestellten Umwelten.

2.2.4 Leitlinien und Standards von CSR im Tourismus

Die Überprüfung der Maßnahmen und Umsetzungen gilt als weiterer Schritt einer vernünftigen und glaubwürdigen Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Trotz weniger, effektiver Zertifizierungssysteme steigen weltweit die Nachhaltigkeits- und CSR-Reporte, vor allem der multinationalen Unternehmen im Produktionssektor an[87] (vgl. Anhang 2, S.101), was die zunehmende Bedeutung von CSR und deren Zertifizierung deutlich macht. Ein einheitlicher Standard bzw. ein einheitliches, international anerkanntes Zertifizierungssystem weder in allgemeiner Form, noch speziell für die Tourismusbranche existiert bislang jedoch nicht. Allerdings plant die ISO für 2010, wie bereits angesprochen, die Veröffentlichung der ISO 26000, einem Standard für gesellschaftliche Verantwortung.[88] Einen ersten Ansatz in Deutschland verschafft seit Anfang 2009 das neue Tourismussiegel „CSR-tourism-certified“, welches innerhalb dieses Kapitels kurz vorgestellt werden soll. Grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen innerhalb der Tourismusbranche allerdings besonders weitreichend und schwierig zu fassen. Dies ist ein möglicher Grund dafür, dass die Branche bezüglich Zertifizierungen, erheblich hinterher hinkt. Denn speziell stark fragmentierte Branchen wie die der Touristik sind nicht sehr innovativ.[89] Es gibt jedoch von einigen internationalen Organisationen wertvolle Leitlinien, an denen eine Orientierung ebenso aus Sicht touristischer Unternehmen in Entwicklungsländern einen Sinn macht. Auch Code of Conducts spielen eine immer wichtigere Rolle in Zeiten öffentlichen Drucks seitens der Verbraucher.[90] Einige der wichtigsten Standards sind[91]:

1. OECD-Leitlinien
2. UN Global Compact
3. SA 8000
4. ISO 14000
5. GRI Reporting Guidelines

Während die ersten beiden Leitlinien allgemeine Bestimmungen für Unternehmen vorgeben, beziehen sich der SA 8000 und die ISO 14000 auf Sozial- bzw. Umweltstandards. Die GRI Reporting Guidelines der Global Reporting Initiative erteilen Regeln zur Erstattung von Nachhaltigkeitsberichten. Keiner der genannten Standards ist für die geeignete Anwendung eines kleinen Tourismusunternehmens in vorliegender Form denkbar. Allerdings beinhalten alle genannten Richtlinien und Normen wichtige Komponenten, die für einen internationalen CSR-Leitfaden unerlässlich sind. Die Auffassungen über die Gültigkeit internationaler Sozialstandards sind sehr unterschiedlich. So erheben sich Stimmen, dass die universelle Anwendung von Sozialstandards sich nicht begründen ließe, da sie oft „ […] eine kulturspezifische westliche Erfindung […][92] seien. Die Erstellung eines internationalen Leitfadens für die Tourismusbranche sowie deren Begründung sollen jedoch nicht Gegenstand dieser Arbeit sein. Es werden lediglich Beispiele skizziert, um einen Überblick über passende Leitlinien zu erhalten und eine Basis für die in Kapitel vier folgende Analyse zu bilden. Nur drei Initiativen werden aufgrund ihres hohen tourismusspezifischen Inhalts genauer erläutert:[93]

1. CSR-Leitlinien im Tourismus:

Der von FAR und KATE entwickelte Ansatz eines CSR-Berichtswesens macht es erstmals möglich, die Nachhaltigkeitsleistungen von Reiseveranstaltern messbar und für den Kunden transparent zu machen. Neben Nachhaltigkeitskriterien zu An- und Abreise, Unterkünften oder Freizeitaktivitäten, spielt die Verantwortung gegenüber und die Kommunikation mit dem Kunden eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen unter: <http://forumandersreisen.de/>, <http://forumandersreisen.de/mitglieder_kriterienkatalog.php>

2. Tour Operators Initiative (TOI):

Durch die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), UNEP (United Nations Environment Programme) und UNWTO wurde diese Initiative für Reiseveranstalter gegründet. Neben Richtlinien zu Umwelt- und Sozialbelangen, stellt sie Pläne zur Implementierung und Strategieumsetzungen zur Verfügung. Ihre Mitgliedschaft bescheinigt nach erfolgreicher Zertifizierung die Arbeit für eine nachhaltige Entwicklung. Bekannte Veranstalter wie Studiosus, REWE Touristik und KUONI Travel Holding sind Mitglieder der Organisation. Aber auch Reiseunternehmen aus Brasilien und Pakistan sind vertreten.

Weitere Informationen unter: < http://www.toinitiative.org/index.php >, <http://www.toinitiative.org/index.php?id=93>

3. Code of Conduct for the Protection of Children from Sexual Exploitation in Travel and Tourism:

Die branchengeführte Initiative, mit Unterstützung von ECPAT (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes) international, UNICEF (United Nations International Children’s Emergency Fund) und UNWTO, setzt sich für den Schutz vor sexueller Ausbeutung von Kindern ein. Sechs Kriterien verpflichten die Unternehmen zur aktiven Förderung des Themas in der Öffentlichkeit und der Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie der Kunden bzw. Touristen. Ein jährlicher Bericht dokumentiert Aktivitäten und Fortschritte.

Weitere Informationen: < http://www.thecode.org/ >

2.3 Entwicklungsländer

Da die Sinnhaftigkeit von CSR in Entwicklungsländern untersucht werden soll, muss zunächst der Begriff definiert bzw. abgrenzt werden. In Kapitel 2.3.1 werden deshalb Kategorisierungsmöglichkeiten der Weltbank, der UNO (United Nations Organization) und der OECD (Organisation for Economic Co-Operation and Development) vorgestellt. Dabei wird auch auf die wirtschaftliche Situation der Entwicklungsländer eingegangen. Außerdem werden prägnante Merkmale bezüglich politischer, sozio-kultureller und religiöser Faktoren in Kapitel 2.3.2, 2.3.3 und 2.3.4 erläutert, da sie die Diskussion um CSR maßgeblich beeinflussen. In Kapitel 2.3.5 werden die Entwicklungsländer mit dem Tourismus verknüpft. Es werden einige wichtige Informationen zu Tourismus in Entwicklungsländern gegeben, um somit auf die nachfolgenden Kapitel vorzubereiten.

2.3.1 Begriffsdefinition

Der Begriff Entwicklungsland erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, als handele es sich um einen einheitlichen, merkmalsmäßig abgegrenzten geographischen Bereich, zumindest aber um eine homogene Menge von Einzelstaaten.“[94] Tatsächlich aber herrscht über die inhaltliche Bestimmung des Begriffs Entwicklungsland seit Jahrzehnten Uneinigkeit.[95] Trotz vieler Ansätze existiert keine allgemein anerkannte Definition. Entwicklungsländer sind gekennzeichnet durch Massenarbeitslosigkeit, Bevölkerungsexplosion, Verelendung, zunehmender Ressourcenzerstörung sowie fatalen Verschuldungsproblemen und wachsenden politischen Instabilitäten.[96] Abgrenzungskriterien und Länderlisten werden von der Weltbank, der UNO und der OECD erarbeitet.

Die Weltbank[97] kategorisiert Länder anhand ökonomischer Faktoren (Länderliste der Weltbank 2008, vgl. Anhang 4, S.103-104). Dabei werden Länder mit niedrigem Einkommen (Low Income Countries, LICs), Länder mit mittlerem Einkommen (Middle Income Countries, MICs) und Länder mit hohem Einkommen (High Income Countries, HICs) unterschieden.[98] 2006 lebten laut dieser Festlegung 2,4 Milliarden Menschen in LIC, 3,1 Milliarden in MIC und gerade einmal 1 Milliarde in HIC. Demnach leben von einer 6,5 Milliarden großen Weltgesamtbevölkerung 5,5 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern. Nach wesentlich komplexeren Kriterien lassen sich die Länder mit niedrigem Einkommen noch ein weiteres Mal in sogenannten Least Developed Countries (LDCs) unterteilen. Diese ärmsten Länder der Welt, insgesamt 47 an der Zahl, liegen vor allem in Zentralafrika und in Südasien. Zu ihnen zählen unter anderem Indien, Kambodscha, Nepal, Malediven sowie Äthiopien, Lesotho, Ruanda, Uganda und die Zentralafrikanische Republik.[99] Wirft man jedoch einen Blick auf die Bevölkerungsverteilung, so leben knapp 25% der Bevölkerung, der weniger als 1 US-$ pro Tag zur Verfügung stehen, in Afrika (südlich der Sahara), hingegen fast 70% aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte in Asien (Verteilung der Bevölkerung mit einem Tageseinkommen von unter 1 US-$ 1998, vgl. Anhang 5, S.105).

Im Unterschied zur klassischen Einteilung der Weltbank nach dem Pro-Kopf-Einkommen versucht die UNO auf eine komplexe Art und Weise auch soziale Faktoren zu berücksichtigen. Anhand des Human Development Index (HDI) erstellt sie ihre Rangliste[100], bei welcher Größen wie Analphabetenrate oder Lebenserwartungen einfließen (Länderliste nach dem HDI der UNO, vgl. Anhang 6, S.106-109). Laut des Reports aus den Jahren 2007/2008 zeichnet der HDI 70 Länder mit einem high human development aus (Island auf Platz eins, Platz 22 für Deutschland). 84 Länder wie beispielsweise Marokko (Platz 126) und Nepal (Platz 142) erhalten die Bezeichnung medium human development. 21 Staaten, darunter ausschließlich Länder des afrikanischen Kontinents, bilden den Abschluss mit einem least human development (Burkina Faso und Sierra Lione auf den beiden letzten Plätzen). Insgesamt wird durch diesen Kategorisierungsversuch und die ersichtlichen Kennzahlen deutlich, dass beispielsweise angestrebte Steigerungen des Pro-Kopf-Einkommens von vornherein durch das anhaltende Bevölkerungswachstum behindert werden. Teils deutlich niedrigere Lebenserwartungen und oftmals hohe Analphabetenraten zeichnen diese Länder zusätzlich.

Für die OECD erstellt deren Entwicklungshilfeausschuss Development Assistance Committee (DAC)[101] eine Länderliste der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Im Jahr 2009 zählt die Liste 151 Länder, davon 55 auf dem afrikanischen, 36 auf dem asiatischen, 34 auf dem amerikanischen, 16 auf dem ozeanischen und zehn auf dem europäischen Kontinent. Die folgende Abbildung soll einen Überblick verschaffen und mit einzelnen Namen der Entwicklungsländer vertraut machen.

Abb. 10: DAC-Liste der Entwicklungsländer und -gebiete[102]

So sind beispielsweise in Verbindung mit der UNO unter deren 192 Mitgliedern 142 DAC-Entwicklungsländer vertreten. Auf die Bezeichnung der Schwellenländer wird seit 2005 vollständig verzichtet.[103] In der vorliegenden Arbeit wird bewusst auf eine festgelegte Definition verzichtet. Die erläuterten Länderlisten unterscheiden sich meist nur geringfügig und ändern sich aufgrund wechselnder Bedingungen von Jahr zu Jahr minimal. Deshalb fungieren alle vorgestellten Kategorisierungen als Grundlage und legen mit der Vereinigungsmenge aller genannten Entwicklungsländer die Definition der vorliegenden Arbeit fest.

2.3.2 Politische Besonderheiten

Die große Bandbreite der Entwicklungsländer beherbergt völlig unterschiedliche Staatssysteme und Regierungsformen. In einigen Entwicklungsländern sind staatliche Strukturen erst gar nicht vorhanden. Instabile Parteiensysteme, unwirksame oder inhumane Gerichtswesen und oftmals eine strikte Zentralisierung kennzeichnen viele Entwicklungsländer. In einigen Ländern sind massive Menschenrechtsverletzungen keine Ausnahme. „ Da der Staat praktisch nicht existiert, gibt es weder eine Polizei, die diesen Namen verdient, noch so etwas wie ein institutionalisiertes System sozialer Sicherung.“[104] Oftmals existiert in Entwicklungsländern eine konzentrische Ordnung, in der persönliche Beziehungen Vorrang haben gegenüber allgemeinen Prinzipien.[105] Ein instabiles Umfeld kann sich für wirtschaftliche Unternehmen als großes Problem heraus stellen. Planungssicherheit für langfristige Investitionen sowie Sozial- und Umweltstandards zur Orientierung fehlen.[106] Doch relativ stabile Rahmenbedingungen sind dringend notwendig. Ständig wechselnde Einreisebestimmungen wie beispielsweise in Tibet[107] oder Kämpfe und Demonstrationen wie beispielsweise in Kambodscha oder Nepal haben erhebliche negative Auswirkungen auf den Tourismus. Trotz oft erheblicher Einnahmen durch monetäre Hilfe der Industriestaaten, kommen die Gelder nicht dort an, wo sie gebraucht werden. Die Korruption stellt sich als großes Entwicklungshindernis heraus. Sie ist unter anderem in den meisten Verwaltungen Asiens, aber auch Afrikas ein fester Bestandteil des Entscheidungshandelns.[108] Von dominierender Bedeutung ist auch die Beziehung zwischen Staat und Religion. Diese beeinflusst oft maßgeblich politische Normen. Grundsätzlich wirken sich die politischen Besonderheiten oft maßgeblich auf die CSR-Aktivitäten in einem Land aus (vgl. Kapitel 2.1.3, S.15 und Kapitel 2.2.1, S.19).

2.3.3 Sozio-kulturelle Besonderheiten

Die Kultur eines Landes oder einer Region legt ebenfalls sogenannte ungeschriebene Gesetze fest. Entwicklungsländer decken völlig unterschiedliche Kulturkreise ab. Kultur ist komplex, nicht in sich abgeschlossen und nichts Homogenes.[109] Es handelt sich dabei um ein Hintergrundphänomen, welches unser Verhalten prägt, meist ohne dass wir uns dieses Einflusses bewusst sind. Kulturelle und subkulturelle Normen sind die wichtigsten sozialen Verhaltensdeterminanten. Damit bestimmt sie unser Verhalten von den alltäglichen Gewohnheiten über weltanschauliche Haltung bis hin zum Verhalten am Arbeitsplatz gegenüber Kunden, Arbeitskollegen und Vorgesetzten.[110] Um die Vielfalt einer Kultur überschaubar zu gestalten, werden zur Vereinfachung und Standardisierung oft sogenannte Kulturstandards ermittelt und beschrieben.[111] Im Folgenden sollen kurz einige Komponenten genannt werden, die in ihrer unterschiedlichen Ausprägung in verschiedenen Kulturkreisen große Auswirkungen auf einen Manager, die Mitarbeiter und damit auf die unternehmerischen Handlungen aufweisen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 11: Kulturstandards[112]

Alle genannten Kulturstandards variieren mehr oder weniger stark von Land zu Land bzw. von Kulturkreis zu Kulturkreis. Zudem existieren differenzierte Familienstrukturen (Industrieländer durchschnittlich weniger Kinder pro Familie) sowie unterschiedliche Privatbereiche (oftmals größere Privatsphäre in Industrieländern, mehr räumliche Trennung von Nachbarn oder Familie). Diese tragen zu unterschiedlichen Individualisierungswerten bei. Die hohen Individualismuswerte der westlichen Industrieländer machen deutlich, dass dort die Autonomie des Individuums in der Gesellschaft sehr viel stärker ist als in ärmeren Länder wie beispielsweise Indien oder Venezuela (vgl. Individualismuswerte ausgewählter Länder, Kapitel 3.1.1, S.37, Abb.14). In Entwicklungsländern gilt es grundsätzlich eine Reihe mehrerer Einflüsse in der Entscheidungsfindung des Eigentümers bzw. Managers (vgl. E/M in Abb.12) zu beachten. Die natürlichen Gegebenheiten bilden dabei die Basis. „ Alle weiteren menschengemachten Umwelterscheinungen sind als darüber liegende Schichten anzuordnen.“[113] Dies lässt sich an übereinander liegenden Schichten darstellen, die sich untereinander beeinflussen. Das folgende Schichtenmodell weist eine hohe Komplexität auf und demonstriert graphisch die Zusammenhänge. Während natürliche Gegebenheiten (lebenswichtige Ressourcen, klimatische und topographische Bedingungen) die Basis bilden, sind alle weiteren Umwelterscheinungen (Wertevorstellungen, rechtlich-politische Normen, etc.) folglich menschgemacht. Im weitesten Sinn bilden sie gemeinsam den Komplex der kulturellen Einflüsse:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 12: Schichtenmodell der Umweltdifferenzierung und -berücksichtigung[114]

Das Modell gibt Einflüsse und Zusammenhänge wider. Damit soll unterstrichen werden, wie komplex und vielseitig anhängig Entscheidungsträger von ihrer Umwelt und deren Einflüssen sind. Abschließend und zusammenfassend ist fest zu stellen, dass die unterschiedliche Kulturen und natürlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder völlig unterschiedlich sind und großen Einfluss auf die Entscheidungsträger, aber auch auf Mitarbeiter, Nachfrager und andere Beteiligte eines Unternehmens haben. Bei der Frage nach der Implementierung von CSR-Maßnahmen müssen folglich die unterschiedlichen Gesichtspunkte und Kulturstandards beachtet werden. In den Kapiteln 3 werden einzelne der genannten Kulturstandards sowie verschiedene Ebenen des Schichtenmodells zu gegebenem Zeitpunkt näher erläutert.

2.3.4 Religiöse Besonderheiten

Eine der wichtigsten Quellen relevanter Wertevorstellungen und daraus abgeleiteter Verhaltensnormen für das Individuum ist die Religion. Die vielfältigen Auswirkungen von Religion in den unterschiedlichen Kulturkreisen kann hier nicht vollständig rezipiert werden. Doch die Religion als wichtige Determinante im täglichen Leben, gerade in Entwicklungsländern, hat enormen Einfluss auf das Denken und Verhalten der Menschen vor Ort. Während in industrialisierten westlichen Ländern „[…] Religion und die konfessionell differenzierte religiöse Ethik für das Arbeits- und Führungsverhalten in Wirtschaft und Gesellschaft nur noch eine relativ unbedeutende Rolle […]“[115] spielen, hat sie in den meisten Entwicklungsländern großen Einfluss. Es werden im Rahmen dieser Bachelorarbeit lediglich einige interessante Erläuterungen und Denkanstöße gegeben, welche eine mögliche Rolle bei der Implementierung und Umsetzung von CSR, sowie hinsichtlich des Arbeitsverhaltens spielen können.

Der Hinduismus geht beispielsweise davon aus, dass seine einzelnen Taten in den Atman (Geist, Seele) eingehen und sich durch sein zyklisches Weltverständnis im nächsten Leben auswirken. Er verfolgt dabei das Gesetz des richtigen Handelns, was die Vermutung auf ein ausgeprägtes Sozialverhalten bestätigt. Allerdings ist das vorherrschende Kastensystem (Sozialstruktur mit vier Hauptkasten) aus westlicher Sichtweise durchaus als brutal zu bezeichnen und sieht bestimmte Handlungen der einzelnen Kasten vor, die das soziale Miteinander nicht immer begünstigen (beispielsweise werden sogenannte Unberührbare als kastenlos bezeichnet und von der Gesellschaft mehr oder weniger verstoßen). Die geistige Orientierung mit der Aufgabe Wissen zu gewinnen und dies richtig anzuwenden, ist der obersten Kaste der Brahmanen vorbehalten.

Auch ein Buddhist muss bereit sein, an andere abzugeben[116]. Ihm wird ein betontes Pflichtgefühl zugesprochen. Häufig mischt sich jedoch die buddhistische Lehre mit anderen religiösen Einflüssen.

Im Islam ist indessen „ […] unstrittig, dass bestimmte Gebote und Verbote des Koran einen nachhaltigen Verhaltenseinfluss im alltäglichen (betrieblichen) Leben ausüben.“[117] Ermahnungen zu einem auf die Gemeinschaft (Umma) hin orientierten Denken, das ein gutes Zusammenleben gewährleistet, könnten positive Impulse für die Thematik der CSR geben. Ebenso wie die Zakat-Steuer zur Übernahme solidarischer Mitverantwortung für die Ärmeren in der Gesellschaft. Doch auch wenn im Islam jedem eine individuelle Verantwortlichkeit zugeschrieben wird, so betont der Koran auch die Allmacht Gottes und die damit verbundene Unberechenbarkeit des Einzelnen.

Religionen geben sowohl positive als auch negative Impulse bezüglich der Frage nach der möglichen Implementierung und Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung. Generelle Ableitungen und Prognosen sind aufgrund zahlreicher Differenzierungen nicht möglich und bedürfen weiterer Forschungsarbeit. Grundsätzlich existieren in allen Entwicklungsländern, von den fünf Weltreligionen in unterschiedlichsten Ausprägungen bis hin zu Naturreligionen, die mannigfachsten Religionspraktiken. Die genauen Auswirkungen, Einflüsse und Bedingungen bezüglich CSR gilt es in weiterer Forschungsarbeit genauer zu erarbeiten.

2.3.5 Entwicklungsländer und Tourismus

Nach einem Blick auf die politischen, kulturellen und religiösen Merkmale der Entwicklungsländer wird schnell klar, dass es sich keineswegs um einen einheitlichen Block selbstständiger Staaten handelt. Ein Grund dafür, dass die einzelnen Länder durch die globale Expansion des Tourismus in sehr unterschiedlichem Maße erfasst werden. Neben prosperierenden Destinationen wie beispielsweise Thailand existieren Staaten, die häufig trotz eines hohen touristischen Potentials kaum oder gar nicht am Fremdenverkehr teilhaben. Die häufigsten Ursachen sind mangelnde Infrastruktur, ungenügend hygienische Bedingungen sowie politische Instabilität oder gar Krieg.[118] So spielen Länder wie Afghanistan, Haiti, Irak oder Somalia[119] aufgrund politischer Auseinandersetzungen oder Kriegen in der Tourismusbranche derzeit keine Rolle. Andere wiederum, vor allem kleine Inselstaaten sind enorm von der Tourismusbranche abhängig. Dazu zählen beispielsweise die Malediven (57,8% des BIP durch Tourismuseinnahmen), die Seychellen (34,6% des BIP) oder die Bahamas (34,1% des BIP), die mit hohen Anteilen des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt eine enorme Abhängigkeit aufweisen.[120] Unter den zwanzig Entwicklungsländern, die die größten Zuwachsraten an internationalen Touristenankünften der vergangenen Jahre aufweisen (11,7 bis 39,9%), befinden sich alleine acht, die den LDCs (am wenigsten entwickelte Länder) angehören (Kambodscha, Laos, Myanmar, Kapverden, Tschad, Sambia, Bhutan und Madagaskar).[121] Tourismus, als einer der weltweit bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren, ist für viele Entwicklungsländer zur wichtigsten Devisenquelle geworden.[122] Internationaler Tourismus ist für die Länder allerdings nur dann sinnvoll, wenn die daraus resultierenden Einnahmen auch tatsächlich im Land bleiben. Auf den ersten Blick scheint es so, als könnte der Tourismus in besonders hohem Maße zum Aufbau von Entwicklungsländern beitragen. Neben etlichen Vorteilen für das jeweilige Land, sei es hinsichtlich Deviseneinnahmen, höherem Lebensstandard, Arbeitsplätzen oder besseren Bildungsmaßnahmen, existiert allerdings eine Reihe von negativen Auswirkungen. Die pauschale Behauptung, der Fremdenverkehr leiste auf jeden Fall einen positiven Entwicklungsbeitrag, hat sich als ebenso unhaltbar erwiesen, wie die Formulierung des Gegenteils. So kämpfen viele touristische Destinationen mit ihrer großen Abhängigkeit, verfallenden Wertesystemen und Sozialstrukturen, steigendem Sextourismus, Kinderprostitution und verheerenden ökologischen Schädigungen.[123] Enormes Bevölkerungswachstum und dramatisch steigende Verelendung vieler Entwicklungsländer lässt eine weitere Zunahme der Kriminalität auch gegen Touristen erwarten.[124] Den negativen Auswirkungen des Tourismus heißt es entgegen zu wirken, sowie vorbeugende Maßnahmen zu deren Vermeidung einzuleiten.

[...]


[1] HAMANN, G.; HEUSER, U.-J.: Können Unternehmen gut sein? In: Die Zeit, Nr.14, 2008, S.19

[2] HAMANN, G.; HEUSER, U.-J.: Können Unternehmen gut sein? In: Die Zeit, Nr.14, 2008, S.19

[3] Vgl. BDI (Bundesverband der deutschen Industrie e.V.) <http://www.bdi-online.de/de/fachabteilungen/1499.htm>, 05.05.2009

[4] Vgl. BDA (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) <http://www.csr-in-deutschland.de/portal/generator/1834/startseite.html>, 05.05.2009

[5] Vgl. Bundeskanzlerin Angela Merkel <http://www.bundeskanzlerin.de/nn_5296/Content/DE/Rede/2008/06/2008-06-12-rede-merkel-60-jahre-soziale-marktwirtschaft.html>, 06.05.2009

[6] Vgl. Bundespräsident Horst Köhler <http://www.bundespraesident.de/-,2.653300/Berliner-Rede-2009-von-Bundesp.htm>, 07.05.2009

[7] Vgl. Umweltdialog (unabhängiger Nachrichtendienst): Nachhaltigkeit und CSR <http://www.umweltdialog.de/umweltdialog/rubrikverteiler/reports.php?navanchor=1310008>, 11.05.2009

[8] Größte deutsche PR-Agentur; heute unter dem Namen Pleon tätig; vgl. <www.pleon.de>, 11.05.2009

[9] Vgl. Deep White (Unternehmensberatung): Unternehmens- und Wertekultur – Geschäftserfolg ist abhängig von Wertekultur, 2004, S.1 <www.deep-white.com/downloads/Geschaeftserfolg_haengt_von_Werten_ab.doc>, 09.05.2009

[10] Vgl. Stiftung Warentest: unabhängige Waren- und Dienstleistungstests (1954 auf Beschluss des Bundestages gegründet) <http://www.test.de/themen/bildung-soziales/special/-Unternehmensverantwortung/1313426/13 13426>, 09.05.2009

[11] Europäische Kommission: Unternehmen und Industrie <http://ec.Europa.eu/ enterprise/csr/index_de.htm>, 05.05.2009

[12] Vgl. DODDS, R.; JOPPE, M.: CSR in the Tourism Industry? The Status of and Potential for Certification, Codes of Conduct and Guidelines, 2005, S.6 <http://www.gate-tourismus.de/csr_hintergrund.html>, 08.05.2009

[13] Eigene Darstellung auf Datenbasis einer Untersuchung über die Ansprechbarkeit der Bundesbürger auf Natur- und Umweltaspekte in Zusammenhang mit Urlaubsreisen im Jahr 2004, durchgeführt für den Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., S.X

[14] Vgl. GfK (Growth for Knowledge) Marktforschungsunternehmen: CSR – Erwartungen und Verhalten von Verbrauchern im Tourismussektor, 2009, S.3 <http://www.gfkps.com/scopedivisions/retail/tourism/index.de.html>, 08.05.2009

[15] Vgl. ITB (Internationale Tourismusbörse) Berlin <http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/www.itb-kongress/de/Kongre ssprogramm/EDB-ProgrammDetails/index.jsp?fairID=86336&eventDateId=87491>, 06.05.2009

[16] HOLZAPFEL, T.: Im Auftrag der Fairness. In: FVW, Nr.6, 2009, S.29

[17] Vgl. Presse-Spezialdienst ITB (Internationale Tourismusbörse) Berlin 2009: Corporate Social Responsibility <http://209.85.129.132/search?q=cache:t-BIsNKdt1AJ:www1.messe-berlin.de/vip8_1/website /Internet/Internet/www.itb-berlin/pdf/Spezialpressedienst/ITB_Berlin_Spezial-Pressedienst_4_ Luxusreisen_d. pdf+itb+pressebericht+ermlich+csr&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de>, 08.05.2009

[18] Vgl. FAR (Forum Anders Reisen e.V.): Neues CSR-Siegel <http://forumandersreisen.de/aktuelles.php?id=5519>, 08.05.2009

[19] Vgl. DODDS, R.; JOPPE, M.: CSR in the Tourism Industry? The Status of and Potential for Certification, Codes of Conduct and Guidelines, 2005, S.17,20 <http://www.gate-tourismus.de/csr_hintergrund.html>, 08.05.2009

[20] Vgl. ADERHOLD, P.; KÖSTERKE, A.; VON LAßBERG, D.; VIELHABER, A.: Tourismus in Entwicklungsländer. Eine Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus – unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Urlaubsreisemarktes. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2006, S. XIII

[21] Eigene Darstellung auf Datenbasis einer Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus, durchgeführt vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V. im Jahr 2005; Tourismus in Entwicklungsländer. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., S.11

[22] Vgl. ADERHOLD, P.; KÖSTERKE, A.; VON LAßBERG, D.; VIELHABER, A.: Tourismus in Entwicklungsländer. Eine Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2006, S.137

[23] Die World Tourism Organization ist seit Ende 2003 als UN-Sonderorganisation anerkannt. Sie nennt sich deshalb – insbesondere um Verwechslungen mit der World Trade Organization (WTO) zu vermeiden – offiziell UNWTO. Vgl. <www.unwto.org>, 05.05.2009

[24] Vgl. UNWTO (World Tourism Organization): Internationale Touristenankünfte <http://www.unwto.org/facts/eng/vision.htm>, 18.04.2009

[25] Vgl. BEYER, M.; HÄUSLER, N.; STRASDAS, W.: Tourismus als Handlungsfeld der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – Grundlagen, Handlungsbedarf und Strategieempfehlungen. Eschborn: GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH), 2007, S. 11

[26] Vgl. BIEGER, T.: Tourismuslehre – Ein Grundriss. 2.Auflage. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag, 2006, S.241

[27] Eigene Darstellung

[28] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.10

[29] WHEELER, S.: Corporations and the Third Way. Oxford, Portland: Hart Publishing, 2002, S.33

[30] Vgl. WALTON, C. C.: Soziale Verantwortung von Unternehmen. Hamburg: Murmann Verlag, 1999, S.49

[31] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.3

[32] BOWEN, H. R.: Social Responsibilities of the businessman. New York: Harper and Brothers, 1953, S.6

[33] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.23

[34] Philanthropie (aus dem Griechischen) bedeutet Menschenliebe, Menschenfreundlichkeit

[35] GFA (Gesellschaft zur Förderung von Auslandsinvestitionen e.V.): Unternehmerische Verantwortung bei Direktinvestitionen im Ausland, 2004, S.3 <http://www.bdi-online.de/sql_abfrage.asp>, 07.05.2009

[36] Eigene Darstellung nach CARROLL, A. B.: The pyramid of corporate social responsibility – Toward the Moral Management of Organizational Stakeholders. In: Business Horizons, 34(4), 1991, S.42

[37] Vgl. MÜLLER, M.; SCHALTEGGER, S.: Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung? München: Oekom Verlag, 2008, S.27

[38] CARROLL, A. B.: A Three-Dimensional Conceptual Model of Corporate Performance. In: Academy of Management Review, Vol. 4(4), 1979, S.500

[39] Vgl. MÜLLER, M.; SCHALTEGGER, S.: Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung? München: Oekom Verlag, 2008, S.18

[40] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.17

[41] Europäische Kommission: Grünbuch – Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung von Unternehmen, Brüssel, 2001, S.7 <http://ec.europa.eu/off/green/index_de.htm#2001>, 07.05.2009

[42] Europäische Kommission: Grünbuch – Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung von Unternehmen, Brüssel, 2001, S.4 <http://ec.europa.eu/off/green/index_de.htm#2001>, 07.05.2009

[43] Vgl. SCHWALBACH, J.: Corporate Social Responsibility. In: Journal of Business Economics. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage, Special Issue 3, 2008, S.XI

[44] Vgl. ISO (International Organizsation of Standardization) <http://isotc.iso.org/livelink/livelink/fetch/2000/2122/830949/3934883/3935096/home.html?nod eid=4451259&vernum=0>, 11.05.2009

[45] WBCSD (World Business Council for Sustainable Development) <http://www.wbcsd.ch/templates/TemplateWBCSD5/layout.asp?type=p&MenuId=MTE0OQ&doOpen=1&ClickMenu=LeftMenu>, 23.05.2009

[46] Eigene Darstellung

[47] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.17

[48] The Economist: The good company. 20.01.2005 <http://www.economist.com/surveys/displaystory.cfm?story_id=E1_PVVVNTN>, 07.05.2009

[49] Vgl. KOTLER, P.; LEE, N.: Corporate Social Responsibility: Doing the Most Good for Your Company and Your Cause. Hoboken: John Wiley and Sons, 2005, S.8-9

[50] Vgl. CRANE, A.; MOON, J.: Oxford Handbook of Corporate Social Responsibility. Oxford: Oxford University Press, 2008, S.6

[51] Vgl. MÜLLER, M.; SCHALTEGGER, S.: Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung? München: Oekom Verlag, 2008, S.53

[52] WESTEBBE, A.; LOGAN, D.: Corporate Citizenship – Unternehmen im gesellschaftlichen Dialog. Wiesbaden: Gabler Verlag, 1995, S.13

[53] Vgl. MÜLLER, M.; SCHALTEGGER, S.: Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung? München: Oekom Verlag, 2008, S.18

[54] Vgl. HABISCH, A.; SCHMIDPETER, R.; NEUREITER, M.: Handbuch Corporate Citizenship – Corporate Social Responsibility für Manager. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2008, S.51

[55] Europäische Kommission: Grünbuch – Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung von Unternehmen. Brüssel, 2001, S.28

<http://ec.europa.eu/off/green/index_de.htm#2001>, 07.05.2009

[56] HABISCH, A.; SCHMIDPETER, R.; NEUREITER, M.: Handbuch Corporate Citizenship – Corporate Social Responsibility für Manager. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2008, S.46

[57] VON HAUFF, M., zitiert bei: DYCKHOFF, H.: Umweltmanagement. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2000, S.20

[58] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.4

[59] Vgl. HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.16

[60] Vgl. SCHILLING, F.: Doppelte Irrtümer der Unternehmensaufsicht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 1, 2005, S.18

[61] Vgl. HABISCH, A.; SCHMIDPETER, R.; NEUREITER, M.: Handbuch Corporate Citizenship – Corporate Social Responsibility für Manager. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2008, S.71

[62] HABISCH, A.; GAZDAR, K.; KIRCHHOFF, K. R.; VASEGHI, S.: Erfolgsfaktor Verantwortung – Corporate Social Responsibility professionell managen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2006, S.6

[63] Vgl. SCHWALBACH, J.; SCHWERK, A. in: HABISCH, A.; SCHMIDPETER, R.; NEUREITER, M.: Handbuch Corporate Citizenship – Corporate Social Responsibility für Manager. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2008, S.71

[64] TIROLE, J.: Corporate Governance. In: Econometrica, 69(4), 2001, S.4

[65] Vgl. KARMASIN, M.; WEDER, F.: Organisationskommunikation und CSR – Neue Herausforderungen an Kommunikationsmanagement und PR. Berlin, Wien: Lit Verlag, 2008, S.30

[66] IDOWU, O.; FILHO, W. L.: Global Practices of Corporate Social Responsibility. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, 2009, S.268

[67] Eigene Darstellung

[68] Vgl. FREYER, W.: Tourismus – Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie. 8.Auflage. München: Oldenbourg Verlag, 2006, S.384

[69] Vgl. MÜLLER, M.; SCHALTEGGER, S.: Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung? München: Oekom, 2008, S.214

[70] Vgl. WELGE, M. K.; AL-LAHAM, A.: Strategisches Management: Grundlagen – Prozess – Implementierung. 5.Auflage. Wiesbaden: GWV Fachverlage, 2008, S.276

[71] Vgl. RIESS, B.; WELZEL, C.; LÜTH, A.: Mit Verantwortung handeln – Ein CSR-Handbuch für Unternehmer. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage, 2008, S.59

[72] Eine allgemein gültige Definition für Non-Governmental-Organizations (NGOs) existiert bisher nicht. Allerdings gehören „ all jene Organisationen dazu, die keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen und regierungsunabhängig operieren.“ KAMPS, O.: Die Rolle von NGOs in der Entwicklungspolitik. Münster, Hamburg, Berlin, Wien, London, Zürich: Lit Verlag, 2000, S.8

[73] DODDS, R.; JOPPE, M.: CSR in the Tourism Industry? The Status of and Potential for Certification, Codes of Conduct and Guidelines. 2005, S.6 <http://www.gate-tourismus.de/csr_hintergrund.html>, 08.05.2009

[74] Vgl. FAR (Forum Anders Reisen e.V.): Neues Zertifizierungssystem <http://forumandersreisen.de/aktuelles.php?id=5543>, 09.05.2009

[75] KASPAR, C.: Die Tourismuslehre im Grundriss. 5. Auflage. Bern: Haupt Verlag, 1996, S.3

[76] Eigene Darstellung in Anlehnung an BIEGER, T.: Tourismuslehre – Ein Grundriss. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag, 2006, S.84

[77] Vgl. BIEGER, T.: Tourismuslehre – Ein Grundriss. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag, 2006, S.83

[78] ULRICH, H.; PROBST, G.: Anleitung zum Ganzheitlichen Denken und Handeln. 4.Auflage. Bern: Haupt Verlag, 1995, S.30

[79] Vgl. SCHWALBACH, J.: Corporate Social Responsibility. Journal of Business Economics. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage, Special Issue 3, 2008, S.VIII

[80] FREEMAN, R. E.: Strategic Management: A Stakeholder Approach. Boston: Pitman Publishing, 1984, S.5

[81] FREEMAN, R. E.: A Stakeholder Approach to Strategic Management. In: Darden Business School Working Paper Nr. 1-2, Harvard Business School Press, 2001, S.192

[82] Eigene Darstellung in Anlehnung an BENTELE, G.; PIWINGER, M.; SCHÖNBORN, G.: Kommunikationsmanagement – Strategien, Wissen, Lösungen. Neuwied: Luchterhand Verlag, 2001, S.22 sowie KATE, EED, FAR, UNI EUROPA: Leitfaden CSR-Reporting im Tourismus. 2007, S.22 < forumandersreisen.de/downloads/csr-leitfaden_mit_umschlag.pdf>, 12.05.2009

[83] Vgl. FREYER, W.: Tourismus-Marketing. Marktorientiertes Management im Mikro- und Makrobereich der Tourismuswirtschaft. 5.Auflage. München: Oldenbourg Verlag, 2007, S.84

[84] Als Kern- oder Hauptreiseleistungen gelten „[…] zum Beispiel Transport und Unterkunft[] “. Nebenleistungen beinhalten beispielsweise „[…] Verpflegung, Reiseleitung und Unterhaltung.“ MUNDT, J. W.: Tourismus. 3.Auflage. München, Wien: Oldenbourg Verlag, 2006, S.365

[85] Eigene Darstellung. Die touristische Leistungskette nach FREYER, W.: Tourismus-Marketing. Marktorientiertes Management im Mikro- und Makrobereich der Tourismuswirtschaft. 5.Auflage. München: Oldenbourg Verlag, 2007, S.85

[86] Vgl. SCHWALBACH, J.: Corporate Social Responsibility. Journal of Business Economics. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage, Special Issue 3, 2008, S.VIII

[87] Vgl. UNEP (United Nations Environment Programme), Yearbook 2008, S.22 <http://www.unep.org/publications/search/pub_details_s.asp?ID=3980>, 13.05.2009

[88] Vgl. ISO (International Organization for Standardization): ISO and Social Responsibility, 2008 < www.iso.org/iso/socialresponsibility.pdf>, 11.05.2009

[89] Vgl. WALDER, B.; WEIERMACHER, K.; SANCHO PÉREZ, A.: Innovation and Product Development in Tourism. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2006, S. 19

[90] Vgl. KUHLEN, B.: Corporate Social Responsibility – Die ethische Verantwortung von Unternehmen für Ökologie, Ökonomie und Soziales. Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag, 2005, S.14

[91] Ausführlichere Informationen und Internetadressen, vgl. Übersicht und Informationen zu Standards, Anhang 3, S.102

[92] SCHERER, A. G.: Multinationale Unternehmen und Globalisierung. Berlin, Heidelberg: Physica Verlag, 2003, S.16

[93] Im Falle zwei angegebener Internetadressen für weitere Informationen, führt der erste angegebene Link jeweils zu den Organisationen, die zweite angegebene Internetadresse zu den genannten Standards. Letzter Zugriff auf alle angegebenen Internetadressen am 14.06.2009

[94] DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.66

[95] Vgl. BEYER, M.: Partizipation als Herausforderung für Tourismusprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit – Handlungsempfehlungen für eine partizipative Projektarbeit. Schriftenreihe für Tourismus und Entwicklung. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2003, S.19

[96] Vgl. VORLAUFER, K.: Tourismus in Entwicklungsländern – Möglichkeiten und Grenzen einer nachhaltigen Entwicklung durch Fremdenverkehr. Darmstadt: WBV Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1996, S.1

[97] Vgl. für weitere Informationen: Weltbank <http://www.worldbank.org/>, 17.05.2009

[98] Die Grenzwerte der Weltbank sind (Stand 2006): LIC: 905 US$ BSP pro Kopf MIC: 905 bis 11.115 US$ BSP pro Kopf HIC: 11.115US$ BSP pro Kopf

[99] Vgl. DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.74

[100] Vgl. UNDP (United Nations Development Programme): Human Development Report 2007/2008, S.230-232 <http://hdr.undp.org/en/reports/global/hdr2007-2008/chapters/>, 13.05.2009

[101] Vgl. OECD: Development Co-Operation Directorate <http://www.oecd.org/department/0,2688,en_2649_33721_1_1_1_1_1,00.html>, 19.05.2009

[102] Eigene Darstellung nach dem BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung): Medienhandbuch, Entwicklungspolitik 2006/2007, S.407 <www.bmz.de/de/service/infothek/fach/handbuecher/Medienhandbuch2006_2007.pdf>, 10.05.2009

[103] Vgl. DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.77

[104] MUNDT, J. W.: Tourismuspolitik. München, Wien: Oldenbourg Verlag, 2004, S.260

[105] Vgl. TROTHA, T.: Die Zukunft liegt in Afrika. Vom Zerfall des Staates, von der Vorherrschaft der konzentrischen Ordnung und vom Aufstieg der Parastaatlichkeit. In: Leviathan, Nr. 28, 2000, S.265

[106] Vgl. MUNDT, J. W.: Tourismuspolitik. München, Wien: Oldenbourg Verlag, 2004, S.265

[107] Vgl. Spiegel-Online: China erschwert Visa-Vergabe an Geschäftsleute, 19.04 2008 <http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,548307,00.html>, 01.06.2009

[108] Vgl. MUNDT, J. W.: Tourismuspolitik. München, Wien: Oldenbourg Verlag, 2004, S.279

[109] Vgl. HERINGER, H. J.: Interkulturelle Kommunikation. 2.Auflage. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag, 2007, S.158

[110] Vgl. KROEBER-RIEL, W.; WEINBERG, P.; GRÖPPEL-KLEIN, A.: Konsumentenverhalten. München: Vahlen Verlag, 2009, S.578

[111] Vgl. HERINGER, H. J.: Interkulturelle Kommunikation. 2.Auflage. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag, 2007, S.182

[112] Eigene Darstellung nach HERINGER, H. J.: Interkulturelle Kommunikation. 2.Auflage. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag, 2007, S.186-193

[113] DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.249

[114] Eigene Darstellung nach DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.250

[115] DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, S.309

[116] Vgl. RATSCHOW, C. H.: Ethik der Religionen. Stuttgart: Kohlhammer Verlag, 1980, S.322

[117] DÜLFER, E.; JÖSTINGMEIER, B.: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen. 7.Auflage. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag Verlag, 2008, S.326

[118] Vgl. VORLAUFER, K.: Tourismus in Entwicklungsländern – Möglichkeiten und Grenzen einer nachhaltigen Entwicklung durch Fremdenverkehr. Darmstadt: WBV Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1996, S.22,42

[119] Vgl. Auswärtiges Amt: Reisewarnungen <http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/SicherheitshinweiseA-Z-Laenderauswahlseite.jsp>, 12.05.2009

[120] Vgl. ADERHOLD, P.; KÖSTERKE, A.; VON LAßBERG, D.; VIELHABER, A.: Tourismus in Entwicklungsländer. Eine Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2006, S.20

[121] Vgl. UNWTO: Tourism and Poverty Alleviation. Recommendations for Action. Madrid, 2004, S.8 <http://www.e-unwto.org/content/g5m783/?p=3b2eb2f1f319438ab7a101c69b1e616c&amp; amp;pi=2>, 11.05.2009

[122] Vgl. ADERHOLD, P.; KÖSTERKE, A.; VON LAßBERG, D.; VIELHABER, A.: Tourismus in Entwicklungsländer. Eine Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2006, S.VIII

[123] Vgl. ADERHOLD, P.; KÖSTERKE, A.; VON LAßBERG, D.; VIELHABER, A.: Tourismus in Entwicklungsländer, Eine Untersuchung über Dimensionen, Strukturen, Wirkungen und Qualifizierungsansätze im Entwicklungsländer-Tourismus. Ammerland: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., 2006, S.25-37

[124] Vgl. VORLAUFER, K.: Tourismus in Entwicklungsländern – Möglichkeiten und Grenzen einer nachhaltigen Entwicklung durch Fremdenverkehr. Darmstadt: WBV Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1996, S.41

Details

Seiten
126
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836632324
Dateigröße
11.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v227010
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach – Oecotrophologie, Tourismus, Catering and Hospitality Services
Note
1,0
Schlagworte
tourismus royal mountain travel entwicklungsländer umweltaspekt zukunftsaussicht

Autor

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Titel: Corporate Social Responsibility in Entwicklungsländern