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Eine Darstellung ausgewählter fachlicher und didaktischer Positionen der Rauschgiftproblematik, verbunden mit der Erstellung eines E-Learning Programms

Diplomarbeit 2005 45 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 E-Learning in der Organisation Polizei
2.1 Zielvereinbarung dieser Arbeit
2.2 Bedeutungen der neuen Aus- und Fortbildungsformen für die Polizei
2.3 Ist ein pädagogisch-didaktischer Vorteil gegenüber herkömmlichen Lernmethoden zu erkennen?

3 Was ist E-Learning?
3.1 Grundlagen einer Lernsoftware (E-Learning)
3.2 Eine Darstellung der verschiedenen Modelle einer Lernsoftware
3.3 Technische Voraussetzungen für das multimediale Lernen mit Computern
3.4 Grenzen der modernen Lernsoftware
3.5 Das Autorensystem Hot Potatoes™
3.6 Microsoft Frontpage als Plattform für die Erstellung von komplexer Lernsoftware

4 Das Lernprogramm über polizeirelevantes Drogenwissen
4.1 Inhalt und Beschreibung der Software

5 Zusammenfassung und Ergebnisse der Diplomarbeit

6 Literaturverzeichnis

7 Softwareverzeichnis

8 Abbildungsverzeichnis

9 Abschlusserklärung

1 Einleitung

In Zeiten fortschreitender Technik, muss die Frage des Lehrens und Lernens neu gestellt werden. Ausgangspunkt dieser Fragestellungen ist eine Optimierung bei Lehr- und Lernprozessen zu erreichen. Optimierungen sind Prozesse, die zeitlich kompakter gestaltet werden und eine örtliche Unabhängigkeit entstehen lassen. Somit wird eine verbesserte Verständlichkeit durch Bild, Ton und Sprache erreicht und beim Lehrenden bzw. Lernenden eine gesteigerte Grundmotivation zum lernen bzw. lehren erzeugt.

Wie in jeder Organisation, muss auch die Polizei, um nicht zeitlos zu werden, Maßnahmen einleiten, um ihre Kräfte auch zukünftig durch Schulung und Ausbildung auf einem zeitgerechten Niveau zu halten. Diese werden hauptsächlich in der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt realisiert, da sich dort die Haupteinrichtung für zentrale Aus- und Fortbildung für das Land Sachsen-Anhalt befindet.

Es werden dort Selbst- und Berufsbilder geprägt, neues Berufswissen erlangt, um professionalisierte Verhaltensweisen von Polizeibeamten zu formen. Auch muss diese es sich zur Aufgabe machen, analytisch auf die kriminalistische Lage in der Gesellschaft zu reagieren und daran bemessen geeignete Informationen auf verständliche Art und Weise an Polizeikräfte zu vermitteln.

Eine dieser gesellschaftlichen Problematiken, die ein besonderes Augenmerk erfordert, ist die stetig steigende Rauschgiftkriminalität in unserer Gesellschaft. Um diesen Prozess entgegenzuwirken, ist die Polizei als ausführende Instanz diejenige, die sich den Aufgaben stellen muss. Sie bekämpft die Rauschgiftkriminalität und wird durch Aufklärungsarbeit präventiv tätig . Fakt ist jedoch auch, dass die Dimensionen der Rauschgiftproblematik aus polizeilicher Sicht, ein sehr weit gefächertes Themengebiet darstellt. Sie kann bei der Ausbildung und bei der Fortbildung, in dem vorgegebenen Lehrrahmen nicht voll und ganz erfasst werden. Es besteht also Informationsbedarf für viele Polizeibeamte.

2 E – Learning in der Polizei

2.1 Zielvereinbarungen dieser Arbeit

Hauptziel der Diplomarbeit ist es den Themenkomplex des Lernprogramms und den Themenkomplex der Rauschgiftproblematik in einem verbundenen Lösungsansatz zu erarbeiten. Damit soll erreicht werden, dass mit Hilfe eines vom Verfasser entwickelten Lernprogramms, neue Wege gefunden werden um den geforderten Informationsbedarf der bestehenden Rauschgiftproblematik zu verbessern und qualitativ hochwertigere und effizientere Polizeiarbeit in dieser Hinsicht zu leisten. Weiterhin werden Arten, Verwendungsbereiche und Grenzen einer solchen Lernsoftware im Sinne der didaktischen Anwendbarkeit im polizeilichen Aus- und Fortbildungsmanagement ( wie z.B. dem polizeilichen Intranet ) beleuchtet. Letztendlich wird das Autorensystem Hot Potatoes mit der bestehenden Grundplattform Frontpage und das dadurch vom Verfasser entwickelte Lernprogramm (e-learning) aufgezeigt.

2.2 Bedeutungen der neuen Aus- und Fortbildungsformen für die Polizei

E-Learning ist nicht nur ein neuer Trend am globalen Lernsektor, sondern weckt zunehmend auch das Interesse der Polizei. Aufgabenzuwachs und Strukturwandel in Folge einer Modernisierung der Polizei, fordern eine ressourcenschonende und effektive Fortbildung. Damit wird gewährleistet, dass für alle Mitarbeiter fortwährend Zugriffsmöglichkeiten auf interne Informationen bereitgestellt werden.

Das Lernen in herkömmlichen Fortbildungseinrichtungen, wie der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt, kann durch Medienunterstützte Lernmethoden ergänzt oder intensiviert werden. Sie können bequem und ohne zusätzlichen Kostenaufwand vom direkten Arbeitsplatz aus durchgeführt werden. Somit wird die sonst statische Form der Weiterbildung flexibilisiert. Reisekosten, Unterkunftskosten, Verpflegungskosten etc. werden zu einem überflüssigen Faktor. Vielmehr kann sich der Teilnehmer selbst organisieren und seine Lernabläufe dahingehend auch individuell anpassen. Somit verbessern Nutzer nicht nur ihre Medienkompetenzen, sonder können auch gleichzeitig die Fähigkeit verbessern selbständig Probleme zu lösen. Für die Polizei bedeutet das eine wesentliche Verbesserung der internen Ablaufprozesse, wobei gleichzeitig eine bessere Qualität zu erwarten ist.

2.3 Ist ein pädagogisch-didaktischer Vorteil gegenüber herkömmlichen Lernmethoden zu erkennen?

Damit das Themengebiet sachgerecht aufgeschlüsselt werden kann, ist es zu allererst einmal notwendig, die Kombination „pädagogisch-didaktisch“ kurz zu erläutern. Didaktik ist demnach „die Lehre vom Lehren“, indem bestimmte Sachen jemanden mitgeteilt oder erklärt werden.[1] Gleichzeitig wird dies auf eine Art und Weise versucht, die den Adressaten überzeugen soll und diesbezüglich selbst zur Animation führt. Dabei ist Didaktik gleichzeitig als Teilsegment der Pädagogik zu verstehen und fließt übergreifend in mehrere verschiedene Wissenschaften mit ein. Sie selbst gliedert sich ebenfalls in mehrere Untergruppen. So zum Beispiel der Unterrichtsforschung, der Fachdidaktik, Institutionsdidaktik, Zielgruppendidaktik oder etwa der Mediendidaktik.[2] Diese Segmente beinhalten bestimmte Vorgehensweisen, die bei der Unterrichtsführung in der Aus- und Weiterbildung eingebunden werden. Wie jedoch schon erwähnt, sind diese sehr starr gehalten und bieten gerade was die örtliche Flexibilität angeht, kaum Spielraum.

Neue Medien der Computertechnik oder der Telekommunikation hingegen bieten ein ungeheures Potenzial an neuen Anwendungsmöglichkeiten. Dadurch wird eine ganz neue Art der Bildung geschaffen, das E-Learning.

Es soll folgend vom Verfasser eine Gegenüberstellung aller positiven und negativen Aspekte einer solchen E-Learning Anwendung stichpunktartig aufgelistet werden. Dabei wird unterschieden zwischen Vor- und Nachteilen für den User und generelle Vor- und Nachteile bei der Erstellung eines E-Learning Programms.

Vorteile für den User sind:

- Selbstnavigation des Users fördert die Eigenständigkeit und aktiviert dadurch eine gewisse Selbstmotivation des Lernens
- zeitlich und örtlich kann sich der User selber organisieren
- multimediale Kenntnisse werden Verbessert
- das Lerntempo kann individuell bestimmt werden
- der Informierende kann sich aus allen Informationsquellen, die möglicherweise den gleichen Inhalt haben, die wählen, welche die beste Qualität aufweist
- zusätzliche Vertiefungen des Lernstoffes durch interaktive Lerneinheiten
- spezielle Aufgabenstellungen streben das Ziel an Lösungen einfacher zu gestalten
- zusätzlicher Datenaustausch mit andern Usern möglich (Chat, Mail, Foren)
- ständige Erreichbarkeit des Lehrmaterials E-Learning

Nachteile für den User sind:

- Nachteile entstehen dem, der wenig technologische Erfahrung hat und folglich Probleme mit dem Umgang eines solchen E-Learning Programms hat
- soziale Kontakte bzw. der Umgang mit dem Menschen wird vernachlässigt, wodurch eine Isolation entstehen kann
- der Umgang bei unerfahrenen Usern kann zu einem zeitlichen Mehraufwand für diese führen
- keine schnelle didaktische Reaktion des Lehrers möglich, wenn Unverständnis herrscht
- Macht Motivation schwer

Generelle Vorteile

- Visualisierung komplexer Zusammenhänge ist durch Grafiken oder Videos
- transparente Darstellungsmöglichkeiten von Ablaufschemata
- bei genügend Pflege, ist eine ständig aktuelle Informationsdarstellung möglich

Generelle Nachteile

- Die Erstellung eines E-Learning Programms ist sehr aufwendig
- Durch Systemausfälle können Einschränkungen entstehen, die das Lernmaterial nicht mehr durchgängig zur Verfügung stehen lassen

Wie schon im groben Überblick zu erkennen überwiegen die positiven den negativen Elementen. Das bedeutet das der User beim

E-Training auf den ersten Blick einen pädagogisch-didaktischen Vorteil gegenüber herkömmlichen Lernmethoden zu haben scheint. Gerade bei der Eigenorganisation hat E-Learning entschiedene Vorteile gegenüber dem Klassenunterricht. Diese Vorteile sind aber größtenteils der Wirtschaftlichkeit des Systems zuzuordnen. Dies bezieht sich darauf, dass mit einem E-Learning Programm ständig ohne großen Aufwand eine unbegrenzte Anzahl von Personen Weitergebildet werden können. Auch ist eine, gerade für die Polizei, erheblich Kosteneinsparung zu betrachten, da Fahrtkosten, Unterkunftskosten, Lehrerkosten etc. auf lange Sicht hin minimiert werden. Gerade das macht dieses System in der heutigen Zeit immer attraktiver.

Die andere Seite jedoch ist in gleichem Maße streng zu betrachten.

„Das Urteil ist schnell zur Hand: Der Computer trägt zur sozialen Isolation bei“[3]. Bestreitbar ist die Meinung ob man durch den täglichen Umgang mit dem PC die soziale Integration verliert. Tatsache ist, dass die Lehrer-Lerner Beziehung nicht mehr existent ist und somit auch Diskussionen und Erfahrungsaustausch sowie zwischen den Lernenden als auch zwischen Lehrer und Lernenden, nicht mehr stattfinden. Das kann gerade für praxisbezogene Berufe, die auf die Mitteilung praxisrelevanter Erfahrungen baut, einen entschiedenen Nachteil darstellen.

Schlussendlich kann man sagen, dass E-Learning für die Polizei zukünftig von einem großen Interesse sein dürfte. Zumindest im Bereich Fortbildung wäre dieses eine Methode, die die Kosten des derzeitigen Systems weit unterschreiten würden und gleichzeitig effektivere Lernerfolge erzielen.

Als aktuelles Beispiel ist in Sachsen-Anhalt das Online gestützte Anzeigensystem zu erwähnen, welches unter www.polizei.sachsen-anhalt.de zu finden ist. Dieses wurde erstmals am 15.02.2005 durch, den Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt Herrn Jeziorsky in Betrieb, genommen[4]. Durch das Technische Polizeiamt Magdeburg wurde den Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich interaktiv mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Neben Informationen über die Polizei ist hier die Anzeigenerstattung, die online durchgeführt werden kann, ein Meilenstein. Ein weiteres Beispiel ist die Beschlossene Umstellung auf ein elektronisches Aktenverwaltungssystem in deutschen Gerichten. Beschlossen wurde das am 25.02.05 vom Bundestag. Dadurch wird der gesamten Justiz ermöglicht, Akten elektronisch zu bearbeiten. Damit wird neben Personal, Zeit und Geld auch eine Einsparung von riesigen Mengen an Papier erzielt.

3 Was ist E-Learning

3.1 Grundlagen einer Lernsoftware (E-Learning)

E-Learning (zu deutsch elektronisches Lernen) ist eine moderne Form der Informations- bzw. Kommunikationstechnologie, welche im Kontext zum Lehren und Lernen steht. Unter der Nutzung Computer werden anwenderfreundliche Lernumgebungen entwickelt, die mit einem didaktischen Konzept auf eine bestimmte Lerngruppe abzielen[5]. In der freien Wirtschaft sind solche dezentralen Aus- und Fortbildungssysteme längst üblich. Große Firmen, Banken und viele andere Firmen führen konzernweit vereinheitlichte Schulungen durch. Aber nicht nur in der freien Wirtschaft hat sich das System etabliert, selbst die Forschung nutzt das E-Learning für ihre Zwecke. Heutzutage verbindet der Begriff sowohl das Lernen mit lokal angebundener Software (CD-Rom, Lernprogramme), als auch das Lernen über das Internet. Wesentlich für das Verständnis von E-Learning ist ebenfalls, dass es sich hier nicht nur um die reine interaktive Aneignung von Informationen handelt, sondern auch einige Formen von E-Learning bestehen, wo eine menschliche Begleitung den Lernprozess moderiert und betreut. Heute gibt es viele verschiedene Lernsoftware Anwendungen, die auch auf professionelle weise auf den Anwender abgestimmt sind. Je nach Konstruktion, ist die Software auf einfache Lerninhalte, wie zum Beispiel Lernprogramme für Kleinkinder, geschrieben. Auf der anderen Seite werden sehr komplexe Lerninhalte, beispielsweise für die eines Unternehmens, abgestimmt. Solche Autorensysteme sind heute in fast allen Bildungssystem integriert.

3.2 Die Darstellung verschiedener Modelle einer Lernsoftware

Seit den 90er Jahren erfährt E-Learning ein stetiges wachsendes Interesse. Bedeutung und Anwendungspotenzial sind Zukunftsweisend und entwickeln sich parallel zur rasant fortschreitenden Informations- und Computertechnik. Seither wird auch in Hoch- bzw. Fachhochschulen versucht dieses System zu verfestigen. Vorteile dabei sind, dass gerade in solchen Bildungseinrichtungen Schüler und Studenten diesen neuen technischen Möglichkeiten eines anderen Lernens aufgeschlossener gegenüberstehen. Die jetzige Generation ist im Zeitalter der modernen Computertechnik aufgewachsen und hat daher kaum Schwierigkeiten mit solchen Systemen umzugehen. Im Lernsektor findet man einen entscheidender Vorteil. Es können Unterrichtseinheiten sowohl mit den technischen Möglichkeiten des E-Learning, als auch im Präsenzunterricht in Verbindung mit einer Lernsoftwareanwendung durchgeführt werden. Diese beiden Varianten sollen hier einmal beleuchtet werden.

Das Grobmodell einer didaktischen Planung für Unterrichtseinheiten basiert auf einer so genannten Lernplattform. In dieser befinden sich wie auf der Abbildung sichtbar, unterschiedliche didaktische Vorgehensweisen, welche bestimmte Lernformen ansprechen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Formen von Lernprogramm Varianten

Lernprogramme basieren entweder auf Multimediatechnik oder auf Telekommunikationstechnik. Das liegt daran, dass die Programme auf diese Techniken aufbauen und eigens für deren technische Vorraussetzungen geschaffen wurden. Zum Beispiel basiert das Computerunterstützte kooperative Lernen auf Telekommunikation und das Hypermedia -Systeme auf Multimedia.

[...]


[1] Siehe Peter Löbbecke; Einführung in die berufliche Fortbildung und ausgewählte didaktische Fragen für Polizeibeamte und Bolizeibeamtinnen; S.9

[2] Oliver Bendel / Stefanie Hauske; E-Learning das Wörterbuch; S.52

[3] Oliver Bendel / Stefanie Hauske; E-Learning das Wörterbuch; S.119

[4] Bernd Kaufholz, Redakteur der Mitteldeutschen Zeitung; Bericht vom 15.02.05

[5] Baumgartner, Peter, Didaktische Anforderungen an (multimediale) Lernsoftware, S. 244

Details

Seiten
45
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783836630641
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226853
Institution / Hochschule
Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt Aschersleben – Informatik/Jura, Verwaltungswirtschaft
Note
2,0
Schlagworte
drogen e-learning rauschgift polizei lernprogramm

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