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Dubai als Vorbild in der Tourismusentwicklung der Golfstaaten?

Eine Untersuchung von Erfolgsfaktoren der Destinationsentwicklung Dubais und die mögliche Übertragbarkeit auf andere Golfstaaten am Beispiel des Emirats Katar

Diplomarbeit 2009 151 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2 Grundlagen der Tourismusentwicklung
2.1 Die Destination als touristische Wettbewerbseinheit
2.2 Ansätze der Tourismusplanung
2.2.1 Destinationslebenszyklus
2.2.2 Tourismusplanung als ein integriertes System
2.2.3 Das touristische Angebot von Destinationen
2.2.4 Branding und Positionierung von Destinationen
2.2.5 Planung von nachhaltiger Tourismusentwicklung
2.2.6 Langfristige und strategische Planung
2.3 Gängige Vorgehensweise bei Tourismusplanung
2.4 Identifizierung von Bewertungskriterien für erfolgreiche Tourismusentwicklung

3 Tourismus in den Golfstaaten
3.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
3.2 Tourismusentwicklung in den Golfstaaten

4 Tourismusdestination Dubai
4.1 Allgemeine Grundlagen
4.2 Touristisches Angebot
4.2.1 Ursprüngliches Angebot
4.2.2 Abgeleitetes Angebot
4.2.2.1 Touristische Infrastruktur
4.2.2.2 Freizeitinfrastruktur
4.2.2.3 Spezielle touristische Angebote
4.2.2.4 Zukunftsweisende Mega-Projekte
4.3 Touristische Nachfrage
4.4 Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus

5 Das Erfolgsmodell Dubai
5.1 Erfüllung der einzelnen Voraussetzungen und Betrachtung der nachhaltigen Tourismusentwicklung Dubais
5.1.1 Grundlegende Voraussetzungen für Tourismusentwicklung
5.1.1.1 Touristische Produktentwicklung
5.1.1.2 Humanressourcen
5.1.1.3 Institutionelle Rahmenbedingungen
5.1.1.3.1 Pro-touristische Politik
5.1.1.3.2 Integration des Tourismus in die gesamte Entwicklungspolitik
5.1.1.3.3 DTCM als Tourismusbehörde
5.1.1.3.4 Schulung und Ausbildung von Tourismuspersonal
5.1.1.4 Finanzkapital
5.1.1.5 Marketing Vertrieb
5.1.1.5.1 Internationale Vermarktung
5.1.1.5.2 Vertriebskanäle
5.1.1.5.3 Sport als Marketinginstrument
5.1.1.5.4 Destinations-Branding und Positionierung
5.1.1.5.5 Unique Marketing Proposition (Alleinstellungsmerkmal)
5.1.1.6 Erreichbarkeit
5.1.2 Erfüllung von Kriterien einer nachhaltigen Tourismusentwicklung
5.1.2.1 Ökonomische Betrachtung
5.1.2.1.1 Angepasste Infrastrukturentwicklung
5.1.2.1.2 Strategische Partnerschaft von Regierung und Privatsektor
5.1.2.1.3 Visionäre Führung
5.1.2.1.4 Innovationsbereitschaft
5.1.2.1.5 Qualitätsbewusstsein
5.1.2.2 Ökologische Betrachtung
5.1.2.3 Soziokulturelle Betrachtung
5.2 Darstellung des Erfolgsmodells
5.2.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
5.2.2 Erstellung des Erfolgsmodells
5.3 Dubais Herausforderungen für die Zukunft

6 Anwendbarkeit auf die Entwicklung der Destination Katar
6.1 Tourismusdestination Katar
6.1.1 Allgemeine Grundlagen
6.1.2 Touristisches Angebot
6.1.2.1 Ursprüngliches Angebot
6.1.2.2 Abgeleitetes Angebot
6.1.2.2.1 Touristische Infrastruktur
6.1.2.2.2 Freizeitinfrastruktur
6.1.2.2.3 Spezielle touristische Angebote
6.1.2.2.4 Zukunftweisende Projekte
6.1.3 Touristische Nachfrage
6.1.4 Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus
6.2 Prüfung der einzelnen Erfolgsfaktoren Dubais in Katar
6.2.1 Eignung der Destination als Untersuchungsgegenstand
6.2.2 Prüfung der einzelnen grundlegenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung
6.2.2.1 Außergewöhnliche Attraktionen
6.2.2.2 Verfügbarkeit von Finanzkapital
6.2.2.3 Verfügbarkeit von Humanressourcen
6.2.2.4 Pro-touristische Politik
6.2.2.5 Effektives Marketing
6.2.2.5.1 Internationale Vermarktung
6.2.2.5.2 Vertriebskanäle
6.2.2.5.3 Sport als Marketinginstrument
6.2.2.5.4 Destinations-Branding und Positionierung
6.2.2.5.5 Unique Marketing Proposition (Alleinstellungsmerkmal)
6.2.2.6 Angepasste Infrastrukturentwicklung
6.2.2.7 Erreichbarkeit
6.2.3 Prüfung der nachhaltigkeitsfördernden Erfolgsfaktoren
6.2.3.1 Visionäre Führung
6.2.3.2 Strategische Partnerschaft von Regierung und Privatsektor
6.2.3.3 Sicherheit
6.2.3.4 Akzeptanz in der Bevölkerung
6.2.3.5 Qualitätsbewusstsein
6.2.3.6 Innovationsbereitschaft
6.2.3.7 Umweltschutzmaßnahmen
6.3 Vergleich der Ergebnisse mit dem Erfolgsmodell Dubai
6.3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.3.1.1 Grundlegende Voraussetzungen für Tourismusentwicklung
6.3.1.2 Nachhaltigkeitsfördernde Faktoren
6.3.2 Grafische Darstellung der Ergebnisse
6.3.3 Schlussfolgerungen und Empfehlungen

7 Fazit und Ausblick

Literatur und Quellenverzeichnis

Anhang

Eidesstattliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Dienstleistungskette im Tourismus

Abbildung 2: Destinationslebenszyklus

Abbildung 3: Positionierung der Marke im Markt

Abbildung 4: Zielsystem nachhaltiger Tourismusentwicklung

Abbildung 5: Magische Fünfeck-Pyramide einer nachhaltigen touristischen Entwicklung

Abbildung 6: Die fünf Hauptsäulen der Tourismusplanung

Abbildung 7: Die erfolgreiche Tourismusdestination

Abbildung 8: Anteile der Regionen an weltweiten Touristenankünften 2007

Abbildung 9: Geografische Lage der Golfstaaten

Abbildung 10: Prognosen der Touristenzahlen je Land

Abbildung 11: Die Vereinigten Arabischen Emirate

Abbildung 12: Wachstumsraten des realen BIP der Golfstaaten

Abbildung 13: Anzahl der Hotels nach Produktqualität

Abbildung 14: Anzahl der verfügbaren Hotelzimmer nach Produktqualität

Abbildung 15: Dubais Küstenprojekte

Abbildung 16: Anzahl der Hotelgäste (1994–2007)

Abbildung 17: Beherbergungsgäste nach Herkunftsregionen (2007)

Abbildung 18: BIP nach Wirtschaftssektor (Vergleich 2000 und 2005)

Abbildung 19: Dubais Branchenportfolio angesichts des weltweiten Wachstums

Abbildung 20: Werbeanzeigen des DTCMs

Abbildung 21: Dubais Wachstumsstrategie

Abbildung 22: Werbeanzeigen des DTCM (1)

Abbildung 23: Werbeanzeigen des DTCM (2)

Abbildung 24: Hotel Burj Al Arab

Abbildung 25: Das touristische Erfolgsmodell Dubai

Abbildung 26: Geografische Lage Katars

Abbildung 27: Landkarte Katar

Abbildung 28: Anzahl der Hotels nach Produktqualität

Abbildung 29: Inselprojekt „The Pearl Qatar“

Abbildung 30: Anzahl der Hotelgäste und Übernachtungen (2000–2007)

Abbildung 31: Hotelgäste nach Nationalität (2007)

Abbildung 32: Logo Katar (2004)

Abbildung 33: Neues Katar-Logo (2008)

Abbildung 34: Erfüllungsgrad des touristischen Erfolgsmodells Dubais durch Katar

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Veranstaltungen und Events in Dubai

Tabelle 2: Beherbergungsstatistik Dubai 2007

Tabelle 3: Top 10-Platzierungen der VAE beim Country Brand Index 2008

Tabelle 4: Gigantische Projekte in Dubai

Tabelle 5: Übersicht der Erfolgsfaktoren der Tourismusdestination Dubai

Tabelle 6: Zukünftige Herausforderungen für die Tourismusdestination Dubai

1 Einleitung

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich als eines der ersten Länder der Arabischen Halbinsel dem Wirtschaftszweig Tourismus geöffnet und mittlerweile ist der Tourismus im gesamten Nahen Osten ein immer wichtigeres Thema. Besonders das Wüstenemirat Dubai hat sich in kürzester Zeit zu der bedeutendsten Tourismusdestination in der Golfregion gewandelt und ist eine der am schnellsten wachsenden Destinationen weltweit. Die Grundlage des Wohlstandes Dubais liegt in der Entdeckung des Erdöls in den sechziger Jahren. Durch eine frühzeitige Diversifizierung der Wirtschaft war es möglich, die Marktkraft des Erdölsektors auf heute etwa 5% zu senken. Somit stellt der Wirtschaftsfaktor Tourismus in Dubai eine alternative Einnahmequelle zur absehbar zurückgehenden Erdölindustrie mit ihren sich erschöpfenden Erdölvorkommen dar.

2008 ist Dubai mit dem World Travel Award zum weltweit besten Ferienreiseziel gekürt worden.[1] Das Wahrzeichen Dubais, das 7-Sterne-Hotel Burj al Arab erhielt gleich zweimal eine Auszeichnung als weltweit bestes Hotel und Suitehotel. Die staatliche Baufirma Nakheel wurde für die künstlich aufgeschüttete Insel The Palm Jumeirah für das weltweit beste Tourismusentwicklungsprojekt ausgezeichnet.[2] Dubai, als Stadt der Superlative, sorgt mit seinen sich immer wieder selbst übertreffenden Megaprojekten, wie dem Burj Dubai, dem höchsten Turm der Welt, den künstlich aufgeschütteten Inseln vor Dubais Küste The Palm, The World und The Universe regelmäßig für Schlagzeilen und ist als Luxus-Reiseziel bekannt. Lange Zeit waren es hauptsächlich Freizeittouristen, die einen exklusiven Strandurlaub in Dubai verbringen wollten oder Geschäftsreisende, die in das neue Wirtschafts- und Finanzzentrum der Golfregion reisten. Heute hat die Tourismusdestination Dubai ihr Angebot differenziert und bearbeitet zusätzlich wachsende Marktsegmente wie Shopping, Kreuzfahrten, Wellness, Golf und Gourmet. Mit seiner dynamischen und zukunftsfähigen Entwicklung präsentiert sich Dubai als Vorreiter für ein zukunftsorientiertes und weltoffenes Arabien.

1.1 Fragestellung

In den Medien wird Dubai oft als Vorzeigemodell der Golfregion dargestellt, aber konkrete Untersuchungen bezüglich der möglichen Übertragbarkeit speziell im Tourismus gibt es bisher nicht. Daher setzt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage auseinander, was die Erfolgsfaktoren für die Tourismusentwicklung Dubais sind und inwieweit dies als Vorbild für die Destinationsentwicklung anderer Golfstaaten dienen kann. Am Beispiel des Emirats Katar, in dem die Grundvoraussetzungen, wie Wüstenlage, Klima, Religion und Öl-Wirtschaft, mit denen Dubais vergleichbar sind, wird die mögliche Übertragbarkeit des Erfolgsmodells geprüft.

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

Ziel der Arbeit ist es, ein Erfolgsmodell mit den Faktoren, die die Entwicklung der Tourismusdestination Dubai positiv beeinflussen, zu erstellen. Dieses dient als Grundlage für die Untersuchung Katars und führt zu konkreten Handlungsempfehlungen.

Da es sich um ein sehr aktuelles und internationales Thema handelt, dienen größtenteils Artikel aus Fachzeitschriften oder Tageszeitungen sowie Studien und Internetquellen als wissenschaftliche Nachweise. Bei der Einführung in die theoretischen Grundlagen von Destinationsentwicklung in Kapitel 2 wird auf die entsprechende Fachliteratur zurückgegriffen und ein Überblick über bestehende Ansätze gegeben. Der erste Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei in der abschließenden Identifizierung von Kriterien, die für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung von Bedeutung sind. Diese dienen als Grundlage für die Erstellung des Erfolgsmodells Dubai und für die spätere Prüfung der möglichen Übertragbarkeit auf Katar.

In Kapitel 3 erfolgt nach einer Abgrenzung des Untersuchungsgebietes eine kurze Einführung in die gesamte touristische Entwicklung der Golfstaaten. Kapitel 4 stellt die Tourismusdestination Dubai allgemein vor.

Der zweite Schwerpunkt der vorliegenden Diplomarbeit liegt in der Erstellung des Erfolgsmodells Dubai in Kapitel 5. Hierzu wird anhand der zuvor identifizierten Kriterien für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung überprüft, inwieweit diese in Dubai erfüllt sind. Dies wird jeweils anhand von Beispielen qualitativ begründet, sodass sich anschließend Dubais Erfolgsfaktoren herausstellen lassen. Zur Vereinfachung der Ergebnisse wird das Erfolgsmodell Dubai in einem zweiten Schritt grafisch dargestellt. Während der Bearbeitungsphase der vorliegenden Arbeit, besonders im Zuge der gegenwärtigen globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, sind Umstände eingetreten, die das Erfolgsmodell Dubai in einigen Bereichen in Frage stellen. Im Sinne eines aktuellen Bezugs der vorliegenden Diplomarbeit zu diesen Veränderungen werden zukünftige Herausforderungen für die Tourismusdestination Dubai in einem Unterkapitel explizit herausgestellt. Eine Schwerpunktänderung wurde jedoch nicht vorgenommen, da momentan noch nicht absehbar ist, inwieweit dies den Erfolg der Tourismusdestination Dubais auf längere Sicht schmälern wird.

Der dritte Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Prüfung der möglichen Übertragbarkeit des zuvor erstellten Modells auf eine andere Destination in der Golfregion in Kapitel 6. Hierfür wurde das Emirat Katar ausgewählt, welches sich gut als Vergleichsdestination verwenden lässt, da die Ambitionen des Landes bezüglich der Tourismusentwicklung ähnlich wie in Dubai sind. Nach einer allgemeinen Vorstellung der Tourismusdestination Katar erfolgt nun wieder anhand von Beispielen die Abgleichung der ermittelten Erfolgsfaktoren der Tourismusdestination Dubai. Dabei sind, ebenfalls wie bei Dubai, zwei allgemeine Anmerkungen zu berücksichtigen: In den Quellen werden z.B. bei Angaben des Bruttoinlandsproduktes oder Tourismusinvestionen die unterschiedlichen Währungen der einzelnen Länder verwendet. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, erfolgt die Angabe solcher Werte in US-Dollar. Für die Umrechnung werden die in der vorliegenden Arbeit genannten Wechselkurse zu Grunde gelegt. Anzumerken ist außerdem, dass besonders bei der Betrachtung der internationalen Vermarktung der beiden Destinationen, wie z.B. Werbekampagnen, die Sichtweise aus dem deutschsprachigen Markt vorherrscht. Zusammenfassend werden danach die Ergebnisse Katars mit dem Erfolgsmodell Dubais verglichen und die Schlussfolgerungen mithilfe einer grafischen Darstellung, die auf die zuvor erstellte Grafik des Erfolgsmodells Dubai aufbaut, verdeutlicht. Darüber hinaus werden Empfehlungen ausgesprochen, die die weitere Tourismusentwicklung Katars, entsprechend des Modells der Tourismusdestination Dubai, fördern können.

Das Fazit in Kapitel 7 fasst noch einmal alle gewonnenen Erkenntnisse zusammen und beschäftigt sich abschließend mit der Frage, ob das Modell zur Anwendbarkeit auf weitere Golfstaaten, folglich als Vorbild, dienen kann und welche Empfehlungen dafür mitgegeben werden können.

2 Grundlagen der Tourismusentwicklung

2.1 Die Destination als touristische Wettbewerbseinheit

In der gängigen Literatur wird der Begriff Destination, wie folgt, definiert: „Geografischer Raum (Ort, Region, Weiler), den der jeweilige Gast (oder ein Gästesegment) als Reiseziel auswählt. Sie enthält sämtliche für einen Aufenthalt notwendigen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung, Unterhaltung/Beschäftigung. Sie ist damit die Wettbewerbseinheit im Incoming Tourismus, die als strategische Geschäftseinheit geführt werden muss.“[3] Somit kann eine Destination ein Resort, ein Ort, eine Region, ein Land oder ein Kontinent sein. Dabei ist die Sicht des Gastes entscheidend und diese ist geprägt durch den Reisezweck bzw. die Reisedistanz.[4] Bei einem Golfurlaub kann z.B. der Golf Resort die Destination sein. Wenn ein Amerikaner nach Europa reist, ist seine Destination ein Kontinent. In der vorliegenden Arbeit werden Länder, wie in diesem Fall Dubai bzw. die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, als Tourismusdestinationen betrachtet.

Eine Destination stellt für den Kunden ein Leistungsbündel an touristischen Produkten, wie z.B. Unterkunft, Verpflegung und Transport, dar. Die Abbildung 1 zeigt eine Übersicht der einzelnen Elemente der Dienstleistungskette, dessen Gesamtleistung und Qualität der Besucher der Destination insgesamt zuschreibt.

Abbildung 1: Dienstleistungskette im Tourismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bieger, T. (2005), S. 59

Es geht darum, auf jeder einzelnen Stufe Wertschöpfung zu erzielen und alle Elemente als Prozess zu betrachten. Marketing und Planung als übergeordnete Aktivitäten können dabei ebenso Werte schaffen. Ziele dieser Wertschöpfung sollten die Entlohnung aller am Produktionsprozess beteiligten Unternehmen, z.B. Hotels, Transportunternehmen, sein sowie die Entschädigung derjenigen, die von den externen Effekten des Konsums touristischer Leistungen, z.B. Bevölkerung, betroffen sind. Wenn eine Destination es schafft, durch ausreichende Preise für ihre Produkte am Markt genügend Wertschöpfung zu erreichen, gilt sie als wettbewerbsfähig.[5]

Durch die Globalisierung und die schnellen Veränderungen der internationalen Wettbewerbsbedingungen, wie z.B. bessere Flugverbindungen oder künstliche Erlebniswelten, hat sich der Wettbewerb der Destinationen immer weiter verschärft.[6] Aufgrund dieser Wettbewerbssituation gilt: „Eine Destination muss als Ganzes wie eine Wettbewerbseinheit strategisch mit dem Ziel geführt werden, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“[7] Der Erfolg einer Tourismusdestination wird oft am Wachstum der Besucherzahlen und deren Ausgaben während ihres Aufenthaltes vor Ort gemessen.[8] Die Destination als Produzent touristischer Leistungen wird daran gemessen, inwieweit sie es schafft, die Leistungen auf die Bedürfnisse der Konsumenten auszurichten und damit Wertschöpfung zu erzielen bzw. wettbewerbsfähig zu sein.[9]

2.2 Ansätze der Tourismusplanung

Um Tourismus planen bzw. entwickeln zu können, sind folgende grundlegende Denkansätze von Bedeutung.

2.2.1 Destinationslebenszyklus

Um die Situation einer Tourismusdestination bzw. deren touristische Entwicklung im Zeitablauf zu beschreiben, hat sich das Konzept des Destinationslebenszyklus von Butler (1980) in der Tourismusforschung etabliert. Die Basis dieses Modells ist der Produktlebenszyklus.[10] Wie die Abbildung 2 zeigt, geht Butler bei seinem Destinationslebenszyklus-Modell von sechs verschiedenen Entwicklungsphasen aus, die jede Destination durchlebt. Die Destination besitzt in jeder Entwicklungsphase verschiedene Ausprägungen von Charakteristika, wie z.B. Besucherzahlen, Wettbewerber, Besuchertypen. Bieger stellt den Lebenszyklus vereinfacht dar und unterscheidet nur vier verschiedene Entwicklungsphasen: Einführung, Wachstum, Reife und Degeneration.

Abbildung 2: Destinationslebenszyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Veränderte Darstellung in Anlehnung an Peters, M.; Schuckert, M.; Weiermair, K. (2008), S. 311

In der Entdeckungsphase (Exploration) kommen nur wenige Besucher in die Destination, da sie oft eine unzureichende Verkehrsanbindung besitzt, das Gebiet noch nicht touristisch erschlossen ist und eine geringe Kenntnis über die Gegebenheiten der Region vorliegt. Es gibt keine speziell auf Touristen ausgelegten Einrichtungen, sodass der Besucher sehr viel Kontakt mit Einheimischen hat und auch zur Orientierung auf sie angewiesen ist. Das soziale und wirtschaftliche Leben wird nicht vom Tourismus beeinflusst und wirtschaftlich gesehen ist der Tourismus in dem Land kaum von Bedeutung.[11]

Die Destination befindet sich in der Entwicklungsphase (Involvement), wenn regelmäßig Touristen das Land besuchen und dies zu einer erheblichen Steigerung der Besucherzahlen führt. Der Tourismus dient somit als Katalysator, da nun lokale Initiativen die Errichtung von Einrichtungen und Anlagen speziell für Touristen vorantreiben. Zusätzlich werden erste touristische Leistungen angeboten, die vom Besucher jedoch kaum wahrgenommen werden. Um die Bekanntheit der Destination sowie deren Leistungen zu steigern, wird Werbung eingesetzt und es entsteht eine kooperative Tourismusorganisation, die als Ansprechpartner für Gäste und Leistungsträger fungiert. Außerdem wird die Dringlichkeit einer angemessenen Infrastruktur und die Verbesserung der Transportmöglichkeiten deutlich. Gerade Einheimische, die in die Tourismusentwicklung integriert sind, passen ihre sozialen Verhaltensmuster den Besuchern an.[12]

Die Wachstumsphase (Development) einer Destination ist gekennzeichnet durch eine schnelle Entwicklung und ein dynamisches Wachstum. Die Region erfährt einen gewaltigen Boom, denn durch verstärkte, international ausgerichtete Werbung können die Besucherzahlen sogar die Einwohnerzahlen übersteigen. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, entstehen immer mehr touristische Einrichtungen und Anlagen, die meist sogar moderner und größer sind als die bisherigen. Dies beeinflusst das Erscheinungsbild der Destination und wird gerade von der Bevölkerung nicht immer für gut geheißen. Durch das verstärkte Auftreten von großen Hotelketten auf dem Markt steigt der Wettbewerb für die regionalen Anbieter. Die Bedeutung des Tourismus in der Region ist gestiegen und es werden auswärtige Arbeitskräfte benötigt. Strategisch gesehen, bieten sich in dieser Phase Produktdifferenzierung und Diversifikation des Tourismussektors an, sodass Touristen ein breiteres touristisches Angebot zur Verfügung steht. Um die Übernutzung und den Verfall von Einrichtungen zu verhindern sowie deren weitere Verbesserung zu gewährleisten, bedarf unbedingt einer sorgfältigen strategischen, national und regional orientierten Planung und Kontrolle.[13]

Hat die Destination die Reifephase (Consolidation) erreicht, sinkt zwar die Wachstumsrate der Besucherzahlen, aber absolut gesehen, steigen die Besucherzahlen immer noch an. Der Tourismus gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Es entstehen immer mehr größere, luxuriösere Hotels und die regionale Infrastruktur verbessert sich stetig. In dieser Phase ist es wichtig, die erlangte Marktposition zu bewahren und diese schrittweise zu stärken. Außerdem wird versucht die Tourismussaison durch Marketing bzw. Werbung auszuweiten. Die administrativen Stellen werden ausgebaut und stabilisiert. Diese Phase ist gekennzeichnet durch soziale Ungleichheit, was speziell von den Einheimischen wahrgenommen wird, die nicht am Tourismus teilhaben. Sie fühlen sich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt, da viele früher selbstverständliche Aktivitäten nicht oder schwer auszuführen sind. Auf die Bevölkerung kann das Gefühl einer Entfremdung von regio-kulturellen, identitätstiftenden Gewohnheiten verunsichernd wirken und somit auch das gesellschaftliche Gefüge instabil machen.[14]

Die Stagnationsphase (Stagnation) ist erreicht, wenn sich die Destination nicht mehr stetig positiv entwickelt und es keine Steigerung der Besucherzahlen gibt. Umweltprobleme, soziale und ökonomische Schwierigkeiten sind die Folge von ausgeschöpften bzw. überschrittenen Kapazitäten. Die natürlichen, kulturellen Attraktionen wurden größtenteils durch künstliche Anlagen ersetzt. Trotz eines guten Images sinkt die Attraktivität der Destination und die Gäste reisen in andere Gebiete. Um das Niveau der Besucherzahlen dennoch zu halten, bedarf es entsprechender Preismaßnahmen, einer hohen Wiederholerquote sowie bestimmter Angebotsentwicklungen, wie z.B. die Errichtung von entsprechenden Einrichtungen, um den MICE-Tourismus (Meetings, Incentives, Conferences, Events) zu fördern.[15]

Die Rückgangsphase (Decline) bzw. Verjüngungsphase (Rejuvenation) sind die zwei extremsten möglichen Entwicklungen nach einer Stagnation der Tourismusdestination. Ein Rückgang der Destinationsentwicklung und damit auch sinkende Gästezahlen entstehen z.B. durch die Übernutzung der Kapazitäten, versäumte Ersetzung von alten Einrichtungen oder fehlende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Zielgebieten. Die Attraktivität der Destination ist nicht mehr vorhanden, was zu Umsatzrückgängen, niedrigen Auslastungen und Abwanderungen der Arbeitskräfte führt. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, werden z.B. touristische Einrichtungen zu Altersresidenzen umfunktioniert, was wiederum die Nachfrage der Region noch weniger ankurbelt. Zu einem extremem Rückgang der Gästezahlen bzw. Verlust der Attraktivität führen politische Unruhen, Kriege, Krankheiten und Umweltkatastrophen in der Region. Eine andere Möglichkeit nach der Stagnation ist die Verjüngungsphase. Hierbei positioniert die Destination sich neu und startet somit einen „neuen“ Lebenszyklus. Dies kann zum einen durch die Schaffung einer einmaligen, schwer-imitierbaren künstlichen Attraktion geschehen oder zum anderen durch die vorteilhafte Ausschöpfung bisher unerschlossener natürlicher Ressourcen.[16]

Durch eine Bestimmung der derzeitigen Position im Lebenszyklus und mithilfe von Wissen über die erreichte Stufe ist es möglich, den Destinationslebenszyklus für Management- und Marketingentscheidungen der Region zu nutzen.[17] Das Konzept kann somit z.B. als strategisches (Frühwarn-)Informationssystem dienen, um bei einem drohenden Niedergang z.B. mittels der Strategie des “nachhaltigen Wachstums“ diesen abzuwenden.[18] Der Begriff der Nachhaltigkeit wird in Kapitel 2.2.5 noch einmal aufgegriffen.

2.2.2 Tourismusplanung als ein integriertes System

Der Tourismus kann als zusammenhängendes System betrachtet werden, bei dem Nachfrage- und Angebotsfaktoren in Wechselbeziehung zueinander stehen. Im Tourismusmanagement wird die Tourismusentwicklung oft aus der nachfrageorientierten Perspektive betrachtet. Diese wechselt teilweise in die angebotsorientierte Sicht, wobei die Ressourceneigenschaften der Destination, die den Tourismus stärken, als Basis für Wachstumsentscheidungen gelten. Je nach Land oder Region variiert der jeweilige Betrachtungsschwerpunkt bzw. das Ausmaß der geplanten Entwicklungen.[19]

Zu den Nachfragefaktoren gehören auf der einen Seite die internationale und inländische Nachfrage sowie die Nutzung der Touristenattraktionen, -einrichtungen und -dienst­leistungen durch die Einwohner der Destination. Auf der anderen Seite steht als ein Angebotsfaktor das touristische Produkt, welches sich aus den Attraktionen, Aktivitäten, Unterkünften, anderen touristischen Einrichtungen und Dienstleistungen vor Ort zusammensetzt. Um dieses Produkt auch nutzen zu können, benötigt die Destination als weiteren Angebotsfaktor die passende Infrastruktur. Dazu gehören Transportswesen, Wasserversorgung, Elektrizität, Abwasser- und Abfallentsorgung sowie Telekommunikation.[20]

Ebenfalls besonders wichtig für eine erfolgreiche Entwicklung sind die institutionellen Rahmenbedingungen als weiterer Angebotsfaktor. Dazu gehören die Organisationsstrukturen, wie ein z.B. eine für den Tourismus verantwortliche Regierungsstelle und Tourismusverbände aus dem Privatsektor. Darüber hinaus werden tourismusbezogene Rechte und Vorschriften, wie die Einführung von Standards und Lizenzen für Hotels, Reisebüros oder Tourenanbieter, benötigt. Auch die Schulung und Ausbildung des Personals sowie die Bereitstellung spezieller Ausbildungsinstitute ist wichtig, um die Menschen auf das Arbeiten im Tourismus vorzubereiten. Zur Errichtung der Einrichtungen, Attraktionen, Dienste und Infrastruktur, die daraufhin Investitionen anziehen, ist das Vorhandensein von Finanzkapital wichtig. Eine erfolgreiche Destination sollte mithilfe von Marketingstrategien, Imagebroschüren und Informationsprospekten die Besucher anziehen und vor Ort in Form von Touristeninformationen und anderen Serviceleistungen den Gast betreuen. Außerdem ist eine Reiseerleichterung durch angemessene Einwanderungs- und Visabestimmungen sowie kundenspezifische Einrichtungen und Dienstleistungen, die besonders bei den Eintritts- und Austrittspunkten der Gäste positioniert sind, von Bedeutung. Umweltschutzmaßnahmen, die Bewahrung des Kulturerbes der Einwohner, Sozialverträglichkeit und die Verbesserung und die Verteilung des wirtschaftlichen Gewinnes im Tourismus sind innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen ebenfalls zu berücksichtigen.[21]

Die integrierte Tourismusplanung berücksichtigt alle Elemente des Systems Tourismus und somit ist eine Koordinierung der Entwicklung untereinander wichtig für den Erfolg. Um sicherzustellen, dass die teure Infrastruktur sowohl den Bedürfnissen der Touristen als auch der Gesellschaft gerecht wird, muss eine Integration des Tourismus in die gesamte Entwicklungspolitik des Landes oder der Region und deren Pläne erfolgen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Betrachtung der Tourismusplanung als kontinuierlichen Prozess, der innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen (Pläne und Vorgaben) immer noch auf Veränderungen, wie aktuelle Markttrends, Fortschritte in der Transporttechnologie und die Entwicklung neuer Tourismusformen, reagieren kann. Tourismusplanung sollte ideenreich und innovativ sein, aber gleichzeitig auch realistisch umsetzbar.[22]

2.2.3 Das touristische Angebot von Destinationen

Beim touristischen Angebot von Destinationen wird unterschieden zwischen dem ursprünglichen und dem abgeleiteten Angebot. Zum ursprünglichen Angebot gehören das natürliche Angebot (Landschaft, Flora, Fauna, Klima, Naturdenkmäler), das sozio-kulturelle Angebot (Kultur, Sprache, Gastfreundschaft, Mentalität, Tradition) und die allgemeine Infrastruktur (Politik, Soziales, Bildung, Ver-/Entsorgung, Kommunikations-/Verkehrswesen). Das abgeleitete Angebot wird speziell für den Tourismus erstellt und umfasst die allgemeine touristische Infrastruktur (Beherbergung, Verpflegung, touristisches Transportwesen, überbetriebliche Tourismusorganisation, Reiseberatung/-organisation), die Freizeitinfrastruktur (Sport-/Kulturangebote, Veranstaltungen, Events, Wander- und Radwege) sowie die speziellen touristischen Angebote (Kur- und Bäderwesen, Messen, Tagungen, Ausstellungen). Künstlich geschaffene Angebote wie z.B. Spaß-Bäder, Themenparks, 5-Sterne-Hotels oder besondere Events können die Attraktivität einer Destination mit geringem natürlichem Angebot steigern. Bei einer Tourismusdestination, die sich in der Rückgangsphase befindet, kann mithilfe einer neuen künstlichen Attraktion ein neuer Lebenszyklus eingeleitet werden.[23]

Wichtig ist, dass eine Destination mit besonderen Attraktionen für Besucher auch erreichbar ist, z.B. durch gute Straßen-, Flug- oder Bahnverbindungen. Damit Touristen einen angenehmen Aufenthalt in der Destination verbringen können, sollten ausreichend Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten vorhanden sein. Aufgabe einer Destination ist es, den Touristen ein entsprechendes Angebot an Attraktionen, Annehmlichkeiten (z.B. Hotels, Verpflegung) und Anreisemöglichkeiten bereitzustellen. Die Anzahl und das Ausmaß der gegebenen Attraktionen bestimmen meist die Dauer eines Aufenthalts.[24] Neben der Quantität des Angebotes ist auch deren Qualität wichtig für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung.[25]

2.2.4 Branding und Positionierung von Destinationen

“Destination branding“ definiert sich als “process used to develop a unique identity and personality that is different from all competitive destinations.”[26] Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums der touristischen Nachfrage, der verstärkten globalen Vernetzung und dem daraus resultierenden steigenden Wettbewerb ist die Markenbildung heutzutage auch für Tourismusdestinationen von Bedeutung. Durch den Aufbau einer “starken“ Marke gelingt es den Wettbewerbern, in der vorherrschenden “Markenflut“ vom Kunden wahrgenommen zu werden. Darüber hinaus ordnet eine Marke dem Produkt eine Identität, Philosophie und eine bestimmte Qualität zu. Eine Marke setzt sich zusammen aus: Symbol/Name/Logo, Zielgruppe/Bedürfnis/Produkt und einem Slogan.[27] Die Zusammenhänge der einzelnen Elemente ergeben sich wie folgt: „Eine Marke kann erst entstehen, wenn eine glaubwürdige Positionierung mit einem Namen/Symbol verbunden und im Denken der Zielgruppen durch einen Slogan verankert ist.“[28]

Branding bzw. die Markeneinführung beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Marke, die bekannt und aktuell ist, sowie das Vertrauen der Konsumenten genießt, was für ihn bezüglich des Kaufes oder der Nutzung des Angebotes ein geringeres Risiko bedeutet. Um eine dauerhafte und profitable Alleinstellung der Marke (Unique Marketing Proposition) zu erzeugen, erfolgt anschließend die Positionierung der Marke. Wichtig sind hierbei neben der Herausstellung eines signifikanten Kundennutzens sowie dessen intensive Kommunikation eine positive Abgrenzung der Marke zu anderen Wettbewerbern und der Bezug auf strategische Erfolgspotenziale, wie besondere Ressourcen und Fähigkeiten.[29] Die Abbildung 3 zeigt die verschiedenen Positionierungsmöglichkeiten der Destination auf.

Abbildung 3: Positionierung der Marke im Markt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Haedrich, G. (2001), S. 45

Das mittlere Marktsegment verliert in der Tourismusbranche allgemein immer mehr an Bedeutung, sodass eine eindeutige Positionierung entweder im “oberen“ oder “unteren“ Marktsegment wichtig ist.[30] Im oberen Positionierungsbereich liegt der Schwerpunkt auf der Leistungsqualität, wohingegen sich der untere Bereich durch eine Preisorientierung auszeichnet. Besonders wichtig bei jeder Positionierungsstrategie ist die Erzeugung einer eindeutigen Vorstellung über die Destination bzw. die Marke beim potenziellen Kunden.[31]

2.2.5 Planung von nachhaltiger Tourismusentwicklung

Damit touristische Produkte, folglich also auch Destinationen, langfristig erfolgreich sein können, ist eine nachhaltige Tourismusentwicklung unabdingbar.[32] Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung definiert im Brundtland Report 1987 wie folgt: „Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“[33]

Bei der nachhaltigen Tourismusentwicklung werden grundsätzlich drei wesentliche Dimensionen betrachtet: Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Abbildung 4 zeigt, dass nur die Schnittmenge der drei Entwicklungsziele die nachhaltige Tourismusentwicklung fördert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.invent-tourismus.de

Eine nachhaltige Tourismusentwicklung bedeutet demnach, das ökonomische Potenzial des Tourismus auszuschöpfen sowie die negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen zu minimieren.[34]

Abbildung 5: Magische Fünfeck-Pyramide einer nachhaltigen touristischen Entwicklung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Müller, H. (2005), S. 262.

Wie Abbildung 5 zeigt, kann das grundlegende Modell der nachhaltigen touristischen Entwicklung durch zwei weitere Dimensionen ergänzt werden. Neben dem wirtschaftlichen Wohlstand (Wirtschaft), der intakten Natur (Umwelt) und der intakten Kultur (Gesellschaft) werden demnach auch die Gästebedürfnisse und das Wohlbefinden der Einheimischen (Arbeitskräfte) bei der nachhaltigen Entwicklung einer touristischen Region betrachtet. Übergeordnet steht hierbei das Gestaltungsrecht zukünftiger Generationen.

Bei nachhaltiger Tourismusplanung geht es darum, die natürlichen, kulturellen und weitere Ressourcen des Tourismus für die Nutzung in der Zukunft zu erhalten und dabei immer noch einen Nutzen für die Gesellschaft darzustellen. Nachhaltige Entwicklung ist besonders wichtig, da die meisten Tourismusentwicklungen von genau diesen Ressourcen abhängen.

Im Jahr 2007 wurden folgende globalen Kriterien für nachhaltigen Tourismus entwickelt, die als Leitlinien und Mindeststandards für jeden Tourismusbetrieb gelten sollen:

- Wirkungsvolles Nachhaltigkeitsmanagement
- Maximierung des sozialen und ökonomischen Nutzens für die örtliche Bevölkerung
- Maximierung des Nutzens für das kulturelle Erbe
- Maximierung des Nutzens für die Umwelt

Die Minimierung der negativen (Aus-)Wirkungen wird bei jedem Kriterium vorausgesetzt. [35]

Es gibt viele Dokumente, die sich mit der nachhaltigen Tourismusentwicklung beschäftigt haben[36], wodurch deutlich wird, dass ein allgemeines Umdenken stattgefunden hat. Zusammenfassend können daraus folgende sieben Forderungen an eine nachhaltige Tourismusentwicklung gestellt werden: Tourismus muss partizipativer, effizienter, qualitativ besser, umweltverträglicher, entschleunigt, authentischer und menschlicher werden.[37]

In Verbindung mit nachhaltigem Tourismus taucht auch der Begriff der touristischen Tragfähigkeit auf. Es geht dabei um die Anpassung der Belastungen der Destination (bezüglich Ausmaß, Größe und Dauer) an die regionalen Tragfähigkeiten, um diese in zumutbaren Grenzen zu halten. Dadurch bleiben die Lebensqualität der Einheimischen und die touristische Attraktivität erhalten.[38] Die Attraktivität einer Destination sinkt z.B. durch eine schlechte Luft- und Wasserqualität oder eine Überbelastung der Transport-, Unterbringungs- und Serviceleistungskapazitäten. Diese Überfüllung und auch das zu hohe Touristenaufkommen im Vergleich zur Bevölkerung können zu Missmut oder Ablehnung durch die Einheimischen führen.[39]

Wie bereits erwähnt, hat ein Umdenken bezüglich nachhaltiger Entwicklung im Tourismus eingesetzt und es gibt viele theoretische Grundlagen und Leitbilder. Die Umsetzung der geforderten Maßnahmen bzw. das Handeln gestaltet sich problematisch, da die Akteure im Tourismus, wie z.B. die Verantwortlichen in der Tourismusregion, die Reiseunternehmen und der Tourist selbst, primär den wirtschaftlichen Erfolg anstreben und sich nicht für das Allgemeinwohl verantwortlich fühlen.[40]

2.2.6 Langfristige und strategische Planung

Tourismusstrategien und -pläne sollten relativ langfristig, also auf etwa 10 bis 20 Jahre, ausgelegt sein, da diese Zeit meist für die Umsetzung der festgelegten Ziele benötigt wird. Ein anderer Ansatz der touristischen Planung ist die strategische Planung, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Der Erfolg beider Ansätze ist jedoch ähnlich. Die strategische Planung ist handlungsorientierter, kurzfristiger, beschäftigt sich mit dem Umgang mit unvorhersehbaren Ereignissen und den sich schnell wandelnden Umständen in der Zukunft. Die Gefahr hierbei ist, dass die langfristigen Ziele einer zukunftsfähigen Tourismusentwicklung nicht mehr berücksichtigt werden. Im Rahmen einer integrierten, langfristigen Tourismusplanung erscheint der strategische Planungsansatz jedoch als passende Ergänzung.[41]

2.3 Gängige Vorgehensweise bei Tourismusplanung

“Planning tourism at all levels is essential for achieving successful tourism development and management.“[42]

Immer mehr Tourismus-Masterpläne werden weltweit von bereits hoch entwickelten sowie fast unentwickelten Tourismusdestinationen in Auftrag gegeben bzw. verfolgt. Nach einer Veröffentlichung der World Tourism Organization (UNWTO) empfiehlt sich für die nationale und regionale Tourismusplanung folgende Vorgehensweise: Zu Beginn erfolgt eine Untersuchungsvorbereitung, bei der das Aufgabengebiet abgegrenzt, ein Team zur Durchführung und ein Lenkungsausschuss bestimmt werden. Im nächsten Schritt werden die Zielsetzungen festgelegt. Anschließend erfolgt eine qualitative und quantitative Erfassung der aktuellen Tourismussituation. Diese Daten werden danach analysiert und ausgewertet. Der nächste Schritt dieses Tourismusplanungsprozesses ist die Erarbeitung der Strategie und des Plans der Destination sowie die Formulierung weiterer Handlungsempfehlungen. Es folgt die Umsetzung des Plans und dessen kontinuierliche Überwachung, ob die vorher festgelegten Ziele auch erreicht werden. Falls Probleme auftauchen, kann hier früh genug gegengesteuert werden.[43]

Die Abbildung 6 zeigt eine Darstellung der fünf wichtigsten Pfeiler, nach denen ein Tourismusmasterplan in der gängigen Praxis aufgebaut sein kann.

Abbildung 6: Die fünf Hauptsäulen der Tourismusplanung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Unveröffentlichte Vorlesungsunterlagen von Andreas Hauser (2008)

Diese fünf Bereiche gilt es zu betrachten und zu planen bzw. aufgrund dessen Handlungsempfehlungen zu geben; übergeordnet steht dabei die nachhaltige Tourismusentwicklung.

2.4 Identifizierung von Bewertungskriterien für erfolgreiche Tourismusentwicklung

Die unterschiedlichen Ansätze der Tourismusplanung in Kapitel 2.2 bieten eine kurze
Übersicht, welche Faktoren und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung von Bedeutung sind. Auf deren Grundlage werden zusammenfassend Bewertungskriterien identifiziert, mit deren Hilfe in Kapitel 5 die Erfolgsfaktoren Dubais herausarbeitet werden können. Bei der Identifizierung der Kriterien wurde darauf geachtet, dass sich die möglichen Erfolgsfaktoren für Tourismusentwicklung alle den ausgewählten “Oberbegriffen“ unterordnen lassen.

Das Modell der Tourismusplanung in Abbildung 6 beinhaltet grundsätzlich alle wichtigen Faktoren, die für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung wichtig sind. Es dient daher als Grundlage für die Identifizierung der Kriterien. Um als Tourismusdestination langfristig erfolgreich zu sein, bedarf es einer nachhaltigen Tourismusentwicklung. Wie in Abbildung 7 zu sehen ist, stellen daher die Betrachtungen der einzelnen Nachhaltigkeitsprinzipien Ökonomie, Ökologie und soziokulturelles Umfeld einen Schwerpunkt der Bewertungskriterien dar.

Der andere Schwerpunkt der Kriterienidentifikation liegt in den grundlegenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung. Dazu gehören die touristische Produktentwicklung, die Verfügbarkeit von Human- und Finanzkapital und die institutionellen Rahmenbedingungen, wie z.B. Gesetze oder die Einrichtung einer überbetrieblichen Tourismusbehörde. Marketing und Vertrieb sind ebenfalls grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung. Das Branding und die Positionierung von Destinationen impliziert der Oberbegriff Marketing. Wie in den Ansätzen erörtert wurde, ist auch die Erreichbarkeit der Tourismusdestination für eine erfolgreiche Entwicklung wichtig, sodass dieses Kriterium ebenfalls als grundlegende Voraussetzung identifiziert wurde.

Abbildung 7: Die erfolgreiche Tourismusdestination

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Anhand dieser identifizierten Kriterien kann in Kapitel 5 die Tourismusdestination untersucht werden, um anschließend die Erfolgsfaktoren der Destination Dubai herausstellen zu können.

3 Tourismus in den Golfstaaten

47,6 der weltweit 903 Mio. Touristenankünfte reisten 2007 in den Nahen Osten (engl. Middle East) . Wie in Abbildung 8 zu sehen ist, entspricht dies einem Marktanteil von 5,3%. Im Vergleich zu den anderen Regionen weltweit ist dieser Anteil relativ niedrig, jedoch verzeichnet der Nahe Osten von 2000 bis 2007 ein durchschnittliches jährliches Wachstum an Touristenankünften von 10%. Im Jahr 2007 lag der Wert sogar bei 16%, wobei die weltweiten Touristenankünfte um 6,6% anstiegen.[44]

Abbildung 8: Anteile der Regionen an weltweiten Touristenankünften 2007

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: UNWTO

Somit ist der Nahe Osten momentan die am schnellsten wachsende Region bezüglich der Touristenankünfte. Der damit einhergehende zunehmende Luftverkehr (Steigung von 18% im Jahr 2007) ist ebenfalls der am schnellsten Wachsende weltweit.[45]

3.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes

Unterschiedliche geografische Bezeichnungen, wie “Arabische Welt“, “Naher Osten“,
“Arabische Halbinsel“ oder “Golfstaaten“, existieren im Sprachgebrauch, sind jedoch nicht eindeutig definiert. Die World Tourism Organization (UNWTO) z.B. fasst in seinen Untersuchungen folgende Staaten: Ägypten, Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Oman, Palästina, Syrien, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate unter dem Begriff “Middle East“ zu einer Region zusammen.[46] Um Vergleiche in der internationalen Tourismusentwicklung herzustellen, wird meist dieser Begriff gewählt. Diesem wird sich auch die vorliegende Arbeit, wenn es keine detaillierteren Daten gibt, bedienen. Um das Untersuchungsgebiet noch weiter einzugrenzen und eine möglichst vergleichbare Ausgangssituation zu haben, werden bei der Prüfung der möglichen Übertragbarkeit des Erfolgsmodells Dubais lediglich die Golfstaaten betrachtet.

Auch die Golfstaaten sind nicht eindeutig als Region abgegrenzt. Zum einen werden damit die Staaten bezeichnet, die an den Persischen Golf und den Golf von Oman grenzen. Zum anderen gibt es die sechs “Golfstaaten“ Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate, die 1981 den Golfkooperationsrat (GCC) gründeten und seitdem in den Bereichen der Außen-, Sicherheits- und Erdölpolitik zusammenarbeiten. Im Jahr 2000 wurde ein Verteidigungsbündnis zwischen den Staaten geschlossen und 2003 trat eine Zollunion in Kraft. Für das Jahr 2010 planen die Mitglieder des Golfkooperationsrates eine Währungsunion.[47] Die vorliegende Arbeit wird sich bei dem Begriff “Golfstaaten“ auf diese sechs Länder beziehen (siehe Abbildung 9).

Abbildung 9: Geografische Lage der Golfstaaten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: http://www.gcccountries-business.com/_mgxroot/img_1185529066_14877_1185634035_
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3.2 Tourismusentwicklung in den Golfstaaten

Schon im Jahr 1977 träumten die Golfstaaten von einem zukünftigen Tourismus, sodass aufgrund eines andauernden Bettenmangels und des Überflusses an Petro-Dollars amerikanische Hotelketten, wie Hilton oder Hyatt, einen regelrechten Bauboom auslösten.[48] Um für das Ende der Erdölförderung gewappnet zu sein, investieren die Golfstaaten in touristische Projekte und lassen künstliche Urlaubsparadiese für zahlungsfähige Touristen und die etwa 200.000 Multimillionäre, die in den arabischen Staaten leben, entstehen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und somit werden künstliche Inseln z.B. in Form von Seepferdchen, Palmen, Perlen oder Wellen vor den Küsten aufgeschüttet.[49]

Im Vergleich zu anderen klassischen Industrieländern verfügen die ölreichen Golfstaaten über einen beträchtlich größeren spekulativen Freiraum, der ihnen dynamisches, flexibles und risikofreudiges Handeln möglich macht.[50] Laut dem jüngsten Bericht des Global Futures and Foresight (GFF)[51], der sich mit der Zukunft des Tourismus im Nahen Osten beschäftigt, belaufen sich die Tourismus-Investitionen in der gesamten Region für Projekte in Bau und in Planung auf 1006 Mrd. US-Dollar. Fast die Hälfte davon investieren allein die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in ihre Tourismusindustrie. Das Emirat Dubai hat für seine neuen Tourismusprojekte Ausgaben von 381 Mrd. US-Dollar. Betrachtet man neben den speziellen Tourismusprojekten noch die mit dem Tourismus einhergehenden Investitionen, wie z.B. für die Entwicklung neuer Flughäfen und Kreuzfahrtlinien, neuer Museen und Erholungs- und Vergnügungsparks sowie die benötigte Erweiterung der Infrastruktur, kommt der Nahe Osten auf eine Investitionssumme von 3630 Mrd. US-Dollar.[52]

Die Abbildung 10 zeigt die voraussichtlichen bzw. angestrebten Gästezahlen der einzelnen Golfstaaten, einmal aus Regierungssicht und aus Sicht des World Travel and Tourism Council (WTTC).

Abbildung 10 : Prognosen der Touristenzahlen je Land

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Veränderte Darstellung in Anlehnung an GFF (Hrsg.) (2007)

Hierbei wird deutlich, dass die “Spitzenreiter“ Saudi-Arabien und die VAE selbst weit höhere Zahlen als der WTTC voraussagen. Für Kuwait und Oman erwartet der WTTC mehr Besucher als die Regierung.

2006 verzeichneten die Mitgliedsstaaten des GCC eine Anzahl von insgesamt 1.915 Hotels. 1.139 Hotels, und damit der Großteil, befinden sich in Saudi-Arabien, dem flächenmäßig größten Golfstaat. In den VAE stehen 404 Hotels, in Oman 172, im kleinen Bahrain 95, in Kuwait 66 und in Katar 39.[53] Diese Zahlen werden sich im Laufe der nächsten Jahre noch um einiges steigern. Betrachtet man den gesamten Nahen Osten als Region wird, besonders im Bereich der First-Class- und Luxushotels viel investiert. In den nächsten fünf Jahren wird die Zahl der Tophotels um 21% steigen. Weltweit ist dies die höchste Wachstumsrate in diesem Segment (Europa 4%, Nordamerika/Karibik 13%, Asien/Pazifik 13%).[54]

Die Golfregion ist, entgegen seines Klischees von Glitzermetropolen an schönen Sandstränden, sehr vielfältig und kontrastreich. Dubai mit seinen Luxushotels, Shopping Malls und anderen spektakulären Tourismusprojekten gilt als das “Vorzeige-Emirat“ und Schrittmacher für den Tourismus in der ganzen Region. Andere Vereinigte Emirate wie z.B. Sharjah oder Abu Dhabi haben ihren Schwerpunkt auf Kunst und Kultur gelegt. Doch auch in Dubai gewinnen Imageträger wie Kunst, Kultur und Tradition immer mehr an Bedeutung. Bahrain, bis jetzt eher bekannt für seine Formel 1-Strecke, möchte sich in Zukunft als “Boutique-Destination“ positionieren und setzt mit zahlreichen historischen Festungen, Ruinen und Moscheen auf Kultur und Geschichte. Katar richtete 2006 die Asian Games aus und plant ebenso wie Dubai viele neue Hotels und touristische Attraktionen, wobei die arabische Authentizität aber erhalten bleiben soll.[55] Saudi-Arabien nimmt innerhalb der Golfstaaten eine Sonderposition ein. Hier öffnet man sich nur langsam dem Tourismus. Zwar hat Saudi-Arabien die höchste Anzahl von Touristenankünften, dies liegt aber daran, dass es als wichtigstes Pilgerziel für Muslime gilt. Erst vor neun Jahren wurden die Grenzen für nicht muslimische Besucher geöffnet. Auch das Verhüllungsgebot für Frauen und das Alkoholverbot im ganzen Land erschweren es, besonders ausländische Touristen anzuziehen.[56]

4 Tourismusdestination Dubai

Dubai hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre gekonnt auf die touristische Weltkarte platziert. Davor war das kleine Emirat so gut wie unbekannt. Heute ist es aus den Medien nicht mehr wegzudenken. Alle paar Monate gibt es neue Schlagzeilen aus Dubai, in denen immer größere und modernere Megaprojekte vorgestellt sowie Wachstumserfolge präsentiert werden. Dubai ist zur Trenddestination geworden.[57] Waren es 1985 noch knapp über 400.000 Gästeankünfte, sind es heute fast 7 Mio. Besucher, die sich von der “Stadt der Superlative“ angezogen fühlen.

4.1 Allgemeine Grundlagen

Das Emirat Dubai gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Abu Dhabi, Adschman (engl. Ajman), Fudschaira (engl. Fujairah), Ra's al-Chaima (engl. Ras Al Khaimah), Schardscha (engl. Scharjah) und Umm al-Qaiwain (engl. Umm Al Quwain) sind die 6 weiteren Emirate, die der in 1971 gegründeten Förderation angehören.

Abbildung 11: Die Vereinigten Arabischen Emirate

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: http://guide.theemiratesnetwork.com/maps/images/uae_map_with_countries.jpg

Die 700 km lange Küstenlinie der VAE verläuft größtenteils entlang des Persischen Golfes und etwa 100 km davon im Nordosten entlang des Golfes von Oman. Die Arabische Golfküste zeichnet sich durch Inseln, Korallenriffs und Marschgebiete aus. Im Inneren des Landes befinden sich Sandwüsten und Steinebenen. Die größte Fläche der 83.600 km2 großen VAE nimmt das Emirat Abu Dhabi ein, welches auch die gleichnamige Hauptstadt beherbergt. Dubai-Stadt ist die größte Stadt der VAE und liegt am Ufer eines natürlichen Meerwasserpriels, dem Dubai Creek.[58] Dubai ist mit 3.885 km2 das zweitgrößte Emirat.

Das Klima in Dubai ist das ganze Jahr über subtropisch und trocken. Regen gibt es sehr unregelmäßig und meist nur im Winter. Pro Jahr beträgt der Niederschlag in Dubai etwa 13 cm. Die Temperaturen reichen von 10 bis 48 Grad Celsius. Die maximale Tagestemperatur im Januar liegt bei 24 Grad und steigt im Juli bis auf 41 Grad Celsius.[59] Die Hauptreisezeit liegt zwischen Oktober und April. Die Sommermonate sind sehr heiß und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten 2007 eine Gesamtbevölkerung von 4.488.000 Einwohnern.[60] Im Jahr 1975 gab es in Dubai etwa 180.000 Einwohner.[61] Im Jahr 2007 lag die Einwohnerzahl Dubais laut dem Dubai Statistik Center bei 1.529.792, wovon etwa 76% männliche und 24% weibliche Einwohner sind. Wenn die Arbeiter in Dubai, die in den Nachbaremiraten leben, und die durchschnittliche Anzahl von Touristen und Seefahrern hinzugerechnet werden, kommt Dubai auf eine Zahl von fast 1,9 Mio. Personen, die sich täglich in Dubai bewegen.[62] Auf der Homepage des Dubai Statistik Centers wird die aktuelle Bevölkerungsanzahl mit etwa 1,6 Mio. angegeben.[63] Nur etwa 20% der Einwohner besitzen die Staatsbürgerschaft der VAE, sodass ungefähr 80% der Bevölkerung lediglich mit Aufenthaltsgenehmigung in Dubai arbeiten.

Arabisch ist die offizielle Landessprache in Dubai. Englisch wird meist verstanden und gilt neben dem Arabischen als Geschäftssprache. Daher sind Homepages meist zweisprachig und es gibt neben den arabischen Tageszeitungen auch mehrere englische.[64] Die offizielle Staatsreligion der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Islam. In Dubai werden jedoch auch andere Religionen toleriert, sodass es neben den Moscheen auch zwei christliche Kirchen gibt.[65] Der Islam prägt den Lebensstil der Menschen in Dubai und gibt einen umfassenden Verhaltenskodex für jeden Muslimen vor. Im Koran sind die fünf wesentlichen Pflichten eines jeden Gläubigen festgelegt: Barmherzigkeit, das Glaubensbekenntnis, fünfmal am Tag nach einem bestimmten Ritual zu beten, nach Mekka zu pilgern und im heiligen Monat Ramadan zu fasten. Während des Ramadans fastet jeder gesunde Muslim von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Gesetzlich ist in dieser Zeit auch für Besucher des Landes das Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit verboten.[66]

Der Dirham ist die Währung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Dirham hat 100 Fils. Seit Ende 1980 ist der Dirham an den US-Dollar gekoppelt und hat einen Wechselkurs von durchschnittlich 3,67 Dirhams zu einem US-Dollar.[67]

Gegründet wurde Dubai um 1830, unter der Führung der Maktoum Familie, von einem Zweig des Bani Yas Stammes aus der Liwa Oase. In der kleinen Fischersiedlung wurde neben dem Fischen und Perlentauchen auch Dattelanbau, Schaf- und Ziegenzucht und vor allem Handel betrieben. Dubai entwickelte sich dank wirtschaftlichem Erfolg und der liberalen Ansichten seiner Herrscher zur Handelsmetropole an der Golfküste. Jedoch befand sich Dubai als Teil der Vertragsstaaten an der Nordküste der Arabischen Halbinsel weiterhin unter der Schirmherrschaft von Großbritannien. Als sich Großbritannien 1971 zurückzog, vereinigten sich Dubai, Abu Dhabi, Schardscha, Adschman, Umm al-Qaiwain und Fudschaira zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. 1972 trat auch Ra's al-Chaima dieser Förderation bei. 1966 wurde in Dubai das Erdöl entdeckt, was die Entwicklung des Emirats komplett veränderte und als Grundlage der heutigen Gesellschaft gilt. Unter der Herrschaft von Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum wurde 1969 erstmals Erdöl exportiert und dessen, für die Golfregion, relativ geringen Einkünfte für eine maximale Wirkung eingesetzt. Nach seinem Tod 1990 übernahm Scheich Maktoum bin Rashid Al Maktoum die Herrschaft des Emirats und baute Dubais Infrastruktur (Transport, Schulen, Krankenhäuser, Tourismus) mit dem Ziel der Erreichung einer modernen Gesellschaft weiter aus. Als er Anfang 2006 stirbt, wird sein Bruder Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum der neue Herrscher Dubais.[68]

Die mächtigste Autorität der VAE ist der Oberste Rat und setzt sich aus den Herrschern der sieben Emirate zusammen. Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan ist der derzeitige Präsident der VAE und gleichzeitig auch Herrscher von Abu Dhabi. Dubais Herrscher Scheich Mohammed ist der Vizepräsident der VAE. Die Exekutive der VAE ist der Bundesministerrat, der vom Premierminister, ebenfalls Scheich Mohammed, angeführt wird.[69] Jedes Emirat besitzt darüber hinaus seine eigene relativ autonome, lokale Regierung, wobei deren Komplexität je nach Emirat unterschiedlich ist.[70]

Trotz Dubais rasanter und moderner Weiterentwicklung sind traditionelle Werte und die Kultur nicht in Vergessenheit geraten. Im Zentrum der arabischen Kultur stehen Glaube, Familie und Gastfreundschaft. Traditionelle Sportarten, wie z.B. Kamelrennen, sind auch heute noch große und beliebte Events in Dubai. Besonders populär ist nach wie vor die traditionelle Falkenjagd, die die Verbundenheit der beduinischen Kultur mit der Natur widerspiegelt. Die Einheimischen in Dubai tragen weiterhin die traditionelle arabische Kleidung, die auf die hohen Temperaturen und die religiösen Einstellungen ausgerichtet ist. Männer tragen ein weißes, langes Baumwollgewand, Kandoura genannt, wohingegen Frauen sich in eine Abaya, ein schwarzes Gewand (mit Stickereien und Verzierungen), das in Kombination mit einem Schleier den ganzen Körper sowie Haare und Gesicht verdeckt, kleiden.[71]

Der schnelle Bevölkerungszuwachs seit der Gründung der VAE sorgte für zahlreiche Investitionen in das Bildungswesen, sodass Schülern und Studenten eine Ausbildung vom Kindergarten bis zur Uni ermöglicht wird. Für Landesbürger der VAE ist diese Bildung kostenlos und die Regierung ermöglicht mehreren tausend Studenten eine ausländische Hochschulausbildung. Neben den staatlichen Bildungseinrichtungen gibt es auch einen umfangreichen privaten Bildungssektor. Die Chancengleichheit der Geschlechter ist in den VAE sehr wichtig, sodass Männer sowie Frauen studieren dürfen. Etwa 22,4% der arbeitenden Bevölkerung sind Frauen. 66% der Regierungsstellen werden von Frauen besetzt und davon besitzen etwa 30% Entscheidungsgewalt.[72]

Die wirtschaftliche Entwicklung der VAE seit Gründung der Föderation ist bemerkenswert. 1971 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der VAE etwa 1,8 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2007 lag das BIP bei etwa 199 Mrd. US-Dollar, folglich ergibt sich eine Steigerung um das 112-fache innerhalb der letzen Jahrzehnte.[73] Die Schlüsselfaktoren der erfolgreichen Wirtschaftsleistung der VAE sind: ein starker Ölmarkt, die Entwicklung von öffentlichen Kapitalgesellschaften, die Ausweitung der Freihandelszonen, ein reger lokaler Aktienmarkt sowie die Umsetzung von mehreren neuen Megaprojekten in der Region. 2007 erreichten die VAE ein BIP-Wachstum von 5,2%. Die ölunabhängigen Bereiche machten 2007 64,1% des BIP aus.[74]

Dubais Regierung ist von der liberalen Marktwirtschaft überzeugt und versucht daher ein Geschäftsklima zu schaffen, das wirtschaftliche Aktivität unterstützt. Die Einrichtung und weitere Planung von einer Vielzahl von Freihandelszonen (Jebel Ali Free Zone, Dubai Internet City, Dubai Media City, Dubai Airport Free Zone, Healthcare City)[75] und die permanenten hohen Investitionen von öffentlichen Geldern zur Infrastrukturverbesserung sind gute Beispiele für diese Überzeugung.[76] Viele internationale Unternehmen besitzen mittlerweile Zweigstellen in Dubai und die Megaprojekte des Emirats locken ausländische Investoren an. Im Zuge der wirtschaftlichen Diversifizierung legt Dubai seinen Schwerpunkt in die Entwicklung folgender Sektoren: Tourismus, Handel, Dienstleistungen, Informationstechnologie und Finanzen.[77]

Von 2000 bis 2005 erreichte Dubai eine jährliche Wachstumsrate des realen BIP von 13%. Abbildung 12 zeigt, dass dieses Wachstum schneller ist als das der anderen Golfkooperationsstaaten. Im internationalen Vergleich ist dieses Wachstum ebenfalls schneller als in den Entwicklungsländern China und Indien sowie in bereits entwickelten Ländern wie den USA, Irland und Singapur.

Abbildung 12 : Wachstumsraten des realen BIP der Golfstaaten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Dubai Strategic Plan 2015 (2007), S. 16

Im Jahr 2007 erreichte das reale BIP in Dubai einen Rekordwert von 53 Mrd. US-Dollar. Für die nächsten acht Jahre wird eine jährliche Wachstumsrate von 11%, die zum Großteil durch das immense Wachstum des ölunabhängigen Sektors zu erklären ist, erwartet.[78]

4.2 Touristisches Angebot

4.2.1 Ursprüngliches Angebot

Die ursprüngliche, nicht speziell für Touristen entwickelte Ausstattung Dubais an landschaftlichen, klimatischen, historischen und ökonomischen Faktoren wurde bereits im Kapitel 4.1 vorgestellt und lässt sich wie folgt zusammenfassen: Zum natürlichen Angebot Dubais zählen die Küste und der Dubai Creek sowie die Wüstenlandschaften. Das Klima mit etwa 360 Tagen Sonnenschein und wenig Regenfall und die angenehmen Temperaturen im Winter gehören ebenfalls dazu. Das soziokulturelle Angebot in Dubai beinhaltet die vorher betrachtete arabische Kultur und Tradition sowie die arabische Sprache und Gastfreundschaft. Zur allgemeinen Infrastruktur gehört die vorherrschende Politik, Bildung sowie der Verkehr.

4.2.2 Abgeleitetes Angebot

Die natürlichen Anreize für Touristen in Dubai sind, abgesehen vom Klima und der Küstenlage, sehr gering. Es wurde intensiv investiert, um zusätzliche Angebote und Leistungen speziell für Touristen zu schaffen und dadurch die Attraktivität der ehemaligen Wüstenstadt zu steigern.

4.2.2.1 Touristische Infrastruktur

In den letzten 20 Jahren hat sich die touristische Infrastruktur in Dubai schnell entwickelt und wird auch in Zukunft weiter wachsen: 1984 gab es 37 Hotels in Dubai. 2007 verzeichnete Dubai 319 Hotels und 125 Apartmenthotels. Abbildung 13 zeigt die Verteilung der Hotels nach Sternekategorien. Hier wird deutlich, dass die Anzahl der 4- und 5-Sterne-Hotels zugenommen hat, wohingegen die Zahl der 2- und 3-Sterne-Hotels etwas stagniert. Die nicht gelisteten Hotels sind in den letzten Jahren in 1-Sterne-Hotels umgewandelt worden, sodass es in dieser Kategorie zu einer starken Zunahme kam.

Abbildung 13: Anzahl der Hotels nach Produktqualität

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: DTCM

Bei Betrachtung der verfügbaren Hotelzimmer anteilig nach Sternekategorien wird deutlich, wo Dubais Schwerpunkt in der Hotellerie liegt. Wie Abbildung 14 zeigt, hat sich die Zimmeranzahl innerhalb von sieben Jahren im 4- und 5-Sterne-Segment fast verdoppelt und somit ist Dubai weltweit eine der Regionen mit der höchsten Dichte an Luxushotels. 2000 verfügte Dubai über insgesamt 20.315 Zimmer und im Jahr 2007 standen den Besuchern 32.617 Zimmer zur Verfügung.

Abbildung 14: Anzahl der verfügbaren Hotelzimmer nach Produktqualität

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: DTCM

Das Aushängeschild der Hotellerie in Dubai ist das Burj Al Arab . Das segelförmige Wahrzeichen Dubais vermarktet sich selbst als 7-Sterne-Hotel und wird offiziell als “special class“ geführt. Ein neues Highlight in Dubai ist seit seiner pompösen Eröffnungsfeier im November 2008 das Atlantis als erstes Hotel auf der künstlichen Insel „The Palm Jumeirah“. Dieser Megaresort verfügt allein über 1.539 Zimmer und dient nur als Vorgeschmack auf weitere geplante Hotelprojekte. Insgesamt sollen in Dubai in den nächsten Jahren 86.000 zusätzliche Hotelzimmer entstehen.[79] Zwei weitere spektakuläre Hotelprojekte sind das 20 m tief geplante Unterwasserhotel Cresent Hydropolis Resort und ein Umbau des “pensionierten“ Luxuskreuzfahrtschiffes Queen Elisabeth 2 zum Hotel und Museum, das am Stamm der The Palm Jumeirah vor Anker liegen wird.[80] 2010 wird es in Dubai eine weitere Superlative geben: Das Asia-Asia Hotel mit 6.500 Zimmern wird dann das größte Hotel der Welt sein.[81]

In Dubai gibt es eine Vielzahl von Straßencafés, Coffee-Lounges sowie traditionelle arabische und internationale Restaurants. Der Großteil der Restaurants befindet sich in Hotels.[82] Um als Tourist in Dubai mobil zu sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Abras (Wassertaxis), Busse, Taxis, Autovermietung oder die Metro. Dubai wird von den meisten Touristen per Flugzeug erreicht. Die staatseigene Fluglinie Emirates hat die Entwicklung Dubais schnell vorangebracht. 2008 wurde ein neuer Terminal am Dubai International Airport eröffnet, da hier die Kapazitäten eng waren.[83]

[...]


[1] Der World Travel Award ist im Jahr 2008 bereits zum 15. Mal verliehen worden und gilt als der prestigeträchtigste Preis der Tourismusbranche. Dabei entscheiden 167.000 Fachleute aus der Tourismusbranche über die Gewinner.

[2] vgl. World Travel Awards (Hrsg.) (2008)

[3] Bieger, T. (2005), S. 56

[4] vgl. Bieger, T. (2005), S. 57

[5] vgl. Bieger, T. (2005), S. 58 f.

[6] vgl. Smeral, E. (2005), S. 25

[7] Bieger, T. (2005), S. 58

[8] vgl. Gill, A. (2004), S. 569

[9] vgl. Bieger, T. (2005), S. 58

[10] vgl. Peters, M.; Schuckert, M.; Weiermair, K. (2008), S. 309

[11] vgl. Bär, S. (2006), S. 117 f.

[12] vgl. ebd., S. 118

[13] vgl. Bär, S. (2006), S. 119

[14] vgl. ebd., S. 119 f.

[15] vgl. Bär, S. (2006), S. 120 f.

[16] vgl. ebd., S. 121 ff.

[17] vgl. ebd., S. 137

[18] vgl. Wöhler, K. (1997), S. 10

[19] vgl. Gill, A. (2004), S. 569

[20] vgl. UNWTO (Hrsg.) (1999), S. 5 ff.

[21] vgl. ebd., S. 5 ff.

[22] vgl. UNWTO (Hrsg.) (1999), S. 5 ff.

[23] vgl. Freyer, W. (2001), S. 177 ff.

[24] vgl. ebd., S. 180 f.

[25] vgl. Bieger, T. (2005), S. 45 f.

[26] Anderson, D.J.; Morrison, A.M. (2002), S. 16

[27] vgl. Bieger, T. (2005), S. 188

[28] Bieger, T. (2005), S. 188

[29] vgl. Haedrich, G. (2001), S. 41 ff.

[30] vgl. Haedrich, G. (2001), S. 44 f.

[31] vgl. Peters, M.; Schuckert, M.; Weiermair, K. (2008), S. 308

[32] vgl. Bär, S. (2006), S. 20

[33] Lexikon der Nachhaltigkeit (2008)

[34] vgl. Bär, S. (2006), S. 19

[35] vgl. Global Partnership for Sustainable Tourism Criteria (Hrsg.) (2008)

[36] Dies sind z.B. Agenda 21, Leitsätze Rio+10, Charta für einen vertraglichen Tourismus, Alpenkonvention, sowie der Global Code of Ethics der UNWTO .

[37] vgl. Müller, H. (2005), S. 261 ff.

[38] vgl. Breidenbach, R. (2002), S. 172

[39] vgl. Bär, S. (2006), S. 116 f.

[40] vgl. Müller, H. (2005), S. 269 f.

[41] vgl. UNWTO (Hrsg.) (1999), S. 8 f.

[42] ebd., S. 3

[43] vgl. ebd., S. 11 ff.

[44] vgl. UNWTO (Hrsg.) (2008), S. 3

[45] vgl. Deloitte (Hrsg.) (2008), S. 2

[46] vgl. UNWTO (Hrsg.) (2009)

[47] vgl. Meyers Lexikon online (2008)

[48] vgl. DER SPIEGEL (Hrsg.) (1977), Seite 152

[49] vgl. Schäfer, T. (2006a), S. 68 ff.

[50] vgl. Scharfenort, N. (2007), S. 7

[51] vgl. GFF (Hrsg.) (2007)

[52] vgl. Schumacher, B. (2008), S. 54

[53] vgl. Gulf Cooperation Council (Hrsg.) (2008), S. 43

[54] vgl. CHD Expert Deutschland (Hrsg.) (2008)

[55] vgl. Schäfer, T. (2006b), S. 72 ff.

[56] vgl. Stannies, J.A. (2008b), S. 66 f.

[57] vgl. Expedia (Hrsg.) (2008)

[58] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008a), Geography

[59] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008a), Climate

[60] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008b)

[61] vgl. UAE Ministry of Economy (Hrsg.) (2008a)

[62] vgl. Dubai Statistics Center (Hrsg.) (2007)

[63] vgl. Dubai Statistics Center (Hrsg.) (2008)

[64] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 37

[65] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 22

[66] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 33

[67] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 25

[68] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008a), History

[69] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008a), Government

[70] vgl. UAE Interact (Hrsg.) (2008a)

[71] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 31 f.

[72] vgl. UAE Interact (Hrsg.) (2008b)

[73] vgl. UAE Interact (Hrsg.) (2008c)

[74] vgl. UAE Ministry of Economy (Hrsg.) (2008b)

[75] vgl. EmiratesFreeZones.com (Hrsg.) (2008)

[76] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008a), Economic Policy

[77] vgl. Scharfenort, N. (2004) S. 44

[78] vgl. UAE Interact (Hrsg.) (2008d)

[79] vgl. Holzapfel, T. (2008), S. 60 ff.

[80] vgl. Presseportal.de (Hrsg.) (2008a)

[81] vgl. Blinda, A. (2006)

[82] vgl. DTCM (Hrsg.) (2008j), S. 127 ff.

[83] vgl. Stannies, J.A. (2008a), S. 81

Details

Seiten
151
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783836630443
Dateigröße
2.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226842
Institution / Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel – Medien, Sport- und Tourismusmanagement, Verkehr, Sport, Tourismus und Medien
Note
1,3
Schlagworte
dubai katar tourismus erfolgsmodell finanzkrise

Autor

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Titel: Dubai als Vorbild in der Tourismusentwicklung der Golfstaaten?