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Identität und kulturelle Differenz

Qualitative Studie zur Reintegration nach einjährigem Auslandsaufenthalt

Diplomarbeit 2005 133 Seiten

Soziologie - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Mit zunehmender Globalisierung aller Lebenstätigkeiten, besonders im Rahmen der Globalisierung der Wirtschaft, nehmen interkulturelle Erfahrungen heutzutage einen hohen Stellenwert ein. Der Auslandsaustausch ist daher ein aktuelles Thema in der Bildungspolitik. In bestimmten Berufsbranchen wird interkulturelle Erfahrung mittlerweile als „Muss“ im Lebenslauf eines karriereorientierten Menschen vorausgesetzt. So wird gerade bei Berufsanfängern Wert darauf gelegt, dass diese sich in Form von Studienaufenthalten oder Praktika „wertvolle internationale Erfahrungen“ und nicht zuletzt Sprachkenntnisse in einem fremden Land angeeignet haben. Zahlreiche Organisationen und Programme haben sich zu diesem Zweck auf den Austausch in unterschiedlichen Bereichen spezialisiert, z.B. auf die Vermittlung von Auslandssemestern oder -praktika im akademischen Bereich oder das High School Jahr im Schüleraustausch. Obwohl oft der Gedanke des Kennenlernens anderer Kulturen und somit Völkerverständigung im Vordergrund steht, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass hier wirtschaftliches Denken eine große Rolle spielt. So sind etwa internationale Konzerne bei der Auslandsentsendung von Mitarbeitern darauf angewiesen, auf flexible und anpassungsfähige „menschliche Ressourcen“ zurückgreifen zu können.
Durch Veränderungen der Gesellschaft werden höhere Anforderungen an die individuelle Mobilität gestellt. Damit wird der Mensch aus dem traditionellen Lebenszusammenhang herausgerissen und unter Umständen von seiner Herkunftsregion getrennt. Zur Auswirkung gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen auf das Leben des Einzelnen bemerkt Straub kritisch: Das ‚Sein‘ wird in modernen Gesellschaften in hohem Maß als ein von Kontingenz durchsetztes, durch Offenheit charakterisiertes Werden erfahren, das den einzelnen erhebliche Anpassungsleistungen, Eigenverantwortung und eine ihr Leben keineswegs nur bereichernde ‚Flexibilität‘ und Veränderungsbereitschaft abverlangt.
Schon viel früher diagnostizierte Beck als prominenter Vertreter einer soziologischen Gesellschaftsbetrachtung erhöhte Anforderungen an das Individuum: Indem es keine vorgezeichneten Lebensentwürfe mehr gibt, muss sich der Einzelne ohne verbindliche Vorlagen selbst entwerfen. Mit einem Mehr an persönlicher Freiheit und Autonomie geht also der Verlust verlässlicher Orientierungsschablonen und Bindungen einher.
Indem die Selbstverantwortlichkeit größer geworden ist, trägt im Gegensatz zu früheren […]

Details

Seiten
133
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783836626217
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226569
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin – Geisteswissenschaften, Psychologie und Arbeitswissenschaft
Note
1,0
Schlagworte
identität auslandsaufenthalt reintegration grounded theory kulturschock

Autor

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Titel: Identität und kulturelle Differenz