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Smart Clothes - Bekleidung mit integrierten oder adaptierten elektronischen Komponenten

Bedeutung-Status Quo-Anforderungen

Diplomarbeit 2005 306 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsangabe

BUCH

Danksagung

Vorwort

Liste der Symbole und Kürzel

Einleitung

A Bedeutung von Smart Clothes

1 Was sind Smart Clothes?
1.1 Andere Begriffe für Smart Clothes
1.2 Platzierung der SC innerhalb der Technologiebranchen
1.3 Platzierung der Smart Clothes innerhalb textiler Innovationen
1.4 Sinn und Zweck der Smart Clothes
1.5 Ab wann ist Kleidung intelligent?

2 Darstellung der Ausgangssituation
2.1 Die Entwicklungsgeschichte der Smart Clothes
2.2 Die Ausgangssituation der Smart Clothes

3 SC als Chance für die Bekleidungsindustrie

4 Zusammenfassung der Bedeutung von Smart Clothes

B Status Quo des Angebots und der F&E von SC

5 Einteilung der Smart Clothes
5.1 Wellness, Health & Care
5.1.1 Gesundheitsüberwachung
5.1.2 Aktiv thermoregulierende Bekleidung
5.1.2.1 Aktiv wärmende Systeme
5.1.2.2 Systeme mit regulierbarer Wärmeisolation
5.1.2.3 Aktiv kühlende Systeme
5.1.2.4 Zusammenfassung aktiv thermoregulierender Bekleidung
5.1.3 „Sehhilfe“ für Blinde
5.1.4 Haltungskorrektur
5.1.5 Massage
5.1.6 Abschlussbemerkung Wellness, Health & Care
5.2 Protection & Security
5.2.1 Alarm-Systeme
5.2.2 Personen-Schutz-Systeme
5.2.3 Warn-Systeme
5.2.4 Tarn-Systeme
5.2.5 Armee-Systeme
5.3 Information & Communication
5.3.1 Media Player und Mobile Kommunikation
5.3.2 Business Kommunikation
5.3.3 Tragbares Gedächtnis
5.3.4 Net –Wear
5.3.5 Tragbare Displays
5.4 Fashion, Sports & Fun
5.4.1 Leuchtende Bekleidung
5.4.2 Kleidung zur Interaktion mit Musik
5.4.3 Intelligente (Sport-) Schuhe
5.5 Business, Interaction & Control
5.6 Sondergruppen
5.7 Morphologie des Status Quo der Smart Clothes

6 Wearable electronics und adaptierbare Geräte
6.1 Wearable Computer
6.2 Head Mounted Displays
6.3 Digital Jewellery und Successories

7 Status Quo der Komponenten zur Erstellung von SC
7.1 Komponenten zur Erzeugung von Energieautonomie
7.1.1 Batterien
7.1.2 Thermogeneratoren
7.1.3 Piezoelektrische Elemente
7.1.4 Solarzellen
7.1.5 Beispiele energieerzeugender Textilien
7.2 Komponenten zur Erstellung von Netzwerken
7.2.1 Elektrisch oder optisch leitende Fasern/Garne
7.2.2 Weitere elektrische Leiter
7.2.3 Verarbeitung der leitenden Materialien
7.2.4 Beispiele von Bekleidung als textile Netzwerke
7.3 Komponenten zur Bedienung
7.3.1 Einlagen basierte Bedienelemente
7.3.1.1 Gestickte Bedienelemente
7.3.1.2 Textile Schaltungen
7.3.2 Mehrlagenbasierte Bedienelemente
7.3.2.1 Bedienelemente durch Abstandsgewirke
7.3.2.2 Flache mehrlagen Bedienelemente
7.4 Zur Wahrnehmung
7.5 Sonstige Elemente
7.6 Zusammenfassung des Status Quo der Komponenten

C Anforderungen an Smart Clothes

8 Anforderungen
8.1 Generelle Anforderungen an Smart Clothes
8.2 Fertigungstechnische Anforderungen
8.3 Gesundheitliche Anforderungen
8.3.1 Gefahr durch Elektrosmog
8.4 Technische Anforderungen
8.4.1 Daten- und Abhörschutz
8.4.2 Datenfluss- und Zugriffsgeschwindigkeit
8.5 Rechtliche Anforderungen
8.6 Ökologische Anforderungen
8.7 Zusammenfassung der Anforderungen

9 Schlusswort Stichwortverzeichnis

BUCH II APPENDIX
1 Literaturverzeichnis
2 Abbildungsverzeichnis
3 Filmverzeichnis
4 Tabellenverzeichnis
5 Einteilung der Smart Clothes
6 Morphologie der Komponenten
7 Eidesstattliche Erklärung

Danksagung

Ich danke meinen Tutoren Hr. Jochen Tensfeldt, Prof. der Textilchemie, und Hr. Thomas Meyer zu Capellen, Lehrbeauftragter für Textiltechnik, an der HAW Hamburg, für die Freiheit, die sie mir bei der Gestaltung des Themas meiner Diplomarbeit eingeräumt haben sowie für die wohlwollende Unterstützung mit stets offenem Ohr und Tür. Darüber hinaus möchte ich mich bei dem Team des European Space Incubator – ESI der ESA in Katwijk, Niederlande, für die interessanten Gespräche und Informationen bedanken. Ein lobendes Wort möchte ich auch an die Mitarbeiter der Hohensteiner Institute richten, die auf Anfragen stets freundlich, zügig und unkompliziert reagierten sowie an Hr. Torsten Linz vom IZM Fraunhofer Institut, der so freundlich war, mir einen Teil seiner Forschungsergebnisse zur Verfügung zu stellen. Zuletzt möchte ich noch den vielen Firmen und Experten danken, deren Informationen und Abbildungen ich verwendet habe und hoffe, auf ihr Verständnis dafür, dass ich diese unter Angabe der Quellen verwendet habe.

Vorwort

In den letzten Jahren nahm die Bedeutung der Elektronik in unserm Leben immer mehr zu. Im Zuge der Entwicklung der Technologiebranchen, wie z.B. der Mikrosystemtechnik oder der Nanotechnologie, sind die elektronische Geräte und Komponenten immer kleiner und damit auch mobil geworden. Elektronik bzw. künstliche Intelligenz wird zunehmend ein Hilfsmittel in unserem Alltag und soll zukünftig unsichtbar in unsere Umgebung eingegliedert werden. Im Rahmen dieser Entwicklung ist auch vermehrt von der Integration von Elektronik und/oder künstlicher Intelligenz in Kleidung die Rede. In den letzten Jahren häufen sich die Medienberichte über derartige Bekleidungstücke – „ Smart Clothes “, wie z.B. Jacken mit Handy und MP3-Player oder Anzüge, die die Vitalfunktionen überwachen.

Ist erst einmal die Neugierde geweckt, stellt der interessierte Beobachter schnell fest, dass es zwar (nach intensiver Nachforschung) eine Fülle von Zeitungsartikeln und Informationen im Internet gibt, jedoch kaum zusammenhängende Informationen zu diesem Thema erhältlich sind. In Fachbüchern findet man oft kurze Abschnitte zu einzelnen Produkten, die jedoch in Bezug auf die Smart Clothes Thematik eher zusammenhangslos dargestellt werden.[1] Die wenigen, zum Teil teuren Fachbücher[2] zum Thema, sind nicht jedermann zugänglich oder bekannt. Darüber hinaus liegt ihr Schwerpunkt auf der Analyse der Realisierbarkeit und Rentabilität. Es existieren jedoch auch viele Entwicklungen mit philosophischerem oder sehr visionärem Hintergrund, die hier nicht miteinbezogen werden. Es existiert also keine Literatur, die auf einfache und übersichtliche Weise, die Gesamtheit der bestehenden Produkte und Entwicklungen darstellt sowie die damit zusammenhängenden Themen behandelt. Deshalb möchte ich mich in dieser Arbeit mit der Frage „Was ist der Status Quo der Smart Clothes?“ beschäftigen. Dabei möchte ich einzelne Produkte klar strukturieren und detaillierter beschreiben sowie generell auf das Thema Smart Clothes und die damit einhergehenden Problemstellungen (also

Bedeutung und Anforderungen) eingehen. Hierbei ist mir eine einfache und für jeden zugängliche Wortwahl wichtig, da diese Arbeit dem interessierten Leser als Kompendium[3] für Smart Clothes dienen soll. Für Experten wird diese Arbeit dabei weniger eine Erhebung neuen Wissens sein, sondern vielmehr eine gezielte Zusammenstellung von Expertenwissen und Produktinnovationen.

Aufgrund der begrenzten Zugänglichkeit von Informationen, basiert meine Recherche weitgehend nur auf Zeitschriften- und Zeitungsartikeln, Informationen aus dem Internet und Herstellerbroschüren. Da viele Produkte gehütete Innovationen sind und noch nicht so gut funktionieren wie es wünschenswert wäre, meiden viele Hersteller Publizität und vertreiben ihre Produkte nur auf selektierten Absatzwegen. Daher wurde meine Hoffnung Informationen aus erster Hand von den Herstellern zu erhalten, leider nicht erfüllt, so dass ich mich hier weitgehend auf Sekundärquellen beziehe. Darüber hinaus wurden zum Ende meiner Diplomarbeit Informationen aktualisiert und/oder standen mir dann erst zur Verfügung. Diese habe ich zwar mit einfließen lassen, sie konnten jedoch keinen Einfluss mehr auf die Struktur der Arbeit nehmen. Da auch die Informationsdichte über die einzelnen Produkte unterschiedlich stark ausgeprägt ist und die Produkte sehr unterschiedlich von einander sind, habe ich in der Arbeit keine strukturell einheitliche Darstellungsform wie z.B. Tabellen gewählt. Es erschien mir sinnvoller die einzelnen Produkte spezifisch darzustellen. Dabei war es mir wichtig, nicht nur ihre technischen Besonderheiten, sondern ggf. auch ihren Zweck und die dahinter steckende Philosophie darzustellen.

Nachdem ich mich in das Thema eingearbeitet hatte, bin ich auf weitaus mehr Entwicklungen gestoßen, als zunächst erwartet. Die Vielzahl der Entwicklungen - die auf den Weltmarkt bezogen jedoch relativ gering ist - diente mir als Grundlage, um eine Gliederung zu erstellen. Jedoch werde ich in dieser Arbeit bei weitem nicht alle Entwicklungen vorstellen. Ich lege also keinen Wert auf Vollständigkeit, hinsichtlich der Menge der verschiedenen Produkte. Vielmehr geht es mir darum, ein Gesamtbild der Entwicklung, durch die Vorstellung spezifischer Produkte zu erzielen. Generell habe ich die Produktentwicklungen auf weltweiter Ebene einbezogen, was aufgrund der weiten Verbreitung der englischen Sprache möglich war. Dennoch bestanden - insbesondere im asiatischen Raum - sprachliche Barrieren, die eine Erhebung in diesem Bereich nur schwer möglich machten.

Liste der Symbole und Kürzel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, dem interessierten Leser ein Art Kompendium über Smart Clothes zur Hand zu geben, um ihn mit der Entwicklung vertraut zu machen, die sich in den letzten Jahren im Bereich der Bekleidung mit elektronischen Komponenten vollzogen hat. Trotz des großen Potenzials des Bereiches dieser so genannten „Smart Clothes“, ist er von der Bekleidungsindustrie, wie auch vom Endverbraucher über viele Jahre weitgehend unentdeckt geblieben. Deswegen möchte ich aufzeigen, wie weit sich dieser Bereich schon entwickelt hat. Dabei werde ich nicht nur auf marktreife Produkte eingehen, sondern auch Entwicklungsideen und Forschungsprojekte darstellen. Diese Arbeit soll dem Leser damit einen Überblick über den Status Quo des Angebots und der Forschung und Entwicklung im Bereich der Smart Clothes vermitteln mit dem Ziel, ein gewisses Verständnis und Bewusstsein über diese zu erzeugen. Dabei hoffe ich, dass die dargestellten Entwicklungen beim Leser weitere Ideen anregen und diese Arbeit als Grundlage für weitere Entwicklungen verwendet werden kann.

Damit ein Gesamtbild erzeugt werden kann, in dem sich die Entwicklung der Smart Clothes vollzieht, werde ich den Begriff Bekleidung im weitesten Sinne auch auf Accessoires und Schuhe beziehen. Die Arbeit ist dem Titel entsprechend in 3 Blöcke; A Bedeutung, B Status Quo und C Anforderungen unterteilt und bietet am Ende jeder größeren Einheit (Block A, C. Kap. 5, 7) eine Zusammenfassung bzw. Übersicht an. Zunächst werde ich in Block A auf die Bedeutung der SC im Sinne von Begriffsdefinitionen und deren Eingliederung eingehen. Darüber hinaus wird ihr Sinn und Zweck und damit ihre Bedeutung für den Verbraucher sowie ihre Bedeutung für die Zukunft der Bekleidungsindustrie erörtert. Im Block B, dem Hauptteil dieser Arbeit, wird dann der Status Quo des Angebots und der Forschung und Entwicklung von SC beschrieben. Hierbei werden die Produkte in Kap. 5 in verschiedene Kategorien (Anwendungsbereiche) eingeteilt, die einerseits auf bestehenden Einteilungen aus der Fachliteratur basieren, andererseits durch eine eigenen Aufstellung (siehe Appendix 1) bestätigt und weiter unterteilt wurden. Innerhalb dieser Kategorien werden ausgesuchte Produktbeispiele vorgestellt, die durch ihre Summe und Vielfältigkeit einen Überblick über die Gesamtsituation erschaffen sollen. Im Kap. 6 werden dann einige elektronische Komponenten im Sinne von für sich stehenden Geräten vorgestellt. Diese so genannten wearable electronics werden im Zuge der Entwicklung eine wichtige Bedeutung vorwiegend für die Adaption in Bekleidung einnehmen. Das Kap. 7 stellt dann die Einzelkomponenten wie leitfähige Textilien oder textile Bedienelemente vor, die zur Erstellung von SC benötigt werden. Dabei werde ich kurz auf die zukünftigen Technologien in diesem Bereich eingehen, um mögliche Trends aufzuzeigen und den Blick des Lesers in die Zukunft zu richten. Als weiterer Punkt werden in Block C, Kap. 8 die Anforderungen dargestellt, die an SC bzw. im Zusammenhang mit diesen gestellt werden. Im Schlusswort werden schließlich die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und bewertet.

A Bedeutung von Smart Clothes

In diesem Block soll deutlich gemacht werden, was der Begriff Smart Clothes an sich bedeutet sowie was man darunter im weitesten Sinne versteht und wann die Bezeichnung „smart“ wirklich zutrifft. Hierzu werden die SC in ihr Umfeld eingeordnet, ihr Sinn und Zweck und damit ihre Bedeutung für den Träger erörtert. Darüber hinaus soll die Bedeutung der SC für die Zukunft der Bekleidungsindustrie beschrieben werden, wobei zunächst als Grundlage die Entwicklungsgeschichte und die Ausgangssituation herangezogen werden.

1 Was sind Smart Clothes?

Der Begriff Smart Clothes kommt aus dem Englischen und setzt sich aus smart – schlau/intelligent und clothes – Kleidung zusammen. Er bedeutet also direkt übersetzt intelligente Kleidung. Dabei hat der Begriff nicht unbedingt mit der Intelligenz der Kleidung zu tun, sondern ist erst einmal ein geschicktes Marketinginstrument[4], das bekleidungstechnische Entwicklungen mit einem Zusatznutzen beschreibt. In der Fachliteratur fehlt jedoch die eindeutige Definition von Smart Clothes, allenfalls sind Umschreibungen zu finden, die die Autoren je nach Verwendungszweck unterschiedlich auslegen. Selbst die Forschungsgemeinschaft Bekleidungsindustrielässt in ihrem 2003 vorgelegten Bericht[5] eine explizite Definition vermissen. Jedoch hilft ihre Untergliederung der Smart Clothes in so genannte Intelligenzstufen, die sich in Foren und Workshops herausgestellt haben, das Feld der Smart Clothes zu definieren. Die hierbei beschriebenen 5 Intelligenzstufen[6] untergliedern sich in:

1. Textilien die über intelligente Zusatzfunktionen verfügen. Gemeint sind z.B. Eigenschaften wie schmutzabweisend, bügelfrei und geruchsbindend.
2. Materialien die ihre physikalischen Eigenschaften ändern, wie z.B. PCM – Phase Change Materials.[7]
3. Bekleidung mit adaptierten elektronischen Mikrosystemen, z.B. mit Handyadapter und herausnehmbaren Ohrstöpseln.
4. Bekleidung mit integrierter Elektronik, wie Textile Tastaturen („SOFTswitches“), die direkt in die Bekleidung integriert sind.
5. Bekleidung mit adaptierten und/oder integrierten elektronischen Systemen, die tatsächlich intelligente Funktionen besitzen wie z.B. integrierte MP3-Player, die sich automatisch stumm stellen, wenn das Handy klingelt.

Hierbei sind die ersten 3 Stufen bereits weitestgehend realisierbar, während bei den letzten beiden häufig noch die richtige Technologieentwicklung zum kommerziellen Produkt fehlt. Jedoch nimmt die Umsetzung auch in diesen Bereichen immer rapider zu.

In dieser Diplomarbeit möchte ich mich allerdings - unter anderem aus Gründen des Umfangs - nur auf Punkt 3. bis 5. der vorgestellten Intelligenzstufen beziehen. Daher werde ich den Begriff Smart Clothes - SC im Weiteren als Synonym für Bekleidung mit integrierten oder adaptierten elektronischen Komponenten verwenden. Auf diese Weise kristallisierte sich auch das Verständnis der Fachliteratur, in den letzten Monaten heraus.[8]

„Elektronik zum Anziehen“ – „Wearable Electronics “ – Basis Technologien für die „intelligente“ Kleidung, so oder ähnlich könnte man versuchen die Bezeichnung „Smart Clothes “ zu übersetzen. Sie steht für das Zusammenwirken von Mikro- (Nano-) Elektronik bzw. Mikrosystemtechnik und Sensorik innerhalb einer textilen Kleidung. [9]

SC wurden hierbei als Textilien eingestuft, die sowohl über einen hohen Integrationsgrad der Technologien, als auch über eine hohe Intelligenz verfügen.[10] Bisweilen wird die Synthese dieser beiden Faktoren jedoch noch nicht erfüllt. Funktionale Textilien, wie die Luminex (leuchtenden Glasfasern), sind zwar voll ins Textil integriert, können jedoch nur an- oder ausgeschaltet werden. Andererseits gibt es Produkte im tragbaren Elektronik Bereich (wearable electronics), wie das Pro2 Armband von Sensewear, das die Vitalfunktionen überwacht. Derartige wearable electronics verfügen zwar über die nötige Intelligenz, sind jedoch nicht in unser Bekleidungssystem integriert. Abb. 1.1 und 1.2 zeigen die Einstufung der SC im Idealfall. Die zur Erläuterung herangezogenen Beispiele werden im Laufe der Arbeit verdeutlicht. Was genau unter Intelligenz im Zusammenhang mit SC verstanden wird, soll im Kapitel 1.5 verdeutlicht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1 Andere Begriffe für Smart Clothes

Smart Clothes werden in der Fachliteratur auch oft als Intelligent Clothes –

intelligente Bekleidung oder I-wear bezeichnet. Der Fantasie scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein, so dass jeder sein ganz persönliches Modewort zum eigenen Marketingkonzept kreiert. Synonyme für Smart Clothes sowie Schlagwörter zu dem Thema sind auf dem Deckblatt aufgelistet. Ein weiterer in der Elektronik Branche verbreiteter Begriff ist „ wearables[11], der direkt übersetzt „tragbar“ bedeutet und eigentlich die Kurzform von „wearable computer“, sprich tragbarer Computer ist. Damit bezeichnet man eigentlich elektronische Geräte und Computer, die so klein und leicht sind, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes tragbar sind und zwar an oder sogar in der Kleidung. Diese tragbaren Computer (wearables) müssen dabei weder in die Bekleidung integriert noch adaptiert sein. Sie können am Gürtel festgeschnallt werden, als Rucksack oder in Form eines Accessoires getragen werden. Da sie im Zuge der Entwicklung unter anderem so klein und leicht geworden sind, dass sie an Bekleidung adaptiert bzw. in diese integriert werden können, hat man den Namen wearables einfach beibehalten. Diese Lösung mag sinnvoll erscheinen, da teilweise vorwiegend adaptierte aber auch integrierte Lösungen mit tragbarer Elektronik kombiniert werden. Deshalb sind die Übergänge von den tragbaren Computern zu der Bekleidung mit adaptierter Elektronik fließend. „Es ist schwer zu sagen wo die wearable computer enden und ab wo die „computerized clothes“ [12] anfangen“. [13]

1.2 Platzierung der SC innerhalb der Technologiebranchen

Dieser eben beschriebene Zusammenhang macht deutlich, dass die Entwicklung der Smart Clothes nicht nur mit den Entwicklungsfortschritten der Bekleidungsbranche steht und fällt, sondern insbesondere durch die Innovationen anderer Technologiebranchen bestimmt wird. Schließlich können die notwendigen Komponenten erst im Zuge zunehmender Miniaturisierung im Zusammenhang mit weiteren Entwicklungsfortschritten, zur Verfügung gestellt werden. Daher fallen die Smart Clothes sowohl in den Rahmen textiler Innovationen, als auch anderer Technologiesparten, wie der Mikroelektronik, Nanotechnologie, Optoelektronik und der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).[14] So wurde die Entwicklung von SC vor allem anfangs vorwiegend von den textilfremden Branchen vorangetrieben. Während sich ein Großteil der traditionsbewussten Textiler immer noch gegen die Integration von Elektronik in Bekleidung verschließt, hat insbesondere die Elektronikbranche SC im Zusammenhang mit anderen zukünftigen Technologien, wie den allgegenwärtigen Computeranwendungen entdeckt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Platzierung der Smart Clothes innerhalb textiler Innovationen

Neben den schon angesprochenen textilfremden Technologiegruppen fallen Smart Clothes auch in den Rahmen einer Reihe neuer Entwicklungen in der Bekleidungsindustrie. Dabei ist es wichtig, dass diese neuen Entwicklungen sich gegenseitig berücksichtigen,[15] damit dem Endverbraucher ein möglichst innovatives Produkt mit einem Höchstmaß an aufeinander abgestimmten Zusatzfunktionen geboten wird. So soll dem Kunden einer Laufjacke mit integriertem Audio-Player ein ebenso optimales Feuchtigkeitsmanagement sowie eine gute Wetterbeständigkeit und antibakterielle Eigenschaften geboten werden wie dem einer Laufjacke ohne Elektronik. Auf dem Innovationsforum für intelligente Bekleidung wurden diese textilen Neuentwicklungen unter dem Begriff intelligente Bekleidungstechniken zusammengefasst.[16] Dieser Gliederung zufolge sind SC ein Segment der Intelligenten Bekleidungstechniken (siehe Abb. 1.4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1-4 Einordnung der Smart Clothes von dem Forschungsinstitut Hohenstein und dem itv Denkendorf, die sie auf ihrem Innovationsforum für intelligente Bekleidungstextilien im Juli 2002 vorstellten. Die blau/grau markierten Abschnitte betreffen Themen, die direkt/indirekt mit Smart Clothes in Verbindung stehen und auf die in der Arbeit eingegangen wird.

Die Forschungsgemeinschaft Bekleidungsindustrie hat des Weiteren „intelligente Materialien“, die sogenannten Smart Textiles (größtenteils nicht elektronisch), nach ihrer Funktion geordnet und je nach Entwicklungsstand in produktionsreif oder Entwicklungsstadium unterteilt.[17] Auch hier werden wieder viele Materialien als smart bezeichnet, die rein von ihrer Intelligenz her gar nicht smart sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1-5 Klassifizierung der Materialgruppen nach der Forschungsgemeinschaft Bekleidung. Klassifizierung intelligenter Materialien nach ihrer Funktion

Unser Augenmerk liegt hierbei auf den Entwicklungen mit elektronischen Zusatzfunktionen, da sie als Komponenten zur Erzeugung von Smart Clothes dienen. Sie sind ein Teilsegment der intelligenten Materialien und befinden sich noch im Entwicklungsstadium. Einige von ihnen werden hier beispielhaft aufgeführt und werden später in Kapitel 7 näher erläutert.

Smart Clothes treten also innerhalb des Rahmens vieler anderer Innovationen der Bekleidungs- und Textilindustrie aber auch anderer Technologiebranchen auf und befinden sich zum Großteil noch im Entwicklungsstadium, da selbst die Basiskomponenten noch nicht voll entwickelt sind.

1.4 Sinn und Zweck der Smart Clothes

Viele Menschen, die sich zum ersten Mal mit Smart Clothes befassen, finden die Vorstellung, Elektronik oder gar ganze Computer in die Bekleidung zu integrieren, befremdend oder abstrakt. Sie sind sich unklar darüber, welche Bedeutung SC für unser alltägliches Leben haben. Nicht selten werden dann Fragen wie „und wozu das Ganze?“ oder „was soll man damit?“ gestellt. Dabei bieten SC die Lösung, zur Erfüllung der Wünsche, die wir alltäglich stellen. Schon seit langem träumen die Menschen von einer Ausweitung ihrer Fähigkeiten - überall sein zu können, alles tun zu können und alles zu wissen - der omnipotente und allwissende Mensch. Dabei soll stets alles mit dem möglichst geringsten Aufwand verbunden sein. „Der Mensch will alles tun, aber mit der größten Bequemlichkeit, Freiheit und maximalem Komfort.“[18] Es ist unser Wunsch, von allen Vorrichtungen[19] frei zu sein. Anstatt einfach zu bedienender Werkzeuge wollen wir lieber gar keine Werkzeuge. Um das Ziel der Ausweitung unserer Fähigkeiten zu erreichen, so Stefano Marzano , [20] mussten wir zunächst unsere Fähigkeiten veräußerlichen. So seien das Radio und das Telefon Veräußerlichungen unserer Fähigkeit zu hören und zu sprechen. Im Zuge der fortschreitenden Miniaturisierung wurden der Werkzeuge, denen wir uns bei der Erweiterung unser Fähigkeiten bedienen, so klein, dass sie tragbar wurden - so z.B. Walkman, MP3-Player, Handy oder auch PDA. Trotzdem sind die Geräte teilweise immer noch recht groß und schwer. Darüber hinaus benötigt man spezielle Taschen und muss das Gerät für den Gebrauch wieder aus der Tasche „hervorkramen“. Auch der dabei entstehende „Kabelsalat“ ist lästig. Jacken mit Kabelkanälen oder integrierten Leitbahnen bieten hier bereits Abhilfe. So können wir unser Telefon bequem über ein Bedienfeld an der Ärmelaußenseite steuern, um dann über eine Freisprechanlage mit unserem Anrufer zu kommunizieren. Intelligente Zusatzfunktionen, die automatisch erkennen, wann das Handy auf stumm geschaltet werden soll, erhöhen dabei unseren Komfort. Neue Technologien wie die Mikroelektronik, Nanotechnologie oder die Optoelektronik treiben die Miniaturisierung noch weiter voran, so dass unsere Werkzeuge bald so klein sein werden, dass sie sich in die Umgebung einfügen. Stefano Marzano spricht hier von dem Weg der Dinge in uns zurück, sozusagen der „Rückverinnerlichung“.[21] Was wäre hierbei besser als Trägermedium geeignet als die Kleidung, unser ständiger Begleiter?

„Langfristig schwebt Forschern wie Astrid Ullsperger, Juniorprofessorin für Tragbare Elektronik und Rechentechnik an der TU Cottbus, eine allgegenwärtige, doch nahezu unsichtbare Computertechnik vor. Ihre Vision für die Zukunft: "Die Computer stellen mir Informationen zur Verfügung, aber ich merke nicht, dass ich mit Computern lebe. Ich muss mich nicht mehr um Software, Hardware, Schnittstellen und sonstige Details kümmern, die Technik heute eher nervend für uns machen." [22]

Sie beschreibt damit den Zukunftstrend der allgegenwärtigen, umfassenden und unsichtbaren Computeranwendungen. Alltagsgegenstände sollen elektronisch aufgerüstet und unsichtbar und am besten wireless miteinander vernetzt werden, um ihren Benutzern wie von Zauberhand durch künstliche Intelligenz das Leben zu erleichtern bzw. es zu erweitern. Dieses Phänomen findet man in der Fachliteratur unter den Schlagwörtern „ Invisible Computing “ – unsichtbare Computeranwendung, „ Ubiquitous Computing “ – allgegenwärtige Computeranwendungen, „ pervasive computing “ – durchdringende Computeranwenungen, „Augmented Reality[23] - erweiterte Realität oder auch „Ambient Intelligence “ - sozusagen eine intelligente Umgebung. Laut Vorraussagen werden wir bereits in 10 Jahren jederzeit und überall online sein.[24]

Dass diese Technologien nicht nur eine Modeerscheinung, sondern ein tatsächlicher Zukunftstrend sind, zeigen die Fakten. Mitte 2004 waren 53 % aller deutschen Haushalte und damit fast alle Computerbesitzer (60 % aller deutschen Haushalte verfügen über einen PC) online. Die Bundesregierung strebte eine weitere Förderung der Internetnutzung mit ihrem Programm „Informationsgesellschaft 2006“ mit einer Zielmarke von 75 % bis 2005 an.[25] Weiterhin verfügten rund 76 % aller deutschen Haushalte 2003 über ein Handy. Das Bundesforschungsministerium – BMBF zählt Augmented reality zu den 6 Schlüsseltechnologien der Wissensgesellschaft.[26] Die Bundeszentrale für Politische Bildung ist der Meinung, dass die Verwendung von Informationstechnologie in Alltagsgegenständen zur Revolution des 21. Jahrhunderts avanciert.[27] Darüber hinaus gibt es eine EU Initiative mit dem Namen „ The Disappearing Computer “.[28]

So gesehen, stellen SC das Sprungbrett der Bekleidung in eine Technologie getriebene Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft dar. Sie helfen uns in unserem immer nomadischer werdenden Leben jederzeit und überall Zugriff auf unsere Daten und Netzwerke zu haben und erreichbar zu sein. Sie sollen unser Leben vereinfachen, komfortabler, sicherer und attraktiver gestalten. Das Zeitalter des Evernets, des ständig und überall anwesenden Internets, bricht an und SC machen unsere Kleidung durch adaptierte oder integrierte Elektronik oder sogar künstliche Intelligenz damit kompatibel.[29]

1.5
Ab wann ist Kleidung intelligent?

Wie schon in Kapitel 1 erwähnt, ist die Idee, die hinter dem Produkt steckt oft smarter, als die Kleidung selbst. Geschickte Marketingstrategen setzen die Worte „intelligent“ oder „smart“ oft für quasi Innovationen oder neue Entwicklungen ein, die der Bezeichnung intelligent rein wissenschaftlich, von ihrer Bedeutung her nicht gerecht werden. Aber was bedeutet nun Intelligenz in Bezug auf SC, und ab wann ist die Bezeichnung intelligente Bekleidung berechtigt?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1-6 Intelligenzhierarchie nach Newnham

Um diese Frage zu klären, beschreiben Wolf Hartmann und Astrid Ullsperger in ihrem Buch High Tech Fashion sowie in dem Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 1999 den Erklärungsansatz von Newnham.[30] Der Wissenschaftler, der sich mit smarten Materialien beschäftigt, untergliedert diese in eine achtstufige „Intelligenzhierarchie“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[31]

In Anlehnung an diese Definition bewegen sich die meisten Innovationen der Bekleidungsindustrie, wie Membranen und Wäsche mit eingelagerten Hautpflegestoffen im niederen Hierarchiebereich. Die Textilien mit integrierten elektronischen Komponenten setzen dagegen in der Regel tatsächlich bei der Intelligenzstufe „smart“ an. Viele von ihnen verfügen über textile Bedienelemente, die so genannten Softpads, die als Senoren/Aktuatoren fungieren oder über anderweitige Aktuatoren und Sensoren, wie z.B. EKG Sensoren, Geschwindigkeitssensoren etc.

Andere Abgrenzungsversuche begründen die Intelligenz eines textilen Bekleidungsproduktes durch seine Interaktionsfähigkeit. So beschreibt z.B. J. Tensfeldt, Professor der Textilchemie an der HAW Hamburg, intelligente Bekleidungstextilien als diejenigen, die selbständig auf Veränderungen in ihrer unmittelbaren Umgebung reagieren. In Folge dessen würden sie bestimmte Eigenschaften entsprechend modifizieren und dadurch aktiv auf ihre unmittelbare Umgebung einwirken.[32]

Die Wissenschaftler L. van Langenhove und C. Hertleer von der Gent Universität in Belgien unterteilen intelligente Textilien darüber hinaus in Anlehnung an Zhang und Tao in drei Untergruppen:[33]

1. Passive intelligente Textilien, die als Sensoren Informationen aus der Umwelt aufnehmen können.
2. Aktive intelligente Textilien, die als Sensoren nicht nur Informationen aus der Umwelt aufnehmen, sondern auch darauf reagieren können. Diese Textilien verfügen neben Sensoren auch über Aktuatoren.
3. Sehr intelligente Textilien, die sich im Rahmen ihrer Funktionen der Umgebung/den Umständen anpassen können.

Es existiert also noch keine allgemeingültige Definition von intelligenter Bekleidung bzw. Smart Clothes. Im allgemeinen Sprachgebrauch können jedoch die oberen 4 Hierarchiestufen nach Newnham als „intelligent“ angesehen werden.[34] Allerdings wäre die Festlegung einer allgemeingültigen Definition sowie die Gründung einer Organisation, die die Einstufung des Intelligenzgrades von Textilien vornimmt, wünschenswert. Da die Entstehung der SC sich jedoch noch in den Anfängen befindet, ist es nicht verwunderlich, dass eine derartige Definition in Übereinstimmung der verschiedenen Parteien noch nicht festgelegt wurde.

2 Darstellung der Ausgangssituation

Große Elektronikfirmen wie Philips, Infineon, IBM, Siemens, Hitachi und Panasonic beschäftigen sich in der Regel seit Mitte der 80’er mit der Idee, Elektronik in Kleidung zu integrieren[35] . „Federführend in Forschung und Entwicklung sind dabei Japan und die USA…“ [36] Am renommierten M assachusetts I nstitute of T echnology (MIT), beschäftigte sich Steve Mann, der Urvater der wearable electronics, bereits seit 1970 mit der Idee Elektronik in Kleidung zu integrieren.[37] Trotz der vielen Visionen der Elektronik-, Textil- und weiteren Branchen, mussten die Forscher erst einmal hinnehmen, dass viele Entwicklungen nicht so einfach wie geplant umzusetzen sind. Die Beschaffenheit und Anforderung textiler Produkte stellt die Elek-tronikbranche vor völlig neue Herausforderungen und erfordert multidisziplinäre Netzwerke. Deshalb seien viele SC Produkte noch Jahre davon entfernt Realität zu werden, wie Dr. Mecheels in seinem Vortrag über den „steinigen Weg“ der SC „von der Vision zum marktfähigen Produkt“ mitteilte.[38]

2.1 Die Entwicklungsgeschichte der Smart Clothes

Tabelle 2-1 zeigt eine Übersicht der Timeline der SC, die einerseits die Unterteilung der Elektronik basierten Textilien in 4 Generationen nach der Computer Engineering Research Group der Uni Toronto zeigt und andererseits einige der Produkte und Trends aufzeigt, die sich in der jeweiligen Zeitperiode abgespielt haben.[39] Viele der aufgezeigten Entwicklungen gelten als Meilensteine und werden im Laufe der Arbeit noch angesprochen. Die Entwicklungsgeschichte der SC begann im Grunde genommen Ende der 70er Jahre, als die zukünftige Machbarkeit von tragbaren Computern von Forschern als realistisch angesehen wurde.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2-1 Timeline der Smart Clothes

Dabei wurde die Idee der in Bekleidung tragbaren Elektronik, in den Technologiebranchen eher branchenintern verfolgt. Der Anstoß für die ersten Smart Clothes kam aus Bereichen wie der Weltraumforschung und dem Militär, denen die dementsprechenden Forschungsgelder zur Verfügung standen.[40] Jedoch hat die Entwicklung auch in anderen Branchen in den letzten Jahren massiv zugenommen, wie Tabelle 2-1 implizieren soll, wobei sich auch das Integrationslevel und die Implementierung künstlicher Intelligenz verbessert haben. Die folgende Beschreibung der 4 Smart Clothes Generationen, soll deren Entwicklungsprozess verdeutlichen.[41]

1. Generation:

Zeit : von 1981

Aufbau: plumpe, schwere Komponenten, lästig, hinderlich und sperrig

Sitz und Dauer: kurzzeitig zu tragen, außerhalb, aufgrund der Antennenmöglichkeiten,

vorrangig im Sitzen.

Einsatz: „light painting“

Erscheinung: kein geschlossenes Teil

Kommunikation: von und zur Basisstation.

Angesprochene Gruppe: ?

Beschreibung: verrückte Idee, unvernünftig

2. Generation:

Zeit : von 1982 bis in die späten 80er

Aufbau: „Compu“- Weste oder Jacket, mit Draht genäht

Sitz und Dauer: längere Zeit tragbar, in Bewegung oder stehend, in Räumen oder

außerhalb

Einsatz: persönliche Dokumentation

Erscheinung: modisch

Kommunikation: über das Internet

Angesprochene Gruppe: Künstler, Randgruppen

Beschreibung: bizarre, verrückt, aber interessant

3.Generation:

Zeit : Mitte der 80er bis heute

Aufbau: enthält leitfähige Fäden, der Stoff selbst ist Stromkreislauf

Sitz und Dauer: überall tragbar, Ausnahme im Bad

Einsatz: allgemeiner Verwendungszweck

Erscheinung: „normal“ aussehend

Kommunikation: von und zum World Wide Web, z.B. über die kabellose tragbare webcam

Angesprochene Gruppe: Ingenieure, Wissenschaftler, Forscher, Hobby-Interessierte

Beschreibung: visionär und futuristisch

4. Generation:

Zeit : Zukunft

Aufbau: ganz aus leitfähigem Stoff oder „Neuroprothesis“

Sitz und Dauer: überall und immer

Einsatz: visuelle Erinnerung, „prostethic“

Erscheinung: absolut nicht nachweisbar? (für Metalldetektoren)

Kommunikation: von und zu einer Anzahl von Personen

Angesprochene Gruppe: große Anzahl von unterschiedlichen Personengruppen

Beschreibung: vielleicht normal und unentbehrlich, lebenswichtig

Insbesondere seit der Jahrtausendwende gibt es also bereits präsentable Prototypen und sogar kommerzielle Produkte. Den ersten Stein der „Chinesischen Mauer“ legte Levis mit seiner ICD+ line, die über integrierte MP3-Player und Telefone verfügte. Die verstärkte Anregung interdisziplinärer Netzwerke und Kooperationen, wie z.B. die Erschaffung der Innovationsbörse „ Avantex “, die als Hochtechnologieforum gilt, haben diesen Entstehungsprozess beschleunigt. So beschrieb die Chefredakteurin der Textilveredlung nach der Avantex 2002, bei der 1. Avantex (2000) „angedachte“ Innovationen seien auf der 2. Avantex (2002) größtenteils bereits in Produkte umgesetzt worden.[42] Darüber hinaus haben Modenschauen wie die von der Avantex und Karstadt inszenierte „High-tech Karawane“, die im Herbst 2003 19 Hightech Produkte in 8 Deutschen Karstadt Filialen in der „ Textile Future Show “ vorstellten sowie die kurz darauf folgende europaweite „ I-wear “ Modenschau dazu beigetragen, die Akzeptanz des Verbrauchers sowie das Medieninteresse zu erhöhen.[43]

2.2 Die Ausgangssituation der Smart Clothes

Die hochgesteckten Ziele, die anfangs die Entwicklungsrichtung bestimmten, sind mit der Zeit dem technischen Stand entsprechend angepasst worden. Forschungsberichte und Untersuchungen, wie z.B. von der Forschungsgemeinschaft Bekleidungsindustrie und den Hohensteiner Instituten, versuchen den Status Quo der verfügbaren Technologien darzustellen. Sie zeigen dabei unter anderem auf, dass die Grundlagen zur Einführung der SC, wie die Informationen zum

- technischem Stand der Entwicklungen, sowie
- Informationen zur Problematik der Integration und
- Informationen zur Wirtschaftlichkeit weitestgehend unergründet sind.

Adaptation: Elektronische Elemente werden in Taschen, Tunneln, Schlaufen usw. untergebracht und werden über Knöpfe, Druckknöpfe, Steckverbindungen u.ä. abnehmbar mit dem Textil verbunden.

Die Firmen müssen sich mit der Elektronik bzw. den Textilien sowie den Ansprüchen der Kombination dieser beiden Elemente erst bekannt machen. Viele der ins Textil zu integrierenden Komponenten müssen dabei erst entwickelt und Anwendungszwecke und Rentabilität bestimmt werden. Deshalb werden anfangs simplere Lösungen mit bereits verfügbaren eigenständigen elektronischen Komponenten angestrebt. Aufgrund dieser technologischen Entwicklung lassen sich 3 Integrationslevel der Smart Clothes Technologien unterscheiden, die unter anderem die Entwicklung der SC, also auch deren Gliederung in die 4 Generationen wiederspiegeln.[44] Man unterscheidet hierbei:[45]

Die zurzeit auf dem Markt erhältlichen kommerziellen Produkte und Prototypen sind überwiegend aus adaptiven Systemen hergestellt oder aber aus einer Mischung von adaptierten und integrierten Technologien. So enthalten Jacken, wie die ScotteVest, die das Tragen von Geräten wie Mobiltelefonen und MP3-Playern ohne „Kabelsalat“ ermöglichen soll, Kabelkanäle und Taschen zur Unterbringung der selbständigen Elektroniksysteme (rein adaptiv). Komplexere Audiojacken enthalten integrierte Leitbahnen und Bedienelemente, während das Telefon oder der Mediaplayer über eine Steckverbindung adaptiert werden (integrativ u. adaptiv).[46]

Der Integrationsgrad wird sich mit der Zeit immer mehr erhöhen. Schon jetzt verfügen Produkte wie die MET5 Heizjacke über weitgehend integrierte Komponenten. Während das Bedienelement integriert und die textilen Heizelemente auf das Softshell laminiert sind, müssen lediglich die Batterien noch per Steckverbindung adaptiert werden. Andere Entwicklungen wie das Wealthy shirt oder der Sensate Liner zur Überwachung der Vitalfunktionen verfügen hingegen bereits über eingearbeitete Leitbahnen und Sensoren.[47]

Die Einschätzung der kurz- bis mittelfristigen Entwicklung von Smart Clothes Produkten geht unter anderem deshalb von adaptiven oder adaptiv/integrativen Lösungen aus, weil die für die Adaption vorgesehenen Komponenten oft bereits verfügbar sind. Darüber hinaus ist die Adaption verhältnismäßig einfacher. So können erste Erfahrungen mit SC gesammelt werden, und die Anwender erhalten die Chance, sich langsam an derartige Produkte heranzutasten.[48] Doch auch für integrative Systeme wurde der Grundstein gelegt. Ein maßgeblicher Faktor war hierbei die Entwicklung leitender textiler Systeme, die zu Flächengebilden verarbeitet, den Daten- und Energietransfer übernehmen.[49] Abgesehen von textilen Transpondern, deren Antennen eingewebt und deren Chips in dem Textil untergebracht werden, gibt es bisweilen kaum voll integrierte Produkte. Im Zuge der Entwicklung dürften diese aber mittel- bis langfristig zu erwarten sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-1

Die textilbasierten so genannten kombinativen Lösungen würden eine völlige Integrierung in das textile Material an sich bedeuten. Sie werden als Optimum der Integrierung in Bekleidung angesehen, da wir im Vergleich zu den Textilien, die wir heutzutage tragen, keinen Unterschied mehr spüren würden. Allerdings befindet man sich in diesem Bereich erst in den Anfängen der Forschung und benötigt noch Entwicklungsschübe aus anderen Technologiebranchen, wie der Nanotechnologie. Deswegen sind markttaugliche kombinative Lösungen erst langfristig zu erwarten. Erste Schätzungen von Experten gehen von 10 – 15 Jahren, teilweise sogar 20 Jahren aus.[50]

Die ersten SC Produkte sind also bereits, wenn auch auf niedrigerem Integrations- level, realisierbar und wurden dem Kunden auch schon angeboten.

„Dennoch hat sich für derartige Produkte kein bedeutender Markt etabliert, und die Zahl der Anbieter ist selbst für ein Pionierstadium sehr gering. Mann kann andererseits davon ausgehen, dass innerhalb von 3, spätestens 5 Jahren regelmäßig Smart Clothes Produkte auf meist professionellen Spezialmärkten oder Nischenmärkten anzutreffen sein werden.“ [51]

3 SC als Chance für die Bekleidungsindustrie

Wie im vorigen Kapitel beschrieben, kommen die ersten SC Produkte nach einer insgesamt betrachteten langen Annährungs- und Entwicklungszeit langsam auf den Markt. Dabei stellt sich die Frage, ob sich die Ausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) dieser Produkte lohnen und was diese für die Zukunft der Bekleidungsindustrie bedeuten.

Aufgrund der Lohnstrukturen in Europa und insbesondere in Deutschland kann die Zukunft der angeschlagenen Bekleidungsindustrie nicht in immer niedrigeren Preisen liegen.[52] Experten sind sich sicher, dass „der Weg zur Sicherung einer nachhaltigen Wertschöpfung für die Textilwirtschaft und speziell für die Textil- und Bekleidungsindustrie nur über innovative Produkte und die Entwicklung und Erschließung neuer Anwendungsfelder führen wird.“ [53] Die Europäische Kommission sieht dies ganz ähnlich und bezeichnete die Förderung von Zukunftstechnologien als eine ihrer wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre. Durch Projekte wie die I-wear Modenschau wollte sie die Wettbewerbsfähigkeit von Europa als Zentrum für neue Entwicklungen im Textilsektor stärken und eine höhere Akzeptanz von hochtechnologischen Bekleidungstextilien erzeugen.[54] Optimistische Äußerungen in der Fachliteratur bestärken diese Ansicht. Die Experten sind sich einig; „die Dresscodes der Zukunft liegen in intelligenter Funktionsbekleidung.“ „Ich bin von der blendenden Zukunft der Hochtechnologie Textilien überzeugt.“ „Ich habe keinen Zweifel, dass ihr die kontinuierliche Miniaturisierung der Technologien und deren Integration in Stoffe sehen werdet „Dies ist die Zukunft“.“ [55]

Tatsächlich sind Trends in Richtung hochfunktioneller Textilien anhand von Einzelbeispielen sichtbar. So bezeichnet z.B. eine Studie von Bayern Innovativ bezeichnet Hightech-Textilien als Basis für vielfältige Innovationen.[56] Tatsächlich nimmt der Absatz von funktionellen Textilien und Hightech Textilprodukten zu. Im Jahre 2003 in Bayern entfielen z.B. bereits 40 % aller Textilumsätze auf High Tech Textilprodukte; der Großteil davon natürlich auf Produkte ohne elektrische Elemente, da die diese ja kaum angeboten werden.[57] Eine generell auf intelligente Textilien bezogene Absatzstudie der Venture Development Corporation (VDC)[58] führte zur folgenden Prognose:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[59]

Tabelle 3-1

Das weltweite Potenzial für wearable computing, könnte laut VDC 2006 bei mehr als 1,3 Mrd. US$ liegen.[60]

Durch die Kombination verschiedenster Technologien bieten SC der Textilindus-trie, die Möglichkeit neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten und damit Märkte zu erschließen, die ihr bislang nicht zugänglich waren. Durch den Schulterschluss mit der Elektronik- und weiteren textilfremden Industrien könnten sich die Textilbetriebe dann selbst zum HighTech Unternehmen weiterentwickeln und sich damit ein Standbein in der Zukunft bauen. Diese innovativen Produkt- und Serviceangebote könnten das angeschlagene Image der Bekleidungsindustrie beim Verbraucher sanieren und dem Wunsch des Verbrauchers nach mehr Service bzw. Funktionalität der Produkte nachkommen.[61]

Allerdings hat die Erschließung neuer Märkte auch eine Kehrseite, da Elektronikanbieter wie z.B. Saturn oder Mediamarkt SC ebenfalls als eine interessante Möglichkeit zur Erweiterung ihrer Produktpalette betrachten dürften. Textilfremde Branchen könnten damit ebenso in die Märkte der Textilindustrie eindringen, wie anders herum. Die Anbieter im niedrigen Preissegment wie Tchibo oder Aldi dürften ebenfalls ein Interesse am Verkauf derartiger Produkte haben, sodass die Produktinnovationen den „traditionellen Textilern“ nur zeitweilig einen Vorteil bringen können. Es sei denn, sie böten eine wesentlich bessere Leistung als das vergleichbare Billigangebot.

Weitere Einflüsse dürften die SC auf den Kollektionsrhythmus haben. Durch unsere zunehmende weltweite Mobilität wird der in der Textilbranche verfolgte 4-Saison-Rhythmus bereits jetzt schon in Frage gestellt. Zukünftig könnte dieser dann ganz wegfallen, falls die Kollektionen sich eher an technische Innovationszyklen oder neuen Trends im textilfremden Bereich richten. Dies könnte zur einer gewissen Abhängigkeit der Bekleidungsbranche von den textilfremden Branchen führen.

Noch haben SC Produkte nicht die gewünschte Funktionalität und Robustheit erreicht und sind noch extrem teuer. Deswegen werden sie in naher Zukunft eher das Image der Bekleidungsmarken aufpolieren und avantgardistische Technikfans ansprechen. In ferner Zukunft werden sie jedoch meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein und eines Tages evtuell sogar unsere „normale“ Bekleidung ersetzen. Da die neuen Produkte eine wesentlich bessere Kommunikation der Funktionen bis zum Endverbraucher benötigen, müssen die Unternehmen neue weitreichendere Marketingkonzepte entwickeln. Vielleicht wird diese Konzeption demnächst dazu führen, dass wir einen Textilanbieter im Shop in Shop System[62] im Elektronikgeschäft antreffen. Tatsächlich äußern große Elektronikfirmen wie Philips ein großes Interesse an der Mode. Laut Stefano Marzano haben Verbrauchertests in größeren Städten gezeigt, dass die Mischung von Bekleidung und Elektronik eine erfolgreiche Kombination darstellt.[63]

[...]


[1] Knecht, Petra: Funktionstextilien… (Hrsg. Deutscher Fachverlag) 2003

[2] Im wesentlichen 3 Fachbücher: Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004; Kirchdörfer, Elfriede…: Smart- Clothes- Technologien für die Bekleidungsindustrie. 2003; Hartmann..: high-tech-fashion. 2003.

[3] Kompendium – Handbuch, Leitfaden, Zusammenfassung, Übersicht.

[4] Robers, Felix F.: "Intelligente Textilien" In: DZN Fashion Industry 3/2003 S.50

[5] Kirchdörfer, Elfriede…: Smart- Clothes- Technologien für die Bekleidungsindustrie. 2003

[6] Kirchdörfer, Elfriede…: Smart- Clothes- Technologien für die Bekleidungsindustrie. 2003

[7] PCM – Phase Change Material. Materialien, die durch die Änderung ihrer Phase (fest/flüssig) ihren Energieinhalt ändern. Sie können eine gewisse Wärmemenge aufnehmen, speichern und später wieder abgeben.

[8] Siehe Zitat , Tensfeldt, Jochen; Pahl, Carola: Kleidsame Elektronik. In: TR aktuell 12/2004 o.A.; Ziegler, Perter-Michael: PC Hautnah. In: C’t 21/2002 o.A.

[9] Zitat: Tensfeldt, Jochen: "Textilien werden zu Hightech Produkten…" In: Textil 2/2003 S.5

[10] Siehe z.B. Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004; Catrysse, Michael: Textiel met verstand van zaken. In: www.centexbel.com, Präsentation 29.11.2004. Belgien

[11] Vergleiche: Hartmann..: high-tech-fashion. 2003 S.447; Dähn, Astrid: Technik aus Textil. In: TR aktuell. 12/2004 o.A.; Pahl, Carola: Kleidsame Elektronik. In: TR aktuell 12/2004 o.A.

[12] Computerized clothes – sozusagen computerisierte Kleidung -> Kleidung mit Computer

[13] o.V.:Our clothes are getting smarter. In: Gizmag o.A.

[14] Hartmann..: high-tech-fashion. 2003 S.31

[15] Hartmann..: high-tech-fashion. 2003 S.37

[16] Hartmann..: high-tech-fashion. 2003 S.51

[17] Kirchdörfer, Elfriede…: Smart- Clothes- Technologien für die Bekleidungsind. 2003 S. 27 + 43

[18] Zitat: Stefano Marzano Vorstandvorsitzender Philips Design, NL; Marzano, Stefano: Kommunikationstextilien... In: Textilverdelung 1/ 2 2001 S.8-12

[19] Vorrichtung – Gerät, Apparat, Funktionselement

[20] Stefano Marzano Vorstandvorsitzender Philips Design, NL

[21] Marzano, Stefano: Kommunikationstextilien... In: Textilverdelung 1/ 2 2001 S.8-12

[22] Zitat: Pahl, Carola: Kleidsame Elektronik. In: TR aktuell 12/2004 o.A.

[23] Augmented reality beschäftigt sich eher mit Computeranwendungen im Rahmen von Head Mountd Displays – Brillenartig am Kopf getragenen Displays, die ein virtuelles Bild über die Realwelt legen.

[24] Seipp, Bettina: "2010 sind alle Geräte breitbandig miteinander vernetzt". In: Welt am Sonntag. o.A, o.J.

[25] Hrsg. TNS EMNID, Initi@tive D21: (N)onliner Atlas 2004., www.tns-emnid.com/2004/index.htm

[26] Freyermuth, Gundolf S.: Der große Kommunikator. In: C’t 15/2002 o.A.

[27] Golz, Hans-Georg:Editorial. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung das Parlament. B42/2003. (Hrsg. Bundeszentrale für Politische Bildung - Bpb). Bonn 2003 S.2

[28] Saße, Dörte: Technik im Anzug. In: C’t. 24/2003 o.A.

[29] Gesamter Artikel, ohne schon genannte: Korsten, Ursula: i-wear. In: textile network 3/2003 S.239; Hartmann..: high-tech-fashion. 2003 S.32; Reichwein, Christiane: Avantex – An der Schwelle zu einer neuen Epoche. In Bw 24/2000 S.26; Pahl, Carola: Kleidsame Elektronik. In: TR aktuell 12/2004 o.A.; Saße, Dörte: Technik im Anzug. In: C’t. 24/2003c’t 24/2003 o.A.; Mattke, Sascha; Vasek, Thomas: Die Reale Welt ist der Kunde. In: TR. O.A. oJ.; Garfinkel, Simson (Übersetzung: Schwan, Ben): Wearable Computing für die Massen. In: TR aktuell o.A., o.J.

[30] Prof. Robert E. Newnham, Pennsylvania State University, Materials Research Laboratory beschäftigt sich unter anderem mit smarten Materialien. www.personal.psu.edu/staff/r/e/ren1/

[31] Diaplex - Shape Memory Polyurethan Polymer, www.Diaplex.com; PCM siehe Kap.1

[32] Tensfeldt, Jochen: "Textilien werden zu Hightech Produkten…" In: Textil 2/2003 S.1

[33] Grundmeier, Anne-Marie: Mein Performance Outfit. In: Textil 1/2005S.11f

[34] Quellen für ges. Text:: Hartmann, Wolf D., Ullsperger, Astrid: Smart Clothes In: Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 1999. S.29; Hartmann…: High Tex Fashion (2003) S.28f.; Robers, Felix F.: "Intelligente Textilien". In: DZN Fashion Industry 3/2003 S.50;

[35] Ziegler, Perter-Michael: PC Hautnah. In: C’t 21/2002 o.A.

[36] Korsten, Ursula: i-wear. Gimmicks werden marktfähig. In: textile network 3/2003 S.39

[37] Hartmann, Wolf…: Smart Clothes. In: Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 1999. S.37

[38] S. Mecheels: Methoden zur Funktionalisierung. Smart Textiles - der steinige Weg von der Vision zum marktfähigen Produkt. In: (Programm zur) 43. Chemiefasertagung Dornbirn 2004

[39] www.eecg.toronto.edu (`98); Hartmann, Wolf…: Smart Clothes. In: Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 1999. S.37

[40] Korsten, Ursula: i-wear. Gimmicks werden marktfähig. In: textile network 3/2003 S.39

[41] www.eecg.toronto.edu (`98); Hartmann, Wolf…: Smart Clothes. In: Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 1999. S.37

[42] Böhringer, Andrea: Avantex 2002. In: Textilveredlung 5/6 2002 S.26

[43] Hrsg. Avantex. Messe Frankfurt: Avantex High-tech-Caravan starts „Textile Future Show“. In: Pressemitteilung, Frankfurt 09.2003; oV.: IMB 2003. i-Wear EU-Projekt.. In: Melliand 5/2003 S.454; Barbara Fendt: Avantex - Interdisziplinäre Zusammenarbeit dringend erforderlich. In:Bw 11/02 S.7

[44] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S.11 u. 66; Ziegler, Perter-Michael: PC Hautnah. In: C’t 21/2002 o.A.

[45] Die aktuelle Einstufung in 3 statt 2 Integrationsleveln wurde mir erst nach Festlegung des Titelsbekannt. Allerdings sind kombinative Lsgen im Bereich der SC auch noch visionär/treten kaum auf.

[46] www.scottevest.com; www.mp3blue.de; www.oneilleurope.com; www.burton.com

[47] www.thenorthface.com; www.wealthy-ist.com; Service: Electronic Textiles Charge Ahead. S.910

[48] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S.63; Kirchdörfer, Elfriede…: Smart- Clothes- Technologien für die Bekleidungsind. 2003; kurzfristig – sofort bis einige Monate, mittelfristig – in einigen Monaten, langfristig – in wenigen Jahren.

[49] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S.13

[50] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S.11; Reichwein, Christiane: Avantex – An der Schwelle zu einer neuen Epoche. In Bw 24/2000 S.26

[51] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S.63

[52] Barbara Fendt: Avantex - Interdisziplinäre Zusammenarbeit dringend erforderlich. In: Bw 11/02 S.7; o.V: Lohnstrukturen:Textilwirtschaft 20/2003 S.89

[53] Meechels, Stefan…:Smart Clothes. 2004 S. 7

[54] Barbara Fendt: Avantex - Interdisziplinäre Zusammenarbeit dringend erforderlich. In: Bw 11/02 S.7; Hrsg. Avantex. Messe Frankfurt: Avantex High-tech-Caravan starts „Textile Future Show“. In: Pressemitteilung, Frankfurt 09.2003

[55] Barbara Fendt: Avantex - Interdisziplinäre Zusammenarbeit dringend erforderlich. In: Bw 11/02 S.6, Zitat: Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt GmbH; Service, Robert F.: Electronic Textiles Charge Ahead. In: Science Magazine Vol.301 2003 S.911, Zitat: Robert Kinney, Director for individual protection at the Natick Soldier Center in Massachusetts

[56] Hrsg. Bayern-innovativ: Trends und Perspektiven der Textil- und Bekleidungsindustrie. Studie Oktober 2004

[57] o.V.: Textilindustrie Bayerns Technische Text. im Trend. In: DZN Fashion Industry 4/2003 S.36

[58] www.vdc-corp.com, VDC ist ein Marktforschungs- und Strategieunternehmen, das seit 1971 im Technologiemarkt tätig ist.

[59] Übersetzung aus dem Englischen, echter Wortlaut: “Worldwide Shipment and forecast for „Smart Fabric“ or Interactive Textile Products (Dollars in Millions)”

[60] Broersma, Matthew: Personal Technology. In: CNET.News.Com. o.A. 5.09.2002

[61] Hartmann, Wolf…: PROCOS. In: Jahrbuch für die Bekleidungsindustrie 2003 S.1ff

[62] Shop in Shop System, Markenhersteller bieten ihre Ware auf einem eigenen Terrain, innerhalb eines Kaufhauses oder Geschäftes an.

[63] Marzano, Stefano: Kommunikationstextilien. In: Textilveredelung 1/ 2 2001 S.12

Details

Seiten
306
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783836622271
Dateigröße
12 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226339
Institution / Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg – Design, Medien und Information, Studiengang Bekleidungstechnik
Note
1,0
Schlagworte
smart clothes textil bekleidung elektronik wearable

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Titel: Smart Clothes - Bekleidung mit integrierten oder adaptierten elektronischen Komponenten