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Die wirtschaftlichen Folgen des Agrarprotektionismus der Industrieländer für die Entwicklungsländer

Diplomarbeit 2004 89 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Protektionistische Maßnahmen
2.1 Bedeutung des Agrarhandels – Landwirtschaft
2.2 Freihandel versus Protektionismus
2.3 Außenwirtschaftliche und binnenwirtschaftliche Maßnahmen
2.3.1 Marktzugang
2.3.2 Exportförderung
2.3.3 Interne Stützung

3. Auswirkungen des Agrarprotektionismus auf die Entwicklungs- länder
3.1 Bedeutung des Agrarhandels für die Entwicklungsländer
3.2 Statische Effekte der Agrarprotektion auf Einzelmärkten
3.3 Intersektorale und dynamische Effekte der Agrarprotektion
3.3.1 Rückkopplungseffekte mit anderen Sektoren in den Entwicklungsländern
3.3.2 Ausländische Direktinvestitionen
3.3.3 Entwicklungshilfe
3.3.4 Neue Wachstumstheorie und Rückkopplungseffekte in den Industrieländern
3.4 Ausmaß der Wohlfahrtseffekte anhand Berechnungen der Allge- meinen Gleichgewichtsmodelle
3.5 Exemplarische Darstellung der Auswirkung von Agrarprotektion für ausgewählte Produkte
3.5.1 Baumwolle
3.5.2 Zucker

4. Liberalisierungsmaßnahmen – Protektionsabbau
4.1 Ergebnisse der Uruguay-Runde
4.2 Entwicklungen im Rahmen der Doha-Runde

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis:

Abb. 1: Entwicklung des Wachstums der Weltexporte und des BIP seit 1950, 1950 = 100, konstante Preise

Abb. 2: Zolleskalation für verschiedene verarbeitete Produkte der USA, 2000

Abb. 3: Gemeldete inländische Stützungen (1999) und Exportsub- ventionen (1998), in Mio. US $

Abb. 4: Nettoexportländer

Abb. 5: Nettoimportländer

Abb. 6: Handelsstatuswechsel

Abb. 7: Politikinduzierte Preisinstabilitäten auf dem Weltmarkt

Abb. 8: Jährliches Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes pro Kopf in %

Abb. 9: Farm Bill 2002: Dreifach Sicherheitsnetz

Abb. 10: EU-Quotensystem (Angaben in Mio. Tonnen für das Jahr 2001)

Tabellenverzeichnis:

Tab. 1: Ausgewählte EU-Zollsätze (in %) der Trade Policy Review in 2002

Tab. 2: Dynamische Wohlfahrtsgewinne in Mrd. US $ zum Jahr 2015

1. Einleitung und Problemstellung

Der Agrarprotektionismus ist in den Industrieländern stark ausgeprägt, da der Agrarsektor zur Bewahrung der Nahrungssicherheit eines Landes als besonders schutzwürdig herausgestellt wird und deswegen gegen äußere Einflüsse des Weltmarktes abgeschirmt werden soll. Dieses führt nicht nur zu starken Verzerrungen auf dem Weltmarkt, sondern hat auch im Einzelnen erhebliche Auswirkungen auf die Agrarsektoren und die Volkswirtschaften in den vom Protektionismus der Industrieländer betroffenen Entwicklungsländern. Der Konflikt, der sich aus den unterschiedlichen Interessen und Ausgangslagen der WTO-Mitgliedsländer ergibt, ist im Rahmen der 5. WTO-Minister-konferenz in Cancún (Mexiko) im September 2003 deutlich geworden und zeigt auch fast 10 Jahre nach den ersten Liberalisierungsmaßnahmen in der Uruguay-Runde (1986-1994) die Aktualität und Brisanz des Agrarprotektionismus auf. Da es sich im Agrarsektor um globale Märkte mit hoher Finanzkraft handelt, von der die Zukunft der Welternährung in großem Umfang abhängt, erhält ein von den beteiligten Ländern getragener Konsens höchste Bedeutung.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Agrarprotektionismus, besonders von den Industrieländern ausgehend, in seiner Vielschichtigkeit, zu erläutern und somit die Situation auf den Weltagrarmärkten zu verdeutlichen. Es soll eine Antwort auf die Frage gegeben werden, welche Auswirkungen der Agrarprotektionismus auf den Landwirtschaftssektor und darüber hinausgehend auf andere Sektoren in den Entwicklungsländern hat. Zur Verdeutlichung der Auswirkungen wird aufgezeigt in welchem Ausmaß weltweit per Saldo, aber auch für verschiedene Gruppen bzw. Regionen durch den Protektionismus Wohlfahrtseinbußen entstehen. Anhand zweier Beispiele wird die Problematik des Agrarprotektionismus für bestimmte Länder veranschaulicht. Anschließend sollen die bisherigen Schritte im Liberalisierungsprozess und damit die Maßnahmen gegen den Protektionismus im Agrarsektor verdeutlicht werden.

Um sich der Komplexität des Themas angemessen zu nähern ist die Arbeit nach folgendem Aufbau strukturiert: In Kapitel 2 werden die protektionistischen Maßnahmen im Agrarsektor erläutert. Zunächst wird auf die allgemeine Bedeutung des Agrarhandels und der Landwirtschaft eingegangen. Nach einer Gegenüberstellung von Protektionismus und Freihandel werden außen- und binnenwirtschaftliche protektionistische Maßnahmen im Bereich des Marktzugangs, der Exportförderung und der internen Stützung im Agrarsektor dargestellt. Dabei konzentriert sich die Ausführung exemplarisch auf die Strategien der EU und der USA.

Im 3. Kapitel wird von der Perspektive der Entwicklungsländer ausgegangen und es werden die Auswirkungen des Agrarprotektionismus auf die Entwicklungsländer analysiert. Hierbei wird nach der Darstellung der besonderen Bedeutung des Agrarhandels für diese Länder zwischen den einerseits statischen Effekten der Agrarprotektion auf Einzelmärkten, bezogen auf den Agrarsektor, und andererseits den intersektoralen sowie den dynamischen Effekten der Agrarprotektion unterschieden. Bei der statischen Betrachtung wird besonders auf die Wohlfahrtseffekte für die Konsumenten und Produzenten eingegangen, während bei der dynamischen Betrachtung die langfristigen Auswirkungen in den Entwicklungsländern thematisiert werden. Der nächste Abschnitt befasst sich mit Quantifizierungen der Wohlfahrtseffekte, die aus einer Liberalisierung der Weltagrarmärkte resultieren würden. Sie werden anhand von statischen und dynamischen Berechnungen vorgestellt. Schließlich wird der Agrarprotektionismus für ausgewählte Agrarprodukte näher erläutert und die Auswirkungen für die betroffenen Entwicklungsländer dargestellt. Dabei wird beim Beispiel Baumwolle besonders der Protektionismus der USA und die Auswirkungen auf bestimmte afrikanische Länder berücksichtigt, während im Fall Zucker speziell die Zuckermarktordnung der EU und ihre Auswirkungen auf verschiedene Entwicklungsländer erläutert wird.

Das 4. Kapitel beschäftigt sich mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen zur Agrarprotektion im Rahmen der WTO-Liberalisierungsrunden. Dabei werden zunächst kurz die Ergebnisse der Uruguay-Runde erläutert, wonach schließlich auf die momentanen Entwicklungen im Rahmen der Doha-Runde eingegangen wird.

Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse und einen Ausblick auf zukünftige mögliche Entwicklungen.

2. Protektionistische Maßnahmen

2.1 Bedeutung des Agrarhandels – Landwirtschaft

Der Welthandel ist ein bedeutender Motor für das wirtschaftliche Wachstum. Der Industriesektor hatte in den letzten 50 Jahren einen Hauptanteil daran. Während der Industriegüterhandel in verschiedenen GATT-Runden kontinuierlich liberalisiert wurde[1], blieb der Handel mit Agrarprodukten von den multilateralen Liberalisierungsvereinbarungen bis zum Ende der Uruguay-Runde (1994) nahezu ausgeschlossen. Diese konsequente Abschottung auf den

Agrarmärkten hat folglich zu einem unterproportionalen Wachstum des Agrarhandels geführt, wie auch der folgenden Grafik zu entnehmen ist.

Abb. 1: Entwicklung des Wachstums der Weltexporte und des BIP seit 1950, 1950 = 100, konstante Preise

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: OECD, (2001), S. 15.

Die besondere Stellung des Agrarhandels liegt in seiner Eigenart als außergewöhnlicher und sensibler Wirtschaftssektor begründet, denn kaum ein anderer Wirtschaftssektor ist so stark mit wirtschaftlichen, politischen und nicht-wirtschaftlichen Interessen beladen wie die Landwirtschaft. Dieses gilt sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer, in denen die Landwirtschaft zwar gesamtwirtschaftlich nur noch eine geringe Rolle spielt, politisch aber nach wie vor eine Schlüsselstellung innehat.

Die Hauptfunktion der Landwirtschaft ist die Herstellung von Nahrungsmitteln zur Versorgung der Bevölkerung. Sie erfüllt somit ein elementares Grundbedürfnis und wird daher als besonders schutzwürdig erachtet. Auch die speziellen Produktionsstrukturen der Landwirtschaft begründen die Sonderrolle des Agrarsektors. So sind landwirtschaftliche Erträge in hohem Maße von Klima, Wetterschwankungen und Bodenverhältnissen abhängig. Saisonale Angebotsschwankungen und eine inflexible Nachfrage können leicht Preisinstabilitäten verursachen. Um demgegenüber die Preise und darüber die Einkommen der Bauern stabil zu halten, kommt es in diesem Bereich eher zu Schutzmaßnahmen und Reglementierungen als im Industriegüterhandel.[2]

Darüber hinaus wird von den Industrieländern[3] der multifunktionale Charakter der Landwirtschaft betont. Danach formen die Agraraktivitäten die Landschaft, stellen Umweltvorteile zur Verfügung – wie die Bodenerhaltung, die nachhaltige Nutzung von erneuerbaren natürlichen Ressourcen und die Erhaltung der Biodiversität – und fördern des Weiteren die sozioökonomische Lebensfähigkeit vieler ländlicher Gebiete, womit gemeint ist, dass die Landwirtschaft neben der Güterproduktion auch sicherheits-, siedlungs-, umwelt- und sozialpolitischen Zwecken dient, welche von den Industrieländern als weitere Argumente für die Schutzwürdigkeit dieses Sektors angeführt werden.[4]

So kommt es, dass die Landwirtschaft eine Sonderrolle in fast allen inter- nationalen Handelsabkommen einnimmt und besonders im Agrarbereich eine protektionistische Strategie verfolgt wird. Bevor näher auf die einzelnen protektionistischen Maßnahmen im Agrarhandel eingegangen wird, sollen zunächst die gegenläufigen Positionen von Freihandel und Protektionismus anhand ihrer Definitionen dargestellt werden.

2.2 Freihandel versus Protektionismus

„Der Handel auf dem Weltmarkt wird von den Gegenpolen des Weltfreihandels und des Protektionismus geprägt.“[5]

Unter Freihandel versteht man einen von staatlichen Eingriffen unbehinderten Welthandel.[6] Die Idee eines Weltfreihandels wurde besonders durch die Arbeiten von Adam Smith (1723-1790), David Ricardo (1772-1823) und John Stuart Mill (1806-1873) hervorgehoben. Seine Ziele sind, durch Außenhandel eine Verbesserung der Versorgungssituation der beteiligten Länder und dadurch eine Wohlfahrtssteigerung herbeizuführen,[7] indem jeder Staat sich auf die Herstellung jener Güter spezialisiert, bei denen ihm Dank seiner Produktionstechnik komparative Vorteile erwachsen. Die Menge an produzierten Gütern, die den eigenen Bedarf übersteigt, wird gegen eine andere Menge von Gütern, bei deren Herstellung für das Land selbst komparative Nachteile entstanden wären, getauscht (Theorie der komparativen Vorteile nach David Ricardo).[8]

Protektionismus dagegen ist eine Politik zum Schutz der inländischen Wirtschaft und umfasst damit sämtliche Maßnahmen, die in den internationalen Leistungsverkehr eingreifen, um die inländische Wertschöpfungsintensität und die inländischen ökonomischen Renten zu begünstigen oder zu stabilisieren.[9]

Als Ausfluss dessen entwickeln die (Industrie-)Länder eine protektionistische Außenhandelspolitik, die sich in der Regel aus gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Zielen ableitet. So wird vor allem im Agrarbereich der Außenschutz darauf gestützt, dass eine ausreichende Selbstversorgung ohne eine geschützte eigene Herstellung für den Krisenfall nicht gewährleistet werden kann. Hinzu kommen stabilitätspolitische Erwägungen wie zum Beispiel der Ausgleich starker Marktschwankungen und die Verhinderung größerer regionaler Arbeits- losigkeit.[10]

Der protektionistische Druck wird insbesondere von Wirtschaftssubjekten provoziert die zu einer Anpassung an einen strukturellen Wandel nicht fähig oder nicht bereit sind. Sie fordern sektorale Schutzmaßnahmen von der Regierung und verlieren somit ihre Wettbewerbsfähigkeit statt in eine andere aufstrebende Branche zu wechseln.

Wenn diese Wirtschaftsubjekte politisch sehr einflussreich sind, setzen sie über Interessenverbände (Lobbies) ihre Partikularinteressen mit dem Ziel, die Einkommensposition der Mitglieder zu halten oder zu verbessern, durch. Dieses hat unweigerlich zur Folge, dass zu Lasten der Verbraucher Renten („Rent-seeking“) angeeignet werden, die nicht am Markt erwirtschaftet wurden, sondern auf staatliche Vergünstigungen zurückzuführen sind.[11] Dieser Lobbyismus gilt insbesondere auch für die Gruppe der Landwirte, die durch einen großen sozialen Zusammenhalt gekennzeichnet ist.

Der Erfolg des Lobbyismus in Bezug auf die Durchsetzung protektionistischer Maßnahmen hat seine Ursache auch in dem Umstand, dass die Politiker mit Blick auf ihre Wähler ohne größeren Widerstand auf die gestellten Forderungen eingehen (Ansatz der Neuen Politischen Ökonomie). Hinzu kommt, dass die vermeintlich positiven Effekte der Schutzmaßnahmen vom Wähler leicht zu erkennen sind, die negativen Effekte jedoch verborgen bleiben, weil sie sich erst mit zum Teil zeitlichen Verzögerungen auf die gesamte Wirtschaft verteilen. Das kurzfristige Kalkül wird bevorzugt und verdrängt die auf einen längerfristigen Blickwinkel gerichtete Vernunft.[12]

2.3. Außenwirtschaftliche und binnenwirtschaftliche Maßnahmen

Im Bereich des Agrarhandels hat der Protektionismus in Form von außen- und binnenwirtschaftlichen Maßnahmen Gestalt angenommen. Im Einzelnen berühren die protektionistischen Maßnahmen die Bereiche Marktzugang, Exportförderung und interne Stützung, wie nachfolgend unter Heranziehung von Beispielen aus den USA und der EU gezeigt wird.

2.3.1 Marktzugang

Der Marktzugang kann durch tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse beschränkt werden.

Tarifäre Handelshemmnisse setzen an den Preisen der international gehandelten Güter an, indem sie einen Keil zwischen dem Weltmarktpreis und dem im Inland zustande kommenden Preis treiben. Es kommt sozusagen zu einer Verzerrung zwischen den Weltmarktpreisen und den im Inland relevanten Güterpreisen.[13] Das bekannteste und älteste Instrument ist der Zoll. Er ist wie eine Steuer auf ein importiertes Gut. Der heimische Preis des importierten Gutes wird durch den Zoll über den Weltmarktpreis angehoben. Dadurch können auch die importkonkurrierenden Produzenten einen höheren Preis erzielen.[14] Zölle verwirklichen zwar die Ziele des Protektionismus, wie den Schutz inländischer Produktionssektoren vor ausländischer Konkurrenz, die Sicherung der Beschäftigung und die Vermeidung oder den Abbau des Leistungsbilanzdefizits. Gleichzeitig kann es jedoch zu gravierenden negativen Wirkungen kommen, da sich durch den Zollschutz die Produktivitätsentwicklung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen geschützten Wirtschaftssubjekte verringert. Des Weiteren kommt es für die Konsumenten des Landes zu höheren Preisen, zu einem Verzicht auf eine optimale Güterversorgung sowie zu einer Verringerung der Konsumentenrente und wahrscheinlich zu Wohlfahrtseinbußen.[15]

Besonders im Agrarbereich sind enorm hohe Zollsätze zu verzeichnen. Auf Agrarprodukte beträgt der durchschnittliche Zolltarif insgesamt 40%[16] im Gegensatz zu den Industriegütern mit 4%.[17] Der durchschnittlich angewandte Zoll in der EU beträgt ca. 22% und in den USA ca. 14%. Diese sind fast drei bis viermal höher als Zölle auf andere Handelswaren.[18] Der Agrarsektor ist besonders durch eine breite Streuung der Zölle und vor allem durch hohe Zollspitzen gekennzeichnet. So können zum Beispiel für verschiedene Agrarprodukte

enorme Unterschiede bestehen, wie in der folgenden Tabelle (Tab. 1) für die EU zu sehen ist. Hierbei fällt auf, dass besonders Milch und Milcherzeugnisse sowie Fleisch und Getreide, aber auch Zuckerwaren mit besonders hohen Zollsätzen geschützt sind, denn hier liegen Zollspitzen von über 100% vor.

Tab. 1: Ausgewählte EU-Zollsätze (in %) der Trade Policy Review in 2002

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: WTO, (2002c).

Der Protektionismus in Form von Zöllen wird nicht nur durch den Zollsatz geprägt, sondern hängt auch vom Verarbeitungsgrad der zu handelnden Güter ab (sog. Zolleskalation): Je höher der Verarbeitungsgrad des Importproduktes ist, desto höhere Zollsätze werden von den Industrieländern gegenüber den Entwicklungsländern verlangt. Diese Eskalation ist wesentlich stärker bei landwirtschaftlichen als bei industriellen Produkten vorzufinden. Das folgende Schaubild zeigt die Zolleskalation der USA für verschiedene Produkte im Vergleich.

Abb. 2: Zolleskalation für verschiedene verarbeitete Produkte der USA, 2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenQuelle: WTO, (2001c), S. 26.

Auch die EU wendet das Prinzip der Zolleskalation an, wie das Beispiel Kakao zeigt: Rohkakao hat eine Zollbelastung von 0%, auf der ersten Verarbeitungsstufe für Kakaobutter dagegen 9% und auf der zweiten Stufe für Kakaomasse immerhin 21%.[19] Für Entwicklungsländer stellt die Zolleskalation ein zusätzliches Hindernis dar, Agrarprodukte mit höheren Wertschöpfungsanteilen auf die Märkte der Industrieländer zu bringen. Durch die mit der Verarbeitung ansteigenden Zölle werden sie auf die Rolle als Rohstoffexporteur festgeschrieben. So wird der Aufbau einer Verarbeitungsindustrie unterminiert und auch die vertikale Diversifizierung entlang der Prozesskette verhindert.[20]

Zu den nichttarifären Handelshemmnissen gehören die mengenmäßigen Beschränkungen, wie z.B. Importkontingentierungen, die im Gegensatz zu Zöllen eine exakte Festlegung des Handelsvolumens erlauben. Allerdings wurde durch das Agrarabkommen (Agreement on Agriculture = AoA) der Uruguay-Runde in diesem Bereich eine Änderung eingeführt. Eine wichtige Maßnahme der Uruguay-Runde bestand darin, dass alle WTO-Mitglieder sich verpflichteten, die Importkontingente in Zölle umzuwandeln (Tarifizierung), um eine bessere Transparenz der Barrieren herbeizuführen. Die Höhe der Zölle sollte dem vorherigen Schutz der nichttarifären Handelshemmnisse entsprechen (Zolläquivalente).[21] Zur Gewährung des Mindestmarktzugangs von 5% kam es in den meisten sensiblen Bereichen zusätzlich zu Zollkontingenten („tariff-rate-quotas“), einer Zwischenstufe aus Zoll und mengenmäßigen Beschränkungen. Dabei werden bis zu einer bestimmten Einfuhrmenge produktweise ermäßigte Zollsätze („in-quota-tariff“) gewährt. Einfuhren, die oberhalb dieser Grenzen liegen sind zwar unbeschränkt möglich, unterliegen aber höheren Zollsätzen („out-of-quota-tariff“), die teilweise prohibitiv und somit eigentlich wie das abgeschaffte Mengenkontingent wirken.[22] Doch auch innerhalb der Quote kann sich ein verstecktes Handelshemmnis verbergen, indem etwa die Quoten vorsätzlich an Anbieter vergeben werden, die z.B. durch stark eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit nicht in der Lage sind das Kontingent voll auszuschöpfen.[23] Außerdem hängen die Marktzugangschancen für Entwicklungsländer meist von der Zuteilung der Quoten ab, wobei tendenziell inländische Produzenten bzw. traditionelle Importeure bevorzugt werden.[24]

Das System des Zollkontingents wird unter anderem von der EU im Rahmen des Zuckersektors genutzt. Hier wird anhand von Quoten die Einfuhr begrenzt, um einen entsprechend hohen Inlandspreis zu halten. Siehe dazu auch die näheren Ausführungen unter 3.5.2.

Weitere nichttarifäre Handelshemmnisse können administrative Vorschriften, wie Sicherheitsstandards und teilweise bürokratische Vorschriften sein. Hier sind besonders bei Agrarprodukten die Gesundheits- und Hygienestandards entscheidend. Diese sind eigentlich zum Schutze der Verbraucher im Importland gedacht. Sie können aber auch gewollt oder ungewollt protektionistische Wirkungen haben oder zumindest für Exporteure vor allem aus Entwicklungsländern ein Hemmnis bilden, an den Märkten in Europa oder den USA zu partizipieren.[25] Darüber hinaus können die Informationsbeschaffung über Normen, Standards sowie Behörden und die möglichen Umstellungen der Produktionsverfahren für Entwicklungsländer extrem schwierig und mit hohen Kosten verbunden sein. Es wurden im Rahmen der Uruguay-Runde bestimmte neue Standard-Abkommen festgelegt. Das SPS (Agreement on the Applica-tion of Sanitary and Phytosanitary) regelt unter welchen Voraussetzungen Handelsbeschränkungen zum Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen erlaubt sind, wobei diese jedoch durch wissenschaftliche Nachweise begründet werden müssen. Des Weiteren wurde das TBT (Agreement on Technical Barriers on Trade) verabschiedet, welches sicherstellen soll, dass technische Regeln und Standards wie Verpackung oder Kennzeichnung keine unnötigen Barrieren darstellen.[26] Allerdings lässt sich feststellen, dass gerade diese Abkommen eine wesentlich höhere Hürde für Entwicklungsländer darstellen als für entwickelte Länder, denn die Regulierungen und festgelegten Standards sind Generalisierungen aus den Industrieländern und erfordern damit einen entsprechend höheren Anpassungsbedarf für Entwicklungs- länder.[27]

Zusätzlich muss erwähnt werden, dass es im Bereich Marktzugang Präferenzabkommen gibt. Diese wirken zwar insofern nicht protektionistisch, als dass sie bestimmten Ländern einen zollfreien Zugang gewähren. Sie beinhalten jedoch meist Ausnahmeregelungen für besonders „sensible“ Güter oder verteilen den Vorteil ungleich auf die bevorzugten Entwicklungsländer. Unter diesen Bedingungen haben Präferenzabkommen für einige Länder nur einen relativ geringen Erfolg. Z.B. sei hier auf das EBA[28] -Präferenzabkommen der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries – LDCs) mit der EU verwiesen. Für die drei wichtigen Produkte Zucker, Bananen und Reis wurden Ausnahmen beschlossen und mehrjährige Übergangsfristen vereinbart.[29]

2.3.2 Exportförderung

Hierunter fallen Exportsubventionen, die zu den besonders beliebten Instrumenten der Außenwirtschaftspolitik gehören. Dabei handelt sich z.B. um Prämien auf die Menge oder den Wert von Exporten, die den Produzenten zugute kommen und wie ein monetäres Geschenk an die ausländischen Konsumenten wirken, da der ausländische Marktpreis durch das höhere Angebot sinkt. Dagegen sind die Exportsubventionen für die inländischen Nachfrager nachteilig, da im Inland ein Preisanstieg durch die Angebotsreduktion erfolgt. Anstelle von Einnahmen wie bei Zöllen kommt es bei Exportsubventionen zu einer Belastung des staatlichen Budgets. Außerdem ist eine Verschlechterung der Leistungsbilanz nicht auszuschließen.[30]

Laut WTO ist es nur 25 Ländern erlaubt, Exportsubventionen für Agrarprodukte anzuwenden.[31] Darüber hinaus ist es verboten, neue Exportsubventionen einzuführen.[32] Aus der folgenden Grafik (Abb. 3) kann man entnehmen, dass besonders die EU ihre Agrarexporte subventioniert. 1998 betrugen die Exportsubventionen der EU 5,835 Mrd. US $ und somit über 90% der weltweiten Exportsubventionen.[33]

Abb. 3: Gemeldete inländische Stützungen (1999) und Exportsubventionen (1998), in Mio. US $.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenQuelle: WTO, (2003a), S. 62.

Im Vergleich zur EU sind die Exportsubventionen der USA mit 147 Mio. US $ im Jahr 1998 verhältnismäßig gering (siehe Abb. 3). Dieses heißt aber nicht, dass die USA wesentlich weniger Unterstützungsleistungen für Exporte an ihre Produzenten erteilen, denn sie wenden vorwiegend eine Förderung mit Hilfe von Exportkrediten an, d.h. es werden Kreditgarantien, Zinserleichterungen und Versicherungsbeihilfen an die Landwirte gewährt. Diese Exportkreditprogramme machen weltweit im Durchschnitt 6,5 Mrd. US $ pro Jahr aus, wobei die USA einen Anteil von ca. 50% hält.[34] Die Effizienz dieser Variante der Exportförderung ist jedoch besonders schwierig zu messen, da man nicht abschätzen kann, inwiefern das Risiko für die Landwirte durch die Förderung reduziert wird.[35] Die EU dagegen benutzt dieses Instrument generell nicht.

Eine weitere Maßnahme der Exportförderung kann die Nahrungsmittelhilfe an Entwicklungsländer sein. Dadurch, dass Überschüsse auf die Märkte der Entwicklungsländer gelangen, kommt es aus der Sicht des Inlandsmarktes zu einer Entlastung des Angebotes. Hierdurch wird ermöglicht, analog zu den Exportsubventionen, den Inlandspreis weiterhin zu stützen.[36] Auf den Märkten der Entwicklungsländer kann es durch Nahrungsmittelhilfe dazu kommen, dass die lokalen Preise absinken und es somit weniger Anreiz zur inländischen Produktion gibt. Im Gegensatz zu den Exportsubventionen sind sowohl die Nahrungsmittelhilfe als auch die Exportkredite bislang keinerlei WTO-Disziplin unterworfen und damit in ihrer Höhe und in ihrem Ausmaß bisher nicht beschränkt.

Die Exportförderungen können dazu führen, dass die Waren sogar zu Preisen unterhalb der ursprünglichen Produktionskosten auf dem Weltmarkt verkauft werden (sog. Dumping). Für die Exportmöglichkeiten der Entwicklungsländer stellt aber besonders diese Maßnahme eine Bedrohung dar, denn im Gegensatz zu Zöllen und Quoten ist das Dumping nicht vorhersehbar und wirkt damit stark verunsichernd.[37]

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich erstens durch die Maßnahmen der Exportförderung die angebotenen Mengen an Agrarprodukten auf dem Weltmarkt vergrößern, was den westeuropäischen und amerikanischen Produzenten zu Gute kommt, und dass zweitens die Preise sinken, zum Nutzen der Nahrungsmittelimporteure. Benachteiligt sind sowohl jene Produzenten, die bei Freihandel einen komparativen Kostenvorteil hätten und somit höhere Marktanteile besitzen würden, als auch die Steuerzahler der EU und der USA, die für die Exportsubventionen letztendlich aufkommen müssen.

2.3.3 Interne Stützung

Im Gegensatz zu den vorherigen GATT-Runden kam es in der Uruguay-Runde erstmals zu einer Berücksichtigung der potentiellen Wirkung binnenwirtschaftlicher Maßnahmen auf den Handel. Die unterschiedlichen Stützungsmaßnahmen wurden anhand eines „Boxen-Systems“ nach ihrem unterschiedlichen Verzerrungsgrad eingeteilt.

Als besonders handelsverzerrend gelten die Maßnahmen in der sog. „ amber box“, denn diese knüpfen direkt an die Produktion landwirtschaftlicher Güter an und haben somit eine unmittelbare Mengenwirkung auf den Märkten.[38]

Zum Einen fallen hierunter die produktgebundenen oder faktorgebundenen Subventionen.[39] Diese stellen meistens eine versteckte Protektion dar, weil sie die inländischen Anbieter begünstigen und somit die Wirkungen für das Ausland nicht unbedingt ersichtlich sind. Kurzfristig haben sie zwar eine ähnliche Wirkung auf die Leistungsbilanz und die Produzentenrente wie Zölle. Es muss jedoch festgehalten werden, dass es langfristig zu internationalen Wettbewerbsverlusten kommen kann. Für Konsumenten sind die Subventionen von Vorteil, da es zu einer Preissenkung kommt und somit eine Erhöhung der Konsumentenrente zu erwarten ist. Von bedeutendem Nachteil ist jedoch, dass es im Gegensatz zu Zöllen nicht zu einer staatlichen Einnahme kommt, sondern eine Budgetbelastung mit sich bringt.[40]

Zum Anderen zählen insbesondere auch Marktpreisstützungen zu dieser Kategorie. Denn hierbei werden Interventionspreise festgelegt, die den Charakter eines garantierten Mindestpreises aufweisen, um eine Fixierung der Inlandspreise herbeizuführen. Zu diesem Preis nehmen die staatlichen Interventionsstellen die ihnen angebotene Menge ab.[41] Die den Produzenten gewährten garantierten hohen Mindestpreise stellen einen starken Anreiz zur Produktion dar, obwohl die Nachfrage zu diesem Preis wesentlich geringer ist. Der entstehende Überschuss muss schließlich anderweitig verwertet werden, so dass er meist auf dem Weltmarkt zu weit geringeren Preisen verkauft wird. Damit entstehen für den Staat entsprechend hohe Interventionskosten.[42] Aus der Grafik (Abb. 3) kann entnommen werden, dass besonders die EU die internen Subventionen und die Marktpreisstützung anwendet, die sich auf insgesamt 47,318 Mrd. US $ belaufen. Aber auch die USA weisen ein analoges Stützungssystem mit Hilfe von Preisstützungen („Loan Deficiency Payments“)[43] und antizyklischen Prämien („Counter Cyclical Payments“)[44] auf.[45] Auch ihr Anteil an den „amber box“- Stützungen ist daher nicht gering.

Die „ blue box“ enthält Stützungen, die an Produktionslimitierungen gebunden sind. Hierbei handelt es sich um Direktzahlungen also Einkommenszuschüsse, die „direkt“ an die Landwirte gezahlt werden und nicht an den Produktpreis gebunden sind.[46] Ein wichtiges Argument für die Direktzahlungen ist die Produktionsneutralität, d.h. es sollten hiermit keine Anreize geschaffen werden, welche die Faktorallokation beeinflussen oder die Produktionsmenge betreffen. Dieser Agrarschutz geht jedoch zu Lasten des Steuerzahlers.[47] Beispiele für Direktzahlungen sind Flächenprämien für Getreide oder auch Rinderprämien sowie Prämien für zeitweise Flächenstilllegungen.

Die „ green box“ -Maßnahmen schließlich enthalten demgegenüber staatliche Subventionen, die nicht oder nur minimale handelsverzerrende Wirkungen haben. Sie sollen zielgerichtet an spezielle Kriterien gebunden und unabhängig von Änderungen in Preisen und der Produktion sein. Hierunter fallen zum Beispiel Unterstützungsleistungen für Agrarumweltprogramme, Investitionsbeihilfen, Infrastrukturmaßnahmen und Leistungen für Forschung und Regionalförderung.[48]

Die Klassifizierung der Stützungsmaßnahmen anhand der Boxen ist wichtig, da nur für die entsprechenden internen Stützungen in der „ amber box“ bisher Reduktionsverpflichtungen bestehen. Auffallend an der Grafik (Abb. 3) ist, dass die EU auch einen großen Anteil an Unterstützungen leistet, die in die „blue box“ fallen, wogegen die USA hauptsächlich Unterstützungsleistungen im Rahmen der „green box“ aufweisen.

Zur Quantifizierung der inländischen Stützung ist durch die WTO der Aggregate Measurement of Support (AMS) eingeführt worden. Nach diesem Konzept ist im Rahmen der WTO-Verpflichtungen ein Abbau der Stützungsmaßnahmen vorzunehmen. Eine Besonderheit besteht aber auch hier durch die „de minimis“-Regelung, denn es wurde festgelegt, dass eine Förderung der Produktion stets erfolgen darf und nicht den Kürzungen unterliegt, wenn sie nicht mehr als 5% des Produktionswertes beträgt. Besonders die USA machen von dieser Regelung Gebrauch, wie man der Grafik (Abb. 3) entnehmen kann (7,435 Mrd. US $). Gerade bei einem hohen Produktionswert können Förderungen von 5% eine beachtliche Wirkung erzielen und den Handel verzerren.

Aufgrund dieser Regelung und der nicht vollständigen Berücksichtigung aller Stützungsmaßnahmen im AMS stellt dieser jedoch keinen geeigneten Indikator dar, um einen Überblick über die gesamten Stützungen im Agrarbereich zu erhalten. Besser eignen sich hierfür die Bewertungsmaßstäbe der OECD wie der PSE (Producer Support Estimate), der CSE (Consumer Support Estimate) und der NPCp (Producer Nominal Protection Coefficient).

Nach dem PSE, der den monetären Finanztransfer von Konsumenten und Steuerzahlern zu den landwirtschaftlichen Produzenten zusammenfasst,[49] ermittelte die OECD für ihre Mitgliedstaaten insgesamt einen Finanztransfer im Wert von 249 Mrd. € für das Jahr 2002.[50] Für den Agrarsektor der EU für 2002 betrug der PSE 106,7 Mrd. € bzw. 36% des Produktionswertes. Im Vergleich zur EU liegt dieser Wert in den USA bei 18%. Damit bezog ein Landwirt in der OECD durchschnittlich 31% seiner Einkünfte als Transfers von Konsumenten und Steuerzahlern.[51]

Der CSE ist ein Indikator der jährlichen Transferzahlungen der Konsumenten von Agrargütern, der mit Hoftor-Werten gemessen wird und durch Agrarpolitikmaßnahmen begründet ist. Hoftor-Werte enthalten noch keine Transport-, Verarbeitungs- und sonstige Kosten.[52] Ein negativer CSE für die EU von -52,7 Mrd. € bzw. -28% zeigt, dass ein großer Anteil der Unterstützung für die Landwirtschaft direkt durch den Konsumenten finanziert wird.[53] Dieses bedeutet, dass die EU-Agrarpolitik für viele Produkte preisstützend wirkt und somit zu höheren Preisen als unter freien Marktbedingungen führt.

Deutlich wird dieses auch anhand des NPCp’s. Der NPCp gibt an, wie weit sich der ab-Hof-Preis (inklusive mengenabhängige Direktzahlungen) von einem auf Grundlage des Weltmarktpreises ermittelten Referenzpreises unterscheidet. Ein NPCp von 1 bedeutet Preisgleichheit.[54] Folgende NPCp-Werte wurden für die EU von der OECD im Jahre 2002 für zum Beispiel Zucker mit 2,32, für Milch mit 1,85 und für Rindfleisch mit 2,94 berechnet.[55] Dieses weist auf eine starke Preisstützung bei diesen Produkten durch die EU-Agrarpolitik hin. In den USA werden besonders Zucker (2,04), Reis (1,87) und Milch (1,74) gestützt.[56]

3. Auswirkungen des Agrarprotektionismus auf die Entwicklungsländer

3.1 Bedeutung des Agrarhandels für die Entwicklungsländer

In Entwicklungsländern sind oft mehr als 70% der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt.[57] Der Agrarsektor nimmt deshalb eine Schlüsselpo-sition in diesen Ländern ein und ist ihr wichtigster Wirtschaftszweig und entscheidender Motor für das Wirtschaftswachstum nicht nur ländlicher Regionen sondern auch über finanzielle und fiskalische Querverbindungen für die gesamte Volkswirtschaft. Der Agrarsektor ist somit von maßgeblicher Bedeutung für die Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern.

In vielen Entwicklungsländern spielen Deviseneinnahmen aus dem Export landwirtschaftlicher Produkte eine herausragende Rolle für die Zahlungs-bilanz. Während zum Beispiel der Anteil der Agrarexporte für die EU nur 9,3% und für die USA nur 9,6% an den gesamten Warenexporten beträgt, stellen sich für einige Entwicklungsländer Abhängigkeiten von oft 50% und mehr der Gesamtexporte dar.[58] Agrarexporte tragen also wesentlich zur Einkommensbildung im Agrarsektor und über die Querverbindungen zum Volkseinkommen insgesamt bei. Charakteristisch für die Agrarexporte vieler Entwicklungsländer ist jedoch, dass nur einige wenige Rohstoffe einen großen Anteil der totalen Exporteinnahmen ausmachen und in vielen dieser Länder sogar eine große Abhängigkeit von nur einem einzelnen gehandelten Rohstoff besteht.[59]

Eine Volkswirtschaft, die also hauptsächlich auf Agrargüter spezialisiert ist, wird wesentlich von strukturellen Veränderungen der Weltagrarmärkte beeinflusst. Eine besondere Problematik ergibt sich für Entwicklungsländer dann, wenn sie mit enormen Preisschwankungen ihrer einzelnen Güter auf dem Weltmarkt konfrontiert werden. Vor allem Güter wie Kaffee, Zucker und Geflügel kennzeichnen sich durch einen hohen instabilen nominalen Preisindex aus.[60] Da aber nicht nur der Agrarsektor, sondern indirekt auch andere Wirtschaftsbereiche davon abhängen, können die Veränderungen schwerwiegende gesamtwirtschaftliche Folgen haben.

3.2 Statische Effekte der Agrarprotektion auf Einzelmärkten

Die starken Verzerrungen in der Agrarpolitik durch protektionistische Maßnahmen wie Zölle, Exportsubventionen und interne Stützungen führen insgesamt zu hohen Kosten in der Weltwirtschaft. Der Weltmarktpreis für Agrarprodukte ist weltweit um 12% unter dem Niveau ohne Agrarprotektion.[61]

Diese Verzerrung wird zu 80% von den Industrieländern verursacht und führt – besonders langfristig gesehen – in den Entwicklungsländern zu schwerwiegenden Folgen.[62] Da sich die Entwicklungsländer durch ihre Heterogenität auszeichnen, müssen die Folgen einer differenzierten Betrachtungsweise unterzogen werden, wofür sich die Unterscheidung der Entwicklungsländer anhand ihrer Nettoaußenhandelsposition in Nettoexport- und Nettoimportländer von Agrarprodukten anbietet.[63]

Für die Nettoexportländer stellen die Zölle und Quoten der Industrieländer die stärksten Handelshemmnisse für den Agrarexport dieser Entwicklungsländer dar. Hierdurch wird der Marktzugang zu profitablen Märkten für ihre Agrarprodukte verwehrt, womit es zu einer eingeschränkten Nachfrage ihrer Exportprodukte kommt, da die Produzenten der reichen Länder Marktanteile zu Lasten der Produzenten aus den Entwicklungsländern erhalten (Importsubstitutionseffekt).[64] Damit stellt sich in den Nettoexportländern ein enormer Verlust der Einkommensgenerierung aus dem Agrarsektor ein. Auch die Zolleskalation wirkt hier beschränkend, da eine Diversifikation der Produktion und damit verbunden eine Wertschöpfung im Entwicklungsland nicht stattfinden kann. Der Export der Entwicklungsländer beschränkt sich infolgedessen hauptsächlich auf Rohstoffe. Auch diese Beschränkung führt zu weniger

Arbeitsplätzen in der für Agrargüter verarbeiteten Industrie und somit zu weniger Einkommen aus dem Agrarsektor insgesamt.

Durch Erhöhung der Nettoexporte aufgrund von Exportsubventionen in den Industrieländern kommt es zu Preisinstabilitäten und zu sinkenden Weltmarktpreisen. Auch dieses führt durch weniger Einnahmen zu einem starken Einkommensverlust und reduzierter Wettbewerbsfähigkeit der Bauern in Entwicklungsländern.[65] Ebenso stellen die internen Subventionen und Marktpreisstützungen einen Anreiz in den Industrieländern dar, die Produktion aufgrund sicherer Zahlungen des Staates zu steigern, so dass es zu Überschüssen kommen kann, die schließlich auf dem Weltmarkt verkauft werden. Die Chance vieler Entwicklungsländer zu exportieren wird minimiert. Insbesondere LDCs sind durch Exportunterstützungen von Industrieländern betroffen. Im Durchschnitt gehören 18% ihrer Exportgüter zu den Gütern, deren Produktion die Industrieländer in ihren eigenen Märkten subventionieren, verglichen mit 3-4% für andere WTO-Länder. Extrem wirken sich die Exportunterstützungen der Industrieländer für die folgenden LDCs aus: Benin, Burkina Faso, der Tschad und Malawi. Hier stehen 60-80% der Exporte im Wettbewerb zu den unterstützten Gütern der Industrieländer.[66]

Eine besondere Rolle für Entwicklungsländer im internationalen Agrarhandel spielt auch das Dumping als mögliche Folge der Subventionspolitik der Industrieländer. Dabei wird wie oben erwähnt die Produktion unter den Entstehungskosten auf den Weltmärkten verkauft. Hierdurch kann sich ein Verlust des Weltmarktanteils für die Entwicklungsländer einstellen, denn die Industrieländer verdrängen mit ihren Exporten die Entwicklungsländer aus Gebieten, die sie zuvor beliefert hatten.[67] Ein bekanntes Beispiel für diese Verdrängung der Exporte eines Entwicklungslandes in einen anderen Markt ist das EU-Rindfleisch-Dumping in Afrika Anfang der 90er Jahre. Wegen der Überproduktion hatte die EU Rindfleisch mit hohen Subventionen exportiert. Insgesamt wurden 70 Mio. britische £ an Subventionen aufgebracht, obwohl der Wert nur 18,9 Mio. £ betrug. Die Exporte der EU nach Westafrika hatten dort die Erzeugerpreise völlig untergraben, da sie ca. 30-50% unter den Preisen für Rindfleisch aus Nachbarländern wie Burkina Faso, Mali oder Niger lagen. Diese Länder waren aber schon seit mehreren Jahrzehnten Lieferanten für Westafrika. Sie haben damit einen wichtigen Markt für ihre Produktion ver-loren und einen Schaden ihrer Wirtschaft erlitten. Dem gleichen Schicksal war zwischen 1993 und 1995 Namibia erlegen, denn durch die Erhöhung der EU-Rindfleischexporte nach Südafrika um 600% wurde der Rindfleischsektor in Namibia erheblich beeinträchtigt.[68]

Durch diese Beschränkungen im Agrarsektor wird also verhindert, dass die Nettoexportländer unter den Entwicklungsländern ihre komparativen Kostenvorteile ausnutzen können. Das sinkende Niveau der Exportpreise führt zu einer Verschlechterung ihrer Terms of Trade und damit nehmen auch immer stärker ihre Importe ab. Des Weiteren werden durch den Verlust ihrer Exporteinnahmen keine Devisen erwirtschaftet, die wiederum für Importe wichtig sind. Was dieses in Bezug auf die inländischen Wohlfahrtseffekte für die Konsumenten und Produzenten eines Nettoexportlandes bedeutet, veranschaulicht die folgende Grafik (Abb. 4), die eine partielle Darstellung ohne eigene Agrarpolitik der Nettoexportländer zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Nettoexportländer

Quelle: analog zu Henrichsmeyer, Witzke, (1994), S. 159, dort Betrachtung einer Liberalisierung.

Durch die Protektion sinkt der Preis von P1 auf P2. Dadurch stellen sich folgende Effekte für die Konsumenten und Produzenten ein. Die Konsumenten generieren durch die Preissenkung eine zusätzliche Konsumentenrente von abcd, die Produzenten dagegen verlieren durch das Absinken eine Produzentenrente von aefd. Damit entsteht letztlich ein Nettowohlfahrtsverlust in der statischen Betrachtungsweise von befc.

Für die Nettoimportländer ist die Protektion und damit die Senkung der Preise dagegen kurzfristig vorteilhaft, da Konsumenten billiger Importgüter beziehen und somit ihre Nachfrage günstiger decken können. Ein Problem stellt sich allerdings für die Produzenten dieser Länder ein, denn sie können nicht mit den niedrigen Preisen konkurrieren und werden daher schneller vom Markt verdrängt, was auch entsprechende Verluste des Staatseinkommens mit sich bringt. Außerdem ist die Volkswirtschaft stets von billigen Importen abhängig. Anhand des folgenden Schaubildes (Abb. 5) (partielle Darstellung, ohne eigene Agrarpolitik der Nettoimportländer) soll dieser Zusammenhang noch näher erläutert werden.

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Abb. 5: Nettoimportländer

Quelle: analog zu Henrichsmeyer, Witzke, (1994), S. 159, dort Betrachtung einer Liberalisierung.

Durch Protektion sinkt der Preis von P1 auf P2. Dadurch stellen sich innerhalb der Nettoimportländer folgende Effekte für die Konsumenten und Produzenten ein. Die Konsumentenrente steigt um die Fläche aefd. Dagegen sinkt die Produzentenrente um abcd. Letztendlich bleibt bei einer statischen Betrachtung ein Nettowohlfahrtsgewinn von befc. Die Protektion für Nettoimportländer ist also unter statischen Bedingungen von Vorteil.[69]

Darüber hinaus kann es bei nettoexportierenden Ländern durch den Agrarprotektionismus auch zu einem Handelsstatuswechsel kommen, d.h. nettoexportierende Länder können durch die Preissenkung zu nettoimportierenden Ländern werden. Dabei ist nicht genau festzulegen, ob es insgesamt zu einem Wohlfahrtsverlust oder zu einem Wohlfahrtsgewinn kommt. Dieses ist abhängig davon, wie die Ausgangslage ist und wie stark der Preis durch die Agrarprotektion fällt. Die nächste Grafik (Abb. 6) stellt diesen Zusammenhang

näher dar (auch hier wird eine partielle Darstellung ohne eine eigene Agrarpolitik der Entwicklungsländer berücksichtigt).

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Abb. 6: Handelsstatuswechsel

Quelle: analog zu Henrichsmeyer, Witzke, 1994, S. 159, dort Betrachtung einer Liberalisierung.

Der Preis sinkt durch die Protektion von P1 auf P2. Die Konsumentenrente steigt um die Fläche aecd und die Produzentenrente sinkt um die Fläche abfd. Letztendlich stellt sich eine Wohlfahrtsänderung von den beiden Dreiecken cfg und beg ein. Ein Wohlfahrtsgewinn entsteht, wenn die Fläche des Dreiecks beg größer ist als die des Dreiecks cfg, im umgekehrten Falle entsteht ein Wohlfahrtsverlust.

Aber nicht nur das Niveau, sondern auch die Stabilität des Preises kann durch den Agrarprotektionismus beeinträchtigt werden. Zum Einen führen die Exportsubventionen durch zunehmende Mengen auf dem Weltmarkt hierzu, wie bereits oben erwähnt (siehe 2.3.2), zum Anderen kann durch eine Marktpreisstützungspolitik die Preisinstabilität der Weltmarktpreise forciert werden, wie der folgenden Grafik (Abb. 7) zu entnehmen ist.

[...]


[1] Die durchschnittlichen Importzölle für Industriegüter sind von 40% auf 4% in diesem Zeitraum gesunken. Vgl. OECD, (2001), S. 15.

[2] So unterstützen die OECD-Länder ihre Agrarsektoren mit ca. 1 Mrd. US $ pro Tag mittels eines komplexen Geflechts von unterschiedlichen protektionistischen Maßnahmen. Vgl. UNDP, (2003), S. 112.

[3] Dieses geht besonders von den Ländern wie z.B. der EU, Japan, Norwegen und der Schweiz aus, die auch als Multifunktionalisten betitelt werden. Vgl. Hauser, (2003), S. 19.

[4] Vgl. Dhar, Kwa, (2000), S. 6.

[5] Trumm, (2001), S. 47.

[6] Vgl. Sachs, Kamphausen, (1996), S. 125.

[7] Vgl. Dieckheuer, (2001), S. 149.

[8] Vgl. Rose, Sauernheimer, (1999), S. 412.

[9] Vgl. Weck-Hannemann, (1992), S. 11.

[10] Vgl. Trumm, (2001), S. 49.

[11] Vgl. Gerken, (1999), S. 255.

[12] Vgl. Dieckheuer, (2002), S. 11.

[13] Vgl. Gabler, Wirtschaftslexikon, (1997).

[14] Vgl. Gabler, ebenda.

[15] Vgl. Dieckheuer, (2001), S. 170 f.

[16] Dieser Wert umfasst sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer.

[17] Vgl. Gerster, (2002).

[18] Vgl. WTO, (2002c).

[19] Vgl. WTO, (2003e), S. 72.

[20] Vgl. Fritz, (2000), S. 16.

[21] Vgl. Windfuhr, (2002).

[22] Vgl. Hauser, Zimmermann, (2003), S. 19.

[23] Zum Beispiel zeigten Anderson et al., dass der Ausschöpfungsgrad der Quote für Weizen in die EU nur 21% betrug. Vgl. Anderson et al., (2000), S. 27.

[24] Vgl. Fritz, (2000), S. 16.

[25] Vgl. Windfuhr, (2002).

[26] Vgl. Thomas, (2000), S. 90.

[27] Vgl. Fritz, (2000), S. 34.

[28] EBA steht für Everything But Arms (Alles außer Waffen).

[29] Vgl. Windfuhr, (2002).

[30] Vgl. Dieckheuer, (2001), S. 178.

[31] Vgl. WTO, (2003a), S. 19.

[32] Somit sind auch viele Entwicklungsländer beschränkt neue Exportsubventionen einzuführen, ganz abgesehen davon, dass sie meist gar nicht die finanziellen Mittel für die Exportsubventionen aufbringen können.

[33] Besonders stark werden in der EU, laut den gemeldeten Subventionen bei der WTO im WJ 2001/2002, Rindfleisch mit 388,4 Mio. €, Zucker mit 482,8 Mio. € und Milchprodukte insgesamt mit 952,4 Mio. € für den Export unterstützt. Vgl. WTO, (2003c).

[34] Vgl. De Gorter, Ingco, Ruiz, (2003), S. 3.

[35] Vgl. De Gorter, Ingco, Ruiz, ebenda.

[36] Vgl. Rieder, Anwander Phan-Huy, (1994), S. 263.

[37] Vgl. VENRO, (2003), S. 26.

[38] Vgl. WTO, (2002a).

[39] Vgl. De Gorter, Ingco, Ignacio, (2003).

[40] Vgl. Dieckheuer, (2001), S. 179.

[41] Z.B. betrug der Interventionspreis in der EU für Getreide 101 € pro Tonne und für Milchprodukte hier z.B. Butter 3.282 € pro Tonne für 2002/2003. Vgl. OECD, (2003b), S. 135.

[42] Vgl. Henrichsmeyer; Witzke, (1994), S. 197.

[43] Die „Loan Deficiency Payments“ decken die Differenz zwischen dem festgelegten Mindestpreis und dem Weltmarktpreis.

[44] Hierbei handelt es sich um eine Prämie, die gewährt wird, wenn der Erzeugerpreis den Zielpreis unterschreitet. Sie wurden mit der Farm Bill 2002 neu eingeführt.

[45] Vgl. Von Witzke, (2002).

[46] Vgl. WTO, (2002a).

[47] Vgl. Rieder, Anwander Phan-Huy, (1994), S. 263.

[48] Vgl. WTO, (2002a).

[49] Er beinhaltet die Marktpreisstützung und die budgetären Zahlungen. Vgl. OECD, (2003a), S. 42.

[50] Vgl. OECD, (2003b), S. 212.

[51] Vgl. OECD, (2003b), S. 213 f.

[52] Vgl. OECD, (2003a), S. 42.

[53] Vgl. OECD, (2003b), S. 242.

[54] Vgl. OECD, (2002b), S. 20.

[55] Vgl. OECD, (2003b), S. 241.

[56] Vgl. OECD, (2003b), S. 277.

[57] Vgl. Malhotra, (2003), S. 9.

[58] Zum Beispiel bei Ländern wie Belize mit einem Anteil von 86,3%, Paraguay 83,4%, Simbabwe mit 59,6%, sowie Uruguay mit 54,9% sind die Abhängigkeiten extrem. Vgl. WTO, (2003e).

[59] Zum Beispiel werden 83% der Agrarexporte in Burundi nur durch Kaffee, in Burkina Faso 77% sowie im Tschad 71% der Agrarexporte nur durch Baumwolle verdient. Die Daten beziehen sich auf 1997-1999. Vgl. FAO, (2002).

[60] Dieser Index wird gemessen als der Durchschnitt der absoluten Abweichung um einen linearen Trend. Laut FAO betrug er z.B. für Kaffee 25,5, für Zucker 22,4 und für Geflügel 21,4 im Januar 2002. Vgl. FAO, (2002).

[61] Vgl. Diao, Somwaru, Roe, (2001), S. 25.

[62] Vgl. Diao, Somwaru, Roe, (2001), S. 29.

[63] Im Folgenden soll in der Arbeit nur noch der verkürzte Ausdruck von Nettoexport- und Nettoimportländern verwendet werden.

[64] Vgl. Watkins, (2003), S. 24.

[65] Vgl. Hoekman, Francis, Olarreaga, (2002), S. 1.

[66] Vgl. Hoekman, Francis, Olarreaga, (2002), S. 4.

[67] Vgl. Watkins, (2003), S. 24.

[68] Vgl. Dhar, Kwa, (2000), S. 27.

[69] Vgl. Anderson, Tyers, (1993), S. 190. Hier findet eine Untersuchung der Wohlfahrtseffekte für Entwicklungsländer unter Liberalisierung statt.

Details

Seiten
89
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783836621380
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226297
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – 4, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Betriebswirtschaftslehre
Note
2,3
Schlagworte
agrarprotektionismus subvention liberalisierung doha-runde

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Titel: Die wirtschaftlichen Folgen des Agrarprotektionismus der Industrieländer für die Entwicklungsländer