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Management von Sportgroßveranstaltungen

Am Beispiel der Euro 2008 und der Special Olympics 2008 in Innsbruck

Diplomarbeit 2008 170 Seiten

Sport - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit

2 Einzigartigkeit des Sports
2.1 Sportbegriff und Sportnachfrage
2.2 Aktiv- und Passivsport
2.3 Besonderheiten des Produktes Sport
2.4 Sportnachfrage und Nutzenerwartungen
2.5 Besonderheiten sportbezogener Nutzenerwartungen

3 Events
3.1 Event und Veranstaltung
3.2 Eventtypen
3.2.1 Gliederung nach Größe
3.2.2 Gliederung nach Inhalt
3.3 Sportgroßveranstaltungen
3.4 Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen
3.4.1 Soziale und kulturelle Auswirkungen
3.4.2 Ökologische Auswirkungen
3.4.3 Ökonomische Auswirkungen
3.4.4 Multiplikatoreffekte
3.5 Besonderheiten von Sportgroßveranstaltungen
3.6 Divergierende Interessen von Stakeholdern
3.7 Organisationsstruktur in Sportgroßveranstaltungsorganisationen

4 Organisation
4.1 Organisationsbegriff
4.2 Organisation im Rahmen der strategischen Unternehmensführung
4.3 Ziele einer Organisation
4.4 Organisatorische Gestaltungsparameter
4.5 Gestaltungsparameter Arbeitsteilung
4.5.1 Horizontale Arbeitsteilung
4.5.2 Vertikale Arbeitsteilung
4.5.3 Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung
4.5.4 Intrinsische Motivation
4.6 Gestaltungsparameter Koordination
4.6.1 Koordination durch persönliche Weisungen
4.6.2 Koordination durch Programme
4.6.3 Koordination durch Pläne
4.6.4 Koordination durch Selbstabstimmung
4.7 Gestaltungsparameter Konfiguration oder Leitungssystem
4.7.1 Einliniensystem
4.7.2 Mehrliniensystem
4.8 Aufbauorganisatorische Grundmodelle
4.8.1 Funktionale Organisation
4.8.2 Vor- und Nachteile der funktionalen Organisationsstruktur
4.8.3 Divisionale Organisation
4.8.4 Vor- und Nachteile divisionaler Primärstruktur
4.8.5 Matrixorganisation
4.8.6 Vor- und Nachteile der Matrixorganisation

5 Strukturen in Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.1 Organisationskomitees als temporäre Organisationen
5.2 Juristischer Status von Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.3 Lebenszyklen von Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.3.1 Lebenszyklus temporärer Organisationen
5.3.2 Spezifisches Lebenszyklusmodell von Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.4 Unternehmensstrukturen in Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.4.1 Charakteristika von Unternehmenstrukturen in Organisationskomitees
5.4.2 Rolle des Generalsekretärs
5.5 Veränderungen der Unternehmensstrukturen im Lebenszyklus von Sportgroßveranstaltungsorganisationen
5.5.1 Strukturen in der Gründungsphase
5.5.2 Strukturen in der strategische Phase
5.5.3 Strukturen in der operationalen Phase
5.5.4 Strukturen in der Games-Time-Phase
5.5.5 Strukturen in der Abschlussphase
5.6 Venue-Management
5.7 Venuisation

6 Forschungsdesign und Methodik
6.1 Problemzentriertes Interview
6.2 Vorgehensweise
6.3 Auswahl der Stichprobe
6.4 Datenanalyse
6.5 Dokumentenanalyse

7 Empirieteil
7.1 Fallstudie 1: 3. Nationale Olympische Winterspiele von Special Olympics Österreich – INNOK2008
7.1.1 Special Olympics-Bewegung
7.1.2 Special Olympics Österreich
7.1.3 INNOK2008
7.2 Fallstudie 2: UEFA EURO 2008TM HOST CITY INNSBRUCK
7.2.1 UEFA
7.2.2 UEFA EURO 2008TM Host City Innsbruck
7.3 Ergebnisse der problemzentrierten Interviews
7.3.1 Juristische Form einer Sportgroßveranstaltungsorganisation
7.3.2 Lebenszyklus einer Sportgroßveranstaltungsorganisation
7.3.3 Personalentwicklung und Aufgabenbereiche innerhalb der Organisationskomitees
7.3.4 Hierarchieentwicklung
7.3.5 Weitere koordinatorische Maßnahmen
7.3.6 Entwicklung der Entscheidungsfindung
7.3.7 Kommunikations- und Informationsentwicklung
7.3.8 Erfolgsfaktoren einer Sportgroßveranstaltungsorganisation

8 Fazit

9 Literaturverzeichnis

10 Anhangsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kategorisierung von Events nach Größe

Abbildung 2: Vielfalt von Events

Abbildung 3: Prognostizierte Tourismuseffekte der UEFA Euro 2008TM in Tirol

Abbildung 4: Einzelhandelseffekte der EURO2008 in Österreich

Abbildung 5: Kreisläufe zur Stimulierung des Tourismus

Abbildung 6: Multiplikative Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen

Abbildung 7: Stakeholder bei Sportgroßveranstaltungen

Abbildung 8: Kategorien von Organisationsbegriffen

Abbildung 9: Problemfeld der Spezialisierung und Produktivität

Abbildung 10: Instrumente der organisatorischen Koordination

Abbildung 11: Idealtyp des Einliniensystems mit Fayolscher Brücke

Abbildung 12: Idealtyp des Mehrliniensystems

Abbildung 13: Grundmodell der funktionalen Struktur in einer Sportgroßveranstaltungsorganisation

Abbildung 14: Divisionale Struktur in einer Sportgroßveranstaltungsorganisation

Abbildung 15: Sporteventorganisation mit Matrixorganisation

Abbildung 16: Funktionale Struktur in einem nicht gewinnorientierten Verein

Abbildung 17: Lebenszyklus von Organisationskomitees

Abbildung 18: Entwicklung zu integrierten Venue-Teams

Abbildung 19: Organigramm des INNOK2008

Abbildung 20: Interne Gliederung des INNOK2008

Abbildung 21: Austragungsorte mit Sportarten

Abbildung 22: Einsatzteams während der Durchführungsphase im INNOK2008

Abbildung 23: Informationsstruktur und Hierarchie während der Games Time

Abbildung 24: Struktur während der Games-Time-Phase im INNOK 2008

Abbildung 25: Rechtsstruktur zwischen der UEFA und den Host Cities

Abbildung 26: Organigramm der UEFA EURO 2008 TM Host City Innsbruck

Abbildung 27: Organigramm der UEFA EURO 2008TM Host City Innsbruck in der Durchführungsphase

Abbildung 28: Gliederung des Zentralen Organisationskomitees

Abbildung 29: Informationsfluss während der Durchführungsphase

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Durch die Entkörperisierung und die Verkürzung der Arbeitszeit verfügt der Mensch im 21. Jahrhundert über ein so großes Maß an Freizeit, dass Überlegungen angestellt werden müssen, wie sich diese sinnvoll nützen lässt. Vielen erscheint Sport als eine sinnvolle Alternative, die Freizeit aktiv oder passiv zu gestalten. Sportveranstaltungen spielen hier eine wichtige Rolle und sind mittlerweile zu einer bedeutenden und rasch wachsenden Sparte der gesamten Eventindustrie geworden. Der Bedeutungszuwachs von Sportveranstaltungen zeigt sich in der Anzahl und Größe von Sportevents, in der Verkürzung der zeitlichen Abstände und im steigenden Wettbewerb von Städten und Regionen um die Austragung solcher Events.[1]

Der Vergleich körperlicher Leistungsfähigkeit besitzt eine lange Tradition und hat seinen Ursprung in den panhellenischen Spielen der griechischen Antike. Das berühmteste Beispiel dieser antiken Spiele stellen die Olympischen Spiele dar, die 770 v. Chr. zum ersten Mal ausgetragen wurden.[2]

Eine neue Entwicklung besteht darin, dass Sportveranstaltungen heute nicht mehr nur durch die sportliche Betätigung geprägt sind. Sportgroßveranstaltungen sind über den reinen Wettkampf hinausgewachsen und müssen ausgehend von einem thematischen Kern mit unterschiedlichsten attraktiven Inhalten, wie zum Beispiel durch Musik- und Showprogramme sowie durch Eröffnungs- und Schlussfeiern nach ästhetischen Gesichtspunkten zu einem Ganzen gebunden und gestaltet werden.[3]

Einen besonderen Stellenwert unter diesen Sportveranstaltungen genießen Sportgroß-veranstaltungen, die mittlerweile als Investition in eine Stadt oder eine Region verstanden werden können und mit deren Durchführung häufig vielfältige positive Effekte verbunden und erhofft werden. Diese Sportgroßveranstaltungen werden unter anderem als Elemente der Stadtentwicklungspolitik gesehen, die auf weite Teile von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Auswrkungen zeigen sollen. Solche sportlichen Großveranstaltungen lassen sich aber nur durch das Zusammenwirken mehrerer Beteiligter ermöglichen. Dabei stellen sich im Vorfeld viele Fragen, wie deren Zusammenarbeit effizient und erfolgreich gestaltet werden kann.[4]

1.2 Problemstellung und Zielsetzung

Um Sportgroßveranstaltungen erfolgreich durchführen zu können, werden oftmals Organisationskomitees gegründet, die den expliziten Auftrag haben, Sportgroßveran-staltungen strategisch und operativ vorauszuplanen und durchzuführen. Diese Organisationen weisen in mehrerlei Hinsicht Besonderheiten auf.

Sie stellen keine Organisationen im herkömmlichen Sinne dar, weil sie zeitlich befristet sind und das Kriterium der Dauerhaftigkeit, das für alle herkömmlichen Organisationen als Definitionsmerkmal gilt, nicht erfüllen.[5]

Weiters besitzen sie einen eigenen Lebenszyklus, transformieren ihre Struktur oft über Nacht oder vergrößern ihren Personalstatus um 1000%, um nach der Durchführung der Sportgroßveranstaltung wieder auf Normalgröße zu schrumpfen.[6]

Zusätzlich erschwert das Gut Sport durch bestimmte Eigenheiten, auf die speziell Rücksicht genommen werden muss, die Organisation einer solchen Sportgroßveranstaltung. So gilt beispielsweise die Unsicherheit über den Ausgang eines Sportereignisses als wesentliche Erfolgskomponente, die die Produktion dieses immateriellen Produktes erschwert.

Organisationen lassen sich in der Theorie aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Wird der instrumentelle Gesichtspunkt gewählt, so stellt Organisation auch in solch besonderen Organisationen ein Teilsystem der Unternehmensführung dar, um Mittel, Aufgaben, Abläufe und Prozesse in Unternehmen zu koordinieren und die unternehmensinternen Strategien erfolgreich umzusetzen. Organisation steht mit der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens in engem Zusammenhang, kann von dieser nicht getrennt und als entscheidender Erfolgsfaktor aufgefasst werden.[7]

Daraus lassen sich folgende Forschungsfragen ableiten, die in dieser Arbeit beantwortet werden sollen.

- Welche Organisationsformen eignen sich für die Organisation von Sportgroßveranstaltungen?
- Welche typischen Phasen lassen sich in der Organisation von Sportgroßveran-staltungen identifizieren?
- Welche Veränderungen erfahren diese Organisationsformen im zeitlichen Verlauf von Sporteventorganisationen?
- Welche hilfreichen Empfehlungen lassen sich für die Sportmanagementpraxis ableiten? Gibt es bei den untersuchten Praxisbeispielen Strukturen, die von anderen Sporteventorganisationen übernommen werden können?

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, den Themenkomplex der Organisationsstrukturen, der in der Literatur schon zur Genüge diskutiert wurde, mit einen relativ neuen Thema, dem der Sportgroßveranstaltung, in Verbindung zu setzen. Der Autor hofft mit dieser Arbeit einen Einblick in die Dynamiken dieser besonderen Organisationen zu geben, deren Organisationsstrukturen offenzulegen sowie die Veränderung dieser organisationalen Strukturen zu unterstreichen, um ein besseres Verständnis der Organisationsstrukturen von Sportgroßveranstaltungen zu generieren.

1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit

Durch die Zielsetzung und die daraus abgeleiteten Forschungsfragen ergibt sich folgender Aufbau:

Nach der Einleitung gliedert sich die Arbeit in sechs Hauptteile.

Der erste Hauptteil beschäftigt sich mit dem Gut „Sport“ sowie dessen Besonderheiten in der Nachfrage und den Nutzenerwartungen, die in der Austragung von Sportgroßveranstaltungen Rücksicht finden sollen.

Der zweite Hauptteil ist dem Thema „Event“ gewidmet. Bevor auf die Besonderheiten und die Motive, eine Sportgroßveranstaltung auszurichten, eingegangen wird, werden die Grundlagen und Konzepte von Events erläutert.

Der dritte Hauptteil reflektiert die Literatur zur theoretischen Organisationsgestaltung und beinhaltet sowohl die grundlegenden Gestaltungsparameter als auch aufbauorganisatorische Grundmodelle mit deren Vor- und Nachteilen.

Nachdem die gesamten Begrifflichkeiten geklärt sowie die Grundlagen der Organisations-gestaltung in den ersten drei Teilen abgehandelt wurden, werden im vierten Hauptteil Organisationsstrukturen in Organisationskomitees näher betrachtet. Lebenszyklusmodelle werden vorgestellt und anhand von Mintzbergs Typologien die Veränderungen dieser Strukturen im Zeitverlauf analysiert. Weiters wird auf sportgroßveranstaltungsspezifische Besonderheiten, wie das Venue-Management und die Venuisation, eingegangen.

Das Thema soll nicht nur in der Theorie abgehandelt, sondern im fünften Hauptteil anhand zweier Fallbeispiele in Innsbruck, der UEFA EURO 2008TM Host City und des Organisationskomitees der 3. Nationalen Winterspiele von Special Olympics Österreich (INNOK2008), aufgearbeitet werden. Mittels Dokumentenanalyse und Experteninterviews sollen dabei mögliche Lücken zwischen Theorie und Praxis geschlossen werden.

Im abschließenden sechsten Hauptteil werden die theoretischen und praktischen Ausführungen zusammengeführt. Die Bedeutung von Organisationsstrukturen in Sportgroßveranstaltungsorganisationen werden beurteilt und mögliche Implikationen für andere Events abgeleitet.

2 Einzigartigkeit des Sports

2.1 Sportbegriff und Sportnachfrage

Sport ist ein allgemein bekannter Begriff, der vielschichtig interpretierbar ist. Dadurch herrscht in der Sportwissenschaft ein reger Diskurs, was unter dem Begriff „Sport“ zu verstehen ist. So gibt es zahlreiche wissenschaftliche Diskussionen um diesen Begriff und zahlreiche Versuche zu definieren, was unter Sport verstanden wird, beziehungsweise was nicht mehr unter diesen Begriff subsumierbar ist. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass die Motive Sport zu betreiben sehr different sind. Diese Motive reichen vom gesundheitlichen Aspekt über sozialen Kontakt, Spaß und Geselligkeit, die als Leitgedanken des Freizeitsports gelten, bis hin zum Wettkampfsport, der vom Leistungsgedanken geprägt ist. Folgende Beispiele sollen dies verdeutlichen. Sport ist:

- „Das, was jeder unter diesem Begriff versteht.“[8]
- Jedwede Form körperlicher Aktivität, sei sie informal oder organisiert, die das Ziel hat, die körperliche Konstitution und das mentale Wohlbefinden zu verbessern, soziale Kontakte zu knüpfen, und oder der sportliche Wettkampf auf allen Ebenen.[9]
- Ein Begriff, der eine Vielzahl körperlicher Aktivitäten beinhaltet, der im spielerischen Wetteifern, nach klar definierten Regeln und mit spezieller Sportausrüstung in dafür vorgesehenen Sportstätten ausgeübt wird.[10]

2.2 Aktiv- und Passivsport

Während des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Sport zu einem sozialen Phänomen für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Heutzutage gilt Sport aufgrund der zahlreichen positiven Auswirkungen auf Psyche und Physis als eine sinnvolle Alternative, die Freizeit aktiv in Gruppen oder individuell zu gestalten.[11]

Die Gründe, warum Sport in den letzten Jahrzehnten so populär geworden ist, liegen vor allem in sozioökonomische Entwicklungen

Einerseits geht die Arbeitszeit, gemessen an der durchschnittlichen Wochen-, Jahres- sowie Lebensarbeitszeit, immer weiter zurück. Zugleich werden die Menschen durch die fortschreitende Technisierung und die damit verbundenen Anforderungen in der Berufswelt immer weniger körperlicher Belastung ausgesetzt. Das Ausmaß an Freizeit hat mittlerweile jenes an Arbeitszeit überholt.[12]

Weiters wird die Nachfrage nach Sport durch die Tatsache begünstigt, dass immer größere Teile des Einkommens für die Freizeitgestaltung verwendet werden können.[13]

Sport kann sowohl aktiv als auch passiv nachgefragt und konsumiert werden. Dies stellt eine wesentliche Besonderheit des Gutes „Sport“ dar. Wie bei der Nachfrage nach Aktivsport divergieren die Interessen auch beim Passivsport stark und besitzen eine große Spannweite. So können Sportfans ihre Erfahrungen und Emotionen untereinander austauschen, unabhängig, ob sie live im Stadion sitzen oder via Fernsehen dem Wettkampf beiwohnen. Sie können Sport als spannend und entspannend zugleich empfinden. Sie können sich sogar mit den Athleten der jeweiligen Sportart identifizieren, weil sie besondere Spitzenleistungen hervorbringen und Idolcharakter besitzen. Die Nachfrage nach passivem Konsum von Sportereignissen reduzierte sich am Anfang größtenteils auf das Segment des Leistungssports und unterscheidet sich aufgrund des kulturellen Kontextes von Land zu Land. So haben in Österreich die Sportarten Fußball und Skifahren die höchsten Einschaltquoten, während in Tschechien Eishockey und in Schweden Frauenfußball auf Platz eins der TV-Quoten steht.[14] Mittlerweile generiert aber auch der Breitensport achtbare Zuschauerzahlen. Als gute Beispiele dienen diverse Laufveranstaltungen in ganz Österreich, unter die die zahlreichen Volksläufe einzuordnen sind.

2.3 Besonderheiten des Produktes Sport

Das folgende Kapitel soll aufzeigen, inwiefern sich das Produkt „Sport“ von anderen Produkten unterscheidet, und jene Besonderheiten anführen, denen eine bedeutende Rolle für das Management von Sportgroßveranstaltungen zukommt.

Zuerst soll der Begriff „Produkt“ näher definiert werden: Ökonomisch betrachtet umfasst ein „Produkt“ nicht nur materielle, sondern auch immaterielle Güter, wie Dienstleistungsangebote und Verfügungsrechte.[15]

Nun wird aufgezeigt, welche besonderen Eigenschaften des Produktes „Sport“ für das Management von Sportgroßveranstaltungen relevant sind.[16]

- Sport ist immateriell

Sportprodukte sind überwiegend immateriell. Sportevents jedweder Art sind an sich ist nicht tangibel. Jedoch benötigt man zur Austragung und zur Durchführung eines solchen Events materielle Güter. Diese materiellen Güter (z.B. Fußballstadion) dienen letztendlich dem immateriellen Produkt (z.B. Erleben des Fußballmatches).

- Sportkonsument ist nicht Eigentümer der sportlichen Aktivität

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass unabhängig davon, ob Sport aktiv oder passiv ausgeübt wird, der Konsument, aufgrund der immateriellen Gegebenheit des Sports, nicht zum permanenten Eigentümer des Sportproduktes werden kann. Der Zuschauer eines Sportwettkampfs kann durch den Kauf einer Eintrittskarte nicht Eigentümer des Wettkampfs werden.

- Hohes Involvement bei Sportkonsumenten

Zuschauer und Fans aller Sportarten halten sich schnell für Experten, während sie einen sportlichen Wettkampf verfolgen. So mutieren die Zuschauer während eines Fußballmatches alle zu besseren Trainern als der Coach, der eigentlich für diese Tätigkeit vorgesehen ist.

- Subjektive Bewertung von Sportprodukten

Die Bewertung von Sportveranstaltungen erfolgt individuell und ist in hohem Maße subjektiv. Was für den einen höchst unterhaltsam, spannend oder freudvoll goutiert wird, kann von einem andern als langweilig und unangenehm erlebt werden.

- Flüchtigkeit des Sports

Sport ist ein vergängliches Gut. Im Gegensatz zu andern Konsumgütern besteht keine Möglichkeit der Vorratsproduktion oder der Lagerhaltung. So gibt es normalerweise keine Nachfrage nach einem Sportevent, welches einen Tag zuvor stattgefunden hat. Der Leistungserstellungsprozess unterliegt somit einer gezielten Steuerung, um Nachfrage und Angebot ins Gleichgewicht zu bringen. Eine hohe Zeit- und Raumgebundenheit ist die Folge.

- Gleichzeitigkeit von Produktion und Konsumation

Sportkonsumenten finden sich gleichzeitig sowohl in der Rolle des Produzenten als auch in jener des Konsumenten wieder. Der Prozess der Leistungserstellung und der Leistungsverwertung ist zeitlich nicht trennbar. Um einen sportlichen Wettkampf zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen, bracht es sowohl aktiver Spieler als auch Zuschauer. Die Zuschauer stellen laut Mason eine Autorität dar, ohne die „(…)the golden core of the game has no currency“[17] Die Teilnehmer übernehmen bei Sportevents die Rolle des „Prosumers“, einer Wortkombination aus „producer“ und „consumer“. Die traditionelle Trennung von Produktion und Konsumation kann bei Sportprodukten also nicht eingehalten werden.

- Inkonsistenz und Unsicherheit

Ein wesentliches Erfolgsmerkmal von Sportveranstaltungen liegt in der Offenheit des Ergebnisses. Das Gesetz der Transitivität ist im Sport außer Kraft gesetzt und der objektiv Stärkere muss nicht zwangsläufig auch der Gewinner sein. Dies muss daher auch im Management von Sportgroßveranstaltungen Berücksichtigung finden.

2.4 Sportnachfrage und Nutzenerwartungen

Um Sportveranstaltungen erfolgreich durchzuführen, ist es für den jeweiligen Organisator wichtig zu verstehen, warum sich ein Konsument entscheidet, ein Bedürfnis durch Sport zu befriedigen. Der Sportkonsument, sei er aktiver oder passiver Teilnehmer, verfolgt mit seinem Sportengagement bestimmte Ziele und Interessen. Er will durch den Sport bestimmte Nutzenerwartungen erfüllt haben. Die Nachfrage nach Sport leitet sich also aus Nutzenerwartungen ab. Diese Nutzenerwartungen hofft der Konsument durch den Kauf von sportspezifischen Produkten (z.B. Eintrittskarte für eine Sportgroßveranstaltung) erfüllen zu können. Allerdings erwirbt der Sportkonsument mit den sportbezogenen Gütern oder Dienstleistungen noch keinen Nutzen, sondern lediglich Nutzenpotentiale, mit denen er seine Ziele zu verwirklichen versucht.[18] Die Ausschöpfung dieser Nutzungspotentiale ist jedoch in hohem Maße vom jeweiligen Konsumenten abhängig. Aktive Sportler versuchen durch ihre Teilnahme am gleichen Sportevent andere Bedürfnisse zu befriedigen als passive Konsumenten. Sportbezogene Nutzenerwartungen sind also höchst differenziert.

2.5 Besonderheiten sportbezogener Nutzenerwartungen

Sportbezogenen Nutzenerwartungen weisen wiederum eine Reihe von besonderen Merkmalen auf:[19]

- Zukunftsbezogenheit des Nutzens

Der originäre Nutzen kann vom Konsumenten beim Kauf nicht erworben werden, sondern erfüllt sich erst, wenn in weiterer Folge Anstrengungen unternommen werden, diese Nutzenerwartungen zu erfüllen. Der Nutzen erfüllt sich also nicht beim Kauf, sondern muss durch eine Vielzahl weit in die Zukunft reichender Handlungssituationen mit weiterem Aufwand von Zeit, Kraft und Kompetenz erstellt werden. Die entscheidende Arbeit liegt daher beim Konsumenten selbst, der seine gewünschten Erlebnisse selbst produzieren muss. Die Verwirklichung der Nutzenerwartungen ist zudem zum Zeitpunkt des Kaufes risikobehaftet und letzen Endes nur schwer kalkulierbar.

- Fehlen natürlicher Sättigungsgrenzen

Die Nachfrage nach verschiedenen Leistungen des Sports kann immer wieder von Neuem aktiviert und intensiviert werden. Vor allem im Sporteventbereich werden fortwährend Anstrengungen unternommen, um Besuchern besondere Reize anzubieten, für den Aha-Effekt zu sorgen und Erinnerungswerte zu schaffen. Aktivierende Inhalte sollen bleibende Erlebnisse schaffen und müssen stets neu erfunden, erzeugt und schließlich umgesetzt werden, um Langeweile und Gewöhnungseffekten vorzubeugen.[20]

Dies hat zur Folge, dass Sportevents mit weiteren Inhalten angereichert wird, die oft nicht mehr viel mit dem Kernprodukt zu tun haben.

- Differenzierung der Motivkomplexe

Sport ist in der Lage, mehrere Nutzenerwartungen gleichzeitig zufrieden zu stellen. Allerdings ist in jüngster Vergangenheit aufgrund von Individualisierung, Professionalisierung und Kommerzialisierung klare die Tendenz zu erkennen, dass nicht mehr alles gleichzeitig nachgefragt wird. Für Sporteventveranstalter steigt somit die Gefahr eines Misserfolges, wenn die spezifischen Erwartungen der Konsumenten nicht erfüllt werden oder die genauen Motive der Teilnehmer zu wenig bekannt sind.

- Subjektivität der Nutzenerwartungen

Die Subjektivität des Produktes Sport lässt sich auch auf die Nutzenerwartungen übertragen. Das Sportereignis ist für den Einzelnen ein subjektives Erlebnis, das als höchst positiv oder höchst negativ in Erinnerung bleiben kann. Was aber diese spezifische Erinnerung auslöst, ist für jeden Akteur verschieden, besitzt aber entscheidenden Einfluss auf den Erfolg von Sportveranstaltungen.

3 Events

3.1 Event und Veranstaltung

In der Literatur finden sich Autoren, die den Begriff „Event“ vom Begriff „Veranstaltung“

unterscheiden.[21] Durch die großteils synonyme Verwendung der Begriffe „Event“ und „Veranstaltung“ in der deutschen Sprache und durch den einfachen Grund, dass der deutsche Terminus „Veranstaltung“ die häufigste Übersetzung des englischen Begriffs „event“ darstellt, sollen diese Begriffe in der vorliegen Arbeit gleichwertig behandelt und verwendet werden. Anders formuliert bedeutet Event Veranstaltung und umgekehrt. Der Begriff und das Phänomen der Eventisierung[22] schreiten unaufhaltsam voran und führen schließlich dazu, dass am Ende alle Veranstaltungen Events sind.[23]

Die Bezeichnung „Veranstaltung“ beziehungsweise „Event“ stammen aus der Praxis. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es ebenso wie beim Sportbegriff zahlreiche unterschiedliche Auffassungen und Nuancen gibt, was unter dem Begriff „Event“ bzw. „Veranstaltung“ zu verstehen ist. Folgende Beispiele aus der Fachliteratur zeigen das auf:

- Ein Event ist ein einzigartiger Moment, der mit Zeremonien und Ritualen gefeiert wird, um bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen.[24]
- Events sind erlebnisorientierte organisierte Ereignisse und einmalige Veranstaltungen mit hohem Risiko.[25]
- Ein Event ist eine Veranstaltung, durch die Interessierte zu einem bestimmten Zweck an einen bestimmten Ort gelenkt werden sollen.[26]

Unabhängig von der einer Veranstaltung zugrunde liegenden Zielsetzung sind es vier Charakteristika, durch die Events ihre besondere Wirkung erlangen: Einzigartigkeit, Episodenhaftigkeit, Gemeinschaftlichkeit und Beteiligung.[27]

Unter Einzigartigkeit ist zu verstehen, dass es sich um ein Ereignis handelt, das zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort stattfindet und mit nicht alltäglichen Erfahrungen konnotiert ist. Diese Events sind nicht reproduzierbar.

Episodenhaftigkeit bedeutet, dass der Ablauf eines Events einen Spannungsbogen aufweist. Eine Sportveranstaltung hat eine Dramaturgie, mit einem Anfang und einem Ende und einigen Höhepunkten dazwischen.

Gemeinschaftlichkeit entsteht durch das Erarbeiten einer Art Gemeinschaftserlebnisses seitens des Publikums mittels Applaus, Pfeifen und anderen Formen des Bekennens von Interesse oder Desinteresse.

Unter Beteiligung versteht Holzbauer et al., dass die Grenze von Zuschauen und Teilnehmen nicht mehr klar erkennbar ist und verschwimmt.

3.2 Eventtypen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die verschiedenen Veranstaltungstypen zu kategorisieren und zu gruppieren. In der vorliegenden Arbeit stellen die Indikatoren „Größe“ und „Inhalt“ die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale dar. Diese Unterscheidungskriterien sind wissenschaftlich nicht klar definiert und oft unscharf. Dennoch sollen sie an dieser Stelle verwendet werden, um einen Überblick über die verschiedenen Veranstaltungsarten zu bekommen.

3.2.1 Gliederung nach Größe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kategorisierung von Events nach Größe[28]

- Mega-Events

Unter Mega-Events fallen jene Veranstaltungen, die in der Lage sind, ganze Volkswirtschaften zu beeinflussen, und weltweite Medienberichterstattung erfahren. Nur wenige Events sind so groß, dass sie in diese Kategorie eingestuft werden. Großveranstaltungen dieser Dimension sind Olympische Winter- und Sommerspiele, Weltausstellungen und Fußball-Weltmeisterschaften.[29]

Die Höhe an öffentlichen finanziellen Mitteln, die politischen Effekte, intensive TV- Berichterstattung und Investitionen in Infrastruktur mit großen politischen und ökonomischen Auswirkungen auf den Austragungsort sind weitere Indikatoren für solche Mega-Events. Es sind Beispiele für übergreifende, universelle Großveranstaltungen mit internationalem Charakter und sie gelten als unabhängig vom jeweiligen gesellschaftlichen System.[30]

Die Fußball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich ist als drittgrößtes Sportereignis unter dieser Kategorie zu führen.

- Hallmark-Events

Der Begriff „Hallmark-Event“ bezieht sich auf Veranstaltungen, die eng mit einer Region oder einem Austragungsort verknüpft sind und mit diesem assoziiert werden. Es sind dies größere einmalige oder in regelmäßigen Abständen wiederkehrende Events, die primär zum Zweck der Bekanntheitssteigerung, der Imagesteigerung und der Einnahmenerhöhung einer Tourismusdestination dienen.[31] Beispiele für Hallmark-Events sind das Oktoberfest in München, der Karneval in Rio de Janeiro oder die Salzburger Festspiele.

- Major Events

Major Events sind Veranstaltungen, die durch ihre Größe und durch ihre mediale Vermarktung das Potential haben, viele Besucher anzulocken, positive ökonomische Effekte, Image-, Tourismus- und Werbeeffekte zu generieren.[32] Die 3. Nationalen Winterspiele von Special Olympics Österreich können in diese Kategorie subsumiert werden, da die Nationalen Winterspiele von Special Olympics Österreich die größte Behindertensportveranstaltung Mitteleuropas darstellten und durch ihre Austragung ein erhöhtes Tourismusaufkommen und gesteigerte Werbeeffekte für die Stadt Innsbruck entstanden sind.

- Lokale Events

Hierbei handelt es sich um Events kleinerer Größenordnung, durch die unterschiedlichste Zielsetzungen verfolgt werden können. Jedoch sind Spaß, Unterhaltung, Soziales die häufigsten Motive, die in der Literatur angeführt werden, solche Veranstaltungen für ein lokales Publikum auszutragen.[33] Im Laufe der Zeit sind solche Events durchaus in der Lage, an Wichtigkeit, Stellenwert und Größe zu gewinnen, um vom lokalen Event zum Hallmark-Event aufzusteigen.

3.2.2 Gliederung nach Inhalt

Eine weitere Möglichkeit der Kategorisierung besteht darin, die Events nach ihrem Inhalt zu untergliedern. Daraus resultieren nach Allen drei Haupteventtypen, die näher vorgestellt werden sollen: Festivals, Businessevents und Sportevents.[34]

- Festivals

Festivals decken hauptsächlich die kulturelle und soziale Komponente im Eventsektor ab. Festivals sind eine universelle Eventform, mit großer Historie, die der eigentlichen Eventindustrie schon lange vorausgegangen ist.

- Businessevents

Businessevents sind dadurch charakterisiert, dass Menschen mit dem gleichen Ziel, nämlich jenes des Informationsaustausches, zusammentreffen. Darunter fallen Kongresse, Symposien, Tagungen, Seminare und Workshops.

- Sportevents

Sportevents können in allen oben genannten Größendimensionen vorkommen. Die Organisation einer solchen Sportveranstaltung stellt ein übergeordnetes Ziel für viele Sportorganisationen dar. Solche Sportorganisationen reichen vom lokalen Sportclub über regionale Vereine bis hin zum Internationalen Olympischen Komitee.[35]

Generell kann unter einer Sportveranstaltung ein Event verstanden werden, bei dem Teilnehmer gegeneinander antreten und Zuschauer den Wettkämpfen beiwohnen.[36]

Sportevents, wie wir sie in der Sportpraxis vorfinden, weisen also eine breite Streuung in Größe und Form auf. Weiter differenzierende Unterscheidungskriterien können der Veranstaltungszeitraum, der Entstehungsanlass beziehungsweise der originäre Zweck, die Regelmäßigkeit der Veranstaltung, der ökonomische Charakter, der Professionalisierungsgrad der Athleten, die Medienaufmerksamkeit oder die intendierten Ziele sein.[37]

In Abbildung zwei ist die Vielfalt möglicher Events dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Vielfalt von Events[38]

3.3 Sportgroßveranstaltungen

In der vorliegenden Arbeit soll auf Grund der Praxisbeispiele die komplexe Vielfalt an Sportevents auf Sportgroßveranstaltungen reduziert werden. Die Verwendung des Begriffes „Sportgroßveranstaltung“ ist in der Literatur ebenfalls oft unklar. Thöni kritisiert, dass bei vielen Definitionsversuchen lediglich die Effekte im Tourismussektor miteinbezogen werden. Dies hat zur Folge, dass die meisten Definitionen zu kurz greifen.[39] Eine pragmatische Sichtweise auf das Thema „Sportgroßveranstaltungen“ liefern Gans, Horn, Zemann, die Sportgroßveranstaltungen als eine besondere Form von Großveranstaltungen sehen.[40] Roberts erarbeitet Unterscheidungsmerkmale, die Sportgroßveranstaltungen von herkömmlichen Sportevents unterscheiden. Diese sind „(…) discontinuous, out of the ordinary, international and simply big in composition.”[41]

Jährlich werden rund um den Globus mehr als 25.000 Sportveranstaltungen ausgetragen, von denen 300 in die Kategorie der Sportgroßveranstaltung fallen.[42] In Europa gingen 1999 in 15 Ländern der Europäischen Union 77 Weltmeisterschaften und 102 Europameisterschaften über die Bühne.[43] Es ist anzunehmen, dass diese Zahl seit 1999 weiter gestiegen ist.

Sportgroßveranstaltungen sind somit eine wichtige und ständig wachsende Sparte in der Eventindustrie und besitzen zwei Merkmale, durch die sie besondere Bedeutung erlangt haben: einerseits den inhärenten Eventcharakter als erlebnisbezogene Wettkampfinszenierung, der durch den hohen Spannungsgehalt sowie durch die Anteilnahme der Zuschauer getragen wird; andererseits die damit hervorgerufene höhere und wirksamere mediale Aufmerksamkeit gegenüber Veranstaltungen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen.[44]

Die vorliegende Arbeit fußt auf einer funktionsorientierten Begriffsauffassung von Sportgroßveranstaltungen: einerseits, um zwei so verschiedene Sportveranstaltungen, wie sie im Praxisteil untersucht werden, unter dem Dach der Sportgroßveranstaltung zu vereinen; andererseits, um die Merkmale und Eigenheiten in der Organisation dieser Sportgroßveranstaltungen herauszuarbeiten.

Unter Berücksichtigung dieser Problematik werden Sportgroßveranstaltungen vom Autor wie folgt funktional definiert:

Sportgroßveranstaltungen sind Veranstaltungen, die geplant sind und für deren Austragung eigens ein Organisationskomitee gegründet wird, welches längere Zeit im Amt ist und Personen hauptamtliche Tätigkeitsfelder beschert, um die Veranstaltung zu organisieren. Die Zeitspanne von der Gründung des Organisationskomitees bis zum Ende der Sportgroßveranstaltung und der Auflösung des Organisationskomitees beträgt mindestens eineinhalb Jahre.

3.4 Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen

Die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen hat wie gesagt in den letzten Jahren weltweit zunehmende Bedeutung erlangt, was sich sowohl in Zahl als auch Größe dieser Veranstaltungen manifestiert. Mit sportlichen Großveranstaltungen können gleichzeitig mehrere Ziele verfolgt werden.[45]

So werden in Städten immer häufiger Konzepte für Großveranstaltungen entwickelt, nicht nur mit dem Schwerpunkt, die Tourismusnachfrage kurzfristig zu erhöhen, sondern auch als gezielte Elemente in der Stadtentwicklungspolitik.[46]

Aufgrund der Dimension, die Sportgroßveranstaltungen heutzutage annehmen, können diese spätestens seit den wirtschaftlich erfolgreichen Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 als Investition betrachtet werden, die eine Stadt oder eine Region begünstigen kann. Um diese Investition überhaupt tätigen zu können, müssen Sportgroßveranstaltungen oftmals vor der Öffentlichkeit legitimiert und ihre komplexen positiven wie negativen, ihre intendierten sowie ihre möglichen nicht intendierten Auswirkungen einkalkuliert und offen gelegt werden.[47] Je größer das Sportevent, umso größer ist das Potential, positive wie negative Effekte zu erzielen.[48]

Die ökonomischen Auswirkungen solcher Sportgroßveranstaltungen werden in der Literatur am öftesten berücksichtigt, da sie am leichtesten quantifizierbar und in der Lage sind, die Ausgaben einer Sportgroßveranstaltung zu rechtfertigen.[49] Allerdings gibt es außer den ökonomischen Auswirkungen zahlreiche andere Effekte, die berücksichtigt werden müssen.[50] Das wird auch an Hand der Special Olympics 2008 und der UEFA EURO 2008TM in Innsbruck aufgezeigt.

3.4.1 Soziale und kulturelle Auswirkungen

Durch die Austragung einer Sportgroßveranstaltung kann das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Bevölkerung gestärkt werden und soziale Barrieren überwunden werden. Ein Sportgroßevent kann daher durchaus zur sozialen Integration beitragen. So gelang es durch die 3. Nationalen Winterspiele 2008 von Special Olympics Österreich in hohem Maße, Hemmnisse im Umgang mit mental und mehrfach behinderten Menschen abzubauen. Sportgroßveranstaltungen können auch die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohnort oder ihrer Region günstig beeinflussen. So ist es möglich, dass Einwohner Stolz empfinden, dass gerade ihre Region oder Stadt als Austragungsort einer sportlichen Großveranstaltung ausgewählt wurde und im Zentrum des internationalen Interesses steht. Die Möglichkeit, Gastgeber für viele Besucher, Journalisten, Sportler und Fans aus verschiedenen Ländern zu sein, kann die lokale Identität stärken, indem selbstbewusst kulturelle und regionale Traditionen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Darüber hinaus können Sportgroßveranstaltungen die Motivation, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, wecken bzw. steigern. Dieser Effekt ist möglicherweise auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass ein Sportgroßevent nur durch die Anstrengungen vieler verschiedener Gruppen und mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeit abgewickelt werden kann.

Das Knüpfen neuer Freundschaften zwischen Fans, Sportlern, Betreuern und vor allem Volunteers soll ebenso wie emotionale Erinnerungen hier erwähnt werden.

Sportgroßveranstaltungen werden weiters ein völkerverbindender und -vereinigender Charakter zugeschrieben. Das hat sicherlich seine Berechtigung. So trug der Sieg von Kathy Freeman, einer gebürtigen Aborigine, bei den Olympischen Spielen in Sydney 2004 dazu bei, Vorurteile gegenüber dieser ethnischen Minderheit abzubauen.

Allerdings muss dieser Aspekt auch kritisch betrachtet werden. So werden Sportler zum Teil missbraucht und zu Spielbällen der Politiker gemacht, um deren Zielsetzungen zu erreichen. Negatives Verhalten der Teilnehmer – sei es von Besucherseite in Form von gewaltsamen Ausschreitungen oder von Sportlerseite in Form von unfairem Spiel, Tätlichkeiten oder provokanten Aktionen – gehört mittlerweile bei Sportgroßveranstaltungen zum gewohnten Geschäft und hat wenig völkerverbindenden Charakter.

Häufig werden also dem Sport undifferenziert und ohne empirischen Beweis soziale Funktionen zugesprochen, die in der Realität so eindeutig gar nicht existieren.

3.4.2 Ökologische Auswirkungen

Sportgroßveranstaltungen besitzen – unabhängig, ob die Wettkämpfe in freier Natur oder in Gebäuden, innerhalb oder außerhalb von Siedlungen – stattfinden, Auswirkungen auf die Umwelt.[51]

Eine zentrale Komponente bei der Entstehung ökologischer Belastungen spielt der Event bedingte Verkehr sowie das Energie-, Lärm- und Müllaufkommen. Planung und Ausführung der notwendigen Infrastruktur für Sportgroßveranstaltungen belasten das Budget für Gemeinden, Länder und Bund entsprechend, würden jedoch ohne die jeweilige Sportgroßveranstaltung gar nicht in Angriff genommen werden. Sportgroßveranstaltungen bieten also die Möglichkeit, Infrastrukturprojekte zu realisieren, die zu einer nachhaltigen Verbesserung ökologischer Bedingungen führen.

So wurde aufgrund der UEFA Euro 2008TM in Innsbruck die Autobahnausfahrt Innsbruck Mitte gebaut. In weiterer Folge wurden der Kreisverkehr bei der Olympiaworld und die Untertunnelung des Südringens an dieser Stelle realisiert. Auch in anderen Austragungsorten der UEFA Euro 2008TM lassen sich solche hohen Investitionen in die Infrastruktur beobachten, die sich erst zu einem späteren Zeitpunkt amortisieren werden. So wurde beispielsweise in Wien die Linie der U2 bis zum Praterstadion verlängert, um einem Verkehrschaos effektiv entgegenzuwirken. Von diesen Infrastrukturmaßnahmen profitiert die Bevölkerung auch nach der jeweiligen Sportgroßveranstaltung. Deswegen ist es schwer abzuschätzen, inwieweit Investitionen in die Infrastruktur als veranstaltungsbedingt oder nicht veranstaltungsbedingt angesehen werden können.[52]

Der erhöhte Energieverbrauch ist vor allem auf diese Infrastrukturinvestitionen zurückzuführen.

Ebenfalls eine wesentliche Belastung für die Umwelt stellt die eventbedingte Abfallmenge dar. Allerdings bieten solche Herausforderungen auch die Möglichkeit, anhand von Best-Practice-Beispielen im Nachhinein Werbung für den Austragungsort zu betreiben.

Weitere ökologische Belastungen sind die Luftverschmutzung durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und die Lärmbelastung, die mit den Investitionen in die Infrastruktur und dem Fanaufkommen unmittelbar verbunden sind.

3.4.3 Ökonomische Auswirkungen

Durch die Austragung einer Sportgroßveranstaltung sind viele Parteien wirtschaftlich betroffen und können daraus unterschiedlichen wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Im Folgenden sollen die ökonomischen Effekte auf den Veranstalter, die Bevölkerung, auf den Tourismus und Handel sowie die Multiplikatoreffekte untersucht werden.

- Auswirkungen auf den Veranstalter

Dabei handelt es sich um Kosten und Erlöse, die der Veranstalter aufgrund der Durchführung der Sportgroßveranstaltung zu tragen hat beziehungsweise ihm zuströmen. Die Diskussion, ob ein Sportgroßevent erfolgreich war, wird häufig am Finanzierungssaldo aufgehängt, da dieser Einsicht darüber gibt, in welchem Umfang Geldmittel aus öffentlicher Hand zur Finanzierung einfließen mussten.[53]

Einnahmen für den Veranstalter resultieren vor allem aus dem Eintrittskartenverkauf, der Vergabe von Übertragungsrechten, aus Werbe- und Sponsorenverträgen, Merchandising, aus den Einnahmen der Gastronomie sowie aus Zuschüssen öffentlicher Geldgeber, wie der Stadt, dem Land oder dem Bund. Auf der Ausgabenseite stehen Personal und Sachkosten für die Planung und Durchführung der Sportgroßveranstaltung, Kosten für die Leistungen Dritter und Kosten für den Sportstättenbetrieb, den möglichen Aus- und Aufbau dieser Sportstätten und sonstiger Infrastruktur. Bei den Special Olympics 2008 entstand dem Organisationskomitee INNOK2008 ein beträchtlicher Aufwand, weil die Langlauf- und Schneeschuhlaufbewerbe durch massiven Zukauf von Kunstschnee wetterunabhängig gemacht werden mussten. Eine andere Größendimension weist der Aus- und Rückbau des Innsbrucker Tivoli-Neu- Stadions im Zuge der UEFA Euro 2008TM auf, um in einem UEFA- konformen Stadion in Innsbruck Gruppenspiele ausgetragen werden konnten.

- Auswirkungen auf die Bevölkerung

Durch Sportgroßveranstaltungen ist die einheimische Bevölkerung in der Lage, durch private Vermietung von Zimmern oder Parkplätzen zusätzliche Einkommen zu lukrieren. Darüber hinaus entstehen in der Vorbereitung und Durchführung sportlicher Großveranstaltungen zusätzliche Arbeitsplätze. Dies betrifft vor allem die Bau- und Tourismusbranche. Allerdings sind diese Effekte meistens nicht dauerhaft, sondern maximal auf die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitungsphase beschränkt. Je größer die Dimension einer Sportgroßveranstaltung, umso stärker fällt dieser Effekt ins Gewicht. Als exemplarisches Beispiel sollen die Olympischen Spiele 2014 in Sotchi dienen, bei denen die Baubranche Milliardenzuwächse verzeichnen soll. In der Region Krasnodar wurden bereits 230 Übereinkommen und Absichtserklärungen für neue Großprojekte mit einer Gesamtsumme von 23,2 Mrd. US$ unterzeichnet, da die nötige Infrastruktur lediglich rudimentär oder gar nicht vorhanden ist.[54] Diese Wertschöpfungseffekte setzen sich wie folgt zusammen. Beim Bau der Sportstätten und der Infrastruktur werden Baumaterialien gekauft und Arbeiter beschäftigt. Die Einnahmen von Baufirmen werden von den Unternehmen für die entgeltliche Bezahlung der Arbeitskräfte oder anderen Investitionen ausgegeben. Der Lohn der Arbeiter wird wiederum für Konsumgüter und Güter des täglichen Bedarfs aufgebracht, wovon der Einzelhandel profitieren wird. Somit löst die Baubranche eine Kette von Investitions- und Konsumausgaben aus, die auf Sportgroßveranstaltungen zurückzuführen sind. Somit schaffen und erhalten derartige Veranstaltungen Arbeitsplätze.

Neben diesen positiven Begleiterscheinungen gibt es auch negative Effekte. Besonders Negativ wirken sich Preissteigerungen auf die Bevölkerung aus. Heinemann untersuchte die Lebenshaltungskosten während der Zeit der Olympischen Spiele in Barcelona 1992 und stellte eine olympiabedingte Steigerung der Lebenshaltungskosten von 3% fest.[55]

- Auswirkungen auf Tourismus und Handel

Sportgroßveranstaltungen können die Tourismuswirtschaft des Austragungsortes oder der Austragungsregion nachhaltig beeinflussen.

Kurzfristig und auf die Dauer der Veranstaltung beschränkt sind die Einkommenssteigerungen, die durch die Zahl der Athleten, Zuschauer, Betreuer und Journalisten generiert werden.[56] Diese zusätzlichen Einkommen können sich unterschiedlich auf das Beherbergungswesen, die Gastronomie und den Einzelhandel verteilen und fußen je nach Art der Sportgroßveranstaltung vor allem auf den Ausgaben der Zuschauer oder der Athleten und Trainer. Werbekampagnen, deren zentraler Inhalt die Sportgroßveranstaltung darstellt, können im Idealfall dazu führen, dass die Besucher eines solchen Events ihren Aufenthalt in der Austragungsregion verlängern.

Zusätzliches Einkommen im Tourismus und im Einzelhandel entsteht durch die Preissteigerungen infolge der veranstaltungsbedingten Nachfragesteigerung. Wie Abbildung drei übersichtlich darstellt, löst das erhöhte Tourismusaufkommen im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008TM in Tirol eine maximale direkte Wertschöpfung in Höhe von 63,55 Mio. € (Maximumszenario) bzw. 43,21 Mio. € (Minimumszenario)aus.[57]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Prognostizierte Tourismuseffekte der UEFA Euro 2008TM in Tirol[58]

Im Falle der UEFA Euro2008TM erwarteten sich der Handel und die Gastronomie in Innsbruck eine Umsatzsteigerung vor allem während der Zeit der Vorrundenspiele. Im Minimumszenario wird durch die Ausgaben der Stadionbesucher im Rahmen der UEFA EURO 2008TM im Einzelhandel Österreichs ein direkter Wertschöpfungseffekt von 59,5 Mio. € wirksam. Das Maximumszenario ergibt einen Wert von rund 83,5 Mio. €.[59]

Abbildung vier fasst diese Ergebnisse zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Einzelhandelseffekte der EURO2008 in Österreich[60]

Eine Untersuchung von sieben Unternehmen aus verschiedenen Branchen während der Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta zeigte hingegen sehr unterschiedliche Ergebnisse. Nur zwei der sieben untersuchten Organisationen konnten ihre Einnahmen durch die Sportgroßveranstaltung steigern. Allerdings sind bei den fünf weniger erfolgreichen Betrieben beträchtliche Managementfehler aufgetreten, was zu den Misserfolgen geführt hat.[61] Diese Untersuchung soll verdeutlichen, dass Gewinne nicht apriori für sämtliche Unternehmen in der Veranstalterregion erwartet werden dürfen. Die Risiken müssen sorgfältig kalkuliert und bewertet und den Erträgen sowie dem monetären Nutzen gegenübergestellt werden.

Ein weiterer ökonomischer Effekt von Sportgroßveranstaltungen auf den Tourismus besteht in der Ergänzung zum normalen Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr.[62] Bei den Special Olympics 2008 wurde auf diese Weise die schwache Buchungslage zwischen den Weihnachtsferien und den Semesterferien genutzt, um der Tourismusbranche ein zusätzliches Einkommen zu bescheren.

Allerdings beobachtet Thöni diesbezüglich auch negative Effekte einer Sportgroßveranstaltung im Tourismussektor. Als Beispiel nennt er die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien. Im Austragungsjahr reisten weniger Touristen nach Italien als im Vergleichsraum des Vorjahres. Touristen, die sich nicht für sportliche Großveranstaltungen interessieren, können also auch von eventbedingten negativen Effekten abgeschreckt werden.[63]

Andererseits finden sich aufgrund der medialen Berichterstattung über eine Sportgroßveranstaltung die Austragungsorte im Zentrum medialen Interesses wieder und können durch die große Reichweite der Berichterstattung beträchtliche Image- und Werbeeffekte erzielen. Die Sportgroßveranstaltung transportiert medial die regionalen und örtlichen Sehenswürdigkeiten sowie touristische Einrichtungen media. Die Berichterstattung im TV trägt in besonderem Maße dazu bei, Image und Bekanntheit eines Austragungsortes zu steigern, um in weiterer Folge induzierte Nachfrageeffekte hervorzurufen. Die Fußball- Europameisterschaft in Österreich war sicherlich eine attraktive und wirksame Möglichkeit für das Gastgeberland und dessen Austragungsstädte, sich im In- und Ausland zu präsentieren. Österreich bekam die Gelegenheit, sich als Gastgeber von Großereignissen zu profilieren, bestehende oder neu geschaffene Infrastrukturen zu nutzen, Innovationstätigkeiten anzuregen und diese auf internationaler Ebene zu zeigen. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, über die landschaftlichen Reize des Landes und über die Veranstaltungsstädte zu berichten.[64]

Die Motivation, eine bestimmte Tourismusdestination aufgrund einer Sportgroßveranstaltung im Nachhinein nachzufragen, kann nicht nur durch mediale Verwertung, sondern auch durch die Mund-zu-Mund-Propaganda ausländischer Besucher eine Steigerung erfahren.

Abbildung fünf fasst diese beiden Kreisläufe zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Kreisläufe zur Stimulierung des Tourismus[65]

Demnach resultiert aus der Durchführung der UEFA EURO 2008TM ein Anstieg der Nächtigungen in Österreich von minimal 618.900 bei einem erwarteten Verkauf von 70% aller Tickets und maximal 929.210 bei einer Auslastung von 96%, wobei der faktische Wert voraussichtlich nahe an der Maximalvariante zu liegen kommen wird.[66]

An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass auch Effekte in die gegensätzliche Richtung durchaus möglich sind, wenn aufgrund mangelnder Organisation, negativer Berichterstattung oder gewaltsamer Ausschreitungen der Austragungsort in ein schlechtes Licht gerückt wird.

Laut Stettler ist auch nicht nur der erhöhte Bekanntheitsgrad eines Austragungsortes ausschlaggebend, potentielle Gäste dazu zu bewegen, diesen Ort nachzufragen. Andere Faktoren, vor allem die konjunkturelle Entwicklung in den Herkunftsländern der Gäste sowie Veränderungen der Wechselkurse, haben einen größeren und direkteren Einfluss auf die Nachfrageentwicklung.[67]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass insbesondere drei Branchen von Sport-großveranstaltungen profitieren. Mit den größten positiven Auswirkungen können das Baugewerbe, der Tourismus sowie der Detail und Einzelhandel rechnen.

Die Baubranche profitiert durch die Bereitstellung der allgemeinen sowie der sport- und tourismusspezifischen Infrastruktur im Vorfeld einer solchen Sportgroßveranstaltung.

Der Tourismussektor und der Detailhandel profitieren vor allem während sowie je nach Art der Veranstaltung auch kurz vor und nach der Durchführung von der zusätzlichen Nachfrage der Besucher.[68]

3.4.4 Multiplikatoreffekte

Um die gesamtwirtschaftlichen Effekte einer Großveranstaltung zu erfassen, bedarf es einer weiter gefassten Sichtweise, da es nicht genügt, nur die Ausgaben des Veranstalters, staatliche und private Investitionen sowie die Ausgaben der Besucher zu berücksichtigen. Von diesen Ausgaben gehen weitere ökonomische Effekte aus, da die Ausgaben des einen zu einem bestimmten Teil die Einnahmen oder das Einkommen des anderen bedeuten. Da diese Einnahmen zumindest zu einem gewissen Teil wieder ausgegeben werden, werden weitere Einkommen generiert.[69] Die erste wirtschaftliche Aktivität löst eine weitere Folge von Konsumausgaben und Investitionsaufwendungen aus. Bei einem solchen Ablauf wirtschaftlicher Aktivitäten sprechen Ökonomen von sogenannten Multiplikatoreffekten.[70] Diesen positiven Multiplikatoreffekten stehen auch negative gegenüber. Die vermehrte Nachfrage lässt die Preise und damit die Lebenserhaltungskosten für die Bewohner der Region in die Höhe steigen. Dies kann eine sinkenden Nachfrage nach Gütern und Diensten, sinkende Beschäftigung und damit einhergehend ein Abfallen der Produktion zur Folge haben. Abbildung sechs fasst die verschiedenen multiplikativen Auswirkungen zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Multiplikative Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen[71]

Die für die Durchführung der UEFA EURO 2008TM erforderlichen Infrastrukturinvestitionen in den vier österreichischen Stadien (Salzburg, Wien, Klagenfurt und Innsbruck) besitzen einen Umfang von 135,84 Mio. € und haben direkte Wertschöpfungseffekte in der Höhe von 72,4 Mio. € zur Folge. Daraus entsteht ein multiplikativer Wertschöpfungseffekt in Österreich in Höhe von 37,55 Mio., weitere 35,08 Mio. € werden im Ausland wirksam. Der totale Wertschöpfungseffekt der Infrastrukturinvestitionen entspricht der Summe von 154,51 Mio. €, wovon 109,95 Mio. € in Österreich bzw. 44,56 Mio. € im Ausland wirksam werden.[72]

3.5 Besonderheiten von Sportgroßveranstaltungen

Sportevents sind mittlerweile weit mehr als nur organisierte Wettkämpfe von Athleten untereinander. Für Sportgroßveranstaltungen werden eigens Organisationskomitees gegründet, die damit betraut werden, die Sportgroßveranstaltung von Beginn an zu planen und zu organisieren. Sportgroßveranstaltungen besitzen generische Besonderheiten und Risiken, die die Planung, Organisation und Umsetzung durchaus erschweren und auf Organisationskomitees rückwirken können.[73]

So können aufgrund der Größe und Bekanntheit sowie der großen Zuschauerzahl Sportgroßveranstaltungen potentielle Ziele für Demonstranten, Hooligans, Kriminelle und Terroristen darstellen. Dieses Risiko kann zu keiner Zeit gänzlich ausgeschaltet werden, jedoch können durch adäquate Sicherheitsstrategien und Schutzmaßnahmen diese Risken minimiert werden.[74]

Weiters haben Sportgroßveranstaltungen ein unwiderrufliches Anfangs- und Enddatum, die zum Teil Jahre im Voraus fixiert und eingehalten werden müssen, unabhängig von allfälligen Problemen, die während der Vorbereitungszeit auftauchen.

Zu dieser Zeitgebundenheit kommt die Ortsgebundenheit, da die Wettkampfaustragungsorte ebenfalls schon Jahre im Voraus vertraglich fixiert werden. Somit ist die Flexibilität des Organisationskomitees Zeit und Ort betreffend entscheidend eingeschränkt.

Die klimatische Lage und die Witterung sind weitere Risiken, die den Erfolg entscheidend aufgrund der Zeit- und Ortsgebundenheit stören können.

Auf Grund der Einmaligkeit der meisten sportlichen Großveranstaltungen, so auch der UEFA EURO 2008TM und der Special Olympics 2008, gibt es keine zweite Chance; das Ergebnis bei der nächsten Austragung zu verbessern. Das Ergebnis ist einmalig und der Erfolgsdruck, beim ersten Mal bestehen zu müssen, ist im Gegensatz zu manchen herkömmlichen Organisationen bei Sportgroßveranstaltungsorganisationen deutlich verstärkt.[75]

Die Einzigartigkeit einer sportlichen Großveranstaltung hat für das Organisationskomitee und dessen Mitarbeiter noch weitere Folgen. Die Tatsache, dass Organisationskomitees eigens für eine spezifische Sportgroßveranstaltung gegründet werden, macht organisationales Lernen unmöglich. Für das spezifische Sportgroßevent sind keine Erfahrungswerte, Vorgehensweisen und Verhaltensweisen vorhanden. Es können lediglich Kenntnisse aus vorangegangenen ähnlichen Sportgroßveranstaltungen übernommen und angepasst werden. Die Struktur des Organisationskomitees hat auf die speziellen Gegebenheiten des jeweiligen Events Rücksicht zu nehmen. Somit fordern viele Sportgroßveranstaltungen die Gründung neuer Organisationen.[76]

Die Neugründung von Organisationskomitees für die jeweilige Sportgroßveranstaltung macht die Bildung eines dauerhaften Personalstammes unmöglich. Somit arbeiten Personen mit unterschiedlichen Qualifikationen, unterschiedlichem Charakter meistens zum ersten Mal gemeinsam auf ein großes Ziel hin, was die anfängliche Koordination, Zusammenarbeit und Arbeitsaufteilung oftmals erschwert.

Eine weitere Besonderheit von Sportgroßveranstaltungsorganisationen liegt im Verhältnis von hauptamtlichem zu ehrenamtlichem Personal – Volunteers. Als Volunteer werden jene Personen bezeichnet, die freiwillig einer unbezahlten Tätigkeit außerhalb ihrer normalen Arbeits- und Freizeit nachgehen und einer Organisation Nutzen stiften.[77] Die freiwilligen Helfer stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor, gleichzeitig aber auch ein großes Risikopotential für eine Sportgroßveranstaltung dar, da sie das wichtige Bindeglied zwischen Organisationskomitee und Öffentlichkeit sind.

3.6 Divergierende Interessen von Stakeholdern

Wie jedes Unternehmen sind Organisationskomitees von Sportgroßveranstaltungen in multidimensionale Umwelten eingebettet. Die unmittelbare Unternehmensumwelt wird als interne Unternehmensumwelt bezeichnet und umfasst die Organisation mit den Unternehmenszielen, -Strategien, der Unternehmenskultur und -Politik sowie die Menschen, die in der Organisation beschäftigt sind. Als externe Umwelt werden die sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen bezeichnet.[78]

In beiden Umwelten existieren für ein Unternehmen Partner, die in das Event investieren und ein persönliches Interesse daran haben, die Sportgroßveranstaltung erfolgreich abgewickelt zu sehen.[79] Organisationskomitees betreiben großen Aufwand, damit Beziehungen zu externen Partnern oder Stakeholdern aufgebaut und aufrechterhalten werden. Dadurch werden jene Ressourcen akquiriert, die in Eigenproduktion nicht erbracht werden können, jedoch für die Austragung solcher Sportgroßveranstaltungen unabdingbar sind. Unter Stakeholdern versteht man jene Gruppen oder Personen, die die Organisation bei der Erreichung der Ziele beeinflussen oder von dieser beeinflusst werden können. Unter diese breite Definition fallen sowohl formelle Anspruchsgruppen, die große Aufmerksamkeit erfahren, als auch informelle Anspruchsgruppen, die oftmals wenig berücksichtigt werden, die aber ebenfalls großen Einfluss auf den Erfolg einer Sportgroßveranstaltung haben.[80]

Im Gegensatz zu herkömmlichen Organisationen sind bei Sportgroßveranstaltungs- organisationen äußerst viele Stakeholder involviert, die individuell Leistungen fordern und die Rolle vom reinen Konsumenten bis hin zum Mitproduzenten übernehmen können.[81]

In Abbildung sieben sind die verschiedensten Stakeholder bei Sportgroßveranstaltungen zusammengefasst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Stakeholder bei Sportgroßveranstaltungen[82]

3.7 Organisationsstruktur in Sportgroßveranstaltungsorganisationen

Bedingt durch die divergierenden Interessen der Stakeholder und die Notwendigkeit, diesen gerecht zu werden, bedingt durch die Besonderheiten, die das Gut Sport in sich birgt, und bedingt durch die Charakteristika von Sportgroßveranstaltungen sind Sportgroßevents das Resultat von langer und intensiver Planung des Organisationskomitees. Diese Planung umfasst sowohl die Ausarbeitung adäquater Strategien als auch die Wahl der geeigneten Rahmenbedingungen, um die Strategien erfolgreich in Sportgroßveranstaltungsorganisationen umzusetzen. Entscheidend für die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen ist die Wahl der geeigneten Organisationsform, die die Besonderheiten von Organisationskomitees berücksichtigt. Sie stellt ein entscheidendes Mittel zur Koordination von Aufgaben, Abläufen und Prozessen dar.[83]

Toffler prägte den Begriff der pulsierenden Organisation, um Unternehmen mit speziellem Lebenszyklus widerzuspiegeln.[84] Dieser Begriff ist für Organisationskomitees zutreffend, da diese einen speziellen Lebenszyklus haben, ihre Struktur im Vorlauf zur Sportgroßveranstaltung oft verändern, ihren Personalstatus aufgrund von zahlreichen freiwilligen Helfern unmittelbar vor der Austragung vergrößern und nach dem sportlichen Großevent wieder auf Normalgröße schrumpfen. All diese Veränderungen beinhalten beträchtliche Herausforderungen für die Entwicklung und Wahl einer geeigneten Organisationsform und die Erstellung organisatorischer Gestaltungsparameter in solchen Unternehmen.

4 Organisation

4.1 Organisationsbegriff

Das Phänomen der Organisation ist vielfältig und erlaubt im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre zahlreiche unterschiedliche Zugänge. In Abhängigkeit vom verfolgten Erkenntnisinteresse treten verschiedene Aspekte in den Vordergrund.[85] Dies hat einen uneinheitlichen Gebrauch des Begriffes „Organisation“ zur Folge, der sich je nach Verständnis oder Vorstellung von Organisation unterscheidet. In der betriebswirtschaftlichen Theorie finden sich vor allem drei verschiedene Verwendungsvarianten.[86]

- Institutionale Sichtweise

Nach diesem Begriffsverständnis werden Organisation und Unternehmen als Synonyme verstanden. Das Unternehmen ist eine Organisation und wird als soziales Gebilde mit mehreren Mitgliedern angesehen, das ein dauerhaftes Ziel verfolgt, eine formale Struktur aufweist und die Tätigkeiten der Mitglieder zielorientiert koordiniert.[87]

- Funktionale Sichtweise

Hier wird Organisation als jenes Ordnungsmuster verstanden, das durch die Gestaltung des Unternehmens entsteht. Somit steht die Tätigkeit des Organisierens im Vordergrund. Bei dieser funktionalen Definition tritt das Organisieren neben andere betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche wie Planung, Marketing oder Controlling.[88]

- Instrumentale Sichtweise

Der instrumentale Blickwinkel ordnet Organisation als ein Teilsystem der Unternehmensführung unter. Dieses Teilsystem bildet ein Instrument zur Erreichung von Unternehmenszielen.

Abbildung acht gibt einen anschaulichen Überblick über die verschiedenen

Sichtweisen von Organisation.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Kategorien von Organisationsbegriffen[89]

4.2 Organisation im Rahmen der strategischen Unternehmensführung

Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, ist die Organisation ein wichtiges Führungsinstrument und spielt in der strategischen Unternehmensführung eine bedeutsame Rolle, um ein Unternehmen in einer sich rasch verändernden Unternehmensumwelt zu führen und seinen Bestand oder seine Entwicklung zu gewährleisten.[90] Hinterhuber unterscheidet sieben Kerngebiete der strategischen Unternehmensführung: eine unternehmerische Vision, die Unternehmenspolitik, die Strategien, die Unternehmensziele, eine strategiegerechte Gestaltung der Organisation, ein Controllingsystem und die Unternehmenskultur.[91] Diese sieben Kerngebiete der strategischen Unternehmensführung dürfen nicht isoliert betrachtet werden, sondern bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Die frühere These, dass die Formulierung der Strategien und deren Umsetzung zwei voneinander unabhängige Bereiche sind, erweist sich heute also als Fiktion. Wichtig ist zu erkennen, dass Strategie und Organisation voneinander abhängen, interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.[92]

Laut Hinterhuber sind es die Bestimmungsgrößen, die strategischen Geschäftseinheiten, die Geschäftsprozesse, die Unternehmensgröße und die verfügbaren Mitarbeiter, die die Organisationsstruktur bedingen und im Laufe der Zeit großen Veränderungen unterworfen sind.[93] Bei Organisationskomitees von Sportgroßveranstaltungen sind vor allem die Anzahl der Mitarbeiter und die damit einhergehende Unternehmensgröße zentrale Bestimmungsgrößen, die im Lebenszyklus solcher Organisationen vielfältigen Wandlungs-prozessen unterworfen sind und Strukturveränderungen herbeiführen können.

4.3 Ziele einer Organisation

„Ziele sind Aussagen mit normativem Charakter, die einen gewünschten, zukünftigen Zustand der Realität beschreiben. Organisation trägt zur Erfüllung betrieblicher Ziele durch geeignete Strukturierung bei, wobei sie nicht nur auf Organisationsziele gerichtet ist, sondern auch auf Kundenziele und Mitarbeiterziele.“[94]

Olfert, Olfert und Rahn sowie Siedenbiehl liefern folgende Zieldimensionen, die für Sportgroßveranstaltungsorganisationen übernommen werden können.[95]

- Organisationsziele

Unter diesen Zielen sind vor allem die technisch ökonomischen Ziele subsumierbar. Darunter fällt die Produktivität, welche die mengenmäßige Ergiebigkeit der Produktionsfaktoren umfasst, die Wirtschaftlichkeit, die Zukunftssicherung und das Ansehen, welches als Image des Unternehmens immer mehr an Bedeutung gewinnt.

- Kundenziele

Kundenziele sind deswegen von großer Bedeutung, da deren Nichtberücksichtigung die Gefahr in sich birgt, dass das Unternehmen am Markt vorbei organisiert wird und scheitert.

Mögliche Kundenziele beinhalten eine hohe Produkt- oder Dienstleistungsqualität, schnelle Leistungen durch anpassungsfähige Organisationsstrukturen, Berücksichtigung individueller Wünsche sowie die Verfügbarkeit gewünschter Ansprechpartner.

- Mitarbeiterziele

Es geht vor allem darum, die wesentlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter als Zielgrößen organisatorischer Maßnahmen zu erfassen. Darunter fallen in Sportgroßveranstaltungs-organisationen vor allem die Arbeitszufriedenheit, die Konfliktmilderung und das Schaffen ansprechender Aufgabenbereiche.

[...]


[1] Vgl. Allen, 2005, S. 15.; Rohlmann und Schewe 2005, S. 269.

[2] Vgl. Freyer, 2002, S. 1.

[3] Vgl. Wopp und Wehr, 2002, S. 169.

[4] Vgl. Gans, Horn, Zemann, 2003, S. 123.

[5] Vgl. Laske und Meister-Scheytt, 2006, S. 22.

[6] Vgl. Hanlon und Jago, 2004, S. 39 ff.

[7] Vgl. Hungenberg und Wulf, 2004, S. 182.

[8] Freyer, 2003, S. 44.

[9] Vgl. http://www.sport.austria.gv.at

[10] Vgl. Parks, Quarterman, Thibault, 2007, S. 9.

[11] Vgl. Weiß et al., 1999, S. 3 ff.

[12] Vgl. Trosien, 2003, S. 24.; Breidenbach, 2002, S. 5.

[13] Vgl. Heinemann, 1996, S. 112.

[14] Vgl. Lagae, 2003, S. 3.

[15] Vgl. Heinemann, 1996, S. 35.

[16] Vgl. Ebenda, S. 36 ff., Lagae, 2003, S. 5 ff., Freyer, 1991, S. 33 ff.

[17] Mason, 1999, S. 5.

[18] Vgl. Heinemann, 1996, S. 100.

[19] Vgl. Heinemann, 1996, S. 100.

[20] Vgl. Breidenbach, 2002, S. 19

[21] Vgl. Holzbauer et al., 2003, S. 23 ff.

[22] Vgl. Gebhard, Hitzler, Pfadenbauer, 2000, S. 9.

[23] Vgl. Nickel, 1998, S. 5.

[24] Vgl. Goldblatt und Nelson, 2001, S. 181.

[25] Vgl. Holzbauer et al., 2003, S. 1.

[26] Vgl. Inden, 1993, S. 7.

[27] Vgl. Schulze, 2002, S. 23.

[28] Quelle: Allen et al. 2005, S. 12.

[29] Vgl. Ebenda, S. 12.

[30] Vgl. Freyer und Groß, 2002, S. 72.

[31] Vgl. Ritchie, 1984, S. 33.; Hall, 1992. S. 1.

[32] Vgl. Allen et al., 2005, S. 13.

[33] Vgl. Ebenda, S. 14.

[34] Vgl. Ebenda, S.14 f.

[35] Vgl. Chappelet, 2001, S. 4.

[36] Vgl. Goldblatt und Nelson, 2001, S. 183.

[37] Vgl. Freyer, 2002, S. 7.

[38] Quelle: Freyer, 1998, S. 20.

[39] Vgl. Thöni, 1999, S. 346.

[40] Vgl. Gans, Horn, Zemann, 2003, S. 81.

[41] Roberts, 2004, S. 108.

[42] Vgl. www.sportscall.com

[43] Vgl. Chappelet, 2001, S. 4.

[44] Vgl. Kurscheidt, 2002, S. 38.

[45] Vgl. Horn und Zemann, 2002, S. 132.

[46] Vgl. Häußermann und Siebel, 1993, S. 7.

[47] Vgl. Büch, Maening, Schulke, 2002, S. 7.

[48] Vgl. Allen et al., 2005, S. 34.

[49] Vgl. Masterman, 2004, S. 46.

[50] Vgl. Allen et. al., 2005, S. 32 ff.; Zemann, 2005, S. 17 ff.; Goldblatt, 2000, S. 3 ff.; Gans, Horn, Zemann, 2003, S. 86 ff.

[51] Vgl. Schemel und Erbguth, 2000, S. 204.

[52] Vgl. Thöni, 1999, S. 344.

[53] Vgl. Meanning, 1998, S. 312.

[54] Vgl. www.bfai.de

[55] Vgl. Heinemann, 1995, S. 257.

[56] Vgl. Bale, 2003, S. 110 ff.

[57] Vgl. SPEA, 2008, S. 300.

[58] Quelle: Ebenda, S. 301.

[59] Vgl. Ebenda, S. 185.

[60] Quelle: Ebenda, S. 186

[61] Vgl. Allen et al., 2005, S. 40.

[62] Vgl. Getz, 2005, S. 7.

[63] Vgl. Steiner und Thöni, 1995, S. 151.

[64] Vgl. Spea, 2008, S. 155 ff.

[65] Quelle: Vgl. Preuß und Messing, S. 115.

[66] Vgl. SPEA, 2007, S. 8.

[67] Vgl. Stettler, 2000, S. 29.

[68] Vgl. Stettler, 2000, S. 29.

[69] Vgl. SPEA, 2005, S. 10.

[70] Vgl. Heinemann, 2005, S. 259 ff.; SPEA, 2005, S. 11 f.

[71] Quelle: Heinemann, 1995, S. 260.

[72] Vgl. SPEA, 2007, S. 6.

[73] Vgl. Bergeri et al., 2005, S. 7.

[74] Vgl. Getz, 2005, S. 284 ff.

[75] Vgl. Holzbauer et al., 2003, S. 1.

[76] Vgl. Getz, 2005, S. 192.

[77] Vgl. Farand und Chanavat, 2006, S. 21.

[78] Vgl. Senior, 1997, S. 19.

[79] Vgl. Chappelet, 2001, S. 4.

[80] Vgl. Freeman, 1984, S. 46 f.

[81] Vgl. Bergeri et al., 2005, S. 35.

[82] Quelle: Ebenda, S. 35.

[83] Vgl. Hungenberg und Wulf, 2004, S. 182.

[84] Vgl. Toffler, 1990, S. 1.

[85] Vgl. Frese, 2005, S. 20.

[86] Vgl. Olfert und Rahn, 2005, S. 18.

[87] Vgl. Dillerup und Stoi, 2006, S. 428.

[88] Vgl. Ebenda, S. 429.

[89] Quelle: Vgl. Schulte- Zurhausen, 2005, S. 1.

[90] Vgl. Bea, 2005, S. 2 ff.

[91] Vgl. Hinterhuber, 2004a, S. VI.

[92] Vgl. Grant, 2007, S. 198 f.

[93] Vgl. Hinterhuber, 2004b, S. 53.

[94] Olfert, 2006, S. 29.

[95] Vgl. Olfert, 2006, S. 29 ff.; Olfert und Rahn, 2005, S. 32 ff.; Siedenbiehl, 2001, S. 8 ff.

Details

Seiten
170
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836621021
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226276
Institution / Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Note
2,0
Schlagworte
sportgroßveranstaltung eventmanagement lebenszyklus europameisterschaft special olympics

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Titel: Management von Sportgroßveranstaltungen