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Prostitution und Psyche

Diplomarbeit 2008 73 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Prostitution gilt im Volksmund als das ‚älteste Gewerbe der Welt‘ und sie kommt praktisch in allen Kulturen vor. Über die Jahrhunderte hinweg wurden die Frauen, die ihren Körper verkaufen, bewundert und zugleich verachtet und stets wurden sie voyeuristisch beäugt. Wenn man Begriffe wie Hure, Dirne oder Prostituierte hört, verbindet man diese automatisch mit klischeehaften Vorstellungen von etwas Unsittlichem oder etwas Erotischem. Da Prostituierte eine Randgruppe der Gesellschaft bilden, wird meist auffällig schnell über sie geurteilt. Die vorliegende Diplomarbeit ‚Prostitution und Psyche‘ beleuchtet einzelne Aspekte des Gefühlslebens von Prostituierten selbst und soll für diese Thematik sensibilisieren.
Das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten (Prostitutionsgesetz – ProstG) vom 20. Dezember 2001, trat am 01. Januar 2002 in Deutschland in Kraft. Seitdem gilt Prostitution nicht mehr als sittenwidrig, explizit unter Verbot stand diese jedoch auch zuvor nicht. Prostitution wird seit 2002 offiziell als Dienstleistungsgewerbe anerkannt. Das Prostitutionsgesetz soll die rechtliche Stellung von Prostituierten verbessern, den betroffenen Frauen steht eine Sozialversicherung zu, und sie können bei Bedarf den vereinbarten Preis einklagen, falls sich ein Kunde zahlungsunwillig zeigt. In den Niederlanden wird mit dem Thema Prostitution offener und selbstverständlicher umgegangen. Dieses wird dadurch ersichtlich, dass Arbeitsämter aktiv Stellen als Prostituierte vermitteln und es drängt sich die Vermutung auf, dass es mittlerweile als gewöhnliche und zumutbare Arbeit betrachtet wird. Währenddessen zeigt sich Schweden rigoros bei der Bekämpfung von Prostitution: Diese ist seit 1999 verboten. Sowohl die Niederlande als auch Schweden beziehen klar Stellung zu dieser politisch gern missachteten Angelegenheit. In welche Richtung bewegt sich Deutschland? Wurde mit der gesetzlichen Legalisierung ein falsches Zeichen gesetzt? Im Zuge einer Verbesserung der Lebensumstände von Prostituierten, wurde die Prostitution als solche parallel legalisiert und somit anerkannt. Wird die Agentur für Arbeit in Kürze Stellenangebote als Prostituierte für Arbeitssuchende vermitteln?
Im Rahmen meiner Diplomarbeit möchte ich aufzeigen, welche psychischen Folgen die Prostitutionsarbeit nach sich ziehen kann, welche Situationen als seelisch belastend empfunden werden und wie die Betroffenen mit den Problemsituationen umzugehen versuchen. […]

Details

Seiten
73
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836620109
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226190
Institution / Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen – Sozialwesen, Soziale Arbeit
Note
2,0
Schlagworte
prostitution psyche gewalterfahrung bewältigungsstrategie gewaltverarbeitung

Autor

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Titel: Prostitution und Psyche