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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Chance für kulturtouristische Destinationen

Das Beispiel der Städte Trier und Luxemburg

Magisterarbeit 2008 152 Seiten

Tourismus - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik
1.3 Stand der Literatur

2. Definitionen
2.1 Kultur und Tourismus
2.2 Kulturtourismus

3. Der historische Ursprung des Kulturtourismus in Europa

4. Grundlagenanalyse: Kulturtourismus in Städten
4.1 Die Systematisierung des Kulturtourismus
4.2 Die Marktstrukturen im Kulturtourismus in Städten
4.2.1 Kulturtouristische Potentiale in Städten
4.2.1.1 Das bauliche Erbe
4.2.1.2 Museen und Ausstellungen
4.2.1.3 Kulturelle Events
4.2.2 Angebotsformen im städtischen Kulturtourismus
4.2.2.1 Stadtführungen und kulturtouristische Rundwege
4.2.2.2 Event-Tourismus
4.2.3 Die Nachfragestruktur im städtischen Kulturtourismus
4.2.3.1 Nachfrage
4.2.3.2 Tages- und Übernachtungstourismus
4.2.3.3 Der Kulturtourist
4.3 Strategien und Konzepte
4.3.1 Die Thematisierungsstrategie
4.3.2 Die Vernetzungsstrategie
4.3.3 Das Konzept der Erlebnisinszenierung
4.4 Auswirkungen des städtischen Kulturtourismus
4.4.1 Positive Effekte
4.4.2 Problembereiche
4.5 Trends im städtischen Kulturtourismus

5. Der Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt
5.1 Abgrenzungen der Untersuchungsräume
5.1.1 Die Stadt Trier
5.1.2 Die Stadt Luxemburg
5.2 Die historische Entwicklung der Städte Trier und Luxemburg
5.3 SWOT- Analyse des Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt
5.3.1 Die Stadt Trier
5.3.1.1 Stärken und Schwächen
5.3.1.2 Chancen und Risiken
5.3.2 Die Stadt Luxemburg
5.3.2.1 Stärken und Schwächen
5.3.2.2 Chancen und Risiken
5.3.3 Vergleich der Destinationen

6. Grenzüberschreitende Kooperation im Kulturtourismus
6.1 Die deutsch – luxemburgische Grenzregion
6.2 Vergangenheit und Gegenwart der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
6.2.1 Der „Fünf-Länder-Ring“
6.2.2 Das Städtenetzwerk „QuattroPole“
6.2.3 Das Kulturportal „plurio.net“
6.2.4 Die „Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information“
6.2.5 Zusammenfassung der grenzüberschreitenden Kooperationen
6.3 Vorteile und Probleme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
6.4 Kulturhauptstadt Europas 2007: Luxemburg und die Großregion
6.3.1 Die Bedeutung für den Kulturtourismus
6.3.2 Die Bedeutung für die grenzüberschreitende Vernetzung

7. Resümee und Ausblick

Literaturverzeichnis

Interviewanhang

Abbildungs- und Kartenverzeichnis

Abb. 1: Gliederung des Kulturtourismus nach Jätzold

Abb. 2: Gliederungsvorschlag Tourismus in Städten

Abb. 3: Wirkungen und Ziele von Events

Abb. 4: Urlaubsmotive der Deutschen 2004

Abb. 5: Urlaubstrends 2008

Abb. 6: A typology of cultural tourist

Abb. 7: Soziodemographische Faktoren privater Städtereisen

Abb. 8: Erfolgsfaktoren für die Etablierung eines kulturtouristischen Themas

Abb. 9: SWOT-Analyse für den Kulturtourismus in Trier

Abb. 10: SWOT-Analyse für den Kulturtourismus in Luxemburg-Stadt

Abb. 11: Nachfragestruktur im Städtetourismus in Trier und Luxemburg-Stadt 2006

Abb. 12: Quellgebiete der Übernachtungsgäste in Prozentanteilen 2003

Abb. 13: Motive für einen Besuch in Luxemburg-Stadt 2007 Kartenverzeichnis:

Karte 1: Kartographische Darstellung des Untersuchungsraumes

Karte 2: Kartographische Darstellung der Großregion

Karte 3: Grenzüberschreitendes Verhalten der Touristen in Trier und Luxemburg-Stadt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Kultur und Tourismus sind heute zweifelsfrei zwei Seiten einer Medaille. Zahlreiche Kultureinrichtungen brauchen den Tourismus ebenso wie die Kultur, als Motiv für die touristische Nachfrage, eine immer wichtigere Rolle einnimmt (DTV 27.08.07, S.60). Die Kultur war und ist dabei ein wesentlicher „Pull-Faktor“ für den Tourismus in Städten. In diesem Zusammenhang stellt der Kulturtourismus ein wichtiges Marktsegment des Städtetourismus dar, welches sich in vielerlei Ausprägungen widerspiegelt. Manchmal scheinen die Begriffe „Kultur“ und „Stadt“ gar zu Synonymen zu werden, da sie beide Gegenentwürfe zur Natur darstellen (Kagelmann/Scherle/Schlaffke 2003, S.165f.). Diese Einschätzung ist allerdings nicht ganz richtig, denn auch ländliche Gebiete oder industrielle Räume können über kulturtouristische Potentiale verfügen, wenn auch meist nicht in dem Maße wie städtische Gebiete (Steinecke 2007, S.223). Die vorliegende Arbeit konzentriert sich jedoch ausschließlich auf den städtischen Kulturtourismus, und zwar anhand der Fallbeispiele Trier und Luxemburg-Stadt. Darüber hinaus thematisiert und analysiert die Abhandlung die geographische Lage der beiden Beispieldestinationen in einem europäischen Grenzgebiet und die daraus resultierenden Potentiale grenzüberschreitender Kooperationen.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Als Basis der praxisnahen Untersuchung des Kulturtourismus in den Beispielstädten soll zunächst eine theorieorientierte Grundlagenanalyse zum Kulturtourismus in Städten ausgearbeitet werden. Bei der Analyse allgemeiner Angebots- und Nachfragestrukturen, Strategien und Konzepte sowie Wirkungen und Entwicklungstrends im städtischen Kulturtourismus soll jedoch immer beachtet werden, dass ein Bezug zum Kulturtourismus in den Beispieldestinationen besteht, sodass die Grundlagenuntersuchung sinnvolle und notwendige Informationen zur praxisorientierten Analyse liefert.

Eine zentrale Problemstellung im Hinblick auf den Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt liegt in der Herausstellung und Erläuterung der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des kulturtouristischen Profils der beiden Städte mit Hilfe einer SWOT-Analyse. Aus den daraus gewonnen Erkenntnissen soll ein Vergleich des Kulturtourismus in den Beispieldestinationen erfolgen. Die Gegenüberstellung der kulturtouristischen Profile ist wichtig für die Analyse der grenzüberschreitenden Kooperationen im Kulturtourismus, dem zweiten zentralen Aspekt der Arbeit. In diesem Zusammenhang sollen vergangene und gegenwärtige (kultur-)touristische Kooperationen zwischen Trier und Luxemburg-Stadt vorgestellt und erläutert werden. Außerdem sollen mögliche zukünftige Vernetzungen, insbesondere vor dem Hintergrund des „Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2007“ in Luxemburg und der Großregion, aufgezeigt werden.

1.2 Methodik

Die vorliegende Abhandlung setzt sich - wie oben dargelegt - aus zwei elementaren Bausteinen zusammen. Der erste Teil stellt eine theoretische Grundlagenanalyse des Kulturtourismus dar, wobei der Schwerpunkt auf der Untersuchung des städtischen Kulturtourismus liegt. Hierzu wurde größtenteils deutsche, aber auch englischsprachige Fachliteratur aus touristischen bzw. kulturwissenschaftlichen Forschungsbereichen ausgewertet. Darüber hinaus wurden (kultur-)touristische Untersuchungen und Studien herangezogen, sofern diese dem Verfasser zugänglich waren, v. a. um Informationen über die kulturtouristische Nachfrage zu erhalten.

Der zweite Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der praxisbezogenen Analyse des Kulturtourismus in den Destinationen Trier und Luxemburg-Stadt sowie auf der Untersuchung grenzüberschreitender, kulturtouristischer Kooperationen zwischen den beiden Städten. Im Rahmen des praxisorientierten Teilbereichs der Arbeit wurden, neben der Auswertung von deutscher und französischsprachiger Fachliteratur bzw. touristischer Studien, auch insgesamt fünf Expertengespräche mit verschiedenen Vertretern aus den Bereichen Kultur und Tourismus der Beispielstädte geführt. Die „Face-to-Face-Interviews“ fanden im Oktober 2007 statt, dauerten zwischen 40 und 60 Minuten und wurden in Form von Leitfadeninterviews geführt. Die Gespräche wurden mit dem Einverständnis der Befragten auf Tonband aufgezeichnet und anschließend transkribiert. Die schriftlichen Fassungen der Interviews befinden sich im Anhang der vorliegenden Arbeit. Leitfadengespräche mit entsprechenden Experten stellen in der qualitativen Tourismusforschung ein wichtigstes Instrument dar (Meyer 1993, S.529). Die Vorteile und Ziele eines Leitfadengespräches werden darin gesehen, dass durch die offene Gesprächsführung und die Ausweitung der Antwortspielräume der Bezugsrahmen des Befragten bei der Fragebeantwortung miterfasst werden kann. So kann ein Einblick in die Relevanzstrukturen und Erfahrungshintergründe des Befragten gewonnen werden. Die Befragung wird dabei auf der Grundlage eines Interview-Leitfadens geführt, der garantieren soll, dass alle forschungsrelevanten Themen angesprochen werden und später zumindest eine rudimentäre Vergleichbarkeit der Gesprächsergebnisse möglich ist. Ein Nachteil der Leitfadengespräche liegt darin, dass durch die offene Fragestellung zwar das spontane Kommunikationsverhalten des Befragten gefördert wird, es auf der anderen Seite jedoch durch das Informationsinteresse des Interviewers wiederum kontrolliert und unterdrückt wird (Schnell/Hill/Esser 1999, S. 355f.). Die geführten Expertengespräche erheben nicht den Anspruch auf Repräsentativität, sondern zeichnen sich durch ihren qualitativen Charakter aus. Die Befragungen dienen in erster Linie dazu, aktuelle Informationen über den Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt sowie über grenzüberschreitende Kooperationen zu erhalten und einen Einblick in zukünftige Projekte zu bekommen.

Eine weitere Methode, die im praktischen Tei der Arbeit angewendet wurde, ist die sog. SWOT-Analyse. Die SWOT-Analyse ist eine verbreitete Methode, um die Stärken (strengths), die Schwächen (weaknesses), die Chancen (opportunities) und die Risiken (threats) eines Produktes, in diesem Fall des Kulturtourismus in den Beispieldestinationen, herauszuarbeiten und zu analysieren. Aus den Erkenntnissen dieser Analyse lassen sich Handlungsschritte und Strategien ableiten, die die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit eines Produktes erhalten bzw. steigern (Steininger 2003, S.1).

1.3 Stand der Literatur

Der Kulturtourismus hat in den 1980er Jahren in Deutschland und in Europa eine rasante Entwicklung genommen, weshalb seit dieser Zeit auch eine Zunahme von wissenschaftlichen Abhandlungen, Studien und Symposien zu dieser Thematik zu verzeichnen ist (Steinecke 2002, S.10). Eine im Auftrag der Europäischen Gemeinschaft (EG) angefertigte Studie des Irish Tourist Board aus dem Jahre 1988 zum Kulturtourismus in Europa stellt die erste umfangreiche Untersuchung des Phänomens Kulturtourismus im europäischen Kontext dar (Becker 1992, S.21). Besonders in den 1990er Jahren wurde eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten und Studien zu verschiedenen Themenbereichen des Kulturtourismus verfasst. Zu den Untersuchungsräumen Trier und Luxemburg-Stadt sind bereits ebenfalls einige wissenschaftliche Arbeiten zu verschiedenen kulturtouristischen Aspekten angefertigt worden. Diese Tatsache hängt v. a. mit dem Universitätsstandort Trier und dem Fachbereich Freizeit- und Tourismusgeographie sowie dem Europäischen Tourismus Institut (ETI) zusammen, welches seinen Sitz ebenfalls in Trier hat. Leider gibt es bisher keine validen Studien über das gesamte Nachfragevolumen des Kulturtourismus in den Städten Trier und Luxemburg, sondern nur zu einzelnen kulturellen Veranstaltungen oder zum allgemeinen Städtetourismus, der den Kulturtourismus zumindest zu einem Teil mit einschließt.

Ein Vergleich des kulturtouristischen Profils der beiden Destinationen Trier und Luxemburg-Stadt sowie eine Untersuchung der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen den Städten war bisher noch kein explizierter Untersuchungsgegenstand einer wissenschaftlichen Ausarbeitung.

2. Definitionen

Der Begriff Kulturtourismus ist bisher – trotz intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung und weitläufigem Gebrauch – noch nicht allgemein anerkannt definiert (Steinecke 2007, S.3). Dennoch mangelt es im wissenschaftlichen Diskurs nicht an unterschiedlichen Definitionen des Begriffs. Du Cross/McKercher beschreiben diese Problematik etwas überspitzt: „What is cultural tourism? This seemingly simple question is actually very difficult to answer because there are as many definitions of cultural tourism as there are cultural tourists” (Du Cross/McKercher 2002, S.3). Die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition beruht auf diversen Gründen. Ein großes Problem bei der Definition des Kulturtourismus ist, dass die beiden Teilbegriffe des Terminus, nämlich „Kultur“ und „Tourismus“, ebenfalls nur schwierig in allgemeiner Form zu definieren sind. An dieser Stelle soll zunächst näher auf den Kulturbegriff eingegangen werden, jedoch lediglich auf das für den Kulturtourismus relevante Verständnis von Kultur.

2.1 Kultur und Tourismus

Ein zentraler Aspekt der Definition von Kultur im Verständnis des Kulturtourismus ist die Unterscheidung eines „eng“ und eines „weit“ gefassten Kulturbegriffs. Nach Lohmann kann man Kultur in diesem Gesichtspunkt folgendermaßen unterscheiden: „Im engeren Sinn wird unter Kultur im wesentlichen das kunstgeschichtliche Angebot einer Region (z. B. Bauwerke, Museen, etc.) verstanden. Kultur im weiteren Sinne umfasst dagegen zusätzlich Sitten und Gebräuche, (Kunst-) Handwerk, historische und moderne technische Denkmäler, Essen und Trinken, Sprache, usw.“ (Lohmann 1999, S.63). Kolland plädiert für eine weit gefasste Definition des Kulturbegriffs: „Im Zusammenhang mit Kulturtourismus wird der Begriff Kultur meist sehr weit bestimmt. Demnach gilt Kultur nicht nur der menschlichen Bildung durch das Angebot von Musik, Theater, Museen, Ausstellungen, Festspielen und denkmalgeschützten Bauten, sondern durchdringt jeden Lebensbereich und bezieht sich sowohl auf Leben und Wohnen als auch auf Arbeit und Freizeitgestaltung sowie auf die zwischenmenschlichen Beziehungen“ (Kolland 2003, S.10).

Eder hingegen spricht sich gegen eine allzu weit gefasste Definition von Kultur im Zusammenhang mit Kulturtourismus aus: „Begreifen wir nämlich vorurteilslos Kultur in ihrem weitesten Sinne, nämlich als die Summe der realen und symbolischen Lebens- und Ausdrucksformen, die der Mensch durch die Pflege (cultura) seiner natürlichen Umwelt geschaffen hat, um sich in der Natur einzurichten und das Zusammenleben in Gesellschaften zu sichern, und betrachten wir Tourismus einfach als die Bewegung der Reisenden im Raum, so bewegt sich jede Reise innerhalb Europas in einer von Menschen gestalteten ‚Kulturlandschaft’, ist also eine Kulturreise, und folglich der moderne Tourismus insgesamt als Kulturtourismus zu bewerten“ (Eder 1993, S.163). Die Diskussion um einen „weit“ oder „eng“ gefassten Kulturbegriff in Bezug auf den Kulturtourismus beschäftigt sich auch immer mit dem Wandel des Kulturbegriffs (Steinecke 2007, S.3). Dieser Diskurs umfasst v. a. die Frage nach der Einbeziehung der „Alltagskultur“ in den Kulturtourismus in Abgrenzung zur „Hochkultur“. Eder fordert klar einen „Kulturbegriff, in dem neben den Objekten und Veranstaltungen auf hoher künstlerischer oder historisch bedeutsamer Ebene mit gleicher Aufmerksamkeit und Intensität auch das Gebiet der Alltagskultur Beachtung findet (…)“ (Eder 1993, S.165). Steinecke sieht ebenfalls einen Wandel bzw. eine Erweiterung des für den Kulturtourismus relevanten Kulturbegriffs: „In den letzten Jahrzehnten hat aber eine Veränderung und zugleich eine Erweiterung des Kulturverständnisses stattgefunden: Nun werden auch alltägliche Objekte und Verhaltensweisen unter dem Begriff ‚Kultur’ subsumiert“ (Steinecke 2007, S.4).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Heterogenität des Kulturbegriffs zu einem langwierigen Diskurs zwischen Vertretern einer weiten, die Alltagskultur einschließenden Definition und den Befürwortern einer auf die Hochkultur eingeschränkten Bestimmung des Kulturbegriffs führt (Weissenborn 1997, S.11). Diese unterschiedlichen Ansätze einer Definition des für Kulturtourismus relevanten Kulturbegriffs, von denen einige hier exemplarisch dargestellt wurden, wirken sich erschwerend auf die Festlegung einer allgemeinen Definition von Kulturtourismus aus. In der vorliegenden Abhandlung soll der Kultur jedoch ein weites, offenes Verständnis zu Grunde liegen, da sie sich so leichter mit dem Tourismus verbinden lässt, denn Freizeit und Tourismus umfassen sowohl anspruchsvolle Hochkultur als auch alltägliche Massenkultur (Rudolphi 2007, S.21).

Der Begriff Tourismus hat seinen Ursprung im griechischen Wort „tornos“ („zirkelähnliches Werkzeug“) und gelangte über das französische „tour“ und das englische „tourism“ schließlich in den deutschen Sprachgebrauch. Die ursprüngliche Bedeutung dieser Worte ist der Begriff der „Rundung“, der ein „Dahinfahren“ und eine „Rückkehr“ beinhaltet (Mundt 2006, S.1f.). Demnach umfasst nach Freyer der Tourismus „den nationalen und internationalen Reiseverkehr zwischen Heimatort und Reiseziel, den vorübergehenden Aufenthalt (Orts-)Fremder am Reiseziel sowie die Organisation der Reisevorbereitung und Reisenachbereitung am Heimatort“ (Freyer 2006, S.1). Die World Tourism Organization (WTO) bringt zwei weitere Komponenten in die Definition von Tourismus mit ein: „Tourismus umfasst die Aktivitäten von Personen, die an Orte außerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Geschäfts- oder bestimmten anderen Zwecken nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechung aufhalten“ (Freyer 2006, S.2 zit. nach WTO 1993). Diese beiden Definitionen beinhalten zusammen die sog. „drei konstitutiven Elemente des Tourismus“, nämlich Zeit (Dauer), Ort (Raum) und Motiv (Anlass) (Freyer 2000, S.2). Die Zeitkomponente spielt in der Diskussion um eine Definition von Tourismus im Zusammenhang mit Kulturtourismus eine wichtige Rolle. Nach der WTO beginnt der Tourismus erst bei mindestens einer Übernachtung und dauert nicht länger als ein Jahr (Freyer 2006, S.2). Für Eder hingegen ist es wichtig, den Zeitaspekt bei der Tourismusdefinition für den Kulturtourismus außen vor zu lassen: „Es empfiehlt sich daher, das formale Kriterium der Dauer bei der Definition des Kulturtourismus völlig außer acht zu lassen und sich ausschließlich auf seine inhaltlichen und organisatorischen Ziele zu beschränken“ (Eder 1993, S.163). Auch Steinecke merkt an, dass die Frage der Mindestdauer im wissenschaftlichen Diskurs weiterhin umstritten ist (Steinecke 2006, S.12). Dreyer verweist in diesem Zusammenhang auf die wesentliche Bedeutung des Tagestourismus innerhalb des Segments Kulturtourismus (Dreyer 2006, S.8). Ebenfalls umstritten ist die Komponente des Motivs einer Reise in Bezug auf den Kulturtourismus. Hierbei spielt besonders die unterschiedliche Intensität des touristischen Interesses an der Kultur eine wichtige Rolle (Steinecke 2007, S.3). In der englischsprachigen Diskussion unterscheidet man zwischen „general cultural tourists“ und „specific cultural tourists“ (Richards 1996, S.34 zit. nach Irish Tourist Board 1988). Im deutschen Diskurs spricht man zumeist von „Kulturtouristen“ und „Auch-Kulturtouristen“ (Lohmann 1999, S.64). Auf die Unterscheidung der „Kulturtouristen“ und auf die Probleme einer Abgrenzung des Kulturtourismus gegenüber anderen Tourismussegmenten soll im weiteren Verlauf der Arbeit noch detaillierter eingegangen werden.

Die dargelegten Definitionen und Interpretationen der Begriffe „Kultur“ und „Tourismus“ konnten sicherlich nicht das gesamte Diskussionsspektrum um die beiden Termini aufzeigen. Es sollten lediglich im Vorfeld einige problematische Aspekte einer Definition von Kulturtourismus dargestellt werden.

2.2 Kulturtourismus

Obwohl eine allgemein gültige Definition von Kulturtourismus auf Grund der beschriebenen Probleme bislang noch nicht formuliert wurde, haben sich in den letzten Jahren doch einige Wissenschaftler mit dieser Thematik befasst und sind zu diversen Definitionsansätzen gekommen, von denen einige im Folgenden dargstellt und erläutert werden sollen.

Eine Definition des Begriffs Kulturtourismus ist sehr stark abhängig von der jeweiligen Perspektive. Vor diesem Hintergrund sind in der wissenschaftlichen Diskussion eine ganze Reihe von Definitionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln erarbeitet worden (Steinecke 2007, S.4).

Becker formulierte eine angebotsorientierte Definition des Begriffs Kulturtourismus: „Der Kulturtourismus nutzt Bauten, Relikte und Bräuche in der Landschaft, in Orten und in Gebäuden, um dem Besucher die Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsentwicklung des jeweiligen Gebietes durch Pauschalangebote, Führungen, Besichtigungsmöglichkeiten und spezifisches Informationsmaterial nahezubringen. Auch kulturelle Veranstaltungen dienen häufig dem Kulturtourismus.“ (Becker 1993a, S.8). Hier stehen materielle und immaterielle Elemente der Kultur im Vordergrund, die eine „In-Wertsetzung“ durch die Tourismusbranche erfahren und so als Attraktion einer Destination fungieren (Steinecke 2007, S.4).

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Kulturtourismus über die Nachfrage zu definieren. Steinecke schlägt folgende nachfrageorientierte Definition vor: “Der Kulturtourismus umfasst alle Reisen von Personen, die ihren Wohnort temporär verlassen, um sich vorrangig über materielle und/oder nicht materielle Elemente der Hoch- und Alltagskultur des Zielgebietes zu informieren, sie zu erfahren und/oder zu erleben“ (Steinecke 2002, S.10). Ebenfalls nachfrageorientiert ist eine Definition aus dem englischsprachigen Diskurs von Richards, der zwischen einer „conceptual definition“ und einer „technical definition“ differenziert: a) Conceptual Definition: "The movement of persons to cultural attractions away from their normal place of residence, with the intention to gather new information and experiences to satisfy their cultural needs".b)Technical Definition: "All movements of persons to specific cultural attractions, such as heritage sites, artistic and cultural manifestations, arts and drama outside their normal place of residence" (Richards 1996, S.24). Bei der nachfrageorientierten Perspektive ist es besonders wichtig zu berücksichtigen, welche Elemente des historischen und heutigen Lebens der potentielle Gast als Kultur empfindet, d. h. inwieweit ein Tourist eine bestimmte Attraktion als „kulturell“ einstuft (Kolland 2003, S.11). Dreyer bezieht diesen Aspekt in seine Definition mit ein: „Mit Kulturtourismus werden alle Reisen bezeichnet, denen als Reisemotiv schwerpunktmäßig kulturelle Aktivitäten zugrunde liegen. Tourismuswirtschaftlich werden alle Aktivitäten als kulturell bezeichnet, die der Reisende als solche empfindet“ (Dreyer 1996, S.26f.).

Eine dritte Möglichkeit ist die wertorientierte Definition von Kulturtourismus. Zu den Vertretern dieser Sichtweise gehört u. a. Lindstädt. Für Lindstädt ist „Kulturtourismus eine Angebotsform im Tourismus, die versucht, dem bildungsorientierten Besucher kulturelle Eigenarten und Ereignisse in einer Region nah zu bringen und ihn durch geeignete Kommunikationsmittel mit ihr in Kontakt treten zu lassen. Als kulturelle Eigenart gilt, was bei Besuchern Verständnis für die besuchte Region schafft, Hintergründe beleuchtet und Unbekanntes erfahren lässt. Kulturtourismus zielt auf die Vermittlung früherer und heutiger Lebensweisen der einheimischen Bevölkerung in ihrem sozialen und ökonomischen Umfeld einschließlich ihrer materiellen und baulichen Umgebung ab“ (Lindstädt 1994, S.11). Diese Definition stellt eine pädagogisch-didaktische Sichtweise dar, die die Aspekte der Kommunikation und der kulturellen Weiterbildung mit einbezieht (Kolland 2003, S.11).

Anhand einiger ausgewählter Beispiele konnte dargestellt werden, dass im wissenschaftlichen Diskurs keineswegs eine allgemein gültige Definition von Kulturtourismus existiert, sondern eine Begriffserläuterung v. a. von der Betrachtungsweise abhängig ist. Daher ist es auch nahezu unmöglich, sich auf eine einzige der dargestellten Definitionen als Arbeitsgrundlage der vorliegenden Abhandlung festzulegen, da hier sowohl das Angebot als auch die Nachfrage analysiert werden sollen. Festzuhalten ist allerdings, dass der vorliegenden Arbeit ein weit gefasstes Verständnis von Kultur zu Grunde liegen soll, d. h., dass Hoch- und Alltagskultur gleichermaßen in die Betrachtungen einbezogen werden. Außerdem soll die Zeitkomponente im Zusammenhang mit der Definition von Tourismus in der vorliegenden Untersuchung aus oben genannten Gründen keine Rolle spielen. Sowohl der Übernachtungstourismus als auch der Tagestourismus sollen in der Analyse berücksichtigt werden.

3. Der historische Ursprung des Kulturtourismus in Europa

„Kultur und Tourismus gehören zusammen, das ist keine neue Erkenntnis, sondern eine historische Tatsache: Kultur war und ist einerseits für die Reisenden ein resp. der Anlass für das Unterwegssein“ (Lohmann 1999, S.53). Für Lohmann sind Kultur und Tourismus also historisch untrennbar miteinander verbunden. Dreyer stellt sogar die Frage , ob die „Kultur die Keimzelle des Tourismus ist?“, ohne dies jedoch zu beantworten (Dreyer 2006, S.6). Der historische Ursprung des Kulturtourismus in Europa ist in der wissenschaftlichen Diskussion jedoch noch ein umstrittenes Thema, welches im Folgenden näher beleuchtet werden soll.

Nach Brodersen reiste man bereits in der Antike, um kulturelle Orte oder Bauwerke zu besichtigen. Die von Antipadros von Sidon im 2. Jahrhundert v. Chr. zusammengestellte Liste der sieben Weltwunder der Antike diente dabei als eine Art frühe Form eines kulturtouristischen Reiseführers (Brodersen 1996, S.9f.). Becker schreibt, dass man auch im Mittelalter häufig mit der Absicht reiste, die Kultur fremder Länder und Regionen kennen zu lernen. Allerdings waren geschäftliche, religiöse oder kriegerische Motive zu dieser Zeit weitaus häufigere Gründe für das Reisen (Becker 1997b, S.54). Für Freyer und Steinecke liegen die Wurzeln des Kulturtourismus im 17. und 18. Jahrhundert, als junge Adlige ausgedehnte Bildungs- und Studienreisen durch Europa unternahmen. Diese von Großbritannien ausgehende „Grand Tour“ führte wohlhabende, junge Adlige durch verschiedene europäische Länder und gehörte zum Bildungsmaßstab dieser Zeit (Freyer 2000, S.3). Zum Programm der „Grand Tour“ gehörten neben der Ausbildung in Tanz, Fechten und Reiten auch das Erlernen fremder Sprachen sowie das Vertiefen gesellschaftlicher Kontakte. Üblicherweise führte die Route der „Grand Tour“ von Großbritannien nach Frankreich und weiter nach Italien, das damals als kulturelles Zentrum galt. Die Rückreise führte meist über die Schweiz und Deutschland entlang des Rheins (Steinecke 2007, S.198). Heute würde man die „Grand Tour“ allerdings nicht als (Kultur-)Touris-mus bezeichnen, da diese meist mehrere Jahre dauerte und somit den Zeitaspekt der heutigen Definitionen von Tourismus weit überschreiten würde. Außerdem standen verstärkt Aspekte der Weiterbildung im Vordergrund dieser frühen „Grand Tour“, wodurch sie eher als Ursprung der Bildungsreisen zu sehen ist.

Als prominentester Kulturtourist seiner Zeit wird in der Literatur immer wieder Johann Wolfgang von Goethe erwähnt (z. B. Lohmann 1999, S.2/Becker 1997b, S.55 u. a.). Dieser unternahm zwischen 1786 und 1788 eine Reise nach Italien, deren Eindrücke er in seinem Werk „Italienische Reise“ verarbeitete. Die drei Hauptmotive der Reise, nämlich „Freiheit“, „Natur“ und v. a. „Kunst“, tauchen immer wieder in Goethes Reisetagebüchern auf, die die Basis für das Werk bildeten (Beutler 1949, S.97). Auch Martin sieht einen engen Zusammenhang zwischen Goethe und den Anfängen des Kulturtourismus in Europa. Jedoch steht hierbei nicht Goethes Rolle als Kulturtourist im Fokus, sondern sein Werk „Die Leiden des jungen Werther“. Dieses 1774 verfasste, literarische Werk, welches seinen Handlungsmittelpunkt im hessischen Wetzlar hat, sorgte im frühen 19. Jahrhundert durch seinen hohen Bekanntheitsgrad für eine regelrechte „Reisewelle“ zu den vermeintlich realen Schauplätzen des Romans (Martin 2005, S.187). Hauptsächlich junge Menschen aus ganz Europa, insbesondere aus England, „pilgerten“ nach Wetzlar, um dort die Schauplätze des Romans zu besichtigen (Martin 2005, S.196).

Als eine Art Weiterentwicklung der „Grand Tour“ lassen sich die Reisen junger Mitglieder des aufstrebenden Bildungsbürgertums im 18. und 19. Jahrhundert charakterisieren. Hierbei stand im Gegensatz zu den „Grand Tours“ des Adels weniger die höfische Erziehung im Vordergrund, sondern vielmehr die Besichtigung von Kulturdenkmälern. Diese Form des Reisens mit überwiegend kulturellen Motiven ist eher als Ursprung des heutigen Kulturtourismus zu sehen, als die frühen „Grand Tours“ des europäischen Adels (Steinecke 2007, S.198). Der Begriff Kulturtourismus, mit seiner heutigen Bedeutung, ist im deutschen Sprachgebrauch eine eher junge Erscheinung. So spricht Blohberger zwar bereits 1970 vom „kulturellen Erlebnisfremdenverkehr“, den er als eine der Grundarten des Fremdenverkehrs sieht (Blohberger 1970, S.36 zit. nach Weissenborn 1997, S.14). Nach Becker wurde jedoch der Terminus Kulturtourismus erst in den 1980er Jahren in Deutschland durch die EG eingeführt, obwohl es auch schon vorher ein Engagement zur Belebung des Kulturtourismus in Deutschland gab, jedoch meist ohne konsequentes Marketing (Becker 1993, S.7f.). Wahrscheinlich wurde der Begriff Kulturtourismus aus dem Französischen übernommen, wo Bourdieu ihn bereits 1969 in einer Studie über Museumsbesucher in Europa verwendete (Bourdieu et al. 1974, S. 47 zit. nach Weissenborn 1997, S.14).

Wie dargestellt scheint es also nicht möglich zu sein, einen klaren historischen Ursprung des Kulturtourismus zu bestimmen. Durch die Betrachtung der verschiedenen Ansätze ist lediglich festzustellen, dass die Kultur eine touristische Ressource mit langer Tradition darstellt und bereits weit vor heutigen Marketingkonzepten als Reisemotiv fungierte (Steinecke 2002, S.10).

4. Grundlagenanalyse: Kulturtourismus in Städten

In der vorliegenden Arbeit soll der Kulturtourismus in den Städten Trier und Luxemburg analysiert und verglichen werden sowie auf die Chancen grenzüberschreitender Kooperationen hin geprüft werden. Deshalb konzentriert sich die Grundlagenanalyse speziell auf den Kulturtourismus in städtischen Räumen. Dabei soll zunächst eine mögliche Systematisierung bzw. Segmentierung des Kulturtourismus erfolgen, und zwar in Form einer Aufgliederung des Kulturtourismus sowie einer Einordnung in das Segment des Städtetourismus. Darüber hinaus sollen die Angebotspotentiale und Nachfragestrukturen untersucht sowie Konzepte und Strategien des Kulturtourismus in Städten dargestellt werden. Außerdem sind die Wirkungen, Probleme und Trends des Kulturtourismus in städtischen Destinationen Gegenstand der Grundlagenanalyse.

4.1 Die Systematisierung des Kulturtourismus

Der Kulturtourismus ist aus touristischer Sicht als ein Unterfall bzw. als ein spezielles Segment des Tourismus zu sehen (Freyer 2000, S. 477). Neben dem Kulturtourismus gibt es zahlreiche weitere Erscheinungsformen, beispielsweise „Sporttourismus“, „Vergnügungstourismus“, „Besuchstourismus“, „ Geschäftstourismus“ etc. Diese werden nach verschiedenen Kriterien definiert und überschneiden sich oftmals (Lohmann 1999, S.54). Allerdings lässt sich der Kulturtourismus selbst auch in verschiedene Unterbereiche segmentieren. In der Fachliteratur hat sich die Untergliederung von Jätzold etabliert (Becker 2002, S.8). Das Ziel war dabei, die Vielseitigkeit kulturtouristischer Potentiale zu erfassen, um daraus Fördermöglichkeiten des Kulturtourismus zu erschließen (Jätzold 1993, S.135). Nach dieser Typisierung lassen sich sechs Arten des Kulturtourismus voneinander abgrenzen:

- Objekt-Kulturtourismus
- Gebiets-Kulturtourismus
- Ensemble-Kulturtourismus
- Ereignis-Kulturtourismus
- Gastronomischer Kulturtourismus
- Fern-Kulturtourismus

Die detaillierte Gliederung des Kulturtourismus nach Jätzold ist in Abbildung 1 dargestellt.

Abb. 1: Gliederung des Kulturtourismus nach Jätzold

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Jätzold 1993, S.138)

Ein entscheidender Aspekt der dargestellten Unterteilung ist, dass die verschiedenen Arten des Kulturtourismus in der realen Tourismuswirtschaft meist nicht strikt voneinander getrennt, sondern in kombinierter Form auftreten (Jätzold 1993, S.135).

Ein anderer, aus touristischer Sicht häufig verbreiteter Ansatz zur Unterteilung des Kulturtourismus, bezieht sich auf die speziellen Angebotsformen innerhalb des Segments Kulturtourismus. Hierzu gehören z. B. „Sprachreisen“, „Studienreisen“, „Eventreisen“ etc. Bei jeder dieser Reiseformen spielen kulturelle Motive eine wichtige Rolle. Sprach- und Studienreisen stellen dabei jedoch typische Formen des Kulturtourismus dar, während bei Eventreisen kulturelle Motive nicht unbedingt im Vordergrund stehen (Freyer 2000, S. 479f.).

Da in der vorliegenden Arbeit der Kulturtourismus zweier städtischer Destinationen analysiert werden soll, wird er im Folgenden als Segment des Städtetourismus betrachtet. Die Eingliederung des Kulturtourismus in den Städtetourismus ist in der Fachliteratur durchaus üblich, so unterteilt Müller beispielsweise den Städtetourismus in „ individuellen Geschäftstourismus “, „MICE-Tourismus“, „Special Interest Groups-Incentives“ und „Kulturtourismus“ (Müller 2005, S.10). Auch Steinecke sieht den Kulturtourismus als ein Marktsegment des Städtetourismus, neben dem „Geschäftsreiseverkehr“, dem „Einkaufsreiseverkehr“ sowie dem „Besuch von Freunden und Verwandten“ (Steinecke 2007, S.192).

Um den Kulturtourismus als Teil des Städtetourismus zu betrachten, muss zunächst der Begriff Städtetourismus definiert werden. Hier stellt sich allerdings das gleiche Problem wie bei der Definition des Kulturtourismus (vgl. Kap. 2.2), nämlich, dass es trotz vieler verschiedener Definitionsansätze weder eine allgemein anerkannte Definition von Städtetourismus gibt noch eine überschneidungsfreie Trennung dieses Segments von anderen Tourismussektoren möglich ist (Hopfinger 2007, S.103). Die WTO bezeichnet den Städtetourismus als „gezieltes Reisen von Personen in Städte, die nicht ihr gewöhnlicher Wohn- oder Arbeitsort sind. Motivation dazu sind Freizeitgestaltung, Geschäfte oder sonstige Beweggründe“ (Altherr/Buch/Pinten 2003, S.46, zit. nach WTO 1993). Hierbei ist die Kultur in ihrer ganzen Bandbreite als ein wesentliches Reisemotiv und als einer der wichtigsten Attraktivitätsfaktoren für den Besuch von Städten zu zählen (DTV 27.08.2007, S.143). Der Deutsche Tourismus Verband (DTV) gliedert in einer Studie zum Thema „Städte- und Kulturtourismus in Deutschland“ den Städtetourismus in „kulturorientierten Städtetourismus“ und „Städtetourismus mit anderen Motiven“ (vgl. Abb. 2). Der „kulturorientierte Städtetourismus“ wird dabei als „primärer Städtetourismus“ bezeichnet, dessen Hauptmotive Stadterlebnis, Stadtbesichtigung und der Besuch von Kultureinrichtungen bzw. Kulturveranstaltungen sind (DTV 27.08.2007, S.9). Daneben spielen jedoch auch weitere Motive, wie Einkaufen, Essen und Trinken oder andere nicht zwingend kulturelle Aktivitäten eine Rolle. Ein entscheidender Aspekt dieser Untergliederung ist wiederum, dass es keine klare Abgrenzung gibt, sondern Überschneidungen bzw. Kombinationen der einzelnen Segmente in der Realität die Regel sind.

Abb. 2: Gliederungsvorschlag Tourismus in Städten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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(Quelle: DTV 27.08.2007,S.8)

Der „kulturorientierte Städtetourismus“, wie er hier dargestellt ist, eignet sich optimal als Arbeitsgrundlage für die vorliegende Untersuchung. Entscheidend dabei ist, dass es keine klare Abgrenzung ohne Überschneidungen zu anderen Motiven bzw. Segmenten des Städtetourismus gibt sowie die Tatsache, dass Tages- und Übernachtungstourismus als auch Inländer- und Ausländertourismus gleichermaßen einbezogen werden.

Im Folgenden soll nun auf die Marktstrukturen des Kulturtourismus in städtischen Destinationen eingegangen werden.

4.2 Die Marktstrukturen im Kulturtourismus in Städten

Als Markt bezeichnet man in der Volkswirtschaftlehre einen Ort, an dem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen (Dreyer 2006, S.31). Damit ein kulturtouristischer Markt entstehen kann, müssen also kulturtouristische Angebote auf eine entsprechende Nachfrage treffen. Hierbei soll zunächst das für den städtischen Kulturtourismus relevante kulturelle Potential dargestellt und anschließend dessen mögliche touristische In-Wertsetzung als kulturtouristisches Angebot analysiert werden.

4.2.1 Kulturtouristische Potentiale in Städten

In der Fachliteratur werden die kulturtouristischen Potentiale unter verschiedenen Bezeichnungen behandelt, u. a. werden die Begriffe „Kulturelles Potential“, „Kulturelle Angebotsfaktoren“ oder im englischsprachigen Diskurs „cultural ressources“ verwendet. Das Irish Tourist Board hat in einer frühen Studie zum Kulturtourismus in Europa eine Systematisierung der „cultural ressources“ vorgenommen. Danach wird das kulturtouristische Potential in folgende Arten kulturhistorischer Stätten eingeteilt:

- Environment: a district, street etc., exhibiting particular characteristics
- Site: of battle or other major event/association, a collection or group of structures
- Structure: an excavated site
- Event: including music, dance, major festivals etc.
- Artifact: any man-made object or collection of objects having distinct cultural associations including paintings, mosaics, sculptures etc.

Darüber hinaus werden die kulturellen Potentiale nach ihrem inhaltlichen Charakter gegliedert:

- Art: music, opera, theatre, dance, painting, skulpture etc.
- Architecture
- Language/ Literature
- History/ Archaeology
- Religion

(Weissenborn 1997, S.35f.)

Diese Systematisierung der verschiedenen Arten des kulturtouristischen Potentials bezieht sich jedoch vorrangig auf die Potentiale der sog. Hochkultur und vernachlässigt die Attraktionen der Alltagskultur. Da aber in der vorliegenden Arbeit Hochkultur und Alltagskultur gleichermaßen in die Untersuchungen einbezogen werden sollen (vgl. Kap. 2.2), muss die dargestellte Typisierung an dieser Stelle um alltagskulturelle Potentiale erweitert werden. Zu den Potentialen der sog. Alltagskultur gehören beispielsweise regionale Bräuche und Traditionen sowie lokale Kursangebote, deren Wert für das kulturtouristische Angebot keinesfalls unterschätzt werden darf (Becker 1992, S. 22f.). Auch sog. „weiche Faktoren“, wie Mentalität und Gastlichkeit, können wichtige Potentiale im Kulturtourismus sein (Wolber 1999, S.127). Weitere Potentiale, welche sich nicht in der Systematisierung des Irish Tourist Board finden, sind die natürlichen Ressourcen. Für Kultur- bzw. Städtetouristen sind natürliche Potentiale zwar nicht so bedeutend wie z. B. für Erholungs- oder Naturtouristen, dennoch kann auch die naturräumliche Lage einer Stadt als gewinnbringendes Marketinginstrument im städtischen Kulturtourismus eingesetzt werden (Dreyer 2006, S.48). Besonders für die Beispielräume Trier und Luxemburg-Stadt spielen die natürlichen Gegebenheiten innerhalb Städte- und Kulturtourismus eine wichtige Rolle, worauf später detaillierter eingegangen wird.

Da das kulturtouristische Potential einer Stadt, wie dargestellt, sehr vielseitig sein kann, sollen an dieser Stelle nur einige exemplarische Potentiale städtischer Kultur aufgeführt werden, die für die touristische Angebotsgestaltung der Destinationen Trier und Luxemburg besonders relevant sind.

4.2.1.1 Das bauliche Erbe

Im kulturorientierten Städtetourismus wird bei der Angebotsgestaltung insbesondere das „kulturelle Erbe“ als wichtiges Potential einbezogen. Darunter versteht man v. a. klassische Einrichtungen, beispielsweise Museen, Theater, Kirchen etc. sowie Denkmäler, Plätze und Gebäude, die in besonderer Weise Geschichte und Kultur verkörpern (Feßmann 1993, S. 14). Innerhalb des „kulturellen Erbes“ einer Stadt nimmt das „bauliche Erbe“, z. B. Baudenkmäler, Einzelmonumente und als Gesamtensemble erhaltene historische Stadtkerne, eine Schlüsselrolle ein.

Das Stadtbild mit seinen Sehenswürdigkeiten ist oftmals ein entscheidender Besuchsgrund für kulturorientierte Städtetouristen (Wolber 1999, S.130). Herausragende Gebäude und Sehenswürdigkeiten stellen häufig auch ein Alleinstellungsmerkmal dar, welches eine Reise in eine Stadt erst auslöst (Dreyer 2006, S.42). Bezüglich des städtebaulichen und architektonischen Potentials lassen sich zwei grundsätzliche Stadttypen unterscheiden:

1) Die Stadt als Baudenkmal: Charakteristisch sind hier die Dominanz des Besichtigungs- und Durchreiseverkehrs mit einer sehr niedrigen Aufenthaltsdauer, hoher saisonaler Zuspitzung, einem hohen Anteil ausländischer Touristen sowie relativ niedriger Auslastungsraten der Beherbergungskapazitäten. Diese Städte, z. B. Rothenburg ob der Tauber, sind weitgehend auf ihre Funktion als touristische Destination festgelegt (Lessmeister 2001, S.161).
2) Die Stadt mit Baudenkmälern: Diese Städte verfügen über vielfältige urbane Funktionen. Der Kulturtourismus spielt in der lokalen Wirtschaft zwar eine wichtige, aber keine übermächtige Rolle. Charakteristisch sind Einzeldenkmäler und Gebäude, die ins Stadtbild integriert sind. In diesen Städten ist i. d. R. die durchschnittliche Aufenthaltsdauer etwas länger, der Jahresgang ausgeglichener, der Anteil ausländischer Besucher geringer und die Kapazitätenauslastung im Beherbergungsgewerbe höher. Beispiele für diesen Typus sind die Destinationen Trier und Luxemburg-Stadt (Steinecke 2007, S.205).

In der Fachliteratur umstritten ist die Bedeutung moderner Architektur als Potential im kulturorientierten Städtetourismus. Nach Feßmann zählt moderne Architektur und insbesondere Gebäude, die in hervorstechender Weise die Moderne dokumentieren, zum „kulturellen Erbe“ und damit zur Angebotspalette des städtischen Kulturtourismus (Feßmann 1993, S.14). Gaebe hingegen widerspricht nach einer Untersuchung in Berlin der Annahme, dass moderne Architektur über ein kulturtouristisches Potential verfügt (Weissenborn 1997, S. 41 zit. nach Gaebe 1993, S.64). Letztlich jedoch ist es die Mischung von Bauten mit hohem kulturhistorischen Wert und Zeugnissen moderner Architektur, die den Reiz im städtischen Kulturtourismus ausmacht, wobei moderne Bauten für den Kulturtourismus eine eher untergeordnete Bedeutung haben (Weissenborn 1997, S.41). Für den Kulturtourismus in Trier stellen v. a. die historischen Bauten und Monumente wichtige kulturtouristische Potentiale dar. In Luxemburg-Stadt spielt jedoch auch die moderne Architektur eine kulturtouristische Rolle. Auf diesen Aspekt soll im späteren Verlauf ausführlicher eingegangen werden.

4.2.1.2 Museen und Ausstellungen

Die traditionellen Aufgaben von Museen umfassen das Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren und Vermitteln (Hantschmann 1999, S. 223). Jedoch besitzen Museen und Ausstellungen auch ein zunehmendes Potential im kulturorientierten Städtetourismus. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass viele Museen mittlerweile ein „kundenorientiertes Management“ betreiben (Dreyer 2006, S. 44). Entscheidend ist dabei, dass die traditionellen Aufgaben der Museen um einen Aspekt erweitert werden, nämlich den Erlebnischarakter (Wolber 1999, S. 136). Dazu gehören moderne Präsentationsformen, wie multimediale und multisensuale Präsentationen und ein zeitgemäßes Ausstellungsdesign. Außerdem ist eine enge Kooperation zwischen dem Museumsmanagement und den Tourismusverantwortlichen wichtig, um den Angebotsfaktor Museum im städtischen Kulturtourismus zu fördern (Dreyer 2006, S.45). Aus den unterschiedlichen Arten und Formen von Museen sollen hier nur drei exemplarisch genannt werden, die für den Kulturtourismus in den Destinationen Trier und Luxemburg-Stadt wichtig sind, und zwar:

- Historische und Archäologische Museen, z. B. Museen für antike Kunst
- Kunstmuseen, z. B. Museen für moderne Kunst oder sakrale Kunst
- Kulturgeschichtliche Museen, z. B. völkerkundliche Museen, Weinbaumuseen, Museen zu Religions- und Kirchengeschichte (Hantschmann 1999, S. 230).

4.2.1.3 Kulturelle Events

Das bauliche Erbe und die Kultureinrichtungen sind standortgebunden und bilden die kulturtouristische „Hardware“ der Städte. Um das starre Angebot aufzulockern und das Abwechslungsbedürfnis der Besucher zu befriedigen, wird das kulturtouristische Angebot zunehmend durch eine „Software“ ergänzt, nämlich durch kulturelle Events (Steinecke 2007, S.206). Außerdem bietet, vor dem Hintergrund einer verstärkten Konkurrenz im kulturorientierten Städtetourismus, die Inszenierung kultureller Events eine gute Möglichkeit sich von anderen Städten abzusetzen. Der Begriff „Event“ hat sich dabei zu einem Modewort entwickelt, welches in die heutige „Erlebnisgesellschaft“ passt (Roth 1999, S.146). Unter (kultur-)touristischen Events versteht man „speziell inszenierte oder besonders herausgestellte Ereignisse mit touristischer Ausstrahlung, deren erlebnisbetonte Nutzenstiftung für den Nachfrager zeitlich begrenzt ist“ (Dreyer 2006, S.52). Das Angebotsspektrum kultureller Events umfasst dabei Musik, Theater, Literatur, Kunst etc. Eine klare begriffliche Abgrenzung zwischen einer kulturellen Veranstaltung und einem Event ist sehr schwierig (Steinecke 2007, S.56). Deshalb werden die beiden Begriffe hier als kulturelle Events zusammengefasst und nach ihrer Größe und Bedeutung voneinander abgegrenzt.

Als „ Mega-Events“ bezeichnet man Großereignisse mit einem meist mehrjährigen Planungsvorlauf. Charakteristisch sind hohe Besucherzahlen, ein großes Medieninteresse und eine internationale Bedeutung der Ereignisse (Dreyer 2006, S.52). Die Initiative „Kulturhauptstadt Europa“ der EU, die 2007 in Luxemburg und der Großregion stattfand, stellt ein Beispiel für ein kulturelles Mega-Event auf internationaler Ebene dar (Steinecke 2007, S.209). Weitere Beispiele für Mega-Events im Kulturbereich sind die Weltausstellungen oder die Bundesgartenschauen.

Als „ Midi-Events“ werden Veranstaltungen mittlerer Größe mit vornehmlich regionaler Bedeutung und einem regionalen Medieninteresse bezeichnet. Dazu gehören eine ganze Reihe verschiedener Veranstaltungen, die vornehmlich der Alltagskultur zugeordnet werden, z. B. städtische Feste, Weihnachtsmärkte, thematische Feste (z. B. Weinfeste) oder kleinere Kulturfestivals und Festspiele. Diese Events werden meist turnusmäßig veranstaltet und haben für den Übernachtungstourismus eine relativ geringe Bedeutung, da die Besucher größtenteils aus dem direkten Umland kommen (Dreyer 2006, S.53f.). Dennoch spielen gerade die „Midi-Events“ eine wichtige Rolle im Kulturtourismus der Städte Trier und Luxemburg, was im weiteren Verlauf der Arbeit noch an konkreten Beispielen aufgezeigt werden soll.

Eine dritte Form kultureller Events sind die „ Mini-Events“. Diese kleinste Form kultureller Veranstaltungen ist typisch für kleinere Orte in ländlichen Gebieten und wird meist nur über regionale Veranstaltungskalender kommuniziert.

Nachstehend sollen kulturtouristische Angebote dargestellt werden, die sich aus den kulturellen Potentialen in Städten ergeben.

4.2.2 Angebotsformen im städtischen Kulturtourismus

Das Spektrum der Angebote im städtischen Kulturtourismus lässt sich am besten mit den Begriffen „unübersichtlich, vielfältig und dynamisch“ charakterisieren (Steinecke 2007, S.6). Auch lassen sich kulturtouristische Angebote nicht ohne weiteres von einer städtischen Destination auf eine andere übertragen, da die kulturellen Potentiale von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich sind (Wolber 1999, S.128). Dennoch gibt es einige grundsätzliche Aspekte, die bei der kulturtouristischen Angebotsgestaltung zu beachten sind. So sollte z. B. keine spezifische Touristenkultur entwickelt werden, sondern die Angebote sollten sowohl für die Nutzung durch Einheimische als auch durch Touristen konzipiert werden (Becker 1992, S.21). Dadurch wird nicht nur die Authentizität der Angebote für die Touristen gestärkt, sondern auch die Angebotsauslastung verbessert (Weissenborn 1997, S.45). Außerdem sollten die Angebote einen klaren thematischen Schwerpunkt haben und mit viel Sachkunde, Gründlichkeit und Kreativität ausgearbeitet sein (Wolber 1999, S.128). Dabei sollten sie erlebnisorientiert, gleichzeitig aber wissenschaftlich fundiert aufbereitet sein (Unger 1993, S.121). Hierin zeigen sich zwei ganz entscheidende Aspekte der Angebotsgestaltung im Kulturtourismus, nämlich zum einen die Professionalität und zum anderen die Erlebnisorientierung bei der Gestaltung der Angebote. Professionalität ist unverzichtbar, wenn es um die Entwicklung qualitativ hochwertiger, kulturtouristischer Angebote geht. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden und Tourismuspraktikern bei der Produktentwicklung entscheidend (Steinecke 1993b, S.248).

Der zweite wichtige Aspekt der Angebotsgestaltung ist die Erlebnisorientierung, denn „öde Grundmauern und voll gestopfte Vitrinen“ sind nicht mehr zeitgemäß, sondern moderne Präsentationsformen sind gefragt (Becker 1993b, S. 57). Erfolgsversprechende Ansätze einer erlebnisorientierten Angebotsgestaltung zeigen sich v. a. bei Museen, zunehmend aber auch bei anderen typischen kulturtouristischen Angeboten in Städten, wie Stadtführungen etc. (Rudolphi 2007, S. 21). Letztlich muss bei der kulturtouristischen Angebotsgestaltung auch noch darauf geachtet werden, dass das kulturelle Potential nicht durch eine touristische Überlastung gefährdet wird. Das kulturelle Erbe soll schonend genutzt werden, um es für zukünftige Generationen zu erhalten (Wolber 1999, S.128).

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Details

Seiten
152
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836617512
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226047
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Philosophische Fakultät, Geographie
Note
1,3
Schlagworte
kulturtourismus swot-analyse trier luxemburg kulturhauptstadt

Autor

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Titel: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Chance für kulturtouristische Destinationen