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Heinrich Mann: Spiegelbild und Antagonist seiner Zeit

Magisterarbeit 2006 107 Seiten

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert strömen zahlreiche Veränderungen auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene zusammen. In der ambivalenten Entzeit- und Aufbruchstimmung entfalten sich unterschiedliche Literaturtendenzen. Für den jungen Heinrich Mann wirken diese Prozesse in seinem schriftstellerischen Frühwerk nach, haben Anspruch auf Interpretation und die Hoffnung einer Überwindung der Fin de siécle - Stimmung.
Die in dieser Arbeit ausgewählten Romane - Im Schlaraffenland - Ein Roman unter feinen Leuten, Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen und Die Kleine Stadt bilden eine Entwicklungsreihe dieser Intention. Zunächst erscheinen sie in der Fassung einer satirischen Gesellschaftskritik und später in der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts als Entwurf einer demokratischen Gesellschaft. Im folgenden Text werden die beiden erstgenannten Romane ohne Untertitel - Im Schlaraffenland - und - Professor Unrat - bezeichnet.
Diese Arbeit soll eben jene Entwicklungsphase Heinrich Manns zwischen 1900 und 1909 bis zum Beginn seines politischen Schreibens aufzeigen. Aufgrund biographischer und literarischer Einflüsse nimmt er eine gesonderte Stellung ein und zeigt einen Wandel in seinem Frühwerk. Seine kritisch-satirische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft verbunden mit einem besonderen Sprachstil münden nach dem Wendejahr 1905 in ein moralisierend demokratisches Gesellschaftsideal. Auf der einen Seite erschweren diese Positionen die Laufbahn des Literaten im deutsch nationalistischen Kaiserreich. Auf der anderen Seite machen sie ihn zu einem Vorreiter einer avantgardistischen Leserschaft.
Gang der Untersuchung:
Bevor der philosophische Einfluss Friedrich Nietzsches und die literarische Einwirkung vorwiegend französischen Ursprungs auf Heinrich Mann näher beleuchtet werden, wird diese Arbeit zunächst einen kurzen Überblick über das Literaturverständnis geben.
Danach werden die drei genannten Romane in den Kapiteln 2., 3. und 4. behandelt und in Beziehung zueinander gesetzt. Es wird deutlich werden, dass ein starker Bruch Heinrich Manns zwischen seinen Satiren und seiner demokratischen Utopie besteht. Denn nach 1905 besinnt sich Heinrich Mann zurück auf die Zeit der Aufklärung, Jean Jacques Rousseaus Gesellschaftsideal und die Triasvorstellung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus der Französischen Revolution 1789.
Seine Leitmotive von Macht und Geist, dem Dualismus von Gesellschaft […]

Details

Seiten
107
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783836617024
Dateigröße
828 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v226017
Institution / Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – Germanistik/Philosophie, Germanistik
Note
1,7
Schlagworte
mentalitätsgeschichte literaturwissenschaft germanistik gesellschaftssatire heinrich mann

Autor

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Titel: Heinrich Mann: Spiegelbild und Antagonist seiner Zeit