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Investitionsstandorte Russland und Polen im Vergleich

Mögliche Risiken und Hemmnisse

Bachelorarbeit 2008 106 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Themenstellung und Relevanz
1.2 Investitionschancen im europäischen Wirtschaftsraum

2. Russland als attraktiver Markt für ausländische Investoren/Unternehmen
2.1 Investitionsklima
2.2 Konsumklima
2.3 Allgemeine Wirtschaftsentwicklungen Russlands
2.3.1 Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
2.4 Länderrisiken
2.4.1 Politische Risikokomponenten
2.4.2 Wirtschaftliche Risikokomponenten
2.5 Überblick der Geschäftsentwicklung zwischen Deutschland und Russland
2.5.1 Exportstruktur
2.5.2 Importstruktur

3. Polen als attraktiver Markt für ausländische Investoren/Unternehmen

3.1. Investitionsklima
3.2 Konsumklima
3.3 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Polens
3.3.1 Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes
3.4 Länderrisiken
3.4.1 Politische Risikokomponenten
3.4.2 Wirtschaftspolitische Veränderungen
3.4.3 Wirtschaftliche Risikokomponenten
3.5 Überblick der Geschäftsentwicklung zwischen Deutschland und Polen
3.5.2 Wirtschaftliche Zusammenarbeit
3.5.3 Exportstruktur
3.5.4 Importstruktur

4. Risikopotenziale/Erkennung
4.1 Risikoindikatoren
4.1.1 Quantitative Risikoindikatoren
4.1.2 Qualitative Risikoindikatoren

5. Russland vs. Polen
5.1 Index of Economic Freedom
5.2 Global Competitiveness Index (GCI)
5.3 Ease of doing business
5.4 Corruption Perception Index
5.5 Worldwide Governance Indicators - Corruption control

6. Risikokennzahlen
6.1 Business Environment Risk Intelligence Index (Beri-Index)
6.2 Value at Risk (VaR)/Cash Flow at Risk

7. Risikoanalyse Russland und Polen im Ländervergleich

8. Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Begriff und Gründe des Risikomanagements

Abb. 2.3.1: Wirtschaftliche Eckdaten

Abb. 2.3.2: Gesamtwirtschaftliche Prognosen

Abb. 2.3.3: Großprojekte

Abb. 2.5: Hauptlieferant Januar bis September

Abb. 2.5.1: Russlands Exporte (2005)

Abb. 2.5.1.1: Russlands Hauptabnehmerländer (2006)

Abb. 2.5.2: Russlands Importe (2005)

Abb. 2.5.2.1: Russlands Hauptlieferländer (2006)

Abb. 3.1: BIP Osteuropa 2007

Abb. 3.3.1: Wirtschaftliche Eckdaten Polens

Abb. 3.3.1.1: Reale BIP - Veränderung in Osteuropa 2007/2008

Abb. 3.3.1.2: Gesamtwirtschaftliche Prognosen

Abb. 3.3.1.3: Großprojekte in Polen

Abb. 3.5.3: Polens Exporte (2005)

Abb. 3.5.3.1: Polens Exporte (2006)

Abb. 3.5.4: Polens Importe (2005)

Abb. 3.5.4.1: Polens Importe (2006)

Abb. 4: Risikomanagement-Prozess

Abb. 5.1: Index of Economic Freedom: Indexwert und Platzierungen 2008

Abb. 5.1.1: Index of Economic Freedom: Einzelwerte 2008

Abb. 5.2: GCI: Indexwerte und Platzierungen 2008

Abb. 5.2.1: Global Competitiveness Index: Einzelwerte 2008

Abb. 5.3: Ease of doing business: Platzierungen 2008. Gesamtplatzierung, Geschäftseröffnung, Lizensierung

Abb. 5.3.1: Platzierungen 2008. Angestellte, Registrierung von Eigentum, Kreditaufnahme

Abb. 5.3.2: Platzierungen 2008. Schutz von Investoren, Besteuerung, Außenhandel

Abb. 5.3.3: Platzierungen 2008. Durchsetzung von Vertragsrechten, Geschäftsaufgabe

Abb. 5.3.4: Ease of doing business: Einzelwerte 2008

Abb. 5.4: Corruption Perception Index 2007: Indexwert und Platzierung

Abb. 5.4.1: Corruption Perception Index 2007: World Map

Abb. 5.5: Worldwide Governance Indicators – Corruption control: Indexwert und Platzierungen 2006

Abb. 7: Russland- Risikoszenario

Abb. 7.1: Polen- Risikoszenario

1. Einführung

Der Hintergrund einen geeigneten und attraktiven Investitionsstandort zu finden ist das Bestreben nach mehr Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Staaten bemühen sich daher um Direktinvestitionen von ausländischen Unternehmen oder um hoch qualifizierte Arbeitskräfte. Gerade bei diesen Produktionsfaktoren ist die Standortfrage sehr wichtig. Unternehmen bauen keine Produktionskapazitäten in einem Land auf, in dem zum Beispiel die Infrastruktur nur unzureichend ausgeprägt ist. Staaten haben daher das Bestreben, ihre Attraktivität als Investitionsstandort oder Arbeitsstandort zu erhöhen.

Es wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass Unternehmen die Attraktivität des Investitionsstandortes beispielsweise an der Qualifikation der Arbeitskräfte, an der Höhe der Löhne, an der Höhe der Steuern, an der Qualität der Infrastruktur oder an eventuellen Regulierungen messen.

In der Entscheidung für ein Unternehmen, welchen Standort es wählt, spielen verschiedene Punkte eine Rolle. Diese Punkte findet man vor allem im Konzept des Risikomanagements wieder, daher möchte ich zuerst erläutern was unter dem Begriff des Risikomanagement zu verstehen ist.

Unter Risikomanagement wird die Messung und Streuung aller betriebswirtschaftlichen Risiken unternehmensweit verstanden.

Die Gründe für ein Risikomanagement sind vielschichtig und komplex. Da die Ursachen für das Betreiben Auswirkungen auf Art und Weise der Ausgestaltung eines Risikomanagements haben. Zu diesem Zweck werden die Gründe in folgende Kategorien unterteilt:

- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Volkswirtschaftliche Ursachen
- Technologischer Fortschritt

Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen gehört insbesondere das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz in Unternehmen (KonTraG), welches durch eine Erweiterung des Aktien und GmbH-Gesetzes die Sorgfaltspflichten der Unternehmensführung erweitert und den Ausweis der Unternehmensrisiken im Lagebericht fordert. Diese rechtliche Grundlage betrifft in erster Linie Nichtbanken (Industrie, Dienstleistung, Handel). Für Banken stellt Basel II die aktuelle bzw. zukünftige Rechtsgrundlage für die Ausgestaltung des Risikomanagements dar. Eine mögliche weitere Rechtsgrundlage stellt der Corporate Governance dar. International finden sich ähnliche rechtliche Anforderungen beispielsweise im Sarbanes-Oxley Act, einer Rechnungslegungsvorschrift für Unternehmen, die an US-Börsen gelistet sind.

Die volkswirtschaftlichen Ursachen, liegen im Wesentlichen in den veränderten Rahmenbedingungen der Finanzmärkte durch Einführung neuer Finanzmarktinstrumente, Abschaffung fixer Wechselkurse sowie allgemein einer zunehmenden gesetzlichen Deregulierung der Finanzmärkte.

Schließlich äußert sich der technologische Fortschritt in erster Linie durch eine schnelle Informationsverbreitung durch elektronische Medien und Internet. Aber auch die von Unternehmen hergestellten Produkte veraltern durch neue Technologien schneller, wodurch Produktrisiken steigen und sich Produktzyklen verkürzen. Im Ergebnis nehmen durch den ständigen technologischen Fortschritt die Informationsverbreitung und damit die Globalisierung erheblich an Geschwindigkeit zu. Die Folgen der Globalisierung und den verkürzten Lebenszyklen äußern sich in zahlreichen Unternehmensinsolvenzen der vergangenen Jahre.

Der Begriff des Risikomanagements und Gründe für das Betreiben sind in Abbildung 1. zusammengefasst.[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Begriff und Gründe des Risikomanagements[2]

Ein professionelles Risikomanagement erfordert die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Praktikern unterschiedlicher Disziplinen. Dazu zählen insbesondere Ökonomen, Mathematiker, Naturwissenschaftler aber auch Informatiker.

Die größte Herausforderung des Risikomanagements besteht darin, das heterogene Spezialwissen zu vernetzen und auf die Unternehmensziele auszurichten.[3]

1.1 Themenstellung und Relevanz

Auch immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen wollen und müssen sich international orientieren, um neue Märkte zu erschließen oder Geschäftsprozesse zu optimieren.

Die internationale Markterschließung ist allerdings im Vergleich zum Inlandsgeschäft mit zusätzlichen Anforderungen verbunden, die zu berücksichtigen sind. So spielen Fragen technischer oder rechtlicher Art beim Export von Produkten ebenso eine Rolle wie kulturelle Unterschiede oder Sprachprobleme bei Geschäftsverhandlungen im Ausland.

Besonders erfolgreiche Geschäfte machen die Unternehmen in den EU-15/EFTA-Ländern, in Asien und in den zehn neuen EU-Mitgliedstaaten. Die aktuelle Geschäftssituation als auch die weiteren Perspektiven auf den europäischen Zielmärkten wird als besonders positiv eingeschätzt.

Vom erweiterten EU-Markt verspricht man sich vor allem Zukunftspotenzial:

Hier sieht man gute Chancen in Polen (78%), Tschechien (75%) und Ungarn (61%). Weltweit wird die größte Dynamik der Geschäftsentwicklung in China (heute 52,4%, zukünftig 80,6%), Russland (heute 38,6%, zukünftig 68,6%) sowie Indien (heute 29,6%, zukünftig 50%) stattfinden.

Es lohnt sich für Unternehmen, gleich welcher Größenordnung und Branche, sich neue Wachstumsziele durch die Erschließung internationaler Märkte zu setzten. Um diese Ziele zu erreichen ist eine gründliche Vorbereitung notwendig, es müssen passende Geschäftspartner gefunden werden, eingehende Informationen über den Markt, sowie geeignetes Fachpersonal gefunden werden. Des Weiteren muss ein ausgearbeitetes Geschäftskonzept, das die Grundlage für zukunftsweisende und wachstumsorientierte unternehmerische Entscheidungen darstellt, entworfen werden.

Es eröffnet sich im Ausland eine Vielzahl von Chancen. Die Risiken sind bei gründlicher Vorbereitung meist überschaubar und kontrollierbar.[4]

1.2 Investitionschancen im europäischen Wirtschaftsraum

Mit der Erweiterung der Europäischen Union auf 27 Mitgliedstaaten ist der europäische Wirtschaftsraum der größte gemeinsame Markt der Welt. Zwei Drittel des gesamten EU-Handels entfallen auf den Handel zwischen den Mitgliedstaaten.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft profitiert hiervon in besonderem Maße:

Im Jahr 2005 wurden von Deutschland Waren im Wert von fast 500 Mrd. Euro in die Mitgliedstaaten exportiert.

Neben den Waren kommt auch den Dienstleistungen eine immer größere Bedeutung für den europäischen Binnenmarkt zu. Dienstleistungen stellen mittlerweile 60 bis 70% der wirtschaftlichen Aktivität der EU dar und sind damit auch ein wichtiger Beschäftigungsfaktor.

Ein funktionierender Binnenmarkt ist die Voraussetzung dafür, dass die europäische Wirtschaftskraft weiter steigt. Er ist nicht nur Grundlage für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen, sondern sichert Arbeitsplätze und bietet soziale Sicherheit in Zeiten der Globalisierung. So haben der freie Waren-, Dienstleistungs-, Kapital und Personenverkehr bei den 457 Mio. Verbrauchern in Europa zu einem höheren Lebensstandard geführt.

Sie können heute günstiger einkaufen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder einfacher reisen als noch vor 20 Jahren. Der maßgeblich auf einem funktionierenden Binnenmarkt beruhenden Wirtschaftsraum Europa ist damit ein Eckpfeiler unseres sozialen Wohlstands.[5]

Der Schwerpunkt dieser Bachelorarbeit besteht darin, einen direkten Ländervergleich der Länder Polen und Russlands aufzuzeigen und somit mögliche Risiken und Hemmnisse zu veranschaulichen. Im Rahmen dieser Analyse werden vor allem die Komponenten des Länderrisikos zur Beurteilung herangezogen.

Durch die Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 und weiterer Erweiterungsrunden um die Staaten Osteuropas muss ein Umdenken in den multinationalen Unternehmen innerhalb der bisherigen Geschäftspolitik erfolgen.

Diese Arbeit stellt mit ihrer aktuellen Brisanz einen wissenschaftlichen Beitrag mit erheblicher Praxisrelevanz für die hiesigen Unternehmen dar. Gleichwohl kann diese Arbeit nur einen begrenzten Einblick in die Komplexität der Thematik gewähren.

Das ist insbesondere mit der Fülle von Informationen verbunden, die eine Investitionsentscheidung beeinflussen. Daher ist es erforderlich, sich auf die Verwertung wesentlicher Informationen zu beschränken.

Durch die zum großen Teil analysierende Vorgehensweise hat die Verarbeitung statistischer Daten einen besonderen Stellenwert. Darauf aufbauend können gute Erkenntnisse über die Bedingungen in den osteuropäischen Transformationsländern gewonnen und schließlich Investitionsentscheidungshilfen abgeleitet werden.

2. Russland als attraktiver Markt für ausländische Investoren/Unternehmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Landkarte Russland

Russland bleibt ein perspektivenreicher Markt und Investitionsstandort für deutsche Unternehmen. Das Wirtschaftswachstum von mehr als 6% pro Jahr wird vor allem durch den Konsum und die Investitionen vorangetrieben. Einen großen Teil der Nachfrage nach Investitionsgütern decken Einfuhren ab. Dadurch bieten sich der deutschen Exportwirtschaft auch in den nächsten Jahren sehr gute Chancen auf dem boomenden russischen Markt. Russland ist heute der wichtigste Außenhandelspartner Deutschlands in Mittel- und Osteuropa. Für 2007 wird mit einem Warenaustausch von 55 Mrd. Euro (2006: 53,5 Mrd. Euro), ein neuer Höchststand des bilateralen Handels, gerechnet.

Die guten Aussichten sind auf das hohe Wachstum der russischen Wirtschaft und den großen Importbedarf zurückzuführen. Deutsche Unternehmen können dabei vor allem von der Investitionsoffensive im Land profitieren.

2.1 Investitionsklima

Investitionen im Infrastrukturbereich werden zu einem der Schwerpunkte der nächsten Jahre gehören. Dazu gehört allen voran die Erneuerung, Modernisierung und der massive Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten. Der Investitionsbedarf für die gesamte Stromwirtschaft (konventionelle Kraftwerke, Wasser- und Kernkraft, Leitungsnetz) wird auf mindestens 420 Mrd. US$ bis zum Jahr 2020 geschätzt.

Für ausländische Unternehmen ergeben sich in diesem Sektor dadurch sehr gute Möglichkeiten, als Lieferant oder Investor zum Zuge zu kommen.

Mit verstärkten Investitionen ist auch im Transportsektor zu rechnen.

Für den Fernstraßenbau werden zusätzliche Mittel aus dem Föderalbudget bereitgestellt. Ferner stehen für den Bereich staatliche Investitionsfonds zur Verfügung (für die Infrastrukturkomponente großer Investitionsvorhaben). Mit Hilfe von PPP-Modellen (Private Public Partnership) werden in nächster Zeit mit Beteiligung privater auch ausländischer Investoren und Betreiber große Autobahn- und Schnellstraßenvorhaben (Beispiele: Schnellstraßen und Tunnel in Sankt Petersburg, Mautautobahn Moskau - Sankt Petersburg) realisiert.

Hinzu kommen die Modernisierung und der Ausbau von See- und Flughäfen, Lager- und Logistikzentren. Impulse für Investitionen in Häfen dürften von speziellen Sonderwirtschaftszonen ausgehen. Entsprechende Beschlüsse über die Gründung solcher Hafenzonen sind für die nächsten Monate zu erwarten.

Gute Aussichten bestehen weiterhin im Wohnungsbau. Die ohnehin schon sehr rege Investitionstätigkeit in diesem Bereich hat Anfang 2007 erneut deutlich zugenommen. Für die nächsten Jahre kann mit weiteren Impulsen, die vom Staat ausgehen, gerechnet werden. Im Jahr 2006 sind neue Wohnungen mit einer Fläche von über 50 Mio. qm errichtet worden. Eine starke Investitionstätigkeit ist derzeit im russischen Automobilbau festzustellen.

Lokale Kfz-Hersteller (wie Sewerstal-Awto, Gruppe GAZ) und internationale Autokonzerne (VW, Toyota, GM, Ford und weitere) errichten Werke oder bauen ihre Kapazitäten aus. Immer mehr ausländische Zulieferer kommen nach Russland.

Auch auf sie ist zurückzuführen, dass der Zufluss ausländischer Direktinvestitionen nach Russland derzeit steil nach oben zeigt (2002: 3,5 Mrd. US$, 2005: 14,8 Mrd. US$, 2006: 32,7 Mrd. US$).

2.2 Konsumklima

Der Konsumboom in Russland ist ungebrochen. Angetrieben wird er durch die stark steigenden Löhne und Einkommen. Die Entwicklung der Verbraucherkredite trägt sein Übriges dazu bei. Die Reallöhne werden nach Schätzung der Regierung 2007 und 2008 zweistellig wachsen, ebenso die Umsätze des Einzelhandels.

Das günstige Konsumklima hat zahlreiche ausländische Handelskonzerne zum Einstieg und starker Expansion in Russland bewogen. Das gilt sowohl für den Lebensmittelsektor (Metro, Auchan und andere) als auch für den Handel mit dauerhaften Konsumgütern (Obi, Media Markt, Castorama und andere).

Die russische Industrie hat in den vergangenen Jahren im Konsumgütersektor aufgeholt und in vielen Segmenten der Nahrungsmittelproduktion (etwa Milchprodukte, Säfte) Importe weitgehend verdrängt. Zur Importsubstitution haben auch Investitionen ausländischer Unternehmen in Russland beigetragen (beispielsweise Kraft Foods, Nestlé).

Die Interventionen des Staates, das heißt aus dem Budget geförderte Nationalprojekte (Beispiel: Fleisch) tragen langsam Früchte.

Dennoch kann die russische Industrie mit der stark steigenden Nachfrage nicht Schritt halten, so dass auch in diesem Bereich noch Lieferchancen bestehen.[6]

Zusammenfassend kann man sagen, dass es viele Vorteile für ausländische Investoren bzw. Unternehmen gibt:

- Riesiger Markt mit großem Potenzial
- Starkes Wirtschaftswachstum
- Günstige Produktionskosten
- Modernes Recht zur Gründung von Kapitalgesellschaften
- Attraktives Steuersystem (Einkommenssteuer: 13%, Gewinnsteuer für Unternehmen maximal 24%)

Folgende Branchen weisen ein besonders großes Potenzial in Russland auf:

- Maschinen- und Anlagenbau
- Chemie
- Nahrungsmittelindustrie
- Infrastruktur
- Telekommunikation
- Automobil- und Automobilzulieferbranche
- Elektronik, Elektrotechnik und IT
- Luft- und Raumfahrt[7]

2.3 Allgemeine Wirtschaftsentwicklungen Russlands

Russlands Wirtschaft wird in den kommenden Jahren dank hoher Weltmarktpreise für Öl und Gas, einer steigenden Binnennachfrage, sowie verstärkten Investitionen des Staates weiter mit Raten zwischen 6 und 7% wachsen. Dabei werden die Importe zweistellig zulegen, während die Exporte auf dem bisherigen Niveau stagnieren oder sogar sinken. Deutschland bleibt der wichtigste Außenhandelspartner des Landes.

Die deutschen Ausfuhren nach Russland haben 2007 erneut um rund ein Drittel zugelegt und dürften einen Wert von über 30 Mrd. Euro (2006: 23,4 Mrd. Euro) erreicht haben.[8]

2.3.1 Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

Russlands Konjunktur lief 2007 besser, als noch zu Jahresbeginn erwartet. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird auf 7,3% geschätzt. Für die kommenden Jahre ist allerdings eine Abschwächung der Dynamik zu erwarten. Das Wirtschaftsministerium prognostiziert für 2008 und 2009 nur noch einen BIP-Anstieg von 6,4 bzw. 6,0%. Die Ökonomische Expertengruppe, die dem Finanzressort nahe steht, geht für 2008 von 5,7% Wachstum aus.

Grund für das nachlassende Tempo sind vor allem die Expansionsgrenzen der Rohstoffkonzerne. Deren Produktion lässt sich kaum noch weiter steigern und die Preise auf den Weltmärkten für Öl und Gas dürften allmählich ihr Maximum erreicht haben. Etwa 80% der russischen Exporterlöse entfallen auf Energieträger und Metallrohstoffe. Gleichzeitig wachsen andere Branchen wie Bau, Einzelhandel, Banken oder die Automobilindustrie überdurchschnittlich stark. Sie profitieren von den schnell steigenden verfügbaren Einkommen (realer Anstieg zwischen Januar und September 2007: +12,4%). Wachstumstreiber sind auch die Bruttoanlageinvestitionen, die in den ersten drei Quartalen 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 21% gestiegen sind. Das Wirtschaftsministerium geht in seiner langfristigen Entwicklungsstrategie von BIP-Zuwächsen um die 5% bis 2010 aus.[9]

Wirtschaftliche Eckdaten 2007 bis 2009[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.3.1: Wirtschaftliche Eckdaten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.3.2: Gesamtwirtschaftliche Prognosen[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.3.3: Großprojekte[12]

Wachstumsbranchen und -Märkte: in den kommenden Jahren (siehe auch Tabelle: Großprojekte)

- Kfz,
- Bauwirtschaft,
- Baustoffe,
- Telekommunikation,
- IT,
- Konsumgüter,
- Handel,
- Pharma und
- Maschinenbau.[13]

2.4 Länderrisiken

Länderrisiken beinhalten alle Risiken internationaler Geschäfte, deren unmittelbare Risikoursachen aus dem ökonomischen, sozialen und/oder politischen Umfeld eines bestimmten ausländischen Landes hervorgehen und die spezifisch für das betrachtete Land (oder die geographische Region, in dem sich das Land befindet) sind.

Der Begriff des Länderrisikos umfasst damit sozio-politische Risiken, länderspezifische ökonomische Risiken, Staatsausfallrisiken, Transferrisiken, Finanzierungsbedingte Risiken, länderspezifische Investitionsrisiken und Rechtsrisiken.

Eine Risikoursache gilt als spezifisch für das betrachtete Land / eine betrachtete Region, wenn sie einerseits das gesamte Land / die gesamte Region und alle dort abgeschlossenen Geschäfte gleichermaßen betrifft und andererseits alle Geschäfte außerhalb des Landes / der Region nicht betrifft.

In der Literatur werden unter dem Begriff Länderrisiko häufig nur die länderspezifischen Risiken des ausländischen Kreditgeschäfts verstanden.

Eine derartige Definition war für die praktische Verwendung ausreichend, solange das Auslandsgeschäft der Banken hauptsächlich aus Kreditgeschäft bestand.

Da dies inzwischen nicht mehr der Fall ist und international tätige Banken auch im übrigen Auslandsgeschäft erheblichen länderspezifischen Risiken ausgesetzt sind, umfasst der vorliegende Länderrisikobegriff auch Risiken, die nicht ausschließlich mit dem Kreditgeschäft verbunden sind.[14]

2.4.1 Politische Risikokomponenten

Russlands Industrie arbeitet am Rande ihrer Kapazitäten, der Abnutzungsgrad der Anlagen ist hoch, so dass das Investitionspotenzial enorm bleibt. Daneben erhöhen die Lohnsteigerungen den Investitionsdruck.

Die Geldbeschaffung ist dabei besonders für große russische Unternehmen immer seltener ein Problem. Ausländische Banken vergeben an die liquide Kundschaft aus dem Rohstoff-, Immobilien- oder Nahrungsmittelsektor gern Kredite.

Entsprechend schnell wächst die Außenverschuldung des Privatsektors in Russland. Nach Angaben der Zentralbank stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland von Januar bis September 2007 um ein Viertel auf 220 Mrd. US$. Kapital fließt aber auch durch Börsengänge im In- und Ausland in die Unternehmen. Schätzungen für 2007 gehen von IPO-Einnahmen (Initial Public Offerings) von über 40 Mrd. US$ aus.

Für das Gesamtjahr 2007 erwartet das Wirtschaftsministerium einen realen Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen um 18,2% auf ein Volumen von über 6,2 Bill. Rubel (rund 240 Mrd. US$). Auch in den kommenden drei Jahren sollen die Investitionen jeweils zweistellig zulegen und bis 2010 einen Wert von 11,5 Billionen Rubel erreichen (rund 430 Mrd. US$ gemäß prognostiziertem Umrechnungskurs für 2010 von 1 US$ = 26,5 Rubel).

Das Investitionsklima im Land ist trotz makroökonomischer und politischer Stabilität immer noch getrübt. Im aktuellen Weltbank-Report "Doing Business 2008" liegt Russland nur auf Platz 106 von 178 untersuchten Staaten (2007: Rang 112).

Besonders schlechte Noten bekamen die Beschaffung von Lizenzen, der grenzüberschreitende Handel und die Abwicklung von Steuerformalitäten, für die laut Weltbank besonders komplizierte und langwierige Vorschriften gelten.

Auch im Index der Korruptionswahrnehmung von Transparency International lag Russland 2007 wieder weit hinten (Rang 143 von 179 Ländern) und hat sich gegenüber dem Jahr zuvor um 22 Plätze verschlechtert.[15]

Ende 2007 hat Russland zudem ein neues Gesetz entworfen, das ausländisches Engagement in strategischen Branchen regulieren soll. Darin enthalten sind 39 Geschäftsfelder von der Rohstoffgewinnung über die Atomenergie bis hin zur Stromverteilung, in denen sich ausländische Unternehmen nur auf Antrag und nach ausdrücklicher Genehmigung mehrheitlich beteiligen dürfen.

Selbst der erfolgreiche Versuch des Staates, ausländische Mehrheitseigentümer großer Rohstofflagerstätten zugunsten der staatlich kontrollierten Gazprom in Minderheitenpositionen zu drängen (betroffen waren 2007 Shell und BP), scheint die Investoren nicht abgeschreckt zu haben.

Im Gegenteil: Shell hat Anfang November 2007 angekündigt, sich an neuen Milliardenprojekten zur Gas- und Ölförderung auf der Jamal-Halbinsel und in der Karasee zu beteiligen.[16]

Gerade im Russlandgeschäft ist das Kreditrisiko aus politischen Gründen nicht außer Acht zu lassen. Besonders kleinere und mittlere russische Unternehmen sind von regionalen politischen Autoritäten geschützt. Wenn Unternehmen dann in Ungnade fallen und diese Projektion nicht mehr besteht, ist die Existenz der Unternehmen in Gefahr. Es gibt große Unterschiede zwischen den Bilanzen großer international aufgestellter russischer Unternehmen und den der „normal“ russischen Unternehmen.

Der Prozess der Bilanzreife in russischen Unternehmen ist ein sehr zeitaufwendiger, demnach die Bonitätsanalyse ein sehr aufwendiger Prozess, man darf sich nicht nur auf Zahlen verlassen, sondern muss das gesamte Marktumfeld ansehen.

Ein weiterer Risikofaktor stellt das Bankensystem in Russland dar.

„Das Bankensystem ist die Achillesferse der russischen Wirtschaft.“ so Per Fischer.

Es gibt zu viele Banken mit zu geringer Kapitalausstattung und somit kommt es immer wieder zu systembedingten Krisen. Derzeit existieren 1.183 registrierte Institute, allerdings mit fallender Tendenz. Der staatliche Bankensektor wächst überproportional. Die fünf größten Banken haben zusammen 41,1% der Gesamtaktiva. Die Sberbank zieht mit rund 20.000 Filialen somit 60% der Spareinlagen auf sich. Während sie in Moskau und St. Petersburg übermäßig vertreten ist, besteht auf dem Land eine äußerst niedrige Servicekultur. Die Kapitalausstattung der russischen Banken ist immer noch sehr dürftig. Die Gesamtkapitalausstattung der russischen Banken liegt bei 44,1 Mrd. Euro und einer Bilanzsumme von 365,5 Mrd. Euro. Zwar wächst der Bankensektor, doch um seine volkswirtschaftlichen Aufgaben zu erfüllen reicht es noch nicht. Problematisch ist auch der geringe Anteil ausländischer Banken von nur 11 bis 12%.

Per Fischer fasst folgendes zusammen: „ Was den Bankensektor angeht gibt es viel Positives, aber auch noch enorm viel zu leisten. Wichtig ist auf jeden Fall die Aufsicht durch die russische Zentralbank und eine stärkere Beteiligung der ausländischen Banken.“[17]

Vor allem die Zertifizierung und der Zoll stellen die Unternehmer immer wieder vor große Herausforderungen. So gibt es keine gegenseitige Anerkennung von Qualitätszertifikaten zwischen Russland und der EU.

Dies hat zur Folge, dass fast jedes Produkt, das nach Russland eingeführt werden soll, von unabhängigen und speziell dafür akkreditierten Gesellschaften auf die Konformität mit den russischen Normen und Anforderungen geprüft und im so genannten GOST-R-Zertifikat dokumentiert werden muss.

Ohne die Hilfe von Spezialisten wie beispielsweise der weltweit operierenden SGS ist das kaum zu bewältigen. So kommt es vor, dass ein Unternehmen erst vom Zollbeamten erfährt, dass GOST-R- oder Hygienezertifikate benötigt werden.

Sind dann umfangreiche Prüfungen erforderlich, kann die Ausstellung der Zertifikate schon mal mehrere Wochen dauern.

Jeder Unternehmer sollte daher die Frage der Zertifizierung für das Russland-Geschäft möglichst vor Vertragsabschluss erörtern – auch um die Kosten einkalkulieren zu können.[18]

2.4.2 Wirtschaftliche Risikokomponenten

Dank der guten Ertragslage der Energieexportunternehmen, aber auch durch die Umverteilung der staatlichen Erlöse aus dem Öl- und Gasgeschäft wurden umfangreiche Investitionen in der Wirtschaft finanziert. Die Expansion der Inlandsnachfrage regte die inländische Produktion an. Der Energiesektor besitzt damit nach wie vor eine herausragende Rolle für die Gesamtwirtschaft. Dies bringt allerdings auch Risiken für eine stabile Wirtschaftsentwicklung. Zwar können Schwankungen auf den Weltmärkten in ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft über den Stabilisierungsfonds kurzfristig abgefedert werden, längerfristig bleibt die Entwicklung allerdings ungewiss, denn die russische Politik hat nur begrenzten Einfluss auf die Weltmarktpreise für Energieträger.

Um die Rohstoffabhängigkeit der Wirtschaft zu verringern, mussten die Investitionen stärker wachsen und die Umstrukturierung der Wirtschaft rascher vorangebracht werden. Dies ist von der russischen Regierung erkannt worden. In einem mittelfristigen Entwicklungsprogramm von Wirtschaftsminister Gref sollen durch Maßnahmen zur Umstrukturierung und Modernisierung der Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit gefördert und gezielt neue Wachstumschancen jenseits der bisherigen Wege erschlossen werden. Dies wird sich aber nur schrittweise realisieren lassen.[19]

Getrübt wird das positive Gesamtbild durch die zunehmende Einflussnahme des Staates auf die Wirtschaft, die steigende Inflation, Fachkräftemangel und geringe Produktivitätszuwächse.

Ein weiteres Risiko stellt die demografische Entwicklung dar. Nach aktuellen Studien der Regierung sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter bis 2020 von derzeit 90 Mio. auf 77 Mio. Schon jetzt macht sich in vielen Branchen und Regionen ein Fachkräftemangel bemerkbar. Negativ kommt die langsame Entwicklung der Arbeitsproduktivität hinzu. Sie stieg 2006 lediglich um 6,2%, während die Reallöhne um 13,3% nach oben geklettert sind.

Die Wettbewerbsfähigkeit russischer Unternehmen leidet auch unter dem immer stärkeren Rubel. Zwischen Januar und November 2007 hat die einheimische Währung gegenüber dem US-Dollar um 7% aufgewertet. Das verbilligt die Importe und erschwert zugleich den Verkauf russischer Waren im Ausland.

Gefahr für die gesamtwirtschaftliche Stabilität birgt daneben die Preisentwicklung. Schon im Sommer musste sich die Regierung von ihrem Ziel verabschieden, die Inflationsrate 2007 unter dem Vorjahreswert von 9% zu halten.

Das Geldmengenwachstum ist aufgrund der sprudelnden Exporterlöse ungebrochen stark. So stieg das Aggregat M2, eine Kennzahl für die Geldmasse, laut Zentralbank in den ersten neun Monaten 2007 um 28%. Der Kreml hat Produzenten und Händler von Lebensmitteln zu einem Preisstopp vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bewegt. Dennoch erreichte die Inflation 2007 11%. Noch stärker als die Verbraucherpreise steigen die Erzeugerpreise. Sie lagen schon im September 2007 um 17% über den Werten von Ende 2006.

Wegen der steigenden Sozialausgaben (zum Beispiel Rentenerhöhungen, nationale Projekte im Gesundheits- oder Bildungswesen) und dem zunehmenden Investitionsengagement des Staates in der Wirtschaft steigen die Ausgaben aus dem Staatsbudget derzeit schneller als die Einnahmen. Der Haushaltsüberschuss lag in den ersten drei Quartalen 2007 bei 1.600 Mrd. Rubel (7% des BIP) und damit um fast 100 Mrd. Rubel unter dem Vorjahreswert.[20]

Wirtschaftliche Risiken beziehen sich auch auf die mit dem Auslandsgeschäft verbundene Verlustgefahr durch unternehmerische Fehleinschätzungen oder unbeeinflussbare wirtschaftliche Ereignisse, die den Kapitaleinsatz und die erwarteten Gewinne bedrohen. Im Einzelnen kann man folgende wirtschaftliche Risiken unterscheiden: Marktrisiko, Preisrisiko, Kreditrisiko, Annahmerisiko, Kursrisiko, sowie das Transportrisiko.[21]

2.5 Überblick der Geschäftsentwicklung zwischen Deutschland und Russland

Weltweiter Handel und Auslandsinvestitionen sind seit langem eine wesentliche Basis für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Über die Jahre ist ihre Bedeutung stetig gewachsen.

Die Gründe liegen vor allem in der Osterweiterung der EU, in der zunehmenden Verbreitung des Euro als internationale Handelswährung und in der Öffnung neuer Märkte. Künftig wird aber auch der Wettbewerb mit Industrie- und Schwellenländern noch härter und das weltwirtschaftliche Umfeld für deutsche Exporteure wird noch schwieriger.

Deutsche Unternehmen müssen die Chancen der Globalisierung weltweit wahrnehmen.

Das beginnt bei der Informationssuche über ausländische Märkte, geht über die Finanzierung und den Transport der Güter bis hin zu rechtlichen Fragen.[22]

Russland konnte in den vergangenen Jahren wegen des Rohstoffhungers im Ausland und der hohen Weltmarktpreise für Öl, Gas und Metalle enorme Handelsüberschüsse erzielen, so ist das Plus im Jahresverlauf 2007 etwas zurückgegangen.

In den ersten neun Monaten verzeichnete die Statistik einen Warenaustausch von 404 Mrd. US$ (+20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Dabei stiegen die Exporte nur noch um auf 249,4 Mrd. US$, während die Importe auf 154,6 Mrd. US$ zugelegt haben.

Die Ausfuhr des wichtigsten Produktes Rohöl (rund ein Drittel Anteil am gesamten Ausfuhrwert) kann nicht mehr nennenswert gesteigert werden. Der Volumenzuwachs lag 2007 lediglich bei rund 3%.

Bei Erdgas sind die Lieferungen ins Ausland wegen des milden Winters im Jahresverlauf sogar zurückgegangen. Gleichzeitig stehen keine weltmarktfähigen Produkte zur Verfügung, die den stagnierenden Rohstoffexport ersetzen könnten. Das Wirtschaftsministerium rechnet für 2008 nur noch mit einem leichten Anstieg der russischen Ausfuhren auf rund 354 Mrd. US$ (+3%).

Ab 2009 soll das Exportvolumen den Prognosen zufolge dann sogar sinken (um 5% auf 337 Mrd. US$).

Russlands Importe werden sich dagegen weiter dynamisch entwickeln. Hier geht die Regierung von zweistelligen Zuwachsraten aus (2008: +21% auf 270 Mrd. US$).

Ab 2010 könnte die Handelsbilanz laut diesen Berechnungen dann erstmals ins Minus gehen wenn sich Russlands Wirtschaft bis dahin nicht schneller diversifiziert und von der Rohstoffabhängigkeit befreit hat.

Wichtigster Handelspartner ist nach wie vor die Europäische Union, mit der Russland über die Hälfte seines Warenaustauschs abwickelt. Allerdings ist der EU-Anteil im Jahresverlauf 2007 leicht zurückgegangen, während sich der Handel mit den GUS-Ländern und dem asiatisch-pazifischen Raum dynamischer entwickelte.

Deutschland war in den ersten neun Monaten 2007 erneut der bedeutendste Lieferant Russlands mit einem Volumen von 18,2 Mrd. US$ (gemäß russischer Zollstatistik).

Der Anteil von Maschinen, Ausrüstungen und Transportmitteln an den Gesamtimporten aus Ländern außerhalb der GUS wächst weiter (Januar bis September 2007: 53,3%, Vorjahresperiode: 50,5%). Hier wirkt sich der Investitionsboom in Russlands Industrie aus, der qualitativ und quantitativ kaum durch die einheimischen Hersteller bedient werden kann. Weiter warten müssen Exporteure auf den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO), der sich nun schon seit mehreren Jahren verzögert.

Im Laufe der Verhandlungen tauchen immer wieder neue Problemfelder auf.

Zuletzt hatten vor allem die Zollwertbestimmung aber auch Russlands Beharren auf den Übergangstarifen für Fleischimporte den Prozess ausgebremst. Nun rechnet Moskau für den Sommer 2008 mit einem Beitritt zur WTO.[23]

In dem WTO-Beitritt Russlands wir ein wichtiges weltwirtschaftliches Integrationssignal gesehen, das die viel beschworene Markteröffnung beschleunigen und den Strukturwandel voranbringen dürfte. Und das nicht zuletzt zum Vorteil der bislang stark rohstofflastigen russischen Exportwirtschaft.[24]

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Abb. 2.5: Hauptlieferant Januar bis September

2.5.1 Exportstruktur

Waldemar Lichter sagte in einem Interview folgendes über Deutschland und Russland: „Deutschland ist Russlands Handelspartner Nummer eins – weit vor der Ukraine, Weißrussland, anderen europäischen Ländern oder der VR China.

Der bilaterale Warenaustausch zeigt seit der Rubel-Krise 1998 steil nach oben.

Kaum ein anderes Land kann solche Steigerungsraten aufweisen. Eine große Rolle spielen sicherlich die engen Beziehungen, die Russland und Deutschland seit Jahrhunderten miteinander verbindet.[25]

Der andere Teil ist, dass die deutsche Exportwirtschaft genau das bieten kann, was Russland dringend benötigt – Investitionsgüter. Etwa die Hälfte der russischen Bezüge aus Deutschland sind Maschinen, Ausrüstungen und Transportmittel.“

Russland ist die größte Volkswirtschaft, die noch nicht in das multilaterale System des internationalen Handels, für das die WTO steht, eingebunden ist. Die Abwesenheit eines Landes von der Größe und Bedeutung Russlands wird von den anderen Nationen schlichtweg als Manko angesehen. Die Gründe, warum die WTO-Mitgliedstaaten jedes nur denkbare Interesse haben, Russland in den Club aufzunehmen, liegen auf der Hand: Marktzugang, Marktzugang und nochmals Marktzugang.

Mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von fast 7% über die letzten Jahre empfiehlt sich Russland als wichtiger Wachstumsmarkt. Die EU als größter Handelspartner ist gut positioniert, allen voran Deutschland. China und die Ukraine sind in der Handelsstatistik ebenfalls prominent vertreten.

Damit die Chancen des russischen Marktes nicht zu unkalkulierbaren Risken werden, unterstützen die anderen Handelsnationen Russlands Integration in den Welthandel über das multilaterale Regelwerk der WTO. Dieses Prozedere bringt die doppelte Gewissheit, dass die Integration zum einen zu transparenten Rahmenbedingungen erfolgt und zum anderen für alle beteiligten Länder gleichermaßen gilt.

Im Fall Russlands drängt sich dieses Vorgehen geradezu auf. Das Land machte im vergangenen Jahr mehrfach durch „ den Kapriziösen Gebrauch von Hygienemaßnahmen“ (Economist) von sich reden, um Agrarimporte zurückzuweisen.

Und den Vorwurf, es setze seine Energieressourcen im benachbarten Ausland als politisches Druckmittel ein, muss Moskau erst noch glaubhaft entkräften. Im Rahmen der WTO wird Russland Erfahrungen damit machen, dass Größe und Macht nicht die allein entscheidenden Faktoren bei der Lösung von Handelsdisputen sind.

Russlands Motive für den Beitritt zur WTO liegen im mittelfristigen Bereich. Kurzfristig wird das Land mehr geben als nehmen. Beobachter sind sich einig, dass ein WTO-Beitritt diejenigen Kräfte im Land stärkt, die den gezielten Aufbau einer Exportwirtschaft anstreben. Gegenwärtig sind Russlands Exporte extrem rohstofflastig. Zahlreiche Wirtschaftszweige, darunter die Landwirtschaft, gelten als nicht wettbewerbsfähig. Eine vom WTO-Beitritt beschleunigte Marktöffnung, das zeigen die Erfahrungen anderer Neumitglieder, wird den Strukturwandel anschieben, den einige herbeisehnen und andere wiederum fürchten. Die Marktöffnung ist mit konkreten Erwartungen an eine Diversifizierung der russischen Wirtschaft verknüpft - in Form einer breiteren Palette von Waren und Dienstleistungen, angeboten von Mehranbietern, darunter auch kleine und mittelständische Unternehmen.[26]

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Abb. 2.5.1: Russlands Exporte (2005). Quelle: Russischer Föderaler Dienst für Statistik

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Abb. 2.5.1.1: Russlands Hauptabnehmerländer (2006). Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft

2.5.2 Importstruktur

Deutschland ist Russlands wichtigster Partner im Import. Importiert werden zum Beispiel. Maschinen, Lebensmittel und Getränke sowie Erzeugnis der petrochemischen Industrie. Die Regierung des Gebietes Moskau hat aktuell ein Programm für neue kommunale Industriezonen aufgelegt. Der nordwestliche Föderalbezirk tut viel für seine „Selbstvermarktung“ und hat in den letzten Jahren mehrfach in Deutschland eigene Kooperations- und Investitionsveranstaltungen organisiert. Etwa 500 Firmen mit deutscher Kapitalbasis sind derzeit vor Ort.[27]

Die wichtigsten Importgüter aus Deutschland waren Maschinen sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile. Auf diese Warengruppen entfielen rund 38% der russischen Gesamteinfuhren aus Deutschland. Die russisch-deutsche Handelsbilanz war in zurückliegenden Jahren aus russischer Sicht stets positiv.

Den größten Teil der deutschen Investitionen in Russland machen Wertpapieranlagen, Finanzderivate und Kreditgewährungen aus.

In Russland arbeiten 2250 Unternehmen mit deutscher Beteiligung, darunter 1350 russisch-deutsche Joint-Ventures und rund 800 Firmen mit 100% deutschem Kapital. Mehr als 1000 Vertretungen der deutschen Firmen sind in Russland (vor allem in Moskau und Sankt-Petersburg) präsent.

Die Zahl der deutschen Firmen in Russland hat laut den Angaben des Verbunds der deutschen Wirtschaft in Moskau um 20% zugenommen.[28]

2006 erreichte das Gesamtvolumen russischer Importe 160 Mrd. USD.

Bis 2010 wird eine Steigerung auf über 260 Mrd. USD erwartet. Die Nachfrage betrifft neben Maschinen und Anlagen, Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile sowie Baustoffe, Produkte der chemischen Industrie und Elektroindustrie, verstärkt aber auch IT, Konsumgüter und Dienstleistungen.

Die imposante wirtschaftliche Entwicklung Russlands macht sich aktuell auch auf internationaler Ebene bemerkbar. Deutschland ist bereits seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts der bedeutendste Handelspartner Russlands.2006 überstieg die deutsch-russische Handelsbilanz erstmalig die 50 Mrd. Euro-Grenze.

Insgesamt befindet sich Russland aber im Moment eher auf einem stabilen Wachstumskurs. Dies mag damit zusammenhängen, dass sich die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Tätigkeit in Russland in den letzten Jahren nachhaltig verbessert haben, was nicht zuletzt an der Schaffung investitionsfreundlicherer rechtlicher Rahmenbedingungen liegt.[29]

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Abb. 2.5.2: Russlands Importe (2005). Quelle: Russischer Föderaler Dienst für Statistik

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Abb. 2.5.2.1: Russlands Hauptlieferländer (2006). Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft

[...]


[1] Vgl. Prof. Dr. Wolke, Thomas: Risikomanagement, R. Oldenbourg Verlag München Wien 2007, S. 2,3

[2] Quelle: Prof. Dr. Wolke, Thomas: Risikomanagement, R. Oldenbourg Verlag München Wien 2007, S. 3

[3] Lutz Johanning, Bernd Rudolph: Handbuch Risikomanagement, Uhlenbruch Verlag Bad Soden / Ts. 2000, Vorwort.

[4] Proba, Martin: Erfolgsfaktoren vom Ausland im Unternehmen, Februar 2006, IHK going International, Berlin, S. 8, 43-46

[5] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Wirtschaftsraum Europa.

Internet: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Europa/wirtschaftsraum-europa.html (Zugriff: 25.03.2008, 14.35 MEZ)

[6] )Waldemar Lichter, (2007). Länder und Märkte, Wirtschaftstrends kompakt Russland Jahresmitte 2007. (WWW-Seite, Stand 31.05.2007).Internet: http://www.bfai.de/ext/Einzelsicht-Export/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT20070530094222.html (Zugriff: 16.03.2008,15.12 MEZ)

[7] Hölper Sabine, (2007). Wirtschaft – Das IHK-Magazin 04/2007, Russland: „Arbeit für die nächsten Jahrzehnte“. (WWW-Seite, Stand 04/2007) Internet: http://www.ihk-muenchen.de/internet/mike/WirUeberUns/ihk_magazin/Magazin_042007/Unternehmen_und_Maerkte/RusslandArbeitfuerdienaechstenJahrzehnte.html (Zugriff: 10.03.2008, 9.32 MEZ)

[8] Zahlen des Statistischen Bundesamtes

[9] siehe Anhang: 2.3.1 Wirtschaftdaten über Russland zur Jahreswende 2007/08

[10] Quelle: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel

[11] 1) Reale Veränderung gegenüber Vorjahr in %, 2007 Schätzungen, 2008 und 2009 Prognosen, 2) auf Basis von Einzelhandelsumsätzen, 3) nach Angaben der Zahlungsbilanzstatistik, 4) Verbraucherpreise, Vergleich Dezember zu Dezember,

5) Außenschulden des Staates, in Klammern: gesamte Außenschuld von Staat, Banken und Unternehmen. Quellen: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, Russische Zentralbank, IWF

[12] Großprojekte, Quelle: Agentur für Außenwirtschaft

[13] Schulze Gerit, (2007). Länder und Märkte, Wirtschaftstrends Russlands Jahreswechsel 2007/08. (WWW-Seite, Stand 11.12.2007). Internet: http://www.bfai.de/ext/Einzelsicht-Export/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT20071210092318.html (Zugriff: 15.03.2008,17.30 MEZ)

[14] Vgl. Bröder, Thorsten M.: "Risiko-Management im internationalen Bankgeschäft. Eine holistische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Steuerung und Kontrolle", Reihe "Bank- und finanzwirtschaftliche Forschungen", Band 375,Bern/Stuttgart/Wien: 2006, Haupt Verlag AG

[15] siehe Kapitel: 5.3 und 5.4

[16] Schulze Gerit, (2007). Länder und Märkte, Wirtschaftstrends Russlands Jahreswechsel 2007/08. (WWW-Seite, Stand 11.12.2007). Internet: http://www.bfai.de/ext/Einzelsicht-Export/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT20071210092318.html (Zugriff: 15.03.2008,17.30 MEZ)

[17] Dr. Dirk Bröckelmann, (2007).Coface Deutschland. Kongress Länderrisiken, Business in Russland/GUS ungeachtet politischer Risiken stetig wachsend. (WWW-Seite, Stand 2007) Internet: http://www.laenderrisiken.de/download/WS2/Workshop_Russland_GUS_%20Nachbericht_Coface_Deutschland.pdf (Zugriff: 15.03.2008,16.38 MEZ)

[18] Hölper Sabine, (2007). Wirtschaft – Das IHK-Magazin 04/2007, Russland: „Arbeit für die nächsten Jahrzehnte“. (WWW-Seite, Stand 04/2007) Internet: http://www.ihk-muenchen.de/internet/mike/WirUeberUns/ihk_magazin/Magazin_042007/Unternehmen_und_Maerkte/RusslandArbeitfuerdienaechstenJahrzehnte.html (Zugriff: 10.03.2008, 9.32 MEZ)

[19] Kämpfe Martina, (2007). Wirtschaft im Wandel 7 / 2007, Russland: Bedeutung des Energiesektors für die Wirtschaft bleibt hoch. (WWW-Seite, Stand 7 /2007) Internet: http://www.iwh-halle.de/d/publik/wiwa/7-07.pdf (Zugriff: 18.04.2008, 16.50 MEZ)

[20] Schulze Gerit, (2007). Länder und Märkte, Wirtschaftstrends Russlands Jahreswechsel 2007/08. (WWW-Seite, Stand 11.12.2007). Internet: http://www.bfai.de/ext/Einzelsicht-Export/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT20071210092318.html (Zugriff: 15.03.2008,17.30 MEZ)

[21] Bank Austria Creditanstalt AG, Investitionsleitfaden Russland, (WWW-Seite, Stand September 2006) Internet : www.hypovereinsbank.de/firmenkunden/media/pdf/2006-09-investitionsleitfaden- russland.pdf (Zugriff: 29.03.2008,8.30 MEZ)

[22] Clement, Wolfgang. (2004). Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Erfolg im Auslandsgeschäft. Westermann, Braunschweig. 5 Auflage, April 2004. Vorwort.

[23] Schulze, Gerit. (2007). Länder und Märkte, Wirtschaftstrends Russlands Jahreswechsel 2007/08. (WWW-Seite, Stand 11.12.2007). Internet: http://www.bfai.de/ext/Einzelsicht-Export/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT20071210092318.html (Zugriff: 18.03.2008,13.46 MEZ)

[24] Hölzer, Hartmund: Russland vor WTO-Beitritt, Außenwirtschaft 2 / 2007, Stuttgart, Vorwort

[25] Interview mit Lichter, Waldemar: 100 Fragen zum Russlandgeschäft, Das Wirtschaftsmagazin für Ost-West Kooperation, Ausgabe 7 / 2007, Verband der Deutschen Wirtschaft in der russischen Förderation. S.4

[26] C.W. / Genf: WTO-Beitritt kein Sympathievotum, Außenwirtschaft 2 / 2007, Stuttgart, S. 7-8

[27] C.W. / Genf: Tjumen unter den russischen Regionen die Nummer1, Außenwirtschaft 11 / 2007, Stuttgart, S. 14

[28] Wirtschaftsbeziehungen Russland-Deutschland. Botschaft der russischen Förderation in der Bundesrepublik Deutschland. (Stand: Februar 2004) Internet: http://www.russische-botschaft.de/Information/wirtschaftsbeziehungen.htm (Zugriff: 24.03.2008,18.00 MEZ)

[29] Arzinger & Partner, ( Stand: 2007). Russisches Wirtschaftsrecht für ausländische Investoren, Wirtschaftliche Entwicklung in der Russischen Föderation. Handels und Industriekammer der russischen Förderation Repräsentanz in der Bundesrepublik Deutschland. Internet: http://www.hik-russland.de/nachrichten/recht/russischer-wirtschaftsrecht-f%c3%bcr-ausl%c3%a4ndische-investoren-200709073046.html, (Zugriff: 24.04.2008, 18.45 MEZ)

Details

Seiten
106
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836616119
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225957
Institution / Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein – European Management + Controlling, Controlling, Management & Information
Note
2,0
Schlagworte
investitionsstandort russland polen risikoindikatoren investition

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Titel: Investitionsstandorte Russland und Polen im Vergleich