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Höhere Löhne - weniger Korruption?

Die ökonomische Analyse eines vermeintlich einfachen Zusammenhangs

Diplomarbeit 2008 68 Seiten

Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Die Existenz von Korruption in einem Gemeinwesen wird nach allgemeiner Anschauung als ungünstig für die Volkswirtschaft betrachtet. Die negativen Folgen der Korruption können von ineffizienter Allokation über Wachstumsschwäche bis hin zu Armut in der Bevölkerung reichen.
Eine Reihe insbesondere rechtlicher und staatlicher Maßnahmen wird gemeinhin als günstig für die Eindämmung von Korruption betrachtet. Dazu zählen u.a. verbesserte Kontrollmechanismen, Haftung für das eigene Handeln, höhere Strafen oder eine höhere Entdeckungswahrscheinlichkeit. Die Wirksamkeit dieser Antikorruptionsmaßnahmen ist unbestritten und konnte bereits durch empirische Untersuchungen bestätigt werden.
Auch höhere Löhne werden im Allgemeinen als eine geeignete Maßnahme zur Reduzierung von Korruption betrachtet. Dieser Zusammenhang wird auch in den Ergebnissen einiger theoretischer Untersuchungen der jüngeren ökonomischen Forschung gezeigt. Diese Ergebnisse stehen jedoch im Widerspruch zu den empirischen Erkenntnissen zu diesem Thema, die diese Beziehung zwischen Löhnen und Korruption bislang nicht bestätigen konnten. Bei Vergleichen zwischen verschiedenen Ländern wurde zwar zum Teil ein signifikanter Zusammenhang zwischen Löhnen und Korruption festgestellt, aber möglicherweise sind die höheren Löhne nicht die Ursache für eine geringeres Maß an Korruption, sondern auch nur die Auswirkung anderer Rahmenbedingungen, die sowohl die Eindämmung von Korruption als auch die Höhe der Löhne günstig beeinflussen. Studien innerhalb eines Landes konnten die positive Wirkung höherer Löhne auf das Ausmaß an Korruption bislang jedenfalls nicht bestätigen.
Die Erhöhung der Löhne als Antikorruptionsmaßnahme ist zudem eine sehr kostenintensive Maßnahme, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Vor diesem Hintergrund ist ohne Zweifel eine theoretisch fundierte Untersuchung der Zusammenhänge zwischen dem Maß an Korruption einerseits und der Höhe der Löhne andererseits notwendig.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Abschnitt wird der Ansatz von Luis A. Sosa aus seinem Aufsatz: „Wages and other determinants of corruption” untersucht. Sosa bietet ein theoretisches Modell an, das das Verhalten eines Individuums, das seinen Erwartungsnutzen maximiert, zu erklären vermag, und darüber hinaus die zum Teil ambivalenten empirischen Erkenntnisse stützt. Anhand des Ansatzes von Sosa sollen in dieser Arbeit die folgenden Fragestellungen untersucht werden:
Welche […]

Details

Seiten
68
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836614856
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225890
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaftslehre
Note
1,3
Schlagworte
korruption lohn nutzenmaximierung entscheidungstheorie erwartungswert

Autor

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Titel: Höhere Löhne - weniger Korruption?