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Funktion und Bedeutung von Berufseignungstests als Unterrichtsgegenstand der Arbeitslehre

Examensarbeit 2007 135 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1. „Berufsorientierung“, „Berufswahl“ und „Berufswahlvorbereitung“
2.2. Aufgabe und Einfluss der Schule bei der Berufsorientierung und Berufswahl
2.3. Berufswahlmodelle
2.3.1. Berufswahl als Zuweisungsprozess
2.3.2. Berufswahl als Entwicklungsprozess
2.3.3. Berufswahl als Lernprozess
2.3.4. Berufswahl als Matching-Prozes
2.3.5. Berufswahl als Entscheidungsprozess
2.3.6. Das ordnende Rahmenmodell nach Bußhof (Beispiel eines integrativen Modells)

3. Berufseignungstests
3.1. Einführende Informationen über Berufseignungstests
3.2. Die Geschichte und Entwicklung der Berufseignungsdiagnostik
3.3. Gütekriterien für psychologische (Berufseignungs-)Tests
3.4. Die Qualität von Auswahlverfahren
3.5. Die rechtliche Situation von Berufseinstellungstests
3.6. Kritik an Berufseignungstests
3.7. Der Lehrplan Arbeitslehre im Hinblick auf „Berufswahl“ und “Berufseignungstests“
3.8. Marktübersicht von „Berufseignungstests“
3.8.1. Orientierungstests
3.8.2. Das Berufswahlkonzept „MACH´S RICHTIG“ (Bundesagentur für Arbeit)
3.8.3. Der Berufseignungstest „EXPLORIX“
3.8.4. Der Berufseignungstest des „GEVA-INSTITUT“
3.8.5. Berufseignungstests im Internet
3.9. Kategorisierung/Unterscheidungsmerkmale von Berufseignungstests
3.10. Bearbeitungsregeln bei Einstellungstests
3.11. Der „psychologische Dienst“ der Bundesagentur für Arbeit und seine „Berufswahltests“

4. Berufseignungstests als Unterrichtsgegenstand der Arbeitslehre
4.1. Berufseignungstests in Form von „Orientierungstests“ als Unterrichtsgegenstand
4.2. Berufseignungstests in Form von „Einstellungstests“ als Unterrichtsgegenstand

5. Unterrichtseinheit zum Thema „Berufseignungstests“
5.1. Bedingungsanalyse
5.2. Ablaufplan
5.3. Anhang zur Unterrichtseinheit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhang A - Referenzen zum Text

Anhang B - Internetlinks zum Thema Berufsorientierung

Danksagung

Bedanken möchte ich mich besonders bei meinem Referenten Herrn Rolf Thiel für seine umfassende Beratung und Betreuung dieser Arbeit.

Ebenso gilt mein Dank meinem Co-Referent für seine Begleitung.

Allen Professoren und Lehrbeauftragten, sowie allen sonstigen Mitarbeitern der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main gilt mein Dank für die gute Ausbildung, die mir dort zuteil wurde.

Auch möchte ich mich bei der Agentur für Arbeit in Frankfurt für ihre Unterstützung und Hilfe bedanken, speziell Frau Moolenaar, Leiterin des „psychologischen Dienstes“.

Weiterhin danke ich meinen Eltern, die mir diese Ausbildung ermöglichen, und mir immer helfend mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Danke.

Vorbemerkung

Aus Gründen der Lesbarkeit steht in dieser Arbeit die benutzte männliche Form auch stellvertretend für die weibliche Form. Ich bitte hierfür um Ihr Verständnis.

1. Einleitung

Berufseignungstests sind eine wichtige Maßnahme, um Schülern in der kritischen postpubertären Phase Orientierung zu geben bezüglich ihrer existenziellen Berufswahlentscheidung. Sie finden Verwendung bei Berufsberatern, im Berufs-Informations-Zentrum der Agentur für Arbeit oder auch in Form von Auswahl-, Einstellungstests bei Unternehmen oder deren Assessment-Centern, um die Eignung der Bewerber für zu besetzende Stellen oder Ausbildungsplätze zu prüfen. Sie geben so einerseits Orientierung für die Berufswahl vor der Berufswahlentscheidung und können andererseits auch konkret Basis für den Erhalt einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle sein. Sie leiten demnach zur Selbstreflexion an über eigene Interessen, Stärken und Schwächen oder schaffen auch Voraussetzung für den Eintritt ins Berufsleben. Es existiert eine breite Anzahl verschiedener Instrumente für derartige Eignungstests, die sich je nach Einsatzgebiet unterscheiden.

Neben den kostenfreien Angeboten gibt es eine Vielzahl von privaten, kommerziellen Anbietern, welche Berufseignungstests entwickelt haben und diese wirtschaftlich vermarkten, um Berufseinsteigern bei ihrer Berufswahl zu helfen. Es gibt spezielle Bücher mit verschiedenen Testverfahren und auch Webseiten-Angebote im Internet. Diese sollen jungen Menschen helfen, sich für einen bestimmten Beruf oder die für sie geeignete Berufsausbildung zu entscheiden. Vielen jungen Menschen, speziell Schülern, begegnen Berufseignungstests zum ersten Mal im Rahmen des Schulunterrichts.

Doch nicht in jeder Schule werden diese Testverfahren durchgeführt. Was sagt der Arbeitslehre-Lehrplan zu diesen Verfahren? Ist die Durchführung von Berufseignungstests im (Arbeitslehre-)Unterricht sinnvoll? Was sind Stärken, Schwächen dieser Verfahren und wo liegen ihre Grenzen? Sollen diese Tests Gegenstand des Unterrichts sein und durchgeführt werden oder soll lediglich darüber gesprochen und reflektiert werden? Was ist deren Bedeutung und Funktion für den Arbeitslehreunterricht? Die Tatsache, dass Berufseignungstests von vielen Schülern und Fachleuten kritisiert werden, stellt die Frage nach deren Objektivität und Relevanz für die Berufsplanung der Jugendlichen in der Praxis.

Diesen Fragen wird in der vorliegenden Examensarbeit nachgegangen. Hauptfokus der Arbeit ist es die Funktion und Bedeutung von Berufseignungstests als Gegenstand des Arbeitslehreunterrichts herauszuarbeiten und zu analysieren.

Dazu wird zunächst unter „Punkt 2“ Grundsätzliches zum Sachverhalt „Berufswahl“, „Berufsorientierender Unterricht“ und „Berufsberatung“ im Arbeitslehreunterricht erläutert und es werden Begrifflichkeiten geklärt. Im dritten Abschnitt werden einige dieser Berufseignungstests vorgestellt, miteinander verglichen und es wird versucht eine Klassifizierung vorzunehmen. Ferner wird auf folgende Fragen eingegangen: Welche Arten von Tests gibt es? Unterscheiden sie sich in ihrer Struktur und ihrer Intention? Welche Anbieter gibt es? Wie sieht die rechtliche Situation von Berufseignungstests aus und welche Kritikpunkte sind anzuführen?

Im vierten Teil sollen die erarbeiteten Erkenntnisse über Berufseignungstests im Hinblick auf das „System Schule“ evaluiert werden. Die Funktion und Bedeutung von Berufseignungstests für den Schulunterricht und wie diese im berufsorientierenden Arbeitslehreunterricht sinnvoll behandelt werden können, stellt sich hier als zentrale Frage dar.

Im fünften und abschließenden Teil wird aufgrund der vorherig gewonnenen Feststellungen und Beurteilungen eine sinnvolle Unterrichtseinheit zum Thema „Berufseignungstests“ vorgestellt.

2. Theoretische Grundlagen

2.1. „Berufsorientierung“, „Berufswahl“ und „Berufswahlvorbereitung“

„Berufsorientierung“ ist in Deutschland Aufgabe der Berufsberatung der Arbeitsagentur und der allgemeinbildenden Schulen. Entsprechende Maßnahmen haben das Ziel, Berufswähler dazu zu befähigen, eine weitgehend rational begründete und selbstständige Berufsentscheidung zu treffen. Diese Fähigkeit wird auch „Berufswahlkompetenz“ genannt.[1]

Die „Berufswahl“ bezeichnet alltagssprachig den Prozess der Sozialisation und Identitätsfindung der Jugendlichen. Gleichwohl hat sie das Ziel, die jungen Menschen in das System der arbeitsteilig organisierten Gesellschaft einzugliedern.[2]

Unter „Berufswahlvorbereitung“ versteht man „alle Interaktionen zwischen Jugendlichen und den Personen, die ihnen helfen, das Berufswahlverhalten zu verbessern und sie bei ihrer Entscheidungsfindung und Entscheidungsumsetzung zu unterstützen.“[3]

Die Berufswahl eines jungen Menschen ist ein Prozess, welcher von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist, welche untereinander wiederum verflochten sind. Die Schule ist in diesem vielschichtigen Prozess nur ein Teilaspekt und ihr Einfluss sollte nicht überschätzt werden. Die folgende Grafik macht dies deutlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Studien- und Berufwahl [4]

Die Berufsentscheidung hängt zum einen von mehreren Beratungsfaktoren ab, welche der Berufswähler in Anspruch nimmt, z.B. durch Berufsberater beim Arbeitsamt, private Berufsberater und auch die Schule. Hinzu kommen soziologische Einflüsse, z. B. die eigene Familie oder Freunde. Neben den ökonomischen Faktoren wie Angebot und Nachfrage in Bezug auf Ausbildungsstellen und die jeweiligen Verdienstmöglichkeiten, spielen die persönlichen Faktoren des Schulabgängers zweifelsohne auch eine bedeutsame Rolle. Diese sind u. a. die Fähigkeiten, Neigungen und Interessen, welche eine Person mit sich bringt und wozu sie sich berufen fühlt (siehe Abb. 1).

Der Begriff „Berufswahl“ ist etwas unpassend gewählt, da die Schüler in der Realität des Ausbildungsmarktes nur eingeschränkt die „Wahl“ haben. Oftmals wird auch die Entscheidung einer Berufswahl als ein Druck empfunden, der von der Gesellschaft ausgeht. In der Alltagssprache ist der Begriff „Berufswahl“ auf die letzten ein bis zwei Jahre vor der Schulentlassung eingegrenzt. Das Phänomen Berufswahl ist aber ein stetiger „Lernprozess“, welcher durch eine fortdauernde Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Interessen, Wertorientierungen und Lebensentwürfen der Jugendlichen zu jedem Alterszeitpunkt gekennzeichnet ist. Sie zieht sich über eine große Zeitspanne hinweg und muss auch als solche betrachtet werden. Dabei muss der Jugendliche die Anforderungen, Chancen und Risiken der Berufe und Arbeitsmärkte in Betracht ziehen, um letztendlich eine Berufswahlentscheidung zu treffen.

Der Begriff „Berufsfindungsprozess“ wäre treffender da es sich meist nicht um einen einmaligen Entscheidungsakt handelt, sondern in der Regel mehrere Stationen wie Schullaufbahn, Ausbildungs-, Studiengänge und auch Fortbildungen durchlebt werden bis ein passender Beruf gefunden wird.[5] Man beachte dabei auch den aktuell in Mode gekommenen Begriff des „lebenslangen Lernens“ der immer mehr der Berufsrealität entspricht.

Verschiedene Berufswahlmodelle mit ihren unterschiedlichen Erklärungsansätzen werden im Verlauf dieser Arbeit an späterer Stelle erläutert.

Neben dieser „individuellen Perspektive“ erfüllt die Berufswahl auch „gesellschaftliche Aufgaben“. Dies sind vor allem die Sozialisation und Integration der Jugendlichen in unsere Gesellschaft, wie auch die Funktion der Qualifikation und Allokation der Berufswähler.[6]

Karen Schober schätzt in diesem Zusammenhang den individuellen Nutzen institutioneller Berufswahlhilfen wie die Schule oder professionelle Berufsberater als relativ gering ein. Berufsvorstellungen entstehen demnach schon recht früh durch das soziale und familiäre Umfeld, in dem sich der Jugendliche befindet. Pädagogen und Berater hätten zuerst einmal keinen direkten Einfluss auf die Berufswünsche der Jugendlichen. Allerdings haben Lehrer und Berufsberater durchaus die Chance zu kompetenten Helfern in der Entscheidung für einen Beruf zu werden. Sie können die „festgesetzten“ Berufswünsche auf ihre Realisierbarkeit prüfen, ergänzen, erweitern und korrigieren. Auch wenn sie angeblich keinen großen Einfluss auf die direkte Berufsentscheidung der Schüler haben, werden sie durchaus als kompetente Gesprächspartner wahrgenommen.[7] Inwieweit die Schule (und speziell Berufseignungstests) Bedeutung für die Berufswahl haben und Einfluss nehmen, wird im Verlauf der Arbeit erörtert.

2.2. Aufgabe und Einfluss der Schule bei der Berufsorientierung und Berufswahl

Die Berufsorientierung von Jugendlichen ist zum einen Aufgabe der Arbeitsagentur und ihrer Berufsberatung, und zum anderen Aufgabe der Institution Schule. Der „Deutsche Ausschuss“ stellte 1964 mit Beginn der Bildungsreform die schulische Berufsorientierung in seinem Hauptschulgutachten in den umfassenden Begründungszusammenhang des Unterrichtsfaches Arbeitslehre. Die Berufswahlvorbereitung wurde damals noch wenig konkret bestimmt.[8] Die „Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (im Folgenden: „KMK“) zur Hauptschule“ im Jahre 1969 sahen das Fach Arbeitslehre als ein eigenständiges Unterrichtsfach mit „Hinführung zur Berufswahl“ vor, in dem „auf der Grundlage praktischen Tuns und theoretischer Durchdringung“ sowie in Betriebserkundungen und Betriebspraktika eine „Orientierung über Berufsfelder, Berufsgruppen und Berufe“ ermöglicht werden soll, die „am Ende der 9. Klasse zu einer revidierbaren Berufsfeldentscheidung“ führt (KMK, 1969, 29).[9] Die „Empfehlungen des Deutschen Bildungsrates“ in seinem „Strukturplan für das Bildungswesen“ von 1970 greifen die Idee des Deutschen Ausschusses auf, erweitern diese aber auf alle allgemeinbildenden Schulen aus. Im Arbeitsförderungsgesetz §32 von 1969 ist die „Bundesanstalt für Arbeit“ verpflichtet, „mit den Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung“ zusammenzuarbeiten. 1971 ist dieser Kooperationsvertrag in einer „Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung“ zwischen KMK und Bundesanstalt konkretisiert worden. Die Kooperation soll bei berufsaufklärenden Maßnahmen erfolgen. Berufliche Einzelberatungen und Vermittlungen in berufliche Ausbildungsstellen bleibt dabei ausschließliche Aufgabe der Bundesanstalt. Speziell den Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter obliegt es, Kontakt zu den Schulen ihres Bezirkes zu halten und mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Diese Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für die jeweiligen länderspezifischen Erlasse und Richtlinien bezüglich des berufsorientierenden Unterrichts.

Folgende Möglichkeiten stehen dabei der kooperativen Berufswahlvorbereitung hauptsächlich zur Verfügung:

- Schulbesprechungen
- Elternveranstaltungen
- Vortragsveranstaltungen
- Seminare
- Schriften
- Berufsinformationszentren (BIZ)
- Berufserkundungen

(Landesarbeitsamt Hessen, Hrsg.,1996)[10]

In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist dann erkannt worden, dass die Berufswahl ein Prozess ist, der nicht auf die Sekundarstufe I beschränkt werden darf. Dies kommt zum Ausdruck in einer gemeinsamen Empfehlung von KMK, Bundesanstalt für Arbeit und Hochschulrektorenkonferenz aus dem Jahre 1992 („Gemeinsame Empfehlung zur Zusammenarbeit von Schule, Berufsberatung und Studienberatung in der gymnasialen Oberstufe und in berufsbildenden Schulen“). Im Jahre 1997 hat die KMK dann ihre „Forderungen nach Verbesserung der beruflichen Orientierung und der Studier- und Berufswahlfähigkeit“ von 1972 wiederholt und konkretisiert. Mittlerweile haben fast alle Landesregierungen Erlasse zu diesem Thema veröffentlicht.[11]

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit soll demnach die Jugendlichen, ebenso wie auch die Eltern und Lehrer aller Schulformen, über Faktoren und Bedingungen der Berufswahl unterrichten. Sie muss informieren über Berufe, ihre Anforderungen und Entwicklungsperspektiven, Wege der beruflichen Bildung, aktuelle Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Trends und Chancen auf dem Arbeitsmarkt.[12]

Mit dem gesetzlichen Auftrag der Berufsaufklärung von Bundesagentur für Arbeit und dem Berufswahlunterricht im Schulwesen soll ein Beitrag zur materiellen Sicherung des Grundrechtes auf „freie Berufswahl“ geleistet werden (nach Art. 12GG).[13]

Die Berufsorientierung in den Schulen hat die Aufgabe einer „vorberuflichen Bildung“. Sie soll den Schülern eine Auseinandersetzung mit der Berufswelt ermöglichen, so dass ein rationales Berufswahlverhalten entwickelt werden kann, und eine „Berufswahlkompetenz“ erarbeitet wird. Sie soll neben den Informationsangeboten zu diesem Thema vor allem auch Möglichkeiten bieten, sich zu einer Persönlichkeit mit Entscheidungskompetenz zu entwickeln. Die Schule soll verstärkt Schlüsselqualifikationen ausbilden, wie z.B. Selbstständigkeit, Denken in Zusammenhängen, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit oder auch Problemlösefähigkeit. Auch muss die Schule ihren Schülern helfen, dass diese ein Bewusstsein für ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten aufbauen und diese erkennen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Erlangung der „Berufswahlreife“. Oftmals liefern diese jahrelangen „Selbsterkundungsprozesse“ immer wieder andere Ergebnisse, doch letztendlich tragen all diese Erfahrungen dazu bei, dass der Schüler am Ende seiner Schullaufbahn eine rationale Berufswahl treffen kann.[14] Ob dann die gewünschte Berufswahl realistisch ist und beim jeweiligen Wähler auch die entsprechende, je nach Berufsbild unterschiedlich vorausgesetzte Eignung vorliegt, kann nicht Aufgabe der Schule sein. Diese Überprüfung bleibt Spezialisten vorbehalten, wie einem professionellen Berufsberater, dem psychologischen Dienst der Arbeitsagentur oder letztendlich Berufseignungstests im Rahmen des Bewerbungsverfahrens. Ebenso kann Schule nicht die Probleme aktueller Ausbildungs- und Arbeitsmärkte auffangen. Die Möglichkeiten der Schule sind somit auf den Bereich der Vorbereitung auf das Erwerbsleben beschränkt.[15]

Die Schule und ihre Lehrkräfte bilden laut einer repräsentativen Untersuchung nur einen geringen Einflussfaktor auf die Berufswahl. Die folgende Statistik des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (Bundesagentur für Arbeit) lieferte zuletzt im Jahre 2006 die folgenden Zahlen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 2: Einflüsse auf die Berufswahl [16]

Die Abbildung zeigt, dass die Eltern (ca. 49%), Betriebspraktikum (ca. 48%) und Berufsberatung neben dem Berufswähler selbst die drei wichtigsten Ratgeber für die Berufswahl darstellen, sowohl in Bezug auf das Entstehen konkreter Berufswünsche, als auch im Hinblick auf allgemeine Anregungen (siehe Abbildung unter a) und b)). Freunde und Bekannte haben beim Entstehen der Berufswünsche ebenfalls einen beträchtlichen Einfluss auf die Berufswahl mit ca. 34%. Die Institution Schule und ihre Pädagogen erreichen im Vergleich nur wenige Prozentpunkte (ca. 12%, 46%). Auch werden Anregungen in Bezug auf die Berufswahl als nicht sehr hilfreich eingestuft.

Dem Betriebspraktikum wird hierbei allerdings ein überraschend hoher Stellenwert beigemessen. Es ist folglich eine maßgebliche Einflussquelle auf die Berufswahlentscheidung der Schüler. Es stellt das entscheidende Instrument der Institution Schule für die Berufswahlvorbereitung dar. Knapp 50% der Befragten nannten das Betriebspraktikum als Quelle ihres Berufswunsches. Dabei liegt das Betriebspraktikum in der Wichtigkeit nach den Eltern und vor den Freunden auf Platz zwei. Ca. 80% der Schüler gaben an, dass sie in dem Praktikum Anregungen für ihre Berufswahl erhalten haben. Rund 60% sagten, dass es ihnen „viel geholfen“ hätte, und damit rangiert es als Entscheidungshilfe, noch vor den elterlichen Ratschlägen, auf Platz 1 (siehe Abb. 2).[17]

Die vorliegenden Erkenntnisse, welche die Berufsforschung durch Umfragen und Forschung gewonnen hat, stellen für die Institution Schule ein eher ernüchterndes Ergebnis dar. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die Jugendlichen u. a. den von den Schulen durchgeführten Betriebspraktika einen hohen Stellenwert beimessen. Die Frage stellt sich, inwiefern man die Arbeit der Schulen und Lehrkräfte verbessern könnte, damit die Schüler noch schneller und umfassender für ihre Berufswahlentscheidung vorbereitet werden. Oft fällt in der Literatur der Begriff „Berufswahlfähigkeit“ oder auch „Berufswahlkompetenz“. Die Erlangung dieser Befähigung ist Ziel des berufsorientierenden Unterrichts. Die Schüler sollen in Bezug auf ihre Berufswahl handlungskompetent werden. Sie sollen selbstständig die ihnen angebotenen Informationen nach ihrer für sie individuellen Wichtigkeit selektieren und zu einer realistischen und fundierten Wahlentscheidung kommen können.

Um aus der Fülle von Informationen und Fragen diejenigen herauszufiltern, die für die persönliche Situation des Schülers relevant sind, müssen laut Bernhard Jenschke aber folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Der Wert der Information für die Berufswahl muss erkannt werden. Selbstständige Eigeninformation der Jugendlichen, was ebenfalls ein Ziel des Unterrichts darstellt, setzt auch eine notwendige Motivation zu eigeninitiativem Handeln voraus. Im Unterricht selber muss die Lehrkraft darauf achten, dass die Bereitstellung der Informationen didaktisch so aufbereitet ist, dass diese nicht nur aufgenommen und akzeptiert werden, sondern auch verarbeitet werden. In diesem Zusammenhang bietet demnach gerade das Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit einen entscheidenden Vorteil, den der Schulunterricht nicht liefern kann. Im BIZ kann der Schüler selbst über die Auswahl der Informationen und deren Grad der Intensität bestimmen.[18]

Doch wo soll der Unterricht in Bezug auf die Berufswahl seine Prioritäten setzen und wie soll er aufgebaut sein?

Der Autor Heinz Klippert befragte speziell Berufsberater wie sie ihre Schulbesuche sehen und welche Vorschläge sie für einen besseren berufswahlvorbereitenden Unterricht haben. Sie beklagten vor allem die zu große Informationsflut in den Klassenzimmern, zu wenig Zeit im Unterricht und eine Überforderung vieler Schüler.[19]

Vorschläge für einen wirksameren Unterricht aus der Sicht von Berufsberatern sind in dieser Auflistung zu sehen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 3: Erfolgsversprechende Methoden und Arbeitsweisen aus der Sicht der Berufberatung [20]

Die Berater sind demzufolge der Ansicht, dass der Unterricht vor allem dann als erfolgreich und motivierend empfunden wird, wenn der Unterrichtsstoff mit dem konkreten Bewerbungsgeschehen zu tun hat und der Schüler aktiv und handlungsorientiert lernt.[21]

In Bezug auf Berufseignungstests und Einstellungstests wurde nur eine Nennung registriert. Dies lässt den Rückschluss zu, dass die Beschäftigung mit dieser Art von Tests aus Sicht der Berufsberater bei dieser Untersuchung eher von sekundärer Wichtigkeit ist (siehe Abb. 3). Allerdings fand die Studie in den 90er-Jahren statt und zu dieser Zeit war die Praxis von „Berufseignungstests“ noch nicht so weit verbreitet wie heutzutage.

Neuere Zahlen (2002) belegen, dass Psychologische Eignungstests inzwischen eine hohe Bedeutung in der Bewerberauswahl von Unternehmen haben. Die folgende Tabelle macht dies deutlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 4: Verfahren zur Bewerberauswahl laut Studie des „Instituts der Deutschen Wirtschaft“ (Prozentangaben treffen zu, Doppelnennungen sind möglich) [22]

Testverfahren finden mittlerweile nicht nur in großen und mittelständischen Betrieben Verwendung, sondern sind bereits auch bei kleineren Firmen und im Handwerk etabliert. Dies macht das Thema besonders auch für die Unterrichtskonzepte der Haupt- und Realschulen bedeutungsvoll (siehe Abb. 4).[23]

Inwieweit im Schulunterricht die Beschäftigung mit Berufseignungstests im Rahmen des berufsorientierenden Arbeitslehre-Unterrichts dennoch von Vorteil sein kann, und in welcher Form man sie sinnvoll zum Thema des Unterrichts machen könnte, bleibt Ziel-Fragestellung dieser Arbeit und wird hauptsächlich im vierten Abschnitt dieser Arbeit zusammengefasst.

2.3. Berufswahlmodelle

Grundsätzlich kann man bei der Berufswahl zwischen drei Theorien unterscheiden. Zum einen gibt es Erklärungsmodelle, bei denen der Fokus auf eine langfristige Berufswahl liegt. Sie betonen den Prozesscharakter der Berufswahl. Die Berufswahl wird hierbei als gesellschaftlicher Zuweisungsprozess gesehen, als Entwicklungsprozess und als Lernprozess.

Auf der anderen Seite gibt es Modelle, bei denen der innere Entscheidungsprozess der Person im Vordergrund steht. Sie beziehen sich auf die Zeit unmittelbar vor der Berufswahlentscheidung.

Als weiteren Modelltypus gibt es integrative Ansätze, welche versuchen die beiden vorgenannten Ansätze zu verknüpfen.

Modelle, die sich auf die langfristige Entwicklung einer Berufswahl konzentrieren:

2.3.1. Berufswahl als Zuweisungsprozess

Dieser Ansatz sieht die Berufswahl weniger als „Wahl“ oder „Entscheidung“, sondern vielmehr als einen Prozess der Zuweisung des Individuums zu Berufspositionen durch die Gesellschaft.[24] Dabei werden die determinierenden gesellschaftlichen Faktoren betont: „Rechtliche Bestimmungen, Zulassungsvoraussetzungen, Arbeitsmarktbedingungen, familiäre Einflüsse, die aus der sozialen Situation der Familie resultieren, Einflüsse der Medienberichterstattung, sozialpsychologische Faktoren (z.B. der Meinungsdruck der Peer-Group), geschlechtsspezifische Sozialisationsprozesse.“[25]

Nach dieser Auffassung erfolgt die Zuweisung über zwei Mechanismen, nämlich der direkten und der indirekten Zuweisung. Die direkte Zuweisung meint die gesellschaftliche Kontrolle des Zugangs zu den zur Verfügung stehenden Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten, z.B. durch geforderte Bildungsabschlüsse, Auswahltests oder Bevorzugung der Familienangehörigen von bereits in der Firma Beschäftigten. Unter indirekter Zuweisung versteht man den Sozialisationsprozess, den die Berufswähler durchlaufen und welcher ihnen eine Orientierung auf bestimmte Berufe und ein bestimmtes Berufsniveau vorgibt.[26]

2.3.2. Berufswahl als Entwicklungsprozess

Bei diesem Ansatz wird die Berufswahlentwicklung gemäß ihrer zeitlichen Gliederung nach Lebensphasen betrachtet. In jedem Lebensabschnitt gibt es Entwicklungsaufgaben, die einen Einfluss auf die Berufswahl haben. Berufswahl ist demnach ein lebenslanger Prozess.[27] So ergibt sich die Fragestellung, welche beruflich relevanten Persönlichkeitsmerkmale sich in welcher Phase entwickeln und welchen Einfluss die soziale Umwelt dabei ausübt. „Eine zentrale Rolle spielt in dieser Theorie das Selbstkonzept bzw. die Identität.“[28] Man geht davon aus, dass einzelne Persönlichkeitsmerkmale umso stabiler in der Persönlichkeit verankert sind, je früher sie sich ausgebildet haben, z.B. das persönliche Wertesystem oder die Geschlechtsrollenidentität. Solche Verhaltensweisen und Einstellungen werden schon in der frühen Kindheit durch Modelllernen und Verstärkung durch die Umwelt erlernt. Im späteren Alter werden sie nur noch modifiziert, aber nicht mehr grundlegend verändert.[29]

Dieser Ansatz beschäftigt sich auch verstärkt mit der Fragestellung, über welche Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Berufswähler in der jeweiligen beruflichen Entwicklungsphase verfügen sollte („Berufswahlkompetenz“) bzw. tatsächlich verfügt („Berufswahlreife“). Aus der Beantwortung dieser Frage ist auch eine Vielzahl von Berufswahlreife-Tests entstanden.[30]

Die folgende Abbildung verdeutlicht anschaulich, wie sich Berufsvorstellungen und Berufseinstellungen im Laufe des Lebens eines Kindes zum erwachsenen mündigen Menschen typischerweise verändern:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Berufswahlmotive nach Lebensalter [31]

Man erkennt, dass sich schon im Alter von ca. 4-9 Lebensjahren erste Berufswünsche entwickeln (Bsp. „Ich möchte Lokomotivführer werden“). Im Laufe der persönlichen Entwicklung eines Menschen werden dann Berufsbilder verglichen, eingeordnet und bewertet. Zusehends spielen auch die eigenen Fähigkeiten und Interessen eine Rolle. Schließlich beginnen im Alter von ca. 16-22 Jahren, je nach Individuum verschieden, reale Berufserfahrungen. Dies können z.B. Ferienjobs, Praktika oder eine Berufsausbildung sein. In dieser Phase werden zum ersten Mal die eigenen Vorstellungen von einem Berufsleben mit den realen Arbeitsmarktbedingungen verglichen bzw. an sie angepasst.

(z.B. „Angebot und Nachfrage“ -> Stellensituation; „Decken sich die Tätigkeiten im jeweiligen Beruf mit meinen Erwartungen?“ -> Berufsmotivation) (siehe Abb. 5).

2.3.3. Berufswahl als Lernprozess

Der lerntheoretische Ansatz macht sich die Erkenntnisse der allgemeinen Lernforschung zunutze. Die für die Berufswahl wichtigen Faktoren sind als Ergebnisse von Lernerfahrungen zu betrachten.[32] Für die Praxis der Berufswahlvorbereitung resultiert daraus die Notwendigkeit, Lernsituationen zu schaffen, die zu neuen Erfahrungen und somit neuen Lernprozessen führen.[33]

Drei Faktoren spielen dabei eine Rolle: das „Selbstkonzept“, das „Umweltkonzept“ und die „Problemlösungsmethoden“. Das Selbstkonzept ist dadurch determiniert, wie jemand sich wahrnimmt (reales Selbstkonzept) und dadurch, was jemand sein möchte (ideales Selbstkonzept). Das Umweltkonzept meint die Gesamtheit von Vorstellungen und Gefühlen, in denen sich dem Einzelnen die bisher erfahrene Umwelt darstellt. Teil dieses Umweltkonzepts sind auch die Berufsvorstellungen. Die Problemlösungsmethoden in diesem Zusammenhang meinen Fähigkeiten und Einstellungen, die der Berufswähler zur Lösung von Problemen heranzieht. Diese können z.B. sein: das Setzen von Zielen, Prognosen künftiger Ereignisse, Entwickeln von Alternativen, Beschaffen von Informationen, Beurteilen, Aussondern und Gewichten von Alternativen, Planen und Generalisieren.

Diese drei Komponenten bestimmen die Berufswahltendenz. Eine berufswahlrelevante Handlung, wie z.B. eine Betriebserkundung oder auch ein Ausbildungseintritt, stellt immer eine neue Lernerfahrung dar und hat somit wiederum Auswirkungen auf das Selbstkonzept, das Umweltkonzept und die Problemlösungsmethoden.[34]

Modelle, die sich auf den inneren Entscheidungsprozess und die Zeit unmittelbar vor einer Entscheidung konzentrieren:

2.3.4. Berufswahl als Matching-Prozes

Dieser Ansatz findet große Verwendung in der Praxis der Berufswahlvorbereitung und ist dort am meisten verbreitet. Er geht davon aus, dass ein Berufswähler den Beruf suchen sollte, dessen Anforderungsmerkmale am besten mit den Persönlichkeitsmerkmalen des Berufswählers übereinstimmen. Ein typisches Muster von geforderten Fähigkeiten und Möglichkeiten eines Berufsbilds sollte eine möglichst große Schnittmenge mit den Fähigkeiten, Interessen und Einstellungen des Berufswählers bilden. Wird dies erreicht, ist demnach ein Höchstmaß an persönlicher Zufriedenheit möglich. Der bekannteste Vertreter des Matching-Modells ist Dr. John Holland (siehe auch „Explorix“-Test an späterer Stelle dieser Arbeit). Kritikpunkt an diesem Modell ist, dass es nicht zeigt wie eine langfristige Berufswahlvorbereitung auszusehen hat. Es beginnt in einer zeitlichen Phase unmittelbar vor der Entscheidung für einen Beruf und geht somit von einem äußerst kurzphasigen Vorgang aus.[35]

Empirisch nachgewiesen werden konnte eine Übereinstimmung, wonach zwischen Persönlichkeitsmuster und Berufsmuster sowie beruflicher Zufriedenheit ein Zusammenhang besteht. Bezogen auf den späteren beruflichen Erfolg aber konnte man bis jetzt noch keine überzeugenden Nachweise erbringen.[36]

2.3.5. Berufswahl als Entscheidungsprozess

Dieses Modell stammt aus der Psychologie und orientiert sich an ihren zahlreichen Theorien der kognitiven Informationsverarbeitung und Entscheidungsprozesse. Es existieren zahlreiche Varianten, Theorien und Modelle über den Entscheidungsprozess. Oftmals basieren die Theorien auf Vorstellungen darüber, wie eine Entscheidung ablaufen sollte, aber nicht wie sie tatsächlich abläuft.[37] Die empirische Nachweisbarkeit ist oftmals zweifelhaft, da im realen Entscheidungsprozess oftmals einzelne Phasen welche bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen, ausgelassen werden, sich wiederholen oder überlagern.[38]

Im Folgenden drei grundlegende Struktur-Modelle zur Entscheidungssituation, zum Entscheidungsprozess und zum Entscheidungsverhalten:

Eine Entscheidungssituation liegt vor, wenn

- ein Entscheidungsobjekt
- unter bestimmten Situationsbedingungen
- Handlungsmöglichkeiten oder –zwänge wahrnimmt,
- diese aufarbeitet (informatorisch, vergleichend, erweiternd)
- und sich auf die Alternative festlegt bzw. zu der Alternative tendiert,
- deren Ergebnisse vorteilhaft und erreichbar erscheinen
- und dadurch zum Verwirklichungshandeln motivieren“.

Ein Entscheidungsprozess kann folgende Phasen umfassen:

- Problemwahrnehmung
- Informationssuche und Informationsverarbeitung
- Entwicklung von Alternativen
- Entscheidung
- Realisierung
- Bewältigung von Nachentscheidungsproblemen[39]

Grundannahme zum Entscheidungsverhalten:

Die Vielfalt des Entscheidungsverhaltens lässt sich weitgehend in den folgenden drei Dimensionen erfassen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[40]

In Bezug auf jugendliche Berufswähler muss aber davon ausgegangen werden, dass diese oft nicht über ein ausreichendes Maß an Rationalität, Aktivität und Autonomie verfügen. Ebenso geht dieses Modell von einer weitgehenden Planbarkeit des Entscheidungsprozesses aus. Der Einfluss und die Bedeutung von zufälligen Ereignissen werden dabei oftmals unterschätzt oder sogar gänzlich übersehen.[41]

Bei der Berufswahlvorbereitung in der Schule und in der Beratung muss deswegen unbedingt von einem realistischen Bild in Bezug auf das Entscheidungsverhalten und der Entscheidungskompetenz der Jugendlichen ausgegangen werden. Aus diesem Grunde ist dieses Modell nur eingeschränkt oder in der Theorie praktikabel.

2.3.6. Das ordnende Rahmenmodell nach Bußhof (Beispiel eines integrativen Modells)

Der Pädagogik-Professor Ludger Bußhof hat eine Art Metatheorie konzipiert, welche den Zusammenhang der bestehenden Berufswahltheorien erklärt, und die Grenzen der einzelnen Theorien für sich alleine stehend verdeutlicht.

Das Modell versucht die oben beschriebenen Erklärungsansätze zu vereinen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 6: Rahmenmodell zur Erklärung der Berufswahl [42]

Die Berufswahl ist eingebunden in einen Entwicklungsprozess, der aus dem Zusammenwirken von Reifungsprozesse n und Lernerfahrungen seine Dynamik erhält. Lernerfahrungen werden durch Umweltbedingungen und Einflüsse angeregt, wobei den Entwicklungserwartungen eine besondere Bedeutung zukommt. Noch bevor dem Jugendlichen die Entwicklungsaufgabe der Wahl eines Berufes bewusst wird, hat er ein bestimmtes Selbstkonzept, ein Umweltkonzept (u. a. die Vorstellung von bestimmten Berufen) und auch Problemlösungsstrategien entwickelt. Wenn der junge Berufswähler dann in die Entscheidungsphase eintritt, entwickelt er (durch neue Lernerfahrungen) aus seinem Selbstkonzept heraus bestimmte Entscheidungskriterien.

Aus seinem Umweltkonzept bildet er entsprechende Entscheidungsalternativen und aus seinen bisher gelernten Problemlösungsmethoden seine Entscheidungsfertigkeiten.

Daraus ergeben sich gewisse Handlungspräferenzen, d.h. der Berufswähler bevorzugt bestimmte Alternativen und überprüft diese auf deren Realisierbarkeit (Realisierungserwartungen), bzw. er stellt Vermutungen darüber an. Dies führt, oft auch zusätzlich durch äußere Zwänge beeinflusst und bestimmt, zu einer Handlungsabsicht, also einer konkreten Berufswahl. Daraus resultiert ein „Ausführungsversuch“, welcher nicht selten „Nachentscheidungsprobleme“ mit sich bringt. Vom Erfolg dieses Versuches hängt es ab, ob der Entscheidungsprozess abgeschlossen ist oder ob er neu aufgerollt werden muss. In jedem Fall führen Ausführungsversuche stets zu neuen Lernerfahrungen, welche die berufliche Entwicklung des Berufswählers beeinflussen, und welche sich auch auf später anstehende berufliche Entscheidungssituationen auswirken (siehe Abb. 6).[43]

3. Berufseignungstests

3.1. Einführende Informationen über Berufseignungstests

Der Begriff „Berufseignung“ nach einer Definition von Schuler&Funke meint „die Erfolgswahrscheinlichkeit für eine Tätigkeit, einen Beruf oder eine Berufsklasse, wobei sich der Eignungsbegriff auf das Zusammenwirken persönlicher Merkmale mit Merkmalen der Arbeitstätigkeit bezieht“.[44]

Um eine möglichst große Übereinstimmung zwischen den Fähigkeiten von Berufsbewerbern und den Tätigkeitsanforderungen der angebotenen Arbeitsstellen für die Zukunft eines Arbeits-/Ausbildungsvertrages zu prognostizieren, ist es heutzutage gängige Praxis, dass Unternehmen auf so genannte „Berufseignungstests“ zurückzugreifen. Mit „Berufseignungstests“ wird demnach nahezu jeder jugendliche Berufswähler mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später konfrontiert werden. Dies kann auch privat aus eigenem Interesse geschehen, durch den Hinweis von Eltern und Bekannten oder durch die Schule. Man spricht in diesem Fall von „Orientierungstests“. Diese helfen dem Jugendlichen, seine Interessen und Fähigkeiten näher zu bestimmen. Oder der Berufswähler kommt in Kontakt mit Berufseignungstests im Rahmen einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle. In diesem Fall spricht man häufig von „Leistungstests“. Oftmals haben die Jugendlichen Respekt vor diesen Tests und es herrscht eine gewisse Unsicherheit. Gerade wenn der Test nicht im Rahmen der persönlichen Interessens-/ Fähigkeitsfeststellung durchgeführt wird, sondern in einer Leistungssituation bei einem Unternehmen stattfindet, geraten viele Menschen in Stress. Dies ist nicht verwunderlich, da bestimmte Testarten so konzipiert sind, dass gar nicht alle gestellten Aufgaben im zeitlich vorgegebenen Raster bewältigt werden können. Dies sollte den Absolventen bewusst sein, denn mit diesem Wissen haben sie schon einen entscheidenden Vorteil, so dass sie mit der Testsituation souveräner umgehen können und somit oftmals bessere Ergebnisse erzielen. Schon diese Tatsache allein spricht für die Notwendigkeit einer Aufklärung der Jugendlichen über die Hintergründe von Einstellungstests.

Professionelle Berufseignungstests entstammen der wissenschaftlich-psychologisch orientierten Eignungsdiagnostik. Manchmal werden sie auch von Personalberatern und Unternehmen entwickelt.[45]

„Berufseignungstests“ sind die am häufigsten verwendeten psychologischen Testverfahren der Berufseignungsdiagnostik. Eine der entscheidenden Gründe für ihre häufige Verwendung ist ihre wissenschaftlich hoch entwickelte Methodologie der Konstruktion. Ihre Intention ist es, möglichst objektive Bewertungsmethoden zur Verfügung zu haben, um die Qualifikation von neuen Mitarbeitern in Erfahrung bringen zu können. Psychologische Testverfahren werden nach wissenschaftlichen testtheoretischen Prinzipien entwickelt. Diese Standardisierung bezieht sich auf ihren Inhalt, auf die Durchführung und auf die Auswertung. Im Vergleich zu anderen Verfahren (z.B. Sichtung der Bewerbungsmappe, persönliche Gespräche) garantiert dies eine hohe Objektivität. Der Einfluss subjektiver Kriterien wie z.B. bei Einstellungsgesprächen, ist somit bei wissenschaftlichen Berufseignungstests minimiert. Im Gegensatz zu Einstellungsinterviews sind bei Tests Durchführung und Urteilsbildung getrennt und der Verfahrensablauf ist komplett strukturiert.[46]

In wissenschaftlich konzipierten Berufseignungstests werden vor allem Testverfahren zur Erfassung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten eingesetzt, der Intelligenz und ihrer Komponenten. Des Weiteren werden allgemeine Leistungsdispositionen wie z. B. Aufmerksamkeit oder Konzentration getestet.[47]

Neben einem persönlichen Gespräch mit subjektivem Charakter werden je nach Branche auch praktische Tests durchgeführt, z. B. im handwerklich-technischen Bereich.[48] Es werden in diesem Fall gezielt technisches Verständnis, sowie sensorische und motorische Funktionen des Bewerbers getestet.

Bei kaufmännischen und verwaltenden Berufsbildern wird beim Einstellungstest auch des Öfteren ein Kurzreferat oder das Teilnehmen an einer Gruppendiskussion mit anderen Bewerbern verlangt.[49]

In Einstellungsgesprächen geht es eher um den persönlichen Eindruck, v. a. um das Erscheinungsbild, das Verhalten im Kontakt mit anderen Menschen und die beruflichen Ziele und Ansprüche des Bewerbers. Bei den vorher stattfindenden Auswahltests möchte ein Betrieb dagegen überprüfen, ob der Bewerber die erforderlichen Fähigkeiten, Interessen und Kenntnisse überhaupt mitbringt.[50]

Berufseignungstests sind im Vergleich zu den meisten anderen Auswahlmethoden objektiver und genauer, da sie einen bildungsübergreifenden Vergleich ermöglichen.[51]

Die Relevanz der Ergebnisse von Einstellungstests, man spricht auch von „berufseignungsdiagnostischen Entscheidungen“, ist meist von großer Tragweite. Sie legen den Handlungsspielraum nahezu immer für längere Zeitabschnitte fest, und sind deshalb für die betroffenen Personen und Organisationen von besonders großer Bedeutung.

Die zu beantwortende Frage für Unternehmen ist immer, welche unter den Bewerbern auf die zu besetzenden Stellen die „besten“ Arbeitsergebnisse erwarten lassen. Die daraufhin eingestellten Bewerber werden auf die freien Arbeitsstellen verteilt, darüber hinaus zur Verfügung stehende Bewerber zurückgewiesen. Voraussetzung ist demnach stets ein Überangebot von Stellenbewerbern und eine Knappheit an zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen. Ziel jeder Unternehmensstrategie ist ein „insgesamt möglichst günstiger Beitrag aller Personen zum angestrebten Organisationserfolg“.[52] Dabei ist festzustellen, dass aufgrund des stetig wachsenden Wettbewerbsdrucks (u. a. auch durch die Globalisierung oder neue Kommunikationsmedien) Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dazu gezwungen sind, eine immer effizientere Nutzung ihrer Ressourcen zu praktizieren. Im Bereich Personalmanagement gewinnt daher der Bereich der Rekrutierung und Integration qualifizierter Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung. Es gibt verschiedene Studien, welche versuchen Kosten und Nutzen von berufseignungsdiagnostischen Maßnahmen betriebswirtschaftlich in Geldeinheiten zu messen. So berichteten Hunter&Hunter schon 1984 von erschreckend hohen Einsparungen selbst bei Verfahren mit geringen Validitäten. Weltweit problematisch bei solchen Studien ist oftmals eine gemeinsame sprachliche Ebene zwischen Psychologen, die wirtschaftsbezogen Diagnostik betreiben, und Wirtschaftswissenschaftlern. Offenbar bewerten Psychologen prozentuale Zuwachsraten sehr viel kritischer, sodass ein „wissenschaftlicher Dialog“ beider Parteien schwierig ist. Dabei verweisen praktisch-diagnostisch tätige Psychologen immer wieder darauf, dass es geradezu lächerlich wäre, aus Kostengründen auf wissenschaftlich entwickelte Auswahlverfahren zu verzichten. Sie betonen, dass die Kosten der Verfahren bereits bei der Senkung etwa des Durchfallens um wenige Prozent bei der Berufsausbildungsabschlussprüfung eingespart werden. Offenbar ist es aber scheinbar gerade bei dieser Thematik noch nicht gelungen, praktisch-psychologische Anwendungen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, mit der an Hochschulen betriebenen Forschung zu verknüpfen.[53]

Berufseignungstests erfassen immer nur einen Teilaspekt der Persönlichkeit, nämlich die Strukturen der Persönlichkeit die mit Fragen der Eignung für einen bestimmten Beruf oder eine Berufsgruppe zusammenhängen. Der sog. „Normwert“ bei normierten Tests gibt an, wo der getestete Bewerber leistungsmäßig in seiner Bezugsgruppe steht. So wird sein Testergebnis interpretierbar. Bewerber, deren individuelles Profil dem Normprofil des gewünschten Berufes entspricht, werden dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.[54]

Den Jugendlichen sollte aber bewusst sein, dass nicht immer der Bewerber mit den besten Schulnoten und Testergebnissen die freie Stelle bekommt, sondern immer die Person welche am ehesten den Gesamterwartungen des Betriebes entspricht. Diese können erheblich schwanken, auch innerhalb einer Branche. Deswegen sollten sich Jugendliche nicht entmutigen lassen, wenn es mit dem Erhalt einer Ausbildungsstelle nicht auf Anhieb klappt.

[...]


[1] Vgl. Dedering, H.: Arbeitsorientierte Bildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. 2004. S.155

[2] Vgl. Schober, K.: Berufswahlverhalten. In: Kahsnitz, Ropohl, Schmid: Handbuch der Arbeitslehre. München: Oldenbourg Verlag. 1997. S.104

[3] Siehe Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.3

[4] Siehe Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 3, S.8

[5] Vgl. Schober, K.: Berufswahlverhalten. In: Kahsnitz, Ropohl, Schmid: Handbuch der Arbeitslehre. München: Oldenbourg Verlag. 1997. S.104, 105

[6] Vgl. ebd. S.104, 105

[7] Vgl. ebd. S.118ff

[8] Vgl. Dedering, H.: Arbeitsorientierte Bildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. 2004. S.159, 160

[9] Siehe ebd. S.160, 161

[10] Vgl. und siehe Dedering, H.: Arbeitsorientierte Bildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. 2004. S.161, 162

[11] Vgl. und Siehe ebd. S.168

[12] Vgl. ebd. S.155

[13] Vgl. Dedering, H.: Einführung in das Lernfeld Arbeitslehre. München: Oldenbourg Verlag. 2000. S.273

[14] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 3, S.6, 7

[15] Vgl. Dedering, H.: Arbeitsorientierte Bildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. 2004. S.155

[16] Siehe IAB (Kleffner A., Lappe L. u. a.): Fit für den Berufsstart? Materialien aus der Arbeitsmarkt-und Berufsforschung. Nürnberg. 1996. S.13

[17] Vgl. ebd. S.14

[18] Vgl. Kledzik, U.-J.; Jenschke B. (Hrsg.): Berufswahlunterricht als Teil der Arbeitslehre.Hannover: Hermann Schroedel Verlag KG. 1979. S.154

[19] Vgl. Klippert, H.: Berufswahl-Unterricht. Weinheim, Basel: Beltz Verlag. 1987. S.32, 33

[20] Siehe Klippert, H.: Berufswahl-Unterricht. Handlungsorientierte Methoden und Arbeitshilfen für Lehrer und Berufsberater. Weinheim, Basel: Beltz Verlag. 1987. S.33

[21] Vgl. ebd. S.33

[22] Siehe Ziehm, S.: Berufseignung aus betrieblicher Sicht. In: Berufsbildung, Nr.74. 2002. S.18

[23] Vgl. ebd. S.18

[24] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.77

[25] Siehe Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4, S.2

[26] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.78

[27] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4, S.5

[28] Siehe ebd. S.5

[29] Vgl. ebd. S.5

[30] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.79

[31] Siehe Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.80

[32] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.81

[33] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4 S.13

[34] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.81

[35] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4 S.15

[36] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.84

[37] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4 S.18

[38] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.86

[39] Siehe ebd. S.85

[40] Vgl. Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S.86

[41] Vgl. ebd. S.86

[42] Siehe Bundesanstalt für Arbeit. Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, Ausgabe 1992. Nürnberg. 1992. S. 87

[43] Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Beruf und Studium-BuS. München. 2005. Kapitel 4 S. 27, 28

[44] Siehe Hossiep, R.: Berufseignungsdiagnostische Entscheidungen“. Göttingen: Hogrefe Verlag. 1995. S.2

[45] Vgl. Hesse, J.; Schrader, H. C.: Eignungstests. Zugriff am 29.07.2007 unter http://www.stepstone.de/pb/de%5Find/eignungstests.html

[46] Vgl. Hossiep, R.: Berufseignungsdiagnostische Entscheidungen. Göttingen: Hogrefe Verlag. 1995. S.36, 37

[47] Vgl. ebd. S.37

[48] Vgl. Bundesagentur für Arbeit: Orientierungshilfe zu Auswahltests. Göttingen: Verlag f. Psychologie. 2006. S.9

[49] Vgl. ebd. S.9

[50] Vgl. ebd. S.6, 7

[51] Vgl. Wilhelm, W.: Berufseignungstests für Ausbildungsplatzbewerber. In: Berufsbildung, Nr.73. 2002. S.24

[52] Vgl. Hossiep, R.: Berufseignungsdiagnostische Entscheidungen. Göttingen: Hogrefe Verlag. 1995. S.1, 2

[53] Vgl. und siehe Hossiep, R.: Berufseignungsdiagnostische Entscheidungen. Göttingen: Hogrefe Verlag. 1995. S.16-19

[54] Vgl. Wilhelm, W.: Berufseignungstests für Ausbildungsplatzbewerber. In: Berufsbildung, Nr.73. 2002. S.30

Details

Seiten
135
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836613231
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225795
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Gesellschaftswissenschaften, Arbeitslehre und politische Bildung
Note
1,0
Schlagworte
berufseignungstest berufswahlpädagogik berufsinteressentest berufsorientierung arbeitslehre

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Titel: Funktion und Bedeutung von Berufseignungstests als Unterrichtsgegenstand der Arbeitslehre