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Strategien der Flächenkreislaufwirtschaft im Rahmen des Stadtumbau-Ost

Diplomarbeit 2005 92 Seiten

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung
1.1 Zur Struktur und Methodik der Arbeit

2 Die Flächenkreislaufwirtschaft und der Stadtumbau-Ost
2.1 Die Flächenkreislaufwirtschaft
2.1.1 Problemfeld Flächenverbrauch
2.1.2 Problemfeld Flächeneffizienz
2.1.3 Flächenmanagement
2.1.4 Flächenrecycling
2.2 Stadtumbau-Ost als Teil der Flächenkreislaufwirtschaft
2.2.1 Das Programm Stadtumbau-Ost am Beispiel von Sachsen
2.2.2 Schlussfolgerungen

3 Fallbeispiele und Baukastenentwicklung
3.1 Baustein Wohnen
3.1.1 Wohnsegment Stadthäuser
3.1.2 Wohnsegment 1+2 Familienhäuser
3.1.3 Wohnsegment Loft
3.2 Baustein Zwischennutzung
3.2.1 Zwischennutzung intensiv
3.2.2 Zwischennutzung extensiv
3.3 Baustein Gewerbe
3.4 Baustein Renaturierung

4 Fallstudie Altchemnitz
4.1 Der Stadtumbau in Chemnitz
4.1.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
4.2 Bestandsaufnahme
4.2.1 Zur Methode der Flächenerhebung
4.2.2 Auswertung (informationstechnische Anmerkungen)
4.2.3 Definition der Flächenkategorien
4.2.4 Ergebnis der Bestandsaufnahme
4.3 Analyse
4.3.1 Charakteristik der Flächenkategorien
4.3.2 Zusammenhang von Flächen – “Flächencluster“
4.4 Strategien und Baukastenanwendung
4.4.1 Strategieteil 1 – Zuweisungsvarianten
4.4.1.1 Idealisierte Kriterien zur Anwendung der Bausteine
4.4.1.2 Erweiterte Kriterien zur Anwendung der Bausteine
4.4.1.3 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.4 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.5 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.6 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.7 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.8 Interpretation der Zuordnung im Flächencluster Nr
4.4.1.9 Flächenbilanz
4.4.2 Strategieteil 2 – Strukturfindung
4.4.3 Strategieteil 3 – Testentwurf als komplementärer Ansatz
4.5 Zusammenfassung

5 Empfehlungen

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Vorwort

Im Rahmen der bisherigen Fachdiskussion zur Flächenkreislaufwirtschaft standen Flächenausweisungen im unbebauten Außenbereich sowie die Mobilisierung von „klassischen“ Brachflächen und Baulücken im Innenbereich im Vordergrund. Angesichts der zu erwartenden umfangreichen Flächenfreisetzungen im Rahmen des Stadtumbaus Ost sowie der mit dem Programmteil „Aufwertung“ gegebenen Chance Flächenkreislaufwirtschaft zu steuern, setzt sich diese Arbeit gezielt mit möglichen Synergien beider Handlungsfelder auseinander. Dabei wurde bewusst ein durch gemischte Nutzungen altindustriellen Gewerbes bis hin zu Siedlungsbau der 50er Jahre geprägter Stadtteil als Fallbeispiel ausgewählt. In den neuen Bundesländern wie auch absehbar im anlaufenden Programm Stadtumbau West der alten Bundesländer hat dieser Siedlungsstrukturtyp eine zunehmende Bedeutung.

Ziel dieser Arbeit ist es eine quantitative Abschätzung der Flächenpotenziale zu treffen, deren qualitative Eignung für Umnutzung zu prüfen und der Frage nachzugehen, ob sich generell der Instrumentenkasten Flächenkreislaufwirtschaft als qualifizierter Ansatz der Programmsteuerung des Stadtumbaus nutzen lässt.

Cottbus, im Juni 2005 Mathias Britze

1 Einleitung

Die Flächenkreislaufwirtschaft im Zusammenhang mit dem Stadtumbau-Ost wurde bisher in der Literatur und Planungspraxis nur ansatzweise diskutiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Flächenkreislaufwirtschaft Phasenmodell

Quelle: Fläche im Kreis (Strategiepapier), 2005

Gegenstand dieser Arbeit ist die empirische und theoretische Auseinandersetzung mit Innenentwicklungspotenzialen im Rahmen des Stadtumbau-Ost, reflektiert an einem innenstadtnahen Bestandsgebiet aus dem 19. Jahrhundert in der ostdeutschen postindustriellen Großstadt Chemnitz.

Die Bedeutung Innenentwicklung ist in der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion anerkannt und unumstritten. Der zurzeit im Großteil der neuen Bundesländer stattfindende Stadtumbau stellt nur einen Baustein in einer umfassenden Flächenressourcenbewirtschaftung dar.

1.1 Zur Struktur und Methodik der Arbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Ablaufschema der Diplomarbeit (entspricht Gliederung)

Quelle: eigene Darstellung

Von dem in dieser Arbeit als übergreifend betrachteten Begriff „Flächenkreislaufwirtschaft“, wird der Betrachtungsgegenstand auf das Programm Stadtumbau-Ost eingeengt. Aus diesem Begriffskontext heraus definiert sich der Hauptteil und methodische Kern durch eine Zweiteilung in Baukasten (Theorie) und Erfassung (Praxis). Der Theorieteil behandelt die Baukastenentwicklung als Vorbereitung auf die Strategiefindung. Dieser theoretisch begründete Ansatz soll anhand von Fallbeispielen unterstützt werden. Es werden Flächenrevitalisierungsstrategien im Zusammenhang mit dem Stadtumbau-Ost zitiert. Der Praxisteil wird anhand einer empirischen Untersuchung als Fallstudie im Stadtteil Altchemnitz durchgeführt. Die beiden Ansätze „verschneiden“ sich zu einem „Konzept Altchemnitz“. Dieses Konzept gliedert sich in 3 verschiedene Strategieteile. Das letzte Kapitel dient dazu allgemeine Empfehlungen für eine weitere Ausrichtung des Programms Stadtumbau-Ost im Rahmen des Themas Flächenkreislaufwirtschaft zu formulieren.

2 Die Flächenkreislaufwirtschaft und der Stadtumbau-Ost

2.1 Die Flächenkreislaufwirtschaft

Die zentrale Herausforderung einer Flächenkreislaufwirtschaft ist die Abkehr von der Siedlungs- und Verkehrsflächenexpansion und die Zuwendung zu einer Innenentwicklung von städtischen- und dörflichen Räumen. Die Flächenkreislaufwirtschaft zielt auf eine systematische Bewirtschaftung aller Flächenressourcen ab. Ein System Flächenkreislaufwirtschaft baut auf Komponenten wie Dauerhaftigkeit, Recycling, Nutzungskettenanalysen und Kreislaufanalysen auf. Der Kern des Modells (Abbildung 1) wird durch einen fachübergreifenden Instrumentenmix („Policy Mix“) gebildet. Diese rechtlichen, planerischen und ökonomischen Instrumente verweisen auf die anwendungsbezogene Ausrichtung des Systems.

Der Terminus Flächenkreislaufwirtschaft beinhaltet drei Prinzipien:[1]

- Prinzip 1: Vorbeugen/Vermeiden/Vermindern
- Prinzip 2: Mobilisieren
- Prinzip 3: Reaktivieren / Regulieren / Rezyklieren

2.1.1 Problemfeld Flächenverbrauch

Allgemein wird heute davon ausgegangen, dass Besiedlung ab dem Zeitpunkt der einsetzenden Industrialisierung ein irreversibler Prozess ist, der generell Flächenwerte nachhaltig beeinträchtigt.[2]

Die Flächenkreislaufwirtschaft ist ein Modell zur Reduzierung des Flächenverbrauchs und zur Optimierung von Flächennutzungen. Diese Ziele können nur durch eine „zukunftsfähige und vorausschauende Flächenressourcenbewirtschaftung“[3] erfolgen. „Idealtypisch wäre das Flächenkreislaufziel erfüllt, wenn für neue Siedlungstätigkeiten nur bereits vorgenutzte bzw. brach liegende, durch Aktivitäten öffentlicher Vorhabenträger und privater Entwickler (etwa über die §§ 11, 12 BauGB) revitalisierte Flächen verwendet werden würden.“[4]

Die Verursacher dieser expansiven Flächeninanspruchnahme sind Gewerbebetriebe (innerbetriebliche Expansionsentscheidungen), die Privateigentümer (Eigenheimbau durch Selbstnutzer), der Geschosswohnungsbau (Anleger) und Maßnahmen der expandierenden Verkehrsinfrastruktur.

Exkurs: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland

Im Zuge der ersten Ölkrise im Jahre 1973, wurde das erste Mal in Europa an „Grenzen des Wachstums“ gedacht. Der Grund lag in den Erkenntnissen über die Endlichkeit der uns bekannten Rohstoff- und Energievorkommen. Die generellen Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung wurden formuliert. Die Tatsache, dass lineare Prozesse irgendwann an ihre Grenzen stoßen und in den Kollaps führen können, gab Anlass darüber nachzudenken, diese ab einem bestimmten Entwicklungspunkt in Kreislaufprozesse zu überführen. Im Jahre 1992 fand die Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro statt. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt und sich mit dem Programm Agenda 21 ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert gegeben. Deutschland hat in den Jahren 1997 und 2000 eine Studie durch das Umweltbundesamt durchgeführt.

Das Ergebnis ist ein Strategiepapier mit dem Titel „ Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr[5]. Es heißt darin: „Eine sparsame, natur- und sozialverträgliche Flächennutzung ist zentrales Element einer nachhaltigen Siedlungspolitik auf die sich Deutschland im Jahr 1996 anlässlich der Weltsiedlungskonferenz „Habitat II“ zusammen mit anderen UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet hat.“[6]. Die generellen Ziele sind: Den Freiraum zu schützen, die Siedlungsentwicklung an der Schnittstelle zwischen Land und Stadt flächenschonend zu steuern und die Siedlungsentwicklung im Bestand attraktiv und ökologisch zu gestalten. Es wird als „eklatanter Widerspruch zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung“[7] gesehen, dass die Flächenentwicklung in Deutschland immer noch bei 105 ha pro Tag liegt. Dieser Verbrauch an Flächen geschieht durch die Umwidmung vorwiegend landwirtschaftlicher Flächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen. Die Zielgröße der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland ist die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme um 2/3 auf 30ha pro Tag bis zum Jahr 2020. Mit diesem Ziel ergeben sich vielschichtige Probleme. Untersucht wird dabei vor allem der Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Flächenverbrauch. Dabei geht man heute davon aus, dass eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Flächeninanspruchnahme möglich ist, um eine Annährung eine Flächenkreislaufwirtschaft zu ermöglichen.

2.1.2 Problemfeld Flächeneffizienz

Das von Thiel (2004)[8] bezeichnete „Kardinalproblem“ ist die ineffiziente Nutzung der Ressource Grund und Boden bei einer sich weiter entwickelnden (wenn auch schwierig zu quantifizierenden) Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen für bauliche Nutzungen. In der aktuellen Diskussion um die Flächenkreislaufwirtschaft auf städtischer und regionaler Ebene wird das vorhandene „Effizienz-Dilemma“, welches aus der momentanen „Praxis der Flächeninanspruchnahme“ resultiert, als eines der Kernprobleme beschrieben.[9]. Die Entwicklungen der Flächeninanspruchnahme in Deutschland ergeben sich aus folgenden Tendenzen:

- geringe Nutzungsdichte und zu hohe Erschließungskosten für Verkehrsinfrastruktur
- unkontrollierte Baulandausweisung auf der Grünen Wiese in „autoabhängigen Lagen“. Daraus resultiert eine höhere Verkehrsleistung des MIV, steigende Fixkosten für Infrastruktur
- Verlust von Funktionen in den Kernstädten durch Wegzug in das Umland und die daraus resultierende Minderauslastung der Infrastruktur[10]

Mit einer kreislauforientierten Flächennutzung soll dieser Effizienzmangel überwunden werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird ein systematisches Flächenmanagement [11] vorgeschlagen. Auf den Ebenen Stadt und Region sollten folgende Strategieansätze miteinander verknüpft werden:

- systematische Erfassung bestehender sowie zu erwartender Flächenpotenziale
- systematischer Abgleich von Potenzialen mit der aktuellen oder zu erwartenden Nachfrage nach Flächen und Nutzungen
- parametrische Steuerung von Quantitäten der räumlichen Planung von übergeordneten in die untergeordneten Planungsebenen
- vertikale und horizontale Kooperation in den Kommunen, zwischen den Kommunen und innerhalb zu definierender Stadtregionen und zwischen den öffentlichen und privaten Akteuren zur Feinsteuerung der Flächennutzung bzw. zur Standortfindung
- finanzieller Lasten- und Nutzenausgleich innerhalb der Stadtregion[12]

2.1.3 Flächenmanagement

In der Anwendung sieht die Flächenkreislaufwirtschaft einen Managementansatz vor.

Innerhalb der Betrachtung der vorliegenden Arbeit ist das Flächenmanagement ein Instrument zur Erreichung des Ziels Flächensparen, bei zeitnaher Erfassung von Innenentwicklungspotenzialen. Dabei ist der Umgang mit Flächenpotenzialen und deren Überhängen wie Leerstand, Brachflächen, untergenutzte Wohn- und Gewerbegebiete und gegebenenfalls Planungsreserven notwendig.

Um diese Hauptziele zu erreichen werden Managementinstrumente eingesetzt, die die nachstehenden Handlungsoptionen[13] umfassen:

- Erfassung / Monitoring
- Planung
- Umsetzung
- Controlling

Die drei Prinzipien aus der Flächenkreislaufwirtschaft entsprechen den Handlungsfeldern des Flächenmanagements:

- Vorbeugen: aktiver Freiflächenschutz durch Dynamik im Flächenbestand /Flächensparendes Bauen
- Mobilisieren: Aktivierung von Baulücken und Entsiegelung im Bestand
- Revitalisieren: Brachflächenrevitalisierung und der Stadtumbau sind auf die Wiedereingliederung von Flächen in den Nutzungskreislauf ausgerichtet[14]

Das Prinzip Vorbeugen in seinem Umfang zielt vor allem auf den aktiven Freiflächenschutz (durch Dynamik im Bestand) und das Flächensparende Bauen ab. Der aktive Freiflächenschutz meint den Schutz von Freiflächen im Innenbereich. Im Außenbereich wird dies durch die Landschaftspläne geleistet. Über den Innenbereich unserer Städte liegen meist keine ausreichenden Daten über erfasste und bewertete Freiflächen vor.

Das flächensparende Bauen ist eng dem Thema der Bildung von Wohneigentum auf innerstädtischen Arealen verbunden. In diesem Handlungskomplex gilt es die Angebotsstruktur den heutigen Erfordernissen entsprechend zu gestalten. Einwohner einer Stadt sollen befähigt werden Eigentum innerhalb des Siedlungskörpers zu bilden. Bei diesem Prozess kann das Flächenmanagement einen Beitrag leisten.

Mobilisieren vereinigt die Thematik der klassischen Baulücke mit sonstigen Entsiegelungsmaßnahmen zu einem Handlungsfeld. Die (informationstechnische) Erfassung von Baulücken ist die Voraussetzung, um eine Entscheidungsgrundlage zu erhalten. Nicht das Thema der Vermarktung allein steht im Vordergrund des Handelns, sondern der Umgang mit diesen Flächenkategorien, wenn sie nicht ohne Probleme vermarktbar sind. Die Entsiegelung auf privaten Grundstücken darf als nicht immer gegebene und erforderliche Handlungsoption verstanden werden.

Das Revitalisieren von Brachflächen in Verbindung mit dem Stadtumbau ist Gegenstand der dritten Handlungsoption. Nach Empfehlungen aus der Praxis des Flächenmanagements soll die Brachflächenrevitalisierung in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt werden. Es wird eine Vorplanung auf informeller Basis zur Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts einer verbindlichen Planung vorgeschaltet. Das Flächenmanagement greift bei der Vorplanung an. Es setzt Prozesse in Gang um Aussagen zu Voraussetzung, Vorgehen und Rahmenbedingungen des Städtebaus zu machen. Weiterhin sollen Nutzungsoptionen und Ausweichstandorte diskutiert werden. Im baurechtlichen Sinne bedeutet das eine möglichst umfassende Streuung von Flächeneigentum auf Recyclinggrundstücken, was außerdem die Frage nach der „Kreislauffähigkeit von Eigentumsrechten“ aufwirft.[15]

2.1.4 Flächenrecycling

Das Flächenrecycling spielt in der Flächenkreislaufwirtschaft eine weitere zentrale Rolle. Aufbauend auf dem Prinzip des Recyclings als Verwertungsstrategie, entstammend aus der „Zirkulären Ökonomie“, wird dieser Ansatz flächenbezogen gedacht und findet seine Anwendung in der Stadtplanung. Als definitorische Ergänzung zu diesem Themenkomplex ist die „Zirkuläre Ökonomie“ natürlich auch als grundlegender Ansatz für die gesamte Flächenkreislaufwirtschaft zu bedenken. Entlehnt aus anderen Gebieten findet sie Anwendung im Stoffstrommanagement und in der Thematik der alternativen Energiegewinnung (Verminderung des Verbrauches an Energie und Rohstoffen).

Ein auf Bestandsentwicklung ausgerichtetes Flächenmanagement einer Kommune kann einen Beitrag zur Flächenkreislaufwirtschaft leisten. Erste Diskussionen und Ansätze stammen schon aus den 1970’er Jahren. Dort heißt es:“ Großstädte können nur funktionsfähig bleiben wenn ihre Infrastruktur ständig ausgebaut, umgebaut, verbessert wird.“[16]. Der Nutzungswechsel ist sowohl ein Phänomen des Stadtumbaus als auch eine Notwendigkeit. Die Nutzung einiger Flächen muss immer wieder wechseln, um neuen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn sich eine Flächennutzung ändert, dann ändert sich sowohl ihr Bodenwert als auch andere flächenbezogene Parameter. Der dynamische Kreislaufgedanke betrachtet eine möglichst schnell erfolgende Nachfolgenutzung durch planerisches Handeln, angesichts der begrenzten Vermehrbarkeit von Bauland. Damit eine schnelle Nachfolgenutzung erreicht werden kann, muss ein dynamischer Umgang mit der Fläche gewährleistet sein. Die Revitalisierung im Zuge des Flächen freisetzenden Stadtumbaus ist eine Notwendigkeit. Die neuen kreislauffähigen Parzellen bedürfen (re-)zyklierender Maßnahmen, um ihre dauerhaften oder temporären Nutzungskreisläufe zu beginnen.

Restriktionen des Recyclings sind vor allem Altlasten, hohe Entwicklungskosten, defizitäre Verkaufs- und Mitwirkungsbereitschaft der Grundeigentümer, überhöhte Preisvorstellungen und unzureichende städtebau- und planungsrechtliche Instrumentarien zur Flächenmobilisierung.[17]

Der Stadtumbau-Ost als ergänzendes Instrument siedelt sich im letzten Prinzip der Flächenkreislaufwirtschaft an. Die Brachflächenreaktivierung (das Brachflächenrecycling) wird mit dem Stadtumbau verknüpft um bestimmte Flächen in den Nutzungskreislauf wieder einzubringen.[18]

Die durch Stadtumbau und Abriss freigesetzten Flächen werden kurzfristig aus dem Flächenkreislauf entlassen. Sie stehen vor einer Widereingliederung oder Entlassung aus diesem Kreislaufmodell. Durch eine gezielte Entwicklung auf innerstädtischen Bereichen mit Mitteln der Aufwertung können dort liegende Flächen entwickelt werden. Diese generellen Entwicklungsmöglichkeiten sind Brachflächenreaktivierungen, Mobilisierung von Baulücken und Zwischennutzungen.

2.2 Stadtumbau-Ost als Teil der Flächenkreislaufwirtschaft

„Ziele und Maßnahmen der Regionalplanung müssen den Städten die Sicherheit geben, dass die erforderlichen Maßnahmen des Stadtumbaus nicht durch überdimensionierte Flächenangebote im Umland oder im ländlichen Raum konterkariert werden.“ [19]

2.2.1 Das Programm Stadtumbau-Ost am Beispiel von Sachsen

Das Programm Stadtumbau-Ost ist eine Bund-Länder-Initiative um die bevorstehenden räumlich-strukturellen und gesellschaftlichen Veränderungen in den neuen Bundesländern steuerbar zu machen. Das Programm reagiert auf den strukturellen Wohnungsleerstand in den neuen Ländern. Es werden Fördergelder im Rahmen der Städtebauförderung vergeben, wenn eine Kommune ein integriertes Stadtentwicklungskonzept vorweist. Der seit 2002 stattfindende Stadtumbau steht vor allem für die Beseitigung des Wohnungsüberhanges. Gefordert wurde, von der Expertengruppe „Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Ländern“[20], der Abriss von 350.000 Wohneinheiten im Zeitraum 2002 bis 2009. Der Leerstand von Wohngebäuden rückt immer wieder in den Mittelpunkt der Thematik. Seine Wurzeln liegen in der demographischen Entwicklung. Durch folgende Veränderungen wird Leerstand erzeugt:

- Wegfall von Arbeitsplätzen
- Rückläufige Geburten
- Abwanderung
- Stadt-Umland-Wanderung (Eigentumsbildung)
- Unkoordinierte Baulandausweisung im Umland
- Verfallene Innenstädte aus der DDR
- Behinderung der Instandsetzung durch Restitutionsansprüche
Um diesen Entwicklungen entgegenzusteuern verfolgt das Programm drei große Strategien:
- Beseitigung des Wohnungsüberhanges
- Aufwertung der vom Rückbau betroffenen Gebiete
- Konzentration auf den innerstädtischen Altbau

Das Programm ist nach Jahren in 8 Programmteile aufgebaut (2002, 2003,…,2009). Die Voraussetzung für die Förderung von Stadtumbaumaßnahmen ist ein integriertes Stadtentwicklungskonzept. Eine Stadt muss dieses vorweisen, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können. Die Stadtverwaltung und die Wohnungsbaugesellschaften sollten dabei zusammenarbeiten. Die Konflikte müssen zur Sprache gebracht werden um Lösungen herauszuarbeiten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Gemeinden in laufender Förderung

Quelle: BBR Bonn, 2004

Die schrumpfenden Städte in Ostdeutschland benötigen ein Instrumentarium zur Steuerung um im Ergebnis nachhaltige städtebauliche Strukturen zu erhalten. Bisher wurde die Stadtentwicklung vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum stimuliert und durch sie wurden die Auswirkungen durch Planung vorausschauend geordnet. Es wird in den aktuellen Debatten um die Schrumpfung diskutiert, ob nicht die Stadtentwicklung selbst die Rolle des Akteurs übernehmen kann[21], der die Investitionen und die Standortwahl der Bevölkerung stimuliert. Es wird vom Staat eine ganz bestimmte Richtung für die Entwicklung vorgegeben. In den ostdeutschen Städten sollen folgende Veränderungen herbeigeführt werden:

- die Attraktivierung der Städte, um sie als Wirtschaftsstandorte zu verbessern
- Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen
- Identität der Städte erhöhen
- Bindungen an die städtischen Strukturen stärken
- Verbesserung der Lebensbedingungen in Ostdeutschland

Der Staat fördert und steuert die Flächenentwicklung. Hinter diesem Programm steht das Leitbild des „aktivierenden Staates“, der die Reaktivierung der Innenstadt fördert und eine Renaissance der „integrierten Konzepte“ in der Stadtentwicklung einleitet[22] (nach Thiel, 2004).

Die Förderpolitik im Freistaat Sachsen im Rahmen des Stadtumbau-Ost legt im aktuellen Zeitraum den Schwerpunkt auf das Teilfördersegment Abriss. Neben dem Abriss werden Fördermittel zur Aufwertung bereitgestellt. Diese dienen der Wohnumfeldverbesserung und der Wiederbelebung vom Abriss betroffener Flächen. Die folgenden Punkte geben die Konditionen des Stadtumbau-Ost, am Beispiel des Freistaates Sachsen, in stichpunktartiger wieder.

Teilprogramm Rückbau

- Land: Festbetrag 40 €/m²
- Bund: Festbetrag 30 €/m²
- Zu 100% gefördert : 70€ /m²
- flächenhafter Rückbau an Schwerpunktstandorten aufgrund schlüssiger und möglichst objektscharfer städtebaulicher Entwicklungs- und Maßnahmenkonzepte für das Fördergebiet
- Rückbau von Wohnobjekten, die zur Rücknahme größerer Gebiete führt und wesentlich zur Reduzierung des Angebotes am Wohnungsmarkt beiträgt (Rückbau von marktfähigem Wohnraum)
- vorrangige Förderung des Rückbaus von Objekten, die bereits leer gezogen und zum Abriss vorbereitet sind.
- keine Förderung von Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden

Teilprogramm Aufwertung

- Finanzhilfe Bund: 33,3% 1/3
- Finanzhilfe Land: 33,3% 1/3
- Kommune Eigenanteil: 33,3% 1/3
- Förderung von Infrastrukturmaßnahmen, welche die Bewältigung des Schrumpfungsprozesses in den Gemeinden unterstützen
- Wohnumfeldmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität in den dauerhaft verbleibenden Quartieren
- keine Förderung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden
- Förderung von Investitionen in die Aufwertung von betroffenen Stadtquartieren[23]

Exkurs: Die Sächsische Aufbaubank

Das zentrale Förderinstitut im Freistaat Sachsen ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). Ihre Aufgabe ist die Gewährung und Verwaltung von staatlichen Finanzhilfen für den Freistaat. Sie ist dabei auf folgenden Gebieten tätig: Wirtschaftförderung, Wohnungs- und Städtebau, Infrastrukturförderung sowie Landwirtschafts- und Umweltschutzförderung. Das Profil der SAB hinsichtlich der Förderung zielt auf folgende Fördersegmente ab: Beratung, Wirtschaft, Technologie, Wohnungsbau und Städtebau, Öffentliche Kunden / Umwelt / Landwirtschaft, Europäische Sozialfonds, Interreg IIIA, Hochwasserhilfen.[24]

Eigentümer deren Grundstücke und Objekte in einem gemäß INSEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) ausgeschriebenen Stadtumbaugebiet liegen, können Zuschüsse beantragen. Bezogen zum Beispiel auf die Stadt Chemnitz wird die Verteilung der Zuschüsse vom Amt für Baukoordination und der Stadtumbau GmbH gesteuert. Bewilligt werden diese Anträge dann aber letztendlich von der Sächsischen Aufbau Bank.

2.2.2 Schlussfolgerungen

Die Relevanz über das Management von Flächen in schrumpfenden Städten oder Stadtteilen ist evident. Der Abriss von Wohngebäuden, die Aufwertung von Wohnraumpotenzialen und der Ausbau, Umbau und die Verbesserung der Infrastruktur sind ein Handlungsfeld, indem die Flächenkreislaufwirtschaft unbedingt den Umgang mit freigesetzten Flächen managen muss.

Die Flächenkreislaufwirtschaft kann untersuchen wo es in dieser dynamischen Entwicklung Potenziale für Nachnutzungen und Zwischennutzungen in allen Stadtgebieten gibt und ob es Flächen gibt, für die eine „mittel- und langfristige bauliche Nutzungsperspektive nicht gegeben ist“[25].

3 Fallbeispiele und Baukastenentwicklung

Das folgende Kapitel dient der Einleitung zum Baukasten. Dieser stellt ein Instrument zum Umgang mit den Flächentypen dar. Sein Inhalt sind einzelne Bausteine. Anhand gängiger Stadtumbauprojekte soll dokumentiert werden, wie Städte bestimmte Flächenrevitalisierungsmaßnahmen anwenden. Dazu werden Praxisbeispiele aus der Literatur zitiert und den einzelnen Bausteinen als unterstützende Erklärung beigelegt. Der Baukasten soll als ein generell anwendbares System verstanden werden. Er repräsentiert Maßnahmen des Stadtumbau-Ost in abstrakter Form. Die Kombination von Bausteinen kann parallel auch als Kombination von Planungsinstrumenten angeschaut werden. Das Prinzip der Anwendung besteht darin den ermittelten Flächenpotenzialen (Quantität) bestimmte Nutzungen und Nutzungsmaßnahmen (Qualität) zuzuweisen. Das können drei verschiedene Anwendungen sein: Die bauliche Nachnutzung (Widereinbringung in den Flächenkreislauf), die Zwischennutzung (eine vorübergehende Bewirtschaftung der Flächen und ein verzögerter Zeithorizont der Widereinbringung) und die Nutzungsaufgabe (Ausgliederung aus dem Kreislauf[26] ). Die zuerst generellen Bausteine entfalten weiter ihre Wirkung, wenn sie auf der räumlichen Ebene Anwendung finden und innerhalb des Stadtzusammenhangs bestimmte Nutzungen verteilen.

3.1 Baustein Wohnen

In Deutschland geschieht die Versorgung der Bewohner mit Wohnungen über den Markt. Es gibt keine einheitliche Meinung darüber wie sich dieser Markt definiert. Grundlegend für die Wohnungswirtschaft ist, dass ihre wirtschaftliche Tätigkeit in der Vermietung von Wohnraum liegt. So kann man den Wohnungsmarkt definieren als den imaginären Ort an dem Wohnnutzungen angeboten werden. Der weitere große Markt in dem die Wohnungswirtschaft tätig ist, ist der Immobilienmarkt. Die Besonderheit für Deutschland liegt in der Einbettung der Wohnungswirtschaft in eine sozial orientierte Marktwirtschaft, nicht in eine reine Marktwirtschaft. Die räumliche Verteilung von Wohnungsteilmärkten folgt dabei bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Die Unterscheidung von Wohnungsteilmärkten erfolgt nach Kriterien wie Preis, Eigentumsform, gesetzliche Bindung, Größe, Ausstattung, räumlicher Lage und anderen Faktoren.[27] Dieser Aspekt soll an dieser Stelle nur als unterstützende Erklärung verstanden werden.

Die Grundlage von Entscheidungen innerhalb der Wohnungswirtschaft geschieht auf der Basis von Prognosen. Es geht dabei um die möglichst langfristige Vorausschau über differenzierten Wohnungsbedarf. Das Kernproblem ist gerade in diesen Prognosen zu sehen, weil nämlich sie durch unterschiedlichste Faktoren mit sehr unterschiedlichen Wechselwirkungen auch hinsichtlich der Stadtentwicklung beeinflusst werden.

Die Wohnungsfrage steht in enger Wechselwirkungen mit der Stadtentwicklung. Das Verbraucherverhalten bezieht sich natürlich einerseits auf die Wohnung als solche aber andererseits auch auf die städtebauliche Qualität oder überhaupt auf die Qualität des Umfeldes (Bezugnahme zu den Bodenpreisen), um nur eine herausragende der Wechselwirkungen zu nennen.[28]

Im Kapitel 1 wurde das Problemfeld Flächenverbrauch als eines der zentralen Handlungsfelder der Flächenkreislaufwirtschaft herausgestellt. Die Suburbanisierung ist dabei eines der größten Probleme. Der grundlegende Unterschied der Suburbanisierung in Ostdeutschland resultiert nicht aus einem Überfluss, sondern auch aus einem Mangel an städtischen Funktionen der Kernstädte.[29] Der Grund dafür liegt im Umgang mit den Innenstädten vor der politischen Wende.

Die Stadt contra Suburbanisierung ist das Ergebnis von aufeinander stoßenden und widersprüchlichen Entwicklungszielen (nach Petzold, 200X). Das eine ist der Nachholbedarf in der Eigentumsbildung in Ostdeutschland, das andere der Abriss von Wohngebäuden und die damit einhergehende Ausbreitung und Verfügbarkeit von Freiflächen in der Stadt.

Für ihre Versöhnung gibt es die Empfehlung der nachfragegerechten Umgestaltung des innerstädtischen Wohnungsbestandes und eines nachfragegerechten Wohnungsneubaus in der Stadt.

Die im Rahmen dieser Arbeit betrachteten Beispiele sind auf aktuelle Wohnbauprojekte des Freistaates Sachsen insbesondere der Stadt Leipzig bezogen. Die Definition der Bausteine wird durch die Anordnung und Kurzbeschreibung der Beispiele unterstützt. Behandelt werden Herangehensweisen zur Diversifizierung von Wohnungsbau und Strategien zur Ausweisung von nachgefragten Wohnsegmenten.

3.1.1 Wohnsegment Stadthäuser

Definition: Stadthäuser werden heute in der Regel im Zuge von Nachverdichtungsmaßnahmen in Wohngebieten gebaut. Bei der Lückenbebauung handelt es sich um ein großes Baulandreservoir an unbebauten, abrissreifen oder ehemals kriegszerstörten Grundstücken. Da es sich meist um voll erschlossene Grundstücke in guter Lage handelt, ist ihre Nutzung fast immer attraktiv. Viele Städte aktivieren die Lückenbebauung zugunsten neuer Wohngebiete. [30]

Abbildung 4 Baustein 1a: Wohnsegment Stadthäuser

Quelle: eigene Darstellung

Unter dem Motto „Wohnen in der inneren Stadt“ wurden in Leipzig in der Pfeffinger Straße Gartenhofhäuser als diversifiziertes Wohnungsangebot konzipiert. Mit den Maßnahmen des Stadtumbaus werden ebenfalls Lagequalitäten durch qualifizierte neue Grünstrukturen geschaffen. Hinter dem Programm steht auch der Bedarf der Leipziger Bürger nach Eigentum. 300-400 Haushalte wollen im Jahr Eigentum in der inneren Stadt bilden. Die Politik der Stadt unterstützt und berät Initiativen privater Haushalte. Es finden Aktionsprogramme statt, um den Bürgern Wege zur eigenen Stadtwohnung zu eröffnen. [31]

Abbildung 5 Stadthäuser, Gartenhofhäuser Pfeffinger Straße, Leipzig

Quelle: Leipzig Selbstnutzerprogramm, 2005

Diese Abbildung zeigt die Gebäudetypologie der Gartenhofhäuser. Die Stellplätze befinden sich auf dem Grundstück und sind mit der übrigen Gebäudestruktur verwoben. Für jedes Haus gibt es einen eigenen Garten. [32]

Abbildung 6 Stadthäuser, Gartenhofhäuser, Leipzig

Quelle: Leipzig Selbstnutzerprogramm, 2005

[...]


[1] Vgl. dazu Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik,2004, S. 8

[2] Vgl. dazu Lütke-Daldrup, E., Bestandsorientierter Städtebau, 1989, S. 302 (Nr. 34)

[3] Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, 2004, S. 19

[4] Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, 2004, S. 19

[5] Umweltbundesamt, Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr, Stand 16. Dezember 2003

[6] S. ebenda, S. 1

[7] Vgl. ebenda, S. 5 - 19

[8] Vgl. Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, 2005, S. 5

[9] S. dazu Preuss, T., Fläche im Kreis (Strategiepapier), S. 5-6.

[10] Vgl. dazu die umfassende Darstellung von Preuss, T., Fläche im Kreis (Strategiepapier), S. 5 ff.

[11] Siehe dazu folgenden Abschnitt 2.1.3 Flächenmanagement

[12] S. dazu Preuss, T., Fläche im Kreis (Strategiepapier), S. 6-7

[13] Vgl. dazu Ferber U., Rogge P., Guber C., Kommunales Flächenmanagement in sächsischen Verdichtungsregionen, 2004, S. 12

[14] S. dazu die weiterführende Darstellung in Ferber U., Rogge P., Guber C., Kommunales Flächenmanagement in sächsischen Verdichtungsregionen, S. 11- 42

[15] nach Thiel soll dieses auf Basis einer realitätsgerechten, nutzungsabhängigen Verkehrswertermittlung erfolgen, Vgl. Dazu Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, S.28 ff.

[16] Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, (2005), S.35

[17] Vgl. dazu Thiel, F., Flächenübergreifend-strategische Aspekte einer Politik der Flächenrezyklierung – Geosystematik, Nutzung, Eigentum, soziales Bodenrecht, (2005), S. 3

[18] S. dazu die umfassende Darstellung in Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, S. 35 - 39

[19] Lütke-Daldrup, E., Bestandsorientierter Städtebau,(1989), S. 278 (Nr. 61)

[20] Bericht der Kommission: Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern, (2002), S.11; weiterhin heißt es ebenda: „In den ostdeutschen Städten und Gemeinden müssen in den nächsten 10 Jahren 300.000 bis 400.000 leerstehende Wohnungen abgerissen werden, mit dem Ziel der Wiederherstellung eines Marktgleichgewichts sowie unter den Gesichtspunkten des notwendigen Stadtumbaus.

[21] Vgl. dazu Sächsische Aufbaubank, 2005

[22] Vgl. dazu Thiel, F., Strategisches Flächenmanagement und Eigentumspolitik, S.35; Anmerkung: weiterhin wird die These aufgestellt, dass damit ein Weg bereitet wird, die Herausforderungen der 3 Prinzipien der Flächenkreislaufwirtschaft erfüllen zu können.

[23] S. dazu Sächsisches Staatsministerium des Inneren, Abteilung 5, Bau- und Wohnungswesen, Förderprogramme, (Jan. 2004), S. 6

[24] Vgl. Sächsische Aufbaubank-Wohnungsmonitoring 2005

[25] S. dazu Preuss, T., Fläche im Kreis (Strategiepapier), S. 7

[26] Anmerkung: im Sinne dieser Arbeit handelt es sich um nicht-bauliche Nutzungen, wie Renaturierung im engeren Sinne

[27] Vgl. dazu die umfassendere Darstellung in Lütke-Daldrup, E., Bestandsorientierter Städtebau, S. 264 (und Verweis)

[28] Vgl. dazu Petzold H., Reichardt T., Wohnungsmarkt in Sachsen im Spannungsfeld von Schrumpfung und Wachstum, S. 4 - 15

[29] Vgl. dazu Ferber U., Rogge P., Guber C., Reduzierung des Flächenverbrauchs, 2004, S. 5

[30] Meyer-Bohe, W., Atlas Gebäudegrundrisse (Band 1), S. 46

[31] nach Gabi, S., Fachveranstaltung „Stadtumbau braucht Aufwertung“, (3.11.2004), Präsentation

[32] ebenda

Details

Seiten
92
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783836612388
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225742
Institution / Hochschule
Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Fakultät 2: Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung, Studiengang Stadt- und Regionalplanung
Note
2,7
Schlagworte
stadtumbau-ost städtebau nachhaltigkeit innenstadtentwicklung flächenkreislaufwirtschaft

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Titel: Strategien der Flächenkreislaufwirtschaft im Rahmen des Stadtumbau-Ost