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Klimawandel und Landwirtschaft

Untersuchung der Interdependenzen

von Mercedes Goedecke (Autor)

Diplomarbeit 2008 109 Seiten

Agrarwissenschaften

Leseprobe

Gliederung

Verzeichnis der Abbildungen in Anhang

Abkürzungsverzeichnis

1.Einleitung
1.1 Historischer Überblick
1.2 Stand des Klimawandels
1.3 Berücksichtigung der Landwirtschaft in Klimaschutzprogrammen
1.3.1 Nationale Ebene
1.3.2 Europäische Ebene
1.3.3 Internationale Ebene

2.Der Sektor Landwirtschaft
2.1 Nationale Betrachtung
2.1.1 Nationaler Getreidemarkt
2.2 Europäische Betrachtung
2.2.1 Europäischer Getreidemarkt

3.Landwirtschaft als Emittent klimaschädlicher Gase
3.1 Landwirtschaftliche Emissionen
3.1.1 Fermentation bei der Verdauung
3.1.2 Wirtschaftsdünger-Management
3.1.3 Landwirtschaftlich genutzte Böden
3.1.4 Sonstige Emissionen
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Umweltökonomische Betrachtung
3.2.1 Externe Effekte des Klimawandels
3.2.2 Klima als öffentliches Gut

4.Strategien zur Reduzierung landwirtschaftlicher Emissionen
4.1 Optimierter Düngemitteleinsatz
4.2 Ökologischer Landbau
4.3 Einsatz landwirtschaftlicher Böden als Kohlenstoffsenken
4.4 Umweltpolitische Instrumente
4.4.1 Emissionsauflagen
4.4.2 Emissionssteuer
4.4.3 Emissionszertifikate

5.Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
5.1 Bisherige Schäden durch die Klimaänderung
5.2 Szenarien steigender Oberflächentemperatur
5.3 Pflanzenproduktion unter sich veränderndem Klima
5.3.1 CO2-Düngeeffekt
5.3.2 Niederschlags- und Temperaturänderung
5.3.3 Regionale Auswirkungen auf den Getreideertrag

6.Fazit

Anhang
Anhang I: Abbildungen
Anhang II: Modelle
II. 1: Modell aus Kapitel 4.3
II. 2: Modell aus Kapitel 4.4.3
Anhang III: Dokumente
III. 1: Auszüge aus dem Kyoto-Protokoll
III. 2: Darstellung der IPPC-Szenarien
III. 3: Methodische Erläuterung zum Agrarbericht
III. 4: Rechtsvorschriften für den Umgang mit Mineraldünger
III. 5: Erfolgsversprechende technische Maßnahmen der EU zur Kohlenstoffeinlagerung in landwirtschaftlichen Böden

Literatur- und Quellenverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen in Anhang

Abb. 1: Anstieg der globalen THG-Konzentration in den Jahren 1000 bis 2000

Abb. 2: Anstieg der globalen Temperatur in den Jahren 1860 bis 2000

Abb. 3a: Prognostizierter Temperaturanstieg der Jahre 2000 – 2100

Abb. 3b: Zukünftige Temperaturveränderung unter verschiedenen IPPC- Szenarien

Abb. 4: Prognostizierte volkswirtschaftliche Kosten des Klimawandels im Jahr 2030 und 2050

Abb. 5: Betriebe nach Größenklassen der landwirtschaftlich genutzten Fläche

Abb. 6: Wertschöpfung der deutschen Landwirtschaft

Abb. 7: Stellung Deutschlands im Weltagrarhandel (in Mrd. US Dollar)

Abb. 8: Deutscher Außenhandel mit Agrargütern nach wichtigen Ländern

Abb. 9: Anteil der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft am Welthandel

Abb. 10: Entwicklung der THG-Emissionen in Deutschland seit 1990

Ab b. 11: Emissionsentwicklung in Deutschland nach THG und Quellgruppe

Ab b. 12: Anteile an der Emissionsentwicklung in Deutschland nach THG und Quellgruppe

Ab b. 13: Externe Effekte bei der Produktion

Ab b. 14: Marktversagen im unkorrigierten Gleichgewicht durch externe Effekte

Abb. 15: Lieferung der mineralischen Düngemittel Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalk an die deutsche Landwirtschaft

Abb. 16: Entwicklung des weltweiten Mineraldüngerverbrauchs bis 2006 und Prognose bis 2010

Abb. 17: Eintrag von Wirtschafts- und Mineraldünger sowie Lachgasemissionen aus gedüngten landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland

Abb. 18: Globaler Stickstoffkreislauf

Abb. 19: Zusammenhang zwischen Energie- und Stickstoffinput und THG- Emissionen

Abb. 20: Erhöhung der C-Speicher durch konservierende Bodenbearbeitung

(„no-tillage“) 1990-2010

Abb. 21: Emissionsentscheidung der Unternehmen bei Emissionssteuer

Abb. 22: Weltgetreideernte der Jahre 1990 – 2080 unter dem Klimawandel

Abb. 23: Photosynthetische Leistung von Weizen und Mais bei verschiedenen Konzentrationen des atmosphärischen CO2

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„There is still time to avoid the worst impacts of climate change, if we take strong ac­tion now.” (Nicolas Stern, 2006)

Es besteht heute kaum noch Zweifel daran, dass sich das globale Klima verändert und die Ursachen hierfür vor allem anthropogener Natur sind.[1]

Der Klimawandel (KW) stellt ein ernstzunehmendes - gleichermaßen akutes wie langfristiges - umweltökonomisches Problem von globalem Ausmaß dar. Seine Folgen sind noch nicht in ihrer Gesamtheit abzusehen. Um einem gefährlichen KW entgegenzuwirken, muss in den nächsten Jahren eine Trendumkehr und bis 2050 eine Halbierung der globalen Treibhausgasemissionen erreicht werden.

Aufgrund der Interdependenzen zwischen Landwirtschaft und Umwelt ist eine verstärkte Einbindung der Landwirtschaft in Klimaschutzprogramme dringend erforderlich.

Die Landwirtschaft stellt einen Wirtschaftszweig dar, der im Besonderen von der Wetter- und Klimaentwicklung abhängig ist. Als Gewerbe unter freiem Himmel ist er den zunehmenden Witterungsextremen, wie Dürre und Starkregen, in vollem Umfang ausgesetzt, wodurch sich veränderte Erntequalitäten und -erträge ergeben können. Die Klimaberichte der Vereinten Nationen haben kürzlich einmal mehr verdeutlicht, dass die Landwirtschaft ein Hauptbetroffener der klimatischen Veränderungen sein wird. Als Anpassung an den KW ist eine verantwortungsvolle Klimaschutzpolitik dringend erforderlich, da sich negative Folgen für die Landwirtschaft auch auf weitere Wirtschaftszweige und die Ernährung der Weltbevölkerung auswirken werden.

Andererseits ist die Landwirtschaft - global und national - nach dem Energie- und dem Industriesektor der drittgrößte Emittent der klimaschädlichen Gase (kG) Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O) und Methan (CH4).[2] Somit stellt der Agrarsektor einen beachtenswerten Mit-Verursacher des KW dar.

Das Vorhaben dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie sich KW und Landwirtschaft gegenseitig bedingen. Im Mittelpunkt steht hierbei die Untersuchung der deutschen und europäischen Landwirtschaft in Hinblick auf Klimaänderungen.

Als Grundlage der Arbeit soll zunächst der wissenschaftliche Kenntnisstand dargestellt und ein Überblick über den deutschen und europäischen Agrarsektor geboten werden, um dessen gesamtwirtschaftliche Bedeutung darzustellen.

Darauf folgend werden Emissionen aus relevanten Bereichen der Landwirtschaft aufgeführt, deren Höhe berechnet und einer umweltökonomischen Analyse unterzogen. Anschließend werden Strategien und Möglichkeiten zur Reduktion landwirtschaftlicher Treibhausgas (THG)-Emissionen skizziert.

Im letzten Teil der Arbeit werden die Auswirkungen des KW auf den landwirtschaftlichen Sektor betrachtet. Dabei werden bisherige Schäden durch den KW aufgezeigt sowie exemplarisch anhand der Getreideproduktion die Folgen des KW auf die landwirtschaftliche Produktion sowie auf die Versorgungssicherheit mit Getreide erläutert.

Auf die landwirtschaftlichen Bereiche Tierhaltung, Forstwirtschaft sowie auf weitere Bereiche der Nutzpflanzenproduktion wird in dieser Arbeit nicht genauer eingegangen.

1.1 Historischer Überblick

Seit Beginn landwirtschaftlicher Aktivitäten - vermutlich seit der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren - sind klimatische Bedingungen und Veränderungen von größtem Interesse für Landbewirtschafter, da diese das Pflanzenwachstum, die Bodenbeschaffenheit und die Produktion beeinflussen.

In den späten Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts untersuchten Wissenschaftler erstmals die Auswirkungen landwirtschaftlicher Aktivitäten auf die Umwelt.

Im Jahr 1978 wurden erste Erkenntnisse über mögliche Folgen der Klimaänderung für die Landwirtschaft veröffentlicht, nachdem Wissenschaftler über die globale Erderwärmung mit einem signifikanten Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre Gewissheit erlangt hatten.[3]

In den Blickpunkt der Wissenschaft war zuvor der „Meadows Report“ (1972) über die Grenzen des Wachstums und die Ergebnisse der Konferenz der Vereinten Nationen in Rom (1974), die eine Bevölkerungszahl von mehr als 8,9 Milliarden Menschen im Jahre 2050 prognostizierten, gerückt.

Die Furcht vor einer weltweiten Unterversorgung mit Nahrungsmitteln durch einen klimabedingten Produktionsrückgang hat, zusammen mit der Feststellung des globalen KW, die Forschungsanstrengungen über die Interdependenzen mit der Landwirtschaft in den Achtziger Jahren verstärkt.[4] Es musste eine Antwort darauf gefunden werden, wie die landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion im Hinblick auf Bevölkerungswachstum und Klimaänderung zukünftig gewährleistet werden kann.

Aus diesem Grunde begannen Wissenschaftler mit der Erforschung der unmittelbaren Auswirkungen des KW auf die landwirtschaftliche Produktion von Kulturpflanzen wie bspw. Getreide, da diese die wichtigsten Grundnahrungsmittel der Weltbevölkerung darstellen.[5]

Die Forschungen in den Neunziger Jahren bezogen erstmals das Verhalten der Landwirte als Mitverursacher des KW in die Untersuchungen ein. In bisherigen Studien wurden diese einzig als Betroffene der Klimaänderung angesehen.[6]

Im Zeitablauf rückte die ökonomische Verflechtung der Landwirtschaft mit anderen Sektoren immer mehr in das Bewusstsein der Wissenschaftler, da durch die zunehmende Klimaänderung ein Wettbewerb um originäre landwirtschaftliche Inputs wie Wasser und Land entstanden ist.[7]

1.2 Stand des Klimawandels

Der heute zu beobachtende KW ist auf eine rapide Erhöhung der Gase CO2, N2O, CH4, Fluorkohlenwasserstoff (FCKW) und Schwefelhexafluorid (SF6) während des letzten Jahrhunderts in der Atmosphäre zurückzuführen.[8] Diese Gase lassen das kurzwellige Sonnenlicht weitgehend ungehindert auf die Erde durch, die von der Erde reflektierte, langwellige Strahlung hingegen nur teilweise - hierdurch kommt es zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre.[9]

Die Folgen des Temperaturanstiegs werden in den Berichten des International Panel on Climate Change (IPPC), in denen die Forschungsergebnisse zum KW[10] zusammengetragen werden, ausführlich dargestellt. Die Tatsache, dass sich eine Klimaänderung vollzogen hat, ist den Ergebnissen des Syntheseberichts[11] des IPPC zufolge eindeutig.[12]

Die auf den Menschen zurückzuführenden THG-Emissionen haben seit der vorindustriellen Zeit rapide zugenommen [Abb. 1]. Der Methangehalt der Luft ist heute zweieinhalbmal so hoch. Die atmosphärische CO2-Konzentration ist in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als in jeder Zehnjahresperiode davor.[13] Insgesamt sind die anthropogenen Emissionen kG zwischen 1970 und 2004 um 70 % gestiegen.

Elf der letzten zwölf Jahre (1995-2006) waren die wärmsten, die seit Beginn der Temperaturaufzeichnung 1850 gemessen wurden. Der lineare 100-Jahres-Trend, der die durchschnittliche Temperaturerhöhung in diesem Zeitraum abbildet, erhöhte sich innerhalb kürzester Zeit von 0,6°C (1901-2000) auf 0,74°C (1906-2005) - dies verdeutlicht die Beschleunigung der globalen Temperaturerhöhung [Abb. 2].

Im selben Zeitraum nahmen die Niederschläge in den nördlichen Gebieten der Erde stark zu und es ist laut IPPC wahrscheinlich[14], dass die weltweite Zunahme der von Trockenheit betroffenen Flächen seit 1970 auf den KW zurückzuführen ist.

Nach Angaben des letzten IPPC -Berichts überstieg die globale Konzentration von CO2 (379 parts per million (ppm))[15] und CH4 (1774 ppm) im Jahr 2005 die in den vorherigen 650 000 Jahren vorherrschenden Messbreiten. Der Anstieg der CH4-Konzentration in der Atmosphäre ist dabei mit großer Wahrscheinlichkeit, die erhöhte Konzentration von N2O überwiegend auf landwirtschaftliche Aktivitäten zurückzuführen. In den nächsten zwei Jahrzehnten wird in Hinblick auf die derzeitigen Emissionen kG eine jährliche Temperaturerhöhung von 0,2°C erwartet [Abb. 3a, b].

Die volkswirtschaftlichen Kosten des KW könnten im Jahr 2050 (bei prognostizierter CO2-Konzentration von bis zu 710 ppm sowie genannter Temperaturerhöhung) bei 5,5 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts[16] liegen [Abb. 4].

Bei einer Temperaturerhöhung von bis zu 4,5°C fielen in Deutschland im Jahr 2050 Kosten (aufgrund der Klimaänderung) von rund 800 Mrd. Euro an.[17]

Falls bis zum Jahr 2050 eine Stabilisierung der CO2-Konzentration zwischen 450 und 550 ppm gelänge, könnte laut Stern ein weitreichendes und kostspieliges Ausmaß des KW verhindert werden.[18]

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung (WBGU) hingegen empfiehlt eine „Leitplanke der Klimaerwärmung von global 2°C über dem vorindustriellen Niveau“ festzulegen.[19] Eine mögliche Stabilisierung der globalen CO2-Konzentration bei 550 ppm würde nach WBGU Einschätzung zu einer Erwärmung von 3°C führen und wäre somit zu hoch für eine CO2-Konzentration „at a level that would prevent dangerous anthropogenic interference with the climate system“, die die United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) in Artikel 2[20] ihres Rahmenabkommens über die Klimaänderung fordert. Selbst um dieses Ziel zu erreichen, müsste bis zum Jahr 2050 die Summe der THG-Emissionen weltweit um 50 % gegenüber dem Emissionsniveau der vorindustriellen Zeit reduziert werden.[21]

Nach Einschätzung anderer Wissenschaftler ist selbst das Vorhaben, mit einer maximalen Temperaturerhöhung von 2°C dem prognostizierten Ausmaß des KW entgegenzuwirken, nicht zu realisieren.[22]

1.3 Berücksichtigung der Landwirtschaft in Klimaschutzprogrammen

1.3.1 Nationale Ebene

Die Deutsche Bundesregierung (BR) zählt international zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutzpolitik.[23] Im August 2007 veröffentlichte die BR die „Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm“ als Richtschnur für die Umsetzung der vom Europäischen Rat unter deutschem Vorsitz festgelegten Klimaschutzziele.[24]

In diesem nationalen Klimaschutzprogramm wird der Sektor Landwirtschaft nicht explizit erwähnt.[25] Berücksichtigung findet die Landwirtschaft lediglich über den Bereich Erneuerbare Energie aus Biomasse. Quantitative Reduktionsziele für landwirtschaftliche THG-Emissionen wurden von der BR bislang nicht festgelegt.[26]

Allerdings könnten und müssten einer aktuellen Studie[27] zufolge alle emittierenden Sektoren[28] kG - in etwa proportional zu ihrem Anteil an den Gesamtemissionen - zu deren Reduzierung beitragen, um die Klimaschutzziele der BR realisieren zu können.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studien zu Wirkungen von Emissionsminderungsmaßnahmen und -po­tentialen (welche die Grundlage der Klimaschutzberichte der BR bilden) berücksichtigen den Sektor Landwirtschaft als Emittent kG, indem die Quellen landwirtschaftlicher THG-Emissionen ausführlich dargestellt und mögliche Einsparpotentiale skizziert werden.[29]

1.3.2 Europäische Ebene

Die Strategie der Europäischen Union (EU) zur Reduktion emittierter THG ist im „Europäischen Klimaschutzprogramm“ (ECCP, 2000) niedergeschrieben.[30] Diesem Programm zufolge müssen zur Implementierung des Kyoto-Protokolls (1997)[31] (KP) im Zeitraum von 2008-2012 die gesamteuropäischen Emissionen gegenüber dem KP-Basisjahr 1990 um 8 % reduziert werden.

Der Sektor Landwirtschaft findet im ECCP sowohl als Emittent kG als auch als „Klimaschützer“ (bspw. durch den Einsatz von C-Senken[32] ) explizit Berücksichtigung. Zur Umsetzung der angestrebten Ziele des ECCP wurde für den Sektor Landwirtschaft die „Working Group 7 – Agriculture (WG-7)“ initiiert, deren Aufgabe es ist: „to identify and develop the most important elements in the area of agricultural policy that are necessary for the implementation of the Kyoto protocol“.[33]

Das ECCP stellte einen viel versprechenden Ansatz, die Landwirtschaft stärker zu verpflichten, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, dar - bis dato fehlen jedoch konkrete Empfehlungen und Vorschläge von der EU für dessen Umsetzung.[34]

Einen konkreten Vorschlag zur Umsetzung der Ziele des ECCP für den Sektor Landwirtschaft könnte die in Kapitel 4.4.3 und Anhang II.2 dieser Arbeit vorgestellte Modellstudie leisten.

In dieser Studie wird das Vorhaben der WG-7 - die Erforschung verschiedener Politikstrategien zur Reduzierung landwirtschaftlicher THG-Emissionen in Europa unter Verwendung bereits vorhandener statistischer Emissionsdaten - aufgegriffen und untersucht, welche ökonomischen Effekte aus der Einführung einer Emissionshöchstgrenze für diese Emissionen mit bzw. ohne einer gleichzeitigen Teilnahme der landwirtschaftlichen Produzenten am bestehenden EU-Emissionszertifikatehandel (ETS)[35] resultierten.

Die europäische Agrarpolitik leistet bislang einen Beitrag zum globalen Klimaschutz im Rahmen der „Zweiten Säule“ der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)[36] durch die Förderung der Entwicklung ländlicher Räume, den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie durch den Einsatz landwirtschaftlicher Nutzflächen als Kohlenstoff-Senken.

1.3.3 Internationale Ebene

Ursprünglich wurde der landwirtschaftliche Sektor bei der Aushandlung der Emissionsminderungsziele im KP nicht explizit berücksichtigt.[37]

Mit den „Marrakesch-Beschlüssen[38] (2001) wurde der Landnutzungssektor (eines der wichtigsten Beispiele anthropogener Klimabeeinflussung[39] ) unter der Bezeichnung „Land Use and Land Use Change and Forestry“ (LULUCF) in das KP aufgenommen.[40] Diese Integration in das KP (Artikel 3.3, 3.4 sowie 3.7)[41] schuf den Vertragsstaaten die Möglichkeit, landwirtschaftliche Böden als C-Senken (s. Kapitel 4.3) auf nationale THG-Emissionen anzurechnen.[42]

Die THG-Emissionen von landwirtschaftlichen Nutzflächen finden in Artikel 3.4 des KP Berücksichtigung - deren exakte Messung stellt aufgrund der Andersartigkeit[43] dieser Emissionen jedoch eine große Schwierigkeit dar.[44]

2. Der Sektor Landwirtschaft

Im Folgenden werden wesentliche Eckdaten der Landwirtschaft aufgeführt, um die Relevanz dieses Wirtschaftsbereiches für die gesamte Volkswirtschaft zu verdeutlichen. Der deutsche Agrarsektor wird aufgrund des Schwerpunktes dieser Arbeit ausführlicher dargestellt.

2.1 Nationale Betrachtung

Dem „ Agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung 2007“[45] zufolge waren im Jahr 2006 rund 1,24 Mio. Arbeitskräfte[46] in der deutschen Landwirtschaft[47] tätig. Dies entspricht einem Anteil von rund 3,2 %[48] aller inländischer Erwerbstätigen.[49]

Die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe[50] lag 2006 bei 353.000, was einem Rückgang gegenüber 2005 von 3,5 % entspricht. Etwa 17 Mio. Hektar (ha) bzw. 47 %[51] der Gesamtfläche Deutschlands werden landwirtschaftlich genutzt [Abb. 5].[52]

Der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung machte im Jahr 2006 zwar nur 12,8 Mrd. Euro bzw. 0,6 % aus (Nettowertschöpfung: 11,78 Mrd. Euro)[53] [Abb. 6] - die volkswirtschaftliche Bedeutung des Sektors ist jedoch wesentlich größer. Der landwirtschaftliche Produktionswert in Höhe von 44,5 Mrd. Euro48 war bspw. erheblich höher als der Umsatz des gesamten deutschen Textil- und Bekleidungsgewerbes mit 22,5 Mrd. Euro[54]. Die produktionsbedingten Ausgaben des landwirtschaftlichen Sektors betrugen im selben Jahr 26,66 Mrd. Euro.

Nach vorläufigen Schätzungen für das Jahr 2007 liegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 17,5 % über denen des Referenzjahres 2000.[55] Dieser Anstieg ist u. a. auf die weltweit steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, Ernteausfälle sowie eine Abnahme der Bestände an Interventionsgetreide zurückzuführen.

Die Agrarexporte hatten 2005 laut BMELV einen Wert von 29,76 Mrd. Euro, die Importe beliefen sich auf 38,16 Mrd. Euro[56] [Abb. 7]. Hieraus resultierte ein Außenhandelsdefizit von 8,4 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil des deutschen Warenaustausches von Agrargütern entfiel auf die Partnerstaaten der EU-27,[57] in welcher Deutschland einer der größten Agrarproduzenten ist [Abb. 8].

2.1.1 Nationaler Getreidemarkt

Im Folgenden wird die Situation auf dem Getreidemarkt skizziert, da in Kapitel 5 dieser Arbeit die Auswirkung des KW auf die landwirtschaftliche Produktion insbesondere in Hinblick auf Veränderungen der zukünftigen Nutzpflanzenproduktion wie bspw. Getreide untersucht werden wird.

Mit 40,5 Mio. t blieb die Getreideernte 2007 um 6 % unter der bereits schwachen Vorjahresernte sowie um 11 % unter dem langjährigen Mittel (45,4 Mio. t), die Getreideanbaufläche ging um 2 % auf 6,6 Mio. ha zurück.[58] Zu Beginn des Wirtschaftsjahres (WJ) 2007/08[59] waren die gesamten nationalen Getreidebestände[60] mit 2,4 Mio. t um 13,2 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Dies ist hauptsächlich auf die schwache Ernte des WJ 2006/07 sowie auf ungünstige Witterungsbedingungen zurückzuführen, wodurch die bisherige Ernte im WJ 2007/08 schwer geschädigt wurde.

Die Höhe der letzten Getreideerzeugung entsprach in etwa der des Verbrauchs, sodass nur eine geringe Menge für Ausfuhren zur Verfügung stand.[61] Die Getreideexporte für 2006/07 beliefen sich auf 2,9 Mio. t, die Einfuhren auf 3,9 Mio. t.[62]

Der nationale Getreidemarkt stand 2007 stark unter dem Einfluss des Weltmarktes, auf dem eine starke Nachfrage herrschte - die weltweiten Getreidebestände sind das dritte Jahr in Folge rückläufig und dürften ihren tiefsten Stand seit dem WJ 1979/80 erreicht haben. Diese Situation führte dazu, dass die Getreidepreise seit Beginn des letzten WJ weltweit anstiegen und sich die inländischen Getreidepreise innerhalb der letzten beiden Jahre mehr als verdoppelten.[63]

2.2 Europäische Betrachtung

Nach letzten Angaben von Eurostat[64] sind in der EU-27 14,4 Mio. landwirtschaftliche Betriebe erfasst sowie 12,1 Mio. Arbeitskräfte innerhalb der Landwirtschaft beschäftigt. Bei einer Gesamtfläche der EU-27 von 397,3 Mio. ha wurde im Jahr 2006 eine Fläche von rund 164 Mio. ha landwirtschaftlich bewirtschaftet.

Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft betrug 2006 zu Herstellerpreisen 142,9 Mrd. Euro. Die Gesamteinfuhren in die EU-27 beliefen sich im gleichen Jahr auf rund 3.241 Mrd. Euro, wovon 244,6 Mrd. Euro auf Güter der Land- und Ernährungswirtschaft (GLE) entfielen. Die Gesamtausfuhren betrugen rund 3.136 Mrd. Euro, der Anteil der GLE belief sich hierbei auf 228,7 Mrd. Euro.[65] Der Importanteil der GLE am Weltgesamthandel belief sich auf 7,55 %, der Exportanteil auf 7,31 % [Abb. 9].

2.2.1 Europäischer Getreidemarkt

Die Getreideanbaufläche der EU-27 verzeichnete im Jahr 2007 einen leichten Zuwachs in Höhe von 1,5 % und betrug nach letzten Zahlen von Eurostat[66] 57,9 Mio. ha. Dieser Flächenzuwachs steht zweifelsohne in direktem Zusammenhang mit dem außergewöhnlich hohen Preisniveau auf dem Weltgetreidemarkt.

Die Getreideerzeugung im WJ 2007/08 betrug nach erster Einschätzung von Eurostat 281 Mio. t. Diesen Ertragswert korrigierte Eurostat aber schlussendlich, augrund schwieriger klimatischer Bedingungen in den meisten Mitgliedstaaten,[67] auf 255 Mio. t nach unten, wodurch dieser letztendlich 8 Mio. t unter dem Vorjahreswert liegt.

Der Selbstversorgungsgrad mit Getreide beträgt somit nur noch 97 %, sodass die EU-27 im WJ 2007/08 voraussichtlich zum Nettoimporteur[68] werden wird.[69]

Um den inländischen Getreidemarkt zu stärken, hat die EU-Kommission den Einfuhrzoll für bestimmte Getreidesorten zum 1. Januar 2008 bis zum Ende des laufenden WJ auf 0 Euro/ t heruntergesetzt.[70]

3. Landwirtschaft als Emittent klimaschädlicher Gase

Bei der Bekämpfung des globalen KW konzentriert sich die nationale und internationale Politik bislang vornehmlich auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes - wofür sowohl der Energie- als auch der Industriesektor die Hauptverursacher sind. Der landwirtschaftliche Sektor wird zurzeit noch nicht ausreichend in den Verpflichtungen bezüglich der Auswirkungen des KW berücksichtigt (s. Kapitel 1.3).

Die Landwirtschaft ist jedoch ein beachtenswerter Mit-Verursacher des KW, weshalb sie dem Verursacherprinzip zufolge auch in die Anstrengung zur Emissionsverminderung miteinbezogen werden sollte (s. Kapitel 3.2). Da es sich jedoch bei den landwirtschaftlichen THG-Emissionen oft um solche aus natürlichen Prozessen handelt, ist eine Emissionsminderung ohne Reduktion der Produktivität äußerst schwierig.

Auf der anderen Seite stellt die Landwirtschaft den wirksamsten Klimaschützer dar: Jährlich werden durch den Anbau von Kulturpflanzen der Atmosphäre 200 Mio. t CO2 entzogen. Zusammen mit den von den Wäldern aufgenommenen 30 Mio. t CO2 werden somit jedes Jahr etwa die Hälfte der hauptsächlich von Industrie und Verkehr verursachten CO2-Emissionen vom Pflanzen- und Forstbestand gebunden.[71]

3.1 Landwirtschaftliche Emissionen

Deutschland ist als Vertragsstaat der Klimarahmenkonvention dazu verpflichtet, jedes Jahr einen Nationalen Inventarbericht (NIR)[72] zu veröffentlichen. Dieser soll die Vereinten Nationen (UN) über die Höhe der jährlichen THG-Emissionen in den einzelnen nationalen Sektoren informieren. Die landwirtschaftlichen THG-Emissionen werden im NIR in der so genannten „Quellgruppe Landwirtschaft“[73] aufgeführt.

Den Angaben des deutschen NIR 2007 zufolge konnten im Jahr 2005 die nationalen Gesamtemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 18,7 % verringert werden [Abb. 10] die Methanemissionen verzeichneten einen Rückgang um 52 % und die Emissionen von Lachgas um 21,5 %.

Insgesamt wurden somit in diesem Berichtsjahr 836.336 Gigagramm (Gg)[74] CO2, 2.268 Gg CH4 sowie 214,5 Gg N2O in die Atmosphäre abgegeben [Abb. 11][75]

In der Systematik des NIR trug die Landwirtschaft im Jahr 2005 6,3 % zu den THG-Emissionen in Deutschland bei [Abb. 12].

In diesem Kapitel werden die THG-Emissionen der deutschen Landwirtschaft[76] anhand der Emissionsdaten des NIR 2007 sowie des Teilberichtes für die „Quellgruppe Landwirtschaft“ von Dämmgen[77] - der die Grundlage des NIR 2007 bildet und eine ausführlichere Darstellung der Emissionsdaten enthält - berechnet und dargestellt.

Hierfür werden die landwirtschaftlichen CH4- und N2O-Emissionen - die sowohl zu den so genannten Kyoto-Gasen[78] zählen als auch Nebenprodukt landwirtschaftlicher Produktion sind – analysiert.

Die hierzu verwendeten Emissionsdaten sind im NIR in der „Quellgruppe Landwirtschaft“ in den Bereichen „Fermentation bei der Verdauung“, „Wirtschaftsdünger-Management“ sowie „landwirtschaftlich genutzte Böden“ aufgeführt.[79]

Um die Treibhausgase und deren Klimawirksamkeit untereinander vergleichen zu können, werden sie anhand ihres Treibhausgaspotentials dargestellt. Hierfür werden die originären Emissionsmengen mit dem „global warming potential“ (GWP) multipliziert, um die CO2-Äquivalenten Werte (CO2e) zu erhalten. Das Treibhauspotential[80] bzw. GWP gibt an, wie viel eine bestimmte Menge eines Kyoto-Gases zum Treibhauseffekt beiträgt.

In dieser Arbeit wird mit den GWP-Faktoren von 1997 gerechnet[81]. Danach haben CO2-Emissionen den Faktor 1 und CH4-Emissionen den Faktor 21. Für N2O-Emissionen beträgt der Faktor 310 – d. h. eine Tonne dieses Gases ist so klimaschädlich wie 310 Tonnen CO2. Die Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre beträgt 120 Jahre, CH4 verweilt 10 Jahre und die N2O-Emissionen 150 Jahre.

3.1.1 Fermentation bei der Verdauung

Als Stoffwechselprodukt bei der tierischen Verdauung entstehen Methangase (CH4). Dies geschieht durch Mikroorganismen, die sich in den Mägen von Nutztieren befinden und unter anaeroben Bedingungen[82] CH4 erzeugen. Das gebildete Methangas wird von den Nutztieren an die Umwelt abgegeben und trägt so mit zu den klimaschädlichen Emissionen bei. Die Höhe der CH4-Emissionen bei der tierischen Verdauung ist dabei von der Tierart, der Leistung der Tiere und der Futtermittelzusammensetzung abhängig.

Die CH4-Emissionen im Bereich „tierische Verdauung“ belaufen sich für 2005 auf 872,6 Gg und haben ein GWP von 18.324,6 Gg CO2e. Hauptverursacher dieser Emissionen sind die Wiederkäuer mit einem Anteil von 92,5 % (807,2 Gg).

3.1.2 Wirtschaftsdünger-Management

Bei der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger[83] entstehen durch biologische Abbauprozesse Methan- und Lachgasemissionen. CH4 entsteht erneut als Stoffwechselprodukt bei der anaeroben Vergärung von organischen Bestandteilen der tierischen Exkremente durch Mikroorganismen. N2O wird über Denitrifikation[84] des im Dünger enthaltenen Nitrat (N) gebildet. Einflussfaktoren für diese Emissionen im „Wirtschaftsdünger-Management“ sind im Wesentlichen die Beschaffenheit der Exkremente selbst sowie die Art ihrer Lagerung und Ausbringung.

Die CH4-Emissionen im Bereich „Wirtschaftsdünger-Management“ liegen 2005 bei 235,9 Gg, die N2O-Emissionen belaufen sich auf 8,43 Gg. Somit hat dieser Bereich ein Treibhausgaspotential von 7.567,2 Gg[85] in CO2-Äquivalenten.

3.1.3 Landwirtschaftlich genutzte Böden

In Deutschland wird durch den Pflanzenbau auf landwirtschaftlichen Nutzflächen vor allem Lachgas (N2O) emittiert. Die Methanfreisetzung ist hier von untergeordneter Bedeutung[86] und wird deshalb nicht aufgeführt.[87]

In der offiziellen Statistik (Dämmgen, UBA) wird für den Bereich „landwirtschaftlich genutzte Böden“ zwischen zwei N2O-Emissionsarten unterschieden: Emissionen aus gedüngten sowie aus ungedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen. N2O-Emissio-nen aus gedüngten Flächen entstehen durch natürliche Denitrifikations- und Nitrifikationsprozesse[88] von Stickstoff aufgrund eines zu hohen Eintrags von Wirtschafts- und Mineraldünger[89] in landwirtschaftlich bewirtschaftete Böden.

Indirekte Emissionen aus ungedüngten Flächen ergeben sich Dämmgen zufolge aus zuvor ausgewaschenem[90] und abgeflossenem Stickstoff aus der Landwirtschaft. Direkte Emissionen aus ungedüngten Flächen entstehen durch Anbau von Leguminosen (Hülsenfrüchte), durch Weidegang der Tiere sowie durch Ernterückstände.

Die N2O-Emissionen von gedüngten Nutzflächen betragen 70,6 Gg und haben ein GWP von 21,886 Gg CO2e. Die N2O-Emissionen von ungedüngten Flächen haben ein Treibhausgaspotential von 37,758 Gg CO2e. Die direkten N2O-Emissionen belaufen sich hierbei auf 81,6 Gg, die indirekten auf 40,2 Gg.

Die Gesamtemissionen des Bereichs „landwirtschaftlich genutzten Böden“ haben in der Summe ein Treibhausgaspotential von 59.644 Gg CO2e.[91]

3.1.4 Sonstige Emissionen

Neben den Emissionen, die in der „Quellgruppe Landwirtschaft“ aufgeführt werden, existieren weitere der Landwirtschaft anzurechnende Emissionen, die nicht in dieser „Quellgruppe“ erfasst sind. Dazu gehören solche aus der Nutzung von Betriebsmitteln, die im NIR im Abschnitt „Energie“ aufgeführt werden und jene, die durch Nutzung von Grün- und Ackerland entstehen. Letztere finden sich im NIR unter „Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“ wieder.

Im Gegensatz zu den bisherigen Daten wird für die Darstellung der landwirtschaftlichen Energieemissionen der Datensatz von 2003[92] verwendet, da aktuellere Daten nicht vorliegen. Die Emissionen aus der Nutzung landwirtschaftlicher Betriebsmittel beliefen sich diesen Daten zufolge auf 6,665 Gg Kohlendioxid und 1 Gg Methan. Die landwirtschaftlichen Energieemissionen hatten somit ein GWP von 6,676 Gg CO2e.

Für die „Quellgruppe Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“ liefert der NIR 2007 keine Emissionsdaten.[93] Den Daten des NIR 2006 zufolge, wurde durch Ackerlandbewirtschaftung 1,4 Gg N2O und 25.008 Gg CO2 emittiert und durch Grünlandbewirtschaftung 16.531 Gg CO2 an die Atmosphäre abgegeben.

Insgesamt beliefen sich die THG-Emissionen aus „Landnutzung und Landnutzungsänderung“ auf 41.974 Gg CO2e.

3.1.5 Zusammenfassung

Die deutsche Landwirtschaft trägt nach eigenen Berechnungen - auf Grundlage der verfügbaren Datensätze der NIR[94] sowie des Emissionsberichts von Dämmgen (2007) - 13,2 %[95] zu den nationalen THG-Gesamtemissionen bei.[96]

Die dem Sektor zurechnungsfähigen THG-Emissionen haben in der Summe der errechneten Daten ein Treibhausgaspotential von 12.716,476 Gg CO2e.

Hierbei entfallen 32,9 % auf den Bereich „Landnutzung und Landnutzungsänderung“ sowie 46,77 % auf den Bereich „landwirtschaftlich genutzten Böden“. Die Nutzung der Ressource Boden spielt demnach mit 79,6 %[97] hinsichtlich der Produktion von THG-Emissionen in der Landwirtschaft die bedeutendste Rolle.

3.2 Umweltökonomische Betrachtung

Innerhalb der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse, der Tierhaltung sowie der Bodenbewirtschaftung entstehen klimaschädliche Treibhausgase wie Methan und Lachgas, die in ihrer Gesamtheit an die Umwelt abgegeben werden. Darüber hinaus gelangen viele weitere Millionen Tonnen an Treibhausgasen, die von Sektoren wie der Industrie oder dem Transport emittiert werden, in die Atmosphäre und fügen dadurch der Umwelt einen erheblichen Schaden zu.[98]

Als Grundlage der Darstellung von „Strategien zur Reduzierung landwirtschaftlicher Emissionen“ in Kapitel 4 sollen diese THG-Emissionen zunächst einer umweltökonomischen Analyse unterzogen werden. Diese Analyse beruht auf den ökonomischen Tatbeständen, dass THG-Emissionen eine negative Externalität darstellen und der Umwelt- bzw. Klimaschutz ein öffentliches Gut ist.

3.2.1 Externe Effekte des Klimawandels

Laut Stern stellt der vom Menschen verursachte KW gleichsam mit vielen weiteren Umweltproblemen „as its most basic level“ eine Externalität dar.[99]

Um zu erläutern, was darunter zu verstehen ist, wird zunächst kurz skizziert, wodurch Umweltprobleme entstehen. Daraufhin wird mit Hilfe eines Modells dargestellt, was in der Umweltökonomik unter Externalität bzw. externem Effekt verstanden wird. Schließlich wird untersucht, wodurch und in welchem Umfang durch den Klimawandel externe Effekte entstehen und welche Ansätze die Umweltökonomik zur Internalisierung dieser Externalitäten bietet.

Aus ökonomischer Sicht stellen Umweltprobleme jedweder Form ein Allokationsproblem der Ressource Umwelt dar. Dieses Verteilungsproblem lässt sich dadurch erklären, dass die Umwelt ein knappes und beschränktes Gut ist, welches von Wirtschaftssubjekten über die Grenzen der Verfügbarkeit nachgefragt wird. Durch den Nachfrageüberhang kommt es zu einer Verwendungskonkurrenz um das Gut Umwelt. Da allerdings kein Nachfrager von der Nutzung der Umwelt ausgeschlossen werden kann (weil die Umwelt ein öffentliches Gut ist[100] ) wird sie von allen Nachfragern nach Belieben konsumiert. Umweltprobleme sind das Resultat dieser Übernutzung.

Ein so genannter externer Effekt entsteht immer dann, wenn in die Nutzen- oder Produktionsfunktion eines Wirtschaftssubjektes i Variablen yj eingehen, die von anderen Wirtschaftssubjekten j gewählt wurden, ohne dass bei der Wahl von yj die daraus resultierende Auswirkung auf i beachtet bzw. berücksichtigt wurde. Das Vorliegen externer Effekten bedeutet, dass sich die Aktivität und Verhaltensweise des Wirtschaftssubjekts j unmittelbar und in vollem Ausmaß auf ein anderes Wirtschaftssubjekt i auswirkt. Diese Interdependenz kann das Wirtschaftssubjekt i nicht durch sein eigenes Verhalten beeinflussen.[101]

Externe Effekte können sich positiv, negativ bzw. ein- oder wechselseitig auswirken. Falls sich das Nutzenniveau von Wirtschaftssubjekten durch ökonomische Aktivitäten Anderer erhöht, so liegt ein positiver externer Effekt vor.

Durch wirtschaftliche Produktionsprozesse entstehen jedoch meist Umweltbelastungen. Hieraus resultieren negative externe Effekte, welche oftmals gleichzeitig negative Produktions- und Konsumexternalitäten darstellen.

Aus der gesamtwirtschaftlichen bzw. sozialen Wohlfahrtsfunktion wird im Folgenden die Bedingung hergeleitet, die eine effiziente Allokation der Ressource Umwelt unter Vorliegen externer Effekten gewährleistet:[102]

Der Nutzen des Unternehmens i aus der Emission des Schadstoffes Ei sei mit Ui (Ei) bezeichnet. Der Schaden Sj, der einem Wirtschaftssubjekt j durch Ei zugefügt wird, sei Sj (Ei) mit j = 1,…,n, da durch Emissionen Ei gleichzeitig mehreren Wirtschaftssubjekten ein monetärer Schaden zufügt werden kann.

Die soziale Wohlfahrtsfunktion bei vorliegen externer Effekte lautet folglich:

W(Ei) = Ui (Ei) - Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenSj (Ei) [1]

Durch Maximierung der sozialen Wohlfahrtsfunktion und Bildung der ersten Ableitung erhält man die Effizienzbedingung, die besagt, dass der Grenznutzen des Schädigers (des Verursachers des negativen externen Effektes) gleich der Summe aller, nach Bewertung der Geschädigten, verursachten Grenzschäden bzw. Grenzkosten sein muss: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [2]

Aufgrund der Tatsache, dass nutzen- bzw. gewinnmaximierende Wirtschaftssubjekte bei ihren Produktionsentscheidungen die Kosten der externen Effekte (Cext) nicht berücksichtigen, wird die Bedingung für gesamtwirtschaftliche Effizienz ohne Eingriff in den Marktmechanismus nicht erfüllt [Abb. 13].

Aus den jeweiligen Produktionsentscheidungen resultieren soziale Kosten Csoz, die sich aus den Kosten der Produktion Cpriv und den Schadenskosten (Cext =) S zusammensetzen: Csoz = Cpriv + S [Abb. 14].

Da aufgrund der negativen externen Effekte die sozialen Kosten höher als die privaten Kosten sind, kommt es letztendlich zu Marktversagen – aufgrund dieser Tatsache stellt laut Stern[103] der KW eine Form des Marktversagens dar.

Mit Hilfe obiger Ausführungen lässt sich nun erklären, warum der KW aus umweltökonomischer Sicht eine Externalität darstellt.

Die Ursache des KW ist auf die bei verschiedenartigen Produktionsprozessen weltweit emittierten kG zurückzuführen. Der Ausstoß dieser kG in die Atmosphäre ist für die Übernutzung der Ressource Umwelt und den hieraus entstandenen globalen Umweltschaden, durch den sich das Weltklima veränderte, verantwortlich.

Durch THG-Emissionen während der Produktion entstehen negative Produktionsexternalitäten, durch die am eigentlichen Produktionsprozess Unbeteiligte geschädigt werden - bspw. durch Einatmen der durch THG verschmutzten Atemluft.

Daneben werden durch negative externe Effekte der Klimaänderung die biologische Artenvielfalt und das Ökosystem der Erde zunehmend zerstört[104].[105]

Die vom KW ausgehende Externalität weicht jedoch, so Stern,[106] in einigen Punkten von der klassischen Externalitätentheorie ab. So ist diese Externalität in ihrer Ursache und ihrer Wirkung global: Die THG-Emissionen schädigen das Klima weltweit und unabhängig vom Ort ihrer Abgabe, weil die THG in der Atmosphäre diffundieren. Die Folgen dieser Externalität sind außerdem lang anhaltend, mit großer Unsicherheit behaftet und wirken sich signifikant auf die gesamte Volkswirtschaft aus.

Die Landwirtschaft ist hauptsächlich durch den Ausstoß von Methan und Lachgas ein maßgeblicher Mitverursacher der bei Produktionsprozessen entstehenden negativen externen Effekte. Es stellt sich die Frage, wie diese Externalitäten internalisiert werden können.

Die traditionelle Umweltökonomik bietet hier als möglichen Ansatz das so genannte Verursacherprinzip[107]. Diesem Prinzip zufolge müssten nach Bartmann[108] alleinig die Emittenten kG - so auch die Landwirtschaft - die durch ihre Emissionen entstandenen Schadenskosten in voller Höhe tragen. Durch die Begleichung der Schadenskosten durch den physischen Schadensverursacher soll - nach dem Verursacherprinzip - eine effiziente Allokation der Ressource Umwelt gewährleistet und externe Effekte internalisiert werden.

Das Verursacherprinzip setzt allerdings ein trennscharfes Kriterium voraus, wer denn eigentlich als physischer Verursacher zu bezeichnen ist - was keineswegs trivial ist - weshalb es unter Wissenschaftlern als umweltökonomisches Instrument zur Erreichung gesamtwirtschaftlicher Effizienz bei Vorliegen externer Effekte umstritten ist. Unter Effizienzgesichtspunkten ist es ihrer Ansicht nach nicht zwingend notwendig, alleinig den physischen Verursacher des Schadens zu belasten.[109] Vielmehr kommt es zur Erreichung von Effizienz darauf an, wem die Eigentumsrechte an dem geschädigten Objekt zugesprochen werden: dem physischen Verursacher oder dem Geschädigten.

Auf eine ausführliche Diskussion dieser Kritik soll an dieser Stelle verzichtet werden.

Die Grenzen der Anwendbarkeit des Verursacherprinzips zur Internalisierung der durch THG-Emissionen verursachten Externalität werden schnell deutlich. Allein die Erfassung und Bewertung der emittierten Treibhausgase sowie die Feststellung der physischen Verursacher stellt sich in vielen Fällen als nicht durchführbar heraus: So existieren für die in dieser Arbeit betrachteten landwirtschaftlichen Emissionen viele kleine Emissionsquellen, deren lokale Zuordnung und exakte Messung ohne enorme Zusatzkosten und Hilfe modernster Messtechnik meist nicht möglich ist.[110]

Die umweltpolitischen Instrumente zur Internalisierung externer Effekte werden in Kapitel 4.4 dargestellt und diskutiert.

3.2.2 Klima als öffentliches Gut

In diesem Abschnitt wird erläutert, wodurch öffentliche Güter definiert sind und sich von privaten Gütern unterscheiden. Anschließend wird gezeigt, dass das Klima und der globale Klimaschutz, als Antwort auf den KW,[111] öffentliche Güter sind.

Des Weiteren wird untersucht, wovon die Bereitstellung des öffentlichen Gutes Klimaschutz abhängt und weshalb Trittbrettfahrerverhalten diese Bereitstellung möglicherweise verhindert.

Öffentliche Güter sind sowohl durch das Nicht-Ausschlussprinzip - d.h. alle Wirtschaftssubjekte können das Gut konsumieren - als auch durch Nicht-Rivalität im Konsum definiert. Unter Nicht-Rivalität im Konsum versteht man, dass die Konsumerhöhung eines Wirtschaftssubjektes keinen Einfluss auf den Konsum eines anderen Wirtschaftssubjektes hat.

Der Unterschied[112] zwischen „Öffentlichen Gütern“ und „Privaten Gütern“[113] liegt in der Effizienzbedingung ihrer Bereitstellung.[114]

Eine Einheit eines privaten Gutes bereitzustellen ist effizient, wenn die Grenzkosten der Produktion dem Grenznutzen des Konsums eines Konsumenten entsprechen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [3]

Die Bereitstellung eines öffentlichen Gutes hingegen ist dann gesamtwirtschaftlich effizient, wenn die Grenzkosten der Summe der Grenznutzen aller Konsumenten entspricht: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [4]

In die Effizienzgleichung [4] gehen, wegen des Prinzips der Nicht-Rivalität im Konsum, die Grenznutzen aller Konsumenten ein.

Das Klima - und somit auch dessen Schutz - sind obiger Definition zufolge öffentliche Güter. Sie erfüllen das Kriterium der Nicht-Rivalität im Konsum: Kein Land kann von einem guten Klima deshalb nicht profitieren, weil ein anderes Land dies tut. Aufgrund der Erfüllung des weiteren Kriteriums, der Nicht-Anwendbarkeit des Ausschlussprinzips, stellt der Klimaschutz ein reines öffentliches Gut[115] dar.

Es stellt sich die Frage, ob dieses öffentliche Gut freiwillig bereitgestellt werden wird, weil zwar einerseits jeder Konsument aufgrund der Eigenschaft der Nicht-Ausschließ-barkeit von den positiven Externalitäten des Klimaschutzes profitiet, andererseits aber niemand dazu gezwungen werden kann, etwas zu dessen Bereitstellung beizutragen, wenn er es nicht freiwillig tun möchte.

Konsumenten, die nach Bereitstellen des öffentlichen Gutes von Klimaschutzanstrengungen Anderer profitieren, selbst aber entweder nichts oder nur unzureichend zu der Bereitstellung beigetragen haben, werden als Trittbrettfahrer bezeichnet. Diese Trittbrettfahrer können für ihr Nutznießerverhalten allerdings weder bestraft noch von weiterem Konsum guten Klimas ausgeschlossen werden.

Die Kosten der Bereitstellung eines guten Klimas werden bei Gegenwart von Trittbrettfahrern nicht von allen Konsumenten gleich getragen. Aus diesem Grunde wird das öffentliche Gut Klimaschutz letztendlich nicht bereitgestellt werden, da die notwendige Bedingung für ein effizientes Bereitstellen - Gleichung [4] - nicht erfüllt wird, obwohl die Bereitstellung des Klimaschutzes die Kosten des KW - die von allen Menschen weltweit getragen werden müssen - global minimieren würden[116].

Die Möglichkeit, das öffentliche Gut durch eine zentrale Organisation bereitzustellen, besteht nach Bardt[117] im Falle des Klimaschutzes nicht: Es existiert weltweit keine Institution, welche über die hierfür erforderlichen Kompetenzen verfügt, entsprechende Klimaschutzanstrengungen der einzelnen Länder zu erzwingen sowie die zur Bereitstellung erforderlichen Beiträge von allen Nutzern des Klimas einzufordern.

Bei Betrachtung des Beitrags der Landwirtschaft zum Klimaschutz lässt sich, im Vergleich zu den Beiträgen anderer Sektoren[118], eine Art Trittbrettfahrerverhalten erkennen:[119]

Auf der einen Seite gibt der landwirtschaftliche Sektor kG in die Atmosphäre ab, konsumiert dabei das öffentliche Gut Umwelt und schadet dem Klima. Die Landwirtschaft leistet jedoch nicht freiwillig einen ausreichenden Beitrag zur Bereitstellung des Klimaschutzes - der alleinige Beitrag der Landwirtschaft könnte jedenfalls die Bereitstellung des öffentlichen Gutes nicht gewährleisten.

Auf der anderen Seite ist die Landwirtschaft Nutznießer der Klimaschutzanstrengungen anderer Sektoren, da die landwirtschaftliche Produktion und somit auch das Einkommen der Landwirte in höchstem Maße von einem guten Klima abhängig sind.

4. Strategien zur Reduzierung landwirtschaftlicher Emissionen

In diesem Abschnitt sollen sowohl Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Landwirtschaft innerhalb ihrer Produktionsprozesse die dabei entstehenden THG-Emissionen reduzieren kann, als auch umweltpolitische Maßnahmen staatlicherseits dargestellt werden, welche vom Prinzip geeignet sind, das durch landwirtschaftliche Emissionen verursachte Marktversagen zu korrigieren.

4.1 Optimierter Düngemitteleinsatz

In der deutschen Landwirtschaft wird neben organischem Dünger, wie Wirtschaftsdünger, auch mineralischer Dünger, wie Stickstoff (N), als Düngemittel zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit[120] verwendet.

Das wichtigste politische Instrument, durch das ein umweltverträglicher Umgang mit Düngemitteln gewährleistet werden soll[121], ist die „Verordnung über die Grundsätze der guten fachlichen Praxis“[122] (DüV).[123]

Die in dieser Verordnung niedergeschriebenen Auflagen sind, laut Umweltgutachten 2004[124], in einigen Punkten allerdings nicht konkret genug, um einen umweltgerechten Düngemitteleinsatz angemessen zu regeln. Zudem werden die Auflagen der DüV von den Landwirten nur unzureichend in der Praxis umgesetzt.

Der Absatz von mineralischen Düngemitteln in Deutschland ist in den letzten Jahren konstant geblieben[125] [Abb. 15], obwohl die landwirtschaftliche Nutzfläche abnahm - d.h. der Düngemitteleinsatz pro Flächeneinheit erhöhte sich. Weltweit verzeichnet der Absatz von Mineraldünger seit 1970 einen beachtenswerten Anstieg [Abb. 16].

Problematisch ist dabei vor allem der zu hohe Einsatz von Stickstoff[126] - dessen Düngungsniveau steht in proportionalem Zusammenhang mit den Lachgasemissionen von gedüngten Flächen[127] [Abb. 17].

Die N-Effizienz[128] liegt in Deutschland allenfalls bei 50 %, d.h. nur etwa die Hälfte des auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgefahrenen Stickstoffdüngers wird von den Pflanzen aufgenommen.[129] Der Rest gelangt überwiegend als N2O in die Atmosphäre sowie als Nitrat in das Grundwasser [Abb. 18].

Möglichkeiten zur Minderung von N2O-Emissionen im Pflanzenbau ergeben sich aus allen Aktivitäten, die zu einer Verringerung des Düngeeinsatzes führen. So ließe sich die Höhe der Düngemittelabgabe auf Nutzflächen bspw. über den Zeitpunkt der Düngung steuern.[130]

Eine Stickstoffdüngerabgabe sowie eine festgelegte Freigrenze des Nährstoffüberschusses[131] könnten nach Vorschlag des Umweltgutachtens der aktuellen Tendenz zum überhöhten Einsatz von Stickstoffdünger auf Nutzflächen entgegenwirken.[132]

4.2 Ökologischer Landbau

Die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe von konventionellen auf ökologischen Landbau (ÖL)[133] könnte eine deutliche Verringerung der N2O-Emissionen bewirken. Im ÖL ist neben dem N-Einsatz die Ausbringung aller weiteren mineralischen Düngemittel wie Phosphat verboten.[134] Deshalb emittieren nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftete Böden signifikant weniger Stickstoff und Phosphor (konventionell: 132kg/ha/Jahr, ökologisch: 30 - 40kg/ha/Jahr).

Da der ÖL eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsweise ist, liegen dessen CO2-Emissionen 48 % - 66 % unterhalb derer aus konventionellem Anbau. Der lineare Zusammenhang zwischen Energie- und Stickstoffinput und THG-Emissionen erklärt die unterschiedliche Höhe (aber auch die Variabilität) der CO2-Emissionen aus ökologischem Anbau im Vergleich zu konventionellem Anbau [Abb. 19].[135]

Als hauptsächliche Ursachen für die insgesamt geringeren THG-Emissionen aus ÖL gelten geringerer Viehbesatz, ein möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf (durch betriebseigene organische Dünge- und Futtermittel) sowie ein geringer Input fossiler Energie bei der landwirtschaftlichen Produktion.[136]

Die BR strebt eine Ausdehnung der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Deutschland von derzeit 4,9 % auf 20 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen an.[137]

[...]


[1] Vgl. IPPC, Fourth Assessment Report, S. 4; Stern, The Economics of Climate Change, 2006, S. 21.

[2] Vgl. bspw. Umweltbundesamt (UBA), Nationaler Inventarbericht zum deutschen Treibhausgasinventar, 2007.

[3] Vgl. Darwin, World Agriculture and Climate Change, 1995, S. 2.

[4] Vgl. Bosello, Assessing Climate Change Impacts, 2005, S. 6.

[5] S. bspw. Rosenzweig, Potential CO2-Induced Effects on North American Wheat Producing Regions, 1985.

[6] S. bspw. Mendelsoh n, The Impact of Global Warming on Agriculture, 1994.

[7] S. bspw. Darwin, A FARMer´s View of the Ricardian Approach to Measuring Agricultural Effects of Climatic Change, 1999.

[8] Vgl. Pachauri, Avoiding Dangerous Climate Change, 2006, S. 6.

[9] Vgl. Barth, Klima, 2002, S. 61.

[10] Das Wort Klimawandel steht nicht nur für den Anstieg der globalen Temperatur, sondern auch für Veränderungen des Niederschlags und den Verlust an Biodiversität. Vgl. Pachauri, Avoiding Dangerous Climate Change, 2006, S. 11.

[11] IPPC, Fourth Assessment Report (FAR), 2007.

[12] Zur Einschätzung der Ergebnisse des IPPC AR4 siehe Wuppertal Bulletin, 2007, Nr.1, S. 6.

[13] Auf einen zusätzlich zum natürlichen Treibhauseffekt hinzukommenden anthropogenen CO2-Anstieg hat Arhenius (1896) bereits hingewiesen (in Schönwiese, 2003, S. 333).

[14] “Likely” Für die Definition der Wahrscheinlichkeiten der auf den Klimawandel zurückzuführenden Ereignisse siehe http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/syr/ar4_syr_introduction.pdf.

[15] „The Magnitude of CO2 emissions from land-use change (..) remains as key uncertainty”, IPPC, Synthesis Report, 2007, S. 2.

[16] Definition nach IPPC siehe http://www.ipcc.ch/pdf/glossary/tar-ipcc-terms-en.pdf.

[17] Vgl. Kemfert, Klimawandel kostet die Deutsche Volkswirtschaft Milliarden, 2007, S. 1.

[18] Vgl. Stern, The Economics of Climate Change, 2006, S. 218.

[19] Vgl. WBGU, Neue Impulse für die Klimapolitik, 2007, S. 4.; Vgl. Wuppertal Bulletin Nr.1, 2007, S.6.

[20] Vgl. http://unfccc.int/resource/docs/convkp/conveng.pdf.

[21] Vgl. European Environment Agency, Europe’s environment – fourth assessment, 2007, S. 12.

[22] Vgl. Van Vliet in Avoiding dangerous Climate Change, 2006, S. 139.

[23] Vgl. Ziesing, Perspektiven der nationalen Politik zum Klimaschutz, 2005, S. 271.

[24] Vgl. BMU, Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm, 2007.

[25] Im Umweltgutachten 2004 wird die Landwirtschaft als Emittent KG ausdrücklich erwähnt: Vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 15/3600.

[26] Vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 16/5346.

[27] Vgl. McKinsey, Kosten und Potentiale der Vermeidung von THG-Emissionen, 2007, S. 19.

[28] neben der Landwirtschaft sind das laut u. g. Studie: Energie, Industrie, Gebäude, Transport.

[29] Vgl. Markewitz, Ziesing, Politikszenarien für den Klimaschutz, 2004.

[30] S. http://ec.europa.eu/environment/climat/eccp.htm.

[31] S. auch Bosello, 2007, The KP and (..) Agricultural and Forestry Sector in the EU-25.

[32] Bindung von atmosphärischem Kohlenstoff (C) im Boden (S. Kapitel 4.3).

[33] Vgl. Europäische Union, European Climate Change Programm, 2001, S. 35.

[34] Vgl . Europäische Kommission, Überprüfung der Umweltpolitik 2006, 2007.

[35] Das EU-Emissionsrechtehandelssystem (ETS: Emission Trading Scheme) ist seit dem 1. Januar 2005 in Kraft und umfasst die CO2-Emissionen der größeren Energie- und Industrieunternehmen der EU. Die Grundlage des ETS bildet die Richtlinie 2003/87/EC auf Grundlage von Artikel 4 des KP.

[36] S. Europäische Kommission: Landwirtschaft und Umwelt, 2003; GAP – die gemeinsame Agrarpolitik“, 2005; Vorbereitung auf den GAP-Gesundheitscheck 2007.

[37] S. UNFCCC, UN, Kyoto Protocol (..), 1998.

[38] S. UNFCCC, UN, Report of the Conference of the Parties (..) held at Marrakesh, 2002.

[39] Vgl. Schönwiese, Klimatologie, 2003, S. 3.

[40] S. UNFCCC, “Kyoto Protocol”.

[41] S. Anhang III.

[42] Vgl. UNFCCC, “LULUCF under the Kyoto Protocol”.

[43] Bspw. im Vergleich zu Kraftstoffemissionen.

[44] Vgl. Umweltbundesamt, 2006: Kyoto-Protokoll (..), S. 151 ff; Europäische Kommission, A. Senzi: „Landwirtschaft und Klimawandel“.

[45] Hrsg.: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

[46] S. Definition in „Methodische Erläuterungen“, Anhang I.

[47] Nach Definition des BMELV schließt die Landwirtschaft die Forstwirtschaft mit ein.

[48] Eigene Berechnung bei Annahme der Zahl der Erwerbstätigen für 2006 von rund 39 Mio.

[49] Allerdings steht eine große Anzahl von Arbeitsplätzen in direktem Zusammenhang mit der Landwirtschaft wie bspw. die der Ernährungs- und Transportindustrie sowie der Gastronomie.

[50] Ab einer Größe von 2 ha.

[51] Eigene Berechnung für eine Fläche der BRD von 35,7 Mio. ha.

[52] Vgl. BMELV-Statistik, 2007.

[53] Alle Wirtschaftsbereiche (Quelle: BMELV-Statisik 2007): 2094,22 Mrd. Euro.

48 Vgl. BMELV-Statistik, 2007.

[54] Vgl. Deutscher Bauernverband, 2007: Situationsbericht 2008, S.7.

[55] Vgl. Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), 2007: Agrarmärkte in Zahlen 2007, S.1.

[56] Eigene Berechnung mit einem Eurokurs von 1,4577 Dollar.

[57] Vgl. Deutscher Bauernverband, 2007: Situationsbericht 2008, S. 240.

[58] Vgl. Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), 2007, Jahresbericht, S. 18.

[59] Wirtschaftsjahre beginnen am 1. Juli eines Jahres und dauern bis zum 30. Juni des Folgejahres.

[60] Private Lagerbestände und Interventionsbestände.

[61] Vgl . Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), Jahresbericht, 2007, S. 19.

[62] Vgl. ZMP, 2007: Agrarmärkte in Zahlen 2007, S. 11.

[63] Vg. ZMP Jahresbericht, 2007, S. 5.; Verordnung (EG) Nr. 1/2008.

[64] Vgl . Eurostat, 2007, Statistisches Jahrbuch.

[65] Vgl. BMELV, Welthandel, 2008, S. 3 f; Werte von US-Dollar in Euro umgerechnet.

[66] Vgl. Eurostat, Anbauflächen der EU 2007, 2007.

[67] Bspw. Hitze und Trockenheit im Südosten der EU sowie starke Niederschläge in Westeuropa.

[68] Die weltweite Getreideproduktion stieg im Erntejahr 2007 auf 2.101,3 Mio. t - Vgl. Food and Agricultural Organisation (FAO), Crop Prospects and Food Situation Nr.6, 2007, S. 4.

[69] Vgl. ZMP, Agrarmärkte in Zahlen, 2007, S. 19.

[70] Vgl. Verordnung (EG) Nr. 1/2008.

[71] Vgl. Rübensamen, Neue Landwirtschaft, S. 24.

[72] Vgl. Umweltbundesamt (UBA), Nationaler Inventarbericht zum deutschen Treibhausgasinventar 1990 – 2005, 2007.

[73] Sektor 4 des Inventarberichtes, ab Seite 340.

[74] 1 Gg = 1 000 t.

[75] Eigene Berechnungen nach UBA 2007, S. 43.

[76] Eine Gesamteuropäische Darstellung der Emissionen, mit ausführlichem Bericht über die des Sektors Landwirtschaft, findet sich im „greenhouse gas inventory report 2007“ der EEA.

[77] Vgl. Dämmgen, 2007.

[78] Man bezeichnet diese Gase als Kyoto-Gase, da sie Teil des Kyoto-Protokolls von 1997 sind.

[79] Über die Bereiche Reisanbau, Brandrodung und Verbrennung von Ernterückständen wird wegen Irrelevanz für Deutschland im Inventarbericht nicht berichtet.

[80] Auch unter der Bezeichnung CO2-Äquivalent bekannt.

[81] Die Berechnung des GWP erfolgt hier nach Maßgabe des § 20 der IPCC Guidelines on Reporting and Review (FCCC/CP/2002/8), die im Second Assessment Report veröffentlicht wurden.

[82] Mikroorganismen können nur unter Fehlen von Sauerstoff (anaeroben Bedingungen) existieren.

[83] Als Wirtschaftsdünger werden organische Substanzen bezeichnet, die in der Landwirtschaft anfallen und zur Düngung eingesetzt werden können wie bspw. Gülle.

[84] Umwandlung des im Nitrat gebundenen Stickstoffs zu molekularem Stickstoff (N2) durch Bakterien. Vgl. Schubert, Pflanzenernährung, 2006, S.109 f.

[85] Eigene Berechnung nach Dämmgen, 2007 A, S. 66 und 134.

[86] Nassflächenkultivierung wie Reisanbau wird in Deutschland nicht praktiziert.

[87] Wird auch in der offiziellen Berichterstattung (NIR, Dämmgen) nicht ausgewiesen.

[88] Bei der Bildung von Nitrat aus Ammonium (NH4), Vgl. Schubert, Pflanzenernährung, 2006, S.111.

[89] Hier: Stickstoff (N).

[90] Auswaschungen treten bei zu starker Düngung auf und belasten als Nitrat (NO3) das Grundwasser.

[91] Eigene Berechnung nach Dämmgen, 2007 A, S. 38, 46 und 47.

[92] Aus dem NIR von 2005.

[93] S. UBA, 2007, S. 380.

[94] NIR 2005, NIR 2006 und NIR 2007.

[95] Laut NIR 2007 belaufen sich die Gesamtemissionen (inkl. LULUCF) auf 965.398 Gg CO2e.

[96] Die Angabe des Anteils der Landwirtschaft i. H. v. 6,2 % an den nationalen Gesamtemissionen, der im NIR zu finden ist, bezieht sich auf die so genannte „Quellgruppe Landwirtschaft“ und berücksichtigt nicht die darüber hinaus der Landwirtschaft zurechenbaren Emissionen („sonstige Emissionen“).

[97] Eigene Berechnung aufgrund der zuvor ausgerechneten Emissionswerte.

[98] S. IPPC, Third Assessment Report (TAR), 2007.

[99] Vgl. Stern, 2006, S. 27.

[100] Die Merkmale öffentlicher Güter werden im Kapitel 3.3 erläutert.

[101] Vgl. Feess, Umweltökonomie und Umweltpolitik, 2007, S. 41.

[102] Vgl. Feess, Umweltökonomie und Umweltpolitik, 2007, S. 43.

[103] Vgl. Stern, Eonomics of Climate Change, S. 27 f.

[104] Das Aussterben von Tierarten, die zunehmende Desertifikation und das Abschmelzen von Gletschern hat schon heute ein beträchtliches und ernstzunehmendes Ausmaß angenommen.

[105] S. IPPC, Third Assessment Report, 2007.

[106] Vgl. Stern, The Economics of Climate Change, 2006, S. 28.

[107] Die anderen beiden in der traditionelle Umweltökonomik diskutierten Instrumente zur Internalisierung der auftretenden externen Effekte, das Vorsorgeprinzip sowie das Kooperationsprinzip sollen an dieser Stelle nicht diskutiert werden. S. Bartmann, Umweltökonomie, 1996, S. 116.

[108] Vgl. Bartmann, Umweltökonomie, 1996, S. 113.

[109] S. hierzu Feess, Umweltökonomie und Umweltpolitik, 2007, S. 180 f.

[110] Vgl. Dominguez, Greenhouse Gases, 2005, S. 62.

[111] S. hierzu Bardt, Klimaschutz und Anpassung, 2005, S. 259 f.

[112] Neben den unterschiedlichen Definitionen und Charakteristika.

[113] Reine Private Güter werden definiert über Rivalität und Ausschließbarkeit im Konsum. Ein Beispiel hierfür ist ein Glas Wein oder ein Brot.

[114] Vgl. Feess, 2007, S. 37 f.

[115] Bei reinen öffentlichen Gütern müssen beide Prinzipien anwendbar sein.

[116] Nach Bardt (2005) sind Maßnahmen den Klimafolgen entgegenzuwirken private Güter. Die Bereitstellung privater Güter ist letztendlich aber teurer, als wenn zuvor das öffentliche Gut Klimaschutz bereitgestellt werden würde, damit keine Klimafolgenschäden eintreten.

[117] S. Bardt, Klimaschutz und Anpassung, 2005, S. 266.

[118] Die teilweise in Klimaschutzzielen verpflichtend festgeschrieben sind.

[119] Bei dieser schlichten und kurzen Diskussion soll das Verhalten der Landwirtschaft als Trittbrettfahrer beim Klimaschutz verdeutlicht werden. Auf die Rolle der Landwirtschaft in Klimaschutzzielen und der anderer Sektoren in diesen wird hierbei nicht weiter eingegangen. Auch die Möglichkeit der Landwirtschaft als Kohlendioxidsenke zu agieren, wird bei der Darstellung außer Acht gelassen.

[120] Böden mit niedrigem Stickstoffgehalt gelten als unfruchtbar und schlecht landwirtschaftlich nutzbar.

[121] Weitere wichtige Rechtsvorschriften, die den Umgang mit Mineraldüngern regeln: S. Anhang I.

[122] Bundesgesetzblatt, Düngeverordnung, 2006.

[123] S. Anhang I.

[124] Vgl. Deutscher Bundestag, Umweltgutachten, 2004, S. 208, 213.

[125] S. Industrieverband Agrar (IVA), Düngemittel, 2007, S.17 f.

[126] Für eine ausführliche Darstellung siehe Addiscott, Nitrate, Agriculture and the Environment, 2005.

[127] Dieser Zusammenhang wird auch im „Final Report – Mitigation potential of Greenhouse Gases in the Agricultural Sector“, ECCP, 2000, S. 6 f. beschrieben.

[128] Der Vergleich von Stickstoffeinsatz und Stickstoffentzug je Bodeneinheit. Siehe auch Schubert, Pflanzenernährung, Stickstoffkreislauf, 2006, S. 109 f.

[129] Vgl. Osterburg, Ermittlung des Mineraldüngereinsatzes, 2005, S. 22.

[130] S. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Merkblatt, 2003, S. 18.

[131] Die pro Hektar erlaubte Ausbringungsmenge von Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft ist in § 4(3) in der Novelle der DüV vom 13. Januar 2006 begrenzt worden. Die Novelle dient als Vorlage der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Siehe hierzu Osterburg, Sonderheft 307, 2007, S. 273-302.

[132] Vgl. Deutscher Bundestag, Umweltgutachten, 2004, S. 213, 217.

[133] Bei der ökologischen Landwirtschaft steht (nach Definition der International Federation of Organic Agriculture Movement (IFOAM)) eine nachhaltige Ressourcennutzung unter Berücksichtigung des Stoff- und Naturkreislaufs im Vordergrund des Wirtschaftens.

[134] S. Verordnung des Europäischen Rates über den ökologischen Landbau (EWG) Nr. 2092/91.

[135] Vgl. Hülsbergen, Beitrag des Öko-Landbaus zum Klimaschutz, 2007.

[136] Vgl. Stolze, Environmental Impacts of organic Farming in Europe, S. 57 f.

[137] S. BMELV, Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL).

Details

Seiten
109
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783836612326
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225738
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Umweltökonomik/Finanzwissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
klimawandel landwirtschaft emissionshandel zertifikate treibhausgasemission

Autor

  • Mercedes Goedecke (Autor)

    1 Titel veröffentlicht

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Titel: Klimawandel und Landwirtschaft