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Marketing in einer Transitional Economy

Nordamerikanische Unternehmen in China unter Berücksichtigung der wirtschaftsgeschichtlichen Landesentwicklung und der kulturellen Besonderheiten

©2007 Diplomarbeit 103 Seiten

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Die Globalisierung lässt die Welt zwar immer weiter zusammenrücken, aufgrund transnationaler Inderdependenzen erhöht sich indes gleichermaßen der Druck auf national sowie international agierende Unternehmen. Steigende Kosten als auch eine zunehmende Marktsättigung verlangen nach einer neuen strategischen Ausrichtung, die es ermöglicht, sich den ändernden Rahmenbedingungen anzupassen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit bietet in diesem Zusammenhang die Erschließung neuer Märkte.
Immer mehr amerikanische Unternehmen blicken daher erwartungsvoll in Richtung China. Dort wächst eine neue Generation heran, die bis dato nur die Grenzen der bunten Konsumwelt kennengelernt hat und mit 1,2 Milliarden Einwohnern ein erhebliches Potenzial zukünftiger Konsumenten besitzt.
Auch wenn China noch als Übergangswirtschaft bezeichnet wird wobei nicht klar ist, ob und wann der Status einer Marktwirtschaft erreicht wird, verfügt die Volksrepublik über den größten Input in Bezug auf das globale Wirtschaftswachstum. Rund ein Drittel des weltweiten Wachstums in den vergangenen drei Jahren wurde in China generiert. Die immense Bedeutung des Landes als Produzent und Konsument von Konsumgütern nimmt weiter zu.
In einer globalisierten Welt beginnen die Grenzen zu verschwimmen, und die Konsumenten in den einzelnen Ländern weisen mittlerweile zahlreiche Ähnlichkeiten auf. Der globale Konsument mit gleichen Wünschen und Bedürfnissen hingegen gehört momentan jedoch noch zum Wunschbild vieler Konzerne. Und gerade der chinesische Konsument scheint sich aufgrund spezifischer Verhaltensweisen und kultureller Werte von seinem Pendant in Amerika deutlich zu unterscheiden und eine eigene Identität zu entwickeln. Genau darin mag wohl die erste Herausforderung für ausländische Unternehmen liegen. Ein universelles Marketingkonzept bringt daher lediglich bedingten Nutzen. Ungeachtet dieser kulturellen Hürden weist der Markt gleichwohl weitere Problemfelder auf, die nach innovativen Lösungen verlangen. Allein der trotz WTO–Eintritts immer noch vorhandene staatliche Protektionismus lässt einige Unternehmen an ihre Grenzen stoßen. Aus diesem Grund scheint es notwendig, eine Marketingstrategie zu implementieren, die im Einklang zur globalen Unternehmensstrategie steht, zugleich aber auch den spezifischen Marktanforderungen gerecht wird.
Das Ziel der Arbeit liegt folglich darin, die vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren und […]

Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis.

1 Einführung in die Thematik.
1.1 Einleitung
1.2 Aufbau der Arbeit…

2. Internationales Marketing in einer Transitional Economy.
2.1 Definition des internationales Marketings…
2.2 Motive der Internationalisierung.
2.3 Definition von Transitional Economies…

3.Die Bedeutung des chinesischen Marktes und seine Entwicklung.
3.1 China in Fakten.
3.1.1 Bevölkerung.
3.1.2 Religion…
3.1.3 Geografie und Verwaltung
3.1.4 Das politische System „Volksrepublik China“…
3.2 Die ökonomische Entwicklung Chinas….
3.2.1 Gründe für Reformierung des Wirtschaftssystems…..
3.2.2 Die Reform des Agrarsektors.
3.2.3 Die Neugestaltung der Industrie.
3.2.4 Die Öffnung des chinesischen Wirtschaftsraums für ausländische Unternehmen…..
3.2.5 Konsequenzen des WTO-Beitritt.
3.3 Regionale Disparitäten in der Einkommensverteilung…..
3.4 Eine andere Welt? – Kultur und Wertvorstellungen in China…..
3.5 Historische Beziehungen zwischen Nordamerika und China

4. Strategisches Marketing in der Volksrepublik China….
4.1 Eine grundlegende Entscheidung – Standardisierung oder Adaptation?..
4.1.1 Das Standardisierungsmodell nach Levitt…
4.1.2 Das Adaptationsmodell nach Buzzell
4.1.3 Standardisierung nach dem Home-host/Intermarket-Model von Chung….
4.1.4 Die Besonderheit des symbolischen Produktwertes…
4.2 Weitere strategische Erfolgsfaktoren ausländischer Unternehmen in China…
4.3 Marktsegmentierung des chinesischen Verbrauchermarktes….
4.3.1 Schwierigkeiten der Marktsegmentierung/ Marktforschung in China..
4.3.1.1. Marktforschung in China unter Berücksichtigung politischer Restriktion….
4.3.1.2 Erhebungsprobleme
4.3.2 Klassifizierung des chinesischen urbanen Verbrauchermarktes
4.3.2.1 Gruppencluster und Eigenschaften…
4.3.2.2 Bedeutung der Marktsegmentierung für das Marketing.
4.4 Der Markteintritt
4.4.1 Die Wahl der Marketingstrategie und des Timings…..
4.4.2 Das Guanxisystem als spezifische Markteintrittsbarriere für den chinesischen Markt

5. Taktisch-operatives Marketing in der Volksrepublik China
5.1 Internationale Produkt- und Programmpolitik.
5.1.1 Culture-free- und Culture-bond-Produkte…
5.1.2 Gestaltung des Markennamens
5.2 Internationale Kontrahierungspolitik
5.2.1 Preispolitik….
5.2.2 Servicepolitik…..
5.3 Distributionspolitik in China…
5.4 Kommunikationspolitik
5.4.1 Problemfelder in der Werbegestaltung.
5.4.2 Internationale Markenpositionierung durch Werbung

6.Nordamerikanische Unternehmen in China − Erfolgoder Misserfolg?..
6.1 Das Engagement von Procter & Gamble in der Volksrepublik China…
6.1.1 Das Unternehmen in Zahlen…
6.1.2 Die Markteintrittsstrategie
6.1.3 Brand Stretching als Marketingstrategie….
6.1.4 Spezifische Probleme von Procter & Gamble auf dem chinesischen Markt.
6.1.5 Zukünftige Herausforderungen für das Unternehmen…..
6.2 Das Engagement von Yahoo! in der Volksrepublik China…..
6.2.1 Das Unternehmen in Zahlen…
6.2.2 Der chinesische Internetmarkt….
6.2.3 Markteintritts- sowie Marktstrategie des Unternehmens
6.2.4 Yahoos! Probleme mit dem Chinageschäft.
6.2.5 Zukünftige Herausforderungen für den Konzern und Yahoo! in China…

7.Schlussbetrachtung.

Anhang

Literaturverzeichnis

Internetverzeichnis

Eidesstattliche Versicherung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Motive der Internationalisierung

Abbildung 2 Bevölkerungsentwicklung 1950-2050

Abbildung 3 Einkommensverteilung 1980-2005

Abbildung 4 Chinesische Kulturwerte

Abbildung 5 Adaptationsmodell nach Buzzell

Abbildung 6 Das home host/ internmarket Modell

Abbildung 7 Klassifizierung der chinesischen Städte

Abbildung 8 Klassifizierung des urbanen Verbrauchermarktes

Abbildung 9 Markteintrittsbarrieren in China

Abbildung 10 Standardisierbarkeit bestimmter Produktgruppen

Abbildung 11 Werbung Sportartikelhersteller Nike

Abbildung 12 P&G Nettoumsatz nach Geschäftsbereich

Abbildung 13 Die wichtigsten Marken von P&G

Abbildung 14 Marktanteile Suchmaschinen USA und China

1. Einführung in die Thematik

1.1 Einleitung

Die Globalisierung lässt die Welt zwar immer weiter zusammenrücken, aufgrund transnationaler Inderdependenzen erhöht sich indes gleichermaßen der Druck auf national sowie international agierende Unternehmen. Steigende Kosten als auch eine zunehmende Marktsättigung verlangen nach einer neuen strategischen Ausrichtung, die es ermöglicht, sich den ändernden Rahmenbedingungen anzupassen, um kon­kurrenzfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit bietet in diesem Zusammenhang die Erschließung neuer Märkte.

Immer mehr amerikanische Unternehmen blicken daher erwartungsvoll in Richtung China. Dort wächst eine neue Generation heran, die bis dato nur die Grenzen der bunten Konsumwelt kennengelernt hat und mit 1,2 Milliarden Einwohnern ein erhebliches Potenzial zukünftiger Konsumenten besitzt.

Auch wenn China noch als Übergangswirtschaft bezeichnet wird − wobei nicht klar ist, ob und wann der Status einer Marktwirtschaft erreicht wird −, verfügt die Volksre­publik über den größten Input in Bezug auf das globale Wirtschaftswachstum. Rund ein Drittel des weltweiten Wachstums in den vergangenen drei Jahren wurde in China generiert. Die immense Bedeutung des Landes als Produzent und Konsument von Konsumgütern nimmt weiter zu.

In einer globalisierten Welt beginnen die Grenzen zu verschwimmen, und die Konsumenten in den einzelnen Ländern weisen mittlerweile zahlreiche Ähnlichkeiten auf. Der globale Konsument − mit gleichen Wünschen und Bedürfnissen hingegen − gehört momentan jedoch noch zum Wunschbild vieler Konzerne. Und gerade der chinesische Konsument scheint sich aufgrund spezifischer Verhaltensweisen und kultureller Werte von seinem Pendant in Amerika deutlich zu unterscheiden und eine eigene Identität zu entwickeln. Genau darin mag wohl die erste Herausforderung für ausländische Unternehmen liegen. Ein universelles Marketingkonzept bringt daher lediglich bedingten Nutzen. Ungeachtet dieser kulturellen Hürden weist der Markt gleichwohl weitere Pro­blemfelder auf, die nach innovativen Lösungen verlangen. Allein der trotz WTO–Ein­tritts immer noch vorhandene staatliche Protektionismus lässt einige Unternehmen an ihre Grenzen stoßen. Aus diesem Grund scheint es notwendig, eine Marketingstrategie zu implementieren, die im Einklang zur globalen Unternehmensstrategie steht, zugleich aber auch den spezifischen Marktanforderungen gerecht wird.

Das Ziel der Arbeit liegt folglich darin, die vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren und − daraus resultierend − die Besonderheiten für das strategische sowie operative Marketing ausländischer Unternehmen in China abzuleiten. Dabei werden die Fragen zu beantworten sein, ob der Absatzmarkt tatsächlich so groß ist und wer als potenzieller Abnehmer für ausländische Produkte fungiert. Beispielhaft werden zwei amerikanische Unternehmen untersucht und skizziert, die im chinesischen Internet- und Konsumgütermarkt operieren. Der Fokus der Abhandlung liegt darin aufzuzeigen, welche Faktoren eine positive Marktbearbeitung bedingen. Hier offenbart sich eine klare Abgrenzung, die auf den differenzierten unternehmeri­schen Schwerpunkt zurückzuführen ist.

Es sei noch darauf hinzuweisen, dass es im Rahmen dieser Studie nicht möglich ist, ein einheitliches Vermarktungskonzept für Unternehmen jedweder Spezialisierung zu erarbeiten.

1.2 Aufbau der Arbeit

Vorliegende Abhandlung gliedert sich in sieben Kapitel. Das erste Kapitel widmet sich der Zielsetzung der Arbeit und grenzt daraus resultierend die Themenstellung ein. Zudem wird der Aufbau der Studie formuliert. Das zweite Kapitel befasst sich zunächst mit der Definition von Transitional Economies. Dabei sollen die wesentlichen Merkmale dieser Volkswirtschaften, die sich im Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft befinden, erläutert werden. Im Anschluss daran finden sich Ausführungen dahin gehend, welche internen und externen Motive Unternehmungen antreiben, ins Ausland zu expandieren und neue Märkte zu erschließen.

Das sich anschließende Kapitel drei gewährt zunächst einen Überblick über die demografische, politische und wirtschaftliche Lage der Volksrepublik China. In einem zwei­ten Schritt steht die ökonomische Entwicklung des Landes im Hinblick auf die Reformpolitik zum Beginn der 70er-Jahre im Mittelpunkt. Die Abgrenzung zwischen Agrarsektor, Industrie und Außenhandelssystem stellt dabei gleichzeitig auch eine zeitliche Abgrenzung der Reformen dar. In einem weiteren Teil des Kapitels wird das Kultur- und Wertesystem der chinesischen Bevölkerung untersucht. Das Ziel besteht darin zu eruieren, welche oftmals auch unterschwelligen kulturellen Werte und Normen die Verhaltensweise im Alltag wie auch im Privatleben beeinflussen, um eine Ableitung für das Marketing vornehmen zu können. In einem Exkurs wird im letzten Teil des dritten Kapitels die Immigrationsgeschichte chinesischer Auswanderer nach Amerika darlegt.

Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden Kapitel vier und fünf, die sich zum einen mit dem strategischen sowie operativen Marketing in der Volksrepublik auseinandersetzen. Es erfolgt der Versuch, eine Trennung der Bereiche vorzunehmen, auch wenn in der praktischen Umsetzung davon auszugehen ist, dass die Grenzen zwischen strategisch und operativ oftmals fließend sind. Kapitel vier präsentiert zunächst drei Modelle, die Faktoren benennen, die je nach Ausprägung zu einer Standardisierung oder aber Adaptation der Marketingstrategie führen. Darauf aufbauend wird die Bedeutung der Marktforschung unter Berücksichtigung externer Einflussfaktoren erläutert. Im Anschluss findet sich die Bestrebung, den chinesischen Verbrauchermarkt zu segmentieren und die daraus resultierenden Zielgruppen anhand bestimmter Kriterien voneinander abzugrenzen. Dabei soll deutlich werden, wo die Barrieren einer sinnvollen Abgrenzung liegen. Danach folgt die Vorstellung von Markteintrittsstrategien und spezifischen Eintrittsbarrieren für den Markt der Volksrepublik China. In diesem Kontext wird insbesondere auf das Guanxisystem fokussiert, da dieses Beziehungsgeflecht von übergeordneter Bedeutung ist und informelle wie auch formelle Beziehungen beeinflusst.

Kapitel fünf wird durch das operative Marketing unter Berücksichtigung der Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik in der Volksrepublik China dominiert. Der Schwerpunkt liegt in der Übertragung der theoretischen Elemente des Marketing-Mix auf den chinesischen Ländermarkt. Vor allem im Bereich der Kommunikationspolitik zeigen sich die länderspezifischen Besonderheiten, die für viele Unternehmen eine Herausforderung verkörpern.

Das sich daran anschließende Kapitel sechs soll anhand von Praxisbeispielen aufzeigen, wie amerikanische Unternehmen den chinesischen Markt bearbeitet haben. Zu diesem Zweck wurde neben dem Konsumgüterhersteller Procter & Gamble der Internetdienstleister Yahoo! untersucht. Das Kapitel soll Aufschluss darüber geben, welche unterschiedliche Vorgehensweise die Unternehmen gewählt haben und inwiefern diese auch zum gewünschten Erfolg geführt hat. Zudem soll ein Ausblick für die zukünftige Entwicklung der Unternehmen auf dem Zielmarkt China erstellt werden.

Die zusammenfassende Darlegung der Arbeitsergebnisse erfolgt in der Schlussbetrachtung in Kapitel sieben.

2. Internationales Marketing in einer Transitional Economy

2.1 Definition des internationalen Marketings

Für zahlreiche Unternehmen erweist es sich in einem gesättigten Heimatmarkt als schwierig, den Wachstumsprozess kontinuierlich zu bestreiten. Eine verkürzte Produktlebensdauer, sich änderndes Konsumentenverhalten oder das Aufsplitten von Marktsegmenten führen dazu, dass ein gesundes Wachstum nicht mehr von innen heraus möglich ist. Dementsprechend müssen neue Märkte erschlossen werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Insofern kommt es den agierenden Unternehmen zugute, dass Satellitenfernsehen, Internet sowie mobile Konsumenten die Volkswirtschaften längst miteinander vernetzt haben.[1]

Für viele Wissenschaftler im Fachbereich des internationalen Marketings steht fest, dass rein nationales Marketing in Zukunft nur mehr lediglich einen Teilbereich der globalen Unternehmenspolitik darstellen wird. Doch welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, um als international zu gelten? Nach Porter handelt es sich um eine internationale Unternehmung, wenn ein nicht unbedeutender Teil der Wertschöpfungskette − dazu zählen beispielsweise die Produktion oder der Absatz − in mehr als in einem Land durchgeführt wird. Daraus kann die Definition des internationalen Marketingbegriffs abgeleitet werden. Demnach befasst sich dieses mit der Analyse, der Planung und Durchführung, der Koordination sowie Kontrolle aller marktbezogener Unternehmensaktivitäten in den Ländermärkten einer Unternehmung.[2]

Die Ausweitung der Geschäftsbereiche und die geografische Diversifikation bedingen eine starke Veränderung der gesamten Geschäftspolitik, die auch andere Bereiche, wie etwa das Controlling, das Finanzmanagement oder das Personalwesen, tangiert. Die Komplexität des Unternehmenskonstrukts nimmt parallel zur Erhöhung des Internationalitätsgrades zu. Ein aktives Marketingmanagement ist vor allem bei der Ausweitung auf Absatzmärkte gefragt, die eine andere soziokulturelle Prägung aufweisen.[3]

Neben der Möglichkeit, bisher ungenutzte Marktchancen zu nutzen, birgt der Internationalisierungsprozess indes auch spezifische Risiken. Dazu gehört ein erhöhtes Maß an Ungewissheit, das aus unterschiedlichen rechtlichen sowie politischen Strukturen resultiert. Hinzu kommt der erhöhte Informationsbedarf ausländischer Unternehmen. Vor allen bei heterogenen Ländern liegt die Notwendigkeit in der Akquisition von Verbraucher- und Marktdaten. Während die Bedeutung dieser beiden Problemfelder im Zeitablauf abnimmt, bleibt der erhöhte Koordinationsbedarf gleich bzw. steigt mit Aus­weitung der Unternehmensaktivitäten noch an. In diesem Zusammenhang kann eine vom Mutterkonzern relativ unabhängige Marktbearbeitung für die einzelnen Länderdivisionen große Vorteile haben. So können die dortigen Prozesse zum einen optimal an die spezifischen ökonomischen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen angepasst werden, und zum anderen wird der Komplexitätsgrad relativ konstant gehalten. Die Herausforderung für das Management und speziell das Marketingführung liegt gleichwohl in der Wahrung der übergeordneten Unternehmensinteressen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten.[4]

2.2 Motive der Internationalisierung

Die Motive für eine Länder übergreifende Marktbearbeitung können vielschichtigster Natur sein und von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Dabei lassen sich die Beweggründe aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Die Ziele müssen dabei nicht immer ökonomischer Natur sein. Die wirtschaftliche Komponente stellt das Streben nach Gewinn in den Mittelpunkt der Anstrengungen. So sollen beispielsweise schlechte konjunkturelle Entwicklungen auf dem nationalen Markt durch das Auslandsgeschäft aufgefangen werden. Der Fokus liegt dabei in der Erhöhung der Umsatz- oder Marktanteile. Wenn das Unternehmen den Auslandsmarkt nutzt, um das Image zu erhöhen oder das primäre Ziel in der Erweiterung des Einflussbereiches liegt, dann treten ökonomische Gedanken vorerst in den Hintergrund. In der langfristigen Betrachtung dient diese Vorgehensweise letzten Endes allerdings auch zur Generierung eines wirtschaftlichen Erfolges.[5]

Die Internationalisierung einer Unternehmung ist offensiv geprägt, wenn Wettbe­werbsvorteile im Ausland genutzt werden sollen. Das Ziel der Auslandsmarktbearbeitung besteht in der Ausnutzung der sich dort bietenden Gewinnpotenziale. Den Ausgangspunkt der defensiven Internationalisierung bildet die gefährdete Inlandsposition. Das Engagement im Ausland soll die Unternehmung stärken bzw. dient dazu, der Konkurrenz zu folgen, die bereits auf diesem Markt aktiv ist. Abbildung 1 beinhaltet einen Überblick über die möglichen Motive einer offensiven und defensiven Internationalisierung. Der ressourcenorientierte Ansatz geht davon aus, dass die Versorgung mit notwendigen Rohstoffen im Ausland leichter und auch kostengünstiger zu erzielen ist. Produktionsorientierte Motive stellen komparative Kostenvorteile in den Fokus der Überlegungen. So können geringere Lohnkosten ein Grund dafür sein, die Produktion ins Ausland zu verlagern. Absatzorientierte Motive beziehen sich auf den Erhalt bzw. den Ausbau der Marktposition im Ausland. Im Regelfall geben mehrere Gründe gleichzeitig den Ausschlag für die Internationalisierungsbestrebungen einer Unternehmung.[6]

2.3 Definition von Transitional Economies

Die politische Umwälzung des kommunistischen Staatenverbundes ging einher mit der wirtschaftlichen Öffnung. Zahlreiche Länder befinden sich seitdem in einem Übergangsstaus von der Planwirtschaft hin zur freien Marktwirtschaft. In den vergangenen zwei Jahrzehnten lebte rund ein Drittel der Weltbevölkerung in einer sich transformierenden Wirtschaft.[7]

Multinational Companies (MNCs) haben ein begründetes Interesse daran, diese Absatzpotenziale zu nutzen und auf diesen Märkten aktiv zu werden. Chancen und Risiken halten sich jedoch die Waage, wonach es gilt, einen möglichen Markteintritt sorgfältig abzuwägen. Demnach ist von Belang, zunächst die Merkmale einer Transitional Economy (TE) zu definieren, wobei zwei grundlegende Faktoren eine allgemein gültige Definition erschweren. Zum einen unterliegen die Märkte dieser Länder einem so starken strukturellen Wandel, dass aktuelle Beschreibungen schnell wieder veraltet sein können. Zum anderen erstrecken sich TEs über den gesamten Globus. Die Märkte unterscheiden sich häufig voneinander. Einige sind weitaus entwickelter als andere in Bezug auf das Konsumenteneinkommen, das durchschnittliche Bildungsniveau oder aber das Infrastruktursystem. Auch wählen die Länder differenzierte Ansätze, um ihre Industrie zu reformieren und die ökonomische Entwicklung voranzutreiben.[8]

Dennoch lassen sich Variablen bestimmen, die eine TE in ihren Grundzügen beschreiben.

1. Das Jahreseinkommen ist wesentlich geringer als im Westen. In China beläuft sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen auf 500 € p. a. Dabei existieren jedoch starke regionale Schwankungen (vgl. Punkt 3.3 „Regionale Disparitäten in der Einkommensverteilung“).[9]
2. In einer TE herrscht ein hohes Inflationsniveau mit einer hohen Arbeitslosenquote. Während die Kosten für den Faktor Arbeit gering sind, sind diejenigen für Kapital sehr hoch. Die Arbeitslosenquote liegt nach Angaben der Behörden bei ca. 4 %. Unabhängige Experten gehen indes davon aus, dass sie aufgrund von Wanderarbeitern und verdeckter Arbeitslosigkeit mindestens doppelt so hoch ist bzw. sogar im Bereich um die 15 % rangieren könnte.[10]
3. Alte politische Strukturen sind immer noch erkenntlich. Bürokratische Hürden schützen inländische Unternehmen, während ausländische Firmen benachteiligt werden. Dies wird anhand hoher Importzölle sowie indirekter Steuern deutlich.[11] (vgl. Punkt 4.4.2 „Das Guanxisystem als spezifische Markteintrittsbarriere für den Markt China“)
4. Der breiten Masse der Bevölkerung mit einem sehr geringen Einkommen steht eine kleine urbane Elite mit hohem Einkommen entgegen.[12]
5. Übergangsmärkte weisen lediglich ein unzulängliches Distributionssystem auf. Fehlende Massenkommunikation gehört ebenso dazu wie eine mangelnde Infrastruktur (vgl. Punkt 5.3 „Distributionspolitik“).

China spielt im Vergleich zu anderen TEs eine besondere Rolle. Während sich andere Märkte sukzessive öffnen, werden in der Volksrepublik Grundelemente der alten Struk­tur beibehalten. Die Zielsetzung des Reformprozesses lag demnach nicht in der Errich­tung einer freien Marktwirtschaft, sondern im Aufbau marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen.[13]

Die staatliche Bevormundung ist demnach immer noch charakteristisch fürs gesamte Land. Regionalregierungen bevorzugen lokale Unternehmen, und große staatliche Firmen stehen unter dem Schutz weiterer Behörden. Diese behördlichen Eingriffe führen zu einer Marktunvollkommenheit, die sich im opportunistischen Verhalten der Marktteilnehmer widerspiegelt. Folglich bestimmt sich der Erfolg ausländischer Unternehmen zu einem großen Teil durch externe Einflüsse. Umso wichtiger scheint es, ein Marketing zu implementieren, das sich dieser Beeinflussungen bewusst ist.[14]

3. Die Bedeutung des chinesischen Marktes und seine Entwicklung

3.1 China in Fakten

3.1.1 Bevölkerung

Die Bevölkerungszahl zum Ende des Jahres 2005 betrug 1,30756 Mrd. Menschen. Das bedeutet einen Zuwachs von ca. 6 % zum Jahr 2004.

China ist ein Vielvölkerstaat. Bisher wurden 56 Nationalitäten von der Zentralregierung bestätigt. Der Großteil der Chinesen − ca. 1,2 Mrd. Menschen − gehört der Han- Nationalität an. Der Anteil der Minderheiten beträgt demnach nur ca. 10 % an der Gesamtbevölkerung. Die größte nationale Minderheit bildet die Zhuang-Nationalität mit ca. 16,18 Mio. Menschen. Die Han-Nationalität verteilt sich auf das gesamte Land, vor allem aber in die Regionen des Jangtse-, des Songhua- und des Liaohe-Flusses.[15]

Die große Bevölkerung repräsentiert das Kapital des Landes, stellt aber gleichzeitig eines der stärksten Probleme dar, die es in Zukunft zu bewältigen gibt. Zu Zeiten Mao Zedongs wurde dem Volk suggeriert, dass das Bevölkerungswachstum ein Symbol der nationalen Stärke verkörpere. Der Mangel an adäquaten Statistiken führte indes zur Ignoranz der Problematik.[16]

Erst nach Einführung des Zensus avancierten die enormen Zuwachsraten erneut zum Thema. Vor allem die Landflucht nach der Einführung des ersten 5-Jahres-Plans zeigte bereits zum damaligen Zeitpunkt die Diskrepanz zwischen neuen Arbeitsplätzen und der Anzahl Arbeitswilliger. Hinzu kam, dass die Konzentration auf die Schwerindustrie − nach sowjetischem Beispiel − die arbeitsintensive Produktion in kleineren Betrieben verdrängte. Die Verteilung des Arbeitskräfteüberschusses auf Infrastrukturprojekte gelang nur kurzfristig.[17]

Geburtenkontrolle wurde zwar immer wieder gefordert, ging allerdings im propagier­ten Glauben an die kommunistische Überflussgesellschaft unter. Erst die Wirtschaftskrise zum Beginn der 60er-Jahre forcierte das Einsetzen einer aktiven Bevölkerungspolitik. Unterbrochen durch den Beginn der Kulturrevolution, wurde das Programm zur Minderung des Bevölkerungswachstums erst ab 1970 wieder politisch thematisiert. Aufgrund des Widerspruchs zum ideologischen Gedankengut vermied die Führung die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen Bevölkerungsanstieg und wirtschaftlichen Problemen.[18]

Die Regulierung des Bevölkerungszuwachses wurde somit in die Wirtschaftsplanung einbezogen. Die Geburtenkontrolle bezog sich im Wesentlichen auf die Spätempfeh­lung. Frauen sollten demnach nicht mehr vor dem 25, Männer vor dem 28. Lebensjahr heiraten. Zudem betrieb die Regierung eine aktive Umsiedlungspolitik für städtische Jugendliche, um die Urbanisierungsrate abzusenken und das Stadt-Land-Gefälle zu mildern. Doch fast alle von diesen Maßnahmen betroffenen Jugendlichen kehrten auf legalem oder aber illegalem Weg in die Stadt zurück.[19]

Erst die Nachfolgeregierung Mao Zedongs nach 1979 verabschiedete gleichzeitig mit den Wirtschaftsreformen die Ein-Kind-Politik. Finanzielle Anreize und Sanktionen bei Nichteinhaltung sollten die Familien dazu bewegen, nur noch ein Kind zu bekommen.[20]

Je nach Gebiet wurden die Vorschriften unterschiedlich ausgelegt, und die Familien erhielten Sondergenehmigungen, wenn sie schwerwiegende Gründe geltend machten. Dazu gehörte allein die Geburt eines Mädchens, die mangelnde Altersversorgung oder aber der Arbeitskräftemangel. Folglich lagen sämtliche Bestrebungen darin, einen Jungen als Erben zu bekommen. Abtreibungen − nachdem in einer Ultraschalluntersuchung das Geschlecht ermittelt wurde −, Scheidung bei der Geburt eines Mädchens oder die Kindstötung von Mädchen spiegeln die Kehrseiten der betriebenen Politik wider.[21]

Als monetären Anreiz zur Befolgung der Vorschriften erhält jede Familie mit nur einem Kind einen jährlichen Zuschuss von 60 RMB. Kaum Ansporn genug, entspricht dies doch lediglich 1 % des Jahreslohns eines durchschnittlichen Angestellten oder Arbeiters. Während diese Summe in der Stadt hauptsächlich von den Betrieben bereitge­stellt wird, existieren auf dem Land kaum öffentliche Träger zur Finanzierung. Bei Nichteinhaltung des Gesetzes droht der Familie ein Lohnabzug in Höhe von 10 % des Einkommens. Auch hier offenbart sich eine Diskrepanz zwischen ländlichen und urbanisierten Regionen. Während bei einem Angestellten oder Arbeiter der Lohn leicht messbar ist, kann das Einkommen eines Bauern lediglich schwer ermittelt werden. Der damit geschaffene Freiraum der Behörden ebnet aufgrund der hohen Ermessensspielräume und dem Mangel an Transparenz den Weg für korruptes Verhalten.[22]

Die Ein-Kind-Politik sollte die Modernisierung des Landes steigern und die Bevölke­rungsprobleme lösen. Im Nachhinein muss festgestellt werden, dass die zentralen Ziele nicht erreicht werden konnten. Für das Jahr 2050 wird eine Bevölkerung von 1,4-1,5 Milliarden prognostiziert, einige Schätzungen sprechen sogar von 1,7 Milliarden Menschen. Nach wissenschaftlichen Berechnungen liegt das Optimum für China bei 700.000 Millionen Menschen.[23]

Auch wenn das Wirtschaftswachstum weiterhin sehr stark ist, steigen die Bevölke­rungszahlen überproportional an. Daraus werden auch in Zukunft Schwierigkeiten resultieren, die sich nur schwer werden lösen lassen. Dazu zählen u. a. die Überwirt­schaftung der Agrarflächen, Umweltverschmutzung, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sowie die mangelnde Getreideversorgung. Der Kampf um Lohn sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze wird für jeden Chinesen allgegenwärtig sein. Das Problemfeld für die Regierung erstreckt sich jedoch auf drei unterschiedliche Wertesysteme, welche die Ausarbeitung einer zufriedenstellenden Lösung zusätzlich erschweren. Einerseits ist die städtische Bevölkerung durch den immer stärker werdenden Drang charakterisiert, gleich dem Westen ihre Individualität auszuleben und die Privatsphäre vor staatlichen Eingriffen geschützt zu wissen. Zweitens sind vor allem in ländlichen Regionen partialistische Werte tief verankert, die dazu führen, das Leben eines Mädchens als geringwertiger zu erachten als das eines Jungen. Drittens herrscht vor allem seitens der Politik der Wille dahin gehend, die persönlichen Wünsche zum Wohle der gesamten Landesentwicklung zurückzustellen.[24]

3.1.2 Religion

Religiosität wird in China grundlegend anders gelebt als in den westlichen Ländern. Während die westlichen Religionen oftmals durch einen Exklusivitätsanspruch geprägt sind, erweist sich die Ausübung des Glaubens in China als wesentlich vielschichtiger. Demnach ist es nicht ungewöhnlich, dass Anhänger einer Glaubensrichtung durchaus auch die Einrichtungen anderer Religionen nutzen. Dennoch existieren in der Volksrepublik China anerkannte Religionen, wie z. B. Buddhismus, Taoismus, Islam, Christentum und der Konfuzianismus. Letzterer zählt seit den Anfängen der Han-Dynastie zur Staatsdoktrin. Als pragmatisches Regelwerk zeigt der Konfuzianismus Handlungsalternativen auf und tangiert dadurch sämtliche Bereiche des täglichen Lebens. Auf die tief in der Gesellschaft verankerten Werte dieser Religion wird im Kapitel 3.4 genauer eingegangen.[25]

Der Buddhismus gelangte im 1. Jh. n. Chr. nach China. Im Laufe der Zeit bildeten sich drei Richtungen heraus. Der Han-chinesische, der tibetische sowie der Bali-Buddhismus. Da diese Glaubensrichtung keinen strengen religiösen Ordnungen unterliegen, ist die Anzahl der Mitglieder lediglich schwer zu ermitteln. 13.000 buddhistische Tempel und Klöster lassen indes auf eine weite Verbreitung des Glaubens schließen.[26]

Der Taoismus repräsentiert eine rein chinesische Religion, die philosophische Gedan­ken und den philosophischen Glauben miteinander verbindet. Entstanden im 2. Jh. n. Chr. liegt das Gewicht der Lehre in der Anbetung von Natur und Vorfahren. Auch wenn als Folge der sozialistischen Diktatur die Ausübung des Taoismus verboten wurde, so blieben die Lehren im Verborgenen bestehen. Mittlerweile bemüht sich die Regierung zur Durchsetzung einer offiziellen taoistischen Lehre, die vor allem auf Patriotismus und dem Dienst an der Öffentlichkeit basiert. Ebenso wie im Buddhismus finden sich keine statistischen Angaben hinsichtlich der Größe der Anhängergemeinschaft. Da die Tempel und Klöster gerade zu den Glaubensfesten gut besucht sind, kann davon ausgegangen werden, dass dem Taoismus auch im heutigen China noch eine starke Bedeutung zukommt.[27]

Der Islam als dritte große Glaubensrichtung hielt im 7. Jh. n. Chr. in China Einzug. Dabei sind die chinesischen Moslems vor allem Sunniten. Viele der nationalen Minderheiten gehören dieser Glaubensgemeinschaft an. Beispielhaft zu nennen sind die Us­beken, Tadschiken, die Kirgisen und Kasachen. Der amerikanische International Re­ligious Freedom Report von 2004 geht davon aus, dass ca. 1,4 % der Bevölkerung Anhänger des Islam sind.[28]

Aus dem historischen Kontext heraus steht die chinesische Regierung dem Christentum äußerst distanziert gegenüber. Den Höhepunkt hatte der Glaube im 19. Jahrhun­dert. Unter dem Schutz des kolonialistischen Militärs zogen die Missionare durchs Land. Der Glaube wurde und wird von der Regierung stets mit den imperialistischen Bestrebungen des Westens, die asiatische Welt zu erobern, in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund sind ausschließlich die christlichen Vereinigungen erlaubt, die sich dem Staat unterordnen. Die Wirtschaftsreformen brachten auch Lockerungen gegenüber der christlichen Gemeinschaft. So ist es katholischen Priestern gestattet, im Ausland zu studieren, um später in China eigene katholische Seminar abzuhalten.[29]

3.1.3 Geografie und Verwaltung

Die Volksrepublik China liegt im Osten Asiens. Mit einer Gesamtfläche von 9,6 Mio. km2 bildet China nach Russland und Kanada das flächenmäßig drittgrößte Land der Welt. Die Nord-Süd-Entfernung beträgt dabei 5.500, die von Ost nach West ca. 5.000 km. Zu den direkten Nachbarstaaten gehören Korea, Russland, die Mongolei, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Laos und Vietnam.[30]

Das gesamte Land besteht aus 34 Verwaltungseinheiten. Dazu zählen 23 Provinzen, vier regierungsunmittelbare Städte (Peking, Shanghai, Tianjin, Chongging), fünf autonome Gebiete sowie die zwei Sonderverwaltungszonen Macao und Hongkong. Provin­zen und autonome Gebiete sind nochmals in Bezirke und Kreise unterteilt.[31]

Mittlerweile verkörpert das System der nationalen Gebietsautonomie einen grundlegenden Bestandteil der chinesischen Politik. Den autonomen Gebieten obliegt ein selbstständiges Verwaltungsrecht für sämtliche innere Angelegenheiten ihre ethni­schen Gruppen betreffend. Daher sind sie befugt, eigene Sprachen und Schriften zu verwenden und individuelle Traditionen aufrechtzuerhalten. Die wirtschaftliche Entwicklung fällt ebenso in den Autoritätsbereich der lokalen Regierung wie die Verteilung der regionalen Einnahmen auf die Bereiche Bildung, Technik, Wissenschaft und Kultur. Zudem besteht eine gesetzliche Verpflichtung der Zentralregierung zur Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung in den autonomen Gebieten. Zu diesem Zweck fließen immer wieder Fördergelder an entsprechende Stellen.[32]

Taiwan

Die Abspaltung Taiwans vom Festland ist den innenpolitischen Konflikten um 1945 geschuldet. Nach Rückgabe der Insel durch Japan an die Republik China veranlasste der Bürgerkrieg auf dem Festland die Regierung dazu, vor der Volksbefreiungsarmee Mao Zedongs nach Taiwan zu fliehen. Zur Konsolidierung der Kräfte wurde die Insel vom Regime ausgebeutet. Dieser Konflikt entlud sich in einem blutigen Aufstand von 1947, der von den nationalchinesischen Truppen niedergekämpft wurde.[33]

Nach dem Sieg im Bürgerkrieg durch Mao Zedong stellte Taiwan das Restterritorium der Republik China dar. Um in dieser Region ein Gegengewicht zum Kommunismus zu schaffen, erhielten die Taiwanesen starke Finanzhilfen durch die amerikanische Regie­rung. Nicht zuletzt dadurch wurde dem Inselstaat eine starke wirtschaftliche Entwick­lung ermöglicht.[34]

Die Volksrepublik hat die Abspaltung Taiwans nie anerkannt und betrachtet daher den Inselstaat als seine 23. Provinz. Die durch die wirtschaftliche Öffnung gewonnene Macht möchte die Zentralregierung nutzen, um Taiwan wieder stärker an das Festland zu binden. Das Angebot einer Wiedervereinigung wurde trotz des Zugeständnisses, die Selbstbestimmungsrechte der Insel aufrechtzuerhalten, von der Regierung in Taipeh abgelehnt. Auch wenn aufgrund der hohen Investitionen Taiwans in China bereits eine starke Verbindung zwischen den Ländern besteht, so möchte Taiwan seine Unab­hängigkeit nicht aufgeben. Aktuell verstärkt die chinesische Regierung jedoch den Druck. Indem sich China weigert, Kontakt zu Ländern aufzunehmen, die mit Taiwan weiterhin in Beziehung stehen, soll eine Isolation Taiwans erreicht werden.[35]

Hongkong

Hongkong fiel als Folge des ersten Opiumkrieges an England. Bereits während des Zweiten Weltkrieges kam es zu diplomatischen Verhandlungen zwischen Großbritan­nien und China hinsichtlich einer frühzeitigen Rückgabe des Gebietes. Der Sieg der Kommunisten im Bürgerkrieg mit Japan bewirkte einen Abbruch des Dialogs.[36]

Erst 1982 wurden erneut Gespräche über die Zukunft Hongkongs aufgenommen. Die Briten hofften zunächst auf die Anerkennung des Annexionsvertrages. Die Volksrepublik lehnte diesen indes kategorisch ab und strebte vielmehr nach der kompletten Eingliederung der ehemaligen Kronkolonie. Schnell wurde allerdings klar, dass die Erhaltung des Sonderstatus Grundvoraussetzung für die Rückgabe sein würde. Dies lag auch im Interesse der chinesischen Reformer, die das enorme Wirtschaftspotenzial der Stadt allein auf diese Weise nutzen konnten. 1984 stimmte die britische Regierung zu, Hongkong 1997 an China zurückzugeben. Als Sonderverwaltungszone genießt Hong­kong ein hohes Maß an Autonomie in sämtlichen politischen sowie wirtschaftlichen Belangen und gilt daher als eine der liberalsten Marktwirtschaften der Welt.[37]

Die Industrieproduktion von Elektrogeräten, Spielwaren sowie von Textilien spielte bis zur Mitte der 80er-Jahre eine große Rolle. Durch die Öffnung der Volksrepublik und die attraktiven Standortbedingungen sind gleichwohl zahlreiche Unternehmen auf das Festland abgewandert. Lediglich die Hightech-Produktion ist in Hongkong verblieben. Auch der Logistikstandort leidet unter enormem Konkurrenzdruck durch die Hafenstädte Chinas. Im Laufe der Zeit ist es der Sonderverwaltungszone gelungen, sich im Dienstleistungssektor zu etablieren, weshalb sie heute eines der bedeutendsten Finanzzentren Asiens repräsentiert. Starkes Wachstum hat ebenfalls der Tourismus zu verzeichnen. Vor allem der Einzelhandel profitiert indes von den Festlandchinesen, die Hongkong als Einkaufsparadies nutzen.[38]

Macao

Nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Portugal und China begannen 1985 die konkreten Rückgabeverhandlungen zwischen den Ländern. 1987, etwa ein Jahr, nachdem die britische Regierung der Rückgabe Hongkongs zustimmte, willigten auch die Portugiesen ein, die ehemalige Kolonie 1999 in die Volksrepublik China zu integrieren.[39]

Die Haupterwerbsquellen liegen im Tourismus und im Glücksspiel. Da dieses, anders als im benachbarten Hongkong, legal ist, existiert ein reger Pendelverkehr zwischen den beiden Sonderverwaltungszonen. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind daneben die Herstellung von Feuerwerkskörpern sowie Textilien.[40]

Auffallend ist, dass sich im Gesamtgebiet der Volksrepublik China zwei grundsätzliche wirtschaftliche Systeme befinden, die zueinander in Konkurrenz stehen. Während das Festland weiterhin sozialistisch geprägt ist, halten Hongkong, Macao und Taiwan weiterhin am kapitalistischen System fest. Die von der Regierung gewünschte Wiedervereinigung setzt jedoch die Akzeptanz der zwei politischen Systeme voraus.

3.1.4 Das politische System in der Volksrepublik China

Das politische System in China entspricht dem Modell einer zentralisierten Parteiendiktatur. Angelehnt an die leninistischen Prinzipien handelt es sich bei der Kommu­nistischen Partei Chinas um eine Kaderpartei sowjetischen Vorbilds mit uneinge­schränkten Entscheidungs- und Interventionsbefugnissen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die offiziellen acht demokratischen Parteien in China sind der Partei untergeordnet und bilden somit keine wirkliche politische Konkurrenz. Demnach handelt es sich bei der Volksrepublik um einen Ein-Parteien-Staat.[41]

Faktisch weist das System der Volksrepublik keine Gewaltenteilung auf. Der Mangel an Kontrollinstanzen führt dazu, dass Hierarchielinien und informelle Vorgänge der Macht­ausübung die Politik dominieren. Verfassung und Gesetz werden oftmals flexibel ausgelegt und dienen nicht als klares Konstrukt für politisches Handeln. Da die Interessen der Partei stets Priorität genießen, gibt es auch keinerlei Kontrollgremien, die gemäß dem System der Gewaltenteilung die Autoritätsbereiche voneinander trennen. Der Führungskader der Kommunistischen Partei Chinas besetzt dementsprechend fast alle Schlüsselfunktionen in den politischen und gesellschaftlichen Bereichen.[42]

Bei den Staatsorganen handelt es sich prinzipiell nur um Vollzugsorgane, die weder eigenständige Verantwortlichkeit besitzen noch externen Kontrollen unterliegen. Den zentralen Staatsapparat Chinas bilden der Nationale Volkskongress, der Staatsrat, die Zentrale Militärkommission, der Oberste Gerichtshof sowie die Oberste Volksstaatsan­waltschaft. Als höchstes Staatsorgan fungiert dabei der Nationale Volkskongress. Er wird ebenso wie die lokalen Volkskongresse indirekt für die Dauer von fünf Jahren bestimmt. Die Wahleinheiten bilden die Provinzen, die autonomen Gebiete, die regie­rungsunmittelbaren Städte sowie die Sonderverwaltungszonen. Die rund 3000 Abgeor­dneten gehören zu 70 % der kommunistischen Partei an und tagen einmal im Jahr für ein bis zwei Wochen. Allein aufgrund der Größe und der geringen Tagungsdauer han­delt es sich um kein effektives Gesetzgebungsorgan. Die Mehrzahl der Gesetze wird aus diesem Grund über den ständigen Ausschuss verabschiedet, der aus 150 Mitgliedern des Nationalen Volkskongresses besteht und alle zwei Monate mehrtägig tagt.[43]

Der Präsident der Volksrepublik China sowie der stellvertretende Staatspräsident werden durch die Nationale Volkskammer ernannt. Die Legislaturperiode für diese beiden Ämter beträgt wie für den Nationalen Volkskongresse fünf Jahre. Dabei dürfen der Präsident sowie der Stellvertreter das Amt nicht länger als in zwei aufeinander folgen­den Amtsperioden auszuüben. In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Volkskongress bzw. dem ständigen Ausschuss obliegt es dem Präsidenten, die beschlossenen Gesetze zu erlassen. Zusätzlich trifft er Personalentscheidungen hinsichtlich der Besetzung politischer Ämter und entsendet Botschafter in andere Länder. Ferner liegen die Verhängung des Ausnahmezustands, der Erlass von Amnesien sowie die Erklärung des Kriegszustands in seinem Geltungsbereich. Der jetzige Staatspräsident ist Hu Jintao; als stellvertretender Staatspräsident amtiert Zeng Qinghong.[44]

Die Durchführung der Gesetzgebung obliegt in der Volksrepublik der zentralen Volksregierung. Zu den Mitgliedern der Regierung gehören die Ministerpräsidenten, Staatsräte, die Vorsitzenden der Staatskommissionen, der Präsident der Oberrechnungskammer sowie der Generalsekretär. Als ausübendes Organ befasst sich die Regierung mit sämtlichen administrativen Fragen, mit der Verwaltung der wirtschaftlichen Arbeit und mit den Angelegenheiten im Sozialbereich. Des Weiteren erstreckt sich ihr Zuständigkeitsbereich auch auf alle auswärtigen Angelegenheiten. Die Ausübung der Regierungsaufgaben erfolgt über die jeweiligen zweckbezogenen Ministerien und Kommissionen (der jetzige Ministerpräsident ist Wen Jiabao). Die Besetzung aller hochrangigen Regierungspositionen findet dabei durch die Kommunistische Partei Chinas statt.[45]

3.2 Die ökonomische Entwicklung Chinas

3.2.1 Gründe für die Reformierung des Wirtschaftssystems

Die Reformpolitik in der Volksrepublik China weist wesentlich andere Charakterzüge auf als die in den ehemaligen sozialistischen Staaten Osteuropas. Folglich existieren zwei unterschiedliche Reformstrategien − die Schocktherapie und der Gradualismus. Bei der Schocktherapie, wie sie in den osteuropäischen Ländern stattgefunden hat, wird davon ausgegangen, dass aufgrund der Einführung von Marktpreisen das planwirtschaftliche Gefüge von innen zusammenbricht und der Staat durch ordnungspolitische Maßnahmen eine Marktwirtschaft errichten kann. Eine grundlegende Rolle spielen dabei die Faktoren Privatisierung und Marktliberalisierung.[46]

Demnach lässt sich in China eine andere ideologische Einstellung erkennen. Ziel der Reformen waren nicht die Beseitigung sozialistischer Strukturen und der Aufbau einer Marktwirtschaft, sondern vielmehr die Errichtung eines bilateralen System, das markt­wirtschaftliche mit planwirtschaftlichen Elementen verknüpft.[47]

Im Vergleich zu anderen Ländern zeigen sich in China Parallelstrukturen. Statt die komplette Privatisierung staatlicher Unternehmen voranzutreiben, wurden auslän­dische Investments zugelassen. Chinas Übergangsphase von der Planwirtschaft in eine neue Wirtschaftsform, die als sozialistische Marktwirtschaft bezeichnet werden kann, ist noch nicht abgeschlossen. Im Vergleich zu den Veränderungsprozessen anderer Länder vollziehen sich strukturelle Wandlungen in der Volksrepublik deutlich langsamer. Einmal erreichte Neuerungen erweisen sich im Gegenzug aber als wesentlich stabiler.[48] Das liegt nicht zuletzt an der stufenweisen Vorgehensweise der chinesischen Regierung. Reformen werden zunächst in den Bereichen initiiert, in denen mit wenig Widerstand zu rechnen ist. Sind sie dort erfolgreich, so werden sie auch auf kom­plexere Sektoren übertragen.[49]

Die Motive für die Einleitung einer wirtschaftlichen Reform in China sind vielfältiger Natur. Der Fokus lag zu Beginn der Bestrebungen nicht darin, marktwirtschaftliche Strukturen zu schaffen, sondern im Rahmen politischer Reformen der Notwendigkeit der Veränderung Rechnung zu tragen. Ziel war es, das eigene Wirtschaftswachstum, das seit der Einführung des 5–Jahres-Planes rückläufig war, wieder voranzutreiben. Die Degeneration setzte die Kommunistische Partei dahin gehend unter Druck, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, veränderten sich die westlich geprägten Wirtschaftssysteme doch schneller und arbeiteten effizienter.[50]

Zu dieser Zeit lag das Einkommen in China deutlich unter dem anderer chinesischer Gemeinschaften außerhalb der Volksrepublik. Demzufolge befand sich zugleich der Lebensstandard auf einem wesentlich niedrigeren Niveau. Ein Indikator für diesen Zustand bildet die Konsumentwicklung in China im Gegensatz zu der in Taiwan, Singa­pore oder Hongkong. Dort konnte eine Konsumquote von 6-9 % verzeichnet werden, während die der Volksrepublik lediglich 1-2 % betrug und dabei nur auf den öffent­lichen Verbrauch und nicht auf den privaten Konsum zurückzuführen war.[51]

Als weiterer Grund ist die Ineffizienz beim Gebrauch der Ressourcen im alten Wirtschaftssystem anzuführen. So lag die Faktorproduktivität in der Periode von 1952-1957 bei 3 %, um dann weiter abzunehmen und seit 1957 negative Zahlen zu verbuchen. Bei einer abnehmenden Faktorproduktivität kann Wirtschaftswachstum allein durch die Veränderung der Faktoren Arbeit und Kapital erreicht werden. Dabei steigen das Investitionskapital und der Faktor Arbeit nur an, wenn am Konsum gespart wird bzw. weniger Freizeit zur Verfügung steht. Folglich wäre ein Wirtschaftswachstum im alten System ausschließlich zulasten des Gemeinwohls möglich gewesen.[52]

Der Reformbedarf offenbarte sich ebenfalls im Hinblick auf die markante Rückständigkeit der chinesischen Industrie. Bevor die Umstrukturierungen den industriellen Sektor erreichten, lagen die Industrieanlangen im Durchschnitt 20-30 Jahre hinter dem Weltstandard zurück.[53]

Dieser enorme Abstand ließ sich nur durch Innovation aus dem eigenen Know-how heraus oder durch Technologietransfer schließen. Beide Möglichkeiten boten für China keine adäquaten Lösungen. So war das Land nicht dazu fähig, eigene Techniken mit Weltniveau zu entwickeln. Aber auch der Technologietransfer war nur beschränkt möglich. In Bezug auf die politischen Ideologien standen als Partnerländer nur die Ostblockstaaten oder die Sowjetunion zur Verfügung, die teilweise mit demselben Problem zu kämpfen hatten. Zusätzlich war der Import ausländischer Technologien durch den Mangel an Devisen eingeschränkt. Die Devisenbeschaffung ihrerseits war lediglich schwer möglich, da die Industrie Chinas nicht in der Lage war, exportfähige Güter zu produzieren. Ferner existierten keinerlei Preis- oder Einkommensanreize für die Staatsbetriebe zur Implementierung fremder Technologieansätze.[54]

Zum Zeitpunkt des Reformbeginns war die chinesische Wirtschaft sehr unausgewogen, da die chinesische Regierung bis dahin der stalinistischen Wirtschaftsausrichtung folgte, die ihren Fokus auf die Schwer- und Maschinenindustrie legte. Anderen Branchen und der Landwirtschaft wurden nur untergeordnete Rollen zugewiesen. Die staatlichen Behörden waren demnach unfähig zur Herstellung eines wirtschaftlichen Gleichgewichts. Durch die Planwirtschaft sollten Angebot und Nachfrage einander angeglichen werden. Dieses System wird indes dann ineffektiv, wenn die Informationskosten hoch sind und damit der Grad an Komplexität steigt. Bürokratie und Verwaltungsaufwand sind demnach kennzeichnend für die zentrale Planwirtschaft. Die Unzulänglichkeiten des Planungssystems zeigten sich vor allem im Transportsystem, im Bereich der Energiewirtschaft, aber auch in der Produktion sowie der Verteilung von Baumaterial. So blieben in den späten 70er-Jahren 25 % der Kapazitäten in der industriellen Produktion aufgrund fehlender Elektrizität ungenutzt. Aber auch die Nachfrage nach Baumaterialien wie Stahl und Zement blieb weitgehend unbefriedigt.[55]

Erst durch das Ende der Ära Mao Zedongs im Jahre 1976 und dem damit verbundenen Aufstieg des Reformers Deng Xiaopeng konnten die längst notwendigen strukturellen Veränderungen auf den Weg gebracht werden.[56]

Der Reformprozess in China ist noch lange nicht abgeschlossen. An dieser Stelle soll es gleichwohl nicht das Ziel sein, alle reformpolitischen Maßnahmen der Regierung seit Beginn der Änderungspolitik darzustellen. Es werden vielmehr drei primäre Sektoren betrachtet, deren Umstrukturierung zunächst wirtschaftliche und dann auch politische Änderungen forcierten.

3.2.2 Die Reform des Agrarsektors

Die erste Phase des Reformprozesses war zunächst im landwirtschaftlichen Bereich zu spüren. Der Übergang von der Planwirtschaft zu marktwirtschaftlichen Strukturen war und ist stark geprägt durch die Transformation der Agrarwirtschaft in eine Industriegesellschaft. Dieser Prozess ist noch nicht beendet. Der Großteil der ländlichen Bevölkerung ist weiterhin im Agrarsektor beschäftigt.[57]

Der erste Reformschritt beinhaltete die Dezentralisierung des ländlichen Kollektiv- und Kommunesystems als auch eine Ausweitung der privaten Bewirtschaftung. Gleichzeitig wurden sämtliche Beschränkungen hinsichtlich der einzelwirtschaftlichen Produktion im Bereich der landwirtschaftlichen Nebenzweige aufgehoben.[58]

Dabei wurden die Produktionsgruppen zunächst verkleinert und setzten sich nunmehr aus drei bis fünf bäuerlichen Familienbetrieben zusammen. Sie wirtschafteten selbstständig und besaßen nach Leistung der Pflichtverkäufe an den Staat das Recht zur freien Verwendung der Überschüsse. Zudem wurde es den Bauern sukzessive freigestellt, in den bestehenden Arbeitsgruppen zu verbleiben oder aber eigenständig zu wirtschaften und die Produktionsverantwortung selbst zu tragen. Das Eigentum der Nutzfläche und an den Produktionsmitteln (Zug- und Lasttiere, Maschinen etc.) verblieb jedoch bei der Arbeitsgruppe. Daneben setzte der Staat finanzielle Anreize für die Bauern, indem er die Abnahmepreise für landwirtschaftliche Produkte erhöhte. Die Finanzierung dieser Maßnahme erfolgte über den Staatshaushalt und wurde dadurch nicht auf die Verbraucher umgelegt.[59]

Die erste Reformphase zeigte Wirkung. Temporär war eine Einkommenserhöhung im ländlichen Bereich zu beobachten und die Disparitäten zwischen Stadt und Land nahmen ab. Das bis heute andauernde Wachstum im städtischen Bereich hat diese kurzfristige Entwicklung erneut gestoppt. Dabei wurden bis zu diesem Zeitpunkt nur Merkmale der eigentlichen Marktmechanismen in die Planungsperiode aufgenommen. Planung verkörperte demnach immer noch den Hauptmechanismus.[60]

Die zweite Phase der Reform war zum einen geprägt durch die weitere Liberalisierung der Agrarmärkte und –Preise, zum anderen durch die starken Schwankungen der landwirtschaftlichen Produktion. Zurückzuführen sind diese unter anderem auf die steigenden Produktionskosten für die Bauern sowie die damit verbundene Abwanderung in andere Einkommensquellen. Die Migration vollzog sich dabei vorwiegend in Richtung Stadt, da für überschüssige Arbeitskräfte auf dem Land kaum alternative Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung standen. Zugleich nahm die staatliche Förderung in Form von Investitionen nach und nach ab. Die bis dahin zur Verfügung stehenden Fördergelder konzentrierten sich nun auf die industrielle Produktion. Diese war indessen noch nicht in der Lage, den gesamten ländlichen Bedarf an Düngemitteln und Pestiziden zu stillen.[61]

Im engen Zusammenhang mit den Reformen im Agrarsektor stand die Herausbildung der Kleinbetriebe. Diese konzentrierten sich jedoch meist auf die Küstenregionen und trugen dazu bei, die überschüssigen lokalen Arbeitskräfte aufzufangen. Ferner konnte die Zentralregierung zusätzliche Steuereinnahmen generieren.[62]

3.2.3 Die Neugestaltung der Industrie

Die zweite Phase der Reformpolitik ab 1984 beschäftigte sich im Wesentlichen mit der Umstrukturierung des industriellen Sektors. Die staatseigene Industrie hatte bis zu diesem Zeitpunkt mit enormen Effizienzproblemen zu kämpfen. Der Beitrag der staatseigenen Unternehmen an Beschäftigung und Wachstum war bereits seit geraumer Zeit rückläufig. Das Ziel der Reform bestand − ähnlich wie im Agrarsektor − in der Dezentralisierung der Entscheidungen, um dadurch Effizienzsteigerungen zu gene­rieren. Zunächst wurde dem Management autonome Entscheidungsfreiheit in den Bereichen Produktion und Vermarktung eingestanden. Darüber hinaus konnte es unabhängig über die Verteilung der Gewinnanteile verfügen und Kontakt zu ausländischen Regierungen zur Veräußerung der Produkte aufnehmen.[63]

Diese Maßnahmen führten allerdings nicht zum gewünschten Erfolg, da das System keine Transparenz der Prozesse zuließ und die Verhandlungen mit den Behörden über die Festsetzung der Gewinnanteile sehr langwierig waren. Aus diesem Grund wurde Mitte der 80er-Jahre eine Gewinnsteuer festgesetzt, welche die Abgabe von Unternehmensgewinnanteilen ersetzte. Zusätzlich wurde ähnlich dem System im Agrarsektor ein duales Preissystem mit Festpreisen für die staatlichen Abgaben sowie freie Preise auf dem offenen Markt eingeführt.[64]

Durch die Zulassung privater Unternehmen sollte der Konkurrenzdruck auf die Staatsbetriebe erhöht werden, um dadurch die Effizientbestrebungen voranzutreiben. Da die Transformation nur langsam voranschritt, wurden ab 1993 Pilotprojekte ins Leben gerufen, welche die Unternehmensreform schneller voranbringen sollten. Dabei erfuhren Betriebe in den Bereichen Telekommunikation, Transport, Bergbau und Bankwesen einen gesonderten Schutz vor der nun neu zugelassenen ausländischen Konkurrenz.[65]

Betrachtet man das Ergebnis der Reform in diesem Sektor, so ist festzustellen, dass die Entwicklung nicht die Erwartungen erfüllte. Zahlreiche staatseigene Betriebe wären ohne besonderen Schutz nicht konkurrenzfähig. So bestätigen Untersuchungen, dass Investitionsmittel noch immer nicht effizient zum Einsatz kommen. Auch ist die Wertschöpfung pro Arbeitskraft wesentlich geringer als im nichtstaatlichen Sektor. Vor allem Unternehmen mit kapitalintensivem Aufwand, wie z. B. die Militär-, Kohle oder Erdölindustrie, sind weit davon entfernt, wirtschaftlich zu arbeiten. Dies ist indes ebenfalls den wirtschaftspolitischen Barrieren geschuldet. Durch die staatlichen Preiskontrollen werden die Gewinnmöglichkeiten der Unternehmen beschränkt. Die Entscheidungsmöglichkeiten sind daher begrenzt.[66]

Die vollständige Privatisierung der angegriffenen Staatsunternehmen wird gleichwohl weiterhin von mehreren Seiten abgelehnt. Die Lokalregierungen blockieren diese Bestrebungen, da sie einen damit einhergehenden Kontrollverlust befürchten. Sie wollen ihre ökonomische Machtstellung beibehalten, da die Regionen in Bezug auf Steuerzahlungen und der Aufnahme von Beschäftigten im Wesentlichen von den staatlichen Betrieben abhängig sind.[67]

Deutlich wird, dass der Umstrukturierungsprozess bei Weitem noch nicht abge­schlossen ist. Schätzungen zufolge gibt es in den staatseigenen Betrieben noch ca. 15. Mio. überflüssige Arbeiter, die aufgrund staatlicher Beschränkungen des Managements nicht entlassen werden können. Die momentan erwirtschafteten Verluste werden durch Transferleistungen sowie durch Subventionen aus dem Bankensystem aufgefangen.[68]

Die Reformen waren bisher nicht in der Lage, ein marktwirtschaftliches System zu gestalten, das auch für die staatseigenen Betriebe Anreize zu wirtschaftlichem Handeln gibt. Vielmehr fällt auf, dass die Handlungsalternativen des Managements durch opportunistisches Verhalten geprägt sind. Vor allem Industriestandorte in Nordost- und Zentralchina haben mit diesen Problemen zu kämpfen.[69]

3.2.4 Die Öffnung des chinesischen Wirtschaftsraumes für ausländische Unternehmen

Neben den Reformen im Bereich der Agrar- und Industriewirtschaft sollte vor allem der Import ausländischer Technologien der Binnenwirtschaft Entwicklungsimpulse setzen. Doch in den Staatsbetrieben mit veralteten Anlagen und nicht ausgebildetem Personal konnte die neue Technik nicht benutzt werden. Die Zentralregierung in Peking musste zu Beginn der 80er-Jahre feststellen, dass die Umstrukturierung und die damit einhergehende Modernisierung der wirtschaftlichen Strukturen nur durch eine Öffnung des Landes für ausländisches Kapital zu erreichen waren. Aus diesem Grund wurde im Juni 1979 − konträr zur bis dahin durchgeführten Außenwirtschaftspolitik − ein Gesetz erlassen, welches die Eingehung von Joint Ventures zwischen chinesischen Unternehmen sowie ausländischen Investoren ermöglichte. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Volksrepublik vor ausländischem Privatkapital abgeschottet. Die externen Gelder dienten nicht nur zur Schließung der Lücke zwischen Ersparnis und Investitionsbedarf, sondern auch um die Managementfähigkeiten der Chinesen zu erhöhen und den gewünschten Technologietransfer durch den Aufbau von Unternehmen in China zu fördern. Die bis dahin übliche Finanzierung der Technikimporte durch Auslandskredite wurde durch die Devisenbeschaffung über die Joint Ventures abgelöst.[70]

Die Errichtung von vier Sonderwirtschaftszonen im August und Oktober 1980 trug dazu bei, Investoren für das Land zu interessieren. Die Gebiete Shenzhen, Shantou, Zhuhai (Provinz Guangdong) und Xiamen (Provinz Fujian) erhielten die Möglichkeit, eine flexible Sonderpolitik zu betreiben und attraktive Niederlassungskonditionen für ausländische Unternehmer anzubieten. Neben dem Transfer von Management-Know-how und Technologien sollten die Sonderwirtschaftszonen das Exportwachstum fördern und die Handelsbilanz verbessern. Außerdem erhoffte sich die Zentralregierung, dass das Wachstum in den Zonen auch auf die benachbarten Gebiete übergreifen würde. Zudem erhielt Peking die Möglichkeit, neue Reformen zunächst separat zu testen, um sie dann gegebenenfalls auf das gesamte Land zu übertragen. Die Wahl der Standorte für die Sonderwirtschaftszonen war weniger ökonomisch denn politisch geprägt. Die Nähe zu Macao, Taiwan und Hongkong sollte die Abhängigkeit der Gebiete zum Festland fördern. Allein die Ernennung von Xiamen als traditionellen Küstenort wies einzig wirtschaftliche Hintergründe auf.[71]

Die Öffnung der Volksrepublik hatte gerade in den Anfangsjahren vorwiegend symbolischen Charakter. Erst die Verleihung von Sonderrechten an 14 weitere Küsten- und Hafenstädte wie Shanghai, Tianijin, Guangzhou, Wenzhou, Fuzhou und Dalian sowie die Errichtung von offenen Wirtschaftszonen am Yangzi-Fluss (Provinz Zhejiang), Perlflussdelta (Zhujiang in der Provinz Guangdong) und im Dreiecksgebiet des südlichen Fujian erzeugte die gewünschten Impulse für die Gesamtwirtschaft. Vor allem niedrige Steuersätze, günstigere Abschreibungskonditionen sowie liberale Verwaltungsmetho­den trugen zur Ansiedlung von Kapital bei.[72]

Dem Wunsch, die Exportkapazitäten auszubauen, gingen indes notwendige Importe von Maschinen und Anlagen voraus. Durch die Fähigkeit, die notwendigen Technologien sukzessive selbst zu fertigen, sollte die Abhängigkeit von ausländischen Importen durch die Modernisierung der Binnenwirtschaft nach und nach abnehmen. Zunächst war die Binnennachfrage ausschlaggebend für den Aufbau von Produktionskapazitäten; die Erzielung komparativer Kosten- und Wettbewerbsvorteile trat erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Vordergrund − spätestens nachdem auch China feststellen musste, dass der stetige Technologiewandel keine vollständige Unabhängigkeit von den westlichen Entwicklungen ermöglichte. Mittlerweile hält die Volksrepublik den größten Anteil an lohn- und arbeitsintensiver Produktion.[73]

In den 80er-Jahren wurde in den Sonderwirtschaftszonen durch die Konzentration auf die Weiterverarbeitung von Importgütern der Grundstein für das immer noch anhal­tende Wirtschaftswachstum in den Gebieten gelegt. Doch anders als gewünscht, war und ist das Wachstum regional begrenzt. Gleichwohl trugen die Auslandsdirektinves­titionen wesentlich dazu bei, die inländische Währung zu stabilisieren und die Voraus­setzung für den Import von Investitions- und Konsumgütern zu schaffen.[74]

3.2.5 Konsequenzen des WTO-Beitritts

Der Wunsch der chinesischen Führung, der WTO beizutreten, ist als Weiterführung der Reformpolitik zu betrachten. Die Veränderung des chinesischen Wirtschaftssystems, die weitere Anpassung an marktwirtschaftliche Strukturen sowie die damit einhergehende wirtschaftliche Öffnung und Liberalisierung werden jedoch unumgänglich sein.[75]

Mitte der 90er-Jahre begann ein Umdenken bei der politischen Führung. Es stellte sich die Frage, ob das bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Wirtschaftswachstum durch die punkturelle Strukturpolitik von Dauer sein würde. Der einsetzende Konjunkturab­schwung und die sinkenden Direktinvestitionen in China wiesen auf die Problematik hin.[76]

[...]


[1] Vgl. Berndt et al. (2003), S. 7.

[2] Vgl. Bennett (1998), S. 12; Meffert/Bolz (1998), S. 24 f.

[3] Vgl. Berndt et al. (2003), S. 6.

[4] Vgl. Bennet (1998), S.14-15; Meffert/Bolz (1998), S. 22 f.

[5] Vgl. Berndt et al. (2003), S. 8.

[6] Vgl. ebd., S. 9.

[7] Vgl. Cui/Liu (2001), S. 84.

[8] Vgl. Batra (1997), S. 95; Cui/Liu (2001), S. 85.

[9] Vgl. ebd., S. 95.

[10] Vgl. ; Internetquelle 1; Batra (1997), S. 96-97.

[11] Vgl. Batra (1997), S. 96-97.

[12] Vgl. ebd. S. 96-97.

[13] Vgl. Pu (1996), 1.

[14] Vgl. Gao et al. (2006), S. 34-35.

[15] Vgl. Internetquelle 2; Internetquelle 3.

[16] Vgl. Scharping (2000), S. 359; Internetquelle 4.

[17] Vgl. Internetquelle 4; Scharping (2000), S. 360 f.

[18] Vgl. Larsen (1996), S. 151-152; Scharping (2000), S. 360 ff.

[19] Vgl. Larsen (1996), S.170; Geers (1990), S. 37 f; Chow (2002), S. 188; Internetquelle 4.

[20] Vgl. Scharping (2000), S. 362; Chow (2002), S. 166;

[21] Vgl. Chow (2002), S. 166-187; Scharping (2000) S. 362 f.

[22] Vgl. Scharping (2000), S. 364; Internetquelle 4.

[23] Vgl. Larsen (1996), S.183-185; Vgl. Geers (1990), S. 38; Chow (2002), S.190; Scharping (2000), S. 365 f.

[24] Vgl. Scharping (2000), S. 372 f.

[25] Vgl. Zinzius (1996), S.29.

[26] Vgl. Geers (1990), S. 47 f.

[27] Vgl. Internetquelle 5.

[28] Vgl. ebd.

[29] Vgl. ebd.

[30] Vgl. Taubmann (2000), S. 31 f; Geers (1990), S. 14 f.

[31] Geers (1990), S. 30 f; Vgl. Internetquelle 6.

[32] Vgl. Internetquelle 6.

[33] Vgl. Schubert (2000), S. 206.

[34] Vgl. ebd., S. 207 f.

[35] Vgl. ebd., S. 218.

[36] Vgl. Meissner (2000), S. 222.

[37] Vgl. ebd., S. 223 f.

[38] Vgl. Goswin et al. (1996), S. 78-79; Internetquelle 8.

[39] Vgl. Taubmann (2000), S. 54.

[40] Vgl. Goswin et al (1996), S. 77; Taubmann (2000), S. 54.

[41] Vgl. Internetquelle 6.

[42] Vgl. ebd.

[43] Vgl. Geers (1990), S. 30 f; Internetquelle 6.

[44] Vgl. Internetquelle 6; Geers (1990), S. 29.

[45] Vgl. ebd.

[46] Vgl. Pu (1996), S. 1; Schüller (2000), S. 278.

[47] Vgl. Yue (1997), S. 47-48; Schüller (2000), S. 279.

[48] Vgl. Schüller (2000), S. 279.

[49] Vgl. Chai (1998), S. 7.

[50] Vgl. ebd., S. 2.

[51] Vgl. Chow (2002), S.46-47.

[52] Vgl. Chai (1998), S. 3; Chow (2002), S.46-47.

[53] Vgl. Schüller (2000), S. 279; Chai (1998), S. 4.

[54] Vgl. Chai (1998), S. 3.

[55] Vgl. ebd., S. 4-5.

[56] Vgl. Awater (1998), S. 210; Chan, S. 5.

[57] Vgl. Schüller (2000), S. 280; Chow (2002), S.48.

[58] Vgl. Pu (1996), S. 6-8; Awater (1998), S. 227.

[59] Vgl. Yue (1997), S. 49; Opper (1999), S. 123-125; Schüller (2000), S. 283 ff.; Chai (1998), S. 13.

[60] Vgl. Schüller (2000), S. 280 ff.; Chai (1998), S. 5.

[61] Vgl. Chow (2002), S.48.

[62] Vgl. Yue (1997), S. 45; Schüller (2000), S. 283 ff; Larsen (1996), S.159.

[63] Vgl. Chai (1998), S. 51; Awater (1998), S. 260.

[64] Vgl. Chow (2002), S. 49-51.

[65] Vgl. Schüller (2000), S. 285.

[66] Vgl. Chow (2002), S. 49-50; Schüller (2000), S. 286.

[67] Vgl. Chai (1998), S. 78; Schüller (2000), S. 284.

[68] Vgl. Schüller (2000), S. 286.

[69] Vgl. Schüller (2000), S. 286 f.

[70] Vgl. Awater (1998), S. 279 f.; Chai (1998), S. 139; Schüller (2000), S. 288; Geers (1990), S. 135 f.

[71] Vgl. Goswin et al. (1996), S. 66-67 ; Bolz et al. (1990), S. 83 f; Awater (1998), S. 278 ff.

[72] Vgl. Geers (1990), S. 137 f.; Bolz et al. (1990), S. 92 f.; Zander/Richter (1992), S. 139 f.; Awater (1998), S. 279.

[73] Vgl. Zander/Richter (1992), S. 138 f.; Awater (1998), S. 286 ff; Goswin et al (1996), S. 67.

[74] Vgl. Awater (1998), S. 291.

[75] Vgl. Kahl (2001), S. 1.

[76] Vgl. Lieberthal/Lieberthal (2003), S. 72; Kahl (2001), S. 4.

Details

Seiten
103
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836611732
DOI
10.3239/9783836611732
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) – Kulturwissenschaften, Studiengang Betriebswirtschaftslehre
Erscheinungsdatum
2008 (April)
Note
1,7
Schlagworte
marketing china transitional economy nordamerika guanxisystem
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Titel: Marketing in einer Transitional Economy