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Die Bedeutung der Gesundheitsreform 2006/2007 für den Bereich der Hilfsmittel am Beispiel der Hörhilfen

Diplomarbeit 2007 78 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Mit dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform greifen auf dem Gesundheitssektor, der sich mehr und mehr in einen Markt verwandelt, einschneidende Veränderungen. Bereits eine erste wichtige Gesundheitsreform, die des Jahres 2003, richtete sich partiell nach dem Kontext der Globalisierung und den Anforderungen einer Gesundheitsökonomie, die sich mehr und mehr auf das Konkurrenzprinzip und auf den Wettbewerb einstellt. Dieser entsteht nicht zuletzt nach U.S. amerikanischen Modellen, wo das Prinzip der „Medicare“ sich nach einer Marktökonomie richtet, die den Patienten Zug um Zug als Kunden betrachtet. Für die Verhältnisse der Bundesrepublik bedeutet dies, dass das sozialstaatliche Prinzip der Gesundheitsversorgung mit seiner entsprechenden Gesundheitsversorgungsverpflichtung des Staates gegenüber dem Bürger mehr und mehr zurückgedrängt wird. Schon mit der Gesundheitsreform des Jahres 2003 wurden, etwa bei Ärzten, berufsständische Grenzen außer Kraft gesetzt, so dass der Arzt sich mehr als wirtschaftlich orientierter Manager verstehen musste, der beispielsweise in medizinischen Versorgungszentren (MVZ), auch auf eigene Rechnung arbeiten konnte.
Die Gesundheitsreform des Jahres 2006/ 2007 verstärkt diese Tendenzen, zielt in fast allen Bereichen auf Konsolidierung, das heißt auf Einsparung von Kosten, ab. Dies betrifft nicht nur die praktizierenden Ärzte, die Krankenhäuser, sondern auch Versicherte und die Erbringer von Leistungen im Hilfsmittelbereich, wie beispielsweise die Hörgeräteakustiker. Zugleich deuten sich im Kontext der neuen Gesundheitsreform Einschnitte an, die überall konkurrenzbezogene Marktprinzipien bedingen, so dass auf alle Beteiligten größere Anforderungen zu mehr Service und höherer Qualität zu kommen. Dies betrifft die Veränderung von Beitragsbemessungen, die Umwandlung von Zulassungsverfahren für Leistungserbringer im Hilfsmittelbereich in vertragliche Verhältnisse, die deutlich stärkere Deckelung von Arztbudgets usw.
Schwieriger werden zugleich die Verhältnisse zwischen den Krankenkassen und möglichen neuen Vertragskonstellationen, die beispielsweise Hörgeräteakustiker mit den Kassen für ihre Leistung abschließen müssen.
In der vorliegenden Diplomarbeit soll zunächst die Problematik einer Gesundheitsökonomie untersucht und dargestellt werden, die sich in einem zunehmenden konkurrenzorientierten Gesundheitsmarkt ergibt. Marktprinzipien, die die Konkurrenzökonomie bedingen, erfordern eine spezifische […]

Details

Seiten
78
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836611664
Dateigröße
617 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225705
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Betriebswirtschaftslehre
Note
3,0
Schlagworte
hörhilfen gesundheitsreform gesetzliche krankenversicherung hilfsmittel gesundheitsökonomie

Autor

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Titel: Die Bedeutung der Gesundheitsreform 2006/2007 für den Bereich der Hilfsmittel am Beispiel der Hörhilfen