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'...chatten, kickern, abhängen...' - Jugendarbeit muss ihren Bildungsauftrag ernstnehmen, verdeutlichen und sich positionieren!

Diplomarbeit 2007 79 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Was ist Bildung?
2.1 Der Begriff Bildung
2.2 Die Geschichte des Bildungsbegriffes
2.3 Bildung in der heutigen Zeit
2.4 Formale, informelle und non-formale Bildung

3.0 Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit
3.1 Der Bildungsauftrag der Jugendarbeit
3.2 Das Bildungsverständnis der Jugendarbeit
3.3 Die Bildungsaufgaben der Jugendarbeit

4.0 Die Bildungspraxis in der Offenen Jugendarbeit
am Beispiel des Jugendtreff Anderten
4.1 Das Bildungsverständnis der Offenen Jugendarbeit
4.2 Beschreibung des Jugendtreff Anderten
4.3 Bildungspraxis und Bildungsgelegenheiten
4.3.1 Beispiel 1 - Regeln und Konflikte
4.3.2 Beispiel 2 - Soziale und Persönliche Kompetenz
4.3.3 Beispiel 3 - Ästhetische Inszenierung
4.3.4 Beispiel 4 - Raumaneignung und Partizipation
4.4 Die Rolle des Pädagogen in der offenen Jugendarbeit

5.0 Die Jugendarbeit muss sich positionieren
5.1 Kooperation Jugendarbeit/Schule
5.2 Politisch-Öffentliche Legitimation

6.0 Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Erklärung

1.0 Einleitung

In der vorliegenden Diplomarbeit schreibe ich über das Thema Bildung in der Jugendarbeit. Ich bin als Jugendlicher Mitglied der Falken[1] geworden, ohne überhaupt zu wissen, was die Falken waren oder was für Ziele sie verfolgten. Die Falken boten mir als Jugendlichen Mitwirkungsmöglichkeiten, Anerkennung und einen Raum, in dem ich meine Interessen und Ideen erproben und verwirklichen konnte. Meine Zeit bei den Falken verschaffte mir mehr Bildungsmöglichkeiten als während meiner gesamten Schulzeit.

Ab 1997 arbeitete ich bei den Falken als Honorarkraft in den verbandseigenen Falken-Jugendeinrichtungen in Wettbergen, im Lister Turm und in Anderten. In Letzterer bin ich heute noch tätig. Meine ehrenamtlichen Funktionärstätigkeiten[2], zahlreiche Bildungsseminare[3], meine Honorartätigkeiten, verschiedene Fachtagungen, Fortbildungen und Kongresse[4] im Bereich der Kinder und Jugendarbeit und natürlich mein Studium veranlassen mich, in der vorliegenden Diplomarbeit das Thema 'Bildung in der Jugendarbeit' zu bearbeiten.

Konkret möchte ich der Frage nachgehen, welchen Beitrag die offene Jugendarbeit im Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland leisten kann. Den Fokus lege ich dabei auf die informellen Bildungsprozesse in der Offenen Jugendarbeit und deren Förderungsmöglichkeiten.

Was genau an Bildung in einem Jugendzentrum eigentlich stattfindet, ist nicht nur der Öffentlichkeit oftmals unklar, sondern bleibt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Offenen Jugendarbeit in der alltäglichen Arbeit allzu oft verborgen.

Informelle Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen haben außerhalb des formalisierten Lernens in der Schule an großer Bedeutung gewonnen (vgl. BMBF 2004, S. 12). Das Offene Jugendarbeit auch Bildungsarbeit ist, muss im Hinblick auf die aktuelle Bildungsdebatte immer wieder verdeutlicht werden. Die Jugendarbeit und insbesondere die Offene Jugendarbeit muss sich dahingehend positionieren und ihre Bildungsleistung verdeutlichen. Aber Jugendarbeit ist nicht per se Bildungsarbeit, auch wenn die strukturellen Rahmenbedingungen der Offenen Jugendarbeit informelle Bildungsprozesse zulassen und anregen. Um Bildungsarbeit zu leisten, bedarf es einer sensiblen Wahrnehmung durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um Bildungschancen zu erkennen und diese als wesentlichen Arbeitsauftrag zu verstehen. Die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht demnach darin, Bildungsanlässe zu erkennen und Diskussions- und Reflexionsprozesse von Jugendlichen zu unterstützen und voranzubringen.

Die Strukturen der Offenen Jugendarbeit bieten spezifische Lernchancen, die Grundlage einer offensiven Gestaltung von Jugendarbeit als Bildungsarbeit sein können. Es reicht aber nicht, diese Bildungschancen nur theoretisch aufzuzeigen, sondern sie müssen auch durch den Austausch vieler Praxisbeispiele unterfüttert werden. Der Blick sollte dabei weniger auf die objektiven Angebote gelegt werden, sondern auf die subjektive Bedeutung des Umgangs mit diesen Angeboten (Müller/Schulz 2005, S. 111) gerichtet werden. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Jugendarbeit ihre Ignoranz gegenüber Bildung (Sturzenhecker in Nörber 2002, S. 308) abbauen muss. Dieses Defizit wird seitens der Jugendarbeit seit 2002 offensiv versucht[5]. Das Thema Bildung ist zum allgegenwärtigen gesellschaftlichen Großthema geworden, dabei steht die Schule und Hochschule im Zentrum der Diskussion, die Kinder- und Jugendarbeit bleibt demgegenüber außerhalb des bildungspolitischen Blickfeldes (vgl. Sturzenhecker in Nörber 2002, S. 308).

Im ersten Teil (Kap. 2) der vorliegenden Diplomarbeit werde ich eine begriffsdefinitorische Annäherung und Differenzierung des allgemeinen Bildungsbegriffs vornehmen. Hierzu werde ich den Begriff Bildung erläutern (Kap. 2.1), die geschichtliche Entwicklung des Begriffes aufzeigen (Kap. 2.2) und im dritten Schritt auf die aktuelle Bildungsdebatte (Kap. 2.3) und die damit einhergehende Unterscheidung in formale, informelle und non-formale Lernwelten (Kap. 2.4) als Basis für die folgenden Kapitel stattfindende Differenzierung und Anwendung eines Bildungsbegriffes für die Jugendarbeit eingehen.

Im Kapitel 3 werde ich auf den Bildungsauftrag der Jugendarbeit eingehen (Kap.3.1), um im Weiteren das Bildungsverständnis der Kinder- und Jugendarbeit, das sich aus dem gesetzlichen Auftrag ableiten lässt, zu bestimmen (Kap. 3.2). Im letzten Schritt leite ich aus dem vorangegangenen Bildungsauftrag und dem daraus resultierenden Bildungsverständnis die Bildungsaufgaben der Kinder- und Jugendarbeit ab (Kap. 3.3).

Das vierte Kapitel befasst sich mit der Bildungspraxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Wie steht es mit der realen Umsetzung des Bildungsauftrages und den Bildungsaufgaben in der alltäglichen Arbeit im Jugendzentrum oder Jugendtreff? Im ersten Teil nehme ich eine weitere Differenzierung des Bildungsverständnis der 'Offenen Jugendarbeit' vor (Kap. 4.1). Daran anschließend wird der Jugendtreff Anderten, ein Offener Jugendtreff in Trägerschaft der SJD – Die Falken vorgestellt (Kap. 4.2), um folgend die Bildungspraxis und die Bildungsgelegenheiten in der offenen Arbeit anhand von Beispielen zu verdeutlichen (Kap. 4.3). Hierzu werde ich Bildungsgelegenheiten in vier Kategorien unterscheiden. In Kapitel 4.3.1 geht es um Bildungsgelegenheiten mit Regeln und Konflikten. In Kapitel 4.3.2 geht es um die Bildung von sozialer und persönlicher Kompetenz. Im Kapitel 4.3.3 wende ich mich den Bildungsaspekten der Ästhetischen Inszenierung von Jugendlichen zu und im letzten Praxisbeispiel (Kap. 4.3.4) geht es um Aneignung und Partizipation unter dem Blickwinkel von Bildung. Abschließend gehe ich auf die 'Rolle des Pädagogen' in der Umsetzung der alltäglichen Arbeit, verstanden als Bildungsarbeit, ein (Kap. 4.4).

Das fünfte Kapitel befasst sich mit der aktuellen Bildungsdiskussion in Deutschland (Kap. 5.0), der Positionierung der Jugendarbeit mit eigenständigem Bildungsauftrag im Hinblick auf eine Kooperation von Jugendarbeit und Schule (5.1) und der Legitimation der Jugendarbeit als Bildungsarbeit gegenüber Politik und Öffentlichkeit (Kap. 5.2).

Im sechsten und letzten Kapitel folgt die Schlussbetrachtung und ein Ausblick unter dem Aspekt der Förderungsmöglichkeiten und Anerkennung von informellen Bildungsprozessen bei Kindern und Jugendlichen in der Offenen Jugendarbeit in Deutschland.

2.0 Was ist Bildung ?

In diesem Kapitel geht es um eine allgemeine Definition des Begriffs Bildung (Kap. 2.1). Handlungsleitend dabei sind die Fragen: Wie hat sich Bildung geschichtlich entwickelt (Kap. 2.2) ? Wie wird Bildung der heutigen Zeit in Deutschland verstanden (2.3) und in welche Lernwelten und -Orte wird ein moderner Bildungsbegriff unterschieden (Kap. 2.4)?

2.1 Der Begriff Bildung

Schaut man in die gängigen Lexika nach dem Begriff Bildung, so wird er dort häufig als ein Prozess geistiger Formung des Menschen, der seine Kräfte in Auseinandersetzung mit den Gehalten der Kultur entfaltet, definiert. Mit Formung werden die geistigen, seelischen, kulturellen und sozialen Fähigkeiten bezeichnet (vgl. Brockhaus Enzyklopädie[6] und Die Zeit – Das Lexikon[7] ).

Eine einfache Ausgestaltung des Bildungsbegriffs als einheitliche Begriffsbestimmung für alle gesellschaftlichen Bildungsbereiche ist allerdings kaum möglich. Der Begriff ist heutzutage nahezu inflationär in Gebrauch (Tenorth 1997, S. 970) und wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und definiert. Bildung wird mal als Wissen, als Qualifikation, als Erziehung oder als Lernen verstanden und je nachdem, in welchem Kontext der Begriff Bildung benutzt wird, grenzt er sich zu den anderen Definitionen ab (vgl. Sturzenhecker 2002 in Rauschenbach/Düx/Züchner, S. 20).

In die pädagogische Fachsprache wurde der Begriff von Johann Hermann Pestalozzi[8] und Wilhelm von Humboldt[9] eingeführt und ist seitdem zu einer zentralen Kategorie in der Pädagogik geworden.

Ziel aller Bildung soll die Aneignung und Erweiterung der geistigen, kulturellen, lebenspraktischen Fähig- und Fertigkeiten sowie die personalen und sozialen Kompetenzen sein (vgl. Wikipedia[10] ).

Daniel Goeudevert[11] beschreibt Bildung als einen aktiven, komplexen und nie abgeschlossenen Prozess, in dessen glücklicher Verlauf eine selbstständige und selbsttätige, problem­lösungsfähige und lebenstüchtige Persönlichkeit entstehen kann (ebd.). Bildung kann nach dieser Definition also nicht über Wissen beschrieben werden. Wissen könnte eher als Hilfsmittel zum Erlangen von Bildung verstanden werden und nicht als Ziel von Bildungsprozessen.

Henning Kössler definiert Bildung als [...] Erwerb eines Systems moralisch erwünschter Einstellungen durch die Vermittlung und Aneignung von Wissen derart, dass Menschen im Bezugsystem ihrer geschichtlich–gesellschaftlichen Welt wählend, wertend und stellungnehmend ihren Standort definieren, Persönlichkeitsprofil bekommen und Lebens- und Handlungsorientierung gewinnen. Man kann stattdessen auch sagen, Bildung bewirke Identität [...] (ebd.).

Wilhelm von Humboldt definiert Bildung als die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen (ebd.). Inhaltlich findet sich diese Definition auch bei Kössler und Goeudevert wieder.

Das „Forum Bildung“ definiert als Zieldimensionen von Bildung und Qualifikation die Entwicklung der Persönlichkeit, Teilhabe an der Gesellschaft und Beschäftigungsfähigkeit (vgl. Arbeitstab Forum Bildung 2002b, S. 55).

Bildungstheoretisch betrachtet ist die Bildung des Subjektes eng mit dem Blick auf gesellschaftliche Erwartungen verknüpft. Dieser doppelte Anspruch ist einerseits durch die freie und selbstbestimmte Bildung des Subjektes und andererseits durch die Anforderungen der Gesellschaft, durch Bildung das kulturelle Erbe zu sichern und gesellschaftliche Kommunikation zu ermöglichen, gekennzeichnet.

Autonomie und Solidarität sind weitere Definitionsaspekte von Bildung. Bildung soll eine autonome Lebensführung in möglichst allen Bereichen des Lebens ermöglichen. Hierzu zählen beispielsweise Berufliche Existenz, Partnerschaft, Kinder, soziale Teilhabe, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Die Bildung des Subjektes ist demzufolge als ein autonomer und selbstverantworteter Prozess zu verstehen, der in idealistischer Weise frei von gesellschaftlichen Erwartungen und Zwängen ist. Die autonome Bildung des Subjektes findet jedoch immer in sozialen Beziehungen und spezifischen Kontexten statt. Der Arbeitstab Forum Bildung hebt hervor, dass diese Doppelfigur von Bildung, die auf Autonomie und (gesellschaftliche) Solidarität setzt, nicht einseitig in eine der beiden Richtungen aufgelöst werden kann (vgl. ebd.).

Joachim König sieht Lernen, Bildung und Erziehung in einem engen Zusammenhang. Durch Erziehungsprozesse werden Kinder- und Jugendliche in diese Welt eingeführt. Sie werden sozusagen absichtsvoll in dieser Welt platziert. Durch Bildungsprozesse fangen sie dann an, sich selbständig und auf den Ergebnissen von Erziehung aufbauend, alleine in dieser Welt zurecht zu finden und selbstbestimmt und selbstorganisiert auf sie zu reagieren. Erziehung und Bildung haben ein gemeinsames Ziel: Die Entwicklung einer lebensfähigen und gleichzeitig unverwechselbaren Persönlichkeit. In beiden Fällen spielen Lernprozesse eine wichtige Rolle.

Durch Erziehung soll die Persönlichkeit positiv gefördert werden. Ambivalent und uneindeutig ist allerdings die Doppelaufgabe von Erziehung. Einerseits sollen durch Erziehung bestimmte Werte und Normen unserer Gesellschaft vermittelt werden und andererseits soll zur selbstständigen Unverwechselbarkeit, Unabhängigkeit, Individualität und Autonomie hin erzogen werden (vgl. König 2003, S. 331). Erziehung hat also einerseits die Aufgabe, in die Gesellschaft einzuführen und andererseits sich gegen die Risken und Nebenwirkungen zu immunisieren (ebd. S. 331).

Bildung und Erziehung sind nach diesen Definitionen somit untrennbar verbunden. Joachim König fügt noch hinzu, dass ohne Beziehung keine Erziehung möglich ist, und diese ist immer ungleichgewichtig, nie reines Partnerschaftsverhältnis, immer von einem Machtgefälle, einem sogenannten Autoritätsverhältnis geprägt ist. Erziehung baut auf diesem Machtunterschied auf und muss gleichzeitig versuchen, ihn so schnell wie möglich wieder abzubauen, um die Erziehungssubjekte in die Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu entlassen (König 2003, S. 331). Er weist jedoch zurecht darauf hin, dass das Machtgefälle nicht missbraucht werden dürfe und als zeitlich befristeter Auftrag , der immer begründbar sein muss, zu verstehen ist. Er sieht Bildung als Ziel von Erziehung und als ein Prozess, der durch Erziehung erst in Gang kommen kann (ebd. S. 331).

Bildung ist das was übrig bleibt, wenn man alles Gelernte wieder vergessen hat, hat Georg Kerschensteiner[12] einmal gesagt. Ein zugespitzter Hinweis darauf, das Vieles was wir lernen, augenscheinlich nichts mit Bildung im Sinne von Wissensvermittlung zu tun hat. Wobei man diese Aussage kritisch betrachten muss. Mit Lernen sind auch stabile und nachhaltige Veränderungen in Verhalten und Erleben zu verstehen. Die allgemeine Definition von Lernen aus psychologischer Sicht beschreibt die Veränderungen im Verhalten und Erleben, also etwas, das bleibt, das sich auf mich auswirkt, woran ich mich künftig orientieren kann, seien es die Verkehrsregeln, [...] die zehn Gebote oder die Fähigkeiten und Kenntnisse, die man braucht, um einen Haushalt führen zu können (ebd.).

Historisch hat sich die Bedeutung des Bildungsbegriffes während seiner Entwicklung mehrfach gewandelt. Im Folgenden werde ich die Geschichte des Bildungsbegriffes kurz skizzieren.

2.2 Die Geschichte des Bildungsbegriffes

Die inhaltlichen Zugänge des Bildungsbegriffes kann man bis zurück in die Antike verfolgen. Anthropologisch gründen sich Bildung und Erziehung in der unfertigen und weltoffenen Sichtweise des Menschen. Demnach ist er das einzige Wesen, das der Bildung bedürftig und dazu aber auch fähig ist. Die Geheimnisse und Ansprüche der Welt locken im Menschen eine Spontaneität hervor, sich immer tiefer in die geistigen Gehalte einzuarbeiten und dabei die eigenen Möglichkeiten mehr und mehr zu Entfaltung bringen. Ein Lehrender ist dabei als das 'höhere Selbst' seines Schülers zu betrachten (vgl. Brockhaus, S. 729).

Der deutsche Begriff Bildung wurde wahrscheinlich von Meister Eckharts[13] im Rahmen der Imago-Dei Lehre[14] im Mittelalter geschaffen. Dort ist der Begriff ursprünglich ein theologischer. Der Mensch ist nach dem Abbild Gottes geschaffen und wird einzig durch Gott gebildet. Dieser Bildungsprozess geschieht ohne Einfluss des Individuum. Das Ziel dieses Prozesses ist durch Gott bestimmt und in der Schöpfung festgelegt. Sich zu bilden ist nicht Aufgabe des Menschen, sondern wird von außen an ihn heran­getragen (vgl. Wikipedia[15] ).

Comenius[16] erhoffte sich im 17. Jahrhundert angesichts der Zerstörungen des dreißigjährigen Krieges durch das 'Anleiten zu menschlichem Verhalten' eine friedlichere Ordnung der Welt. Das damals übliche lateinische Wort eruditus = gebildet/aufge­klärt hat seinen etymologischen Ursprung in der Bedeutung [ent–roht]. In der Sorgfalt beim Denken und Sprechen sieht Comenius den Ausweg des Menschen aus seiner ursprünglichen Rohheit, den Unterschied der Dinge kennen und jedes mit seinem Namen bezeichnen können (ebd.).

Eine Umformung erfährt der Begriff Bildung im Zuge der Entstehung eines neuen Menschenbildes im 18. Jahrhundert. Der aufgeklärte Mensch denkt und handelt in wissenschaftlichen Kategorien. Dadurch verliert der Begriff Bildung seine theolo­gische Bedeutung. Ziel ist nunmehr über Bildung sich der menschlichen Vervollkommnung anzunähern und nicht mehr dem Abbild Gottes. Wiederfinden lässt sich diese Idee bei Pestalozzi, Herder, Schiller und Goethe.[17]

Die Aufgabe von Bildung wurde von Immanuel Kant in seiner Schrift "Über Pädagogik" präzisiert. Die Pädagogik oder Erziehungslehre ist entweder physisch oder praktisch. [...] Die praktische oder moralische ist diejenige, durch die der Mensch soll gebildet werden, damit er wie ein frei handelndes Wesen leben könne. [...] Sie ist Erziehung zur Persönlichkeit, Erziehung eines frei handelnden Wesens, das sich selbst erhalten, und in der Gesellschaft ein Glied ausmachen, für sich selbst aber einen inneren Wert haben kann (ebd.). Die noch vor der Aufklärungsepoche[18] durch Gott gegebenen Bildungsziele richten sich nun mehr auf die Notwendigkeit des Menschen, in einer Gesellschaft zu leben und dort einen Platz zu finden. Der Mensch soll so geformt werden, dass er zum nützlichen Mitglied in der Gesellschaft werden kann. Vorhandene Anlagen werden in diesem Formungsprozess weiterentwickelt. Diese Bildungsziele richten sich nach Idealvorstellungen[19] mit Anspruch auf ewige Geltung und sind nicht am Individuum orientiert, sondern werden immer noch von Außen an das Individuum heran­getragen.

Subjektorientiert wendet sich der Bildungsbegriff erst im Zuge des deutschen Idealismus[20]. Den Prozess der Bildung des Geistes, der sich selber schafft hat Fichte[21] mit der Formel beschrieben: Das Ich als Werk meiner Selbst (Wikipedia[22] ). Die Erschaffung einer vollkommenen Persönlichkeit, in der Harmonie von Herz, Geist und Hand ist das Ziel Fichtes Überlegungen.

Wilhelm von Humboldt erhebt Bildung zum (Staats)Programm. Das Bedürfnis nach Bildung ist im Inneren des Menschen angelegt und muss nur geweckt werden. Bildung ist für ihn ein Prozess, der prinzipiell unabschließbar ist.

Er teilt mit anderen humanistischen Entwürfen die Ansicht, dass die zunehmenden gesellschaftlich benötigten Kenntnisse in den verschiedenen Wissensbereichen, in der Literatur und Kunst, in Politik und Staat, die Ablösung des Handwerkes durch die Industrie die Verwissenschaftlichung der Erziehung zwar verändert, aber nicht verbessert haben. Es hat sich eine Diskrepanz zwischen fortwährend neu aufgebrachten Erkenntnissen und der moralischen Entwicklung ergeben und verschärft (vgl. Menze 1975, S. 9).

Humboldt möchte Bildung für jeden zugänglich machen. Jede/r soll in einem mehrgliedrigen Schul­system nach seinen Fähigkeiten und nach den gesellschaftlichen Anforderungen gefördert werden. Die Ziele des humboldtschen Bildungsbegriffes sind auf Ausbildung und Vervollkommnung der Persönlichkeit und auf das Erlangen von Individualität und nicht auf empirisches Wissen angelegt. Sich bilden, seiner selbst wege n und nicht um ein materielles Ziel zu erreichen (vgl. Wikipedia[23] ).

Humboldt bezeichnet diese Vorstellung von Bildung als eine individuelle Höherentwicklung des Menschen die zu eigenen Vervollkommnung strebt und damit zugleich einen Beitrag leistet zur Verbesserung der Gesellschaft und zur allmählichen Überwindung der vorgefundenen kritisierten gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse (BMBF 2004, S. 21).

Die folgende Bürokratisierung von Bildung in Form von Lehrplänen und anderen Curricularen veränderte den Bildungsbegriff. Bildung wurde zum bürgerlichen Statussymbol, ein messbares Gut das sich am praktischen Leben orientiert. Die Bildung ihrer Selbst wegen rückt in den Hintergrund. Mit der Industrialisierung dränkt die Notwendigkeit von praktisch verwertbarem Wissen weiter in den Vordergrund und löst den humboldtschen Bildungsbegriff ab. Bis heute, wie die Diskussionen um die Pisa Studie zeigt, wird Bildung zunehmend unter den Gesichtspunkten einer ökonomischen Verwertbarkeit betrachtet (vgl. ebd.).

2.3 Bildung in der heutigen Zeit

Der moderne Bildungsbegriff beansprucht dynamisch und ganzheitlich zu sein und bezeichnet den lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen. Bildung wird in Ziele und in Wege zu diesen Zielen unterschieden.

Bildung hat in der heutigen öffentlichen Debatte die Anforderung, einen [...] mit Wissen ausgestatteten, kompetenten, überall einsetzbaren, also flexiblen Menschen, der zugleich [...] und vor allem für sich selbst Verantwortung trägt [...] zu schaffen ( Hornstein 2004 in Sturzenhecker/Lindner Hrsg., S. 16f). Diese Anforderung wird vor allem durch die kapitalistisch orientierte, so genannte Wissensgesellschaft formuliert, die für die modernen Produktions- und Arbeitsformen immer neues und schneller zu akkumulierendes Wissen einfordert. Die Inhalte sind dabei nicht entscheidend sondern vielmehr die Fähigkeiten des Erwerbs. Flexibilität und Problemlösungskompetenz werden in dieser Sichtweise als Bestandteile von Wissen definiert.

Diese Definition ist einseitig auf die Verwertbarkeit und den Nutzen von Bildung für den Produktionsprozess ausgerichtet. Hornstein nennt dies eine unverträgliche Mischung aus dem althergebrachten bürgerlichen Bildungsverständnis einerseits, das sich auf einen Kanon von Wissen stützt und einem Verständnis von Bildung als 'human capital' andererseits, das als Produktionsfaktor verstanden wird (vgl. ebd., S.17). Er bezeichnet dies als einen auf 'internalisierten Kapitalismus' gerichteten Bildungsbegriff. Dem stellt er ein Bildungsverständnis gegenüber, das dieser problematischen Verkürzung des Bildungsbegriffes gegenübersteht. Für ihn gehören weitere Momente in ein 'ganzheitliches' und 'emanzipatives' Bildungsverständnis. Gemeint ist ein Verständnis, in dem Bildung immer auch Selbstbildung ist und von innen heraus stattfindet, in dem es in Bildungsprozessen immer um ein Selbst- und ein Weltverständnis geht und das es nicht nur um kognitives Wissen sondern auch um Handlungskompetenz geht (vgl. ebd., S.18).

Durch Bildung soll Selbstkompetenz für die alltägliche Lebensbewältigung schon in der Gegenwart erworben werden und Bildung ist als Befähigung zu eigenbestimmter Lebensführung, als Empowerment, als Aneignung von Selbstbildungsmöglichkeiten zu verstehen (BKJ - Bundesjugendkuratorium 2001, S. 21).

Das Bundesjugendkuratorium fordert mit ihren zwölf Thesen zur Bildung eine Verständigung auf eine Begriffsdefinition, die es im Rahmen einer neuen Bildungspolitik ermöglicht, die erforderlichen Zuständigkeiten und Ressourcen zu reklamieren (ebd., S. 8) und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der Bestand demokratischer Kultur, die Tragfähigkeit des sozialen Zusammenhalts und der gesellschaftlichen Solidarität, die Akzeptanz der zentralen Werte und Regeln der Zivilisation in unserer Gesellschaft (ebd. S. 18f) nicht mehr von der Vermittlung von Wissen, sondern im Sinne einer umfassenden Bildung von Personen abhängt. Im Zuge dieser Definition verliert Schule ihre bisherige zentrale Bedeutung (vgl. Nörber 2002, S. 311). Gerd Brenner hat hierzu angemerkt, dass die Jugendarbeit gute Chancen hätte, im Zuge einer gesellschaftlichen Renaissance der Bildungspolitik ihre Randlage wieder etwas zu verlassen und sich neuen Spielraum zu verschaffen – wenn sie denn bereit dazu ist (Brenner 1999 in ebd.).

Lindner formuliert 2002, dass Bildung als 'Investition in Humanressourcen' oder als 'Bildung light' missverstanden und vornehmlich auf schnelle und profitable Fertigkeitszugewinne geschielt wird, indem Bildung allenfalls als Serviceleistung für die Ökonomie zählt oder in Qualifikationsprofilen der Informationstechnologie, Fremdsprachenkenntnissen, Teamfähigkeit, Flexibilität im Sinne von Anpassungsbereitschaft und sog. 'unternehmerischen Fähigkeiten' aufgeht, wird sie zur Vorbereitung Jugendlicher auf die Konkurrenzgesellschaft instrumentalisiert – Bildung in seiner originären Bedeutung als selbstgesteuerte Eigenaktivität des sich bildenden Subjektes kommt hier nicht mehr vor (Lindner 2002, S. 320).

Roman Herzog erklärte in einer Rede 1997, dass Wissen die wichtigste Ressource in einem rohstoffarmen Land sei und dass Wissen sich nur durch Bildung erschließe, diesen dem sozialen Ausgleich diene, der Schlüssel zum Arbeitsmarkt sei und am besten vor Arbeitslosigkeit schütze (Homfeld/Schulze-Krüdener 2000, S. 12).

2.4 Formale, informelle und non-formale Bildung

Heutige Bildungsdefinitionen differenzieren in Bildungsorte und Bildungsmodalitäten. Mit Bildungsmodalitäten sind Situationen und Gegebenheiten gemeint, in denen 'Bildung' stattfindet bzw. stattfinden kann. Beispiele sind Mediennutzung oder sportliche und kulturelle Aktivitäten, in denen potentiell Bildung stattfinden kann.

Dabei dürfen nicht nur die standardisierten Bildungsorte betrachtet werden, sondern es müssen auch 'flüchtigere' Bildungsprozesse in den Blick genommen werden. Bildung wird so in ein normatives Ziel und dem Prozess auf dem Weg zu diesem Ziel unterschieden (vgl. BMBF 2004, S. 20f).

Die formale Bildung ist das, was in Deutschland häufig als schulische Bildung bezeichnet wird. Es umschreibt die Vollzeitbildung, die im Rahmen des staatlichen Bildungssystems von der Grundschule bis zur Hochschule, bzw. in der Ausbildung in einem Lehrberuf stattfindet. Beginnend im Alter zwischen 5 und 7 Jahren durchlaufen Kinder und Jugendliche die unterschiedlichen Formen des deutschen Bildungswesens. Mit 20 bis 25 Jahren ist dieser Abschnitt im Allgemeinen beendet.

Die allgemeinen Rahmenbedingungen formaler Bildung sind unter anderem durch ihren hierarchischen Charakter, das dominierende Leistungsprinzip, dem in der Regel zensuralem Bewertungssystem, ihren Pflicht­charakter und die öffentliche Kontrolle geprägt.

Unter informeller Bildung werden ungeplante und nichtintendierte Bildungsprozesse verstanden, die sich im Alltag von Familie, Nachbarschaft, Arbeit und Freizeit ergeben, aber auch fehlen können. Sie sind zugleich unverzichtbare Voraussetzung und 'Grundton', auf dem formelle und nicht-formale Bildungsprozesse aufbauen.

Informelle Bildung beschreibt die lebenslangen Lernprozesse menschlicher Selbstbildung außerhalb und unabhängig von pädagogischen Bildungsangeboten. Inhaltlich dreht sich dieser Bildungsbegriff um die Prozesse, die allgemein als Sozialisation bezeichnet werden (vgl. Müller, Schmidt und Schulz 2005, Seite 11).

Informelle Bildung bezieht sich auf die lebenslangen Lernprozesse, in denen Menschen Haltungen, Werte, Fähigkeiten und Wissen durch Einflüsse und Quellen der eigenen Umgebung erwerben und aus der täglichen Erfahrung (Familie, Nachbarn, Marktplatz, Bibliothek, Massenmedien, Arbeit, Spiel etc.) übernehmen (Humanrights[24] ).

Hervorzuheben gilt an dieser Stelle, das informelle Bildung sowohl in formalen Bildungszusammenhängen (z.B. auf dem Schulhof oder im Unterricht [heimlich, nebenbei]), als auch in den im folgenden beschriebenen non – formalen Bildungszusammenhängen stattfindet.

Die Erziehungswissenschaft bezeichnet die Eigentätigkeit der Adressaten von Bildung als Bildsamkeit. Im Kontext von informeller Bildung wird deutlich, dass Bildsamkeit nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden kann, sondern lebensgeschichtlich erworben werden muss oder auch versagt bleibt (Müller, Schmidt und Schulz 2005, Seite 11).

Unter nicht-formaler bzw. non-formaler Bildung ist jede Form organisierter Bildung und Erziehung zu verstehen, die generell freiwilliger Natur ist und Angebotscharakter hat. Im Gegensatz zu den vorherigen Definitionen ist die Intention zur pädagogischen Förderung dieser informellen Prozesse der Selbstbildung bezeichnend für non-formale Bildung. Sie findet außerhalb des formalen Curriculums (Schulunterricht, Lehre, Studium, Weiterbildung u.a.) statt und bezieht sich auf geplante Programme zur persönlichen und sozialen Bildung von Menschen (vgl. ebd. S.11).

Wesentliche Merkmale non-formaler Bildung insbesondere in der Jugendarbeit, aber auch in vielen anderen Organisationen oder Gruppen, sind:

- Freiwilligkeit, Ganzheitlichkeit und Prozessorientierung
- Erfahrungs- und Handlungsorientierung
- Vorbereitung der Lernenden auf ihre Rolle als aktive Bürger und Bürgerinnen durch die Vermittlung von Lebensfertigkeiten
- Organisierter Prozess mit Bildungszielen
- Möglichkeiten individuellen Lernens und des Lernens in der Gruppe
- Partizipation und Zentrierung auf Adressaten
- Bedürfnisorientierung an den Adressaten
- Offenheit – damit idealer Weise jedem Menschen zugänglich (vgl. Humanrights[25] )

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Interessanterweise werden durch die Unterteilungen in Bildungsorte und Bildungsmodalitäten auch Schwierigkeiten deutlich. Besonders hervorgehoben in der formalen (schulischen) Betrachtungsweise (Abb. 2, S. 17) zu erkennen, wird hier die Aufsplittung in klar kategorisierte Lernwelten und Bildungsorte des doch eigentlich ganzheitlich-komplexen Bildungsbegriffs sichtbar. Bestätigen lässt sich diese Vermutung durch das Betrachten der abgedruckten Grafiken.

Die erste Grafik (Abb. 1, S.16 - Bildungsorte und Bildungsmodalitäten in Deutschland, BMBF 2004, S. 31) versucht die Heterogenität von Bildung in ihren Modalitäten und Orten in ihrer Komplexität darzustellen. Sie ist den konzeptionellen Überlegungen für einen Nationalen Bildungsbericht 2004 entnommen.

Die zweite Grafik (Abb. 2 - Bildungsorte und Lernwelten, Konsortium Bildungsberichterstattung 2006, S. 20) ist aus einer geordneteren Perspektive, nämlich aus dem Blickwinkel des formalen Bildungssystems heraus betrachtet. Diese Grafik entstammt dem Bildungsbericht für Deutschland 2006, der im Auftrag des Kultusministeriums entstanden ist.

Dieser Vergleich bestätigt die zur Zeit herrschende Bildungsdiskussion in Deutschland. Bildung wird immer noch aus einer formalisierten Perspektive heraus betrachtet und bewertet. Die Würdigung der non-formalen und informellen Lernwelten findet nicht ausreichend statt. Sie treten hinter den formalen Bildungsort und werden lediglich als Randerscheinung, im Hintergrund stattfindend, sichtbar gemacht.

Als Gründe für diese Auslegung wurden die nicht-evaluierbaren Bildungsmodalitäten im informellen und non-formalen Bereich genannt. Betrachtet man die Bildungsorte (Abb. 2), dann lässt sich erkennen, das insbesondere die informellen Lernwelten alle anderen Lernorte mit einbeziehen. Informelle Bildung findet also in allen formalen und non-formalen Bereichen statt.

[...]


[1] Sozialistische Jugend Deutschland - Die Falken (SJD – Die Falken) sind ein Kinder und Jugendverband und Anerkannter Träger der Jugendarbeit. Der Verband wurde 1903 von der damaligen Arbeiterbewegung gegründet. Sie stehen in der Tradition nah der SPD aber mit kritischer Distanz gegenüber. Für weitere Informationen: www.falken-hannover.de und www.wir-falken.de [02.02.2007, 10:10 Uhr]

[2] Ich bin Ortsverbandsvorsitzender von Anderten und war stellvertretender Unterbezirksvorsitzender als Vertreter der Falken für den Stadtjugendring und Kreisjugendring zuständig.

[3] Gruppenleitergrundkurs, politische Bildungsseminare, erlebnispädagogische Seminare, usw.

[4] Beispielsweise der Fachkongress: "Kinder- und Jugendarbeit – ein (fast) vergessenes Bildungsprojekt?" in Dortmund 2002, die Stadtsportkonferenz 2005 in Hannover, die Bezirkliche Jugendhilfekonferenz 2006 in Hannover und die Fluxus Netzwerktagung 2005 in Hannover.

[5] Beispielsweise am Fachkongress: 'Kinder- und Jugendarbeit – ein (fast) vergessenes Bildungsprojekt?' im März 2002 in Dortmund, der Fluxus Netzwerktagung 2005 in Hannover, usw..

[6] Brockhaus Enzyklopädie. 17. völlig überarbeitete Auflage. 1967. Band 2,.Wiesbaden. S. 729. Im Folgenden nur Brockhaus genannt.

[7] Die Zeit, Das Lexikon. Band 2. 2005. Hamburg und Mannheim. S. 202.

[8] Johann Heinrich Pestalozzi (*12.01.1746, † 17.02.1827) war ein Schweizer Pädagoge. Er war ein Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph und Politiker.

[9] Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt, kurz: Wilhelm von Humboldt, (*22.06.1767, † 08.04.1835) war ein deutscher Gelehrter, Staatsmann und Mitbegründer der Universität Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin).

[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung [20.02.2007 10:30 Uhr]

[11] Daniel Goeudevert (* 31.01.1942) ist ein französischer Automanager und Unternehmensberater. Er wohnt in der Nähe von Genf.

[12] Georg Michael Kerschensteiner (* 29.07.1854, † 15.01.1932) war ein deutscher Pädagoge und Begründer der Berufsschulen.

[13] Eckhart von Hochheim, bekannt als Meister Eckhart (*um 1260, † 1327/1328), war einer der bedeutendsten Theologen, Mystiker und Philosophen des christlichen Mittelalters.

[14] Imago-Dei [lateinisch, "Bild Gottes"]. In der christlichen Lehre die Gottebenbildlichkeit des Menschen (Genesis 1,27).

[15] http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung [02.02.2007 10:30 Uhr]

[16] Johann Amos Comenius, manchmal auch Komenius, ursprünglich tschechisch Jan Amos Komenský (*28.03.1592, † 15.11.1670) war ein Philosoph, Theologe und Pädagoge.

[17] Siehe hierzu "Abendstunde eines Einsiedlers von Pestalozzi und "Ideen" von Herder

[18] Das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet eine Epoche der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt ist, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.

[19] Diese Idealvorstellungen gehen zurück auf die Ideenlehre des Platon in der Politeia. Diese höchste Idee ist - der Politeia zufolge - die Idee des Guten bzw. die Idee der Ideen. Sie ist die höchste Idee, alle anderen 'gewöhnlichen' Ideen gehen aus ihr hervor. D.h. explizit, dass die Idee des Guten den Ideen ihr Sein und Wesen verleiht.

[20] Der Deutsche Idealismus bezeichnet die Vorstellung, dass Änderungen und Erkenntnisse erst im Bereich der Ideen erfolgen können. Die Änderungen und Erkenntnisse würden Auswirkungen auf die Realität haben. Das den „deutschen Idealisten“ gemeinsame Projekt ist das der Erarbeitung einer Grundlage für die systematische Einheit des gesamten Wissen.

[21] Johann Gottlieb Fichte (* 19.05.1762, † 29.01.1814) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Schelling, Kant und Hegel als Begründer und wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus.

[22] http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung [21.02.2007 12:17 Uhr]

[23] http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung [21.02.2007 11:15 Uhr]

[24] http://www.kompass.humanrights.ch/cms/front_content.php?idcat=1539 [17.01.2007 11:17 Uhr]

[25] http://www.kompass.humanrights.ch/cms/front_content.php?idcat=1539 [17.01.2007 11:17 Uhr]

Details

Seiten
79
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836609241
Dateigröße
942 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225559
Institution / Hochschule
Hochschule Hannover – Sozialwesen, Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik FH - Grundständig
Note
1,2
Schlagworte
offene jugendarbeit bildung jugendzentrum

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Titel: '...chatten, kickern, abhängen...' - Jugendarbeit muss ihren Bildungsauftrag ernstnehmen, verdeutlichen und sich positionieren!