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Palliative Sozialarbeit

Eine Darstellung zentraler Aspekte hospizlicher Sozialarbeit

Diplomarbeit 2007 79 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herkunft und Entwicklung
2.1 Hospiz
2.2 Palliation/Palliative care
2.3 Cicely Saunders
2.4 Hospizbewegung

3. Notwendigkeit von Hospizarbeit
3.1 Sterben als besondere Belastungssituation
3.2 Tabuthema Sterben und Tod
3.3 Statistik zur Hospizversorgung

4. organisationsFormen
4.1 Ambulante Dienste
4.2 Ambulante Hospizdienste (AHD)
4.3 Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste (AHPB)
4.4 Teilstationäre Dienste
4.5 Vollstationäre Einrichtungen
4.6 Hospizinitiativen und Hospizgruppen
4.7 Ehrenamt

5. Hauptberufliche und ehrenamtliche Hospizarbeit
5.1 Motivation
5.2 Anforderungen
5.3 Herausforderungen
5.3.1 Ängste
5.3.2 Ekel
5.3.3 Gutes Sterben im stationären Hospiz?
5.3.4 Burnout

6. Adressaten der Hospizarbeit
6.1 Sterben und Tod in Deutschland
6.1.1 Häufige Todesursachen
6.1.2 Phasen des Sterbeprozess
6.1.3 Bedürfnisse und Wünsche von Sterbenden
6.1.4 Sterbehilfe in Deutschland
6.1.5 Sterben und Menschenwürde
6.2 Angehörige
6.3 Trauer
6.4 Kinderhospiz

7. Aufgaben und Methoden der sozialen arbeit in der Hospizarbeit
7.1 Typische Aufgaben
7.2 Kommunikation mit Sterbenden
7.3 Trauerarbeit
7.4 Spirituelle Begleitung
7.4.1 Definitionsansatz Spiritualität
7.4.2 Spiritualität in der Sozialen Arbeit
7.4.3 Spiritualität und Nahtoderfahrungen
7.4.4 Spiritualität als Copingstrategie/Krise als Chance
7.4.5 Therapeutische Effekte von Spiritualität
7.4.6 Notwendigkeit von Spiritualität
7.4.7 Problematiken und Grenzen

8. Experteinterview

9. Zusammenfassung

10. Quellenangaben

11. Anhang

1. Einleitung

In Deutschland leben derzeit rund 82 Millionen Menschen. Dabei liegt die Sterblichkeitsrate bei etwa einem Prozent der Bevölkerung pro Jahr1, was ca. 800 000 Todesfälle jährlich bedeutet. Einige dieser Menschen werden auf ihrem Weg zum Tod von professionellen Helfern gepflegt, unterstützt und begleitet. Die Soziale Arbeit erbringt einen Teil dieser Leistungen. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel sowohl Hospizarbeit breitbandig darzustellen, als auch die Rolle der Sozialen Arbeit darin zu erörtern.

Nach dem Versuch, sowohl die Ursprünge der Hospizarbeit, als auch die begriffliche Entwicklung zu beleuchten, soll eine Begründung für die Notwendigkeit von Hospizarbeit im Allgemeinen und des hospizlichen Auftrags der Sozialen Arbeit im Besonderen erfolgen. Weiterhin werden sowohl organisatorische Formen der hospizlichen Hilfeleistung erläutert, als auch deren Finanzierung dargestellt. Außerdem soll im Rahmen dieser Diplomarbeit versucht werden, die Motivation von hauptberuflichen Hospizkräften zu beleuchten, mit der sie sich dieser nicht ganz alltäglichen Form der Arbeit zuwenden. Weitere Ziele bestehen darin, Anforderungen an das Persönlichkeitsprofil herauszuarbeiten, sowie Herausforderungen zu benennen, die im Zusammenhang mit Hospizarbeit auftreten.

Ein weiteres Kapitel soll den Adressaten der Hospizarbeit und ihren jeweiligen Bedürfnissen gewidmet werden. Hierbei sollen statistische Daten zu Todesursachen, Bedürfnisse und Wünsche, sowie verschiedene Phasen von Sterbeprozessen Beachtung finden. Besondere Aufmerksamkeit wird den Formen der Sterbehilfe in Deutschland, sowie deren rechtlich relevante Aspekte, beigemessen. Auch das Thema Kinderhospiz soll kurz angeschnitten werden.

Ein großer Teil dieser Arbeit befasst sich mit Aufgaben und Vorgehensweise der Sozialen Arbeit im Arbeitsfeld Hospiz. Einen Schwerpunkt stellt die Kommunikation mit Sterbenden dar. Weiterhin war mir wichtig, der Frage nach Spiritualität, sowie deren Bedeutung und Verwirklichung innerhalb der Hospizarbeit nachzugehen und zu reflektieren. Im Besonderen hat mich dabei gereizt, dass in der Fachliteratur vergleichsweise wenige Informationen vorzufinden waren, obwohl die Bedeutsamkeit dieses Bereichs der Hospizarbeit vielfach hervorgehoben wird.

Es fand sich nahezu keine (unkonfessionelle) Literatur, die sich explizit und umfassend mit der Thematik auseinander setzt.

Gegen Ende der Arbeit soll, mittels einer Expertenbefragung, auch Fachkräften, des Arbeitsfeldes Hospiz Raum gegeben werden, Akzente zu setzen.

Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung des Erkenntnisertrags der Arbeit. Festzustellen bleibt noch, dass die Thematik aufgrund ihres Umfanges im Rahmen einer Diplomarbeit nicht abschließend bearbeitet werden kann und dass diese Arbeit auch keinen Versuch in dieser Richtung darstellen soll. Aus pragmatischen Gründen wird auf eine geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Sofern die Rede von Sozialer Arbeit ist, soll damit auch Sozialpädagogik eingeschlossen sein.

2. Herkunft und Entwicklung

2.1 Hospiz

Ursprünglich waren Hospize christliche Herbergen, die vornehmlich auf Pilgerwegen zu finden waren. Da es auf solch langen Strecken auch zu Verletzungen oder Krankheiten kam, dienten diese Hospize nicht nur als einfache Unterkünfte, sondern ebenso als Stätte der Pflege, der Rekonvaleszenz, aber auch des Sterbens. Diese, später in kirchliche oder klösterliche Obhut übergegangenen Einrichtungen beherbergten nicht nur Pilger, sondern kümmerten sich auch um Bedürftige und Kranke. Erste Hospize, die sich ausschließlich auf die Pflege Sterbender spezialisierten, kamen im 19. Jahrhundert auf. Im Rahmen der Hospizbewegung wandelte sich die Bedeutung des Begriffs „Hospiz“, von der einer stationären Einrichtung, hin zum Konzept von ganzheitlicher Sterbebegleitung. Besonders spricht mich ein Gedanke an, den Johann-Christoph Student in den Raum stellt, dass Hospiz dort zu finden sei, „wo Menschen am Ende ihrer irdischen Pilgerreise einen Ort haben, an dem sie all das finden, was sie benötigen, um gestärkt ihren letzten Weg gehen zu können“ (vgl. Student, 1999, S.21).

2.2 Palliation/Palliative care

Der medizinische Fachbegriff Palliation leitet sich vom lateinischen pallium (Mantel), bzw. palliare (lindern, den Mantel um jemand breiten) ab und beschreibt eine primär lindernde Behandlungsform im Gegensatz zu kurativen oder prophylaktischen Maßnahmen.

Seit jeher ist es ein Ansinnen medizinisch tätiger Menschen gewesen, sofern möglich, Leiden bei ihren Patienten zu mildern, jedoch bildete sich erst im letzten Jahrhundert ein eigenständiger professioneller Bereich, die Palliativmedizin, heraus.

Palliativmedizin ist zunächst nicht Sterbenden vorbehalten, sondern allen Patienten zugänglich, die einer lindernden Maßnahme bedürfen. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) grenzt den Begriff weiter ein, als „Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung“2. Palliativversorgung wird hier also als Leistungsspektrum für unheilbar Kranke angesehen.

Nicht unproblematisch ist dabei die Übernahme des englischen Fachbegriffes „palliative care“, dem sowohl im englischen, als auch im internationalen Sprachraum unterschiedliche Bedeutungen beigemessen werden. Während palliative care sowohl mit Palliativversorgung als auch mit Palliativpflege übersetzt werden kann, wäre im deutschen Palliativversorgung als Oberbegriff zu verstehen, dem Palliativpflege als dominierend pflegerische Tätigkeit untergeordnet ist. In der Praxis werden diese und andere Begriffe gern synonym verwendet. Hierzu kommen dann noch Ausdrücke, wie Hospizarbeit, Hospizpflege oder Hospizversorgung, deren Abgrenzung gegeneinander sich schwierig gestaltet. So lässt sich beispielsweise beobachten, dass ad libitum oder entsprechend der Berufszugehörigkeit andere Konzepte als Teilaspekt der eigenen Disziplin eingeordnet werden (z.B. Hospiz unter Palliative care und umgekehrt). Dabei machen sich alle beteiligten Professionen die Grundsätze, die von Cicely Saunders erarbeitet wurden, als Arbeitsphilosophie zu eigen. Persönlich neige ich dazu, palliative care eher mit medizinisch/pflegerischer Versorgung zu assoziieren und als Bestandteil von Hospizarbeit zu betrachten.

Zu begrüßen wäre natürlich eine sprachlich eindeutigere Zuordnung der Hauptberufsgruppen. Pflegeberufe könnten beispielsweise grundsätzlich in der Palliativpflege tätig sein, Mediziner in der Palliativmedizin und Sozialarbeiter im Arbeitsgebiet hospizliche (nicht palliative) Sozialarbeit. Gemeinsam leistet man Hospizarbeit. Nach meinem Empfinden würde auf uneindeutige Anglizismen, zwecks Transparenz, besser verzichtet. Dies soll, zumindest im Rahmen dieser Diplomarbeit, nach Möglichkeit auch umgesetzt werden.

Die begriffliche Verwirrung ist auch ohnehin schon ausgeprägt genug, wie ich bei meinen Recherchen immer wieder feststellen durfte.

Dass sich die Aufgaben der beteiligten Professionen in der Praxis nicht vollständig abgrenzen lassen, wird allein schon an dem Anteil psychosozialer Begleitung erkennbar, den natürlich alle beteiligten Berufsgruppen zu leisten haben.

2.3 Cicely Saunders

Hospizarbeit und Palliativpflege in ihrer gegenwärtigen Form gehen zurück auf Cicely Saunders, eine britische Ärztin und Sozialarbeiterin. 1969 gründete sie das St Christopher’s hospice in London mit dem ganzheitlichen Vorsatz, sowohl den physischen als auch den psychischen und spirituellen Bedürfnissen Sterbender, gerecht werden zu wollen. Auch Angehörigen und Freunden sind in diesem Konzept einbezogen.

In den 1950ern starben aufgrund zunehmend moderner Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Apparatemedizin) immer mehr Menschen in den Krankenhäusern und nicht mehr zuhause. Krebs stellte wegen der zu erwartenden Schmerzen eine der gefürchtetsten Diagnosen dar. Schmerzmittel kamen damals aufgrund von mangelndem Wissen nur selten zum Einsatz.

Sowohl Cicely Saunders als auch ihre Kollegen vom St Christopher’s waren von Anfang an bestrebt, mittels Forschung und guter Schulung, ein hohes Maß an Lebensqualität für ihre Patienten zu ermöglichen. Heute betreut St Christopher’s pro Jahr etwa 2000 Patienten (in den überwiegenden Fällen liegt eine Krebserkrankung vor) und deren Angehörige. Die Leistungen sind für die Patienten kostenlos, wobei ein Drittel der Kosten durch den britischen National Health Service getragen wird. Die restlichen Kosten werden durch Spenden finanziert.3

2.4 Hospizbewegung

Aus dem Modell, das Cicely Saunders vorgelegt und vorgelebt hat, ist im Laufe der Jahrzehnte eine Bewegung geworden. Die Wahlmöglichkeiten sowohl ambulanter als auch stationärer Natur, die Sterbenden heute offen stehen, haben sich vervielfältigt und nehmen weiter zu. Allen gemein ist jedoch die Absicht, sich dem Sterbenden ganzheitlicher zuzuwenden als dies noch vor nicht allzu langer Zeit der Fall gewesen ist. Die Hospizbewegung strebt mittels Schmerztherapie und Symptomkontrolle die Verwirklichung eines möglichst normalen Lebens bis zum Tod an. Sterbende und ihre Angehörigen stehen dabei im Mittelpunkt der Bemühungen. Ein zentrales Ziel ist die Wiederherstellung einer gesellschaftlichen Sterbekultur, statt der gegenwärtigen Verdrängung des Sterbens und des Todes. Die Bewegung setzt sich zusammen aus Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Ehrenamtlichen und verschiedenen Vereinen.

3.Notwendigkeit von Hospizarbeit

3.1 Sterben als besondere Belastungssituation

Laut einer Umfrage des Emnid-Instituts im Jahr 2001 weiß etwa nur ein Drittel der Bevölkerung etwas mit dem Begriff „Hospiz“ anzufangen4. Viele davon werden, wenn damit konfrontiert, zunächst einmal an eine Institution, etwa ein Haus denken. Das ist zwar nicht falsch, allerdings beschreibt der Begriff in zunehmendem Maße neben der Einrichtung ein ganzheitliches Konzept, das darauf abzielt, Sterben angenehmer oder gar „gut“ zu gestalten. Um dieses „gute Sterben“ ermöglichen zu können, bedarf es einer umfangreichen Palette von Hilfeleistungen. Diese erstrecken sich vom finanziellen, über den medizinisch-pflegerischen, den beratenden und psychosozialen, bis hin zum spirituellen Bereich. Ein derart breites Spektrum kann normalerweise von den Angehörigen nicht abgedeckt werden. Hilfe von außen ist also eindeutig notwendig. Bei Überlegungen bezüglich der Fähigkeit typischer Familienstrukturen (sofern überhaupt vorhanden), das Sterben eines Angehörigen ohne Unterstützung zu tragen und zu begleiten, wird schnell klar, dass in den wenigsten Fällen alle notwendigen Ressourcen vorhanden sein werden.

Selbst in Fällen, in denen kompetente Angehörige anzutreffen sind, kann es ihnen an der Zeit mangeln, diese Kompetenzen anzuwenden. Außerdem kann es bei Angehörigen, die einen großen Teil der anfallenden Aufgaben selbst erledigen, leicht zu Überforderungssituationen kommen. Nicht wenige Beziehungen sind an derartigen Überlastungen bereits gescheitert, vor allem, wenn es sich bei den Sterbenden um Kinder handelt.

Permanente Überforderung kann aggressives Verhalten oder Depressionen auslösen. So besteht sogar die Gefahr der Gewaltanwendung gegen den Sterbenden (vgl. Görgen et al., 2002 S. 64 ff). Gravierende Belastungen können unverarbeitet in einer posttraumatischen Belastungsstörung resultieren. Hier setzt die Hospizidee an und hier kann die Soziale Arbeit einen wertvollen Beitrag leisten .

Der professionelle Sterbebegleiter, der mit Sterben und Tod vertraut ist, hat sowohl aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung als auch aufgrund der Tatsache emotional in geringerem Maße involviert zu sein, die Möglichkeit, sich souverän zu verhalten und auf diese Weise Normalität, Sicherheit und Ruhe in einen Alltag zu bringen, der aus den Fugen geraten ist. Er kann sich dem sterbenden Menschen zuwenden, ohne die enorme emotionale Belastung, die Angehörige erleben, wenn es darum geht, einen geliebten Menschen zu verlieren. Er verfügt über ein Maß an Distanz, welches den Bezugspersonen des Sterbenden üblicherweise fehlt.

Auf diesem Wege ist eine weitreichende Entlastung, sowohl des Sterbenden, als auch der Angehörigen zu erreichen. Hier können Kernkompetenzen der Sozialen Arbeit greifen. Albert Mühlum spricht deshalb von der Mächtigkeit der Sozialen Arbeit im Verhältnis zu fassungslosen, blockierten oder entscheidungsunfähigen Patienten und Angehörigen, trotz aller Ohnmacht vor dem Unabwendbaren (vgl. Krieger, Kraus 2007, S. 390).

3.2 Tabuthema Sterben und Tod

Zu unterschiedlichen Zeiten und innerhalb diverser Kulturen hatte das Sterben für die jeweiligen Menschen verschiedene Bedeutungen. So waren beispielsweise die Menschen im Mittelalter, deren durchschnittliche Lebenserwartung weniger als 40 Jahre betrug, mit vielfältigen Bildern des Sterbens bzw. des Todes vertraut. Krankheiten jeglicher Art, kriegerische Auseinandersetzungen sowie Hunger kosteten viele Menschenleben.

Selbst einfache Verletzungen konnten den Tod infolge einer Infektion bedeuten. Das Sterben fand noch mitten in der Gesellschaft statt, in den Häusern, auf den Schlachtfeldern oder in der Öffentlichkeit und wurde nicht verdrängt, wie dies heute bei uns der Fall ist.

Hinrichtungen von zum Tode Verurteilten fanden auf öffentlichen Plätzen statt, wo alle Bürger, somit auch die Kinder, Zeugen des Todesgeschehens werden konnten.

Die Menschen der Gegenwart, besonders in der westlichen Welt und somit auch hier in Deutschland, leben unter völlig gegensätzlichen Vorraussetzungen. Das Sterben findet regelrecht im Verborgenen statt und die Wenigsten kommen damit in Berührung. Man möchte Sterben und Tod in unserer Gesellschaft nicht mehr zumuten. Die Ursachen sind vielfältig. In den letzten 60 Jahren nach dem zweiten Weltkrieg erleben deutsche Bürger einen Zeitraum relativer Stabilität. Jahrzehntelang gab es keine Kriege mehr auf deutschem Boden, ebenso keine Hungersnöte oder Krankheitsepidemien, die größere Teile der Bevölkerung ausgemerzt hätten. Dazu gesellt sich ein großer Fortschritt auf dem medizinischen Sektor. Infolgedessen ist die durchschnittliche Lebenserwartung stark angestiegen und die Todeserwartung rückt in einen fortgeschrittenen Lebensbereich jenseits des sechsten oder siebten Lebensjahrzehnts (laut statistischem Bundesamt waren 2006 über 91% der Verstorbenen über 65 Jahre alt5).

Parallel dazu stieg auch die Zahl der Krankenhäuser stark an, in deren Obhut sich aufgrund moderner medizinischer Möglichkeiten zunehmend mehr Menschen begaben, was wiederum aufgrund sozialer Strukturveränderungen (z.B. Einführung der allgemeinen Krankenversicherung) möglich wurde. So wuchs die Zahl der im klinischen Bereich Versterbenden in hohem Maße an, dies bei gleichzeitiger Ausdehnung der Sterbedauer. In Folge von Veränderungen gesellschaftlicher Strukturen (z.B. Auflösung von Großfamilien, zunehmende Kinderlosigkeit, Verbreitung von Einpersonenhaushalten, Zustrom von Frauen auf den Arbeitsmarkt), nahm ebenso die Zahl der Alten- und Pflegeheime zu, mit dem Effekt, dass sich das Sterben dorthin verlagerte.

So findet man die heutige Situation vor, dass die meisten Deutschen zwar lieber zu Hause sterben würden, aber dass sie den Tod dann doch zu 80-90% in öffentlichen Institutionen erleiden (Student et al., 2004, S.9).

Sehr wahrscheinlich ist auch, dass ein todkranker Mensch nicht in seinem Siechtum den Blicken der Umwelt ausgesetzt sein möchte. Eine derartige Haltung ließe sich nicht zuletzt auch mit dem in unserer Gesellschaft kultivierten Jugend- und Schönheitswahn in Zusammenhang bringen.

Frei nach dem Motto, wer nicht mehr in der Lage ist Dynamik, Gesundheit und Stärke zu vermitteln, der vermittelt lieber gar nichts mehr – ein weiterer Beitrag zum Tabu.

Analog zu diesem physischen Verschwinden des Sterbens aus der unmittelbaren Umgebung der Bevölkerung entwickelte sich auch eine gesellschaftliche Verdrängungstendenz. Eine bedeutsame Ursache für diese Tendenz ist zum Teil sicher in der ebenfalls parallel zu den bereits genannten Prozessen, verlaufenden religiösen Entwurzelung der Menschen zu sehen.

Durch Abwendung von den Kirchen, den zunehmenden Wandel zum rein formalen „Papierchristentum“, dem Verlust dessen, was Glaube ausmacht (all das mag vielfältige Ursachen haben) und was er bewirken kann, ging vielen Menschen Lebenssinn, Halt, Hoffnung und das Tröstliche der Religion verloren. Ersetzt wurde dieser Verlust nicht, weshalb als einziges Mittel Verdrängung und Tabu blieb. Verdrängung und Tabuisierung bewirken aber letztendlich genau das Gegenteil dessen, worauf sie abzielen, eine Verstärkung der Angst, statt deren Verminderung. Das Gesicht des verdrängten Todes ist viel grimmiger als jenes des Vertrauten. Das Unbekannte erzeugt Angst. Diese Gefühle der Angst nähren wiederum die Verdrängung - ein Teufelskreislauf entsteht. Statt sich mit Tod und Sterben auseinander zu setzen, wird die Thematik so lange ignoriert, bis sie den Menschen irgendwann mit unverminderter Wucht trifft. All das, was er mit hohem psychischem Aufwand von sich fern zu halten suchte, bricht nun über die Betroffenen bzw. deren Angehörige herein. Mit all den Fragestellungen, die man weit von sich geschoben hat, sieht man sich plötzlich konfrontiert.

Es bleibt oft keine Zeit für das, was noch zu erledigen wäre, wie beispielsweise die Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Todes oder auch Klärungsprozessen – eine weitere Ursache des Leidens. Dieser Verdrängungsmechanismus betrifft nicht zuletzt auch die Hospizidee, denn sie steht in engem Bezug zum Tod. In der Verdrängung findet Hospiz wahrscheinlich den stärksten Gegner und die Soziale Arbeit gleichzeitig eine der großen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt.

Es scheint, dieser Mechanismus ist selbst an den Ausbildungsstätten Sozialer Arbeit wirksam, wo das Thema Tod und Sterben noch kein fester Bestandteil des Lehrplans ist. Ängste spielen sicher eine maßgebliche Rolle bei der Verdrängung. Dominierend sind dabei die Angst vor Schmerzen, sowie diverse Verlustängste.

Tod und Sterben drohen, uns zu berauben, unseres Selbstes, unserer Beziehungen, unserer Zukunft, unserer Wirkungsmacht und unseres Besitzes. Sie scheinen alles zu nehmen und nichts zurückzulassen. Zu diesen Ängsten mögen sich noch Horrorphantasien des eigenen Tod gesellen, oder auch religiös genährte Furcht vor göttlicher Bestrafung.

Seltsamerweise ist festzustellen, dass trotz all der Verdrängung des realen Todes der mediale Tod einen inflationären Einzug in unser Leben gehalten hat. Dieser Tod, egal ob in TV, Cyberspace oder Printmedien, egal, ob echt oder schauspielerische Darstellung, bleibt immer abstrakt, frei von taktilen, olfaktorischen Eindrücken, frei von echtem Leid, Schmerz, Todeskampf oder Beziehung und somit „ungefährlich“. Ähnlich ungefährlich scheint auch die Körperweltenausstellung von Gunther von Hagens zu sein. Zwar haben etwa 5 Millionen Deutsche die Ausstellung, die vor Toten nur so strotzt, besucht6, dennoch wäre vorstellbar, dass sie die Frage, ob sie in ihrem bisherigen Leben mit Leichnamen konfrontiert wurden, geradewegs verneinen würden. Da ich selbst Besucher der Ausstellung war, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, mich vom Gefühl her eher mit gesichtslosen Präparaten auseinandergesetzt zu haben, als mit echten Verstorbenen. Auch an dieser Stelle war der Tod völlig abstrakt.

Aus dem Gesagten wird die dringende Notwendigkeit ersichtlich, in Deutschland eine neue Sterbekultur zu schaffen und dies kann und soll auch Aufgabe der Sozialen Arbeit sein.

3.3 Statistik zur Hospizversorgung

Die Deutsche Hospiz Stiftung bringt eine Statistik vor, die besagt, dass von 830.000 im Jahr 2006 Verstorbenen nur 20.750 eine professionelle Sterbebegleitung erfahren haben7. Damit sei eine „palliativ-care-Versorgung“ (der englische Begriff „care“ bringt eigentlich bereits das Versorgungsbemühen zum Ausdruck, insofern wurde hier „doppelt gemoppelt“) von 2,5% erreicht. Das hört sich im ersten Moment recht kärglich an, was aber diese Statistik außer acht zu lassen scheint, ist die Tatsache, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl dieser 830.000 Menschen recht plötzlich und ohne besondere Notwendigkeit umfassender Palliativmaßnahmen verstorben sein dürfte.

Tatsächlich sterben in Deutschland viele Menschen relativ schnell, beispielsweise infolge von Infarkten, Unfällen oder durch Suizid, wobei es keiner Palliativversorgung bedarf. Derartige Zahlenspiele hinterlassen den Eindruck, es solle eine Dramatik erzeugt werden, die in der Realität in dieser Form nicht existiert. Damit soll an dieser Stelle keineswegs behauptet werden, dass nicht tatsächlich ein größerer Bedarf an Hospizleistungen besteht als zur Zeit abgedeckt ist. Allerdings wäre eine differenziertere, sachlichere Statistik, die nur solche Personengruppen einbezieht, für die Hospizversorgung sinnvoll erscheint, wünschenswert.

Laut Christoph Student hingegen kommen etwa 25% sterbender Menschen in den Genuss von Hospizbetreuung. Dies seien überwiegend die onkologischen Fälle (siehe Student et al., 2004, S 52).

4. Organisationsformen

Die institutionelle Umsetzung des Hospizgedanken hat ein vielfältiges Gesicht. Es existieren sowohl ambulante Dienste als auch teil- und vollstationäre Einrichtungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Sofern es möglich ist, dass ein Patient im gewohnten Umfeld verbleiben kann, bieten ambulante Hospizdienste die ideale Lösung. Ihre Dienste konzentrieren sich auf den Bereich der Symptom- und Schmerzkontrolle, auf Beratung und Anleitung in medizinisch/pflegerischen Angelegenheiten, psychosozialer und spiritueller Begleitung, sowie sozialrechtlicher Beratung, gemäß den Bedürfnissen der Sterbenden, bzw. deren Angehörigen.

Diese Leistungen finden sich eigentlich in allen Einrichtungen, die versuchen den hospizlichen Gedanken umzusetzen, jedoch mag die Gewichtung je nach den individuellen Anforderungen unterschiedlich ausgeprägt sein. Ebenso unterscheiden sich die Einrichtungen in Bezug auf ihre Finanzierung. Insofern Kosten von der Pflegeversicherung übernommen werden, entsprechen diese bezüglich der Höhe den gängigen Pflegestufen. Die Krankenkassen finanzieren den (palliativ)medizinischen Anteil der Betreuung. Die Leistungskategorien der folgenden Erbringer mögen in der Praxis nicht immer deckungsgleich sein, sondern fallweise differieren, allen gemein ist jedoch der hospizliche Ansatz. Eine graphische Darstellung der Entwicklung der Hospizversorgung in Deutschlang seit 1996 bis 2007 findet sich in Anhang 1.

4.1 Ambulante Dienste

Ambulante Hospiz- und Palliativ-Pflegedienste (AHPP) pflegen sterbende Menschen in ihrem Zuhause. Auf diese Weise wird man dem Wunsch der meisten Sterbenden gerecht, ihr Leben in der ihnen vertrauten Atmosphäre zu beschließen. Sie leisten die palliativ-pflegerische Versorgung des Patienten und instruieren die Angehörigen bezüglich der Pflege.

4.2 Ambulante Hospizdienste (AHD)

Ambulante Hospizdienste leisten mittels ehrenamtlicher Mitarbeiter beratende und begleitende Dienste. Pflegerische Tätigkeiten sind nicht vorgesehen.

4.3 Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste (AHPB)

Hier steht die Unterstützung und Befähigung von Angehörigen zur Pflege zu Hause im Vordergrund. Es wird die Klärung von organisatorischen und Kommunikationsproblemen unterstützt. Weiterhin werden der Hausarzt und andere medizinische Dienste beraten sowie Hilfestellung bei Anträgen und Patientenverfügungen geleistet als auch, psychosoziale Begleitung, auch für Angehörige angeboten.

4.4 Teilstationäre Dienste

In Tageshospizen erhalten Menschen in der Zeitspanne vor ihrem Tod die Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Menschen, sowie Gelegenheit zur Beratung und zum Austausch. Üblicherweise wird ein den Fähigkeiten der Besucher angemessenes Tagesprogramm angeboten, das helfen kann, verbleibender Lebenszeit Qualität zu verleihen und gleichzeitig auch familiäre Strukturen zu entlasten.

4.5 Vollstationäre Einrichtungen

Palliativstationen sind in Krankenhäuser integrierte, nach dem Hospizgedanken arbeitende Einheiten. Den Patienten stehen so alle Optionen der Krankenhausversorgung offen, wobei die Station selbst bestrebt ist, einen wohnlichen Charakter zu ermöglichen. Ein großer Vorteil besteht in der finanziellen Absicherung über das Gesundheitssystem, so dass der Patient „nur“ den üblichen Eigenanteil von 10

Euro pro Tag zu finanzieren braucht, was im Bedarfsfall vom örtlichen Sozialhilfeträger übernommen werden kann.

Ein stationäres Hospiz ist eine unabhängige Einrichtung, die es Sterbenden entsprechend der Hospizidee ermöglichen will, auf möglichst würdevolle und schmerzarme Weise sein Leben zu Ende zu leben. Zwar erhalten Hospize seit 1997 Zuschüsse von Kranken- und Pflegekassen nach § 39a SGB V (siehe Anhang 2), doch sind sie zur Finanzierung ihrer Leistung weitestgehend auf ihre Träger bzw. auf Spenden angewiesen. In einer Rahmenvereinbarung zwischen gesetzlichen Versicherern und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz wurden neben Qualitätsstandards auch vereinbart, dass die Hospize einen Eigenanteil von 10% zu ihrer Finanzierung beitragen. Üblicherweise wird dieser Anteil durch Spenden finanziert bzw. durch ehrenamtliche Arbeit abgedeckt. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt laut der Deutschen Hospiz Stiftung 2-4 Wochen8. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine weit fortgeschrittene Erkrankung, die nicht mehr heilbar ist und ein nicht bestehender Bedarf an kurativer Behandlung im Krankenhaus. Weiterhin bedarf es einer ärztlichen Verordnung zur Vorlage bei den Versicherern. Vor der Aufnahme sollte eine Kostenübernahmeerklärung vorliegen, um ein unangenehmes Erwachen der Angehörigen (nicht des Verstorbenen) auszuschließen.

4.6 Hospizinitiativen und Hospizgruppen

Die Hauptaufgabe der Hospizinitiativen und Hospizgruppen besteht in der Öffentlichkeitsarbeit, sprich Verbreitung des Hospizgedankens, inklusive aller dazugehöriger Aspekte.

(vgl. Student et al., 2004 S.32 ff, S.86 ff)

4.7 Ehrenamt

Das Ehrenamt stellt in der Hospizarbeit eine der tragenden Säulen dar. Ohne die 80.000 ehrenamtlichen Helfer9 könnten viele grundlegende Ziele des Hospizgedankens nicht realisiert werden.

Die meisten der größtenteils weiblichen Helfer sind in den ambulanten Hospizdiensten, bzw. in stationären Hospizen tätig. Ehrenamtliche Helfer leisten vielfältige Dienste. Sie setzen sich mit dem Sterbenden auseinander, hören zu, spenden Trost, nehmen Anteil, erledigen häusliche Dienste und vieles mehr und entlasten so hauptamtlich Tätige. Wichtig ist dabei eine gute Vorbereitung und Begleitung in regelmäßigen Treffen. Durch ihren Einsatz ermöglichen sie dem Sterbenden mehr Teilnahme am Leben und verschaffen den Angehörigen Entlastung.

Student bezeichnet ehrenamtliche Helfer gerne als „Fachleute für das Alltägliche“ (Student, 1999, S. 150 ff). Die Vorstellung, in einem multiprofessionellen Team, anwesende Ehrenamtliche mit dieser Bezeichnung zu begrüßen, lässt mich allerdings ein wenig die Stirn runzeln. Abgesehen davon, dass der Begriffsschöpfung sicherlich keine negative Intention zugrunde lag, hat die ehrenamtliche Arbeit mit Sterbenden, nach meiner Meinung, wenig mit Alltäglichkeit zu tun. Das Alltägliche lässt sich leicht mit Banalität in Verbindung bringen. Die Handgriffe mögen alltäglich sein, aber der Kontext ist es nicht. Die Tatsache, dass hier nicht nur eine außergewöhnliche Arbeit geleistet wird, und dies auch noch ohne Bezahlung, sollte hohen Respekt abnötigen. Ohne Ehrenamt würde das ganze Hospizkonzept nicht funktionieren. Die Gespräche, Gedanken und Gefühle, die im Rahmen dieser Tätigkeit zu Tage treten, mögen ebenso alles andere, als alltäglich sein. Ich, für meinen Teil, möchte derlei Begrifflichkeiten nicht einbringen.

5. Hauptberufliche und ehrenamtliche Hospizarbeit

5.1 Motivation

Michael Spohr, in der Hospizbewegung aktiver Psychologe und Theologe, verstorben 2001, äußerte sich hinsichtlich der im Hospizdienst Tätigen dahingehend, dass die Motivationen der dort tätigen Menschen recht unterschiedlich seien.

Zunächst weist er darauf hin, dass er bei seinen Betrachtungen nicht wertend wirken wolle. Stattdessen möchte er den besonderen Wert aller Motivationen betonen, die sich aus unterschiedlichen Lebensgeschichten, Wünschen und Hoffnungen entwickelten und die seiner Ansicht nach alle willkommen sein sollten. Spohr fügt jedoch hinzu, dass auch durchaus kritische Motivationen für diese Art der Arbeit denkbar seien (z.B. solche, die durch Schuldgefühle gegenüber Verstorbenen bedingt sind) und dass vor Aufnahme hospizlicher Tätigkeiten dergleichen aufgearbeitet werden oder nötigenfalls ausgeschlossen werden sollte.

Nach Spohrs Ansicht drohen einerseits Gefahren des „Missbrauchs“ eines Sterbenden (z.B. als Subjekt einer Wiedergutmachungsabsicht) aber auch der Überforderung des Mitarbeiters. Ausschlussmotivationen wären für ihn z.B. der Wunsch, dem Sterben eines Menschen beizuwohnen, um den „Kick des letzten Atemzuges“ zu erheischen. Ein weiterer Grund bestünde in Vorbehalten des Sterbehelfers gegenüber bestimmten sozialen Gruppierungen, denen der Sterbende angehört. Den von Spohr genannten Gründen lässt sich noch die einfache Neugier, in ihrer ganzen Bandbreite, hinzufügen, wenn sie die zentrale Motivation darstellte.

Weiter weist Spohr darauf hin, dass Motivationen sowie deren Wandel, besonders in der Begleitung der Mitarbeiter (z.B. mittels Supervision) Beachtung finden sollten und dies gerade in den Fällen, wenn sie unter Verschluss gehalten werden möchten. Spohr ist der Meinung mögliche Gefahren würden gerade durch das Aus- und Besprechen, gebannt. Im Bewerten der Motivationen selbst sieht Spohr die Möglichkeit, dass eine gewisse Wertungsarroganz Raum finden könne. Hier bestünde die Gefahr, dass allzu individuelle Vorstellungen, wie denn Hospizarbeit gestaltet werden müsse, oder wie eine „gute Motivation“ auszusehen habe, zu verwirklichen versucht werden.

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Details

Seiten
79
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783836608121
Dateigröße
907 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225500
Institution / Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein – Soziale Arbeit
Note
1,3
Schlagworte
sozialarbeit hospiz spiritualität palliativarbeit lebensqualität

Autor

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Titel: Palliative Sozialarbeit