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Klientenzentrierte Gesprächsführung in der Physiotherapie:

Entwicklung einer Unterrichtskonzeption zum Klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers

Diplomarbeit 2006 106 Seiten

Medizin - Anatomie, Physiologie, Cytologie

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

GLOSSAR

1 PROBLEMSTELLUNG
1.1 Definition der zentralen Begriffe
1.2 Aufgabenstellung
1.3 Abgrenzung der Thematik
1.4 Thematischer Aufbau

2 DER KLIENTENZENTRIERTE ANSATZ NACH CARL ROGERS
2.1 Zur Person von Carl Rogers und der Entwicklung des Klientenzentrierten Ansatzes
2.2 Theorie und Praxis des Klientenzentrierten Ansatzes
2.3 Anwendungsbereiche

3 STELLENWERT DES KLIENTENZENTRIERTEN ANSATZES IN DER PHYSIOTHERAPIE - AUSBILDUNG
3.1 Physiotherapie - Ausbildung
3.1.1 Überblick über die Ausbildungsfächer und deren wesentliche Inhalte
3.1.2 Lernvoraussetzungen für die Ausbildung
3.1.3 Einordnung und derzeitiger Unterrichtsinhalt der Gesprächsführung
3.2 Befragung von Lehrkräften der Sozialwissenschaften an Schulen für Physiotherapie
3.2.1 Stichprobe
3.2.2 Fragebogen
3.2.3 Datenerhebung
3.2.4 Auswertung
3.2.5 Darstellung der Ergebnisse
3.2.6 Fazit und Konsequenzen

4 ANSÄTZE DER UNTERRICHTSGESTALTUNG ZUR VERMITTLUNG ANWENDBAREN WISSENS
4.1 Förderliche Lernumgebung aus der Perspektive des Klientenzentrierten Ansatzes
4.2 Die Bedeutung des situierten Lernens als Gestaltungsprinzip zur Wissensvermittlung
4.3 Auswahl geeigneter Unterrichtsmethoden und Sozialformen

5 DER KLIENTENZENTRIERTE ANSATZ ALS UNTERRICHTSKONZEPT
5.1 Inhalte
5.2 Lernziele
5.3 Lerngegenstand Personzentrierter Ansatz
5.3.1 Lernziele
5.3.2 Vermittlung
5.4 Lerngegenstand Einfühlendes Verstehen (Empathie)
5.4.1 Lernziele
5.4.2 Vermittlung
5.5 Lerngegenstand Unbedingte (bedingungsfreie) Wertschätzung
5.5.1 Lernziele
5.5.2 Vermittlung
5.6 Lerngegenstand Kongruenz
5.6.1 Lernziele
5.6.2 Vermittlung

6 GRENZEN UND MÖGLICHKEITEN DER UMSETZUNG DES KONZEPTES

7 FAZIT

ANHANG I: Übersichtsskala für Achtung - Wärme -
Rücksichtnahme von Person zu Person
ANHANG II: Übungen zur Vermittlung der
Klientenzentrierten Gesprächsführung
ANHANG III: Fragebogen an die Lehrkräfte der
Sozialwissenschaften an PT - Schulen

LITERATURVERZEICHNIS

EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung I: Aufbau der vorliegenden Diplomarbeit

Abbildung II: Inhalte der Ausbildung in der Physiotherapie

Abbildung III: Tätigkeitsfeld der Lehrenden

Abbildung IV: Stellenwert von Rogers in der Gesprächführung

Abbildung V: Unterricht in Gesprächsführung

Abbildung VI: Anzahl der Unterrichtseinheiten

Abbildung VII: Zeit für praktische Übungen im Unterricht

Abbildung VIII: Erhebung über den zeitlichen Praxisanteil

Abbildung IX: Literatur für den Unterricht in GF

Abbildung X: Ansätze der Unterrichtsgestaltung

Abbildung XI: Der Personzentrierte Ansatz als Lerngegenstand

Abbildung XII: Empathie als Lerngegenstand

Abbildung XIII: Unbedingte Wertschätzung als Lerngegenstand

Abbildung XIV: Kongruenz als Lerngegenstand

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 PROBLEMSTELLUNG

Eine Definition der in der Arbeit verwendeten Fachbegriffe ist notwendig, um die Verständlichkeit der Ausführungen zu gewährleisten. Somit steht die Definition der Zentralbegriffe am Anfang. Im Abschnitt der Aufgabenstellung wird anschliessend die Notwendigkeit kommunikativer Fähigkeiten von Physiotherapeuten [1] dargelegt. So werden die Gründe für eine Integration der Klientenzentrierten Gesprächsführung erläutert, diese rechtfertigen jedoch nicht eine gesprächstherapeutische Interaktion von Physiotherapeuten. Durch die Abgrenzung der Thematik soll dies deutlich werden. Der generelle Aufbau und die Vorgehensweise dieser Arbeit werden abschliessend beschrieben.

1.1 Definition der zentralen Begriffe

Im Kontext des vorliegenden Unterrichtskonzeptes eignen sich zum Verständnis der gesamten Arbeit die folgenden Definitionen:

„Unter Entwicklung (…) versteht man im Allgemeinen einen Prozess der Entstehung, der Veränderung bzw. des Vergehens (…). [2]

„ Unterricht nennt man eine Organisationsform von Lehrveranstal-tungen, die einen Austausch von Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, also das Lernen ermöglichen sollen (…).“ [3]

„Eine Konzeption (…) ist eine umfassende Zusammenstellung von Information und Begründungszusammenhängen für ein größeres Vorhaben oder umfangreiche Planungen. Eine Konzeption ist in Tiefe und Breite der Vorüberlegungen und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Planungsprojekt oder Thema sehr viel umfassender und detaillierter als ein Konzept. In der Regel werden Konzeptionen schriftlich niedergelegt und sie sollten in regelmäßigen Zeitabständen auf ihre Relevanz und Aktualität überprüft werden.“ [4]

„Die Klientenzentrierte Psychotherapie ist eine Therapieform der Humanistischen Psychologie und wird auch Gesprächspsychotherapie, non - direktive oder Personzentrierte Psychotherapie genannt. Für die humanistische Kommunikation findet die nondirektive Gesprächsführung auch außerhalb der Psychotherapie Anwendung.“ [5]

„ Physiotherapie oder physikalische Therapie: Methoden zur Behand-lung behinderter, kranker oder verletzter Patienten mit dem Ziel, die beeinträchtigten Funktionen aufrechtzuerhalten oder wiederher-zustellen und Fehlfunktionen oder Fehlbildungen zu verhüten. Die Behandlung dient dazu, die verbleibenden körperlichen Beschrän-kungen möglichst gering zu halten, die Genesung zu beschleunigen und zum Wohlbefinden des Patienten beizutragen. Physiotherapie wird bei verschiedenen Erkrankungen von Bewegungsapparat, Nerven, Herz, Kreislauf und Atemwege verschrieben; (…). Physiotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Pflegeheimen, Schulen für behinderte Kinder, staatlichen und kommunalen Gesund-heitsbehörden oder in einer eigenen Praxis. Neben der unmittelbaren Patientenversorgung haben sie Aufgaben in Beratung, Lehre, Verwaltung und Forschung.“ [6]

1.2 Aufgabenstellung

In der Physiotherapie stellt die Kommunikation zwischen Therapeut und Patient einen zentralen Einflussfaktor dar, der neben der fachlichen Qualifikation mitentscheidend für den Behandlungserfolg sein kann. „Das direkte körperliche Einwirken mit der Hand stellt einen Kontakt zum Kranken dar, der auch zur verbalen Beziehung führt. Die Behand-lung ist auf eine bestimmte Zeit ausgerichtet, die der Patient kennt und er weiß, dass die Bezugsperson ihm für diese Zeit zur Verfügung steht und so hat er Zeit zum Sprechen und es lässt sich eine oft sehr intensive Beziehungssituation aufbauen.“ [7] Durch die Qualität des Kontaktes zwischen behandelndem Therapeut und Patient und durch die Art und Weise der Gesprächsführung können Therapeuten zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Auch das zeitnahe Erkennen der zentralen Problematik sowie der notwendigen Therapieschritte am Patienten können gefördert werden. „There is an urgent need for therapists to become more proficient communicators, especially now, that (…) patients are regarded as `customers` who have choice.” [8]

Kommunikation in der Physiotherapie hat nicht nur die Funktion, behandlungsrelevante Daten über den Patienten zu erhalten, sondern stellt im Rahmen des besonders körpernahen, manuellen Kontaktes zum Patienten Vertrauen und zwischenmenschliche Nähe dar, die eine therapeutische Behandlung beeinflussen kann. „Communication is a process of social interaction not merely a way of imparting information (…).“ [9]

Gespräche zwischen Patient und Physiotherapeut haben per se keinen therapeutischen Anspruch, sie müssen sogar deutlich von einer Psychotherapie abgegrenzt sein. Das Gesprächsverhalten des Physiotherapeuten sollte jedoch ebenso wie die handwerklichen Fähigkeiten geschult werden. „Der Physiotherapeut kann aber sein Gesprächsverhalten im Sinne jener (…) übergeordneten Richtziele gestalten (…): Achtung der Würde und des Wertes des Menschen, eine der Gesundung zuträgliche, Leiden lindernde und Lebenswillen stärkende Einflussnahme sowie Herstellen einer konstruktiven mitmenschlichen Beziehung.“ [10]

Physiotherapeuten müssen während der Sitzungen mit ihren Patienten schon im praktischen Teil der Ausbildung dem Zeitfaktor und der Individualität des Klienten gerecht werden. Ein anamnestisches Ge-spräch, Rücksprache über die Wirkung von Behandlungstechniken und Beratung ergänzen die fachlichen und manuellen Fähigkeiten der Therapeuten. Dies erfordert eine effiziente Kommunikation.

„Any therapeutic relationship should be a `collaborative venture` and such relationship must encompass effective communication.“ [11]

Die Integration des Unterrichtsfachs Gesprächsführung in der Ausbildung von Physiotherapeuten wird dem Anspruch gerecht, Patienten nicht nur eine therapeutische Bindung im Sinne von Bewegungstherapie anzubieten. So soll auch im Umgang mit Fragen, Problemen und durch das zwischenmenschliche Gespräch Patienten Hilfe und Wertschätzung entgegengebracht werden, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. „Avoiding stereotyping and maintaining a non-judgement attitude towards patients is an essential element in effective, productive communication.” [12] Die Klientenzentrierte Gesprächsführung, die von Carl Rogers geprägt wurde, beinhaltet die Möglichkeit, eine positive Atmosphäre zu schaffen, welche dem Patienten Vertrauen, Wärme und Offenheit entgegenbringt: „In the relationship between the physiotherapist and patient this can only happen where there is partnership. The knowledge that the physiotherapist possesses is for the patient to share.” [13]

Ein durch die Klientenzentrierte Gesprächsführung mögliches partner-schaftliches Verhältnis wirkt sich zudem auch auf die Motivation und Mitarbeit des Patienten aus und bietet dem angehenden Physio-therapeuten eine Möglichkeit, den Patienten aktiv in die Behandlung einzubinden. Ebenso ist eine partnerschaftliche, förderliche Zusammen-arbeit und Kommunikation auch und vielleicht gerade wegen des stattfindenden Körperkontaktes wichtig. Die aktive Beteiligung des Patienten an seiner Behandlung kann auch den Therapeuten zufrieden stellen, da durch den partnerschaftlichen Umgang Ziele gemeinsam erreicht werden können. So kann die Qualität und Zufriedenheit der physiotherapeutischen Behandllung verbessert werden, weil der Patient durch Erkennen der Notwendigkeit seiner Behandlung Verantwortung für diese übernimmt. [14] Auf die Zusammenarbeit des Patienten sind schlussendlich alle Therapeuten angewiesen, denn Physiotherapie ist eine den Patienten aktivierende Therapie.

Die Notwendigkeit von patientenzentriertem Arbeiten, die Betrachtung der Therapeut - Patienten - Beziehung und die Kommunikation sollten wesentliche Lerngegenstände der Ausbildung werden, da ein klienten-zentrierter Ansatz die Sichtweise und die Umwelt des Patienten mit seinen Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen berücksichtigt. Zusammenhänge zwischen einer hohen Qualität der Behandlung und der Bedeutung wertschätzender, verstehensfördernder Kommunikation machen es notwendig, explizit die Klientenzentrierung in den Unterricht in Gesprächsführung aufzunehmen und die angehenden Physio-therapeuten in verschiedenen Gesprächssituationen auf einen zufriedenstellenden zwischenmenschlichen Kontakt vorzubereiten. Therapeuten müssen auch in vermeintlich schwierigen Situationen, im Umgang mit Leid und Krankheit, bei Gefühlen der Hilflosigkeit oder Überforderung ein Instrument zu förderlichen Gesprächen erhalten. Hierfür erscheint die Gesprächshaltung des Klientenzentrierten Ansatzes als besonders geeignet.

Immer wieder wird der Physiotherapeut bei seiner Arbeit mit Patienten zudem beratend tätig werden. Nicht nur bezüglich Fragen des Krankheitsbildes, auch zu einer körperlichen Einschränkung oder einem möglichen Verlauf der Beschwerden und den therapeutischen Möglichkeiten. Durch den regelmässigen Kontakt während der Physiotherapie wird der Therapeut mit Problemen des Patienten konfrontiert und muss den Patienten bezüglich seiner Fragen fachlich beraten. Auch das Gespräch mit Angehörigen, die beraten werden wollen, kann den Physiotherapeuten betreffen. [15] Für Patienten, denen ein medizinischer Eingriff bevorsteht oder bei denen es nach einer rehabilitativen Massnahme um erfolgreiche Partizipation im persönlichen Leben geht, kann ebenfalls eine Beratung erforderlich werden. „Beratung kann darin bestehen, dass ein Problem geklärt wird, dass emotionale Unterstützung gegeben wird, dass Informationen gegeben werden, dass Alternativen gesucht und bewertet werden.“ [16] Bei einer Tätigkeit im Akutbereich von Krankenhaus oder Klinik muss der Physiotherapeut ebenfalls unter Umständen beratend tätig werden, beispielsweise vor der Entlassung nach Hause oder bei der Hilfestellung täglicher Verrichtungen. Um hier nicht direktiv den Patienten zu beeinflussen, erscheint es wichtig, die Klientenzentrierung zu beachten und umzusetzen.

Kommunikation zwischen Patient und Therapeut hängt von beiden Partnern ab, doch der Therapeut ist verantwortlich für den erfolgreichen Verlauf des Gesprächs. Der Physiotherapeut sollte alles tun, um sicher zu gehen, dass er den Patienten richtig versteht. Er sollte unvollständige Aussagen des Patienten mithilfe entsprechender Fragen füllen können und auch mit nonverbalen Mitteln Verständnis und Sorge für den Patienten und seine Notlage zeigen. “´Those caring for patient have to learn to listen. (…) a relationship must be built up and time found for the patient to express (…) fears and feelings`. This statement makes clear the starting point for effective communication. There must be a willingness to form a relationship, time to do so, openness, and perhaps most important of all, the skill to listen.” [17] Therapeuten dürfen keine voreiligen Schlüsse ziehen, wenn der Patient Schwierigkeiten hat, das in Worte zu fassen, was er beschreiben will. [18] Falsche Interpretationen auf beiden Seiten können zu Problemen und Missverständnissen führen, die eine Behandlung beeinträchtigen können.

Physiotherapeuten erhalten Unterricht in allen grossen medizinischen Fachgebieten [19] , sie werden entsprechend auch kommunikativ vielfältig gefordert in Hinblick auf Krankengeschichte, Alter und Sozialstruktur der Patienten. Die Ausbildung in der Physiotherapie integriert seit Mitte der Neunziger Jahre die Sozialwissenschaften und vermittelt somit auch kommunikatives Grundwissen und Gesprächsführung. Therapeuten, die vorher ihre Ausbildung absolvierten, können durch ihre Erfahrungen und durch Fortbildungen die Interaktion und Kommunikation mit den Patienten erfolgreich gestalten.

„When a physiotherapist treats a patient a relationship between the two is formed. Into this relationship the patient brings his agenda and the physiotherapist brings her skills and personal experience. (…) there is an increasing recognition of the importance of psychological and social skills within physiotherapy education and (…) an implicit commitment to provide a counselling element in physiotherapy courses.” [20]

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, ein anwendbares Unterrichtskonzept für das Fach der Gesprächsführung in der Physiotherapie - Ausbildung zu entwickeln, um den angehenden Therapeuten durch die Vermittlung des Klientenzentrierten Ansatzes eine nutzbare Möglichkeit der Kommunikation zur Verfügung zu stellen. Eine nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelte Unterrichtskonzeption soll dem besonderen Stellenwert der Kommunikation in der Behandlung gerecht werden, sodass die Auszubildenden auch später in ihrer praktischen Arbeit die Möglichkeit besitzen, in der Betreuung ihrer Klientel unterschiedlichster Krankheits- und Sozialstruktur eine verständnisvolle, den Patienten würdigende und damit hilfreiche Kommunikation führen zu können. Es wird begründet, warum der Ansatz nach Carl Rogers hierzu geeignet erscheint. Weiterhin werden Voraussetzungen und Möglichkeiten dargelegt, eine personzentrierte Gesprächsführung zu erlernen und in einem speziellen Unterrichtskonzept zu vermitteln.

1.3 Abgrenzung der Thematik

„Physiotherapeuten sind keine Psychotherapeuten.“ [21] Diese Aussage trifft in Abgrenzung und in Bezug auf die Kompetenzen der unterschiedlichen therapeutischen Berufe zu. Daher soll im Folgenden deutlich gemacht werden, welche berufsbezogenen Möglichkeiten und Grenzen bei der Entwicklung eines Unterrichtskonzeptes für den Klientenzentrierten Ansatz berücksichtigt werden müssen. Das entwickelte Unterrichtskonzept hat nicht die Absicht, Physiotherapeuten in ihrer Ausbildung für eine Psychotherapie zu schulen. Für die mehrjährige Ausbildung in Psychotherapie ist seit dem Psychotherapeutengesetz ein Psychologie- oder Medizinstudium die Zulassungsvoraussetzung. Es geht darum, dass der Klientenzentrierte Ansatz nach Carl Rogers ein Gesprächsverhalten und eine innere Einstellung zu sich selbst und zum Patienten vermitteln kann, welche eine Atmosphäre der Offenheit und des Vertrauens fördert.

Von den drei grossen psychologischen Richtungen Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie lässt sich der Klientenzentrierte Ansatz am ehesten in den Alltag einer körperbezogenen Therapie wie der Physiotherapie integrieren. Die von Carl Rogers beschriebenen Einstellungen eröffnen Möglichkeiten im Gespräch, die förderlich für die beteiligten Personen und die Gesprächsatmosphäre sind. Davon profitieren in der Regel auch Personen, die keine psychologische oder psychotherapeutische Ausbildung haben. Durch eine personzentrierte Grundhaltung dem Patienten gegenüber wird dieser ermutigt, sich selbst mehr anzunehmen und Vertrauen in seine eigenen Erfahrungen zu setzen. Die Eigenverantwortlichkeit des Menschen und die Akzeptanz der individuell unterschiedlichen Lebensformen werden gefördert. [22] Diese Aspekte sind auch in der Physiotherapie von Bedeutung. Alles Verhalten ist Kommunikation, „und jede Kommunikation (…) beeinflußt das Verhalten.“ [23]

1.4 Thematischer Aufbau

In dieser Arbeit wird in Kapitel 2 auf die Biographie von Carl Rogers und die Entwicklung des Klientenzentrierten Ansatzes eingegangen. Anschliessend werden die Grundlagen der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers mit Theorie, Praxis und Anwendungsgebieten des Ansatzes erläutert. Die Physiotherapie - Ausbildung und die Einordnung der Gesprächsführung sind in Kapitel 3 beschrieben. In diesem Kapitel wird ebenfalls eine Befragung der Lehrkräfte an Physiotherapie - Schulen im Fach Sozialwissenschaften zu deren Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf den Klientenzentrierten Ansatz dargestellt. Kapitel 4 integriert einerseits Aspekte zur förderlichen Gestaltung der Lernumgebung hinsichtlich der Ansätze Rogers, andererseits die Bedeutung der Unterrichtsgestaltung in Hinblick auf den Erwerb anwendbaren Wissens. Geeignete Unterrichtsmethoden und Sozialformen im Unterricht für Gesprächs-führung werden vorgestellt. Auf der Grundlage dieser Überlegungen und der in der Befragung erhobenen Bestandsermittlung zum Unterricht in Gesprächsführung werden die Lerngegenstände in Kapitel 5 mit Inhalten und Lernzielen erläutert. Hier wird das entwickelte Unterrichtskonzept dann vorgestellt. Es beinhaltet Vorschläge zur Vermittlung der charakteristischen Merkmale des Ansatzes in Gesprächsführung mit praktischen Übungen für den Unterricht. Die Grenzen und Möglichkeiten der Umsetzung des Konzeptes in Kapitel 6 und ein Fazit der Ausführungen bilden in Kapitel 7 den Abschluss der Arbeit. Eine Abbildung über die Themen der vorliegenden Diplomarbeit soll im Folgenden der zusammenfassenden Übersicht dienen.

Abbildung I[24]: Aufbau der vorliegenden Diplomarbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 DER KLIENTENZENTRIERTE ANSATZ NACH CARL ROGERS

Nachfolgend wird über die Person Carl Rogers und die Entwicklung des von ihm geprägten Klientenzentrierten Ansatzes berichtet. Es wird ein Überblick über die Theorie und Praxis dieser beratenden und therapeu-tischen Möglichkeit der Kommunikation sowie deren Anwendungs-bereiche gegeben.

Gekennzeichnet ist der auch als personzentriert bezeichnete Ansatz der Gesprächsführung durch eine „nicht - lenkende“ und wertschätzende Haltung des Therapeuten gegenüber dem Gesprächspartner. Es stehen nicht Ratschläge, Erklärungen und Interpretationen der Probleme des Klienten im Vordergrund, sondern der Mensch als Individuum mit seinem gegenwärtigen Erleben und der Fähigkeit, die ihm innewohnenden Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten zu entfalten. [25]

2.1 Zur Person von Carl Rogers und der Entwicklung desKlientenzentrierten Ansatzes

Der Amerikaner Carl Rogers, 1902 in Chicago geboren, ist der Begründer der Klientenzentrierten Gesprächsführung und Gesprächspsychotherapie. Nach zwei abgebrochenen Studiengängen (Landwirtschaft und Theologie), studierte er klinische und Entwicklungspsychologie. Er war zunächst als klinischer Psychologe in einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle für Kinder tätig und hatte vorwiegend Sozialarbeiter als Kollegen, was seine Arbeitsweise und seine persönlichen Ansichten sehr prägte. Seine Persönlichkeit zeichnete sich durch einen intensiven Lern- und Forschungsdrang aus. „Entgegen der damals üblichen Praxis beschäftigte sich Rogers (…) intensiv mit der wissenschaftlichen Durchdringung und Erforschung seiner Arbeit.“ [26] Er war der Meinung, dass der Therapeut eine Verpflichtung hatte, seine Arbeit messbar und transparent zu machen. Rogers prägte die damals aufkommende Psychotherapie und entwickelte eine praktische Ausbildung und Beratung für die Therapie mit Erwachsenen. Diese nicht - direktive Beratung distanzierte sich von dem zu dieser Zeit in der psychotherapeutischen Beratungspraxis üblichen „direktiven“ Ansatz mit Anleitungen zur Einstellungs-veränderung des Patienten und löste zunächst heftige Kontroversen aus. Anhand angefertigter Tonaufnahmen und deren Transkriptionen dokumentierte er seine Therapie und Beratung. Diese Objektivierung seiner Methode war damals äusserst unüblich und unterschied sich deutlich von anderen psychotherapeutischen Methoden wie Verhaltenstherapie und Psychoanalyse.

Seine als Klientenzentriert bezeichnete Psychotherapie wurde auch als eine Dritte Kraft der Psychologie bezeichnet. Die Psychotherapie der damaligen Zeit unterteilte sich in die „naturwissenschaftlichen Laborforscher, die in Tierversuchen streng kontrollierte Wahrnehmungs- und Verhaltensstudien durchführten (…)“ [27] und die klinischen Praktiker, die psychologisch-psychotherapeutische Tätigkeiten erfüllten. Er war somit einer der Begründer der humanistischen Psychologie, „die eine starke Verbindung zur Pädagogik hatte“ [28] - sie verfolgt den Ansatz, dass der Mensch von Natur aus bestrebt ist, seine innewohnenden Potenziale zu entfalten und individuell zu wachsen.

Nicht nur die Konfrontation mit einigen bedeutenden Persönlichkeiten der Psychologie und Philosophie (beispielsweise Burrhus F. Skinner [29] , Martin Buber [30] ), sondern ebenso seine vielen, auch psychisch kranken Klienten und die Auseinandersetzung mit eigenen Schwächen bestärk-ten ihn, seine persönlichen Erfahrungen zunehmend auch in den von ihm veröffentlichten Büchern einfliessen zu lassen. Seine Stellung-nahmen zu pädagogischen und didaktischen Themen der damaligen Zeit machten ihn zu einem hoch anerkannten Fachmann. Seine Erfahrungen veranlassten ihn, seine Ansichten im Umgang mit Klienten auf allgemein zwischenmenschliche Beziehungen zu transferieren. Rogers setzte sich dafür ein, die eigenen menschlichen Erfahrungen ernst zu nehmen und für sie Verantwortung zu übernehmen, weil er überzeugt war, „dass gerade in den ganz persönlichen und einzigartigen Erfahrungen die Elemente zugleich enthalten sind, die uns in einer allgemeinen Weise als Menschen verbinden.“ [31] Seine Entdeckung, dass in personzentrierten Gruppen (Encounter - Gruppen) die Prinzipien seiner Therapie ebenfalls gut zu verwirklichen waren, brachte Rogers dazu, diese zu erweitern. „Mit der Encounter - Gruppe begann in Rogers Leben ein neuer Entwicklungsabschnitt, in dem er auf neue Art und Weise die Anwendung seiner Klientenzentrierten Therapie offensiv erweiterte und umbenannte. Er sprach jetzt nach der Integration der Begegnungselemente von dem Personzentrierten Ansatz (PCA) , der auf alle Situationen des zwischenmenschlichen Alltags Anwendung finden konnte und nach dessen Philosophie das Zusammenleben der Menschen in gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen befriedigender gestaltet werden könnte, in Institutionen der Religion, des Bildungswesens, der Arbeitswelt, des Gesundheits-wesens oder Politik und Verwaltung.“ [32] Sein Einsatz für internationale Workshops und Encounter - Gruppen, sowie das Engagement in „humanistischer Missionstätigkeit“ [33] brachten ihm nicht nur die Nominierung für den Friedensnobelpreis 1987 ein, sondern zeigen auch, wie gross das internationale Interesse an der Umsetzung des Personzentrierten Ansatz in pädagogischen, therapeutischen und politischen Fragen war.

Carl Rogers starb 1987 im Alter von 85 Jahren in Kalifornien.

2.2 Theorie und Praxis des Klientenzentrierten Ansatzes

Die Charakteristika der Klientenzentrierten Gesprächsführung beinhal-ten nicht nur entscheidende Wirkfaktoren, sondern auch auf dem Menschenbild Rogers basierende und von ihm geprägte Begriffe. Diese werden im Folgenden erläutert und stellen die Grundlage seines Klientenzentrierten Konzeptes dar.

„Die Klientenzentrierte Orientierung ist eine sich ständig weiter-entwickelnde Form der zwischenmenschlichen Beziehung, die Wachstum und Veränderung fördert (…). Das Einzigartige dieses therapeutischen Ansatzes besteht darin, dass sein Schwerpunkt mehr auf dem Prozeß der Beziehung selbst als auf den Symptomen oder ihrer Behandlung liegt. (…)“ [34]

Die zunächst in den Jahren zwischen 1938 und 1950 als nicht - direktiv bekannt gewordene Art der Beratungs- und Therapiemethode zeichnete sich dadurch aus, dass der Begriff des Klienten dem des Patienten vorgezogen wurde. Dies sollte deutlich machen, dass die hilfesuchende Person selbstverantwortlich in der Lage sein kann, in einem ent-sprechend förderlichen Klima „eigene Entdeckungen zu machen und selbstständige Entscheidungen zu treffen.“ [35] Im Laufe der Entwicklung dieser Methode der Therapie kam es im Rahmen ausgedehnter Forschungen in den fünfziger Jahren und der „Entwicklung einer exakten Therapie- und Persönlichkeitstheorie“ [36] zu der Erkenntnis, dass es sich um einen Zugang zu allen Formen zwischenmenschlicher Beziehung handelte.

„Die therapeutische Beziehung und ihre entscheidende Bedeutung“ [37] , die Rogers im Laufe der Entwicklung der Klientenzentrierten Psycho-therapie definierte, beinhaltet die Einstellung des Therapeuten , die drei Bedingungen hat:

„1. die Echtheit oder Kongruenz des Therapeuten; 2. das vollständige und bedingungsfreie Akzeptieren des Klienten seitens des Therapeuten und 3. ein sensibles und präzises einfühlendes Verstehen des Klienten seitens des Therapeuten.“ [38]

Das „reale Zugegensein“ [39] - Echtheit und Kongruenz - bedeutet, dass der Therapeut in seinem Umgang mit dem Klienten, in dem was er sagt und fühlt, übereinstimmt. „Echt zu sein bedeutet, in einer Beziehung ich selbst zu sein, die Person, die ich bin, ohne Fassade, und der anderen Person meine gefühlsmäßigen Wahrnehmungen mitzuteilen, aus meinem eigenen Erlebensprozeß heraus zu reagieren (…).“ [40] Der Begriff der Kongruenz, eine Übereinstimmung mit sich selbst, schliesst das bewusste Wahrnehmen der Gefühle und angemessenes Mitteilen der Einstellungen des Therapeuten ein, welche das persönliche Wachstum begünstigt. [41]

Die Wahrscheinlichkeit konstruktiver Veränderung und Weiterent-wicklung des Klienten wird gesteigert durch die Unbedingte (bedingungsfreie) und positive Wertschätzung, eine Haltung des Therapeuten, mit der er dem Klienten urteilsfrei ohne Einschränkungen und Bedingungen gegenüber tritt. Alle Empfindungen des Klienten werden vom Therapeuten akzeptiert. „Dies bedeutet, dass er den Klienten als Persönlichkeit schätzt (…), in einer nicht besitzergreifenden Weise, als ein Mensch voller Möglichkeiten (…).“ [42]

Präzise einfühlendes Verstehen für die persönliche Welt des Klienten entwickeln - „die innere Welt des Klienten mit ihren ganz persönlichen Bedeutungen so zu verspüren, als wäre es die eigene (…), das ist Empathie, und das scheint mir das Wesentliche für eine wachstumsfördernde Beziehung zu sein.“ [43] Rogers unterscheidet hier zwischen einem bewertenden Verstehen, einem Widerspiegeln von dem, was der Klient sagt, und dem wahren Verstehen, welches impliziert, dass der Therapeut sieht und fühlt wie der Klient. Er versucht, den unterschwelligen Sinngehalt zu erfassen von dem, was der andere mit „Worten, Gebärden und Körperhaltung ausdrückt“. [44]

Diese beschriebenen Einstellungen des Therapeuten bleiben laut Rogers „sinnlos, solange sie nicht mit einer hohen Achtung vor dem Menschen überhaupt und seinen in ihm schlummernden Möglichkeiten verbunden sind.“ [45] Zu dem Grundkonzept der Klientenzentrierten Orientierung gehören wichtige theoretische Gesichtspunkte, die im Folgenden dargestellt werden:

Die Aktualisierungstendenz besagt, dass es eine Tendenz des Organismus gibt zu wachsen und sich zu entfalten. Sie bewirkt „Wachstum, Reife und eine Bereicherung des Lebens“. [46] So können Hindernisse und auch Schmerzen überwunden werden. Umweltfaktoren und die physische und psychologische Umgebung des menschlichen Organismus können die Aktualisierungstendenz jedoch hemmen oder blockieren. [47]

Das Konzept des Selbst, welches schon in der Kindheit ausgebildet wird, integriert Erfahrungen und Wahrnehmungen, die eine Person mit sich und in Bezug zu anderen macht. Diese, wie auch die damit integrierten Wertvorstellungen, bilden für das Individuum einen ständigen „Bezugspunkt, an dem es sein Handeln ausrichtet“. [48]

Erleben (Experiencing) stellt den Prozess dar „der alles umfaßt, was innerhalb des Organismus vorgeht und dem Bewußtsein zugänglich ist.“ [49] Eine Erfahrung, die ausgeschlossen wurde, weil sie nicht ins Selbstkonzept passt, kann während der Therapie plötzlich ins Bewusstsein treten -ein unmittelbares Gefühl auslösen- und spielt laut Rogers „eine wichtige Rolle als Veränderungsfaktor“. [50] Kommt es zu einer Diskrepanz zwischen dem Erleben des Organismus und dem bewussten Selbstkonzept, wird dies als Inkongruenz bezeichnet. Wahrnehmung und Gefühl des Organismus stimmen nicht überein [51] , was zu psychischen Belastungen des Individuums im Kontext seiner Umwelt führen kann. Wenn es zu einer konstruktiven Persönlichkeitsveränderung im Rahmen einer Psychotherapie kommen soll, beschreibt Rogers Bedingungen, die „über eine gewisse Zeitspanne Bestand haben müssen (…)“[52]:

1. der psychologische Kontakt zweier Menschen: Sie reagieren aufeinander, machen sich etwas aus dem Anderen. Dies muss nicht bewusst sein, und die Bedeutung kann verborgen bleiben. Aber es gibt eine Beziehung zwischen ihnen.
2. Der Klient ist inkongruent: uneins mit sich, ängstlich.
3. Der Therapeut ist kongruent: er ist mit sich selbst eins.
4. Der Therapeut nimmt den Klienten bedingungslos an.
5. Die Einfühlung des Therapeuten führt zu einem Verstehen des Patienten und seiner inneren Gefühlswelt.
6. Der Klient nimmt wahr, dass der Therapeut ihn empathisch versteht und bedingungslos wertschätzt.

2.3 Anwendungsbereiche

Das Konzept der Klientenzentrierten Gesprächsführung findet in vielen zwischenmenschlichen Bereichen Anwendung. Nicht nur in beratender und therapeutischer Tätigkeit hielt es Einzug, sondern auch in den wirtschaftlichen Bereich und in der Gesundheitsförderung. „Rogers gehört mit seinem Persönlichkeitskonzept zu den Begründern der so-genannten Humanistischen Psychologie. Diese (…) betont das jedem Menschen innewohnende Bedürfnis nach konstruktiver Veränderung und Selbstverwirklichung.“ [53] Rogers selbst äusserte mehrfach, dass eine personzentrierte Einstellung im privaten wie auch beruflichen Um-feld einsetzbar sei. Nicht nur „zwischen Therapeut und Klient oder zwischen Eltern und Kind, Gruppenleiter und Gruppe, Lehrer und Schü-ler, Administrator und Mitarbeitern (…).“ [54]

Literatur und Fachzeitschriften über Rogers Ansatz dokumentieren, dass die Klientenzentrierte Gesprächsführung und die Personzentrierte Beratung nicht nur in der Psychotherapie, sondern auch in der Kinder- und Jugendarbeit, der Schule, den psychosozialen Berufen, in der Medizin als Gesichtspunkte für das Patientengespräch des Arztes [55] und in der Sozialarbeit Anwendung findet.

Viele Aspekte der Gesprächsführung und die Relevanz von kommunikativen Fähigkeiten sind in der Forschungsliteratur sowie praxisbezogenen Ausführungen thematisiert worden. Begrifflichkeiten wie „Empathie“, „Wertschätzung“, „Echtheit“ und deren Anwendung in der zwischenmenschlichen, möglichst erfolgreichen Kommunikation können auf Rogers zurückgeführt werden.

Diese Art der Gesprächsführung ist somit nicht nur begrenzt auf therapeutische Gebiete. Verstehen anderer bedeutet, deren Gefühle und Sichtweisen zu erfassen, lebhaftes Interesse an ihren Sorgen zu nehmen. „Menschen mit dieser Kompetenz achten auf emotionale Hinweise und hören gut zu, zeigen Einfühlungsvermögen und verstehen die Sichtweisen anderer (…).“ [56]

3 STELLENWERT DES KLIENTENZENTRIERTEN ANSATZES IN DER PHYSIOTHERAPIE - AUSBILDUNG

Im Folgenden wird zunächst ein Überblick über die Ausbildung in der Physiotherapie mit ihren Inhalten und Lernvoraussetzungen gegeben. Der Unterrichtsinhalt im Fach Gesprächsführung wird kurz dargestellt. Ferner wird anhand von Ergebnissen einer eigens durchgeführten Befragung an Schulen für Physiotherapie dargestellt, inwieweit die Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers im Unterricht der Sozialwissenschaften integriert wird. Hieraus wird der Bedarf für die Entwicklung eines speziellen Unterrichtskonzeptes in der Physiotherapie - Ausbildung abgeleitet.

3.1 Physiotherapie - Ausbildung

„Die Physiotherapie ist eine an der Pathologie und Physiologie orientierte Bewegungstherapie und nutzt spezielle Behandlungs-techniken (…).“ [57] Die Ausbildung hierzu ist gesetzlich geregelt und die Berufsbezeichnung „Physiotherapeut/-in“ ist geschützt. Im Lehrplan der Berufsfachschule für Physiotherapie ist diese berufliche Ausbildung geregelt, sie dauert mittlerweile 3 Jahre und beinhaltet theoretischen und fachpraktischen Unterricht sowie die praktische Ausbildung in den verschiedenen medizinischen Disziplinen. 1994 wurde ein neues Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie erlassen, welches auch die Berufsbezeichnung der Krankengymnasten in Physiotherapeuten änderte. Eine neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung mit breiterem Fachspektrum wurde verabschiedet, um der erweiterten Kompetenz des Berufsbildes angepasst zu werden. Der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) beschreibt die Ausbildungsinhalte in einem Curriculum. [58]

Nachdem 1996 die Ausbildung erweitert wurde und das Praktikumsjahr nach dem Staatsexamen wegfiel, kamen unter anderem die Fächer der Sozialwissenschaften hinzu wie zum Beispiel Unterrichtsstunden in Psychologie, Pädagogik und Soziologie. Den Auszubildenden soll somit neben den fachspezifischen Inhalten auch methodenspezifischer Unterricht vermittelt werden und ihr Wissen auf angrenzende Gebiete erweitert werden. Der angehende Physiotherapeut soll durch diesen Unterricht „wesentliche Zusammenhänge von menschlichem Verhalten und Erleben, von Beziehungsstrukturen, von Lehr-/Lernprozessen und anderen grundlegenden Erkenntnissen dieser Wissenschafts-disziplinen“ [59] lernen.

3.1.1 Überblick über die Ausbildungsfächer und deren wesentliche Inhalte

Der aktuelle bayerische und laut Zentralverband für Physiotherapie einzige veröffentlichte Lehrplan in Deutschland umfasst neben dem theoretischen Unterricht mit Berufs- und Staatskunde, Anatomie/Physiologie, Krankheitslehre und Hygiene, Angewandte Physik, Prävention und Rehabilitation, Trainings- und Bewegungslehre, Physikalische Therapie und physiotherapeutische Anwendungen sowie die Sozialwissenschaften auch fachpraktischen Unterricht . Dazu gehören Erste Hilfe, Bewegungserziehung, Behandlungstechniken, Befunderhebung und Massagetherapie genauso wie die Praxis in der Physikalischen Therapie und den Physiotherapeutischen Anwen-dungen. Insgesamt werden die Unterrichtseinheiten mit insgesamt 2900 Stunden angesetzt, die Praktische Ausbildung am Patienten kommt mit 1600 Stunden hinzu. [60]

Das Fachprofil der Sozialwissenschaften, welche dem theoretischen Unterricht zugeordnet sind, hebt hervor: „Im Berufsalltag des Physio-therapeuten werden zunehmend auch Kompetenzen im Bereich der psychosozialen Betreuung von Patienten notwendig. Das Fach Sozialwissenschaften soll dazu die theoretischen Grundlagen ver-mitteln. Im Unterricht soll die wechselseitige Beeinflussung biologischer, psychischer und sozialer Dimension von Gesundheit und Krankheit aufgezeigt werden. Darüber hinaus sollen die notwendigen Fähigkeiten für die Zusammenarbeit geschult werden, wie z. B. Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und die Fähigkeit in der Gesprächsführung. Den sozialwissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten kommt besondere Bedeutung zu, da sie nicht nur das berufliche Selbstverständnis beeinflussen, sondern auch der Persönlichkeits-entwicklung dienen.“ [61]

Die folgende Graphik fasst die Fächer der Ausbildung nochmals zusammen, um einen Überblick zu geben.

Abbildung II[62]: Inhalte der Ausbildung in der Physiotherapie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Im folgenden Text werden bei Personenbezeichnungen wegen der besseren Lesbarkeit grundsätzlich nur die männlichen Personen genannt; sie werden als Gattungsbegriff verstanden, die stets auch die entsprechenden weiblichen Personen einschliessen.

[2] Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Internet (30.08.2006) unter: www.wikipedia.org/wiki/Entwicklung

[3] Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Internet (30.08.2006) unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Unterricht

[4] Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Internet (30.08.2006) unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Konzeption

[5] Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Internet (30.08.2006), weitergeleitete Seite zu „Klientenzentrierte Gesprächsführung“ unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Klientenzentrierte_Psychotherapie

[6] MSN Encarta, Enzyklopädie, Internet (30.08.2006) unter: http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761579161/Physiotherapie.html

[7] Stucke, Werner (Hrsg.): Die Arzt-Patienten-Beziehung im Krankenhaus in: Balint, Enid/Luban-Plozza, Boris (Hrsg.): Patientbezogene Medizin, Heft 9, Fischer Verlag, Stuttgart und New York (1987), S. 115.

[8] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 98.

[9] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 98.

[10] Hüter-Becker, Antje/Schewe, Heidrun/Heipertz, Wolfgang: Physiotherapie Band 3- Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Berufslehre, Wissenschaftliches Arbeiten, Geschichte, Thieme Verlag Stuttgart (1996), S. 31.

[11] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 101.

[12] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 101.

[13] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 367.

[14] Vgl. Meyenburg, Ulrike: Klientenzentriertes Handeln in der Physiotherapie-Theoretische Annäherung und empirische Exploration im Rahmen einer Gruppendiskussion (Teil II) in: Krankengymnastik- Zeitschrift für Physiotherapeuten (2003), Internet (26.06.2006) unter: http://www.ptnet.de/exclusiv/kg-online/2003/kg09/a_kg-ab02.html

[15] Vgl. Deutscher Verband für Physiotherapie- Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V.: Info-Mappe für leitende Krankengymnasten/Physiotherapeuten, Kapitel I: „Tätigkeitsmerkmale eines angestellten Physiotherapeuten in der Klinik“ (1997), S. 4.

[16] Langfeldt-Nagel, Maria: Gesprächsführung in der Altenpflege, Reinhardt Verlag München, 13. Auflage (2004), S. 144.

[17] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage (1992), S. 100.

[18] Vgl. Maitland, Geoffrey D.: Manipulation der peripheren Gelenke, Springer Verlag Berlin und Heidelberg und New York, 2. Auflage (1996), S. 30-31.

[19] Siehe Abschnitt 3.1 dieser Arbeit.

[20] French, Sally: Physiotherapy- a psychosocial approach, Butterworth-Heinemann Ltd, Oxford, 1. Auflage 1992, S. 364.

[21] Aussage einer Lehrkraft an einer Physiotherapie-Schule.

[22] Vgl. Köllner, Erhard: Beratung in der sozialen Arbeit: Übungsbuch zur Klientenzentrierten Gesprächsführung, Kohlhammer Verlag Stuttgart (1996), S. 29.

[23] Watzlawick, Paul/Beavin, Janet H./Jackson, Don D.: Menschliche Kommunikation, Verlag Hans Huber Bern und Göttingen und Toronto und Seattle, 9. Auflage (1996), S. 23.

[24] Selbst erstellte Abbildung mit den wesentlichen Abschnitten dieser Arbeit.

[25] Vgl. Schüler, Julia./Dietz, Franziska: Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie, Thieme Verlag Stuttgart (2004), S. 242.

[26] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 71.

[27] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 89.

[28] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 91.

[29] Rogers und Skinner setzten sich über den freien Willen des Menschen auseinander, wobei Skinner den behavioristischen, Rogers den humanistischen Standpunkt vertrat.

[30] Buber und Rogers führten einen Dialog über die menschliche Natur - Buber vertrat den Standpunkt, der Mensch sei von Natur aus gut und böse, Rogers Philosophie war, dass der Mensch im elementaren Sinne gut sei. Rogers vertrat die Ansicht, dass man die menschliche Tendenz zu gut und böse durch Akzeptanz zum Guten wenden könne, Buber meinte, die Neigung zur Entwicklung des Menschen zum Bösen sei gegeben und gute Kräfte müssten von Erziehern und Therapeuten bestärkt werden.

[31] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 139.

[32] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 147.

[33] Groddeck, Norbert: Carl Rogers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (2002), S. 192.

[34] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 17.

[35] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 18.

[36] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 18.

[37] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 22.

[38] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 22.

[39] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 22.

[40] Rogers, Carl R.: Therapeut und Kliient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 22.

[41] Vgl. Rogers, Carl R.: Von Mensch zu Mensch: Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen / Carl Rogers; Barry Stevens, Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung Paderborn, 2. Auflage (1986), S. 104-107.

[42] Rogers, Carl R.: Von Mensch zu Mensch: Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen / Carl Rogers; Barry Stevens, Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung Paderborn, 2. Auflage (1986), S. 109.

[43] Rogers, Carl R.: Von Mensch zu Mensch: Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen / Carl Rogers; Barry Stevens, Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung Paderborn, 2. Auflage (1986), S. 107.

[44] Rogers, Carl R.: Von Mensch zu Mensch: Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen / Carl Rogers; Barry Stevens, Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung Paderborn, 2. Auflage (1986), S. 108.

[45] Rogers, Carl R.: Von Mensch zu Mensch: Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen / Carl Rogers; Barry Stevens, Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung Paderborn, 2. Auflage (1986), S. 107.

[46] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 42.

[47] Hier ist ein Grundsatz der von Rogers geprägten humanistischen Psychologie erkennbar: Das Streben des Menschen nach Selbstverwirklichung - eine innere Kraft, die Bewertungen, Regeln und Kritik ausgesetzt ist, welche blockierend wirken können.

[48] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 42.

[49] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 42.

[50] Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 43.

[51] Vgl. Rogers, Carl R.: Therapeut und Klient - Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 18. Auflage (2004), S. 43-44.

[52] Biermann-Ratjen, Eva-Marie/Eckert, Jochen/ Schwartz, Hans-Joachim: Gesprächspsychotherapie-Verändern durch Verstehen (2003), S. 13-14.

[53] Weinberger, Sabine: Klientenzentrierte Gesprächsführung, Lern - und Praxisanleitung für psychosoziale Berufe, Juventa Verlag Weinheim und München, 13. Auflage (2005), S. 23.

[54] Rogers, Carl R.: Die Kraft des Guten, Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt am Main, Lizenzausgabe der Kindler Verlag GmbH, München (1985), S. 20.

[55] Möglichkeiten, die Gesprächsführung im Sinne Rogers im Patienten-Arzt-Gespräch zu integrieren, beschreibt auch Ripke, Thomas: Patient und Arzt im Dialog: Praxis der ärztlichen Gesprächsführung, Thieme-Verlag Stuttgart (1994).

[56] Goleman, Daniel: EQ²- Der Erfolgsquotient, Deutscher Taschenbuch Verlag München (2000), S. 169.

[57] ZVK.ORG- Deutscher Verband für Physiotherapie, Internet (26.06.2006) unter: http://www.zvk.org/s/content.php?area =650&sub=652

[58] ZVK.ORG- Deutscher Verband für Physiotherapie, Internet (26.06.2006) unter: http://www.zvk.org/s/content.php?area=650&sub=709&det=711

[59] Hüter-Becker, Antje/Schewe, Heidrun/Heipertz, Wolfgang: Physiotherapie Band 3 Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Berufslehre, Wissenschaftliches Arbeiten, Geschichte, Thieme Verlag Stuttgart (1996), S. IX.

[60] Vgl. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst München: Lehrpläne für die Berufsfachschule für Physiotherapie, Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (Hrsg.), Verlag Alfred Hintermaier München (1997), S. 3-4.

[61] Bayerisches Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst München: Lehrplan für die Berufsfachschule für Physiotherapie, Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (Hrsg.), Verlag Alfred Hintermaier München (1997), S. 102.

[62] Selbst erstellte Graphik in Anlehnung an: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst München: Lehrplan für die Berufsfachschule für Physiotherapie, Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (Hrsg.), Verlag Alfred Hintermaier München (1997), S. 3-4.

Details

Seiten
106
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783836607483
Dateigröße
581 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225289
Institution / Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Plauen – Physiotherapie
Note
1,0
Schlagworte
gesprächsführung klienetenzentrierte physiotherapie unterrichtskonzeption carl rogers

Autor

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Titel: Klientenzentrierte Gesprächsführung in der Physiotherapie: