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Die Volksbefreiungsarmee Chinas

Chinas militärische Macht – die große Unbekannte?

Diplomarbeit 2003 84 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten

Leseprobe

1. Die VBA – Chinas militärische Macht – Die große Unbekannte?

China überzeugt und beängstigt im gleichen Maßen durch Größen: dessen geschichtliche Bedeutung reicht mehrere tausend Jahre zurück, es hat mit 1,3 Milliarden Menschen den größten Bevölkerungsanteil der Welt, es ist mit 9,6 Millionen km der drittgrößte Flächenstaat der Erde, es beherbergt den höchsten Berggipfel der Welt (den Qomolangma – tibetisch: „Dritte Göttin“, den die Briten „Mount Everest“ nannten), und seine Wirtschaft wächst seit Anfang der 80er Jahre mit durch- schnittlich 10% schneller als jede andere.

Da stellt man sich die berechtigte Frage: Wie soll man mit der größten Armee der Welt, der chinesischenVolksbefreiungsarmee (VBA) um- gehen? Die VBA übertrifft mit ihren gegenwärtig 2,5 Millionen Soldaten die Mannschaftsstärke jeder anderen Armee dieser Erde bei weitem. Um diese Frage beantworten zu können, muss die VBA einer gründlichen Bewertung unterzogen werden, die sowohl die Geschichte und die militärischen Kapazitäten als auch die Möglichkeiten der VBA zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme einbezieht.

Betrachtet man die Geschichte der VBA nach der Gründung der VR China im Jahre 1949, so stellt man fest, dass sie vergleichsweise gewaltsam gewesen ist: in 50 Jahren hatte die VBA fünf kriegerische Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn ausgefochten[1]. Sie war von 1950 bis 1953 am Koreakrieg beteiligt, trug 1962 und 1969 zwei Grenzkriege, zuerst mit Indien und dann mit der damaligen Sowjetunion, aus, und bekräftigte 1974 und 1979 seinen Anspruch auf die Paracel-Inseln und die Regionale Vorherrschaft gegen Vietnam. Hinzu kamen noch nach chinesischer Anschauung als innerstaatlich zu bezeichnende Konflikte gegen Taiwan und Tibet. All diese Konflikte waren jedoch zeitlich, örtlich und waffentechnisch begrenzt[2]. Außer im Koreakrieg war die VBA nie länger als ein paar Wochen im Kampf- einsatz; nach der Erreichung der Kriegsziele (diesen lagen meist defensive Überlegungen zugrunde und richteten sich auf die Verteidigung des eigenen Territoriums aus) zog sie sich freiwillig aus den eroberten Gebieten zurück; sie dehnte ihre Aktionen nie zu weit in das feindliche Gebiet aus; sie setzte keine Flächenbombardements (wie die USA im Vietnam-Krieg) und keine chemische oder biologische Waffen ein; Gefangene und Beutewaffen wurden an den Gegner zurückgegeben. Man kann sagen, dass die Kampfhandlungen der VBA teilweise erzieherischen Charakter hatten, denn sie sollten den Feind nachdenklich stimmen und ihn von weiteren militärischen Attacken abhalten. Nur im Fall von Taiwan führte die VBA Angriffskriege. Demnach scheint sich niemand vor der VBA fürchten zu müssen, es sei denn, er stellt Chinas territoriale Integrität in Frage. Die meisten Grenzprobleme wurden jedoch mittlerweile beigelegt[3], oder man ist dabei, sich im Wege von Verhandlungen zu einigen; offene Fragen, wie etwa nach der Zugehörigkeit der Spratley-Inseln, auf die China Anspruch erhebt, werden noch (alle Beteiligten hoffen auf eine friedliche, dem Völkerrecht entsprechende Einigung) zu klären sein.

Militärisch wird die VBA seit Anfang der 80er Jahre umgestalltet: ihre Mannschaftsstärke wird reduziert, gleichzeitig wird ihre Ausrüstung und Ausbildung erneuert. Der chinesische Haushalt sieht zwar seit einigen Jahren für das Militärbudget zweistellige Zuwachsraten vor, doch im Vergleich zu den Anfangsjahren der Volksrepublik haben die Militärausgaben deutlich abgenommen (1959 fielen 53% des Gesamthaushalts auf das Militär, 2000 waren es nur noch 8 bis 9%)[4]. Auch einen Vergleich mit seinen engsten Konkurrenten hält das chinesische Militärbudget nicht aus: 2001 betrug er nur 5,5% des amerikanischen und 30% des japanischen Militäretats des gleichen Jahres[5]. In Wahrheit jedoch liegen die Ausgaben der VBA viel höher, da Waffenkäufe und -entwiklung auf andere Posten entfallen[6]. Im Ausrüstungsbereich griff die VBA auf moderne Waffen aus Russland zurück, entschied sich aber auch für Rüstungsgüter aus westlicher Produktion. Gleichzeitig trieb die VBA auch eigene Entwicklungsprogramme voran, wie etwa bei der Luftwaffe oder im Bereich der Raketentechnik. Trotz allem leidet die VBA weiterhin an Unterfinanzierung und ihre Kampfstärke wird höher eingeschätzt als sie tatsächlich ist[7].

Politisch strebt China, und mit ihr die VBA, einen Öffnungskurs gegen- über dem Rest der Welt an. Es will durch sein politisch-wirtschaftliches Modell überzeugen („Sozialistische Marktwirtschaft“) statt die eigenen Überzeugungen mit Gewalt durchzusetzen. Es will in den interna- tionalen Globalisierungsprozess integriert werden, muss aber im selben Zug bereit sein, Entscheidungsbefugnisse nach oben (an überstaatliche Organisationen wie der UNO und der WTO[8] ) und nach unten (an die Regionen und an im Entstehen begriffenen Mittelstand) abzugeben. Gleichzeitig ist die politische Führung nicht mehr bereit, die Armee an der Entscheidungsfindung zu beteiligen, eingedenk vor allem der schlechten Erfahrungen während der Kulturrevolution. Um die Effek- tivität der Armee zu erhöhen, müssen sich die Soldaten auf ihre militärische Aufgabe konzentrieren. Gemäß dieser neuen Einstellung mussten viele Militärs im Zuge der voranschreitenden Modernisierung der Armee ihre politischen Posten aufgeben.

Die wirtschaftliche Macht der VBA hatte ihre Wurzel in der Volks- kriegstheorie Mao Zedongs, in der die Armee-Einheiten zur Selbstver- sorgung ermuntert wurden. Sie verschaffte der VBA die Kontrolle über etwa 30.000 teils hochprofitable Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft (von landwirtschaftlichen Betrieben über Waffenfabriken bis zu Diskotheken und Karaoke-Bars). Unter dem Schirm dieser Unter- nehmen konnte jedoch Korruption und Schmuggel blühen, bis die politische Führung sich entschied, einen Großteil der Unternehmen zu „demilitarisieren“. Für die junge chinesische Wirtschaft war es eine Erleichterung, denn der Entzug der Militärkontrolle über Wirtschaftsbe- triebe führte zur Belebung der Konkurrenz und zur Abschaffung von Monopolen und Wettbewerbsbeschränkungen. Wirtschaftlich kann sich China keinen militärischen Fehler leisten. Dieser würde die auslän- dischen Unternehmen und Investoren im Land abschrecken und sie ihr Kapital abziehen lassen. Das ausländische Kapital und die Außenwirt- schaft leisten ein Drittel der jährlichen BIP-Wertschöpfung. Die private Wirtschaft insgesamt schafft jedes Jahr Millionen neuer Arbeitsplätze und ist einzig und allein in der Lage, die aus den bankrotten staatlichen Betrieben entlassenen Arbeitskräfte aufzunehmen. Verliert die Regie- rung das Vertrauen der Privaten, kommt es zur Kapitalflucht und zum Scheitern ihrer wirtschaftlichen Reformen. Soziale Unruhen wären dann kaum zu verhindern.

Eine letzte Frage bleibt noch zu klären: Wieso ein Aufsatz über das Militär im Wirtschaftsunterricht? Gibt es Verbindungen zwischen diesen zwei Bereichen oder gar Interdependenzen?

Man kann die Tatsache nicht verneinen, dass seitdem die USA Irak mit dem Krieg drohen, die Ölpreise wegen der voraussehbaren Knappheit (Irak würde während des Krieges seine Öllieferungen einstellen müssen) steigen. Eine Erhöhung der Produktions- und Transportkosten, die auf die Verteuerung der Rohstoffe zurück zu führen ist, würde den globalen Aufschwung bremsen. Das zweite Beispiel geht in die gleiche Richtung: die Weigerung der deutschen Regierung, sich an den Krieg gegen den Irak aktiv zu beteiligen hat die amerikanische Führung sehr verärgert. Nun befürchten Wirtschaftsfachleute, dass US-Investoren ihr Kapital aus Deutschland abziehen werden und die deutsche Wirtschaft erneut unter Druck gerät.

Wieso gerade die VBA? Schon immer nutzten Staaten ihre militärische Macht aus um politische, aber auch wirtschaftliche Ansprüche durchzu- setzen. Die Europäer fanden im 19 Jahrhundert den Zugang zum chine- sischen Markt mit Hilfe ihrer Kriegsflotte, Ende des 20 Jahrhunderts setzten die USA ihre ökonomischen Ansprüche im Persischen Golf mit Gewalt durch. Wieso sollte eine aufstrebende Wirtschaftsmacht wie die VR China, die gleichzeitig über ein großes militärisches Potential ver- fügt, auch nicht versuchen, sich seiner wirtschaftlichen Konkurrenten mit Hilfe der Armee zu entledigen (wie etwa beim Feldzug von 1979, als die nördlichen Gebiete Vietnams wirtschaftlich verwüstet wurden[9] ), oder sich im Kampf um knappe Ressourcen mit Waffengewalt durch- zusetzen (dabei denkt man zum Beispiel an die vermuteten Öl- und Gas- ressourcen unter den Spratly-Inseln)? Offiziell gehört beispielsweise zu den Aufgaben der chinesischen Seestreitkräfte die Sicherung der Fischereirechte sowie der Schutz von Energieförderein- richtungen im Meer. Jedoch sollte die VBA nicht nur als potentieller Gegner angesehen werden, sondern auch als möglicher Partner. Die deutsche Rüstungsindustrie kann sich nicht gerade über üppige Bestellungen von Seiten der Bundeswehr erfreuen. Gefährdete Arbeitsplätze können hier nur über Exporte erhalten werden. Da kann eine sich in der Erneuerung befindliche Armee ein guter Partner werden: der Leopard 2 wäre ein passender Ersatz für die veralteten russischen Panzer, der Spürpanzer Fuchs könnte die chinesischen ABC-Kräfte verstärken. Wirtschaftlich kann die VBA nicht nur eine Gefahr bedeuten, sie kann auch zu einer Einnahmequelle werden.

2. Militärische Aspekte

Einst galt der Soldat in China wenig. Nach dem traditionellen Verständ- nis lag der Schwerpunkt bei der Berufswahl eindeutig im zivilen Be- reich. Die Chinesen hatten diesen Gedanken sogar in einem Sprichwort zusammengefasst: „Ein guter Mann wird nicht Soldat[10] “. Die gleiche Betrachtungsweise wurde auch von der politischen Führung vertreten: Staatsmänner bevorzugten politische Entscheidungen anstelle von mili- tärischem Vorgehen, sie führten durch Autorität und persönlichem Bei- spiel statt Bestrafungen und militärische Gewalt anzuwenden. Vordenker dieser Einstellung war der weise Konfuzius. Nach ihm stützt sich eine gute Regierung auf drei Säulen, nämlich auf die ausreichende Ernährung des Volkes, auf das Vertrauen des Volkes und auf ein ihren Erfordernissen entsprechendes Militärwesen. Müsste Konfuzius auf eines dieser Erfordernisse verzichten, so würde er zuerst auf die Armee, dann vielleicht auf die Ernährung aber nie auf das Vertrauen des Volkes verzichten wollen.

Diese Einstellung wurde über 2000 Jahre lang beibehalten und erst seit dem Beginn der Modernisierung der Armee, nach der chinesischen Niederlage im Boxeraufstand von 1900 eingeleitet, langsam aufgegeben. Der Beitrag der VBA beim Sieg gegen die japanischen Besatzer sowie ihr im Vergleich zum nationalchinesischen Heer nachsichtiges Umgehen mit der Bevölkerung gaben ihrem Ansehen einen zusätzlichen Stoss und verhalfen den Soldaten zum gesellschaftlichen Aufstieg. Die Armee begann sich an der Erziehung des Volkes zu beteiligen und wurde von der KP als „ein Vorbild für das ganze Volk“ gefeiert. Ihr Einfluss stieg dermaßen, dass sie während der Kulturrevolution sogar die Hälfte aller Politbüro- und Provinzgouverneursposten besetzte[11].

Spätestens jedoch mit dem Einsetzen der nächsten Modernisierungsrun- de Anfang der 80er Jahre begann sich die Rolle der VBA zu ändern. Sie musste viele ihrer Unternehmen abgeben und verlor dadurch an wirt- schaftlicher Macht und zusätzlichen Einkommen für ihre Kader. Der politischen Führung waren diese Unternehmen ein Dorn im Auge, weil sie Soldaten von ihrer militärischen Aufgabe ablenkten und weil sie Korruption und Schmuggel erleichterten. Gleichzeitig wurden Militärs ihrer politischen Posten enthoben und büßten so auch noch die Mög- lichkeiten zur Einflussnahme auf die Politik ein.

Entsprechend der neuen Einstellung gegenüber der Armee und deren zukünftigen Aufgaben wurden die Ziele des Modernisierungspro- gramms rein militärisch verfraßt. Diese Ziele sollen die militärische Effizienz der VBA steigern helfen:

- Man will Spezialeinheiten (Luftwaffe, Raketeneinheiten) verstärken, die an die Stelle der großen Infanterieeinheiten treten sollen: technische Überlegenheit wird wichtiger als zahlenmäßige;
- es sollen kombinierte Verbände aufgebaut werden, denen Panzer, Flugzeuge und Raketen zur Verfügung stehen;
- die Mobilität, vor allem die der Marineeinheiten, muss erhöht werden;
- die Modernisierung der Waffen aller Teilstreitkräfte wird angestrebt
- die Computerisierung der Kommando- und Waffensysteme wird eingeleitet.

l75 Jahre nach ihrer Gründung befindet sich die VBA auf dem besten Weg, eine moderne Streitmacht nach westlichem Muster zu werden. Der Soldatenberuf wird wie jeder andere Beruf angesehen werden, ohne dass Sendungsbewustsein oder Privilegien ihn über zivile Berufe erhe- ben. Konfuzius macht sich wieder in den Köpfen der Chinesen breit.

2.1. Funktionen und Aufbau der VBA

Zu den wichtigsten Funktionen der VBA zählen:

- die Kriegsführung zum Zweck der Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit und Integrität des Landes;
- die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und die Niederschlagung möglicher Sezessionsbestrebungen;
- (wirtschaftliche) Hilfe zu leisten beim Aufbau des Landes;
- der Partei bei der Erziehung der Bevölkerung behilflich zu sein[12].

Die oberste Führungsstelle der VBA ist die Zentrale Militär-kommission[13]. Damit wurde sichergestellt, dass das Kommando über die Armee nicht bei einer einzigen Person liegt, sondern dass dieses von einer Gruppe ausgeübt wird. Der Zentralen Militärkommission untergeordnet sind der Generalstab, die Allgemeine Politische Abteilung (APA), die Allgemeine Logistische Abteilung (ALA) und die Hauptabteilung für Ausrüstung (HA)[14]. Während der Generalstab für den militärischen Bereich zuständig ist, wird die APA eingesetzt um die politische Gesinnung der Soldaten zu ergründen, die Soldaten im Sinne der Partei zu erziehen und die Vorhaben der Partei, wie etwa im Fall der Modernisierung, in der Armee durchzusetzen („Kampf um die Herzen und Hirne der Soldaten“). Der ALA sind die Pionier- und die Bautruppen unterstellt: sie werden beim Bau von Verkehrswegen (insbesondere im schwierigen Gelände) und Start- und Landebahnen eingesetzt. Weiterhin obliegt der ALA die Versorgung der VBA mit der benötigten Ausrüstung: Waffen, Munition, Verpflegung etc. Die HA, die erst im Zuge der Modernisierung gegründet wurde, ist für die Organisation und Leitung der Entwicklung der Waffen und Ausrüstungen der ganzen Armee zuständig. Eine Ebene tiefer in der Kommandostruktur sind die Militärregionen angesiedelt: die VBA ist in sieben Militärregionen oder Militärbezirke eingeteilt, diese wiederrum setzen sich aus insgesamt 29 Militärdistrikten (die Militärdistrikte entsprechen in der Zahl den Landesregionen) zusammen[15]. Die Oberkommandos der Marine, der Luftwaffe und der Strategischen Raketentruppen liegen in der militärischen Hierarchie auf der gleichen Ebene wie die Militärregionen. Im Kriegsfall werden die Marine- und Luftwaffeneinheiten den Basisregionen unterstellt. Es gibt kein Oberkommando des Heeres, dieses wird direkt vom Generalstab befehligt. Nach 1949 hat das Heer als Machtinstrument der Partei nach innen gedient; um die Kontrolle über das Heer zu erhalten sollte kein zusätzliches Führungsgremium zwischen der KP und dem Heer eingeschaltet werden[16].

Das Verteidigungsministerium ist für Rüstung , Mobilmachung, Einbe- rufung und Entlassung der Wehrpflichtigen und der Handhabung des Militäretats verantwortlich. Es hält die Verbindung zum Maschinenbau- ministerium, das für die Rüstungsproduktion zuständig ist. Der Vertei- digungsminister hat keine Befehlsgewalt über die Armee, diese wird einzig und allein von der Zentralen Militärkommission ausgeübt[17].

Die Wehrpflicht wurde 1955 eingeführt; bis dahin bestand die VBA aus Freiwilligen und während des Bürgerkriegs auch noch aus Zwangsre- krutierten aus den Regionen, die unter die Kontrolle der Kommunisten gestanden haben. Heutzutage kann jedoch nur weniger als ein Fünftel des einzuziehenden Jahrgangs herangezogen werden: es stehen nicht genug Quartiermöglichkeiten zur Verfügung, aber auch die finanziellen Möglichkeiten der VBA sind durch die Modernisierung stark einge- schränkt. Für die VBA ist es von Vorteil wenn sie nur eine geringe Zahl von Wehrpflichtigen aufnehmen kann, denn sie hat nun die Möglichkeit sich ihre Soldaten auszuwählen[18]. Dabei werden die Kandidaten auf ihre politische Gesinnung (drei von vier Soldaten der VBA sind Mit- glieder der KP oder einer ihrer Jugendorganisationen), auf ihre körper- liche Leistungsfähigkeit (der Drill in der VBA ist härter als in vielen Westarmeen) und auf ihr geistiges Potential. Dadurch wird es möglich die VBA qualitativ zu verbessern. Die Dienstzeit beträgt drei Jahre bei Heer und Luftwaffe und vier Jahre bei der Marine. Da es mehrere Mög- lichkeiten der Dienstzeitverlängerung gibt, können Wehrpflichtige bis zu 17 Jahren in der Armee verbleiben und so dem Wunsch der poli- tischen und militärischen Führung nach Professionalisierung der VBA Rechnung tragen[19].

Gemäß dem 1984 verabschiedeten Militärdienstgesetz besteht die Wehrpflicht für Männer und für Frauen. Diese Vorschrift des Militär- dienstgesetzes basiert auf dem Artikel 55 der Verfassung von 1982. Darin heißt es: „Es ist die Ehrenpflicht der Bürger der VR China, dem Gesetz entsprechend Militärdienst zu leisten und den Organisationen der Volksmiliz beizutreten“. Die vielen Frauen in der VBA üben jedoch keine Kampffunktionen aus. In der Miliz allerdings müssen Frauen an der Seite der Männer in den Kampf ziehen.

Der Zusammenhalt zwischen Armee und Bevölkerung wird vor allem durch den Einsatz von VBA-Einheiten in Katastrophengebieten gestärkt (z.B. im Sommer 1998 beim Hochwasser am Jangtse in den Provinzen Hunan, Hubei und Jiangxi)[20]. Dabei übernimmt die Armee Aufgaben wie die Aufrecherhaltung der öffentlichen Ordnung am Unglücksort, repariert beschädigte Straßen und Brücken oder sorgt für die Wieder- herstellung des Fernmeldenetzes. Gleichzeitig führt die VBA die Versorgung der zivilen Bevölkerung durch, indem sie Militärkranken- häuser einrichtet und Hilfsgüter in die betroffenen Gebieten einfliegt[21]. Der Einfluss der Armee auf das tägliche Leben der Bevölkerung ist in vielen Bereichen sichtbar: Militäreinheiten leisten sehr oft Arbeitsein- sätze in Volkskommunen und beim Straßen- und Dammbau, sie beteili- gen sich an Propagandaaktionen, indem sie Lautsprecherwagen zur Verfügung stellen. Es kommt auch vor, dass Soldaten in Schulen unter- richten: so bringen etwa Militärärzte Kindern medizinische Grund- kenntnisse bei (z.B. in der Akupunktur). Selbst die politische Erzie- hung und die Erziehung im Sinne der Landesverteidigung in Schulen wird manchmal von Soldaten durchgeführt[22]. Ein weiteres zivil-mili- tärisches Interaktionsfeld ist die Kunst. Die VBA organisiert Kunst- und Literaturveranstaltungen für ihre Soldaten, an denen jedoch auch die Beteiligung ziviler Künstler und Schriftsteller erwünscht wird. Diese Veranstaltungen stehen meistens unter der Schirmherrschaft der Allgemeinen Politischen Abteilung der VBA, die auf diesem Weg versucht die jeweils dominierende politische Linie zu vermitteln uns sowohl Soldaten als auch Zivilisten darauf einzuschwören[23]. Die Verfassung gibt die von der KP erwünschte enge Beziehung zwischen Armee und Volk im Artikel 29 wieder: „Die Streitkräfte der Volks- republik China gehören dem Volk“[24].

2.2. Die Truppenteile der VBA

Eines der ehrgeizigsten Ziele der Führung in Peking ist es, eine Armee aufzubauen, die der wachsenden wirtschaftlichen und geopolitischen Bedeutung Chinas gerecht wird. Diesem Bestreben entspricht sowohl die Ausbildung hochqualifizierter Kräfte als auch eine stärkere Kontrol- le der politischen Führung über die Armee[25]. Getreu dem von der politi- schen Führung gesetzten Ziel, befindet sich chinesische Armee seit An- fang der 80er Jahren in einem ständigen Umbau- und Erneuerungspro- zess. Es hat mit dem Versuch der politischen Führung, die Armee auf zwei Millionen Mann zu verkleinern, begonnen. Der anfängliche Widerstand der Armeeführung hat zunächst zur Beilegung dieser Pläne geführt. Eine erste Verkleinerung um 700.000 Mann gelang erst Ende der 80er Jahren. Hinzu kam, dass 300.000 Pioniere, die beim Aufbau der Eisenbahn verwendet wurden, aus der Armee herausgenommen und zivilem Oberbefehl unterstellt wurden. Dies musste jedoch nur ein Anfang sein, denn mit über 3,2 Millionen Soldaten blieb die VBA ein unbeweglicher Koloss. Auch die Demobilisierung von Offizieren höheren Ranges – einige davon noch Veteranen des „Langen Marsches“ – trug zur Verkleinerung der Armee bei (1987 wurden beispielsweise über 100.000 Offiziere in Rente versetzt). Die Entlassung älterer Armeekader hatte auch die Verjungung des Führungsstabes der VBA im Sinn. So mussten noch Mitte der 80er Jahre viele junge, gut ausgebildete Offiziere auf ihre Beförderung warten bis ältere inkompetente Offiziere in Rente gingen. Da sie keinen Ausweg sahen, verließen die jungen Offiziere frustriert die Armee und suchten sich ihre Zukunft in der neu aufgebauten freien Wirtschaft[26].

Die Erneuerung der Armee erfolgte auch in der Ausstattung und der Ausbildung ihrer Soldaten, angefangen bei den Mannschaftsdienst- graden bis hin zu den obersten Führungsetagen. Wurde noch zu Zeiten des Korea-Krieges die menschliche Komponente überbetont (Erringung eines Vorteils auf dem Schlachtfeld durch Überzahl an Soldaten), so hat man seit Mitte der 80er Jahre den Schwerpunkt auf die technologische Erneuerung der Armee gelegt, wobei ein Teil des neu verwendeten Ge- rätes aus dem Westen bezogen wurde[27]. Trotz der Verlagerung des Schwerpunktes hält die VBA an ihrer Volkskriegstrategie fest; dies ist notwendig, weil die Modernisierung nur langsam vorangeht (z.B. werden die Einheiten nur schleppend mit neuem Gerät beliefert). Durch das Festhalten an der Volkskriegsstrategie[28] werden auch einige Beson- derheiten Chinas berücksichtigt: die riesige Bevölkerungszahl, die den Soldaten die beste Tarnung bietet und das ausgedehnte Territorium, das nur mit Hilfe der Bevölkerung vollständig überwacht und verteidigt werden kann.

Um die Ausbildung der Armeekader zu verbessern, wurde 1986 von der VBA die Nationale Universität für Verteidigung (NUfV) gegründet, die an die Stelle der Militärakademie in Shrijiazhuang, südlich von Peking gelegen, trat. Die NUfV schließt unter einem Dach sowohl die militä- rische als auch die politische und die logistische Ausbildung der zu- künftigen militärischen Führungskader ein[29]. Daneben zählt die VBA noch rund 100 weitere militärische Akademien und Ausbildungszen- tren[30]. Zur Förderung der politischen, geschichtlichen, kulturellen und professionelle Ausbildung in der Truppe publiziert die VBA ihre eigenen Zeitungen und Illustrierten, unterhält eine eigene Fernuniversi- tät und betreibt mehrere Museen und ein Armeeinstitut für Kunst[31].

Die VBA hält strikt an ihrem Konzept fest, die Truppen vom realen Kampf ausgehend mit Härte auszubilden[32]. Das militärische Training wurde ständig verbessert und weiterentwickelt: so wurden beispiels- weise Simulationssysteme eingeführt, die vom Einzelschützen bis zur Vernetzung von Einsätzen der Teilstreitkräfte reichen[33]. Der Schwerpunkt der Ausbildung verschob sich von der Infanterie- auf die mobile Kampfführung und vom Einzelkampf einer Waffengattung auf das kombinierte Gefecht aller Waffengattungen[34]. Zur Erhöhung der Mobilität wurde die Erweiterung der Transportkapazitäten beschlossen: es sollen mehr LKWs, aber auch mehr Kampf- und Schützenpanzer angeschafft und das Schienennetz erweitert werden.

Eine weitere wichtige Veränderung, die Mitte der 80er ihren Anfang nahm, war die zögerliche Wiedereinführung von Dienstgraden. Als Beispiel sei der Posten des Hauptdozenten an der NUfV erwähnt, für den gemäß Aufbauplan ein Oberst vorgesehen wurde. Westlich ge- prägte Veränderungen fanden nicht nur bei den Dienstgraden, sondern auch bei der Bezeichnung von Einheiten statt: eine Armee-Gruppe (Bezeichnung für die größtmögliche Armee-Einheit) wurde im Zuge der Veränderungen zu einem Armee-Korps umbenannt[35]. Weiterhin würde mit der Modernisierung auch die Regularisierung des Militär- dienstes eingeleitet: es wurden unter anderem Disziplinarvorschriften, Pensionierungsbestimmungen sowie Regeln für die Offizierslaufbahn und die Militärschulen erlassen.

Wie beim Versuch der Reduzierung der Streitkräfte, so traf die politische Führung auch während des Erneuerungsprozesses auf den Widerstand der Armeekader älterer Prägung, die ihren Aufstieg vor allem der Kulturrevolution zu verdanken hatten. Für diese sind die Menschen hinter den Waffen viel wichtiger als das Wissen und die Technologie des modernen Krieges. Sie befürchteten, dass sich vor allem unter den jungen Offizieren eine professionelle Elite bilden könnte, eine Elite, die die zu Maos Zeiten propagierte Einheit zwischen Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren und zwischen Armee und Partei gefährden könnte[36].

Die Befürworter der Erneuerung bestehen insbesondere auf ihre Erfah- rungen im Koreakrieg: sie wurden von den modernen Waffen mit ihrer hohen Vernichtungskraft und von der Möglichkeit des Westens, einen koordinierten Kampf aller Waffenarten zu führen,beeindruckt[37]. Die Reformer haben eingesehen, dass selbst der bestausgebildete und –motivierte Soldat nur eine geringe Überlebenschance im modernen Krieg hat.

Die in den 80er Jahren begonnenen Reformen innerhalb der Armee wurden in den 90ern fortgeführt. Neben ihrer Verkleinerung (im Jahr 2001 zählte die immer noch größte Armee der Welt – die sich geschichtsrelevant „Chinas Mauer aus Stahl“ nennt – „nur noch“ 2,4 Millionen Soldaten) wurde nun besonderen Akzent auf die Öffnung nach außen gelegt[38]. Ziel dieses Vorhabens ist es die Nachbarn Chinas zu beschwichtigen; denn Aufschwung und wirtschaftlicher Expansion haben bei den Nachbarn Ängste vor den militärischen Absichten der Volksrepublik geweckt. Erste Schritte in diese Richtung wurden mit der Einladung westlicher Korrespondenten am ersten August 2002 (an diesem Tag feierte die VBA den 75. Jahrestag ihrer Gründung) zum Besuch zweier Eliteeinheiten der VBA und durch die Bekanntgabe von Manöverergebnissen in chinesischen und westlichen Publikationen ge- macht[39]. Offiziellen Meldungen zufolge waren keine der beiden Ein- heiten (eine Infanteriebrigade und eine Luftwaffendivision) im Besitz moderner offensiver Waffensysteme, ihnen waren Verteidigungsauf- gaben zugetragen worden. Ein weiterer Schritt zur Herstellung des Ver- trauens der Nachbarländer stellen die gemeinsamen Manöver dar (für den Sommer 2002 waren chinesisch-russische Manöver geplant worden). Seit einigen Jahren werden chinesische Offiziere vermehrt zum Studium ins Ausland geschickt, Militärakademien und –institute werden ausländischen Gästen geöffnet, es findet ein reger Austausch von Delegationen zwischen der VBA und anderen, auch westlichen Armeen statt[40]. Gleichzeitig wurden im Zuge der Modernisierung Computer eingeführt[41], die die Arbeit der Militärplaner erleichtern sollen. An dieser Stelle sei auf die Hacker-Gefahr (arbeiten privat oder im Auftrag anderer Staaten oder Organisationen) hingewiesen, Problem mit dem sich die VBA mit zunehmender Vernetzung konfrontiert sehen wird[42].

Um die Reformen finanzieren zu können, wird der Militärhaushalt jährlich (und dies im 15 Jahr in Folge) im zweistelligen Prozentbereich erhöht, zuletzt um über 17%. Trotz dieser Erhöhungen macht der offizielle Militärhaushalt weniger als ein Zehntel des Staatshaushalts. Die wahren Militärausgaben werden mittlerweile auf das Drei- bis Fünffache des angegebenen Haushalts geschätzt; Waffenkäufe etwa werden unter anderen Posten als dem Militärhaushalt verrechnet. Dass dies immer noch nicht ausreicht, wird von der Tatsache vermittelt, dass die VBA in großen Teilen veraltet ausgerüstet und ihre Soldaten schlecht bezahlt werden. Die Unterfinanzierung der Armee ist zum Teil auf die Zahlung reformunwirksamer Kompensationen an ranghohe Militärs zurückzuführen. Diese hatten im Zuge der Armeereform ihre hochdotierten Managerposten aufgeben und sich nur auf ihre militä- rische Aufgabe konzentrieren müssen. Die Kompensationszahlungen werden auch in der Zukunft den Militärhaushalt belasten, da sich die Generäle mit den bereits erhaltenen Geldern nicht zufrieden geben. Um die Loyalität der Armee nicht auf das Spiel zu setzen, wurden ihnen von Seiten der politischen Führung zusätzliche Zahlungen in Aussicht gestellt; um sich an der Macht zu halten, möchtet die KP unter keinen Umständen auf die Option eines Militäreinsatzes wie auf dem Tiananmen-Platz 1989 verzichten[43].

2.2.1. Das Heer

Seit Mai 1928 (als Gründungsdatum der Roten Armee gilt jedoch der erste August 1927, dem Tag des Aufstandes von Nanchang unter der Führung von Zhou Enlai und Lin Biao) standen sich im chinesischen Bürgerkrieg zwei Heere gegenüber. Dem zahlen- und ausrüstungs- mässig überlegenen nationalchinesischen Heer unter der Führung der Guomindang (GMD) hatten die meist aus Bauern bestehenden Ein- heiten der Roten Armee nichts entgegen zu setzen. Deren Erfolge waren nur von kurzer Dauer, wie etwa 1930 bei der Besetzung der Hauptstadt der Provinz Hunan, die nur einige Tage gehalten werden konnte.

[...]


[1] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 44-64

[2] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 64

[3] Vgl. Beijing Rundschau, 50/1999, S. 15 ; 43/2000, S. 18

[4] Vgl. loyal, 3/2001, S. 19 und Epbinder, 1982, S. 100

[5] Vgl. Der Spiegel, 29/2001, S. 122-123 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 17

[6] Vgl. Heilmann, 1997, S. 67

[7] Vgl. China Review International, 2001, S. 157 und 171

[8] Vgl. Seitz, 2000, S. 243

[9] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 62, 64

[10] Vgl. Weggel, 2002, S. 109 und Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 65

[11] Vgl. Weggel, 2002, S. 109-111

[12] Vgl. Pfennig/ Franz/ Barthel, 1983, S. 40-41

[13] Vgl. Beijing Rundschau, 43/2000, S. 14

[14] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 11985, S. 35 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 15

[15] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 35 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 15

[16] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 101

[17] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 96

[18] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 89-92

[19] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 92

[20] Vgl. Focus, 32/1998, S. 8-9 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 25

[21] Vgl. Epbinder, 1982, S. 68

[22] Vgl. Beijing Rundschau, 43/2000, S. 17

[23] Vgl. Epbinder, 1982, S. 64-65

[24] Vgl. Pfennig/ Franz/ Barthel, 1983, S. 41

[25] Vgl. Focus, 22/1999, S. 269

[26] Vgl. Lloyd, 1988, S. 194-195

[27] Vgl. Lloyd, 1988, S. 194-195 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 13

[28] Vgl. Beijing Rundschau, 43/2000, S. 13

[29] Vgl. Lloyd, 1988, S. 194-195 und Heilmann, 1997, S. 63

[30] Vgl. Beijing Rundschau; 43/2000; S. 15 und The China Quarterly; 2002; S. 623

[31] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, S. 73 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 16

[32] Vgl. Beijing Rundschau, 43/2000, S. 22

[33] Vgl. loyal, 3/2001, S. 19

[34] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, S. 238 und Beijing Rundschau, 39/1999, S. 4-5

[35] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 238

[36] Vgl. Heilmann, 1997, 64

[37] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 244-246

[38] Vgl. Kielmansegg/ Weggel, 1985, S. 11 und Beijing Rundschau, 43/2000, S. 26

[39] Vgl. Beijing Rundschau, 39/1999, S. 4-5; 44/2000, S. 15-21 / Der Spiegel, 44/1999, S. 158-159

[40] Vgl. The China Quarterly, 171/2002, S. 617

[41] Vgl. Beijing Rundschau, 39/1999, S. 4-5; 44/2000, S. 15-21

[42] Vgl. Pluta, 1998

[43] Vgl. Focus; 22/1999; S. 269

Details

Seiten
84
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783956360411
Dateigröße
695 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v224759
Institution / Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Wirtschaft Ostasiens
Note
2,0
Schlagworte
china militär ostasien armee

Autor

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