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Kommunikative und kulturelle Herausforderungen bei der Expansion von Franchisesystemen in ost- und süd-ostasiatische Märkte

Eine Untersuchung anhand der Studie 'Interne Kommunikation mit Ost- und Süd-Ost-Asiaten' [IKOSA 05]

Diplomarbeit 2005 203 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis im Detail

1. Einleitende Rahmenbedingungen zur Diplomarbeit
1.1 Zielsetzung und Zweck dieser Diplomarbeit
1.2 Ausgangssituation des Untersuchungsgegenstandes
1.3 Vorgehensweise, Methodik und Aufbau dieser Arbeit

2. Globalisierung, ein aktuelles sowie historisches Phänomen
2.1 Begriffliche Bestimmung der Globalisierung
2.2 Die geschichtliche Entwicklung der Globalisierung bis heute
2.3 Volkswirtschaftliche Betrachtung des Phänomens Globalisierung
2.4 Betriebswirtschaftliche Betrachtung des Phänomens Globalisierung
2.5 Anthropologische Einflüsse der Globalisierung

3. Die Internationalisierungsvorhaben der Unternehmen
3.1 Möglichkeiten als Unternehmen international tätig zu werden
3.2 Das Vertriebskonzept Franchising im Fokus
3.2.1 Der Begriff Franchising
3.2.2 Die Arten des Franchising
3.2.3 Internationalisierung von Franchisesystemen

4. Kulturelle und kommunikative Aspekte im Spannungsfeld der Mentalitäten
4.1 Kultur als interdisziplinärer Faktor internationalen Handelns
4.1.1 Eine Einführung in den Kulturbegriff
4.1.2 Kultur beinflussender Veränderungs-Prozess
4.1.3 Der Aufbau von Kultur
4.1.4 Kulturdimensionen als Beitrag zur Bestimmung von Kultur
4.1.4.1 Die Kulturdimensionen von Hofstede
4.1.4.2 Weitere Strukturmerkmale und Unterschiede zwischen Kulturen
4.1.4.3 Kritik an den Kulturdimensionen
4.1.5 Kultur im Unternehmen - Unternehmenskultur
4.1.5.1 Chancen durch kulturelle Vielfalt im Unternehmen
4.1.5.2 Risiken durch kulturelle Unterschiede in Unternehmen
4.2 Kommunikation, eine weites Feld
4.2.1 Eine Einführung in die Humankommunikation
4.2.1.1 Grundlagen und Systematisierung der zwischenmenschlichen Kommunikation
4.2.1.2 Die fünf Axiome von Watzlawick
4.2.1.3 Die Funktionen der Kommunikation
4.2.2 Verbale und Nonverbale Kommunikation
4.2.2.1 Die verbale Kommunikation
4.2.2.2 Die nonverbale Kommunikation
4.2.3 Kommunikation im Unternehmen
4.2.3.1 Die Bedeutung der internen Kommunikation
4.2.3.2 Interne Kommunikationsebenen in Unternehmen
4.2.3.3 Aufgaben und Funktionen der internen Kommunikation
4.2.3.3.1 Die Innenwirkung der internen Kommunikation
4.2.3.3.2 Die Aussenwirkung der internen Kommunikation
4.2.3.3.3 Die Kostenwirkung der internen Kommunikation
4.3 Kulturelle und kommunikative Besonderheiten des asiatischen Kulturraumes
4.3.1 Die Rolle des Glaubens als prägender Einflüsse auf die asiatische Kultur
4.3.2 Die Mentalität der Asiaten
4.3.2.1 Der asiatische Kollektivismus
4.3.2.2 Das Streben der Asiaten nach Harmonie
4.3.2.3 Die Bedeutung des Gesichtwahrens für Asiaten
4.3.2.4 Die ganzheitliche Denkweise der Asiaten
4.3.2.5 Die Rolle der Hierarchie für Asiaten
4.3.3 Besonderheiten in der Kommunikation mit Asiaten
4.3.3.1 Die indirekte Art der Kommunikation in Asien
4.3.3.2 Die asiatische Ja/Nein-Problematik
4.3.3.3 Der Aufbau einer Beziehung mit einem Asiaten
4.3.3.4 Nonverbale Besonderheiten in der Kommunikation mit Asiaten
4.3.4 Die Bedeutung der asiatischen Kultur für den westlichen Kommunikator

5. Franchising bei der Xxxx
5.1 Darstellung des Vertriebssystems Franchising der Firma Xxxx
5.1.1 Die Entwicklung des Franchising bei Xxxx bis heute
5.1.3 Bedeutung des Franchising für die Positionierung von Xx auf internationalen Märkten
5.1.4 Die Alternativen zum Franchisesystem bei Xxxx
5.1.5 Einordnung und Aufbau der Franchise Abteilung bei Xxxx
5.2 Interne Kommunikation in der Franchising Abteilung bei Xxxx
5.3 Die Expansionsplanung der Franchisingabteilung

6. Die [IKOSA 05]-Studie: Interne Kommunikation mit Ost- und Süd-Ost-Asiaten
6.1 Grundlagen der [IKOSA 05]-Studie
6.1.1 Wissenschaftliche Rahmenbedingungen der [IKOSA 05]-Studie
6.1.1.1 Ausgangssituation, Zielstellung und Begrifflichkeiten zur [IKOSA 05]-Studie
6.1.1.2 Mögliche Schwierigkeiten und deren Überwindungen
6.1.1.3 Methodisches Vorgehen zur Erhebung und Evaluation der Daten
6.1.1.4 Struktur der Stichprobe bezüglich statistischer und soziodemographischer Merkmale
6.1.1.5 Zahlen, Daten, Fakten zur Studie [IKOSA 05]
6.1.2 Realisierung der Studie [IKOSA 05]
6.1.2.1 Vorbereitung der Erhebung
6.1.2.2 Durchführung der Studie vor Ort bei den Interviewpartnern
6.1.3 Der Eingabeprozess der Daten und Auswertung der Ergebnisse
6.2 Die wichtigsten Ergebnisse der [IKOSA 05]-Studie in Bezug auf interkulturelle Kommunikation mit Asien
6.2.1 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Asiaten
6.2.1.1 Die Rolle der hierarchischen Einordnung der Kommunikationspartner
6.2.1.2 Der Kollektivismus der Asiaten
6.2.1.3 Die Rolle der Harmonie sowie des Konfliktes
6.2.1.4 Die Maxime der Wahrung des Gesichtes
6.2.1.5 Die Gestaltung von tragfähigen Beziehungen mit Asiaten
6.2.1.6 Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale im asiatischen Kulturraum
6.2.2 Kommunikative Unterschiede im Umgang miteinander
6.2.2.1 Das Vorherrschen der indirekten Kommunikation
6.2.2.2 Die Ja/Nein-Problematik in der Kommunikation mit Asiaten
6.2.2.3 Die Sprache sowie die Ausdrucksweise der asiatischen Kommunikationspartner
6.2.3 Der Einsatz unterschiedlicher Kommunikationsmittel
6.2.3.1 Bevorzugte und problematische Kommunikationsmittel für die interne Kommunikation mit Asiaten
6.2.3.2 Kritische Kommunikationsmittel bei der internen Kommunikation mit Asiaten

7. Sollkonzeption zur Weiterentwicklung interkultureller Beziehungen
7.1 Allgemeine interkulturelle Faktoren
7.1.1 Interkulturelles Wissen aufbauen
7.1.2 Interkulturelles Wissen speichern
7.1.3 Interkulturellen Austausch fördern
7.1.4 Schulungskonzepte realisieren
7.1.5 Bei der Personalauswahl spezifische Merkmale fordern
7.2 Spezielle asiatische Faktoren
7.2.1 Hierarchie akzeptieren und nutzen
7.2.2 Zugehörigkeit zu einer Gruppe wahrnehmen
7.2.3 Beziehung aufbauen und vertiefen
7.3 Kommunikative Herausforderungen lösen
7.3.1 Schriftliche Missverständnisse vermeiden
7.3.2 Sprachliche Besonderheiten berücksichtigen
7.3.3 Indirekte Kommunikation mit der Maxime des Gesichtwahrens achten
7.4 Zukunftsaussichten

II Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Strukturierung und Vorgehensweise der Diplomarbeit

Abb. 2: Der Anstieg des weltweiten Handelsvolumens von 1950 bis 2003

Abb. 3: Globalisierung im Blickwinkel der Deutschen: Mehr Chancen oder Risiken?

Abb. 4: Verschiedenartige unternehmerische Internationalisierungsstufen

Abb. 5: Mit der Kulturforschung verbundene Wissenschaftsdisziplinen

Abb. 6: Der Kreislauf in dem sich Kultur entwickelt

Abb. 7: Die drei Ebenen der Kultur am Beispiel des Eisberg Theorems

Abb. 8: Kultur in unterschiedlichen Dimensionen

Abb. 9: Ergebnisse: Wirtschaftlich bedeutender (BIP) und bevölkerungsstarker Nationen

Abb. 10: Ebenen der Kommunikation mit sechs Funktionskriterien

Abb. 11: Anzahl der Hierarchiestufen in Unternehmen verschiedener Kulturen

Abb. 12: Aufgaben der internen Kommunikation

Abb. 13: Die ost- und süd-ost-asiatischen Länder

Abb. 14: Ergebnisse: Unsicherheitsvermeidung und Individualismus für asiatische Länder

Abb. 15: Ergebnisse: Maskulinität und Machtdistanz für asiatische Länder (Hofstede Studie)

Abb. 16: Tendenzielles Kommunikationsverhalten europäischer versus asiatischer Länder

Abb. 17: Möglichkeiten der Umsatzgenerierung in Deutschland und international (Xxxx)

Abb. 18: Die interne Kommunikation der Xxxx Franchising Abteilung

Abb. 20: Die Branchen der Interviewpartner sowie deren penetrierte Märkte in Asien

III Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Die Rahmenbedingungen Japans, Chinas, Deutschlands im Überblick

Tab. 2: Anteile einzelner Länder an der Weltproduktion/-Bruttosozialprodukt (BSP) in %

Tab. 3: Merkmalskatalog eines Franchise Systems

Tab. 4: Die vier Dimensionen von Kultur (Hofstede)

Tab. 5: Eigenheiten kollektivistischer vs. individualistischer Kulturen

Tab. 6: Eigenheiten von High-context vs. Low-context Kulturen

Tab. 7: Zusammenfassung der Chancen und Risiken multinationaler Arbeitsgruppen

Tab. 8: Die Beziehung zwischen Kommunikations-Kode und Übertragungskanal

Tab. 9: Wirkung eigenkultureller Werte auf Mitglieder anderer Kulturen

Tab. 10: Phasen und Aufgaben der Betreuung von Franchisenehmern bei Xxxx

Tab. 11: Verwendete Kommunikationsmedien in der Franchise Abteilung (Xxxx)

Tab. 12: Die Anzahl der Einzelaspekte der Studie [IKOSA 05]

Tab. 13: Die wichtigsten Kennzahlen der Studie [IKOSA 05] im Überblick

Tab. 14: Die Teilnehmer an der [IKOSA 05]-Studie

Tab. 15: Fallunterscheidung bewusster/unbewusster sowie mono-/interkultureller Kriterien

1. Einleitende Rahmenbedingungen zur Diplomarbeit

1.1 Zielsetzung und Zweck dieser Diplomarbeit

Aufgrund der Globalisierung, der weltweit zunehmenden politischen, institutionellen, sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen der Regionen, begegnen sich Menschen immer häufiger. Dabei kommt es u. a., aufgrund kultureller Unterschiede zu Kommunikationsproblemen. Diese Diplom­arbeit untersucht Herausforder­ungen, die bei der interkulturellen Kommunikation nach Süd-Ost-Asien auftreten können. Diese Problemstellungen spielen in der betrieblichen, internen[1] Kommunikation, wie anhand des Franchisesystems der Xxxx Xxxxxxxx erläutert wird, eine wichtige Rolle. Ebenso wird die theoretische Recherche durch die [IKOSA 05]-Studie[2] ergänzt, um sich ein umfassendes Bild zur Thematik bilden zu können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]

Aufgrund einer weiter zunehmenden Vernetzung der Weltwirtschaft wird es zu einer verstärkten Begegnung der Kulturen kommen. Daraus resultiert die Steigerung der Bedeutung des interkulturellen Know-Hows. Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist, die Evaluation der Bedeutung von Kultur und Kommunikation für den Menschen, sowie interkulturelles und kulturübergreifendes Wissen aufzubauen. Auf der Basis dieses Wissens kann der Erfolg der interkulturellen Kommunikation gesteigert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen am Beispiel der Kultur des ost- und süd-ostasiatischen Raumes vertieft werden. Auf die teilweise vorhandenen Unterschiede innerhalb dieses Kulturkreises kann in diesem Rahmen nicht eingegangen werden, da dies der zeitliche Umfang dieser Diplomarbeit und die Komplexität der bisweilen nur nuancenartigen Unterschiede nicht zulässt. Der Untersuchungsgegenstand wird auf den ost-asiatischen[4] und süd-ost-asiatischen[5] Kulturkreis eingegrenzt. Aus Gründen der begrifflichen Praktikabilität wird im Verlauf dieser Arbeit unter dem Begriff „Asien“ der Kulturraum im ost- und süd-ostasiatischen Raum subsummiert. Dabei sollen tendenzielle deutsch-asiatische Kulturunterschiede durch die Beschreibung panasiatischer[6] Kulturmerkmale aufgedeckt, und durch eine Studie überprüft werden. Der Gefahr einer Klischeebildung wird durch die intensive und fundierte Befassung anhand theoretischer und praktischer Quellen entgegengewirkt. Interkulturelles Wissen ist entscheidend für den Erfolg der Kommunikation und damit auch für den Erfolg[7] bei der Zielerreichung wirtschaftlichen Handelns. Dies ist für die Firma Xxxx sehr wichtig, da die zukünftige Strategie lautet, in ost- und süd-ostasiatische Märkte durch das Franchise System zu expandieren. Fragestellungen, die mit dieser Diplomarbeit beantwortet werden sollen:

1. Welche Rolle spielt die Globalisierung in Bezug auf die Begegnung verschiedener Kulturen?
2. Welche Möglichkeiten bietet das Franchise-System zur internationalen Expansion?
3. Was ist Kultur und welche Rolle spielt diese für die Interaktion unterschiedlicher Kommunikationspartner?
4. Welche Formen und Einsatzmöglichkeiten der Kommunikation sind im interpersonellen und industriellen Kontext von Bedeutung?
5. Welche Besonderheiten ergeben sich in der interpersonellen Kommunikation mit Asiaten aufgrund kultureller Unterschiede?
6. Welchen Einfluss haben diese auf die Vertriebsstruktur des Franchise-Systems (am Beispiel der Firma Xxxx)?
7. Welche Erkenntnisse folgen aus der Studie [IKOSA 05] und wie lassen sich diese gewinn-bringend in der Praxis umsetzen?

1.2 Ausgangssituation des Untersuchungsgegenstandes

Asien erregt wegen der steigenden Wirtschaftsmacht Chinas, mit seinen hohen Wachstumsraten (7 bis 9%[8] p. a.) und Japan, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt[9], internationales Interesse. Im Rahmen der Internationalisierung und Globalisierung ist der asiatische Markt allein schon wegen seines riesigen Potentials interessant. China, mit viertausend Jahren das älteste heute noch existierende Reich[10], ist mit ca. 1,3 Mrd. Einwohnern vor Indien mit ca. 1 Mrd., den USA mit 290 Mio. und Japan auf Platz 10 mit 127 Mio. Einwohnern, das bevölkerungsreichstes Land der Erde. Deutschland ist mit 82 Mio. Einwohnern auf Platz 13.[11] Bereits jetzt nimmt die Bevölkerung Asiens ca. die Hälfte der Weltbevölkerung ein[12] ; mit steigender Tendenz.

Tab. 1: Die Rahmenbedingungen Japans, Chinas, Deutschlands im Überblick

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Der Brockhaus multimedial 2005 premium; * BIP= Bruttoinlandsprodukt (Details Anhang A1)

Die Bedeutung der Themengebiete wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass die Wörter „Globalisierung“ und „Kommunikation“ zu den 100 Wörtern des letzten Jahrhunderts[13] gewählt wurden. Die Motivation diese Diplomarbeit zu schreiben ist, dass die eigene Wahrnehmung der asiatischen Kultur geprägt ist, durch persönliche Begegnungen, Erlebnisse, Erfahrungen und über visuelle Medien ermittelte Eindrücke. Dieses daraus entstandene Bild der asiatischen Verhaltensweisen und deren Kultur, wird durch ein Gefühl der Andersartigkeit bestimmt. Diese Einschätzung soll durch die intensive Befassung mit dem Thema hinterfragt werden. Darüber hinaus ergibt sich durch die Expansion der Firma Xxxx in diesen Kulturraum die Chance, kulturelle und kommunikative Besonderheiten im ost- und süd-ostasiatischen Raum durch die Studie [IKOSA 05] wissenschaftlich zu untermauern und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in dem Kontext einzusetzen. Die menschliche Kommunikation ist wegen der häufiger werdenden interkulturellen Begegnungen, durch unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen geprägt. Die dabei vermittelten Bedeutungsinhalte wirken aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Ausgangssituationen möglicherweise nicht so, wie sie gemeint sind. Dies kann zu Missverständnissen und letztendlich zu einem Scheitern der Interaktionen[14] führen. Die kulturelle Ausgangssituation des asiatischen Kulturbereiches wird in dieser Diplomarbeit näher betrachtet, um dadurch eine erfolgreiche interkulturelle Kommunikation zu ermöglichen.

1.3 Vorgehensweise, Methodik und Aufbau dieser Arbeit

Die Grundlage der vorliegenden Arbeit ist die theoretische Untersuchung des Franchise Vertriebssystems sowie kultureller und kommunikativer Hauptmerkmale. Kulturelle und sich daraus ergebende kommunikative Besonderheiten der asiatischen Kultur stehen darauf aufbauend im Fokus. Darüber hinaus erfolgt eine Analyse des Kommunikationsverhaltens und der Organisationsstruktur der Xxxx Franchise Abteilung. Die theoretischen Erkenntnisse über kulturell bedingte Kommunikationsbesonderheiten werden im Rahmen der Studie mit dem Titel: Interne Kommunikation mit Ost- und Süd-Ost-Asiaten [IKOSA 05] hinterfragt. Deren Erkenntnisse werden durch strukturierte Interviews bei Unternehmen, die intern mit Mitgliedern der asiatischen Kultur kommunizieren, erzielt. Diese Untersuchung dient auch zur Erhebung weiteren Wissens in Bezug auf die asiatische Kultur. Auf der Grundlage der Theorie und den in anderen Firmen gesammelten praktischen Erfahrungen und Erkenntnissen erfolgt eine abschließende Empfehlung im 7. Kapitel.

Abb. 1: Strukturierung und Vorgehensweise der Diplomarbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Abbildung

Bei Dienstleistungs-Unternehmen kommt den kulturellen Unterschieden eine besondere Bedeutung zu. Sie ist durch den persönlichen Kontakt mit dem Kunden bestimmt, da dieser an der Leistungserstellung häufig teilnimmt. Dies erfordert die Kenntnis der Sprache sowie z. B. der Umgangsformen. In dieser Arbeit ist dies jedoch zu vernachlässigen, da ausschließlich unternehmensinterne Kommunikations- und Kulturprozesse untersucht werden. Die hier gezeigten Erkenntnisse können also auch für Unternehmen, die keine Dienstleister sind, angewendet werden, da sich die internen, kulturellen und kommunikativen Prozesse unabhängig von der Frage, ob es sich um einen Produktionsbetrieb oder ein Dienstleistungsunternehmen handelt, gestalten.

2. Globalisierung, ein aktuelles sowie historisches Phänomen

2.1 Begriffliche Bestimmung der Globalisierung

Globalisierung ist kein Vorgang, der erst im letzten Jahrhundert begann, auch wenn das fälschlicherweise immer wieder behauptet wird[15]. „Das Streben, auch unterschiedliche Kulturräume soweit wie nur irgend möglich zu erschließen und wirtschaftlich nutzbar zu machen, ist jedenfalls nichts der Neuzeit Eigentümliches.“[16] Neu ist lediglich der Begriff Globalisierung. „Das Substantiv Globalisierung findet sich im Rechtschreib-Duden erstmals in der 22. Auflage 2000, das Verb globalisieren erstmals in der 21. Auflage 1996.“[17] Vor dieser Zeit fand Globalisierung als Prozess sehr wohl statt, jedoch sprach man von „Weltwirtschaft“.[18] Heute dient Globalisierung oft zur Erklärung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen und hilft bei der Rechtfertigung politischer Entscheidungen.[19] Mit dem Begriff Globalisierung, der 1999 zu einem Wort des Jahrhunderts gewählt wurde[20], assoziiert man meist das weltumspannende Internet, Finanztransaktionen, Live-Fernsehübertragungen von anderen Erdteilen, Massentourismus oder die wachsende Bedeutung von transnationalen Unternehmen, die am Beispiel der „Omnipräsenz von Coca Cola und McDonalds in nahezu allen Staaten“[21] zu erkennen ist.[22] Globalisierung ist in den letzten Jahren „zu einem zentralen Thema in Wirtschaft und Politik geworden“[23] und kann als „eine der wichtigsten ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen“[24] bezeichnet werden.

2.2 Die geschichtliche Entwicklung der Globalisierung bis heute

In Zeiten vor dem 19. Jahrhundert waren Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Kulturen eher an Umsiedlungen oder vereinzelte Entdeckungsreisen gebunden, wie z. B. die des „venezianischen Kaufmanns Marco Polo im 12. Jahrhundert, die zufällige Entdeckung der „neuen Welt“ Amerika durch den Genueser Christoforo Colombo im Jahr 1492 oder die Umrundung der Südspitze Afrikas (Kap der guten Hoffnung) durch den Portugiesen Bartholomeas Dias im 15. Jahrhundert“[25]. Dennoch reichen internationale Wirtschaftsbeziehungen, Fernhandel und Arbeitskräftewanderungen bis 3000 vor Christus[26], bzw. zu den Ägyptern zurück, die „beim Bau der Pyramiden „freie Mitarbeiter“ aus Zentralafrika“[27] anwarben. Im 17. Jahrhundert entstanden sogar multi- bzw. transnationale sowie globale Unternehmen[28], wie z. B. „die britische „The British East-India Company“, die niederländische „De Vereenigde Oostindische Compagnie“ oder die französische „Compagnie des Isles de l’Amerique““[29]. Im 19. Jahrhundert hat die globale Verflechtung von Produktion und Konsum beträchtlich zugenommen.[30] Diese Entwicklung wurde durch den ersten Weltkrieg, sowie die große Wirtschaftsdepression in den zwanziger und dreißiger Jahren drastisch gebremst und unterstützt durch Politiker und Ökonomen wie John Maynard Keynes[31] in deren positiven Wahrnehmung umgekehrt. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise sowie Hitlers Machübernahme in Deutschland verlagerten sich z. B. in den USA die Prioritäten kurzzeitig weg von der Weltwirtschaft hin zum Schicksal der eigenen Nation.[32]

Abb. 2: Der Anstieg des weltweiten Handelsvolumens von 1950 bis 2003

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:„International trade statistics 2004“ der Welthandelsorganisation http://www.wto.org/english/res_e/statis_e/its2004_e/its04_longterm_e.pdf am 11.7.2005

Erst wieder im Laufe der fünfziger Jahre war eine Erholung und damit eine zunehmende Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit zu verzeichnen.[33] Wie man in der obigen Abb. 2 sehen kann, war damit ein kräftiger Anstieg der internationalen Beziehungen der Volkswirtschaften und damit einhergehend der grenzüberschreitenden Unternehmenstätigkeiten und –ver­flecht­ungen verbunden[34]. Dies spiegelt sich im Anstieg des Handelsvolumens nieder. Die heutige Wahrnehmung der Globalisierung ist durch globale Krisen, wie die Asienkrise 1997/98, den Zusammenfall des neuen Marktes wegen massiver Verluste an den Börsen im Frühjahr 2000 und Bilanzierungsskandale[35], oder durch den aktuellen internationalen Terrorismus geprägt.

2.3 Volkswirtschaftliche Betrachtung des Phänomens Globalisierung

Die Ursachen für die Globalisierungsprozesse sind vielschichtig. Der rasante technologische Fortschritt, also die Entstehung und Einführung neuer sektorübergreifender Technologien[36] ist eine wesentliche Voraussetzung für alle weiteren Entwicklungen gewesen. Die Weltwirtschaft bzw. Globalisierung, in dem verstärkten Maße so wie wir sie heute kennen, begründet sich in der industriellen Revolution und den damit hervorgehenden, in immer kürzeren Abständen auftretenden Produktionsinnovationen, mit immer kürzeren Lebenserwartungen wie z. B. bei Computern[37]. Dies wurde durch technologische Meilenstein in der Entwicklung moderner, hoch entwickelter Verkehrsmittel[38] z. B. Automobil um die Jahrhundertwende, sowie der damit einhergehenden Verminderung von Transportkosten erst ermöglicht.

Neben der Revolution des Verkehrswesens spielten die Entwicklung weltumspannender Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. Computer) und deren digitale Vernetzung auf sog. virtuellen Marktplätzen eine große Rolle[39]. Kommunikations- und Informationstechnologien waren bereits im 19. Jahrhundert, als ein die Welt umspannendes Telegrafenkabel-Netz geschaffen wurde, vorhanden. Bei der heutigen globalen Kommunikation ist „vor allem die Billigkeit und die Massenhaftigkeit der Nachrichtenübermittlung, nicht die Geschwindigkeit als solche“[40] neu. Durch das 1866 im Atlantik verlegte transkontinentale Telegrafenkabel „erhöhte sich die Geschwindigkeit der Übermittlung von eiligen Nachrichten zwischen Europa und Amerika um das 10. 000-Fache“[41]. Diese fortlaufende Entwicklung von immer schnelleren und kostengünstigeren Kommunikationsmedien[42] ist aktuell bei der Digitalisierung im Bereich der Datenverarbeitung, Telekommunikation sowie Satellitenkommunikation und insbesondere beim Mobilfunk sowie weltweiter Datennetze wie z. B. dem Internet[43] angelangt.[44] Anhand der folgenden Abbildung lässt sich die Entwicklung ausgewählter Staaten über die letzten 300 Jahre ablesen. In China sank der Anteil an der Weltwirtschaft permanent, bis er seit den letzten Jahrzehnten drastisch wiederanstieg. In Japan dagegen ist dieser Trend schon seit ca. 100 Jahren zu beobachten.

Tab. 2: Anteile einzelner Länder an der Weltproduktion/-Bruttosozialprodukt (BSP) in %

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Angus Maddison, OECD Development Centre Studies. aus: Niehoff, Going Global, 2001, S. 19.

Die technologischen Entwicklungen „lösen Arbeit und Produktion, Produkte und Dienstleistungen, Medien und Wissenschaft von den nationalen Standorten und ermöglichen es den Unternehmen, die für sie günstigsten Produktions- bzw. Lieferstandorte auszuwählen und ihre Aktivitäten weltweit zu koordinieren.“[45] Dies brachte einen Abbau von Handelsbarrieren durch die Politik [46] mit sich. Der Fall politischer Barrieren seit dem 19. Jahrhundert, wie z. B. die nach dem zweiten Weltkrieg einsetzende weltweite Deregulierung und Liberalisierung der Güter-, Kapitalmärkte und des Handels, bewirkte die Schaffung von mittlerweile über 120 Freihandelszonen wie z. B. die EU, die Nordamerikazone (NAFTA, N orthern A merican F ree T rade A greement) oder das süd-ost-asiatische Bündnis ASEAN (A ssociation of S outh e ast A sian N ations)[47]. Der weltweite Abbau von Zöllen[48] und anderen „Handelshemmnissen im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT)[49] und der Welthandelsorganisation (WTO)“[50] hält bis heute an. Diese, durch die Politik begünstigten Prozesse haben einen Wandel der ökonomischen Entwicklung herbeigeführt[51] und prägen die „zunehmende Internationalisierung des Handels, der Kapital- sowie der Produkt- und Dienstleistungsmärkte und die internationale Verflechtung der Volkswirtschaften“[52]. Grundlage dieses Handelns ist der Kapitalismus[53] und der Neoliberalismus[54], welcher oft als liberale Wirtschaftspolitik beschrieben wird. Diese fördert den weltweiten Handel und vertraut weitestgehend auf die Selbststeuerung der Marktwirtschaft, sieht also in staatlichen Eingriffen wie z. B. Regulierungen in Form von Zöllen kein probates Mittel. Die Folgen der technologischen sowie politischen Entwicklungen sind, dass die Eintrittsbarrieren in vielen Märkten sanken und mehr Wettbewerber, wie z. B. die asiatischen Produzenten von Unterhaltungselektronik und Automobilen, auftraten.[55]

2.4 Betriebswirtschaftliche Betrachtung des Phänomens Globalisierung

Neben dem beschriebenen Zusammenwachsen der Volkswirtschaften, entwickelt sich parallel eine globale Fusion der Unternehmen und deren Produktion. Betriebswirtschaftlich spricht man jedoch eher von einer Internationalisierung, da hierbei nicht die gesamte Welt (global), sondern nur eine bestimmte Anzahl von Ländern betroffen sind. So sind vom Zusammenwachsen verschiedener nationaler Märkte zu einem integrierten Handelsplatz, und dem dadurch entstehenden grenzüberschreitenden Handel, nicht nur Güter, sondern auch Kapital und Personen betroffen. „In den vergangenen 30 Jahren ist der Handel weltweit wesentlich stärker angestiegen als die Produktion.“[56] Aufgrund dessen werden sich die Mitarbeiter eines Unternehmens „zunehmend hinsichtlich ihrer nationalen und ethnischen Herkunft, ihrer Kultur und ihrer Sprache unterscheiden. Dies wird zwangsläufig auch Auswirkungen haben auf Struktur, Politik und Strategie von Unternehmen.“[57] Dieser Umstand bringt einen Anstieg der interkulturellen Kontakte und Begegnungen mit sich.

Der Trend der Wirtschaftswelt geht im neuen Jahrtausend hin zu Kooperationsabkommen, partnerschaftlichen Unternehmenszusammenschlüssen, Übernahmen über nationale Grenzen hinweg, Franchising und Tochtergesellschaften wie z. B. Zweigstellen, Niederlassungen oder Büros im Ausland. Als Indikatoren für ein „internationales Unternehmen“ gelten u. a. im Ausland erbrachte Umsätze sowie die Anzahl der Mitarbeiter in den ausländischen Gesellschaften.[58] Gründe für eine Auslandstätigkeit reichen von erhöhten Umsätzen durch die Erschließung neuer Märkte über eine Kostenersparnis durch Produktion im Ausland bis zu Prestige – im Vordergrund steht jedoch meist die langfristige und nachhaltige Sicherung des Konzerns.[59] Aufgrund der räumlichen Trennung der Mitarbeiter multinationaler Unternehmen, müssen große Entfernungen „überbrückt werden, die häufig im virtuellen Raum stattfinden und nicht nur in Kilometern, sondern auch in kulturellen Unterschieden zum Ausdruck kommen.“[60] Dies führt dazu, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und unterschiedlicher Herkunft zusammenarbeiten. Im Bereich der Wirtschaft existieren heute in einem bisher nicht gekannten Ausmaß internationale Beziehungen. „Über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten ist heutzutage etwas ganz Alltägliches. Im Zuge von Internationalisierung der Wirtschaft kooperieren weltweit verteilte Partner.“[61] Dabei arbeiten Unternehmensmitarbeiter immer häufiger „weltweit fernab ihres Heimatlandes, sei es kurzfristig oder langfristig. Geschäftsreisen und internationale Geschäftsabkommen nehmen zu.“[62]

2.5 Anthropologische Einflüsse der Globalisierung

„Es entwickelt sich nach und nach ein gemeinsamer Weltmarkt, in dem die Mobilität von Kapital und Arbeitskraft steigt und die Barrieren für den Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Informationen stetig an Bedeutung verlieren.“[63] Die aus der weiter zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen der Regionen und der gesamten Welt resultierenden Abhängigkeiten der verschiedenen Länder, Unternehmen und der einzelnen Wirtschaftsteilnehmer, sind zwar ökonomisch begründet,[64] Globalisierung als „multidimensionale Entgrenzung“[65] betrifft jedoch nicht nur die ökonomische Dimension, sondern weitgehend alle Dimensionen, wie z. B. auch ökologische, ethische, soziale und kulturelle Aspekte.[66] Sie betrifft Raum, Zeit, Organisation, Hierarchie sowie die Arbeitsmärkte (Bsp. Fussball) sowie Steuersysteme und lässt deren Grenzen verschwimmen[67]. Sie führt zu meist rigorosen Umwälzungen. In bedeutsamerem Umfang lässt sich in Deutschland seit Anfang der 70er Jahre die Verlagerung arbeitsintensiver Aufgaben in Länder mit einem günstigeren Lohnniveau beobachten.[68] Bedenklich ist dieses Verhalten vor allem wenn „deren Arbeits-, Sozial- und Umweltbedingungen nicht den Vorstellungen der westlichen demokratischen Wohlfahrtsstaaten entsprechen.“[69] Zum anderen werden die sozialen Standards der Industriestaaten durch die wachsenden Abwanderungsoptionen der Unternehmen in zunehmendem Maße unter Druck gesetzt. Mächtige multinationale Unternehmen können unter diesen Bedingungen die nationalstaatliche Politik untergraben und die Gestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen.[70] Als weitere Nachteile können sinkende Realeinkommen durch teilweise ruinöse Konkurrenz oder soziales Dumping gesehen werden. Auch die Ansicht, dass soziale Errungenschaften den Kräften des Weltmarktes geopfert werden[71] und damit die soziale Absicherung in Industrieländern an Qualität verlieren wird als negativer Aspekt angeführt. Ökologische Rücksichtslosigkeiten in Entwicklungsländern werden auf die Globalisierung zurückgeführt.[72] „Die Marginalisierung ganzer Bevölkerungs- und Weltteile, die Aufspaltung der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer sowie die Erosion bewährter Institutionen bergen ein großes Konfliktpotential und wirken der Stabilisierung des Weltfriedens entgegen.“[73] Von vielen Deutschen wird die Globalisierung, wie auch in folgender Abbildung zu erkennen als „Teil einer von außen kommenden Bedrohung“[74] erachtet und als eine wichtige Ursache von Arbeitslosigkeit in den Industrieländern[75] angesehen. Seit dem Jahr 2001/2002 sehen Deutsche in der Globalisierung alles in allem mehr Risiken als Chancen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Globalisierung im Blickwinkel der Deutschen: Mehr Chancen oder Risiken?

Quelle: http://www.stiftung.koerber.de/wettbewerbe/studienpreis/frames/frames.php?param=http://www.stiftung.koerber.de/wettbewerbe/studienpreis/presse/arbeit-umfrage/arbeit-umfrage_2.html am 11.7.2005

Auf der anderen Seite gibt es Vorteile für Produzenten, beispielsweise durch die Möglichkeit der internationalen Arbeitsteilung, Einsparpotentiale durch Ressourcentransfers, z. B. durch die „Verlagerung von Produktionskapazitäten über nationale Grenzen hinweg“[76] um Lohnkosten zu senken und durch internationale Märkte mit größeren Chancen. Konsumenten profitieren von fallenden Preisen bei bestimmten Produkten oder einer ansteigenden Produktvielfalt[77], wie z. B. Wein aus Frankreich, Spanien, Italien, den USA, Australien, Süd Afrika, usw..

Da die wirtschaftlichen Aktivitäten in ausländischen bzw. kulturell fremden Märkten zwangsläufig internationale Kommunikation erfordern, ist eine Auseinandersetzung mit den Phänomenen Kommunikation sowie Kultur dringend notwendig. Darauf aufbauend wird im speziellen auf kulturelle, und sich daraus ergebende kommunikative Besonderheiten der Asiaten, sowie den Unterschieden in der Mentalität und den Sitten, eingegangen. Auf den folgenden Seiten wird eine theoretische Grundlage über die Internationalisierung von Unternehmen sowie die Möglichkeit mit dem Franchising Vertriebssystem daran teilzuhaben, gelegt.

3. Die Internationalisierungsvorhaben der Unternehmen

3.1 Möglichkeiten als Unternehmen international tätig zu werden

Betrachtet man die Möglichkeiten eines Unternehmens im Ausland aktiv zu werden, so gibt es eine Vielzahl von Wegen. Die Intensität der im Ausland erbrachten Leistungen kann durch die Auswahl der Auslandsaktivität gesteuert werden – ist ein Unternehmen z. B. daran interessiert wenig Kapital – und Management Leistung im Gastland zu erbringen, sollte es sich für den Export entscheiden. Folgende Graphik stellt die verschiedenen Vertriebsformen in Bezug auf den Grad der Internationalisierung dar:

Abb. 4: Verschiedenartige unternehmerische Internationalisierungsstufen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten78

Quelle: Niehoff, Going Global, 2001, S.50.

Für welches der dargestellten Vertriebsformen sich ein Unternehmen entscheidet, hängt von verschiedenen wirtschaftlichen Beurteilungskriterien hab. Diese werden in der Praxis oft unterschiedlich gewichtet und mögen damit in der Folge den Ausschlag zur einen oder anderen Vertriebsform geben. Die am häufigsten zur Beurteilung gezogenen Elemente sind:

Im weiteren Verlauf erfolgt eine Fokussierung auf den Vertriebstyp Franchising. Von einer Erklärung aller dargestellten Vertriebsarten soll Abstand genommen werden, da diese für die vor­liegende Arbeit keinen Beitrag liefert. Auf Details wie z. B. eine juristische Abgrenzung zu anderen Systemen oder Rechte und Pflichten der Teilnehmer an diesem Vertriebssystem wird nicht eingegangen, da nur eine Grundlage erforderlich ist und der Schwerpunkt auf interkultureller Kommunikation mit Fokus auf Ost- und Süd-Ost Asien liegt.

3.2 Das Vertriebskonzept Franchising im Fokus

3.2.1 Der Begriff Franchising

Ursprünglich kommt das Wort aus der französischen Sprache und bedeutete vor dem 17. Jahrhundert „die Befreiung von Steuern, Zöllen und Vasallendiensten durch Feudalherren.“[79] Nach dieser ersten formellen Rechtsgestaltung, auch als „Chartes des Franchise“ bezeichnet[80] entwickelte sich erst später ein System und eine Bedeutung, die der heutigen ähnlich ist. Franchising im neueren Sinne, der kommerziellen Abtretung von Marktrechten, „wurde zuerst in USA durch die Singer Sewing Mashine Company in den Jahren 1860-1865“[81] für Nähmaschinen praktiziert. Um die Jahrhundertwende organisierten zahlreiche Automobilproduzenten, Kraftstoff-Vertriebs Firmen und Abfüll-Unternehmen wie z. B. Coca Cola nach diesem Franchise System[82]. Es ist mit einem ähnlich wie um die Jahrhundertwende funktionierenden Prinzip zu einem der „bedeutendsten und erfolgreichsten Kooperations- und Vertriebssysteme der modernen Marktwirtschaft avanciert.“[83] Viele Unternehmen entscheiden sich zunehmend auch in Deutschland für das System Franchising. Gemäß einer Studie der Universität Mainz im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit wuchs dieser Wirtschaftszweig zwischen 1995 und 2002 in Deutschland um durchschnittlich 11%.[84] Nach Angaben des Deutschen Franchise Verbandes (DFV) gab es 2003 in Deutschland 43.000 Franchise-Partner in 830 Systemen, die mit 390.000 Beschäftigten einen Umsatz von 25,4 Milliarden Euro erwirtschafteten, im Jahr 2004 waren es bereits 29 Milliarden Euro.[85]

Unter Franchising[86] versteht man ein vertikales Vertriebssystem bei dem der Franchise-Nehmer als selbständiger Unternehmer mit eigenem Kapitaleinsatz, nach einem vom Franchise-Geber erfundenen und im einzelnen festgelegten Herstellungs- und Vertriebsverfahren Waren oder Dienstleistungen vertreibt[87]. Weiterhin erhält der Franchise-Geber „prozentuale Anteile am Umsatz des Franchise-Betriebs“[88], auch Franchisegebühr genannt, „und verpflichtet sich seinerseits dazu, den Franchise-Nehmer mit Werbekampagnen, Produktinnovationen und Marketingmaßnahmen zu unterstützen“[89] sowie eine laufende Weiterentwicklung des Geschäftskonzeptes zu garantieren.[90] Die rechtlich selbstständigen auf eigenen Namen[91] und Rechnung tätigen Unternehmen agieren arbeitsteilig kooperativ auf der Basis eines Dauerschuldverhältnisses und treten am Markt einheitlich auf. Dabei überlässt der Franchisegeber (mit weit reichendem Weisungs- und Kontrollrecht) dem Franchisenehmer gegen Entgelt bestimmte Rechte, z. B. auf Benutzung eines Firmennamens sowie Herstellung und Vertrieb eines Markenartikels und/oder von Dienstleistungen.[92] Die Bezeichnung „vertikales Vertriebssystem“ ist auf die Zusammenarbeit der beiden Partner über die reine Warenbezogenheit (d. h. Lieferung von Ware gegen Geld) hinaus zurück zuführen.[93] Der Franchise-Nehmer wird in die Absatzorganisation des Unternehmens integriert. Insofern unterscheidet es sich von dem zu einem gewissen Grad artverwandten System der Lizensierung.[94] Die Investition für die franchisierte Geschäftstelle trägt der Franchisenehmer.[95] Gleichzeitig birgt dieses Vertriebssystem die Möglichkeit für den Franchise-Geber seinen Absatzmarkt zu erweitern und durch die Auswahl eines geeigneten Franchise-Nehmers den direkten Marktzugang durch gesicherte Absatzwege und damit eine schnelle Expansion zu ermöglichen.[96] Dabei besteht der Vorteil, dass auf das lokale Wissen des Nehmers z. B. in Bezug auf den Markt, kulturelle Besonderheiten, Bräuche und Gesetze im nationalen und internationalen Kontext zurückgegriffen werden kann. Mögliche Risiken sind z. B. die im Vergleich zu einer eigenen Geschäftstätigkeit relativ geringen Einnahmemöglichkeiten für den Geber oder die Schwierigkeit zuverlässige Nehmer zu finden und diese in das Absatzsystem zu integrieren.[97] Eine Definition kann nur ergänzt durch einen Merkmalskatalog die Funktionsweise näher bringen, um eine genauere Bestimmung des Franchise Systems vorzunehmen.

Tab. 3: Merkmalskatalog eines Franchise Systems

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutscher Franchise Verband e. V. (DFV) http://www.dfv-franchise.com/wcms/bin/Server. dll?Article?ID=20&Session=1-aqLy2NRK-0-269212200504080906&Via=Nav am 6.8.2005 Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 27. Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 46

Das Franchisesystem bietet für Franchise-Nehmer und – Geber die Vorteile eines erfolgreichen Konzerns. Es stehen Größeneffekte wie z. B. ein zentraler Einkauf und damit Preisvorteile, eine überregionale Werbung, die Möglichkeit der Standardisierung von Leistungen, ein professionelles Management, zentrale, einheitliche Schulungen und Know-How Unterstützung sowie eine weitsichtige Strategie zur Verfügung.[98] Die Übertragung dieses Wissens ist ein wichtiger Erfolgsfaktor des Franchisings.[99] Gleichzeitig mindert dieses System alle Nachteile eines Großunternehmens wie beispielsweise mangelnde Motivation des Personals (ausgeschlossen durch die Selbstständigkeit und damit Eigenverantwortung des Franchise-Nehmers), Reibungsverluste durch Kämpfe in der Hierarchie (vermieden durch das Gleichstellungsprinzip beider Partner) zu langsame Reaktion auf Veränderungen am Markt (umgangen durch die Marktkenntnis des Franchise-Nehmers) oder mangelndes Kostenbewusstsein bei den Mitarbeitern (Kostenverantwortung bei Franchise-Nehmer).[100] Im folgenden Abschnitt werden nun die verschiedenen Arten des Franchising definiert.

3.2.2 Die Arten des Franchising

In Abhängigkeit des franchisierenden Gegenstandes entstehen drei Kategorien des Franchising:

Vertriebs-Franchising - Produkt-Franchising - Dienstleistungs-Franchising[101]

Auch wenn die allgemeine Definition des Begriffes Franchising alle drei Formen einschließt, ist es wichtig eine Unterscheidung zu treffen, da z. B. die Leistungen des Franchise – Gebers und – Nehmers im Service Franchising weiter gefasst sind als im Produkt Franchising.

Bei der Methode des Vertriebs-Franchising (Distributions-Franchising) ist das zu franchisierende Produkt eine Ware oder eine Summe von Erzeugnissen (Sortiment), wobei der Franchise-Nehmer entweder der Hersteller oder ein Großhändler der Ware ist. Laut dem CECOD[102] ist diese Form des Franchising, deutschlandweit in fast allen Branchen, überwiegend im Lebensmittel- und Konsumgüterhandel wie z. B. bei „Ihr Platz“ oder „Eismann“ zu finden.[103]

Beim Produkt Franchising (industrielles Franchising) sind die zu franchisierenden Elemente die Produktion und der Verkauf eines industriellen Gutes. Produkt Franchising entscheidet sich also insofern von Vertriebs-Franchising, dass hier nicht nur der Verkauf, sondern auch die Produktion, Be- oder Verarbeitung oder Veredelung des Produktes vom Franchise Geber an den Franchise Nehmer übergeben wird. Herstellungsstandards werden ebenso vom Franchise-Geber vorgegeben wie die Art und Weise des Verkaufes (Marketing Aktivitäten).[104]

Ziel des Dienstleistungs-Franchising s ist der Transfer von immateriellen Sachgütern, also Dienstleistungen. Neben Faktoren wie z. B. die Rechtssprechung des Franchising (wg. z. B. Stundenlöhne, Arbeitsbedingungen und Tarifbestimmungen) ist besonders die Einhaltung der Service – Standards des Stammhauses für den Franchise-Nehmer von hoher Bedeutung, da Kunden den gleichen Service in allen Filialen der Gesellschaft erwarten.[105] „Der Erfolg der geschäftlichen Tätigkeit des Franchisenehmers ist mehr als irgendwo sonst die unmittelbare Folge eines ausgefeilten und dem Franchisenehmer übermittelten Know-how.“[106] Auch wegen der schwierigen Leistungserstellungs- und Qualitätskontrolle spielt die Kommunikation zwischen beiden Franchise Partnern hier also eine besonders wichtige Rolle. Ein durch effiziente und schlanke Kommunikationskanäle ermöglichter reibungsloser Fluss von Informationen versetzt die Teilnehmer an diesem Absatzsystem erst in die Lage zeitnah auf Marktgegebenheiten zu reagieren und die Servicequalität zu verbessern.[107] Da es sich bei dem Franchise System bei Xxxx um ein Dienstleistungs-Franchising handelt das international ausgerichtet ist, ergibt sich hieraus die besondere Relevanz dieser Arbeit, da interne interkulturelle Kommunikation entscheidend für den Erfolg des Unternehmens ist.

3.2.3 Internationalisierung von Franchisesystemen

Franchising ist sowohl national auch als international ein Mittel der Expansion. Bei der Entscheidung international zu expandieren sollten Überlegungen in Bezug auf das Potential des Geschäftes auf internationalem Gebiet, die finanziellen Ressourcen wegen des erhöhten Risikos sowie rechtliche Gegebenheiten (Zoll-, Handelsbestimmungen oder der Transfer von Gewinnen ins Ausland) angestellt werden. Auch politische, wirtschaftliche wie z. B. Wechselkursschwankungen, und kulturelle Gegebenheiten sind im Zielmarkt genauestens im Voraus zu prüfen.[108] Das wichtigste Element bei der internationalen Expansion ist jedoch die Wahl des richtigen Franchise-Nehmers. Dabei sind im Besonderen kulturelle Unterschiede zum Partner zu beachten. Um eine vertrauenswürdige Basis zu schaffen, muss der Franchise-Geber bereit sein, auf kulturelle Unterschiede einzugehen und Kompromisse zu schließen, jedoch nur bis zu einem Ausmaß welches die eigentliche Geschäftsidee nicht verletzt.[109] Der Vorteil verschiedener Perspektiven ist jedoch, dass die verschiedenen Käufermärkte durch die unterschiedlichen Nationalitäten besser analysiert werden und die Kundenwünsche damit gezielter erfasst werden können.[110] Im Folgenden werden drei Möglichkeiten internationaler Franchise-Systeme aufgezeigt:

Direktes Franchising : Die direkte Methode, auch direktes Einzelfranchising genannt, ist im inter­nationalen Kontext vor allem für „geografisch, kulturell oder vor allem sprachlich nahe liegende Länder“[111] geeignet. Leicht zugängliche und unkomplizierte Märkte, die sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich dem Heimatmarkt weit gehend gleichen erfordern in Bezug auf den Franchise Vertrag und das Franchise Packet nur leichten Anpassungen.[112] Innerhalb dieser Vertriebsmethode wird das Franchising Recht entweder direkt an einen unabhängigen Geschäftsmann oder an eine bereits bestehende Gesellschaft vergeben, wobei der Franchise-Nehmer dieses Recht jedoch nur unmittelbar für das ihm zugestandene Territorium nutzen darf. Sollte es mehrere Franchise-Nehmer innerhalb eines Landes geben, ist in diesem Fall ein hoher Koordinationsaufwand zu leisten. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist die direkte Kommunikation zwischen den einzelnen Franchise-Nehmern und dem -Geber ebenso von Bedeutung.[113] Diese Möglichkeit der internationalen Expansion durch Franchising findet bei Anwendung.

Indirektes Franchising: Beim indirekten Franchising wird der Franchise Vertrag nicht zwischen dem Franchise-Nehmer und dem Stammhaus geschlossen, sondern zwischen der Niederlassung des Stammhauses und dem Franchise-Nehmer. Daher werden schon vor Abschluss des Vertrages sämtliche Pflichten und Rechte der Hauptverwaltung auf die Niederlassung übertragen. Diese entspricht dann einer Schnittstelle zwischen der Hauptverwaltung und dem Franchise-Nehmer. Durch diese Position eines Mittlers, der bereits kulturelle und geschäftliche Erfahrungen im Zielmarkt besitzt, können auch Regionen erreicht werden, die für die Hauptverwaltung aufgrund von kulturellen aber auch wirtschaftlichen Eintrittsbarrieren schwer erreichbar sind.[114]

Master Franchising: Im Master Franchising, das bisher am häufigsten bei internationalen Expansionen eingesetzt wurde[115], wird das Franchise Recht direkt an einen unabhängigen Geschäftsmann oder an eine bereits bestehende Gesellschaft übertragen. Diese Instanz verteilt jedoch das Recht an regionale Franchise-Nehmer weiter. Die Gesellschaft bzw. der Geschäftsmann, als Master Franchisenehmer (oder Sub Franchisegeber), ist dann mit dem an ihn übertragenen Know-how und der lizenzierten Marke verantwortlich für den Aufbau und Betrieb des Franchisenetzes innerhalb dieser Region, oder dieses Landes. Besonders in komplexen oder entfernten Märkten mit hohen Eintrittsbarrieren oder Markteintrittsrisiken, die evtl. „aufgrund unzureichender Kenntnisse hinsichtlich spezifischer Marktgegebenheiten und Rahmenbedingungen oder aufgrund mangelnder Kontroll- und Betreuungspotentiale“[116] andernfalls ungeeignet wären, ist Master Franchising eine geeignete Alternative. Ein Beispiel dafür ist das System von „The Body Shop“ (Kosmetik und Körperpflege) das von England aus über Master-Franchising Lizenzen die internationalen Märkte bearbeitet.[117] [118]

4. Kulturelle und kommunikative Aspekte im Spannungsfeld der Mentalitäten

4.1 Kultur als interdisziplinärer Faktor internationalen Handelns

4.1.1 Eine Einführung in den Kulturbegriff

„Kultur ist Kommunikation“

Etymologisch[119] hat das Wort „Kultur“ lateinischen Ursprung und wird vom Verb „colere“ (bebauen, bestellen, pflegen des Bodens, sowie bzw. im übertragenen Sinne veredeln, schmücken, ausbilden und damit auch pflegen des Körpers und Geistes) sowie dem Substantiv „cultus“ (Anpflanzung oder übertragen Schmuck, Bildung Lebensweise) abgeleitet. Daher hatte der Begriff „Kultur“ Jahrhunderte lang die Bedeutung von „etwas kultivieren“ bzw. „etwas produzieren.“[120] Unter Kultur kann die „Gesamtheit der typischen Lebensformen größerer Menschengruppen einschließlich ihrer geistigen Aktivitäten, besonders der Werteinstellungen“[121] verstanden werden. Solche Wertvorstellungen bilden sich aus den „physischen und psychischen Anlagen (die Konstitution) des Individuums, als auch durch dessen soziale Interaktion“[122], die z. B. durch Erziehung, Schule oder Leitfiguren geprägt ist. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ist je nach sozialer Zugehörigkeit und Kultur unterschiedlich.[123] Ganz allgemein ist Kultur also „die Art und Weise, wie die Menschen ihr Leben gestalten mitsamt den „Produkten“ ihres Denkens und Schaffens.“[124] Die Mitglieder einer Kultur zeichnen sich durch einzigartige, im Lernprozess erworbene Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster aus. Vom Kulturbegriff ist der Naturbegriff einerseits und der Persönlichkeitsbegriff andererseits abzugrenzen. Im Gegensatz zur Kultur entstehen natürliche Phänomene wie die Fähigkeit, Angst, Trauer und Freude zu empfinden, nicht im Sozialisationsprozess, sondern durch Vererbung. Jedoch unterliegt die Darstellung der Emotionen stark kulturellen Einflüssen. Die Persönlichkeit eines Menschen enthält sowohl vererbte als auch erlernte Verhaltensweisen, welche in ihrer Kombination einzigartig sind und nur für einen bestimmten Menschen zutreffen.[125]

Heute assoziieren Menschen mit dem Kulturbegriff im weitesten Sinn meist das, was der Mensch geschaffen hat, wie z. B. die Verfeinerung des Geistes, die menschliche Bildung „im Umkreis von Erkenntnis, Wissensvermittlung, ethischen und ästhetischen Bedürfnissen“[126], Kunst und Literatur im Gegensatz zu der von ihm hingenommenen Umwelt, der Natur. Kulturschaffende sind z. B. Künstler, Filmemache, Musiker, Tänzer, Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Designer und Aktionskünstler. In der Wissenschaft, im Besonderen in der Kulturanthropologie und in dieser Arbeit wird der Kulturbegriff jedoch weiter gefasst. Geert Hofstede[127], schlägt vor, dass sich Kultur nicht nur in Betätigungsfeldern, die den Geist verfeinern, äußert, sondern auch in ganz gewöhnlichen Dingen des Alltagslebens, also die Art und Weise wie Menschen ihr Leben, ihren Bezug zur Welt und sich selbst gestalten.[128] Unbewusst wird dabei jeder Mensch entscheidend durch die Kultur, in der er aufwächst, geprägt. „Zuweilen unterscheidet man auch zwischen Kultur und Zivilisation als der mehr technisch-materiellen Seite der Lebensgestaltung.“[129] Dass Kultur ein interdisziplinäres Phänomen ist, verdeutlicht die folgende Abbildung.

Abb. 5: Mit der Kulturforschung verbundene Wissenschaftsdisziplinen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle. Eigene Darstellung in Anlehnung an Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 18-20.

Unter Kultur wird in der Kulturanthropologie laut Maletzke einhellig „ein System von Konzepten, Überzeugungen, Einstellungen, Wertorientierungen, die sowohl im Verhalten und Handeln der Menschen als auch in ihren geistigen und materiellen Produkten sichtbar werden“[130], verstanden. Dabei sind die Umbildung der Natur, der Kultur und Sprache wichtige Kennzeichen des Menschen, das ihn deutlich vom Tier abhebt. Der Mensch ist biologisch gesehen ein Mängelwesen aufgrund seiner mangelhaften Instinkte und schlecht ausgeprägten Sinne, weswegen er sich eine Ordnung in seiner Welt schaffen muss, um diese Mängel zu kompensieren und als Gattung zu überleben. „Kultur zeigt sich durch Äußerungen und Verhaltensweisen von Individuen, Gruppen und Gesellschaften, z. B. durch Regeln, Symbole, verbale und nonverbale Sprache oder Rituale.“[131] Durch seine Fähigkeit zur Abstraktion, zur Schaffung von Distanz zu den Dingen, seine Erinnerung und Phantasie kann sich der Mensch ein System abstrakter Symbole, der Sprache zu Nutzen machen:[132] „Durch Sprache macht der Mensch aus dem Chaos einen Kosmos; ohne Sprache wäre er nicht in der Lage, sich in dieser Welt zu orientieren und funktionierende Gemeinwesen aufzubauen.“[133] Beispielsweise wäre der heutige Mensch ohne Sprache ähnlich wie die Steinzeitmenschen nicht in der Lage die Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu definieren und könnte Erfahrungen und Erinnerungen nicht kommunizieren. Die menschliche Sprache ist nicht angeboren, nur die Fähigkeit sie zu erlernen. Zum Ausdruck kommen kann sie vokal, zeichensprachlich oder schriftlich. Sie ist dem menschlichen Willen unterworfen, komplex, basiert auf Zeichen, wie z. B. Buchstaben, oder Schriftzeichen und ist produktiv sowie kreativ.[134] Kultur kann also als identitätsstiftendes Unterscheidungsmerkmal zwischen Gruppen betrachtet werden, welches über die Zeit hinweg stabil oder veränderlich sein kann. Zusammenfassend lässt sich in Anlehnung an Hofstede, Maletzke, Podsiadlovski und Heringer sagen, dass folgende Aspekte Kultur näher bestimmen:

- Kultur unterscheidet Gruppen voneinander; sie ist also extern heterogen.
- Diese Gruppen haben gemeinsame Erfahrungen, Werte, sowie einen gemeinsamen historischen Hintergrund
- Kultur ist intern meist nicht homogen, da die Basis der Kultur, nämlich die Menschen nicht gleichgeschaltet sind
- Kultur ist komplex, da viele Menschen in einem Begriff zu vereinen eine hohe Abstraktion erfordert
- Kultur muss im Laufe der primären Sozialisation[135] erlernt werden
- Kultur ist vom Menschen geschaffen und stellt ein Werte- und Orientierungsmuster für das Denken, Fühlen und Handeln dar.
- Kultur ist maßgebend für das Verhalten und die Wahrnehmung der eigenen Person und der Welt. Die Wahrnehmung läuft zum großen Teil unbewusst ab.
- Kulturelle Prägung und das daraus resultierende Verhalten wird als selbstverständlich angenommen, sie ist kaum bewusst.
- Kultur unterliegt einem ständigen dynamischen Wandel, sie ist nichts Abgeschlossenes.
- Über Kommunikation werden die kulturellen Muster erworben und weitergegeben.[136]

„Nach einer bekannten Metapher ist Kultur für Menschen wie „das Wasser für die Fische“: Das Wasser bleibt unbemerkt, solange der Fisch drin ist. Befindet er sich außerhalb seiner gewohnten Lebenswelt, spürt er auf schmerzliche Weise die Folgen dieser Bewegung.“[137] Wenn ein Mensch seinen ihm vertrauten Wirkungskreis verlässt, trifft er auf Neues, dem er sich aufgrund seiner Unterschiedlichkeit anpassen kann, wenn er die Einsicht und den Willen dazu hat. Darüber hinaus wird man „sich in anderen Kulturen seiner Eigenheit bewusst: Gewohnte Verhaltensmuster passen plötzlich nicht mehr zu den Rahmenbedingungen der neuen Umgebung. Wie der Fisch auf dem Trockenen sucht man nach einem Ausweg: Den findet man zumeist, aber nicht sofort und ohne Bemühungen.“[138] Wenn sich die verschiedenen Lebensformen und Kulturen begegnen, können sie auch aneinander geraten. „Dies führt in manchen Fällen zu Abwehrreaktionen, zu einer Überhöhung des Traditionellen, Althergebrachten, was nicht selten in fundamentalistischen Tendenzen endet.“[139] Die Folge des Aufeinandertreffens unterschiedlicher Kulturen kann somit eine, durch die Erfahrung eines fremden Gegensatzes verursachte Reflexion, und damit das kritische Hinterfragen der eigenen Kultur sein. Eine solche kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur ist die Voraussetzung für ein sensitives interkulturelles Handeln. Der Begriff Kultur kann mit nationalen Gesellschaften wie z. B. der deutschen Gesellschaft oder mit ethnischen Gruppen wie z. B. den Kurden, die sich über Landesgrenzen verteilen, verbunden werden. Kultur kann man auch mit gesellschaftlichen Schichten, wie z. B. einer Jugendkultur, die in Deutschland beispielsweise mit der Shell Studie[140] untersucht wird, sowie mit Organisationen bzw. Unternehmen, in Verbindung bringen. In all diesen genannten Fällen ist Kultur stets in soziale Systeme eingebettet.[141] Da Menschen aus verschiedenen Kulturen in unterschiedlicher Art und Weise wahrnehmen, denken und handeln, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr Verhalten in derselben Situation unterschiedlich sein wird. Dabei geht man davon aus, dass Persönlichkeitsunterschiede in interkulturellen Begegnungen hinter kulturell bedingten Verhaltensunterschieden zurücktreten. Dieses Verhalten beurteilen die Menschen meist auf Basis ihrer eigenenen fundamentalen Wertvorstellungen, die unter Umständen ja gänzlich verschieden sind. Wenn Menschen die meist unbewusste Tendenz haben, die eigene Kultur und damit deren Sitten und Normen „als den Mittelpunkt der Welt und als Maßstab aller Dinge”[142] anzusehen so wird dieses als „Ethnozentrismus“ bezeichnet.[143] Das Gegenteil ist eine polyzentrische Einstellung, die kulturelle Unterschiede akzeptiert.

Zum egozentrischen Denken kann es durch gewisse selbstverständliche Verhaltensweisen kommen. Menschen neigen aus Trägheit und aus dem Motiv, ihr Weltbild aufrecht erhalten zu wollen dazu, ihre Verhaltensmuster oder gar ihre Kultur nicht zu hinterfragen sowie in den Kontext anderer Kulturen zu stellen. Diese Entlastungsfunktion besteht nur solange, bis die eigenen Selbstverständlichkeiten, die gewohnten Schemata durch z. B. das Erfahren anderer Kulturen nicht hinterfragt werden. Ethnozentrismus kann sich auch durch ein Überlegenheitsbewusstsein äußern. Alles, was nicht den eigenen kulturellen Grundwerten und Verhaltensweisen entspricht, wird als minderwertig und unterlegen empfunden, da es vom Maßstab aller Dinge, der eigenen Kultur abweicht. Dieses Phänomen reicht von den alten Griechen (bei den Olymp­ischen Spielen der Antike durften nur Hellenen und Panhellenen teilnehmen) bis in die Neuzeit, in der es bei der Inanspruchnahme des Weltmachtstatus eine Rolle spielt (America first). Dabei passiert es häufig, besonders in ethnisch zusammen gewürfelten Ländern, wie z. B. der USA, dass bei der Suche nach einer gemeinsamen Identität in Form eines Nationalgefühls, über das Ziel hinausgeschossen wird, und die Achtung, Respekt und Toleranz gegenüber anderen Nationen ausgeschlossen, sowie die eigene Nation im Vergleich zu anderen glorifiziert wird. Dieses Phänomen Ethnozentrismus in Form von Selbstverständlichkeiten und einem Über­legenheitsbewusstsein, in moderner Ausprägung auch Nationalismus genannt, gilt als kontra­produktiv für die interkulturelle Verständigung.[144]

4.1.2 Kultur beinflussender Veränderungs-Prozess

"Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern."[145]

Ausgehend von der Kultur geht diesen Verhaltensweisen eine Bildung von Werten, dem was die Gesellschaft für gut und wünschenswert hält, voraus. Diese sind meist unbewusst und unsichtbar, äußern sich dann in Einstellungen und schließlich im Verhalten. Hier existiert die Annahme, dass ein zirkulärer Zusammenhang, der in der folgenden Abbildung visualisiert wird, unterstellt werden kann.

Abb. 6: Der Kreislauf in dem sich Kultur entwickelt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 6.

Kultur dient der Orientierung und Verhaltenssteuerung, ermöglicht die Kommunikation sowie das Zusammenleben und vermittelt Identität. Nationale Kulturen tragen also zur Strukturierung der gesamten Lebenswirklichkeit eines Menschen und somit zur Konstruierung dessen bei, was als „selbstverständlich” und „normal” gilt.

4.1.3 Der Aufbau von Kultur

Die Basisannahmen und Wertvorstellungen sind vor allem unbewußt, so daß die Handelnden nicht wissen, wieso sich der andere so verhält und es evtl. als selbstverständlich ansieht, dass sich der andere ,,falsch“ verhält. Die eigenen kulturellen Orientierungsmuster und Erfahrungen werden erst durch die Konfrontation mit einer anderen Kultur in Form kritischer Interaktionserfahrung bewußt und reflektiert. Je fremder der Interaktionspartner und je deutlicher seine Andersartigkeit ist, desto klarer werden die kultureigenen Regeln. Dies kann tendenziell zwischen Deutschen und Menschen aus ost- oder süd-ost-asiatischen Ländern beobachtet werden.[146]

Abb. 7: Die drei Ebenen der Kultur am Beispiel des Eisberg Theorems

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an: Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 8; Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 41ff.

Wie in Abb. 7 zu erkennen, kommt es bei interkulturellen Begegnungen häufig dazu, dass bei mangelndem Interesse bzw. Bewusstsein für die andere Kultur, Zusammenstöße unausweichlich sind. Dies liegt daran, weil die Bestandteile, die unterhalb der „Wasseroberfläche” sind, nicht gesehen werden. Nur ein kleiner Teil des Eisberges (resp. der Kultur) ragt über dem Wasserspiegel hervor und ist damit sichtbar[147]. Der weitaus größere Teil verbirgt sich unterhalb (resp. unbewusst) des Geschehens. Somit können sich die beiden Menschen nicht wirklich annähern, da die Werte und Grundannahmen im unsichtbaren Bereich im Wege stehen.[148]

Das jeweilige Wertesystem stellt einen Schlüsselbegriff in der Auseinandersetzung mit Kultur dar. Werthaltungen sind im Vergleich zu Einstellungen überdauernder, resistenter gegenüber Veränderungsversuchen und motivierender für Handlungen. Sie sind zentral für das Selbstkonzept, haben also unter anderem die Funktion der Indentitätswahrung, der Orienterung und der Selbstdarstellung. Da Werte fundamentaler Bestandteil von Kultur sind, diese beeinflussen und von ihr beeinflusst werden, wird deutlich, wie wichtig Kultur für die eigene Identität ist. Kulturelle Werte repräsentieren implizit oder explizit geteilte abstrakte Ideen darüber, was gut, richtig und erstrebenswert in einer Gesellschaft ist. Sie spiegeln die Auffassungen und Ziele, die in eine Kultur für wünschenswert gehalten werden, wider.[149] Ein tiefgreifendes Verständnis und die Akzeptanz der Wertorientierungen einer Kultur sind entscheidend um kulturelle Kompetenz aufzubauen.

4.1.4 Kulturdimensionen als Beitrag zur Bestimmung von Kultur

Die folgende Abb. veranschaulicht die verschiedenen Ansätze von Kultur mit deren Vertretern:

Abb. 8: Kultur in unterschiedlichen Dimensionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Abbildung

Kultur ist wie Kommunikation ein Konstrukt[150], also nicht direkt bestimm- oder messbar. Daher stellt, vor dem Hintergrund der kontroversen Diskussion über den Kulturbegriff, eine Dimensionierung der Kultur, eine Möglichkeit dar, den Faktor Kultur näherungsweise zu operationalisieren. „Eine Dimension ist ein Aspekt einer Kultur, das sich im Verhältnis zu anderen Kulturen messen lässt.“[151] In der Vergangenheit befassten sich zahlreiche Kulturforscher mit dem Phänomen Kultur. Da Hofstede die bislang umfangreichste und am häufigsten in der aktuellen Literatur zitierte kulturvergleichende Studie durchgeführt hat, und diese auch die Möglichkeit bietet, Kulturen anhand umfassender Daten zu vergleichen, wird sein Ansatz im Folgenden näher erläutert.

4.1.4.1 Die Kulturdimensionen von Hofstede

Mit Hilfe theoretischer Überlegungen sowie statistischer Verfahren (exploratorische und konfirmatorische Faktorenanalyse) fand Hofstede anhand eines schriftlichen Fragebogens mit 32 Fragen vier Dimensionen. Die Studie dient als Model um Konflikte und Missver­ständnisse in der inter­kultur­ellen Kommunikation zu durchleuchten und zu bearbeiten. Aus 116.000 Fragebögen der Firma IBM ließen sich 50 Länder und drei Länderregionen zuordnen.[152] Bei dieser Untersuchung muss kritisch bemerkt werden, dass unklar gelassen wird inwieweit die Werte durch die spziefische Unternehmenskultur von IBM geprägt sind.

Tab. 4: Die vier Dimensionen von Kultur (Hofstede)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 18ff.

Es gibt eine weitere fünfte Dimension, die Long Term Orientation. Diese soll hier aber nicht weiter berücksichtigt werden, da sie nicht Bestandteil der ursprünglichen Studie war und erst später aus den bereits vorhandenen Daten generiert wurde; die diesbezüglichen Daten sind unvollständig. Die jeweiligen Abkürzungen, z. B. PDI für Machtdistanz leiten sich aus den anglo-amerikanischen Abkürzungen ab.

A) Machtdistanz (Power Distance Index, PDI)

Hier wird die Distanz zwischen Hierarchiestufen und die damit in Verbindung stehende Autorität und Macht sowie die Akzeptanz bzgl. der Asymetrien untersucht. Diese Distanz spiegelt sich im Machtdistanzindex (PDI) wider. Diese können z. B. in der Schule zwischen Lehrer und Schüler, in der Familie oder in Unternehmen bestehen. Als Beispiel ist „in konfuzianisch geprägten Ländern ... der Abstand zwischen den Hierarchieebenen ... sehr groß und muss gewahrt werden, während in anderen Ländern wie z. B. in den USA, Egalitarismus betont wird und Statussymbole zu vermeiden sind.”[153] Menschen mit geringer Distanz, also einem geringen PDI (Schweden 31, Österreich 11) tendieren eher zu demokratischem Verhalten auch in Bezug auf Kommunikation. Es „werden Entscheidungen delegiert, große Belohnungsunterschiede nicht akzeptiert, Mitspracherechte für alle Betroffenen angestrebt und Organisationsstrukturen flacher gehalten.”[154] In Kulturen mit hohem Abstand, einem hohen PDI Wert, dominiert ein klares bürokratisches Hierarchiegefüge mit starren kommunikativen Regeln wie z. B. in Malaysia mit dem höchsten PDI Wert (104) weltweit.[155]

B) Individualismus versus Kollektivismus (Individualism vs. Collectivism, IDV)

Diese Ausprägung wird mit dem Individualismus-Index (IDV) gemessen. Kollektivismus (niedriger IDV) bedeutet, dass die Gruppe und deren Ziele und Normen sowie die Zugehörigkeit und Loyalität zur selbigen, im Vordergrund steht. Wichtig ist ein Wir-Gefühl und durch Integration in ein meist hierarchisches Netzwerk erlangter Schutz des Individuums wie z. B. in Singapur (IDV=20). Inividualis­mus (hoher IDV) meint, dass der Einzelne bzw. dessen Freiheit, Ziele, Entfaltung, individuelle Laufbahn, Einstellungen und Bedürfnisse Priorität haben. Eigenverantwortung, und –inititive, Autonomie sowie Selbstbestimmtheit und die Ich-Erfahrung charakterisieren diese Ausprägung. Typische Beispiele hierfür sind die Niederlande (IDV=80) und die USA (IDV=91). Menschen aus solchen individualistischen Kulturen entwickeln während ihre Sozialisationsprozesses die Betonung ihrer individuellen Werte. Dadurch sind diese Kulturen stark mit der Authentizität ihrer eigenen Person beschäftigt.[156]

Tab. 5: Eigenheiten kollektivistischer vs. individualistischer Kulturen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 147.

In diesem Zusammenhang wird auch untersucht, wie sich die Beziehung zwischen dem Menschen und der Gemeinschaft gestaltet, also wie diese beiden Faktoren zueinander stehen. „In manchen Ländern ist das Erreichen von Gruppenzielen vorrangig vor der Erfül­lung individueller Bedürfnisse.”[157] Darüber hinaus geht Hofstede von einem Zusammen­hang zwischen Individualisierungsgrad und Wohlstand aus. Es sind vorzugsweise die reichen, westlichen Länder, die sich einen Individualismus erlauben können und einen hohen IDV Wert aufweisen.[158]

[...]


[1] intern [lateinisch], im Innern befindlich, innerhalb; nur den inneren, engsten Kreis einer Gruppe betreffend, nicht öffentlich. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[2] [IKOSA 05]-Studie: Studie zur Internen Kommunikation mit Ost- und Süd-Ost-Asiaten; Quellen: siehe ANHANG B; Erstellungszeitraum 1. März bis 1. Aug. 2005

[3] Das Wort Sitte bedeutet eigentlich »Art und Weise des Lebens« und steht für die in einer Gesellschaft oder Gruppe herrschenden Regeln des Sozialverhaltens, sofern diese nicht durch Gesetze festgelegt, sondern durch ihre tägliche Anwendung verankert sind. Diese Regeln rechtfertigen sich aus bestimmten Traditionen, Bräuchen, kulturellen Besonderheiten sowie moralischen oder religiösen Vorstellungen. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[4] Ostasien, im Westen durch das wüsten- und steppenhafte Hochland Zentralasiens begrenzter Kulturraum im pazifiknahen Teil des asiatischen Kontinents, der als festländische Gebiete Südchina, die Große Ebene und die Mandschurei sowie die Halbinsel Korea, ferner die vorgelagerten Kurilen, Sachalin, die japanischen Inseln und Taiwan umfasst. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[5] Südostasien, südlich des zentralasiatischen Hochlandes und östlich des Indischen Ozeans gelegener Teil Asiens, umfasst die Halbinsel Hinterindien und den Malaiischen Archipel. Zu Südostasien gehören Birma, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Singapur, Malaysia, Brunei, Indonesien und die Philippinen. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[6] pan ... [griechisch], ganz ..., all ... Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[7] Erfolg, das i. d. R. in monetären Größen erfaßte bzw. ausgedrückte Ergebnis des Wirtschaftens; ermittelt durch Erfolgsrechnung. Gabler Wirtschaftslexikon 1997

[8] http://www.manager-magazin.de/unternehmen/mittelstand/0,2828,344731,00.html am 25.7.2005

[9] Weltstatistik Der Brockhaus multimedial 2005 premium

[10] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 13.

[11] Der Brockhaus multimedial 2005 premium

[12] Vgl. Dülfer, Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen, 2001, S. 582. Vgl. Sung-Hee, Asiengeschäfte mit Erfolg, 1997, S. 1.

[13] Gemeinschaftsprojekt eines Medienverbundes bestehend aus »Kulturzeit« (3Sat), Suhrkampverlag, Süddeutscher Zeitung, der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. und dem DeutschlandRadio Berlin zum Versuch einer Charakterisierung des 20. Jahrhunderts mittels eines sprachlich-soziologischen Ansatzes. Eine [...] Jury bestimmte im Jahr 1999 einhundert diese Epoche prägende Begriffe. Der Brockhaus multimedial 2005 premium

[14] Interaktion, allgemeine und umfassende Bezeichnung für die durch Kommunikation vermittelte gegenseitige Beeinflussung von Individuen oder Gruppen im Hinblick auf ihr Verhalten und Handeln, ihre Einstellungen und dergleichen. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[15] Beispielsweise ist Merril Lynch, ein großes amerikanisches Brokerhaus, der Ansicht, „dass die Ära der Globalisierung im Jahre 1989 begann und jetzt etwas mehr als zehn Jahre alt ist.“ Zitiert aus: Niehoff, Going Global, 2001, S. 1.

[16] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 18.

[17] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 3.

[18] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 15, S. 32.

[19] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 59.

[20] 100 Wörter des Jahrhunderts, [Red.: Wolfgang Schneider]. 1. Aufl., Frankfurt am Main, 1999.

[21] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 3.

[22] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 3.

[23] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 1.

[24] Niehoff/ Reitz, Going Global, 2001, S. 8.

[25] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 35.

[26] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 17.

[27] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 1.

[28] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 3. Vgl. Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 1.

[29] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 1.

[30] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 6.

[31] Keynes, John Maynard, 1883-1946, englischer Nationalökonom, ist einer der bedeutendsten Nationalökonomen in der Geschichte, von weitreichendem Einfluß auf das Denken innerhalb des Faches und auf die Entscheidungen in der Politik. Gabler Wirtschaftslexikon 1997

[32] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 96. Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 6.

[33] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 6f. Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 96.

[34] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 2.

[35] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, Vorwort.

[36] Vgl. Niehoff, Going Global, 2001, S. 8f.

[37] Vgl. Niehoff, Going Global, 2001, S. 10.

[38] Vgl. Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 9.

[39] Vgl. Niehoff, Going Global, 2001, S. 8f.

[40] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 7.

[41] Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 7.

[42] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 96.

[43] Internet [zu englisch net »Netz«] das, weltweites dezentrales Netz von miteinander verbundenen Computernetzen für den Austausch digitaler Daten (»Netz der Netze«). Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[44] Niehoff, Going Global, 2001, S. 8.

[45] Der Brockhaus multimedial 2005 premium

[46] Politik [französisch politique, von griechisch politike (téchne) »Kunst der Staatsverwaltung«] die; vielschichtiger Begriff, umfasst allgemein die Gesamtheit der Verfahren und Handlungen von Einzelnen, Institutionen und Organisationen, die öffentlichen Belange durch Entscheidungen regeln. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[47] Vgl. Hasenstab, Interkulturelles Management, 1999, S. 14 Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 51f.

[48] Vgl. Borchardt, Globalisierung in historischer Perspektive, 2001, S. 22.

[49] Abkürzung für englisch G eneral A greement on T ariffs and T rade (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen), in Genf am 30.10. 1947 von 23 Staaten abgeschlossenes Abkommen zur Erleichterung des gegenseitigen Handels auf der Grundlage der Meistbegünstigung und zur Neuordnung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[50] Der Brockhaus multimedial 2005 premium; (WTO, W orld T rade O rganization)

[51] Vgl. Niehoff, Going Global, 2001, S. 10. Vgl. Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 3. Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 110.

[52] Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[53] Kapitalismus, Anfang des 19. Jh. geprägter Begriff für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die durch Privateigentum an Produktionsmitteln, privates Unternehmertum, das Prinzip der Gewinn- bzw. Nutzenmaximierung, Steuerung des Wirtschaftsgeschehens über den Markt (Marktwirtschaft), Wettbewerb, Rationalität, Individualismus und den Gegensatz zw. Kapital und Arbeit (Arbeitgeber und -nehmer) gekennzeichnet ist. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[54] Neoliberalismus, wirtschaftspolitisches und sozialphilosophisches Konzept für eine Wirtschafts­ordnung, die durch die Steuerung aller ökonomischen Prozesse über den Markt, das heißt durch freien, funktionsfähigen Wettbewerb, gekennzeichnet ist. Der Brockhaus multimedial 2005 premium; Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 1f, S. 93.

[55] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 110f.

[56] Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[57] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 115.

[58] Vgl. Krystek, Handbuch Internationalisierung, 2002, S. 5.

[59] Vgl. Krystek, Handbuch Internationalisierung, 2002, S. 6.

[60] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, Vorwort

[61] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, Vorwort

[62] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 25.

[63] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 63.

[64] Niehoff, Going Global, 2001, S. 7.

[65] Germann, Messung der Globalisierung: ein Paradoxon in: Steger, Facetten der Globalisierung, 1999, S. 5.

[66] Vgl. Krystek, Handbuch Internationalisierung, 2002, S. 184. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[67] Vgl. Germann, Messung der Globalisierung: ein Paradoxon in: Steger, Facetten der Globalisierung, 1999, S. 5.

[68] Vgl. Münz, Globalisierung, Migration und Bevölkerung – Handlungsoptionen für Deutschland, in: Steger, Facetten der Globalisierung, 1999, S. 135.

[69] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 122.

[70] Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 122.

[71] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 2.

[72] Vgl. Hans-Balz, Globalisierung, Ethik und Entwicklung, 1999, S. 90.

[73] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 93.

[74] Münz, Globalisierung, Migration und Bevölkerung – Handlungsoptionen für Deutschland, in: Steger, Facetten der Globalisierung, 1999, S. 135.

[75] Vgl. Der Spiegel, Kapitalismus total global, Der raue Wind der Weltwirtschaft, Nr. 17/25.4.05, S. 80ff.

[76] Korte, Die Menschen im Spannungsfeld zwischen Individualisierung und Globalisierung, in: Steger, Facetten der Globalisierung, 1999, S. 155.

[77] Vgl. Hans-Balz, Globalisierung, Ethik und Entwicklung, 1999, S. 90. Vgl. Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 98.

[78] Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 32.

[79] Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 7.

[80] Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 7.

[81] Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 2.

[82] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 2.

[83] Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 2.

[84] Zeitschrift Karriere, Ausgabe 05/2005 S. 26

[85] Zeitschrift Karriere, Ausgabe 05/2005 S. 26

[86] ['; englisch »Konzession«] Der Brockhaus multimedial 2005 premium

[87] Vgl. Niehoff, Going Global, 2001, S. 55.

[88] Niehoff, Going Global, 2001, S. 55.

[89] Niehoff, Going Global, 2001, S. 55.

[90] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 46

[91] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 38.

[92] Vgl. http://www.dfv-franchise.com/wcms/bin/Server.dll?Article?ID=20&Session=1-aqLy2NRK-0-269212200504080906&Via=Nav am 6.8.2005 Vgl. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[93] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 38.

[94] Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 275.

[95] Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 276. Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 46.

[96] Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 46.

[97] Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 276.

[98] Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 29. Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 47.

[99] Vgl. Berger, Das Extranet – innovative Kommunikation in einem Franchisesystem in: Nebel (Hrsg.), Das Franchise System, 2003, S. 421.

[100] Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 47.

[101] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 30.

[102] Centre d´etudes du Commerce et de la Distribution, aus: Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 31.

[103] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 31f. Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 91f.

[104] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 31f.

[105] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 32. Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 92f.

[106] Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 32.

[107] Vgl. Berger, Das Extranet – innovative Kommunikation in einem Franchisesystem in: Nebel (Hrsg.), Das Franchise System, 2003, S. 421.

[108] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 333f., S. 335.

[109] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 337.

[110] Vgl. Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 95.

[111] Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 342.

[112] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 215f. Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 342.

[113] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 215f. Vgl. Schulz, Internationale Franchisesysteme in: Nebel (Hrsg.), Das Franchise System, 2003, S. 683.

[114] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 216f.

[115] Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 343.

[116] Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 97.

[117] Vgl. Skaupy, Franchising- Handbuch für die Betriebs- und Rechtspraxis, 1995, S. 217f. Vgl. Küster, Opportunismus und Motivation in Franchise und Vertragshändler-Systemen, 2000, S. 97. Vgl. Flohr, Franchising – die Königsklasse der Vertriebssysteme, 2003, S. 343. Vgl. Schulz, Internationale Franchisesysteme in: Nebel (Hrsg.), Das Franchise System, 2003, S. 684f. Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 275f.

[118] Hall, The silent language, 1995, S. 97.; zitiert in: Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 25.

[119] Etymologie [griechisch-lateinisch] die, Richtung der vergleichenden Sprachwissenschaft, die Herkunft, Grundbedeutung und historische Entwicklung der Wörter sowie ihre Verwandtschaft mit Wörtern gleichen Ursprungs untersucht. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[120] Vgl. Hasenstab, Interkulturelles Management, 1999, S. 45. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[121] Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[122] Dülfer, Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen, 2001, S. 318.

[123] Vgl. Dülfer, Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen, 2001, S. 318.

[124] Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 15.

[125] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 3ff.

[126] Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[127] Geert Hofstede ist ein renommierter niederländischer Ökonom und Kulturforscher, der zu Kulturen die derzeit aktuellsten und relevantesten Kulturdimensionen erforscht hat.

[128] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 4. Vgl. Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 22f.

[129] Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[130] Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 16.

[131] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 39.

[132] Vgl. Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 20f. Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 110. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[133] Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 21.

[134] Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 127ff.

[135] Die frühkindliche Sozialisation wird auch als primäre Sozialisation bezeichnet. Die Muster, die das Kind in der Familie (familiäre Sozialisation) erlernt, beeinflussen in vielfacher Hinsicht auch sein Verhalten in der Schule, werden von dieser aber durchaus auch modifiziert (schulische oder sekundäre Sozialisation). Da Sozialisation als ein lebenslanger Prozess des Lernens und der Anpassung verstanden werden muss, kann schließlich auch im beruflichen Bereich (berufliche Sozialisation) und darüber hinaus von einer tertiären Sozialisation gesprochen werden. Andere Bezeichnungen, die als Ersatz für den Begriff Sozialisation vorgeschlagen wurden, sind Enkulturation und Personalisation. Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[136] Vgl. Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 5. Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 158.

[137] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 35.

[138] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 35.

[139] Scherer, Multinationale Unternehmen und Globalisierung, 2003, S. 63.

[140] Eine wichtige Grundlage der Jugendsoziologie bilden speziell jugendbezogene Erhebungen, in Deutschland seit den 1980er Jahren besonders die, des Jugendwerkes der Deutschen Shell (zuletzt »Jugend 2002«; 14. Shell-Jugendstudie) Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[141] Vgl. Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 39.

[142] Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 23.

[143] Vgl. Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 23.

[144] Vgl. Maletzke, Interkulturelle Kommunikation, 1996, S. 23ff., S. 42. Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 206

[145] Konfuzius; http://www.konfuzius.net/konfuzius/kf_ber_sprueche.html am 11.7.2005

[146] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 5ff.

[147] sichtbare Kulturmerkmale siehe Anhang A3

[148] Vgl. Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 7.

[149] Vgl. Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 43.

[150] Konstrukt, Sachverhalt oder Prozess, der im Rahmen einer Theorie zur Erklärung (explikatives Konstrukt) oder Beschreibung (deskriptives Konstrukt) von Gegebenheiten angenommen wird, direkter Beobachtung jedoch nicht zugänglich ist. In diesem Sinne sind beispielsweise »Intelligenz« oder »Ängstlichkeit« Konstrukte, Der Brockhaus multimedial 2005 premium.

[151] Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 18.

[152] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 18ff.

[153] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 11.

[154] Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 51.

[155] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 27ff. Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 148f. Vgl. Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 11. Vgl. Blom, Interkulturelles Management, 2002, S. 51f. Vgl. Perlitz, Internationales Management, 2000, S. 283. Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 112ff.

[156] Vgl. Barnlund, The Public Self and the Private Self in Japan and the United States, 1974, in: Condon/Saito, (Eds.) Intercultural Encounters with Japan, S. 27ff. in: Thieme, Interkulturelle Kommunikation und Internationales Marketing , 1999.

[157] Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 11.

[158] Vgl. Hofstede, Lokales Denken, globales Handeln, 2001, S. 64. Vgl. Heringer, Interkulturelle Kommunikation, 2004, S. 144, S. 148, S. 150. Vgl. Podsiadlovski, Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit, 2004, S. 11f. Vgl. Perlitz, Internationales Management, 2000, S. 283. Vgl. Kotabe, Global Marketing Management, 2004, S. 112f.

Details

Seiten
203
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783832491284
ISBN (Buch)
9783838691282
Dateigröße
10 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v223896
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim – unbekannt
Note
1,4
Schlagworte
asien franchising kultur kommunikation china [IKOSA 05]

Autor

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Titel: Kommunikative und kulturelle Herausforderungen bei der Expansion von Franchisesystemen in ost- und süd-ostasiatische Märkte