Lade Inhalt...

Salutogenetische Faktoren hochaltriger Menschen

Eine qualitative Erhebung gesundheitlicher Protektivfaktoren der Langlebigkeit

Studienarbeit 2004 81 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Altenpflege, Altenhilfe

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Einleitung und Aufbau des Forschungsberichts
2.1 Prospekt
2.2 Motivation
2.3 Ziel und Absicht
2.4 Theoretischer Hintergrund / Annäherung an die Forschungsfrage
2.4.1 Literaturrecherche
2.4.2 Das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsky
2.4.3 Begriffserklärungen aus der Sicht des Modells der Salutogenese und deren Bedeutsamkeit für die Studie
2.4.4 Forschungsstand der Salutogenese
2.4.5 Forschungsstand der Gerontologie
2.4.6 Bedeutung für die Pflege
2.4.7 Schlussfolgerungen

3 Forschungsdesign
3.1 Methodologie
3.1.1 Das interpretative Paradigma
3.1.2 Phänomenologie
3.1.3 Qualitativ-induktiver Ansatz
3.1.4 Ethische Kriterien
3.2 Methodik der Interviews
3.3 Forschungsfragen
3.4 Auswahl der Probanden und Kontaktaufnahme
3.5 Charakteristik der Probanden

4 Datenerhebung
4.1 Ablauf der Interviews / Stil der Kommunikation
4.2 Datenerhebung während und nach der Interview
4.3 Pretest
4.4 Review der Interviews mit hochaltrigen Probanden
4.5 Transkription der Interviews

5 Datenanalyse – Bestimmung des geeigneten Auswertungsverfahrens
5.1 Inhaltsanalyse
5.2 Kategorienbildungsprozess
5.3 Kontext- und Kodiereinheit der Inhaltsanalyse
5.4 Review des Auswertungsverfahrens

6 Ergebnisse der Forschung
6.1 Überblick über die gebildeten Kategorien
6.1.1 Kurzbeschreibung der salutogenen Kategorien
6.2 Beschreibende Kategorien mit Interviewbeispielen

7 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
7.1 Vorannahmen
7.2 Kategorie 1: Erfahrungen, Prägungen, Erziehung
7.3 Kategorie 2: Subjektives Wohlbefinden, Gesundheit – Krankheit
7.4 Kategorie 3: Soziale Beziehungen
7.5 Kategorie 4: Lebensbewältigung
7.6 Kategorie 5: Arbeit & Beschäftigung
7.7 Kategorie 6: Lebenszufriedenheit

8 Schlussfolgerungen
8.1 Zusammenfassung der Befunde
8.2 Kritik und Grenzen der Arbeit
8.3 Empfehlungen
8.3.1 Forschung
8.3.2 Praxis

9 Persönliche Schlussbemerkungen
9.1 Reflexion

10 Literaturverzeichnis
10.1 Bibliographie
10.2 Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

1 Zusammenfassung

Ziel der Forschungsarbeit war es, Gründe für ein sehr hohes Lebensalter zu finden und Anhaltspunkte aufzuzeigen, die dieses fördern bzw. begünstigen können. Besonderes Gewicht hat dabei das Modell der Salutogenese von Antonovsky, welches durch den ganzen Forschungsprozess bestimmend war. In der vorliegenden Untersuchung wurden in einem Alten- und Pflegeheim sechs hochaltrige Probanden befragt. Methodologisch wurde die Phänomenologie angewandt. Die Forschung war induktiv angelegt.

Aus den transkribierten Daten wurden mit der Inhaltsanalyse sechs salutogene Kategorien aus der Perspektive der hochaltrigen Experten gebildet. Dies sind: „Erfahrung, Prägung, Erziehung“, „subjektives Wohlbefinden, Gesundheit -Krankheit“, „soziale Beziehungen“, „Lebensbewältigung“, „Arbeit und Beschäftigung“, „Lebenszufriedenheit“.

In der Interpretation und Diskussion der Kategorien wurden das Modell der Salutogenese, ausgewählte Altersstudien sowie gerontologisches Fachwissen herangezogen.

Obwohl die Anzahl der interviewten Personen aus den Ergebnissen keine verallgemeinerbaren Aussagen erlaubt, zeigen die Resultate, dass Hochaltrigkeit phänomenologisch fassbar ist, Langlebigkeit aber nicht mono-kausal erklärt werden kann; es gibt keinen „one best way“ für ein langes Leben. Vielmehr ist die Hochaltrigkeit bestimmt durch ein Geflecht von Faktoren, die in unterschiedlichen Korrelationen wirksam sind. Die Tatsache, dass heute mehr Menschen sehr alt werden, hat sicherlich mehrere Gründe, das kann auf jeden Fall gesagt werden. Entscheidend für Langlebigkeit dürften wohl komplexe Wechselbeziehungen zwischen stabilen salutogenen Persönlichkeitsmerkmalen, Umweltfaktoren und genetischen Dispositionen sein. Auch scheint das Bewältigungshandeln in Krisensituationen, eine positiven Lebenseinstellung und die Prägung in jüngeren Jahren eine bedeutsame Rolle zu spielen. Die Entscheidung über ein langes Leben fällt eher vor und nicht erst im hohen Alter.

Die abschließenden Empfehlungen richten sich an Pflegende, an die Gerontologie als Fachwissenschaft und an die Gesellschaft im Allgemeinen.

2 Einleitung und Aufbau des Forschungsberichts

Das Modell der Salutogenese von Aaron Antonovsky hat in jüngerer Zeit in den Sozialwissenschaften viel Aufmerksamkeit erfahren. Der Medizinsoziologe Antonovsky kritisiert in seinem Konzept die rein pathogenetische Betrachtungsweise der Medizin und stellt ihr eine salutogenetische Perspektive gegenüber. Er fragte sich, wie es kommt, dass auch unter schweren Belastungen immer nur ein Teil der Menschen erkrankt, andere aber gesund bleiben. Dieser Argumentation folgend besteht das wahre Geheimnis nicht darin, warum Menschen krank werden und sterben, sondern das Wunder besteht eher darin, warum die meisten über weite Strecken mehr oder weniger gesund sind.

Im Modell der Salutogenese geht es also nicht darum, Risikofaktoren und Stressoren für spezifische Erkrankungen zu suchen und zu eliminieren, sondern die Lebensgeschichte des Menschen mit seiner möglichen positiven Entwicklung in den Vordergrund zu stellen und seine diesbezüglichen Widerstandsressourcen zu fördern.

Die Frage, warum Menschen gesund bleiben, soll Vorrang vor der Frage nach den Ursachen von Krankheiten und Risikofaktoren bekommen. Dementsprechend fragt die salutogenetische Perspektive primär nach den Bedingungen von Gesundheit und nach Faktoren, welche die Gesundheit schützen und zur Unverletzlichkeit beitragen.

Nun stellt sich die Frage, warum gesunde Menschen so wenig Beachtung in der bisherigen Forschung fanden, da man doch von ihnen einiges lernen könnte. Besonders hochaltrige Menschen müssten demzufolge doch über vermutlich besondere Eigenschaften, Ressourcen und Fähigkeiten in ihrem Leben verfügt haben. Diese Umstände waren ausschlaggebend für den Verfasser, sich mit diesem Thema der Gesundheitsforschung aus dem Blickwinkel von hochaltrigen Personen zu beschäftigen.

Der Forschungsbericht ist wie nachfolgend beschrieben aufgebaut:

Nach der Zusammenfassung wird im zweiten Kapitel mit Hilfe der aktuellen Literatur, das Thema der Studie mit den Intentionen des Forschers hierzu, im Überblick dargestellt. Dem derzeitigen Stand der Diskussion folgend, wird anschließend die Forschungsfrage entwickelt und vorgestellt.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Auswahl des Forschungsdesigns, mit der Bestimmung und Begründung des geeigneten Erhebungsverfahrens.

In Kapitel 4 schließt sich die Datenerhebung an, in dem unter anderem der Ablauf der Interviewsituation, der Kommunikationsstil und der Pretest thematisiert werden.

In Kapitel 5 wird das Auswertungsverfahren vorgestellt. Dabei werden die Modifikationen und die Umsetzung des gewählten Verfahrens im Mittelpunkt stehen.

Mit einem Überblick der gebildeten salutogenen Kategorien erfolgreichen Alterns werden anschließend in Kapitel 6 die Forschungsergebnisse mit Interviewbeispielen vorgestellt.

In Kapitel 7 gilt es, im Kontext oder Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, diese Ergebnisse zu diskutieren und interpretieren.

Eine Zusammenfassung der Befunde, der Kritik und Grenzen der Arbeit und mögliche Empfehlungen, wird in Kapitel 8 dargelegt.

Im letzten Kapitel schließt eine persönliche Reflexion des Verfassers den Forschungsbericht ab.

Im Folgenden werden für die Probanden auch die Begriffe Experte, hochaltrige Menschen und sehr alte Menschen, für den Verfasser synonym die Begriffe Forscher und Interviewer verwendet.

Soweit es möglich ist, wurde im Text eine beide Geschlechter umfassende Form gewählt. War das nicht möglich, so wurde einfachheitshalber die männliche Form für beide übernommen.

2.1 Prospekt

Die vorliegende Forschungsstudie ist eine Hausarbeit im Bereich Pflege- und Gesundheitsforschung im berufsbegleitenden Studiengang Pflegepädagogik II der EFH Ludwigshafen in Kooperation mit den Kaiserswerther Seminaren.

Mit der Erforschung von Personen, die 92 Jahre oder älter geworden sind, war und ist die Hoffnung verknüpft, mehr über die Hintergründe der menschlichen Langlebigkeit zu erfahren.

- Den theoretischen Hintergrund für die Studie bildet das Modell der Salutogenese von Aaron Antonovsky. Dieses Modell fragt in erster Linie nach den Bedingungen von Gesundheit, welche die Gesundheit schützen und so zur Unverletzlichkeit beitragen.
- Die Studie ist eine induktive, qualitative Forschung.
- Die Phänomenologie hat keine philosophische Bedeutung für die Studie, sondern wird als qualitative Technik, im Sinne angewandter Phänomenologie verwendet.
- Die Untersuchung wurde bei sechs hochaltrigen Personen durchgeführt. Die alle durch ihr hohes Alter als „Experten für Langlebigkeit“ zu bezeichnen sind.
- Das Interesse der Arbeit ist, zu erforschen, warum Menschen ein so hohes Alter erreicht haben, etwa durch besondere Eigenschaften, Lebensweisen oder durch Sozialisationsprozesse.

2.2 Motivation

In Deutschland gibt es nur sehr wenig Studien, die sich mit Hochaltrigen (92 Jahre und älter) befassen. Insbesondere im Hinblick auf sozialwissenschaftliche und psychologische Fragestellungen herrscht ein gravierendes Forschungsdefizit. Es wird zwar häufig über die Bedeutung biographischer Ereignisse bzw. an Lebensphasen gebundene Ereignisse und Veränderungen berichtet, die langfristigen Auswirkungen individueller Lebensläufe sind wegen ihrer Vielschichtigkeit des benötigten Datenmaterials jedoch noch wenig gesichert.

Dabei ist mittlerweile gut belegt, dass die ältesten Anteile der Bevölkerung etwa seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts am stärksten anwachsen.

Vor dem Hintergrund des demographischen und auch sozialen Wandels und der damit verbundenen Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung einer gesundheits- und zufriedenheitsfördernden Umwelt ist die Analyse und Prognose der Alternsprozesses eine der zentralen Forschungsaufgaben der Gegenwart.

Auch halten viele geäußerte Alltagsvermutungen zu den Gründen, weshalb Menschen neunzig Jahre und älter werden, strengen methodischen Anforderungen nicht stand, so dass die Frage, warum es gerade diese Personen sind, die so alt werden, als bisher weitgehend unbeantwortet angesehen werden muss. Es ist folglich immer noch unklar, woran es denn nun liegt, dass die einen Menschen ein biblisches Alter erreichen und andere, die vielleicht noch „gesünder“ lebten, nicht so alt wurden.

Dem Verfasser ist wesentlich, dass Gesundheit nicht reduziert ist auf Ernährung, Bewegung, sondern dass sicherlich noch weitere Komponenten eine Rolle in der Lebenserwartung spielen.

2.3 Ziel und Absicht

Ausgangspunkt dieses Forschungsprojekts ist es, mehr Informationen über Lebenseinstellungen und Lebenskonzepte von hochaltrigen Menschen zu bekommen. So ist es das formulierte Ziel der Studie, wesentliche Gründe der Langlebigkeit von Menschen aufzuzeigen. Die Untersuchung konzentriert sich auf Personen, die bereits ein sehr hohes Lebensalter erreicht haben.

Die Lebensspannen-Perspektive beinhaltet die Untersuchung von Entwicklungsverläufen individueller Kompetenzen vom Kindesalter über das mittlere Erwachsenenalter bis in das sehr hohe Alter. Die entwicklungsbezogene Forschung orientiert sich an der Erkenntnis, dass die gegenwärtige Lebenssituation durch aktuelle Lebensereignisse und momentan verfügbare Ressourcen allein nicht hinreichend erklärt werden kann. Insbesondere persönliche Ressourcen, wie beispielsweise Lebensleistungen und Reaktionsformen auf Belastungen (Coping), werden erst im Laufe eines langen Lebens aufgebaut und sind nur in einer biographischen Sichtweise verständlich (dzfa., 2002, S. 32).

Die Schwerpunkte der Erforschung der Entwicklung über die Lebensspanne bilden methodische Fragen zur adäquaten Erhebung und Analyse biographischer Daten.

Insbesondere die Betrachtung von Wechselwirkungen zwischen spezifischen Umweltanforderungen und individuellen Auseinandersetzungsformen kann dabei helfen, Grundlagen der individuellen Gestaltung eines erfolgreichen Alterns zu bestimmen.

2.4 Theoretischer Hintergrund / Annäherung an die Forschungsfrage

2.4.1 Literaturrecherche

Die Literaturrecherche soll klären, ob es bereits schon wissenschaftliche Studien zum Untersuchungsgegenstand gibt. Sie bezog sich auf deutschsprachige Literatur der Gesundheitspsychologie und medizinischen Psychologie bzw. für das Modell der Salutogenese die deutsche Herausgabe von Alexa Franke. Als Quellen wurden die gängigen Literaturdatenbanken sowie das Internet herangezogen:

- Computergestützte Recherche in der Literaturdatenbank Gerolit online und Gerostat online 1993 – 2003.
- Computergestützte Recherche mittels des CD-ROM-Programms Carelit.
- Sichtung der Zeitschriften: „Pflege aktuell“, „PR-Internet“, „Pflege“ im Bibliothekspool des Arbeitgebers des Verfassers.
- Des Weiteren in den Suchmaschinen des Internets unter nachgenannten Suchbegriffen: Antonovsky, Salutogenese, Alter, Hochaltrigkeit, Kohärenzgefühl, Lebenskompetenzen, Alternsforschung, Gesundheit, Gesundheitsforschung sowie aus der Kombination der Suchbegriffe miteinander.

Hier konnte eine größere Anzahl an wissenschaftlichen Beiträgen die für die Studie interessant waren gesichtet werden, weitere Fachartikel konnten über Herrn Prautsch, dem leitenden Bibliothekar der Fachhochschule Ludwigshafen, beschafft werden.

Bei der Sichtung der Literatur konnte festgestellt werden, dass das Thema der Untersuchung aus der beabsichtigen Perspektive noch nicht bearbeitet wurde, jedoch Forschungsstudien bzw. relevante Fachliteratur zu unterschiedlichen Aspekten des Themas vorliegen.

Das folgende Kapitel vermittelt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Diskussion und legt das Vorverständnis des Verfassers dar.

Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen, wird nur eine knappe Zusammenfassung zu der von dem Verfasser bearbeiteten Literatur vermittelt.

2.4.2 Das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsky

Bevor dieser Gliederungspunkt ausgeführt wird, soll hier die Meinung von Mayring kurz wiedergegeben werden: „Theorien, so wird häufig gesagt, würden das Material verzerren, den Blick zu sehr einengen, würden ein Eintauchen in das Material behindern. Begreift man jedoch Theorie als System allgemeiner Sätze, so stellt sie nichts anderes als die geronnenen Erfahrungen anderer über diesen Gegenstand dar. Theoriegeleitetheit heißt nun, an diese Erfahrungen anzuknüpfen, um einen Erkenntnisfortschritt zu erreichen“ (ebd., 2003, S. 52).

In dieser Arbeit geht es um salutogenetische Faktoren alter Menschen. Dieser Begriff lässt sich nur durch Anlehnung an den Begründer des Modells der Salutogenese, an Aaron Antonovsky näher erläutern.

Manche Menschen haben gewaltige körperliche und seelische Strapazen erleiden müssen, dennoch sind sie nicht erkrankt – entgegen allen Lehrmeinungen der Medizin. Auch im Alltag entwickeln bestimmte Menschen erstaunliche Widerstandskräfte gegen körperliche Erkrankungen und nicht immer verdanken sie ihr Wohlbefinden und hohes Lebensalter einer gesunden Lebensweise. Ganz im Gegenteil, sie leben mitunter „ungesund“, aber sind dennoch gesund.

Was hat, so die Frage, diese Menschen „wie ein Fels in der Brandung“ nahezu unversehrt gehalten, damit sie ein hohes Lebensalter erreichen konnten.

Aaron Antonovsky nahm diese Beobachtung früh in den Fokus. Ihm ging es nicht darum, Antworten auf die Frage zu finden, was Menschen tun und lassen müssen, um das Risiko von Krankheiten auszuweichen. Er suchte nach Erklärungen jenseits der pathogenetischen Betrachtungsweise.

Bereits die Fragestellung, die er verfolgte, unterschied sich von herkömmlichen Ansätzen: Warum bleiben Menschen gesund? Ich möchte die Fragestellung ergänzen mit dem Zusatz – und leben somit länger!

Die Frage, was Menschen gesund erhält, spielte in der pathologisch orientierten Medizin bislang kaum eine Rolle. Auf Grundlage der beständigen Kritik an der Perspektive des gegenwärtigen Gesundheitssystems erarbeitete Antonovsky sein Modell der Salutogenese.

In diesem Modell entwickelte er das so genannte „Kohärenzgefühl“ als salutogenen Faktor und beschrieb Widerstandsfaktoren gegen potentiell gesundheitsschädigende Stressoren.

Gesundheit und Krankheit galten bislang als entgegengesetzte Begriffe. Antonovsky versuchte, die allgemein akzeptierte Definition von Gesundheit und Krankheit zu korrigieren. Menschen, so stellte er fest, sind sowohl krank als auch gesund. In jedem gesunden Menschen entdeckte er kranke, in jedem kranken Menschen auch gesunde Anteile. So ist zu verstehen, dass sich auch chronisch kranke Menschen gesund fühlen.

In der auf Ressourcen ausgerichteten, salutogenetisch orientierten Lebensphilosophie gilt es, allgemein die „gesunden Anteile“ des Patienten zu wecken, d.h. die persönlichen Ressourcen aufzufinden und zu fördern.

Im Laufe seiner Untersuchungen stellte Antonovsky fest, dass gesunde Menschen über eine bestimmte geistig-seelische Globalorientierung verfügen, die er als „Kohärenzgefühl“ bezeichnet hat. Dieses „Gefühl“, über das gesunde Menschen in ausgesprochen großem Maße verfügen, steht im Zentrum der Salutogenese. Menschen mit viel Kohärenzgefühl kommen – grob gesprochen – im Leben gut zurecht. Sie fühlen sich ihren Problemen und Herausforderungen gewachsen, finden sich in ihrer Welt zurecht und sehen in ihrem Leben einen Sinn.

Dieses Kohärenzgefühl setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

- Verstehbarkeit: Menschen mit ausgeprägtem Kohärenzgefühl erleben die Welt als strukturiert, vorhersehbar und erklärbar.
- Handhabbarkeit: Hinter dem Gefühl der Handhabbarkeit steht die Überzeugung, generell geeignete Ressourcen zu haben, um Probleme und Herausforderungen zu bewältigen.
- Bedeutsamkeit, Sinnhaftigkeit: Menschen halten ihr Leben, ihre Biographie und ihr Tun für sinnvoll. Die Aufgaben sind es wert, dass man Energie in ihrer Lösung investiert. Sie bewerten ihr Leben als interessant, lebenswert und schön.

Dieses Wahrnehmungsmuster entwickelt sich von Geburt an und ist im jungen Erwachsenenalter gefestigt. Hier spielen vor allem Erfahrungen, Prägungen und Erziehung eine wesentliche Rolle.

So entwickeln junge Menschen ein hohes Maß an Kohärenzgefühl, wenn sie die Welt als gleichmäßig und berechenbar erleben, Probleme und Aufgaben als herausfordernd, aber auch als lösbar kennen lernen und sich im Kontakt mit anderen als bedeutsam und liebenswert begreifen (vgl. bzga, 2001, S. 77 ff.).

2.4.3 Begriffserklärungen aus der Sicht des Modells der Salutogenese und deren Bedeutsamkeit für die Studie

Um die Begriffe fassbar zu machen, hat sich der Verfasser zuerst mit deren sprachlichen Bedeutung auseinandergesetzt und abgeleitet aus verschiedenen Definitionen der Fachliteratur die folgenden Arbeitsdefinitionen für diese Studie geschaffen.

a) Begriff der Salutogenese

Der Begriff Salutogenese setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern salus = Gesundheit, Wohl, Heil und genesis = Schöpfung, Entstehung. Das Modell der Salutogenese fragt nach der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Die Salutogenese sieht den ganzen Menschen und seine Geschichte, während die Pathogenese sich nur mit der Krankheit bzw. dem Körper beschäftigt.

Eine Metapher, die Flussabwärts-Perspektive, macht den Unterschied deutlich: „Die Medizin wird mit dem Bemühen vergleichen, Ertrinkende aus einem Fluss zu bergen. Ganz mit dieser Aufgabe beschäftigt, wird nie darauf geachtet, was eigentlich all diese Leute in den Fluss stößt.“ (vgl. bzga, 2001, S. 34).

Die Arbeit Antonovskys war der folgenden Frage gewidmet: „Wie wird man, wo immer man sich im Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?“ (ebd., S. 35).

b) Begriff der generalisierten Widerstandsressourcen

Gesunde Menschen, so eine zweite Feststellung Antonovskys, verfügen über ein Arsenal von Widerstandskräften. Diese Kräfte fasst Antonovsky unter dem Begriff „generalisierte Widerstandsressourcen“ (generalisiert bedeutet, dass sie in Situationen aller Art wirksam werden).

Hierunter sind individuelle, kulturelle und soziale Fähigkeiten zusammengefasst. So zählt er zu den Ressourcen finanzielle Sicherheit, Ich-Stärke, Intelligenz, praktische Bewältigungsstrategien, genetische und organische Faktoren (ebd., S. 24).

c) Begriff der Krankheit

Auch den Begriff Stressreaktion fasst Antonovsky neutral. Dabei nehmen Menschen mit hohem Kohärenzgefühl viele potentielle Stressreize nicht als solche wahr, bzw. es werden ausreichend generalisierte Widerstandsressourcen mobilisiert, um diese bewältigen zu können. Es macht deshalb folglich nur dann Sinn, von Stressoren zu sprechen, wenn man auch von der Person spricht, bei der die Stressreaktion ausgelöst wird.

d) Begriff der Gesundheit

Mit ihrer Definition von Gesundheit als Zustand des vollkommenen psychischen und physischen Wohlbefindens hat die World Health Organisation (WHO, 1948) beispielsweise eine Idealnorm gesetzt. Diese Definition muss sich jedoch den Vorwurf von Realitätsferne gefallen lassen, da absolute Zustände nicht zu erreichen sind. So ist es auch nicht erstaunlich, dass Antonovsky trotz der Entwicklung seines Modells zur Entstehung von Gesundheit, keine Gesundheitsdefinition formuliert hat. Er begründet dies damit, dass er nicht an der Erklärung von Gesundheit als absolutes oder idealistisches Konzept interessiert ist, dass dies nicht den realen Gegebenheiten entspräche. Zudem erfordere eine Gesundheitsdefinition immer die Festlegung von Normen und beinhalte damit die Gefahr, andere Menschen an Werten zu beurteilen, die für sie gar nicht zuträfen (ebd., S. 31).

Diese Bausteine des Modells der Salutogenese stehen nicht isoliert voneinander. Sie sind in dynamischer Wechselwirkung miteinander vernetzt und können so einander positiv beeinflussen (ebd., S. 30).

e) Begriffserklärung des Alters

Der Begriff Alter meint in erster Linie die Anzahl der Lebensjahre, die ein Mensch erreicht hat. Da die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts stetig angestiegen ist, wird der dritte Lebensabschnitt Alter wie folgt unterteilt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(dzfa., 2002, S. 12)

Weiter spricht man in der Alternsforschung, der Gerontologie, von den einzelnen Dimensionen des Alterns:

Unter biologischen Gesichtspunkten beginnt das hohe Lebensalter, wenn altersbedingte körperliche Einschränkungen zu Anpassungen des Alltagslebens zwingen. Wer lange lebt, gelangt jedoch früher oder später zwangsläufig an die Grenzen körperlichen Lebens.

Soziologisch betrachtet lässt sich etwa Hochaltrigkeit als jenes Lebensalter festhalten, das nur jeweils von einer Minderheit der Zeitgenossen erreicht wird. Damit ist ein zentraler Aspekt der Hochaltrigkeit, nämlich sein hoch selektiver Charakter, angesprochen.

Unter biographischen Gesichtspunkten bedeutet ein langes Leben, dass sich erstens die persönlichen Erfahrungen ausweiten und dass zweitens die Erinnerungen immer weiter in die Vergangenheit reichen.

Jedoch wird heutzutage das Wort „Alter“ meist im Kontext „alt sein“ und je nach Alter als „vergesslich, krank, langsam oder keine Wünsche mehr zu haben“ interpretiert.

Zukünftig wird sich unsere Gesellschaft durch den demographischen Wandel der Bevölkerung den Herausforderungen des steigenden Altenanteils stellen müssen. Nach aktuellen Zahlen beträgt der Seniorenanteil 20%, weitere 4 % sind 80 Jahre und älter. Das Statistische Bundesamt berechnet für das Jahr 2040 einen Altenanteil von über 35% (ebd., 2001, S. 66).

2.4.4 Forschungsstand der Salutogenese

Das Modell der Salutogenese ist bislang nicht ausreichend wissenschaftlich überprüft worden. Wissenschaftler haben bislang nur einzelne Komponenten des Modells untersucht, nicht aber die methodisch problematische Überprüfung des Gesamtmodells in Angriff genommen. Für die Überprüfung eines derart komplexen, grundlegenden „Meta-Modells“ für Gesundheit mangelt es – so die übereinstimmende Meinung der Wissenschaft – an geeigneten Instrumenten. Bisherige Forschungsergebnisse kamen zum Teil zu widersprechenden Ergebnissen. Es lässt sich beispielsweise nicht nachweisen, dass ein hohes Kohärenzgefühl Ursache von Gesundheit ist, wohl aber, dass ein hohes Kohärenzgefühl mit Gesundheit zusammentrifft. So sind grundlegende Annahmen des Modells bis heute nicht wissenschaftlich fundiert. Einzelne Ergebnisse von bereits ausgewerteten Forschungen haben Folgendes ergeben:

- Eine Verbindung zwischen Kohärenzgefühl und psychischer Gesundheit scheint zu bestehen.
- Mit einem speziellen Fragebogen lässt sich das Kohärenzgefühl vergleichsweise sicher ermitteln (Sence of coherence - SOC-Skala, nach Antonovsky, 1997, S. 192 ff.).
- Tendenziell bestätigt haben Untersuchungen eine Korrelation zwischen Kohärenzgefühl und sozialen Beziehungen.
- Außerdem belegt die Forschung, dass das Maß des Kohärenzgefühls unabhängig vom Bildungsstand ist.
- Alte Menschen weisen ein höheres Kohärenzgefühl auf als junge Menschen, dies widerlegt, dass das Maß an Kohärenzgefühl bereits bis etwa 30 Lebensjahren festgelegt ist (vgl. bzga, 2001, S. 40).

Das Modell der Salutogenese stützt die modernen Konzepte der Gesundheitsförderung. So fand auch dieser Perspektivenwechsel von den Risikofaktoren zu den Protektivfaktoren seinen Niederschlag bereits in der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Gesundheitsförderung von 1986. Auch wenn in der Ottawa-Charta der Begriff der Salutogenese noch nicht auftaucht, wird später als zentrales Anliegen der Gesundheitsförderung die Stärkung des Kohärenzgefühls genannt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Modell der Salutogenese als die erste und am weitesten entwickelte Theorie zur Erklärung der Gesundheit bezeichnet werden kann. Viele der Annahmen, die das Modell der Salutogenese macht, sind jedoch aufgrund seiner Komplexität einer empirischen Prüfung nur schwer zugänglich. Einerseits wird von langfristigen Prozessen ausgegangen, da die Entwicklung des Kohärenzgefühls weitestgehend in frühen Jahren erfolgt. Der aktuelle Gesundheitszustand wird eher mit kurz- bis mittelfristigen Prozessen erklärt. Die generellen Widerstandsressourcen, die hier wirksam werden, sind nicht identisch mit denen, die zur Entstehung des Kohärenzgefühls beigetragen haben. Diese unterschiedlichen Ebenen des Modells machen deutlich, dass immer nur Teilaspekte untersucht werden konnten. Für viele der Annahmen sind Fragen der Operationalisierung noch nicht zufrieden stellend gelöst.

Aus diesem Grund verwendet der Verfasser den Begriff des Kohärenzgefühls nicht, da dieser in seiner Bedeutung zu umfassend beschrieben ist.

2.4.5 Forschungsstand der Gerontologie

Wenn wir die letzten zehn Jahre auf dem Gebiet der Altersforschung anschauen und die damalige mit der heutigen Situation vergleichen, ist unschwer zu erkennen, dass wir es mit einer Erfolgsgeschichte zu tun haben. Vergegenwärtigen wir uns hierzu einige Fakten:

- Noch vor zehn Jahren existierte in Deutschland keine nennenswerte Alternsforschung.
- Vorrangig existierte Forschung über das Altern und auch ihr Umfang war überschaubar.
- Auf nationalen wissenschaftlichen Kongressen wurden gerontologische Themen kaum diskutiert.

Heute sieht die Situation gänzlich anders aus: Es gibt mittlerweile eine Reihe von Forschungsaktivitäten, deren vorläufiger Höhepunkt derzeit ein Forschungsschwerpunkt des BMBF, das Alterssurvey, ist. Aus inhaltlicher Sicht ist bemerkenswert, dass Forschung des Alterns weitgehend die Forschung über Alter abgelöst hat. Die Konsequenz, Forschungsergebnisse werden nunmehr zugänglich und Veröffentlichungen entstehen in zusehends großer Zahl. Dies sind erste Anker für die Praxis. Zwischenzeitlich sind zahlreiche Innovationsprojekte und etliche neue Handlungsfelder entstanden. Beispiel hierfür sind etwa die Pflegeprävention im häuslichen Bereich oder Assessments zur Messung von Pflegebedürftigkeit.

Die angesprochenen Grundaspekte eines langen Lebens sollen unter Berücksichtigung bislang durchgeführter Forschungen jedoch nur kurz vorgestellt werden.

Diese Langlebigkeit hat durchaus genetische Komponenten, dies wurde unter anderem bei einer dänischen Zwillingsstudie herausgefunden (vgl. McGue et al., 1993; Yashin, Iachine 1994 in bzga, 2001, S. 49).

Eine klare Zunahme der Restlebenserwartung hochbetagter Menschen ist somit eigentlich erst in den letzten Jahrzehnten feststellbar, die jedoch in verschiedenen Studien unterschiedlich diskutiert wird: Neunzigjährige Frauen und Männer leben gegenwärtig durchschnittlich weitere vier bis fünf Jahre.

Allerdings halten viele geäußerte Alltagsvermutungen zu den Gründen, weshalb

Leute etwa so alt werden, strengen methodischen Anforderungen nicht stand, so dass die Frage, warum es gerade diese Personen sind, die so alt werden, als weitgehend unbeantwortet angesehen werden muss.

Langlebige Menschen sind – wie der Heidelberger Hundertjährigen Studie illustriert – sehr verschiedenartig und es lässt sich kaum ein gemeinsames Muster finden. Am ehesten noch scheint ihre Persönlichkeit Besonderheiten aufzuweisen. Hundertjährige sind häufig sehr dominante Menschen, die immer wussten, was sie im Leben wollten und sich wenig um die Meinung anderer kümmerten (vgl. Rott, 1999, S. 247).

Die Bonner Gerontologische Längsschnittstudie (Bonn Longitudinal Study on Aging, BOLSA) war die erste größte Studie in Deutschland, in der psychologische und medizinische Fragen des Alters untersucht wurden. In einem 19jährigen Untersuchungszeitraum konnte als Hauptergebnis der Studie festgehalten werden, dass Altern als ein in hohem Maße individuell gestalteter Prozess anzusehen ist (vgl. Lehr, 1987, S. 76).

Weiterhin konnte gezeigt werden, dass alte Menschen über erhebliche Fähigkeiten verfügen, um in belastenden Situationen erfolgreich bestehen zu können.

Gemäss UN-Voraussagen dürfte der Frauenanteil der über 75jährigen in der Weltbevölkerung inzwischen 60% und 70% betragen. Diese höhere Lebenserwartung der Frauen führt zu einer deutlichen „Feminisierung des Alters“. Aus diesem Grund sind Frauen in vielerlei Hinsicht von den Problemen des Alterns stärker betroffen. Als Grund für die höhere Lebenserwartung von Frauen werden konstitutionelle und immunbiologische Vorteile gegenüber Männern genannt (Quelle: Global Aging into the 21st. Century, Washington./2025 gemäß UN-Bevölkerungsprojektionen in dzfa, 2003, S. 5).

Die Berliner Alterstudie von 1996 stellt bei den wenigen in Deutschland durchgeführten Studien eine bedeutsame Ausnahme dar. Sie beschäftigte sich vor allem mit sozialwissenschaftlichen und psychologischen Fragestellungen.

Die Ergebnisse der Berliner Altersstudie lassen erkennen, dass im Alter viele geschlechtsspezifische Unterschiede, etwa zur psychischen Gesundheit, sozialen Integration oder Persönlichkeit, verschwinden oder sich angleichen. Bei dieser Untersuchung wurde ebenfalls nachgewiesen, dass Frauen länger leben und auch bei hoher Pflegebedürftigkeit eine längere residuale Lebenserwartung aufweisen.

Konkret bedeutet dies jedoch, intensiver als bislang der Frage nachzugehen, wie zukunftsweisende Wege der Versorgung alter Menschen heute und übermorgen aussehen können, und nach konstruktiven Lösungen für die bereits heute drängende und zukünftige weiterhin an Brisanz gewinnende Problematik der Altenbetreuung zu suchen.

Damit dies nicht allzu abstrakt bleibt, will ich diese in Anlehnung an unterschiedlichste Dokumente der Global Advisory Group on Nursing der WHO, 1999, kurz in Erinnerung rufen:

- In Anbetracht der demographischen Entwicklung und insbesondere der Ausdehnung des hohen und höchsten Alters, hat auch zukünftig die Suche nach Konzepten für die Bewältigung der Gesundheits- und Pflegeprobleme im Alter höchste Priorität.
- Nicht minder wichtig ist die Erarbeitung von adäquaten, ressoucenorientierten Unterstützungsmöglichkeiten für das Leben mit Chronizität und das Selbstmanagement chronischer Krankheiten.
- Als drittes sind kognitive Einschränkungen anzuführen, wozu u.a. Lösungen für die bislang defizitäre Versorgungssituation von dementiell und gerontopsychiatrisch Erkrankenten gehören (dzfa, 2003, S.6).

[...]

Details

Seiten
81
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783832486297
ISBN (Buch)
9783838686295
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v223823
Institution / Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein – Sozial- und Gesundheitswesen
Note
1,3
Schlagworte
salutgenese gesundheit krankheit altenpflege alter

Autor

Zurück

Titel: Salutogenetische Faktoren hochaltriger Menschen