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Die Konstruktion des Unheimlichen im "Blair Witch Project"

Magisterarbeit 2000 77 Seiten

Medien / Kommunikation - Sonstiges

Leseprobe

1. Einleitung

Auf dem Sundance Festival von 1999 hatte ein Film Premiere, der von Kritikern weltweit als Meilenstein in der Geschichte des Kinos diskutiert wird und heute schon Kultstatus besitzt: The Blair Witch Project. Der Streifen, der größtenteils aus verwackelten Amateuraufnahmen besteht, erzählt die Geschichte dreier Filmstudenten, die einen Dokumentarfilm über die alte Sage der Hexe von Blair drehen wollen. Das Trio bricht im Oktober 1994 zu einer Expedition in die Wälder von Maryland auf und kehrt nie zurück: Nur ihr Videomaterial wird gefunden und angeblich zu dem Blair Witch Project zusammengeschnitten.

Der Low-Budget Film, ausschließlich mit „No-Name“ Schauspielern besetzt, startete in den USA zunächst in nur 27 Kinos und sorgte dort für lange Schlangen vor den Kassen. Allein in den ersten fünf Tagen nach dem Kinostart spielte das Regiedebut der Jungregisseure Eduardo Sanchez und Daniel Myrick 1, 5 Millionen Dollar ein.[1] Ein Ergebnis, welches sich später noch verhundertfachen sollte und das wohlgemerkt allein in den Vereinigten Staaten. Bei Herstellungskosten zwischen 25,000[2] und 60,000[3] Dollar wurde das Blair Witch Project so zu dem bis dahin profitabelsten Film aller Zeiten.

Die vorliegende Arbeit soll die Gründe für den phänomenalen Erfolg dieses Low-Budget Streifens offen legen, der Hollywoods Politik des Staraufgebots und der Splattereffekte exemplarisch in Frage gestellt hat. Zunächst verdient hierbei die einzigartige Marketingkampagne der Filmemacher und später der amerikanischen Independent-Verleihfirma Artisan besondere Aufmerksamkeit. Artisan Entertainment hatte das Blair Witch Project auf dem Sundance Festival für eine Million Dollar[4] gekauft und sofort einen Werbefeldzug gestartet, der sich fast ausschließlich auf das Internet stützte und bei der Surfergemeinde eine wahre Blair Witch- Hysterie auslöste. Dabei wurde bewusst der Eindruck erweckt, dass der Film aus absolut authentischen Videoaufnahmen zusammengeschnitten ist und die drei Studenten offiziell vermisst gemeldet sind. Inzwischen ist zwar weitgehend bekannt, dass es sich bei dem Blair Witch Project um eine „mockumentary“, also eine falsche Dokumentation handelt, doch dies tut dem Medienrummel um den Film nur wenig Abbruch. Auf der offiziellen Blair Witch Homepage im Internet[5] kann der wahre Fan zwischen diversen Merchandise-Artikeln wählen: Vom Buch zum Film über den Blair Witch Schlüsselanhänger bis hin zum hexensicheren Zelt, haben findige Geschäftemacher alles auf den Markt gebracht.

Auch die 194 Bewohner der Gemeinde Burkittsville in Maryland können sich vor Touristen und Schaulustigen kaum retten.[6] Das Dorf, welches laut der Filmemacher früher Blair hieß und angeblich Schauplatz der geheimnisvollen Geschehnisse war, hat sich inzwischen mit einer eigenen Website gegen den Andrang der Fans gewehrt. Unter http://www.burkittsville.org kann jeder Wahrheitssuchende erfahren, was tatsächlich hinter der Legende von der Blairhexe steckt, nämlich ganz allein die Fantasie der Filmemacher Myrick und Sanchez.

Doch nicht nur die internetgestützte Marketingstrategie hat der Blair-Hexe zu ihrer Berühmtheit verholfen, sondern auch die außergewöhnliche Regietechnik von Sanchez und Myrick, die den erschreckenden Realismus der Filmaufnahmen ermöglichte. Anstatt den Protagonisten Heather Donahue, Michael Williams und Joshua Leonard (die im Film unter ihren richtigen Namen auftreten) ein Drehbuch in die Hand zu geben, setzten die Filmemacher das Trio mit Zelt und Rucksack in der Wildnis aus. Grobe Regieanweisungen sowie knappen Proviant fanden die Schauspieler an zuvor festgelegten Orten vor, im Übrigen wurde improvisiert. Dass diese Form des „method filmmaking[7] “ am Ende geradezu irritierend realistisch wirkt, ist nicht verwunderlich.[8]

Nachdem sich der erste Teil dieser Arbeit besonders mit den Gründen für den Realismus des Blair Witch Project beschäftigt, soll anschließend auf dessen Wirkung eingegangen werden. Hierbei finden unter anderem die theoretischen Ausführungen von Roger Caillois Anwendung. Caillois vertritt die These, dass Horrorgeschichten, die in einer Welt spielen, die unser eigenen sehr ähnlich ist, erschreckender sind als solche, die beispielsweise in Märchenwelten spielen. In der fiktiven aber realitätsnahen Welt der Geschichte gelten die gleichen Naturgesetze wie in unserer realen Alltagswelt. Der Einbruch des Übernatürlichen in die fiktive Welt stellt so auch die Sicherheit unserer eigenen Weltordnung in Frage und bewirkt somit einen Riss in unserer Realität. Dieser Riss ist natürlich noch bedrohlicher für den Kinozuschauer, wenn die Welt des Filmes und die eigene Welt nicht nur als verwandt, sondern, wie im Falle des Blair Witch Projects, als angeblich völlig identisch dargestellt werden.

Das Übernatürliche im Blair Witch Project wird jedoch nie wirklich gezeigt, sondern den ganzen Film hindurch lediglich angedeutet. Myrick und Sanchez haben nicht nur aus Kostengründen auf gruselige Spezialeffekte verzichtet, sondern spielen bewusst mit der Einbildungskraft der Zuschauer. So bleibt zum Beispiel in einigen Sequenzen die Leinwand sekundenlang dunkel und nur unheimliche Geräusche spuken durch die Nacht. Ob es aber tatsächlich eine Hexe ist, die ihr böses Spiel mit den unglücklichen Studenten treibt, bleibt bis zum Schluss der Interpretation und der Fantasie der Zuschauer überlassen. Tzvetan Todorov hat sich eingehend mit diesem Interpretationsspielraum beschäftigt. Seine Ausführungen über das Fantastische sollen hier ebenfalls zur Erklärung der erstaunlichen Wirkung des Blair Witch Projects herangezogen werden.

Während die Theorien von Todorov und Caillois Gründe für den Erfolg des Filmes liefern, dürfte das Blair Witch Project den Ausführungen von Hans Baumann nach eigentlich nicht funktionieren. Baumann stellt in seinem Buch „Horror. Die Lust am Grauen“ die These auf, dass Lust am Grauen nur dann möglich ist, wenn es eigentlich nur die Lust an seiner Darstellung ist.[9] Sobald der Horror also in der Realität stattfindet, ist seine Wirkung, so Baumann, verloren. Da Sanchez und Myrick die unheimlichen Geschehnisse um die Blairhexe als authentisch propagiert haben, müssten sie ihren Horror also zur Wirkungslosigkeit verdammt haben. Da dies offensichtlich nicht geschehen ist, wird Baumanns Theorie zum Abschluss dieser Arbeit am Beispiel des Blair Witch Projects überprüft.

2. Eine Horrorgeschichte wird Realität

2.1. Der Einsatz der Medien

Vier Jahre lang arbeiteten Daniel Myrick und Eduardo Sanchez an der Idee zu ihrem Streifen, bis das Blair Witch Project im Oktober 1998 in nur acht Drehtagen fertig gestellt wurde.[10] Während dieser Zeit setzten die Jungregisseure den Grundstein für eine Marketingstrategie, die sich später nicht nur als äußerst kostengünstig, sondern auch als erstaunlich effektiv herausstellen sollte.

Schon bevor die drei eigentlichen Hauptdarsteller Heather, Mike und Josh in die Wälder geschickt wurden, hatten Sanchez und Myrick eine umfangreiche Website kreiert und eine Menge Filmmaterial angesammelt. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um nachgestellte Interviews mit Polizisten sowie Verwandten und Bekannten der angeblich Verschwundenen.[11] Es gelang den beiden, einen achtminütigen Ausschnitt dieser Arbeit in der Fernsehshow „Split Screen“ des amerikanischen Filmförderers John Pierson[12] unterzubringen. Wie auch auf ihrer Internetseite, ließen Myrick und Sanchez die Fernsehzuschauer bewusst im Unklaren über die Authentizität des Materials.[13] Das Konzept ging auf: Hundert Tausende von neugierigen Filmfans surften zu der Blair Witch Internetseite, noch bevor der Streifen überhaupt fertig gestellt war. Mund zu Mund-Propaganda innerhalb der Kino-Szene verhalf der Site zu einer gewissen Berühmtheit, noch bevor die Massenmedien Wind von der Sache bekamen.

Erst jetzt konnten Myrick und Sanchez es sich leisten, den eigentlichen Film zu drehen: Mit dem Geld, das sie durch die Fernsehshow verdient hatten[14], fuhren sie nach Maryland und filmten im Seneca Creek State Park die Bilder, die später zu dem Blair Witch Project wurden.

Vor der Premiere beim Sundance Festival im Januar 1999 bekam niemand mehr einen Ausschnitt aus dem fertigen Film zu sehen. Die Filmemacher lehnten sämtliche Bitten der Presse um eine Vorab-Aufführung ab[15]: Die „Bombe“ sollte nicht zu früh platzen. Recherchen über die Authentizität des Materials hätten zu diesem Zeitpunkt die gesamte Wirkung des Filmes in Frage gestellt. Damit die gruselige Ungewissheit auch nach der Premiere so lange wie möglich anhielt, wies Haxan Films, die Produktionsfirma von Sanchez und Myrick, die drei Hauptdarsteller an, keine Interviews zu geben, bis der Film in die Kinos kommt. Die Verleihfirma Artisan versuchte auch nach dem Sundance Festival, die Schauspieler von der Presse abzuschirmen, um die Dokumentar-Illusion zu bewahren.[16] Die Folge waren besorgte Anrufe und Beileidsbekundungen von Angehörigen und Freunden bei den Eltern der drei „Vermissten“, die im Film ihre wirklichen Namen tragen.[17]

Das Marketingkonzept von Artisan und der Haxancrew, die Berichterstattung in den überregionalen Medien so lange wie möglich gering zu halten, war gut durchdacht: Ein zu großer Wirbel in den Massenmedien hätte den Schwindel zu früh auffliegen lassen oder die Filmcrew bezüglich der Echtheit des Streifens zum Lügen gezwungen. Das Internet dagegen bot ein perfektes Forum für Spekulationen und Diskussionen, zumal die Haxansite in einem provozierend nüchternen und emotionslosen Ton gehalten war. Neue Blair Witch Links sprossen wie Pilze aus dem Boden. Grund hierfür war nicht zuletzt ein genialer Schachzug von Artisan. Die Verleihfirma verschickte kommentarlos Kopien des Films an die wichtigen Leute[18] in der Internetszene[19]. Das Resultat war ein weitgefächertes Netz von Blair Witch Sites, gestützt auf das Hintergrundmaterial der offiziellen Blair Witch Seite von Sanchez und Myrick: Interviews mit Angehörigen und Polizisten, die angeblich mit dem Fall betraut waren, Schnappschüsse von den drei Filmstudenten als Kinder, Fotos von Joshs verlassenem Auto im Wald sowie den halb verrotteten Filmrollen. Großes Aufsehen erregte auch ein Tagebuch, das angeblich von Heather stammt und stark verschmutzt in den Wäldern gefunden wurde. Seite für Seite kann der interessierte Internetsurfer darin verfolgen, wie Heather mit undeutlicher Schrift den zunehmenden körperlichen und moralischen Zerfall der Gruppe dokumentiert. Aufschluss über den Grund ihres Verschwindens gibt das Schriftstück aber nicht.

Bis zum Exzess wird dieses Spiel mit den falschen Beweisen in dem offiziellen Blair Witch Buch getrieben, das im November 1999 auch in Deutschland erschienen ist.[20] Fiktive Polizeiberichte aus den laufenden Untersuchungen und gefälschte Zeitungsausschnitte aus dem 19. Jahrhundert sind hier ebenso zu bewundern, wie in liebevoller Kleinarbeit angefertigte Holzschnitte, die angeblich fast zweihundert Jahre alt sind. So zeigt einer dieser angeblich antiken Schnitte die Verbannung von Elly Kedward aus dem Dorf Blair, welches später zu Burkittsville wurde. Laut der Legende wurde Kedward im Februar 1785 von sieben Kindern beschuldigt, sie ins Haus gelockt und ihnen Blut abgenommen zu haben. Nachdem sie der Hexerei für schuldig befunden wurde, setzten die Dorfbewohner Elly Kedward während eines besonders kalten Winters im Wald aus und erklärten sie für tot. Schon ein Jahr später verschwanden jedoch die Hälfte aller Kinder aus dem Dorf, unter ihnen auch die sieben Kinder, die Elly Kedward zuvor beschuldigt hatten. Damit war die Legende von der Blairhexe geboren. Im Film selbst werden diese Hintergründe jedoch gar nicht erwähnt: Der Zuschauer muss sich im Internet selbst über die Hexenmythologie informieren. Dass er dies auch tut, haben Sanchez und Myrick sichergestellt, indem sie einige geschickte Erzähllücken in den Streifen eingebaut haben, die zu viel Diskussionsstoff unter den Zuschauern und so auch zu einem hohen Klärungsbedarf führten. So bleibt zum Beispiel im Film unklar, was die Morde von Rustin Parr im Jahre 1941 mit der Legende von der Hexe von Blair zu tun haben. Erst im Internet oder im Buch zum Film erfahren wir: Rustin Parr beging die Morde nicht aus eigener Initiative, sondern weil es ihm die Stimme einer alten Frau befohlen hatte. Hier wird nun klar, dass auch hier die Blair Hexe die Schuldige und Parr nur ihr unglückliches Werkzeug war. Die Figur des Rustin Parr wurde von Myrick und Sanchez in liebevoller Kleinarbeit ausgestaltet. In einem alten Gefängnis filmten sie (angeblich kurz vor seiner Hinrichtung durch den Strang) sogar ein Interview mit ihm, dass ursprünglich einmal in den Film eingebaut werden sollte. Auf der Seite 148 im Blair Witch Buch befindet sich ein Foto von „Rustin Parr“, im wirklichen Leben ein unbescholtener Hausmeister, der lediglich vor dem Büro der Filmleute den Rasen gemäht hatte und gleich engagiert wurde.[21]

Wie Eduardo Sanchez und Daniel Myrick später zugeben mussten, ist der gesamte Mythos um die Blair Hexe allein ihrer Fantasie entsprungen. Das kleine Städtchen Burkittsville hat jedoch zu spüren bekommen, wie sehr die Filmemacher trotzdem ihre Fans in den Bann der Blair Witch ziehen konnten. Heerscharen von Touristen fielen in der 194 Seelen-Gemeinde ein, schändeten die Friedhöfe, belästigten die Einwohner mit Fragen nach der Hexe und klauten alles, was irgendwie zum Souvenir taugte. Sogar das Ortsschild, vor dem Heather in Sequenz 15 ihre erste Einstellung dreht, fiel den Souvenirjägern zum Opfer. Um den Ansturm der neugierigen Besucher abzuwehren, blieb Burkittsville schließlich nur noch, Myrick und Sanchez mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, und so stellte die Stadt ihre eigene Internetseite ins Netz. Hier werden alle falschen Beweise widerlegt und die „Katastrophentouristen“ aufgefordert, das verschlafene Städtchen, welches noch nicht mal über ein Restaurant geschweige denn über öffentliche Toiletten verfügt, in Frieden zu lassen.[22]

Die offizielle Blair Witch Seite erwähnt jedoch mit keinem Wort, dass die Beweise fiktiv sind. Im Gegenteil: Hier, wie auch im Buch zum Film, wird die Hysterie hemmungslos weiter geschürt. In der Einführung des Blair Witch Buches wird das Haxan-Team um Eduardo Sanchez und Daniel Myrick als eine Arbeitsgemeinschaft vorgestellt, die die gefundenen Beweise auswerten und ordnen sollte. Demnach wurde ihnen lediglich das von der Polizei gesammelte Material mit der Bitte übergeben, für die Hinterbliebenen einen Film zusammenzuschneiden, der etwas Licht ins Dunkel bringen könnte.

Wie bereits erwähnt, wurde die Berichterstattung in den Massenmedien zu Beginn des Projektes bewusst gering gehalten. Als der Streifen jedoch in allen Kinos lief, war der Medienrummel umso überwältigender. Kaum eine Zeitung oder ein Fernsehmagazin, das nicht ausführlich über den Überraschungserfolg berichtete. Die Hauptdarsteller wurden zu der legendären Talkshow von Jay Leno eingeladen und hatten ihren Auftritt bei den MTV Movie Awards. Findige und nicht immer seriöse Geschäftsmänner überschwemmten den Markt mit den verschiedensten Blair Witch Merchandise Artikeln. Die gruselige Illusion von der wahren Geschichte war jetzt natürlich nicht mehr zu halten. Während sich die Fans der ersten Stunde für dumm verkauft fühlten, zog es das neugierig gewordene Mainstreampublikum zunächst weiter in die Kinos. Doch schon bald setzte eine Gegenbewegung ein, die selten lange auf sich warten lässt, wenn ein Film zum Phänomen wird, zu beliebt ist und zu viel Geld macht. Sanchez und Myrick, die erfolgreich gegen die Großen der Branche ins Feld gezogen waren, gehörten nun selbst zu ihnen. Negative Kritiken häuften sich, als der Film den Zauber des Independent-Streifens verlor, und schließlich wurde das Blair Witch Project sogar für Hollywoods verhasste Anti-Auszeichnung, die goldene Himbeere für den schlechtesten Film des Jahres 1999 nominiert.[23] Es wurden plötzlich Vorwürfe laut, die Verleihfirma Artisan hätte die Internethysterie künstlich angeheizt, indem sie frenetische Filmkritiken angeblicher Fans selbst geschrieben und ins Internet gestellt hätten.[24] Auch existierten auf mysteriöse Weise bereits 20 angebliche Fan-Websites, noch bevor der Film überhaupt in die Kinos kam.[25] Artisan Entertainment weist die Vorwürfe jedoch von sich.

Eduardo Sanchez und Daniel Myrick dürfte diese nachträgliche Kritik an der Vermarktung ihres Filmes wenig stören. Die Jungregisseure haben durch ihr Erstlingswerk nicht nur mehrere Millionen auf dem Konto, sondern auch eine aussichtsreiche Karriere in Hollywood vor sich.

Trotz der Kritik bleibt jedoch weiterhin unumstritten, dass die Marketingstrategie für den ungewöhnlichen Streifen mit dem niedrigen Budget und den unbekannten Schauspielern geradezu genial durchdacht war. Vor allem die Rolle des Internets für die Filmbranche wird in Zukunft durch das Blair Witch Project geprägt werden. Das Haxan-Team ist bereits wieder dabei, eine Website für das Filmprojekt „Fearsum“[26] zu kreieren, welches ab September 2000 auf dem amerikanischen Sender Fox laufen soll. Auch der Fernsehsender CBS hat die Idee übernommen und eine neue Fernsehserie durch das Internet promoten lassen.[27]

2.2. Die Dreharbeiten

Schon als Kind war Eduardo Sanchez von Horrorfilmen fasziniert. Besonders Pseudo-Dokumentationen wie die 70er Jahre Reihe „In Search of...“ erschreckten ihn durch ihren Realismus und beeinflussten nach eigener Aussage seine spätere Arbeit an dem Blair Witch Project.[28] Sanchez und sein Partner Daniel Myrick wollten eine Grusel-Dokumentation schaffen, die sich durch keinen einzigen Fehler als gefälscht verraten würde. In einem Interview mit der Zeitschrift „Spin“ sagte Eduardo Sanchez über sein Filmkonzept: “We wanted this thing to be 100 percent real. Real people talking, not movie-dialogue talking. Film dialogue is a fantasy. We didn’t want any of that movie shit.”[29] Bei der Vorbereitung zu dem Streifen wurde ihm und seinem Partner Daniel Myrick schnell klar, dass die Wirkung ihrer Pseudo-Dokumentation stark von der Glaubwürdigkeit der Schauspieler abhängen würde. Die Dialoge mussten echt klingen, die Kameraführung durfte nicht zu perfekt sein: Nichts sollte darauf hindeuten, dass die Geschichte fiktiv und die Angst der Akteure nur gestellt war. Dies konnte letztendlich nur auf eine Art und Weise gelingen: Die Angst der drei Darsteller musste tatsächlich echt sein.

Myrick und Sanchez entschieden sich aus diesem Grund für eine Drehweise, die „method filmmaking“ genannt wird und von dem Konzept des „method acting“ abgeleitet wurde[30]. Sie erstellten kein aufwendiges Skript mit vorgefertigten Szenen und Dialogen, sondern lediglich einen groben Plan, was ungefähr wann passieren sollte. Dann sollte es den Schauspielern überlassen werden zu improvisieren. Dazu war es notwendig, flexible und talentierte Darsteller zu finden, die zudem noch absolut unbekannt waren. Sanchez und Myrick schalteten Anzeigen und casteten über 2000 Bewerber in New York und Los Angeles.[31] Bei den Castings prüften die Regisseure vor allen Dingen das Improvisationstalent[32] und die Spontaneität der Jungschauspieler. Heather Donahue und Michael Williams wurden so ausgewählt, während Joshua Leonard die Castingprozedur erspart blieb. Er hatte schon sehr früh Wind von dem Projekt bekommen und torpedierte Sanchez und Myrick fast ein Jahr lang mit Anrufen, bis diese ihn engagierten.[33]

Kurz vor Beginn der Dreharbeiten bekamen Josh, Mike und Heather eine knappe Beschreibung ihrer Filmcharaktere sowie eine Einweisung im Umgang mit der Filmkamera. Dann wurde das Trio mit Rucksäcken und einem Zelt im Seneca Creek State Park in Montgomery County ausgesetzt. Im Gepäck hatten sie eine 16 mm Schwarz-weiß- und eine Hi-8-Videokamera sowie die Anweisung, ihre gesamte Expedition zu dokumentieren. Mike, Heather und Josh wussten weder wie lange sie in den Wäldern bleiben mussten, noch was mit ihnen passieren sollte.[34] Besonders Heather als einzige Frau setzte diese Unsicherheit zu, befürchtete sie doch, sie könnte in das Set von Snuff-Filmern[35] geraten sein. Aus Angst hatte die Schauspielerin deshalb während des gesamten Drehs ein scharfes Jagdmesser bei sich.[36]

Sanchez und Myrick hatten Burkittsville und den Wald im Seneca Creek State Park vor Drehbeginn monatelang durchstreift und die Fallen und Hinweise, auf die die Darsteller stoßen sollten, genau positioniert. So hatten sie beispielsweise in dem Restaurant, in dem das Team die ersten Interviews führen sollte, einige Schauspieler zwischen die normalen Gäste gesetzt. Da Mike, Heather und Josh nicht wussten, wer zu dem Projekt gehörte und wer nicht, mussten sie alle Gäste interviewen, um an Hinweise über die Blair Witch zu gelangen. Einer der eingeschmuggelten Darsteller gab den dreien dann schließlich den Tipp, zu Mary Browns Wohnwagen zu gehen.[37] So arbeitete sich das Trio von Hinweis zu Hinweis vor, genau wie es richtige Dokumentarfilmer hätten machen müssen.

Mit Hilfe eines satellitengesteuerten Orientierungssystems fanden Heather, Josh und Mike ihren Weg durch den Wald und zu den Vorratspunkten, an denen die Haxancrew ein wenig Proviant für die Schauspieler versteckt hatte. Ebenfalls an diesen Fixpunkten fanden die drei Akteure die spärlichen Regieanweisungen von Myrick und Sanchez: Versteckt in kleinen Plastikfilmdosen, die mit ihren Initialen markiert waren. Um den Überraschungseffekt ihrer Handlungen nicht zu gefährden, war es den Schauspielern streng verboten, sich die vorgefundenen Notizen gegenseitig zu zeigen.[38]

Die Regieanweisungen, die Heather, Mike und Josh bekamen, waren absichtlich sehr knapp gehalten, um ihre Kreativität nicht zu beschneiden. Joshua Leonard erzählte später in einem Interview, die Anweisungen wären nicht mehr als Samen gewesen, die die drei dann aufgehen lassen mussten.[39] So erhielt Mike zum Beispiel lediglich die kurze Aufforderung, an einer bestimmten Stelle des Waldes in die Bäume zu schauen. Dort entdeckte er die Astpuppen und Strohfiguren und rief die anderen herbei. Denen fiel es daraufhin nicht schwer, Überraschung und Faszination angesichts dieses Hexenwerks zu spielen, da sie diese Gefühle tatsächlich empfanden (Sequenz 72). Auch die Angst des Trios, als es sich den unheimlichen nächtlichen Attacken ausgesetzt sah, war nicht völlig gespielt. Zwar konnten sich die drei denken, dass niemand anderes als Myrick oder Sanchez um ihr Zelt schlich, doch da sie nicht wussten, was sie da draußen noch alles erwarten könnte, war ihre Anspannung real. Der Schlafentzug, der Hunger (die Essensrationen der drei waren klein und wurden immer weniger)[40] und die Tatsache, dass sie sich tagelang nicht waschen konnten, verstärkten zusätzlich die Identifikation der Schauspieler mit den drei gebeutelten und entkräfteten Filmstudenten, die sie darstellen sollten.

Während der gesamten acht Tage, die das Team in den Wäldern von Maryland verbrachte, waren Sanchez und Myrick ständig unbemerkt in der Nähe der Schauspieler. Mike, Heather und Josh hinterließen regelmäßig ihr Videomaterial an einem vorher vereinbarten Platz und die Filmemacher sichteten es so schnell wie möglich, um ihre Regieanweisungen für den nächsten Tag anpassen zu können.[41] Wie oben bereits erwähnt, überließen sie ihren Darstellern einen sehr großen Improvisationsspielraum. Nicht nur die Dialoge entstanden vollständig aus der Situation heraus (was übrigens zu 150 „fuck’s“[42] in dem Streifen führte und ihm die Elternwarnung R-rated[43] einbrachte), sondern die Schauspieler konnten auch ganze Episoden kreieren, die dann von Sanchez und Myrick verwendet oder herausgeschnitten wurden. So erfand Mike selbst, dass sein Charakter die Karte klauen und zerstören sollte. Die Episode baute sich zu einem dramatischen Streit zwischen den drei Charakteren auf und Sanchez und Myrick waren begeistert.[44] Auch Heathers berühmte letzte Worte an ihre Eltern wurden maßgeblich von ihr selbst gestaltet. Sanchez und Myrick hatten lediglich auf eine Nachricht geschrieben: „Das Ende naht. Wenn ihr noch etwas sagen wollt, dann sagt es.“[45] Die Folge hiervon war Heathers Videogeständnis (Sequenz 104), dessen Szenenbild später auf dem Cover jeder Kaufkassette und auf sämtlichen Filmplakaten zu sehen sein sollte.

Um möglichst übergangslos zwischen ihrer wirklichen Welt und der Welt ihrer Charaktere wechseln zu können, hatten sich die Schauspieler ein Codewort ausgedacht: „Taco“.[46] Sobald einer von ihnen dieses Wort aussprach, hörten sie auf, Josh, Mike und Heather, die Filmstudenten zu sein und wurden wieder zu Josh, Mike und Heather, den Schauspielern. Diesen klaren Wechsel zwischen den Realitätsebenen brauchten die Darsteller, um organisatorische Fragen zu besprechen und um sich von dem anstrengenden Dreh erholen zu können.

Das „method-filmmaking“ eröffnete aber nicht nur ganz neue Möglichkeiten für den Film, sondern es schränkte Sanchez und Myrick auch in der Wahl von Spezialeffekten ein. So hätte zum Beispiel die Computersimulation einer Hexe oder eines anderen übernatürlichen Phänomens lange technische Vorbereitung und genaue Einweisungen der Schauspieler erfordert. Dies hätte das Konstrukt der Authenzität für die Darsteller einbrechen lassen und sie hätten „ganz normal“ schauspielern müssen, was sicher nicht so realistisch ausgefallen wäre wie der Rest des Filmes.

In ihrer Besessenheit das Blair Witch Project so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen, muteten die Jungregisseure ihren Schauspielern nicht nur eine Menge körperlicher Strapazen zu, sondern stellten auch ihre psychischen Kräfte auf eine harte Probe. So sollte der Film damit enden, dass Heather in den Keller läuft, Mike mit dem Gesicht zur Wand dastehen sieht und dass sie dann, offensichtlich von jemandem angegriffen, die Kamera fallen lässt. Dieses Szenario war aber nur schwer zu realisieren, ohne die Schauspielerin einzuweihen. Da Sanchez und Myrick die realistische Reaktion Heathers aber nicht aufs Spiel setzen wollten indem sie sie informierten, erdachten sie eine andere Strategie. Sobald Heather den Keller betrat, sprangen einige in Schwarz gekleidete Crew-Mitglieder aus der Dunkelheit und stoppten sie unsanft. Heather Donahue war daraufhin so erschrocken, dass sie einige Minuten brauchte, um sich wieder zu erholen.[47] Sanchez und Myricks rücksichtsloses Streben nach Realismus in dieser und in anderen Szenen brachte ihnen neben begeisterten Lobeshymnen auch Kritik ein. So wurde ihnen vorgeworfen, sie hätten drei naive und unerfahrene Schauspieler für ihre Zwecke ausgenutzt und sie rücksichtslos physischen und psychischen Strapazen ausgesetzt, nur um ihrem Film einen realistischen Anstrich zu verpassen.[48] Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams haben sich freilich nie beschwert, schließlich bescherte ihr Auftritt im Blair Witch Project ihnen den lang ersehnten Ruhm und die

Chance auf eine Karriere in Hollywood. Unter diesen Umständen werden sie den achttägigen Horror-Campingtrip in den Wäldern wohl gern in Kauf genommen haben.

Sehr geschickt war es von Sanchez und Myrick, die Geschichte im Jahre 1994 - in der nahen Vergangenheit - spielen zu lassen. 1994 war es in Amerika noch nicht selbstverständlich, ein Handy zu besitzen, während schon kurze Zeit später fast jeder unter 30 mit einem Mobiltelefon ausgestattet war. Die Illusion, dass die drei Studenten wirklich von der Außenwelt abgeschnitten waren, wäre dann nicht mehr glaubhaft gewesen. Trotzdem ist 1994 noch nah genug an der Gegenwart, so dass die Akteure bereits mit dem Trend der amerikanischen „Reality-Shows“ und deren voyeuristischen Mentalität in Berührung gekommen sind.

[...]


[1] Vgl. o. V.: Wie man eine Legende schafft- „The Blair Witch Project“.

[2] Vgl. Johnson-Ott, Ed: Blair Witch Project. Die Internetquellen geben hier unterschiedliche Informationen.

[3] Vgl. Pfirstinger, Rico: „Blair Witch Project“: Profitabelster Film aller Zeiten.

[4] Vgl. Ebd.

[5] http://www.blairwitch.com

[6] Vgl. Pfirstinger, Rico: „Blair Witch Project“: Profitabelster Film aller Zeiten.

[7] „Method filmmaking“ ist abgeleitet von dem Konzept des „method acting“, das besagt, dass Schauspieler geradezu zu den Figuren werden müssen, die sie verkörpern. Vgl. Taylor, Charles: Method madness.

[8] Vgl. Pfirstinger, Rico: Blair Witch Project.

[9] Vgl. Baumann, Hans D.: Horror. Die Lust am Grauen, S. 85.

[10] Vgl. Pfirstinger, Rico: „Blair Witch Project“: Profitabelster Film aller Zeiten.

[11] Eigentlich sollte der Film später aus diesen Interviews und nur teilsweise aus dem Filmmaterial der drei Studenten zusammengeschnitten werden. Das Material von Heather, Josh und Mike stellte sich aber später als so gut heraus, dass Myrick und Sanchez sich allein darauf konzentrierten und das Hintergrundmaterial nur für ihre Internetseite benutzten. Vgl. Beckerman, Jim: Not out of the Woods yet.

[12] Seit 1997 produziert und präsentiert John Pierson einmal wöchtlich das TV- Magazin „Split Screen“ auf dem amerikanischen Sender „Independent Film Channel“. In seiner Show gibt Pierson jungen und unbekannten Regisseuren die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen und hilft ihnen, ihre Arbeiten zu beenden und zu vermarkten. Vgl. o.V.: The Blair Witch Connection.

[13] Vgl. Ryfle, Steve: „We’re living the Dream, Man“.

[14] Das Team von „Split Screen“ gab Sanchez und Myrick 10.000$, damit sie ihren Film drehen konnten. Vgl. o. V.: The Blair Witch Connection.

[15] Vgl. Sturm, Rüdiger: Anfängerfilm stürmt die US-Kinocharts.

[16] Vgl. Mannes, Brett: Something wicked. Trotzdem häuften sich bald Interviews und Fernsehauftritte der drei angeblich toten Hauptdarsteller. Verständlicherweise, denn der Ruhm und die Karrierechancen sind fast alles, was die drei für die Strapazen in den Wäldern bekommen haben: Myrick und Sanchez bezahlten ihnen lediglich ein paar Dollar Gage pro Tag.

[17] Vgl. James, Christine: Bewitched, Bothered and Bewildered.

[18] So bekam beispielsweise der einflussreiche Filmkritiker Harry Knowles schon Monate vor dem Filmstart eine Videokassette mit dem Streifen zugespielt. Vgl. Pfirstinger, Rico: „Blair Witch Project“: Profitabelster Film aller Zeiten. Knowles ist Schöpfer der Internetseite http://www.aint-it-cool-news.com auf der neue Kinofilme kritisiert und diskutiert werden.

[19] Vgl. Pfirstinger, Rico: Blair Witch Project.

[20] Stern, D. A.: Blair Witch Project. München: Goldmann Verlag, 1999

[21] Vgl. Jones, Andy: Projecting Horror.

[22] Vgl. o. V.: Frequently Asked Questions.

[23] Vgl. o. V.: Goldene Himbeere für Star Wars?

[24] Vgl. o. V.: Wie man eine Legende erschafft- „The Blair Witch Project“.

[25] Vgl. Sturm, Rüdiger: Anfängerfilm stürmt die US-Kinocharts.

[26] Mit „Fearsum“ plant das Haxan- Team eine TV- Show, in der ungewöhnliche und geheimnisvolle Ereignisse vorgestellt werden sollen. Die Website soll die Neugier der potentiellen Zuschauer schon vor dem Serienstart wecken. Vgl.: o. V. Blair Witch TV.

[27] Vgl. o. V.: Hollywood money-men quick to copy this little spellbinder.

[28] Vgl. Jones, Andy: Projecting Horror.

[29] Siehe Taylor, Charles: Method madness.

[30] Vgl. Kapitel 1.

[31] Vgl. Jones, Andy: Projecting Horror.

[32] Beispielsweise konfrontierten die Regisseure die Darsteller mit der Frage: „Du bist seit neun Jahren im Gefängnis. Wir sind der Bewährungsausschuss. Warum sollten wir dich entlassen?“ Wer länger als eine Sekunde mit der Antwort zögerte, musste wieder gehen. (Vgl. Mannes, Brett: Something wicked.)

[33] Vgl. Jones, Andy: Projecting Horror.

[34] Vgl. Duvall, Daniel S.: Ohne Titel.

[35] Die Bezeichnung Snuff-Film geht auf den namensgleichen Streifen aus dem Jahr 1974 zurück, in dem angeblich ein realer Mord zu sehen war. Obwohl sich die Aufnahmen später als gestellt erwiesen, bezeichnet man so heute noch Filme, auf denen reale, für die Kamera inszenierte Mord- und Folterszenen zu sehen sind.

[36] Vgl. Jones, Andy: Projecting Horror.

[37] Vgl. Mannes, Brett: Something wicked.

[38] Vgl. Parks, Louis B.: Actress shouting over ‘Blair Witch’ success.

[39] Vgl. Mannes, Brett: Something wicked.

[40] Vgl. Jones, Andy: Creating the Blair Witch.

[41] Vgl. Jones, Andy: Creatiny the Blair Witch.

[42] Vgl. Weingarten, Susanne: Reine Hexerei.

[43] Diese amerikanische Einstufung entspricht der deutschen Altersfreigabe ab 18.

[44] Vgl. Jones, Andy: Creating the Blair Witch.

[45] Vgl. Duvall, Daniel S.:Ohne Titel.

[46] Vgl. Jones, Andy: Creating the Blair Witch.

[47] Vgl. Taylor, Charles: Method Madness.

[48] Vgl. Taylor, Carles: Ebd.

Details

Seiten
77
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783832484118
ISBN (Buch)
9783838684116
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v223599
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg – Angewandte Kulturwissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
internetmarketing film roger caillois medienwissenschaft kino

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Titel: Die Konstruktion des Unheimlichen im "Blair Witch Project"