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Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten

Diplomarbeit 2002 177 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

0. Einleitung
0.1 Ziel der Diplomarbeit
0.2 Aufbau der Diplomarbeit

1. Grundlagen und Konzepte des Electronic Business / Electronic Commerce
1.1 Geschäftsprozesse im Internet
1.2 Reife-Treppe
1.3 Leistung und Kosten des Electronic Commerce
1.3.1 Leistung des Electronic Commerce
1.3.2 Kosten des E-Commerce
1.4 Bezahlen im Internet
1.5 Sicherheit im E-Commerce
1.6 Risiken im E-Commerce
1.7 Marktteilnehmer im E-Business
1.8 Ausblick und Perspektiven

2. MySAP.com
2.1 Internetstrategie der SAP AG
2.2 SAP-Anwendungen im Internet
2.3 mySAP-Employee-Workplace
2.4 mySAP-Business Scenarios
2.5 mySAP.com Marketplace
2.6 mySAP.com Internet Sales
2.7 Beurteilung der Strategie von SAP im Internet

3. SAP Web Application Server
3.1 Einsatzpotentiale
3.1.1. Release
3.1.2. Unterstützung von Standards
3.2. Einbindung des Web Application Server in ein Unternehmensnetzwerk
3.3 Architektur und Aufbau des SAP Web Application Servers
3.3.1 Message Server und Dispatcher
3.3.2 Workprozesse
3.4. Internet Communication Manager (ICM)
3.4.1 Der ICM
3.4.2 Elemente des ICM
3.5. Das HTTP Plugin
3.5.1 Arbeitsweise des HTTP Plugin
3.5.2 Lokale Handler
3.6. Weitere Komponenten des Web Application Server
3.6.1 ICM Server Cache
3.6.2 Überwachung des ICM
3.6.3 Lastverteilung durch den SAP Message-Server
3.7. Internet Communication Framework (ICF)
3.7.1. Web Application Server als Server
3.7.2. Das Interaktionsmodell
3.7.3 Der Web Application Server als Client
3.8. Zukunft des SAP Web Application Server
3.9. Vergleich zwischen dem ITS und dem Web Application Server
3.9.1 Arbeitsweise des ITS
3.9.2 Unterschiede zwischen dem Web Application Server und dem ITS
3.10. Fazit

4. Business Server Pages-Applikationen im Web Application Server
4.1 Web Application Builder
4.2 Funktionen des Web Application Builder
4.3 Werkzeuge des Business Application Builder
4.4 Aufbau und Elemente einer BSP-Applikation
4.4.1 Business Server Pages
4.4.2 MIME-Objekte im MIME-Repository
4.4.3 Thema
4.4.4 Anwendungsklasse
4.4.4.1. Unterscheidung Stateful- oder Stateless-Applikationen
4.4.4.2 Zugriff auf eine Anwendungsklasse
4.4.5 Seitenfragmente
4.4.6 Navigationsstruktur
4.5 Zugriff auf eine BSP-Applikation
4.6 Aufbau einer Business Server Page
4.7 Zugriff auf eine BSP
4.8 Fazit

5. Online-Shop
5.1 Funktionalität und Aufbau des Shops
5.1.1 Der Code des E-Shops
5.1.2 Interne Struktur des Shops
5.2 Einbindung des Code in BSP-Applikationen des Web Application Server
5.2.1 Anlegen der BSP-Applikation
5.2.2 Layout der Startseite
5.2.3 Eventhandler und Seitenattribute für die Startseite
5.2.4 Seitenfragmente
5.3 Layout für die Produktseiten
5.3.1 Eventhandler für die Produktseiten
5.3.2 Seitenattribute für die Produktseiten
5.4 Layout für die Suchseite
5.4.1 Eventhandler für die Suchseite
5.4.2 Seitenattribute für die Suchseite
5.5 Layout der Warenkorbfunktion
5.5.1 Eventhandler der Warenkorbfunktion
5.5.2 Seitenattribute der Warenkorbfunktion
5.6 Layout Benutzerregistrierung
5.6.1 Eventhandler der Benutzerregistrierung
5.6.2 Seitenattribute der Benutzerregistrierung
5.7 Aktivierung von BSP und BSP-Applikation

6. Sicherheit
6.1 Sicherheit in einem SAP-System
6.1.1 Berechtigungskonzept
6.1.2 Benutzerstammsatz
6.1.3 Secure Network Communications (SNC)
6.1.4 Berechtigungsobjekt
6.1.5 Berechtigungsprüfung
6.2 SAP-Profilgenerator
6.3 Benutzerauthentifizierung
6.4 Datenintegrität
6.5 Protokollierung
6.5.1 Audit-Informationssystem
6.5.2 Security Audit Log
6.6 Kryptographie
6.6.1 Symmetrische Verschlüsselungsverfahren
6.6.2 Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren
6.7 Secure Store & Forward (SSF)
6.7.1 Technischer Ablauf einer digitalen Signatur
6.7.2 Technischer Ablauf eines digitalen Umschlags
6.7.3 SAP und SSF
6.7.4 Ablauf eines Einsatzes von SSF in SAP
6.8 Public-Key-Infrastruktur
6.9 Sicherheit von SAP in einem Netzwerk
6.9.1 Client- und Server-LAN
6.9.2 SAProuter
6.10 SAP-Softwarekomponenten auf Betriebssystemebene
6.10.1 Sicherheit im SAP Graphical User Interface (GUI)
6.10.2 SAP-Anwendungsserver
6.10.3 Datenbankserver
6.11 Kommunikation verteilter Programme und Systeme in SAP
6.11.1 SAP-Gateway
6.11.2 Application Link Enabling (ALE)
6.12 Spezielle Sicherheitseinstellungen im Web Application Server
6.12.1 Das Secure-Socket-Layer-Protokoll (SSL-Protokoll)
6.12.2 Benutzerauthentifizierung mit Anmeldetickets
6.12.3 Nutzung des X.509-Client-Zertifikats
6.13 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Anlage 1: Quellcode Index.html

Anlage 2: Quellcode basket.html

Anlage 3: Quellcode ordertotal.html

Anlage 4: Quellcode about.html

Anlage 5: Quellcode dept1.html

Anlage 6: Quellcode dept2.html

Anlage 7: Quellcode search.html

Anlage 8: Quellcode search_ftitle.html

Anlage 9: Quellcode customerdtl.html

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1.1.: Reife-Treppe

Abb. 2.1.: MySAP Employee Workplace

Abb. 2.2.: Collaborative Business Scenarios

Abb. 2.3.: MySAP.com Marketplace

Abb. 2.4.: Komponenten des Internet Sales

Abb. 3.1.: Web Application Server in einem Netzwerk

Abb. 3.2.: Architektur des SAP Web Application Server

Abb. 3.3.: ICM

Abb. 3.4.: Ablauf eines Requests im Web Application Server

Abb. 3.5.: ICF im Detail

Abb. 3.6.: Web Application Server als Client

Abb. 3.7.: Web Application Server in der Zukunft

Abb. 3.8.: ITS in SAP Systemlandschaft

Abb. 3.9.: AGate und WGate

Abb. 4.1.: Object Navigator

Abb. 4.2.: Namensraum

Abb. 4.3.: Navigationsstruktur

Abb. 4.4.: Ablauf der Eventhandler

Abb. 4.5.: Elemente der Business Server Pages

Abb. 4.6.: Verarbeitungslauf einer BSP

Abb. 5.1.: Schema der wichtigsten HTML-Seiten des E-Shops

Abb. 6.1.: Benutzer pflegen

Abb. 6.2.: Erstellung einer Rolle mit dem Profilgenerator

Abb. 6.3.: Audit Infosystem

Abb. 6.4.: Security Audit Log

Abb. 6.5.: Security Monitor im CCMS

Abb. 6.6.: Externe Betriebssystemkommandos

Abb. 6.7.: Einstellungen der Sicherheit in RFC

Abb. 6.8.: Einstellungen ALE

Abb. 6.9.: Trustmanager

0. Einleitung

In einem sich verschärfenden Wettbewerb wird es für die Unternehmen zunehmend wichtiger, sich den Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen der Kunden schnell anzupassen und adäquat zu reagieren. Daneben gilt es, sich gegenüber Wettbewerbern durchzusetzen und Marktanteile zu gewinnen und auszubauen.

Dank moderner Technologien lassen sich E-Business-Szenarien zum Teil ohne größere Mühen realisieren. Ohne eine integrative Einbindung in das Unternehmen jedoch, sind diese E-Business Lösungen nur unzureichend zu gebrauchen. Viele Firmen sind immer noch der Meinung, dass sie sich dem zum Teil globalen Wettbewerb mit einer einfachen Webseite stellen können. Dies bestätigt ihr Handeln, da einige Internetauftritte von Unternehmen, besonders im mittelständischen Bereich, äußerst unproffesionel wirken. Zu einem effektiv funktionierenden E-Business gehören eben nicht nur Websites und Portale, sondern auch Applikations-Server, Datenbanken, CRM Programme, SCM und ein organisiertes Backoffice.

Ein an ihre IT-Landschaft angebundener Onlineshop soll ihre Umsätze in nie gekannte Höhen treiben. Die andauernde Rezession der Wirtschaft hat den Unternehmensverant­wortlichen jedoch gezeigt, wie wichtig es ist, die neuen Technologien effizient einzu­setzen. Dass dies eben nicht so einfach ist, lässt sich daran erkennen, dass mittlerweile einige Unternehmen insolvent sind, weil Sie es versäumt haben, die neuen Techniken in ihr Unternehmen schnell, richtig und kostendeckend bzw. gewinnbringend einzubin­den.

Es gibt Gründe, warum das eine oder andere Geschäftsmodell im Internet scheiterte. Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass die hohen Ansprüche an den Kunden, sich im Internet mit Waren einzudecken, noch nicht erfüllt werden. Komplizierte Bestellvor­gänge, falsche Rechnungen, zu spät oder gar nicht ausgelieferte Waren sind nur einige Hürden, die Kunden in Kauf nehmen müssen, wenn sie im Internet Produkte kaufen möchten.

Auch war es dem Kunden schlicht zu unsicher, im World Wide Web sein Geld aus­zugeben. Der Kunde erwartet von einer E-Commerce-Lösung, dass sie bequem und unkompliziert zu bedienen ist und zudem eine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit bei der Auftragsabwicklung bietet.

Weiterhin ist die Organisation im Unternehmen überfordert, die Masse an Anfragen abzufertigen. Eine Anfrage, die der Kunde von seinem Computer losschickt, wird von mehreren Mitarbeitern bearbeitet, bis nach endlosen Arbeitsschritten die Ware an den Kunden versendet werden kann. Dies betrifft nur den Vertrieb mit dem Kunden, dem sog. B2C-Commerce.

B2B-Commerce, also das Geschäft unter den Firmen oder das E-Procurment, der Einkauf der Materialien, vom Bleistift bis zur Maschine, ist für viele Firmen aufgrund ihrer veralteten IT -Infrastruktur und Organisation nicht möglich. Meist fehlt es an einem geeigneten Warenwirtschaftssystem, welches die eingegangen Anfragen sofort weiterverarbeiten kann. Dieser Mangel führt in der Praxis zu steigenden Transaktions­kosten, unzufriedenen Kunden, frustrierten Mitarbeitern, etc. Nach einer Studie von Wieselhuber und Partner[1] arbeiteten zwei Drittel der installierten Onlineshops ohne ein Warenwirtschaftssystem.

Der Web Application Server von SAP bietet nun die Möglichkeit, das ERP-System derSAP AG mit dem Internet zu verbinden, um Geschäftsprozesse zu automatisieren und sie schnell, fehlerfrei und kostengünstig zu bearbeiten. Es ist somit möglich, einen Onlineshop zu erstellen, der direkt mit dem Backend, in diesem Fall das ERP-System von SAP, in Verbindung steht. Alle Geschäftsprozesse lassen sich somit über ein System abwickeln. Weiterhin lassen sich mit dem Web Application Server durch die mitgelieferte Entwicklungsumgebung auch eigene Applikationen erstellen und einset­zen.

Im Rahmen der Anbindung des Unternehmens ins Internet sind außerdem geeignete Sicherheitsmassnahmen zu treffen. Die Firmen gehen ein hohes Risiko ein, da sie durch die Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht im Umgang mit Kundendaten sehr viel Geld, aber auch Reputation verlieren können. Der Web Application Server von SAP bietet geeignete Sicherheitslösungen, die bei der Installation allerdings aktiviert werden müssen.

0.1 Ziel der Diplomarbeit

Die vorliegende Diplomarbeit wird sich vorwiegend mit den Einsatzpotentialen des SAP Web Application Server beschäftigen. Die Arbeitsweise und Möglichkeiten sollen aufgezeigt werden, die der SAP Web Application Server im Rahmen der Internet­strategie der SAP AG im praktischen Einsatz einem Unternehmen bietet. Eine Einfüh­rung in E-Commerce sowie die Erläuterung der Strategie der SAP AG sollen hierfür als Grundlage dienen. Weiterhin wird die Erstellung von Business-Applikationen beschrie­ben, die beispielsweise zur Erstellung eines Webshops genutzt werden können.

Eine hier beschriebene Anwendungsmöglichkeit ist die Anbindung eines Webshops an ein SAP-System mit Hilfe des Web Application Server. Der Webshop ist mit HTML und JavaScript Code programmiert und kann im Anhang eingesehen werden. Eine Einbindung des Webshops in den Web Application Server kann aus technischen Gründen praktisch nicht durchgeführt werden. Dies wird aber mit theoretischen Mitteln gezeigt.

Die Arbeit wird abgerundet, indem die Sicherheitsmaßnahmen und -einstellungen für den Web Application Server beschrieben werden.

0.2 Aufbau der Diplomarbeit

Der erste Teil geht auf die Grundlagen des E-Commerce ein und erklärt kurz die relevantesten Begriffe dieser Entwicklung.

Im zweiten Kapitel wird auf die Internetstrategie von SAP, mySAP.com, eingegangen.

Im nächsten Kapitel werden die Funktionsweise, Architektur, Designanforderungen und die wichtigsten Komponenten des Web Application Server vorgestellt. Weiterhin wird ein kurzer Vergleich zwischen dem Internet Transaction Server und dem Web Application Server gezogen.

Das vierte Kapitel zeigt, wie man mit dem Web Application Builder, einem integrierten Werkzeug des Web Application Server zur Erstellung von Business-Applikationen, arbeitet. Es wird erklärt, wie Business-Applikationen aufgebaut sind, wofür man sie braucht und wie man sie einsetzt.

Darauf aufbauend wird im fünften Kapitel gezeigt, wie ein Shopsystem über den Web Application Server auf das SAP System zugreift. Während der Diplomarbeit stellte sich jedoch heraus, dass das Hochschulkompetenzzentrum in Passau, welches die SAP-Lizenzen für die Fachhochschulen bündelt und so das SAP-System zur Verfügung stellt, den Web Application Server zur Zeit nicht installiert hat und dies in nächster Zeit auch nicht beabsichtigt. So kann die Realisierung zwar programmiert und zu Papier gebracht werden, aber ein Ablauf und Test ist unter den genannten Gründen nicht möglich.

Im letzten Kapitel werden Details zur Sicherheit eines SAP Systems im Algemeinen und bei Zugriff aus dem Internet bzw. Intranet im Besonderen, erläutert.

1. Grundlagen und Konzepte des Electronic Business / Electronic Commerce

Der Begriff des E-Commerce wird in Theorie und Praxis unterschiedlich verwendet. So bezeichnet die KMPG E-Commerce als ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse.[2]

Die OECD definiert E-Commerce folgendermaßen: Electronic Commerce refers generally to all forms of transaction relating to commercial activities, including both organizations and individuals that are based upon the processing and transmission of digitized data including text, sound and visual images.[3]

1.1 Geschäftsprozesse im Internet

E-Commerce bezieht sich nicht auf eine bestimmte Anwendung oder Technik, sondern versteht sich mehr auf die ganzheitliche, unternehmensübergreifende Entwicklung von Geschäftsprozessen , die durch die neue Informationstechnologien ermöglicht werden.

Dabei muss ein Unternehmen zunächst bestrebt sein, die einzelnen Funktionen wie Marketing, Entwicklung, Controlling, Produktion und Vertrieb so miteinander zu verzahnen, dass eine reibungslose, kosteneffiziente Leistungserstellung ermöglicht wird. Keller spricht hier von der Funktionsorientierung zur Prozessorientierung.[4] Weitere Ziele sind Orientierung am Kunden, Reduktion der Arbeitsteilung, integrierte Informationsver­arbeitung, flexible Organisationsstrukturen.[5]

In der Praxis ist eine solche Verfahrensweise schwer und nur unter erheblichen Mana­gementressourcen umzusetzen. Hierbei muss das alte Organisationsprinzip der Funktions­orientierung hin zur Prozessoptimierung verändert werden, was nicht zuletzt unter Umständen an den einzelnen Mitarbeiter scheitert, weil diese sich gegen neue Technolo­gien sperren. Stichwort: „Das haben wir schon immer so gemacht“.

1.2 Reife-Treppe

Im nächsten Schritt muss das Unternehmen bemüht sein, die Kunden, Lieferanten, und unter gewissen Umständen auch Konkurrenten mit in die Geschäftsprozesskette zu integrieren. Dabei erfährt der Prozess eine Steigerung des E-Commerce zum E-Business.

Veranschaulicht soll diese Entwicklung am folgenden Schaubild:[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1.1.: Reife-Treppe

Eine passive Homepage ist das niedrigste Niveau, um im Internet vertreten zu sein. Der Nutzer kann sich nur die Seiten anschauen, ohne aber interaktiv mit dem Anbieter in Verbindung zu treten. Erst durch das Anbieten von Diensten, wie Chat, Foren, Formulare, etc. ist es dem Benutzer nun möglich, interaktiv mit dem Unternehmen in Verbindung treten.

Mit dem Einbinden eines Onlineshops in die Homepage kann bereits von Ansätzen des

E-Commerce gesprochen werden. Hierbei lassen sich verschiedene Formen von Shops unterscheiden, die sich in Kosten, Ausstattung, Größe, Skalierbarkeit, etc. unterscheiden.

Mit der elektronischen Integration der Geschäftsprozesse von Kunden sowie Lieferanten zum E-Business ist die oberste Stufe der Reifetreppe erreicht. Der Begriff des E-Business ist dabei als umfassender Begriff zu verstehen, bei dem es darum geht, Geschäftsprozesse zu vereinfachen und in digitalisierter Form darzustellen.

Eine Schlüsselrolle im E-Commerce / E-Business spielt zweifelsohne das World Wide Web, der Multimediadienst des Internet, welches geradezu eine Revolution in der Informationstechnologie ausgelöst hat. Es besticht dabei durch einen einfachen Aufbau und ist für jedermann zugänglich, der mit einem PC und Modem ausgestattet ist. Als Beschreibungssprache dient HTML bzw. XML und mit TCP/IP wird ein standardisiertes Protokoll eingesetzt. XML übernimmt schon jetzt die Funktionen, die früher mit EDI (E lectronic D ata I nterchange)[7] erledigt wurden.

1.3 Leistung und Kosten des Electronic Commerce

Welchen Nutzen stellt nun E-Business dar und warum sollte ein Unternehmen auf die neuen Informationstechnologien umstellen?

1.3.1 Leistung des Electronic Commerce

Die wichtigsten Gründe für den Einsatz von E-Commerce-Lösungen sind Kostenein­sparungen, Umsatzsteigerungen und Mehrwert für den Kunden. Unternehmer, die auf E-Business setzen, können von vielfältigen Wettbewerbsvorteilen profitieren:

- Höhere Effektivität aufgrund optimierter Geschäftsprozesse, die zu reduzierten Durchlaufzeiten, Erhöhung der Termintreue und Senkung von Entwicklungszeiten führen.
- Kosteneinsparungen in Logistik, Verwaltung und Informationsverarbeitung.
- Vereinfachter Zugang zu internen und externen Informationen.
- Besserer Kundenservice und engere Kundenbindung aufgrund vereinfachter Kommunikation.
- Große Möglichkeiten, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu analysieren und besser zu verstehen.
- Größere Auswahl für die Kunden, die zu jeder Zeit ihre Ware bestellen können und von niedrigeren Preisen profitieren, da dem Unternehmer geringere Vertriebs- und Logistikkosten entstehen, die sie weitergeben können.
- Erleichterungen, um neue Märkte oder größere Teile bestehender Märkte zu erreichen.
- Neue Einnahmequellen durch neue Informationsinhalte und Dienstleistungen.

Dies sollten ausreichende Gründe dafür sein, dass ein Unternehmen sich konsequent den Herausforderungen einer vernetzen Welt stellt. Jedoch werden halbherzige Schritte in diese Richtung vom Markt rigoros abgestraft. Viele Zulieferfirmen in der Automobilindustrie werden von den Herstellern geradezu genötigt, ihre Prozesse miteinander zu verbinden, um Zeit und somit Kosten zu sparen.

Nur wenn die Unternehmensstrukturen dem E-Business auch angepasst werden, kann der Umsatz gesteigert, die Kosten gesenkt und damit einhergehend der Gewinn, die letztendlich entscheidende Größe, erhöht werden. Der TCO (Total Cost of Ownership)[8] muss niedriger sein, als der Gewinn aus diesem Investment.

1.3.2 Kosten des E-Commerce

Eine eindeutige Aussage zur Höhe der Kosten kann an dieser Stelle nicht getroffen werden,[9] jedoch können einige Einflussfaktoren genannt werden.

Die Höhe der Kosten gehen einher mit der Frage, ob z.B. ein Shop selbst erstellt oder Standardsoftware zum Einsatz kommt. Weiterhin ist es möglich, einen Shop in einer so genannten Shoppingmall einzusetzen oder Standardpakete eines Internet Service Provider oder Application Service Provider[10] zu nutzen.

Wird eine größere Shoplösung individuell programmiert, muss mit Kosten ab 500.000 Euro aufwärts gerechnet werden.[11] Es kommt allerdings darauf an, welche Größe, Skalierbarkeit und Zusatzfunktionen der Shop bietet, da dies alles programmiert werden muss. Das ist gleichzeitig auch der große Vorteil gegenüber Standardsoftware, da die Individuallösung genau den Wünschen angepasst werden kann. Weiterhin hebt sich eine individuelle Shoplösung von der Gestaltung gegenüber Mitbewerbern ab. Ebenfalls muss unterschieden werden, ob die Softwarelösung von der eigenen EDV-Abteilung, sofern eine vorhanden ist, oder von Externen entwickelt wird.[12]

Natürlich spielt die Auswahl der Hardware eine große Rolle bei der Höhe der Kosten, da sich die eingesetzten Server durch die enormen Performanceunterschiede preislich sehr unterscheiden können, wobei meistens gilt, dass je größer die Leistung desto teuerer der Server.

Weiterhin sind Kosten für die Leitung zum Provider notwendig, der die nötige Infra­struktur zum Internet bereitstellt. Hier müssen auch wieder unterschiedliche Tarife berücksichtigt werden:

- eine Standleitung zum Provider – teuer, aber notwendig, da der Shop jederzeit erreicht werden muss.
- eine Wählverbindung – günstig, aber für eine E-Business Lösung ungeeignet.
- Abrechnung nach Volumen – ist eventuell günstiger als Standleitung, aber schlecht zu kalkulieren.

Die Kosten für eine Standardsoftware sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Untergrenze stellt das Produkt Minivend dar, welches auf Linuxbasis angeboten wird und kostenlos ist. Einfache kommerzielle Lösungen beginnen ab 100 Euro aufwärts. Aufwendigere Lösungen kosten bis zu mehreren Hunderttausend Euro. Zu den bekannteren Anbietern solcher Produkte zählen Firmen wie Intershop, Openshop, IBM, oder Internolix. Der Vorteil einer Standardlösung im Vergleich zur Individuallösung sind die niedrigeren Kosten. Nachteile sind Probleme bei der Anpassung der Software an die eigenen Wünsche und die Uniformität.

Eine Alternative ist die Miete einer Standardsoftware bei einem Mall-Betreiber.[13] Auch bieten Internet Service Provider oder Application Service Provider Produkte auf Mietbasis an. Für mittelständische Firmen mit mehreren Millionen Euro Umsätze sollten diese Angebote jedoch nicht angenommen werden, da die Nachteile,

- schlechte bis ausgeschlossene Konfiguration des Shops,
- schlechte Skalierbarkeit und Unsicherheit bezüglich der Daten,
- schlechte Ausrichtung der Software an Kundenorientierung, dieser Lösungen einfach zu groß sind.

1.4 Bezahlen im Internet

Traditionelle Zahlungsformen, wie das Bezahlen auf Rechung, Nachnahme oder Lastschrift werden auch im Internet häufig verwendet. Kreditkartenzahlung ist bei Kunden, speziell in Deutschland, wegen ihrer Missbrauchsgefahr äußerst unbeliebt.

Damit Onlinetransaktionen effizient und organisatorisch abgewickelt werden können, bedarf es eines ausgeklügelten Zahlungssystems. Es befinden sich zurzeit einige Produkte in Umlauf, die sich in Ihren Sicherheitsfunktionen und Handhabung unterscheiden.

An das elektronische Geld bedarf es dabei einiger Anforderungen:[14]

- Es muss fälschungssicher sein, da sich digitale Informationen leicht manipulieren lassen.
- Es muss einfach zu verwenden sein.
- Geringe Zusatzkosten.
- Akzeptanz wie Bargeld.
- Möglichkeit der Anonymität des Käufers.

Folgende modernere Zahlungssystem lassen sich unterscheiden:[15]

- Kreditkarte - Einfache Handhabung. Probleme mit der Sicherheit, die jedoch durch geeignete Protokolle einigermaßen sicher gemacht werden können.
- Electronic direct debit (edd) – Ähnlich dem Lastschriftverfahren, wobei der Kunde über eine virtuelle Buchungskarte einmalig einen schriftlichen Einzie­hungsauftrag erteilt.
- Cyber Coin – Virtuelles Bargeld der CyberCash GmbH.
- E-Cash – Produktkonzept der Firma Digi Cash.
- Millicent – Ein Verfahren der Firma Digital, zur Abwicklung von Kleinst­beträgen.
- HBCI (Home Banking Communcation Interface) – Entwicklung der deutschen Banken, die eine Absicherung und Vereinheitlichung des Homebankings zum Grunde hatten.
- Chipbasierte Geldbörse – Hier wird zusätzlich ein Kartenleser benötigt, der die mit Geld aufgeladene Karte ausliest.
- Net900 – Online-Payment-Verfahren via Telefonrechnung der Deutschen Telekom oder Bankeinzug.
- X-Press Pay – Das Produkt des Dienstleisters X-Press Pay rechnet Zahlungen für Waren und Dienstleistungen über Telefonrechnung ab.

Den meisten Systemen ist gemeinsam, dass für die Abwicklung entweder zusätzliche Software benötigt wird, eine dritte Partei als Vermittler hinzugezogen werden muss oder ein Kartenlesegerät erforderlich ist.

Die Übertragung der Daten muss durch geeignete Verschlüsselungsverfahren und Protokolle sichergestellt sein. Die Bezahlung über das Internet kann prinzipiell über drei verschiedene Sicherheitsstufen erfolgen:

- unverschlüsselt – nicht zu empfehlen, da die Daten mitgelesen werden können,
- durch Verschlüsselung des Übertragungskanals mittels SSL,
- per digitaler Unterschrift.

Einen wirksamen Schutz für vertrauliche Daten bieten digitale Unterschriften. Sie ermöglichen die Bestätigung der Identität des Absenders und der Authentizität elektro­nischer Dokumente durch vorhergehende Zertifizierung der Teilnehmer. Sowohl SET (Secure Electronic Transaction) als auch HBCI basieren auf der Zertifizierung ihrer Nutzer.[16]

SET fußt auf einer Verschlüsselungstechnologie, welche gemeinsam von führenden Kreditkartenorganisationen (VISA, MasterCard) und IT-Unternehmen (IBM, Netscape, Microsoft, Verisign etc.) entwickelt wurden. Alle erforderlichen Daten werden mit einem sehr starken Verschlüsselungsverfahren (RSA 1024) gesichert. Die Identität der beteiligten Parteien (Käufer, Verkäufer, Bank) wird dabei durch Zertifikate sicher­gestellt. Diese Zertifikate werden von einer vertrauenswürdigen Instanz vergeben. Diese Methode ist relativ sicher und Missbrauchsmöglichkeiten weitestgehend ausgeschlos­sen. Die beteiligten Parteien erfahren nur die Informationen, die für sie von Bedeutung sind.

SSL (Secure Socket Layer) ist eine Technik, bei dem sich ein Web-Client bei einem Server authentifiziert und der Datenverkehr zwischen beiden verschlüsselt wird. SSL wurde von der Firma Netscape und RSA Data Security entwickelt und hat sich als ein de-facto Standard etabliert.[17]

Das Set-Verfahren weist in Bezug auf Sicherheit und Risiko Vorteile gegenüber dem SSL Verfahren auf, hat aber den Nachteil, dass eine weltweite Etablierung der Zertifi­katinfrastruktur nur schwer umzusetzen ist.

1.5 Sicherheit im E-Commerce

Entscheidend für die Nutzung weltweiter Netze ist das Vertrauen in die Sicherheit der übermittelten Daten. Ein Kunde muss darauf vertrauen können, dass seine Transaktionen nicht manipuliert werden. Dies gilt natürlich ebenso für die Gegenpartei, dem Verkäufer.

Die Parteien sind also grundsätzlich der Gefahr ausgesetzt, dass ihre Daten manipuliert und/oder missbraucht werden.

Folgende Sicherheitsgefahren sind möglich:

- Einbruch von außen in das Firmennetz.
Geeigneter Lösungsansatz: Einsatz von Firewalls.[18]
- Transaktionssicherheit
Es muss gewährleistet sein, dass die Transaktionen vollständig abgewickelt werden und bei einem Abbruch der Vorgang wieder rückgängig gemacht wird.
Geeigneter Lösungsansatz: Das System überwacht die Transaktionen.
- Computerviren- und würmer
Lösung: Virenscanner, die Dateien nach Viren prüfen und Mitarbeiter anhalten, vorsichtig mit bestimmten selbstextrahierenden Dateien umzugehen.
- Authentifizierung
Es muss sichergestellt werden, dass die Marktpartner auch die sind, für die sich ausgeben.
Lösung: Vor Benutzung muss der Nutzer sich identifizieren. Dies geschieht meist mit einer Benutzerkennung und Passwort.
- Vertraulichkeit der Daten
Die Daten von Kunden dürfen nicht in falsche Hände geraten. Dieser Bereich ist sehr problematisch in der Bankbranche. Es muss gewährleistet sein, dass die Transaktion nicht von einem Dritten abgefangen oder eingesehen werden kann.
Lösung: Verwendung von geeigneten Verschlüsselungsverfahren.
- Datenintegrität

Es muss sichergestellt sein, dass eine Transaktion eindeutig ist. Diese darf also nicht durch einen Unbefugten um zusätzliche Daten ergänzt, verändert oder ver­kürzt werden.

Lösung: Verwendung von geeigneten Verschlüsselungsverfahren.

1.6 Risiken im E-Commerce

Ein E-Commerce-Projekt umzusetzen ist allerdings auch mit Risiken verbunden, die bei den zahlreichen Chancen häufig unberücksichtigt bleiben.

- Allzu oft wird der finanzielle, organisatorische und technische Aufwand für die Geschäftsabwicklung unterschätzt. Meist sind komplexe Logistikkonzepte um­zusetzen, die reibungslos funktionieren müssen, damit Produkte in kurzer Zeit geliefert werden können.
- Dem TCO[19] steht meist nur ein kurzfristiger ROI[20] gegenüber. Viele Erträge sind zunächst nicht in Geld messbar. Ein Beispiel dafür ist die Kundenzufrie­denheit. Bekommen die Kunden ihre Produkte nun schneller und günstiger, sind diese zufrieden, was sich allerdings nicht unmittelbar in Geldeinheiten ermitteln lässt. Die erfolgreiche Umsetzung des Electronic Commerce erfordert meist eine umfassende Änderung der Organisationsstruktur im Unternehmen.
- Die schnellen technologischen Entwicklungen erfordern von den Firmen ein umfangreichen Wissen und eine gewisse Risikobereitschaft bei der Auswahl der einzusetzenden Technologien.

1.7 Marktteilnehmer im E-Business

Der elektronische Markt kommt den Bedingungen eines vollkommenen Marktes schon sehr nahe, da hier die vollkommene Markttransparenz eher gegeben ist als im herkömmlichen Marktbegriff.[21] Das neue digitale Medium ist dabei als eine Art universelles Informations- und Transaktionsmedium zu sehen, das alle denkbaren Informationen und Prozesse abzubilden und zu realisieren vermag.[22] Um die Einsatzmöglichkeiten des Electronic Commerce aufzuzeigen, ist eine Einteilung der einzelnen Marktbereiche von Vorteil. Es können dabei drei Akteure unterschieden werden, die Geschäfte miteinander abwickeln:

- Konsumenten (Consumer)
- Unternehmen (Business)
- Öffentliche Institutionen (Adminstration)

Die folgende Matrix möchte die einzelnen Handlungsbereiche, die nach Anbieter der Leistung und Nachfrager der Leistung eingeteilt sind, besser veranschaulichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Firmen, wie Amazon, die anfangs nur Bücher, mittlerweile aber auch CD´s, DVD`s, etc. verkaufen, haben entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Geschäftsmodell „Verkauf von Ware im Internet an den Konsumenten“ durchsetzten konnte. Aber wie bei jeder Entwicklung mussten auch hier viele Firmen aufgeben und ihre Shops wieder schließen und Insolvenz anmelden. Ein entscheidender Grund war sicherlich, dass die Unternehmen es versäumt haben, sich den Wünschen der Kunden anzupassen. Auch funktionieren die Gesetze des Marketings im Internet etwas anders, als sie es in der Ökonomie tun.

Es entstehen neue Zwischenstufen, sog. Intermediäre (Broker, Market Maker), die den Platz des Handels und damit deren Geschäfte einnehmen. Dem Bereich, in dem Firmen wie Amazon ihr Geld verdienen, also dem B2C-Business, werden goldene Zeiten vorhergesagt, wobei diese Prognosen schon oft nach unten revidiert wurden. Aber auch traditionelle Firmen, die es gewohnt sind, dass Kunden in ihre Geschäfte kommen, entdecken immer mehr die Absatzpotentiale im Internet.

In dem zweiten großen Bereich, dem B2B-Business sind die Aussichten und Wachs­tumsraten noch weitaus gigantischer.[23] Automobilfirmen, wie Daimler Crysler, Renault usw., die ein Marktplatz namens Convisent eingerichtet haben, erhoffen sich dadurch Einsparungen bei ihren Materialbeschaffungen im Milliarden Euro Bereich.

Die Firmen erwarten aber auch eine Vergrößerung ihres Absatzpotentials, Effizienzstei­gerungen, eine verbesserte Kundenbindung und die Erzielung strategischer Wett­bewerbsvorteile.[24]

Der Auftritt der öffentlichen Hand im Internet ist ein noch relativ kleiner Bereich im E-Business. Der Staat kommt durch knappe Kassen nur langsam mit der Modernisierung seiner Netzinfrastruktur voran. Hier werden aber ebenfalls gigantische Kostenein­sparungen prognostiziert. Wenn jeder seine Steuererklärung online abgeben könnte, so wie es in Bayern schon versuchsweise[25] gestartet wurde, wären auch hier große Potentiale für diesen Markt möglich. Den Vorteil für die Bürger - beispielsweise keine Wartezeiten - gibt es gratis dazu.

1.8 Ausblick und Perspektiven

Der Nutzen, der das Medium Internet und damit auch der E-Business-Bereich den Unternehmen bietet, ist größer als die Kosten. Vorrausetzung ist aber, dass Firmen die neuen Medien effizient einsetzen.

Diese Vorzüge gibt es jedoch nicht umsonst, da die Firmen viel Geld in die Informati­ons- und Kommunikationstechnologie sowie in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren müssen. Electronic Commerce ist von globaler Bedeutung und kein Unternehmen kann es sich heute leisten, will es seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähig­keit nicht einbüßen, sich diesem Trend zu entziehen. Elektronische Marktplätze bieten die Möglichkeit, die Wertschöpfungskette fundamental zu verändern.

Die Onlineshops, die zurzeit auf dem Markt sind, können nur eingeschränkt das reale Einkaufserlebnis ersetzen. Dies liegt jedoch nicht immer an der Gestaltung des Auftritts, sondern vielmehr an der noch geringen Bandbreite, also der Übertragungsgeschwindig­keit im Internet. Hier bleibt also abzuwarten, wie sich die Bandbreiten im Internet entwickeln.

Der deutsche Bundestag hat mit seiner Gesetzgebung zur digitalen Signatur erste rechtliche Weichen gestellt, um Onlinegeschäfte im Internet sicherer zu machen.

Aber auch hier drohen wiederum Gefahren, weil der Staat unter Umständen das Internet zu stark reglementiert und damit einer freien Entfaltung der Märkte im Wege stehen könnte.

2. MySAP.com

Sehr spät hat sich die SAP AG aus Walldorf dazu entschieden, im E-Business-Bereich tätig zu werden und Produkte zu entwickeln. Das Unternehmen ist seit 1972 am Markt für betriebswirtschaftliche Software und bekannt durch das Produkt R/3, welches die ganze Bandbreite von der Produktionsplanung über die Logistik bis zum Vertrieb abdeckt. Über 35000 Installationen in mehr als 100 Ländern der Erde, wobei viele der größten Firmen der Welt diese Software einsetzen, demonstrieren die Akzeptanz dieses Produkts.[26]

Mit der Gründung von mySAP.com im Jahre 1999 wurde eine geeignete Internet­strategie präsentiert. Diese Strategie verfolgt im Wesentlichen, die Realisierung eines integrierten betriebswirtschaftlichen Software-Ecosystems, um die vernetzte Welt zu unterstützen. Das Produkt R/3 wird dabei um Applikationen für das Customer Relationship Management, Supply Chain Management oder Business Intelligence, um nur die wichtiges zu nennen, ergänzt. Gleichzeitig hat sich SAP von dem klassischen Konzept der monolithischen Allzweckanwendung zugunsten von flexiblen, modularen Komponenten, getrennt.[27]

2.1 Internetstrategie der SAP AG

Die Strategie teilt sich in vier Bereiche auf:[28]

- SAP-Anwendungen im Internet,
- mySAP-Employee Workplace,
- mySAP-Business Scenarios,
- das Portal mySAP.com als Basis für den Marktplatz.

Da die SAP AG den Start ins „Internetzeitalter“ etwas verpasst hatte, waren Firmen wie Siebel (CRM-Bereich), Ariba (E-Procurment – Begriff für das Kaufen/Verkaufen von Kleinstmaterialien), i2 (SCM-Bereich) schon längst Marktführer.

Wie wichtig diese neue Strategie für SAP ist, zeigen die Zahlen aus dem 4. Quartal 2000, also ein Jahr später. Demnach hatte mySAP.com einen Umsatzanteil an den gesamten Softwareerlösen von 63 Prozent oder 661 Millionen Euro erreicht.[29] Dabei ist R/3 geradezu prädestiniert, Geschäftsprozesse über das Internet weltweit ablaufen zu lassen, weil dieses Produkt äußerst flexibel in der Integration von Geschäftsprozessen in einem Unternehmen ist. Es können nunmehr Geschäftsbeziehungen zu jedermann – Hersteller, Händler, Kunde – geknüpft werden, die allerdings Systeme zur Kunden- bzw. Lieferantenbeziehung notwendig machen. Hieran knüpft nunmehr genannte Strategie.

Ein Unternehmen könnte nun bestrebt sein, ein SAP-System oder ein anderes ERP-System für den Interneteinsatz nach dem „Best of breed-Ansatz“ zu erweitern.[30] Der Vorteil wäre, die jeweils aktuellste und beste Funktionalität zu nutzen. Ein erheblicher Nachteil ist der Aufwand für die Einrichtung und Pflege der Schnittstellen der jewei­ligen Systeme an das ERP-System. Studien haben gezeigt, dass Firmen für die Imple­mentierung der Schnittstellen bis zu 50% des Projektbudgets aufbringen müssen.[31] Somit stellt die komponentenübergreifende Integration von mySAP.com einen wesent­lichen Vorteil gegenüber dem „Best of breed-Ansatz“ dar.

2.2 SAP-Anwendungen im Internet

Das Enterprise Resource Planning (ERP)- Backbone von SAP stellt mit seinen Modulen

- Rechnungswesen,
- Controlling,
- Vertrieb,
- Produktionsplanung,
- Logistik,
- Personalwirtschaft,

sowie branchenspezifischen Lösungen die Basis dar. Diese Module setzten sich wiederum aus Submodulen zusammen.

Das ERP von SAP ist als integriertes System konzipiert, in dem die wichtigsten Funktionen, die zur Führung eines Unternehmens gebraucht werden, in einer Software realisiert sind. Der Hauptvorteil dieses Ansatzes ist die nahtlose Integration der verschiedenen betriebswirtschaftlichen Prozesse innerhalb eines Unternehmens.

Der Bereich Customer Relationship Management, also der große Bereich der Kunden­pflege, lässt sich in folgende Internet Sales Szenarien einteilen:[32]

- B2B Business to Business
Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen.
- B2C Business to Consumer
Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatkunden.
- B2R Business to Retailer
Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Wiederverkäufer.
- Mobiles Sales
Der sog. M-Commerce, also der Einkauf/Verkauf über mobile Endgeräte wie Handys oder Notebook.
- Call Center Lösungen
Der Bereich Kundenpflege- und service, beispielsweise Kundenbeschwerde­management.
- Internet Pricing Configurator

Ein Kunde kann aus einem Katalog online Produkte nach seinem Geschmack und Möglichkeiten verändern und bestellen.

Im Bereich des Supply Chain Management offeriert mySAP.com folgende Produkte:[33]

- Advanced Planner und Optimizer (APO)
Eine Komponente, die den Bereich Logistik und Produktion optimiert und unter­stützt, z.B. werksübergreifende Produktionspläne. Beispielsweise werden bei der Verteilungs- und Transportplanung die Lager- und Transportrestriktionen berücksichtigt und optimale LKW-Routen zusammengestellt.
- Enterprise Buyer Professional (EBP)
EBP unterstützt alle Beschaffungsprozesse für A-, B- und C-Materialien bis hin zur elektronischen Verhandlungsführung.
Für die Warenannahme, Bestandsführung und Finanzbuchhaltung wird auf das R/3-System zurückgegriffen, für die Produktionsplanung auf den APO und für das Berichtswesen auf das Business Information Warehouse.
- Enviroment Health and Safety (EHS)
Das ist die mySAP.com-Komponente für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Sie findet Verwendung im Bereich Arbeits- und Umweltschutz.
Im Anwendungsbereich Business Intelligence (BI) werden betriebswirtschaftliche Komponenten zusammengefasst, die Entscheidungsfindungsprozesse für Entschei­dungsträger im Unternehmen unterstützen:
- Business Information Warehouse (BW)
Vorhandene Daten, die in einem Unternehmen durch umfangreichen Einsatz von Computern entstehen, werden mit diesem Werkzeug zusammengefasst, korre­liert und analysiert, um zukünftige Trends aus historischen Daten zu entwickeln.
- Knowledge Management Warehouse (KM)
Unterstützt die Strukturierung und Verteilung von Informationen und Wissen in einem Unternehmen, die sich nicht sinnvoll als Datensatz in der R/3 Datenbank ablegen lassen. Zu nennen wäre beispielsweise Online-Dokumentationen, Schulungsunterlagen, projektspezifische Unterlagen, oder Dokumenten­managementsysteme. Mit dem Release 5.0 wurde es zu einem Web Content Management-System weiterentwickelt, dass zur Erstellung, Pflege, Wartung und Publikation von Inhalten dient.
- Strategic Enterprise Management
Mit dieser Komponente steht dem leitenden Management eine Software zur Ver­fügung, die es ihm erlaubt, bestimmt Kennzahlen und Balance Scorecards zu ermitteln. Auch lassen sich Szenarien planen und simulieren.

Mit dem Produkt Lifecyle Management lassen sich die folgenden Bereiche realisieren:

- Projekt- und Qualitätsmanagement
Hier kann die Projektverfolgung und die Qualität der Produkte zentral über­wacht werden.
- CAD- Integration
Zeichnungen, die am Computer angefertigt werden, lassen sich in das R/3-System integrieren.
Aus technischer Sicht lassen sich drei Arten von mySAP-Komponenten unter­scheiden:[34]
- Komponenten, die aus dem R/3 System abgeleitet sind, setzen sich aus einem Standard SAP-Kernel und einer relationalen Datenbank zusammen.
- Middleware-Komponenten, wie der Web Application Server, bauen auf einem eigenen Kernel auf und benötigen keine Datenbank.
- Einzelne mySAP.com Komponenten, z.B. das CRM Modul, benötigen neben dem Kernel und der Datenbank weitere spezielle Bestandteile.

Ein Unternehmen ist wie bei dem klassischen R/3 System nicht gezwungen, alle

mySAP.com- Komponenten gleichzeitig einzuführen. Es werden zuerst die Kompo­nenten eingeführt, die nötig sind, um die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Prozesse in einem Unternehmen zu unterstützen.

2.3 mySAP-Employee-Workplace

Jede Person in einem Unternehmen nimmt eine oder mehrere Rollen ein, die seinen Aufgabenbereich abdecken. Das Konzept ist, jedem Mitarbeiter eine individuell gestaltete Benutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen und den Zugriff auf unter­schiedliche Anwendungen webbasierend zu ermöglichen.

Der mySAP-Employee- Workplace stellt ein Intranetportal dar, das Benutzer einen personalisierten Zugriff auf alle Systeme, Funktionen und Dienste ermöglicht, die zur Durchführung der Aufgaben notwendig sind. Zudem ist es dem Mitarbeiter gestattet, Änderungen an seinen persönlichen Daten ohne Einschaltung der Personalwirtschaft in einem vorher bestimmten Umfang zu ändern.

Dieses Produkt soll ferner Kunden und Partner zur Verfügung stehen, damit diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Rolle Zugriff auf das R/3-System haben. Beispiels­weise könnte der Lieferant den Bestand an Materialien im SAP-System seines Kunden abfragen und gegebenenfalls Material liefern.

Für den Einsatz des mySAP-Employee-Workplace spricht aber auch die Möglichkeit der Integration von nicht auf SAP basierenden Applikationen, die damit der in der Praxis in Unternehmen gängigen heterogenen IT-Systemlandschaft Rechnung trägt.[35]

Zur Installation der mySAP-Employee-Workplace Komponente wird ein

- Workplace-Server
Dieser Server gestattet dem Benutzer einen einfachen Zugang zu allen Anwen­dungskomponenten. Mit dem Single Sign-on (SSO) muss sich der Anwender nur einmal identifizieren, um auf verschiedene mySAP-Komponenten Zugriff zu haben. Auch lässt sich die ganze Benutzerverwaltung auf diesem Server reali­sieren.
- Middleware

Sie vermittelt zwischen den Internetprotokollen und den SAP-eigenen Proto­kollen.

Die Komponenten bestehen aus Web Application Server, Business Connector und weiteren Connectoren, sowie Endgeräte, die einen Webbrowser benötigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.1.: MySAP Employee Workplace Quelle: MySAP.com

2.4 mySAP-Business Scenarios

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen Unternehmen die Geschäftsabläufe ihrer Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner in die eigene Geschäftsprozesskette integrieren.

Die eingesetzten Technologien verändern sich immer schneller und das Internet als Plattform zur Überwindung räumlicher Grenzen wird für Unternehmen zunehmend wichtiger. In diesem Kontext tritt nun der Begriff des Collaborative Business Scenarios auf.[36]

Für Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten und Verkäufer werden rollenbasierte Prozesse entwickelt, die über das Internet verbunden werden. Mit Hilfe von Unter­szenarien, die auf spezifische Rollen in einem Unternehmen zugeschnitten sind, können Unternehmen die Unternehmensszenarien gemäß den Bedürfnissen von Managern, Verkäufern oder Einkäufern anpassen.

Collaborative Business Szenarios beschreiben Geschäftsprozesse,[37]

- die über die Unternehmensgrenzen hinausreichen,
- an denen unterschiedliche Teilnehmer in verschiedenen Unternehmen beteiligt sind,
- die Internettechnologie und -dienste nutzen und
- die unterschiedliche IT-Anwendungslösungen, sowohl SAP- als auch Fremd­systeme, umfassen.

Geschäftsabläufe der unterschiedlichsten Branchen, aber auch aus funktionalen Bereichen, wie Einkauf, Vertrieb, Produktion werden von mySAP.com als Standard beschrieben und als Softwarelösung präsentiert, die dann in die Unternehmenssysteme eingespielt werden.

So werden einzelne Prozesse mit einem Knopfdruck in Gang gesetzt, für die vorher bis zu 20 Einzelschritte nötig waren. Zurzeit hat SAP ca. 130 relevante Collaborative Business Scenarios entwickelt[38], die in folgenden Bereichen zur Verfügung stehen:

- SAP Business-to-Business Procurement
- SAP Business-to-Business Selling
- SAP Business-to-Consumer
- Erweiterte Funktionen für den SAP Employee Self Service.

Der Nutzen von Collaborative Business Scenarios:[39]

- Ermöglicht eine enge Integration der Geschäftsprozesse zwischen Geschäfts­partnern.
- Umstrukturierung und Optimierung der Wertschöpfungskette eines Unterneh­mens und seines Partnernetzwerks.
- Erzeugen von qualitativem und quantifizierbarem betriebswirtschaftlichen Nutzen.
- Gewährleisten Investitionsschutz und Offenheit durch Einbinden von SAP- und Fremdlösungen.
- Einsparung von Kosten, da die einzelnen Prozesse auf wenige Arbeitsschritte reduziert werden.[40]
- Abnahme der Fehlerhäufigkeit.

Abbildung 2.2 soll die Integration der Geschäftsabläufe der verschiedenen Markteil­nehmer verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.2.: Collaborative Business Scenarios Quelle: mySAP.com

2.5 mySAP.com Marketplace

Über den Hyperlink: http://www.service.sap.com bietet SAP seine Marktplatzlösung an. Im Rahmen dieser Lösung gilt es, zwischen horizontalen und vertikalen Marktplätzen zu unterscheiden.

Auf einem horizontalen Marktplatz werden alle Waren, Dienstleistungen etc. verschie­denster Anbieter angeboten und nachgefragt. Die vertikalen Marktplätze sind dagegen branchenfokussiert und bringen Anbieter und Nachfrager aus dem gleichen geschäft­lichen Umfeld zusammen. Sie sind also spezieller Natur und haben den Vorteil, bestimme Eigenarten von Branchen besser berücksichtigen zu können. Beiden Arten gemein ist, dass ein breites Spektrum an Software, Services, Informationen und Internet-Infrastrukturtechnologie angeboten wird.

Unternehmen ist es möglich, unabhängig von ihren jeweiligen Systemen, rund um die Uhr Handel zu betreiben. Weiterhin lassen sich über Verzeichnisse solche Firmen finden, die zur Problemlösung am besten geeignet sind. Es werden nur die Unternehmen angezeigt, die bei mySAP.com auch registriert sind. Für den Zugriff auf diesen Markt­platz ist eine Kennung erforderlich, die nach der Registrierung erhältlich ist.

Folgende Werkzeuge werden auf dem mySAP.com Marketplace angeboten:[41]

- Partner Directory - Hilft Firmen bei der Suche nach Partnern, die am besten ihre Anforderungen erfüllen, indem es einen systematischen Überblick über Partner­unternehmen, deren Services und Produkte bietet.
- Quick Sizer - Unterstützt Unternehmen bei der Wahl der Hardware- und System­plattform.
- Personalisierte Homepage – Diese ist anpassbar an die individuellen Bedürf­nisse von Firmen.

Firmen, die das SAP System einsetzen, nutzen diese Dienste über Portale,[42] wie in

Abb. 2.3 anschaulich gezeigt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.3.: MySAP.com Marketplace Quelle: MySAP.com

2.6 mySAP.com Internet Sales

Internet Sales ist ein spezieller Bereich im E-Business, der den Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen behandelt. Da der Verkauf im Internet anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, als in der realen Verkaufswelt, muss ein Unternehmen andere Strategien entwickeln:[43]

- Das Marketing muss anderes gestaltet werden, um einen Kunden stärker zu bin­den, da er mit einem Klick schon bei einem Konkurrenten sein kann.
- One-to-One-Marketing oder Cross-Selling.
- Der Erfolg stellt sich für das Unternehmen nur schwerlich ein.

Hierfür kann auf eine Vielzahl von Softwareprodukten zurückgegriffen werden, wobei Schwierigkeiten bei der Kopplung der Komponenten auftreten können. Ein Problem könnte beispielsweise sein, dass sich nicht alle gewünschten Daten ermitteln lassen.

MySAP.com hat zur Unterstützung des Vertriebs eine Komponente entwickelt, deren zentrale Elemente sich wie folgt benennen lassen:[44]

- Produktkatalogmanagement.
In einem web-basierten Katalog lassen sich die Lieferanten mit ihren Produkten und Dienstleistungen einbinden und über das Intranet/Internet zugänglich machen. Durch ein integriertes Bestellsystem lässt sich das Bestellwesen we­sentlich vereinfachen, indem z.B. das Genehmigungsverfahren und die Weiterleitung an den Lieferanten automatisiert werden. Die Einkaufsabteilung kann sich dann auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, wie die Auswahl der Lieferanten und Aushandlung von Konditionen in Rahmenverträgen.
- SAP Internet Pricing and Configurator (IPC), der mit Rel.4.6 in den SAP Online-Store integriert ist.
Mit dieser Komponente lassen sich individuelle Preise für jeden Kunden gestal­ten. Weiterhin bietet der IPC eine umfassende Unterstützung für die Auswahl von konfigurierbaren Produkten und überprüft, ob eine gewünschte Zusammen­stellung an Produkten überhaupt möglich ist.
- One to One Marketing
Der Kunde kann speziell nach seinen Wünschen angesprochen werden. Durch das Anklicken von Produkten auf der Internetseite kann ein individuelles Profil erstellt werden, um den Kunden mit Zusatzinformationen zu versorgen oder auf ähnliche Produkte hinzuweisen. Das Ziel ist also, einen möglichst hohen Anteil kundenspezifischer Produkte an diesen sehr genau bekannten Kunden über einen längeren Zeitraum abzusetzen.
- Warenkorbfunktion
Diese Funktion ist in guten e-Shop Systemen immer zu finden. Der Einkäufer klickt bei Wunsch auf einen Button und hat jederzeit einen Überblick über seine Kaufwünsche.
- Lösungen zur Zahlungsabwicklung
Gängige Zahlungsmethoden werden unterstützt.
- Online Auftragsstatusabfrage
Der angemeldete Kunde hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, Detailinformationen über den Status eines Auftrags anzusehen.
- Internationalität.

Die Komponente ist auf ein breites Spektrum an Sprachen, Währungen, Datums- und Preisformaten hin ausgelegt. Abbildung 2.4 stellt die verschiedenen Kompo­nenten des Internet Sales von mySAP.com dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.4.: Komponenten des Internet Sales Quelle: mySAP.com

Im Folgenden wird kurz erläutert, wie die SAP-Internetlösungen auf das R/3 Backend-System von SAP zugreifen.

Ein Shop-System ist nur erfolgreich, wenn ein Kunde die gewünschte Ware auch findet. Ein Produktkatalog greift auf das Business Warehouse von SAP zu. Es wird zuneh­mend wichtiger, dass Kunden nicht nur standardisierte, sondern auch konfigurierbare Produkte angeboten bekommen. Hierfür kommt der SAP Internet Pricing and Configruator zum Einsatz.

Hat sich der Kunde für ein Produkt entschieden, so bedarf es einer verlässlichen Verfügbarkeitsanalyse und eines Liefertermins. Der Advanced Planner and Optimizer kann durch eine Verfügbarkeitsprüfung im Materialstamm feststellen, ob das ge­wünschte Material noch vorhanden, bzw. das Produkt herzustellen ist. Für den Liefer­termin ist ein Zugriff auf das R/3 System von Nöten, welches den nächstmöglichen Ausliefertermin ermitteln kann. Für die Bezahlung wird ebenfalls auf das R/3 System zugegriffen, welches die Fakturierung veranlasst.

Die Middleware sorgt dafür, dass die Daten konsistent im Frontend-System (hier im Onlineshop) und dem Backend-System sind.

2.7 Beurteilung der Strategie von SAP im Internet

Die SAP AG hat die Zeichen der Zeit zwar spät erkannt und ihre Internetstrategie zu Anfang sehr undeutlich formuliert. Durch ihre starke Marktstellung im ERP-Bereich ist es ihr jedoch gelungen, ihre Internetprodukte mit mySAP.com gut zu vermarkten und gegen andere Wettbewerber, ob im CRM oder SCM-Bereich, konkurrenzfähig zu sein.

Das Produkt R/3 deckt alle wichtigen Geschäftsprozesse, die in einem Unternehmen anfallen, in einer Software ab. Damit ist es nur logisch, dass dieses System geradezu prädestiniert für das Internet ist, da es nun auch die außerbetrieblichen Prozesse von Kunden und Lieferanten mit einbezieht und somit einen Mehrwert für die Käufer dieser Produkte erzielt.

Die Vorteile einer Schnittstellenarmen Software, die von einem Unternehmen ange­boten wird, ist auch gleichzeitig ein Nachteil, weil sich eine Firma, die Produkte von SAP kauft, einer großen Abhängigkeit hingibt. Der Käufer kann sich später nach Einbindung nur schwer für ein anderes Produkt entscheiden, da die Komponenten so stark miteinander verbunden sind, dass eine Änderung nur unter erheblichen Kosten zu realisieren ist.

Weiterhin sind die enormen Kosten für den Kauf und im Besonderen bei der Implementierung der Software auf gar keinen Fall zu unterschätzen.

3. SAP Web Application Server

Der Web Application Server von SAP ist der direkte Nachfolger des Internet Transaction Server. Durch die Einführung eines neuen Plug-in, dem so genannten ICM (Internet Communication Manager) in den Kernel (Rel. 6.10) und neuen Entwicklungs­tools kann jeder SAP Anwendungsserver als Web Application Server verwendet werden.

Der Web Application Server ist die grundlegende technologische Komponente für alle mySAP.com-Lösungen[45] (z.B. mySAP CRM 3.0, mySAP BI, SAP R/3 Enterprise, SAP APO, SAP BW) und ist nicht mehr ein Teil von SAP R/3, sondern eine eigenständige Komponente mit eigenem Releasezyklus. Der Nachfolger der R/3 ERP-Lösung, SAP R/3 Enterprise, wird auf dem SAP Web Application Server basieren.

3.1 Einsatzpotentiale

Der SAP Web Application Server lässt sich für unterschiedliche Zwecke verwenden:[46]

- als Applikationsserver für mySAP.com- Anwendungskomponenten,
- als Plattform zur schnellen Entwicklung dynamischer und integrierter Web-Anwendungen oder anderer Thin-Client-Anwendungen (WAP, PDA usw.),
- als Webserver, um z.B. Internet-Shops für den Anwender innerhalb oder außer­halb des Unternehmens zugänglich zu machen,
- als Frontend für den Zugang zu anderen Web-Anwendungen.
Durch die integrierte Entwicklungsumgebung ist es dem Nutzer somit möglich, eigene dynamische internettaugliche Anwendungen zu entwickeln.

3.1.1. Release

Seit Juli 2001 wird der Web Application Server mit dem Release 6.10 separat ausge­liefert. Der zurzeit gültige Releasestand ist 6.20 und enthält zusätzliche Funktionen für die Erstellung von Web Services zur Vereinfachung unternehmensübergreifender Integration von Geschäftsprozessen sowie aktuellste Java-Technologie. Ab dem Release SAP R/3 4.7 wird der Web Application Server vollständig in das Backend-System integriert sein.[47]

3.1.2. Unterstützung von Standards

Durch die Integration von Java ist es nunmehr möglich, Anwendungen in Java, also einer plattformunabhängigen Sprache zu entwickeln und ist daher nicht mehr alleine auf ABAP[48] angewiesen. Dies geschieht durch die Integration einer J2EE Engine.[49] Da sich Java zu einem Defacto-Standard im Internet entwickelt hat, integriert die SAP AG damit eine der zurzeit populärsten Programmiersprachen.

Mit Business Server Pages werden in der Version 6.10 des Web Application Server serverseitiges Skripting unterstützt. Dadurch können statische Webseiten mit dynami­schen, in ABAP erstellten Elementen, gefüllt werden.

In der neuesten Version werden Java Server Pages unterstützt.[50] Bibliotheken reduzie­ren den Aufwand an Programmierung, da hier auf ein großes Reservoir an Programm­elementen zurückgegriffen werden kann. Durch die Objektorientiertheit in Java können auch selbst erstellte Programmobjekte immer wieder verwendet werden.

Gleichzeitig lässt sich ein einheitliches Layout aller Seiten einer Web-Anwendung sicherstellen.

Internetstandards und Protokolle, wie beispielsweise Extensible Markup Language (XML), Simple Object Access Protocol (SOAP), Wireless Application Protocol (WAP) oder Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) werden ebenfalls unterstützt.[51] Somit lassen sich durchgängige Geschäftsprozesse komponentenübergreifend realisieren.

Ferner kann eine bestehende Anwendungsfunktionalität direkt als Web Service im Internet angeboten werden. Somit lassen sich auch Anwendungen anderer Anbieter einbinden. Die Einbindung von mobilen Endgeräten sowie Portal-und Exchange-Infrastruktur wird ebenfalls ermöglicht. Konnektoren zur Verbindung unterschiedlicher Schnittstellen entfallen, da diese direkt unterstützt werden.

Durch diese Offenheit können unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse ver­gleichsweise einfach eingebunden werden, was neben geringeren Kosten auch die Unterstützung heterogener Systeme erlaubt.

Ein weiterer Mehrwert des SAP Web Application Servers stellt unter anderem die Unterstützung von Unicode, die Fähigkeit zur parallelen Nutzung mehrerer Sprachen, Währungen und Zeitzonen, dar. Geschäftliche Dienste, wie Dokumentenmanagement, Kommunikationsdienste über E-Mail und Fax oder die Datenarchivierung werden den eingesetzten Anwendungen durch den SAP Web Application Server zur Verfügung gestellt.

Da der SAP Web Application Server auf bestehender Technologie der SAP aufbaut, ist eine nahtlose Migration der früheren SAP-Basis-Releases und die Integration in das bestehende SAP-Umfeld gewährleistet.[52]

3.2. Einbindung des Web Application Server in ein Unternehmensnetzwerk

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3.1.: Web Application Server in einem Netzwerk Quelle: SAP AG

Erklärung der Abbildung:

Über einen Browser oder ein fremdes Backendsystem schickt ein Kunde oder Lieferant ein Request an den Webserver, der durch eine Firewall, die so genannte demilitarisierte Zone, vor nicht autorisierten Benutzer geschützt ist. Als Protokoll wird standardmäßig HTTP[53] oder HTTPS[54] verwendet.

Nach der Firewall erreicht die Anfrage den Web Application Server im Intranet, d. h. dem internen Firmennetzwerk. Dieser bearbeitet oder schickt den Request weiter an das SAP System, welches dann die Anfrage erledigt.

Als Protokolle werden RFC[55], BAPI,[56] oder IDoc[57] eingesetzt.

In der Abbildung sind mehrere Web Application Server eingezeichnet. Dies hat den Zweck, die Lastverteilung der ankommenden Anfragen auf mehrere Server zu verteilen. So kann bei einer großen Anzahl von Zugriffen immer noch eine akzeptable Antwort­zeit gewährleistet werden und bei dem Ausfall eines Servers ist das Gesamtsystem immer noch intakt.

Der Response, also die Antwort wird nun wieder von dem SAP System über den SAP Web Application Server an den Anfrager weitergeleitet. Auch im firmeneigenen Intranet funktioniert dieses Szenario nach dem oben geschilderten Ablauf. Ebenfalls können fremde Systeme, also R/2 oder andere ERP-Systeme auf das SAP-System über den Web Application Server zugreifen.

3.3 Architektur und Aufbau des SAP Web Application Servers

Der SAP Web Application Server ist eine Weiterentwicklung der SAP Application Server Technologie.[58] Die Internetfunktionalität des Web Application Server wurde durch die Einbindung einer neuen Komponente, des ICM (Internet Communication Manager), geschaffen. Der SAP-Kernel wurde hierbei um einen Prozess, den Internet Communication Manager, erweitert. Der ICM bildet dabei die Schnittstelle zwischen dem Internet und dem SAP-System.

Folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Architektur, indem die bisherige SAP-Architektur der neuen SAP Web Application Server Architektur gegenüberstellt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3.2.: Architektur des SAP Web Application Server

Alle R/3 Prozesse auf der Applikationsebene bilden eine logisch geschlossene Einheit. Dies trifft auch dann zu, wenn die Applikationsebene auf mehreren Rechnern verteilt ist. Durch die dreistufige Client/Server Architektur von SAP, welche die Präsentations­ebene, Applikationsebene und die Datenbankebene logisch aufteilt, ist eine Aufteilung der Applikationsebene auf verschiedene Rechner durchaus gängige Praxis, da sie besonders Vorteile in der Performance und Ausfallsicherheit bietet.[59]

Alle Prozesse einer Applikationsebene sind beim Starten genau einem R/3 System zugeordnet.

3.3.1 Message Server und Dispatcher

Die Kernprozesse des SAP-Kernels lassen sich wie folgt einteilen:[60]

- Message Server:

Er kontrolliert die Instanzen und vergibt bei Bedarf freie Prozessressourcen. Innerhalb der Applikationsebene existiert ein Message Server auf genau einer Instanz, die zentrale Instanz genannt wird. Der Message Server weis zu jeder Zeit, welche Instanzen und Services offen und damit zur Verfügung stehen. Er stellt also die systemweite Kontrolleinheit dar. Ein Ausfall des Message Servers bedeutet gleichzeitig, dass das R/3 System nicht mehr arbeitsfähig ist.

- Dispatcher und Workprozesse:

Der Dispatcherprozess, den es auf jeder Instanz einmal gibt, koordiniert die Workprozesse, die wiederum aus folgenden Komponenten bestehen:

3.3.2 Workprozesse

- Dialog Service:

Diese führen die Anforderungen laufender Benutzersitzungen aus, d.h. jede Ein­gabeaufforderung eines Benutzers wird vom Dispatcher empfangen und an den Dialog Service weitergeleitet, der die Aufgabe ausführt. Es müssen mindestens zwei Dialogprozesse von jeder R/3-Instanz zur Verfügung gestellt werden, da­mit auch R/3 interne Abläufe bewältigt werden können.

Es wird auch keine starre Zuordnung von Dialogprozessen zu einem Benutzer genutzt, sondern jeder einzelne Dialogschritt (Bildschirmbild) wird einem freien Dialogprozess, gesteuert vom Dispatcher, zugeordnet. Ein Dialogprozess kann also verschiedenen Benutzern dienen.

[...]


[1] Wirtschaftswoche heute, Onlineshops arbeiten intern offline, 2000

[2] KPMG, Electronic Commerce – Status Quo und Perspektiven, Berlin 1997

[3] OECD, Committee for Information, Computer and Communications Policy Measuring Electronic Commerce, OCDE/GD(97)185, Paris 1997

[4] Vgl. Keller, Gerhard; Teufel, Thomas, SAP R/3 prozeßorientiert anwenden, 2. Auflage, Bonn 1998, S. 57

[5] Vgl. Keller, Gerhard; Teufel, Thomas, SAP R/3 prozeßorientiert anwenden, 2. Auflage, Bonn 1998, S. 61

[6] http://1st-it-services.de

[7] EDI wird für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch verwendet, und hat den entscheidenden Nachteil, dass eine unmittelbare Weiterverarbeitung der empfangenen Daten nur möglich ist, wenn der Empfänger das gleiche Datenformat verwendet wie der Absender. Es handelt sich im Gegensatz zu XML um eine proprietäre Lösung.

[8] Kennziffer, der die gesamten Kosten der E-Business Lösung zusammenfasst.

[9] Dies wäre ausreichend Stoff für eine separate Diplomarbeit.

[10] Ein ASP ist ein Anbieter von Businessapplikationen, die dem Kunden mietweise über das Internet zur Verfügung gestellt werden.

[11] http://forrester.com; Forrester Research 1997

[12] Die Ressourcen der eigenen Leute werden fast vollständig für die Realisierung der Software benötigt, so dass die eigentliche Arbeit vernachlässigt wird oder weitere Mitarbeiter eingestellt werden müssen.

[13] Eine Shoppingmall ist ein Zusammenschluss mehrerer Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen, die über eine Domain, z.B. www.Shoppingmall.de erreicht werden können.

[14] Hermanns, Arnold, Sauter Michael, Management- Handbuch Electronic Commerce, Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, München, 1999, S. 215 ff.

[15] Vgl. Köhler, Thomas; Best, Robert, Electronic Commerce, 2.Auflage, München 2000, S. 74 ff.

[16] Vgl. Hermanns, Arnold; Sauter, Michael, Management Handbuch Electronic Commerce, Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, München 1999, S.234

[17] Vgl. Hermanns, Arnold; Sauter, Michael, Management Handbuch Electronic Commerce, Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, München 1999, S.233

[18] Rechner, die mit geeigneter Software den Datenstrom nach innen und nach draußen kontrollieren und bei Unregelmäßigkeiten reagieren.

[19] Total Cost of Ownership; Kennziffer, der die gesamten Kosten der E-Business Lösung zusammenfasst.

[20] Return-on-Investment; der Gesamtertrag eines Konzepts

[21] Im Unterschied zum herkömmlichen Markt, z.B. einem Kaufhaus, hat auch der Nachfrager die Möglichkeit, sich mehr Informationen, beispielsweise über Preis oder Produkt auf diesem virtuellen Markt zu besorgen.

[22] Vgl. Hermanns, Arnold; Sauter, Michael, Management Handbuch Electronic Commerce, Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, München 1999, S.14

[23] Die Analysten von Forrester rechnen damit, dass der B2B-Onlinehandel, der im Jahr 2001 bei rund 78 Milliarden Euro lag, bis zum Jahr 2006 auf 2,2 Billionen Euro ansteigen soll. Damit würde der B2B-Onlinehandel einen Anteil von 22 Prozent am gesamten Handelsumsatz in Europa erreichen.

[24] KMPG Electronic Commerce – Status Quo und Perspektiven, Berlin 1997

[25] Projekt Elster

[26] SAP AG Walldorf

[27] Vgl. Mißbach, Michael; Hoffmann, Uwe, Hardware-Lösungen für SAP-Systeme - Server, Speicher, Netzwerke in einer integrativen Sicht, 1. Aufl., Bonn 2001, S. 115

[28] ecommerce Magazin, IWT Magazin Verlags-GmbH, Ausgabe 04/2002, S.74 - 76

[29] SAP AG Walldorf

[30] Bei dem Best-of-Breed-Ansatz wird für jeden Bereich im Unternehmen die Software des Marktführers eingesetzt.

[31] www.forrester.com, Forrester Research 2001

[32] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S. 179 ff.

[33] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S. 184 ff.

[34] Vgl. Herth, Bernd; Naratil, Manfred, Otterbein, Kai, SAP R/3-Basissystem Release 4.6., 1.Aufl., 2001, S. 219

[35] Vgl. Mißbach, Michael; Hoffmann, Uwe, Hardware-Lösungen für SAP-Systeme - Server, Speicher, Netzwerke in einer integrativen Sicht, 1. Aufl., Bonn 2001 S. 175

[36] Übersetzt bedeutet es überbetriebliche Zusammenarbeit. Dabei bilden sich Netzwerke (Communities), in denen Geschäftsabläufe über Grenzen der einzelnen Geschäftseinheiten hinweg abgewickelt werden.

[37] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S. 196

[38] SAP AG Walldorf

[39] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S.216

[40] Es wurde nachgewiesen, dass bis zu 80 % Einsparpotential vorhanden ist. ( SAP Info, Ausgabe 04/01)

[41] SAP AG Walldorf

[42] Als Portal werden die Einstiegsseiten im Internet bezeichnet.

[43] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S. 117

[44] Vgl. Bernhardt, Christian, u.a., Internet Selling, Bonn 2000, S. 134 ff.

[45] Whitepaper SAP AG Walldorf

[46] Vgl. SAP-Info, Ausgabe 02/2002, S. 45 ff.

[47] SAP AG Walldorf

[48] ABAP (Advanced Business Application Programming). Nahezu das gesamte SAP-System ist in dieser Sprache geschrieben.

[49] Abkürzung für "Java 2 Enterprise Edition" - http://java.sun.com/j2ee/

[50] SAP AG Walldorf

[51] SAP AG Walldorf

[52] Vgl. SAP Info, Ausgabe 08/2001, S. 34

[53] Abkürzung für "Hypertext Transfer Protocol". Kommunikationsprotokoll zwischen Web-Server und Web-Browser zur Übertragung von HTML-Daten

[54] Abkürzung für "Hypertext Transfer Protocol Secure". Kommunikationsprotokoll zwischen Web-Server und Web-Browser zur Übertragung von HTML-Daten, wobei allerdings Sicherheitstandards eingesetzt werden.

[55] Remote Function Call. Andere SAP-Systeme oder Fremdsysteme können auf freigegebene Funktionsbausteine eines SAP-Systems zugreifen

[56] Business Application Programming Interface. Methoden, die Business-Objekten zugeordnet sind.

[57] Intermediate Document. Schnittstelle für EDI

[58] SAP AG Walldorf

[59] Buck-Emden, Rüdiger; Galimov, Jürgen, Die Client/Server-Technologie des SAP-Systems R/3, Edition SAP, Bonn 1997, S. 145

[60] Vgl. Will, Liane, SAP R/3 Systemadministration, 1. Aufl., Bonn 1999, S.35 ff.

Details

Seiten
177
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783832480134
ISBN (Buch)
9783838680132
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v223218
Institution / Hochschule
Fachhochschule Trier - Hochschule für Wirtschaft, Technik und Gestaltung – unbekannt
Note
1,0
Schlagworte
e-commerce verschlüsselung e-shop server

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Titel: Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten