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Fotografie als Medium zwischen Wissenschaft und Okkultismus

Diplomarbeit 2003 63 Seiten

Kunst - Fotografie und Film

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die verborgene Geschichte der Fotografie
2.1. Talbot
2.2. Die erweiterte Empfindlichkeit
2.3. Röntgenfotografie

3. Naturwissenschaftliche Hintergründe
3.1. Der Wandel des physikalischen Weltbildes Ende des 19. Jahrhunderts
3.2. Mesmerismus, Somnambulismus, Hypnotismus und freie Assoziation: Die Entwicklung von Mesmer bis Freud

4. Strahlen- und Gedankenfotografie
4.1. Reichenbachs Od-Theorie und erste fotografische Versuche
4.2. Baraduc: Gedankenfotografien
4.3. Darget: Gedankenfotografien
4.4. Die Effluviographien von Luys

5. Mediumistische Fotografie und Materialisationsphänomene
5.1. Die Séancen
5.2. Die Situation des okkultistischen Wissenschaftlers
5.3. William Crookes, Florence Cook und Katie King
5.4. Freiherr von Schrenk-Notzing : Materialisationsphänomene

6. Künstlerische Utopien
6.1. Die futuristischen Künstler mit dem Röntgenblick
6.2. Der Surrealismus und das Medium

7. Schlussbetrachtungen

Anhang:

Zeittafel

Literaturliste

Abbildungsnachweise

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Mit der Erfindung der Fotografie in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand ein Medium zur Abbildung, Erforschung und Vermittlung der sichtbaren Realität durch einen technischen Apparat. Dieser gehorchte dabei physikalisch-optischen und chemischen Gesetzmässigkeiten, womit dem Anspruch einer objektiven Wiedergabe der sichtbaren Welt scheinbar genüge getan war. Nicht ein Mensch mit seiner subjektiv gefärbten Wahrnehmung erzeugte dieses Bild sondern eine Maschine, die Naturgesetzen gehorchend Lichtintensitäten registrierte. Zahlreiche Expeditionen in fremde Länder wurden seitdem, neben Wissenschaftlern, auch von Fotografen begleitet.

Mittels der Fotografie wurden einer breiten Öffentlichkeit neue Bereiche der Wirklichkeit erschlossen und zugänglich gemacht, die für sie sonst verborgen geblieben wären. Diese Bereiche waren vorher zu fern (Reisefotografie und Astrofotografie), zu winzig (Mikrofotografie), oder zu schnell (Chronofotografie), als dass das menschlichen Auge sie hätte wahrnehmen können.

Auch Realitäten, die ausserhalb des für den Menschen wahrnehmbaren Spektrums des Lichts lagen, konnten nun erschlossen werden (Strahlenfotografie).

Bei der Chronofotografie und der Strahlenfotografie ermöglichte das Verfahren der Fotografie überhaupt erst die Wahrnehmbarkeit des Abgebildeten.

Die fotografische Schicht erwies sich bald auch als sensibel für Strahlung jenseits des sichtbaren Spektrums. Auch die 1895 entdeckten X-Strahlen beeindruckten die Schicht und ermöglichten außerdem einen Blick in das Innere des Menschen. Die Radioaktivität, eine weitere Energieform, die nicht mit den Sinnen wahrnehmbar war, vermochte die fotografische Platte ebenfalls zu beschreiben.

Daraus schloss man, es sei die Zeit gekommen, da sich auch die Existenz anderer übersinnlicher Phänomene durch fotografisches Bildmaterial beweisen ließe und nun eine Auseinandersetzung mit okkulten Phänomenen nun auch auf akademischer, wissenschaftlicher Ebene bevorstünde. Die physikalischen Theorien und technischen Errungenschaften um die Jahrhundertwende betreten Bereich des Immateriellen und legen solche Spekulationen nahe.

Man nahm an, dass auch vom Menschen eine unsichtbare Strahlung ausgehe. Sie ist Ausdruck von gedanklichen und nervlichen Prozessen, aber auch Spiegel des Gesundheitszustandes eines Menschen . Diese sollte durch die Fotografie sichtbar gemacht werden und damit auch wissenschaftlich bewiesen werden.

Daher setzen die meisten Darstellungen zum Thema Fotografie des Unsichtbaren mit der Entdeckung der Röntgenfotografie ein[1]. Die ersten Spuren dieser „verborgenen Geschichte der Fotografie“, wie ich sie nennen werde, findet man jedoch schon bei Talbot. Die Aufzeichnung des Unsichtbaren und Übersinnlichen scheint der Fotografie also schon mit in die Wiege gelegt worden zu sein.

Manche Aufsätze zu dem Thema Okkultismus/Spiritismus und Fotografie behandeln dabei den Teil Okkultismus/Spiritismus eher stiefmütterlich und begnügen sich damit kurz auf die Personen Mesmer und Reichenbach hinzuweisen, aber ohne auf deren Konzepte und Begriffe näher einzugehen oder die geschichtlichen Hintergründe zu beleuchten[2]. Die okkultistische/spiritistische Thematik ist eigentlich schon alt, gewinnt aber durch die neuen wissenschaftlichen Entdeckungen an Aktualität. Begriffe wie Somnambulismus oder Magnetismus bleiben dabei oft ungeklärt.

Die okkultistische Szene wird vielfach undifferenziert behandelt. Dabei existierte Geisterfotografie als kommerzielles Geschäft oder zur Unterhaltung auf Jahrmärkten, ebenso wie Séancen bei abendlichen Gesellschaften beliebt waren. Des weiteren beschäftigten sich auch Wissenschaftler mit Fluidalfotografie oder auch Geisterfotografie (wie z.B. Reichenbach, Baraduc, Luys oder Crookes). Sie wurden dann von ihren Kollegen nicht mehr ernst genommen. Dazu kamen Leute, die selber keine Wissenschaftler waren, aber für die Anerkennung okkulter Phänomene durch die Wissenschaft kämpften (z.B. du Prel, Feerhow, Richet oder Schrenk-Notzing). Schrenk-Notzing, ein finanziell unabhängiger Privatgelehrter, unternahm einen letzten Versuch, distanzierte sich deutlich von der spiritistischen Tradition und versuchte die Materialisations-Phänomene von Medien wissenschaftlich zu beweisen[3]. Die Theosophen, wie z.B. Leadbeater oder Blavatzky, entwickelten selber ihre okkulten Fähigkeiten und waren dabei auf Medien in irgendeiner Form nicht angewiesen waren. Wissenschaftliche Beweise zu erbringen lag ihnen fern.

Gerade den Zwischenbereich, der gleichermaßenvon physikalischem und okkultem Gedankengut durchdrungen ist, finde ich besonders interessant. Wissenschaftler oder Personen die wissenschaftliche Ambitionen haben, konnten das, was sie beobachteten und beweisen wollten, nicht wahrnehmen. Und genau an dieser Schnittstelle wurde der Einsatz der Kamera wichtig. Ich werde dabei anstatt von einem Okkultisten oder Spiritisten von dem „okkultistischen Wissenschaftler“ sprechen, gleichgültig ob es sich dabei um einen Okkultisten handelt, der in die Wissenschaft drängt, oder um einen Wissenschaftler, der sich okkulten Phänomenen zuwendet.

2. Die verborgene Geschichte der Fotografie

2.1. Talbot

William Henry Fox Talbot ist, neben Louis Jacques Mandé Daguerre und den Brüdern Claude und Joseph Nicéphore Niepce, einer der Erfinder der Fotografie. Seine wesentliche Leistung war, neben der Entwicklung des bis heute gebräuchlichen Negativ-Positiv Verfahrens, die theoretische und experimentelle Auslotung der technischen Möglichkeiten des Verfahrens. Er machte schon erste Versuche mit der Fotogravüre, der Aufrasterung des Bildes für eine technische Vervielfältigung und dem Lichtsatz. Auch die Chronofotografie war Gegenstand seines Interesses. In dem zwischen 1844-1846 erschienenen Buch The Pencil of Nature veröffentlichte er seine Visionen. Damals vermutete er, dass es unsichtbare Strahlung geben muss, jenseits des sichtbaren Spektrums von violett über blau, grün, gelb, orange bis rot. Auf deren Existenz konnte er auf Grund einer Reaktion der fotografischen Schicht schliessen. In The Pencil of Nature berichtet er folgendes:

Unter den vielen neuartigen Gedanken, denen die Erfindung der Photographie Anlaß gegeben hat, […] ist auch die folgende, recht merkwürdige Versuchsanordnung oder Spekulation. [...] Wenn ein Strahl Sonnenlicht durch ein Prisma gebrochen und auf einen Schirm geworfen wird, erzeugt er dort den sehr schönen vielfarbigen Streifen, der unter dem Namen ›Sonnenlichtspektrum‹ bekannt ist. Nun hat man bei Versuchen herausgefunden, daß, wenn dieses Spektrum auf ein Blatt lichtempfindlichen Papiers geworfen wird, das violette Ende den größten Anteil an der erzielten Wirkung hat: und, was überaus bemerkenswert ist, daß eine ähnliche Wirkung von gewissen unsichtbaren Strahlen ausgeht, die noch jenseits des Violett und außerhalb des Sektrums liegen, und von deren Existenz wir allein durch die Wirkung wissen, die sie ausüben. Nun würde ich vorschlagen diese unsichtbaren Strahlen von den übrigen zu trennen, indem man sie durch eine entsprechende Öffnung in einer Zwischenwand in einen Nebenraum gelangen läßt. Dieser Raum wäre dann erfüllt (erleuchtet können wir nicht sagen) von unsichtbaren Strahlen [...]. Befände sich nun eine gewisse Zahl von Personen in diesem Raum, so könnten sie einander nicht sehen: und doch würde eine Kamera, würde sie so aufgestellt, daß sie den Ort erfaßt, an dem sich gerade eine Person befindet, ihr Bildnis aufnehmen und zeigen, was sie gerade tut.[4]

Hier formulierte er schon theoretisch die Möglichkeit der Fotografie auch in Bereiche vordringen zu können, die dem menschlichen Auge verschlossen bleiben.

Drapper wies dann 1842 auf Daguerrotypie-Platten die Wirkung von ultravioletten und infraroten Lichtstahlen nach und Miller machte 1864 erste Aufnahmen von Ultraviolettspektra.[5]

2.2. Die erweiterte Empfindlichkeit

Das die Fotografie eigentümliche Fähigkeiten hatte, die über ihre eigentliche Aufgabe hinaus ging, zeigte sich auch bald noch in anderen Fällen. So berichtete am 17. Juni 1864 in der Sitzung des fotografischen Vereins zu Berlin Herr Prümm von seiner Aufnahme einer übertünchten Hauswand[6]. Auf dem Foto war deutlich eine Aufschrift auf der Wand sichtbar, die man jedoch auf der tatsächlichen Wand nicht sah. Erst aus nächster Nähe konnte man die Schrift unter der frischen Farbe schwach durchschimmern sehen. Prümm erwähnte in diesem Zusammenhang auch die Aufnahme einer Frau, die an Pocken erkrankt war. Obwohl am Tag der Aufnahme noch keine Pockenflecken auf ihrer Haut sichtbar waren, konnte man diese auf dem Bild schon deutlich erkennen. Ein gewisser Herr Vogel fügte daraufhin noch hinzu,

daß es eine Reihe farbloser Substanzen gebe, wie Chinin, Aesculiin, die die Eigenthümlichkeit haben, die chemisch wirksamen Lichtstrahlen in chemisch unwirksame zu verwandeln. Schreibe man mit den Lösungen solcher Körper auf Papier, so seien die Schriftzüge unsichtbar für’s Auge. Bei der photographischen Aufnahme des Papiers zeigen sich aber dieselben hell auf dunklem Grunde.[7]

Zu dem Fall mit der pockenkranken Frau bemerkte Herr Vogel, dass die Fotografie in Zukunft möglicher Weise bei der Diagnose von Krankheiten dienlich sein könnte.

Krauss folgert daraus,

daß die Photographie eben nicht nur das Medium der „unnachahmlichen Treue“, das Kind der Naturwissenschaften und der Aufklärung, das Produkt des triumphalen Zusammenwirkens von Physik, Chemie und Optik ist, wie es die frühem Protagonisten verkündeten, sondern daß sie immer schon etwas Irrationales an sich hatte, einen doppelten Boden gewissermaßen, was die Zeitgenossen eben auch dazu verleitete, in die Sphären des Unbewußten und Unsichtbaren hinabzutauchen.[8]

Die lichtempfindliche Schicht entpuppte sich als ein wahres Wunderding. Der Physiker René Colson fing 1896 an die Sensibilität der fotografischen Emulsion systematisch zu untersuchen und entdeckte eine ganze Reihe von Ursachen, die auf die Schicht wirken können: chemische Effekte, Röntgenstrahlung, Radioaktivität, Elektrizität, Infrarot und Hitze[9] ; Zink, Aluminium, Magnesium, Cadmium und Tinte[10] ; außerdem auch Magnetismus[…], Phosphoreszenz, Fluoreszenz[11].

2.3 Röntgenfotografie

32 Jahre nach der erwähnten Sitzung des fotografischen Vereins zu Berlin, konnte die Fotografie dann tatsächlich im medizinischen Bereich als Diagnoseinstrument eingesetzt werden. Was sich bisher als eine mögliche Entwicklung nur zaghaft abgezeichnet hat, tritt nun schlagartig in das öffentliche Bewusstsein.

Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) experimentierte mit den Kathodenstrahlen, die aus einer sogenannten Crookes‘schen Röhre austreten und Glasgegenstände oder Mineralien zum Fluoreszieren bringen. Am 8. November 1895 entdeckte er eine neue Art von Strahlen, die er vorläufig X-Strahlen nannte.

Das an dieser Erscheinung zunächst Auffallende ist, daß durch die schwarze Kartonhülse, welche keine sichtbaren oder ultravioletten Strahlen des Sonnen- oder elektrischen Bogenlichtes durchläßt, ein Agens hindurchgeht, das imstande ist, lebhafte Fluoreszenz zu erzeugen, und man wird deshalb wohl zuerst untersuchen, ob auch andere Körper diese Eigenschaft besitzen. Man findet bald, daß alle Körper für dasselbe durchlässig sind, aber in sehr verschiedenem Grade.[12]

Da photographische Trockenplatten sich als empfindlich für die X-Strahlen erwiesen haben[13] benutzte er diese, um für ihn wichtige Beobachtungen festzuhalten. Er stellte auf diese Weise eine ganze Reihe von Aufnahmen her, die er Schattenbilder[14] nannte und die auf ihn einen besonderen Reiz ausübten. Eines der ersten dieser Schattenbilder war die Aufnahme der Hand seiner Ehefrau Bertha (Abb. 1). Ganz zart sieht man auf diesem Bild noch die Umrisse ihrer Hand, wie sie auch durch normales Licht hervorgebracht worden wären, sehr viel deutlicher aber und das war eben die grosse Sensation, bildeten sich ihre im Fleisch verborgen liegenden Knochen ab.

Die oft beschworene Nähe der Fotografie zum Tod fällt hier auf. Das entging auch den damaligen Zeitgenossen nicht, die in Zusammenhang mit der Röntgenfotografie von Vivisektion, memento-mori-Strahlen oder fin de siècle-Strahlen[15] sprachen. Balzacs fotohistorisch vielzitierte Furcht, der Fotoapparat würde bei der Aufnahme eines Menschen von ihm sich ablösende Schichten aufnehmen und ihn somit quasi häuten, erfährt hier ihre absolute Steigerung zur Skelettierung[16].

Röntgens Entdeckung machte ihn schlagartig auf der ganzen Welt bekannt. Man reagierte mit ungläubigen Staunen. Eine Zeitung berichtete Januar 1896:

Einige Proben dieser sensationellen Entdeckung circuliren in Wiener Gelehrtenkreisen und erregen in denselben berechtigtes Staunen. Soweit die knappen Angaben, welche wir über die Entdeckung des Würzburger Gelehrten bisher in Erfahrung bringen konnten. Sie klingen wie ein Märchen oder wie ein verwegener Aprilscherz. Wir betonen ausdrücklich noch ein mal, daß die Sache von ernsten Gelehrten ernst genommen wird.

Weiter unten heißt es:

Es ist angesichts einer so sensationellen Entdeckung schwer, phantastische Zukunftsspeculationen im Style eines Jules Verne von sich abzuweisen. So lebhaft dringen sie auf denjenigen ein, der hier die bestimmte Versicherung hört, es sei ein neuer Lichtträger gefunden, welcher die Beleuchtung hellen Sonnenscheins durch Bretterwände und die Weichtheile eines thierischen Körpers trägt, als ob dieselben von crystallhellem Spiegelglase wären. Die Zweifel müssen sich bescheiden, wenn man vernimmt, daß das photographische Beweismaterial für diese Entdeckung vor den Augen ernster Kritiker bisher Stand zu halten scheint.[17]

Röntgen ließ kein Patent auf seine Entdeckung anmelden, so dass das Experiment sehr leicht wiederholt und überprüft werden konnte. Schon sehr bald wurden Röntgenaufnahmen auch von weniger „ernsten“ Leuten hergestellt und man konnte sich auch auf Jahrmärkten und in Kaufhäusern durchleuchten lassen[18].

3. Naturwissenschaftliche Hintergründe

3.1. Der Wandel des physikalischen Weltbildes Ende des 19. Jahrhunderts

Um die Jahrhundertwende findet eine starke Veränderung des Physikalischen Weltbildes statt, die in der Röntgenfotografie ihren sinnlichsten und populärsten Ausdruck findet.

So waren bis dahin viele Physiker der Meinung, dass jegliche wissenschaftliche Theorie sich auf mechanistische Modelle zurückführen lassen müsse, sie sogar durch sie erst bewiesen sei. 1864 veröffentlichte Maxwell seine letzte Version der Theorie des Elektromagnetismus, wobei erstmalig in der Geschichte der Physik in einer Theorie auf ein mechanistisches Modell verzichtet wurde[19]. Damit

[…]gesteht hier ein großer Forscher praktisch ein, daß mechanische Analogien, so förderlich sie auch für die wissenschaftliche Phantasie sein mögen, lediglich Notbehelfe sind, die man nicht als wahre Abbildungen der physikalischen Realität hinnehmen darf.[20]

Später fand er heraus, dass es sich bei Licht um ein elektromagnetisches Phänomen handelt und vereint damit die Gebiete Elektrizität, Magnetismus und Licht. Hertz entdeckte 1888 die elektromagnetischen Wellen, die Grundlage der drahtlosen Telegrafie, die zur Jahrhundertwende erfunden wurde. Noch vor der Jahrhundertwende beobachteten Pierre und Marie Curie die Radioaktivität des Radiums und es wird zusätzlich zur Röntgenstrahlung noch eine neue unsichtbare Strahlungsart bekannt. Marie Curie äussert sich folgendermassen dazu:

Die Entdeckung des Phänomens der Radioaktivität fügt der großen Zahl unsichtbarer Strahlen, die jetzt bekannt sind, eine weitere Gruppe hinzu, und wir müssen erneut erkennen, wie begrenzt unsere unmittelbare Wahrnehmung der Welt um uns ist.[21]

Diese Entwicklung erfuhr später eine weitere Steigerung durch Einsteins Veröffentlichung der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Die bisherige Annahme eines absoluten Raumes und einer absoluten Zeit ist damit in Frage gestellt. Hermann Minowski leitete 1908 seinen Vortrag über Raum und Zeit mit folgenden Worten ein:

Von Stund an sollen Raum für sich und Zeit für sich völlig zu Schatten herabsinken, und nur noch eine Art Union der beiden soll Selbständigkeit bewahren.[22]

Der Mathematiker Charles Howard Hinton schrieb einige Bücher zur vierten Dimension, in denen er auch Anleitungen gab, wie man sich diese vorzustellen habe. Seine Theorie des vierdimensional veranlagten Menschen wurde als Hyperraum-Philosophie[23] bekannt.

Die Bereiche der physikalischen Realität, die durch eine Beschreibung erschlossen wurden, lagen jenseits des menschlichen Erfahrungshorizontes und konnten mit den Sinnen nicht mehr wahrgenommen werden.

Der Gefahr, die von der Röntgenstrahlung oder der Radioaktivität ausging, war man sich daher anfangs nicht bewusst. Es bedurfte eines Vermittlers, eines Mediums wie der Fotografie, die im Falle der Röntgenfotografie in zweifacher Weise Unsichtbares sichtbar macht: zum einen die Wirkung der unsichtbaren und unbekannten X-Strahlen und zum anderen einen Einblick in das Innere des menschlichen Körpers ermöglicht, wie er zuvor erst nach dem Ableben eines Menschen möglich war.

In diesem geistigen Klima der Umwälzungen und des technischen Fortschritts gewann dann auch okkultes Gedankengut an neuer Aktualität und es kam zu einer Forschungstätigkeit, die durchdrungen war von spiritistischer und wissenschaftlicher Weltsicht und von dem Glauben an die Beweiskraft und Objektivität der Fotografie.

3.2. Mesmerismus, Somnambulismus, Hypnotismus und freie Assoziation: Die Entwicklung von Mesmer bis Freud

Die Ursprünge der Psychoanalyse sind bei dem Arzt und Heiler Franz Anton Mesmer (1734-1815) zu finden. Diese Theorie, die seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts populär wurde, stellte der Freud-Biografen Henry F. Ellenberger auf[24]. Aus diesem Umfeld entwickeln sich auch die theoretischen und praktischen Grundlagen für die spiritistische und okkultistische Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts.

Mesmer studierte zuerst Theologie, dann Philosophie und Jura und promovierte schliesslich nach 12 Jahren als Mediziner mit einer Doktorarbeit über den Einfluss der Planeten auf die Gesundheit, einem damals vieldiskutierten Problem[25]. Bis 1773 praktiziert er als Arzt in Sinne der damaligen Schulmedizin. Da die Lebenskraft damals als ein elektrisches Phänomen gedeutet wurde, setzte man auch zur medizinischen Behandlung Elektrisiermaschinen ein. Außerdem wurden erste Versuche mit dem Einsatz von Magneten gemacht. Auf Anregung durch den Wiener Astronom Maximilian Hell führte Mesmer eigene Versuche mit vorgefertigten Stahlmagneten durch und erzielte offensichtlich Heilungserfolge. Später stellte er schließlich fest, dass er der Magnete gar nicht bedürfe. Von seinen Händen selbst schien ihm eine magnetische, also fernwirkende Kraft, auszugehen, die sogar durch Mauern drang. Im 18. Jahrhundert wurde, auch unter Medizinern, angenommen, dass vom Gehirn zu den Organen ein spiritus animalis[26], also ein Nervenfluidum fliessen müsse. Ebenfalls stellte man sich das All mit einem Äther ausgefüllt vor. Die Idee des Weltäthers stammt aus der antiken physikalischen Lehre der Stoiker. Diese nahmen an, es gebe ein [...]alldurchdringendes Pneuma, eine Mischung von Feuer und Luft, dessen Spannungen alle physikalischen Vorgänge bestimmen . Historisch gesehen kann man das Pneuma als einen Vorläufer des modernen Kraftfeldes betrachten, des zentralen Begriffs der Physik von Faraday und Maxwell.[27]

Im physikalischen Weltbild tauchten diverse Fluida auf. Bevor es den Begriff der elektrischen Ladung gab, sprach man von elektrischen Fluida[28]. Wärme wurde ebenfalls als Fluidum bezeichnet, bevor sie als kinetische Energie gedeutet wurde[29]. Die Hypothese des Weltäthers, der den gesamten Raum erfüllt, wurde erst von Einstein verworfen. Bis dahin erklärte man sich, in Analogie zum Schall, dessen Träger die Luft ist, die Ausbreitung des Lichts und elektromagnetischer Wellen mit der Annahme des Weltäthers[30].

In einer Vision sah sich Mesmer befähigt, diese „Allflut“ in seinem Körper zu konzentrieren und durch seine Hände auszustrahlen, ähnlich wie ein Magnet sein magnetisches Fluidum aussendet.[31]

Für dieses Phänomen prägte er den Begriff des tierischen Magnetismus[32]. Hierbei ist tierisch im Sinne von animalisch /beseelt zu verstehen im Gegensatz zum mineralischen Magnetismus eines Stabmagneten. Die Schulmedizin reagierte ablehnend, sogar feindselig auf Mesmers magnetische Kuren. Nichtsdestotrotz hatte seine Praxis regen Zulauf und der Erfolg seiner Behandlungsmethode sprach sich herum. Später emigrierte er nach Paris, um dort zu praktizieren. Er hielt Gruppentherapien, wobei sich die Kranken gegenseitig mit den Spitzen von Daumen und Zeigefinger berühren mussten. Sie bildeten so eine magnetische Kette und standen dabei um einen sogenannte baquet (Abb. 2). Der baquet war nach dem Vorbild des elektrischen Kondensators bzw der Leidner Flasche konstruiert. Mesmer lud ihn durch streichende Handbewegungen, ähnlich wie man ein Stück Stahl mittels eines Magneten magnetisiert, auf. Feuchte Schnüre sollten das magnetische Fluidum auf die Patienten übertragen. Mesmer selbst erschien ganz wie ein Priester, mit einem lila Seidenkleid bekleidet, und zog mit seiner Hand Kreise und Striche in die Luft. Der Heilungsprozess setzte ein, wenn der Patient in die sogenannte magnetische Krise fiel und [...] zu schreien, zu stöhnen, zu schwitzen begann und alsobald brach oft plötzlich der Bann des erregten Schweigens. Die Krise sprang da und dort über (...) Die am heftigsten zu toben anfingen und schrien, wurden unauffällig in den Krisensaal geführt, wo sich Hilfskräfte des Meisters um ihre Beruhigung bemühten. Man sah in jeder Baquetbehandlung Kranke auf den Meister zueilen und sich für gesund erklären, andere, die ihn um verstärktes Magnetisieren baten oder ihm für die Hilfe auf den Knien dankten[33].

In den gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Spiritistischen Sitzungen ist noch der Einfluss von Mesmers Heilbehandlungen spürbar[34]. Der baquet ist zu dem Tisch geworden, an dem sich die Teilnehmer der Séance versammelten. Diese bilden ebenfalls, zusammen mit dem Medium, eine Kette, indem sie sich an Daumen und kleinem Finger berühren, um den Kontakt zur Geisterwelt herzustellen. Der Patient in der magnetischen Krise wurde zu dem Medium, das sich in Trance oder im magnetischen Schlaf befand.

Es war der Marquis de Puysegur, ein abtrünniger Schüler Mesmers, der 1784 die Lehre des magnetischen Schlafs entwickelte. Auch die Bezeichnung künstlicher Somnambulismus war geläufig[35]. Ausschliessliches Ziel hierbei war es, den Zustand der magnetischen Krise herbeizuführen. Wie beim natürlichen Somnambulismus, also dem Schlafwandeln, verfügte die magnetisierte Person über intellektuelle Fähigkeiten, zu denen sie in ihrem normalen Bewusstseinszustand keinen Zugang hatte. Sie gehorchte den Worten ihres Magnetiseurs und war hellsehend. Außerdem sah der Somnambule ein leuchtendes Fluidum, das den Magnetiseur umgab und auch aus ihm ausströmte[36]. Er konnte Sinnesempfindungen des Magnetiseurs wahrnehmen und Seelenreisen auf andere Planeten oder in jenseitige Welten unternehmen[37].

Der Mediziner James Braid verwandte später den Begriff Hypnose (grch. hypnos: Schlaf) für den schläfrigen Zustand des Magnetisierten.[38]

Obwohl Hypnose und Magnetismus zeitweise sehr in Verruf gerieten, wurden sie von einigen Ärzten weiterhin angewandt und untersucht. Der berühmte Neurologe und Psychoanalytiker Jean Martin Charcot[39] setzte Hypnose und Suggestion ein, um hysterische Patienten zu behandeln. 1862 wurde er zum Leiter der Salpétrière ernannt. Er richtete in der Klinik ein Fotolabor ein, was damals eine absolute Neuheit war. Die verschiedenen Stadien der Hypnose (Lethargie, Katalepsie und Somnambulismus)[40] und die eigenartigen Körperhaltungen hysterischer Patienten wurden für wissenschaftliche Zwecke aufgenommen (Abb. 3 - 5). Diese Fotos wurden in den Vorlesungen projiziert[41] und dienten neben anatomischen Präparaten und Zeichnungen als Lehrmaterial. Manche der Hysteriker, die in den Vorlesungen vorgeführt wurden, erlangten schnell eine gewisse Berühmtheit und auch Charcot inszenierte seine eigenen Auftritte[42] sehr gekonnt. Seine Erfolge brachten ihm sehr schnell den Ruf eines Wunderheilers ein.

Die zweite grosse Schule der Hypnose war die von Hippolyte Bernheim[43]. Er hatte die Hypnose von dem als Quacksalber verrufenen Arzt Ambroise Liébeault erlernt. Liébeault war daher gezwungen auf dem Land zu praktizieren, wo er ein Spital einrichtete. Für magnetische Behandlungen verlangte er kein Honorar, schulmedizinische Versorgung aber kostete den üblichen Preis.

1885 begann Sigmund Freud bei Charcot zu studieren und verbrachte vier Jahre später auch einige Wochen bei Bernheim und Liébeault[44]. Da nicht alle Patienten auf die Hypnose ansprachen, entwickelte er unter dem Einfluss Bernheims aus der Hypnose die Methode der freien Assoziation. Die Patienten sollten alles mitteilen was ihnen in den Sinn kam, um so Zugang zu den verdrängten und verborgenen Wünschen und Phantasien zu erhalten. Schließlich wurde aus dem Krisenzimmer die heutige psychotherapeutische Praxis mit der Couch für den Patienten.

[...]


[1] Siehe z. B. Frizot, Michel: Das absolute Auge. Die Formen des Unsichtbaren, in: Neue Geschichte der Fotografie, Michel Frizot (Hrsg.), Köln 1998, S 272-284, oder Chéroux, Clement: Ein Alphabet unsichtbarer Strahlen: Fluidalfotografie am Ausgang des 19. Jahrhunderts, in: Im Reich der Phantome. Fotografie des Unsichtbaren, Eva Bracke (Hrsg.), Ausstellungskatalog Mönchengladbach, Krems-Stein und Winterthur 1997, Ostfildern 1997, S. 11-22.

[2] Die ausführlichste Darstellung des Themas Fotografie und Okkultismus, vor allem was die fotografischen und technischen Hintergründe angeht, findet sich in: Krauss, Rolf H.: Jenseits von Licht und Schatten, Marburg 1992.

[3] Siehe zum Beispiel den Aufsatz von Amelunxen, Hubertus von: Prolegomena zu einer Phänomenologie der Geister, in: Sehsucht. Über die Veränderung der visuellen Wahrnehmung, Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), Bonn 1995, S. 210-220. Amelunxen behandelt Spiritismus und Mediumismus ganz pauschal auf einer Metaebene. Der Aufsatz ist rätselhafter Weise ausschließlich mit Aufnahmen von Schrenk-Notzing illustriert, wo Materialisationen dargestellt sind, aber in keiner Weise irgendwelche Spirits.

[4] William Henry Fox Talbot zitiert in: Amelunxen, Hubertus von: Die Aufgehobene Zeit. Die Erfindung der Photographie durch William Henry Fox Talbot, Berlin 1988, S. 54f.

[5] Frizot: Das absolute Auge. S 280.

[6] Krauss, Rolf H.: Jenseits von Licht und Schatten, Marburg 1992, S. 14ff.

[7] Zitiert ebd., S. 15.

[8] Ebd., S. 15.

[9] Siehe Geimer, Peter: Was ist kein Bild? Zur „Störung der Verweisung“, in: Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie, Peter Geimer (Hrsg.), Frankfurt am Main 2002, S. 327.

[10] Ebd. S. 328.

[11] Ebd. S. 330.Zur Sensibilität der Schicht siehe auch die Untersuchungen von Russel u.a., in Krauss: Licht und Schatten, S. 64-70. Russel beobachtete, daß verschiedene Papiersorten, besonntes Backpapier, Stroh, Schellack, Leder, Baumwolle, Seide und Schmetterlingsflügel die Emulsion zu schwärzen vermögen.

[12] Röntgen zitiert in Schedel, Angelika: Der Blick in den Menschen. Wilhelm Conrad Röntgen und seine Zeit, München 1995, S. 131.

[13] Ebd. S. 132.

[14] Ebd. S. 132.

[15] Siehe Stiegler, Bernd: Philologie des Auges. Die photographische Entdeckung der Welt im 19. Jahrhundert, München 2001, S. 137 und S. 141.

[16] Siehe Fischer Andreas: Ein Nachtgebiet der Fotografie, in: Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915, Schirn Kunsthalle und Veit Loers (Hrsg.), Ausstellungskatalog Frankfurt 1995, Ostfildern 1995, S. 503.

[17] Die Presse 5, 49. Jg. (5. Jan 1896), S.1; zitiert in Schedel: Der Blick, S.118 und S.120.

[18] Chéroux: Ein Alphabet, S. 13.

[19] Siehe Sambursky, Samuel: Der Weg der Physik, München 1978, S. 476.

[20] Ebd. S. 476.

[21] Marie Curie zitiert in Henderson, Linda D.: Die Moderne Kunst und das Unsichtbare: Die verborgenen Wellen und Dimensionen des Okkultismus und der Wissenschaften, in: Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915, Schirn Kunsthalle und Veit Loers (Hrsg.), Ausstellungskatalog Frankfurt 1995, Ostfildern 1995, S. 13.

[22] Zitiert in Sambursky: Der Weg der Physik, S. 616.

[23] Siehe Parton, Anthony: Avantgarde und mystische Tradition in Rußland 1900-1915, in: Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915, Schirn Kunsthalle und Veit Loers (Hrsg.), Ausstellungskatalog Frankfurt 1995, Ostfildern 1995, S. 202f.

[24] Siehe dazu: Speziale-Baliacca, Enrico: Die Suggestion, in: Spektrum der Wissenschaft. Biografie. Sigmund Freud. Begründer der Psychoanalyse, 3/2000, S. 8f.

[25] Zu Mesmer siehe Florey, Ernst : Ars Magnetica. Franz Anton Mesmer, 1734-1815, Magier vom Bodensee, Konstanz 1995; zur Entwicklungslinie von Mesmer bis Freud siehe ders. S. 137f und Speziale-Baliacca, Enrico: Die Suggestion und Der große Charcot, in: Spektrum der Wissenschaft. Biografie. Sigmund Freud. Begründer der Psychoanalyse, 3/2000, S. 6-32.

[26] Florey: Mesmer, S.66.

[27] Sambursky: Der Weg der Physik, S. 27.

[28] Siehe Sambursky: Der Weg der Physik, S. 37.

[29] Ebd., S. 39.

[30] Ebd., S. 44.

[31] Florey: Mesmer, S. 66.

[32] Ebd., S. 67.

[33] Dies berichtete der Züricher Arzt und Magnetiseur Emil Schneider in seinem Buch Der Animale Magnetismus, zitiert in Florey: Mesmer, S. 127.

[34] Florey : Mesmer, S.136f.

[35] zu Puysegur siehe Speziale: Die Suggestion, S. 14ff.

[36] Feerhow, Friedrich: Die menschliche Aura und ihre experimentelle Erforschung. Ein neuer Beitrag zum Problem der Radioaktivität des Menschen, Leipzig 1926, S. 7f.

[37] zu diesen und weiteren Erscheinungen siehe : Bauer, Eberhard: Spiritismus und Okkultismus, in: Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915, Schirn Kunsthalle und Veit Loers (Hrsg.), Ausstellungskatalog Frankfurt 1995, Ostfildern 1995, S. 62.

[38] Speziale: Die Suggestion, S. 21

[39] zu Charcot s. Speziale-Baliacca, Enrico: Der große Charcot, in: Spektrum der Wissenschaft. Biografie. Sigmund Freud. Begründer der Psychoanalyse, 3/2000, S. 22-32.

[40] Ebd. S. 25.

[41] Ebd. S. 28.

[42] Ebd. S. 28.

[43] Zu Bernheim siehe Speziale: Charcot, S. 22.

[44] Ebd. S. 24.

Details

Seiten
63
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783832473662
ISBN (Buch)
9783838673660
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v222656
Institution / Hochschule
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig – Fotografie
Note
1,0
Schlagworte
unsichtbares röntgenfotografien geisterfotografien gedankenfotografien aura

Autor

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