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Theoretische Arbeitsmarktmodelle und reale Personalpolitik

Diplomarbeit 2002 134 Seiten

Führung und Personal - Personalführung

Leseprobe

A. Einleitung

Die wirtschaftliche Dynamik hat im Jahr 2001 und 2002 weltweit erheblich nachgelassen. Nicht nur in Deutschland tendierte die Entwicklung zur Stagnation. Im Hinblick auf die stark divergierende wirtschaftliche Entwicklung haben sich arbeitsmarkttheoretische Modelle bzw. Ansätze ergeben, die auf ihre Tauglichkeit im Unternehmen überprüft werden sollen, ob sich diese in der Realität bewähren.

Wer sich mit dem derzeitigen Arbeitsmarktgeschehen befasst, sieht sich mit zahlreichen Ereignissen und Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Zum einen wurden in den letzten Jahren diverse Gesetze, die den Arbeitsmarkt betreffen, reformiert, so z. B. das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), Sozialgesetzbuch (SGB), Bürgerliche Gesetzbuch, etc. Auf der anderen Seite sind vor allem in diesem und letztem Jahr zahlreiche Entlassungen, aufgrund der Umsatzrückgänge und den damit verbundenen Gewinneinbußen von Unternehmen jeglicher Größe und Branche vorgenommen worden. Eine Phase des wirtschaftlichen Abschwungs war insbesondere im Jahr 2002 zu verzeichnen, in welcher die Medien täglich über das Ausmaß und voraussichtliche Dauer der Konjunkturschwäche berichteten. Seit dem 11. September 2001 herrscht eine weltweite Krise. In nahezu allen Ländern bleiben die wirtschaftlichen Entwicklungen hinter den Erwartungen zurück. Dies hat insbesondere Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt, sowie auf die Personalpolitik.

Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist es, theoretische Modelle auf dem Arbeitsmarkt sowie die personalpolitischen Grundsätze in den Unternehmungen zu erläutern. Dabei geht es um die Abläufe am Arbeitsmarkt insgesamt sowie innerhalb der Unternehmungen. Die vorzustellenden theoretischen Arbeitsmarktmodelle betrachten grundsätzlich die Interaktionen der Wirtschaftssubjekte am Arbeitsmarkt. Aufgrund der großen Anzahl von Arbeitsmarkttheorien kann nicht von einen einzigen Erklärungsansatz ausgegangen werden. Dies ist ersichtlich anhand der verschiedenen Ansätze bzw. Modelle, die von diversen Autoren dargelegt und später von anderen, wiederum wiederlegt werden.[1] In dieser Arbeit werden sowohl mikro- als auch makroökonomische Erklärungen von Arbeitsmarktvorgängen aufgezeigt. Ein weiterer Themenkomplex umfasst die Personalpolitik, bei der nicht von dem individuellen Verhalten des Personals ausgegangen wird, wie bei der Arbeitsmarkttheorie, sondern von den betrieblichen Beschäftigungsverhältnissen nach personalpolitischen Grundsätzen.

B. Der Arbeitsmarkt

Das Grundrecht „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“[2] ist im Artikel 12 des Grundgesetzes verankert. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der alle möglichen Berufe auswählen kann, was jedoch aufgrund der jeweiligen Arbeitsmarktsituation sowie regionaler Wirtschaftsstruktur schwierig geworden ist.

I. Definition des Arbeitsmarktes

Über eine Definition des Arbeitsmarktes herrscht unter den Autoren bzw. Wissenschaftlern keine Einigkeit. Eine allgemeine, von den meisten Autoren akzeptierte, Definition lautet wie folgt: Der räumliche oder institutionelle Ort, an dem das Gut, Arbeit, angeboten, nachgefragt und über dessen Nutzung Verträge abgeschlossen werden, nennt sich Arbeitsmarkt. Die Arbeitsanbieter und -nachfrager treffen sich auf diesem Markt, um Arbeit gegen Lohn zu tauschen.[3]

Der Arbeitsmarkt ist ein Ort der Anbieter und der unselbständigen Erwerbspersonen. Unter unselbständigen Erwerbspersonen werden diejenigen Arbeitnehmer verstanden, die ihre Arbeitkraft einer anderen Person, dem Arbeitgeber zur Verfügung stellen bzw. anbieten.[4] Sie unterliegen mit ihrer Tätigkeit den Weisungen des Arbeitgebers. Die Ergebnisse der Tätigkeit erhält der Arbeitgeber und trägt somit auch das Risiko für das Gelingen der Tätigkeit. Aufgrund der zukommenden Leistungen ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem jeweiligen Arbeitnehmer den vereinbarten Lohn zu zahlen.[5]

1. Reale Betrachtung des Arbeitsmarktes

Wie aus der Definition des Arbeitsmarktes hervorgeht, treffen sich Arbeitsanbieter und -nachfrager auf dem Arbeitsmarkt. Die folgend aufgeführte Tabelle enthält Eckdaten über den Arbeitsmarkt. Aus dieser ist zu entnehmen, dass es im Juli und August 2002 ca. 39 Mio. Erwerbstätige innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gab. Als arbeitssuchend traten im Oktober 2002 ca. 4,8 Mio. Menschen auf dem Arbeitsmarkt auf. Dabei handelt es sich jedoch nur um die registrierten Arbeitslosen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Eckwerte des Arbeitsmarktes[6]

Die Summe aus den Erwerbstätigen und offen Stellen wird als Arbeitsnachfrage verstanden.[7] Es handelt es sich bei der „offenen Stelle“ um ein Synonym für die aktuelle Nachfrage nach Personen. In der Statistik sind jedoch nur die offenen Stellen erfasst, die beim Arbeitsamt gemeldet sind. Somit ist sie in unbekannten Maße verzerrt. Dies basiert darauf, weil einerseits nicht alle wirklich offenen Stellen angemeldet werden und andererseits nicht alle besetzten oder gestrichenen Stellen abgemeldet werden. Des Weiteren steht nicht wirklich genau fest, ob sich jeder Arbeitssuchende auch arbeitslos gemeldet hat.

2. Beschäftigung im internationalen Vergleich

Seit geraumer Zeit beschäftigten sich viele Ökonomen mit den unterschiedlichsten Beschäftigungserfolgen. Sie suchten insbesondere die Erklärung für die bemerkenswert differenzierte Beschäftigungsentwicklung der Vereinigten Staaten im Vergleich zu Europa. Mittels der unten aufgeführten Tabelle wird vor allem die Entwicklung der Arbeitslosenquoten deutlich. In Europa stieg die Arbeitslosenquote stetig an und in den USA ging diese im letzten Jahrzehnt zurück.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Arbeitslosenquoten[9]

Unter einigen Ökonomen wird spekuliert, dass die bessere Beschäftigungsbilanz in den USA auf den minimalistischen Wohlfahrtsstaat und auf die relativ geringe Regulierung der Arbeitsmärkte zurückzuführen ist. Dementsprechend wäre es auch für Deutschland besser, wenn die Lohnersatzquote gesenkt, die Bezugsdauer von Unterstützungsleistungen reduziert und die Voraussetzungen für den Leistungsbezug verschärft würden. Bei diesen Rahmenbedingungen der Arbeitslosenunterstützung würden so Anreize für die Aufnahme auch niedrig bezahlter Tätigkeiten geschaffen werden.[10]

Innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) haben die Arbeitnehmer die Möglichkeit, in andere Mitgliedsstaaten zu gehen, um ihre Arbeitskraft dort anzubieten, um damit ggf. ihren erzielbaren Lohn zu erhöhen. Aufgrund der bisherigen Entwicklung wird es jedoch für die Zukunft keine spektakuläre Arbeitsmigration zwischen den EU-Ländern geben. Ausnahmen können hierbei die Fachkräfte und hochqualifizierte Arbeitskräfte sein, da diese überall gefragt sind.[11]

II. Arbeitsmarkt im wirtschaftlichen und sozialen Kontext

Nach dem Krieg hat sich in der Bundesrepublik Deutschland ein System der sozialen Marktwirtschaft entwickelt. In diesem System sind zum einen die Funktionskräfte des Marktes, die sich aus Angebot und Nachfrage zusammensetzen, und zum anderen das Sozialstaatsangebot, das den Staat verpflichtet, stets für soziale Gerechtigkeit und soziale Chancen zu sorgen, verankert. Der Arbeitsmarkt kann demnach im gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang dargestellt werden.[12]

1. Soziale Marktwirtschaft

Seit der Währungsreform von 1948 dient der Begriff Soziale Marktwirtschaft zur Kennzeichnung der wirtschaftspolitischen Gesamtkonzeption, in den alten und seit 1990 auch in den neuen Bundesländern.[13] Nach den Kriegs- und Besatzungsjahren erkannten die Väter der Sozialen Marktwirtschaft, dass sich der größte Wohlstand nur auf einem freien Markt mit einem funktionierenden Wettbewerb basieren könne. Die wirtschaftspolitische Gesamtkonzeption wurde in erster Linie vom Bundeswirtschaftsminister Ludwig ERHARD umgesetzt. In der öffentlichen Diskussion existierte der Begriff zu dieser Zeit noch nicht.[14]

Der Begriff Soziale Marktwirtschaft wurde jedoch, unabhängig von der Entwicklung von ERHARDT, schon ein und ein halbes Jahr vorher von einem Professor, mit dem Namen Alfred MÜLLER-ARMACK, an der Universität München benutzt. Sein Ziel ist es, die freie Initiative mit sozialem Fortschritt zu verbinden. Er meint, dass die Soziale Marktwirtschaft in den ersten fünf Jahren eine reine theoretische Konzeption war und, eine höchst realistische Aufteilung der Machtpositionen ist, um im Wirtschaften das Entstehen politischer Macht zu verhindern. Im Laufe der Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft wurde diese des Öfteren kritisiert.[15]

Die Soziale Marktwirtschaft basiert auf drei Elementen: Freiheit des Marktes (reine Marktwirtschaft), sozialer Ausgleich (soziales Netz) und aktive Rolle des Staates. Diese Elemente finden sich in bestimmten Situationen wieder:[16]

- Auf dem Markt treffen sich unterschiedliche Interessenten, demnach Nachfrager und Anbieter. Es gehen beide Seiten auf Entscheidungen ein, obwohl sie sich über die Risiken bewusst sind.
- Eine Marktwirtschaft kann nur funktionieren, wenn Wettbewerb unter den Anbietern herrscht. Mittels des Konkurrenzverhaltens werden die Preise gesenkt, um die Produkte weiterhin zu verkaufen. Demnach sind die Preise flexibel und steuern die Märkte.
- Dem Staat wird die aktive wirtschaftspolitische Rolle zugeteilt. Mit seiner Ordnungspolitik legt er Rahmenbedingungen fest, um einen funktionsfähigen Wettbewerb zu erhalten und zu fördern, z. B. freie Preisbildung, freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl.
- Soziale Marktwirtschaft verbindet die Freiheit des Marktes mit der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit, denn eine reine Marktwirtschaft kann nicht ausschließen, dass bestimmte Personen vom Konsum ausgeschlossen werden, die die Preise für besonders knappe Güter nicht bezahlen können.

Der derzeitige Zustand der Sozialen Marktwirtschaft ist in Deutschland dramatisch, da Krisensymptome, wie steigende Arbeitslosenzahlen, wachsende Haushaltsdefizite bei Bund, Ländern und Gemeinden, ein Anstieg der Rentenbeiträge, zu verzeichnen sind. Aufgrund der Krisensymptome ist es durchaus nachvollziehbar, dass die Bevölkerung keine positive Meinung von der Sozialen Marktwirtschaft hat. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass die Menschen sich nach dem zweiten Weltkrieg intensiv mit der Sozialen Marktwirtschaft auseinander setzten und Hoffnungen, auf eine bessere Zukunft, hatten.[17]

2. Volkswirtschaftliche Beziehung

In der Abbildung 1 ist ein Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage eingezeichnet, der als Vollbeschäftigung bezeichnet wird.[18] Das Schaubild zeigt das Standardmodell des Arbeitmarktes, in welchem die Arbeitslosigkeit als Angebotsüberhang gekennzeichnet werden kann. Die Arbeitslosigkeit ist das Ergebnis von Lohnsätzen, die über dem Gleichgewichtslohn liegen und nach unten nicht flexibel sind, d.h. Mindestlöhne. Die Ursachen der Arbeitslosigkeit sind nicht allein durch die Lohnkosten zu erklären. Besteht geringer Lohn, dann kann auch die Kaufkraft zurückgehen und sich damit die Güternachfrage verringern. Aufgrund dessen kann sich die Nachfragekurve am Arbeitsmarkt nach hinten verschieben.[19] Beim Standardmodell des Arbeitsmarktes geht es hauptsächlich um eine Realbetrachtung. Der Reallohn ermöglicht bei gegebener Nachfragefunktion nach Arbeit mehr Beschäftigung und kann als Kurve des physischen Grenzproduktes der Arbeit bezeichnet werden. Der Reallohn ist ein Erwartungsparameter der Tarifpolitik und ist somit das Ergebnis von Lohnentwicklung.[20]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Der Arbeitsmarkt: Gesetz von Angebot und Nachfrage[21]

Gleichgewicht herrscht in dem Sinne, wenn bei dem dort gegebenen Gleichgewichts-Reallohn das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage größengleich sind.[22]

Der Preismechanismus steuert in einem marktwirtschaftlichen System Angebot und Nachfrage an einem Markt so, dass sowohl die Interessen der jeweiligen Nachfrager und als auch der Anbieter nicht zu kurz kommen. Die Märkte werden im Gleichgewicht mittels des Preismechanismus geräumt, so dass dauerhafte Ungleichgewichte vermieden werden können.

C. Theoretische Arbeitsmarktmodelle

Die Wissenschaften konstruieren und untersuchen Modelle. Sobald ein Modell vorhanden ist, wird es erforscht, um deren Wirkungen festzustellen. Modelle zur Erkenntnisgewinnung zu benutzen, ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das Modell weniger komplex ist. Somit ist seine Struktur und seine Funktionsweise dann auch für die Wissenschaftler leichter durchschaubar.[23] Die Arbeitsmarkttheorie geht von Arbeitmarktbedingungen sowie von dem Verhalten der Wirtschaftssubjekte aus. Diese Theorie setzt sich mit dem Arbeitsmarkt als solcher auseinander. Das individuelle Verhalten der Wirtschaftssubjekte wird hierbei auf den gesamten Arbeitsmarkt übertragen. Somit basiert die Vorgehensweise auf mikroökonomischen Gesichtspunkten.[24]

I. Arbeitsmarkt im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang

1. Neoklassisches Arbeitsmarktmodell

Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie dient als zentrales Theorieelement dem neoklassischen Paradigma, d.h. sie ist eine für weithin gültig angesehene allgemeine Theorie und umfasst ein breites Forschungsprogramm und wurde als umfassender Ansatz zur Verhaltensbeschreibung des gesamten ökonomischen Systems konzipiert.[25]

Ausgangspunkt dieser Theorie ist das Gedankenkonstrukt eines frei wählenden, tauschenden und rational handelnden homo oeconomicus. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass sich die ökonomischen Handlungen der Individuen aus ihrem Eigeninteresse ergeben. Diese werden dabei mit dem Konkurrenzprinzip konfrontiert, so dass das Eigeninteresse der einzelnen Wirtschaftssubjekte auch zu einem gesamtwirtschaftlichen Optimum führt.[26]

a. Arbeitsmarktrelevante Theoreme der Neoklassik

Die Grundlage dieser neoklassischen Gleichgewichtsanalyse bildet dabei das Say’sche Theorem. Es beinhaltet die Aussage, dass sich jedes Angebot seine eigene Nachfrage schafft, und dass so mittel- bis langfristig ein Gleichgewichtszustand erreicht wird. Zusätzlich beschreiben zwei weitere Theoreme die Struktur der neoklassischen, mikroökonomisch fundierten Arbeitsmarkttheorie. Zum einen das Grenznutzentheorem, in dem der rational handelnde, homo oeconomicus als Anbieter von Arbeitskraft sein knappes Zeitbudget zwischen den substitutiven Gütern Arbeit und Freizeit so aufteilt, dass das Postulat des Ausgleiches der Grenznutzen erfüllt ist. Und zum anderen das Grenzproduktivitätstheorem, in welchem der rational handelnde homo oeconomicus als Arbeitsnachfrager auftritt, der seinen Gewinn stets maximieren möchte.[27]

Mit dem Theorem der Neoklassik ist der Arbeitsmarkt, wie jeder andere Markt gemeint, nur dass bei diesem, der Faktor Arbeit die geltenden Gesetzesmäßigkeiten bestimmt.[28] Die Neoklassik wendet das Instrumentarium und die Theoreme der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie unverändert auf das spezielle Gut Arbeit an. Die Betrachtung des Arbeitsmarktes ist vom Standardmodell des Gütertausches geprägt und der Lohn wird als Preis des Produktionsfaktors Arbeit interpretiert.[29]

b. Kritische Anmerkungen

Eine kurze kritische Beleuchtung des neoklassischen Basismodells ist unerlässlich, da bei der Überprüfung einer Theorie auf bestimmte Kriterien geachtet werden muss. So müssen Theorien vollständig und widerspruchsfrei sein. Bezüglich der theoretischen Konsistenz wird davon ausgegangen, dass die neoklassischen Theoreme über das Angebotsverhalten, die an sie gestellten Forderungen, erfüllen.[30]

Unter Überprüfbarkeit einer empirischen Theorie wird verstanden, dass diese widerlegbare Aussagen über die Realität enthalten muss. Der methodologische Status der Theorie ist umstritten, da diese eine reine Theorie ist und nicht die Realität beschreiben kann. Diese arbeitsmarktrelevanten Theoreme der Neoklassik werden von einem Großteil ihrer Protagonisten als empirisch angesehen, jedoch wird dies von Gegnern strikt verneint. Gerhard BRINKMANN ist beispielsweise der Meinung, dass die neoklassische Theorie einen empirischen Status hat, da die Variablen gemessen werden, und die Behauptungen über ihre Eigenschaften widerlegt werden, können.[31]

Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie wird als realitätsfern, bzw. als modellplatonistisch, bezeichnet. Diese Kritik basiert vor allem aufgrund ihrer Prämissen:[32]

- Unvollständige, asymmetrische Informationen,
- Begrenzung, insbesondere der räumlichen, sektoralen und beruflichen Mobilität,
- Vorhandensein von Markt- und Organisationsmacht, Institutionen und Regeln,
- Empirisch beobachtbare Unregelmäßigkeiten von Preisen und Löhnen.

Abschließend kann gesagt werden, dass nicht nur die neoklassische Theorie, die Referenzbasis ökonomischer Theoriebildung ist, sondern auch die keynesianische. Beide Ansätze bieten die Möglichkeit, eine Analyse auf dem Arbeitsmarkt im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang zu gewährleisten und auf diese Weise wirtschaftspolitische Eingriffe im Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Ergebnis nachzuvollziehen. In diesen Ansätzen lassen sich auch Veränderungen wirtschaftpolitischer Einsätze etc., die in anderen Bereichen der Wirtschaft stattfinden, bezüglich ihrer Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt untersuchen. Während die neoklassischen Theorien sich überwiegend mit freiwilliger, reallohninduzierter Arbeitslosigkeit befasst, gehen die keynesianischen Beschäftigungstheorien vorwiegend von unfreiwilliger, konjunktureller und nachfragebedingter Arbeitslosigkeit aus.[33]

2. Arbeitsmarkt in der Keynes’schen Theorie

Die Arbeitslosigkeit stellt sich in der neoklassischen Theorie als Störung dar, die gemäß einer immanenten Tendenz zum Gleichgewicht über den Preismechanismus beseitigt wird. Das Vertrauen der Individuen in diese Theorie ist durch die Weltwirtschaftskrise und die damit verbundene anhaltende Arbeitslosigkeit zerstört worden. Dies ist darauf zurück zu führen, dass die Arbeitslosenquote im Deutschen Reich von 9,6 Prozent im Jahre 1929 auf 30,6 Prozent im Jahre 1930 stieg. Die Zeit war herangeschritten, eine neue Theorie zu entwickeln. In diesem Bezug wurde die Theorie von einem, der bekanntesten und einflussreichsten Ökonomen verfasst, welche mit Begeisterung aufgenommen wurde und zwar die von KEYNES. Seine theoretische Arbeit fand im Jahre 1936 in der „General Theory of Employment“ ihren Höhepunkt und wurde damit für die weitere Entwicklung der Volkswirtschaftslehre von hoher Bedeutung.[34]

a. Die Allgemeine Theorie

Der Begründer des keynesianischen, makroökonomischen Modellansatzes ist, wie bereits erwähnt, John Maynard KEYNES. Der entwickelte Ansatz ist zum einen als Theorie der Depressionszeit und zum anderen als allgemeine Interpretation des Kapitalismus und seiner Funktionsprobleme zu verstehen. Die keynesianische Beschäftigungstheorie ist im Gegensatz zur mikroökonomischen Ausrichtung der neoklassischen Arbeitsmarktheorie vor allem makroökonomisch orientiert.[35]

KEYNES begründete eine neue politische Ökonomie, in welcher der Staat die Verantwortung für die Stabilisierung der Gesamtnachfrage und der Beschäftigung tragen sollte, um den Weg aus der Depression zu finden. Der Keynesianismus geht primär von der Nachfrageseite aus, indem der Focus in der Kaufkraft- bzw. Nachfragefunktion der Löhne liegt. Bei der Keynesianischen Theorie wird die Produktion von der Absatzseite her bestimmt, die Nachfrage verschafft sich hierbei ihr Angebot selbst und nicht umgekehrt. Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ist eine abgeleitete Nachfrage zur Nachfrage auf dem Gütermarkt. Es besteht eine Hierarchie innerhalb der Märkte, bei welchen der Arbeitsmarkt dem Güter- und auch dem Geldmarkt nachgeordnet ist.[36]

Ist die Gesamtnachfrage geringer als das Gesamtangebot an Waren und Dienstleistungen auf dem Gütermarkt, schränken die Unternehmen ihre Produktion ein, und reduzieren somit auch ihre Nachfrage nach Arbeitskräften, woraus dann die Arbeitslosigkeit entsteht. Der Nachfrageausfall auf dem Gütermarkt basiert beispielsweise darauf, dass Nachfrage versickern kann, weil bei unsicheren Erwartungen über die zukünftigen Kursentwicklungen gebildete Ersparnisse im „Sparstrumpf“ gehortet werden.[37]

b. Verantwortlichkeit des Staates

Der Nachfrageausfall auf dem Gütermarkt, sowie die damit verbundene unfreiwillige Arbeitslosigkeit, könnte bei einen funktionierendem Markt-/ Preismechanismus durch eine Preissenkung wieder entsprechend stabilisiert bzw. erhöht werden. Die Senkung der Güterpreise bedeutet im keynes’schen System jedoch nicht, dass die Unternehmen ihre Arbeitsnachfrage erhöhen. Die entstandene unfreiwillige Arbeitslosigkeit kann nur dadurch wieder beseitigt werden, indem der Staat die ausgefallene Nachfrage ersetzt.[38] Unfreiwillige Arbeitslosigkeit ist gegeben, wenn Arbeitnehmer bereit sind, für geringere als die herrschenden Löhne ein Arbeitsverhältnis einzugehen und trotzdem keine Stelle finden.[39]

Im Rahmen der wirtschaftspolitischen Konsequenzen ist der Staat somit nicht nur für die bisherigen normativen Rahmenbedingungen verantwortlich, um primär Ordnungspolitik zu betreiben, sondern ist auch für das Erreichen des Vollbeschäftigungsziels mitverantwortlich. Die ausfallende private Nachfrage ist durch die zusätzliche staatliche Nachfrage zu ersetzen. In der zweiten Hälfte der 60er Jahre hat die Bundesregierung der Großen Koalition auf Basis des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes eine nachfrageorientierte Globalisierung der Wirtschaft betrieben. Diese hat die damals anstehenden Probleme relativ gut lösen können. In späteren Jahren wurden jedoch der Zeitpunkt sowie die Dosierung der staatlichen Intervention immer mehr zu kritischen Aktionsparametern.[40] Der Grundgedanke von KEYNES wird heute allgemein akzeptiert, nämlich dass die Beschäftigung sowie die Konjunktur auf das Zusammenwirken von Produktionspotential und Gesamtnachfrage zurückzuführen sind.[41]

Eine Erweiterung des neoklassischen Modells stellt ebenfalls die Humankapitaltheorie dar.

II. Humankapitaltheorie

Dieses Konzept gilt als älteste Weiterentwicklung des neoklassischen Grundmodells, welches ebenso Prämissen der Homogenität sowie der vollständigen Substituierbarkeit von Arbeitskräften vorweisen kann. Die Humankapitaltheorie bietet eine Erklärung für die Entstehung von Teilarbeitsmarktstrukturen an. Ihr Grundgedanke wird auch von verschiedenen Segmentationstheorien verwendet.[42] Die Humankapitaltheorie wurde zu Beginn der 60er Jahre von Becker (1964), Mincer (1962), Oi (1962) und Schultz (1961) entwickelt. Mit diesem Ansatz soll versucht werden, eine Erklärung für die personelle Verteilung der Arbeitseinkommen zu erhalten.[43]

Der Grundgedanke lässt sich wie folgt skizzieren: Die Individuen haben in ihrem Leben unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten. In diesem Zeitzyklus investieren sie im unterschiedlichem Maße in ihr Arbeitsvermögen, das sogenannte human capital, in der Erwartung, dass sie zukünftige Erträge in Form von höheren Einkommen erzielen. Diese Bildungsinvestitionen bedingen unterschiedlich hohe Arbeitsproduktivitäten, die sich in differenzierten Einkommens- und Karrierechancen ausdrücken und darüber hinaus zu Differenzen in Arbeitsmarktverhalten und -risiken führen.[44]

Mittels dieser Theorie konnten verschiedene reale Phänomene erklärt werden, die mit der traditionellen neoklassischen Theorie nicht ausreichend definiert werden konnten. Zu diesen Phänomenen gehörten beispielsweise geringere Einkommenszuwächse für ältere Arbeitnehmer, sowie inverse Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit und beruflichen Qualifikationen.[45] Der Begriff Humankapitalinvestitionen umfasst alle Handlungen, die die Produktivität zukünftig beeinflussen. Der Bestand an Humankapital wirkt sich dementsprechend auf die produktive Fähigkeit und auf das Können aus, der einen Einkommensstrom zu folge hat bzw. haben kann.

1. Lohnsatz und Humankapitalinvestitionen

Der Lohnsatz liegt während der Ausbildung unter und nach dem Abschluss über der Grenzproduktivität und nicht wie im neoklassischen Grundmodell gleich dem gegenwärtigen Grenzprodukt der Arbeit. Im Verlauf des Erwerbslebens nehmen die Humankapitalinvestitionen ab, da eine Zufriedenheit über die derzeitige Stellung im Berufsleben herrscht und dadurch die Opportunitätskosten, in Form entgangener Einkommen, steigen. Die Entwertung der Humankapitalinvestitionen kann in einem Zeitverlauf in einem umgekehrt u-förmiges Alters-Einkommensprofil aufgezeigt werden.[46]

In der Abbildung 2 ist die Beziehung zwischen Investition und späteren höheren Lohnsatz in vereinfachender Weise dargestellt. Zum Zeitpunkt t0 nimmt ein Arbeitnehmer eine Tätigkeit zum Lohnsatz W0 auf oder investiert alternativ in eine Ausbildung bis t1 und bezieht dabei nur eine Unterstützungszahlung in Höhe von W1. Nach dem Abschluss der Ausbildung in t1 erhält diese Arbeitskraft einen Lohnsatz in Höhe von W2 bis zum Arbeitsende t2. Wenn die beiden dunklen Felder gleich groß sind, ist der Arbeitnehmer indifferent zwischen den beiden Alternativen und die Entscheidung ist von dessen Zeitpräferenz abhängig.[47]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Humankapitalinvestitionen und Lohnsatz[48]

Der Unternehmer ist aus Gründen der Amortisation seines eingesetzten Kapitals daran interessiert, das betriebsspezifische Humankapital der Mitarbeiter zu erhalten und zu verwerten. Aufgrund dessen muss er die Arbeitnehmer mit dem betriebsspezifischen Wissen, durch Zahlungen von höheren Löhnen, stärker an sich binden, um Kündigungen und damit den drohenden Verlust von Ausbildungsinvestitionen zu verhindern. Andererseits können diese Arbeitnehmer mit dem hohen betriebsspezifischen Humankapital ihre Qualifikationen außerhalb des eigenen Unternehmens in aller Regel nicht verwerten. Je spezifischer also die Investitionen sind, desto größer wird der Verlust beim Verlassen des betreffenden Teilarbeitsmarktes.[49]

2. Alternativen und Problemstellungen

In den 60er und 70er Jahren wurden humankapitaltheoretisch fundierte Überlegungen angestellt, die sich insbesondere auf die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik bezogen. In verschiedenen Ländern wurden bildungsexpansive Programme initiiert, um das allgemeine Qualifikationsniveau sowie die Herstellung von Chancengleichheit zu erhöhen. Des Weiteren wurden in der Arbeitsmarktpolitik selektiv wirkende Instrumente der Qualifikationsförderung generiert, damit die Beschäftigungs- und Einkommenschancen der benachteiligten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden.[50]

Neuere Studien weisen nach, dass der Anteil der Varianz des Arbeitseinkommens aufgrund des gestiegenen allgemeinen Qualifikationsniveaus zurückgeht und bestimmte Faktoren die Einkommensverteilung beeinflussen. Zu diesen Faktoren zählen beispielsweise der soziale Hintergrund, die Schulqualität, das Geschlecht, die Rasse, die Religion und soziale Kontakte. Mittels dieser Determinanten wird der behauptete lineare Zusammenhang zwischen Ausbildung, Produktivität und Einkommen erheblich geschwächt. Eine Schlussfolgerung daraus ist, dass Einkommensunterschiede in diesem Modell nur durch rein individuelle Qualifikations- bzw. Produktionsunterschiede aufgrund unterschiedlich hoher Investitionen in das individuelle Humankapital zustande kommen. Empirische Untersuchungen sind nur sehr schwer durchzuführen, da Konzeptions- und Messungsprobleme auftreten.[51]

In der Literatur wird vielfach der partielle Erklärungscharakter und der mangelnde Realitätssinn diskutiert. Die Humankapitaltheorie setzt im wesentlichen bei den Anbietern von Arbeitskraft an. Hierbei werden nachfragebedingte Determinanten von Lohnunterschieden nicht einbezogen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, das nur die freiwillige Arbeitslosigkeit erklärt und weniger zum Verständnis gegenwärtiger Arbeitsmarktprobleme mit unfreiwilliger Massenarbeitslosigkeit beigetragen wird.[52]

Die in diesem Ansatz bestehenden politischen Forderungen insbesondere nach Einrichtung umfangreicher Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme beinhalten i.d.R. die Verbesserung der Einkommen von den wenig verdienenden Gruppen, indem sie ihre Humankapitalausstattung erhöhen. Hierbei wurde nicht berücksichtigt, dass die privaten und gesellschaftlichen „rates of return“ durchaus unterschiedlich hoch sein können.[53] Des Weiteren bezieht die Humankapitaltheorie die Ursache und Wirkung, also Investition und erhöhtes Einkommen aufeinander, indem beide Begriffe nicht voneinander getrennt werden. Aufgrund der oben genannten Kritikpunkte wird gegen eine Verwendung des Humankapitalbegriffs plädiert. Der Gebrauch dieser Kategorie trägt lediglich zur Verklärung statt zur Erklärung kapitalistischer Verhältnisse bei.[54]

Aktuelle Weiterentwicklungen des neoklassischen Basismodells sind vor allem verschiedene Ansätze innerhalb der „neuen Mikroökonomie des Arbeitsmarktes“. Ziel dieser Erweiterungen ist die Umsetzung der restriktiven Modellannahmen in die Realität, indem sie das Modell des Marktgleichgewichts modifizieren. Es handelt sich hierbei um Gruppen von Arbeitsmarktmodellen, die mit einer Verletzung von Voraussetzungen des Gleichgewichtsmodells konfrontiert werden. Zum einen kann die Suchtheorie dazu zählen, die die Annahme vollständiger Informationen fallen lässt und zum anderen die Kontrakttheorie, die eine unterschiedliche Risikoneigung auf den beiden Marktseiten annimmt.

III. Suchtheorie

Im Mittelpunkt der Suchtheorie stehen heterogene Arbeitsleistungen, die auf dem Arbeitsmarkt angeboten und nachgefragt werden. Damit werden zwei wesentliche, aber unrealistische Prämissen des neoklassischen Grundmodells aufgegeben: Zum einen die Annahme homogener Arbeitskräfte und -plätze und zum anderen die vollständige Information bzw. Markttransparenz. Mittels des suchtheoretischen Modells können einzelwirtschaftliche Argumente für das Bestehen von Arbeitslosigkeit und für eine Strukturierung des Arbeitsmarktes sowie seiner Prozesse untersucht werden. Damit wird auch der Versuch unternommen, quantitative und qualitative Entwicklungen des Arbeitsmarkts in einem Modell und aus einem methodischen Ansatz zu entwickeln.[55]

1. Suchprozess

Ausgangspunkt der Suchtheorien ist es, dass zu jedem Zeitpunkt ein Teil der Arbeitnehmer nach Arbeitsplätzen und ein Teil der Unternehmer nach Arbeitskräften sucht. Es lässt sich daraus eine Arbeitsmarktdynamik herstellen, woraus sich ein Kreislauf zwischen freiwilligen Kündigungen und Entlassungen sowie Bewerbungen und Neueinstellungen, ergibt. Diese Theorievariante dient der Beobachtung, um das Suchverhalten der Arbeitskräfte nach Arbeitsplätzen zu analysieren.[56]

Dem einzelnen Arbeitnehmer sind i.d.R. nicht alle Lohnangebote bekannt, die möglicherweise für ihn in Frage kommen könnten. Er kennt auch nicht die spezifischen Arbeitsleistungen und -qualitäten der einzelnen Unternehmen. Die Suchtheorie des Arbeitsmarktes setzt an diesem Punkt an, wenn Arbeitnehmer nicht wissen, wo sie für die von ihnen gebotene Leistungen den höchsten Lohn erzielen können.[57] Der rational agierende Arbeitnehmer versucht, sein Lebenseinkommen zu erhöhen, indem er beispielsweise einen Arbeitsplatzwechsel vornimmt. Hierbei ergibt sich ein Optimierungsproblem aus der inversen Beziehung zwischen Aufwendungen und Erträgen. Einerseits steigt bei diesem bereits Beschäftigten mit zunehmender Dauer und Intensität der Suche die Wahrscheinlichkeit, ein höheres Lohnangebot zu erhalten und andererseits nehmen jedoch auch die Suchkosten zu, die sich aus den direkten Kosten der Informationsbeschaffung und den Opportunitätskosten, beispielsweise entgangenes Einkommen aus alternativen Betätigungen, zusammensetzen.[58]

Arbeitskräfte können jedoch auch durch andere Gründe, motiviert werden, nach einem neuen Arbeitsplatz zu suchen, z. B. durch den Neuzutritt auf dem Arbeitsmarkt oder die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt.[59] Der nutzenmaximierende Arbeitnehmer wird seinen Suchprozess so lange fortsetzen, bis der Gegenwartswert der erwarteten Erträge größer ist, als die Summe aus direkten Informationskosten sowie des entgegangenen Einkommens. In der Realität wird jedoch davon ausgegangen, dass je länger die Suchdauer des Arbeitslosen nach einem Arbeitsplatz andauert, auch geringere Lohnangebote akzeptiert werden.[60]

Im Gegensatz vom Suchverhalten des Arbeitnehmers verläuft das Suchverhalten des Arbeitgebers so, dass offene Stellen mit möglichst niedrigen Löhnen versucht werden zu besetzen. Nach diesem Suchmodell ist es so, dass freie Stellen so lange nicht besetzt werden, bis die abdiskontierten Zukunftserträge in Form von niedrigeren Löhnen größer sind, als die gegenwärtigen Nichtbesetzungskosten. Im Zeitverlauf nehmen die Erträge der Nichtbesetzungen kontinuierlich ab und die Nichtbesetzungskosten eher zu.[61] Der Allokationsprozess am Arbeitsmarkt lässt sich anhand der Lohnvorstellungen von Suchern und Anbietern beschreiben. Die Arbeitssuchenden, Arbeitslose, reduzieren mit der Zeit ihre individuellen Lohnerwartungen und die Arbeitsplatzanbieter erhöhen ihre jeweiligen Lohnangebote, solange, bis sich beide Seiten entsprechend ihrer Erwartungen bei einem bestimmten Lohnsatz treffen und ein Abschluss des Arbeitsvertrages zustande kommt. Die Prämissen des Grundmodells sind folgende: Der Suchende ist freiwillig arbeitslos und erhält keinerlei Unterstützungsleistungen. Die Arbeitsplätze werden durch verschiedene Lohnsätze voneinander unterschieden, die dem Suchenden bei konstanten Suchkosten durchaus bekannt sind. Es kommt ein Arbeitsplatzangebot zustande, wenn es ein bestimmtes, vorgegebenes Anspruchsniveau nicht unterschritten wird.[62]

2. Gesamtbetrachtung

Im suchtheoretischen Erklärungsmodell der Arbeitsmarktprozesse ist die Arbeitslosigkeit in diesem Sinne als freiwillige Sucharbeitslosigkeit anzusehen. Wie in den zuvor herausgearbeiteten Modellen treten auch in diesem Ansatz innerhalb der neuen Mikroökonomie des Arbeitsmarktes einige Kritikpunkte auf. Allein durch die Aufgabe der realitätsfernen Prämissen trägt die Suchtheorie, existierenden Fakten am Arbeitsmarkt Rechnung, da es sich hierbei um den allgemeinen Tatbestand handelt, dass weder der Faktor Arbeit homogen, noch vollkommene Information vorhanden sind. Dies kann man schon anhand des deutschen Arbeitsmarktes erkennen, da es zahlreiche Berufe gibt, die unterschiedliche Qualifikationen voraussetzen und es auch innerhalb eines Berufszweiges unterschiedliche Anforderungen der Arbeitsplätze gibt, was wiederum zu einer Diversifikation der Entlohnung führt. Demnach sind Anpassungsprozesse und Informationssuche erforderlich, um eine optimale Allokation zu ermöglichen.[63]

Mit dem suchtheoretischen Ansatz können ausreichende Empfehlungen für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitiken abgegeben werden, der jedoch im allgemeinen nur eine Marktseite betrachtet. Die Ansätze erklären zwar, wie ein Arbeitssuchender auf eine Streuung von Lohnofferten reagieren soll, aber nicht, wie diese Streuung zustande kommt.[64] Die Suchtheorie wird vielfach von den Theoretikern als zu allgemein und unsicher vorgetragen. Dieser Ansatz ist damit ungeeignet als theoretische Basis zur Umsetzung und anschließenden empirischen Überprüfung der Verhaltensweisen von den betroffenen Individuen.[65]

Mit der Kombination suchtheoretischer Überlegungen mit kontrakttheoretischen Anätzen ist ein Weg aufgezeigt, wie die Suchtheorie mit Hilfe dessen die Arbeitsmarktdynamik erklärt werden kann.[66]

IV. Kontrakttheorie

Die Kontrakttheorie des Arbeitsmarktes wird auch als Theorie impliziter Kontrakte bezeichnet. Es handelt sich hierbei um implizite Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die den Lohnsatz bei der Regelung der Arbeitsbeziehungen vervollständigen und oftmals individuelle Arbeitsbeziehungen beeinflussen können. In diesem Ansatz wird die Annahme der vollständigen Flexibilität der Löhne und Preise aufgegeben. Diesem Modell werden außerdem unvollständige Informationen unterstellt.[67]

Die Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, umfassen einzelne oder alle Aspekte der Arbeitsverhältnisse, beispielsweise eine gewisse Sicherheit hinsichtlich von Löhnen und Beschäftigung des Arbeitsplatzes. Aufgrund dessen, dass in diesem Modell insbesondere Versicherungselemente mit einfließen, kann auch von einer Versicherungstheorie des Arbeitsmarktes gesprochen werden.

1. Vereinfachtes Versicherungsmodell

Die kontrakttheoretischen Ansätze wurden unabhängig voneinander, aber nahezu zeitgleich von AZARIADIS (1975), BAILY (1974) und GORDON (1974) entwickelt. Alle drei haben sich mit der Hypothese der Lohnflexibilität auseinander gesetzt, wie diese erklärt werden kann und welche Rolle Entlassungen in diesem Zusammenhang spielen. Dem Versicherungsmodell des Arbeitsmarktes liegen folgende Annahmen zugrunde:[68]

- Arbeitnehmer sind risikoscheu, aufgrund ihrer Lohnabhängigkeit und ihres Strebens nach Arbeitsplatzsicherheit;
- Risikoneutrale Unternehmen rechnen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit sowohl mit guten wie auch mit schlechten Marktergebnissen;
- Arbeitgeber und Arbeitnehmer halten implizite Vereinbarungen ein, um die Kosten des Vertragsbruchs zu meiden.

Die Grundidee des kontrakttheoretischen Ansatzes ist zum einen die sogenannten Quasi-Versicherungsprämie, da die Arbeitnehmer nach größerer Arbeitsplatzsicherheit streben und deshalb sogar niedrigere, jedoch stetigere Löhne annehmen. Mittels dieser Prämie wird impliziter Versicherungsschutz gegen Entlassungsrisiken erworben. Die betroffenen Arbeitnehmer akzeptieren einen Lohnsatz, der geringer ist, als ihre erwartete Grenzproduktivität und ihnen werden dafür teilweise längere Laufzeiten der Verträge zugesichert. Auch der Unternehmer hat durch diese Grundidee einen Vorteil: Er bezahlt niedrigere Löhne. Im Gegensatz dazu, reagiert dieser bei Nachfrageschwankungen auf Gütermärkten nicht sofort mit Mengenanpassungen, sondern verzögert diese.[69]

In diesem Zusammenhang wird häufig von einer Entkoppelung der Arbeits- und Gütermärkte gesprochen. Der Anpassungsprozess umfasst zum einen die Einführung von Kurzarbeit und Arbeitskräftehortung bei sinkender Güternachfrage und zum anderen die Erhöhung der Anzahlung der Überstunden und/oder zusätzlichen Schichten bei steigender Güternachfrage, weshalb sich der Abbau von Arbeitslosigkeit verzögert.[70]

Die gemeinsame Ausgangsposition umfasst unterschiedliche Risikoaversionen zwischen Arbeitnehmern und Unternehmungen. Die Risikoaversion der Arbeitnehmer ist im allgemeinen größer als die eines Unternehmens. Eine Risikoverschiebung kann im Rahmen längerfristiger Beschäftigungsverträge erfolgen, wenn die Unternehmung eine gewisse Stabilität bestimmter Komponenten des Beschäftigungsverhältnisses zusagt. Die Unternehmung übernimmt daraufhin Risiken, die sonst von den Arbeitnehmern zu tragen wären.[71]

2. Schlussfolgerungen

Das Entlassungsrisiko verteilt sich selektiv. Der Unternehmer möchte zum einen Such- und Einarbeitungskosten neu einzustellender Arbeitnehmer vermeiden und zum anderen die betriebsspezifischen Qualifikationen erhalten. Demnach wird er den Arbeitskräften mit hohem betriebsspezifischen Humankapital eine größere Arbeitsplatzsicherheit gewähren und ihnen, wenn möglich, Arbeitsplatzumsetzungen anbieten, um ihre Kündigung zu vermeiden bzw. hinauszuzögern. Entlassungen werden vor allem bei Arbeitskräften mit geringem betriebsspezifischen Humankapital vorgenommen, die deswegen über geringere bzw. schlechter konditionierte implizite Kontrakte verfügen. Arbeitnehmer werden arbeitslos, wenn kein hinreichender Versicherungsschutz vorhanden ist.[72] Demnach entsteht eine Differenzierung zwischen den Randbelegschaften, beispielsweise Aushilfs- und Saisonkräfte, die als Puffer bei Absatzschwankungen fungieren, und der Stammbelegschaft, die dementsprechend erst später entlassen wird. Die Kontrakttheorien treffen implizit eine Dualitätsannahme, indem die Rigidität der Löhne im stabilen, implizit versicherten Arbeitsmarktsegment, durch entsprechend stärkere Lohn- und Beschäftigungsschwankungen im instabilen, sekundären Arbeitsmarktsegment, kompensiert wird. Mittels der kontrakttheoretischen Ansätze lässt sich die Senioritätsregel ableiten, d.h. die am längsten beschäftigten Arbeitnehmer werden auch als letzte entlassen. Mit dieser Regel finden Phänomene der Differenzierung in den Kontrakttheorien eine mikroökonomisch rationale Begründung.[73]

[...]


[1] Vgl. Mank (1991): Personalpolitik in mittelständischen Unternehmen, S. 13; Zaugg (1996): Integrierte Personalbedarfsdeckung, S. 1

[2] Sachs (1999): Grundgesetz, S. 514

[3] Vgl. Brandes/Weise (2000): Unternehmung und Arbeitsbeziehungen, S. 43; Sengenberger (1987): Struktur und Funktionsweise von Arbeitsmärkten, S. 31; Blien/Haas/Hirschenauer/ Maierhofer/Tassinopoulos/Vollkommer/Wolf (2002): Konzeptionen regionaler Arbeitsmarktforschung im IAB, S. 293; Gerlach/Hennig (1990): Arbeitsmarkttheorie, S. 21

[4] Für bessere Lesbarkeit wird in dieser Arbeit die männliche Form verwendet; gemeint sind aber jeweils Frauen und Männer soweit nicht ausdrücklich etwas anderes hervorgehoben wird.

[5] Vgl. Weise/Brandes/Eger/Kraft (2002): Neue Mikroökonomie, S. 365

[6] Vgl. Auszug aus Bundesamt für Statistik (2002): Berichtsmonat Oktober 2002

[7] Vgl. Brandes/Weise (2000): Unternehmung und Arbeitsbeziehungen, S. 46

[8] Vgl. Alber (2001): Die Debatte um das rechte Verhältnis von Arbeitsmarkt und Sozialstaat, S. 1f.

[9] Schettkat (2001): Beschäftigungsentwicklung im internationalen Vergleich: eine Renaissance der europäischen Wohlfahrtsstaaten? S. 42

[10] Vgl. Schettkat (2001): Beschäftigungsentwicklung im internationalen Vergleich: eine Renaissance der europäischen Wohlfahrtsstaaten?, S. 18

[11] Vgl. Hönekopp/Konle-Seidl/Walwei/Werner (1994): Forschung zu Fragen ausländischer Arbeitsmärkte und des internationalen Arbeitsmarktzusammenhangs, S. 113; Werner (2002): Wirtschaftliche Integration und Arbeitskräftewanderungen in der EU, S. 191 ff. Die EWG wurde mit einer Unterzeichnung der sogenannten Römischen Verträge gegründet. Neben sechs Gründerstaaten: Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg, gehören außerdem das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark (alle seit 1973), Griechenland (1981), Spanien und Portugal (1986), sowie Finnland, Österreich und Schweden (1995). Im Jahre 2004 werden 10 weitere Länder zur EU hinzukommen.

[12] Vgl. Gerlach/Hennig (1990): Arbeitsmarkttheorie, S. 9

[13] Vgl. Eekhoff/Pimpertz (1998) Ordnungspolitik: ein unbequemer, aber erfolgversprechender Weg, S. 28. Die Wirtschaftsordnung befasst sich mit Bedingungen für individuelles, wirtschaftliches Handeln sowie mit der Abgrenzung privater und staatlicher Aufgaben.

[14] Vgl. Egle/Franck/Göckler/Hochgesand/Zahn (1998): Der Arbeitsmarkt in seinen Grundzusammenhängen, S. 13f.; Mötteli (1961): Licht und Schatten der sozialen Marktwirtschaft, S. 116; Müller-Armack (1976): Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik, S. 243

[15] Vgl. Müller-Armack (1976): Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik, S. 246 ff.; Müller-Armack (1981): Genealogie der Sozialen Marktwirtschaft, S. 14; Hallwirth (1998): Und Keynes hatte doch recht: eine neue Politik für Vollbeschäftigung, S. 25

[16] Vgl. Egle/Franck/Göckler/Hochgesand/Zahn (1998): Der Arbeitsmarkt in seinen Grundzusammenhängen, S. 14f.

[17] Vgl. Hansen (1997): Die soziale Marktwirtschaft – Ein Auslaufmodell ? S. 2f.; Gerlach/Hennig (1990): Arbeitsmarkttheorie, S. 11

[18] Vgl. Helmstädter (1987): Der Arbeitsmarkt in Wirtschaftstheorie und -politik, S. 5

[19] Vgl. Egle/Franck/Göckler/Hochgesand/Zahn (1998): Der Arbeitsmarkt in seinen Grundzusammenhängen, S. 19f.

[20] Vgl. Ott (1987): Arbeitsmarkttheorie und -politik: Fakten und Perspektiven, S. 394f.; Helmstädter (1987): Der Arbeitsmarkt in Wirtschaftstheorie und -politik, S. 4f.

[21] Helmstädter (1987): Der Arbeitsmarkt in Wirtschaftstheorie und -politik, S. 6

[22] Vgl. Helmstädter (1987): Der Arbeitsmarkt in Wirtschaftstheorie und -politik, S. 5f.

[23] Vgl. Brinkmann (1991): Analytische Wirtschaftstheorie, S. 5

[24] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 2

[25] Vgl. Rothild (1994): Theoretische Arbeitslosigkeit: Einführung, S. 9

[26] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 45

[27] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 306f.; Pfriem (1980): Konkurrierende Arbeitsmarkttheorien, S. 63; www2.rz.hu-berlin.de/esf/flexarb/?rea=down, Abfragedatum: 28.11.2002; Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 45

[28] Vgl. Brinkmann (1991): Analytische Wirtschaftstheorie, S. 4. Theoreme dieser Theorie sind Sätze, die innerhalb einer Theorie aus anderen Sätzen abgeleitet werden.

[29] Vgl. Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 35f.; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 305f.; Blien (1986): Unternehmensverhalten und Arbeitsmarktstruktur, S. 15; Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 12

[30] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 53

[31] Vgl. Blien (1986): Unternehmensverhalten und Arbeitsmarktstruktur, S. 12; Brinkmann (1991): Analytische Wirtschaftstheorie, S. 132f.

[32] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 308

[33] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 8; Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 38

[34] Vgl. Felderer/Homburg (1999): Makroökonomik und neue Makroökonomik, S. 97; Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 15

[35] Vgl. Felderer/Homburg (1999): Makroökonomik und neue Makroökonomik, S. 102

[36] Vgl. Keynes (1952): Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, S. 5f.; Willke (2002): John Maynard Keynes, S. 13

[37] Vgl. Hallwirth (1998): Und Keynes hatte doch recht: eine neue Politik für Vollbeschäftigung, S. 88f.; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 339

[38] Vgl. Hallwirth (1998): Und Keynes hatte doch recht: eine neue Politik für Vollbeschäftigung, S. 70

[39] Vgl. Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 38

[40] Vgl. Vomfelde (1977): Abschied von Keynes? S. 119f.; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 341

[41] Vgl. Willke (2002) John Maynard Keynes, S. 13

[42] Nähere Informationen zur Segmentationstheorie sind im Themenabschnitt VII enthalten.

[43] Vgl. Pfriem (1980): Konkurrierende Arbeitsmarkttheorien, S. 98; Blien (1986): Unternehmensverhalten und Arbeitsmarktstruktur, S. 25; Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 65; Scheuer (1987): Zur Leistungsfähigkeit neoklassischer Arbeitsmarkttheorien, S. 74

[44] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 133; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 309; Blien (1986): Unternehmensverhalten und Arbeitsmarktstruktur, S. 27; www2.rz.hu-berlin.de/esf/flexarb/?area=down, Abfragedatum: 28.11.2002

[45] Vgl. Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 65

[46] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 310

[47] Vgl. Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 66f.

[48] Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 66

[49] Vgl. Scheuer (1987): Zur Leistungsfähigkeit neoklassischer Arbeitsmarkttheorien, S. 76; Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 53; Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 135

[50] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 312

[51] Vgl. Scheuer (1987): Zur Leistungsfähigkeit neoklassischer Arbeitsmarkttheorien, S. 78f.; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 312f.

[52] Vgl. Sesselmeier/ Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 73

[53] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 313

[54] Vgl. Blien (1986): Unternehmensverhalten und Arbeitsmarktstruktur, S. 55f.; Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 67

[55] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 116; Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 80; Schüler (1970): Suchtheorie, S. 35; Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 61

[56] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 80

[57] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 117

[58] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 315; Pfriem (1980): Konkurrierende Arbeitsmarkttheorien, S. 106; Scheuer (1987): Zur Leistungsfähigkeit neoklassischer Arbeitsmarkttheorien, S. 84

[59] Vgl. Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 61f.

[60] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 117

[61] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 316

[62] Vgl. Weinberg (1999): Neuere Arbeitsmarkttheorien zur Erklärung der Arbeitslosigkeit in Deutschland in kritischer Reflexion, S. 14; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 316

[63] Vgl. Weinberg (1999): Neuere Arbeitsmarkttheorien zur Erklärung der Arbeitslosigkeit in Deutschland in kritischer Reflexion, S. 22

[64] Vgl. König (1979): Job-Search-Theorien, S. 92

[65] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 88

[66] Vgl. Erke (1993): Arbeitslosigkeit und Konjunktur auf segmentierten Arbeitsmärkten, S. 122

[67] Vgl. Sesselmeier/Blauermel (1998): Arbeitsmarkttheorien: Ein Überblick, S. 145

[68] Vgl. Diekmann (1982): Kontrakttheoretische Arbeitsmarktmodelle, S. 34; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 318; Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 68

[69] Vgl. Holler (1986): Ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, S. 63 ff.; www2.rz.hu-berlin.de/ esf/flexarb/?area=down, Abfragedatum: 28.11.2002

[70] Vgl. Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 318

[71] Vgl. Diekmann (1982): Kontrakttheoretische Arbeitsmarktmodelle, S. 34f.

[72] Vgl. Eisold (1985): Arbeitsmarkt und Unternehmen, S. 69; Keller (1999): Einführung in die Arbeitspolitik: Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive, S. 319; Ramser (1978): Die Kontrakttheorie als Beitrag zu einer ökonomischen Theorie des Arbeitsmarktes, S. 27

[73] Vgl. Weinberg (1999): Neuere Arbeitsmarkttheorien zur Erklärung der Arbeitslosigkeit in Deutschland in kritischer Reflexion, S. 32; Ramser (1978): Die Kontrakttheorie als Beitrag zu einer ökonomischen Theorie des Arbeitsmarktes, S. 10

Details

Seiten
134
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783832464493
ISBN (Buch)
9783838664491
DOI
10.3239/9783832464493
Dateigröße
784 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v221873
Institution / Hochschule
Universität Kassel – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
personalwirtschaft arbeitsorganisation management wirtschaftspolitik unternehmensführung

Autor

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Titel: Theoretische Arbeitsmarktmodelle und reale Personalpolitik