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Österreich - Slowakei

Gegenseitige Wahrnehmung, Vorurteile, Stereotypen

Magisterarbeit 1999 161 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Problemstellung:
Als geborenem Slowaken und Wahlösterreicher liegt mir dieses Thema sehr nahe. Wie sieht das eigentlich mit dem Österreichbild in der Slowakei und dem Slowakeibild in Österreich aus? Wie nehmen sich diese zwei Völker gegenseitig wahr? Was wissen die Bewohner dieser Länder über den jeweiligen Nachbarn?
Bei einem Interview wurde mir gesagt:
„Für die Preßburger lag Moskau näher als Wien, und die Wiener wußten mehr über New York als über Bratislava.“
Der Proband ergänzte diese Aussage noch weiter:
„Jetzt braucht man keinen Eisernen Vorhang mehr; es gibt noch immer einen Vorhang von Vorurteilen, nationalen Stereotypen und eine geographische Grenze, die wirtschaftlich zwei Welten trennt und mit dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens Europa wieder in zwei Lager trennen wird. Diese Grenze ist effektiver als die eiserne. Die Slowaken bauen wieder Wien auf, aber nur als Schwarzarbeiter. So sind Sie willkommen.“
Ist das wirklich so? Auch diese Fragen will ich in meiner Diplomarbeit untersuchen.
Meine Arbeit ist als empirisch-deskriptive Arbeit gedacht. Sie soll in erster Linie das Slowakeibild (Image) in Österreich und das Österreichbild (Image) in der Slowakei und die gegenseitige Wahrnehmung Slowakei–Österreich untersuchen und darstellen. Theoretische Erklärungen, tiefergehende Bild- bzw. Imageanalysen werden eventuell in einer Dissertation versucht.
Einleitung:
„Die Beziehungen zwischen modernen europäischen Völkern werden weitgehend durch deren Geschichtsbilder bestimmt, in denen oft weit zurückliegende Ereignisse von größter Bedeutung sind“, formulierte der heutige Doyen der deutschen und österreichischen Osteuropa-Historiographie, Günther STÖKL, bereits vor zwanzig Jahren.
Die alten, gewachsenen, aus dem vorigen Jahrhundert geprägten ethnisch-nationalen Vorurteile in den Köpfen der Österreicher gegenüber den Slowaken gehören zu den vielen Bildern (Images), die sich gegenüber den verschiedensten Völkern etabliert haben und einen nachhaltigen, starken Einfluß auf die politisch-sozialen, aber auch auf die wirtschaftlichen Beziehungen ausüben.
Somit wird eine Neudefinition unserer Beziehung – passend zu der veränderten politischen Situation im Osten – unumgänglich, da unsere Begriffs- und Denkmodelle der neuen europäischen Lage nicht mehr gerecht werden.
Der Tübinger Osteuropa-Historiker Dietrich Geyer schloß einen öffentlichen Vortrag mit dem Zitat: „...daß wir nicht zu uns selber kommen werden, solange wir […]

Details

Seiten
161
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783832463793
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v221814
Institution / Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz – Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
mental maps ost-west klischees images geschichte gegenwart österreich-slowakei

Autor

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Titel: Österreich - Slowakei