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Qualitätsmanagement beim Bau von schlüsselfertigen Mobilfunkstationen

Diplomarbeit 2002 128 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Bauingenieurwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Thema und Problemstellung
1.1 Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Qualitätsbegriff
2.2 Das Qualitätsmanagement
2.2.1 Die Grundlagen des Qualitätsmanagements
2.2.2 Die Darlegung des Qualitätsmanagements
2.2.3 Der prozessorientierte Ansatz
2.3 Das Qualitätsmanagement im Bauwesen
2.3.1 Die Besonderheiten der Baubranche
2.3.2 Das Zielsystem des Bauens

3 Das Qualitätsmanagement beim Bau von Mobilfunkstationen
3.1 Die Unternehmung
3.1.1 Die Kunden
3.1.2 Die herausgebildete Organisationsstruktur
3.1.3 Der Leistungsprozess
3.2 Die Beschreibung von Mobilfunkstationen
3.3 Die direkten und peripheren Qualitäten von Mobilfunkstationen
3.3.1 Städtebau und Umfeld
3.3.2 Wirtschaftlichkeit
3.3.3 Bewirtschaftung
3.3.4 Funktion
3.3.5 Konstruktion
3.3.6 Gestaltung
3.3.7 Gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte und Ziele
3.3.8 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

4 Die Realisierung der Qualitäten
4.1 Die Projektplanung
4.1.1 Kostendefinition
4.1.2 Realisierungsplanung
4.2 Die Standortbeschaffung
4.2.1 Standortsuche
4.2.2 Standorterwerb
4.2.3 Standortkonzeption
4.2.4 Einholung von Genehmigungen
4.3 Die Bauausführung
4.3.1 Vorbereitung der Bauausführung
4.3.2 Koordinierung der Bauausführung
4.3.3 Ausführung - Stahlbau
4.3.4 Ausführung - Blitzschutzsystem
4.3.5 Ausführung - Antennensystem

5 Die Entwicklung des Qualitätsmanagement - Systems
5.1 Die Grundlagen des QM - Systems
5.1.1 Die Qualitätspolitik und -ziele
5.1.2 Die Unternehmensorganisation
5.1.3 Die Prozesslandschaft der Unternehmung
5.2 Geschäftsprozesse
5.2.1 Standortbeschaffung
5.2.2 Bauausführung
5.3 Unterstützende Prozesse
5.3.1 Standortdokumentation
5.4 Messungs-, Analyse- und Verbesserungsprozesse
5.4.1 Interne Audits
5.5 Managementprozesse
5.5.1 Management Review

6 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Periodika

URL-Verzeichnis

Anlagenverzeichnis

Anlagen 1 - 6

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Der erweiterte Qualitätsbegriff

Abb. 2: Der Qualitäts – Regelkreis

Abb. 3: Das Prozessmodell

Abb. 4: Das Zielsystems des Bauens

Abb. 5: Das Organigramm der Unternehmung P

Abb. 6: Der Leistungsprozess der Unternehmung P

Abb. 7: Die Projektplanung mit den dazugehörigen Teilprozessen

Abb. 8: Die Realisierungsplanung für Mobilfunkstationen

Abb. 9: Die Standortbeschaffung mit den dazugehörigen Teilprozessen

Abb. 10: Die Bauausführung mit den dazugehörigen Teilprozessen

Abb. 12: Satteldacheindichtung - Antennenträger

Abb. 11: Flachdacheindichtung - Antennenträger

Abb. 13: Die Entwickelte Prozesslandschaft der Unternehmung P.

1 Thema und Problemstellung

Der relativ junge Markt für mobile Kommunikation ist weltweit als einer der dynamischsten und schnelllebigsten anzusehen. Innovationsfähigkeit und Anpassungsvermögen sind gefragt, möchte man als Unternehmen auch unter dem Aspekt eines sich immer weiter verschärfenden internationalen Wettbewerbs den Erfolg für die Zukunft sichern.

Dies gilt in gleichem Maße sowohl für die Produkthersteller und Netzbetreiber dieser Branche als auch für die Unternehmen, die die Grundlage für ein leistungsfähiges Telekommunikationssystem schaffen.

Der Aufbau einer Infrastruktur von Mobilfunkstationen trägt in erheblichem Umfang dazu bei, wann, zu welchen Preisen und mit welcher Qualität der Endkunde den Service erfährt. Zurzeit existieren in Deutschland ca. 35.000 solcher Mobilfunkstationen, um mehr als 50 Millionen Kunden eine Verbindung zu ermöglichen.

Erst in jüngster Vergangenheit haben sechs Netzbetreiber in Deutschland erneut in die Zukunft investiert und Milliardensummen für den Erwerb von Lizenzen gezahlt. Weitere Milliardenbeträge werden nun erforderlich, um mit bis zu 50.000 zusätzlichen Mobilfunkstatio- nen dem Kunden die Dienste anbieten zu können.

Aufgrund der dafür notwendigen hohen Finanzierungskosten sucht die Branche nach Lösungen, die Kosten für den Netzaufbau unter der Maßgabe gleich bleibender Qualität und möglichst schneller Realisierung zu senken. Dies stellt für die ausführenden Unternehmen eine schwierige Ausgangssituation dar, da gerade die Qualitätsstandards in dieser Branche als besonders herausfordernd anzusehen sind.

Das sich damit auf das Leistungsangebot der Unternehmung auswirkende Spannungsfeld zwischen Qualität, Kosten und Zeit gilt es im unternehmensspezifischen Leistungsprozess zu beherrschen. Die Beherrschung ist dabei als eine wichtige Managementaufgabe zu verstehen und ist in einem System zum Qualitätsmanagement zu konzipieren. Es gilt die tätigkeitsfeldspezifischen Qualitäten unter dem Einfluss vieler Parameter zu identifizieren und entsprechend den Kundenanforderungen zu realisieren.

Die Einführung eines solchen Systems unter Anwendung der Normreihe DIN ISO 9000:1994 ist in der Baubranche heute weit verbreitet, bringt jedoch aufgrund der Industrieorientierung dieser Norm viele Probleme mit sich. Durch die auf die Produktion ausgerichtete Struktur der Norm ist die Übertragbarkeit der Forderungen auf den unternehmensspezifischen Leistungsprozess nur begrenzt möglich.

Das erschwert die Einbeziehung der Besonderheiten eines jeden Unternehmens und damit die Anwendbarkeit auf die tatsächlich im Unternehmen ablaufenden Prozesse.

1.1 Vorgehensweise

Ziel der Arbeit ist es, mittels Erarbeitung der zu erstellenden Qualitäten bei der Errichtung von schlüsselfertigen Mobilfunkstationen und der qualitätsrelevanten Aspekte im Leistungsprozess einer spezifischen Unternehmung ein praxisorientiertes Qualitätsmanagementsystem zu entwickeln. Als Leitfaden für die Entwicklung soll die DIN ISO 9001:2000 dienen.

Der Verfasser wird wie folgt vorgehen:

Zu Beginn wird eine theoretische Grundlage zu der umfassenden Thematik “Qualität“ gelegt. Hierbei geht es insbesondere um die Fragen: Was bedeutet Qualität, was ist unter Qualitätsmanagement zu verstehen und was sind die Besonderheiten in der Bauwirtschaft?

Anschließend wird ein Unternehmen, das schlüsselfertige Mobilfunkstationen errichtet, in seinem Leistungsangebot und seinen wesentlichen Eigenschaften beschrieben. Dazu wird der Leistungsprozess der Unternehmung dargelegt, die Beschreibung von Mobilfunkstationen vorgenommen sowie die zu erstellenden Qualitäten herausgearbeitet.

Im 4. Kapitel sollen wichtige qualitätsrelevante Aspekte des unternehmensspezifischen Leistungsprozesses herausgearbeitet werden. Es wird dargelegt, welche Anforderungen des Kunden an die Leistungserbringung bestehen, wie diese von der Unternehmung zu erfüllen sind und worin sich die Erfüllung messen lässt. Der Verfasser geht dabei nicht auf alle Phasen des Leistungsprozesses ein sondern beschränkt sich auf die Wesentlichen.

Im letzten Teil der Arbeit werden die bis dahin gesammelten Erkenntnisse in einem praxisorientierten Qualitätsmanagementsystem zusammengefasst. Dabei werden die Unternehmensprozesse in ihren Abläufen entwickelt.

Das erarbeitete System ist in diesem Zusammenhang als ein Entwurf anzusehen, da inhaltlich nicht alle Prozesse der Unternehmung im Umfang einer Diplomarbeit erfasst werden können. Es erhebt daher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und soll der Unternehmung als Grundlage dienen, ein weiterführendes System zu erarbeiten bzw. einzuführen.

Die im Verlauf dieser Arbeit behandelte Unternehmung möchte nicht namentlich genannt werden. Sie wird daher vom Verfasser als Unternehmung P. bezeichnet.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der Qualitätsbegriff

Bei weitestgehend gesättigten Märkten, ständig wachsendem Angebot und sich verschärfendem internationalen Wettbewerb sind Verbraucher immer weniger bereit, mangelhafte Produkte und Dienstleistungen mit unbefriedigender Qualität zu akzeptieren. Schlechte Erfahrungen werden dabei auf Produkte und Dienstleistungen als ganzes oder auf das Unternehmen allgemein übertragen. Die Überlebenschance und der Erfolg einer Unternehmung hängen auf lange Sicht sogar maßgeblich von der Qualität der Produkte und Dienstleistungen ab. Die Qualität entwickelt sich somit zu einem strategischen Instrument im Wettbewerb um Marktanteile.

Die deutsche Übersetzung der ISO 8402 definiert den aus dem lateinischen stammenden Qualitätsbegriff „...als die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen“.[1]

Möchte man die Vielschichtigkeit und Komplexität des sich bis heute entwickelten Qualitätsbegriffs erfassen, ist es von Bedeutung, den Begriff in seiner erweiterten Form zu begreifen. Es müssen sowohl interne als auch vielfältige Beziehungen zur Unternehmensumwelt mit einbezogen werden. Die folgende Abbildung stellt den erweiterten Qualitätsbegriff graphisch dar, dessen einzelne Aspekte der Verfasser im Folgenden näher ausführen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Der erweiterte Qualitätsbegriff

Quelle: in Anlehnung an R. Schildknecht, „Total Quality Management“, Campus Verlag,

Frankfurt/New York, 1992, S.48

Bei Betrachtung der Produktqualität sind Qualität und Zuverlässigkeit die wichtigsten Kriterien für oder gegen die Entscheidung zum Kauf eines Produktes.

Von einem hochwertigen Produkt erwartet der Kunde neben Zuverlässigkeit, Funktionalität, einem anspruchsvollem Design und der Haltbarkeit vor allen Dingen einen angemessenen Preis. Zur Erfüllung der Qualitätsansprüche müssen diese Anforderungen in Zielvorgaben für die Herstellung übertragen und Fehlerquellen in den Herstellungsprozessen ausgeschlossen werden.

Die vom Kunden vorgenommene Qualitätsbeurteilung drückt sich durch seine Kaufentscheidung aus. Der Kunde trifft diese Entscheidung unter relativer Beurteilung des Wettbewerbs anhand der von ihm wahrgenommen Qualitäten.

Bei der Herstellung von Produkten müssen daher sowohl geforderte als auch wahrgenommene Qualitäten für ein Unternehmen von Relevanz sein, um den Kundenanforderungen zu entsprechen.

Zur funktionalen Abgrenzung der Qualität im Dienstleistungsbereich ist es hilfreich, auf die charakteristischen Besonderheiten von Dienstleistungen hinzuweisen. Diese sind immateriell, lagerungsunfähig, werden simultan produziert und verwertet, sind in ihrer Leistungsverrichtung auf den Kunden abgestimmt und erfolgen unter direkter Interaktion zwischen Anbieter und Kunde[2].

Diese Charakteristiken lassen assoziieren, dass sich die Messung der Qualität einer Dienstleistung vergleichsweise schwierig gestaltet und eine nachträgliche Qualitätskontrolle schwer möglich ist. Die Kundensicht ist demnach als zentraler Maßstab zur Bestimmung der Qualität anzusetzen. Erwartungen von Kunden beruhen auf individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen. Dienstleistungsqualität versteht sich daher „...als die Fähigkeit eines Unternehmens eine immaterielle und der Kundenbeteiligung bedurften Leistung, gemäß den Kundenerwartungen auf einem bestimmten Anforderungsniveau zu erstellen“.[3]

Bei der Gesellschaftsorientierung ist hervorzuheben, dass die Unternehmen der moralischen und ethischen Bewertung der Gesellschaft, in der sie bestehen, unterworfen sind. Trotz guter Produkte bzw. Dienstleistungen werden Unternehmen, die ihre Tätigkeit zum Schaden der Gesellschaft oder der Umwelt ausüben, von einem Teil der Kunden für ihr Verhalten durch Alternativkäufe bei anderen Unternehmen bestraft. Die Unternehmen müssen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, um bei den Kunden ein gutes Image zu erlangen. Dazu gehört, dass nicht nur gesetzliche und behördliche Auflagen eingehalten werden, sondern dass sich die Unternehmung darüber hinaus für die Gesellschaft engagiert.

Unter Ergebnisqualität sind die finanziellen Ergebnisse aus den Geschäftsprozessen zu verstehen. Sie stellen das Hauptziel eines Unternehmens dar und ermöglichen alle weiteren Aktivitäten angefangen von Investitionen bis hin zur Erhaltung von Arbeitsplätzen. Dabei müssen Ansprüche von relevanten Interessengruppen wie Kunden und Mitarbeitern in ein ausgeglichenes Verhältnis gebracht werden. Wird die Unternehmung diesen Ansprüchen gerecht, erhöht sich die Wertschöpfung für alle Interessengruppen und es entsteht nachhaltiger und langfristiger Erfolg.

Ein Unternehmen arbeitet effektiver, wenn es beiderseits vorteilhafte Beziehungen mit seinen Partnern unterhält, aufbauend auf Vertrauen, Wissenstransfer und Integration. Durch die damit entstehende Qualität der Lieferantenbeziehungen werden beide Seiten zu einer höheren Wertschöpfung befähigt und Wettbewerbsvorteile werden durch beständige Geschäftsbeziehungen sowie Synergien bei Ressourcen und Kosten generiert.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Qualität. Kundenzufriedenheit wird zu einem erheblichen Teil vom Verhalten der Mitarbeiter beeinflusst. Daher muss sich ein Unternehmen auf die Eigeninitiative und das Verantwortungsbewusstsein seiner Mitarbeiter verlassen können. „Die Qualität eines jeden Prozesses ist letztendlich die Summe der Qualität der Verrichtung aller am Prozess beteiligten Mitarbeiter“.[4] Mitarbeiter stellen somit das “Humankapital“ einer Unternehmung dar. Im Mittelpunkt der Mitarbeiterorientierung müssen permanente Kommunikation und Weiterbildung stehen.

Die Kundenorientierung muss als eine gleichgewichtete Wahrnehmung interner und externer Kunden verstanden werden. Denn ein zufriedener externer Kunde entsteht nur durch eine einwandfreie Kette von Outputs und Inputs der internen Kunden und Lieferanten. Unter Zufriedenheit externer Kunden ist die langfristige Kundenzufriedenheit zu verstehen, durch die der Kunde über einen längeren Zeitraum an das Unternehmen gebunden wird. Er darf nicht nur mit dem einzelnen Produkt oder der einzelnen Dienstleistung selbst, sondern muss mit der Unternehmensgesamtleistung zufrieden sein. Kundenloyalität, Kundenbindung und Marktanteil können daher nur durch eine klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse gegenwärtiger und potenzieller Kunden erreicht werden.

Die Prozesse sind das Fundament für Qualität. Sie vollziehen sich mit dem Zweck, unmittelbar zur Erfüllung von Kundenwünschen zu führen. Dieses Ergebnis kann jedoch nur bei reibungslos ablaufenden Prozessen erreicht werden, womit das ungehinderte Zusammenspiel aller am Gesamtprozess beteiligten Personen gemeint ist.

Bei der Betrachtung der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, lässt sich diese als eine Kunden - Lieferantenbeziehung darstellen. Der Output des einen Prozesses wird zum Input für den darauf Folgenden. Damit ist jeder Mitarbeiter Kunde des ihm vorgelagerten Prozesses und gleichzeitig Anbieter für den nachgelagerten Prozess. Ein Prozess definiert sich somit „...als eine Tätigkeit oder Operation, die Eingaben erhält und diese in Ergebnisse umwandelt“.[5]

Die Erreichung des Ziels, Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden, wird dadurch erschwert, dass der Kunde seine Anforderungen immer weiter steigert und Marktverhältnisse einer ständigen Veränderung unterliegen. Daher ist der Schlüssel zum Erfolg die Fähigkeit eines Unternehmens zur kontinuierlichen Prozessverbesserung. Die Grundlage dafür ist eine eindeutige Abgrenzung der Prozesse voneinander, die Prozessdokumentation sowie die Identifikation von nicht wertschöpfend ablaufenden Prozessen. Die damit erzielte Prozessqualität führt zu einer effizienten Leistungserstellung, die sich an den Forderungen des Marktes orientiert.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Ausgangspunkt für die Erarbeitung von Qualität nur die Gesamtheit der internen und externen Kunden eines Unternehmens sein kann. Ihre Forderungen bilden die Grundlage für die Formulierung, Umsetzung und Verbesserung der Qualitätsziele.

Die Wechselwirkungen dieser sich gegenseitig beeinflussenden drei Ereignisse lassen sich am Regelkreis der Qualität verdeutlichen, der im folgenden graphisch dargestellt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Der Qualitäts - Regelkreis

Quelle: Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

Die Aufgabe des Qualitätsmanagements ist die Präzisierung des Regelkreises, d.h. die Übertragung in den Leistungsprozess des jeweiligen Unternehmens und damit die Sicherstellung aller qualitätsrelevanten Forderungen der Kunden.

2.2 Das Qualitätsmanagement

2.2.1 Die Grundlagen des Qualitätsmanagements

In der Bedeutung als strategisches Unternehmensziel darf Qualität nicht als Mitarbeiter-, Gruppen- oder Abteilungsziel verstanden werden, sondern ist als eine Managementaufgabe aufzufassen. Das Qualitätsmanagement umfasst dabei „...alle Tätigkeiten der Gesamtführungsaufgabe, welche die Qualitätspolitik, die Ziele und die Verantwortungen festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, -lenkung, -sicherung und -verbesserung im Rahmen des Qualitätsmanagement - Systems verwirklichen“.[6]

Die Hauptaufgabe besteht darin, die Voraussetzung zur Erreichung von festgelegten Qualitätszielen zu schaffen. Dies beinhaltet sowohl die Bereitstellung der notwendigen organisatorischen, personellen und technischen Rahmenbedingungen als auch die Präzisierung der Ziele für die Anwendbarkeit in der täglichen Praxis.

Die Unternehmensleitung muss sicherstellen, dass die entwickelte Qualitätspolitik in jeder Ebene des Unternehmens verstanden und umgesetzt wird. Die damit beabsichtigte aktive Mitwirkung aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein Erreichen der Ziele des Qualitätsmanagements.

Das Primärziel ist die konsequente Kundenorientierung zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse. Der englische Ausdruck -to manage- ins deutsche übersetzt, bedeutet, eine Führungsaufgabe zu erfüllen. Die Bewältigung dieser Aufgabe mit der oben genannten Zielstellung wird dadurch erschwert, dass Kundenanforderungen immer komplexer, Produktlebenszyklen immer kürzer und damit Gewinnziele immer schwerer zu erreichen sind. Es herrscht demnach ein Spannungsfeld zwischen den 3 Größen Qualität, Zeit, Kosten.

Bei der Beherrschung dieses Spannungsfeldes kann sich die Unternehmung nicht allein auf eigene Erfahrung und Kompetenz verlassen. Die Unternehmung muss sich vielmehr ein für das Unternehmen maßgeschneidertes Werkzeug schaffen, welches die tägliche Leistungserbringung kontrolliert, misst und steuert. Solch ein Werkzeug, das auf die Individualität eines Unternehmens zielt und unter Berücksichtigung aller genannten Forderungen entwickelt wird, bezeichnet man als Managementsystem. Die Inhalte dieses Systems bestimmen sich durch seine Ziele. Sind diese Ziele Produkt- und Dienstleistungsqualität ist das Werkzeug ein Qualitätsmanagementsystem[7].

Ein wirksames QM - System zeichnet sich durch die einheitliche Festlegung von Prozessen, der dazugehörigen Verantwortlichkeiten und der notwendigen Mittel aus. Als Modell für die Darlegung eines solchen Systems dient die Normenfamilie DIN EN ISO 9000 ff.

2.2.2 Die Darlegung des Qualitätsmanagements

Die bereits angesprochene Individualität eines jeden Unternehmens in Bezug auf dessen Leistungspalette, Ziel, Strategie, Größe und Produkte machen ein genormtes Qualitätsmanagementsystem nicht möglich[8].

In diesem Zusammenhang versteht sich die Normenfamilie DIN EN ISO 9000 ff als ein Leitfaden zur Einführung und Umsetzung eines unternehmensspezifischen QM - Systems.

Die im Jahre 1994 in Kraft getretene DIN EN ISO 9000 ff beschreibt ein Modell zur Darlegung des Qualitätsmanagements mittels 20 standardisierten Qualitätssicherungselementen. Die Nachteile dieser sehr auf die industrielle Produktion ausgerichteten Norm führten im Jahr 2001 zum Inkrafttreten einer überarbeiteten Fassung.

Insbesondere die geringe Kompatibilität zu anderen Managementsystemen[9], die schwere Anwendbarkeit auf Dienstleistungen sowie die unbefriedigenden Möglichkeiten der Anpassung auf unternehmensspezifische Anforderungen gaben Anlass für die Überarbeitung.

Während die DIN EN ISO 9000:1994 unter dem Vorhandensein von vornehmlich funktionsorientierten Unternehmen entwickelt wurde, ist die DIN EN ISO 9000:2000 geprägt durch die fortschreitende Entwicklung bisher bekannter Organisationsstrukturen.

Soll Qualität als Erfolgsfaktor im Wettbewerb eingesetzt werden, gilt es, Schnittstellenprobleme, funktionsorientiertes Denken und steile Hierarchien zu lösen. Notwendig wird die Ausrichtung des Unternehmens auf Kundenanforderungen sowie das Vorhandensein motivierter, qualifizierter und eigenverantwortlich handelnder Mitarbeiter innerhalb beherrschter Prozesse. Daher fordert die DIN EN ISO 9000:2000 eine prozessorientierte Betrachtungsweise des Unternehmens und reflektiert den Wandel in der Organisationsstruktur vom funktions- zum prozessorientierten Unternehmen.

Die Norm unterscheidet sich im formalen Aufbau dadurch, dass die Gliederung nicht mehr durch 20 Elemente erfolgt, sondern durch die folgenden vier Hauptabschnitte dargestellt wird:

- Verantwortung der Leitung

Im Vordergrund dieses Abschnittes steht die Forderung, die umfassenden Absichten und Zielsetzungen einer Organisation in Form einer Qualitätspolitik zu definieren. Dabei sind heutige und zukünftige Kundenbedürfnisse zu ermitteln, relevante Qualitätsziele abzuleiten und diese sowohl im Leistungsprozess des Unternehmens festzulegen als auch zu

überwachen. Durch das Management muss sichergestellt werden, dass Verantwortungen und Befugnisse im Unternehmen für die Bereiche und Mitarbeiter festgelegt sind, welche die Produkt- oder Dienstleitungsqualität beeinflussen.

- Management der Mittel

Unter dem Gesichtspunkt des optimalen Ressourceneinsatzes zur Unterstützung der Leistungserstellung und zur Erhaltung der Leistungsbereitschaft muss die Verfügbarkeit aller im Unternehmen zur Verfügung stehenden Ressourcen gewährleistet sein. Dazu gehört sowohl die Sicherstellung von Kompetenz, Bewusstseinsbildung und Qualifikation der Mitarbeiter als auch das Vorhandensein aller benötigten Informationen. Für die Produkt- bzw. Dienstleistungserbringung im Unternehmen müssen die notwendi- ge Infrastruktur und Arbeitsumgebung gewährleistet sein.

- R ealisierung

Gefordert wird, dass die Unternehmung die an sie gestellten Kundenanforderungen ermittelt und bewertet und diese durch das Planen, Festlegen, Optimieren und Dokumentieren von Verfahren zur Produkt- bzw. Dienstleistungserbringung umsetzt. Die Verfahren müssen sowohl Maßnahmen zur Messung und Überwachung als auch die Verfügbarkeit von Informationen und Daten sicherstellen.

- Messung, Analyse und Verbesserung

Vordergründig in diesem Abschnitt ist die Forderung der Analyse des QM - Systems bezüglich der Konformität mit den Normenforderungen und der Wirksamkeit in der Umsetzung der firmeneigenen Qualitätspolitik. Als Nachweis, dass aufgestellte Forderungen in den einzelnen Unternehmensprozessen erfüllt und berücksichtigt werden, müssen Messungs-, Überwachungsoder Verbesserungsprozesse festgelegt werden. Gefordert wird die kontinuierliche Verbesserung der Produktbzw. Dienstleistungsprozesse, unter Anwendung von Qualitätspolitik und -zielen, Auditergebnissen, Datenanalysen und Korrekturmaßnahmen.

Im QM - System eines Unternehmens müssen inhaltlich diejenigen Prozesse festgelegt und gehandhabt werden, die nötig sind, um mit dem Angebotsprodukt[10] die Forderungen des Kunden zu erfüllen. Die DIN ISO 9000:2000 verlangt, dass das Unternehmen ein QM - System einrichtet, welches die Normenforderungen abdeckt. Dadurch ergibt sich eine individuelle Umsetzung der Forderungen im jeweiligen Unternehmen.

Die individuelle Beschreibung des Unternehmens erfolgt in erster Linie durch die unternehmensspezifischen Geschäfts-, Unterstützungs-, Verbesserungs- und Managementprozesse. Sie werden in einem Modell dargelegt, das der Einbettung der Unternehmensprozesse dient und als Prozesslandschaft bezeichnet wird. Durch diese Art der Darstellung wird die vielfältige Anwendbarkeit der überarbeiteten Normreihe unterstrichen, da hier unternehmensspezifisch veranschaulicht werden kann, mit welchen Prozessen eine Unternehmung die Kundenforderungen erfüllt.

In den Managementprozessen sind die Abläufe definiert, die von der obersten Leitung durchzuführen sind, um den Rahmen des Unternehmens zu formen, die strategische Ausrichtung vorzugeben und zu ermitteln, sowie das Unternehmen als Ganzes zu steuern.

Geschäftsprozesse sind in diesem Zusammenhang diejenigen Prozesse, die für das Gesamtergebnis der Unternehmung von unmittelbarer Bedeutung sind. Sie dienen der Wertsteigerung im Rahmen der Erstellung von Produkten bzw. Dienstleistungen.

Diejenigen Prozesse, die keine mittelbare Rolle für das Gesamtergebnis spielen, jedoch die Wirksamkeit der Geschäftsprozesse beeinflussen, um eine reibungslose Leistungserbringung zu gewährleisten, sind als unterstützende Prozesse zu identifizieren.

In den Verbesserungsprozessen wird durch Messung und Analyse der einzelnen Prozessleistungen erreicht, dass die Leistungserbringung bei Produkten und Dienstleistungen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unterliegt.

Solch eine prozessorientierte Beschreibung des Unternehmens dient zudem der Identifikation von Schnittstellen. Sie entstehen zum einen an den Übergängen der einzelnen Prozesse zum Nachgelagerten und zum anderen durch die prozessübergreifende Verantwortung der Prozessbeteiligten. Zur Überbrückung dieser Schnittstellen dedarf es eines definierten Leistungs- und Informationsaustausches an den jeweiligen Transferpunkten.

Die systematische Erkennung und Beherrschung von Prozessen im Unternehmen, mit dem Bewusstsein, dass zwischen den Prozessen Wechselwirkungen bestehen, ist als prozessorientierter Ansatz zu bezeichnen.

2.2.3 Der prozessorientierte Ansatz

Zur Verdeutlichung dieses Ansatzes nimmt das Prozessmodell der ISO 9001:2000 eine bildhafte Darstellung der Forderungen dieser Norm vor.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Das Prozessmodell

Quelle: „Die neue ISO 9000: 2000“, TÜV - Verlag, Köln 1999, S.9

Zum einen wird betont, die Bedürfnisse der Kunden und Interessenpartner zu verstehen und sich als Unternehmen an diesen auszurichten. Zum anderen wird hervorgehoben, die Prozesse aus der Sicht der Wertschöpfungskette zu betrachten. Das führt zur Erkenntnis, dass die Erreichung bzw. Nichterreichung der geplanten Ziele nur festgestellt werden kann, wenn dazu in den einzelnen Prozessen relevante Messgrößen installiert werden. Die Ergebniserzielung beruht folglich auf der Grundlage von objektiven Messungen.

2.3 Das Qualitätsmanagement im Bauwesen

2.3.1 Die Besonderheiten der Baubranche

Die zunehmende Bedeutung des Qualitätsmanagements in der Bauwirtschaft resultiert aus einem hohen Qualitätsbewusstsein der Bauherren in Bezug auf Ausführung, Materialien und Effizienz der Leistungserbringung, einer steigenden Anzahl der am Bau beteiligten Unternehmen und einem hohen Wettbewerbsdruck im Allgemeinen.

Das Vorhandensein einiger branchenspezifischer Besonderheiten erschwert jedoch die Umsetzung des Qualitätsmanagements in Relation zu anderen Wirtschaftszweigen.

So sind vor allem die individuellen Einzelanforderungen, die Trennung von Planung und Ausführung, die weitestgehend handwerkliche Produktion und die Ausführung verschiedener Leistungsträger zu nennen. Auch der Ort, an welchem die geforderte Leistung erbracht werden soll, wird durch die Bauaufgabe vorgegeben[11].

Will man als Unternehmen Qualitäten identifizieren und umsetzen, muss damit begonnen werden, Bauen nicht als reine Sachleistung, sondern auch als Dienstleistung zu begreifen. Bauen ist daher vielmehr ein Gesamtprozess, der sich aus der Erbringung von Sach- und Dienstleistungen zusammensetzt.[12] Qualitätsansprüche sind für beide Sektoren vorhanden und müssen erfüllt werden. Für die Erfüllung dieser Forderungen, ist der Gesamtprozess als Einheit von Programmierung, Planung, Ausführung und Nutzung zu verstehen. In diesen vier Hauptphasen findet die Bauwerksentwicklung statt. Dabei ist die für die Planung als Grundlage dienende Programmierung hervorzuheben, „...deren Inhalte in der Regel vom Auftraggeber direkt oder indirekt vom Markt vorgegeben werden“[13] und die Zielvorgaben für die Unternehmung bestimmen. Alle nachfolgenden Phasen im Gesamtprozess werden in erheblichem Maße in Bezug auf Zeit, Kosten, und Qualität von der Phase der Programmierung beeinflusst. Spätere Eingriffe in den Gesamtprozess verursachen zusätzliche Kosten und Zeitaufwendungen.

Beurteilung und Bewertung einer Bauunternehmung durch den Kunden hängen somit im Wesentlichen davon ab, wie diese Phasen ineinander greifen und unternehmensspezifisch umgesetzt werden.

Auch in der Baubranche wird dafür ein unterstützendes Werkzeug, ein QM-System, angewandt. Grundlage hierfür müssen genau wie in anderen Branchen das tatsächlich am Markt erbrachte, individuelle Leistungsangebot und die tatsächlichen Leistungsphasen der Unternehmung sein.[14]

2.3.2 Das Zielsystem des Bauens

Für die Erarbeitung von Qualitätsanforderungen an eine Bauleistung sind neben Kriterien wie Funktion, Konstruktion und Gestaltung auch Fragen des Standortes, der Bewirtschaftung sowie der Wirtschaftlichkeit mit einzubeziehen.

Der sich damit für die Bauwirtschaft sehr komplex darstellende Qualitätsbegriff, bildet die Basis, an welcher die Gesamtheit der Kunden ihre Ansprüche orientiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Das Zielsystems des Bauens

Quelle: Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

Die dargestellten Schlüsselparameter generieren die Grundlage für die vom unternehmensspezifischen Leistungsangebot zu erbringenden Qualitäten.

3 Das Qualitätsmanagement beim Bau von Mobilfunkstationen

Das rasante Wachstum des Marktsegments Mobilfunk fordert unter dem Anspruch leistungsfähige Netze flächendeckend zu realisieren, einen schnellen, kostengünstigen und qualitativ hochwertigen Aufbau der erforderlichen Basisinfrastruktur.

Die grundlegenden Leistungen die notwendig sind um ein Netz von Mobilfunkstationen aufzubauen, lassen sich wie folgt beschreiben:

Für das jeweilige Gebiet muss als erstes ein Netz von Mobilfunkstationen geplant werden, zweitens müssen die zur Errichtung notwendigen Flächen angemietet werden, als drittes müssen eine individuelle Planung sowie die tatsächliche Errichtung der Stationen erfolgen und letztendlich ist die für den Betrieb notwendige Systemtechnik zu installieren.

Aus dieser Kette von Leistungen wird der erst genannte Punkt der Netzwerkplanung im Regelfall von den Netzbetreibern[15] selber übernommen. Daher haben sich für die restlichen Leistungen bei den ausführenden Unternehmen dieser Branche schlüsselfertige Lösungen herauskristallisiert. Von ihnen wird für den Bau der Mobilfunkstationen die Projektplanung, die Standortbeschaffung und -planung, die Bauausführung sowie die Installation der Systemtechnik angeboten.

Die Schwierigkeit mit der sich die ausführenden Unternehmen bei der Realisierung der Projekte konfrontiert sehen, liegt nicht in der Errichtung einer einzelnen Station. Sie besteht vielmehr darin, eine Vielzahl solcher Anlagen entsprechend den Kundenanforderungen parallel und den objektspezifischen Standortanforderungen entsprechend zu realisieren. Gerade die benötigte Zeit wird zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal. Eine schnelle Realisierung sichert dem Netzbetreiber, einen frühen Markteintritt und die damit verbundenen Synergien durch Wettbewerbsvorteile.

Beim Bau der Stationen ist Qualität aber nicht allein für den eigentlichen Auftraggeber zu erzielen, sondern es sind auch die gesellschaftlichen Forderungen zu berücksichtigen, die Qualitätsansprüche entstehen lassen. Dies unterstreichen vor allem die sich mehrenden Diskussionen in der Bevölkerung, sowohl über die gesundheitsschädigende Wirkung der Anlagen[16] als auch über die Einflüsse auf Städtebilder und deren Umwelt. Der Umgang einer ausführenden Unternehmung mit dieser empfindlichen Problematik, wird zur Forderung an die zu erbringende Leistung.

Das Qualitätsmanagement beim Bau von Mobilfunkstationen bedeutet zusammenfassend, alle Unternehmensprozesse daran auszurichten, den vielschichtigen Qualitätsansprüchen der Kunden und der Gesellschaft in möglichst kurzen Zeiten, zu angemessenen Kosten und an vielen Standorten gleichzeitig gerecht zu werden.

3.1 Die Unternehmung

Die Unternehmung P. bietet auf den Kunden zugeschnittene Komplettlösungen bei der Errichtung von Mobilfunkstationen.

Sie verfügt über ein Leistungsangebot von der Projektplanung, Beschaffung- und Planung der Standorte, Bauausführung bis hin zur Installation und Inbetriebnahme der Systemtechnik.

Dem Kunden werden fertige und ins Mobilfunknetz integrierbare Stationen übergeben, um im Gesamtergebnis eine flächendeckende Infrastruktur zu erhalten.

Das Unternehmen P. beschäftigt derzeit ca. 100 Mitarbeiter in einer Niederlassung in Berlin.

Es handelt sich um ein relativ junges Unternehmen, das erst seit ca. 1 ½ Jahren auf diesem Geschäftsfeld tätig ist.

Firma P. baut zurzeit Mobilfunkstationen in Berlin und Leipzig im Rahmen des UMTS-Netzaufbaus.

3.1.1 Die Kunden

Die Kunden des Unternehmens P. sind Firmen, die Ihr hauptsächliches Geschäftsfeld darin sehen, ihren Kunden Serviceleistungen auf dem Gebiet des Mobilfunks anzubieten. Darunter ist die Übertragung von Daten zu Kommunikations- und Informationzwecken zu verstehen.

Das Ziel dieser Firmen ist die Unterhaltung und der Betrieb eines eigenen Netzwerks von Mobilfunkstationen, um als Netzbetreiber ihren Kunden einen flächendeckenden Service gewährleisten zu können.

Die dafür notwendige Infrastruktur muss geschaffen werden und wird bei ausführenden Unternehmen wie P. in Auftrag gegeben.

3.1.2 Die herausgebildete Organisationsstruktur

Zur Veranschaulichung wird im Folgenden die Organisationsstruktur der Unternehmung P. dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Das Organigramm der Unternehmung P.

3.1.3 Der Leistungsprozess

Unter der Voraussetzung, dass der Kunde sein Netzwerk von Mobilfunkstationen selber plant übernimmt die Unternehmung P. die Realisierung solcher Projekte in den nachstehenden Leistungsphasen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Die Leistungsphasen der Unternehmung P.

Der Leistungsprozess der Unternehmung reicht demnach von der Projektplanung bis hin zur Installation und Inbetriebnahme der Systemtechnik.

Aufgrund der erbrachten Eigenleistung in netzwerkplanerischer Hinsicht bekommt die Unternehmung in der Programmierungsphase mitgeteilt in welchem städtischen oder ländlichen Gebiet, in welchem Zeitraum, wie viele Stationen errichtet werden sollen.

Diese Eingabeinformationen sind die Prämissen für den Leistungsprozess der Unternehmung P.

Werden Projektgröße und -umfang von der Unternehmung als realisierbar eingeschätzt, beginnt der unternehmensspezifische Leistungsprozess daraufhin in der ersten Phase mit der Projektplanung.

Hier werden die das Projekt betreffenden Grundlagen ermittelt, die für einen reibungslosen Verlauf wichtig sind. Es wird in Erfahrung gebracht welche Genehmigungspflichten bestehen, wie sich die Infrastruktur in dem jeweiligen Gebiet zusammensetzt, welches Mietzinsniveau besteht und ob bei der Projektdurchführung mit Widerstand in der betroffenen Bevölkerung zu rechnen ist. Gesammelte Informationen sollen dazu dienen, die weiteren Schritte in der Projektplanung vorzunehmen.

Der finanziell bedeutsamste Faktor bei der Errichtung der Stationen sind die Kosten für die Planung und die Bauausführung. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es für den Kunden wichtig, gerade die dafür notwendigen finanziellen Aufwendungen für die Vielzahl an zu erstellenden Stationen kalkulieren zu können. Daher werden im Vorfeld des Projektes von der Unternehmung die Kosten für Planung und Ausführung der Mobilfunkstationen definiert. Darin inbegriffen sind die Leistungen, die von der Firma P. erbracht werden, um die Funktionsfähigkeit der Stationen herzustellen.

Durch die Menge an vorgesehenen Mobilfunkstationen, die in kurzer Zeit erstellt werden sollen, ist die zeitliche Planung der Realisierung der nächste Schritt in der Projektplanung.

Zusammen mit dem Kunden wird in einer Realisierungsplanung der zeitliche Ablauf festgelegt, wie die vorgegebene Anzahl zu bauender Mobilfunkstationen erreicht wird.

Aufgrund der eigens vom Kunden ausgeführten Netzwerkplanung wird unter anderem geregelt, wo der Kunde Eingaben liefert und welche Rückkopplungen er daraufhin erwartet. Unter Berücksichtigung der projektbeeinflussenden Faktoren wie z. B. den behördlichen Genehmigungen entsteht eine Planung, die sowohl dem Kunden als auch der Unternehmung P. als Instrument dienen soll, den Projektverlauf zeitlich zu überblicken und zu kontrollieren.

Eine weitere Aufgabe der Projektplanung ist es, benötigte Kapazitäten zu erfassen und die notwendigen Nachunternehmer zu beschaffen.

Die Unternehmung P. entscheidet sich für Nachunternehmer im Bereich der Bauausführung, wodurch mit höherer Flexibilität auf Projektgröße und -umfang reagiert werden kann.

Als nächster Bestandteil im Leistungsprozess der Unternehmung P. ist die Standortbeschaffung zu nennen. Der Kunde definiert unter netzwerkplanerischen Gesichtpunkten eine Vielzahl an kleinen Gebieten, in denen er die Mobilfunkstationen benötigt[17].

Die Leistung des Unternehmens P. beinhaltet dann unter anderem das Suchen nach einer geeigneten Standortfläche im jeweiligen Gebiet und den Erwerb dieser Fläche durch den Abschluss eines Mietvertrags.

Bevor jedoch ein Mietvertrag abgeschlossen wird, bekommt der Kunde die in Frage kommende Standortfläche zur Entscheidung angeboten.

Dem Kunden obliegt es, sich für oder gegen diese Variante zu entscheiden.

Hat der Kunde diese Entscheidung getroffen und wurde die Fläche angemietet, erstellt die Unternehmung als weitere Leistung in der Beschaffungsphase ein Standortkonzept. Dabei werden die angemieteten Standortflächen begangen und unter Einbeziehung von Bauleitern, Planern, dem Eigentümer sowie den Netzwerkplanern des Kunden die notwendigen Arbeiten und Maßnahmen zur Errichtung der Station festgelegt.

Hier werden beispielsweise die Beurteilung von Bauwerken trotz unzureichender Bestandsunterlagen, die Feststellung des Zustandes von Bauteilen aus Stahl, Holz, Mauerwerk und Beton im Hinblick auf ihre Tragfähigkeit und Weiterverwendbarkeit sowie Baugrundgutachten vorgenommen. Weiterhin werden Fragen nach notwendigen Genehmigungen geklärt, welche dann im letzten Schritt des Beschaffungsprozesses eingeholt werden.

In den Entwurfs- und Ausführungsplanungen erfolgt anschließend die Umsetzung der auf der Begehung getroffenen Festlegungen. In den Planungen enthalten sind z. B. die Art der Tragkonstruktion für die Antennen- und Systemtechnik und ihre Lasteinleitung ins Gebäude und alle notwendigen Sicherheitseinrichtungen. Ebenso zählen dazu statische Berechnungen teilweise komplexer Systeme von Verstärkungen und Neubauten aus Holz, Stahl und Beton sowie montage -und korrosionsgerechtes Konstruieren im Stahlbau.

Beim Bau der Stationen kommt es standortabhängig zur Ausführung der Arbeiten in den Bereichen Stahlbau, Trockenbau, Antennenmontage, Blitzschutz und Elektroinstallation.

Die Firma P. unternimmt dazu die Vorbereitung der Ausführung und die anschließende Koordination der Arbeiten. Hier sollen die Einhaltung von Terminen, Kosten, Qualitätsanforderungen und von geltenden Sicherheitsvorschriften durch Überwachung und Dokumentation der Arbeiten auf allen Stationen sichergestellt werden.

Aufgrund der Bedeutung der Bauausführung als kosten- und zeitmäßig schwerwiegendste Phase im Realisierungsprozess einer Mobilfunkstation werden mit dem Kunden nach Beendigung dieser Phase Teilabnahmen durchgeführt. Am Ende der Bauausführung sollen Stationslayouts entstehen, die zum einen den Anforderungen des Kunden und zum anderen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Diese Layouts bilden im Folgenden die Grundlage für die letzte Phase im Leistungsprozess.

In der Phase der Technik - Implementation installiert die Firma P. die für den Netzbetrieb notwendige Systemtechnik und nimmt diese in Betrieb. Die Technik wird in den einzelnen Projekten von einem Systemlieferanten[18] gestellt, mit dem der Kunde einen Vertrag hat.

Im Zuge dieser Phase werden von der Unternehmung P. unter anderem Tests und Messungen durchgeführt, die ein einwandfreies Funktionieren gewährleisten sollen. Für den Funktionsnachweis verfügt die Unternehmung daher über zugelassene Geräte zur Messung der Hochfrequenz und Übertragungseigenschaften.

Nach Beendigung aller Phasen werden auf den einzelnen Stationen Endabnahmen zusammen mit dem Kunden durchgeführt. Hierbei wird die endgültige Mängelfreiheit in Bezug auf Konstruktion und Funktion überprüft. Im Gesamtergebnis werden dem Kunden ins Mobilfunknetz integrierbare Stationen übergeben. Hierzu zählt eine ausführliche Standortdokumentation in Form von Plänen, Protokollen und Nachweisen als Spiegelbild der Leistung des Unternehmens P.

3.2 Die Beschreibung von Mobilfunkstationen

Eine Mobilfunkstation besteht aus einem Mast mit Antennen, der für den Betrieb notwendigen Systemtechnik, einem Blitzschutzsystem und verschiedenen Alarm- und Meldeeinrichtungen.

Die Gesprächsübertragung von einer Anlage zu den Zentralen erfolgt entweder über Festnetzleitungen[19] oder über ein Netz von Richtfunkstrecken[20]. Die dafür notwendigen Richtfunkantennen sind ebenfalls an dem Antennenträger angebracht.

Die Systemtechnik ist entweder in speziell gekapselten Gehäusen im Freien[21] oder in einem in Trockenbauweise errichteten Technikbetriebsraum[22] untergebracht.

Die von der Systemtechnik zu den Antennen führenden Kabel sind Hohlleiter und haben einen Durchmesser von bis zu 45 mm[23]. Mit 2 Kabeln je Antenne und meist 3 Antennen je Mast sind somit 6 Kabel erforderlich.

Die Technikräume beinhalten außerdem die notwendigen Elektroinstallationen sowie die Klima- und Lüftungstechnik zur Sicherung der Betriebstechnik gegen unzulässige Wärmebelastungen.

Mobilfunkstationen lassen sich aufgrund Ihres Standortes generell in zwei unterschiedliche Typen einteilen.

- Rooftop – Anlagen[24]
- Greenfield – Anlagen[25]

Rooftop – Anlagen

Dieser Typ umfasst all jene Stationen, die auf oder in einem bestehenden Hochbau errichtet werden. Dafür kommen am häufigsten Gebäude mit Flach- oder Satteldach in Frage aber auch Kirchtürme, Silos oder Schornsteine sind als Standorte geeignet.

Stationen dieser Art werden größtenteils im Bereich von Ballungszentren gebaut.

Im Regelfall bestehen sie aus einem oder mehreren Masten, die ca. 4-6 m über das Dach ragen und der Systemtechnik, welche sich auf dem Dach befindet oder im Dachboden aufgebaut wird.

Die Träger der Antennen bestehen aus Stahl-Rundrohren, deren Einspannung z. B. bei Satteldächern an zwei Punkten des Dachstuhles erfolgt und bei Flachdächern durch Verdübelungen in der Dachdecke vorgenommen wird.

Aufgrund der sowohl unzähligen gebäudespezifischen als auch gestalterischen Anforderungen an die Konstruktion ist eine Typisierung dieser Art von Anlagen nicht möglich und lassen jede Rooftop – Anlage “maßgeschneidert“ entstehen.

Greenfield - Anlagen

Hierbei handelt es sich um Anlagen, die als turmartiges Tragwerk auf einer eigenständigen Fundierung neu oder auf einem bestehenden Tragwerk errichtet werden.

Diese Art wird in erster Linie in ländlichen Bereichen gebaut und besteht aus einem Mast von 12-50 m Höhe und der Systemtechnik entweder in einem Container oder freistehend.

Maste, Fundierung und Zubehörteile bestehen bei Greenfield - Anlagen im Gegensatz zu

Rooftops aus Typenteilen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich der Aufbau der Netzinfrastruktur im Wesentlichen in städtischen Ballungszentren konzentriert, nehmen Rooftop - Anlagen den Hauptteil bei der Ausführung der Bauvorhaben ein. Hier erfordert die bestehende Infrastruktur der Stadt höhere Lagen, um eine ungestörte Übertragung der Funksignale zu gewährleisten.

Der Verfasser wird sich bei seinen Ausführungen daher auf die Ausführung der Rooftop - Anlagen beziehen.

3.3 Die direkten und peripheren Qualitäten von Mobilfunkstationen

Für das Leistungsangebot der Unternehmung ergeben sich aus den Anforderungen des Auftraggebers sowie aus den gesellschaftlichen Anforderungen die grundlegenden Qualitätsziele.

Der Verfasser wird im folgenden Abschnitt auf die einzelnen Qualitätsanforderungen detaillierter eingehen und dabei die Schlüsselparameter des Bauens[26] thematisieren.

In diesem Zusammenhang lassen sich sowohl periphere, den Baukörper im Allgemeinen betreffende Qualitäten identifizieren als auch direkte, bezogen auf die eigentliche Konstruktion der Mobilfunkstationen.

Zu den direkten Qualitäten zählen die Funktion, die Konstruktion und die Gestaltung, periphere Qualitäten sind der Städtebau, die Bewirtschaftung und die Wirtschaftlichkeit.

Weiterführend werden vom Verfasser die Qualitäten aufgeführt, die zum einen in gesellschaftlicher Hinsicht und zum anderen unter dem Gesichtspunkt von Arbeits- und Gesundheitsschutz von Interesse sind.

3.3.1 Städtebau und Umfeld

In städtebaulicher Hinsicht enthalten gerade die für die Gemeinden und Städte grundlegend geltenden Flächennutzungs- und Bebauungspläne unzureichende rechtsverbindliche Festsetzungen für die Errichtung von Mobilfunkstationen. Konflikte und Probleme treten daher häufig im Zusammenhang mit baurechtlichen Fragen auf. Die Ablehnung eines derartigen Bauvorhabens durch ungeklärte Rechtsfragen stellt ein nicht zu unterschätzendes Hindernis dar. Jedoch stößt man beim Versuch der Klärung dieser Fragen auf eine bauordnungs- und planungsrechtlich nicht einfache Situation. In nahezu allen landesbauordnungsrechtlichen Vorschriften sind Antennenträger bis zu einer Höhe von 10 m ab Dachaustritt sowie einer dazugehörigen Basisstation mit einem Rauminhalt von bis zu 10 m3 genehmigungsfrei.

Von der Baugenehmigungspflicht ist die planerische Zulässigkeit[27] zu unterscheiden. Auch wenn es sich nach Landesbauordnung um genehmigungsfreie bauliche Anlagen handelt, können diese in bauplanerischer Hinsicht genehmigungspflichtig sein. Eine solche Genehmigungspflicht entsteht, wenn die Anlage auf einem Gebäude zu dessen Nutzungsänderung führt[28]. Dies kann der Fall sein, wenn die gewerblich genutzte Station auf einem bisher aus- schließlich zu Wohnzwecken genutzten Gebäude errichtet wird.

Aber auch erhebliche Auswirkungen auf das Orts- und Stadtbild und der damit einhergehenden städtebaulichen Relevanz lassen in bauplanungsrechtlicher Hinsicht eine Genehmigungspflichtigkeit entstehen.

Es ist derzeit zwischen den verschiedenen Oberverwaltungsgerichten immer noch strittig, aus welchen bauplanerischen Vorschriften eine Zulässigkeit von Antennenanlagen in Wohngebieten abzuleiten ist. Aus diesem Grund, ist bereits bei der Suche nach einem geeigneten Standort und der Planung zu berücksichtigen, ob und wie sich die Anlagen in das Ortsbild einfügen lassen, Natur- und Landschaftsschutz gewährleistet ist und Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse gewahrt bleiben.

3.3.2 Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit von Mobilfunkstationen hängt vor allem davon ab, ob ein fehlerfreies und wartungsarmes Funktionieren jeder einzelnen Station im gesamten Funknetz gewährleistet ist. Fehlerbeseitigung und Nichtfunktion schwächen das gesamte Mobilfunknetz und kosten den Kunden sowohl Geld als auch Zeit.

Eine funktionierende Infrastruktur von Mobilfunkstationen möchte der Kunde mit geringstmöglichem Aufwand in Bezug auf Zeit und Kosten realisieren, um den größtmöglichen Nutzen davonzutragen. Je schneller der Netzbetrieb aufgenommen werden kann, desto eher lässt sich der Nutzen für den Kunden generieren. Daher spielt die Bauzeit jeder einzelnen Station eine wesentliche Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg des gesamten Netzwerks.

Ebenso verhält es sich mit den Kosten für die Errichtung. Ziel der ausführenden Unternehmung muss es sein, die Baukosten jeder einzelnen Station in ein ausgeglichenes Verhältnis zu den Gesamtkosten zu bringen und dem Netzbetreiber unter Einhaltung aller Regeln der Technik eine kostenoptimierte Gesamtkonstruktion zu übergeben.

Qualität auf dem Gebiet der Wirtschaftlichkeit beeinflusst der Kunde aber auch in hohem Maße selber. Denn die Wirtschaftlichkeit einer Station zeichnet sich auch dadurch aus, ob sie in dem jeweiligen Gebiet überhaupt genügend genutzt wird und ob es damit unter netz- werkplanerischen Gesichtspunkten überhaupt notwendig war sie zu errichten.

Mit welchem gewinnbringenden Nutzen das Mobilfunknetz vom Kunden betrieben werden kann, hängt letztendlich auch davon ab, wie die Errichtung von der Umwelt wahrgenommen wurde und welcher Eindruck hinterlassen wurde. Schon in dieser frühen Phase wird ein prägendes Image des Netzbetreibers bei zukünftigen Kunden erzeugt.

Eine sensitive Umgangsweise der beteiligten Personen mit der Umwelt kann dies positiv beeinflussen.

Zur Erzielung von Qualitäten in wirtschaftlicher Hinsicht, ist unter all diesen Aspekten der komplette Leistungsprozess der ausführenden Unternehmung gefordert.

3.3.3 Bewirtschaftung

Die Qualität, die der Kunde in Bezug auf die Bewirtschaftung fordert, wird beschrieben durch die Unterhaltung und Instandhaltung der Stationen.

Der Einsatz von hochwertigen Materialien und Bauteilen beim Bau der Anlagen und deren Verarbeitungsqualität haben in hohem Maße Einfluss auf langfristig entstehende Instandhaltungskosten. Durchdachtes Planen und hochwertige Ausführung müssen eine langlebige Qualität sichern.

Da Unterhaltungskosten auch direkt daraus resultieren, wie viel Miete der Kunde für die ihm zur Verfügung gestellte Fläche zahlt, müssen schon Standortsuche und -erwerb mit Hinblick auf die Bewirtschaftung erfolgen.

3.3.4 Funktion

Die Funktionsfähigkeit einer Mobilfunkstation ist als das fundamentale Qualitätsmerkmal für den Kunden anzusehen. Hierbei handelt es sich um die Qualität, die den vom Netzbetreiber auf dem Markt angebotenen Service ausmacht. Ziel muss es daher sein, ein optimales und störungsfreies Funktionieren der Anlage im Gesamtnetzwerk zu gewährleisten.

Alle Phasen, angefangen von der Standortbeschaffung bis hin zur Technik - Implementation, müssen ihren Teil dazu beitragen, funktionale Qualität und damit gute Übertragungseigenschaften zu erzeugen.

Diese spiegeln sich wider in der vom Endverbraucher empfundenen Sprachqualität, einer kontinuierlichen Leistungsfähigkeit und einer hundertprozentigen Netzabdeckung[29].

3.3.5 Konstruktion

Die Konstruktion einer Mobilfunkstation erhebt hohe Qualitätsansprüche an die Ausführung, um eine einwandfreie Funktionalität sowie Langlebigkeit garantieren zu können. Erfüllt werden diese Ansprüche vor allem durch die Qualität der Einzelkomponenten Stahlkonstruktion, Antennen- und Blitzschutzsystem.

Unter dem wirtschaftlichen Aspekt geringer Baukosten jeder einzelnen Station, ist besonders die Bauzeit als ein wichtiges Qualitätsmerkmal anzusehen. Die Anlagen müssen quali- tätsgerecht in kurzen Ausführungszeiten realisierbar sein. Die Profile der Stahlkonstruktion sind daher so zu optimieren, dass sie den örtlichen Montagegegebenheiten angepasst sind. Ziel der Dimensionierung der Antennen- und Systemtechnik - Tragkonstruktion muss es weiterhin sein, eine minimierte Lasteinwirkung auf das bestehende Gebäude zu erzielen. Die Konstruktion muss an den Bestand angepasst sein, um die ursprüngliche Steifigkeit des Bauwerkes zu gewährleisten und den Rückbau der Anlage nach Nutzungsende problemlos vornehmen zu können.

Der bei einem Blitzschlag ins Bauwerk auftretende Blitzstrom lässt erhebliche Schäden an baulichen Anlagen entstehen. Die Vermeidung bzw. Reduzierung solcher Gefährdungen erfordert Blitzschutzmaßnahmen an den Mobilfunkstationen. Ein fehlerfrei funktionierenden Blitzschutz ist ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal einer Mobilfunkstation.

Qualität, wie sie der Kunde fordert, zeichnet sich auch dadurch aus, dass durch die fehlerfreie Ausführung der Antennenkonstruktion ein einwandfreies Funktionieren der Antennen als einziger Kontaktpunkt der Station zum Mobilfunknetz sichergestellt ist.

3.3.6 Gestaltung

Eine unzureichend durchdachte Gestaltung der Mobilfunkstationen in den letzten Jahren ist unter anderem ein Grund dafür, dass sich der Bau dieser Anlagen zu einem sehr kontroversen Vorhaben entwickelt hat.

Gerade das Design und die damit einhergehende Verschlechterung des Städtebildes sind oft der Anlass für eine ablehnende Haltung in der Bevölkerung.

Ziel ist es daher, die Sichtbarkeit solcher Anlagen zu minimieren, um eine so gering wie möglich gehaltene Wirkung auf die Umwelt herbeizuführen.

Der Anspruch an die Qualität der Gestaltung der Mobilfunkstationen definiert sich schon durch ihre Lage. Daher legen Standortsuche- und auswahl bereits das Maß für die zu erfül- lenden Qualitäten fest.

Planerisches Ziel muss es sein, durch konstruktive und architektonische Anpassung an konkrete Dachlandschaften, die jeweiligen Städtebilder zu bewahren[30].

Die Vermeidung der visuellen Wirkung muss auch besonders unter dem Aspekt betrieben werden, dass sich die Dichte des Antennennetzes in den nächsten Jahren immer weiter vergrößern wird.

3.3.7 Gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte und Ziele

Die grundsätzliche Diskussion um Antennenstandorte und die damit bestehende Verunsicherung der Bevölkerung ob Gesundheitsschäden auftreten oder nicht haben mit dem beginnenden Infrastrukturaufbau des UMTS-Netzes erneut Auftrieb erhalten.

Der kommunale Bereich ist dabei besonders betroffen, da sich auf seinem Terrain der Aufbau der Netze physikalisch abspielt.

Angesichts dieser gesellschaftlichen und ökologischen Sensitivität der Bauvorhaben muss eine Verbesserung der Akzeptanz in den Kommunen und der Bevölkerung beim Aufbau der Mobilfunknetze erreicht werden.

Der wirtschaftliche Schaden durch nachträgliche aufwendige Beseitigung entstandenen Misstrauens[31] in der Bevölkerung wiegt schwerer als die Kosten einer objektiven und präventiven Risikokommunikation in Form von Dialogen mit Bürgern und Kommunen.

Diesbezügliche vertrauensbildende Maßnahmen im Rahmen des Infrastrukturaufbaus sind besonders vom Kunden zu ergreifen, aber auch die ausführende Unternehmung kann prä-

ventiv ihren Teil dazu beitragen, u.a. durch:

- Berücksichtigung kommunaler Belange bei der Beschaffung zukünftiger Standorte
- umfassende und offene Kommunikation mit den jeweiligen kommunalen Gebietskörperschaften
- Berücksichtigung von “sensiblen Standorten“ wie z.B. Kindergärten und Schulen, da es sich hier im Sicherheitsempfinden der Bevölkerung um besonders beobachtete Standorte handelt

Es muss das Bewusstsein in der Bevölkerung hervorgerufen werden, dass ein partnerschaftliches Zusammenwirken und eine Konfliktminimierung beim Aufbau der Netze für alle Beteiligten vorteilhaft ist, denn eine leistungsfähige Infrastruktur auf diesem Gebiet stellt auch einen wesentlichen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung in den Städten, Kreisen und Gemeinden dar.

3.3.8 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz dienen zur Erhaltung der Gesundheit und der Arbeitskraft der Mitarbeiter. Der Bau von Mobilfunkstationen bedarf bedingt durch die Arbeitsumgebung besonderer Sicherheitsanforderungen.

Im Zuge des Netzaufbaus wird eine Vielzahl an Standorten bevorzugt auf exponierten Gebäudedächern akquiriert. Durch die besondere Lage und der zu installierenden technischen Einrichtungen können für Beschäftigte und Dritte erhebliche Gefährdungen ihrer Gesundheit entstehen.

Im Rahmen der zivilrechtlichen Verkehrssicherungspflicht, der der Netzbetreiber unterliegt, sind dementsprechend geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Gefahren abzuwenden.

Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutzsgesetze sowie Unfallverhütungsvorschriften[32] müssen daher die Vorgaben für die konkrete Planung und Bauausführung einer Mobilfunkstation bilden. Die Einhaltung der geltenden Vorschriften ist eine grundlegende Forderung des Kunden.

Dabei sind gerade spezifische Gefährdungen für Techniker und Dritte bezüglich der Verkehrswege und Arbeitsflächen auf dem Antennenstandort je nach Umfeld, Grundstück, Bauwerkstyp und seiner Nutzung sowie der Anordnung der Antennenträger und Netzelemente zu berücksichtigen.

Die Entwicklung standortspezifischer Maßnahmen durch die ausführende Unternehmung zur Vermeidung von Gefährdungen ist als ein weiteres Qualitätsmerkmal anzusehen.

Sicherstellung von Arbeitssicherheit muss demnach bereits bei der Standortsuche beginnen. Schon bei der ersten Bewertung des Standortes muss dieser Gesichtspunkt mit in Betracht gezogen werden. Es gilt, Risiken frühzeitig zu erkennen und diese im Verlauf der Arbeiten angemessen zu berücksichtigen.

Die Anbringung von Anschlagpunkten oder Geländern sind Beispiele für Maßnahmen zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit.

4 Die Realisierung der Qualitäten

Die von den Kunden geforderten Qualitäten müssen im Leistungsprozess des Unternehmens P. realisiert werden.

In den folgenden Abschnitten wird der Verfasser daher qualitätsrelevante Aspekte des Leistungsprozesses der Unternehmung P. erarbeiten. Dabei wird er auf die Schlüsselprozesse zur Erstellung von Qualitäten in den Leistungsphasen Projektplanung, Standortbeschaffung und Bauausführung näher eingehen. Unter Anwendung des Qualitätsregelkreises[33] wird gezeigt, welche Anforderungen im Einzelnen an diese Prozesse bestehen, wie sie von der Unternehmung P. zu erfüllen sind und worin die Erfüllung messbar wird.

4.1 Die Projektplanung

Die Projektplanung unterteilt sich in die abgebildeten Teilprozesse Grundlagenermittlung, Kostendefinition, Realisierungsplanung und die Nachunternehmerbeschaffung. Zwei dieser Teilprozesse werden im Folgenden näher ausgeführt. Sie sollen als Grundlage für die weiteren Ausführungen des Verfassers dienen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Die Projektplanung mit den dazugehörigen Teilprozessen

4.1.1 Kostendefinition

Die Bauausführung und die Planung einer jeden Station, sind die kostenintensivsten Faktoren bei der Errichtung von Mobilfunkstationen. Hier ist mit Kosten von ca. 50.000 € pro Station zu rechnen.

Der Kunde verlangt unter diesem Aspekt und aufgrund der hohen Anzahl an Stationen nach vorverpreisten und kostenoptimierten Standortlösungen.

Von der Kostendefintion der Unternehmung wird gefordert Mehrkosten bei der Realisierung trotz der verschiedensten örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen zu minimieren.

Um dem zu entsprechen, sind die Baukosten unter dem Gesichtspunkt der standortspezifischen Individualität zu ermitteln.

Ein Sachverhalt der besonders beim Bau von Mobilfunkstationen auf Gebäuden berück-sichtigt werden muss und dem die Unternehmung mit der Definition von so genannten Standort - Modellen gerecht werden kann. Hierbei handelt es sich um Varianten von Mobilfunkstationen, die in ihrem Aufbau eine bestimmte Konfiguration aufweisen und sich aus verschiedenen Parametern zusammenstellen lassen.

Für die Definition der einzelnen Modelle muss ein baukastenähnliches System angewendet werden, bei dem es aus den folgenden Konfigurationsparametern auszuwählen gilt:

- Örtlichkeit

➔ Flachdach / Satteldach / Schornstein / Mast / Kirchturm

- Gebäudehöhe

➔ 10 m / 20 m / 30 m / 40 m / 50 m

- Unterbringungsart der Technik

➔ Container / Betriebsraum in Trockenbauweise / im Freien

- Anzahl der Antennenträger

➔ 1 bis 4 Stück

- Höhe der Antennenträger

➔ 2 m bis 48 m

- Länge der Antennenkabel

➔ 10 m bis 65 m

- Typ der Antennenkabel

➔ 1/2 Zoll ; 7/8 Zoll ; 1 ¼ Zoll ; 1 5/8 Zoll ; 2 ¼ Zoll

- Art und Weise der Gewährleistung von Arbeitssicherheit

➔ Anschlagpunkte / Geländer / Seilsicherungsysteme

- Schwierigkeitsgrad der Ausführung

➔ problemlos / normal / problematisch

Die Modellierung der einzelnen Standort - Modelle anhand dieser Parameter erlaubt es der Unternehmung P. bei der Kostendefinition die Individualität der Gebäude mit einfließen zu lassen.

Für die modellierten Varianten der Standorte ergeben sich die Kosten und Aufwendungen

aus den nachstehenden Leistungsbereichen[34]:

-Planungsleistungen -Antennensystem
-Stahlbau -Dachdeckerarbeiten
-Sicherheitseinrichtungen -Betriebsraum
-Zuwegung -Kabelwege
-Elektroinstallation -Blitzschutzsystem

Die ermittelte Kostenaufwand für das jeweilige Standort - Modell geht als Pauschalpreis in das Angebot mit ein. Er bildet im Gesamtprojekt die Grundlage, für die Planungs- und Ausführungskosten einer Mobilfunkstation.

Das Ziel der Kostendefinition von P. muss es daher sein, eine ausreichend große Variantenvielfalt zu erzeugen. Im Projektverlauf muss die Unternehmung jederzeit in der Lage sein, für die verschiedensten örtlichen Gegebenheiten, die für den Kunden beste Lösung zu finden und ein “passendes“ Modell auszuwählen.

Die Qualität bei der Kostendefinition findet ihren Ausdruck darin, inwieweit mit der Anwendung dieser Standort - Modelle der nicht vorab planbare standortabhängige Mehrkostenaufwand für den Kunden minimiert werden kann.

4.1.2 Realisierungsplanung

Wie vom Verfasser bereits erwähnt[35], ist die Realisierungsplanung die zeitliche Planung für die vom Kunden vorgegebene Anzahl zu bauender Mobilfunkstationen.

In diesem Teilprozess verlangt der Kunde auf der Grundlage des vorgegebenen Projektzeitrahmens nach einer überschaubaren, gut gegliederten und vor allen Dingen realistischen Konzeption für die Realisierung einer bestimmten Anzahl an Mobilfunkstationen.

Von der Realisierungsplanung des Unternehmens P. wird insbesondere die Eigenschaft erwartet, zutreffende Vorhersagen abgeben zu können, was die Anzahl an Stationen betrifft, die bis zu bestimmten Zeitpunkten im Projektverlauf gebaut sein werden.

Um diesen Forderungen in der Realisierungsplanung gerecht zu werden, sind im Entstehungsprozess einer einzelnen Station so genannte Meilensteine festzulegen und allgemeine

Annahmen bezüglich projektbeeinflussender Faktoren zu treffen.

Die Meilensteine sind dabei als grob definierte Abschnitte zu verstehen, die im Realisie- rungsprozess einer Mobilfunkstation abgearbeitet werden müssen.

Jeder nachfolgende Schritt kann erst getätigt werden, wenn alle Ergebnisse des Vorange- gangenen vorliegen.

Die Meilensteine sind von der Unternehmung so zu wählen, dass sie einen nachvollziehba- ren Errichtungsverlauf einer Station abbilden. Sie lassen sich wie folgt definieren:

M 1: Der Kunde gibt das Suchgebiet bekannt, in welchem eine Station benötigt wird.

M 2: Für den Kunden ist eine Standortfläche gefunden worden, die für eine Ausführung in

Frage kommt.

M 3: Der Kunde hat die angebotene Standortfläche beurteilt und sich für diese entschieden.

M 4: Für die vom Kunden ausgewählte Fläche wurde ein Mietvertrag abgeschlossen.

M 5: Für den angemieteten Standort wurde ein Konzept erstellt und das Antragspaket für die notwendigen Genehmigungen wurde eingereicht.

M 6: Die für die Ausführung notwendigen Genehmigungen wurden eingeholt.

M 7: Die Ausführungsplanung ist erstellt und mit der Bauausführung kann begonnen werden.

M 8: Die Bauausführung ist beendet, die Technik kann installiert werden.

M 9: Die Installation der Technik ist beendet und mit der Inbetriebnahme kann begonnen werden.

M 10: Die Inbetriebnahme der Technik ist beendet und die Endabnahme mit dem Kunden kann stattfinden

M 11: Die fertige Station wurde vom Kunden abgenommen und an ihn übergeben.

Diesen Meilensteinen sind durchschnittliche Durchlaufzeiten zuzuordnen und es sind zeitliche Schwerpunkte zu disponieren. So kann der maximale Zeitaufwand, der für die Realisie rung einer Mobilfunkstation zur Verfügung steht, festgelegt werden.

Mit der vom Kunden geforderten Gesamtzahl als Ausgangspunkt, muss jedem Meilenstein auf wöchentlicher oder monatlicher Basis die zu realisierende Stückzahl zugeordnet werden. Diese Stückzahl drückt aus, wie viele Stationen welchen Meilenstein wann erreicht haben müssen, um am Ende die Kundenforderung zu erfüllen[36].

Um den Meilensteinen möglichst genaue Zahlen zuordnen zu können, müssen projekt- beeinflussende Faktoren identifiziert und Annahmen getroffen werden.

Nachstehend aufgeführt sind Faktoren, die sich auf den Verlauf auswirken können:

- die Anzahl der Suchgebiete, in denen keine geeignete Fläche gefunden werden kann
- die Phasen während des Projekts, in welchen weniger Stationen
gebaut werden können wie z.B. Ferien- oder Urlaubszeit der Mitarbeiter[37]
-die Anlauf- und Auslaufphasen des Projektes
-der zeitliche Aufwand für das Einholen von Genehmigungen
-die Ausfallrate an Standortflächen aufgrund von nicht erhaltenen Genehmigungen
-die Ausfallrate an Mietverträgen für bereits vom Kunden ausgewählte Standortflächen
- Informationsfluss des Kunden zur Unternehmung P.
- Kapazitätsauslastung des Unternehmens P.
- die Sensibilität in der Bevölkerung und daraus resultierende Hindernisse
- die Änderungen in der Gesetzeslage, mit denen zu rechnen ist

Mit der Einbeziehung dieser Annahmen entsteht eine Realisierungsplanung, die der Unter- nehmung P. und dem Kunden dient, Vorhersagen über den Projektverlauf zu treffen.

In der Planung werden zum einen die Eingaben des Kunden wie z.B. die Ausgabe der Such- gebiete geregelt und zum anderen die Rückkopplungen der Unternehmung wie z.B. das Erbringen von Standortflächen festgelegt.

Die Qualität der Realisierungsplanung lässt sich daran messen, inwieweit letztendlich die Anzahl der gebauten Stationen mit denen der Planung übereinstimmt und ob das Gesamtziel des Kunden erreicht wird.

[...]


[1] F. Kamiske, „ABC des Qualitätsmanagements“, Hanser Verlag, München/Wien, 1996, S. 60

[2] Vgl. Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

[3] M. Bruhn, „Qualitätsmanagement für Dienstleistungen“, Springer Verlag, Berlin/Heidelberg, 1997, S. 27

[4] P. Horvath, „Qualitätscontrolling“, Berlin, 1997, S. 247

[5] F.Kamiske, „Techniken des Qualitätsmanagements“, Symposion Verlag, Düsseldorf, 2001, S. 96

[6] K.Derks, „Handbuch der strategischen und taktischen Bauunternehmensführung“, Bauverlag,

Wiesbaden/Berlin, 1996, S. 201

[7] Im weiteren Verlauf der Arbeit QM-System genannt

[8] Vgl. Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

[9] z.B. Umweltmanagementsystem

[10] auch Dienstleistung

[11] Vgl. Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

[12] Vgl. Prof. Dr.-Ing. K. Focke, Vorlesung Baubetrieb II, FHTW Berlin, 2000

[13] Prof. Dr.-Ing. K. Focke, „Die neue deutsche Normwelle“, Immobilien Manager, 12/1994

[14] Vgl. Prof. Dr.-Ing. K. Focke, „Ganzheitliches Bauen - Bauspezifisches Qualitätsmanagement“, Baumarkt, 10/1994

[15] Netzbetreiber sind Inhaber einer Infrastruktur von Mobilfunkstationen, dazu zählen Unternehmen wie z.B. Telekom,

Vodafon

[16] aufgrund der Emission elektromagnetischer Felder

[17] werden im weiteren Verlauf der Arbeit als Suchgebiete bezeichnet

[18] z.B. Nokia, Ericsson etc.

[19] unterirdische Telefonkabelleitungen

[20] Übertragung durch Mikrowellen

[21] Die Station wir dann als OUTDOOR bezeichnet

[22] Die Station wir dann als INDOOR bezeichnet (der Betriebsraum kann dabei auch ein Container sein)

[23] je nach Kabellänge

[24] siehe Anlage 6 der Arbeit / Bild 2-4

[25] siehe Anlage 6 der Arbeit / Bild 1

[26] siehe Kapitel 2.3.2 / S.14

[27] §30 bis 35 BauGB

[28] §29 BauGB

[29] beschreibt die Erreichbarkeit, in dem von der Mobilfunkstation zu versorgenden Teilgebiet

[30] siehe Anlage 6 / S. 121 / Bild 14 und 15

[31] äußert sich in Klagen oder weniger Mietverträgen für Standortflächen

[32] z.B. die BGV A1 §33 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände

[33] siehe Kapitel 2.1.1 / S.7

[34] Beispiele solcher Standort – Modelle sind in der Anlage 1 der Arbeit zu finden

[35] siehe S. 19 Absatz 2

[36] siehe Abbildung 8 / S. 36

[37] so genannte slow - down Phasen

Details

Seiten
128
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783832461331
ISBN (Buch)
9783838661339
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v221593
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin – Fachbereich II, Bauingenieurwesen
Note
1,7
Schlagworte
qualitätsmanagementsystem prozesse mobilfunk

Autor

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Titel: Qualitätsmanagement beim Bau von schlüsselfertigen Mobilfunkstationen