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Giordano Bruno

An der Schwelle der Moderne

Magisterarbeit 2001 106 Seiten

Philosophie - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Am 17. Februar 1600 wurde auf Befehl der päpstlichen Inquisition auf dem Campo di Fiore in Rom einer der bedeutensten Denker der italienischen Renaissance auf dem Scheiterhaufen verbrannt – Giordano Bruno. In ihm begegnet uns einer der merkwürdigsten und umstrittensten Männer des 16. Jahrhunderts. Obwohl sicherlich nicht ganz ohne Vorläufer, war er doch der erste bedeutende Vertreter einer neuen Form von Inquisitionsopfern. Er gehörte keiner Reformrichtung der damaligen Zeit an, sondern ging seinen eigenen Weg als Philosoph und Freidenker. Lange Zeit wurde Giordano Bruno neben seinem berühmten Zeitgenossen Galileo Galilei (1564-1642) eine eher geringe Bedeutung beigemessen, was den wissenschaftlich-philosophischen Rang und den Inhalt seines umfangreichen Werkes angeht. Neben den großen Denkergestalten der italienischen Renaissance fand Bruno keineswegs allgemein solche Anerkennung, sondern galt vielmehr von seinen Lebzeiten (1548–1600) bis weit in die Moderne als umstritten. Dennoch gab es nur wenige Denker, die ihren Stimmungsgehalt mit solcher Originalität und Geisteskraft Ausdruck zu verleihen vermochten wie Giordano Bruno. Obwohl sein Name nach seinem Tod zunächst geächtet blieb, ging von Bruno ein Einfluss aus, der in der Nachfolgezeit auf viele Menschen Faszination ausübte und wichtige Denkanstöße bot. Bruno versuchte sich von aller Autorität loszureißen und durch Selbstdenken das Unendliche zu erfassen. Mit seiner impulsiven und lebensbejahenden Einstellung sprengte Bruno die Vorstellungswelt des Mittelalters und sprach mit seiner Philosophie das an, wonach die Zeit drängte. Mag er auch für das moderne Denken eine zu wenig repräsentative Gestalt gewesen sein, so leistete Giordano Bruno doch einen entscheidenden Beitrag dazu, das Tor zur Neuzeit zu öffnen.
So bewunderungswürdig und faszinierend dieser Mann wegen seines tiefeindringenden Geistes und wegen seines Schicksals in der Geschichte auch erscheint, so wenig kennt man ihn jedoch ganz. Vieles in seiner Lebensgeschichte ist noch unbekannt, dunkel und rätselhaft. Da die römischen Prozessakten bislang ebenso wenig veröffentlicht worden sind, wie die zu den Akten überreichten Schriften, zu denen auch eine in der Schlussverhandlung eröffnete Verteidigungsschrift kam, so liegt ein undurchdringlicher Schleier über dem tragischen Schicksal Brunos. Eine nicht unentscheidende Rolle spielte hierbei auch die Einflussnahme der katholischen Kirche, die Brunos Schriften von […]

Details

Seiten
106
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783832453367
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v220900
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Philosophische Fakultät II
Note
1,0
Schlagworte
neuzeit unendelichkeitslehre monadologie häresie katholische kirche

Autor

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Titel: Giordano Bruno